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Ist das ein Schlaganfall? – Infos für den Ernstfall

May 06, 202644 min
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Summary

Dr. Wajima Safi erklärt im Gesundheitsgespräch die unterschiedlichen Arten eines Schlaganfalls und deren Auswirkungen auf das Gehirn. Sie führt durch den FAST-Test zur schnellen Erkennung von Symptomen und bespricht zahlreiche Risikofaktoren sowie präventive Maßnahmen. Zahlreiche Hörer teilen ihre persönlichen Erfahrungen und Fragen, von der Diagnose seltener Herzfehler bis zu atypischen Symptomen und dem langen Weg der Rehabilitation. Die Expertin betont stets die Dringlichkeit, im Ernstfall sofort den Notruf zu wählen und die Bedeutung von Stroke Units.

Episode description

Was sind das für Kopfschmerzen? Und woher kommt die verwaschene Sprache? Oder der Schwindel? - Solche Symptome können einen Schlaganfall ankündigen. Was ist dann zu tun? Fragen an die Internistin Dr. Wajima Safi.

Autoren: Ulrike Ostner und Dr. Wajima Safi
Weitere Informationen zum Thema finden Sie hier:
https://www.br.de/radio/bayern2/schlaganfall-130.html

Transcript

Intro / Opening

Sounds like that. Fragen, Ärzte, antworten. von Bayern 2.

Einführung & Symptome erkennen

Ich bin Ulrike Ostner und unsere Fachfrau ist die Internistin Dr. Waschmar Safi. Guten Morgen, Frau Dr. Safi. Good morning, Frau Ostner. Unser Thema heute im Gesundheitsgespräch ist das ein Schlaganfall. Infos für den Ernstfall. Sie können mit Dr. Safi reden unter 0800 246 2469 oder Sie schicken Ihre Frage als Sprachnachricht an 0151.

7 220 2207 über WhatsApp oder Signal. Also Frau Dr. Saffi, nochmal kurz die Symptome. Schwindel, Kopfschmerz, Sehstörungen. Ist es hysterisch, wenn man da an einen Schlaganfall denkt? Also prinzipiell ist es natürlich für Laien manchmal schwierig zu unterscheiden. Man sagt halt, dass der Schlaganfall sozusagen oder die Symptome des Schlaganfalls

typischerweise plötzlich eintreten und einseitig sind. Das ist jetzt natürlich mit Sehstörungen, da merken Sie schon, da verwäscht sich schon so ein bisschen. Es gibt auch Symptome, die haben keine Seite, wie zum Beispiel verwaschene Sprache. oder in Bewusstseinsstörungen. Aber wenn man wenn das etwas ist, was man schon seit Wochen und Monaten hat, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass man immer wieder Schlaganfälle hatte und das nicht gemerkt hat.

Was ist ein Schlaganfall?

Frau Dr. Safi, vielleicht sollten wir aber erst mal erklären, was eigentlich ein Schlaganfall ist. Ja, und zwar den Schlaganfall unterscheidet man in zwei Arten von Schlaganfällen. Es gibt einmal den sogenannten ischämischen Schlaganfall, der durch einen Gefäßverschluss Entsteht. Und dann gibt es noch den, der durch eine Blutung entsteht, den hämorrhagischen Schlaganfall, den aller allergrößten Teil, also 80 bis 85 Prozent,

Machen die ischämischen Schlaganfälle aus. In der Regel sind da vor allem zwei Mechanismen im Spiel. Einmal kann es zu einer Embolie kommen, das heißt, da wird ein Gerinnsel von irgendwo anders, zum Beispiel vom Herzvorhof. ins Gehirn geschossen. Und dann landet es praktisch in einer der hirnversorgenden Arterien, verschließt diese und alles, was nach dem Verschluss kommt, wird nicht mehr mit Sauerstoffen und Nährstoffen versorgt. Das ist das eine, das ist die Embolie und das andere

Auch sehr häufig und wahrscheinlich auch häufiger ist die Atherosklerose. Das ist vielleicht für diejenigen, die regelmäßig zuhören. Atherosklerose haben wir sehr ausführlich auch besprochen in unseren Fettstoffwechselsendungen oder zum Blutdruck. Da geht es einfach darum, dass die Gefäße sozusagen verkalken, Ablagerungen bilden, die Plugs, die dann mit der Zeit die Arterien verengen und verschließen.

Und im Gegensatz dazu eben diesen Schlaganfall der durch eine Blutung, das sind nur 10 bis 15 Prozent, da spielt vor allem der Bluthochdruck eine große Rolle, ja, dass der Gefäße dann einfach wirklich Reißen, ganz lapidar gesagt. Oder aber auch manchmal gibt es auch einfach angeborene Gefäßmissbildungen oder genetische Ursachen, warum die Gefäße nicht stabil sind, das eben da dann eben zu einer Hirnblutung kommt. Das könnte tatsächlich bei Kindern schon ein

Wenn es angeboren ist, weil es gibt ja auch Kinder, die einen Schlaganfall erleiden. Wie merke ich denn, dass so ein Schlaganfall eintritt und vielleicht gleich ergänzend die Nachfrage von unserer Hörerin Nicole Lang, sie möchte nämlich wissen: unterscheiden sich die Symptome bei Männern und Frauen? Ja, das ist immer so ein relativ neues und großes Feld in der Medizin. Also das ist Gendermedizin einfach. Man hat ja lange immer in der Medizin alles auf den 70 Kilo weißen Mann gemünzt.

bis man dann gemerkt hat, gerade bei den Herzinfarkt, dass das bei Frauen anders ist. Bei den Schlaganfällen ist jetzt die Datenlage nicht ganz so klar, weil im Endeffekt es eigentlich um neurologische Funktionsausfälle geht. geht, die sehr, wie soll ich sagen, Neurologie ist sehr individuell. Das ist sowieso schon von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich. Das heißt, da nochmal ein Mann-Frau-Schema zu denken, ist, glaube ich, gar nicht wichtig.

Also das heißt, jeder Schlaganfall ist anders, weil jedes Gehirn anders ist. F die Konsequenzen vor allem, wie man aus diesem Schlaganfall rausgeht, ja, das ist sehr, sehr individuell.

FAST-Test und Hirnschäden

Vielleicht nochmal zu den Symptomen. Wie merkt man das? Genau, da gibt's um es gibt so einen Fast-Test. Ich finde den sehr gut, weil man sich den einfach merken kann und der schon sehr, sehr gute Hinweise gibt, dass da was sein könnte. Und zwar FAST ist ein Akronym, also F-A-S-T, das steht jeweils für Face. Arm poetry. Speech und Time. Und da ist, was das sagen möchte, ist Face, also Gesicht, sozusagen. Ich habe ja initial schon gesagt, dass beim Schlaganfall

häufig die Symptome einseitig und akut auftreten. Und das möchte zum Beispiel sagen, dass ein Mundwinkel plötzlich runterhängt. Arm möchte sagen, dass ein Arm links oder rechts nicht mehr gut bewegt oder angehoben werden kann oder aber man hebt ihn an und er sinkt sozusagen ab, weil man es nicht halten kann. Speech, eben die verwaschene Sprache, Wortfindungsstörungen. Und Time will eigentlich nur sagen, schnell den Notruf erwähnen. Ja, dass man einfach schnell reagieren muss.

Wenn wir nochmal anschauen, Sie haben gesagt, es gibt zwei verschiedene Arten. Das eine ist ein Gefäß, das sich verschließt, weil da Verkalkungen, nennen wir es mal, Volksmund quasi drin sind, also Ablagerungen drin sind. Die andere Möglichkeit ist, es gibt eine Blutung, weil so ein Blutgefäß unter dem hohen Blutdruck zum Beispiel aufgeht und dann die Blutung entsteht. Was macht denn das mit dem Gehirn? Was können die Folgen denn sein? Was passiert denn dann da oben?

Ja, also die Nervenzellen sind, reagieren sehr, sehr, sehr empfindlich auf Stoffwechselprobleme. Also das heißt, wenn die ihre Nährstoffe, ihren Zucker nicht bekommen, wenn die ihren Sauerstoff nicht bekommen, sterben sie einfach ab. Also das kann man ganz lapidar sagen. Man schätzt, dass pro Schlaganfall ungefähr zwei Millionen

Nervenzellen absterben und das passiert auch innerhalb von Minuten. Also innerhalb von Sekunden kommt es schon zu den ersten Schäden. Wenn man sich vorstellt, das Gefäß ist verschlossen, alles, was dahinter ist, Wird nicht mehr versorgt. Und es reagiert schon innerhalb von Sekunden bis hin zu Minuten. Und das Problem mit Nervenzellen ist, im Vergleich zu anderen Organen, die wachsen nicht nach. Die regenerieren eigentlich nur sehr, also eigentlich gar nicht, nur sehr beschränkt.

Hörerbericht: Verdacht und Herzfehler

Jetzt haben wir die Frau Schmidt in der Leitung. 0800 246 2469 ist unsere Telefonnummer. Guss Gott, Frau Schmidt. Ich würde gerne bei Ihnen, Frau Schmidt, mal nachfragen. Sie haben, lese ich hier zumindest vor drei Wochen, den Verdacht auf Schlaganfall gehabt und kam ins Krankenhaus. Wir haben gerade so versucht, ein bisschen die Symptome zu beschreiben. Wie war denn das bei Ihnen? Ich hatte tatsächlich nur ein Kribbeln in der linken Oberlippe und so im seitlichen Gesicht.

Und was hat sie dann bewogen, zu sagen, oh, das gefällt mir aber nicht, ich gehe ins Krankenhaus? Ich bin in die Notaufnahme gegangen, weil ich dachte, ich hätte einen Schlagan äh, einen Herzinfarkt tatsächlich wegen Schmerzen in der Brust und Dings, der Schlaganfall war dann eher um das was die Notaufnahme da festgestellt hat. Und war es ein Schlaganfall? Nee, das MRT hat gesagt, es war kein Schlaganfall. Allerdings wurde bei der Diagnostik noch ein Loch im Herz festgestellt, also so ein PFO.

Pf O müssen wir mal übersetzen. Das ist ein persistierendes Foramen ovale und das ist tatsächlich häufig ein Grund für Schlaganfälle, die als kryptogen, also als praktisch unklar gelten, wo man nicht ganz genau weiß, wo die Ursache herkommt. weil dann praktisch so ein Loch ist zwischen den beiden Herzkammern und da eben dann auch so ein Embolus rüberschießen kann. Okay, und wie ging es dann weiter, Frau Schmidt?

Ähm gut, nachdem das MRT gesagt hat, dass es kein Schlaganfall war, hatte ich dann jetzt noch weitere Probleme. Also am Ende war es eine Gallenoperation. Ach Gott damals, ich habe das mitgemacht. Aber die Frage ist tatsächlich, ob ich dieses Loch im Herz, ob ich damit irgendwas, ob das zugemacht werden muss oder ob man damit einfach lebt. Ähm, also viele leben damit tatsächlich. Man muss es auf jeden Fall kontrollieren. Haben Sie denn einen Kardiologen schon?

Ja, allerdings dann erst im Herbst habe ich einen Termin, ja. Okay, und im ganz kurz für mich zu wissen, ähm, Sie haben im Krankenhaus so ein transösofagiales Echo bekommen, oder? Also so wie bei der Magenspiegelung, dass sie schlucken mussten, oder? Genau, also man sagt, dass das ungefähr dieses PFO bei fünfundzwanzig Prozent der Bevölkerung vorkommt und oft harmlos ist. Ja, es muss dann meistens

nicht unbedingt geschlossen werden. Wenn man es denn schließen möchte, ja, ist so ein Schirmchen, was man sozusagen einführt, ja. Man würde das tatsächlich, wenn sie jetzt einen Schlaganfall gehabt hätten, würde man das natürlich schließen. Das wäre eine Bedingung für verschließen. Oder wenn man sie natürlich ein besonders hohes Risiko haben, dass da was passieren könnte.

Auch je älter sie werden, würde man wahrscheinlich auch dazu neigen. Aber wie gesagt, ein großer Teil der Bevölkerung hat, das läuft damit rum und es passiert nichts. Also vielleicht noch einmal zur Ergänzung für alle Diese Schluckuntersuchung, Frau Dr. Saffi, die Sie da gerade genannt haben, was schluckt man da und was ist? Entschuldigung.

Man kann das Herz auf zwei Arten, also jetzt klar, Kernspinnen und Computertomografie, aber das ist nicht das Gängige, was schnell geht, ist ja der Ultraschall. Den kennen sicher viele einfach von außen, so wie den Ultraschall am Bauch, dass man da einfach von außen das Herz. Man weiß aber, dass man da bestimmte Stellen des Herzens, zum Beispiel das Vorhofohr,

nicht gut darstellen kann. Und gerade da bilden sich mal gerne Gerinsel. Und um praktisch das Herz vollständig und umfassend darzustellen, um zu sehen, gerade bei jemandem, der ein PFO hat, oh, ist da vielleicht irgendwo ein Gerinsel, was sich lösen könnte und Probleme machen könnte?

nimmt man die Untersuchung, die genauer ist. Es ist wie eine Magenspiegelung. Man schluckt sozusagen einen Schlauch und der Schlauch ist aber nicht wie bei der Magenspiegelung eine Kamera, sondern es Ein Ultraschall und der schallt dann praktisch von innen das Herz und dann kann man das genauer sich anschauen.

Schlaganfall-Risikofaktoren

Und Frau Schmidt müsste natürlich jetzt wissen, weil Sie auch Frau Saffi angesprochen haben: es gibt Risikofaktoren, die dann entscheiden, darüber muss man das Loch zu machen oder kann man gut damit leben. Was wären denn diese Risikofaktor? Ja, das ist ein ganzer Haufen. Ja, nee, aber ich glaube, das ist einmal wichtig, vielleicht auch zu besprechen. Einen, den haben wir ja schon genannt, ist Alter. Das ist aber nicht so weit.

Genau, ist nicht zu beeinflussen. Wir werden ja alle älter. Dann der Allerwichtigste zu benennen, wäre tatsächlich der Bluthochdruck. Dass der Blutdruckwerte gut eingestellt sind. Ein Diabetes ist ein sehr starker Risikofaktor. Diabetes mellitus der erhöht einfach das Risiko für Gefäßschädigungen um zwei- bis dreifache.

Dann natürlich, wenn man schon eine Herzrhythmusstörung vorbekannt hat, also Vorhofflimmern, diese PatientInnen neigen eben auch dazu, Grinsel zu bilden, wenn sie nicht behandelt werden. Und dann natürlich sehr viele sogenannte Lebensstilfaktoren, wo man natürlich persönlich auch Einfluss nehmen kann. wie zum Beispiel das Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht, Cholesterinwerte, die erhöht sind und dadurch natürlich die Arteriosklerose, also diese Verkalkung.

der Gefäße begünstigen. Dann Alkoholkonsum ist sowas, was zum Beispiel auch dazu gehört. Und genau, ein früherer Schlaganfall prädesponiert dann eben auch für nochmal ein Ereignis. Und weil wir ja schon so ein bisschen angesprochen hatten, dass ja auch zunehmend, oder was heißt zunehmend, aber dass auch jüngere PatientInnen betroffen sein könnten, da ist häufig neben eben genetischen Faktoren oder angeborenen Ursachen

Zum Beispiel Drogen, Amphetamine, Kokain bei jungen Männern. Das kann zu einem Schlaganfall führen. Die Pille erhöhtes Risiko, also sozusagen auch. Genau, das sind so die. Frau Schmidt, war da was dabei? Ich vermute, das Kokain. Das sind die Klassiker, die bei uns immer anrufen um Elf herkennen. Nein, das war ein kleiner Scherz. Frau Schmidt, war was dabei, wo Sie sagen, Okay, ah, da sehe ich mich?

Ähm, ja gut, Blutdruck habe ich, ähm, wobei der eingestellt ist. Und gut, jetzt habe ich neu gekriegt Cholesterintabletten, die sind noch übrig geblieben jetzt von diesem Schlaganfallverdacht.

Ja, also die Sie jetzt nehmen, damit der Blutdruck auf alle Fälle in Ordnung ist. Und die haben Sie entlassen mit der Aussicht, dass sie bis Herbst auch durchhalten, bis Sie den kardiologischen Termin haben? Frau Dr. Saffi, das wäre vielleicht auch nochmal so eine Sache. Sollte man sich da bemühen und sagen. In dieser Ungewissheit bis Herbst ist vielleicht ein bisschen schwierig eine Einschätzung, ob es so weitergehen kann, wer früher nötig ist.

Sie hat ja jetzt nichts gehabt. Also sie hat ja ein PvO, was ja wie gesagt viele haben, was harmlos ist, genau. Also und sie hatte ja keinen Schlaganfall, deswegen. Also, Frau Schmidt, ich glaube, Sie können, wenn ich das richtig einschätze, jetzt warten bis Herbst. Ja, genau. Und zum Kardiologen gehen im Herzen. Hẹn gặp lại Danke Frau Schmidt für den Anruf.

Prävention & Merkhilfen

Frau Oster, vielleicht dürfte ich da noch kurz ergänzen, was mir gerade so ein bisschen bei Frau Schmidt auch Aufgefallen ist. Also ich glaube, man muss den Schlaganfall einfach gerade wenn es um die Risikofaktoren geht, gemeinsam mit anderen Erkrankungen denken. Weil im Endeffekt, wenn man sich so klinische Studien anschaut, Wird der Schlaganfall zusammen mit dem Herzinfarkt und auch zum Beispiel diesen Gefäßerkrankungen der Beine, der peripheren arteriellen Verschlusskerkrankung?

Die werden gemeinsam als Cardiovascular Events zusammengefasst, weil das im Endeffekt alles Probleme mit Gefäßen sind. Das heißt, Jemand, der schon Herzinfarkte hatte, wo die Beingefäße schon schlecht sind, wo vielleicht die Halsgefäße, die ja auch zu den hirnversorgenden Arterien sozusagen gehören, schon schwerst verkalkt sind, der muss natürlich, auch wenn sein Blutdruck top eingestellt ist,

ähm damit rechnen, dass er natürlich ein sehr hohes Risiko hat, dass dann auch mal was an den Gefäßen vom Gehirn ist. Wenn man das weiterdenkt, dann beantwortet es eigentlich schon die Fragen unserer Hörerinnen, die nochmal über die sozialen Medien kamen. Nicole möchte zum Beispiel wissen, ob es Früherkennungsuntersuchungen gibt, und Barbara Philipp

Fragt, ob man vorbeugen kann. Also diese Risikofaktoren, die Sie vorher genannt haben, nach Möglichkeit im Zaum halten und früh erkennen, also schauen, läuft da was aus dem Ruder. Das wäre im Prinzip schon die Antwort auf diese beiden Fragen. Ja, ich glaube vielleicht. Also, ich tu mir auch immer sehr leicht. Gerade, ich meine, ja, gesund Leben, das ist immer so wieder gesagt.

Ich glaube, vielleicht kann man sich wirklich, da haben wir ja auch immer wieder Sendungen dazu gemacht, zum Bluthochdruck, ja, das, was man da so empfiehlt, ja, an einer Art von Ernährung, die Salzaufnahme zu reduzieren zum Beispiel. Das empfiehlt auch die deutsche Schlaganfallleitlinie, auch was bezüglich der körperlichen Aktivität sozusagen gesagt wird. den Alkoholkonsum zu reduzieren, das Rauchen zu stoppen. Das sind so die Sachen, wo man selber was zutun kann. Genau, genau.

Apropos Salz. Wir haben eine Sprachnachricht bekommen. Dagmar Unge hat sie geschrieben und Salz steht hier was ganz Besonderes. Es ist nämlich ein wirklich interessanter Tipp, den sie hat.

Wenn bei jemandem man einen Schlaganfall vermutet, ist, aber nicht direkt ersichtlich ist. Soll man denjenigen bitten, einen Satz zu sagen? Wenn der verwaschen ist, ist es schon ein Hinweis. Oder wenn er nicht verwaschen, Die Arme vor sich hinhalten kann, gerade, oder wenn das Lächeln, um das man ihn bittet, schief erscheint, und wenn die Zunge, die er rausstrecken soll, auch

schief ist. Und aus diesen Dingen habe ich mir das Wort Salz gebildet und da kann ich mir das auch ganz schnell in Erinnerung rufen. Frau Dr. Safi, das ist doch ein toller Tipp. Das ist so ähnlich wie dieses Fastmodell, was Sie vorhin geschildert haben, nur mit Salz. Ja, das ist ein selbstentwickelter Fast-Test sozusagen, genau. Super. Unsere Hörerinnen sind schon einfach toll.

Hörerbericht: Kryptogener Schlaganfall

Unser Thema heute im Gesundheitsgespräch ist das ein Schlaganfall, Infos für den Ernstfall. Und Sie können mit Dr. Waschmasafi reden, sie ist Internistin und Sie erreichen sie am Telefon unter 0800 246 2469. Oder Sie schicken Ihre Frage als Sprachnachricht an 0151 720 2207 über WhatsApp oder Signal. Und Frau Dr. Saffi, wir haben den Herrn Schweiger jetzt in der Leitung. Herr Schweiger, Guss Gott. Good to have Sandy.

weil ich ihm erzählen will, dass Statistik eine gute Sache ist eigentlich, um allgemein Menschen zu helfen und sie am richtigen Weg zu bringen. Aber Statistik sagt nichts über Einzelwesen aus. Das heißt, Sie haben sind rausgefallen aus Stat aus der Statistik? Völlig auch. Ich war ein sogenannter Nullrisikopatient. Und auch mein Arzt hat gesagt, also Herr Schweiger, wenn Sie einen Schlaganfall bekommen, dann kann es jeder bekommen. Und trotzdem ist es passiert.

Trotzdem ist es passiert. You are in three wooden krankhaus zur Beobachtung nach the operation and it was nichts Konkretes gefunden. Also auch ein Vorrahmen ovale. Daraus wurde eine kleine Theorie entwickelt, aber es wurde ein nächstes Mal Rätsel gefunden. Und wie haben Sie es denn gemerkt, dass es ein Schlaganfall ist? Wie war die Geschichte damals?

Ich habe das gar nicht gemerkt, da war ich 59, war vor fast knapp sechs Jahren. Und ich war auf der Terrasse, es war wunderschönes Wetter, ich war in der Sonne gelegen und war ein bisschen müde. Dann hat meine Frau mich etwas gefragt und ich habe geantwortet, hat sie es nicht richtig verstanden, hat mal nachgefragt und dann habe ich gemerkt, ich bin ein bisschen müde und habe das auf die Müdigkeit geschoben.

Aber meine Frau, die war dann schon viel helljörig und hat gemeint, du, da stimmt doch was nichts. Yeah. Und dann kam noch meine Stieftochter runter und die hat dann auch gesagt, ja immer stimmt nicht und sofort die Notruf. Und ich hätte es selber nicht gemerkt. Ich war einfach zu müde. Und wenn was danach passiert wäre, ich wäre nicht mehr aufgewacht wahrscheinlich. Wissen Sie, was für eine Art Schlaganfall es war? Weil Frau Dr. Safi hat am Anfang erklärt, es gibt zwei verschiedene Arten.

Ganz genau. Es war ein sogenannter Thrombosamaler. Es war ein Thrombos, der die linke Gehirnhälfte, die große Arterie der linke Hinhälfte völlig verschlossen hat. Also meine linke Gehirnfte war zu im Prinzip. Mein Glück war, die Umleitung, also meine Adern sind komplett in Ordnung, die Umleitung ging. Das hat gut funktioniert. funktioniert. Frau Dr. Safi, vielleicht können wir da noch ein bisschen darauf eingehen.

Kein Risiko, also ich vermute mal, Herr Schweiger, nicht geraucht, sehr sportlich gewesen, Gefäße in Ordnung, kein Bluthung. Genau, warum passiert sowas trotzdem? Ja, es ist tatsächlich gar nicht mal so selten, ja. Das ist das, was ich vorhin schon beschrieben hatte, als kryptogener Schlaganfall. Also ein Schlaganfall, wo man trotz gründlichster Untersuchungen, ich bin mir sicher, Schweiger, sie sind auf Herz und Nieren geprüft worden im Krankheiten.

Genau, manchmal also vielleicht nur für die HörInnen, weil sie das jetzt einmal durchgemacht haben, aber die wissen es vielleicht nicht. Also da wird wirklich von Bildern, vom Kopf, da wird Langzeit-EKGs gemacht, die Echokardiografie, die wir schon besprochen haben, Blutbestimmungen, also da wird wirklich sehr, sehr viel geguckt. Ja, gerade äh darf ich nochmal fragen, wie alt sie waren, als sie das hatten?

Also auch sie laufen praktisch als noch junger Patient. Und da schaut man natürlich immer sehr, sehr genau. Und es ist tatsächlich gar nicht so selten. Also, man schätzt irgendwie fast ein Viertel, dass man das.

nicht rausfindet, ja, dass das eben nicht Patienten waren, wo man schon wusste, ach, Die haben ja schon Plaques, die hatte man dann schon irgendwie in den Halsarterien gesehen, ja, oder die eben, wie sie sagen, schon einen sehr schlechten eingestellten Blutdruck hatten oder eben Sachen mitgebracht haben.

Es gibt so ein paar Sachen, wo man sich denkt, das könnten mal versteckte Ursachen sein, also das PFO hatten wir ja angesprochen, das Loch, genau, das ist ja bei Ihnen dann sozusagen schon ausgeschlossen worden.

Was es manchmal auch gibt, ist eine Herzrhythmusstörung, die man nicht gleich entdeckt. Ja, es gibt ja so ein Vorflimmern, was nicht ständig da ist, wo man einmal ein EKG schreibt und dann sieht, ach, da ist ja ein Vorflimmern, was manchmal irgendwie da ist und dann lange Zeit nicht, ja, und dann findet man das gar nicht und denkt, da ist Super.

Genau. Und dann natürlich auch die genetischen Ursachen, ja, die werden auch nicht standardmäßig nachgeguckt und ich glaube, dass die wahrscheinlich im Krankenhaus auch nicht geguckt worden sind, weil sie wahrscheinlich nicht so viele Konsequenzen nach sich ziehen. Aber die genetischen Faktoren sind bei mir so, dass eigentlich niemand von meinen Vorfahren Schlauelfall geht. Hauptcapes.

Ja, da sprechen sie tatsächlich auch einen wichtigen Punkt an, ja, so das familiäre Risiko. Also wenn man in der Familie schon Schlaganfälle hat, ist man natürlich selber dann auch mehr prädesponiert dafür. Das spr würde dann natürlich auch nochmal so ein bisschen.

Dann Blutgerinnungsstörungen, die sie haben können, von denen sie nichts wissen, die sind häufig auch mal genetisch verursacht, aber es spielt natürlich in denselben, äh, in denselben Argument, wie sie sagen, naja, dann hätte sie vielleicht auch irgendwelche Vorfahren treffen müssen. Aber man muss auch, Genetik ist auch wieder so ein sowas Komplexes. Das kann auch mal sein, dass das einfach Vorfahren überspringt. Ja, und dann bei einem dann wieder sich meine. Weißt man es nicht.

Genau, dann weiß man das nicht. Herr Schweiger, wie geht's Ihnen? erstaunlich gut. Also für das, was mein Schlaganfall so schwer war, war und ich drei Wochen krankhaus zur Untersuchung war, bin ich dann als gesund entlassen worden. Und der Professor, der mich operiert hatte, hat gesagt, also Im Spaß zu halben, im Spaß hat er gesagt, Herr Schweiger, so leicht ist auch keiner davon gekommen. Das freut uns für Sie, Herr Schweiger.

Und vielleicht kommen wir trotzdem nochmal, also wir haben ja nächste Woche heute das Thema, was passiert nach dem Schlaganfall, wie kommt man wieder auf die Beine? Wenn Sie Lust haben, dann erzählen Sie den Rest der Geschichte gerne nächste Woche nochmal, Herr Schweiger.

Akutmaßnahmen und Stroke Unit

Okay, alles klar. Cheers. Auf Wiedersehen. 0800 246 2469 unsere Telefonnummer im Gesundheitsgespräch. Frau Dr. Safi, ich würde hier an der Stelle noch mal kurz einhalten wollen, weil der Herr Schweiger eben gesagt hat, er hätte es selber gar nicht gemerkt, sondern es war seine Frau und seine Stieftochter, es war die Familie, die gesehen hat: hier stimmt was überhaupt nicht.

Vielleicht können wir noch mal ganz klar sagen, wenn ich den Verdacht habe, ich sehe da gerade einen akuten Schlaganfall. Was mache ich? Also, das sind drei Sachen wichtig. Einmal die Ruhe bewahren, ja. Wir haben jetzt diesen Fast-Test schon angesprochen, und er hat ja den Punkt Speech erfüllt, ja. Er hat ja nicht mehr klar sprechen können. Das heißt, Frau und Tochter haben das bemerkt.

Das sind zwei wichtige Aspekte, was zu tun ist. Das eine ist sofort die 112 anrufen. Da braucht man nicht fackeln, also da braucht man nicht noch überlegen und Ob man jetzt lieber den Hausarzt noch oder den Bereitschafts Also da auch eine Hörerin, die das gerne wissen wollte, waren genau Notruf. So Sofort. Sofort. Also damit ist wirklich überhaupt nichts zu spaß. Und da wird auch keiner jemals, wenn sie da einmal zu viel angerufen haben, irgendwas sagen.

Lieber wie gesagt, einmal zu viel. Und das andere, ganz, ganz wichtige, merken Sie sich, wann das aufgetreten ist, wenn Sie praktisch das gesehen haben. Weil das später für die Therapie auch wichtig ist. Das heißt, merken sie sich am besten die Uhrzeit, ja, wann dieses Symptom und bei manchmal, wie gesagt, kann sowas auch mal im Schlaf und dann weiß man es morgens nicht und so.

Aber bei ihm war das ja sehr klassisch. Er saß auf dem Balkon mit der Frau. Die kann ja relativ genau festmachen, wann das angefangen hat. Ja, bevor wir den Kaffee hingestellt haben, um Viertel vor drei. Genau. Da ging es los. Dann kommt man in der Regel, wenn Klar ist, es ist ein Schlaganfall in eine Stroke Unit, aber vielleicht nochmal davor, kann schon Notärztin oder Notarzt sehen das ist ein Schlaganfall?

Er kann den Verdacht äußern. Im Endeffekt, um es sicher zu diagnostizieren, brauchen Sie ein Bild vom Gehirn. Okay, also der Verdacht ist da, ich komme idealerweise auf eine Stroke Unit. Was ist das? Ja, das ist sowas, was vielleicht nur ganz kurz zur Historie der Stroke Units, also auf Englisch Schlaganfalleinheit. Was das im Endeffekt ist, ist ein interdisziplinäres Team. Das ist ein Team aus Neuro.

Internisten, Neuroradiologen oder auch Radiologen grundsätzlich Therapeuten, Therapeutinnen, die zusammenarbeiten, um ein möglichst gutes Outcome oder ein gutes Internet. Ergebnis, genau, für diese Schlaganfall PatientInnen.

zu erreichen. Das ist was, was so in den 70er, 80er Jahren erstmals in den USA probiert worden ist, dass man dann gesagt hat, naja, man bringt die Leute nicht einfach erstmal auf eine Neurologie, dann kriegen die ja das halt Komplikationen, haben wir heute noch gar nicht besprochen.

Bekommen die dann so ein paar Komplikationen, von denen dann auch ein Teil internistisch ist, ja, bis der dann geholt wird und so weiter und bis dann irgendwann die fertig therapiert sind und dann vielleicht noch ein bisschen Reha bekommen. Hat man sich gedacht, nee, man setzt praktisch, macht so einen.

Interdisziplinären Ansatz. Und das hat sich dann seit den 90er Jahren immer weiter verbreitet. Und Deutschland ist da eigentlich auch für seine Expertise auch weltweit sehr bekannt, auch in diesem Bereich. Neurologie, Neurorehabilitation. Und jetzt ist es eigentlich so, ich glaube, Deutschland hat ungefähr 300 Stroke Units. Und im Endeffekt, was der Notarzt macht,

Meistens umfahren die dann auch die Notaufnahme. Da ist dann nicht mit irgendwie Wartezeiten erstmal Blut abnehmend, reagieren hier und da. Häufig, wenn die wirklich ganz sicher den wirklich dringenden Verdacht haben, rufen die auch häufig an und sagen, wir. Wir kommen, ja, und dann kommt das Team von der Stroke Unit, empfängt die dann sozusagen schon.

Hörerbericht: Späte Behandlung & Folgen

Die Frau Frenzel ist als nächstes in der Leitung. 0800 246 2469 ist unsere Telefonnummer. Frau Frenzel, grüß Gott. Hallo. Sie haben schon zweimal so einen Schlaganfall hinter sich. Sind Sie beide Male dann mit dem Notarzt ins Krankenhaus gekommen? Nein, hat mein Verlob für mich ins Krankenhaus gefahren, weil ich gar nicht wusste, ob ich überhaupt einen Schlaganfall habe. Es ist bei mir zu Hause im Blattling passiert, abends um 18 Uhr.

auf der Couch. Und zwar das linke Bein, die linke Fußhacke ist bei mir so pelzig gewesen. Und da habe ich allerdings ab dem nächsten Tag meinen Verlucken angerufen, was das sein könnte. Mhm, und was hat man da mit Ihnen gemacht? Ja, sie haben untersucht alles. von Pelzigkeit, am linken Bein, Feinmotorisch Dürren, Bein Bein Gangart und alles. Und da haben sie mich halt totgelassen im Krankenhaus. Und wissen Sie, was Sie da für eine Behandlung bekommen haben? Was könnte es gewesen sein, Frau Safi?

Also ich hab jetzt vorhin doch gesagt, dass wenn man einen Schlaganfall bemerkt, dass die Uhrzeit ganz wichtig ist, ja, dass man weiß, wann der aufgetreten ist. Frau Frenzler hat sich die achtzehn Uhr gemerkt, das finde ich toll. Genau, aber sie ist ja, Frau Frenzl, ich habe Sie richtig verstanden, Sie sind dann erst am nächsten Tag erst ins Krankenhaus gegangen, oder? Falls ich wusste, wie ich mein... Ja. Yeah. Meine Hart meine Hart ist das linke Bein, war Pelzig.

No, no, it's got a forware. It's got a foreign, it's not for us to understand. ist, dass man eigentlich nur gut therapieren kann schnell ins Krankenhaus geht. Wenn man zum Beispiel an diese Gefäßverschlüsse, die ja mit das Häufigste sozusagen sind, Da kann man diese, man kann medikamentös durch eine sogenannte Lyse diese Verschlüsse auflösen oder eben auch, wenn da so ein Thrombus, also ein Gerinsel ist, kann man den auch rausholen.

Aber zum Beispiel die Lyse hat ein sogenanntes Lysefenster. Man weiß, ich habe Ihnen ja vorhin schon gesagt, habe ich erzählt, dass die Nervenzellen sehr, sehr schnell absterben. Also da geht es um Minuten. Man weiß, dass nach viereinhalb Stunden die Leute eigentlich fast nicht mehr profitieren, wenn man diese Lüse macht. Also auch wenn das dann verschlossen ist, ist es dann ohnehin abgestorben. Dann erkauft man sich zu viele Risiken durch die Lüse, als dass man dann noch mal was machen würde.

Eine Infusion, die man bekommt. Ja, genau. Es gibt nochmal so Fälle, wo man auch bis neun Stunden sagt und die Thrombectomie macht man sogar bis zu vierundzwanzig Stunden, aber Sie merken schon. C'est une thrombectomie. Das ist das, dass man den das Gerinnsel rausholt.

Äh, nee, tatsächlich nicht. Das macht der Neuroradiologe. Das ist eher wie so eine Herzkatheteruntersuchung, dass man mit dem Draht sozusagen über die Leiste reingeht und das rausholt. Der Neurochirurg ist eher so bei den Blutungen, die Probleme machen, gefragt. Genau, aber das hören Sie schon, das ist zeitkritisch. Ich sehe das leider wirklich auch bei uns ganz häufig im Krankenhaus.

Dass Patientinnen dann irgendwann in die Notaufnahme kommen, weil sie halt unsicher waren, wie sie das ja als auch beschrieben haben, dass die anderthalb Tage später oder so kommen und dann sagen unsere Neurologinnen ganz häufig lapida, Ist aus dem Blüsefenster raus. Also, da kann ich jetzt gar nicht mehr so viel machen. Da kann man dann natürlich die Sekundärprophylaxen und so. Aber so richtig ansetzen bei Therapie ist dann schwierig. Frau Frenzel, wie geht's Ihnen inzwischen?

Überhaupt nicht gut. Das linke Bein, wo das erste Schlaganfall war, in der Kniekehle kann ich nicht gut laufen. Das knickt mir durch. Dadurch, dass ich so spät ins Krankenhaus gekommen bin. Das war ja meine Schuld. Na gut, wollen wir nicht von Schuld reden, wenn man es nicht weiß? Woher soll man es denn immer wissen? Haben Sie eine konkrete Frage jetzt auch an die Frau Dr. Safi?

was ich damit jetzt noch was ich machen kann, dass ich besser laufen kann. Ich laufe jetzt mit einem Rollator. Ich komme vor, als wenn ich ein Katzenbier immer getrunken habe, wenn ich nach Hause, also wenn ich beim Einkaufen komme. Ich rauche nicht, ich trinke nicht, ich nehme keine Drogen.

Also es ist ein kleiner Vorgeschmack auf das, was wir nächste Woche vorhaben, Frau Frenzel, nämlich darüber zu reden, wie man wieder auf die Beine kommt. Frau Dr. Safi, wir machen trotzdem einen kleinen Ausflug jetzt für die Frau Frenzel schon in die nächste Woche. Wie lange kann man denn eigentlich noch Verbesserungen bewirken? Das ist sehr, sehr unterschiedlich. Also man hat früher gesagt in den New York, also die die Hauptverbesserung sozusagen kommt in den ersten sechs Monaten.

Dann, naja, bis zu einem Jahr und alles danach wird nur noch mühsamer arbeitet. Also grob kann man schon sagen, je länger das dauert, desto mehr Effort, also mehr, desto mehr Mühe braucht es. Aber im Endeffekt kann man auch über Jahre durch kontinuierliches Training noch Verbesserungen erzielen. Also, Frau Frenzel, kontinuierliches Training. Ich glaube, das ist der Tipp, auch wenn Sie ein bisschen wackelig sind, solange Sie Ihren Rollator haben.

Und vielleicht schalten Sie uns einfach nächste Woche nochmal ein, am Mittwoch zwischen zehn und elf das Gesundheitsgespräch. Auch da geht es um den Schlaganfall und was man danach noch tun kann, um wieder auf die Beine zu kommen. Frau Fenzel. Alles Gute und vielleicht bis nächste Woche.

Blutdruck, Schilddrüse & Risiken

Frau Dr. Safi, wir haben hier noch eine Anmerkung einer Hörerin, die sagt, sie versteht es nicht. dass sie gesagt haben, man soll den Blutdruck niedrig halten, weil sie meint ein höherer Blutdruck, der würde doch helfen, die Adern durchzuputzen.

Das ist, ja, und zwar ist es so, dass man der hohe Druck auf Dauer die Gefäße schädigt und zu diesen Verkalkungen sozusagen führt. Im Endeffekt, was die Hörerin meint, ist natürlich akut, Ein Blutdruck nicht sehr, sehr niedrig sein sollte, weil das ja auch die Durchblutung sozusagen einschränkt im Gehirn.

Das sagt man ja auch, ich hatte auch wieder nochmal der Verweis auf unsere Blutdrucksendung. Da hatte ich ja auch gesagt, dass es verschiedene Altersgrenzen auch gibt, welcher Blutdruck empfohlen wird. Und das ist genau die Idee dahinter, dass man sagt, dass bei älteren Menschen die Gefäße schon steifer sind, man einen höheren Blutdruck toleriert, eben damit die Durchblutung im Gehirn noch gewährleistet ist.

Aber im Endeffekt ist kann man das ganz klar sagen, wenn man als von der Prophylaxe redet, sollte der Blutdruck ideal und gut und eher niedrig eingestellt sein. Und jetzt holen wir die Frau Neudecker noch zu uns. Ähm ja, ich wollte hab eigentlich angerufen, weil ich eigentlich nur vielleicht so einen Hinweis geben wollte. Und zwar hatte ich letztes Jahr mit fünfundfünfzig am Schlauanfall. Also auch sehr jung. Ja, ja, also schon auch hauptsächlich aufgrund des offenen Vorrahmen Ovales.

Lass man gerade stopp, ja? Mhm. Genau. Und die Vermutung ist aber auch dass ich zu den Zeitpunkt einen hohen Blutdruck hatte, oder das Blut verkehrt rum, in der Vorhauptscheide geflossen ist. Ja, möglicherweise damit zusammenhängt, dass ich neben seit Ewigkeiten eine gleiche Dosis Schilddrüsenhormone. Um und hat nie einen hohen Blutdruck und zu dem Zeitpunkt

Wechseljahre sinkt der Bedarf an Thyroxin und man kommt blöderweise in eine Überfunktion rein. Das war mir überhaupt nicht klar. Also darum rufe ich an, dass man wenn man da betroffen ist, möglicherweise dadurch einen hohen Blutdruck einkauft und mit dem hohen Blutdruck bei mir mit dem Forame Ovale, das ja ein Viertel der Bevölkerung hat, einen Schlagern voll induzieren kann. Das wollte ich nur einfach so zum Hinweis.

Das ist ein super Hinweis, und man kann das sogar noch ein bisschen erweitern. Und zwar: Die Schilddrüse wirkt auch auf den Rhythmus des Herzens. Also jetzt nicht nur sozusagen auf den Blutdruck, sondern Bei jemandem, wo das Vorflimmern vielleicht wirklich nur alle Jubeljahre nie entdeckt worden, wenn natürlich die Schilddrüsenwerte sozusagen sehr hoch sind, also eine Schilddrüsenüberfunktion, weiß man.

Dass das zu V-Flimmern auch führen kann bei bestimmten Personengruppen. Und wir hatten ja vorhin schon besprochen, dass diese Rhythmusstörung eben auch nochmal für den Schlaganfall prädesponiert. Frau Neudecker, ich danke Ihnen herzlich für diesen Hinweis. Gut, dass wir das jetzt auch noch drin haben, und ich hoffe, es geht Ihnen gut. Und wenn nicht, nächste Woche nochmal der Hinweis.

Hörerbericht: Atypische Symptome & Reha

Da reden wir darüber, wie man wieder auf die Beine kommt und wie lange es auch möglich ist mit Reha Maßnahmen, z. B. etwas zu bewirken. Im Gesundheitsgespräch geht's um den akuten Schlaganfall heute. Sie können reden mit Doktor Waschmasafi. Und bei uns in der Leitung ist Siegfried Kupfer. Grüß Gott. Ja, das geht schon, ja. Also ich wollte sagen, ich hatte relativ untypische Symptome. Diagnostiziert wurde bei mir dann eine Präpontine-Subarachnoidalblutung.

Gottes Willen. Den müssen wir schon wieder übersetzen erstmal, Herr Kupfer, den ich den das Wort versaf. Wie können Sie uns? Also Präpontin möchte sagen, vor der Brücke sozusagen. Das ist ein Teil des Gehirns, ja. Und Subarachnoidalblutung, also Subarachnoidalraum, ist sozusagen ein Raum. In dem zentralen Nervensystem und es möchte nur Lokal es ist praktisch die Lokalisation der Plutung. Genau. Okay, Herr Kupplers, Sie sind wieder dran.

Okay, und bei mir hat sie es geäußert, ich habe das dann nachgelesen, medizinisch mit Donnerschlagkopfschmerz. Ich weiß auch genau, dreizehn Uhr unter der Dusche. Ich habe keine genaue Ursachendiagnose irgendwann bekommen, Angiografie, das ganze Programm durchgemacht. Ja und am Anfang hatte ich erst einmal überhaupt keinerlei sonstigen Ausfälle, aber mittlerweile habe ich halt nach wie vor Gefühlstörungen linksseitig.

Vor allem in dem Nervenraum, wo das war, relativ nah am Vargus Nerv, äh im emotionalen Bereich bin ich ziemlich mal desorientiert. Ja, da war jetzt so ein bisschen was dabei. Vielleicht darf ich das für die Hörerinnen kurz erklären. Sie haben ja einmal den Donnerschlagkopfschmerz erwähnt. Der ist tatsächlich auf Englisch Thunderclub Hadache.

Ist tatsächlich ein medizinischer Notfall. Dieser plötzlich extrem heftig Vernichtungskopfschmerz, fast der wie einen Schlag auf den Kopf. So hat es sich angefühlt für sie, vermute ich, oder? Also mein Vergleich war gewesen, im Hirn sitzen lauter kleine Trolle, die Nägel einschlagen, und zwischendurch kommt einer vorbei und zieht einen Baseballschläger. Trauenvolle Vorstellung.

Das war so ungefähr den Vergleich und es hat also circa vier bis sechs Wochen angehalten, langsam nachlassend. Und dann konnte ich dann auch mit den entsprechenden Therapienast anfangen. Ja, der ist tatsächlich ein medizinischer Notfall. Der tritt ganz typisch. Das Interessante ist, ich habe dann zwei Stunden in einer völlig überlasteten Notaufnahme gewartet, bis ich endlich untersucht wurde.

Da ich sehr viel mit Schlaganfallpatienten gearbeitet habe, bis dado wusste ich gleich, da ist was Faules und habe sofort meine Frau gesagt, 112. Ich wäre dann auch fast ohnmächtig geworden vor Schmerzen. And trotzdem Eine Woche davor war ich noch beim Hausarzt zur Generaluntersuchung, alles Pigobello. Kein Bluthochdruck, gar nichts. Kam auf nichts.

Für mich zum Wissen, haben die im Endeffekt dann festgestellt, worauf das basiert hat bei ihnen? Hatten sie ein Aneurhythma? Ist da so praktisch ein Gefäß? Nein, das ist eben also nach der Angio sagte der Arzt zu mir, ich habe gute Nachrichten für Sie, wir finden. Ja, es sind ja wirklich gute Nachrichten. Also, es ist so, dass tatsächlich diese Art von Kopfschmerz eher mit den Hirnblutungen, mit den plötzlichen sozusagen vergesellschaftet ist, können aber auch natürlich andere.

Gefäßereignisse sein. Und gerade die Superachyodalblutung, also diese Blutung, die sie hatten, das ist ganz, ganz, also das ist ein Lehrbuch, was sie so beschreiben. Und im Endeffekt muss man ganz ehrlich sagen, dass sie trotzdem Trotzdem Glück im Unglück hatten, weil diese. Diese Art der Blutung, die sie hatten, die ist eher mit einer sehr guten Prognose vergesellschaftet. Ja, meistens sagt man, dass die Präpontine, also die, die praktisch vor der Brücke ist, die Blutung nicht mit Aneurysmen.

Also auch Sackungen des Gefällt. Vergesellschaftet ist und eigentlich eine sehr gute Prognose hat, also sie hat eine sehr gute Heilungsaussicht hat. Jetzt haben sie aber gesagt, sie haben trotzdem noch Folgeschäden, oder? Ja, also was bei mir geblieben ist, sind Sensitivitätsstörungen im linken

Manchmal wache ich auch nachts mit unmotivierten Schmerzen auf. Ich habe ein bisschen noch das Gleichgewicht nicht ganz drin. Und bei mir ist es vor allem also so wirklich im Emotionsbereich. Ich habe kein Hungergefühl mehr, kein richtiges seitdem. Ich bin jetzt auch wieder in Depressionen gefallen. Ich habe jetzt meine nächste Reha in fünf Wochen.

Und bin jetzt auch wieder seit fast einem halben Jahr berufsunfähig. Ich habe mich relativ schnell und relativ gut erholt und konnte auch wieder voll arbeiten, aber das war dann doch zu viel. Frau Dr. Safi kommt es. Ich komme davor, was der Herr Kupfer da erzählt, dass erst mal gut geht und dann kommt noch mal was nach? Ja, also gerade die emotionalen Aspekte, also was was Herr Kupfer gerade beschreibt.

Das ist ja was, was man dann auch Zeit braucht, bis mal die Schmerzen weg sind, dass man sich dann damit irgendwie befassen kann. Und dann eben auch, das ist ja auch multifaktoriell. Also, es ist einmal organisch, auch durch diesen. Schlaganfall dann bedingt, aber natürlich auch dann um die ganzen Umstände, dass man nicht mehr arbeiten kann, dass man eingeschränkt ist, körperlich, emotional. Das Wichtigste ist wirklich, das wollte ich eben auch fragen, neben der Reha.

Vielleicht auch so ein bisschen als Ausblick auf unsere Sendung nächste Woche. Haben Sie damit, um sie da Mechanismen erlernt oder wie gehen Sie denn damit um? Ja, deswegen habe ich jetzt die nächste Reha. Ich hatte vor im Januar vor zwei Jahren hatte ich eine neurologische Reha. Ja. Die hat mir sehr gut geholfen, die hat mir auch wieder fit gemacht.

Und dann habe ich halt noch dieses Irena-Programm angeschlossen und letztes Jahr war es so, ungeheuer stresse ich wieder. Also meine Stressresilienz ist ziemlich am Boden, habe ich gemerkt. Und jetzt habe ich eine psychosomatische ab Juni. Das schaue ich immer, was passiert. Herr Kupfer, wir halten Ihnen die Daumen, dass es gut wird. Ja.

Gut, da wollte ich noch was dazu sagen, weil jetzt ist bei mir nach drei Jahren ich habe ein Gutachten gehabt vor drei Jahren ist festgestellt worden ein nicht diagnostizierbarer Gesichtsfeldausfall. Mhm. Ja, das passiert tatsächlich auch mit Schlaganfällen. Da gibt es bestimmte Arten von Ausfällen, je nachdem, wo sozusagen die Blutung oder der Verschluss gewesen ist. Und Gesichtsfeldausfälle können da dazu gehören.

Also ich sehe schon, wir haben einiges auf der Agenda schon für nächste Woche, Frau Dr. Safi. Herr Kupfer, wir halten erstmal die Daumen, dass mit der Reha nochmal alles besser wird und ich bedanke mich sehr herzlich für Ihren Anruf. Auf Wiederhören.

TIA, Migräne & Vorsorge-Ultraschall

Und weil wir gerade noch zu aus dem nichts kommenden Schlaganfällen schon gesprochen haben, haben wir hier noch eine Frage. Da möchte eine Hörerin wissen: Wie ist es denn, wenn ich Migräne-Patientin bin, habe ich da ein erhöhtes Schlaganfallrisiko? Hannelore Huber fragt das. Ja, also es ist tatsächlich so, dass man sagt, die Migräne mit Aura, ja, also kann das Risiko für den Schlaganfall erhöhen. Also Aura ist praktisch, dass man, bevor sozusagen die Migräne kommt, schon so irgendwie.

wie Lichtblitze sieht oder irgendwelche Gefühlsstörungen schon entwickelt. Ja, das ist schon so ein Hinweis, dass die Nervenzellen schon irgendwie verrückt spielen. Da sagt man, das kann das sein. Also die Migräne selbst verursacht nicht direkt den Schlaganfall, aber sie ist wie so ein Marker sozusagen. Die Migräne mit Aura. Da weiß man, da ist einfach die Chance, doppelt so hoch einen Schlaganfall zu bekommen wie bei Menschen ohne Migräne.

Unbedingt die Tiere dürfen wir nicht vergessen, das ist einfach ganz easy ein Minischlaganfall, ja. Ist im Endeffekt dieselben und ähnlichen Symptome. Der große Unterschied zu dem großen Schlaganfall sozusagen liegt darin, dass die sozusagen sich zurückbilden. Meistens in unter einer Stunde. Aber per Definition um in unter 24 Stunden. Man sieht da meistens, auch im Gegensatz zum normalen Schlaganfall, im Bild, also im MRT oder im CT, sieht man nichts. Das sieht in Ordnung aus.

Das ist nur so eine vorübergehende Durchblutungsstörung, aber ist ein massives Warnsignal für einen Schlaganfall, weil das Risiko, gerade in den nächsten 48 Stunden dann einen richtigen Schlaganfall zu erleiden, ist sehr, sehr hoch.

Wir haben eigentlich den Herrn Mohr noch in der Leitung, aber ich würde jetzt seine Frage einfach so stellen, sonst schaffen wir es nämlich nicht mehr, Frau Dr. Savi. Er sagt, er hat leichte Cholesterinablagerungen in der Orta abdominalis, also im Bauch und in den Karotten. Karotiden, also an der Seite, am Hals. Er bekommt keine Medikamente und er dachte, man müsste doch jedes Jahr mal einen Ultraschall machen. Sollte man das tun, kann man vorbeugend noch mehr tun.

Also die Tabletten richten sich ja nach den Blutwerten, ja, also je nachdem wie die Blutfette sind. Und wenn, je nachdem, wie groß die Ablagerungen sind, sollte man, ich würde sie, wenn es meine wären, meine Karoti und meine Orte, würde ich versuchen, das einmal im Jahr oder einmal, anderthalb Jahre mal kontrollieren zu lassen. Der Ultraschall ist ja schnell gemacht an den Halsgefässen.

Patientenverfügung & Ausblick

Also da sollte er nachhaken, wenn das nicht von alleine kommt. Vielleicht in aller Kürze, würden Sie in Ihre Patientenverfügung schreiben, wenn ich einen Schlaganfall erleide, soll nichts gemacht werden? Hängt davon ab, wie alt ich bin und was ich sonst noch so habe. Ja, also ab einem gewissen Alter, weil man könnte ja möglicherweise sehr stark pflegebedürftig zurückbleiben und nicht versterben und das nicht so ausgeht, wie man sich das wünscht.

Aber idealerweise geht es gut aus und was man dafür tun kann, darüber sprechen wir dann nächste Woche. Das war das Gesundheitsgespräch heute zum akuten Schlaganfall. Nächste Woche geht es um die Zeit danach. Wie kommt man auf die Beine? Vor allem auch, wie verhindert man einen zweiten Schlaganfall? Dr. Waschmasafi ist dann wieder dabei und Professor Jörg Schelling wird uns als Hausarzt unterstützen. Jetzt erstmal danke, Frau Dr. Safi. Thank you.

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