Willkommen bei Kurzimpulse, dem Shortformat zum Podcast Energieimpulse Frankfurt der Mainova AG. Hier ist der Ort, an dem wir Licht ins Dunkel des Energieuniversums bringen. Begleite uns auf einer Reise, die komplexe Themen greifbar macht, von den Grundlagen der Energieversorgung bis hin zu zukunftsweisenden Alternativen. Heute werfen wir einen Blick auf den Strompreis. Wie setzt er sich zusammen, wer verdient was und warum verändert er sich immer wieder?
Grundsätzlich sind die Kosten für deinen Strom zu Hause eingeteilt in Grundpreis und Arbeitspreis. Den Grundpreis erhebt dein Energieanbieter, um den Strom bereitzustellen. Der Arbeitspreis berechnet sich variabel In Cent pro Kilowattstunde Strom, die du verbrauchst. In Deutschland wird der Strompreis maßgeblich von drei Akteuren beeinflusst. Den Netzbetreibern, den Anbietern und dem Staat, wobei der Staat regulierend auf die anderen beiden einwirkt. Schauen wir doch mal,
wer genau was von deinem gezahlten Strompreis erhält. Netzbetreiber erhalten Geld, damit sie den Strom zuverlässig vom Kraftwerk zum Verbraucher transportieren und verteilen. Dieser Anteil ist behördlich festgelegt durch die Bundesnetzagentur oder die Landesaufsichtsbehörden und kann sich je nach Region unterscheiden. So gingen z.B. vom Mainova Strom Classic Preis im Mai 2024 insgesamt 22,1 Prozent an die Betreiber der Stromnetze. Jetzt wird es ein bisschen komplizierter.
Zusammen machen fünf verschiedene Steuern, Abgaben und Umlagen aktuell 27,6 Prozent des Strompreises aus. Da wäre als erstes die Stromsteuer. Sie wird seit 1999 zusätzlich zum regulären Strompreis erhoben und direkt an den Staat bezahlt. An zweiter Stelle kommt die Konzessionsabgabe, die du für jede Kilowattstunde verbrauchten Strom bezahlst. Diese Gebühr erhält deine Stadt dafür, dass die Netzbetreiber für Strommasten und Leitungen öffentliche Wege nutzen.
Das Ganze berechnet sich nach Einwohnerzahl der Stadt. Als drittes sorgt die Paragraf 19 Strom NEV-Umlage dafür, dass die Großindustrie wegen der hohen Strompreise in Deutschland nicht ihre Produktion ins Ausland auslagert und Arbeitsplätze verloren gehen. Ab einer bestimmten Größe zahlen diese Unternehmen weniger für die Netznutzung und das, was sie sparen, wird auch hier auf die Endverbraucher umgelegt. Um etwas spezieller ist als viertes die
Offshore-Umlage. Die greift nur, wenn Netzbetreiber neue Windkraftanlagen im Meer nicht rechtzeitig mit Leitungen ans Stromnetz anschließen können. Damit trotz dieses Risikos weiter Anlagen gebaut werden, gleich der Staat den Anlagenbesitzern entgangene Einnahmen aus und legt die Kosten auf alle Endverbraucher um.
Dann haben wir noch die Umlage nach dem Kraftwärme-Kopplungsgesetz. Für eine effizientere und umweltfreundlichere Energieproduktion unterstützt der Staat Besitzer von Kraftwärmekopplungsanlagen die wertvolle Abwärme bei der Stromerzeugung zum Heizen bereitstellen und zum Schluss kommt noch die Mehrwertsteuer dazu. Zusammen mit den Netzentgelten machen Steuern, Abgaben und Umlagen ganze 49,7 Prozent des Strompreises aus und sind für alle
Energieversorger gesetzlich vorgeschrieben. Die restlichen 50,3 Prozent sind im Falle der Minova Aktiengesellschaft aktuell Kosten für Beschaffung, Vertrieb und Abrechnung. Jetzt weißt du genau wie sich dein Strompreis zusammensetzt. Lass uns abschließend noch eine Frage klären. Warum schwankt der Strompreis? Zunächst sind da die internationalen Energiemärkte, die ein bisschen wie Aktienmärkte funktionieren. Hier schwanken die Strompreise je nach Verfügbarkeit, Nachfrage, Tageszeit
und Wetterbedingungen. So verbrauchen wir zum Beispiel nachts weniger Strom und es wird weniger erzeugt durch die Sonne. Windenergie hingegen, lässt sich Tageszeit unabhängig gewinnen, braucht aber ausreichend Wind. Dann sind da der Ausbau und die Wartung der Stromnetze, die das schon erwähnte Netzentgelt
beeinflussen. Hier spielt vor allem eine Rolle, dass das Netz für erneuerbare Energien in Zukunft stark ausgebaut werden muss, aber auch dass das Internet immer mehr genutzt wird und es deshalb auch mehr Infrastruktur braucht. Und Steuern, Abgaben und Umlagen unterliegen auch einer Dynamik in beide Richtungen, wie zum Beispiel die 2022 weggefallene EEG-Umlage für das vorantreibende Energiewende oder die entlastende Strompreisbremse in 2023.
Das war mein Kurzimpuls für dich zum Strompreis. Ich hoffe du hast jetzt einen besseren Einblick, wie er sich zusammensetzt und warum er sich immer wieder verändert. Für mehr Informationen zum Thema Klicke auf den Link in den Show Notes oder Besuche unsere Webseite. Ich wünsche dir noch einen energiereichen Tag. Dieser Podcast wurde mithilfe von KI erstellt. [Signal]
