Ja, hallo und herzlich willkommen beim e-Government-Podcast. Ich bin Thorsten Frenzel und heute bin ich auf dem Open Data Day der Landeshauptstadt München und ich habe mit einigen sehr interessanten Personen gesprochen. Leider habe ich nicht alle ans Mikrofon bekommen, aber so ist es halt und ich wünsche euch viel Spaß beim Anhören.
So, willkommen hier in meinem virtuellen, oder nicht virtuellen, sondern in meinem echten Studio und vor allen Dingen, eigentlich ist es nicht mein Studio, eigentlich ist es ja eher dein Studio.
Herzlich willkommen mit deinem Podcast in unserem Sprechungsraum. Ich finde, das ist eine großartige Ergänzung.
Genau. Laura, schön, dass du da bist. Vielleicht noch ganz kurz vorstellen, wer du bist.
Sehr gerne. Ich bin die Chief Digital Officer der Landeshauptstadt München. Profanerer Teil meines Titels ist IT-Referentin. Genau. Oder auch in Worten meines Kindes Chefin vom Internet in München.
Wir sind hier beim Open Data Day bei euch hier in den Räumlichkeiten, in den hervorragenden, großartigen Räumlichkeiten. Wir haben gerade schon darüber gesprochen. und ihr habt mir hier einen Podcast-Raum zur Verfügung gestellt, in dem ich ein paar Teilnehmer interviewe und ein paar Speaker. Und du bist natürlich auch da. Und erstmal vielen, vielen Dank, dass ich da sein kann.
Herzlichen Dank, dass du da bist. Dein Podcast und dein Engagement für diese Themen sind, glaube ich, über die letzten Jahre schon auch ein ganz wichtiger Treiber gewesen.
Ja, das hoffe ich. Das ist mein Ziel. Aber genug der Lobhudelei.
Der Gegenseitigen.
Der Gegenseitigen, genau. Open Data Day zum zehnten Mal dieses Jahr. Ich glaube, ganz alle zehn Mal war ich nicht dabei, aber ich würde mal sagen, auf acht komme ich auf jeden Fall.
Respekt.
Auch mit Veröffentlichung. Diesmal direkt bei euch hier im Referat.
Ganz genau.
Und wie findest du es aktuell?
Ich finde es total super. Also ich freue mich natürlich, dass wir hier jetzt auch wirklich die Möglichkeit haben, dass München nicht nur ein IT-Referat hat, sondern quasi auch ein IT-Rathaus, in dem wir sowas machen können. Es zeigt einfach auch, dass in der Stadt dieses Thema Digitalisierung wirklich hochgehängt wird und dass wir den Open Data Day schon so lange veranstalten und ja viele wie du auch echt lange dabei sind, zeigt auch, dass wir hier in diesem Thema dranbleiben.
Ich habe mich vorhin in meiner Begrüßung verhaspelt und habe gesagt, es ist ja kein Marathon, sondern ein Sprint und ich meine aber natürlich genau umgekehrt und das sieht man, glaube ich, an zehn Jahren Open Data Day. Es ist ein Marathon, es bleibt auch ein Marathon, aber es ist auch ganz wichtig zu sehen, dass echt wahnsinnig viel erreicht ist und auch das sieht man am Open Data Day.
Wir haben ja Fotos gesehen, 2015 in so einem kleinen Raum unterm Dach, so eine Handvoll Leute und heute hier großer Saal mit Dutzenden Teilnehmenden an einem Samstagmorgen, das muss man auch mal sagen. Das Thema ist deutlich aus der Nische rausgekommen. Es ist mittlerweile bei allen EntscheiderInnen, Verantwortlichen in Politik und Verwaltung klar, dass das wirklich ein wichtiges Thema ist, dass wir hier vorankommen müssen. Jetzt ist die Erkenntnis da, jetzt arbeiten wir weiter an der Umsetzung.
Genau, jetzt brauchen wir noch in Bayern ein IFG und dann sind wir auf dem richtigen Weg. Aber diese Bilder zeigen mir natürlich auch, dass ihr als IT-Referat hier in der Stadt München auch wesentlich mehr Möglichkeiten und mehr Power bekommen habt, um umzusetzen. Weil das war ein Foto aus euren alten Räumlichkeiten. Da war nicht mehr, war nicht viel mehr. Und inzwischen seid ihr auch bundesweit sehr weit gesehen und gerade auch eure Open-Source-Bemühungen,
die ihr macht. Also Open Code sind viele, viele Beiträge von euch. Ihr macht ganz viel Open Source. Hast du irgendwie einen Anhaltspunkt, was als nächstes bei euch so passiert?
Also das Nächste. Wir haben natürlich eine Pipeline, eine Roadmap in der Bandbreite unserer Themen. Die könnte ich jetzt nicht in ein paar Sätzen runterspulen. Riesenentwicklung natürlich aktuell ist das Thema KI, wo ich auch echt stolz darauf bin, dass wir hier unser eigenes KI-Kompetenzzentrum haben in einer kommunalen Stadtverwaltung. Ja, da sind wir weiter oder waren auch früher dran als viele Unternehmen.
Und das Schöne ist aber, wir sind Verwaltung. Wir machen das nicht einfach, weil es ein Hype-Thema ist und weil wir jetzt mal draufspringen, sondern wir machen das genau, weil wir uns angucken, wo gibt es denn wirklich sinnvolle Use Cases? Wo können wir diese Technologie nutzbringend für die Menschen in dieser Stadt, für die Verwaltung auch einsetzen? und KI geht natürlich nicht ohne Daten. Deswegen sehe ich da auch einen klaren Konnex.
Und ja, also bei den Themen Open Source, Open Data, ich glaube einen großen. Zumindest wichtigen Eintrag in meinem Kalender, der diesjährige Digitaltag wird bei uns ganz unter dem Motto Open Source stehen. Das ist ein wichtiger Termin. Inhaltlich haben wir in den letzten Monaten, wir haben ein Open Source Project Office aufgebaut. Wir haben die Subdomain opensource.münchen.de gelauncht, wo man eben nochmal auch ein bisschen besseren Überblick über unsere ganzen Aktivitäten kriegen kann.
Wir sind dabei auch in Zusammenarbeit mit dem Stadtrat, also der Politik, das Thema Open Data, ja immer mehr von einem, würdet ihr nicht bitte und es wäre so nett und habt ihr nicht nochmal Daten zu einem wirklich konkreten, wir wissen, ihr habt dies und jene Daten und jetzt her damit. Also natürlich immer noch nett und überzeugend, aber da nachdrücklicher zu werden, da sind wir auf jeden Fall auch dran.
Und das habe ich ja heute Morgen auch gesagt, für mich ist auch das alles kein Selbstzweck, sondern steht eben unter dieser großen Maxime der digitalen Teilhabe. Das sehe ich als meine, als unsere Verantwortung, als Stadtverwaltung, eben hier wirklich ja auf allen Ebenen mehr Transparenz für Verwaltungshandeln zu schaffen.
Ja, ich muss sagen, es macht großen Spaß, euch als Stadt München zu beobachten, weil es geht, was voran, es funktioniert. Gut, vielleicht nicht an allen Ecken und Enden funktioniert es, aber von außen sieht man, es geht voran, kontinuierlich gibt es Verbesserungen. Und immer mehr von euch zu sehen und zu lesen, vor allem ja auch im Open-Source-Bereich, das hat jetzt glaube ich gar nicht mehr wegzudenken aus der Community.
Toi, toi, toi, so soll es sein. Ich habe eine kleine Anekdote zum Thema Open Data. Also wir sind ja als München kein Stadtstaat, deswegen dürfen wir keine Gesetze machen, aber wir haben als Stadt eine Informationsfreiheitssatzung. Und vor ein paar Wochen hat ein Unternehmen, ja, ich würde sagen, versucht, diese Satzung zu missbrauchen, um an nicht öffentlich und vertrauliche Unterlagen zu kommen, wo ich natürlich erst meinen Kopf schüttel.
Aber was ja zeigt, wie bekannt und wie weit verbreitet dieses Thema mittlerweile ist, wenn Leute das nutzen und wenn sie es halt dann auch im Nutzen aus meiner Perspektive ein bisschen übertreiben. Aber das war für mich ein spannender Indikator zu sehen, okay, das ist wirklich in der Breite angekommen, dass es das gibt.
Ich kann nur hoffen, es geht weiter so. Ich mache heute nur ganz kurze Interviews, deswegen will ich nicht rausschmacken.
Ich habe schon viel zu viel geredet.
Nein, auf gar keinen Fall. Ich freue mich immer, wenn du bei mir bist im Podcast.
Ebenso.
Vielen Dank und jetzt kommen dann gleich die Nächsten.
Unbedingt.
Open Data in München. Wie gefällt es dir? Ja, wunderbar. Also ich bin immer wieder begeistert, weil diese Veranstaltung hat einfach irgendwas und das ist eine gute Stimmung. Die Leute kommen zusammen. Man trifft einen Haufen Leute, die man kennt. Man trifft aber auch einen Haufen Leute, die man noch nicht kennt. Und allein das ist einfach eine tolle Geschichte. Also deshalb bin ich immer wieder gern da und bin ja regelmäßig Gast. Also insofern.
Die gibt es jetzt seit zehn Jahren. Wie viele Mal bist du dabei? Ich glaube, ich habe einmal ausgesetzt. Danke.
So, und das geht Schlag auf Schlag. Ich habe den nächsten Gast bei mir hier im Studio. Hallo Judith, grüß dich.
Hallo, grüß dich Thorsten. Ich freue mich, hier zu sein.
Vielleicht kannst du noch mal ganz kurz dich vorstellen, wer du bist?
Sehr gerne. Ich bin Judith Greif. Ich bin im Stadtrat in München für die Grünen und ich bin da die IT-politische Sprecherin und bin von Beruf auch Informatikerin.
Ja, schön, dass du bei mir bist und Open Data Day, Liegt mir nahe, dich direkt zu fragen, wie sieht es im Stadtrat beziehungsweise in der Stadt München aus mit Open Data und Open Source?
Genau, also es sind zwei sehr wichtige Themen für uns und da gibt es aber noch wirklich einiges zu tun. Wir hatten zum Beispiel im Koalitionsvertrag in unserer grün-roten Regierungserklärung, dass wir gerne das Open Data Portal ausbauen möchten nach Wiener Vorbild. Das ist leider nicht so wirklich geglückt und das liegt leider daran, dass die städtischen Referate und Eigenbetriebe und Tochtergesellschaften nicht so freigiebig mit ihren Daten sind, wie wir das gerne hätten.
Und wir haben da noch bisher keinen so richtigen Hebel, sie sozusagen da noch stärker zu motivieren, die Daten auch zur Verfügung zu stellen. Wir haben jetzt die Hoffnung darauf, dass es ein bisschen besser werden könnte. Uns geht es vor allem zum Beispiel um die dynamischen Verkehrsdaten unserer Verkehrsgesellschaft. Und da gibt es inzwischen eine europäische Regelung, dass die auf Datenplattformen offengelegt werden müssen. Und da sind wir gerade dran, diese Plattform zu erarbeiten.
Und da werden dann auf jeden Fall die dynamischen Verkehrsdaten auch reinfließen.
Lass mich da nochmal genau reingehen, weil es ist ja genau das Thema, was eigentlich alle Kommunen in ganz Deutschland haben. Dass die Referate auf ihren Daten sitzen und sagen, nee, nee, nee, nee, die gibt es auf jeden Fall nicht von mir, weil die sind geheim, die sind Verschlusssache, die sind kritisch. Wie begegnet ihr dem im Stadtrat?
Mit Nachbohren und immer wieder Nachbohren. Und am besten ist es, wie gesagt, wenn man so eine gesetzliche Grundlage hat, dann ist einfach die Verpflichtung da, das zu machen. Mit so freiwilligen Selbsterklärungen und Absichtserklärungen kommt man leider in aller Regel nicht so weit. Wir hätten sehr gerne auch eine richtige Transparenzsatzung in München, sodass die Stadt proaktiv ihre Daten offenlegen muss, wie das zum Beispiel ja in Hamburg geschieht. Da gibt es ein richtiges Transparenzgesetz.
Leider war das mit der Koalitionspartnerin nicht zu machen in dieser Amtszeit. Wir hoffen auf die nächste.
Könnt ihr in gewisse Satzungen Dinge reinschreiben, dass das quasi spezialisiert die Daten offengelegt werden müssen? Wenn ich mir jetzt vorstelle, die Daten von Koalitionspartnern? Von Stadtwerken zum Beispiel.
Ja, im Endeffekt haben wir schon einen Hebel zu sagen. Unsere ganzen, das sind ja alles Tochtergesellschaften, Eigenbetriebe, dass die das offenlegen müssen. Wir können das als Grüne halt nicht alleine, sondern wir müssen das immer mit einem Partner, Partnerin zusammen machen. Und leider sind die anderen großen Fraktionen, der Münchner Stadtrat, da nicht so ganz so aufgeschlossen und fortschrittlich unterwegs.
Das ist sehr schade, weil Mönchen bietet so viele Möglichkeiten an Daten. Wenn ich an die ganzen Parks denke, wie viele Parks es da gibt. Da könnte ich schon an Sensorik denken, die man da so schön reinstellen könnte. Da könnte man hervorragende Bilder machen zum Stadtklima und Ähnlichem.
Genau, wir haben ja tatsächlich auch einen digitalen Zwilling in München. Also quasi so ein digitales Abbild der Stadt, wo auch ganz viel Sensorik verbaut ist und verwendet wird. Wo wir zum Beispiel so Modellierungen fahren können. Das ist jetzt allerdings auch nicht alles so öffentlich zugänglich. Also die Daten werden dann zwar schon genutzt eben für öffentliche Projekte, aber es ist nicht so, dass man einfach hingehen kann und sich diese Daten abholen.
Und da arbeiten wir natürlich auch sehr stark dran, dass es noch besser zur Verfügung gestellt wird, dass es bekannter gemacht wird, dass es auch in kompatiblen Datenformaten austauschbar zur Verfügung gestellt wird. Aber wie gesagt, da ist noch eine ganze Menge zu tun.
Jetzt sind wir hier auf dem Open Data Day und unter anderem ist hier auch die Byte, die mit dem Open Byte Data Portal hier bundesweit groß Aufsehen erregt hat. Wie eng arbeitet ihr mit denen zusammen?
Ich glaube, wir sind am Anfang der Kooperation, wir sind noch nicht so richtig tief eingestiegen.
Also Open Data, der arbeitet natürlich sehr eng zusammen, weil der war letztes Jahr schon dabei und ich glaube im vorletzten Jahr auch. Also da ist sehr eng. Aber auch euer Portal in der Stadt München finde ich ziemlich umfangreich, was die Daten angeht.
Ja, das ist recht umfangreich, was die statischen Daten angeht oder auch die historischen Daten. Wir sind halt noch nicht so weit mit den dynamischen Daten. Wie gesagt, die Verkehrsdaten sind immer ein großes Thema und das wäre sehr schön, wenn wir das auch in nächster Zeit noch auf den Weg bringen könnten. Ich glaube, wir sind gerade bei den Verkehrsdaten eigentlich auf einem guten Weg.
Jetzt hast du noch einen Wunsch frei zum Thema offene Daten in der Stadt München. Was würdest du wünschen?
Ich würde mir tatsächlich wünschen, dass wir das proaktiv zur Verfügung stellen, dass man nicht irgendwie umständlich rausfinden, anfragen muss, wo könnte es denn was geben, was mich interessieren könnte, sondern dass es ein Portal gibt, wo die Stadt das als Dienstleistung zur Verfügung stellt. Das wäre mein großer Wunsch.
Ja, vielen Dank. Danke, dass du da warst.
Sehr gerne.
Und hier geht es gleich nahtlos weiter mit dem Nächsten. Danke.
Open Data Day in München. Wie gefällt es dir heute auf der Veranstaltung? Sehr gut gefällt es mir. Der Workshop, in dem ich gerade war, war super spannend, interessant und man konnte definitiv schon was mitnehmen. Was war das für ein Workshop? Der mit den LLM-Agenten. Oh, da schade. Den habe ich leider verpasst. Wir hätten die auch gerne mitgemacht.
So, neuer Gast bei mir hier im Studio. Hallo Max, ich grüße dich.
Ja, hallo Thorsten. Freut mich, dass du mich direkt eingeladen hast.
Genau, vielleicht stellst du dich ganz kurz vor.
Mache ich sehr gerne. Ich bin ja gewissermaßen eigentlich seit heute der Product Owner für das Open Data Portal und das Open By Data Competence Center hier in beider Byte.
Genau, also du bist der Neue bei Open By Data.
Ja, so kann man es natürlich auch formulieren. Ich glaube, ein kurzes Update kann ich auf jeden Fall schon mal geben. Einerseits haben wir es natürlich geschafft, das Open Data Portal jetzt wirklich nochmal weil, In der Quantität einfach auszubauen. Das heißt, wir letztes Jahr zum Open Data Day, so vor ungefähr zehn Monaten, hatten wir um die 6.500 Datensätze. Jetzt sind wir bei 23.000.
Wir haben erheblich mehr Datenbereitsteller. Also wir versuchen, uns in Richtung der kritischen Masse heranzurobben. Und, naja, man kann natürlich Erfolge auch nicht immer, ja, Erfolgeergebnisse nicht immer nur in Zahlen messen. Gleichzeitig versuchen wir natürlich, Communities zu vernetzen. Deswegen bist ja genau, bist ja du heute auch hier. Wir sind hier, um miteinander ins Gespräch zu kommen. Und in dem Sinne ist Ende letztes Jahres das Format des Open Data Roundtables entstanden.
Ja, und dabei geht es uns darum, mit der Open Data Community in den Austausch zu kommen, in die Interaktion zu kommen und das dann auch wirklich über Stakeholder-Grenzen hinweg. Also wir freuen uns da über jegliche Fragen, Anmerkungen. Selbstverständlich nehmen wir auch Kritik mit auf.
Wie kann ich da mitmachen beim Open Data Roundtable?
Also heute wäre es sehr simpel gewesen. Heute haben wir uns nicht gedacht, nachdem er das erste Mal online stattgefunden hat, dass wir das Ganze doch auch mal auf Präsenz umstellen könnten. Und ich muss sagen, der Zeitslot hat eigentlich nicht ausgereicht. Wir haben uns heute dem Thema Datenqualität gewidmet, Mit vor allem dem Thema, beziehungsweise eigentlich beiden Themen Metadatenqualität und Rohdatenqualität. Wo sind die Probleme, gerade auch bei den Datenbereitstellern?
Wie kann man damit umgehen? Welche Lösungsvorschläge gibt es? Und ja, die werden wir jetzt erstmal sondieren und dann hoffentlich auch das eine oder andere umsetzen können.
Wenn der nächste stattfindet, wie kann ich damit machen?
Ein Punkt ist natürlich immer, uns zu folgen auf unseren Social Media Kanälen, wo wir selbstverständlich darüber informieren werden. Format steht noch nicht fest. Also wir werden schauen, ob wir das wieder digital machen. Dann ist die Teilnahme natürlich immer relativ einfach zu gestalten oder ob wir das Ganze wieder in Präsenz machen.
Und die Informationen dazu finde ich auf byte.bayern?
Das findest du auf den LinkedIn-Kanälen des Open Data oder Open Byte Data Competence Centers, sicherlich auch auf den Kanälen der Byte, da werden wir auch darauf hinweisen.
Max, vielen Dank, dass du da warst. Und beim nächsten Mal löchere ich dich natürlich noch mehr, weil dann hast du ja schon eine Expertise.
Ja, sehr gerne. Ich hätte eigentlich schon noch ein paar Themen dabei, die ich mit dir teilen könnte.
Na dann immer raus damit.
Gut, wir haben uns ja, ich meine, das Thema offene Daten ist ja, heute sehen wir es beim Open Data Day natürlich für die Interessierten super spannend, aber genauso für die gemeine Öffentlichkeit oder Menschen, die vielleicht nicht den technischen Hintergrund haben. Dementsprechend haben wir jetzt angefangen, unsere Datensätze auch automatisch visualisierbar zu machen. Das heißt, wir haben Diagramme, Grafiken, die auch dynamisch sind.
Das heißt, man kann sich relativ leicht einen Überblick über den Inhalt von Datensätzen machen. Da haben wir jetzt angefangen und das werden wir im Verlauf des Jahres auch einfach weiter ausbauen. Ich glaube, das lasse ich jetzt mal hier so als Nugget hier, nachdem du ja angekündigt hast, dass wir uns dann nochmal näher darüber unterhalten und dann bringen wir noch mehr Infos und Neuigkeiten mit.
Genau, wenn du deiner Rolle angekommen bist, melde dich bei mir und dann machen wir nochmal ein ordentliches Wrap-Up.
Das kriegen wir auf jeden Fall hin.
Ja, vielen Dank, Max. Und weiter viel Spaß hier auf dem Open Data Day.
Mir war es eine große Freude und ich freue mich, in Kontakt zu bleiben.
Ja, bis dann.
Bis dann. Servus.
Ja, Open Data Day in München. Was hast du bisher jetzt hier erlebt? Ganz viele Netzwerke, sehr viele Informationen über Open Data, wie die Stadt Münzen und auch andere damit umgehen. Und kannst du auch was mitnehmen davon? Definitiv, dass es eine spannende Herausforderung ist, die uns noch die nächsten Jahrzehnte beschäftigen wird.
Ja, neuer Gast, neues Glück. Ich habe einen neuen Gast bei mir hier im Studio. Hallo Dennis.
Hi.
Ja, schön, dass du da bist und du bist Keynote-Speaker hier heute beim Open Data Day in München. Und vielleicht stellst du dich erstmal ganz kurz vor.
Genau, ich hatte die Ehre, weil ich war letztes Jahr auch schon mal beim Open Data Day in München und ich arbeite bei der Open Knowledge Foundation Deutschland sehr viel im Bereich Open Data. Bin dort Projektkoordinator, Policy und Open Data und bin vor allem im Projekt offene Verwaltungsdaten tätig. Deswegen ist das natürlich extrem passend für so einen Open Data Day auch in München.
Ich selber habe so einen Datenanalyse-Hintergrund plus bin selber noch als freier Journalist tätig und versuche dann so meine Kompetenzen eben zu Open Data und zivilgesellschaftlichen Engagement zusammenzubringen.
OKF ist zwar hier im Podcast bekannt, aber vielleicht machst du nochmal ein kurzes Update, was die OKF ist.
Die OKF ist sehr vieles und wir haben sehr viele unterschiedliche Projekte. Ich glaube so eins der bekanntesten im Kontext Projekte ist Frag den Staat, wo wir auch momentan eine sehr große Zahl an Mitarbeitenden haben. Dann gibt es, also Frag den Staat bietet eine Plattform an für Informationsfreiheitsanfragen, aber auch darüber hinaus Recherchen und Kampagnen zum Thema Transparenz und Informationsfreiheit. Dann gibt es viele weitere Bereiche.
Ich kann noch den Prototype Fund nennen, der hier bestimmt auch oftmals schon gefallen ist, wo es um Open Source Entwicklung, Förderung für Open Source Entwicklung geht. Jugend Hakt, so die Bildungsinitiative von uns, die eben Leute, junge Leute näher an Digitalthemen bringen möchte. Open Hardware Fund, also so eine Initiative, die eben auch Open Source in Richtung Hardware weiterdenkt und noch viele kleinere Projekte.
Und eins von diesen kleineren Projekten ist dann eben das Projekt Offene Verwaltungsdaten, bei dem wir uns dafür einsetzen, auf der einen Seite. Dass Verwaltungen sich besser vernetzen, besser voneinander erfahren, was es vielleicht schon für Lösungen gibt, wir uns da auch als so eine beratende Instanz einsetzen, aber ja auch teilweise ein bisschen so Watchdog-Funktionen haben, das heißt wir schreiben Stellungnahmen zugesetzen, wir kommentieren auch vielleicht, wenn wir irgendwelche.
Wenn wir irgendwelche Entwicklungen sehen, wo wir denken, okay, da kann vielleicht doch mehr in Sachen Open Data passieren. Genau, das hat so verschiedene Elemente. Aber eigentlich reichen mir normalerweise der Verwaltung und der Politik die Hand und wir versuchen da gemeinsam an so einer gemeinwohlorientierten Digitalpolitik zu arbeiten.
Deine Keynote heute, die hieß Offene Daten aus der für die Verwaltung.
Genau.
Ist ein guter Aufhänger für ein Ranking, was ihr gemacht habt.
Das stimmt, genau. Also wir haben seit letztem Jahr zum ersten Mal das Open Data Ranking veröffentlicht.
Es gab früher schon das Transparenz Ranking von Frag den Staat, was vielleicht einigen auch ein Begriff ist, wo es konkret um Transparenzgesetzgebung, Informationsfreiheitsgesetze ging und wir haben das ein bisschen breiter aufgemacht, weil Transparenz und Open Data sind ja nochmal unterschiedliche Dinge, gibt einige gemeinsame Elemente, aber uns ging es jetzt um die Bereitstellung von Informationen per Default vom Staat Und da haben wir uns die unterschiedlichen
Rahmenbedingungen angeschaut auf Bundesländerebene, aber auch im Bund und haben, das ist ein rein diskretives Ranking gewesen, also die einzige Frage, die ich an Bundesländer gestellt habe, war, wo es um die... Das Datenmanagement-System in der Landesparlamente ging, da habe ich tatsächlich die einzelnen Behörden angeschrieben und mehr oder weniger Antworten bekommen. Aber sonst ging es da eher so, um zu schauen, wie der Status Quo ist.
Was kann man zum Beispiel bei der Plattform GovData ablesen? Wir haben uns aber auch den Gesetzesrahmen angeschaut, was steht in Verordnung drin, sind da vielleicht sehr viele Ausnahmen. Uns geht es aber auch so ein bisschen mehr noch darum, die Rahmenbedingungen festzustellen, was das Ökosystem Open Data angeht.
Also, dass man schaut, gibt es ein Outreach an die Community, gibt es vielleicht auch so ein Kompetenzzentrum, gibt es Ansprechpersonen, an die man sich wenden kann, wenn man was öffnen möchte, sage ich mal von der Verwaltungsseite her, aber auch, wenn man selber nach einem Datensatz sucht aus der Zivilgesellschaft oder aus vielleicht auch einem Unternehmen, das sich mit öffentlichen Daten beschäftigt. Also das hat so verschiedene Elemente und wir haben auch ein ganz gutes Feedback bekommen.
Also was wir uns wünschen würden, ist, dass die Länder das jetzt nicht so sehen, okay, hier ist ein Ranking, da müssen wir jetzt sehr gut abschneiden und müssen uns deswegen ändern, sondern dass die Länder halt verstehen, wofür Open Data für sie vielleicht auch gut sein kann. Und da hatten wir aber ganz gutes Feedback. Also ich glaube, es wird auch in einem, in Schleswig-Holstein wird es im aktuellen Haushalt 2025.
Als Argument genommen, warum man noch mehr Geld für Open Data ausgeben muss, um nämlich den aktuellen positiven Status Quo aufrechtzuerhalten. Und das ist eigentlich genau das, was wir uns wünschen, dass es so ein Anreiz ist, dass man schauen kann, okay, wie kann man sich in dem Bereich Open Data verbessern und jetzt nicht nur um das Rankings willen.
Aber jetzt ist es nun mal ein Ranking und jetzt sind wir hier beim Open Data Day in München. Vielleicht ein kleiner Hint, wie hat München, wie hat Bayern abgeschnitten?
Genau, es ist auf Landesebene. Bayern hat eigentlich ganz gut abgeschnitten, würde ich sagen. Dafür, dass die vor ein paar Jahren noch sehr wenig fortgeschritten waren, haben sie jetzt schon eine ganz gute Plattform aufgebaut. Und vor allem haben die ein gutes Kompetenzzentrum, also auch mit Personalpower, die dahinter steckt. Plus, was ich immer sehr positiv finde, dass sie wirklich sich um die Kommunen
bemühen. halt auch vielleicht die Stellen, die jetzt selber nicht so viele Ressourcen für Open Data bei sich haben, unterstützen wollen. Und was ich auch immer extrem positiv finde, sie suchen auch den Kontakt zu anderen Stellen. Also zum Beispiel gibt es eine Kooperation mit GovData, es gibt eine Kooperation mit dem Land Brandenburg, wo eben dieses eigene gute Datenportal, was Bayern hat, verwendet wird oder darauf kann dann aufgebaut werden auf diesem Portal und dann weiterentwickelt werden.
Das ist, sage ich mal, so der gute Bereich, wo auf jeden Fall aber noch sehr viel Nachholbedarf besteht, ist die Gesetzgebung. Also der gesetzliche Rahmen ist in Bayern nicht sehr progressiv. Ich würde sagen, da ist noch sehr viel Luft nach oben. Es gibt in Bayern auch, das ist jetzt eher wie die Transparenzschiene, aber es gibt in Bayern einfach auch noch kein Informationsfreiheitsgesetz und das gibt es sonst in jedem Bundesland bis auf in Niedersachsen auch noch nicht.
Da ist es zumindest im Gespräch und in Bayern habe ich das noch nicht gehört. Aber auch was Open Data angeht, kann Bayern da, glaube ich, mehr machen. Und insofern kann man es trotzdem schon ziemlich hoch aufhängen, dass auch ohne Gesetzesgrundlage jetzt hier ein bisschen was passiert ist in den letzten zwei Jahren.
Noch eine generelle Frage, wie sieht das Open-Data-Ökosystem in Deutschland aus? Wie hat sich das entwickelt?
Das ist eine gute Frage. Ja, es hätte sich auf jeden Fall noch weiterentwickeln können, glaube ich. Wir haben jetzt heute oder in dieser Woche ist der Open-Data-Fortschrittsbericht der Bundesregierung rausgekommen, der zum ersten Mal seit sechs Jahren mal wieder so in Reflexion geht und sagt, okay, das ist in den letzten Jahren passiert und der ist relativ vernichtend, würde ich sagen.
Also es wird gesagt, dass es keine umfängliche Datenkultur gibt und vor allem, es besteht ja auf der Bundesebene eine Bereitstellungspflicht für Bundesbehörden, für 450 Bundesbehörden und diese Bereitstellungspflicht, die steht im E-Government-Gesetz, der wird aber nicht nachgekommen. Also es steht da quasi drin, Behörden müssen diese Daten bereitstellen, sie tun es aber nicht und es gibt da gerade keine Konsequenzen.
Und der Bericht stellt aber auch fest, dass es einfach die Kultur von Open by Default in den letzten Jahren eigentlich nicht sehr große Fortschritte gemacht hat und dass es auch so ein Problem auf der Leitungsebene ist. Also das ist jetzt nicht so ein Problem. Open Data hat einfach keine hohe Priorität im Vergleich zu sehr vielen anderen Projekten, die angegangen werden. Und das heißt, dieses Change Management, der Kulturwandel, da hinkt es, glaube ich, noch sehr hinterher.
Plus wir sprechen uns auch immer sehr aktiv für einen Rechtsanspruch aus. Das heißt, einen Rechtsanspruch auf Open Data, dass man eben auch klagen kann, wenn eine Behörde Daten, die sie eigentlich bereitstellen müsste, nicht bereitstellt. Das war auch im Koalitionsvertrag der letzten Bundesregierung, ist aber genauso wie ein Transparenzgesetz leider nicht gekommen.
Wir hoffen natürlich, dass sich das bei der neuen Bundesregierung vielleicht nochmal wieder im Koalitionsvertrag wiederfindet, sind aber auch skeptisch. Aber das ist auf jeden Fall ein großer Schlag gewesen, dass das nicht gekommen ist, weil der Bund geht da schon auch immer voran. Also die Länder orientieren sich schon auch an dem, was der Bund festlegt.
Also wenn ich mit Kommunen über Open Data spreche, bekomme ich immer das Argument um die Ohren gehauen, ja das ist ja nur was für Nerds, da kümmert sich eine Community drum, das ist ja überhaupt nichts. Das ist eine Geschichte, dass daraus Startups entstehen können. Das ist eine schöne Erzählung, dass damit die Wirtschaft gefördert wird. Glaubst du, dass das Potenzial von Open Data in Deutschland schon erkannt wurde?
Nee, also vor allem wird das Potenzial nicht erkannt, was die Verwaltung selber mit den offenen Daten machen kann. Also wie zum Beispiel auch eine stärker datengetriebene Politik und Verwaltung davon profitieren kann, dass einfach ein vernünftiges Datenmanagement herstellt. Und da muss man jetzt gar nicht an die riesigen KI-Lösungen rangehen. Also ich bin auch, was so das Wirtschaftspotenzial angeht, das ist natürlich sehr diffus.
Da gab es irgendwann mal Studienteilen von der Konrad-Adenauer-Stiftung. Aber das bleibt natürlich sehr diffus, weil man das, glaube ich, nicht ganz genau so tracken kann, wie sich Leute vielleicht das vorstellen würden.
Deswegen würde ich immer sagen, dass es viel wichtiger ist, darauf zu schauen, wie kann die Verwaltung selber davon profitieren und die Verwaltung profitiert schon allein dessen, damit, wenn Abteilung A auf die Daten von Abteilung B zugreifen kann, ohne dass da was ausgedruckt werden muss oder dass da was hin und her geschoben werden muss auf einer DVD oder einem USB-Stick.
Und das sind einfach so low-hanging fruits, sage ich mal, deren Potenzial schon so riesig sind, die, glaube ich, jedes weitere Wirtschaftspotenzial erstmal in den Schatten stellen. Und das ist, glaube ich, der Ansatz, wo wir auch stärker hin müssen, dass die Nachnutzung von Informationen und öffentlichen Daten, dass die in den Fokus kommen muss und dass man eben Daten auch als Infrastruktur ansieht. Und diese Infrastruktur, Daten, wird in der Regel von der Verwaltung selbst auch genutzt.
Und wenn die besser wird, dann kann die Verwaltungsarbeit auch vielleicht ein bisschen erleichtert werden.
Bevor wir hier zum Ende kommen, darfst du dir noch was wünschen. Wie sieht für dich eine optimale Welt rund um Open Data aus?
Ich bin wirklich immer sehr visionslos, aber so ein Punkt, der mich immer wieder aufregt und den ich deswegen sehr gerne geändert hätte, ist, dass, okay, ich verstehe das Bestehende, ich spreche jetzt gar nicht vom Idealzustand, aber das bestehende System ist sehr schwierig, so nach und nach zu reformieren.
Aber bei Dingen, die zum Beispiel neu angesetzt werden oder wenn Prozesse optimiert werden, dass dann bitte doch an Schnittstellen gedacht wird oder daran, dass man sich die Rechte an den Daten von Fachverfahren selber sichert und dass die Verwaltung mit diesen Daten was anfängt. Zumindest für die neuen Verfahren. Das ist, glaube ich, ein sehr kleiner Wunsch, den ich hier äußern möchte,
aber das fände ich schon mal toll. Das ist keine große Vision, die habe ich jetzt nicht gegeben, aber ich bin bei meiner Arbeit auch eher so pragmatisch auf der Mikroebene unterwegs. Deswegen ist dieser kleine Wunsch nach Schnittstellen das, was ich dir mitgeben würde.
Ja, Dennis, vielen Dank, dass du da warst. Und dann wünsche ich dir weiter noch viel Spaß hier auf dem Open Data Day.
Ja, vielen Dank für das Gespräch.
Open Data Day in München. Was hast du bisher mitgenommen? Ja, es ist immer wieder interessant, die Leute, die sich damit beschäftigen, auch kennenzulernen. Ich glaube, ich war tatsächlich an fast allen auch bisher dabei. Wir haben ja vorhin auch das Foto vom Ersten gesehen, glaube ich, an der Stelle. Wobei es gab ja den Mokdi davor noch und so, der so ein bisschen Überschneidung hatte und so. Und ja, also Location interessant, ja. Muss man also nicht extra kaufen.
Hat noch seine Kinderkrankheiten. Aber ja, ich finde es gut, dass es einfach jährlich stattfindet. Die Location hat auf jeden Fall Potenzial, muss ich auch sagen. Auf jeden Fall, ja. Kann man noch mehr nutzen. Mit diesen Tischen, wo Zahlen draufstehen und du hast bei der Öffnung so einen Zettel, wo zwei draufstehen, fand ich auch wieder nett. Hat aber diesmal irgendwie nicht so gut funktioniert wie letztes Mal. Also mit mehr Anleitungen und so.
Hier fehlt so ein bisschen die PA für den Bereich, wo wir jetzt gerade sind. Sie haben sich dann mit so einem lustigen, wie nennt sich so ein Teil? Einen Megafon genau behäufen. Aber ja, es ist so jung wie das Gebäude ist, das ist durchaus nachvollziehbar. Ja, vielen Dank. Ich gehe mal weiter zum nächsten.
So, Open Data Day in München, berühmte Abschlussrunde hier bei mir im Studio. Einmal mit Bianca, einmal mit Wolfgang. Grüße euch.
Ja, hallo Thorsten, schön, dass du wieder dabei bist. Ja, schön, dass du es wieder geschafft hast. Genau.
Dann fangen wir vielleicht mal kurz an, dass ihr euch ganz kurz vorstellt, Bianca.
Ich bin Bianca, Bianca Sammer. Ich bin Data Community Managerin bei der Byte im Open By Data Competence Center, also Datenvernetzerin. Meine Aufgabe ist es, einmal Öffentlichkeitsarbeit für Open Data zu machen und die Menschen, die mit Open Data arbeiten, miteinander zu vernetzen. Die wichtigen Akteure zur Nachnutzung anzuregen.
Ja, schön, dass du da bist und Wolfgang. Eigentlich muss ich kaum vorstellen, aber trotzdem noch mal kurz.
Du kannst ja die Texte vom letzten Mal recyceln. Nein, also ich fühle mich jetzt erstmal irgendwie als Open Data Day Urgestein. Also 2015 ging das Ganze los, andere Location. Jetzt sind wir hier im IT-Referat in Allach. Und ja, ansonsten im normalen Leben bin ich zuständig für den Bereich E-Government, Open Government und Smart City. Und Open Government ist ja hier sozusagen der Schwerpunkt Open Data Day, deswegen auch der Name.
Ja, und freut mich, dass wir hier wieder zu ganz schön vielen Leuten zusammengekommen sind.
Ja, Open Data Day zehn Jahre. Ich habe den ganzen Tag überlegt, ob ich denn den ersten Open Data Day mitgemacht habe. Also ich kenne das Büro, was du gezeigt hast. Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich beim ersten Open Data Day dabei war.
Also, müsste man jetzt auf den Bildern nochmal recherchieren. Auf denen, die ich jetzt gesehen habe, warst du, glaube ich, nicht drauf, aber du bist mit Sicherheit kurz drauf der ganzen Community beigestoßen.
Genau, also auf jeden Fall, als ihr dann im Werk 1 wart, war ich, glaube ich, fast immer dabei.
Ja, ja, ja, ja. Ich meine, da hast du ja auch deine Session dann immer oben auf der Plattform bezogen und da uns schon mit dem E-Government-Podcast begleitet, der ja auch inzwischen schon ganz schön alt ist.
Ja, zehn Jahre. im letzten Jahr, also jetzt das elfte Jahr aber fangen wir einfach mal an ich lasse jetzt mal Bianca den Vortritt ihr seid jetzt dieses Jahr das zweite Mal dabei im Open Data Day ihr seid bis von der Byte, Ja, wie war es diesmal?
Ich fand es diesmal wirklich ganz, ganz toll, wie die Leute, also wie alle Teilnehmer miteinander in Austausch gekommen sind, wie auch die Gespräche waren in den Workshops, was ich mitbekommen habe. Ist, dass alle, also das war sehr interaktiv. Es war fast in jedem Workshop, gab es Austausch, Gespräche und es waren alle mit dabei. Es gab interessierte Fragen, es gab sehr viel Input.
Auch eben in unserem Open Data Roundtable kam sehr viel Input und viele Anregungen, die wir auch gerne mit aufnehmen wollen. Und es waren tolle Anregungen. Wir hatten eine sehr schöne Öffnung. Wichtige Themen wurden angesprochen.
Das hat man gehört.
Wichtige Themen, die eben auch uns aktuell betreffen und wo Open Data auch einen Beitrag dazu leisten können. Also gerade jetzt in dieser Zeit sehr, sehr wichtig. Und ich fand das sehr, sehr schön, dass das alles auch angesprochen worden ist. Also mir hat es sehr gut gefallen. Ich hatte einen sehr, sehr guten Eindruck, auch von den Teilnehmern, von den Speakern.
Und im nächsten Jahr seid ihr wieder mit dabei.
Ja, sind wir wieder mit dabei. Sehr gerne. Also das ist jetzt die zweite.
Ich hatte ja auch schon gerade den Max hier im Podcast zum Open by Data. Ein kleines Update. Aber Wolfgang?
Ja, also ich fand es heute wieder super anregend. Also Wahnsinn, wie viele wirklich intensive Diskussionen gelaufen sind. Das war ein bisschen anders, weil wir haben hier jetzt im IT-Referat doch ein bisschen mehr Platz. Ich glaube, im Werk 1, das war zwar innovativ und das Ambiente sozusagen speziell. Letztes Jahr dann im Munich Urban Colab, das war einfach groß und ja, also sehr viel Raum.
Aber hier fühlt man sich ein bisschen zu Hause. Also das IT-Referat ist ja sozusagen mein täglich Heimat tagsüber und man kennt jetzt die Räume, die sind hier ganz innovativ, viele Farben und von daher war da auch eine spezielle Atmosphäre dann, glaube ich, da und ja, sehr, sehr viele Gespräche.
Ja, die Räume, die sind großartig hier übrigens. Ich habe auch vorhin der Laura schon gesagt, also der Raum, in dem ich hier aufnehmen darf, der ist echt großartig. Ein toller Raum im Podcast auch aufzunehmen, schöner Besprechungsraum. Viel, viel Platz, alles ganz hell. Und trotzdem fehlt mir was. Mir fehlt der Hackathon.
Der Hackathon, ja. Ja, das ist natürlich das Thema, wenn wir unsere ersten Open Data Days angeschaut haben, dann war das natürlich schon sehr stark eher dieses, ja, wir programmieren, wir machen da was. Ja, vielleicht fällt uns mal ein Format ein, wo wir mit einem Hackathon unterwegs sind. Und wir sind an der TU halt mit einem Riesen-Hackathon beteiligt und das ist schon eine Größenordnung mit 900 Teilnehmern und Teilnehmerinnen.
Das ist nochmal eine andere Dimension, aber nein, wir machen sowas intern. Also wir machen intern schon so Hackathons, so Art, ja, oder Barcamps, wo wir eher für die Verwaltung intern was machen. Das Ganze jetzt nach außen noch zu öffnen, ist schon eine Herausforderung, aber warum nicht?
Also ich finde, die Räumlichkeiten hier bieten echt Platz zum Wachstum. Vielleicht kann man noch einen Raum hernehmen als Hackspace.
Ja, ja, ja. Ich meine, wir haben die Open Source Factory. Das ist ja auch ein ganz wichtiges Thema bei uns. Die Laura hat es heute Vormittag auch betont, dass das Open Source Thema wichtig, neben dem Open Data Thema natürlich ist. Und von daher, ja, können wir ja mal in den Dialog gehen, was für Ideen du hast.
Genügend, genügend, genügend. Genau, Bianca, wie war es für dich ansonsten? Also was wünschst du dir weiter vom Open Data Day?
Ich wünsche mir, dass wir es weiterhin so gut auf die Beine stellen können, dass wir dann auch weiterhin so diesen interdisziplinären Ansatz haben, den wir haben. Das ist sehr, sehr schön, dass wir es von verschiedenen Seiten beleuchten. Und ja, auch, dass wir den technisch, also das auch mit aufnehmen, dass wir gegebenenfalls auch mal noch eine Session haben, in der wirklich auch gecodet wird. Das ist natürlich auch eine Idee, die wir gerne auch mit aufnehmen. Also immer zu uns, Mais rüber.
Wir freuen uns sehr darauf. Genau. Und was man auch immer nicht vergessen darf. Also ich wünsche mir viel für die Zukunft, aber auch das, was wir bisher auch geschafft haben, dass wir das weiter so führen, weil das ist eine sehr, sehr schöne Kooperation.
Ja, vor allen Dingen eine Kooperation zwischen Land oder Landesbehörde und der Stadt. Das ist großartig.
Das ist sicher ausbaufähig.
Das funktioniert noch viel.
Viel mehr intensivieren. Da hat es auch gesagt.
Wir würden noch ein paar Behörden einfallen, die sich da eignen würden für.
Genau, genau.
Wollt ihr noch etwas mitgeben, den Zuhörerinnen und Zuhörern zum Open Data Day?
Ja, du kannst ja vielleicht schon mal den ersten Samstag 2026 vielleicht im März reservieren, wobei wir schon am Überlegen sind, ob jetzt Samstag, Freitag und so weiter. Es ist ja doch immer eine Herausforderung für die interne Organisation, aber vielleicht auch für die Leute, die da vielleicht ein Wochenende haben wollen. Jetzt haben wir noch Fasching parallel. Der hat uns, glaube ich, nicht sehr beeindruckt. Also es kam keiner mit einer roten Nase an.
Also von daher, ja, also nächstes Jahr auf jeden Fall gerne wieder und ja, dir bis dahin sowieso ganz viele tolle Folgen. Also ich höre es immer wieder an und richtig spannend.
Ja, vielen Dank.
Ja, was möchte ich mitgeben? Nutzt die Daten und wir freuen uns auch immer zu hören, wenn ihr was auf die Beine stellt, wenn ihr Projekte habt, wenn ihr ein Startup habt, das mit offenen Daten arbeitet, wenn ihr eine Datengeschichte macht, meldet euch bei uns.
Wir freuen uns immer auch darüber zu erzählen und auch davon zu erfahren, damit wir sehen können, damit wir dieses Potenzial der Daten auch wirklich greifbar machen können und wir sehen, was aus unserer Arbeit wird, also was es dann an Wertschöpfung auch bringt. Und natürlich freuen wir uns, euch wiederzusehen nächstes Jahr auf dem nächsten Open Data Day.
Ja, Bianca, Wolfgang, vielen Dank.
Open Data Day in München, wie findest du es? Supergeil. Das Beste, was einem passieren kann, wenn man sich vernetzen will, wenn man gucken will, was die anderen machen. Ich bin Experte hier, aber der Kollege, was der gezeigt hat, Hut ab. Dein wievieler Open Data Day ist das? Oh, der dritte. Ich bin jetzt neu in dieser Community seit drei Jahren und wunderbare Fortbildung hier.
Ich habe im Vorfeld überlegt, was sage ich denn jetzt heute, was hat sich seit dem letzten Open Data Day verändert, wie viele neue Datenbrenze haben wir online gestellt. Dann habe ich mir gedacht, nee, das ist eigentlich die ganz falsche Perspektive, weil Sie alle wissen, das Thema Open Data und auch den größeren Ontext mit Open
Source zusammen, das ist kein Marathon. Da geht es nicht darum, was wir jetzt von Jahr zu Jahr, das ist auch gut und richtig und wichtig, aber es ist ein Marathon, es ist ein langes Thema, es ist ein dickes Fremden. Wir kommen in der öffentlichen Verwaltung von einer ziemlichen Closed-Shop-Kultur. Und die aufzubrechen, das dauert. Vor allem, weil wir einfach nicht der Brechtsteiger und Verwüstung hinterlassen wollen, sondern wir wollen ja überzeugen.
Diese Überzeugung, und das finde ich das Tolle, da glaube ich, haben wir den entscheidenden Erfolg gemacht. Es gibt mittlerweile, auch wenn ich politisch schaue, keine Partei mehr, die sich dem Thema Open Data verweigert. Also sowohl von der Union bis hin zur Linken sagen alle, offene Daten sind richtig und wichtig. Transparenz, Überstatung des Verwaltungshandels, das ist unbedingt nötig.
Open Data Day in München. Wie gefällt es dir bisher? Ganz gut. Ich konnte viele Fragen. Alle Digitalisierungswilligen hier an einem Ort gebündelt und es macht relativ viel Spaß, ja. Welche Session hast du schon gesehen? Open Data in 60 Minuten hieß der T-Richt. Und, wie war es? 60 Minuten, sehr intensiv mit vielen Fragen und viele neue Eindrücke und ich habe viel über das IT-Referat in München gelernt. Ja, vielen Dank.
Liebe Frau Sauenheim, liebe Herr Kühnel, liebe Anwesende, liebe Freunde der offenen Daten. Ja, ich darf heute wieder bei Ihnen sein. Letztes Jahr, um eine ähnliche Zeit, an einem anderen Ort, hatte ich bereits das Vergnügen, Sie grüßen zu dürfen. Und ich erinnere mich noch sehr gut an die ganzen tollen Kennzahlen, die damals verbreitet wurden, wie viele offene Daten sind, wo alles. Rang 1 und ähnliches hat sich nicht so geändert, dass sie weiter top sind.
Die Datensätze haben sich wahrscheinlich auch für FIFA, aber weiter, Cloud 1 in Deutschland, in Gafra, Radar und bei der Open Data Foundation, ganz da vorne. Das ist eine großartige Sache. Mein ganz herzlichen Dank, dass Sie für dieses wichtige Thema erbringen. Da hat sich zum Glück nichts geändert, das vor allem ja. Was braucht man, um so ein Erfolgsmodell wie das Open Data Portal zu uns anzubringen?
Erstmal, mein ganz herzlichen Dank an Sie, Herr Kühler und Ihr Team von der Weite, sich dem verschrieben haben. Diese Erfolgsmodelle brauchen meistens solche Öosysteme, drei Sachen, Tag, Talents und Culture. Und Tag dafür sorgt die White. Sie stellt das Portal zur Verfügung, das Love, das ist der Rahmen, in dem sie sich. Talents, das sind sie, die sich einbringen mit ihren Fähigkeiten, mit ihrer Mission, mit ihren Innovationen. Und Culture, das ist das Ökosystem, das dann entsteht.
Das ist zum Beispiel auch etwas, was der Roundtable, der jetzt gestartet ist, zustande bringt, die Vernetzung. Das ist das gemeinsame Mindset an so einem Thema, wie Open Data, richtig zu arbeiten. Dafür mein ganz herzlicher Dank und alles Gute auch für die Zukunft, dass Sie hier weiter gut arbeiten können. Also eigentlich alles wie im letzten Jahr auch. Und trotzdem hat man das Gefühl, dass alles anders ist als im letzten Jahr.
Und das liegt an dem auch, was Sie bereits erwähnt haben, Frau Dornheim. Das liegt an der aktuellen Situation. Vor letztem Jahr waren wir noch in einer Situation, wo wir gedacht haben, na gut, es hat sich was verändert durch den Ukraine-Überfall. Dass der Westen plötzlich isoliert in der Welt dasteht, dass es da eine neue Frontstellung gibt. dass die Beschreibungen einer globalen Vernetzung und eines globalen Miteinander, dass die einen Dämpfer oder einen Schnitt erhalten haben.
Und was wir jetzt auch erleben, ist, dass wir sogar innerhalb der westlichen Welt, wir als Europa, wir als Deutschland, isoliert da stehen und uns wieder neu garantieren müssen. Was bedeutet das für uns, für unser digitales Business? Fangen tausend Sachen ein, aber allen Ländern, glaube ich, können wir uns auf jeden Fall mal einigen, Wir sind gemütlich, jedes Potenzial, das wir haben, zu nutzen.
Wir können Potenziale nicht mehr links liegen lassen oder stiefmöglich behandeln, sondern den ganzen Abhängigkeiten, die wir jetzt gewertig werden, da können wir es uns nicht mehr erlauben, Potenziale nicht vorauszuschätzen. Eines der Potenziale, das wir haben und wo wir noch Luft nach oben haben, das ist, wie wir mit Daten umgehen, Datennutzung. Da können wir noch besser werden, da müssen wir noch besser werden aus Europa.
Ich habe immer so das Gefühl, dass das Thema Daten in der Digitalisierung oder in der Wahrnehmung der Digitalisierung immer so ein bisschen stiefmütterlich behandelt wurde. Das hat immer so, wenn es um Daten geht, ja, das ist ein bisschen konnotiert mit den Negativseiten der Digitalisierung. Also mit dem, was man eigentlich schützen muss, wo es dann in die Richtung können, über wo es Durchsichtigkeit oder Überwachung geht.
Und die Notwendigkeiten bei der Digitalisierung und der Nutzung, die wurden da eher etwas mit Spitzenfingern angefasst und wenig mit den Inbietungs, den sie eigentlich verdienen. Anders in der Welt, um andere Daten. Da geht man nicht mit Spitzenfingern dran, da schaut man sich von so ein bisschen unter den Text oder so, sondern da geht man das Thema Daten sehr viel offensiver.
Und sehr viel vorbeigehen, dass wir das und ich glaube, ein Stück weit von dem, dazu müssen wir auch kommen, das Thema Daten einfach in seiner Art, ganz in Breite und in seiner ganzen Potentialität zu erfassen. Das ist auch ein ganz wichtiger Punkt. Was wir hier noch viel zu wenig machen, ist die öffentlichen Daten, die wir haben, zur Verfügung stellen und zur Verfügung stellen, wenn wir sie mit den Innovationen, auch mit ihren Geschäftsmodellen, da anklassen können.
Das wünsche ich mir für die Zukunft mehr. Ich hoffe, dass das hier noch weiter entsteht, dass es noch größere Preise gezielt an dem, was Sie hier bereits als Stein ins Wasser geworfen haben, dass Sie mit dabei natürlich auch da weiter unterstützen können, dass wir, Frau Dornheim, in der Kooperation Landeshauptstadt und Staatsregierung auch mit dem Interesse dann, dass andere Länder und auch der Bund hier unser Projekt mittlerweile gebenbringen,
dass wir da noch weiter wachsen können und dass noch viele coole Sachen weiter entstehen. Ganz herzlichen Dank.
Open Data Day in München. Wie ist dein Eindruck aktuell? Ich bin sehr, sehr positiv überrascht. Bin das erste Mal hier. Ich komme aus einer kleinen Gemeinde und uns betrifft das Thema Open Data noch nicht so primär. Bin aber selbst sehr, sehr daran interessiert, weil ich einfach mir vorstellen kann, dass es die Zukunft oder auch die Gegenwart, dass wir uns dagegen gar nicht verschließen können und diese offenen Daten noch viel zu wenig genutzt werden, die wir so sinnvoll nutzen könnten.
Naja, ihr als Gemeinde könntet doch wesentlich mehr Daten auch offenlegen. Wir könnten offenlegen, wenn der Wille da wäre. Ich habe das schon ein paar Mal beschrieben. Das heißt also, diese Veränderungsbereitschaft, dieser Change, der müsste halt kommen, von oben gelebt kommen.
Das heißt also, wenn ich wirklich meiner Führungsrolle gerecht werde, dann müsste ich sagen, welche Chancen da drin stecken und welchen Nutzen sowohl die Mitarbeitenden als auch die Bürgerinnen und Bürger davon erhalten würden. Das ist aber noch viel zu wenig, sage ich mal, denke ich auch in den Verwaltungsschulen propagiert, das Thema. Ja, vielen Dank.
Und damit komme ich schon ein bisschen zu einem aktuellen Thema, denn wenn wir gerade in die USA schauen, dann macht mir das wirklich riesengroße Sorge, wie da die vermeintliche Ineffizienz, Intransparenz der öffentlichen Verwaltung in ihrer kompletten Bandbreite als Vorwand genommen wird, wirklich Rechtsstaat einfach zu zerschlagt und auf eine extrem destruktive Art und Weise. Und da ist eben wirklich der Aktualitätsbezug.
Denn transparentes Verwaltungshandeln ist nicht nur aus dem Prinzip richtig und wichtig. Es ist in Zeiten von erstarkendem Rechtspopulismus einfach auch zwingend notwendig, um Gegennarrative zu haben, um genau zu sagen, nein, wir warten hier nicht zum stillen Kämmerlein und irgendwie behalten unsere Fakten für uns vor, bis sie schreddern, sondern wir sind auf der Höhe der Zeit. Verwaltung ist auch in Deutschland schon relativ weit digitalisierend.
Natürlich braucht immer noch was zu tun, aber da läuft viel, da passiert viel und eben auch gerade im Bereich Open Data. Wir behalten unsere Daten nicht für uns. Wir wissen, Daten sind nicht nur wichtige Informationsquellen, sondern sind auch wirklich einfach ein Wirtschaftsfaktor an ganz vielen Stellen, die dann eben Startups wieder zugute kommen, aber auch große Unternehmen natürlich.
Deswegen kann ich nur immer wieder an Sie und Euch alle appellieren, bleibt dran, lasst uns zusammen dranbleiben, lasst uns dieses Thema weiter vorantreiben. Und wir kommen ja weiter, nicht nur einzelne Datensätze, die wir auf dem Münchner Portal, auf dem Portal des Freistaats oder eben auch bundesweit dann vernetzt veröffentlichen. Wir haben auch Themen wie Informationsfreiheitssatzungen in München. Natürlich wünschen wir uns auch, dass der Freistaat mal ein Informationstransparenzgesetz
erlässt. Das wäre noch mal ein Schritt weiter. Andere Bundesländer haben das schon. Aber es bewegt sich sehr viel in die richtige Richtung. Soll es ja auch bleiben. Und das ist natürlich auch dem Engagement von ganz, ganz vielen zivilgesellschaftlichen, ehrenamtlichen Akteuren und Akteurinnen zu verdanken. Warum ist mir persönlich das Thema so wichtig? Ich habe es glaube ich gerade ausgeführt.
Ich hätte nie gedacht, dass man das mal so sagen muss, aber ich bin ein großer Fan unserer Demokratie und unseres Rechtsstaats. Deswegen schon mal aus Prinzip. Aber auch, ich habe mir als große Mission über meine Amtszeit hier als CDO der Landeslaubschaft das Thema der digitalen Teilhabe gehängt.
Open Data Day in München. Du warst schon mal bei mir im Podcast und auch in Verantwortung für ein Open Data Day beziehungsweise für ein Open Data Portal. Heute leider das letzte Mal zu dem Thema unterwegs. Wie geht es dir und wie findest du den Open Data Day? Ja, schweren Herzens. Ich hoffe ehrlich gesagt, dass sich der Bubble noch länger erhalten bleibe. Ich bin sehr positiv überrascht, wie groß die Netzwerke mittlerweile sind.
Wir haben ja auch im Vergleich zum letzten Open Data Day und dem davor viel investiert, um richtig tiefgreifende, offene Netzwerke in Bayern zu schaffen. Und das scheint zu fruchten, sieht man an dem Interview gerade. Kleinste Kommunen, die hier in München auftauchen, um über Open Data zu lernen. Großartig. Ja, vielen Dank.
Ja, vielen Dank fürs Zuhören. Danke, dass ihr dabei wart. Und ich hatte einen tollen Tag auf den Open Data Days in München. Und bis zum nächsten Mal.
