¶ Ein mutiger Neuanfang mit 42
Alright Leute, eine neue Folge, einfach gefragt, wieder mit mir, euer Host Sören und... Heute wieder mit einem guten, alten, bekannten Menschen, den ich schon länger, länger kenne und wir schon ganz, ganz viele Sporteinheiten zusammen durchgeballert haben. Darum soll es heute vielleicht nicht ganz im Kontext gehen, aber auch ein bisschen hat das irgendwie auch. den Background. Ihr kennt es oder ihr seht es vielleicht schon am Titel.
Ein sehr spannendes Gespräch wird das, glaube ich, heute hier. Und ich sage mal, es hat Rums gemacht, mit 42 nochmal Lehramt studieren. Wer Daniel verfolgt, wird das vielleicht schon so ein bisschen mitverfolgt haben. Er nimmt quasi die Leute auch ein bisschen mit auf die Reise.
Und genau darüber wollen wir heute sprechen, weil ja auch das Thema der Staffel Abschiede und Neuanfänge ist. Und ich finde, das passt ja super, als wenn quasi du das extra nochmal jetzt für die Staffel quasi nochmal Lehramt studieren möchtest, könnte man sagen.
Geil, dass du da bist. Hey, grüß dich. Vielen, vielen lieben Dank für die Einladung, auf jeden Fall. Ist ein spannendes Thema, wie du schon gesagt hast, auf jeden Fall. Nimmt auch gerade ganz schön viel Zeit irgendwie in meinem Leben in Anspruch, aber ist halt einfach, wie du... auch schon gesagt hast, irgendwie Anfänge oder Neuanfänge sind halt nie so leicht. Deswegen, ja, all in und so.
All in und so, ja. Und bevor wir all in gehen in das Gespräch, dann habe ich einen kleinen Appetizer hier vorab. Ich bin ja gerade in einer systemischen Coaching-Ausbildung und da hatte eine Teilnehmerin so eine coole Einstiegsfrage mal für ihr Coaching und die klaue ich.
hier einfach mal. Und zwar fragt sie die Leute immer vorab, vor dem Gespräch, worauf kannst du dir eigentlich jetzt in den letzten Tagen oder in den letzten Wochen auf die Schulter klopfen? Worauf bist du stolz? Boah, ey. Richtig viel.
Ehrlicherweise. Das ist richtig krass, weil ich im März angefangen habe oder sogar Ende Februar angefangen habe, mich auf die Sporteignungsprüfungen vorzubereiten, die ich eben brauche, um dieses Lehramtsstudium, also ich möchte Sport und Englisch auf Lehramtsstudium.
Und für das Sportstudium brauche ich quasi, für den Sportteil brauche ich eine Sporteignungsprüfung. Und ich habe mich darauf jetzt vorbereitet intensiv und ich habe wirklich ganz schön... heftige Fortschritte teilweise verzeichnen können, was ich zwischendurch nicht gesehen habe, wo auch ganz, ganz viel Frust dabei war, wo ich teilweise echt bei 13 Grad und Regen irgendwie auf dem Sportplatz stand und Seilspringen geübt habe und echt alles und jeden verflucht habe, der jemals.
gelebt hat oder jemals leben wird. Ja, aber dann kam irgendwie so die letzten Wochen ziemlich viel zusammen. Spoiler, es hat nicht gereicht, um diese Sport-Eigensprüfungen zu bestehen, aber es hat auf jeden Fall ... für ein richtig gutes Körpergefühl gesorgt und dafür, dass ich echt auch sehr, sehr stolz auf mich sein konnte. Also um das festzuhalten,
Worauf kannst du dir jetzt in dem Moment auf die Schulter klopfen? Ich mach's mal mit. Auf das Durchziehen einfach dranbleiben. Ja, genau. Bis es soweit ist, ja. Aufs Durchziehen, aufs Dranbleiben, aufs Hoffen und mit Leidenschaft irgendwie... versuchen, dran zu bleiben. Ja.
Ja, und auch Leute, das ist echt eine geile Frage, finde ich, als ich die auch dann so gehört hatte. Das kann man ja auch selber mal machen. Also auch ihr, wenn ihr jetzt gerade zuhört, worauf seid ihr eigentlich stolz, was ihr in letzter Zeit gerockt habt? Worauf könnt ihr euch die Schulter klopfen, um das auch dann wirklich mal zu machen?
Fühlt sich vielleicht ein bisschen merkwürdig an, aber kann durchaus empowernd sein, da zwischendurch im Alltag mal so ein bisschen im Moment zu sein und nicht immer nur getrieben von der Zukunft oder von der Vergangenheit, sondern einfach mal kurz im Jetzt zu sein und es mal kurz zu reflektieren. Macht man viel zu selten. Das stimmt. Richtig gut. Richtig gute Frage. Es ist so. Wir machen das. Wir machen das zu selten. Wir alle. Ich will nicht alle über den Kamm scheren, aber ja.
Ja, Daniel, genau, das ist super spannend und da wollen wir auch heute drüber reden, aber natürlich...
¶ Die innere Kündigung und unerfüllte Arbeit
Wollen wir den auch mal ein bisschen zurückspulen, weil da setzt ja auch eine Vergangenheit dran an. Und auch da fand ich wiederum auch wieder spannend ein Modell aus meiner Ausbildung. Und da ging es um das Eisbergmodell.
Kern hat man vielleicht schon mal gesehen, so alles was über der Oberwasseroberfläche ist, ist eher so bewusst, das sieht man, das ist für andere ersichtlich, das ist für einen selber ersichtlich und dann hat man alles unter der Eisbergfläche, unter der Wasseroberfläche und das ist ja eher so ein bisschen versteckt.
Und da gibt es ja auch so eine Annaptierung zum Beispiel der inneren Kündigung. Und gerade auch im Berufsfeld fand ich das super spannend, das mal so ein bisschen durchzuspielen. Und ich würde dich gerne fragen, jetzt hast du ja diese große Vision, nochmal Lehramt zu studieren. Ich kenne ja dein Background.
Du bist ja auch seit vielen Jahren selbstständig im Social-Media-Bereich. Davor gab es auch nochmal eine andere Karriere. Vielleicht kommen wir da auch nochmal dazu. Wie war das denn eigentlich so für dich? Also wann diese innere Kündigung? Bei dir war es ja letztendlich eine Selbstständigkeit so. Wann hat denn das so angesetzt, dass du da gespürt hast, oh, da kommt immer mehr unter der Wasseroberfläche hoch? Eigentlich schon relativ.
Lange, würde ich sagen. Also je nachdem, wie man es bewerten würde. Ich bin jetzt seit acht Jahren selbstständig im Online-Marketing- und Social-Media-Bereich und merke definitiv schon seit zwei Jahren, dass ... Ja, dass es mich nicht mehr so wirklich erfüllt, weißt du? Es macht mich nicht mehr so glücklich. Ich liebe diesen Job und ich liebe, was ich tue. Es ist halt fast ausschließlich irgendwie mit Marken oder mit Kunden aus dem Sport, was mir halt voll am Herzen liegt.
liegt und was auch irgendwie schön ist. Aber ich merke einfach so, dass das im Kontext mit Social Media und mit Online und alledem irgendwie nicht in meiner Zukunft stattfinden wird. Also nicht in meiner weiteren Zukunft. Ich kann jetzt sowieso auch nicht, wenn ich das Studium anfange, direkt aufhören. Also ich kann...
Ich werde auf jeden Fall die ersten Zeit so bis zum Bachelor definitiv selbstständig nebenbei bleiben, so gut es eben geht und mich dann aber so Schritt für Schritt davon verabschieden. Ja, ich kann noch nicht zu sehr ranten über das, was ich gerade tue, weil sonst es wird mich noch zu lange beschäftigen. Ja, das kann ich voll verstehen. Du hast gerade gesagt, Daniel, du hast einfach gemerkt, was sich nicht mehr so erfüllt.
¶ Der Wunsch nach direkter Interaktion
Was erfüllt dich denn da? Ey, auf jeden Fall viel mehr Interaktion und Kontakt mit Menschen. Und vor allen Dingen auch das echte... pure Feedback von Menschen und direkte Feedback von Menschen und wo gibt es das besser als irgendwo in der Schule, weißt du? Also...
Es ist jetzt echt so, dass ich seit acht Jahren irgendwie in den Laptop schaue, in dem wir jetzt zwei auch gerade so auf diesen Bildschirm irgendwie gucken. So und das, ja, weiß ich nicht. Ich war schon immer eher jemand, der sehr, sehr gerne... mit Menschen zu tun hat und auch Reaktionen und Gefühle irgendwie spürt und sieht und darauf irgendwie reagiert und das irgendwie cooler ist und ja, deswegen ist das so, habe ich schon...
Ich glaube schon länger erinnert, nicht gekündigt. Ja, das ist ganz oft der Fall, dass sich da viel anstaut, Unzufriedenheit irgendwie. Gerade auch im Angestelltenverhältnis dann irgendwie auch Rückzug zum Beispiel. Und einfach, dass man Sachen nicht mehr so richtig wahrnehmen möchte. Und da auch vielleicht innerlich eben, wie gesagt, schon so kündigt. Und ich finde das halt auch spannend, weil zufälligerweise haben wir auch diese Parallele.
ist ja ähnlich, dass ich auch festgestellt habe in letzter Zeit, dass ich ja eigentlich viel mehr Interaktion haben möchte, aber ich mich früher immer so ein bisschen versteckt habe so in dem Remote-Setup und immer eher weniger mit Menschen ganz platt mal gesagt zu tun haben wollte. das jetzt feststelle, boah, das macht mich eigentlich gar nicht mehr happy so. Ja.
Ja, das ist richtig krass. Wir haben seit ein paar Monaten jetzt einen kleinen Hund und ich gehe mit diesem Hund spazieren und sehe hier so viele Leute durch den Park laufen. Die gehen mit ihren Hunden spazieren und gucken die ganze Zeit, während die durch diesen Park laufen. auf ihr Handy. Und wahrscheinlich ist das eher ihre Pause, die sie gerade nehmen, von der Zeit, die sie im Homeoffice verbringen und in der sie die ganze Zeit irgendwie auf den Laptop schauen.
Das ist ja überhaupt gar nicht irgendwie, das kann ja auch jeder so tun und machen, wie er möchte und so weiter. Aber für mich, ich merke das einfach so, boah, das ist so ein krasser Spiegel für mich. Und ich dann sehe so, ey, das will ich einfach nicht. Und wie du gesagt hast.
man versteckt sich dann halt auch irgendwo, wenn man das schon lange macht, irgendwie schon lange so auch in diesem Hamsterrad irgendwie drin ist. Man kann sich so gut verstecken. Also diese ganzen, das Handy, der Laptop und so weiter, das bietet einem alles so viel. sich zwar frei zu entfalten, aber sich nie wirklich zu öffnen, das ist echt irre.
¶ Wann ist Zeit für Neuanfänge?
Ja, und was ich mich halt auch gefragt habe, Daniel, ist so, und auch das wieder ist auch wieder so eine Frage, die sich alle ja fragen können, und ich habe nämlich vor allem gefragt, wann man eigentlich erkennt, wann es Zeit für so einen Neuanfang ist. Weil gerade auch beruflich ist es ja eigentlich ein großer Schritt. Ich habe mich da gefragt, gibt es da so Momente, die mal stattgefunden haben, wo das so ganz krass offensichtlich war? Oder ist es ein schleichender Prozess?
Gab es irgendwelche Auslöser für dich, dass du für dich erkannt hast, ich will jetzt diesen Neuanfang gehen? Ich glaube, der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang ist irgendwie immer dann, wenn... Oder beziehungsweise war es bei mir immer, in meinem Leben immer so, wenn ich spüre, dass der Grad der Unglücklichkeit nicht mehr ...
auszugleichen ist durch alles andere, was im Leben passiert. Wenn man einen Teil im Leben hat, der einen langsam, aber sicher schleichend unglücklich macht und du nicht die Möglichkeit hast, durch Freunde, durch Hobby, durch ... Familie und so weiter, das Ding so auszugleichen, dass du trotzdem noch irgendwie in die Balance kommst. Und das gab es jetzt ehrlicherweise schon relativ oft so bei mir, glaube ich. Aber ... Ja, also im beruflichen Kontext. Aber ich glaube, deswegen ist es immer ...
Wenn man halt so anfängt, ich glaube, es gibt, wenn ich zum Beispiel meine Eltern irgendwie sehe, wenn ich das mal so kurz in den Kontext bringen kann, mein Vater hat 50 Jahre lang im selben Unternehmen gearbeitet und ich habe halt wirklich... eine Zeit lang in meinem Leben irgendwie dabei zugeguckt, wie er einfach unglücklich war und das einfach gefressen hat. Und
Ich immer damals schon nicht verstanden habe, obwohl der kleine Daniel da natürlich jetzt nicht irgendwie so die Monsteraktie drin hatte, aber nicht verstanden habe, warum man das eigentlich macht, weißt du? Weil, was bringt das? Im Endeffekt zieht sich das ja am Ende durch dein ganzes Leben.
Das wirkt sich diese eine Komponente, die sich dann schleichend irgendwie so festsetzt und dich fertig macht, die zieht sich ja dann auch in die Freunde, in die Beziehung, in die Familie und überall rein, weil du einfach nicht mehr der Mensch bist oder sein kannst, der du eigentlich bist. Also von daher glaube ich so neu.
Anfänge. Es gibt so einen inneren Alarm, auf den man irgendwie hören sollte. Du sagst gerade auch so diese innere Balance. Ich muss da so an so eine Waage denken. Wenn dann irgendwann die Benefits des Jobs quasi nicht mehr...
¶ Anti-Vorbilder und mutige Entscheidungen
Das überwiegen, was halt irgendwie scheiße ist, um das auf gut Deutsch zu sagen. Wie hat sich das für dich dann geäußert, dass du dann eben unzufrieden warst? Worin hat sich das geäußert? Ja, ich glaube wirklich, dass ich irgendwann gemerkt habe, dass ich, wie du eben gesagt hast, mit dem Verstecken und so, dass man ganz, ganz schwer wieder da rauskommt.
Dass man ganz schwer wieder in den Kontakt kommt mit ganz vielen Leuten und dass man sich selbst auch ein Stück weit auf dem Weg dahin, sich so sehr zu verstecken, auch ein bisschen verloren hat oder so ein bisschen irgendwie. anders wahrgenommen hat und es echt, ja, keine Ahnung, gar nicht so einfach ist, das immer wieder alles aufzusammeln unterwegs.
Ja, und du hast ja auch gerade schon deinen Dad mit ins Spiel gebracht. Ich kenne das ja auch, finde ich, von einer Generation der Eltern, dass man ganz, ganz lange in einem Unternehmen oder in einem Jobumfeld bleibt. Weil ich hatte mich auch gefragt so, Krass, okay, es ist ja wirklich eine krasse Vision. Hat Daniel vielleicht auch irgendwelche Vorbilder gehabt, die den Weg gegangen sind? Und ich musste gerade so daran denken, wenn man das mal umkehrt, das ist ja jetzt gar nicht...
die Schultern des Papas, in Anführungszeichen, mal so als Anti-Vorbild, dass du das ja auch gesehen hast, so möchtest du es eben jetzt nicht mehr machen. So wie er es durchgezogen hat. Ich glaube, er... dass ich da leider wirklich mehr Anti-Vorbilder habe als Vorbilder. Also mir fällt jetzt spontan niemand ein.
den ich jetzt fragen könnte, wie war das? Ich habe einen guten Kumpel, der in Köln wohnt, der sehr lange im Gesundheitswesen gearbeitet hat und immer noch dort arbeitet, aber allerdings war der eine Zeit lang Pfleger im Krankenhaus. hat dann auch irgendwann gesagt, so ey, er schafft das alles nicht mehr, aber er ist jetzt auch schon ein bisschen was älter. Und dann hat er an der Abendschule studiert und
Obwohl, also während er quasi noch als Pfleger gearbeitet hat. Und ich glaube, alle, die zuhören, die wissen, wie schwer dieser Job ist. Das ist echt ganz schön... ganz schön intensiv so und er hat das trotzdem abends dann durchgezogen in dieser Abendschule und ist jetzt bei, ich weiß gar nicht, bei einem großen deutschen Mobilfunkanbieter.
unterwegs und hat das, hat jetzt halt irgendwie Bürojobs so und liebt es, weißt du, und das, mit ihm kann ich mich auf jeden Fall austauschen und das ist schon auch so, so ein Vorbild, wo, ja doch, stimmt, also er, definitiv, gut, dass du das jetzt sagst, weil ich hab,
Jetzt echt so ein bisschen auch gedacht, ich wäre so ein bisschen allein in meiner Bubble, aber das stimmt überhaupt gar nicht. Ich glaube, wenn man ein bisschen um sich herum guckt, es gibt genügend Leute, die dann noch Abendschule machen, die dann noch irgendwelche Ausbildungen machen, Weiterbildung, so wie du auch gerade.
So, die sich neu orientieren, die irgendwie was, ja, irgendwie vielleicht auch in ihrem Leben irgendwie gegen eine Tür gelaufen sind, die vielleicht so ein bisschen verschlossen war, die sie jetzt einfach öffnen wollen. Ist doch ganz geil. Voll. Oder halt nicht, oder ich sehe das eher so als Bild auch mit Türen, aber ich nicht getraut habe, durchzugehen. Sagen wir mal so. So sehe ich das gerade so ein bisschen, dass ich einfach so gesehen habe, da ist ja auch eine Tür. Uff, nee.
Das traue ich mich jetzt nicht. Ich gehe lieber wieder in das kuschelige Wohnzimmer, wo ich eh alles kenne, wo die Komfortzone quasi am Start ist. Stimmt voll. Aber das hat letztendlich mit Türen zu tun, natürlich ja. Aber ich würde da gerne doch mal mit drauf beharren, weil es ist ja schon...
Es ist ja einfach was Krasses, sich dann zu entschließen, nochmal sowas Neues anzugehen. Und sei es jetzt, das kann ja auch in ganz anderen Bereichen sein, kann ja auch sagen, man wandert aus oder keine Ahnung. Diese großen Entscheidungen. Kannst du dich... aber daran erinnern, an diesen Moment, wo du gesagt hast, oder vielleicht auch innerlich das gedacht hast, so, ey, ich mach das jetzt. Oder war das ein Moment für dich oder war das auch ein Moment mit anderen zusammen vielleicht?
¶ Daniels langer Traum vom Lehramt
Nee, das war tatsächlich ein Moment für mich. Und lustigerweise spielte aber auch ein anderes Ding so ganz doll mit rein, weil ich diesen Wunsch, Sportlehrer zu sein, schon ultra lange habe. Also da muss ich kurz ein bisschen länger ausholen oder ein bisschen weiter ausholen. Also ich habe in meinen Zwanzigern habe ich BWL studiert und ich habe BWL studiert an einer Berufsakademie.
habe das auf Diplom studiert und dachte halt, das ist kein Witz, in dem Jahr, in dem ich das Diplom gemacht habe, saß ich immer in der Vorlesung und dachte so, geil, wenn ich dieses Diplom habe, kann ich sofort an die Sporthochschule und Sport studieren gehen. Weil ich eben vorher nur Fachabi gemacht habe, konnte ich das vor dem BWL-Studium nicht machen.
Und das BWL-Studium habe ich eher nur gemacht, damit meine Eltern irgendwie auch mal sich kurz mal beruhigen. Dass du Manager werden kannst. Ja, genau. Damit der Junge alles machen kann, was er will. Dass er wieder alles werden kann. Kenn ich doch, kenn ich. Ja, und dann stand ich da, so nachdem das Diplom ausgegeben wurde und habe das halt allen erzählt, so jetzt gehe ich Sport studieren und dann hat mir irgendwann, ich glaube irgendein Dozent hat mir dann gesagt, so ey,
dass du dich gleichwertig zu einer allgemeinen Hochschul greife. Und da habe ich gesagt, was? Ey, jetzt mal ernsthaft. Ja, und dann habe ich den Traum zum ersten Mal verworfen, weil ich dann echt auch so ein bisschen die Faxen dicker hatte. Und dann... Habe ich das zehn Jahre später nochmal versucht. Und dann war ich in Göttingen beim Sporttest und bin da hingefahren und habe den Sporttest halt komplett verkackt. Und danach...
habe ich es jetzt letztes Jahr nochmal zum ersten Mal wieder probiert und habe mir ja da die Rippen geprellt beim Weitsprungtraining. Also dieser Traum, wie gesagt, den gibt es schon ganz, ganz lange. Und um auf deine Frage zurückzukommen, Es gibt immer wieder Momente und Tage in meinem Leben, wo ich merke, eigentlich ist das das, was du machen willst. Weißt du? Ja. Und die Rufe werden ja irgendwann lauter. Und letztes Jahr war es dann wieder so, ich hatte echt einen Scheißtag.
mit Arbeit. Also ich kann ja nicht sagen auf Arbeit, weil ich ja selbstständig bin, also einfach so mit Kunden, mit allem hin und her und so weiter. Ich hatte echt eine sehr, sehr intensive, stressige Phase und habe dann einfach gedacht so, nee, ich will
Ich beschließe jetzt, dass ich von heute an in sieben bis zehn Jahren, weil das dauert ja auch noch ein bisschen das Studium, nicht mehr an diesem Tisch sitzen werde und mich mit irgendwelchen Social-Media-Sachen oder Online-Marketing-Sachen auseinandersetzen würde.
¶ Karrierewege und innere Stimmen
Ja, du bist da echt schon einen ganz schönen Weg gegangen, wie ich da raushöre. Und ja, diesen Vertrag auch mit sich selber abzuschließen dann erstmal, nicht im ersten Moment. da auch wirklich committed zu sein. Aber war das dann so ein, weißt du, es gibt ja so ein Weg von und ein Hinzu. Wie hat sich das so verändert? Vielleicht auch so wie, weißt du, also war das eher dann jetzt eher so?
Boah, also früher war es so ein Hinzu und jetzt in letzter Zeit dann war es auch immer, du hast gerade so diese Probleme angesprochen, die dir nicht mehr so Spaß gemacht haben, was dich nicht erfüllt hat. Das war ja wahrscheinlich ein Weg von oder wie würdest du das beschreiben? Ja, also ich, als Optimist würde ich immer sagen, dass es grundsätzlich bei mir immer ein Hinzu ist. So wirklich, es fühlt sich auch wirklich eher so an. Weil dieses Weg von ...
hatte ich schon damals nicht. Also gut, nach dem BWL-Studium vielleicht eine kurze Zeit lang, weil ich echt wusste, dass ich das nicht mehr machen will. Da war es ein Weg von, aber ganz dringend. Aber nee, es ist wirklich, es fühlt sich an wie ein Hinzu und es fühlt sich... immer seit diesem Entschluss auch sehr, sehr gut an. Egal, wie der Weg jetzt weitergeht. Egal, wie sich der Weg abzeichnen wird, ich weiß, dass es ...
dass irgendwas dabei am Ende rauskommen wird, was mich zu was anderen hin leiten wird, was einfach anders ist. Ja, als jetzt gerade. Und dieses Hinzu, wir sprechen ja jetzt gerade vom Lehramtsstudium, dann letztendlich wirst du ja Lehrer sein. Da habe ich mich so nochmal gefragt, gab es da irgendwie doch irgendwie unbewusst Vorbilder in deiner Schule?
Oder andere Menschen, dass du ganz konkret gesagt hast, ich will Lehrer werden. War das schon immer so konkret diese Rolle des Lehrers oder war das auch vielleicht noch ein bisschen diffuser, dass du einfach diese Rolle des... mit Menschen in Kontakt zu kommen, mehr gehen möchtest. Ja, also echt eine Mischung aus beidem, aber ich hatte eine Sportlehrerin während meinem Fachabi und, also sie hat Sport und Englisch unterrichtet und
Die war halt krass, weil die mich zum ersten Mal so in meinem Leben irgendwie, ich habe mich mal ernst genommen gefühlt von einem Lehrer. Weißt du? nicht gesehen. Die haben mich vorher schon auch immer alle gesehen. Ich war auch nicht gerade unauffällig so, aber ernst genommen haben die mich halt alle immer nicht, weißt du? Und sie hat mich halt voll ernst genommen. Sie hat halt gesehen, dass ich im Sportunterricht irgendwie ziemlich ...
gut bin und in allem anderen irgendwie vielleicht ein bisschen, ja, weiß ich nicht, nicht so ein bisschen schlechter. Und sie hat halt, irgendwann hat sie vor einer Englischstunde hat sie halt mich so zur Seite genommen und meinte so, ey Daniel, wenn du
in allen anderen Bereichen mal so ein bisschen irgendwie geben würdest, was du im Sportunterricht so alles gibst, dann könntest du hier viel, viel leichter durch diese Schule kommen und so. Und dann könntest du auch alle anderen Sachen irgendwie leichter hinkriegen. Und die hat halt nicht nur einen guten Sportunterricht gemacht und einen guten Englischunterricht.
bei dem sie mir auch wirklich teilweise richtig auf die Nerven gegangen ist, weil sie mich ständig irgendwie herangenommen hat und so. Aber... die war auch einfach ein richtig guter Mensch, weil die hätte das ja nicht machen müssen. Ihr Job ist ja eigentlich, natürlich hat sie einen pädagogischen Auftrag, aber nimm mal irgendwelche 17-Jährigen und versuch den irgendwas über Pädagogik oder irgendwie auf die nette Spur mal irgendwie rüber zu bringen.
Und die hat das einfach gemacht und das hat mich echt voll berührt in dem Moment. Und ab dem Moment war das auch wirklich alles einfacher für mich. Und deswegen, das hat mich sehr inspiriert. Also sie war wirklich ein großes Vorbild.
Ja, ich muss da spontan auch an einen Lehrer denken, außer auf meine Schulerfahrungen. Herr Kreimann, der wird dir ganz bestimmt nicht zuhören, deswegen kann ich das hier teilen. Das war nämlich auch so eine coole Socke, bei dem hatten wir nämlich Geografieunterricht oder Sachkunde hieß es damals. damals noch und auch Sport. Und er hat immer, könnt ihr euch vorstellen, wirklich so, er hat immer so gesagt, ja, wir machen jetzt kurz Kartenarbeit, Geografie und dann...
mache ich ein kleines Konzert. Da hat er wirklich seine Gitarre mitgebracht und hat einfach Rolling Stones und Rod Stewart gesungen, weil das waren so seine absoluten Favorites und wir konnten einfach chillen und das genießen, das Mini-Konzert. Und auch beim Sport, der hat alles vorgetont, so war ein krasser Mensch. Also das werde ich auch nie vergessen. Es gibt dann manchmal so eine Role Models irgendwie so.
Aber dann auch nicht alles so verbissen zu sehen, weißt du? Und weil ich das gerade mit der Miktara auch anspiele, da gab es ja auch so eine... Karriere, kann man das nennen eigentlich so? Weil wir müssen ja so ein bisschen verstehen, wo kommt Daniel her? Da gab es ja auch so eine Phase des Musikalischen.
Die Phase war zwölf Jahre kurz. So insgesamt. Und ja, ich würde es schon auf jeden Fall mittlerweile richtig krass als Karriere sehen. Ich bin so dankbar für alles das, was da passiert ist damals.
Und was ich alles so erleben durfte und machen durfte. Und deswegen war so in dieser Zeit, das war nämlich genau diese Zeit nach dem BWL-Studium, wo ich dann wusste, okay, das wird Sport, wird nix. Und in der Zeit, mit der auch die Musik irgendwie ... einen krasseren, größeren Part in meinem Leben übernommen hat, weil wir waren ja zu viert und vier Freunde, die Musik gemacht haben, super leidenschaftlich und super engagiert auch.
Und wir wollten halt alle mehr, so alle vier. Und dann hat das halt gerade gut gepasst, so bei allen. Wir sind nach Berlin gezogen und hatten Plattenvertrag, Management, Booking-Agentur und so weiter, alles in Berlin und haben halt wirklich sehr viele... sehr krasse, sehr schöne Konzerte gespielt. Ich bin wirklich sehr froh darüber, dass das alles so gekommen ist, wie das dann kam.
Ja, sehr, sehr wild auf jeden Fall. Ja, man, auf jeden Fall. Ja, definitiv. Wilde Zeit, gute Zeit. Sehr, sehr wild. Das war quasi die Karriere 1.0. Dann kam die Selbstständigkeit, Karriere 2.0, jetzt kommt ja die 3.0. Ich habe mich gefragt, ähm 2.0 war ja dann nochmal parallel zur Musik, so in den letzten vier Jahren Musik war ich in der IT unterwegs und habe da als Account Manager gearbeitet, noch relativ lange.
Also sind wir jetzt schon bei Karriere 4.0? Jetzt sind wir bei Karriere 4.0. Ah, okay. Sehr, sehr spannend. Ja, also und auch da nochmal angesetzt zur Karriere 4.0, weil wie gesagt, dieses Thema Entscheidung finde ich so spannend. Da wägt man ja ab, nicht so, mache ich das, mache ich das nicht. Es gibt ja, wir alle kennen so diese inneren Stimmen in unserem Kopf.
Du hast es schon erwähnt, den Optimisten. Und was sind da noch für Stimmen, habe ich mich gefragt. Und deswegen auch die Frage an dich so, welche inneren Stimmen oder Teammitglieder gibt es so bei dir? die so bei diesem Entscheidungsprozess so hauptsächlich irgendwie auch mitgewirkt haben. Kannst du das so definieren? Also in jedem größeren Team gibt es ja immer ein Arschloch.
Kannst halt einfach nichts gegen machen. Dann ergibt es irgendwie auf jeden Fall den Zweifler, denjenigen, der auch zwischendurch extrem oder diejenigen, die extrem scheitern zwischendurch so und damit fertig werden müssen. Hoffnung, Alter, es gibt so viele, das ist einfach eine komplette Fußballmannschaft voll, weißt du? Klar, wie du auch sagst, der Optimist ist zwar momentan noch ganz laut bei mir so unterwegs, würde ich sagen, aber die anderen sind auch nicht gerade leise unterwegs.
Und was hat dich in die Kraft gebracht? Also du sagst ja auch, der, der sich traut, das ist ja auch letztendlich, oder der, der scheitert, das ist ja auch letztendlich jemand, der sehr, sehr mutig ist und auch der Optimist hast du ja auch angesprochen. Was hat diese Stimmen dann aber auch lauter werden lassen? Boah, also das Zweifeln zum Beispiel oder das Scheitern hatte ich schon mal.
bei diesem Sporttest eben, wie gesagt. Und auch in ganz vielen anderen Lebenslagen natürlich. Also ich kenne diese Stimmen nur zu gut. Das ist wie, wenn man irgendeinen Film guckt und nur die Synchronstimme von Arnold Schwarzenegger hört und schon weiß, ah ja, ist klar, das ist ja richtig gut. Ja, weiß ich nicht. Ja, kann ich jetzt gar nicht sagen, was wen irgendwie beeinflusst und was irgendwie zu welchem Zeitpunkt irgendwie lauter ist. Ich weiß nur, dass es manchmal echt verdammt schwer ist.
so diesen geraden, den geraden Weg zu gehen, weißt du, oder versuchen, dran zu bleiben, weil das Scheitern nach diesem Sport... Eignungsprüfung macht halt extrem viel so mit einem, weißt du, also man zweifelt ja in dem Sinne dann schon und fragt sich so, ey, gehöre ich hier überhaupt hin? Ist das hier überhaupt wirklich was für mich? Und Das ist ein Zusammenspiel aus allen, die man dann, aber da muss man einfach ganz viel mit sich...
Ich hatte lange Autofahrten nach den Sporttests und hatte ganz viel Zeit nachzudenken. Das ist manchmal gut, manchmal ist es scheiße. Das war richtig gut, weil ich dann auch abwägen konnte, was jetzt wirklich, weißt du, zum Beispiel bei dem letzten Sporttest in Gießen war es so. dass ich von sechs Disziplinen, die ich hätte bestehen müssen, fünf halt richtig gut bestanden habe. Also überdurchschnittlich gut. Und teilweise auch wirklich viel besser als meine 20-Jährigen.
Freundinnen und Freunde, die da mit bei waren. Die zukünftigen Kollegen. Genau. Und da war ich schon auch, ich hatte genügend Zeit, dann drüber nachzudenken. Natürlich war ich etwas stinksauer, dass ich diesen Medizinball nicht so weit werfen konnte, wie ich ihn hätte werfen sollen. Und war da richtig hart. angefressen so, aber das Gewicht von den anderen Sachen, die ich halt richtig gut irgendwie hingekriegt habe, war halt auch sauroch so. Da bin ich auch voll froh drüber.
¶ Absurde Sporteignungsprüfungen kritisieren
Das muss man sich mal vorstellen, nicht? Da will jemand so richtig committed nochmal jetzt quasi die nächste Karrierestufe zünden und nochmal wirklich Lehrer werden, richtig Bock drauf und dann heißt es aber später vielleicht dann so nach dem Motto, ja, hat aber nicht geklappt, weil er eine Übung Medizinballwurf im Sitzen nicht geschafft hat. Wie absurd ist auch teilweise das System, nicht?
Es ist super absurd. Und wenn man sich da noch ein bisschen mehr mit befasst, dann wird es irgendwann richtig wild, wirklich. Weil es ja zum Beispiel auch so ist, dass es ... ganz elitäre Tests gibt, wie an der Uni Bochum oder an der Spohu in Köln. Das ist ja dann wirklich so, dass du 20 Disziplinen irgendwie machst und davon musst du als angehender Sportlehrer
Und ich will nicht mal ans Gymnasium oder so, ich will Realschule machen, dass du da 17 Disziplinen von bestehen musst. Und das ist schon heftig teilweise. Und vor allen Dingen sind diese Tests auch ... sehr doll veraltet in meinen Augen. Was bringt es denn irgendjemandem, wenn er eine perfekte Kugelstoßtechnik hat, wenn es in Deutschland aktuell drei bis sechs Menschen gibt, die auf einem Weltranglisten-Niveau irgendwie Kugel stoßen können? Also, weißt du?
Also das ist so eine spezifische, spezielle Sportart, dass es für mich in meinen Augen irgendwie nicht mehr repräsentativ ist für irgendwie eine Sportlehrerin oder einen Sportlehrer. Und ich versuche da jetzt auch gerade ganz extrem nicht, dass...
auch auf Insta und keine Ahnung, auf den Kanälen gar nicht das Gefühl entstehen zu lassen, dass ich jetzt denke so, oh Mann, ich bin so sportlich, warum lassen die mich nicht einfach hier rein oder so, weißt du? Ey, mir ist das völlig bewusst, dass man irgendwie zeigen kann, dass man einen Handstand irgendwie hinkriegt oder ...
dass man Rad schlagen kann und am Rektoren kann, weil was willst du im Studium sonst lernen, um den Kids später beizubringen? Aber ich finde die Hürde, die Hürden sind sehr, sehr hoch für viele. die das, glaube ich, im Studium noch mal besser ausbauen könnten und auf jeden Fall gute Menschen sind, die einen sehr guten Charakter haben und damit Leidenschaft mit bei sind und das halt echt richtig gut machen würden. Deswegen...
nervt mich das so. Und deswegen sage ich auch so viel darüber. Ja, und ich glaube, es ist auch wichtig, Sachen anzusprechen. Nur eben, wie du sagst, ist dann halt die Frage, bringt es was, die Energie, sage ich mal, dann eher in das so ... latent negative anzurichten. Genau.
Letztendlich bringt dir das nichts. Du hast immer noch dann die nächsten Jahrzehnte Zeit, das System mit zu verändern. Das war ja auch zum Beispiel, meine Mama ist ja auch jetzt pensioniert, war ja auch ihr Leben lang eine richtig coole Grundschullehrerin und auch Sekundarstufe 1. Und ja, sie hat das ja auch live miterlebt.
Das ist ja eine große Aufgabe, aber das ist vielleicht auch gar nicht Thema für heute so, das System da vielleicht auch ein bisschen mit zu verändern oder gestalten zu dürfen. Aber ich hatte mich noch gefragt, Daniel, ich kenne dich ja jetzt schon ruhig ein paar Jahre und ich kenne ja zum Beispiel auch einer, weil du hattest gerade so gesagt, wenn man so eine Enttäuschung...
¶ Rückschläge als Lernfelder
lebt, von so einem Test zum Beispiel. Jeder, keine Ahnung, Bewerbungsgespräch hat nicht geklappt oder irgendwas anderes hat nicht geklappt. Und dann hat man eben Zeit, sich auseinanderzusetzen. Ich habe mich gefragt, so habt ihr vielleicht schon mal frühere Sachen irgendwie geholfen? Und ich musste daran denken, wie du mir mal die Anekdote vom Ironman Südafrika erzählt hast, wie du danach ganz, ganz viel Zeit hattest im Flieger darüber nachzudenken, was du da eigentlich so fabrizierst.
Und letztendlich ja auch die Frage nach den Bedürfnissen oder auch nicht da nochmal so einzuchecken mit sich. Ja, voll, auf jeden Fall. Ich hatte echt schon ganz viele solche Situationen, die mir auch definitiv ... jedes Mal auch irgendwie weiterhelfen, wenn es wieder so ist. Also klar, es sind Enttäuschungen oder Sachen, Dinge, die man nicht schafft, immer wieder im ersten Moment halt richtig kacke. Und da muss man auch, ich glaube, das...
Was ich halt für mich so ein bisschen gelernt habe, ist das auch zuzulassen, weißt du, dass man sich auch scheiße fühlt. Dass man dann nicht irgendwie denkt so, okay, vielleicht war es mir auch gar nicht so wichtig und dann versuche ich das mal zur Seite zu kehren oder sowas. Sondern, dass man das auch dann auch bewusst wahrnimmt, dass es einem sau wichtig ist, dass man gerade irgendwas nicht geschafft hat, was einem super wichtig war. Und dann aber dann auch diese Möglichkeit zu finden.
Die guten Sachen auch nochmal so ein bisschen reinzulassen, das habe ich definitiv bei solchen Sachen, wie du gerade schon angesprochen hast, wie Südafrika, halt gelernt, weil man sonst ja auch irgendwo, weiß ich nicht, ob man sonst danach nochmal die Kraft hat.
nochmal anzufangen, weißt du? Oder ob man da nicht sagt, so, ey, okay, ich habe jetzt diesen einen Sporttest hier verkackt, anscheinend ist das hier alles nichts für mich, ciao. So, weißt du? Im Endeffekt glaube ich wirklich, dass es... dass es ganz wichtig ist, da nicht direkt den Mut zu verlieren, auch wenn es super einfach gesagt ist und man da definitiv mehr und länger dran zu knabbern hat, als man das nach außen teilen würde.
Klar. Am Ende des Tages ist man immer schlauer, nicht später. Apropos Learnings, dachte ich mir auch so, lass uns doch mal so in eine kleine Vorstellung reingehen. So angenommen.
¶ Ratschläge an das jüngere Ich
Du würdest morgen aufwachen als dein BWL-Ich. Als dein, sagen wir mal, wann hast du studiert? 25? rum, als du so 25 warst? Ja, 24. Würdest du dann aufwachen morgen als dein 25-jähriges Ich mit all dem Wissen, was du von heute hast? So wie du heute hier am 18. Juni vor mir digital sitzt. Was würdest du anders machen? Oh mein Gott. Das ist krass. Also, das ist wirklich krass. Ich weiß gar nicht, ob ich ...
Also ganz ehrlich, ich weiß gar nicht, ob ich was anders machen wollen würde. Ich habe mit Sicherheit viele Sachen irgendwie falsch gemacht, die ich hätte besser machen können. Und habe mit Sicherheit irgendwie Entscheidungen getroffen in meinem Leben, die mich irgendwo hingeführt haben, in irgendeine Richtung, die vielleicht nicht so wirklich vorgezeichnet war oder die ich für mich nicht vorgezeichnet hätte. Aber ey.
Ganz im Ernst, ich würde meinem 25, 24-Jährigen ich halt einfach sagen, so, ey, hör auf, so viel Bobby Carroll zu spielen mit deinem Nachbarn im Studium. Und ja, zieh es einfach durch, weißt du? Ich würde sagen so, ey, wird alles gut am Ende, weil ich habe ja jetzt wirklich das Glück gehabt oder ... irgendwie auch so
Wir haben ja gerade gesagt, so Karriere 4.0 irgendwie, auch wenn natürlich nicht alles so die Karriereleiter irgendwie nicht steil war, sondern wirklich sehr, sehr, sehr wellig irgendwie. Ich hatte echt das Glück gehabt, immer gute Sachen irgendwie dann auch zu erleben und mitzubekommen.
Deswegen würde ich da, glaube ich, echt gar nicht viel anders machen wollen. Ja. Und dann noch mal jetzt an die Gegenwart angesetzt sozusagen. Was ist dir aber dann heute, jetzt auch gerade in Bezug natürlich auf diese neuen ... diese neue Karriere, diesen neuen Job, was ist dir heute aber wichtig, was vielleicht vor zehn Jahren auch gar nicht eine Rolle gespielt hat? Ja, ja, also vielleicht, dass man, oder dass ich
diesen Traum hätte vor zehn Jahren viel mehr und viel intensiver auch forcieren sollen. Weißt du? weil ich, weil das ja wie gesagt auch immer wieder aufkam, immer im Hinterkopf war und immer da war und ich zwar alles mögliche andere irgendwie angepackt habe und alles mögliche andere irgendwie zum Laufen gekriegt habe und gemacht habe, aber dieses Ding halt vielleicht auch aus ... ein bisschen Angst davor, wie es denn dann am Ende wirklich, was dann am Ende dabei rauskommt, weißt du?
die ganze Zeit der Traum, Sportlehrer zu werden. Und dann bist du es und dann merkst du so, ja, okay, scheiße, ist eigentlich gar nichts für mich. Kann ja auch passieren. Weiß man ja nicht. Ja, also vielleicht hätte ich ...
Weil mir das auch mit den Sporttests und mit dem ganzen anderen Kram mit Sicherheit vorher ein bisschen leichter gefallen wäre, aber ich jetzt auch sagen muss, ey, ich finde es auch eigentlich ganz geil, bei diesen Sporttests mittlerweile rumzulaufen, so als derjenige, der doppelt so alt ist wie die anderen.
Ohne Witz, in Leipzig kam ein Typ zu mir und meinte so mir, ey, wie alt bist du? 42. Dann meinte er so, ey, mein Vater, der ist 42. Der hat gesagt, mein Vater ist 45. Da habe ich erst mal gedacht, ja, geil. Das willst du hören, ja. Danke fürs Gespräch. Und dann meinte er so, mein Vater ist 45. Wenn der hier dabei wäre, der würde noch keine zwei Meter weit kommen. Dann war das halt auch trotzdem wieder so ein Ding, wo ich dachte, ja, Leute, also ...
Ich bin hier schon ganz richtig. Ja. Und du hast auch gerade eine super Überleitung schon selber gegeben, Daniel. Weil genau, man hat dann so eine Vision.
¶ Die Vision des zukünftigen Lehrers
Und dann bist du Lehrer und was dann? Vielleicht gefällt dir das gar nicht, hast du gerade so ein bisschen erwähnt gehabt. Und ich meine, wir kommen ja beide, das hört sich so blöd, aber wir kommen ja aus dem ... Breitensport des Triathlons, wo man ja auch so für Wettkämpfe trainiert und dann visualisiert man sich ja das auch so. Ich habe das tausendfach gemacht, nicht für große Wettkämpfe wie Rot zum Beispiel. Hat mir immer irgendwie auch Spaß bereitet, mich da schon mal so rein zu begeben.
Und jetzt sagst du ja, du möchtest Lehrer werden auf Lehramt, Sport und Englisch. Das ist ja erst mal so eine Aussage. Aber wie sieht denn eigentlich dieses Bild von ... dir als Lehrer aus, wie malst du dir das aus? Also, wie siehst du dich wirklich aktiv in dem Tun sozusagen? Wie kann ich mir das vorstellen? Ja, ähm...
Dazu muss ich sagen, dass ich aus meinem näheren und aus meinem weiteren Umfeld irgendwie ganz viel Feedback gekriegt habe, in dem Moment, als ich das geteilt habe, dass ich das gerne machen möchte. Und sehr viele zu mir gesagt haben so, ey. das ist alles gar nicht so leicht, wie du dir das vorstellst. Zweifler. Ja, ja, voll, das ist alles gar nicht so, auch von Lehrerinnen und Lehrern, also die das selbst aktiv machen, die dann halt gesagt haben, so das ist ...
das ist auch schwer, das ist voller Knochenjob und mach das vielleicht lieber nicht und überleg dir das nochmal und so weiter. Aber ich stelle... Ich weiß, dass das nicht leicht ist. Ich war auch nicht auf einer leichten Schule oder sowas. Und ich war auch nicht leicht als Schüler. Ich weiß, dass das alles nicht Beverly Hills 90 210 ist oder so ein Scheiß. Oder irgendein Highschool-Film, wo du dann den ganzen Tag rumläufst und denkst,
Ja, alles gut. Morgen gehen wir mal zum Abschlussball oder so. Das ist mir alles bewusst, dass das ein hartes Stück Arbeit ist. Aber genau das ist es auch, was ich will. Und das ist auch das, wie ich mich sehe. Weißt du, dass ich andere ...
Oder dass ich Kids halt in dem Sinne auch irgendwo für Sport begeistern will, weißt du? Dass ich das, die aber auch dafür begeistern will, irgendwie... eine Fremdsprache zu sprechen, die man dafür begeistern will, irgendwie ein Körpergefühl zu entwickeln, was extrem wichtig ist für die komplette Zukunft, sodass man auch einfach so ein bisschen Selbstvertrauen vielleicht aus sich selbst rausschöpft und nicht aus seinen Instagram-Posts. Und genau, ich sehe mich immer als so der Coach.
Sportlehrer Daniel irgendwie, der immer ein offenes Ohr hat. Der halt da sitzt und sich wirklich aber auch, wenn die Kids da Bock drauf haben, weil das ist ja auch die Grundvoraussetzung. Du kannst immer alles anbieten und auch alles liefern, aber ob es angenommen wird und ob es irgendwie...
Interessant ist dann auch für die die andere Sache, aber wenn ich halt fünf Kids irgendwie erreiche damit und deren Leben so ein bisschen beeinflussen kann, dann ist das für mich genau das, wo ich mich sehe in meiner Zukunft, sodass ich einfach ein bisschen Einfluss habe.
positiven, schönen Einfluss auf das Leben von Kids, die es vielleicht gerade immer brauchen. Und könnte es sein, dass du dann vielleicht auch mit deiner Gitarre in den Klassenraum kommst, so wie Herr Kreimann. Auf jeden Fall. Vielleicht nicht im ersten Jahr, wo du dich bewerten musst. Nicht im Ref. Das ist ja richtig gut. Und dann hört man immer nur so aus der Hinteren rein so, oh ne, der Hugh kann schon wieder. Wirklich so, keiner hat Bock drauf und Leute, ich hab da was vorbereitet.
Ich habe schon gesagt, weil das ja tatsächlich so ist, dass man, es gibt ja einen krassen Lehrermangel einfach in diesem Land und der wird ja immer schlimmer werden und ich wette, dass ich irgendwann da sitze und halt dann auch Musiklehrer bin und vielleicht auch noch Deutsch.
Gott weiß ich, und Kunst könnte ich auch noch gut machen, aber Mathe nicht. Das gehört aber tatsächlich auch zur Realität, das habe ich ja bei meiner Mama auch gesehen, dass dann irgendwie ganz, ganz viele Fächer auf einmal gelehrt werden mussten, eben aufgrund des Systems, also ich glaube,
wenn da zum Beispiel dann auch Leute, die da im Beruf sind, da diese Zweifel vielleicht auch studierend entgegengebracht haben, das ist ja auch die Realität, also da darf man sich ja auch nicht, da darf man auch die Augen vor nicht verschließen, so letztendlich. Voll.
Und ich hoffe oder denke halt, dass ich da auch ganz viel, schon ganz viel Lebenserfahrung irgendwie mit reinbringen kann, weißt du? Sodass mir das eben nicht so schwerfällt, mich dann auch an Situationen anzupassen, die für andere vielleicht ein bisschen schwieriger sind, die direkt nach dem Studium.
¶ Leistung, Noten und Empathie
Lehrerinnen oder Lehrer geworden sind. Auch was ich super spannend fände, würde auch nochmal mit dir darüber zu reden, Thema Leistung. Thema Leistung und Performance. Wir haben da ja schon einige Male darüber gepodcastet, so im Sportbereich.
Ich kann mich noch an einen Titel erinnern, Superfit oder Superfakt. Und ich hatte das Gefühl, dass wir in den letzten Jahren so ein bisschen diese Anti-Performance-Schiene fahren wollten, weil wir haben einfach keinen Bock mehr so darauf. Dieses alles nur Performance getrieben, Anerkennung. dies, das, alles muss immer geiler, höher, schneller, weiter so gehen. Und ich habe mich gefragt, wie siehst du das Thema jetzt gerade auch so im Lehramtsbereich als Lehrer, Lehrerin?
Wird ja letztendlich immer noch hauptsächlich, glaube ich, über Noten und so, über Leistung definiert. Wie ist da so dein Ansatz dazu, beziehungsweise wie siehst du dich da drin so? Also ich glaube klassisch, jetzt zum Beispiel im Englischunterricht.
hast du ja Fakten. Also du hast ja Fakten, ob du kannst ja entweder als Schülerin oder Schüler halt gewisse Leistungen halt irgendwie abrufen oder nicht. So, du bist halt auf einem gewissen Level und nach diesem Level wirst du halt bewertet, wie sehr oder wie doll du... diese Fremdsprache beherrscht. Da bin ich halt auch völlig okay mit einem Notensystem, mit einer Benotung am Ende. Vielleicht
Weil es mir auch manchmal so ging in meiner Vergangenheit, dass teilweise da auch von Lehrerinnen und Lehrern irgendwie Sympathie und Willkür und was weiß ich, was alles noch eine Rolle gespielt hat. Klar, logisch.
Ja, also ich würde eher, glaube ich, ich bin eher derjenige, der so ein bisschen das Auge zudrückt, weißt du? Und das will ich auch, weil was bringt es mir zur Hölle, irgendjemandem einen Stein in den Weg legen, wenn der zwischen der 5 und der 4 steht, dem die 5 zu geben, nur weil ich gerade denke, so... Weißt du? Was bringt es mir? Sorry, aber wir müssen den Medizinballwurf im Sitzen machen. Es ist halt echt so. Wenn es um Sport geht, weiß ich nicht, was man da ...
Das fiel mir damals auch schon schwer. Das hat eine Sportlehrerin damals richtig, richtig gut gemacht. Die hat halt gesagt, wer hier am Start ist und die Sachen versucht und irgendwie ... Vielleicht ein paar Sachen. Man kann, man könnte oder man kann als Sportlehrerinnen und Sportlehrer, glaube ich, ziemlich am Anfang des Schuljahres sagen so, Leute.
was könnt ihr gut und was könnt ihr gar nicht? So. Und dann nimmt man die Sachen von jedem, der was richtig gut kann und nimmt es mal durch so. Sodass jeder mal die Möglichkeit hat, zu zeigen, so, hey. Ich bin in einer Sache halt richtig krass gut. Dann gibt es natürlich welche, die sind in...
Sport gar nicht gut, weil die keinen Bock darauf haben, weil die es nie gelernt haben, weil die nie einen Bezug dazu hatten. Und die dazu zu bringen, vielleicht dann Lust zu haben, daran teilzunehmen und Sachen zu lernen, würde mir schon vollkommen ausreichen, um denen eine verdammte Zwei zu geben. Weißt du? Da stütze ich dich total drin, ja. Einfach zu sehen, auch so ...
dass man auch so ein bisschen die Stärken sich auch anguckt, da ein bisschen drauf eingeht. Vielleicht kann ja jemand extrem gut jonglieren oder so und dann wird er das einmal vorzeigen oder so. Und ich denke, ich teile das jetzt einfach mal, ich weiß von meiner Mama auch so, sie hat das auch öfters mal gemacht, dass ich dann...
Leute, die vielleicht nicht ganz so sportlich waren, einfach dann aufgrund des Willens, des Commitments und des Versuchens, dann halt sicherlich nicht, also der Vergleich, weiß nicht, ob das dann gerechtfertigt war, aber sie hat dann einfach
eine 2 gegeben, obwohl es eigentlich eine 4 gewesen wäre. Aber ja, da hast du einfach gesehen diesen Willen und darauf kommt es ja auch im Leben oft an. Klar, das ist ja genau so, wenn du Menschen, die kleinen Kids, die noch nie mit Sport viel in Berührung gekommen sind, sei es durchs Elternhaus, sei es durchs Umfeld, sei es durch die eigene
eigene Art, das vielleicht nicht irgendwie so cool zu finden, nie so wirklich mit Sport in Kontakt gekommen sind. Wenn du denen von Anfang an immer eine 5 gibst, die werden niemals irgendwie Sport gut finden. Die werden es immer hassen. Ja, super spannend. Wie gesagt, ich habe ja gesagt, da könntest du ja wirklich Teil eines neuen Kapitels werden, weil das System muss ja letztendlich auch ein bisschen umgeändert werden. Es muss auf jeden Fall geändert werden.
bisschen mehr empowered würden oder sehr viel mehr empowered werden und vielleicht auch andere Sachen geschult werden. Aber das ist gar nicht so das Thema heute. Und ich merke auch schon wieder, wir könnten jetzt noch
zig Abbiegungen nehmen, aber wir haben ja vereinbart, dass wir heute erstmal so ein bisschen komprimiert eingehen wollen auf deine Mission und Vision. Und ich hatte mir überlegt, das bietet sich ja förmlich an, dass da vielleicht nochmal zu einem späteren Zeitpunkt auch nochmal drauf zu schauen.
Was hat denn eigentlich der Yogan jetzt gemacht? Was ist denn da jetzt passiert? Ja, voll. Das würde ich dir sehr, sehr gerne anbieten, auch vor allem. Ich habe noch so ein, zwei Fragen, Daniel, aber das ...
glaube ich, also ich werde es natürlich sowieso verfolgen, wir bleiben ja weiter in Kontakt, aber ich finde es natürlich auch cool, wenn Leute auch hier irgendwie sagen, ja, das finden wir spannend und es ist ja einfach auch irgendwie, es ist halt eine große Entscheidung und da wollten wir heute auch so drüber reden, so auch diese
Entscheidungsfindung fände ich persönlich so spannend. Wie kommt man darauf? Wie reflektiert man da auch erstmal für sich? Und du hast auch so das System auch angesprochen, das Umfeld. Und ich habe doch so mich gefragt,
¶ Das wahre Ich leben
Daniel, jetzt haben wir ja über diesen Neuanfang gesprochen, dieses Lehrerdasein, Lehramtsstudium. Ich habe mich gefragt, was ist denn eigentlich, wenn du in der Wirklichkeit gar nichts Neues anfängst, sondern einfach nur ...
das lebst, was du vielleicht schon immer warst oder bist so. Was denkst du dazu? Was kann Besseres passieren? Weißt du? Ja. Wenn es gar nicht der erwartete Neustart ist oder der erwartete irgendwie, weil Neustarts sind ja, wie wir auch schon am Anfang gesagt haben, immer schwer. Meistens auch damit verbunden, dass man sehr, sehr viel Arbeit reinstecken muss und auch ganz viele kleine Niederlagen zwischendurch irgendwie einstecken muss. Aber das ist lustig, dass du das jetzt gerade so sagst.
jedes Mal, wenn ich darüber nachdenke, wie ich als Lehrer irgendwo vor einer Klasse stehe oder wie ich morgens diese Sporthalle aufsperre und so, fühle ich mich richtig gut. Dann fühle ich mich echt richtig hart. Gut, und das ist halt auch das Ding, was ich hoffe so ein bisschen, dass ich dann da morgens aufwache und denke so, ja, ey, hier wollte ich schon immer hin. Deswegen war das schon immer mein Hinterkopf. Ja, ja.
Ja, sehr geil. Dann hast du also auch schon diese Visualisierung, so ein bisschen, wie du da, wie gesagt, das Tor aufmachst. Du hast ja auch schon gesagt, dass der Dude, der Herr Yogan, der immer ein offenes Ohr hat. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig, so diese Empathie auch so ein bisschen in den Lehrer. in den Alltag mit reinzugeben. Ja, Daniel,
¶ Eine ermutigende Reise beginnen
Lass uns das echt gerne so machen, dass wir nochmal zu einem späteren Zeitpunkt ansetzen, wo ist die Reise hingegangen. Und so, ja, was möchte jetzt noch gesagt werden? Was kommt dir noch gerade in den Sinn? Was kommt mir in den Sinn? Es ist super viel. Sei ganz ehrlich. Wie gesagt, es ist fast schon überwältigend.
was sich in den letzten Monaten irgendwie getan hat. Und in meinem Leben, seit ich den Entschluss nochmal getroffen habe oder gefasst habe, das jetzt auch... so ein bisschen öffentlicher auch drüber zu reden, einfach mal und das auch mit Freunden, Familie und so weiter auch zu teilen, weil mir das früher auch immer so ein bisschen schwer gefallen ist und ich kann ohne Scheiß einfach, auch wenn es jetzt irgendwie so super ...
Weird klingt irgendwie. Ich kann es nur jeder und jedem raten, wenn irgendwas noch... tief unten irgendwo steckt, was gerne raus will, dann sollte man echt versuchen, das nochmal rauszulassen und anzupacken, weil es richtig, richtig gut werden kann, sich richtig gut anfühlt und selbst wenn es sich nur für einen gewissen Zeitraum im Leben irgendwie gut anfühlt,
bringt es ja schon was, weißt du, es wird, selbst wenn ich das jetzt alles, wenn das jetzt alles irgendwie schief läuft und ich keine Sporteignungsprüfung bestehe oder mich keine Uni dieser Welt annimmt, habe ich jetzt schon in den letzten drei Monaten ganz viel erreicht, so, für mich selbst und das halt voll ... Voll geil, fühlt sich richtig gut an und das kann ich nur empfehlen. Ja, mega gut. Und kann man gar nichts drauf...
draufsetzen. Das sind super Abschlussworte. Bei großen Entscheidungen ist immer die Frage nach dem Preis. Der Preis, den man dann zahlt und wie du es gesagt hast, du siehst jetzt gar nicht so den Preis, sondern du siehst eher sogar Die Learnings, selbst des Scheiterns, was natürlich nicht die Option A ist, aber letztendlich ist es ja auch der Teil der Entscheidung, dass man daraus dann auch lernen kann. Und ja, Daniel.
Es ist spät am Tag. Wir haben schon einige Screentime, glaube ich, hinter uns. Du bist noch zum See. Genau, ich werde noch eine Runde schwimmen. Aber ich sage dir, diese knapp, was wir jetzt hier aufnehmen, knapp 50 Minuten waren so gefühlt wie 10 Minuten. Super kurzweilig. Ich glaube, da könnte man jetzt wirklich, es gibt ja den Podcast alles gesagt, da könnte man locker jetzt ...
vier Stunden drüber quatschen. Aber dann bräuchte ich, glaube ich, auch nochmal irgendwie ein Essen, das geliefert wird zwischendurch. Ich auch, ich auch auf jeden Fall. Und auch noch was zu trinken und sowas alles. Also Daniel, genau, ich hau das mal alles in die Show Notes, wo man dich verfolgen kann.
hauptsächlich auf Instagram und ja, vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast und dass du so ein bisschen deine Reise digital öffentlich teilst und auch nochmal hier heute mit uns geteilt hast. Ich danke dir auf jeden Fall für das richtig gute Gespräch und auch für die
Für die echt richtig guten Fragen so. Ich merke das immer, wenn wir zwei irgendwie Podcasts aufzeichnen, so du gibst dir richtig krass Mühe und kitzelst da auch mal so ein bisschen rum. Das finde ich immer gut, weißt du? Das sind dann nicht so diese Na Daniel? Fragen so, sondern naja, das ist echt richtig gut. Danke dir, Mann. Dankeschön, das kommt dir nämlich gerne an. Macht sehr, sehr großen Spaß. Also, wir hören uns und jetzt.
Gehen wir raus ins richtige Leben, ins Real Life. Machen wir. Ciao, ciao.
