#24 – Deep Dive „Solar“: Eintauchen in die Photovoltaik - podcast episode cover

#24 – Deep Dive „Solar“: Eintauchen in die Photovoltaik

Sep 10, 202440 min
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PV-Module aufs Dach, Solarstrom ins Haus, die Energiekosten im Griff – ist es wirklich so einfach? Bei Mike Lorenz, Inhaber von Lorenz Energie, fragen wir nach. Wir reden über wohlklingende Versprechen, echte Vorteile und wichtige Schritte bei der Planung einer Solaranlage. Auch das Thema Balkonkraftwerke beleuchten wir.

Transcript

So ein Solarmodul wiegt um die 25 Kilogramm. Sie müssen sich vorstellen, wenn draußen richtiger Sturm ist, dass es nicht richtig an den Balkon befestigt. Das Modul fliegt davon. Das ist wie ein Segel. Das kann einen immensen Schaden anrichten. Deshalb ist zum einen die richtige Befestigung ganz wichtig. Zum anderen ist die Stabilität des Balkons geeignet dafür. Da soll auf jeden Fall auch die Elektrofachkraft rüber schauen.

Energieimpulse. Der Podcast rund um Mobilität, Vernetzung und Energie in Frankfurt. Was Menschen und Unternehmen bewegt, erfahrt ihr hier. Mainova stellt die Fragen, Frankfurter Experten geben die Antworten. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Energieimpulse Frankfurt, dem Podcast rund um Frankfurt und die Region. Heute sind wir hier mit dem Geschäftsführer von Lorez Energie, und mit meiner Kollegin Dunya - hi Dunya.

Hi, Emily und hi, Mike. Mike, du bist Geschäftsführer, aber in der Regel beginnt man sein Arbeitsleben nicht als Geschäftsführer. Nimm uns mal mit. Wolltest du denn schon immer Elektriker werden? Nee, das wollte ich nicht. Das war eigentlich ein Zufall gewesen, nach der Schule. Grundschule wäre ein bisschen früh. Aber nach der Schule war es so, dass ich gar nicht genau wusste, was ich machen wollte, so wie es vielen jungen Menschen geht.

Ich habe dann über bekannte zwei Stellenangebote bekommen. Oder Auszubildungsangebote. Das eine war bei einer Schweistechnikfirma. Das andere war bei einem Elektrohandwerksbetrieb, bei einem Kleinen. Ich habe mich dann für den Elektrobetrieb entschieden. Ich habe mich da beworben. Ich habe glücklicherweise dann auch die Ausbildung als Elektroinstallateur. Da haben wir das der Fachbegriff beginnen dürfen. Hast du da schnell deine Leidenschaft entdeckt?

Oder hat das erst mal so ein bisschen gedauert? Ich hatte Glück. Am Beruf ist es eigentlich, dass die Arbeit am Spaß macht, dass die Arbeit einen erfüllt, dass man glücklich ist mit der Arbeit, die man das ganze Leben lang macht. Das war bei mir ab dem ersten Tag so gewesen. Ich habe gemerkt, das ist genau mein Ding, das ist genau das, was ich machen wollte. Grundsätzlich war es so, damals vor 30 Jahren, dass nicht so ein Thema war wie heute. Das Thema Energiewende war nicht präsent.

Photovoltaik hat so gut veganer gegeben. Mich haben diese Themen aber schon immer fasziniert. Also, wie man den eigenen Strom erzeugt, wie man die eigene Wärme erzeugt. Alles rund um dieses Thema war für mich von Anfang an, schon während meiner Ausbildungszeiten später immer mehr, etwas, was mich interessiert hat, wo es damals auch ganz wenige Weiterbildungsmöglichkeiten gegeben hat. Dann hast du für dich selbst entdeckt oder wusstest schon recht früh, das wird das Ding der Zukunft?

Warst du dir das schon immer so? - Absolut nicht. Das war damals ... Aufträge waren damals rar, waren selten. Photovoltaikanlage zu bauen oder Solarthermieanlagen zu bauen. Von Wirtschaftlichkeit weit weg von Gut und Böse damals, das waren wirklich Menschen, die das gemacht haben. Ich will nicht sagen Öko-Freaks, um Gottes Willen. Das wäre der falsche Begriff, aber das waren damals Menschen, die von der Technik überzeugt waren, und das einfach haben wollten. Der Alleranfang ist schwer.

Und das hat sich dann, wie das EEG, das ist ein Neuebarem energiengesetz, entstanden ist. Natürlich ganz schnell und recht gut dann weiterentwickelt. Und ja, das jetzt war uns aus dem Mann-Betrieb, jetzt in meiner Firma, entsteht mit 62 Mitarbeitern. Heute hätte ich damals natürlich auch nicht geglaubt. Du hattest uns auch im Vorgespräch erzählt gehabt, dass du einen Monteur schon seit 26 Jahren dabei hast, und er war erst acht Tage in diesen ganzen 26 Jahren krank.

Was ist dein Erfolgskonzept? Das ist tatsächlich richtig. Also, mein erster Monteur, den ich eingestellt habe, das ist unglaublich. Gerade wenn man jedes Jahr steigende Krankheitstage in den Firmen sieht. Mittlerweile der Durchschnitt in Deutschland, ich glaube, bei 19 Tagen. Was ein Mitarbeiter krank ist in der Firma. Und wenn jemand es schafft in 26 Jahren, wirklich nur acht Tage krank zu sein, dann ist das schon was Besonderes.

Aber das hängt jetzt letztendlich wirklich ganz allein an der Mitarbeiter, der vielleicht auch viele Tage gearbeitet hat, wo er vielleicht doch lieber daheim geblieben wäre. Aber trotzdem in die Firma gegangen ist und seine Arbeit gemacht hat, und das zum Teil bei Wind und Wetter auf dem Dach oder unter schwierigsten Bedingungen. Solche Mitarbeiter gibt es heute wirklich ganz, ganz wenig.

Ich bin mir sehr froh, dass unser Mitarbeiter Nummer eins, unser Obermonteur, auch heute noch natürlich bei uns ist. Aber bevor wir jetzt gleich richtig fachlich sprechen, vielleicht mal ein kleiner Vorgriff. Wir sind ja heute im Deutsche Bankpark und werden gleich mal so ein bisschen rausschauen und auf den Rasen die Eintracht und Fußball. Ist das was für dich? Auf jeden Fall. Ich bin ja leidenschaftlicher wahr, leidenschaftlicher Fußballer.

Ich habe vor zwei, drei Jahren noch selber aktiv im Weltenhänden Fußball gespielt. Vorher dann jahrelang einen Jugendbetreuer gemacht. Und selber im Verein früher aktiv gespielt. Und natürlich die Eintracht begleitet mich mal ganz lebenlang. Um das Ganze jetzt noch mal, bevor wir richtig ganz eingemachter gehen, ein bisschen aufzulegen, dass wir alle wach sind, machen wir jetzt eine Schnellfragerunde zum Start. Schnellfragerunde heißt schneller Antworten. Ich versuche es.

Sind nicht so kompliziert die Frage. Ich denke, das kriegen wir hin. (Dynamische Musik) Impulszeit! Du planst Urlaub: Berge oder Meer? Ganz klar Berge, ich liebe Berge. Bring den Satz zu Ende. Meine erste Solaranlage. War etwas ganz Besonderes. Mein größter geangelter Fisch war wie schwer? Das weiß ich noch ganz genau. Das war ein Hecht, den ich in Schweden gefangen habe. Der war ein Meter und 17 lang gewesen. Das war für mich ein unglaublich verges- ... Unvergessliches Erlebnis.

War oder falsch, wenn ich von meinen Angler-Erfolgen erzähle, übertreibe ich maßlos? Alles die Wahrheit. Meine Lieblingsposition beim Fußball ist? Ja, im Mittelfeld, im Linkes Mittelfeld, ich bin ein Linksfuß. Mein Lieblingsplatz im Stadion? Überall, Hauptsache, im Stadion zu sein. Das war's auch mit unserem ersten Block, der Schnellfragerunde. Aber dich erwartet noch einer, keine Sorge. Ich würde sagen, wir gehen direkt an's Eingemachte zu den fachlichen Themen.

Und zwar würden wir mal leicht anfangen. Aber ich bin langsam Alter, da mach ich mir Gedanken, kaufe ich mir ein Häuschen oder nicht. Ich möchte auf meinen Dach eine Solaranlage installieren. Es gibt auf dem Markt so viele Akteure, es gibt so viele Informationen. Wie fange ich an, mich mit deinem Material auseinanderzusetzen? Oder deine Empfehlung?

Also, ganz klar meine Empfehlung hier ist, wenn ihr zum Beispiel jemanden Neuheizung sucht, dann schaut er in der Region erst mal in seinem eigenen Ort oder im Umkreis von 20, 30 Kilometern. Wer bietet denn jetzt so etwas an, welchen Heizungsbauer gibt's? Und genau du ist das mit einer Photovoltaikanlage. Ich würde aus der Region, aus meinem, da, wo ich wohne, da würde ich erst schauen, gibt's da Fachbetriebe. Die haben Kompetenz und die Erfahrung.

Das ist das Allerwichtigste, glaube ich, weil eine Photovoltaikanlage oder auch eine Wärmepumpenheizungsanlage braucht dann später eine Wartung, die muss kontrolliert gewartet werden. Da funktioniert auch mal was nicht. Und dann ist es immer gut, wenn man natürlich einen Insta-Tör hat, wenn man eine Firma hat, die aus der Ecke kommt und auf die man anrufen kann, wo man relativ schnell geht. Und dann wird man auch mit der Wartung geholfen bekommen.

Ich glaube, das ist eine der wichtigsten Dinge. Nicht nach den Firmen, die im Internet groß die Werbung machen, die jetzt überregional in ganz Deutschland wie die Heuschrecken Photovoltaikanlagen verkaufen wollen oder Wärmepumpen verkaufen, danach zu schauen, sondern wirklich bei den Handwerkern vor Ort zu schauen. Das ist, wäre meine Empfehlung. Mein Papa ist auch Elektriker. Er sagt auch mal, die Leute, die kaufen überall ihre Sachen.

Da haben wir dann sich die Frage, warum es die nur noch so wenig gibt. Der sagt dann meistens, sorry, tut mir leid, ich hab keine Zeit. Aber kann man sagen, dass sich PV auf jedem Dach lohnt? Vielleicht mal ausgenommen, Verschattung durch Bäume oder Nachbarn. Grundsätzlich rechnet sich eine Photovoltaikanlage wirklich fast für jedes Dach, ob das ein Privatkunde ist, ob das ein Gewerbekunde ist. Die Anlage muss entsprechend angepasst sein. Auf den Strombedarf des Hauses, auf den Bedarf.

Und dann ist es auch wirklich fast egal, welches Dach. Wenn man jetzt ein reines Norddach hätte zum Beispiel, da muss man wirklich Abstriche machen. Ein Norddach, das vielleicht auch noch eine steile Neigung hat, da muss man vielleicht Abstriche machen. Aber ansonsten ist es wirklich in Ostdach, Westdach, Südwest-Südost. Also die Neigung spielt dann fast weniger eine Rolle. Alles im Bereich zwischen 10 und 40, 50 Grad. Das geht.

Optimal sind natürlich ein Süddach, ein Südost, Südwest-Dach oder auch ein Ostwest-Dach mit einer Neigung zwischen 20 und 40 Grad. Dann kann man problemlos eine Anlage realisieren. Und vor einem Jahr hat man ja auch bei Kohnkraftwerke sehr häufig gehört. Lohnt sich das denn aus deiner Sicht? Oder sagst du, das ist nur Spielerei? Es gibt viele Menschen, die haben einfach keine Möglichkeit, einen Heikon-Lagen, einen Stromspeicher zuzulegen, weil sie einfach kein eigenes Gebäude haben.

In der Mietwohnung wohnen, wenn da ein Balkon vorhanden ist und der Hausbesitzer dem zustimmt, dann macht auf jeden Fall das Balkonkraftwerk Sinn. Das tut sich auch relativ schnell amortisieren, das Ganze. Kommt wiederum auf den Stromverbrauch darauf an. Wie viel Strom von dem erzeugt, über die Module, ein, zwei Modul, wie viel man selber davon erzeugt, dass du wirtschaftlicher ist. Je mehr man selber verbraucht von diesem Strom, desto wirtschaftlicher wird diese Anlage.

Da kann man davon ausgehen, dass dieses Balkonkraftwerk bei den Preisen, für die man es kaufen kann, die liegen zwischen 300 und 800 Euro in dem Bereich. Dass sich so ein Balkonkraftwerk durchaus in Vier-Nachverbrauch in vier bis sieben Jahren amortisiert. Die gibt es mittlerweile im Baumarkt. Da kommt man ja schnell dran. Ja, man kommt schnell dran. Man kann das relativ einfach installieren.

Aber es gibt trotzdem von uns, von Seiten der Elektrofachkräfte, müssen wir schon die Hand heben und sagen, wenn man so was macht, was ganz wichtig ist, sichere Befestigungen. So ein Samudul wiegt um die 25 Kilogramm. Sie müssen sich vorstellen, wenn draußen ein richtiger Sturm ist, dass es nicht richtig an den Balkon befestigt. Das Modul fliegt davon. Das ist wie ein Segel, das kann einen immensen Schaden anrichten. Deshalb ist zum einen die richtige Befestigung ganz wichtig.

Zum anderen ist die Stabilität des Balkons überhaupt geeignet dafür. Und zum anderen natürlich ... Ja, es wird meistens dann mit beworben, dass man das einfach in die Steckdose reinsteckt. Wir sagen eigentlich ganz klar, da gehört eine richtige Einspeisesteckdose. Montiert von der Elektrofachkraft, die auch vorher mal das Netz sich anschaut, kann ich das überhaupt anschließen und langfristig betreiben, wie sieht die Elektroverteilung aus, wie ist das abgesichert?

Also, das sollte auf jeden Fall auch die Elektrofachkraft rüberschauen. Auch wenn diese Balkonkraftwerke mit Steckern angeboten werden, wo man sich einfach in die Steckdose steckt. Das ist eine Verfehlung von mir, den Fachmann rüberschauen lassen. Theoretisch, okay. Kann man selbst machen, praktisch ist es besser, wenn da noch jemand rüber guckt.

Ein lieber Kollege aus unserer Redaktion, der hat sich Anfang der 2000er eine Solaranlage installieren lassen und hat uns erzählt, dass man damals noch 50 Cent pro Kilowattstunde bekam. Was bekomme ich denn heute? Hat das auch noch irgendwie gefördert, wenn ich mich für eine PV-Anlage entscheide? Hat sich da irgendwas getan? Also, was muss ich da wissen? Ja, also, nach wie vor gibt es jetzt seit über 20 Jahren das EEG, das ist ein Neuerbarenerginengesetzt.

Und früher richtig hat es 50 Cent gegeben. Man darf aber nicht vergessen, dass damals die Photovoltaikanlagen, das Dreifache bis Fünffache, gekostet haben. Und heute bekommt man noch 18, für den Strom, der man in das Netz als Überschuss einspeist. Auch diese Strom, also auch diese Vergütung, wird über das EEG 20 Jahre lang plus das Inbetriebnahmejahr garantiert.

Also, nach wie vor, man braucht nichts Verschenken, man bekommt, wenn es auch eine kleine Vergütung ist, immer noch diese Einspeisevergütung, wobei natürlich das Allerwichtigste der Eigenverbrauch ist, also den Strom möglichst im eigenen Haus zu verbrauchen. Und deshalb gibt es jetzt seit ungefähr zehn Jahren auch die Stromspeicher, wo wir den Überschuss in den Speicher speichern.

Und dann letztendlich nachts über aus dem Speicher wieder aus den Strom, wieder aus dem Speicher entladen, um die Grundversorgung des Hauses über den Speicher abzudecken. Gibt es im Rahmen von dem EEG auch irgendwie Anreize oder Verpflichtung, sogar, dass man bei einem Neubau dann verpflichtend so und so viel PV-Module bis zu einem Jahr dann mitinstallieren muss? Also, gibt es da so Vorgaben, die dann wirklich das auch festlegen in der Zukunft? - Also, es gibt keine Bundesvorgaben.

Es gibt einzelne Länder, vielleicht einzelne Gemeinden, wo das der Fall sein kann. Da muss man jeweils in die Landesbauordnung reinschauen, beziehungsweise auch in die Städtevorgaben. Das ist genauso wie mit der Förderung. Also, es gibt keine weitere Förderung für Photovoltaikanlagen, also weder eine Bundesförderung noch eine Landesförderung. Es gibt einige Städte, einige Kommunen, einige Gemeinden, wo es dann Förderungen bis 2.000 Euro gibt, je nach Anlagengröße und Speicherkapazität.

Aber grundsätzlich gibt es keine Vorgaben bundesweit oder auch Förderungen für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Wir haben ja jetzt viel über die Privatenhaushalte gesprochen. Da können wir mal auch so ein bisschen auf die Gewerbe zu sprechen. Es gibt ja immer wieder kleine und große Gewerbe und viele sieht man aber noch ohne Solaranlage.

Kann man das denn für Gewerbetreibende einfach vereinfachen oder sagt man, nee, da gibt es noch sehr, sehr viele Hürden, deshalb kommen auch viele gar nicht dazu, sich eine Solaranlage zu installieren oder muss man da auch was Besonderes achten? Ja, so ein Gewerbe, also erst mal grundsätzlich vorne weg, jeder, der viel Strom verbraucht, ob das ein Privathaus ist oder auch ein Gewerbebetrieb ist.

Für den rechnet sich also wirtschaftlich eine Anlage an der Photovoltaikanlage auf jeden Fall. Beim Gewerbebetrieb muss man zwei Dinge als erstes beachten, das sind die Grundvoraussetzungen. Das erste ist, man braucht einen Dach, wenn es kein Neubau ist, dann meistens ist es ein Bestandsgebäude, wo die Stadik überhaupt die Mehrlast einer Photovoltaikanlage trägt.

Das heißt, wir reden hier von ungefähr 12 bis 15 Kilogramm an Gewicht, wo wir zusätzlich auf dieses Dach bringen, teilweise in Eck- und Randbereichen, bei Flachdächern kann das sogar höher sein, bis 30 Kilogramm. Und dann muss vorher erst mal als allererstes geprüft werden die Stadik. Das heißt, da muss ein Stadiker drüber schauen, ist überhaupt die Tragkraft des Draches gegeben, der Zustand des Draches, wie alt ist das Dach. Das ist das Erste.

Und das zweite ist, man muss im Gewerbebereich, bei Gewerbeanlagen, gibt es seit diesem Jahr die VDS 6023. Das ist vom Verband der Sachversicherer, ist das eine Vorgabe. Das heißt, die Gebäude sind ja versichert über einen Sachversicherer. Und hier muss man schauen, dass man die Bedingungen erfüllt. Das heißt, da wird nachgesehen, sind brennbare Dämmung verbaut auf dem Dach? Und wie ist die Dachhaut? Ist das eine brennbare Dachhaut, keine brennbare Dachhaut?

Und dementsprechend muss man das eventuell sogar bei der Versicherung anfragen, nachfragen, ob die da Bedenken hat oder ob man irgendwelche Maßnahmen treffen muss, wenn man so eine PV-Anlage baut. Und grundsätzlich sind das die ersten zwei Dinge, die ich jedem Gewerbetreibende anraten würde, bevor er sich mit dem Jahr Gedanken macht, Stadik. Und den Versicherer, den Gebäudeversicherer mit ins Boot nehmen und das im Vorfeld klären. Dann geht das ganz relativ einfach.

Dann ist das wie bei einem Wohnhaus, das heißt, man macht eine Analyse. Wie hoch ist der Strombedarf der Firma? Man passt dann diese Photovolkalkanlage von der Größe der Firma an. Manchmal ist auch irgendwie das Dach der ausschlaggebende Punkt, weil wenn ich halt einen Dach hab, was nur 100 qm hat, dann kann ich da keine 500kw draufbauen. Das geht halt nicht.

Und der Strombedarf, der Lastgang von einem Gewerbebetrieb, das sind die Dinge, wo nach wir schauen, damit der Betreiber dann eine möglichst wirtschaftliche Anlage bekommt, die einen hohen Eigenverbrauch hat. Und wo er ja mindestens 30 bis 50 Jahre lang Spaß daran haben wird, weil die heutigen Solarmoduli, die produziert werden, das ist vielleicht auch noch mal ganz wichtig zu wissen, haben eine Produkt- und Leistungsgarantie von 30 Jahren.

Ja, und das fasst von jedem Hersteller heutzutage. Und das ist, glaube ich, auch noch mal ein wichtiger Punkt. Anlagen können durchaus 30 bis 50 Jahre Strom produzieren. Und wertvoll, die diese Anlage in den nächsten Jahren noch sein wird, das können wir heute noch gar nicht berechnen. Wir können nur sagen, so ein Fehler erzeugt die Anlage, davon haben wir so viel Eigenverbrauch.

D.h. diesen Strom musst du nicht für 25 Cent eventuell beim Energieversorger kaufen, den erzeugst du jetzt selber. Das ist ja auch noch nicht so wichtig für die Anlage. Und wie gesagt, es rechnet sich auf jeden Fall für jeden Gewerbebetrieb. Woran liegt in deiner Ansicht nach die Zurückhaltung der Gewerbetreibenden? Wir haben momentan wirklich schwere wirtschaftliche Probleme in Deutschland, in den meisten Bereichen. Der Konsum ist deutlich zurückgegangen.

Es wird momentan mehr gespart, wie Geld ausgegeben. Jeder Gewerbetreibende überlegt sich momentan zu investieren. Eine Photovoltaikanlage, das sind schon erhebliche Kosten, die man da in die Hand nehmen muss. Auch wenn es sich irgendwann mal amotisiert und rechnet, erst mal Ausgaben und Geld, wo man haben muss. Und von daher gesehen ist gerade im Gewerbebereich momentan doch die Zurückhaltung eher groß. Das hängt natürlich auch alles mit den Strompreisen

etwas zusammen, wie die Strompreise letzten zwei Jahre explodiert sind. Wir hatten teilweise ja 70 Cent an Strompreisen. War die Nachfrage da deutlich größer. Jetzt sind die Strompreise, haben sich wieder normalisiert und hat die Alltagssorgen, die einen so beschäftigen als Geschäftsführer von der Firma. Und deshalb steht das meistens doch etwas im Hintergrund. Aber meine Empfehlung, darüber wenigstens nachzudenken, sich ein Angebot einzuholen, das macht auf jeden Fall Sinn.

Ich habe auch schon gelesen gehabt, dass man PV-Anlagen mieten kann. Macht das überhaupt Sinn? Sagen Mieten es Sinnvoll für eine gewisse Personengruppe oder ist das eher kaufen, die die Wiese? Also im Privatkundenbereich werden diese Mietmodelle ja ganz oft auch von den überregionalen Anbietern aus Berlin oder München oder auch von anderen überregionalen Anbietern angeboten. Das sind meistens doch eher Lockangebote mit "Woh, sind Zerze dahinter stehen?" Man bezahlt dann für

eine Anlager. Ich sage mal, wenn eine Anlager beim Installateur vielleicht 20.000 Euro kostet und man würde es ausrechnen, was man über so ein Mietvertrag, Pachvertrag dann letztendlich bezahlt, dann reden wir davon 50.000, 60.000 Euro. Ja, wie bei das Doppelte. Das macht für mich absolut keinen Sinn, sondern im Privatkundenbereich überhaupt nicht. Es gibt auch schon viele Installateur, die, wenn jemand keine andere Möglichkeit hat, auch Mietmodelle anbieten.

Da muss man einfach mal nachfragen den Installateur. Aber grundsätzlich ist es so, dass das im Privatkundenbereich keinen Sinn macht. Im Gewerbebereich sieht die Welt schon etwas anders da aus, weil da geht es doch um deutlich größere Summen. Man muss sich halt überlegen, ja, nehme ich jetzt das Geld, wo ich vielleicht mir erwirtschaftet habe und kaufe da davon eine Maschine, die ich dringend brauche,

oder irgendetwas anderes oder bau eine PV Anlage. Und da ist vielleicht das eine oder andere Mal schon doch die Finanzierung oder ein Leasing für eine PV Anlage vielleicht doch sinnvoll. Okay, jetzt sitzen wir ja mit dir als Geschäftsführer von Lorenz Energie hier. Wer ist denn bei dir richtig? Also wer ruft da an, sind es die Privatkunden oder die Gewerbekunden, die da bei dir richtig wären? Aber euch seit Jahr 62. Ja, also wir sind ein Gebäudetechnikfachbetrieb.

Photovoltaik ist eines unserer Geschäftsfelder oder ja auch durchaus das Hauptgeschäftsfeld, weil wir das seit 27 Jahren machen können, beherrschen und einfach die Erfahrung darin haben. Aber genauso tun wir für, ob das jetzt ein Einfamilienhaus, ein Mehrfamilienhaus, ist ein Gewerbebetrieb, ist die gesamte Elektroinstallation machen, die ganze Sanitärinstallation machen und natürlich auch die komplette Heizungsanlage, ob das jetzt mit nur Heizen ist oder

Kühlen ist oder mit Lüftung ist. Also wir bieten die komplette Gebäudetechnik an. Seit 2019 haben wir also vor praktisch ja diesen ganzen schlimmen Dingen, die letzten Jahre passiert sind, habe ich mich damals dafür entschieden, wir bauen nur noch Wärmepumpen, weil ich schon immer Wärmepumpen Fan bin, da davon überzeugt bin. Also 2019 habe ich schon die Entscheidung getroffen, kein Öl, kein Gas, kein Holz, keine Pelletma, nur noch Wärmepumpen. Das war eine gute und eine richtige

Entscheidung. Hand habt ihr es auch privat so? Ja natürlich, also im privaten Wohnungsbau bei uns sind, in unserem Gewerbeobjekt. Wir bauen momentan gerade uns in zweiter Standort, bauen eine neue Gewerbehalle mit zusätzlichen Büroarbeitsplätzen, weil wir einfach, ja, wir haben keine Parkplätze, wir haben keine Arbeitsplätze mehr, wir haben keine Lageflächen mehr und deshalb tun wir jetzt praktisch den nächsten Schritt gehen dann für die nächsten Jahrzehnte. Das ist doch schön. Ich glaube,

jetzt wird es auch Zeit für die zweite Schnellfragen runter. Gerne. Also dasselbe Prinzip wie vorhin, ich stelle dir ein paar Fragen und einfach schnell an. Im Pulszeit! Der beste Rad in meiner Lehrzeit lautete? Mit dem Messer richtig umzugehen, dass man sich nicht gleich jeden Tag in die Finger schneidet. Das ist ein guter Rad. Lehre oder duales Studium? Ja, ganz klar, duale Studium, Ausbildung, das ist Fakt, wir brauchen mehr Handwerke. PV Anlage oder Solartipni?

Ganz klar, Photovoltaikanlage. Solaranlage auf dem Dach oder auf der Fläche? Also ich bin kein Freund von zentraler Energieversorgung. Ich bin der zentrale Mensch, der so denkt, dass man, das ist das beste, die beste Lösung ist ganz einfach, dass wir vor Ort im eigenen Haus, im eigenen Betrieb die Energie erzeugen. Wäre ich ein Tag Umweltminister, würde ich folgendes beschließen. Okay, also ganz kurz gesagt, Energie, wenn der konsequent weiterführen,

nachjustieren, verbessern. Ich glaube, das war die längste Schnellfrage runter, die wir bis jetzt hatten in dem Podcast. Aber alles gut, waren gute Antworten dabei, deswegen fass das so, sonst hätten wir dich unterbrochen. Okay, danke. Also alles wunderbar. Ja, wir saßen im vorletzten Podcast schon mal hier mit, also wir sitzen hier in der

Minovaloge im Eintrachtstadion und mit Ausblick hier auf den Rasen. Wir saßen hier, wie gesagt, vorletztes Mal mit jemandem, mit Patrick Meyer und der hat uns verraten, dass das Stadion der Deutsche Bankpark oder wie man im Volksmund sagt, das Waldstadion auch PV-Anlagen aufs Dach bekommen. Jetzt sitzen wir mit dir hier, der die baut, also wahrscheinlich nicht alleine, aber genau, was können sich die Feuerhörer denn darunter vorstellen? Wie funktioniert das? Was hat das Stadion?

Davon kriegt man das vielleicht auch als Stadionbesucher mit? Nee, also man bekommt das als Stadionbesucher nicht mit, weil die Anlage ja auf dem äußeren Ring das Daches montiert wird, also da ist nichts sichtbar, also man fliegt mit dem Flugzeug oben drüber, dann wird man das sehen können und ja, es ist für uns eine ganz besondere Ehre. Läuft die Bierzappanlage dann über

Solainergie? Ja, im Endeffekt schon, aber jede Stadion, also das hat jetzt hier mit der Eintracht jetzt weniger zu tun, aber jede Stadionverbrauch wirklich gewaltig strom, das sind die ganzen Kühlakrika, alles was da damit zusammenhängt, was hier allein die Grundlast von so einem Stadion, die ist enorm immens, das heißt in dem Fall ist es so, dass die Anlage hier nur einen kleinen Teil des Strombedarfs dazu beiträgt, aber besser einen kleinen Teil als gar nichts, also auf jeden Fall

es wird ja auch noch hier in beide Anlagen investiert, ich glaube, nebendran haben wir ein Parkhouse schon bestückt mit Photovoltaik und ja, Schritt für Schritt und ich denke, da wird es vielleicht noch weitere Projekte geben, aber ich glaube, es ist ganz gut, wenn auch die Bundesliga hier und die Stadionbetreiber hier mit gutem Beispiel vorangehen und auch ein Zeichen für erneuerbare Energien setzen. Stimmt, ja. Mein Oma und Lorenz sind ja Partner, was verspricht du dir von

dieser Partnerschaft? Ja gut, als Geschäftsführer von Lorenz Energie ist es natürlich für uns gerade in Zeiten wie heute, wo wir doch wirklich viele Probleme haben, wir haben also die eine der größten Baugrisen, die Einbrüche im Bausektor, die sind 30 bis 50 Prozent, teilweise sogar noch höher, das betrifft natürlich auch jetzt zum Beispiel elektriger Heizungsbauer, jeder der natürlich im Wohnungsbau tätig ist, hat dazu knappen dran und es ist immer gut, wenn man einen

ganz großen, einen richtig starken Partner, wie die Manova hat, der vor allen Dingen fair im Umgang mit einer Beteiligung ein jederzeit zur Seite stützt und ein unterstützt, das sind viele Dinge, ob das jetzt ein Rechtsding sind oder einfach in der Weiterentwicklung der Firma über den normalen Handwerksbetrieb hinaus Dinge voranbringt und deshalb schätze ich diese tolle Zusammenarbeit und natürlich ist Manova auch ein wichtiger Grunde für uns und ich bin sehr froh, dass wir diesen

Schritt gemeinsam gegangen sind. Gerade mit dem Blick in die Zukunft sind da sicherlich einige Themen, wo man da Synergien nutzen kann. Ja genau, also das ist das der Punkt, warum auch Manova sich für uns entschieden hat damals, weil wir einfach viel Erfahrung haben. Wer wissen wirklich, was wir tun in dem Bereich und auch eine Firma wie Manova muss natürlich letztendlich auch einen hochweggen Partner haben für seine Kunden und ich glaube, das ist wirklich eine tolle

Zusammenarbeit und kann mich nur wiederholen. Ich bin da sehr dankbar drüber. Es gibt immer noch den einen oder anderen, der sagt hier im Nachtsedunkel und im Winter habe ich auch nicht so viel Sonne, wie würdest du dem entgegentreten, was sind da deine Argumente, die dann doch für eine V-Anlage sprechen und das vielleicht bis sie entkräften? Ist absolut der Blödsinn, weil jede Photovoltaikanlage sich definitiv eindeutig rechnet. Ich gebe mir einfach mal jetzt mal ein Beispiel.

Man hat ein älteres Ehepaar, das braucht 2500 Kilowattstunden Strom im Jahr, eine Anlage 5, 6 kW, ein kleiner Stromspeicher mit 5 Kilowattstunden. Da kann man davon ausgehen, dass diese Anlage sich dann in 12 bis 15 Jahren amortisiert. Das ist eine Anlage, die auf den Verbrauch, den Stromverbrauch, auf die Verbraucher einfach angepasst ist. Es macht hier keinen Sinn, eine Anlage mit 20 kW zu bauen, die also 18.000 Kilowattstunden Strom erzeugt zum Beispiel, wenn nur ein Strombedarf

von 2500 Kilowatt demgegenüberstehen. Das macht keinen Sinn. Anders sieht es aus bei einer Familie, zwei Kinder, Elektroauto, Wärmepumpe, Lüftungsanlage, Klimatisierung vielleicht noch, 10.000 Kilowattstunden im Jahr, Strombedarf. Da kann die Anlage ruhig dann 10 bis 20 kW groß sein, ein 10 Kilowattstunden Stromspeicher, vielleicht auch Größe. Und dann werden diejenigen auch daran richtig viel Spaß haben. Und nach da muss man von der Amortationszeit von ungefähr 12 bis 15

Jahren ausgehen. Alles was sonst teilweise auch über das Web oder über Deutschlandweite anbiede, das rechnet sich in sechs Jahren oder in acht Jahren, das ist alles Blödsinn. Also das muss man ganz ehrlich sagen, eine Anlage, wenn sie richtig gebaut wird, mit fachgerecht gebaut wird, mit vernünftigem Material gebaut wird, die kostet dementsprechend ihr Geld. Und das tut sich nicht von heute auf morgen amortisieren. Also im Grunde grundsätzlich Fakt ist, sie amortisiert sich,

jede paar Fahreinlage lohnt sich, sofern man sie auch auf seinen Bedarf anpassen hat. Und dann sind wir auch wieder beim Thema, man braucht jemanden, der sich damit auskennt und der einem da auch so ein bisschen mitteimt den Weg geht, weil so als Leih kann man das wahrscheinlich schlecht selbst beurteilen. Vielleicht weiß ich, dass ich keinen Elektroauto habe, dass ich ständig am Haus auflade. Ja, also das ist wirklich ein ganz wichtig Punkt. Wir haben es ganz am Anfang

gesprochen, ein örtlicher. Wir freuen uns natürlich über jede Anfraher bei uns in der Firma, keine Frage. Aber natürlich der örtliche Installateur-Fachbetrieb vor Ort, der einfache Erfahrung hat im Bereich von Photovoltaikanlagen, Stromspeichern, das wäre meine erste Empfehlung. Und da möchte ich aber auch nochmal auf eine Sache ganz besonders hinweisen,

das ist Thema Arbeitssicherheit. Man sieht ganz oft leider, dass Photovoltaikanlagen auf ein, zwei, drei geschossigen Häusern nur mit Leiden oder nur mit einem Standgerüst ohne Absturzsicherung und ohne alles gebaut werden, das ist natürlich verheerend. Die Arbeitssicherheit steht über allem, muss vor allem stehen und das kostet Geld. Und mit 500 Euro Gerüstkosten,

damit kann man keine Arbeitssicherheit herstellen. Das ist absolut der Blödsinn. Und auch der Betreiber oder der Auftraggeber sollte wissen, wenn da wirklich was passiert, dann steht er unter Umständen mit in der Haftung. Also da ist wirklich auch Augen auf beim Anbieter, was macht die Arbeitssicherheit, wie wird die Gewährleistung, das würde ich auf jeden Fall raten, das nachzufragen.

Also sehr guter und wichtiger Hinweis sollte man definitiv drauf achten. Vielleicht wenn wir gerade auch so beim Wiederlegen von Thesen sind, Frankfurt ist ja die Stadt der Hochhäuser und vor Jahren sprach man auch darüber, PV-Module in Fenstern oder Fassaden der Wolkenkratzer einzubauen. Ist das eine grundsätzlich gute Idee oder würde es zudem auch widersprechen und sagen,

nee, das bringt doch alles gar nichts? Also grundsätzlich finde ich die Idee gut. Wir durften hier in Frankfurt das Stadtaktivhaus der ABG in Frankfurt mit Photovoltaik ausstatten, auch ein ganz besonderes Projekt. Das war damals das größte Plus-Energie Wohnhaus der Welt und hat den Europäischen Solar Award gewonnen. Da ist eine komplette Solarfassade gebaut worden, natürlich auch auf dem Dach-Solar-Module, auch ein großer Lithium-Speicher im Keller, den man da installiert

hat, um einfach dieses Plus-Energie zu erzeugen. Und bisher sind diese Anlagen, Fassadenanlagen recht aufwendig, sind meistens Sonderlösungen, die angeboten werden und das ist so ein bisschen der Knackpunkt. Also wenn man da vielleicht ein standardisiertes System entwickelt, was es vielleicht auch gibt und was ich gar nicht kenne, ich bin nicht allwissend, dann macht das durchaus Sinn. Also ich bin da wirklich auch Solarfassadenanlagen, finde ich eine gute Lösung. Danke dir für

deine Antwort. Aber jetzt habe ich gerade nochmal drüber nachgedacht. Im Grunde braucht man ja jetzt, wenn ich rausgehört habe, fast immer eigentlich trotzdem noch ein bisschen Energie, die man nicht abdecken kann mit PV-Anlagen. Gibt es trotzdem den Fall, dass man, wenn man möchte, autark leben kann, wenn man sich so eine PV-Anlage so einrichtet oder ist es so gut wie unmöglich? Ja, vergelte ist alles möglich. Also das ist ganz klar. Also man bekommt da auch 100 Prozent

Autargie gerade hin, aber man muss dafür wirklich sehr viel Geld in die Hand nehmen. Macht aus meiner Sicht keinen Sinn. Wir haben in Deutschland immer noch eines der stabilsten Stromnetze, die es gibt, in Europa und weltweit. Die Stromausfälle sind sogar trotz der Panikmache, die manchmal gemacht wurde in den letzten Jahren eher rückläufig. Und von da gesehen haben wir ein stabiles Netz. Und wenn wir mit einer Photovoltaikanlage jetzt einen Autargiegrad hinbekommen,

der bei 50 bis 70, 75 Prozent liegt, dann ist das schon eine tolle Sache. Und wenn nur noch 25 Prozent von seinem Strom beim Energieversorger kaufen muss und das funktioniert ohne Probleme, wenn es eine angepasste Anlage ist, worüber wir gesprochen haben, dann ist das vollkommen egal, ob es eine kleine 5-Kawianlage ist, eine 20-Kawianlage, also im Gewerbebetrieb eine 500-Kawianlage ist,

dann kann man einen Relativon Autargiegrad hinbekommen. 100 Prozent Autargie wie auf einer Bergkette, wo wir keine andere Möglichkeit haben oder in Afrika, da haben wir auch schon installiert,

ist bei uns einfach nicht erforderlich. Ich muss sagen, jetzt gerade wo du es gesagt hast, mit den Stromausfällen, als Kind kann ich mich noch total oft daran erinnern, dass will ich mal Kerzen holen muss, aber ich glaube, wenn ich jetzt die letzten Jahre zurückdenke, ich kann mich nicht daran erinnern, weil das letzte Mal bei mir wirklich dunkel war, weil der Strom gefehlt hat. Für einen sind wir vielleicht für ein paar Minuten, aber vielleicht mache ich auch einfach

nie das Licht an. Ich habe von den überregionalen Netzbetreibern vor kurzem mal eine Statistik angesehen und da ist es wirklich weniger geworden die letzten Jahre. Vielleicht wohne ich auch einfach nur praktisch an der guten Stelle, wo ich nicht so oft Strom ausfällt. Ja, aber insgesamt gibt es

natürlich Bedenken. Also wir haben durch die Energiewende, eins ist ganz klar, wir werden in den nächsten Jahren noch unglaublich viel mehr Energie benötigen, das heißt für die Elektromobilität, zum einen für die ganzen Wärmepumpen, die angeschlossen werden, für weitere Rechenzentren, das ist die Verschlingen ja so viel Strom wie eine Kleinstadt. Und davon haben wir in Frankfurt einige. Ja, aber auch um Energien umzuwandeln, einfach um synthetische Treibstoffe herzustellen

oder auch andere Dinge, also der Energiebedarf für die nächsten Jahre deutlich ansteigen. Und die Photovoltaik ist ein Baustein in dieser ganzen Energiewende, aber es gibt natürlich noch viele andere Bausteine. Wir brauchen das digitale Stromnetz, wir brauchen ein regelbares Netz, das ist verschlafen worden in den letzten 30 Jahren. Eigentlich braucht man dazu auch überall Glasfaseranschlüsse. Ja, und auch da wissen wir, da hängen wir malenweit hinterher, wenn man sich

den Rest von Europa ansieht. Das sind alles richtig große, viele Baustellen, die wir da vor allen Dingen die Energieversorgung vor der Brust haben. Und ja, ich denke Aufgaben sind gewaltig, sind riesig und trotzdem mache ich mir da eigentlich keine Gedanken, dass wir das nicht hinbekommen. Von heute auf morgen ist es nicht getan, aber einen kleinen Schritt geht es auch voran. Ja, ganz genau. Und wie schaust du auf die Solarbranche in Deutschland? Was hält da die Zukunft?

Also momentan ist es so, dass der Markt wie in der Baubranche, wie in anderen Geschäftsfeldern, doch eher rückläufig ist, die Nachfrage rückläufig ist, obwohl die Modulpreise zum Beispiel so günstig wie noch nie sind. Vielleicht haben sie jetzt alle eine. Das kommt einfach daher, wir tun momentan weltweit die 2,5-fache Menge an Solarmodulen produzieren, die eigentlich im

Markt benötigt wird. Und das hat es jetzt in den letzten 30 Jahren schon öfter mal gegeben, dass teilweise heute Hersteller, die Nummer 1 waren weltweit, übermorgen nicht mehr da waren. Also es wird auch da wieder, glaube ich, eine Marktbereinigung geben, dass wir konsequent die Energiewende weiter vorantreiben und da nicht nachlassen, sondern immer wieder nachbessern.

Und deshalb glaube ich schon, dass der Weg für die Elektrofachkräfte im Bereich auch von der Voltaik in ganz Deutschland sehr, sehr positiv für die Zukunft ausseht. Gut, dann erstmal vielen, vielen Dank, dass du heute da warst. Danke, dass du uns rede und Antwort gestanden hast. Ja, sehr gerne. Dann danken wir auch euch fürs Zuhören. Wir hoffen, ihr konntet wieder einige Impulse mitnehmen. Und wenn ihr keine Folge mehr verpassen möchtet,

abonniert unseren Kanal und schaut auf Social Media vorbei. Mehr Infos findet ihr wie immer in den Show notes oder auf www.minova.de/podcast. Wir wünschen euch noch einen energiereichen Tag. Tschüssi. Tschüss. Energieimpulse – powered by Mainova. [Musik]

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