Das ist halt supereffizient. Es bringt sehr viele Vorteile mit sich. Zum einen die Erzeugung das wird zentral erzeugt. Das heißt, viele Gebäude können versorgt werden. Die Kraft-Wärme-Kopplung ist sehr effizient, indem ich gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen kann. Es ist natürlich dann energiesparen da auch und die CO2-Emissionen sind auch entsprechend zum einen verlagert, aber auch geringer als jedes Haus eine eigene Heizung betreibt in Form von Erdgrass oder Erdöl.
Energieimpulse - der Podcast rund um Mobilität, Vernetzung und Energie in Frankfurt. Was Menschen und Unternehmen bewegt, erfahrt ihr hier. Mainova stellt die Fragen, Frankfurter Experten geben die Antworten. Gude und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Energieimpulse Frankfurt, euer Podcast rund um Frankfurt und die Region. Heute haben wir eine neue Stimme bei uns und zwar ist heute Tilo dabei. Hi Tilo. Hallo Dunya. Ja, ich darf heute kurzfristig einspringen für
die liebe Anna, die es leider dienstlich verhindert. Das passiert nur mal bei so einem Podcast. Und ich freue mich mal wieder, mit dir zusammen den Podcast zu machen und ich freue mich auf unseren heutigen Gast. Unser Gast heute ist Khatra Hahn. Khatra, schön, dass du bei uns bist. Vielen Dank. Das freu mich auch. Khatra, du bist Diplom-Ingenieurin für Maschinenbau und Verfahrenstechnik. Seit 2020 bist du bei Mainova für die strategische Steuerung und
Projekt im Bereich Fernwärme zuständig. Bevor wir aber jetzt über so komplizierte Dinge wie Fernwärme, Fernwärmeplanung reden, reden wir einfach mal über dich. Traditionell wissen es unsere Hörerinnen und Hörer, dass wir unseren Gast erst mal vorstellen. Deswegen würde mich jetzt mal interessieren, warum hast du dich denn eigentlich für Frankfurt als Arbeitsort entschieden? Ja, warum Frankfurt? Frankfurt ist zum einen in der Nähe meiner Wahlheimat oder Wahlbundesland
besser gesagt. Rheinland-Pfalz plus meine Familie und meine Freunde sind nahe der Umgebung. Von daher war es für mich der logische Schritt, in die Nähe zu ziehen. Und warum hast du dich dann für Mainova entschieden? Die Mainova, es hatte mich natürlich vorab viel darüber informiert, zum einen über das Unternehmen, aber auch über die Stelle, die ausgeschrieben war damals. Mainova
bietet halt wahnsinnig viele Vorteile für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. Dazu gehören zum Beispiel betriebsinterne Sportgruppen, ein Fitnessstudio, es gibt flexible Arbeitszeiten, es gibt die Option, Homeoffice zu machen und was für mich aktuell sehr sehr wichtig ist, wir haben auch eine tolle Kinderbetreuung. Also seitlich selbst Mutter bin, mein Sohn ist
zwei Jahre alt, weiß ich diese Vereinbarkeit von Familie und Beruf sehr sehr zu schätzen. Und natürlich ich habe die Chance durch diesen Job auch die Wärmefände in Frankfurt voranzutreiben, was eine sehr sinnstiftende Aufgabe ist. Das war ein schöner Werbeblock für uns, Mainova und zur Fernwärme kommen wir gleich, aber Dunya, ich glaube du möchtest weitermachen. Genau, ich habe nämlich eine Frage, wir arbeiten ja alle in einem technisch geprägten Umfeld,
nutzen wir doch einfach mal die Chance, um mit einem Klischee aufzuräumen. Und zwar hört man ja öfters, Technik ist nur was für Jungs und Männer. Was sagst du als Maschinenbauingenieurin, wenn du solche Vorurteile schon mal gehört hast? Die habe ich tatsächlich gehört,
aber als Maschinenbauingenieurin sage ich, Technik ist für alle da. Weiß wenn man die Begeisterung für Technik oder technische Berufe mitbringt, spielt das Geschlecht absolut keine Rolle, plus Frauen bringen aber auch genauso wertvolle Ideen und Fähigkeiten in technische Probe für ein wie auch Männer. Was mir aber auch in den letzten Jahren aufgefallen ist, seit ich auch aus dem Studium raus bin, es gibt auch immer mehr Programme und Initiativen,
die Mädchen und Frauen in MINT bechern, aber auch in MINT berufen fördern. Da wieder ein kleiner Werbeblock für die Mainova geht. Wir haben auch das sogenannte Girls Day, was bald stattfindet oder jährlich stattfindet, wo Mädchen dann auch die Möglichkeit haben, die technischen Berufe gerade bei der Mainova AG näher kennen zu lernen, auch mal die Praxis mal live mitzuerleben. Ja, auf jeden Fall eine sehr gute Möglichkeit, um für einen Tag mal in den Beruf reinzuschnuppern und
zu sehen, wie die technische Welt aussieht. Ich denke, ich kann mir vorstellen, dass das auf jeden Fall sehr interessant ist. Du hattest jetzt auch im Vorgespräch erzählt, dass du ein großer Do-it-yourself Fan bist. Was hast du denn zu Hause zuletzt bei dir repariert oder neu gestaltet? Ja, also ich bin ein sehr großer Fan von Handwerk und du jetzt selbst. Ich informiere mich selbst,
bringe mir die Sachen selber bei. Das ist ein sehr guter Ausgleich zu meinem Bürojob, weil ich auch einfach etwas verändere oder etwas aufbaue, was ich gleich anfassen kann oder sehen kann, die Ergebnisse. Und was habe ich zuletzt zu Hause gemacht? Zuletzt habe ich mir tatsächlich verputzen von Außenwänden selbst beigebracht und habe in dem Zuge gleich mal meinen kompletten Balkon ungestaltet und neu verputzt und gestrichen. Das war super interessant, war noch hier und da.
Parisse ist halt Altbau und die konnte ich natürlich gleich mit bearbeiten. Also kann man sich bei dir auf jeden Fall ein paar gute Ratschläge einholen? Ich denke mittlerweile schon. Das ist sehr gut. Du baust gerne, hast du gerade erzählt und aber auch schon erwähnt, dass dein eigentlicher Job ja ist zu planen. Kannst du vielleicht mal erklären, was du bei Mainova im Bereich Fernwärme machst und was du eben vielleicht auch nicht machst? Ich bin Sachgebietsleiterin für die
Abteilung strategischer Steuerung und Projekte. Wie der Name schon sagt, sind wir sehr strategisch und theoretisch unterwegs. Das heißt, wir schauen, wie kann künftig unser Netz technisch aber auch wirtschaftlich weiter wachsen, aber auch wie bekommen wir unsere Erzeugung dekarbonisiert? Mainova hat sich als Ziel gesetzt, 2040 möchten wir komplett klimaneutral sein und in diesem Zuge gab es auch das Projekt Transformationsplan der Fernwärme, wo wir gerade genau da die zwei
Grundpfeiler gesetzt oder beschrieben haben. Zum einen, wie wir unsere Erzeugungspark dekarbonisiert bekommen, Schritt für Schritt bis 2040, aber auch wie wir unser Wärmenetz von heute von circa 310 Kilometern auf weitere 450 Kilometer, also zusätzliche 450 Kilometer ausbauen können. Das klingt nach extrem viel Arbeit, das klingt nach extrem viel Planung, aber wie kann ich mir denn so deinen Antrag vorstellen? Also ich habe jetzt gelernt, du bist nicht draußen an den Baustellen
und guckst, ob die Baumaßnahme richtig durchgeführt wird, sondern ein bisschen in der Planung. Wie muss ich mir das vorstellen? Mein Alltag bei der Mainova fordert ein hohes Maß an Zeitmanagement, aber auch Priorisierungsfähigkeit, weil es gibt auch taktäglich auch viele interne, aber auch externe Anfragen, die zeitnah bearbeitet werden müssen. Wir haben alle, auch bei mir im Team, ich auch, wir haben unsere eigenen Projekte, die wir vorantreiben müssen und ich muss zusätzlich
natürlich auch den Überblick über alle Themen im Sachgebiet behalten. Und daher, also wir haben sehr unterschiedliche Themen, mit denen wir zu tun haben, aber auch viele Kollegen aus verschiedenen Fachbereichen, was diese Abwechslung und die Spannung auf jeden Fall mit reinbringt. Okay, das war jetzt auf jeden Fall schon mal ein erster, sehr guter Einblick in deinen Alltag und auch in deinen Tätigkeitsfeld. Ich würde das ganze Gespräch jetzt mal ein bisschen auflockern und zwar mit
unserer bekannten Schnellfrage Runde. Hier gilt also, ich stelle dir gleich ein paar Fragen und du musst die kurz und knapp beantworten, ohne groß darüber nachzudenken. Impulszeit! Genau, die erste Frage, Pfalz oder Hessen? Ganz klar, Pfalz. Kabuli Palau oder Handkäs mit Musik? Hauptsache Reis. Kann ich verstehen. Wobei entspannst du? Bei Bewegungen und Zeit mit meinem Sohn verbringen, beim Spielen oder was auch immer. Schön. Deine ideale Raumtemperatur? Sehr, sehr warm. Kamin oder
Heizung? Heizung. Okay, danke dir. Dann gehen wir jetzt ins Eingemachte. Wir kommen jetzt noch klein wenig in den Erklärmodus, weil wir haben zwar schon das Wort Fernwärme ein paar Mal erwähnt, aber ich bin mir sicher, würden wir jetzt unsere Hörerinnen und Hörer dort draußen fragen,
was ist genau Fernwärme? Gibt es vielleicht ein paar unterschiedliche Antworten? Deswegen jetzt, du als Expertin, erklär mal ganz einfach, vielleicht nicht deinem Sohn, das vielleicht nur ein bisschen jung, aber stell dir mal eine 14-Jährige vor und erklär dir einfach mal, was ist Fernwärme? Was ist Fernwärme? Jedes Wohngebäude oder Wohnung, also in Deutschland zumindest, hat fließend Wasser und ist im Winter kuschelig warm, indem man einfach die Heizung aufdrehen kann.
So, wo kommt diese Wärme her? Es gibt die Möglichkeit, dass man eine zentrale Heizung im Gebäude, im Keller stehen hat oder es gibt auch die Form, dass man eine Gasetagenheizung, gerade im alten Bestand ist das oft der Fall, da wird die Wärme produziert, um die Heizung aufzutreten oder heißes Wasser zu haben. Es gibt eine tolle Alternative dazu und das ist die Fernwärme. Fernwärme ist nämlich eines der umweltschonsten Arten zu heizen, gerade in
dicht bebauten Gebieten wie Frankfurt. Wo kommt diese Wärme her oder wie wird sie produziert? Produziert wird sie in unseren Kraftwerken, die überall in Frankfurt verteilt sind und da nutzen wir das System Kraft-Wärme-Kopplung. Das heißt, die Erzeugung erfolgt sehr effizient, indem Strom und Wärme gleichzeitig produziert wird. Der Strom wird ins Netz gespeist, da können wir zu Hause schön dann alle unsere Händis aufladen und entsprechend Fernsehen oder was auch immer.
Und die Wärme wird über Fernwärmeleitungen in Form von heißes Wasser oder Dampf zu den Gebäuden transportiert und im Gebäude selbst unten im Keller findet sich so eine kleine Übergabestation, die ist ja plattsparend und wartungsarm ist. Dieser überträgt dann diese Wärme in das Haussystem. Das heißt, dann habe ich dadurch Warmwasser und hab warme Heizung.
Das heißt, wenn ich das mal ganz einfach für nochmal versuche, mit das Bild vorzustellen, bei meiner Heizung zu Hause, ich habe eine Gas-Heizung, habe ich einen kleinen Kessel, der warmes Wasser macht und beim Fernwärme ist dann halt der große Brenner, das ist das Kraftwerk, der das Wasser dort warm macht. Genau, das wird quasi aus dem Haus ausgelagert und das ist halt super effizient. Das bringt sehr
viele Vorteile mit sich zum einen die Erzeugung, das wird zentral erzeugt. Das heißt, viele Gebäude können versorgt werden, die Kraft-Wärme-Kopplung ist sehr effizient, indem ich gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen kann. Es ist natürlich dann energiesparend da auch und die CO2-Emissionen sind auch entsprechend zum einen verlagert, aber auch geringer als jedes Haus einer eigenen Heizung betreibt in Form von Erdgas oder Erdöl. Und wo in Frankfurt gibt es Fernwärme?
Also wir haben ein relativ großes Wärmenetz, das heute schon über 310 km lang ist und wir versorgen schon circa 25% des Wärmebedarfs der Stadt Frankfurt. Perspektivisch möchten wir, wie wir es auch in unserem Fernwärmetransformationsplan beschrieben haben, 25% auf bis zu 40% Wärmebedarfsanteil wachsen, wo sich unser Netz oder die Fernwärmegebiete genau befinden.
Dazu haben wir auf unserer Website unterschiedliche Karten einmal den Bestand dargestellt plus auch weitere Karten, wo perspektivisch Ausbau stattfinden wird. An dieser Stelle vielleicht auch nochmal ein Hinweis für unsere Zuhörer. Mainova hat jetzt ein Fernwärme-Check auf der Website, wenn ihr also wissen möchtet, ob bei euch in der Nähe Fernwärme geplant ist, packen wir euch den entsprechenden Link in die Show-Notes. Also schaut gerne vorbei.
Khatra, jetzt aber nochmal eine Frage zum Ausbau. Warum legt Mainova denn nicht ganz Frankfurt mit Fernwärme aus? Du hast gesagt, du plantest knapp 40% zu versorgen. Warum können wir uns nicht vorstellen ganz Frankfurt? Der Ausbau bringt hohe Investitionskosten mit sich. Das heißt, der Ausbau muss wirtschaftlich und technisch machbar sein und die Bezahlbarkeiten muss natürlich auch dadurch sichergestellt
sein für alle Bürgerinnen und Bürger, die Fernwärme beziehen. Und gerade in weniger dicht besiedelten Gebieten in Frankfurt wird das halt schnell unwirtschaftlich, um da sehr große lange Leitungen hinzubauen, damit Gebäude, die auch relativ weit voneinander gebaut sind, mit Fernwärme zu versorgen. Das heißt, da ist uns auf jeden Fall bei der Planung und beim Ausbau immer natürlich in erster Linie der Klimaschutz, aber auch die Bezahlbarkeit, ein Fokus.
Bezahlbarkeit ist das Stichwort, was es eben schon erwähnt. Unsere Hörerinnen und Hörer, die vielleicht jetzt drüber nachdenken, zu modernisieren oder die alte Heizung vielleicht durch was anderes zu ersetzen, die fragen sich natürlich in erster Linie, so würde ich es auch tun. Was kostet das denn eigentlich? Was kostet denn Fernwärme in Vergleich zu
Erdgas und Erdwählung? Weißt du, ist es immer ein bisschen unterschiedlich, aber kannst du vielleicht so mal so eine Faustformel oder irgendeinen so einen groben Anhalt lehren? Der Vergleich ist eher schwierig. Also jede Stadt hat eine andere Erzeugungsstruktur, aber auch eine Netzstruktur. Es spielen auch viele weiter. Faktoren mit eine Rolle, was dazu führt, dass der Fernwärmepreis schwer vergleichbar gemacht
werden kann. Wir legen natürlich großen Wert auf die Transparenz, auf die Nachvollziehbarkeit und auf die Fairness unserer Preise. Dementsprechend sind auch unsere Preisblätter mit den Preisformeln versehen. Also jeder kann selbstständig die Formeln auch nachrechnen und nachvollziehen, was da reinfließt. Aber wer sich trotzdem für einen Ranking interessiert, hierfür gibt das die Preistransparenzplattform der AGFW, wo man im Bundesdurchschnitt die Einordnung der Fernwärmepreise
für seine Stadt einsehen kann. Und da befindet sich Mainova aktuell eher im unteren Drittel. Kannst du es vielleicht noch mal genauer erklären? Also ich habe jetzt verstanden, es gibt eine Preisformel, die entsprechenden Links, wo man die bei uns findet, die packen wir in die Show Notes, auch den Hinweis mit der AGFW, den bringen wir auch noch in unsere Show Notes rein. Aber jetzt noch mal, woran liegt denn der Unterschied, ob ich jetzt in Frankfurt
Fernwärme beziehe oder in Mannheim? Das habe ich noch nicht so ganz verstanden. Also wie gesagt, wir haben unterschiedliche Erzeugungsstrukturen. Also in Frankfurt sieht die aktuelle Erzeugungsstruktur ja so aus, dass wir mit Gas heizen. Also wir haben Gaskraftwerke, wir haben aber auch unser Müllheizkraftwerk, was auch in unser Fernwärmeverbund
einspeist. Dann haben wir unser Biomassekraftwerk, als Beispiel in Fechenheim. Und wir haben ja auch unterschiedliche Projekte, wo wir Abwärme aus Rechenzentren eingebunden haben und so weiter. Das ist halt der Unterschied zum Mannheim. Die haben eine komplett andere Erzeugungsstruktur.
Aber auch unser Netz ist ganz anders. Wir haben ein ziemlich großes Netz und der Ausbau des Netzes an sich in Frankfurt ist etwas teurer, sage ich mal, als in anderen Städten, als viel Aufwendig ist, eine Straße aufzumachen und eine entsprechenden Leitung reinzulegen. Also die Tiefbaukosten sind deutlich höher. Wie sieht es denn auch für den Nutzer oder auch für
die Vermieter aus? Also wenn wir mal über den Prozess sprechen angenommen, ich bin Vermieter in das Mehrfamilienhaus in der Innenstadt in Frankfurt und interessiere mich jetzt für Fernwärme. Wie gehe ich denn da idealerweise vor? Also der schnellste Weg, um erste Informationen über die Anschlussmöglichkeit zu erhalten, ist unsere Webseite. Da haben wir ein Wärme-Verfügbarkeitscheck, wo man gleich seine Adresse eingeben kann, seine Leistungen, wie viel man ungefähr braucht für
sein Gebäude. Und dieses Verfügbarkeitscheck gibt entweder aus Fernwärme ist bei dir verfügbar oder vielleicht aber auch nicht. Wenn Fernwärme sofort verfügbar ist, kann man entsprechend eine Projektanfrage ausfüllen und dann wird der Prozess natürlich entsprechend angestoßen. Der Vertrieb kommt auf dich zu und so weiter. Sollte der Verfügbarkeitscheck ja negativ ausfallen,
ist das trotzdem nicht das Ende. Man hat die Möglichkeit, seine Daten trotzdem zu hinterlassen bei Interesse, dann meldet sich sobald wie möglich ein Vertriebsmitarbeiter von uns, der dann erläutert, entweder gibt es ein Ausbauplan für das Bauvorhaben oder für das Gebiet, wo das Bauvorhaben sich befindet oder es werden Alternativen angeboten. Und das geht nur für Vermieter oder
könnte ich jetzt auch als Mieter eine Anfrage starten? Nein, leider nicht. Das für solche Investitionsmaßnahmen ist hauptsächlich der Vermieter der Eigentümer verantwortlich und nur der kann auch solche Anfragen stellen. Ich würde mal da ganz kurz einhaken und in die Praxis gehen. Also normalerweise, wenn ich jetzt überlege, ich stelle um. Ich kenne das noch von meiner Oma, die hat einen großen Ölkessel im Keller gehabt. Ich selbst habe ja wie schon erwähnt, so eine Gastherme,
so eine kleine. Was muss denn dann, kannst du uns mal mitnehmen, was muss denn in meinem Heizungskeller gemacht werden, dass da dann plötzlich Fernwärme reingeht? Ist das aufwendig oder ist das eher einfach? Also der Umstieg auf Fernwärme ist vergleichsweise relativ einfach, weil es ist zum einen platzsparend und es ist komfortabel und natürlich wartungsam. Das heißt, wenn ich aktuell eine Ölheizung oder eine, also Ölheizung ist ein gutes Beispiel, das braucht ja extrem viel Platz.
Ich habe meine Anlage plus ich habe noch einen Zusatzraum, wo mein Öltank dann drin steht. Und bei der Fernwärme, dadurch, dass ich im Keller nur eine kleine Übergabestation stehen habe, speich ich extrem viel Platz. Plus die Wartungsfreiheit oder Wartungsarmuts nenne ich es mal. Das ist natürlich auch ein weiterer Vorteil. Ich brauche kein Schornstein und damit entfallen ja auch die Schornsteinfigerkosten und die Anlage ist gleichweise zur Öl- und Gleishaltung relativ wartungsfrei.
Ich habe noch mal eine Zwischenfrage. Hierzu gibt es dann aktuell auch Förderungen dafür oder werden Vermieter da auch unterstützt, in Richtung Fernwärme mitzugehen? Ja, auf jeden Fall. Es gibt unterschiedliche Zuschuss- oder Fördermöglichkeiten für den
Anschluss, aber auch für die Übergabestation. Dazu kann man sich selbst auf der Website von BAFA informieren oder einen Energieeffizienz-Experten hinzuziehen, der dann auch natürlich bei Umsetzung des Vorhabens dann auch die Antragstellung für die Fördergeldabrufenden vornehmen kann. Also entsprechend Unterstützung ist auf jeden Fall vorhanden? Auf jeden Fall. Dann kommen wir zu der zweiten Schnellfrage-Runde. Ich würde die Fragen jetzt mehr auf unser Thema Fernwärme beziehen.
Impulszeit! Was kostet ein 10 Meter Fernwärmerrohr? Das wird schwierig aus einer Schnellfrage. Also im Schnitt, man kann 10 Meter Fernwärmerrohr schon ab circa 40.000 Euro erhalten. Ist natürlich abhängig von der anzuschließenden Leistung, aber auch von den örtlichen Gegebenheiten. Weil 10 Meter Rohr ist nicht gleich 10 Meter Rohr, aber wenn ich gerade einfach die Straße aufgrabe, 10 Meter Rohr reinlege, so ist
der Kosten günstig. Aber wenn ich dazwischen noch irgendwelche Schienen oder sonstige Herausforderungen habe, die ich umgehen muss, dann wird es deutlich teurer. Aber das dazu beraten unsere Vertriebskollegen und berechnen deins entsprechenden Preisen und kann sich der Interessent an und sprechen dafür oder der Gegenentscheid. Aber wir haben im Rahmen unserer aktuellen Initiative für die Erwärmewende im Bereich von Ausbaugebieten, aber auch im Bereich der Projekte, die sich
aktuell in Planung und Bau bei uns befinden. Dieses Jahr einen Aktionspreis von 20.000 Euro ohne Baukostenzuschuss und Übergabestation. Also wer schnell ist und schnell zugreift, kann da auch entsprechend von unseren Rabatten profitieren. Also auf jeden Fall eine Ummotivation, um jetzt schnell zuzugreifen. Auf jeden Fall. Fernwärme oder Wärmepumpe? Natürlich Fernwärme. Dein ultimativer Heiztipp? Programmierbare Thermostate und richtig Lüften vor allem.
Dann die letzte Frage, vervollständige bitte den Satz. Fernwärme ist ein gutes Produkt, weil es ist eine saubere und zuverlässige Versorgungsart ist. Schöne Antwort. Dir hat mir jetzt auch wunderbar gefallen, ich habe dir aber auch vorhin genau zugehört, was du gesagt hast. Naja, in jeder Stadt ist es ein bisschen unterschiedlich. Und da fiel auch mal in so einem Nebensatz das Wort "Abwärme".
Ich weiß, wir haben in Frankfurt Rechenzentren und wir haben hier im Podcast auch schon mal gehört, dass diese Rechenzentren Abwärme liefern, die dann in den Fernwärmen jetzt einspeisen. Aber das klingt für mich jetzt noch so ein bisschen unvorstellbar. Kannst du mal vielleicht erklären, wie das funktioniert und was das auch bringt? Ja, sehr gerne. Also die entstehende Wärme der Server in den Rechenzentren kann so umgewandelt werden, dass sie für Wohngebäude nutzbar gemacht werden kann.
Wie funktioniert das? Als die Abwärme der Rechenzentren hat eine Temperatur ca. von 30 bis 35 Grad. Das ist natürlich zu wenig, um damit zu heißen oder damit warm Wasser zu machen, plus diese Streckzüberwinden von Rechenzentren zum Gebäude. Für die Nutzung in Wohngebäude kann die Temperatur durch den Einsatz von Großwärmepumpen auf ca. 70 bis 75 Grad angehoben werden. Auf diese Art heizt man dann natürlich sehr klimafreundlich, weil die Abwärme fällt so oder so an.
Das habe ich verstanden. Das ist also eine sehr, sehr, sehr gute Sache. Und jetzt müssen wir nochmal unsere Hörerinnen und Hörer ein bisschen aufklären. Du hast ja eben beschrieben Fernwärme als, ja, ich sage jetzt mal heißes Wasser. Es gibt aber auch ein Dampfnetz in Frankfurt. Was ist denn da jetzt der Unterschied? Ist das eine Besser, ist das andere schlechter? Ist Dampf oder heißes Wasser das Bessere Medium? Also Dampf hat seine Vor- und Nachteile.
Und wenn wir perspektivisch unsere Dekarbonisierung oder unser Dekarbonisierungsziel bis 2040 verfolgen möchten, ist heißes Wasser dann vorteilhafter, weil man da dann niedrigere Temperaturen hat und entsprechend auch erneuerbare Energien, wie zum Beispiel jetzt die Abwärme, mit einbinden kann. Wir haben in Frankfurt sowohl ein Dampfnetz, aber auch ein heißes Wassernetz.
Und unser Dampfnetz soll perspektivisch dann durch heißes Wasser abgelöst werden, weil heißes Wasser ist halt in vielen Fällen effizienter und einfacher zu betreiben. Werfen wir doch nochmal einen strategischen Blick auf das ganze Thema in die strategische Steuerung. Was genau ist in Frankfurt zu herausfordernd, um neue Fernwärmetrassen zu planen, mal abgesehen von den Kosten? Frankfurt ist sehr dicht bebaut.
Das heißt, man hat wenig Raum durch die Gebäude, aber auch durch die Straßensstrukturen. Das heißt, da muss entsprechend so geplant werden, dass man so widig wie möglich Beeinträchtigung der Bürgerinnen und Bürger und das Verkehrs natürlich verursacht. Das ist erstmal oberirdisch. Wir haben auch unterirdisch eine Herausforderung. Frankfurter Straßen wie auch in jeder anderen Großstadt sind auch sehr dicht belegt. Da liegt Gas und da liegt Wasser.
Da liegen die Telekommunikationsleitungen, da liegen Stromleitungen. Und da ist das sehr, sehr wichtig und erfordert eine genau und präzise Vorplanung, um Konflikte mit den anderen Leitungsmedientern zu vermeiden. Das macht es halt herausfordernd. Und man braucht auch verschiedene Genehmigungen. Da besiegt er dann bei der Stadt. Da gehen unsere Pläne entsprechend auf die Stadt zu.
Wir hatten im Podcast auch schon viel über Photovoltaik gesprochen und wir machen bestimmt auch nochmal eine Folge zur Windenergie. Aber sprechen wir nochmal über die grüne Energie. Was macht der Entfernenwärme zur grünen Energie? Die Mainova hat sich das Ziel gesetzt bis 2040 klimaneutral zu wärmen. Wir haben natürlich heute Erzeugungsanlagen wie unser Müllheizkraftwerk, was ja auch schon klimaneutrale Wärme ins Netz einspeist.
Aber wir sind noch nicht bei 100 Prozent klimaneutrale Wärme in unseren Netzen. Dafür haben wir einen Transformationsplan für die Fernwärme, was ein Fahrt bis zu Klimaneutralität beschreibt, aber auch den Ausbau des Wärmenetzes. Das heißt, wir planen unser Erzeugungspark bis 2040 so umzustellen, dass wir unseren Kunden dann auch ab 2040 perspektivisch grüne Fernwärme bieten oder sich damit versorgen können. Ja, Khatra, du hast es fast geschafft.
Das kann ich dir jetzt schon mal vorweg sagen. Eine Frage habe ich aber noch. Wir haben ja auch das Thema Wärmepumpe bei uns im Haus bei Mainova. Die Kollegen vom Strom sind da auch entsprechend dabei, die Stromtrassen auszubauen, damit das alles dann in Frankfurt funktioniert. Du sprichst jetzt für die Fernwärme.
Kannst du unseren Hörerinnen und Hörer ohne das wir jetzt in interne Konkurrenz hier bei Mainova gehen, aber vielleicht einfach noch mal so die Unterschiede sagen, was ist das Klimaschonende an dem einen Produkt und was ist das Klimaschonende an dem anderen Produkt? Es sind beides.
Wärmepumpe ist natürlich heute schon klimaschonend, wenn ich die Möglichkeit habe, eine Wärmepumpe anzuschließen, gerade in der dicht besiedelten oder dicht bebauten Innenstadt in Frankfurt, stellt das eine Wärmepumpe doch vorher Herausforderungen. Zum einen brauche ich Platz dafür und zum anderen habe ich auch ein Problem mit den Geräuschemissionen. Habe ich bei der Fernwärme nicht. Wir werden natürlich bis 2040 perspektivisch klimaneutral.
Damit haben wir auch da die grüne Wärme dann, die zur Verfügung steht und die Fernwärme ist platzsparender und hat natürlich auch keine Geräuschemission. Von daher, man muss abwägen. Man hat in Frankfurt natürlich auch sicherlich Gebiete, wo keine Fernwärme hinkommt. Da kann man natürlich über eine Wärme momentan entsprechend nachdenken. Super. Dann war es das auch schon für heute. Wir danken abschließend noch mal Danke. Danke Khatra.
Es war ein sehr interessantes Gespräch mit sehr vielen neuen und interessanten Informationen. Und danke auch euch fürs Zuhören. Wir hoffen, ihr konntet wie immer einige Impulse mitnehmen. Und wenn ihr keine Folge mehr verpassen möchtet, abonniert unseren Kanal und schaut auf Social Media vorbei. Mehr Infos findet ihr wie immer in den Show-Notes oder auf www.meinowa.de/podcast. Wir wünschen euch noch einen energiereichen Tag. Energieimpulse – powered by Minova. [Musik]
