Schlaganfall - podcast episode cover

Schlaganfall

May 13, 202646 min
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Summary

Die Sendung beleuchtet umfassend den Schlaganfall, seine verschiedenen Formen und die hohen Sterblichkeitsraten. Es werden die bleibenden neurologischen und psychischen Folgen erörtert, sowie die Bedeutung von Rehabilitation und Therapie bei Schwindel und anderen Defiziten. Experten betonen die Wichtigkeit der Prävention, einschließlich Impfungen, und diskutieren das erhöhte Risiko für einen zweiten Schlaganfall sowie den Zusammenhang mit Demenz, während sie die Herausforderungen und Chancen der Neurorehabilitation in der Praxis hervorheben.

Episode description

Wer je einen Schlaganfall erlitten hat, weiß: Das darf kein 2. Mal passieren. Was kann Reha leisten und was kann man selbst zur Vorsorge beitragen? Die Internistin Dr. Wajima Safi und der Hausarzt Prof. Jörg Schelling antworten.

Ulrike Ostner im Gespräch mit Dr. Wajima Safi und Prof. Jörg Schelling. Weitere Informationen zum Thema Reha nach einem Schlaganfall finden Sie hier:
https://www.br.de/radio/bayern2/reha-nach-einem-schlaganfall-100.html

Transcript

Einführung, Gäste und Anruferfragen

Sounds like that. Ärzte antworten. von Bayern 2. Ich bin Ulrike Ostner und unser Thema heute lautet Schlaganfall, der Weg zurück ins Leben. Und ich kann Ihnen heute gleich zwei Gesprächspartner anbieten: die Internistin und Klinikärztin Dr. Waschmassafi. Sie hat letzte Woche schon erklärt, was beim Schlaganfall alles passiert. Guten Morgen, Frau Dr. Safi. Frau Ostner. Und den Hausarzt Professor Jörg Schelling. Er ist bei mir im Studio. Guten Morgen, Herr Schelling.

Wir haben Sie ja dazu gebeten, weil Sie viele Betroffene nach dem Schlaganfall in der Hausarztpraxis weiter betreuen werden. Tja, wie ist denn das bei Ihnen? Betreut Sie auch der Hausarzt? Weiter. Haben Sie da gute Kontakte? Wie geht es Ihnen? Erzählen Sie sich, melden Sie sich gerne bei uns. Unser Thema heute im Gesundheitsgespräch: Schlaganfall, der Weg zurück ins Leben. Und Sie können mit der Internistin Dr. Waschmasafi und dem Hausarzt und Allgemeinmediziner Professor Jörg Schelling reden.

unter 0800 246 2469 oder Sie schicken Ihre Frage als Sprachnachricht über WhatsApp oder Signal an die 0151 7 220 2207.

Schlaganfallarten und Sterblichkeitsrisiko

Frau Dr. Safi, wir haben in der Sendung letzte Woche ja schon erklärt, was ein Schlaganfall ist, dass es auch zwei verschiedene Formen gibt. Auf jeden Fall halten wir fest, es ist ein sehr gefährliches Ereignis. Und um es vielleicht mal von der negativen Seite zu betrachten, wie viele Menschen versterben denn daran?

Das variiert tatsächlich so ein bisschen abhängig von der Art des Schlaganfalls. Bei dem sogenannten ischämischen Anfall, der ja den Hauptteil der Schlaganfälle, also man sagt, über 80 Prozent fast ausmacht. Ist die Sterblichkeit tatsächlich etwas niedriger? Man sagt so um die 10 bis 15 Prozent im ersten Monat. Während hingegen die Hirnblutungen, die insgesamt bei den Schlaganfällen einen kleineren Teil ausmachen, so 15 Prozent.

Da ist die Sterblichkeit ein bisschen höher, so um die 20 bis 30 Prozent.

Bleibende Hirnschäden und psychische Folgen

Aber viele Menschen, sechzig Prozent, haben nach einem Jahr noch zumindest den Bedarf an Hilfsmitteln, an Therapie und so weiter. Können Sie noch mal sagen, was ist da los im Gehirn, dass diese Einschränkungen bleiben? Wir hatten ja so ein bisschen schon einfach als Rekapitulation letzte Woche ja besprochen, dass es im Endeffekt zu einem, zum Beispiel in den häufigsten Fällen, zu einem Verschluss von einem Gefäß kommt.

Und man kann sich ja vorstellen, das Gefäß stellt sozusagen die Ernährung und die Sauerstoffversorgung der Zellen, die hinter dem Gefäß sind, also der ganzen Nervenzellen sicher. Und sobald das Gefäß verschlossen ist, das ist einfach wie eine Autobahn. Da ist zu, da kommt nichts mehr durch, die Transporter mit den Lieferungen, ja.

Mit der Ernährung, mit dem Sauerstoff, kommen nicht mehr an die Zellen. Und die Nervenzellen sind besonders sensibel. Die halten nicht lange ohne Sauerstoff und Glucose, also Zucker sozusagen, aus. Die sind sehr schnell beschädigt und sterben sehr, sehr schnell auch ab. Das ist auch die Idee. hinter dem, dass man sag, was wir ja letzte Woche besprochen hatten, dass man sagt, es gibt so Zeitfestfenster für Behandlungen, wo sich die Behandlung noch lohnt, ja, wo man noch was retten kann.

Und das ist so ein bisschen sozusagen auch der Grund, warum dann Residuen, also sozusagen auch nach einem Jahr Reste und Überbleibsel von einem Schlaganfall bleiben, weil natürlich an der Stelle dann unwiederbringbar Zellen weg sind. Mm, und das sieht man dann wahrscheinlich, Herr Professor Schelling, wenn die Leute zu Ihnen in die Praxis kommen an verschiedenen Ausfällen, die da sind, was was können sie da beobachten? Was haben die Menschen dann noch für Folgen, Folgeschäden?

Ja, ganz oft sind natürlich noch bestehen noch Beschwegungsstörungen der Extremitäten der Arme oder der Beine oftmals auch so eine. Spastik, also eine Verhärtung, die im Endeffekt dazu führt, dass man gerade auch die Finger, die Hände gar nicht mehr so gut bewegen kann. Also damit fällt natürlich vieles weg, was wir im Alltag brauchen, einfach die Hände als unser Hauptwerkzeug.

dann bleibt bei vielen Menschen leider so ein Schwindelzustand mehr oder weniger, eine Gangunsicherheit da, die natürlich dann auch den Alltag sehr stark beeinträchtigen kann. Und nicht zuletzt ist es natürlich auch einfach die Sorge, die Angst vor dem erneuten Schlaganfall, die Sorge, die Angst, dass etwas im Körper passiert ist, was man vielleicht überhaupt nicht erwartet hat, worauf man sich auch nicht darauf vorbereitet war. Niemand von uns ist ja.

Dieser Weise darauf vorbereitet. Und allein diese Veränderung, diese Zäsur im Leben, die verändert ja die Menschen, wie sie umgehen, wie sie ihren Alltag planen, was sie sich auch vornehmen, was sie sich zutrauen. Und das erlebe ich ganz, ganz oft, dass. man dann auch erst wieder den Menschen auch Mut geben muss und darf, dass sie auch wieder versuchen in die Normalität zurückzukehren, wenn es die Symptome natürlich zulassen.

Hörerfrage: Schwindel nach Schlaganfall

Das ist eine tiefe Verunsicherung. Und ich greife jetzt das Stichwort Schwindel auf, das Sie gerade genannt haben. Und in der Leitung ist Herr Carpentier. Guten Morgen. Servus, Grüß Gott. Danke, dass ich drankommen darf und an die Ärztin und an den Arzt einen schönen Gruß und vielen Dank. Ja, erzählen Sie, worum geht's bei Ihnen?

war knapp einen Monat in der Uniklinik und dann halt danach gleich sechs Wochen auf Ambulantarea, wo es mir dann deutlich besser ging. Nur habe ich halt jetzt seit im Oktober, November letzten Jahres einen akuten Schwankschwindel, so, der wahrscheinlich mit den, mit den Sachen zu tun hat, die ja im Gehirn passiert sind, weil da sind ja Narben entstanden bei dem Das habe ich jetzt gerade erklärt, was da was da passiert, genau.

Ja genau, ja. Und jetzt ist die Frage, geht das halt irgendwie wieder weg, irgendwann mal, wenn man in der Regenerationsphasezeit ist, oder muss man sich dann versuchen irgendwie damit abzufinden?

Regenerationsphasen und Gehirnplastizität

Vielleicht noch mal davor würde ich gerne einhaken, wie lange, Herr Schelling, ist denn die Regenerationsphase, wie Herr Carpentier das gerade genannt hat?

Ja, ich bin ja als Hausarzt immer sehr vorsichtig mit so Zeitangaben, weil man verlässt sich als Mensch dann darauf, dass es so und so lang dauert und dann wird man ungeduldig und dann wartet man, dass was passiert. Das ist natürlich Von Mensch zu Mensch in dem jeweiligen Setting, Umfeld, wie viel Unterstützung man hat, sehr unterschiedlich und auch unsere.

Sagen wir, persönlichen und vererbten Grundlagen sind anders. Aber man kann generell sagen, dass in den ersten drei Monaten nach einem Schlaganfall am meisten passiert. Da ist eigentlich der Weg relativ klar dann schon erkennbar, ob.

doch starke Restzustände übrig bleiben oder ob man das grundsätzlich gut überwinden kann. Und wenn Restzustände und Veränderungen da sind, dann wissen wir, dass normalerweise schon nach einem Jahr, also dass man wirklich dieses ein Jahr später innehalten muss und sagen muss, dann bis dahin Sind eigentlich, sollten die meisten positiven Veränderungen oder die meiste Regeneration auch zumindest wieder begonnen haben. Trotzdem muss man sagen, das Gehirn.

Bleibt das Leben lang elastisch, diese Neuroplastizität. Das heißt, das Gehirn passt sich auch an. Wir haben sicherlich. beim Erwachsenen und älteren Menschen nicht mehr so viele Möglichkeiten, dass bestimmte Gehirnareale Aufgaben 100% übernehmen. Aber auch beim älteren Menschen ist es möglich, dass das Gehirn

Bestimmten Stellen einspringen. Deswegen habe ich erfreulicherweise auch nach längerer Zeit schon erlebt, dass sich doch noch was verändert, verbessert. Aber wenn man so für sich selber zwei Marken setzen will, ist diese Drei-Monats-Marke für die wirklich schweren und akuten Veränderungen. Glaube ich, wichtig. Und dann nach einem Jahr hat man eigentlich meistens einen Zustand erreicht, der dann nicht mehr so extrem viel Veränderung leider auch zulässt, muss man ehrlicherweise.

Schwindeldiagnose, Therapien und Ängste

Und was könnte der Herr Carpentier jetzt machen gegen den Schwindel? Nun, zuerst einmal sollte man noch mal einen Schritt zurücktreten und überlegen, ist es wirklich, kommt es wirklich daher? Die Theorie mit der Narben, mit den Veränderungen im Gehirn ist sicherlich. gut vorstellbar, dass es so ist, aber es gibt ja auch andere Ursachen für Spindel, die auftreten können. Und ich in erster Linie natürlich liegen die ja im Gleichgewichtsorgan und damit im Ohr.

Und man sollte sicherlich nochmal hier eine Schwindeldiagnostik beim Neurologen oder beim HNO-Arzt machen, um zu schauen nicht, dass es doch was anderes ist. Es kann ja auch Man kann ja auch zwei Probleme parallel haben, die gar nicht damit zu tun haben. Also, das würde ein Tipp, den ich auf jeden Fall.

geben könnte und würde. Und dann natürlich, klar, auch schwierig Schwindel, wie schaut es mit dem Herzrhythmus aus? Gibt es vielleicht doch unbemerkte Herzrhythmusstörungen, die sowas auslösen können, also auch nochmal ein Langzeit-EKG. Im Zweifelsfall muss man nochmal mit den Hausärztinnen und Hausarzt besprechen und natürlich schauen, kann der Blutdruck eine Rolle spielen, kann der Zucker eine Rolle spielen. Also ich sage mal, das Thema Schwindel ist sehr viel breit.

Frau Dr. Safi, haben Sie auch noch eine Idee? Was fällt Ihnen? Also es ist halt vor allem gerade wenn es mit dem Schlaganfall dann auch gekommen ist, ähm Es hat der Schwindel eine relativ gute Prognose, also der geht schon auch irgendwann meistens weg, aber natürlich garantieren kann keiner was. Und das hängt tatsächlich sehr mit Fehlverarbeitung von Sinnesreizen im Gehirn zusammen. Man muss sich vorstellen,

Das Gehirn ist einfach ein riesiges Netzwerk. Man hat sich das ja oft immer so vorgestellt, also auch so ganz früher in der Phrenologie und so, ja, da ist ein bestimmtes Areal, da sitzt dann genau das, ja. Und das ist dafür, das ist schon zu einem gewissen Grad ist das schon richtig, ja, aber im Endeffekt ist da alles vernetzt, also der Blick, der Stand und so weiter. Und gerade Schwindel hat auch was damit zu tun, dass diese neuronalen Netzwerke gestört sind.

Das heißt, wenn Sie einen Physiotherapeuten zum Beispiel finden, der oft eine neurologische Spezialisierung hat.

Da gibt es schon auch so Übungen, ja, wo man sagt, okay, den Blick starhalten und an den Kopf drehen und so, tandem stand. Also ich weiß, ich bin jetzt keine Physiotherapeutin, ich kann jetzt da nicht ein therapeutisches Konzept sozusagen sagen, aber worauf ich nur hinaus will, dass es eben gerade für diesen neurologischen Schwindel schon auch nochmal sozusagen Handwerkzeug gibt, das man erlernen kann.

Also da sollten Sie, Herr Cappenty, nicht locker lassen. Wir haben mehrere Hörer und Hörerinnen übrigens, die sich genau für dieses Thema Schwindel interessieren. Johanna Grünauer schreibt auch, dass Sie schon zwei tausend fünfzehn. eine Hirnblutung in dem Fall hatte und immer noch mit dem Schwindel zu kämpfen hat. Und die ist natürlich sehr belastend. Also das heißt, aber bei Ihnen ist ja noch nicht so lange, Herr Carpentier. Sie können eben

Aber das mit dem Gleichgewichtssinn, mit dem HNO-Arzt und so weiter, das wurde natürlich auch schon abgeklärt. Mit dem Herzen ist auch alles in Ordnung. Und am Zucker kann es jetzt nicht liegen, weil ich wiege zu wenig, weil ich wiege nur knapp 65 Kilogramm bei 1 Und ich habe halt schon alles abklären lassen, und ich habe jetzt einen Physiotherapeuten gefunden, der sich so auf eine vestipuläre Physiotherapie heißt das ja.

wo man den Angstschwindel, kon den Schwangschwindel kontrolliert, provoziert, den habe ich jetzt ja gefunden, so also der sich halt auch damit auskennt, wie man da ein bisschen gegen angehen kann quasi. Also da sind Sie auf dem Weg auf jeden Fall und auch schon selber draufgekommen auf das, was die Frau Doktor saftig sagte super, Herr Kapitier.

Man macht ja man muss ja selber auch irgendwas tun. Man will ja auch, dass es irgendwie wieder ein bisschen besser wird und nicht in einem Zustand bleibt, der ja eh ohnehin schlimm genug ist, weil es ist ja nun mal ein einschneidendes Lebensereignis gewesen. Das ist ja nun. Ja, wir haben es ja vorhin von Herrn Schelling schon gehört, dass die Patienten und Patientinnen sagen, es bleibt mir auch so eine Angst.

Das ist ja das Nächste. Es hat sich ja bei mir auch eingestellt. Also eine Agophorapie war halt auch schon da. Dann ist jetzt mittlere Angststörung dazugekommen. Und ich habe ja auch seit was Jahrzehnten ATHS und bin da eingestellt, aber das sind halt dann alles Baustellen, die kommen halt dann auch noch dazu. Okay, also wir wünschen Ihnen, dass es klappt, und halten Sie uns auf dem Laufenden. Danke. Dankeschön, Servus schönen Tag.

Unterstützung durch budgetfreie Therapien

0800 246 2469. Unsere Telefonnummer im Gesundheitsgespräch. Herr Schelling sieht aus, als wollte er was sagen. Na, er möchte nur noch was ergänzen, also aus hausärztiger Sicht, weil Herr Carpentier weiß es bestimmt, er hat einen guten Physiotherapeuten gefunden. Aber ich finde, eine ganz wichtige Sache auch für alle Zuhörer ist auch nochmal, dass wir ja alle in einem sich veränderten Gesundheitssystem und in Spardiskussionen Sorge haben,

Ist denn überhaupt noch an Leistungen verfügbar? Und gerade auch bei der Physiotherapie hat vielleicht der ein oder andere auch schon mal gehört, dass es Budgets gibt und Belastungen gibt und dass die Verordnung schwierig ist. Aber hier gibt es tatsächlich beim Schlaganfall wirklich die gute Nachricht, dass. Lange Zeit nach einem Schlaganfall und auch insbesondere dann, wenn man Folgezustände zurückbehält,

eigentlich auch als Hausarztinnenhausarzt relativ entspannt und budgetfrei das verordnen kann. Ich glaube, das ist auch nochmal ein wichtiger Punkt und da darf man auch als Betroffene oder Betroffener auch durchaus das dann erbitten oder einfordern und sagen, halt zu, Ich weiß, das ist ein bestimmtes Krankheitsbild und hier kann ich das auch länger machen, darf ich das auch machen. Aber das vielleicht nochmal als Hinweis: auch hier bitte keine falsche Scheu. Die Physiotherapie, die Logopädie.

Die ganzen Behandlungen, die über die rein medizinische Seite hinausgehen, sind ganz, ganz wichtig und die sind in diesem Fall tatsächlich in unserem Gesundheitssystem noch sehr, sehr gut. unterstützt und geschützt.

Klärung der Begriffe: Schlaganfall, Hirninfarkt

Wir schauen nachher noch mal auf die Reha und wie es da klappt. Aber vorher, Frau Dr. Safi, würde ich gerne unserer Hörerin, Frau Hünsch, einen Wunsch erfüllen. Sie möchte nämlich, dass wir nochmal den Unterschied. zwischen den Begriffen, die wir so einfach synonym verwenden, erklären, nämlich Hirninfarkt und Schlaganfall, Frau Dr. Safi. Genau, also im Endeffekt der Schlaganfall ist sozusagen auf zwei Arten, die Hirnblutung und eben den Gefäßverschluss.

Und um was war der andere Begriff, den Sie gerade? Hirninfragen. Genau und mit Hirnenfarkt ist wahrscheinlich jetzt einfach nur der Gefäßverschluss, also nur eine Art von Schlaganfall gemeint. Genau, wir haben ja letzte Sendung schon gesagt, es gibt eben den Ischämischen, eben der durch Verschluss, entweder durch dadurch das was sozusagen des Gefäß verschließt, oder einfach durch eine Sklerose, so durch diese Plaggung.

Die ich letztes Mal auch erklärt hatte, oder eben die Blutung, ja, die zum Beispiel ein gerissenes Gefäß oder Form der Bluthochdruck ist da so ein Risikofaktor.

Schwangerschafts-Schlaganfall und spätere Risiken

Dann hat uns eine Hörerin geschrieben, die in jungen Jahren mit Anfang 30 während der Schwangerschaft einen Schlaganfall hatte, und zwar war es auch ein Verschluss offenbar. Und jetzt ist sie alles gut, sie ist schon viel älter jetzt und sagt, ich habe es mit der Reha alles gut kompensieren können, aber sie hat ein bisschen Sorge, wie es jetzt mit dem Älwerden ist.

Herr Schelling, schauen Sie drauf, wenn in die Praxis jemand kommt und sagt: Anfang 30 Schlaganfall, jetzt schon älter, könnte sowas a im höheren Alter wieder passieren, wenn es schon so lange her ist und b möchte Sie auch wissen, hat es Einfluss auf eine Demenzentwicklung?

Nun, zuerst einmal muss man ja immer überlegen, welche Risikofaktoren oder welche Lebenssituation begünstigt das Auftreten eines Schlaganfalls und leider kann auch in der Schwangerschaft eben durch die veränderten Blutfluss, durch die veränderte Blutfunktion. Gerinnung kann so ein Schlaganfall eben leider auch entstehen. Es sind ja ganz andere

Kreislaufsituation, insofern sind ja jetzt nach vielen Jahren eine ganz andere Grundsituation. Jetzt muss man eben auf die anderen Risikofaktoren achten, die wir ja gut kennen, die Frau Dr. Safi ja auch erwähnt hat, nämlich eben sind Gefäßablagerungen da Sklerosen, also Gefäßversteifung da sind vielleicht schon mal irgendwo anders Gefäßverschlüsse aufgetreten. Wie ist der Blutdruck eingestellt? Ist der in einem guten Bereich nicht so

hoch und liegt eine Zuckerkrankheit, ein Diabetes vor. Und das sind die Risikofaktoren, die dann später eine größere Rolle spielen, als das, was dann möglicherweise in der Schwangerschaft passiert ist. Und deswegen darauf sollte man eben eben achten in der jetzigen Zeit und Lebensphase, also dass da nochmal unbedingt das auftreten muss, muss nicht sein.

Was das Demenzrisiko betrifft, kenne ich zumindest keine Assoziationen zwischen Schlaganfällen und Demenzrisiko. Das hat ja andere Faktoren, die eine Rolle spielen. Also Letztendlich, dass die Gedächtnis und Gehirnleistung selber, wenn sie jetzt wieder gut oder normal ist, sollte durch das Ereignis vor langer Zeit nicht beeinträchtigt werden. Was vielleicht noch ganz, ganz wichtig ist, ist,

Schlaganfall-Prävention durch Impfungen

Das ist jetzt ein bisschen eine andere Baustelle, aber von mir ist es ja nicht anders zu erwarten, dass ich auch über Prävention spreche. Wir wissen ganz sicher, dass die jährliche Influenza-Impfung, die Grippe-Impfung, auch vor Schlaganfall schützen. weil sie einfach das Risiko, wenn Infektionen auftreten,

Dass diese Infektionen auch im Gefäß wieder Veränderungen machen, reduziert. Das gilt für viele Impfungen, für Atemwegserkrankungen, auch für die Covid-Impfungen, zum Beispiel Covid-19 oder den RSV, also den respiratorischen Synthical Virus. Also ein Aspekt, auch wenn man älter wird, ist, dass man Infekte vermeiden muss, die die Blutgerinnung beeinflussen und damit das Risiko von Schlaganfall erhöhen.

Die jährliche Grippeimpfung ist auch eine Schlaganfallprophylaxe ist. Das ist jetzt vielleicht ein bisschen um die Ecke gedacht, aber ist auch ganz, ganz wichtig. Aber sind es nur die Infektionen, gegen die man prophylaktisch impfen kann, oder sind es auch die normalen Infektionen, die wir halt so haben?

Ja. Es können potenziell natürlich auch andere Infektionen machen, wenn sie das Immunsystem überaktivieren und die Blutgerinnung aktivieren. Aber wir wissen es eben ganz speziell von der echten Grippe der Influenza. dass die ganz ganz stark den Blutfluss beeinflusst, die Gefäße beeinflusst, dazu führen kann, dass Plaques abreißen, also auch wirklich Veränderungen im Gefäßinnenraum machen kann. Und deswegen ist es ein gutes Beispiel dafür.

Letztendlich, wir können uns ja nur gegen die Impfungenkrankheit schützen, wo es auch entsprechende Impfungen gibt. Und deswegen ist es, glaube ich, auch ganz, ganz wichtig, jemand, der schon mal einen Schlaganfall oder Herzinfarkt hatte, der sollte auf diese Impfungen.

Risiken für zweiten Schlaganfall und Demenz

besonders viel Wert legen. Also die gehören auch zur Vorbeugung. Frau Dr. Saffi, vielleicht können wir ja auch noch mal ein Wort sagen, die Dame sagte, okay, sie möchte jetzt keinen zweiten Schlaganfall haben. Warum ander denn den zweiten Schlaganfall? Also, ich genau da würde ich gerne ein bisschen was ergänzen. Und zwar, der Schlaganfer während der Schwangerschaft ist nochmal was Besonderes, in Anführungsstrichen, weil natürlich der Körper während der Schwangerschaft

auch physiologischen Veränderungen unterliegt. Ja, zum Beispiel ist da das Blut einfach dicker, weil um sozusagen das Risiko des Verblutens der Mutter sozusagen zu senken. Ist das Blut so ein bisschen dicker? Und wir hatten ja schon in der letzten Sendung besprochen, so Gerinnsel, sowas neigt man dann auch eher mal.

Und es ist tatsächlich aber schon auch so, dass es aber natürlich auch sein kann, dass man eben schon eine Prädisposition, also eine Veranlagung, dass man schon entsprechend schlechte Gefäße hat, Gefäßmissbildungen. Und ähnliches, dass man sozusagen die Veranlagung schon mitbringt und dann auch durchaus noch mal was passieren kann. Klassischerweise ist es meistens aber, der den zweiten Schlaganfall erleidet.

Natürlich der ältere Patient, der schon sehr, sehr viele Gefäßprobleme hatte. Also jemand, der einen Herzinfarkt hatte, der hat natürlich dann auch ein hohes Risiko und Schlaganfall. Ich habe das letztes Mal schon gesagt in den klinischen Studien.

wird das einfach als cardiovascular events zusammengefasst. Da wird sozusagen Schlaganfall, Herzinfarkt in dieselbe Kategorie getan. Das heißt, wenn man eh schon hohe Fette hat, schon Gefäßschädigungen hat, dann ist natürlich die Chance, dass einmal irgendwo ein Gefäß zugegangen ist, schon auch zu haben. Sozusagen die Möglichkeit da, dass das woanders auch wieder passiert am Gehirn. Dementsprechend hat man da dann eben bestimmte Risikofaktoren, dass das nochmal passieren kann.

Vielleicht jetzt, ohne die damals beunruhigen zu wollen, ich bin da bei Herrn Schelling. Ich weiß jetzt auch nicht, wie die Daten bei jungen Schwangeren mit Schlaganfall sind für eine Demenz, aber man muss ganz ehrlich sagen, das ist ein Schlaganfall per se um fast 80 Prozent.

das Risiko erhöht, einer Demenz zu erkranken. Das kann man sich einfach dadurch vorstellen, wie ich ja erklärt habe. Es gehen Netzwerke kaputt, es gehen Zellen kaputt, der Stoffwechsel wird verändert und was der Schlaganfall auch macht, dass er so eine Entzündung von den Zellen unterhält.

Wie gesagt, ich weiß jetzt auch nicht, die Daten für jetzt in dem speziellen Fall kenne ich nicht. Die Frau wird jünger gewesen sein, was der Grund war und so. Aber nur ich meine jetzt bloß, weil wir wegen einem zweiten Schlaganfall gesprochen haben, für die älteren Patienten, die haben schon ein erhöhtes Risiko.

Schlaganfall als Demenz-Verstärker

Na Valerim fragt zum Beispiel auch, ob andersrum es sein kann, nämlich dass ein Schlaganfall eine bestehende Demenz verstärkt. Ja, also was durchaus sein kann, dass man einfach sagt, dass sozusagen es gibt so eine Doppelschlag-Hypothese. Ja, man sagt, Dass die Demenz sowieso schon da war und der Schlaganfall dann sozusagen das aufgedeckt hat. Dass das einfach rapide verschlimmert hat. Da ist so ein Schlag, also die Demenz hat so vor sich hingeköchelt.

Und dann kam der Schlaganfall und hat sozusagen die letzten Reserven, die man so hatte, also diese Netzwerke, die noch irgendwie das umgangen haben, die das Gehirn halt versucht hat, diese Demenz noch zu kompensieren. deckt der Schlaganfall dann auf, weil er alle Reserven, die das Gehirn so hatte, einfach verbraucht, den Puffer sozusagen wegnimmt.

Das würde aber heißen, Herr Schelling, wiederum in der Haushaltspraxis, wenn Sie Patienten haben, die eine beginnende Demenz haben, da schauen sie besonders gut, dass der Blutdruck gut eingestellt ist, dass da d das Blut gut rinnt und nicht gerinnt, dass es da nix dass man da nichts anbrennen lässt quasi.

Ja, die Demenz hat ja verschiedene Ursachen eben auch. Da spielen ja eben genetische Faktoren eine Rolle, also erbliche Faktoren. Aber eben auch ganz klar die vaskuläre Demenz, also wenn eben schon die Gefäße im Gehirn. Chronisch verändert und geschädigt sind, führt es ja eben auch zu. Diesen Ausfällen im Endeffekt passt die ja am besten noch zu diesen schlaganfallbezogenen Aspekten.

Und das ist völlig richtig, jemand, der schon beginnende Gedächtnisausfälle hat, der sollte oder die sollte keinen Schlaganfall zusätzlich bekommen. Und da lohnt sich der Blick auf die klassischen Risikofaktoren, Gefäße, Blutdruck. Diabetes natürlich ganz, ganz besonders, dass man da im Endeffekt schaut, dass man nicht noch zusätzlich das Risiko erhöht.

Hörerfrage: Angiom und Halbseitenblindheit

0800 246 2469. Unter dieser Telefonnummer erreichen Sie uns. Wir machen jetzt auf jeden Fall mal mit der Frau Weber weiter. Die wartet nämlich schon lange in der Leitung. Frau Weber, grüß Gott. Ja, das ist Gott, Pia Beversmann. Ich habe zwei tausend und zwölf einen eine Gehirnflutung gehabt, die durch ein Angiom verursacht war. Und daraus ist mir unter anderem eine Hämäanopsie zurückgeblieben. Das ist eine

Yeah, half sightblindheid. The augment alters gemess normal, but the reizverarbeiting der optischen Signale im Girn findet dabei nicht mehr strecken. Jetzt müssen wir erstmal noch erklären, was ein Angiom ist. Vielleicht diesmal Herr Schelling.

Ein Angiom ist ein Blutschwämmchen, so wie wir es teilweise auf der Haut, diese ganzen kleinen roten Schwämmchen haben, wie man es auch so als Muttermale kennt, teilweise. Aber diese Blutschwämmchen können eben überall in Geweben auftreten und wenn sie dann im Gehirn

eben so kleine Blutschwämmchen bilden und die Gefäße sehr dünn sind, können die eben reißen und dann tritt das Blut aus diesen dann ähm aus diesen Knoten aus, aus diesen Gefäsknel aus und blutet ins Gehirn und dann ist es eben einer der Schlaganfallform, wo es nicht zu einem Verschluss kommt, sondern wo eben das Blut dann letztendlich aufs Gewebe drückt und Gehirngewebe zerstört.

Kompensation visueller Defizite nach Schlaganfall

Frau Weber, darf ich bei Ihnen noch mal rückfragen, was denn schon probiert wurde, um Ihr Sehvermögen zu verbessern? Einfach Sehtherapie, einfach versuchen über Kompensation so viel wie möglich an Lebensqualität wiederzuerhalten. Also Bewegung der Augen, Kopfbewegung, also einfach Kompensation. Suchmechanismen und einfach viel Umgehen mit der Tatsache. Hilft Ihnen das? Das ist doch schon mal gut, aber dann fragen wir doch mal unsere beiden Fachleute, ob es noch mehr Ideen gibt, Frau Dr. Safi.

Ja, also Sie hatten ja gesagt, es ist schon 15 Jahre her. Vielleicht könnten wir das nur noch mal, ich könnte mir vorstellen, dass das für die HörerInnen sehr spannend ist. Wo haben Sie den Ausfall? Haben Sie den links oder rechts? Weil meistens hat man so eine Seite und es gibt eben die Form, dass man Scheuklappen hat, also dass man auf beiden Seiten sozusagen links, genau. Halbzeitig links. Half setting. Links nix.

Sie nehmen die Seite einfach nicht wahr, sozusagen. Es ist ja nicht so, dass sie merken, dass da nichts ist, sondern ist halt für sie nicht existent sozusagen. Stimmt? Ja, genau. Also genau, es ist halt immer so zwei Ansätze. Also nach 15 Jahren kann man jetzt nicht mehr erwarten, dass das praktisch wieder komplett zurückkommt.

Was sie ja schon gesagt haben, was man schon kann, ist eben nochmal zu lernen, zu kompensieren. Und da gibt es eben auch da Ergotherapeuten und Physiotherapeuten, die gerade auf so visuelle Rehabilitation nennt sich das. spezialisiert sind und dann haben sie sicher alle schon gemacht, so Sakadentraining, das ist so ein Augentraining, das man macht.

Es gibt spezielles Lesetraining, aber es gibt auch so Brillen, die praktisch das Licht umlenken können, ja, von der einen Seite und dann versucht das auf eine auf eine Teil von der Netzhaut zu fallen, was sozusagen im Gehirn noch registriert wird. Aber dann werden Sie auch die Seite nicht perfekt sehen. Also, worauf ich nur hinaus will, ist, ich glaube, dass bei Ihnen wahrscheinlich wirklich einfach diese Kompensationsmechanismen im Vordergrund stehen. Yeah, yeah.

Also ich merke halt auch oder gleich am Anfang der Therapie habe ich halt einfach gemerkt, dass meistens Bewegungen nicht nur mit optischen Signalen, sondern mit akustischen Informationen verbunden sind und nicht reagieren. deutlich schneller und intensiver auf die akustischen Signale spricht. Ich höre jemanden zuerst, bevor ich ihn sehe.

Und das gibt mir einfach ein bisschen Zeit zum reagieren. Oder ich sehe zum Beispiel, wenn ich irgendwo über Reflexe oder Spiegelung sehe ich bewusst oder suche ich bewusst nach Informationen, die ich sonst nicht sehe. Da ist ein Sinn ein bisschen für den anderen eingesprungen, Herr Schelling.

Ja, zum Glück besteht die Möglichkeit und bei Menschen, die ja von Geburt an blind sind, wissen wir ja auch, dass das Gehör unglaublich wichtig ist. Natürlich auch der Tastsinn und das allgemeine Raumgefühl. Letztendlich, die Frau Weber aktiviert jetzt hier einen anderen Sinn zusätzlich, der ihr hilft, ein bisschen diesen, ja im wahrsten Sinn Wortes würde ich blinden Fleck auszugleichen, weil man eben ehrlicherweise auch sagen muss: jetzt nach 15 Jahren.

Mit dem Training und den Aktivitäten, dass es wirklich wieder zurückkommt, ist unwahrscheinlich. Insofern ist es sehr tapfer und sehr gut, wie sie das weiter fortführt, wie sie sich da ihre alternativen Wege gesucht hat. Und trotzdem muss man sagen, wenn sowas auftritt nach einem Schlaganfall, bei vielen Menschen zum Glück geht es in den ersten drei bis sechs Monaten durch solches Training oft auch wieder weg. Also selbst wenn es nach einem Schlaganfall besteht, wissen wir,

Nach einem Vierteljahr oder halb Jahr kann es auch dann wiederkehren, dass das Gehirn die Information wieder verarbeitet, weil das Auge an sich ist ja in Ordnung. Das Licht geht durch durch die Linse auf die Netzhaut, aber kann eben dann nicht Gehirn nicht verarbeitet. I'll bet it too.

Langzeitfolgen: Zwei Schlaganfälle, psychische Probleme

Jetzt ist uns die Frau Weber leider verloren gegangen, aber wir hoffen, wir konnten einigermaßen antworten und freuen uns, dass sie uns diese Frage reingebracht haben. Frau Weber, vielen Dank. Und als nächstes ist die Frau Staudacher in der Leitung. Guten Morgen, Frau Staudacher. Ich hatte achtunneunzig einen ersten Schlaganfall und zwar rechts, also Und aufgrund fibrom also zu einer Gefäßveränderung, fibromuskuläre Dysplasie.

Um, also damals also war ich ja wesentlich jünger wie jetzt, also ich bin ja neunundundfünfzig. und habe mich sehr gut erholt, aber Ja, also zunächst war es auch eine Katastrophe. Also und zwar war ich auch mit Ängsten konfrontiert, dass ich also ich war habe mich einfach lebensunfähig gefühlt. Ich war damals allein alleinlebend.

und und bin dann sogar in die Psychiatrie, weil die gesagt haben, wo so anders ge ist eigentlich jetzt nicht angesagt, also wenn man nicht lebensfähig ist, und wurde dann auch auf die Selbstmordstation geschickt. Ähm ja, weil ich um aber ich war nicht selbstbadgefährdet, das war eigentlich ganz lustig. Lustig war es wahrscheinlich nicht. Das war nicht schlimm, das war...

Das war das war, wir waren nett, also die waren viele Gleichaltrige da und wir haben Karten gespielt, also das war das war von daher ganz, aber das hat nichts gebracht, also für mein psychisches Erleben. Und danach war ich zu Hause und Und war dann auch, äh, hatte auch wieder einen alten meinen ehemaligen Lebensgefährte, der war dann auch wieder da.

Und dann habe ich mich irgendwann sehr gut erholt. Also ich, also ich war funktional, bin ich auch, das ging alles recht gut. Also ich konnte wieder gut Fahrrad fahren und. Und ja, klar, ich war auch viel jünger und Gleichgewicht, ich hatte keine Probleme. Also das ging alles wieder gut.

Und und dann irgendwann, also zweitausend zwölf war das dann Da war hatte ich ganz so, ich weiß nicht, man das Psychose oder auf jeden Fall, ich hatte auf einfach auf einmal mit mit den Kriegserlebnissen von meinen Eltern konfrontiert, also aber alleine. Mhm. Es kam sozusagen in der nächsten Generation zu ihnen zurück.

Also ich warte wahnsinnig Angst, ich konnte und hab das aber war ganz klar, dass ich das alleine durchstehen muss. Was heißt durchstehen? Also einfach dass das um irgendwie annehmen. Und und das ging dann auch. Also das

Und und das hat mich dann sehr stark gemacht. Also da habe ich dann auf einmal ge durch dieses, durch diesen psychischen Prozess der zwar hart war, aber und wo ich auch am Nachttisch die Telefonnummer von von meiner früheren Psychoanalytikerin hatte oder von von der vom vom Psych Krisenintervent oder von dieser psychischen Krisen Uh die also das weil ich schon einfach so große Angst hat.

Genau, aber das ist ja gut, dann haben sie sich da abgesichert. Aber dann kommt doch noch ein zweiter Schlaganfall dazu. Ja, der kam aber erst, der kam also 2020. Und wie geht es Ihnen damit jetzt? zweitausend zwölf, also das da warte ich dann sehr, da war ich, da konnte ich wieder auf einmal auf die Berge gehen, also bis zum Gipfel, vorher bin ich nur mehr bis

Bis unterhalb vom Gipfel, soweit ich heute konnte. Aber dann, also durch diesen psychischen Prozess bin ich, der hat mich körperlich stark gemacht. Da war ich auf einmal wieder Ja, ich komme trotzdem weg von den psychischen Problemen nochmal hin zu den körperlichen. Das muss sie natürlich dann erst recht niedergeschmettert haben, wenn sie 2020 Nein, ich wollte einfach auf den Schlaganfall nochmal kommen, der 2020 war und ihre Frage.

Ah, also ja, zweitausdzwanzig der zweite. Und und jetzt haben mich die psychischen Probleme also voll im Griff. Nachdem Sie zwei tausend zwanzig nochmal ist es denn also rein jetzt, wenn man schaut, wie ist der Schlaganfall zwei tausend zwanzig vonstatten gegangen, was haben Sie jetzt zurückbehalten? Haben Sie Probleme, die Sie einschränken, mal abgesehen von der Angst?

Eigentlich das merke ich nicht so. Also klar, ich bin nicht mehr körperlich so stark, aber ich bin eigentlich relativ doch, also ich bin da zufrieden, weil ich ja alles machen kann. Aber der Herr Schellings, Sie haben es vorhin angesprochen, diese Angst, die da bleibt nach so einem Existenziellen Erlebnis und die Frau Schlauer daher schildert es gut, wie sie sich auch schon einmal wieder rausgearbeitet hat und jetzt halt wieder eingetunkt ist geradezu. Was kann man anbieten?

Ja, also wie die Frau Dr. Safi vorhin ja auch gesagt hat, ein Schlaganfall kann eine Demenz durch das Zerstören der Netzwerke ver verschlechtern. Ein Schlaganfall oder jede Form von Veränderung der Gehirndurchblutung kann natürlich auch zugrundeliegende Seelische, psychische Prozesse, weil da bestehen ja auch Netzwerke und Verbindungen und

Und da werden Botenstoffe im Gehirn gebildet und weitergegeben, auch verändern. Und dadurch kann eine psychische Situation und die Belastung sich ja ändern und auch das Gehirn so verändern, dass Krankheitsbilder einfach auch sich verstärken und stärker werden. Und die die Angst selber, die Angst vor dem Wiederauftreten, das Bewusstsein, dass

man eben ja so ein schweres Krankheitsbild entwickeln kann. Das Bewusstsein, dass auch sowas durchaus nicht nur lebensbedrohlich sein kann, sondern auch effektiv lebensbedrohlich ist. Das alles sind Dinge, die auf verschiedenen Ebenen auf unserer Ebene unserer Selbstwahrnehmung und aber auch einfach auf der

Ebene im Gehirn selber Veränderungen machen. Und deswegen glaube ich, eine ganz wichtige Aussage, die ich aus dem Anruf auch von der Versteuerer ziehe, ist, dass Menschen nach einem Schlagenfall so offen sein sollen oder die Angehörigen auch. Das offen ansprechen sollen beim Hausärztinnenhausarzt oder dann eben auch beim Neurologen oder Nervenarztpsychiater, dass sie eben da auch

Ängste da sind, Sorgen da sind, dass vielleicht Psychosen stärker geworden sind, Wahrnehmungsstörungen stärker geworden sind, dass man das dann eben auch behandeln kann und soll. Ein Schlaganfall mag vielleicht erstmal auf dem Papier ein.

Gefäßverschluss in einem Gefäß sein, das klingt so organisch, so körperlich, da ist ein Rohr und das geht dann zu und dann ist es weg, verstopft und fertig, und das ist jetzt wieder frei und jetzt nehme ich Blutverdünnung und dann ist gut, aber diese seelischen psychischen Komponenten oder eben auch das Verstärken von diesen seelischen psychischen Erkrankungen sind, glaube ich, ganz wichtig.

Ich denke, ich erlebe ganz, ganz viele Patientinnen und Patienten bei mir, die nach einem Schlaganfall aus verschiedenen Gründen eben dann auch mal ein Medikament brauchen, was für den Schlaf ist oder für die Psyche, für die Seele ist oder wieder ein bisschen Ruhe reinfallen.

Neurorehabilitation: Anspruch, Realität und Eigeninitiative

Also Frau Safi, Sie haben gerade auch noch mal einen Gedanken dazu. Habe ich den da richtig telepathisch wahrgenommen? Achso, nee, mich hätte nur interessiert, ich weiß nicht, ob Frau Staudoch noch in der Leitung ist.

Nachdem sie ja so viele Jahre den Schlaganfall, also ich bin ganz bei Herrn Schelling, das macht natürlich auch für die Verwandten zu wissen, manchmal kriegt man vielleicht nicht mehr ganz denselben Menschen auch zurück. Also es kann einfach sein, dass auch Persönlichkeitsveränderungen eben. als Teil dieser psychischen Veränderungen mit dabei sind, sozusagen.

Aber die Psychiatrie ist natürlich nicht der erste Ort, wo ein frischer Schlaganfall aufbewahrt werden sollte. Mich hätte einfach nur interessiert, ob ihre Erfahrung in der Nachsorge, einmal in den 90ern und jetzt dann eben 2020. um ob sie da wirklich da Unterschiede gesehen hat, weil eigentlich sollte sich da die Strukturen in Deutschland in der Zeit geändert haben. Waren Sie überhaupt auf Reha, Frau Staudacher?

Also ja, ja, aber ich ich fand es eigentlich viel schlimmer wie wie in in den Neunzigen. Entschuldigung, aber Sie müssen sich gar nicht entschuldigen. बेसे बेसे बेसे बेसे बेसे बेसे बेसे Nee, das habe ich gar nicht gesagt. Medizinisch ist es besser geworden, sagen Sie. Ja, aber es kam die K die die Corona, also zwanzig war noch Corona Epidin, also es war dort einfach sehr viel stressiger auch in den.

Das glaube ich sofort. Aber lassen Sie uns da wirklich nochmal anknüpfen, Frau Dr. Safi, und vielleicht über die Reha auch noch mal reden. Wer bekommt, also was für eine Reha bekommt man denn eigentlich, wenn man einen Schlaganfall hatte? Genau, also im Endeffekt gibt es diese Neurorehabilitation. Das ist die klassische Rehabilitation nach diesen Schlaganfällen, die einfach in Phasen aufgeteilt wird, also A bis F.

F ist dann später neu dazugekommen. Ich erkläre nur ganz kurz: also Phase A ist einfach dieses alles, was im Akutkrankenhaus passiert, was wir so in der letzten Jahrzehnte. Letzten Sendungen besprochen haben, die Aufnahme auf die Stroke Unit, die medizinische Behandlung, die Thrombectomie oder Dalyse, was auch immer gemacht werden muss. Und man hat eben dann Wir haben mit diesen Aufkommen der Stroke Units, die wir letztes Mal historisch schon so ein bisschen besprochen haben.

In den Siebzigern dann auch bemerkt, naja, wenn man die Leute dann schon früh anfängt zu bewegen, früh Ergotherapie, früh Frühlogädie, also und mit früh meine ich schon innerhalb der ersten vierundzwanzig Stunden. Dass diese PatientInnen langfristig profitieren, also dass praktisch die Überbleibsel dann weniger sind. Aber das ist wichtig. Die Frühreha beginnt im Krankenhaus auf der Stroke. Das muss man auch wissen und einfordern.

Genau, genau, genau. Und dann geht es ja eigentlich direkt dann schon, also wenn die Akutbehandlung, also wenn medizinisch jetzt nicht mehr groß was getan werden muss, aber Patienten zum Beispiel wirklich noch. einen Tubus, also einen Schlauch noch haben, noch schwerspflegebedürftig, eigentlich noch, ich sage es jetzt sehr, sehr lapidar, noch nicht irgendwie zuckengroß. Geht eigentlich schon die Phase B, das ist auch noch frührehaar, ja, geht es los?

Die ist sehr, sehr intensiv. Also da das sind so Sachen, wo ich so mit Herrn Schelling gemeinsam sagen kann: das ist nicht nur im ambulanten Bereich, sondern auch im Stationären, da lässt die Krankenkasse zahlt dann auch richtig Geld. Also Die bezahlen fünf Stunden Therapie pro Tag. Also 300 Minuten kann das Krankenhaus abrechnen. Das ist richtig viel jeden Tag.

Und im Endeffekt, weil man eben weiß, das ist so eine interdisziplinäre Therapie, also da ist Physiotherapie dabei. In der Frühjahr geht es dann schon um die Mobilisation, also das heißt, man an die Bettkante aufsetzen, passiv natürlich im Bett. Arme und Beine durchbewegen, um eben die spätere Spastik dann auch möglichst zu verhindern, dass man sozusagen alles durchbewegt, durchknetet, schon mal aufsetzt, schon mal in den Stuhl setzt.

Das sind so die ersten Aktivierenden und dann eben die Ergotherapie so weit wie möglich. Meistens sind ja diese Patienten noch schwerstbewusstseinsgestört. Und die Logopädie, die ist dann meistens in der Frühjahr eher auf die Schluckprobleme spezialisiert als auf Sprechen.

Weil das sozusagen das Erste ist, was man unbedingt angehen möchte, weil ob man es sprechen kann oder nicht, macht nicht so viel an der Sterblichkeit aus. Ob man schlucken kann oder nicht, ob man essen kann oder nicht, durchaus. Und genau, und das ist so interdisziplinär, da ist Neuropsychologie dabei und aber auch leider, leider, leider muss ich sagen, etwas, was sich aktivierende Pflege nennt.

Da ist eben die Idee, also wenn man zum Beispiel den klassischen Schlaganfall anschaut, wo man sagt: Okay, man hatte jetzt links den Schlaganfall im Hirn und dann fällt ja die rechte Seite, Arm, Bein, hat dann so eine Schwäche.

Dann ist so die Idee von dieser aktivierenden Pflege und so, dass man diese rechte Seite von Anfang an immer mit einbezieht. Als zum Beispiel einen Waschlappen in die Hand tut und diese Seite bewegt und also nicht die Pflege praktisch alles macht, sondern Den Patienten schon aktiviert, ja, und gerade die betroffene Seite möglichst aktiviert, damit der weiß, die ist noch da, die muss ich benutzen, ja, und das Gehirn schon

frühzeitig sich neu vernetzen kann, sozusagen. Und das ist alles in diesen 300 Minuten rein theoretisch drinnen und idealerweise sollte das so laufen.

Und wenn der Patient dann zwar noch pflegebedürftig ist, aber soweit ist das, dass es ganz der wichtige Punkt therapiefähig ist. Das heißt, dass die Bewusstseinsstörungen sich so weit zurückgebildet haben, dass er aktiv an Therapien teilnehmen kann, dass der Physiotherapeut sagt, eben er hebt den Arm, er hebt das Bein und er das alles mitmachen kann, geht es in die Phase C.

Das sind auch immer noch Patienten, die pflegebedürftig sind, aber wie gesagt, die können schon aktiv mitmachen und vielleicht auch mal kleinere Gruppentherapien. Die sind dann etwas intensiver, das äh weniger intensiv. Das sind dann so drei bis vier Therapieeinheiten, a 30 bis 40 Minuten am Tag.

Kann aber auch mal variieren. Und dann geht es eben weiter in die Phase D, wo es dann eher um die Alltagssachen dann schon geht. Und die Phase E, da ist zum Beispiel dann schon die Wiedereingliederung in den Beruf, also das Hamburger Modell. When your patient in the household. Sagen die, oh, dass ich hab fünf Stunden am Tag Logopätie, Physiotherapie, Ergotherapie gekriegt, das war so super. Ja, und dann beginnt das wieder ein bisschen auszufranzen im Ambulanten.

Ja, aber war es so, erzählen die ist, es ist toll gelaufen. Achso, denn das meinen Sie. Nein, also Nein.

Ich habe es ja auch gerade gedacht, als Frau Dr. Safi das so beschrieben hat, das klingt sehr schön, aber fast zu schön, um wahr zu sein. Also leider ist es ja auch so, dass in den Reha-Kliniken inzwischen teilweise massiver Personalmangel ist, dass teilweise auch die Physiotherapeuten sehr unterschiedlich dann Ausbildungen haben, da wird manchmal die eine Therapie auch ein bisschen mit der anderen ersetzt oder kompensiert.

Also, dass es immer so läuft, wie man sich so wünscht und vorstellt. Also ich höre manchmal sehr, sehr gute Berichte, dass die Menschen wirklich sagen: Mensch, also das war wirklich, das ging von Anfang an richtig super los und man hat mich super unterstützt und die Angehörigen wurden integriert.

Und mir wurde gleich der Schwerbehindertenantrag auf den Weg gebracht und die mir wurde alles gut erklärt, medizinisch, aber die Realität ist einem auch, dass manches einfach auch nicht so manchmal immer klappt wie es sein.

soll, wie es ist, durchaus auch manchmal Sprachkommunikationsbarrieren bestehen, darf man ja auch nicht leugnen, dass es nicht immer einfach ist, für jeden dann die Übungen zu erlernen, zu verstehen, um was es geht, weil dann manchmal auch das Herausfordern ist in der Kommunikation. Es ist leider nicht so, wie wir es uns vorstellen und wünschen, und deswegen muss man dann später ambulant versuchen, die eine oder andere Sache noch nachzuholen, nochmal anzugehen und ganz klar.

Vielleicht im Zweifelsfall auch nochmal auf eine Reha schicken. Da muss man halt dann auch mit der Krankenkasse kämpfen manchmal im Einzelfall und sagen, da sind einfach noch Zustände da, die kriegen wir ambulant nicht hin. Da muss man schauen, dass man nochmal das versucht nachzuholen, weil es halt in der Reha vielleicht auch nicht möglich ist. Also deswegen auch ein Tipp nochmal an Angehörige und Patientinnen und Patienten.

Wenn in der Rea bestimmte Dinge gar nicht stattfinden oder laufen, dokumentieren, aufschreiben, dass man im Zweifelsfall dann auch sagen kann, da muss man vielleicht auch nochmal gezielt nochmal hingehen und nachholen. Also, Frau Dr. Safi, es ist ja auch Ihre Erfahrung, soweit ich das weiß, dass das, was jetzt uns in der Theorie, was the möglich ist und auch von den Kassen bezahlt wird, nicht mehr.

Nee, genau, da wird dann über Pflegeminuten abgerechnet, diese drei hundert Minuten. Und im Endeffekt, wenn Sie sich dann anschauen, da sind dann zwei überlastete Pflegekräfte auf dieser Station, die haben sicher nicht jedes Bett fünf Stunden aktivierend gepflegt. Ist dann ganz sicher so nicht passiert. Und ich muss sagen, gerade, also ich

Ich arbeite ja in dem Raum Berlin-Brandenburg, die gerade so renommiert sind. Da ist es echt am allerschlimmsten. Also ich muss jetzt nur einfach, bevor ich jetzt da wirklich irgendwie schimpfe oder so, muss ich wirklich sagen, in Brandenburg an der Havel ist eine Reha, die gerade aufgebaut wird, die mit einer Psychiatrie und so ist.

Die ist ja, sehr gut, die nehmen das irgendwie noch ernst. Die Therapeuten kommen jeden Tag. Aber man muss ganz ehrlich sagen: ich meine, Herr Schelling sieht dann die, die es dann doch noch irgendwie geschafft haben und zu Fuß zu ihm in die Praxis kommen können. Aber man muss das wirklich sehen, wenn das da nicht stattfindet. Das sind dann Menschen. Der Weg ins Pflegeheim.

Alles genau, das ist dann nämlich die Phase F, die habe ich vorhin gar nicht mehr erwähnt. Ja, das ist nämlich die letzte Phase, wo der Patient dann irgendwie ins Pflegeheim kommt und dann wird wirklich nur noch. Ja, am Leben erhalten, mehr oder weniger. Die haben dann formal schon auch Anspruch auf Reha weiter, also dass da praktisch jemand kommt und so.

Aber das muss man sagen, das hat dann wirklich das Leben dieser Menschen wirklich zerstört. Und ja, und das ist leider wirklich so, dass aufgrund von Personalmangel und ist jetzt auch egal, was ich vielleicht nur als Tipp geben kann.

Also das muss ich ganz ehrlich sagen, da ist die Datenlage eindeutig. Man weiß, wenn man Angehörige in Therapien mit einbezieht, gerade bei denen, wo Sprachstörer, also Kommunikationsprobleme, wenn zum Beispiel ausländische Patienten, Mama weiß, dass nach Hirnschäden die Muttersprache.

eher zurückkommt. Man weiß, dass wenn Angehörigen, das sagen auch die Leitlinien, das sagen die Kassen, mit einbezogen werden in diese Therapien, die Erfolge besser sind. Und wenn eine Reha zu Ihnen sagt, vor 15 Uhr haben wir keine Besuchszeit und Sie dürfen nicht kommen, dann ist es nicht mehr.

Es geht eigentlich wirklich nur darum, dass diese Therapien größtenteils nicht stattfinden und es nicht gemerkt werden soll. Weil eine gute Rea wird ihnen ermöglichen, an den Therapien teilzunehmen, Ihre Verwandten zu unterstützen. Und deswegen ist das was, wo ich einfach nur als Tipp geben kann: Fordern Sie das ein. Bleiben, dranbleiben, dranbleiben. Ich würde, obwohl we not viel Zeit haben, gerne the Frau Rosbach noch zu Wort kommen lassen. Frau Rosbach, grüß Gott.

Weil es ein Thema ist, was so viele betrifft, nämlich wieder der Schwindel, gell? Genau. Ich habe also eine Frage, ich habe ja jetzt auch Ihre Sendung mitgehört und ich habe noch vergessen, Ihnen zu sagen, dass nach dem Schlaganfall, als meine Schwester dann in der Reha war, dass dann auch noch Ihr Ehemann gestorben ist. Und das waren natürlich nochmal ein. Yeah.

Die psychische Belastung, die da dazu kam, ist ähnlich wie Frau Staudor es vorhin gerade noch erzählt hat. Ja, genau. Aber ihre Schwester hat vor allem den Schwindel jetzt, ne? Die Schwester hat ein Problem, hat einen ständigen Schwindel und wenn ihr Hausarzt sagt, dass sie so den Schwindel hat und was, dann sagt er, da kann man nichts machen.

Bei alten Leuten ist das so. Und sie hat als jetzt noch immer, ich glaube im 14-Tage-Rhythmus, das weiß ich jetzt nicht genau, weil sie nicht hier wohnt, eine Physiotherapeutin und weiß nicht, kann sie die Physiotherapeutin fragen, ob da, ob die eine spezielle Ausbildung hat, ob da was zu machen ist oder wie soll Wie soll man forging?

Ja, also auf jeden Fall, wenn es bei den Hausätzen, Haushalt vielleicht nicht so weitergeht, Physiotherapeutin fragen auch jemanden, fragen, was könnte, schlagen Sie vor, haben Sie eine Ausbildung, welche Therapie würden Sie vielleicht auch vorschlagen? Viele Hausärztinnen und Hausärzte, die nicht so sich da nicht so im Thema drin sind. Wenn man denen auf einem Silbertablett einen Verordnungsvorschlag präsentiert, sage ich mal so, dann wird. Sagen Sie einfach ja.

Dann wird der eine oder andere auch Ja sagen müssen, sage ich mal so. Also da muss man ja auch ganz klar sagen. Also hier bitte auch. Eigeninitiative und ich weiß auch nicht immer alles. Ich habe durchaus Patienten, Patienten, die kommen zu mir und sagen: Schauen Sie mal, ich war bei dem und dem Behandler im Bereich Physiotherapie, der schlägt für meine Schulter zum Beispiel eher das vor. Wie schaut es aus?

Dann werde ich mich nicht dagegenstellen und das gilt beim Schlaganfall und bei der Sprachtherapie, bei der Logopetie, beim ZNS-Training genauso. Also werden Sie da ruhig aktiv und sagen: Schauen Sie mal, das ist die Idee von jemandem, der es regelmäßig macht. Wie schaut es aus? Von genau. Und Frau Rossbach und wenn Sie noch mal mehr Informationen brauchen, die Selbsthilfegruppen, auch die Schlaganfallhilfe, hat da wirklich vieles im Angebot. Und ich will gerne noch einen letzten Satz loswerden.

Es gibt nämlich so etwas Schönes, was ich letztes Mal schon sagen wollte, nämlich den Aphasica-Corps. Das ist ein Chor für Menschen, die Einschränkungen haben beim Sprechen, aber oft singen besser können. Und das hilft manchmal sehr auch für das Gedächtnis und um Defizite zu verändern. This is our time. I say dank on Professor Jörg Schelling and Dr. Wash Masafi.

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