Fabulari. Der Wissenschaftspodcast zu Literatur und Film in der Romania - podcast cover

Fabulari. Der Wissenschaftspodcast zu Literatur und Film in der Romania

Romanistik Wien fabulari.podigee.io
Fabulari ist ein monatlich erscheinender Wissenschaftspodcast von Teresa Hiergeist, Flori Haack, Alex Lachkar, Stefanie Mayer und Judith Wimmer zu aktuellen Forschungsthemen aus dem Bereich der romanischen Literaturen, Medien und Kulturen. Er bietet Wissenschaftler:innen unterschiedlicher Qualifikationsniveaus – jenseits von Tagungen und Kongressen, Buch- und Zeitschriftenpublikationen – einen alternativen Raum, um von der thematischen, perspektivischen und methodischen Vielfalt der Romanistik im 21. Jahrhundert Zeugnis abzulegen, die politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Relevanz ihres Zugangs herauszustellen, die Begeisterung für ihre Arbeit zum Ausdruck zu bringen und einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Fabulari richtet sich an Romanist:innen und Studierende ebenso wie an eine interessierte Allgemeinheit von Kulturtreibenden, Aktivist:innen, Literaturliebhaber:innen oder Filmgeeks.
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Episodes

69: Ravages réparé. Alexandre Antolin sur la censure et la réédition de Ravages de Violette Leduc

En 2023, une injustice a enfin été réparée: paru en 1955 sous une forme censurée, le roman de Violette Leduc, Ravages, est enfin disponible dans une version « réparée », la plus proche possible de ce que Violette Leduc avait écrit avant que les éditions Gallimard ne censurent des parties du manuscrit relatives au lesbianisme, aux violences sexuelles, et à l’avortement. Alexandre Antolin, docteur en littérature et en histoire du genre, nous explique les ressorts de la censure, nous parle de l’écr...

Jul 03, 202536 min

68: Notre petite feuille sera simplement ‚amusante‘. Carina Ehrnsperger über Lagerzeitungen französischer Kriegsgefanger

In dieser Folge spricht Carina Ehrnsperger, Doktorandin an der Universität Regensburg, über Lagerzeitungen von französischen Kriegsgefangenen im Ersten Weltkrieg. Sie erklärt uns, wie diese Zeitungen entstanden sind, was sie ausmachte und was wir aus diesen historischen und literarischen Dokumenten auch heute noch lernen können. Interview: Flori Haack

Jun 05, 202527 min

67: Wetterphänomene im lateinamerikanischen Roman. Tashina Nicolin über den Hurrikan in Asturias Triología Bananera

Die triología bananera von Miguel Ángel Asturias wurde bislang vorrangig im Zusammenhang mit der sogenannten novela bananera und deren antiimperialistischen und antikapitalistischen Erzählungen gelesen. Doch das Werk des guatemaltekischen Autors ist auch tief in den Kontext von Natur und Mythologie eingeschrieben. Tashina Nicolin verweist auf einen ökokritischen Ansatz und analysiert Asturias’ Werk aus einer neuen Perspektive, indem sie ein spezifisches meteorologisches Phänomen – den Hurrikan –...

May 08, 202530 min

66: Ein dunkler Brunnen. Melanie Heiland über weibliche Diktaturerfahrung in lateinamerikanischen Erzähltexten

Allein durch das bekannte Genre der novela del dictador, zeigt sich, dass literarische Texte, die sich mit Diktatur auseinandersetzen, keine Seltenheit im lateinamerikanischen Raum sind. Weniger bekannt ist, dass auch viele Autorinnen sich an den literarischen Aufarbeitungsversuchen beteiligt haben. Häufig werden in diesen Texten nicht nur die diktatorischen Regierungssysteme, sondern auch die daran gekoppelten patriarchalen Strukturen kritisiert. Melanie Heiland, prae doc an der Universität Wie...

Apr 10, 202535 min

65: Welch Schauspiel! Isabelle Wimmer über Goethe auf der französischen Opernbühne

Im 19. Jahrhundert bildet sich im Zuge einer romantischen Bewunderung für Deutschland in der Musiktheaterbranche ein Goethe-Trend heraus, der bald eigene Motive, Ästhetiken und Publikumserwartungen generiert. Dr. Isabelle Wimmer hat diese Inszenierungen genauer in den Blick genommen und dabei untersucht, welche Spuren der Kultur- und Medientransfer in ihnen hinterlässt und welchen kulturellen Ort sie in der modernen urbanen Unterhaltungsindustrie besitzen. Interview: Teresa Hiergeist

Mar 13, 202532 min

64: Wahre Wunder. Rogier Gerrits über Wunderberichte, Medien und Glaubwürdigkeit

Wunder sind im religiösen Kontext als göttliche Eingriffe zu verstehen. Doch was macht das Wunder zum Wunder und wie berichtet man über ein solches? Rogier Gerrits, Mitarbeiter der Forschungsgruppe „Geistliche Intermedialität in der Frühen Neuzeit“ an der Universität Hamburg, erzählt uns, warum das Wunder als Medium angesehen werden kann, welche Funktion Berichte über Wunder im Frankreich der frühen Neuzeit hatten und wie sie gestaltet werden mussten, um als solche anerkannt zu werden. Interview...

Feb 13, 202538 min

63: Ein weiblicher Blick auf Flucht und Migration. Melanie Tissot über Atlantique von Mati Diop (2019)

Wie wird das Thema der Flucht und Migration in Mati Diops Film Atlantique (2019) verhandelt? Dieser Frage stellt sich Melanie Tissot, Doktorandin an der Universität Mannheim, in dieser Folge Fabulari. Diop verarbeitet das Thema Flucht, welches oft aus einer männlich geprägten Perspektive betrachtet wird, in Atlantique auf besondere Weise und greift dabei auch auf fantastische Elemente zurück. Welche Rolle dabei Konzepte wie der female und oppositional gaze, die Situierung des Films in Dakar und ...

Jan 16, 202514 min

62: 2666 quantitativ. Robert Hesselbach über Synergien von Linguistik und Literaturwissenschaft

Computergestützte Verfahren haben in den vergangenen Jahren Analysemöglichkeiten für literarische Texte eröffnet, die hermeneutische Zugänge zu untermauern oder erweitern vermögen. Dr. Robert Hesselbach, akademischer Rat für Sprachwissenschaften an der FAU Erlangen-Nürnberg, hat zusammen mit Ulrike Henny-Krahmer (Universität Rostock) Roberto Bolaños 2666 (2004) nach allen Regeln der digitalen Kunst zerstückelt und stilometrisch unter die Lupe genommen. Er berichtet anhand dieses Beispiels über d...

Dec 19, 202425 min

61: Geordnete Verhältnisse. Marie Stockinger über Liebe als Strukturstifterin in Fuente Ovejuna

Liebe ist im siglo de oro alles andere als eine Privatangelegenheit. Oftmals entscheiden nicht die Emotionen, wen man anhimmelt oder heiratet, sondern die sozialen Zugehörigkeiten oder Pflichten. Marie Stockinger hat sich in Hinblick darauf Lope de Vegas Theaterstück Fuente Ovejuna genauer angesehen und arbeitet heraus, wie Liebe mit Ehre und moralischen Werten zusammengedacht wird und dadurch die diskursive Funktion besitzt, die gesellschaftliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Interview: Judith ...

Nov 21, 202428 min

60: Der Diktator als Vampir. Álvaro Arango über Monster als Metapher für Konflikt und Wandel

Das Monster ist mehr als nur es selbst. Spätestens seit dem Aufschwung der Monster Studies in den 1990er Jahren ist klar, dass Vampire, Hexen und Zombies vor allem über die Gesellschaften, aus denen sie hervorgehen, Rückschlüsse möglich machen. Als Projektionsfläche für Umbrüche, Ängste oder Wünsche sind sie auch in der Romania zu einem beliebten Untersuchungsgegenstand geworden. Álvaro Arango, prae doc an der Uni Bonn, gibt uns eine Einführung in die Monster Studies und erzählt uns, welche Para...

Oct 24, 202427 min

59: Vielstimmigkeit mit Maske. Tommaso Meozzi über Migrations- und Pandemieliteratur

Jippieeehh, ein neues Gesicht an der Romanistik Wien! Dr. Tommaso Meozzi ist im WS 2024/25 der neue Tenure-Track-Professor für Italienische Literatur, Kultur, Medien. Fabulari hat ihn getroffen, um ihn näher kennenzulernen. Er erzählt von seinen aktuellen Forschungsprojekten, der Inszenierung von Mehrsprachigkeit in der Migrationsliteratur und der literarischen Verhandlung der COVID-19-Pandemie. Interview: Teresa Hiergeist

Sep 26, 202422 min

58: Ein Mann wie ein Gebirge. Daniel Winkler & Team über die Konstruktion der Medienfigur Luis Trenker

Als Schauspieler, Regisseur und Produzent von Filmen und TV-Serien und Autor von Populärliteratur war der Südtiroler Luis Trenker ein Allrounder, der ab den 1920er Jahren eine außergewöhnliche Medienpräsenz erreicht hat und die Vorstellungen des Alpensraums bis heute prägt. Daniel Winkler, Professor für französische und italienische Literaturwissenschaft an der Universität Heidelberg, und sein Team (Theresa Klemm, Sophia Mehrbrey und Annika Stocker) geben Einblicke in das DFG-geförderte Projekt ...

Aug 29, 202422 min

57: Das Selbst als magnetischer Fluss. Sandra Janßen über Subjektfiguren in der Wissensgeschichte

Individuelle und kollektive Subjektentwürfe sind miteinander verflochten, sie reflektieren kultur- und epochenspezifische Werte und Normen entspinnen sich in narrativer Form. Das DFG-Netzwerk 'Wissensgeschichten des unverfügbaren Selbst. Individuelle und kollektive Subjektfiguren in Psychologie, Soziologie, Ethnologie und Kulturwissen­schaften 1850-1980' beleuchtet die Konzepte, Vernetzungen und Zirkulationsformen dieser Imaginationen aus interdisziplinärer Perspektive. Projektleiterin Sandra Ja...

Aug 01, 202432 min

56: Splitter der Realität. Florian Lützelberger über Traumata in der modernen Lyrik westeuropäischer Soldaten

In Kriegszeiten besteht seit jeher eine besondere Affinität zur Lyrik. Durch ihre knappe Form lassen sich lyrische Texte auch in Situationen schreiben, in denen nur wenig Zeit bleibt, und schaffen so einen besonders unmittelbaren Zugang. Gleichzeitig lädt die Gattung dazu ein in konzentrierter und deautomatisierter Weise das eigentlich Unsagbare auszudrücken und dadurch aus der Erstarrung schockierender Erlebnisse partiell auszubrechen. Florian Lützelberger, Postdoc an der Universität Bamberg, e...

Jul 09, 202430 min

55: Transatlantische Zusammenspiele. Janek Scholz über das DFG-Netzwerk 'Brazilian-Italian Cultural Contact'

Italienisch-portugiesisch - diese Kombination ist innerhalb der Romanistik nur wenig vertreten. Bis jetzt! Denn das wissenschaftliche Netzwerk 'Brazilian-Italian Cultural Contact: Transatlantic Interaction and Knowledge Circulation' (gefördert von der DFG 04/23-04/27) macht es sich zur Aufgabe, Momente des Kulturkontakts und Kulturtransfers zwischen Italien und Brasilien ausfindig zu machen. Projektleiter Dr. Janek Scholz vom Portugiesisch-Brasilianischen Institut zu Köln berichtet über die inst...

Jun 06, 202422 min

54: Grenzenlose Texte. Mariana Arrién über Valeria Luiselli und die Literatur als Archiv der Leerstellen

Als Archiv wird gemeinhin eine systematische Sammlung und Aufbewahrung bestimmter Dokumente bezeichnet, die beispielsweise von historischer oder rechtlicher Bedeutung sind. Sie spielen unbestreitbar eine wichtige Rolle für das kollektive Gedächtnis und die Aufarbeitung des Vergangenen. Was jedoch mit diesen allgemeinen Definitionen ausgeklammert wird, ist, dass Archive auch mit Macht verbunden sind und unweigerlich Lücken aufweisen. Mariana Arrién, ehemalige Studentin der Romanistik Wien erzählt...

May 23, 202427 min

53: Penser les futurs trans. Pierre Niedergang sur les relations à l’œuvre chez Alexis Langlois

A l’heure ou l’offensive transphobe bat son plein en France, lea réalisateurice queer Alexis Langlois va présenter son nouveau film, Les Reines du drame, lors de la semaine de la critique à Cannes. Cette actualité est l’occasion de revenir sur son court-métrage De la terreur, mes sœurs! (2019), dans lequel quatre femmes trans évoquent les discriminations qu’elles subissent, et fantasment, dans une esthétique camp, sur leur vengeance. Pierre Niedergang, docteur et enseignant en philosophie à l’un...

May 10, 202429 min

52: Im Garten des Verständnisses. Laura Wiemer über die Veranstaltungsreihe 'Was Frankreich bewegt'

Die politischen Entwicklungen des Nachbarlandes mit Expert:innen diskutieren? Mehr zu den Hintergründen tagesaktueller Entscheidungen erfahren? Sich eine fundierte Meinung bilden? Die interaktive Online-Veranstaltungreihe 'Was Frankreich bewegt' der Bergischen Universität Wuppertal, der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, des Institut français Deutschland und des Studienkomitees für deutsch-französische Beziehungen (Cerfa) setzt es sich zum Ziel, Frankreichs National- und Europapolitik ...

Apr 25, 202420 min

51: Sick and tired. Hannah Volland über feministisches Zitieren, chronische Krankheit und Kritik am Medizindiskurs

Auch wissenschaftliche Diskurse sind nicht gefeit vor diskriminierenden Mustern. So werden in ihnen häufig die immer selben Namen zitiert von weißen, europäischen Männern und auch in Bereichen, die sich nach außen hin als objektiv positionieren, wie beispielsweise dem medizinischen Diskurs, gibt es gewisse häufig unreflektierte Verzerrungseffekte. Wie geht man als feministische Forschende, aber auch als weiblich gelesene Patientin mit diesen Umständen um? Hannah Volland erzählt uns von feministi...

Apr 11, 202422 min

50: Unterhalb des Gewöhnlichen. Benjamin Loy über Georges Perecs Dokumentationen von Raum und Zeit

Sitzen, beobachten und alles dokumentieren, was sich zeigt - und das über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten. Auf eine solche Idee kann nur ein Mitglied der Avantgarde kommen. Dr. Benjamin Loy, bis dato post doc an der Universität Wien, von nun an frisch gebackener Professor für iberoromanische Literaturwissenschaft an der LMU München, hat in einem außergewöhnlichen Lehrprojekt mit seinen Studierenden auf den Spuren Georges Perecs ausprobiert, wie sich die Wahrnehmung verändert und welche R...

Mar 28, 202420 min

49: Queer agency. Charlotte Kaiser über die queeren Weiblichkeiten in Webserien

Serien sind ein bevorzugtes Medium, um marginalisierte Identitäten zu erforschen, wie zum Beispiel die LGBTI-Community. Im französischsprachigen Raum ist Féminin/féminin ein gutes Beispiel dafür: Anhand von Frauenfiguren, die sich in Montreal bewegen, hinterfragt die Regisseurin Chloé Robichaud unsere Vorstellungen von zeitgenössischen queeren Weiblichkeiten. Charlotte Kaiser, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, erklärt, inwiefern die Arbeit der Regisseuri...

Mar 14, 202423 min

48: Schreiende Stille. Ana Nenadović über Schweigen und Intersektionalität in Narrationen sexualisierter Gewalt

Kampagnen wie #metoo, #EndRapeCulture oder #balancetonporc, zahlreiche medial intensiv begleitete Gerichtsverfahren, neue Protestformen wie NiUnaMenos oder die Choreographie UnVioladorEnTuCamino: Auf den ersten Blick scheint das langwährende Schweigen rund um sexualisierte Gewalt gebrochen. Und doch wird nur ein Bruchteil aller Übergriffe gemeldet, victim blaming bleibt eine häufig angewandte diskursive Strategie und Scham, Angst und Trauma verhindern, dass die erlebte Gewalt sicht- und hörbar g...

Feb 29, 202425 min

47: Was wäre wenn? Santiago Contardo über Jorge Luis Borges‘ Texte als Gedankenexperimente

Gedankenexperimente wie Schrödingers Katze, sind als eine Art Hilfsmittel der Wissenschaft, um Theorien zu verdeutlichen, bestätigen oder widerlegen. Es werden hierbei Szenarien entworfen, die zwar in ihren wesentlichen Zügen denkbar, jedoch nicht oder nur schwer realisierbar sind. Aufgrund dieses hypothetischen Aspektes lässt sich eine gewisse Nähe zu literarischen Texten feststellen, die ebenfalls häufig mögliche, aber nicht wirkliche Arrangements entwerfen. Santiago Contardo, prae doc an der ...

Feb 15, 202427 min

46: Bühnen des Benehmens. Jenny Augustin über transkulturelle Verhandlungen von Verhaltensidealen im barocken Frk und Es

Theatertexte und Traktate stellten im Zeitalter des Barocks gleichermaßen Gattungen und Orte der Aushandlung gesellschaftlicher Verhaltensregeln dar. Jenny Augustin, Post-Doc am Institut für Romanistik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, untersucht in ihrem Habilitationsprojekt, wie sich in spanischen und französischen Texten der Epoche transkulturelle Formen gesellschaftlichen Wandels und der damit einhergehenden Verhaltensideale lesen lassen – und beleuchtet dabei Fragen, wie etwa warum...

Feb 01, 202420 min

45: Quee.irrlicht. Stefan Lessmann über Muñoz' Queer Futurity und das Leben in Symbolwelten bei Fogo-Fátuo (2022)

Queerness, in seiner Vielfalt an Begehren und Körperlichkeit, ist auf theoretischer Ebene mit einer normativen Erwartungshaltung konfrontiert, der eigene sexuelle Wünsche und Vorstellungen in Sprache und Bild entgegengesetzt werden. In diesem Sinne widmet sich José Esteban Muñoz in seinem Cruising Utopia: The Then and There of Queer Futurity (2009) der Frage nach dem gestaltenden Potential von Utopien und der queeren Zeitlichkeit. Wie in Muñoz Theorie sind auch im Film Fogo-Fátuo (2022) des Regi...

Jan 18, 202422 min

44: Subjektive Materie. Stephanie Béreiziat-Lang über literarische Artikulationen des Ichs in der Vor- und Nachmoderne

Zum Subjektbegriff ist unter anderem in der poststrukturalistischen Theorie viel gesagt worden. Wie und in welcher Form aber lassen sich diese Ansätze auch auf literarische Texte der Vormoderne anwenden? Wie lassen sich Anachronismen umgehen und Synergien schaffen? Dr. Stephanie Béreiziat-Lang, post doc an der Universität Heidelberg, berichtet von der Arbeit des interdisziplinären DFG-Netzwerks ‚An den Rändern der Moderne. Konvergierende Subjektkonzeptionen zwischen Vor- und Nachmoderne‘, das si...

Jan 04, 202417 min

43: Verrückte Ziegen. Gabriele Hassler über Autor:innenschaft als Performanz bei Gloria Fuertes und María Elena Walsh

Beschäftigt man sich in den Literaturwissenschaften mit Autor:innenschaft, so wird man häufig einer vereinfachten Textanalyse verdächtigt, bei der nur jene Aspekte berücksichtigt werden, die in Verbindung mit der Biographie der schreibenden Person in Verbindung gebracht werden können. Gabriele Hassler, prae doc an der Universität Innsbruck, erklärt uns, warum ein Miteinbeziehen der Autor:innenfigur – ganz im Gegenteil – zusätzliche neue Perspektiven eröffnen kann und gewährt uns Einblick in ihr ...

Dec 14, 202331 min

42: (De-)Konstruktion des Nationalen. Verena Richter & Kurt Hahn über Literatur und nation building im 19. Jh.

Die Literaturen Hispanoamerikas im 19. Jahrhundert werden oftmals mit der Befreiung vom kolonialen Joch Spaniens und mit der Genese heute bekannter Staaten zusammengedacht. Texte, Geschichten oder theatrale Darstellungen tragen zu einem regional sehr unterschiedlich verlaufenden, stets aber umkämpften nation building bei. Sie können mithin als Gründungsfiktionen gedeutet werden, da sie imagined communities mitentwerfen, die den Entstehungs- und Konsolidierungsprozess von Nationen tragen. Doch is...

Nov 30, 202329 min

41: Ihr gutes Recht. Marlen Bidwell-Steiner über die Kasuistik in der frühneuzeitlichen Literatur Spaniens

Durch Faktoren wie die politische Zentralisierung, die Erschließung neuer Märkte und die Kolonialisierung steigt im Spanien des 16. Jahrhunderts die lebensweltliche Komplexität merklich an. Das ruft rege juristische, theologische und medizinische Debatten um das jeweils moralisch korrekte Verhalten auf den Plan. Marlen Bidwell-Steiner zeigt anhand der Episode von Dorotea und Fernando aus Miguel de Cervantes‘ Don Quijote, wie zentral diese Debatten im siglo de oro sind, welche Spuren sie auch in ...

Nov 16, 202328 min

40: Tierisch jung. Sophie Winklehner über die Darstellung von Jugend in Lucía Garibaldis Los Tiburones

‚Jugend‘ als eine zeitlich eingrenzbare Phase des Mensch-Seins ist ein modernes Konzept. Zahlreiche Stereotype und Klischees haften ihm seit seinem Aufkommen an. Sophie Winklehner, Studentin des Instituts für Romanistik Wien, untersucht eine davon: die Impuls- und Triebgesteuertheit der Jugend. Ihre Analyse des Films Los Tiburones von Lucía Garibaldi (2019) erklärt uns, wie im Film durch diese Zuschreibungen, Jugend vom erwachsenen „vollwertigen Menschen“ abgegrenzt und mit dem Animalischen glei...

Nov 02, 202321 min
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