David Conlin, Naturschützer und Poet: "Ich liebe es Europäer zu sein!" - podcast episode cover

David Conlin, Naturschützer und Poet: "Ich liebe es Europäer zu sein!"

Nov 24, 202536 min
--:--
--:--
Download Metacast podcast app
Listen to this episode in Metacast mobile app
Don't just listen to podcasts. Learn from them with transcripts, summaries, and chapters for every episode. Skim, search, and bookmark insights. Learn more

Summary

David Conlin teilt seine vielseitigen Lebenserfahrungen, beginnend mit seiner Zeit als britischer Offizier und seinen frühen Kontakten zu Deutschland. Er spricht über seine Arbeit als Poet, seine vielen Buchübersetzungen und seine lebenslange Leidenschaft für den Vogelschutz, insbesondere im Kampf gegen illegale Jagd auf Zypern, wo er sogar mit Jonathan Franzen zusammenarbeitete. Das Gespräch beleuchtet auch persönliche Anekdoten wie seine Begegnung mit der Queen Mother an der Berliner Mauer und sein Leben in Tschechien.

Episode description

David Conlin war als britischer Offizier und - fast ein halbes Jahrhundert später - als Vogelschützer an der Seite von Jonathan Franzen auf Zypern im Einsatz. Später arbeitete er im Alliiertengefängnis in Berlin und hatte dort Kontakt mit Rudolf Heß. Heute ist der 82Jährige Naturschützer und Poet.

Transcript

Poesie und die Kunst der Übersetzung

Grüß Sie, mein Gast heute ist David Conlin. Herr Conlin, was haben Sie zuletzt gedichtet? Zuletzt habe ich ein Gedicht von Eskalaske Schule, habe ich übersetzt ins Englischen und zwar Das blaue Klavier. Selbst habe ich in letzter Zeit nicht so viel gedichtet, weil ich mich auf Übersetzung bzw. Interpretation von deutscher Dichte konzentriert habe. Das bei Stefan Parisius auf Bayern 2. David Conlan, Vogelschützer und Poet.

Und uns zugeschaltet per Leitung aus Berlin. Herr Conlin, schön, dass Sie Zeit für uns haben. Als Sie noch mehr gedichtet haben und viel selbst geschrieben, was hat da entschieden, ob es auf Deutsch oder auf Englisch dann festgehalten wurde? Ob ich auf Deutsch oder Englisch gedichtet habe? Ja. Ich habe auf Englisch, eigentlich habe ich mein ganzes Leben lang in der Grünschule gemacht.

Und später immer zwischendurch Kollegen in der Armee und im diplomatischen Dienst haben ihm gesagt, David, wir möchten eine schöne Karte zum Geburtstag, kannst du was dichten? Aber ich habe richtig angefangen vor elf Jahren. wo zu Weihnachten, wir lesen immer was vor mit der Familie zusammen, und da kam diese wunderschöne, skurrile Gedicht von L'Oreal, Advent. Und das habe ich in Englisch übersetzt.

Und im nächsten Jahr war ich in seiner Website und ich habe das hingeschickt. Und zu meinem Erstaunen, zwei Wochen später bekam es eine E-Mail. Das mich bedankt für diese wunderschöne Übersetzung, das mein Vater sehr gut gefallen hat. dass die so gut gereimt haben und die Atmosphäre richtig eingefangen haben. Und das von DeLorio selbst. Na, großartig. Unterschrieben von...

Leben in Deutschland und schriftstellerische Werke

Bertine von Bulow. Aha, wunderbar, großartig. Das heißt aber, wenn ich das jetzt richtig rausgehört habe, sie... Sie träumen wahrscheinlich auch noch Englisch. Wenn Sie schreiben, ist es Englisch. Aber Deutsch ist ja nun auch wirklich keine Fremdsprache mehr für Sie. Seit wann sind Sie in Deutschland? Ich bin seit jetzt 45 lang ununterbrochen, wohne in Berlin und teilweise jetzt auch im Sommer im Tschechien. Aber ich bin zum ersten nach Deutschland gekommen als junger Offizier 1965.

Und war in Kasiniert im Spandau. Und wie ist das mit dem Träumen? Träumen Sie inzwischen auf Deutsch oder ist das immer noch im Englischen? Nein, es ist beides. Es ist sehr interessant. Ich habe drei Töchter mit meiner mittleren Töchter, die Autorin ist. Wir sprechen miteinander und die Leute daneben sagen, sie sprechen in zwei Sprachen, sie wechseln die ganze Zeit. Und wir merken das ja gar nicht.

Also ich merke auch nicht, ob ich es in Deutsch oder in Englisch träume manchmal. Also gut, wir bleiben jetzt mal im Deutschen ein bisschen. Sie haben viele Bücher übersetzt, haben Sie gerade schon gesagt, andere Bücher selbst geschrieben. Wir hatten auch viel Zeit, 82 Jahre immerhin. Bis jetzt, wie viele Bücher sind es bisher insgesamt? Das ist 16 und ich arbeite an weiteren drei oder vier.

16, die meisten sind in Englisch, auch Kinderbücher von meinen Enkelkindern. Aber was mich richtig dann hier motiviert hat, war, wo ich vor 80 Tagen zu Hause saß wegen Corona, weil ich habe eine Herzgeschichte. Und dann saß ich am Fenster am Computer und dann habe ich über... geschrieben, über den Amazon-Mann, der gekommen ist, über alles, was draußen passiert ist, über die Weltpolitik, über Deutschland, über meine Heimat und sonst was. Und das habe ich genannt, die Corona Chronicles.

Und dann kam dieser furchtbare Einmarsch von den Russen in der Ukraine. Und dann habe ich ein Buch nur über die Ukraine geschrieben, Gedichte, über die armen Kinder, über Krieg, über, ja.

Vogelschutz im Mittelmeer: Kampf gegen Wilderei

Und das lag mir im Herzen, weil nach der russischen Einmarsch im Krim waren Teil meiner alten Regiment da in der Ukraine als Ausbilder. Und da hatte ich so auch eine Verbindung. Auf die Bücher und gerade auf die Ukraine-Gedichte kommen wir nachher noch ausführlich. Jetzt will ich erst nur noch mal den Vogelschützer kurz erklären und rausziehen, nachdem wir das ja gerade in dem Vorsatz da gehört haben.

Eine Ihrer ganz vielen Facetten, vor allem auch im Kampf gegen wildere und illegale Jagd im Mittelmeer, Malta, Zypern. Sie waren zuletzt da, das ist schon zwölf Jahre her, wenn ich das richtig weiß. Ist das aktuell immer noch so ein Thema dort? Es ist ein Thema mehr bei mir. Ich meine, ich habe aufgehört, aktiv zu werden mit 72. Das ist jetzt zehn Jahre her.

Man wird immer wieder angegriffen und wie man selbst weiß, um älter man würde, würden die Blessure, die heilen nicht so schnell. Aber ist das Thema, ich meinte, ist das Thema dort vor Ort noch so ein großes? Absolut. Quasi teilweise mehr. Es lässt nicht ab und in der Zwischenzeit sind meine ehemaligen Kollegen auch aktiv in Spanien und wie immer vorher auch in Norditalien. Ja, es ist sehr aktuell im Moment.

Militärdienst und frühe Naturverbundenheit

Ihr Regiment haben Sie gerade schon erwählt, Ihre Zeit beim Militär, beim Britischen 21 Jahre waren Sie insgesamt da. Irgendwie, finde ich, passt die Militärkarriere gar nicht zum Poeten, zum Vogelschützer oder sehen Sie das anders? Ach, wissen Sie, ich bin auf dem Land geboren, in einer kleinen Stadt in Wales und mein irischer Großvater hat uns immer an lange Spazier gegangen und er kannte die Natur sehr gut.

Und ich wusste von sieben oder acht, die ganzen Vögel, die in der Landschaft sind, die Bussarde, die Krähe, alles was da gibt es. Dann bin ich ins Internat gegangen und am ersten Tag ins Internat. Wir würden dann gesagt, in welches Haus wir gehen, ein bisschen so wie Harry Potter. Und ich musste über diesen Rasen laufen und da stand ein Benediktiner Mönch.

in schwarze Soutane mit graumelierten Haaren und eine Dohle auf seinen Schultern. Das war wirklich wie Harry Potter. Richtig wie Harry Potter. Richtig wie Harry Potter, ja. Und der hat uns immer weiter Vogelbeobachtungen beigebracht. Und dann bin ich in die Armee gegangen. Das Erste, was man als Offizier bekommt, ist ein Fernglas.

Ich hatte vorher kein Fanglass selbst. Also so war das gar kein Widerspruch, im Gegenteil, sondern es hat ganz gut zusammengepasst. Ich war ja auch auf Sieben, ich war in Afrika, ich war in Nord- und Mittelamerika und ich habe wunderschöne... 1 zu 1 der Talk. David Conlon ist das, der uns aus Berlin zugeschaltet ist. Jahrgang 1943, geboren eben in Wales. Ups, ältestes von neun Geschwistern. War das damals so üblich in der Gegend?

Irische Wurzeln und frühe Deutschlandkontakte

Nein, nicht richtig. Aber man muss verstehen, dass meine drei Großeltern, drei von meinen vier Großeltern waren aus Irland. Und meine Mutter war eine richtig kleine Irin. Und die Irin haben eben große Familien. Und wir waren auch in einer katholischen Familie, in einer kleinen Stadt. Und was wüsste ich wahr, ich bin fast zu Ende der Krieg, im Zweiten Weltkrieg geboren.

Wir hatten eine sehr kleine katholische Gemeinde, weil die Wallis sind alle Presbyteria, Resilience, Congregationalist, Primitive Methodisten, Baptisten, das war meine wallisische Großmutter. Und wir hatten eine kleine katholische Gemeinde. Und da, 43 bis zum 47 bis zum 50, hatten wir Leute aus Osteuropa, viel Tschechen, viel Polen, die im Krieg übertrieben waren, und auch Italiener.

Und dann nach dem Krieg, ich kann mich erinnern, das war 1947, da war eine Gefangenenlage für Deutschen außerhalb der Stadt, aber die hatten dann Freigang. Und die meisten davon waren junge Männer aus dem Saarland. Also es waren richtig Kriegsgefangene, die dann da waren. Kriegsgefangene, ja. Okay. Und die kamen zur Kirche, die waren Katholiken aus dem Saarland. Und meine Mutter hat immer fünf oder sechs zum Frühstück anschließend eingeladen, wo die dann zurückmarschieren musste.

Und dann nach einer Weile hat sie gefragt, wie die irische Mutter neben tun. Dann schreiben sie ihre Mutter und so weiter und sie sagen, nein, wir dürfen nicht, wird alles sensiert, kommt nicht durch. Und sie sagt, sie setzen sich hier hin, ich schicke die Briefe ab und die Briefe kommen hier zurück. Und da umgehen wir die Zensur. Und sie sagt, das ist mir egal, weil das sind sowieso nur die Engländer. Und einer davon, Robert Beer, ist zurückgegangen über den Priester im Saarland.

Alle neun Kinder wurden von ihnen über die Jahre mehrmals eingeladen, mit allen Fahrkarten bezahlt zu ihnen in Saarland. Das war meine erste Erfahrung mit Deutschland. Korrektur, das war immer noch Frankreich. Aber da habe ich dann Sauerkraut und Wurstchen und Rummel und sowas alles erlebt. Meine Mutter hat Kontakt mit Robert Beer, bis er gestorben ist.

Königin, Internat und klösterliche Überlegungen

Das waren also die frühesten Kontakte, die internationalen. Ich habe mir nur nachgeschaut in der Vorbereitung. Als sie zehn waren, wurde Queen Elizabeth gekrönt. Gibt es da eine Erinnerung? Ja. Ja, das ist einer dieser Momente, die man nie vergisst. Und gleichzeitig dazu war natürlich die Besteigung von Everest, auch im gleichen Jahr.

Ja, natürlich erinnere ich mich daran. Und wie immer in Großbritannien, Grips goes to Street Parties und so. Aber ja, dass ich richtig teilgenommen habe, kann ich... War nicht so sehr viel. Mein Kind, es war Spaß, da war Partys auf der Straße und so weiter. Naja gut, und ich meine, als Ihre, da steht man ja möglicherweise im britischen Königshaus ohnehin so ein bisschen distanzierter erst mal gegenüber, oder?

Ja, das ist so eine komische Beziehung. Die Briten sind immer stolz, auch in Irland, die sind immer stolz auf die Königin. Elisabeth war die erste britische Monarkin, die nach... der Republik von Irland hingegangen ist, weiß nicht in welchem Jahr. Sie war sehr beliebt und ich habe sie auch ein paar Mal getroffen hier in Berlin.

Wie viele andere hier, wo ich diplomatische Dienste gemacht habe. Toll, wenn man das so sagen kann. Ah ja, die Queen war sehr beliebt. Ich habe sie ja auch ein paar Mal getroffen hier bei uns. Fantastisch, da kommen wir noch zu. Aber jetzt müssen wir erstmal die Jugend vielleicht noch ein bisschen besprechen. Sie haben schon angedeutet. Ich weiß nicht, wie das damals war. Heute sind Internatsschulen, gerade auch in England, vergleichsweise teuer.

dass die Eltern mit neun Kindern leisten? Die könnten es gar nicht leisten. Ich habe ein Stipendium bekommen. Da gab es unter der 1944 Bildungsgesetz, dürften Eltern ihre... Kinder zur confessionellen Schule schicken. Und wenn keiner in der Nähe war, ist der Staat dafür etwas eingetreten zu unterstützen. Und ich habe dann auch ein Stipendium gewonnen. Und dadurch kam ich da hin.

Und es war vielleicht fünf tollste Jahre meines Lebens. Die fünf tollsten Jahre Ihres Lebens. Haben Sie dann auch selbst mal überlegt, ins Kloster zu gehen? Ja. Wie haben Sie das erahnt? In dieser Atmosphäre, in der Benediktina, sind eine sehr offene Orden. Ich war sehr beeindruckt und es war ein tolles Leben. Und mein erster Rugby-Trainer war ein Mönch. Der späte, der britische... Entschuldigung, weil dieser Satz ist auch so wunderschön. Ihr erster Rugby-Trainer war ein Mönch.

Das klingt bei der auch nicht unbedingt sofort zusammen, Mönch und Rack. Der Bruder Mark, der gerade hier letztes Jahr verstorben ist als Bischof, aber der war auch Trainer der britische Akte. in den Olympischen Spielen. Er hat ein Goldmodell gewonnen. Ihr erster Rugby-Trainer war ein Mönch. Die Frage war, ob Sie auch mal selbst überlegt haben, ins Kloster zu gehen. Das habe ich auch überlegt. Letztendlich wollte ich die weiten Wälder ein bisschen sehen.

Aber da war eine Phase, wo ich war ja auch Sakristan und habe alles in der Kirche gemacht und jeden Morgen zum Messe als Messdiener und sowas. Es war ein schönes Leben und wir hatten einen wunderschönen Chor da und alles. Es war wirklich toll. Aber ich wollte ein bisschen...

Eine lebenslange Leidenschaft: Ornithologie

weiter über den Tellerrand gucken. Und die Begeisterung für Vögel, die sie früher also schon hatten als Kind, die dort dann durch den anderen Mönch, von dem Sie schon erzählt haben, weiter gefüttert worden ist, die hat sie die ganze Zeit über weiter begleitet? Ja. Ja, absolut, mein ganzes Leben lang und ich war immer in einem Vogelschutzverein. Ich habe ja auch jetzt sehr große Kontakte mit deutschen Vogelvereinen hier, gerade weil...

Nach der Wende war ich viel verreist in der ehemaligen DDR. Und da habe ich sehr viel Übersetzungsarbeit gemacht, weil viele die Ornithologen in der Osten haben ihre... sehr interessante Werke, zum Beispiel über der Wandelfalke, veröffentlichten Russisch. Und die wollten dann unbedingt nach Lavender. in der Weltsprache kommen, in Englisch. Und ich habe sehr viel von Deutsch in Englisch übersetzt. Und da habe ich so viele...

Gute Freunde, Kontakte von Mecklenburg bis Sachsen. Also eine Leidenschaft, ein Leben lang. Jetzt haben Sie vorhin schon gesagt, es ging nicht ins Kloster, weil Sie sich mehr von der Welt anschauen wollten. Aber das war vermutlich nicht der Grund dafür, dass Sie dann zum britischen Militär gegangen sind. Was war da der Auslöser?

Das ist eine Familiengeschichte. Mein mutterlicher Großvater, David O'Brien, war in der Cornwall Rangers, 22 Jahre, hat in Indien gedient, er war im Ersten Weltkrieg, meine ich, in Belgien. Und der wohnte bei uns zu Hause, nachdem meine Großmutter gestorben ist. Und der hat einen großen Einfluss auf mich, unter anderem, dass ich bin... Im Herzen mehr irisch als verliesisch, weil er hat zu Hause der Geige gespielt. Und jeden Abend, wir hatten keine Fans sehen damals natürlich.

Und er hat Geige gespielt, meine Mutter hat gesungen, meine Mutter hat auch Medaillen gewonnen für irische Tanzen und so weiter. Und dann habe ich die ganzen Lieder mit denen gesungen, bis ich ins Bett geschickt würde. Und dann, ich dachte der Armee. Da kann ich mich auch verbessern, ein bisschen weiter der Sozialleiter hochklettern. Und so war es ja auch. Und dann kam ich in das irische Regiment, da könnte ich auch weiter singen mit diesen Soldaten.

Ein Zuhause in Tschechien finden

Zwei Menschen. Im Gespräch auf Bayern 2. Stefan Parisius trifft David Conlon. Hat ein Haus in Ustje nad Labem. Das ist in Tschechien, Böhmen an der Elbe, gar nicht so weit von Dresden. Wie sind Sie ausgerechnet dahin gekommen? Ah, das kommt durch meine dritte Frau. Meine dritte Frau kommt aus Tschechien. Sie ist auch seit 1975 oder so, lebt sie in Berlin. Und wir haben uns kennengelernt in unserer Kiezkneipe.

Und das ist jetzt vor 33 Jahren. Wir sind ja dann 21 Jahre verheiratet. Und wir sind dann zu Besuch bei Verwandten in der Nähe von Östinat Labem. Und es hat mich so sehr erinnert, große Fluss und Berge an meine Heimat in Wales. Und ich habe zufällig gesagt zur Freundin dort, ach ich kann mich vorstellen hier einen Sommersippe bringen, kleinen Sommerhaus oder so.

Und wir waren dann ein Jahr später, wir haben Urlaub auf Silt gemacht und mein Handy hat geklingelt. Und die haben gesagt, ich glaube, wir haben was gefunden für euch, ein Häuschen. So sind wir dann einen Monat später dorthin gefahren. Letztendlich haben wir was ganz anderes gefunden. Und dann haben wir gesagt, das nehmen wir, sehr wunderschön, Blick auf die Elbe und Erzgebirge. Wie in Wales, nur mit besserem Wetter.

Ja, genau. Wie viel Zeit verbringen Sie da? Wir machen das wie die Autoreifen von Osten bis Oktober.

Frühe Militärerfahrungen: Zypern-Missionen

So sechs Monate quasi, sieben Jahre. Dann haben wir ja Glück, dass wir Sie jetzt schon wieder in Berlin erwischen im Augenblick. Also es ist ja nicht nur Tschechien, sondern mit dem Leben in unterschiedlichen Ländern haben Sie ja ausgiebig Erfahrung durch Ihre Militärzeit eben zum Beispiel Malawi, Belize und dann als allererstes war es gleich...

Zypern, wo sie als 20-Jähriger in Friedensmissionen dort in den Bürgerkrieg geworfen wurden. Da haben sie auch viel Furchtbares erlebt, wenn ich das richtig gelesen habe. Ja, das war natürlich in dem Alter. Man ist natürlich gut ausgebildet. Ich hatte zwei Jahre Ausbildung auf der renommierten Royal Military Academy Sandhurst. Und dann, ich war quasi ein Jahr im Regiment und dann...

gab es diesen Auseinandersetzungen zwischen den türkischen und griechischen Cyprioten. Und wir waren der Speerspitzebataillon der britischen Armee und auch 24 Stunden... Bereitschaft. Wir sind da hingeflogen und würden wir geschickt erstmal in der Stadt Lanaka, wo wir diese grüne Linie patrouilliert haben. Und dann würde ich geschickt zu einem kleinen Bergdorf.

was wirklich halbe halbe türkische und griechische Syprioten waren. Und da waren große Feindschaften da. Und ich glaube, das zweite, dritte Tag hatten wir einen Bericht, dass irgendjemand... ein alter Bauer totgefunden wurde und ich fahre da hin und da liegt dieser alte Mann mit dem Genickschuss, der erste Tod, den ich überhaupt gesehen habe. Und dann ging es immer weiter, aber das Schlimmste war, wo...

Wirklich ein Krieg zwischen den beiden teilenden Dörfern anfing. Wir sind in die Mitte gegangen und haben die ganze Zeit aufgerufen, sie sollen aufhören. Aufhören zu schießen, wir wollen verhandeln und so weiter. Damals hatten wir unser blauer Barretts an. Und ein sehr guter Freund von mir, ein sehr netter Polizeiinspektor, griechische Prioten, stand neben mir.

dicht an dicht, wir waren Schulter an Schulter, weil man fiel einen Schuss und der suckte und ist hingefallen. Und ich merkte, da wird er hier in Brust, hier vorne getroffen. habe ich gesucht nach der Lage auf seinen Rücken, habe gesucht nach einer Ausgangswunde, könnte nicht finden und er hat so sehr geblutet, ich wollte ihn nicht so viel berühren.

Und man könnte sowieso nicht eine Massage machen und das sah ja furchtbar aus. Und wir haben dann erstmal eine Hubschraube angefordert und ich habe dann angefangen, die Mund zu Mund Atmung zu geben. bis ich gemerkt habe, dass ich tot war. Nach solchen Erfahrungen und dann so schnell vor allen Dingen, so jung eben auch noch, haben Sie je überlegt, den Dienst zwischendurch zu quittieren und zu sagen, hey, Bürojob ist auch was Schönes? Nein.

Nein, man weiß, dass man etwas Wichtiges tut. Ich hatte nie einen Zweifel daran, dass mein Dienst in der Armee nicht wirklich wichtig war.

Karrierewechsel und Berliner Stationen

Man sieht heutzutage das Fichte Grenier. Ich weiß nicht, was auf Deutschland kommt. Ich weiß nicht, was auf Europa kommt. Aber man kann nicht einfach da sitzen. Man muss hingehen, man muss was tun. Sie waren immer wieder unterwegs an anderen Stationen, auch zweimal in Berlin.

1965 und dann ab 1980 wieder. Wie kam es? Haben Sie sich dasselbe ausgesucht oder waren das Versetzungen, die Sie gar nicht beeinflussen konnten? Das erste Mal war zufällig vom Sipan, sind wir zurückgegangen in unserer Kaserne in England und dann... Routinemäßig wurden wir für zwei Jahre nach Berlin geschickt. Da habe ich meine erste Frau gelernt. Wir haben dann 1967 geheiratet. Und dann ging ich in aller Welt nach Großbritannien, nach Malawi.

Wieder in Westdeutschland und so weiter. Aber das zweite Mal war, ich bin 1975 auf der britischen Führungserkeite, bin in der Stabshochschule gegangen, ein Jahr lang. Danach habe ich als Generalstaubsoffizier meine erste Posten in Herford gehabt. Dann zwei Jahre zurück im Regiment, die in Westdeutschland waren und dann später in Belize.

Und dann nachher mein zweiter Stabsoffizier, ich könnte dann sagen, ich möchte irgendwo hingehen. Ich sagte, ich würde gerne wieder zurück nach Deutschland, wenn es geht, nach Berlin. Genau, so konnte die Frau dann auch wieder in ihr Heimatland teilweise kommen, wo die viel mitgezogen ist.

selbstverständlich zwischendurch öfter in Urlaub mit den Kindern zurück nach Berlin. Was hat Sie denn da mit 39 schon bewogen, beim Militär aufzuhören? Also da fangen andere ja gerade erst an, General zu werden oder so.

Ich war sogar auf dem Weg. Ich hatte sehr gute Beurteilungen und so weiter. Aber erst mal ist meine Ehe auseinandergegangen. Und zweitens, ich... wollte eigentlich mein Regiment kommandieren und das war nicht drin, anstatt wollen sie mich nach Nordirland schicken für ein Heimatregiment. Das war sehr symbolisch, weil diese Heimatregiment waren fast nur Protestanten und da war damals natürlich...

Anfang der 80er Jahre immer noch große Probleme in Nordirland, war immer noch Bürgerkrieg da. Und ich wurde als Katholik einfach symbolisch hingeschickt, das war nichts für mich. Was kam dann stattdessen in Berlin?

Queen Mother und die Berliner Mauer

Ich wurde zur gleichen Zeit angesprochen. Der Minister war der stellvertretende Botschafter in Berlin, der britischen Militärregierung. Und er hat mir gesagt, ich habe gehört, du siehst vielleicht was anderes. Möchten Sie nicht zu uns kommen? Das wäre der Gesamte. so der andere Teil von der britischen Militärregierung, und arbeitet bei uns als stellvertretende

Berater bei öffentlicher Sicherheit. Ah ja, und das war dann das Amt, in dem es dann 1990 zu dem spontanen Ausflug mit Queen Mom zur Berliner Mauer gekommen ist. Wie war das? So war das. Wir hatten sehr viel mit der Royal zu tun. Ich habe mit Charles zu tun, mit Diana, mit Fergie. Die sind fast alle durch meine Hände gegangen sozusagen. Und ich habe so eine Mischung als Protokoll und Sicherheit gemacht.

Und am 17. März 1990 kam die Königin Mutter quasi privat, es war kein Staatsbesuch, privat nach Berlin, weil sie war Ehrenoberstin. der Irish Guarder Regiment. Und die waren damals in Berlin stationiert. Und am 17. März ist St. Patrick's Day. Und sie ist rübergekommen zur Mittagessenparade um die Soldaten ihrer Sherbrooke. Sie wissen, das ist ja dieses Kleeblatt, was sie tragen. Und danach sollte sie dann zurückfliegen nach Westdeutschland und dann nach Großbritannien.

Sie hatten ein Problem mit dem Flugzeug. Ein technisches Problem musste ich erst mal nach Westdeutschland rücken. Da waren sie fünf Stunden. Und da saß sie in der Haus von dem britischen Stadtkommandant. Ich saß draußen. Und nach einer halben Stunde kam ihre Hofdame raus und sagte, wer ist hier zuständig? Und er sagte, ja, ich bin. Sie sagte, die Königin Mutter möchte mit Ihnen reden. Ich ging rein und sagte, ja, Mom, was können Sie für die tun?

Und sie sagte, ja, ich mag alt sein, aber ich bin nicht blöd, ich weiß, wo ich bin, ich möchte die Berliner Mauer sehen. Und ich sagte, da muss ich erstmal eine Genehmigung, eine Erlaubnis bekommen. Sie sagte, ja, ich, Sie haben meine Erlaubnis.

Es war schrecklich. Es war Freitagnachmittag. Ich bin dann rausgegangen und sagte, ich werde das organisieren. Aber ich wusste nicht, ob ich das organisieren kann. Freitagnachmittag, da war überhaupt kein Mensch zu erreichen, weder bei der Polizei, weder bei der britischen Militärregierung. Und er ist gar nicht bei der Botschafter. Der Botschafter muss immer in Berlin bleiben, wenn einer von der königlichen Familie dort ist. Der ist davon ausgegangen und damals war der Botschafter in Bonn.

Der ist davon ausgegangen, dass sie zurückgeflogen ist und ist selbst nach Bonn geflogen. Und letztendlich sprach ich mit unserem Polizeiverbindungsoffizier. Hauptkommissar Uwe Schulz, immer noch mein guter, guter Freund, und sagte, was machen wir Uwe? Und er sagte, komm, wir machen das. Wir haben zwei Leute von Personenschutz hier, wir haben eine kleine Eskorte.

Ich spreche mit dem Polizeierbschnitt in der Nähe von einem Brandenburger Tor. Und dann bin ich erst mal alleine hingefahren, hat eine Lautsprecher gehabt und habe die Leute angeboten, weil es schwärmte von Leuten. Und habe die Leute gesagt, in englisch und deutsch. Die Königin Mutter kommt gleich zu Besuch und sie ist eine alte Frau. Bitte kommen Sie nicht zu sehr in der Nähe. Wenn Sie in der Nähe kommen, dann muss ich alles räumen lassen. Sie ist dann gekommen und natürlich hat die...

die man als Centerfreies Berlin sofort davon gehört und hat ein Team hingeschickt. Und das schönste Moment dabei war, wenn einer der Mauerspekte ist hier gekommen und sie hat eine ihrer typischen Pastellkleider an. Und hat einen kleinen Teil von der Moine gleich zu verarbeiten, hat ihr das präsentiert. Ah, fantastisch. Sie war total entzückt. Ich habe sie dann zurückgebracht und dann ist sie dann nachher abgeflogen.

Abends kam es dann in der Abendschau. Und der Botschafter in Bonn guckte immer der Berliner Abendschau. Er hat mich dann persönlich zu Hause angerufen, hat mich fertig gemacht, weil ich dabei gedacht habe, sowas zu machen und wenn ihr bei irgendwas passiert wäre, würde ich in der Tower of London landen. Eine wunderbare Erinnerung, eine wunderbare Geschichte von der...

Kampf gegen die Vogelfänger auf Zypern

Sie war eine ganz, ganz tolle Frau. Sie war so toll umgänglich mit allen. Sie haben es erlebt, wunderbar. Mit Jonathan Franzen auf Zypern. Mit dem amerikanischen Auto. Und zwar nicht im Urlaub, sondern im Einsatz. Und zwar für die Vögel, die da illegal gejagt werden. Ich habe das nochmal nachgeschaut. 2,3 Millionen getötete Singvögel jedes Jahr. Davon spricht der Bund Naturschutz. Allein auf Zypern. Rotkehl.

Nachtigall, Pirol. Herr Kotlin, warum werden die überhaupt gejagt? Auf Sieben ist eine Art der Tradition. Man kann heutzutage keine Bestände dafür haben, wenn man darüber denkt, im Mittelalter, auf dieser Insel im Mittelmeer. Der jährliche Vogelflug war für den eine Quelle von Fleisch. Zweimal im Jahr sind die Vögel gelandet, die haben die dann gegessen.

Aber das war dann früher, das würde doch heute nicht mehr passieren. Das war ganz früher und die haben natürlich, wie die Leute damals, nur so viele genommen, wie die wollten. Jetzt ist es eine Spezialität. wofür bestimmte Symprioten und heutzutage, insbesondere Russen, sehr viel dafür bezahlen. Eine Teller von zwölf

Ein winziger kleiner Vögel kostet bis zum 100 Euro und wird dann heimlich gespeist in Restaurants und so weiter. Und es wird auf einer industriellen Ebene gemacht. Also immer noch, um zu essen. Immer noch, um zu essen, werden die gejagt. Immer noch, um zu essen. Auf Sieben zu essen, auf Malte ist etwas ganz anderes. Immer noch zu essen. Und eine der großen Vogelfänger hat meine alten Kollegen dieses Jahr ertappt.

In der Tat. Und er wird bis zu 30.000 Euro zahlen müssen. Aber er wird das weitermachen, weil der Umsatz ist so... Warum kriegen die das da nicht in den Griff? Schon so lange ja ganz offensichtlich. Also wird dagegen gekämpft. Weil die Politik... Die Polizei, die wollen nicht davon wissen, die sind teilweise selbst darin gewickelt und so weiter. Und nur wenn wir da sind und wir zeigen die an, vor dem Gerücht und so.

Und mit Fotos, mit Videos und wir holen die Polizei und die Wildhüte und so weiter. Und dann kann sie den Augen nicht zudrucken, wenn wir da sind. Wie sah das denn ganz praktisch aus dann, diese Einsätze auf Zypern? Sie waren viele Jahre da, zwei Ball im Jahr teilweise, wochenlang. Was haben Sie dann da gemacht? Sie hatten ja keine offizielle Mission. Sie konnten ja nicht wie die Polizei vorgehen. Ich zum Beispiel, wo ich da war, wo wir angefangen haben, als ehemaliger Diplomat.

Bereich öffentliche Sicherheit gearbeitet haben, hatte ich sehr viel mit der Polizei zu tun. Und wo wir zum ersten Mal auf Sieben gehen, bin ich zur Polizei gegangen und habe gesagt, ich bin Ex-Polizist. was nur halb war, und sagte, ja, wir müssen Verbindung zu Ihnen haben, ich müsste Telefonnummer haben, wenn irgendwas passiert, und ich möchte, dass Sie dann jemanden sofort zu mir hinschicken, dass wir was machen können.

Und unter anderem, einer der großen Fanggebiete ist in der sogenannten Sovereign Base Areas. Das sind zwei Riesenbereiche im Süden von Sippern. wo die meisten Vögel landen, dass immer noch unter Kontrolle von den Briten sind. Und die haben ihre eigene Polizei und die sind sehr hilfbereit und so weiter. Aber man muss mit denen sprechen, mal Verbindungen machen, was muss alles geplant werden.

Und dann geht man eben sehr früh raus, 4 Uhr morgens, wo es immer noch dunkel ist. Wir kennen die Stellen, wir checken die Stellen ab, ist was hier und so weiter. Denn man beobachtet, man nimmt Beweise, Fotos und Videos, wenn man kann. Und dann ruft man der Polizei und hofft, dass die Wildere immer noch da sind und man die auf frischen Tat ertappt. Aber erstmal hofft man, dass die Wildere gerade nicht mehr da sind, damit sie einem nicht auf die Schnauze geben wahrscheinlich.

Genau. Weil die haben ja da verständlicherweise was dagegen gehabt. Und diese Jagd... die da passiert, das ist so richtig ganz brutal mit Leimruten, glaube ich. Daher kommt das eigentliche Wort. Ja, die setzen sich auf und die Vögel landen, weil die machen die so in diese kleinen Busche und so weiter. Die sind dann...

Wirklich, zum Landen. Die sind ein kleiner Landeplatz und sobald die da drauf sind, kleben sie fest und dann versuchen sie frei zu bekommen und es wird immer schlimmer und die Feder kleben und so weiter. Und wenn wir zuerst hinkommen... Normalerweise setzen die Leimruten aus über Nacht und dann kommen sie, wenn es hell ist und die Vögel schon gelandet sind.

versuchen dazwischen zu kommen. Und man kann dann die befreien und mit ein bisschen Seifenwasser und so weiter kann man die Kleber abmachen. Und so kann man sehr viele kleine Vögel befreien. Und wie war dann die Geschichte mit Jonathan Franzen?

Jonathan Franzen und heiterer Humor

Ach, mit Jonathan Franzen, unser Teamleader, hat dann gesagt, David ist ein amerikanischer Journalist, der wollte mit uns rumkommen, kannst du ihn abholen und ihm den ganzen Tag behilflich sein. Die haben gesagt, er heißt John. Ich bin dann rausgefahren, wir haben uns getroffen, wo ich sowieso erstmal zur Polizei gehen wollte und die Verbindung zu stellen für den Tag. Und er wartete draußen und dann sind wir losgegangen. Ich habe ihm alles erklärt, wie wir das machen.

Und wir garen den ganzen Tag zusammen und wir haben drei oder vier große Olivenhäine von Vögeln befreit. Aber wir merkten nach der dritten, wir wurden beobachtet, da waren drei Männer in Pickup, die sind immer vorbeigefahren. Und auf einmal kommen diese Leute und fangen an, feustgroße Steine nach uns zu schmeißen. Hat mir zwei oder dreimal getroffen, Gott sei Dank nicht am Kopf, aber die zwei Italiener haben sie wirklich zusammengeschlagen.

Und John und zwei anderen könnten fliehen und sind dann in den Garten gelandet, was zufälligerweise der Garten von der Leiter von Greenpeace auf Siebern war. Dann habe ich die Polizei geholt. Aber die drei Männer waren weg, wir haben dann erzählt darüber, wir hatten Fotos gemacht und dann sind wir zurückgegangen und dann abends habe ich Andrea gefragt, dieser John, wo kommt er her?

Und wie heißt er? Er sagte, er heißt John Franson. Jonathan Franson. Und Sie kannten ihn natürlich. Ich sagte, der kannte ihn gar nicht. Ich sagte, Gott, ich habe gerade einen in den Büchern gelesen. The Corrections. Und dann hatten wir Kontakt, und Jonathan war so beeindruckt von uns, der hat erst einen langen Artikel über uns geschrieben, der New Yorker. Wo Sie auch erwähnt sind, namentlich, ne? Wo ich namentlich erwähnte, und ich bin sogar auch in einem Film gemacht für das Sundance Festival.

vor ein paar Jahren, Emptying the Skies. Ja, und ich habe immer noch Kontakt mit John. Ich habe ihm sogar ein paar von meinen Gedichten geschickt, weil er gesagt hat, Ja, ich schreibe viel. Ich wollte mich immer befassen mit Gedichten, aber ich bin nie dazu gekommen. Ich bin gut Deutsch. Stefan Parisius im Gespräch mit David Conlon schreibt Nonsens-Reime für seine Enkelkinder.

Geben Sie uns doch mal eine Kostprobe. Wie klingen solche Nonsens-Reime? Ah, ich habe immer geehrter Heller Belloc. Und der Heller Belloc hat geschrieben zum Beispiel... über der Elefant, wie viele andere die Geschichte geschrieben haben. Und schrieb, When people call this beast a mind, they marvel more and more at such a little tail behind so large a trunk before.

Und so etwas hat mich immer inspiriert. Ich habe keine Reimen von mir selbst hier im Moment. Und die Enkel sind also für Sie ein großer... Impuls, um zu schreiben überhaupt, um denen auch was mitzugeben oder was ist da die Motivation? Auch eine ganze Familie, weil wir sind eine sehr musikalische Familie unter anderem und wie gesagt, meine mittlere Tochter ist Autorin.

Und ich habe vier Enkelkinder. Der Jake, der Älteste, ist jetzt 31. Sie hat gerade eine Stelle als Repetitor an der Stadttheater Mainz. Seine Schwester, sie ist 30. Stand-up-Comedian in Neukölln und Friedrich Rhein und so weiter hier in Berlin. Und die zwei Jüngeren aus der zweiten R, die sind 15 und 16, sind beide in der Chor der komischen Oper hier in Berlin.

Also langweilig würde ich es nicht. Für die beiden schreibe ich gerne. Ich habe drei Bücher speziell für den geschrieben. Über Katzen, über Tiere überhaupt. Es ist genug Familie da auf alle Fälle. Sie haben es ja vorhin auch schon gesagt, erste Ehe mit 24, jetzt die dritte Ehe mit 61. Was ist das beste Alter für die Liebe? Es hört nie auf. Man wird einfach mehr erfahren über die Jahre.

Okay. Liebesgedichte sind es aber eher selten, die Sie schreiben. Also vielmehr, wenn ich das richtig weiß, wie Sie auch schon vorhin gesagt haben, zum Krieg in der Ukraine. Wie kann man den denn in Gedichte fassen? Das passt doch eigentlich gar nicht. In Gedichten wird sehr viel über Leid gesprochen. In Gedichten wird sehr viel über den Tod gesprochen.

Und ich habe ja auch meine militärische Erfahrung. Und ich habe natürlich sehr viele Politikerin. Ich war in meinen Gedichten, habe ich sehr, sehr viel ausgesprochen. Meine Gedichte gegen dieses, der saudere Scholz und das überhaupt die... sind nicht mitgekriegt haben, was da passiert. Und die können dann nächster dran sein. Also Ungereimtheiten. Ungereimtheiten in reiner Form sozusagen.

Ja. Aber Sie beschäftigen sich ja auch sehr gerne mit heitereren Geschichten. Also das fand ich so spannend, dass Sie deutsche Humoristen speziell übersetzen, auch wie Ringelnatz. Kann man deutschen Humor, wenn es den denn gibt, kann man den übersetzen? überhaupt übersetzen? Ja, natürlich kann man es übersetzen. Ich liebe zum Beispiel Heinz Erhard. Der Heinz Erhard ist wunderschön. Und ich habe ihn gerade vor mir hier. Zwei.

Als lecker bisschen hier. In meinen früheren Büchern habe ich sehr viel übernimmt, viel von seinen Sachen übersetzt hier. Aber wir wissen alle oder alle Deutsche wissen über König L. Bereit zu spät durch Wind und Nacht. Und der hat über King Earl gesprochen. Who rides through wind and dark so late. Tis the father is almost eight.

he holds the young boy on his arm the child is cold he keeps him warm half past four it'll soon be light father spurs on with all his might the court is now just up ahead Das ist großartig. Und vor allen Dingen, wenn man die Vorlage kennt, also nicht den klassischen Erlkönig, sondern den wirklich von Heinz Erhard, dann weiß man, dass Sie das wirklich sehr genau getroffen haben, was der da gesagt hat. Also, Sie haben am Anfang der Sendung gesagt...

Zwei Bücher kommen mindestens noch. Herr Condon, das kann nicht reichen. Da müssen Sie noch mehr nachlegen. Und wir wollen Sie jetzt auch nicht weiter abhalten, davon zu schreiben. Ich danke ganz herzlich für Ihre Erinnerungen und für Ihre Zeit. Und allein die Erinnerungen würden weit mehr als zwei Bücher fassen. Vielen Dank. herzlichen Dank. Ich habe Sie danken.

This transcript was generated by Metacast using AI and may contain inaccuracies. Learn more about transcripts.
For the best experience, listen in Metacast app for iOS or Android