Xbox-Beben: Gaming steht vor einem radikalen Umbruch - podcast episode cover

Xbox-Beben: Gaming steht vor einem radikalen Umbruch

Jun 24, 20261 hr 13 min
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Xbox steht vor einem "Reset", es gibt Berichte über weitere Entlassungen, Studioschließungen und einen radikalen Strategiewechsel. Micha, Human und Heiko diskutieren, wo es mit Xbox jetzt hingeht, was das für die Gaming-Industrie bedeutet - und ob ein alter Bekannter sein Comeback feiert.

Transcript

Die Gaming-Branche steht vor einem radikalen Umbruch und einer hat's geahnt. Als die neue Xbox-Chefin Asha Sharma neulich auf dem Fanfest kostenlose Anniversary-Konsolen verteilte, tippte unser Kollege Michael Obermeier in den Redaktions-Chat, ich zitiere, ich will echt nicht wissen, was die schlimme Sache ist, für die Asha Sharma gerade die ganzen Bonuspunkte sammelt. Und jetzt könnte man sagen, Michi, du zynischer Hund, nicht jede Geste ist doch nur dazu da, ein großes Übel zu kaschieren.

Ja, okay. Drei Tage später lässt dann der Berufs-Insider Jason Schreier die Bombe platzen. Bei Xbox droht die nächste heftige Entlassungswelle. Renommierte Studios stehen vor dem Aus oder dem Verkauf und die gesamte Sparte steuert auf einen radikalen Reset zu. Michi Obermeier, du prophetisches Genie, fürchte die Manager, auch wenn sie Geschenke bringen. Oder erst recht dann. Egal, wir müssen jedenfalls besprechen, was das bedeutet und wie es weitergehen kann, insbesondere bei Xbox.

Und zwar mit zwei Gästen, bei denen ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, sie jemals wieder gemeinsam in einem Podcast erleben zu dürfen. Nämlich das Chef-Orakel von GameStar. Herzlich willkommen, Heiko Klinge. Hallo. Und mein zweiter Gast ist Unternehmensberater bei 1789 Innovations. Er ist Podcaster bei Corporate Therapy. Und entgegen unserer Befürchtungen hat er zum Glück doch keine Allergie gegen Heiko. Hallo, Humanagafi. Auf keinen Fall. Warum sollte ich Allergien gegen Heiko haben?

Das sind doch die besten Podcasts. Ja, aber du hast jetzt zwei davon verpasst. In Folge, mehr oder weniger. Deswegen, wir haben uns schon Sorgen gemacht. Also wenn Heiko dabei ist, bin ich erst recht dabei. Nur mein Magen-Darm-Trakt muss dann auch mitmachen. Ja, der ist wichtig. Der ist ein wichtiger Teilnehmer dieser Runde. Grüße gehen raus an alle Magen-Darm-Trakte überall in der Welt. Ich würde nur kurz darauf zu sprechen kommen. Apropos Allergie,

wo wir das Wort gerade erwähnt haben. Human, wie war deine Reaktion als Xbox Matthew Ball zum neuen Chefstrategen ernannt hat? Ich glaube, wir können das nachverfolgen in dem Chatverlauf, wo ich dir gesagt habe, jetzt wird alles Roblox inklusive Minecraft verfolgt. Also wir können uns dann darauf vorstellen, es wird eine Fusion geben zwischen Minecraft und Roblox. Ja, dann war es das.

Dann endet Gaming einfach. Ja, hoffentlich nicht, hoffentlich nicht, weil angeblich auch so, wie er sich in Interviews geäußert hat, wir kommen noch dazu, geht's auch mit dem weiter, was wir kennen und lieben, vielleicht sogar mit mehr davon. Aber jetzt erst mal kurz um die Entwicklungen seit unserem letzten Podcast, den Huhmann ja leider verpasst hatte, nochmal aufzudröseln.

Jason Schreier hat darüber berichtet, dass spezifisch drei Studios gerade wackeln sollen bei Microsoft, dass es da konkrete Verhandlungen gibt im Hintergrund, nämlich bei Compulsion Games. Das sind die Entwickler von South of Midnight. Bei Double Fine, dem Studio von Tim Schafer, das unter anderem Psychonauts gemacht hat, da verhandelt Tim Schafer wohl über einen Management-Buyout. Das heißt, er will Double Fine rauskaufen aus Xbox, aus Microsoft.

Die Marken wie Psychonauts würden dann aber wahrscheinlich bei Microsoft bleiben. Zumindest hört man das gerüchteweise. Und das dritte Studio ist eines, das gerade erst bei der Xbox-Pressekonferenz beim Showcase ein neues Spiel angekündigt hat, nämlich Ninja Theory, die Hellblade-Macher. Die haben gerade ein neues Senua-Spiel, also das heißt so auch, Senua, angekündigt. Und jetzt heißt es plötzlich, es wird ein Käufer für dieses Studio gesucht.

Möglicherweise war die Vorstellung dieses neuen Spiels auch einfach ein Anreiz, um schon mal Investoren des Studios schmackhaft zu machen. Probleme bei weiteren Studios, sagt Jason Schreier, soll es auch geben. Da weiß man wenig Konkretes, zumindest Stand jetzt, wo wir aufnehmen. Man kann aber sagen, Xbox und dieser Reset treten jetzt in diese aktive Phase ein.

Und Heiko, hast du diese Entwicklungen und diese Art von Entwicklung, dass sie auch wieder anfangen, Studios zu schließen, dass sie versuchen, Studios abzustoßen, hast du das in der Heftigkeit erwartet? Ja. Okay. Podcast vorbei. Wir hatten es ja auch schon in unserem letzten Podcast so besprochen.

Das ist jetzt ja nichts Überraschendes, dass wenn man eine neue Führungsspitze installiert bei einem börsennotierten Unternehmen, das machst du nicht aus Spaß, sondern vor allen Dingen bei einer Person wie Phil Spencer, der ja wirklich, jetzt mal gesagt, Microsoft mit seiner Muttermilch aufgesogen hat. Gott.

Jahrzehnte im Unternehmen, ja, er war das Gesicht von Xbox und da so einen Schnitt zu machen, eine neue Person zu installieren, ist immer ein Signal und es ist immer ein starkes Signal, vor allem. So zynisch das klingen mag, in erster Linie an die Shareholder, hier passiert jetzt was. So, du kannst nicht eine neue Führungsperson installieren. Das betrifft ja nicht nur Asha Sharma, es betrifft ja schon über die Hälfte, des Führungspersonals. Das ist gar nicht so lange her, dass es da diese große,

Übersicht gab von Phil Spencer. Das ist mein neues Xbox-Management-Team. Da ist über die Hälfte weg. So und wenn man eine neue Person in so einer auch hervorgehobenen Stelle in einem börsennotierten Unternehmen installiert, dann heißt das fast automatisch immer, dass diese Person die Kettensäge mitbringt. Also, dass dann wirklich sehr radikal auch umstrukturiert wird. Insofern überrischt es mich nicht, dass das jetzt passiert oder dass es passieren soll, laut den Infos von Jason Schreier.

Vielleicht überrascht es Microsoft selbst, dass es so schnell rausgekommen ist. Okay, ich sehe Humann schon nicken, wenn es um die Kettensäge geht. Ja, ich würde Heiko zustimmen und ich würde eine Dimension erweitern. Das gilt tatsächlich nicht nur für börsennotierte Unternehmen, das gilt eigentlich für jede Organisation. Das hat auch ganz einfache, ich sag mal, organisationssoziologische Logiken. In dem Moment, wo man ja als eine….

Phil Spencer müsste ja wahrscheinlich mit Versprechungen, Aussagen, Ideen oder auch sozusagen Identitäten, wofür er gestanden hat, brechen, um Dinge umzusetzen, die jetzt ein neuer CEO viel leichter machen kann. Das heißt, man kann jetzt einfach sagen, das ist einfach falsch, was gemacht wurde, was vielleicht Phil Spencer so nicht formuliert hätte. Das nennt sich auch in der Unternehmensberatung oder in der Unternehmenswelt das sogenannte Big Bath Accounting.

Das heißt, man nimmt die große Dusche. Man kann sich jetzt einmal säubern und alles im Grunde, was ein alter CEO gemacht hat, so abstoßen, dass man sagt, da sind die Sachen von dem Alten. Denn, und das kommt noch on top, nach einiger Zeit, wenn man es nicht gemacht hat, dann klebt das allein. Das ist ja auch jetzt sozusagen die Phase, wo man sich sozusagen auch reinigen kann. Und zu sagen, das war ja nicht meins, das ist von dem früheren.

Und das ist gang und gäbe in der Unternehmenswelt, dass, wenn ein neues CEO kommt, erst mal aufräumt, weil er überhaupt die Möglichkeiten hat, Dinge anzustoßen, die ein altes CEO aus verschiedenen Gründen vielleicht gar nicht machen würde. Auch das ist jetzt eben, und das ist, ich finde da den Vergleich mit Ubisoft ganz interessant, die das eben über die Jahre lang eigentlich nie wirklich gemacht haben. Ja, da gab es noch nie einen Bart.

Genau, und das ist jetzt genau der Punkt. Da wird stückweise immer wieder so rumgedoktert. So, und jetzt hier haben wir wirklich diesen Fall, ähm. Das alles dafür spricht, dass ja Personen oder eine Person und mehrere Personen, weil sie ist ja nicht die einzige, geheiert worden sind, um eine Radikalkur durchzuführen. Eine Radikalkur machst du halt nicht päppchenweise, sondern das machst du halt mit der Kettensäge.

Und all die ganze Kommunikation, die man da auch so raushört, also auch die interne Kommunikation aus den Mailings, wo ja Ashraf Sharma angeblich gesagt haben soll. Was es alles für große Probleme gibt, zu teuer, zu langsam. Das ist halt genau dieses ganz, ganz typische Framing solch einer Radikalkur, dass man alles, die klassischen Fußballfloskeln nach einem Bundesliga-Abstieg. Da muss jetzt alles auf den Prüfstand. Jeder Stein muss umgedreht werden.

Und in genau dieser Phase sind wir jetzt eben. Sprichst du da aus Erfahrung, wenn es um Bundesliga-Abstiege geht? Ich möchte nicht über Fußball reden, verdammt. Okay, alles klar. Ich ziehe die Frage zurück. Die andere Frage, die Microsoft betrifft, ist, wo geht es hin? Also was ist der Zweck dieser Kur und was ist denn dann die strategische Zukunft dieses Unternehmens? Das ist ein Gerücht, das ist aber auch wirklich unbestätigt und hat jetzt bisher, niemand konkret was dazu gesagt.

Aber es hat auch niemand in Interviews bisher gesagt, dass es nicht stimmt. Also es gibt kein Dementi seitens Microsoft, dass sie Xbox ausgliedern wollen als Tochterfirma, als hundertprozentige Tochterfirma, um, wenn das dann passiert ist, leichter die Xbox-Sparte komplett verkaufen könnten, wenn es denn notwendig sein sollte oder zumindest ein Joint Venture gründen.

Also sich mit einer anderen Firma zusammenschließen und mit der gemeinsam oder mit denen oder wer auch immer das dann sein könnte Xbox betreiben, um einfach das Risiko aufzuteilen. Ist das plausibel? Und ich glaube, da müssen wir vielleicht ein bisschen das größere Bild zeichnen, weil ich würde sagen nicht, wohin geht es mit Xbox, sondern wohin geht es mit Microsoft. Das können wir relativ gut zeichnen, denn Microsoft entwickelt sich zu einem.

Infrastrukturanbieter und zwar mit wirklich radikalem Weg nach vorne. Also die Investments in Cloud-Infrastrukturen und Rechenzentren, natürlich alles KI-getrieben, sind bei Microsoft immens. Also ich habe die Zahlen hier sogar raussuchen lassen. Jetzt muss ich nur noch sie wiederfinden. Ah, da haben wir es auch. Für 2026 planen sie mit 190 Milliarden, Investments in Anlagegüter. Also im Wesentlichen sind das Rechenzentren.

Für KI und so weiter. Und dafür wird auch jeder Cent gerade, sagen wir mal, mobilisiert. Denn was wir in diesem Markt gerade haben, in diesem Rechenzentrumsmarkt, wir haben eine sehr hohe Nachfrage und der wird sofort bedient. Das heißt, jeder Euro, der in Rechenzentren fließt, ist ein Euro, der schnell wieder erwirtschaftet wird. Und zwar, soweit ich weiß, mit einer 60-prozentigen Marge und sehr sicher.

Ja, das ist sozusagen die Welt, die sich gedreht hat, sagen wir mal, seit 2020 oder 2021, als der Gaming-Markt sehr Hype war und der Zins bei 0% lag und Microsoft im Grunde alles kostenlos refinanzieren konnte. Heute liegt der Zins so bei 3, 4, 5%. Und wir haben natürlich bei Gaming die Situation, ich weiß nicht, wie sicher ist, das ist sozusagen das Investment in irgendwas. Das heißt, das ist sozusagen die Ausgangslage. Und was muss man sich wirklich vorstellen? Eine Veränderung des Zinses.

Also Microsoft hat genug Geld. Sie haben Geld locker. Aber so eine Firma denkt ja nicht daran, ich habe Geld locker, einfach mal überall hinwerfen. sondern die müssen ja ihre Entscheidung rational und plausibel Investoren erklären. Das heißt, da hängen ja Businesspläne dran. Und wenn die ja wirklich nur ein paar Euro Veränderungen, ein paar Prozent Veränderungen haben in der Refinanzierungslogik, wird so ein Businesscase in so einem Gaming-Markt radikal verändert.

Also bevor, und das war noch bevor der Gaming-Markt nicht mehr so steigt. So, das ist sozusagen die Ausgangslage, wie wir uns das vorstellen. Die Microsoft-Führungsebene sitzt da und machen gerade ihre Business-Pläne und sehen gerade, oh Gott, das ist der Zeitpunkt, wo wir sozusagen hier unseren Pflock setzen müssen in diesem Markt, weil das wird wahrscheinlich auch die nächsten Jahre super krass werden.

Und dann guckt man halt auf Xbox und ich glaube, Satya Nadella hat selber in einem Interview gesagt, es muss jetzt ein nachhaltiges Geschäft werden. Nachhaltig ist ohne No-Code für, wir wollen ja kein Geld mehr reinstecken, wir müssen sich selbst finanzieren und wir müssen es halt nicht finanzieren, müssen Dinge passieren. Und diese Dinge können wir relativ klar nachzeichnen.

Du hattest gerade schon angesprochen mit diesem, also soweit man das gegebenenfalls nachvollziehen könnte, könnte man argumentieren, da ist gerade ein Prozess im Gage, das einmal diese Xbox-Sparte aufräumt, man macht es schon kompakt, schaut, dass sozusagen ein gutes Paket macht von sehr gut laufenden Assets und sagen wir mal so mittelgut laufenden Assets, was man so ein schönes Asset-Back-Security-Kette hat und dann.

Würde man darüber nachdenken, als eigenständige Gesellschaft zu packen und ich will mal dieses mit diesem einen Joint-Venture-Machen oder nicht und so weiter, diese Idee mit Joint Venture, muss man sich vorstellen, bei so großen Konzernen ist nicht die Logik so A, entweder A oder B. Man macht immer erst ein Joint Venture, wo man so 5 oder 10 Prozent abgibt, weil das ist der Punkt, wo man erst mal erste Marktsignale bekommt. Damit hat man erst mal eine Vorstellung, was ist überhaupt der Preis,

wenn wir das komplett verkaufen würden. Also niemand würde hingehen und sagen, hier 100 Prozent, verkauf das bitte. Könnte man machen. Aber erst mal würde man ja versuchen, erst mal ein Preissignal zu bekommen. Basierend auf dem Preissignal würde man dann entscheiden, verkaufen wir das weiter oder deinvestieren wir immer weiter, finden wir anderen Käufer, gibt es strategisch oder bringen wir das an die Börse.

Dass das eine Option ist, ist glaube ich außer Frage. Ich glaube, der einzige Punkt, ich hätte mal recherchiert, wo Microsoft einen Spin-off gemacht hat, war Expedia Ende der 90er und das haben die verkauft. Also ich würde halt sagen, es ist natürlich nur ein Datenpunkt, aber, Und andere Erfahrungsberichte gibt es, glaube ich, nicht, wo sie dann ein Geschäft eigenständig einfach weiterlaufen lassen haben.

Ja, der Punkt ist vor allen Dingen, wer soll das kaufen? Also das ist so ein bisschen das Problem. Also da sind wir in den Dimensionen, auch wenn man sich jetzt mal überlegt, wie viel Geld für Spencer ausgegeben hat. Also klar könnte es irgendwelche komischen Investorenkonglomerate geben. Ich weiß nicht, ob Amazon noch so viel Bock auf Gaming hätte oder so, aber viel Fantasie habe ich da jetzt nicht, außer irgend so.

Und das Ding ist halt auch, was da glaube ich noch so ein leichter psychologischer Effekt ist und das ist glaube ich wirklich der spannende Punkt ist, wirklich wo will Microsoft damit hin? Denn Microsoft war in den vergangenen Jahrzehnten immer sehr, sehr gut darin, und das meine ich jetzt gar nicht negativ, weil ich finde das eigentlich ganz sympathisch, sich die Sache schön zu rechnen. Also sei es eben, das Game Pass Beispiel ist das aktuellste Beispiel, dass man halt gesagt hat, okay.

Wir sehen Spotify ist bei Musik erfolgreich, wir sehen Netflix ist bei Filmen und Serien erfolgreich, wir machen jetzt das gleiche fürs Gaming. Das war eine schöne Story, die sich erzählen ließ und wo man auch für sich intern schön rechnen konnte. Ja, das kostet jetzt Geld, aber wir glauben an die Zukunft. Das ist jetzt ein Business Case, wird schon alles gut gehen. Es ist aber nicht das erste Mal, dass sie das machen. Also sie hatten schon ein paar solcher Sachen.

Vorher hatten sie das Thema mit, erinnert sich hier noch jemand an Games for Windows Live? Ja, leider. Das war eine Zeit, wo ich draußen war. Genau. Als sie diese Idee hatten und auch das ist ja immer das, was noch mit rein schlägt, wir nutzen, das Windows-Geschäft von Microsoft ist brutal stark. Das war immer auch ihre Cash-Cow und es war immer so ein bisschen eine interne Rechnung, hört man auch hinter vorgehaltener Hand. Alles, was wir in Gaming investieren, stärkt unsere Windows-Plattform.

Es ist damit auch ein gutes Investment. Und diese Argumentation bricht halt dadurch ein Stück weit jetzt gerade weg, wenn halt Microsoft selber lag, so unsere Zukunft sind Rechenzentren, unsere Zukunft. Ist eben AI. Das ist halt nicht mehr so, ich glaube jetzt nicht, dass sie jetzt sagen, Windows ist uninteressant oder so, aber es hat sich was an den Prioritäten und auch, wie sexy ist etwas in einem riesigen Unternehmen.

Und das ist ja auch etwas, was Jason Schreier sehr erfolgt und was ich auch selbst schon mitbekommen habe. Bei so großen Unternehmen ist halt auch immer wahnsinnig viel interne Politik. So ganz viele unterschiedliche Budgets und wie wird was begründet. Und gerade beim Game Pass haben sie ja auch quasi eine interne Rechnung aufgemacht, wie sie eben messen, wie erfolgreich ein Spiel im Game Pass ist. Das ist sehr spannend.

Die Member Weighted Value war das, mit der sie quasi das, was ein Spiel im Game Pass verkauft sich ja weniger, logischerweise, weil die Leute dann im Game Pass spielen in der Idealvorstellung.

Und um diesen Umsatz, der durch fehlende Verkäufe verloren geht, gegenzurechnen, hat man diese, es war auch Jason Schreyer, der das erzählt hat, diese Member Weighted Value eingeführt, die virtuellen Umsatz einem Spiel zuschlägt, basierend auf der Anzahl der im Spiel verbrachten Spielstunden insgesamt von allen Leuten, die das so spielen. Ja, das Problem ist da nur, das bevorzugt natürlich Servicegames und Multiplayertitel, weil das sind halt die Zeitfresser.

Wenn du irgendwie ein kleines 8-Stunden-Singleplayer-Game programmiert hast, dann selbst wenn das von Millionen Leuten gespielt wird, wird es sehr schwer haben, sehr viele Stunden Spielzeit anzuhäufen im Vergleich zu einem Multiplayertitel. Und das ist eine der.

Paradoxen Dinge, die unter der Führung von Phil Spencer ja passiert sind oder wo auch Kommunikation und dann Handeln nicht zusammengepasst haben bei Microsoft, dass ja eigentlich gesagt wird, wir wollen, dass Studios durch den Game Pass ermutigt werden, kreative Spiele zu entwickeln, neuartige Spiele. Wir haben hier ein Double Fine, wir haben sowas wie South of Midnight,

wir haben meinetwegen ein Hellblade. Dinge, die vielleicht anderswo keine Chance mehr hätten bei großen Publishern, das sollen einen Platz haben im Game Pass. Ja, okay, aber bezahlt wird dann am Ende, also virtuell bezahlt und der Wert der Spiele wird dann am Ende gemessen in doch nur Spielzeit. Also doch nur eher Live-Service. Von der Grundüberlegung finde ich das ja auch alles nicht verkehrt. Wir machen ja, kann man ja mal Blick hinter die Kulissen gewähren,

bei Games da durchaus was ähnliches. Also, weil wir zum Beispiel an Plusartikeln verdienen wir keine Werbeeinnahmen, weil die ja werbefrei ausgeliefert werden. Also schauen wir uns zum Beispiel auch an, wie werden Plus-Artikel von unseren, Plus-Mitgliedern gelesen. Je mehr Leute einen Artikel lesen, desto mehr wissen wir, okay, er ist in unserer Plus-Community angekommen. Wir messen zum Beispiel auch, welcher Artikel hat jemand gelesen, bevor er oder sie ein Plus-Abo abschließt.

Also solche, da gibt es auch furchtbar komplizierte Formeln dafür. Die wir dann da berechnen und das sind auch immer nur Annäherungswerte, aber sie geben einem ein Stück weit ein Gefühl dafür, wie etwas passiert. In unserem Sinne oder im Sinne eben auch des Produkts, in diesem Fall abobasierte. Webinhalte eben auch funktionieren. Und ich fand im Grunde genommen auch diese Idee, ein. Breites Gaming-Portfolio zu haben, erstmal nicht verkehrt.

Denn eigentlich geht es ja auch, ist es genau das Gleiche, was ja Netflix auch gemacht hat, um nochmal die Analogie zu wählen. Natürlich brauchst du ein Stranger Things, um Leute ins Abo zu holen. Du brauchst aber ganz viele andere Serien und Filme, damit sie dabei bleiben. Und diese Überlegung ist erstmal auch nicht verkehrt, dass du also einen breiten

Katalog hast. Und den kannst du natürlich nicht nur mit Triple-A-Titeln füllen, sondern du brauchst breiten Geschmack, weil du da eine Familie drin hast, weil du. Sehr unterschiedliche Spielebedürfnisse hast, die du dann irgendwie abdecken musst.

Der Fehler oder beziehungsweise sind zwei Dinge aus meiner Sicht passiert, die vermutlich falsch eingeschätzt wurden, nämlich zum einen ist eben das große Risiko von Spielen, lange Entwicklungszeiten, das sehr, sehr große Investment, was du im Vorfeld machen musst und, selbst bei Netflix wird ja gerne mal diskutiert, nach welchen Metriken sie Serien weiterlaufen lassen oder einstellen.

Die Rechnung ist für Netflix aber viel, viel einfacher, weil die können sich einfach anschauen, okay Serie X hat so viel gekostet und so viele Leute haben es sich angeschaut, Ende Gelände, Ende der Formel, ganz so einfach ist die Rechnung für Microsoft eben nicht. Also ich würde auch sagen, man braucht irgendeine Metrik.

Um Differenzierung festzustellen, weil sonst ist es ja einfach ein großer Haufen von Dingen, die passieren und dann ist es im Grunde gar nicht mehr miteinander kommunizierbar, warum Entscheidungen wie getroffen werden. Aber ich würde das vielleicht auch nicht dann, ich glaube, Unternehmen funktionieren ja nicht nur eindimensional. Wir gucken nur auf die Metrik. Das tut man vielleicht auf so einer operativen Ebene.

So wie Heiko das sagt, gibt es ja schon eine strategische Dimension, wo man sich natürlich die Gedanken macht, wo werden wir vielleicht weniger Stunden haben, aber wir werden dadurch vielleicht mehr neue Nutzer gewinnen oder so. Ich glaube, es gibt ja in der Regel immer noch sekundäre und strategische Dimensionen. Von daher wäre ich dabei gar nicht so kritisch mit diesem Member Weighted Value,

ob es jetzt die schlauste ist. Ich glaube, wie viel wichtiger in der Organisation ist, dass es etwas gibt, worüber überhaupt Differenzierung festgestellt werden kann.

Ja, wenn es das gibt, tatsächlich. Weil ich glaube schon, dass man, also ich will mich jetzt nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, aber wenn wir uns so angucken, was jetzt Asha Shama gesagt hat, was Matthew Ball gesagt hat über die Strategie, dass kleine Awards, auf Awards ausgelegte Metacritic Lieblinge, also Spiele, die sehr klein sind, aber von denen man, die man halt darauf ausrichtet, dass sie ein sehr spezielles Publikum ansprechen,

aber sehr gut gemacht sind, dass sie wahrscheinlich Preise gewinnen mit dem, was sie machen. So was wie eben ein Hi-Fi-Rush, das im Studio geschlossen wurde, die Awardjäger ist der Begriff, den ich mal irgendwo gelesen habe.

Dass sowas bei einem Unternehmen wie Microsoft eher keine Zukunft hat, sondern dass sie eher, also so verstehe ich es bis jetzt, dass sie eher ein paar Kerzen im Wohnzimmer aufgestellt haben an, fünf Punkten und den Geist von Bobby Kotick beschworen und die Billion-Dollar-Franchises zurückbringen. Ja, ich glaube, die großen Marken. Absolut. Ja, und was wir erleben, und das ist natürlich jetzt im Gaming, sieht man das so radikal.

Heiko, du hattest das ja auch schon gerade gesagt. Wir haben halt eine, also Gaming ist nicht sowas wie, ich mache heute eine Entscheidung und in sechs Monaten kann ich feststellen, ob die gut oder schlecht war, sondern die Entwicklungszyklen sind sehr lang. Und das ist jetzt in dieser Phase, leider erleben jetzt einige Menschen. Bei den Microsoft Gaming Studios und so weiter, Sie haben gestartet unter einem anderen, sagen wir mal, Entscheidungsprämissen oder unter einer Entscheidungswelt.

Wir wollen den Game Pass groß machen. Wir brauchen das, was du gerade gesagt hast, Micha, und leben aber jetzt in einer ganz anderen Welt. Also sie sind jetzt schon angekommen und jetzt werden ihre Spiele, die damals unter der Prämisse, es soll irgendwie Awardjäger sein, werden jetzt aber bewertet unter der Prämisse Rendite. Das ist eine ganz andere Dimension. Man hätte vielleicht eine ganz andere Entscheidung getroffen, ein ganz anderes Spiel gemacht und so weiter und so weiter.

Aber wie soll ich sagen, das ist halt, wie machen wir, schlechter Zeitpunkt, Bad Timing, Pech gehabt könnte man sagen. Aber das ist irgendwie auch innerent, dass wenn dann plötzlich die Person, die wahrscheinlich für diese Strategie stand, die Vision hatte, dass dieses Game Pass Konzept in diese Richtung geht, jetzt nicht mehr da ist, trägt sie ja niemand mehr. Also wir hatten ja gerade darüber gesprochen, ein neuer CEO kann dieses einmal aufräumen machen.

Was sie ja auch machen kann, ist, eine Vision begraben und eine neue Zieldimension bringen, ohne dabei ein Gesicht zu verlieren. Leider werden wahrscheinlich jetzt ein paar Spiele unter die Rädern kommen, die eigentlich gemacht wurden, sozusagen unter der alten Welt gut, in der neuen Welt nicht gut. Das gehört ja auch noch dazu, zur Wahrheit und das ist. So wirkliche Awardjäger waren das ja alles nicht. Und das sage ich als jemand, der Psychonauts 2 für eins der besten Spiele der

letzten Dekade hält persönlich. Also ich liebe es. Nur, wenn man sich aktuell den Markt anschaut, die Awards haben andere abgeräumt. Und vor allen Dingen, wenn ich mir jetzt ein Expedition 33 Claire Obscure anschaue, mit wie vielen Personen die das gemacht haben und mit welchem Budget, und das dann gegenüberstelle mit Double Fine, und Psychonauts 2, dann geht auch in der Richtung die Rechnung halt schlichtweg nicht mehr auf.

Und das ist halt auch so ein bisschen ein Aspekt, wenn man sich diese AAA im Lower End, was jetzt Entwicklungskosten angeht, wie einen Elden Ring anschaut oder einen, Baldur's Gate 3 oder selbst sogar ein Spiel wie Astro Bot, Ja, das vor zwei Jahren die Awards abgeräumt hat. Das sind halt alles Spiele, bei denen sich ein Manager oder auch eine Asha Sharma durchaus fragen kann, ja Moment mal, das ist aber nicht teurer als das, was wir gemacht haben.

Im Gegenteil, wahrscheinlich ist es in vielen Hinsichten sogar billiger gewesen. Und da sind die Awards hingegangen, nicht zu uns. Das heißt, selbst diese Argumentation funktioniert ja in der Hinsicht nicht mehr für Microsoft. Und das ist ein Problem, weil, und da zerfällt eben auch so ein bisschen diese ganze gesamte Argumentationskette, die Phil Spencer auf eine, finde ich, schon sehr charmante Art und Weise aufgebracht hat.

Weil ich bin nach wie vor ein großer Fan des Game Pass-Konzeptes, weil so dieses, ey, so eine Gaming-Flat-Welt und Spiele demokratisieren. Ich glaube, der Game Pass hat auch viel Gutes gebracht, was so, ja, Investments und riskantere Projekte haben. Ich glaube, hat der Kreativität der Branche viel Gutes getan. Aber er ist jetzt einfach an seine Grenzen gekommen, auch zum Beispiel, was einfach die Kosten, die Abokosten halt angeht.

Es ist halt nicht gelungen, genügend Abonnenten in den Game Pass zu holen, um über Masse an Abonnenten halt das Ganze zu refinanzieren. Das heißt, sie haben jetzt diese offensichtlich für sich erkannt, sie haben jetzt im Grunde genommen, das Abonnenten-Maximum erreicht, sie können nicht mehr viel wachsen und müssen das jetzt monetarisieren und dann waren sie halt plötzlich bei diesen 25, 30 Euro pro Monat, wo natürlich auch die Gaming-Fans sagen, ihr habt doch einen Vogel.

Trotz Call of Duty. Das ist ja ihre Hoffnung. Ich würde nur Call of Duty immer mal wieder so in den Raum werfen, einfach zwischendurch, ohne zusammenhängen. Nein, aber das war ja einer ihrer Hoffnungsträger, der zu einem schnellen Wachstum des Game Pass beitragen sollte. Warum steckt man denn 70 Milliarden in Activision?

Ja, auch wegen King und Candy Crush, aber weil sie halt hoffen, das war ja damals Phil Spencers Hoffnung, dass halt eine Marke wie Call of Duty, sagen wir mal, für immer und in alle Ewigkeit richtig viel Kohle bringt. Und wie viele Fallout und wie viele Elder Scrolls hat es seit dem Kauf von Bethesda gegeben. Ja, warte. Ein Starfield. Ein Starfield, genau. Ja, und dann, Call of Duty haben sie jetzt rausgenommen aus dem Game Pass.

Das wird in Zukunft nicht mehr Day One drin sein. Man sagt so, man munkelt ein Jahr später könnte es dann kommen. Und man munkelt weiter, dass vielleicht sogar ein eigener Upgrade Pass dann noch hinzugefügt wird für 30 bis 40 Euro extra. Also, dass man sozusagen den Call of Duty Game Pass Add-on Pass kauft. Der dann nochmal dazukommt. Das ist aber noch nicht offiziell bestätigt, um das aber von Tag 1 an spielen zu können. So, aber das hat sich halt nicht erfüllt, diese Hoffnung.

Und ich habe einen Baustein für diese Hoffnung. Das hatten wir ja schon vor, fünf, sechs Jahren diskutiert. Ich glaube, der Game Pass hat eine signifikante Schwäche gegenüber zum Beispiel Netflix und so weiter oder Spotify. Es ist an Hardware gebunden. Ein Nutzer muss teure Hardware haben, um das zu nutzen. Das bedeutet, die Skalierung ist nicht nur, ich mache mir mal eben ein Abo, sondern ich brauche entweder einen leistungsstarken PC.

Oder ich habe eine leistungsstarke Konsole, aktuell im Wesentlichen die Xbox-Konsole. Jetzt gibt es auch die ersten Fernseher, die das irgendwie anbieten und so weiter direkt. Aber ich glaube, den Sprung, den sie halt gehofft haben und vielleicht damals so ein bisschen auch so ein relevantes Thema war, war ja dieses 5G-Cloud-Gaming und so weiter. Weil das hätte ja den Markt nochmal deutlich vergrößert, wenn ich jetzt nicht mehr.

Und sozusagen immer diese tolle Konsole. Ich hätte ja auch ganz neue Märkte bedienen können. Aber, und das schlägt die Brücke zu dem, was ich gerade gesagt habe, Und die Rechenzentrumskosten sind jetzt nicht gerade attraktiv, also abgesehen davon, dass die Technologie vielleicht noch nicht da ist, dass es latenzfrei ist, aber jeder Euro, der aktuell in KI-Rechenzentren geht, ist ein besser verdientes Geld als überall anders.

Das heißt, auch diese Strategie anzunehmen, dass die Kosten und dann die Technologie und so weiter sich entwickelt und dass man in dieses Cloud-Gaming kann und dann, keine Ahnung, eine halbe Milliarde Menschen in Indien jetzt plötzlich nicht mehr sozusagen, die Transaktionskosten, also die Hardware-Kosten wegfallen, die ist leider auch nicht mehr so nah in dem Business-Case. Weil ich denke, das wäre das Einzige gewesen, was das Ding getragen hätte.

Also alles andere wäre unrealistisch gewesen. Ja, was macht uns die KI noch alles kaputt? Es passen nicht mal mehr die Spiele in die Cloud. Ja, aber das ist ein wichtiger, ist ein total und oft unterschätzter Aspekt. Das ist ja, damit sich neue innovative Technologien, da würde ich den Game Pass dazu ziehen, ich fand das mutig, ich fand das cooles Konzept, aber damit sie sich durchsetzen können, müssen sie so barrierefrei wie möglich sein.

Das ist auch der Grund, warum es zum Beispiel 3D-Fernseher nicht nie durchgesetzt haben, aber der 3DS schon. Weil beim Nintendo 3DS konnte ich es direkt draufschreiben und hatte es 3D. Mich davon im Fernseher zu setzen und dann irgendwie eine Shutterbrille aufzusetzen oder so, das hat halt kein Mensch gemacht. Und wenn du immer diese Technologie-Barriere hast, bin ich total bei Humann. Dann kriegst du es nicht in den Massenmarkt.

Also wenn deine Strategie ist Content und du hast eine teure Technologie Barriere dazwischen, deswegen glaube ich gibt es viele Entwickler im VR-Kontext die sagen, es ist nicht VR-Entwickler zu sein aber diese Barriere ist ja noch dazwischen, die VR-Brille und das teure Investment und dann das drumherum ja und ich glaube diese Strategie. Lass mich einen Schritt an der Seite gehen. Ich würde auch Microsoft dafür positiv anrechnen, dass sie es gewagt hat.

Ich habe diesen mutigen Schritt zu sagen, wir gehen mal da raus und machen schon mal sozusagen den Proof of Concept. Also wir haben dieses Konzept und wir testen das jetzt schon mal. Kriegen wir eine stabile Basis hin? Kriegen wir überhaupt ein Betriebskonzept hin, das das überhaupt ermöglicht? Kriegen wir die Technologie zum Laufen, dass Leute sich Spiele runterladen können?

Also wir müssen zumindest Microsoft dafür so viele Props geben, dass sie ja ganz viele Fragestellungen, was so ein Gaming-Abo-Dienst, wie das aussehen kann, in einem größeren Kontext gemacht haben, getestet haben, wahrscheinlich auch iteriert haben. Und wir jetzt auch merken, wo sind die Grenzen dessen? Und das ist für die nächste Generation, die vielleicht da mal einen Anlauf nehmen will, ja, ein fruchtbarer Boden, auf dem man wachsen kann.

Vielleicht würde es ja Microsoft selber machen oder Xbox, aber ich glaube, das ist auf jeden Fall ein riesen Lerneffekt für die Industrie gewesen. Es gibt ja auch nochmal ihrer letzten großen PR-Kampagne einen ganz neuen Spin, ne? Das ist ein Xbox.

Das war ja nochmal wirklich offensichtlich so das letzte Röhrchen, der letzte Versuch, den Leuten eben dieses plattformübergreifende, Gaming irgendwie schmackhaft zu machen und was ja überhaupt nicht gut ankam in der Gaming-Community und was wahrscheinlich auch nochmal dieses, Signal war für diesen radikalen Umbruch, den sie jetzt ja machen weil viel krasser kann die Abkehr von diesen, ne wir sind überall wo ihr auch seid, kann es ja nicht sein dass sie jetzt plötzlich

sagen, wir sind nicht mal überall, sondern wir sind nur noch bei uns. Xbox, nur noch bei uns, guter Slogan Das erinnert mich ein bisschen an was, was ich auch schon, vor Jahren über den Game Pass gesagt habe und mich dadurch auch sehr unbeliebt gemacht, weil an sich, ja, du kannst sagen, der Game Pass funktioniert erst dann, wenn dieser Markt so explosiv gewachsen wäre durch Cloud Gaming, was jetzt in der Form nicht passiert, noch nicht passiert, nicht passieren wird, wie auch immer.

Aber gleichzeitig. War mein Take auch immer der Game Pass oder ein Angebot wie der Game Pass? Kann ja auch nur dann funktionieren. Selbst wenn sie jetzt nur den aktuellen Markt abschöpfen würden, wenn man schaut, wie viele Leute spielen jetzt. Nicht diese 8 Milliarden Leute, die übermorgen spielen, wie es Tatjana Della damals verkündet hat zur Activision-Übernahme, sondern einfach jetzt.

Wenn Xbox das richtige Angebot machen würde und sie sagen würden, okay, wir haben jetzt die Games, die ihr alle haben wollt und die ihr alle spielen wollt, in unserem Pass drin ... Wäre das ja trotzdem ein sehr starkes Angebot, das sich durchsetzen könnte, nur haben sie diese Spiele nicht. Und mein Argument war schon damals, heutzutage in dieser modernen Welt brauchst du starke Service Games, also starke Live-Service Games, um die Leute in so ein Angebot überhaupt nur reingucken zu lassen.

Also Spiele, an denen, und da kommt auch wieder die, also jetzt bin ich mal der böse, der argumentiere für das böse Microsoft sozusagen, da kommt nämlich auch wieder diese interne Umsatzberechnung dazu. Du brauchst Spiele, an denen Leute lange gerne festhängen, damit sie auch in so einem Abo bleiben und darin weiterspielen, in denen sie dann natürlich auch immer neue Vorteile bekommen, neue Inhalte bekommen und so weiter.

Wenn sie doch nur ein Online-Rollenspiel hätten, Und das seit 2005 erfolgreich am Markt ist. Ja, also und wo ist es nicht im Game Pass World of Warcraft? Genau, Punkt eins. Punkt zwei, was jetzt auch Asha Sharma gesagt hat, die großen, ich nenne sie jetzt mal Singleplayer-Service-Games, weil Service-Game heißt ja nicht unbedingt immer gleich Multiplayer. Im kleinen Sinn auch die Spiele, die Paradox zum Beispiel macht, die Strategiespiele, Service-Games, weil die halt immer erweitert werden.

Und genauso die Bethesda-Games, Elder Scrolls und Fallout. Kein neues erschienen seit dem Fallout 76. Ich klammern jetzt an der Stelle mal kurz aus, weil es jetzt nicht so erfolgreich war, wie es ein vielleicht hoffentlich neues Singleplayer Fallout sein wird, wenn es dann mal kommt Fallout 5. Aber nichts passiert. Starfield war nicht der neue große Wurf, auch wenn es vielleicht an Stellen schlechter geredet wird, als es ist.

Ich habe damit auch punktuell durchaus meinen Spaß, aber es ist halt einfach nicht auf dem Wurr. Ich bereue keine Sekunde. Ich sage es, das ist es. Aber es ist halt gut. Es ist ja ein Service-Game, oder? Call of Duty ist draußen, genau, das wäre ein Service-Game gewesen. Aber Call of Duty hat letztes Jahr den miesesten Serienteil hingelegt, den sie jemals hatten mit Black Ops 7. Das war eine Katastrophe letztes Jahr.

Und nicht nur, weil es im Game Pass war, sondern weil es einfach ein Spiel war, bei dem man gemerkt hat, dass es so nicht geplant war, jemals zu erscheinen. Ob es ein Add-on hätte werden sollen, ob es irgendwas anderes, ob sie mehr Zeit gebraucht hätten, wie auch immer. Aber Black Ops 7, das haben wir schon oft besprochen. In der Business Case, Call of Duty hat ja seine eigenen Probleme. Also die Serie ist ja auch seit Jahren auf dem Absteigen genast. Genau.

Und ganz kurz um die dritte Marke noch vielleicht ganz kurz, die Ashashama auch superchargen möchte, weil sie hat ja gesagt, es gibt drei Marken, auf denen jetzt der Fokus liegt. Insbesondere außerhalb von Activision Blizzard King, also abseits der World of Warcraft, Call of Duties und Candy Crushes dieser Welt. Drei Marken müssen jetzt gepusht werden. Da wollen sie Geld reinstecken und investieren, nämlich eben Fallout, The Elder Scrolls und Halo.

Weil Halo ist das dritte Spiel, bei dem Microsoft einfach hätte abliefern können und auch alle Möglichkeiten gehabt hätte. Aber Halo Infinite, so leid es mir tut, war weder im Singleplayer, also die Kampagne, also ich meine, spielt es mal, ich fand es jetzt nicht so prickelnd, noch im Multiplayer, wo sie halt versucht haben, diesen Serviceansatz zu fahren, aber es einfach schlecht gemacht haben. Schlechte Neuinhalte, falscher Rhythmus und so weiter. Das ist dann so aus...

Ausgeschnuffelt irgendwie am Ende, dass es dann keiner mehr spielen wollte. Also auch bei Halo haben sie es dann nicht geschafft, diese Marke wirklich langlebig zu machen, dass sich Leute regelmäßig freuen können, hey cool, neuer Halo-Content, hey cool, neuer Fallout-Content, hey cool, neue Elder Scrolls-Kapitel oder sowas. Und jetzt merkst du, ja, das ist genau das, was ihnen dann am Ende auch vielleicht gefehlt haben könnte, um diesen Game Pass erfolgreicher zu machen.

Und eigentlich, also mich hat es auch gewundert, dass sie es nicht genannt hat, aber wenn man sich jetzt anschaut, was diese Titel vereint, verstehe ich warum, nämlich Minecraft. Minecraft war wahnsinnig erfolgreiche Akquisition von Microsoft, aber es war natürlich etwas, eine Marke, die halt null Plattform gebunden war und auch null irgendwie Game Pass gebunden.

Das heißt, es war im Grunde genommen nicht möglich, aus dieser so wahnsinnig starken Marke ein Argument für den Game Pass zu zaubern, weil dazu war das Ding einfach schon zu weit verbreitet und zu weit auf anderen Plattformen. Ja, da ist das M-Wort, Human, Minecraft. Ja, dafür sollten die einen Game Pass machen. Ja, die Frage ist halt, also ich glaube, das zählt man gar nicht zu den Studios, das ist so ein eigenständiges Ding. Das heißt, wenn Microsoft... Doch, Mojang ist ein...

Es ist aber, glaube ich, das ist nicht verstanden, eine eigene so eine Art Entität. Also Mojang wird ähnlich gesehen und behandelt wie auf einem Bethesda oder Activision Blizzard. Ich frage mich halt, ob es in diesem Spin-Off dann mit reinrutscht. Also, dass es dann Teil des großen Pakets wird, was dann irgendwann mal vielleicht angeboten wird, einem Joint-Venture-Interessenten.

Das wäre eine spannende Frage. Mich wundert es tatsächlich, dass bei allem, über das sie reden, auch über das Matthew Ball redet, der ja eigentlich der Messias, für alles ist, was interaktiv, jung, Community-getrieben, also gut, Minecraft ist jetzt auch schon seine paar Jahrzehnte alt, aber das wird nicht erwähnt.

Aber es ist immer noch bei den Kindern der Shit. Ja, und das Einzige, was Asha Sharma über Minecraft gesagt hat, zumindest in all den Interviews, die ich mir mit ihr angeschaut und angehört und gelesen habe, ist, dass der Minecraft-Film erfolgreich war. Als Beispiel dafür, wie aus Gaming inzwischen halt größere Universen werden, die auch auf anderen Medien erfolgreich sind. Sonst wird nichts irgendwie gesagt über den Erfolg von Minecraft.

Auch Matthew Ball, das hatten wir letztes Mal schon als Hubert und ich über Matthew Ball diskutiert haben, auch für Matthew Ball existiert Minecraft scheinbar gar nicht. Also jetzt muss es, weil er jetzt bei Xbox-Chef-Strategie ist. Der wird jetzt Roblox kaufen und mit Minecraft merchen. Also es muss einen Plan für Minecraft geben. Ich bin mir vollkommen sicher.

Und er kann sein, dass tatsächlich sie das, was wir letzte Woche besprochen, letzte Woche sage ich, beim letzten Talk besprochen hatten, was bei Roblox gerade passiert. Dass KI genutzt wird, um Editoren einfacher zu machen, dass Leute einfache eigene Inhalte bauen können. Dass du eingeben kannst, ich hätte gerne eine lila Kuh. Und dann generiert der Editor einfach eine lila Kuh, statt dass du halt irgendwie Sachen programmieren und Programmcode lernen musst.

Lila Q verletzt immer noch Markenrechte, aber das ist an dem Punkt zurückgestellt. Also es einfacher wird, eigene Inhalte, eigene Games zu bauen mit einer coolen Idee.

Und dass es auf der anderen Seite durch Neural Rendering, also durch KI-Renderer, einfacher wird, da auch noch eine schöne oder, naja, sagen wir mal, vielleicht auch einfach generisch schöne, Grafik drüber zu legen, eine realistischere Grafik drüber zu legen, für die man, vor ein paar Jahren noch ein AAA-Entwicklerstudio gebraucht hätte.

Oder zumindest eine Unreal Engine Demo oder sowas. Der Unterschied ist natürlich, dass Minecraft nicht als Ökosystem bisher gebaut wurde, anders als ein Roblox und das macht es dann wieder kompliziert. Exakt und Satya Nadella hat das bedauert und betrauert neulich in einem Interview, denn der hat Minecraft in den Mund genommen, als er gefragt wurde, wie es denn um die Xbox-Sparto steht und womit er da unzufrieden ist.

Und er hat gesagt, dass es, also er hat nicht gesagt, dass es ihn ärgert, aber das wies man so zwischen den Zeilen raus, dass YouTube mehr Geld an ihren Spielen verdient als Xbox. Und YouTube ist ja groß geworden mit Minecraft Let's Plays. YouTube war das Ökosystem von Minecraft. YouTube ist das Ökosystem von Minecraft.

Genau die ganze Creator-Ökonomie, das Ganze, auch viel Wertschöpfung natürlich, weil YouTube verdient ja mit Let's Plays und Werbeanzeigen darin halt sehr viel Geld, würde ich jetzt mal tippen. Also hat Minecraft da auch nicht ganz konkret erwähnt, aber natürlich ist das... Eine der Dinge, die sie sich angeschaut haben und gesagt haben, okay, ein Großteil der Wertschöpfung in eine Minecraft oder an eine Minecraft findet überhaupt nicht auf unserer Plattform statt.

Ja, aber man muss ehrlich sagen, das ist eine sehr komische Aussage. Also was ist denn die Logik? Also man sollte sich ja freuen, dass auf YouTube so viel Minecraft geschaut wird, weil es wird wahrscheinlich auch eine Verknüpfung geben, dass dann mehr Leute Minecraft spielen.

Zu sagen, hey, YouTube verdient zu viel, also YouTube hat ein so tolles Werbe-Business-Modell, wir brauchen das jetzt auch, also die Logik geht mir ja gar nicht auf, das ist so wie Bethesda damals gesagt hat, wir müssen die Mods versuchen zu monetarisieren, weil es gibt so viele Modder für unser Spiel, wo man sagt, naja, das ist ja gut, weil damit bleiben eure Spiele länger im Leben, aber das ist so ein bisschen so eine verquerte Logik, sich sozusagen so,

wie viel, die andere, wo man eigentlich sagt, das ist ja ein Ökosystem, das befruchtet sich ja gegenseitig. Das ist eine ganz verquerte Logik. Ja, total. Aber die, also scheinbar, wenn man drauf guckt, womit man mehr Geld hätte verdienen können oder wo falsche Entscheidungen werden. Man hätte ja immer noch Minecraft gebraucht. Ja. Man hätte beides gebraucht. Man hätte eine Videostreaming-Plattform benutzt, die für viele zugänglich ist. Plus Minecraft.

Hatten wir nicht so gerne Videostreaming-Plattform? Doch, Mixer. Dieses Mixer, ich vergesse nicht immer wieder den Namen. Sie haben richtig viel Geld ausgegeben und Ninja exklusiv zu Mixer zu holen. Ja, also, da sollten sie sich doch lieber darüber sich ärgern und nicht darüber, dass YouTube damit Geld verdient. Also das muss ich sagen, echt ein bisschen, wahrscheinlich muss er irgendeinen Satz sagen, wo man sich denkt, so, eigentlich macht der Satz keinen Sinn.

Na, ich glaube, es gibt halt Pläne, die in der Schublade liegen und Matthew Ball kann ja durchaus derjenige sein, der dir auch mit vorantreiben wird, könnte, als jemand, der für die Strategie maßgeblich verantwortlich ist, auch mit einem Minecraft, ganz simpel gesagt, mehr Geld zu verdienen. Natürlich werden sie jetzt kein neues YouTube aufmachen und Let's Plays vermarkten oder sowas. Die Zeiten sind auch ein bisschen vorbei.

Aber irgendeine Idee müssen sie doch haben für eine Marke, die so riesig, so erfolgreich ist. Und für die sie auch damals zweieinhalb Milliarden Dollar ausgegeben haben. Also ein Dreißigstel von Activision. Aber du weißt doch, mit Verweis auf unseren Matthew Ball Podcast. Wir haben doch darüber sinniert, für wen schreibt Matthew Ball eigentlich diese Berichte? Und wir sind jetzt zum Punkt gekommen für Matthew Ball und für Investoren.

Und jetzt stellt sich bei Microsoft Matthew Ball ein, der einen ganz guten Blick hat, wie Investoren ticken. Ich will den Satz jetzt nicht zu Ende formulieren, aber ich glaube, was an Strategie gerade in den Schubladen ist, es gibt ein paar Dimensionen da drin, nehme ich mal an.

Ja, und das Ding ist halt, du kriegst natürlich trotzdem nicht so schnell auch ein Ökosystem rein, ja, das beste Beispiel ist ja ja Fortnite, brutal starke Marke, die versucht haben, im Nachklapp ein Ökosystem reinzubringen, also, User Generated Content Spiele innerhalb, von Fortnite rauszubringen, da ist halt auch nicht mehr so viel übrig, ne, Ehe natürlich an das Lego-Spiel, an das, Musikspiel von den Ex-Harmonix-Leuten und ja...

Es ist halt nicht so einfach, die Leute wollen halt Fortnite spielen, die wollen nicht. Und Roblox war von Anfang an halt so gebaut, ey, hier ist eine Welt, die du selbst gestalten kannst und hier ist ein Ökosystem, in dem du selber Spiele machen kannst. Das war von Anfang an die Idee. Ja, ich will vielleicht mal so ein Konzept in den Raum schmeißen. Ich finde, es ist in der Management- und so Unternehmenswelt ganz spannend. Es gibt so ein Konzept, das nennt sich struktureller Zufall.

Und zwar ist die Logik, das passiert ganz oft im Management. Man schaut sich irgendwelchen Erfolgscase an und guckt sich dann und denkt so, ja klar, das und das und das und das ist passiert und deswegen wird es erfolgreich. Deswegen können wir das ja jetzt reproduzieren, wir können sogar formalisieren und Frameworks bauen. Das Ding ist nur, man guckt rückblickend auf Struktureigenschaften, die erfolgreich wurden. Man vergisst aber die Zufallskomponenten da drin, die notwendig waren,

damit diese Dinger überhaupt entstehen. Das ist immer das Problem, das macht man dann immer so gerne. Guckt sich dann das an. Wir wissen, alle Bausteine für ein erfolgreiches Ökosystem, das kann sogar wahr sein, aber, die Zufallseigenschaften, die da drin notwendig sind, damit sowas überhaupt fliegen kann, sind so unplanbar, aber man versucht es immer wieder gerne. Ja, was dabei spannend ist von Humans Punkt, finde ich, dass Microsoft war ja genau das.

Die haben hier ganz viele Konzepte versucht zu kopieren. Also wir hatten das Beispiel Mixer, als sie Twitch kopiert haben, das Erfolgsmodell. Der erinnert sich noch an Zoom, als sie versucht haben, eben das Apple-Ökosystem und den iPod zu kopieren. Und insofern war ja oder ist bis heute die Xbox noch eines der erfolgreicheren Copy-Paste-Projekte von Microsoft.

Denn am Anfang wollten sie ja, oder war es ja eigentlich auch nur, wir machen das, was Sony erfolgreich mit der Playstation macht und kopieren das Modell. Und da haben sie ja schon nach relativ kurzer Zeit mit der Xbox 360 zumindest auf Augenhöhe mit Sony agieren können, bis sie dann alles, was sie aufgebaut haben mit den Händen, mit TV, TV wieder eingerissen haben. Und ja, von da haben sie sich ja bis heute nicht so wirklich erholt.

Eigentlich ist es ja wirklich, und das findet Jason Schreier ja auch sehr schön aufbereitet, eigentlich ist ja wirklich diese Abwärtsspirale, die existiert ja eigentlich schon seit der Xbox One.

Sie haben sich nie seit dem Reveal der Xbox One so wirklich davon erholt und sie haben es eben versucht mit einem neuen, sehr innovativen, Konzept, eben mit dem Game Pass, wo sie eben gesagt haben, okay, wir sehen im Musik- und im Filmbusiness ist das wahnsinnig erfolgreich, das muss doch auch für Gaming gehen. War es bisher leider nicht.

Ja, ich glaube auch, also die diese, es gibt historische Probleme und Fehler bei Microsoft, die nichts mit dieser Veränderung der Welt durch KI zu tun haben, weil ich glaube, man kann Phil Spencer nicht vorwerfen, dass er das nicht vorhergesehen hat oder dass er nicht wusste, dass, sieben Jahre nach seiner Activision Übernahme oder nachdem das zum ersten Mal im Gespräch war irgendwie oder sieben, sind sieben, sechs, fünf, viele Jahre dieser Übernahme,

es plötzlich darum gehen würde, dass Microsoft komplett zu einem Infrastrukturanbieter wird für diese KI-Zukunft oder so. Also das würde ich ihm nicht zum Vorwurf machen. Aber was man sagen kann, ist, dass sie neben diesem strategischen Problem bei der Xbox One, damals war Phil Spencer ja noch nicht in der Verantwortung. Der hat dann 2017 übernommen, sozusagen, dass sie es dann aber nicht geschafft haben.

Um qualitativ hochwertige Spiele zu produzieren, dass sie ein Problem haben im Producing, dass sie ein Problem hatten auch in der, ich sage mal, Überwachung ihrer Studios. Natürlich, wenn du ein neues Studio kaufst, willst du das erst mal machen lassen, weil du kaufst sie ja, weil sie das, was sie machen, gut machen. Und das haben wir schon oft in der Geschichte gesehen, bei allen möglichen Übernahmen, sei es von Electronic Arts oder anderen.

Dann sagst du dem Studio erst mal, hey, macht einfach weiter, was ihr gut macht. Die Leute lieben es, die Leute kaufen es. Hier ist Geld, vielleicht nicht unendlich viel Geld, aber schon ordentlich Geld und jetzt tut, wofür wir euch lieben.

Und die Studie ist dann so, ah, Geld. Sie hatten ja auch keine andere Wahl, weil bei den Zukäufen, die sie hatten, insbesondere durch den, Activision Blizzard Deal oder auch Bethesda, da haben sie ja Tausende und Abertausende an neuen Angestellten in eine ohnehin schon komplizierte. Organisationsstruktur integrieren müssen. Das heißt, sie hätten ja gar keine, das ist ja keine natürlich gewachsene Organisationsstruktur, das hätten sie gar nicht integrieren können.

Das heißt, sie hatten ja eigentlich nur die Wahl zu sagen, ja, macht halt so wie immer und es gibt ab und an mal so ein Kontrollgespräch oder so. Eine andere Wahl hatten sie ja in dem Sinne nicht. Und das ist vielleicht auch einfach, ja, jetzt eine Folge dieser Kaskade an Entscheidungen, dass halt das auch schlicht, diese Abwärtsspirale oder eben nennen wir es positiver dieser Trendwandel, dass die gesamte Organisationsstruktur überhaupt nicht dafür gebaut war, darauf dynamisch zu reagieren.

Das ist ja auch das, wo ich finde, dass Asha Sharma einen Punkt hat, Es ist zu langsam und nicht effizient genug, wie Microsoft dort agiert hat.

Ja, aber eben nicht nur das. Also ich glaube auch, dann hast du bei Halo Infinite, wenn das stimmt, aber es gab ja Berichte von hinter den Kulissen, dass das Studio einfach keine klare Vision entwickeln konnte für dieses Spiel, dass es innerhalb des Studios einzelne Stämme gab, Tribes, die halt in unterschiedliche Richtungen gehen wollten mit dem Spiel und mit der Halo-Serie. Was dann auch dazu geführt hat, dass es eben zu dem Halo Infinite geworden ist,

wie wir es kennen. Es ist so eine Konzeptlosigkeit.

Wir haben Microsoft hat irgendwie einen Flight Simulator 2024 rausgebracht der absolut verbuggt war in einem Zustand, wo du denkst, wie kann es sein also wie kann es sein, dass die Asobo Studios die jetzt vorher den Flight Simulator, den neuen Flight Simulator gebaut haben, wo wir alle beeindruckt waren wo wir alles installiert haben und gesagt, wir müssen es zumindest mal ausprobieren weil es technisch so beeindruckend ist, machen eine neue Version davon und sie kommt raus und

das Internet ist voller Memes wie irgendwie zwei Piloten fliegen, aber das Flugzeug fehlt und so Wie kann es sein? Gears of War auch ein gutes Beispiel, was immer sehr stark in Storytelling, Singleplayer und eben auch sich sehr fokussiert hat auf Multiplayer-Deathmatch.

Und dann war halt der letzte Serienteil dann doch eher eine, jetzt brauchen wir dringend Open World, lass mal Open World auf ein Spiel raufpropfen, das überhaupt nie eigentlich dafür von seiner gesamten spielerischen Visionen her darauf ausgelegt war. Und das sind eben so Probleme in der Markenführung, die Microsoft schon lange mit sich herumschleppt bis zurück zur damaligen Übernahme von Age of Empires.

Oder beziehungsweise nicht Übernahme, aber zu der Art und Weise, wie halt Age of Empires geendet ist sozusagen nach dem dritten Teil, wie lange es brach lag, wie wenig sie damit anzufangen wussten. Auch das würde ich jetzt nicht alles Phil Spencer in die Schuhe schieben. Aber es ist halt auch nicht wirklich besser geworden. Und ja, da hätte man irgendwo anders abbiegen können unterwegs. Ich meine, der Versuch war ja unter Spencer da und Integrationen sind immer komplex.

Also wirklich, ich hatte in meinem Berufsleben schon die Chance, alles Mögliche zu erleben mit Integration von 10-Mann-Teams zu integrieren in eine größere Strukturunternehmung oder 200-Mann-Teams. Und ich kann euch sagen, beides ist spannend und oder ganz viele gleichzeitig zu integrieren und wie soll ich sagen, ich glaube. Man könnte sagen, dass der Sargnagel und vielleicht einer der größten Fehler, Activision Blizzard Acquisition war.

Man hätte vielleicht nach Bethesda so ein bisschen Pause machen sollen, einmal so konsolidieren, Alles mal abklopfen. Fokussieren auf das, was man da schon hat, schauen, dass man jetzt ein paar Dinge rausbringt. Aber ich glaube, der Activision Blizzard-Akquisition, was ja die größte Tech-Akquisition in der Geschichte war, da haben sie sich wirklich verhoben, weil allein die Akquisition an und für sich hat super viel Ressourcen gekostet.

Und Zeit, wo Menschen im Grunde ja Zeit in strategische Themen, in Begleitung, in Fokussierung, in Strukturentwicklung und so weiter hätten legen können. Und gleichzeitig hat man aber auch direkt so einen Juggernaut da sitzen, was ja im Grunde die gesamte, ja, andere Gesellschaften ja auch beeinflusst. Man ist dann plötzlich direkt irgendwie daneben und wirft einen Haufen Fragen auf. Wir haben uns ja auch um tausend Sachen gefragt.

Ich glaube, das war zu viel, zu schnell und dann im Grunde ja auch Fokusverlust dadurch. Ja, und da sind wir heute, wo wir sind. Jetzt ist die Frage, wo sind wir morgen? Also wo geht es hin mit Xbox? Was sind die neuen Wege, die sie beschreiten? Es sieht sehr danach aus, dass dieses Gesundschrumpfen weitergeht, über das wir schon gesprochen haben. Wie gesagt, zum Zeitpunkt jetzt ist das alles noch nicht bestätigt und noch

nicht entschieden. Aber am 30. Juni endet das Geschäftsjahr von Microsoft und der Juni. Und die Zeit danach ist dann meistens die Zeit, wo dann Budgets neu verteilt werden und Entscheidungen getroffen. Ich würde sagen, da sind die Budgets verteilt und die Liste wird veröffentlicht. Ja, oder so. Genau. Also die Budgets werden jetzt gerade final verteilt. Dann dürfen wir auch alles mitbekommen. Dann wird umgesetzt. Genau. So, also das sieht ziemlich logisch aus. Genau, die Frage wäre,

wo geht es hin? Welche anderen Wiege werden sie beschreiten? Dann in Zukunft mit Xbox eine kurze Seitenanekdote ist und da musste ich sehr an Matthew Ball denken, als sie das kommuniziert haben. Electronic Arts hat gerade eine neue Initiative für In-Game-Werbung gestartet. Ein Geist, den wir seit 2006 mit uns herumschleppen.

Wisst ihr noch, wie in, wo war das? Splinter Cell Chaos Theory war diese Deo-Werbung, Diese Deo-Neon-Werbung auf so einem Hochhaus, wo man mit dem Helikopter oder sowas vorbeigeflogen ist. Seitdem sprechen wir über In-Game-Werbung und wie dumm sie sein kann, wenn sie halt nicht dann so platziert ist, dass sie relativ natürlich ist auf der Fußball-Werbebande oder so. So, aber das kommt wieder. Also Andrew Wilson hat darüber schon 2024 gesprochen bei einer Investorenkonferenz.

Jetzt gibt es mehr Details, dass sie halt versuchen wollen, das organisch in die Welt einzubauen, wo es passt. Und das Spiel soll auf keinen Fall pausiert werden für Werbung. Und ich denke... Wo kommt denn das jetzt her? Ich wäre nicht mal auf die Idee gekommen, dass die ein Spiel pausieren könnten für Werbespots, aber jetzt, weil EA so konkret gesagt hat, es wird nicht pausiert wegen Werbung, muss es ja wohl eine Idee gewesen sein, die irgendjemand hatte.

Okay. Und ich dachte sehr an Matthew Ball, weil einer der Bereiche, der wächst, den er in seinem Strategiedossier oder seiner Marktanalyse Anfang des Jahres identifiziert hatte, war ja Ingame-Werbung, weil er sagte, Werbung findet ihren Weg wie Wasser. Werbung wird immer alle Flächen, die für Werbung zur Verfügung stehen, werden irgendwann mit Werbung vollgekleistert sein. Und jetzt geht EA, will zumindest ein bisschen mehr in diese Richtung schauen.

Ich nehme an, Microsoft wird vielleicht auch in diese Richtung schauen mit Matthew Ball zusammen, mehr Werbung dann einzubauen. Ein zynischer Side-Fact, wenn ich den noch einwerfen darf, ist, dass EA von diesen hochmodernen Werbesystemen dann redet, die, personalisierte Markenprodukte anhand deines Spielverhaltens oder einer anderen Interessen ausgeben innerhalb der Spiele, damit es wirklich gut zu dir passt und auf dich zugeschnitten ist. Also total Hightech.

Und dann bauen sie für den Steam Summer Sale irgendwie so ein super billiges KI-Banner, wo jeder sofort sieht, es hat halt einer mal in Touchy PD, Gemini, irgendeinen Bildgenerator reingeschmissen. Passt auch nicht immer alles zusammen. Aber das ist nur ein Seitenhieb, ein bisschen auf Matthew Ball und die In-Game-Werbung. Was ist der strategische Ausblick für Xbox? Sind wir optimistisch, dass.

Da lacht er schon, wenn ich nur optimistisch sage. Oh Mann, was ist los? Also, Ich glaube, wir erleben das Comeback einer der größten Menschen im Gaming. Bobby Kotick kommt zurück und macht einen Joint Venture im ersten Schritt. Weil sie wollen doch genau das zurückhaben, was Bobby Kotick erschaffen hat. Er weiß ja, wie es geht. Er hat auch schon überlegt, da hier irgendwas mit TikTok und so, jetzt sieht er seine Chance.

Er kommt zurück, größer, macht erstmal Joint Venture, übernimmt vielleicht so eine CEO oder CEO Advisor Rolle, plant dann sozusagen die gesamte Übernahme, in, keine Ahnung, Kotick Entertainment oder so. Er bringt es an die Börse und wird dann CEO. Noch besser. Er bringt es an die Börse und ist dann CEO der US-Gaming-Sparte. Okay. Kurze Schweigeminute einfach für diese Dystopie.

Ich finde, das ist nicht unrealistisch, um ehrlich zu sein. Also Bobby Kotick sucht gerade, hat Geld und weiß nicht, was er damit machen soll. Er kann doch mal in Rente gehen. Er kann doch einfach auf den Bahamas am Strand liegen und seine Jachten zählen. Das ist Leben für die. Stimmt. Das ist Sauerstoff. Sie können nicht ohne das Leben, ohne jemanden anzuschreien oder so.

Aber der Punkt, ich meine, zu sagen, es wird halt kein Joint Venture mit einem anderen bereits existierenden Gaming-Unternehmen, also dass sich nicht Tencent reinkauft in Xbox oder Sony reinkauft, also völlig unrealistisch mit den Problemen, die Sony hat auf der anderen Seite und den Abschreibungen für Bungie alleine, aber so, dass es halt nicht eines der bestehenden ist, sondern dass sich quasi ein neues Investoren-Konglomerat gründet.

Und da ist es ja oft wirklich so, dass es einen Veteranen gibt in irgendeiner Weise, der dem Ganzen vorsteht oder auch derjenige ist, der dann die Investoren zusammensammelt und das gut verkaufen kann und die da mit reingehen. Bei der Fußball-WM habe ich Werbung für diesen Saudi-Arabischen Gaming Fund da irgendwie gesehen. Als Bandenwerbung. Das war schon sehr... Die haben jetzt erstmal EA gekauft. Die sind erstmal investiert jetzt. Bobby Kotick geht rüber zu Donald Trump.

Wir haben bestimmt guten Kontakt. Der erklärt denen, das muss in amerikanischen Händen bleiben. Ja, also ich glaube, ich will nicht meine Hand ins Feuer legen, denn da ist schon Bobby Kotick. So. Das Problem, was ich bei der ganzen Kiste habe, und das ist halt leider nicht Microsoft exklusiv, ist,

Es hat niemand eine Idee. Also es gibt ein paar Sachen, die jetzt zuletzt funktioniert haben und die gehen aber komplett an dem vorbei, wie gerade die großen Publisher und Plattformhalter gebaut sind, mit Ausnahme von Nintendo. Und selbst bei Nintendo gibt es jetzt ja schon die ersten Unkenrufe, die sagen, die Switch 2 war jetzt nicht so der Riesen-Banger, der Riesenerfolg. Kann man drüber diskutieren. Ich persönlich sehe das anders.

Aber das ist ja auch die Frage, die sich gerade eine Microsoft stellt, ist ja tatsächlich, und wo sie ja auch einen Punkt haben, die Kosten von den Spielen, die Nintendo entwickelt, die sind halt viel, viel geringer. Die sind viel geringer als das, was eine Sony für einen God of War hinblättern muss. Oder geschweige denn jetzt ein Microsoft für einen Gears of War EA, das ja gerüchteweise eine der teuersten Videospielproduktionen aller Zeiten sein soll. Und das ist halt krass und es.

Die Branche steht halt insgesamt vor einfach einem, großen Ausgabeneinnahmenproblem, gepaart mit einer Wirtschaft, die sich radikal verändert, wo wirklich Ressourcen, abfließen, wo der Fokus jetzt plötzlich auf anderen Dingen liegen, die verwandt sind mit Gaming. Also AI ist jetzt ja nicht weit weg. Und das ist das Problem. AI schöpft gerade das Kapital ab oder viel von dem Kapital ab, was zuvor auch in Gaming geflossen sind, weil die Affinität, die gegenseitige, die ist ja absolut vorhanden.

Und deswegen, und das macht es so ein bisschen dramatisch, fehlt mir so ein bisschen die Fantasie, wie jetzt einfach ein erfolgreicher Business Case für, ich sag mal, so ein klassisches Konsolenhersteller-Triple-A-Gaming-Geschäftsmodell aussehen soll. Und das Einzige, bei dem ich mir vorstellen könnte, dass das etwas sein könnte, Microsoft braucht halt wieder ein Produkt, auf das die Leute Bock haben.

So wie es die Xbox 360 war. Das Problem ist nur, wie kann so ein Produkt in absehbarer Zeit bei den Produktions- und Hardwarekosten, die wir halt gerade haben, wie kann das aussehen? Ich meine, wir sehen gerade die Hardwarepreise von der Steam Machine von der neuen und auf Basis der Hardwarepreise der Steam Machine traue ich mir jetzt schon die Prognose zu. Das wird kein Erfolg. Ich meine, Wald wird es vermutlich egal sein,

weil die auf einem riesigen Goldhaufen sitzen. Vielleicht nicht egal, aber die können das verkraften. Aber das ist halt das Ding. Das ist gerade so eine riesen, so eine große Nuss, die alle miteinander irgendwie knacken müssen. Und keiner hat, habe ich das Gefühl, keiner hat einen Plan, wie das gehen soll. Ja, richtiger Punkt, ne? Ich will kurz die Zahlen noch einordnen von Heiko.

Was die Entwicklungskosten von Nintendo-Spielen anbelangt, belangt, weil ein Zelda Tears of the Kingdom hat schätzungsweise, man weiß keine genauen Zahl, aber schätzungsweise 100 bis 150 Millionen Dollar gekostet in Entwicklung und Marketing. Spider-Man 2 für die Playstation 5 hat in Entwicklung und Marketing kombiniert ungefähr 315 Millionen Dollar gekostet, also das Zwei- bis Dreifache davon. Nur um kurz da nochmal eine Zahlenbasis drunter zu legen.

Aber Zelda hat ja auch keine Audiospur. dann musst du ja die Texte alle lesen. Aber Nintendo ist halt dann dazu noch in der Lage, diese Investitionskosten, die sie getätigt haben, über Jahre und Jahrzehnte halt einzuspielen. Für Nintendo gelten ja ganz viele Gesetze eben nicht, die für alle anderen gelten.

Also ich würde, einen Spider-Man Spy kriegst du jetzt regelmäßig für 30 Euro hinterher geworfen oder es ist sogar, oder es ist dann schon Teil bei PlayStation Gold, Denn Zelda wird halt von Nintendo standardmäßig nach wie vor problemlos für 70 Euro verkauft. Und die Leute kaufen es. Wie lange haben sie Mario Kart 8 über wie viele Plattformen regelmäßig durchverkaufen können? Also das gesamte Geschäftsmodell ist einfach so viel gesünder bei Nintendo im Vergleich zu Sony und Microsoft.

Ich sehe aktuell weder bei Sony noch bei Microsoft irgendwie auch nur den Hauch eines Lösungsansatzes und das ist das, was mir tatsächlich, auf der einen Seite Sorgen macht, auf der anderen Seite kann das zum Beispiel, um vielleicht einen leicht positiven. Rauszugehen, wo ich Potenzial nach wie vor sehe und das haben wir in den letzten Jahren gesehen und das haben wir, das habe ich auch schon ein bisschen bei diesen Awardjägern gesagt.

Wir sehen gerade wieder schon ein Stück weit wieder eine Demokratisierung, was erfolgreiche Spieleentwickler angeht. Wir haben gesehen, und das hatte ich ja bei Summer Game Fest in der Analyse schon mal erzählt, dass da gefühlt 70, 80 Prozent der dort angekündigten Spiele von neuen Studios kommen, die aber aus Veteranen bestehen.

Und das bringt uns wieder zurück zu Human, nämlich dieses Gesetz, die Wahrscheinlichkeit, allein auf Basis der Masse, dass so viel Know-how, so viel Talent rausgelöst wurde aus den großen, unflexiblen Unternehmen, wieder in kleine, Studios, sieh in den Claire Obscure reingegangen ist, das erhöht aus meiner Sicht zumindest rein mathematisch die Chance, dass wir wieder irgendwas Disruptives aus diesen kleinen Studios, erleben werden, das dann vielleicht auch wieder die Branche verändern kann und

wieder für so eine Art, ja, einfach neuen Esprit, neue Power sorgt und da halt wieder was passiert. Absolut, also da gehe ich 100 Prozent mit, weil, und da würde ich jetzt positiv KI mit reinnehmen, weil ich glaube, die KI erlaubt es, Entwicklerinnen und Entwickler in der Produktion deutlich mehr zu schaffen. Und damit meine ich nicht Content-Generierung, sondern es geht um Entwicklungsarbeiten,

Designarbeiten, allein Koordinationsthematiken. Das hilft einfach einem Team von ein paar Leuten, deutlich größere Brocken zu stemmen. Jetzt war auch noch ein Cloud-Code-NCP zu. Unity zu Unreal 5. Das heißt, das wird jetzt auch nochmal spannend werden. Und vielleicht kommt langsam die Zeit, dass diese ganzen großen Strukturen, nicht mehr so relevant oder die Relevanz verlieren, was richtig gute Spieleentwicklung bedeutet.

Die werden natürlich morgen noch alle da sein, weil sie viel Marketing-Power haben. Aber ja, das ist auf jeden Fall eine positive Entwicklung. So viel gutes Potenzial, was jetzt die Ressourcen hat, um Dinge selbst zu entwickeln. Vielen guten Tag. Dann kann man nämlich auch wunderbar zusammenbringen, was Matthew Ball vor kurzem in einem Interview gesagt hat mit The Games Business Show, nämlich, dass er strategisch optimistisch ist für die Zukunft.

Man kann einfach reden, strategisch optimistisch. Also ja, es gibt Probleme, es ist eine turbulente Zeit, aber er glaubt, dass die Spieleindustrie an sich gesund ist, dass die Gesamtbranche gesund ist, weil die Spielerzahlen oder die Anzahl der, oder die Quote, der prozentuale Anteil, das ist das richtige Wort, der Menschen, die spielen, steigt. Junge Menschen spielen heutzutage fast alle, weil das sehr natürlich ist.

Je älter man wird, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man wieder rausfällt durch Familie, durch andere Verpflichtungen. Aber dass Gaming irgendwie den Bach runtergeht, das sieht er dann doch nicht. Also wir leben in einer Industrie, die weiter bestehen wird. Aber vielleicht ist einfach dieses System der Publisher nicht komplett kaputt. Aber nicht mehr in bestimmten Bereichen und insbesondere in denen, die wir lieben, so dominant, wie es bisher war.

Also vielleicht kommt einfach mehr aus dieser Bubble neuer kleiner Studios, neuer kleiner Veteranenstudios, wie sie Heiko gerade umrissen hat. Und vielleicht ploppt auch mal wieder sowas wie ein Clare Obscure auf oder halt ein kleines Team, auch ehemalige Ubisoft-Leute, also auch inkubiert sozusagen bei Ubisoft, die dann sagen, wir machen jetzt einfach mal ein Projekt, was bei Ubisoft zu schwierig gewesen wäre oder zu umständlich. zack, riesen Erfolg.

Also da müssen wir uns, glaube ich, keine Sorgen machen, dass es das nicht auch weiterhin geben wird und dass es nicht weiterhin erblüht. Was es für Xbox heißt, ob Bobby Kotick zurückkommt, please don't wait for it. Ich sage dir, wenn das passiert, an dem Tag, wo das angekündigt wird, müssen wir uns vor eine Kamera setzen, egal was ist. Und dann müssen wir aber beide, ich weiß nicht, wie wir es mit der Kamera hinkriegen Ja, müssen wir dann leider auf die Knie fallen, Frau Roman.

Ach Gott, Leute, das ist doch nicht unwahrscheinlich. Nein, das ist unmöglich. Ich sag's euch. Vielleicht will ja auch Andrew Wilson jetzt nicht bei EA bleiben, jetzt wo dann die Übernahme des Saudi-Arabien ansteht. Aber ja, die tun sich zusammen. Und besorgen das Geld. Ja, okay. Wir wollten doch positiv rausgehen. Wir leben in dem besten aller Universen. So, ja. Die Zukunft bleibt spannend und ungewiss. Wir werden es sehen. Mal gucken, wo es mit Xbox hingeht in den nächsten Jahren.

Mal gucken, wer alles mit wem zusammen Joint Ventures macht. Ich glaube, das ist ein Ding, was wir definitiv mehr sehen werden, dass es zu. Vielleicht heute noch seltsamen, aber bald sehr normalen Zusammenarbeiten kommt in irgendeiner Art und Weise zwischen Studios, zwischen Publishern.

Man sieht jetzt schon Amazon hängt bei Tomb Raider mit drin, Embracer aber auch, also dass man da plus irgendwie auf Microsoft, dass man da irgendwie mehr so Konglomerate sieht, die einfach das Risiko einer AAA-Entwicklung, die halt viele hundert Millionen Dollar kostet inzwischen, auf mehrere Firmen auch und mehrere Stakeholder, also mehrere Beteiligte zu verteilen, also mehr Kooperation und mehr gemeinsame Projekte, mehr Outsourcing wahrscheinlich auch.

Was ich zum Beispiel auch nicht wusste, ist, dass Virtuos, also das Studio, das das Oblivion Remaster gemacht hat. Jetzt auch an der Halo-Kampagne, an dem Remake der Halo-Kampagne mitarbeitet, an dem Halo-Campagne Evolved. Und dass das ein Studio ist mit 3500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit Hauptsitz in Singapur, aber Studios noch dazu auf der ganzen Welt verteilt. Das Oblivion Remaster ist, glaube ich, federführend in Paris entstanden. Plus bei Bethesda. Also auch das wieder.

Matthew Ball hat schon gesagt, Outsourcing wird wichtiger. und wenn man damit Kernkompetenzen rausgibt in puncto Game Design und Co., was nie so eine clevere Idee ist als Firma, aber auch, dass wir etwa mehr sehen, wahrscheinlich.

Vielleicht noch, das hatten wir, ich glaube, das in dem letzten Podcast auch diskutiert haben, vielleicht geht das auch ein bisschen mehr in diese Richtung von Filmproduktion, das ist im Grunde, das ist ja alles zusammengeschlossen, so hat man die größte Risikostreuung. Das ist ja auch eine Option, die die Gaming-Industrie sich entwickeln kann. Wann kommen endlich die Avengers zusammen, die mein ultimatives Lieblingsspiel entwickeln? Einfach nochmal Homeworld.

Nochmal Homeworld mit besserer Grafik. Was macht Relic eigentlich gerade? Ich glaube auch nicht mehr so viel. So, das war es für dieses Mal mit dem Update zur Xbox-Strategie. Ich sage vielen Dank euch beiden. Schön, dass ihr mal wieder zusammen zu Gast wart. Hier im Podcast können wir gerne mal wieder wiederholen. Regelmäßig. Das war mir ein Fest. Hat Spaß gemacht. Also, adios. Ja, vielen Dank. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.

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