Ja, 217. Sendung des E-Government-Podcasts und endlich mal wieder eine Monatsshow am Start, wie ihr aus dem Intro schon gehört habt. Ich bin Thorsten Frenzel und ich habe heute zwei Gäste mit am Start. Einmal den Peter. Hallo Peter.
Hallo Thorsten, hallo Marco.
Und einmal den Marco. Der Peter hat natürlich wieder gespoilert. Ihr wisst, es geht kein Intro ohne Spoilern hier.
Jo, hallo zusammen Marco. Ich war schon eine Weile nicht mehr dabei und schaue halt mal wieder rein. Freut mich.
Genau. Hat irgendeiner von euch beiden das Bedürfnis, sich kurz vorzustellen? Aber ich glaube, euch beide kennt man, oder?
Bei OneChap haben wir da auch.
Genau. Wer die beiden nicht kennt, einfach in die Shownotes schauen. Da stehen alle Infos drin. Oder die restlichen Monatsshows mal durchhören. Es ist auch alles verlinkt, wer schon mal teilgenommen hat. Und was ich sagen kann, ist, das Konzept Monatsschau habe ich ein bisschen überarbeitet. Es gibt jetzt nicht mehr diese großen Rubriken mit News und jeder bringt ein eigenes Thema mit und so weiter und so weiter und so weiter.
Wir haben es ein bisschen überarbeitet und jetzt bringt jeder von uns zwei, drei Themen mit, über die wir diskutieren. Und ja, dann schauen wir mal, wie weit es wird. Ich freue mich natürlich, wenn ihr uns Feedback gebt, wie euch das gefallen hat, vor allem das neue Konzept. Und wir versuchen auch jetzt nicht mehr so ewig lang zu werden, sondern bei der Stunde zu bleiben. Ich sage jetzt mal, ja, mal sehen, wie weit das auch funktioniert mit der Stunde. Aber dann fange ich direkt mal an.
Koalitionsvertrag. Ich weiß, viele von euch können es nicht mehr hören. Es gibt einen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD, unserer vielleicht oder sehr wahrscheinlich neuen Bundesregierung. Und der Koalitionsvertrag ist natürlich durch die Presse gegangen, von vielen hoch und runter kommentiert worden. Ich habe auch einige davon in die Shownotes mit reingeschrieben.
Aber nichtsdestotrotz habe ich mir den auch angeguckt und mit Unterstützung von ChatGPT mir diese ganzen, 140 Seiten waren es, glaube ich, in meinem Chat-GPT mal zusammenfassen lassen und ganz konkret auch mal nach Kernaussagen zur digitalen Souveränität gefragt. Und ja, da kommen auch ganz interessante Themen. Dazu war ich für der Chat-GPT ausgespuckt. Deutschland soll digital souverän werden, das heißt eigene Handlungsfähigkeit in der digitalen Welt sichern und Abhängigkeiten verringern.
Aber das Thema digitale Souveränität ist angekommen scheinbar und hier auch auf Regierungsebene oder zukünftige Regierungsebene Teil der Politik der nächsten hoffentlich vier Jahre. Was sagt ihr? Habt ihr euch den Koalitionsvertrag mal so ein bisschen angeguckt?
Also ich habe nur im Prinzip die Dinge angeschaut, wo es geheißen hat, okay, da geht es um das Thema Digitalisierung ganz allgemein. Also ich habe mir jetzt nicht komplett die 140 Seiten durchgelesen, aber ich habe halt die Passagen mal angeschaut, wo es um Digitalisierung geht. Und mir hat aber ehrlich gesagt mehr so dieses Thema Digitalministerium und das Thema Staatsreform interessiert und das Thema digitale Souveränität.
Das ist aber, glaube ich, halt einfach deshalb mit reingekommen, weil das mitten während den Koalitionsverhandlungen natürlich alles auch irgendwie viel brisanter geworden ist.
Ja, ich finde tatsächlich beim diesmaligen Koalitionsvertrag, man merkt tatsächlich so ein bisschen, dass es von zwei Parteien, eigentlich drei Parteien geschrieben worden ist, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie sind an ein paar Stellen immer sehr buzzwordlastig. Und dann, ich hatte beim Lesen immer das Gefühl, so im nächsten Nebensatz müsste jetzt der konkrete Punkt kommen und dann kam aber irgendwie wieder ein ganz anderes Thema.
Das war so, wie es mir so ein bisschen mit dem COA-Vertrag gerade bei den digitalen Themen ergangen ist. Es sind ein paar konkrete Punkte drin, aber der überwiegende Teil ist halt, fand ich tatsächlich leider relativ buzzwordlastig und ich glaube, wir werden einfach die nächsten Monate sehen, was sich die Bundesregierung darunter vorstellt, was sie im Koalitionsvertrag geschrieben haben.
Und das macht das Ganze noch so ein bisschen spannender, weil wir jetzt noch nicht so genau wissen, was passieren wird. Fest steht aber, das Thema Digitalisierung ist natürlich ein wichtiges Thema, hat auch ordentlich viel Platz eingenommen. Und also alles andere hätte mich auch gewundert, aber es zeigt natürlich trotzdem, dass da auf jeden Fall auch ein Interesse da ist, auch in der neuen Bundesregierung. Und was genau jetzt aber passieren wird, schauen wir mal.
Ich glaube, es sind einfach noch sehr viele Fragen offen, auch wie dann tatsächlich SPD und CDU, CSU so sich verhalten werden zu dem Thema. wer welche Themen bekommt. Und das wird sicherlich auch sehr intensiv, sehr stark auch noch bringen, die nächste Bundesregierung, in welche Richtung diese Themen sich dann entwickeln.
Ich habe tatsächlich sehr, sehr viel gelesen mit wir wollen, wir wollen prüfen, wir hätten gern, aber es ist nichts oder sehr, sehr wenig Konkretes, wir werden und vor allen Dingen auch sehr wenig Konkretes mit schon Maßnahmen. Da stehen fast keine Maßnahmen drin. Sehr interessant finde ich allerdings, was Chachibiti zu den, ich habe nach einer Einschätzung gefragt vom Koalitionsvertrag, da wird als Ambitionsniveau sehr hoch bescheinigt und das sehe ich gar nicht.
Und auch Innovationsgrad, modern und mutig.
Naja, ich meine, das ist halt die Frage ein bisschen, was versteht man da drunter? Also wenn man sagt, wir wollen irgendwie als Staat digital souverän werden, dann ist das eine Sache, also die natürlich, die man so oder so auslegen kann, weil ja dieser Begriff einfach auch nicht scharf definiert ist. Also wenn das heißt, wir wollen völlig unabhängig werden von bestimmten Konzernen, von denen wir aktuell einfach zu einem starken Anteil abhängig sind, dann ist das ein sehr ambizinerter Plan.
Die Frage ist aber nur, was versteht die Bundesregierung oder die nächste Koalition, was versteht man unter digitale Souveränität an dem Beispiel. Und ich glaube, diese Schwammigkeit, gepaart mit dem, was du gerade sagtest, eben diese wenigen, sehr konkreten Maßnahmen, es stehen so ein paar Maßnahmen drin, die kann man dann aber wiederum auch so oder so interpretieren.
Ich glaube, das macht es so ambivalent. Also bei der Geschichte zum Beispiel, wir stellen eine automatisch bereitgestellte Deutschland-ID zur Verfügung. Was ist denn eine automatisch bereitgestellte Deutschland-ID? Da sind einfach noch so ein bisschen Fragen bei mir offen, was das genau bedeuten soll. Und um die Wallet soll sich ein Ökosystem entwickeln.
Ich denke, das ist eine spannende Vision, aber das ist auch noch sehr, also da könnte man jetzt noch zwei Konzepte schreiben, die auch beide dieser Forderung nachkommen. aber völlig unterschiedliche Inhalte haben.
Ja, vor allen Dingen, wie gesagt, das ist total unkonkret. Wir wollen das oder wir hätten das gern, aber das passiert halt nicht von alleine. Und meine Hoffnung ist, dass dieser Sondertopf, ob man es jetzt Sonderschulden oder Sondervermögen nennen mag, ob das der sinnvoll eingesetzt wird und vor allen Dingen auch für die Verwaltungsdigitalisierung.
Ich glaube, du sprichst da genau den wunden Punkt eigentlich an. Also ich meine, alle sind sich darüber einig, dass ein Digitalministerium nur dann auch eine Wirkung entfalten kann, wenn es in irgendeiner Form Einfluss auf Budgets nehmen kann.
Und dann letztendlich sind die Budgets auch das, was am Schluss dann die Wirkung entfalten kann, weil so wie wir das ja kennengelernt haben beim OZG aus dem letzten Jahr, aus der Mitte des letzten Jahres, das OZG-Änderungsgesetz, da steht ganz viel von Standards und was weiß ich alles drin. Aber es ist kein Personal da, das das Ganze umsetzen kann.
Genauso ist es halt bei vielen anderen Dingen auch. Die Ideen wären schon da, aber sie müssen natürlich auch in die Umsetzung kommen und dafür brauche ich Personal und brauche ich Budgets. Und insofern ist die Stunde der Wahrheit nicht im Koalitionsvertrag, sondern bei den Haushaltsverhandlungen aus meiner Sicht.
Was ich auch sehr interessant finde, ist im Koalitionsvertrag, es wird ein neues Ministerium geschaffen, Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung, aber zeitgleich soll dieses Ministerium eine Personaleinsprachung von 8% bis 2029 realisieren. Das heißt, wir gründen ein komplett neues Ministerium mit komplett neuen Leuten, die auch in die Tausend gehen werden.
Aber wir wollen trotzdem so viele Mitarbeiter abbauen oder so viele Beamte abbauen, dass wir eine Personaleinsparung von 8% haben. Und das sind 8% eine Menge Holz. Und wenn ich mir anschaue, wer sich gerade im Digitalministerium, sondern im Bundesinnenministerium, wer sich da mit Verwaltungsdigitalisierung beschäftigt, diesen chronisch unterbesetzt.
Ja, oder wie wir wissen, dass sie für neue Aufgaben, die man jetzt hier erfunden hat, überhaupt keine Stellen haben. Und das sind ja auch die ganzen anderen Regulierungsbereiche. Also wenn man auch den ganzen Digitalbereich insgesamt anschaut und dann so Dinge wie Bundesnetzagentur oder sowas anschaut, die ja neue Aufgaben kriegen, die aber die ganzen Stellen nicht besetzt haben und so weiter.
Also das ist ja überall das Problem, dass wir neue Aufgaben schaffen, dass wir gerade was Souveränität und Regulierung, also europäische Regulierung und so weiter betrifft, da sind wir ziemlich ambitioniert, aber irgendjemand muss es tun und da einzusparen funktioniert überhaupt nicht.
Aber möglicherweise sind das halt auch wieder irgendwelche Verschiebebahnhöfe, dass man auf der einen Seite zwar einsparen muss, auf der anderen Seite aber dann vielleicht über Investitionen wieder irgendwo dann doch irgendwelche Dinge realisieren kann oder was.
Was mir auch aufgefallen ist, wie ich vorhin schon gesagt habe, die digitale Souveränität steht da ganz groß drin, aber zeitgleich wird parallel überall, werden Microsoft 365 Verträge gepusht über alle Verwaltungen hinweg, Also ich weiß noch nicht, ob sich das PSI dazu schon geäußert hat. Also eigentlich sollte das PSI jetzt mal deutlich sagen, Leute, Clouds außerhalb von Europa sollten mit sehr großer Vorsicht verwendet werden. Am besten gar nicht.
Reicht die Kündigung von Microsoft für 8 Prozent? Die Frage. Aber es wird eh nicht so schnell gehen von dem her.
Ich glaube, die große Herausforderung, habt ihr gerade schon angesprochen, wird auch sicherlich sein, wie wollen wir das alles realisieren. Also ich glaube, da sind einige Punkte drin, wenn man die wirklich richtig angehen will, Denn das sind die wahnsinnig ambitioniert. Die erfordern wahnsinnig viele Ressourcen. Und gleichzeitig haben wir jetzt einerseits, du hast es schon angesprochen, Thorsten, wir wollen weniger Personal, die mehr gute Arbeit machen sollen.
Und gleichzeitig, was ich ja sozusagen auch unterstütze, so ein bisschen zu schauen, wie gehen wir denn mit unseren Haushaltsmitteln um? Ist das effizienter Einsatz? Explizit die Forderung findet sich ja auch im Koalitionsvertrag, dass wir hier den Einsatz externer und kostenintensiver Beratung auf das Minimum zu reduzieren. Das ist schon eine sehr starke Formulierung.
Aber dann stellt sich natürlich am Ende die Frage, wenn wir gleichzeitig auch Personal einsparen, wer macht denn dann die Arbeit? Ich glaube, wir brauchen gerade jetzt, ich glaube, eine der drängendsten Fragestellungen wird sein, wie gewinnen wir gutes, hochqualifiziertes Personal, um diese ganzen Herausforderungen, die sich dem Staat stellen, am Ende auch lösen, umsetzen zu können. Wir müssen das irgendwie als Verwaltung steuern.
Und das ist das, was meines Erachtens nach in den letzten Jahren immer wieder so eine Hürde war, wenn es dann um die Umsetzung geht. Also selbst wenn die Zielvision da ist, ist das erstmal die halbe Miete. Ich muss das Ganze ja dann umsetzen können. Dafür brauche ich eben in den Ministerien und in den nachgeordneten Behörden eben die entsprechenden Qualifikationen. Das wird, glaube ich, auch noch eine sehr spannende Herausforderung.
Genau, das schreit für mich ganz klar nach Staatsreform. Wir müssen einfach irgendwo anders Kapazitäten schaffen, wo es jetzt große Ineffizienzen gibt. Da müssen wir einfach ran. Und dann wird auch entsprechendes Personal frei und vor allem auch gutes Personal frei. Wir kennen alle die Beamten, die Bock haben zu arbeiten, aber die halt nur so Pille-Palle-Aufgaben bekommen. Die könnte man gut an Stellen einsetzen, wo sie zur vollen Blüte heranwachsen können.
Ja, aber die Staatsreform, die trägt ja nicht am Anfang Früchte, sondern die trägt erst dann die Früchte, wenn man sie gemacht hat. Also das ist ja nicht so, dass wenn ich jetzt sage, ich rufe eine Staatsreform aus, dass dann die ganzen Einsparungen als erstes da sind und dann geht der Rest um. Sondern ich muss erst einmal die Dinge auf den Weg bringen, muss sie umsetzen und dann kann ich die Früchte einfahren. Und dadurch ist es so, dass die Einsparung des Geldes sicher nicht am Anfang liegt.
Ja, die Einsparung ist ja bis 2029, ist ja noch ein bisschen Zeit. Aber ich komme mal zu einem anderen Thema, weil ich glaube, wir könnten eine ganze Sendung zum Koalitionsvertrag machen Und letztendlich, der Koalitionsvertrag ist einfach nur eine Niederschrift des kleinsten gemeinsamen Nenners. Es kommt sowieso alles anders, als es da drin steht, weil es gibt noch ein Leben da draußen. Und gerade leben wir in ziemlich unsicheren Zeiten, was unsere ganzen Nachbarn und den Rest der Welt angeht.
Von daher, da sind gute Ideen dabei. Mal gucken, was alles umgesetzt werden kann. Ich habe mich registriert für die Pilotphase des digitalen Fahrzeugscheins. Super interessant. Da gibt es eine App oder soll es eine App geben, die heißt eKfz-App. Da schwandt mir schon so wieder einiges, was man in so eine eKfz-App noch so alles reinbauen kann.
Aber digitaler Fahrzeugschein finde ich schon mal einen guten Schritt, weil, wie ich neulich lernen musste, ist man verpflichtet, das Original des Fahrzeugscheins mitzuführen und nicht nur eine Kopie. Auch wenn die Kopie toll ist und in Farbe und so. Man muss das Original mitführen und wenn man sich das Fahrzeug teilt mit mehreren Personen, reicht schon in der Familie zu zweit. Es gibt halt nur einen Fahrzeugschein und den ständig hin und her zu geben, das ist sehr, sehr unpraktisch.
Und da wäre so ein digitaler Fahrzeugschein schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung. Und ja, ich hoffe, dass hier weiter gedacht wird, als nur den Fahrzeugschein zu digitalisieren, sondern auch schon in Richtung EU-DI-Wallet gedacht wird oder ähnliches.
Und dass quasi eine Anwendung da draus wird. Also ich werde es mir jetzt auf jeden Fall anschauen und ich werde berichten, sollte ich denn den tatsächlichen Zuschlag bekommen, ich habe mich registriert, habe schon die Info bekommen, dass ich dabei bin. Mal schauen, wie es weitergeht. Ich halte euch auf jeden Fall alle auf dem Laufenden.
Aber das ist so eine Art Beta-Test dann wahrscheinlich?
Pilot.
Oder Pilot.
Ich hoffe, die sind schon über Beta hinaus, wenn sie es pilotieren sollen.
Okay, dann anders gefragt. Also das ist jetzt nicht, also das ist nur für einen begrenzten Personenkreis quasi zugänglich. Das kann nicht jeder einfach so testen.
Gehe ich von aus, das kann sich jeder registrieren und wahrscheinlich werden sie auslosen, wer dann dabei ist.
Ja, vielleicht ergreife ich dann doch die Gelegenheit, auf etwas hinzuweisen, was eigentlich in den Show Notes steht, nämlich weil du gerade die EU-DI-Wallet angesprochen hast. Dort ist nämlich auch ein Pilot gestartet. Man kann sich für die EU-DI-Wallet jetzt auch anmelden und zwar wird dort, also kann man die sogenannte LISSI-App runterladen, die hier dann ermöglicht, auch sich eine, Das ist so eine Dummy-Identität. In meinem Fall war es eine finnische Dame.
Ich weiß nicht, ob das immer dieselbe Identität ist. Auf jeden Fall, man kann sich dann so eine Dummy-Identität auch in seine Wallet reinladen und kann sich auch dann Studentenausweis in die Wallet reinladen. Man kann Hotelbuchung machen und dort dann die Hotelbuchung sich mit reinladen und ähnliches. Man kann das also wirklich einmal richtig ausprobieren, wie das mit der Wallet insgesamt funktioniert.
Und die große Idee ist ja dann den Führerschein und alle anderen Ausweisdokumente auch in die Wallet reinzuladen. Zu laden. Ich weiß jetzt natürlich nicht, der Fahrzeugschein ist ja nicht ein personenbezogenes Dokument, sondern der Fahrzeugschein ist eben das fahrzeugbezogene Dokument. Insofern bin ich mir nicht sicher, ob das dort der richtige Ort ist, aber spätestens, wenn das Verkehrsministerium an den Führerschein denken sollte, sind wir ja auf jeden Fall bei der EU-DI-Wallet.
Also ich gucke mir das an, ich werde mich auch nochmal für den Test von der EU-DI-Wallet anmelden.
Ich habe es in die Show Notes gehängt.
Wobei ich glaube, die Lissi-Wallet, die habe ich mir schon mal angeguckt. Mal sehen, wie sie weitergekommen sind. Auf jeden Fall mache ich weiter. Ich habe noch zwei interessante Kuriosen mitgebracht. Und zwar, wir sind ja alle ziemlich PDF-verrückt in der öffentlichen Verwaltung. Also man stellt gern mal Anträge per PDF und digitalisiert Anträge. Da habe ich neulich was sehr Cooles gesehen. Und zwar, man kann mit PDFs auch Doom spielen. Also es gibt ja so einen Nerd-Sport, Will It Play Doom?
Wo auf verschiedenste Geräte verschiedensten Alters und verschiedenster Form versucht wird, Doom zu portieren. Also dieses Spiel. Und das hat jetzt jemand gemacht mit PDFs. Das ist in den Shownotes. Ihr könnt euch das anschauen. Das ist sehr, sehr lustig. Also man kann tatsächlich Doom spielen. Natürlich nicht wie ein Profi, aber man kann Doom spielen in schwarz-weiß auf PDF. Das ist sehr lustig.
Also ich fand es ja tatsächlich beachtlich in den Demos, wie flüssig das tatsächlich läuft. Also ich hätte diese Performance jetzt nicht so erwartet. Da wird sicherlich noch ein bisschen Feintuning im Hintergrund betrieben sein. Ich weiß nicht, bei welchem Rechner das lief. Aber schon erstaunlich.
Also in den Shownotes ist ein Link zu dem tatsächlichen PDF und da kann das jeder selber outprobieren. Also das liegt auf GitHub, kann man sich angucken, stehen auch noch ein paar Dinge, die man beachten muss und dann kann man direkt mal durchspielen. Also es ist echt lustig. Ich habe noch was sehr Kurioses gefunden und zwar ein Museum der aussterbenden Sounds.
Und ich mache Podcasts, ich stehe auf Sounds und ich stehe auf Geräusche und dort gibt es Geräusche von Schreibmaschinen verschiedenster Art. Da ist noch abgebildet und man kann sehen, welche Geräusche diese Schreibmaschine machen. Die ja Projektoren, ganz interessant, auch Stechuhrn und Rechenmaschinen. Ein Faxgerät habe ich bisher noch nicht gefunden, weil wahrscheinlich ist das noch nicht historisch. Oder vor allem noch nicht ausgestorben, genau.
Also das ist sehr lustig. Was mich noch gefreut hätte, also dieses Museum der aussterbenden Sons ist mehrheitlich mit öffentlichen Geldern finanziert. Und leider stehen alle diese Sounds nicht unter einer Creative Commons Lizenz, sondern unter Eigentumsvorbehalt. Also man kann damit nichts anfangen, außer sich die auf der Webseite anhören und die Bildchen dazu angucken. Wäre schön, wenn man die auch irgendwo verwenden könnte mit Referenzen oder Ähnlichem.
Jo, das war es jetzt schon erstmal mit meinen Themen. Peter, du hast vorhin schon mal was angefangen. Was hast du noch so mitgebracht?
Also ich habe im Wesentlichen das Thema Staatsreform aufgegriffen und habe hier auch tatsächlich drei Themen mitgebracht, die aber einen inhaltlichen Zusammenhang bilden.
Das Erste, was ich mitgebracht habe, ist das, dass die NEGZ, also das Nationale E-Government-Kompetenzzentrum oder wie es sich anders selber nennt, Kompetenznetzwerk für digitale Verwaltung, gibt ja immer wieder so Studien raus und die haben eine Studie rausgegeben, die heißt Impulse für eine kohärente Digitalverfahrensgesetzgebung. Was ist der Hintergrund an dieser Stelle? Ich beschreibe das immer ganz gern so, dass ich sage, es war nicht so geplant, aber es hat sich so ergeben.
Also wir hatten ursprünglich ja die Verwaltungsverfahrensgesetze und dann irgendwann hat man die ursprüngliche Form der Gesetzgebung, in der man zwischen Bund und Ländern schön immer zusammengearbeitet hat, hat man aufgegeben und hat dann einen Sonderweg beschritten, indem man das E-Government-Gesetz des Bundes gemacht hat. Welches dann aber wiederum als Vorbild quasi für so Länder-E-Government-Gesetze gegolten hat.
Und dann hat man im nächsten Schritt ja nach der Grundgesetzänderung und dem 91c-Grundgesetz, hat man ja dann auch das Online-Zugangsgesetz, also nachdem man den geändert oder eingefügt hat, hat man dann auch das Online-Zugangsgesetz dazu genommen. Und aus der kurzen Beschreibung kann man schon erkennen, dass es für Leute, die da nicht ganz tief in der Materie stecken, überhaupt nicht mehr transparent ist, wo ich eigentlich nachschauen muss und welches Gesetz dann relevant ist.
Spätestens wenn ich also die Ländergrenzen oder Ländergrenzen überschreitende Verfahren habe, dann weiß ich eigentlich nicht mehr, welches Verwaltungsverfahren eigentlich funktionieren soll. Und dann haben wir ja noch so Sondersachen wie zum Beispiel Sozialgesetzbuch oder Steuerrecht, also Abgabenordnung, wo auch nochmal zusätzlich Verwaltungsverfahren geregelt sind.
Und das Ganze ist also ziemlich unübersichtlich und der eigentliche aus meiner Sicht große Vorteil dieser Studie ist, dass das einmal so auch nachvollziehbar zusammengestellt ist, wo eigentlich dieses Problem liegt und das halt auch, sage ich einmal. Juristisch sehr gut untermauert ist. Das ist aber über viele Seiten sozusagen aufgeführt, das Problem. Und was dann ziemlich kurz kommt, ist der eigentliche Vorschlag. Das sind nämlich dann am Schluss nur noch drei Punkte, wie man das sinnvoller
und zusammenfassender durchführen kann. Und es geht natürlich immer um diesen Kohärenzbegriff, also um die gemeinsame Zielrichtung dieser Gesetze. Wer aber mal einigermaßen verstehen will, wie diese verschiedenen Gesetzesgrundlagen zusammenhängen, der hat da zumindest die Chance, mal das Problem nachzuvollziehen. Man ist dann immer noch nicht fit, dass man weiß, welches man wann anwendet.
Das ist noch komplexer, aber zumindest einmal, wie die zusammenhängen und wie die in welcher Hierarchie diese Gesetze sind und wann was zum Einsatz kommt und so weiter, wird in der Studie relativ schön dargestellt.
Das ist gut, das werde ich mir auf jeden Fall mal anschauen, weil das ist einer meiner blinden Flecken. Das ganze Verwaltungsverfahrensgesetz, das ist so umfangreich.
Ja, also das ist, wenn man jetzt im Moment gerade irgendwie so einen Studiengang E-Government hat oder was ist das mit einer der größten Teile oder digitale Transformation der Verwaltung oder sowas, bei solchen Studiengängen ist es ja ein ganz großer Teil, den Leuten überhaupt einmal diese Zusammenhänge einigermaßen näher zu bringen und das ist wahnsinnig schwierig.
Und also diese Grundlagenarbeit an dieser Stelle ist schon mal so hilfreich, dass man mal überhaupt diese Problematik darstellt und dann deutlich macht, dass man da was tun muss, weil das versteht keiner mehr. Also ich kann immer nur zu den Leuten in der Praxis dann, also wenn niemand in der Verwaltung sitzt, dann kann ich sagen, naja, macht es so und so, es wird in 90 Prozent der Fälle funktionieren.
Aber das ist natürlich blöd, weil das denen nichts hilft. Also weil 90 Prozent ist natürlich nicht hilfreich, wenn die gerade in den einen der 10 Prozent Fälle reinlaufen, die halt nicht so funktionieren. Und da ist es ziemlich schwierig. Also von dem her hat man da eine gute Grundlagenarbeit getan. Und das Nächste, was ich dann mitgebracht habe, das setzt also gleich darauf auf. Nämlich es gibt auch ein Rechtsgutachten, nämlich zur Bündelung im Föderalstaat vom Normenkontrollrat.
Und da hat man eben versucht, Möglichkeiten aufzuzeigen, wie man die Verantwortlichkeiten. Und die Aufgabenwahrnehmung im Staat über die föderalen Ebenen quasi neu denken und neu gestalten könnte. Hintergrund ist das, dass wir alle wissen, dass die Aufgabenwahrnehmung immer schwieriger wird, dass die die Aufgabe.
Dass wir uns überhaupt nicht leisten können, das Wagenrad immer wieder neu zu erfinden, dass wir immer weniger Personal zur Verfügung haben, dass wir immer weniger Geld zur Verfügung haben für die Aufgabenwahrnehmung und dass man halt an das Thema ran muss. Das ist die Rahmenbedingung, die halt überall an allen Ecken und Enden immer wieder aufgezeigt wird.
Aber das Konkrete und Schöne an diesem Rechtsgutachten des Normenkontrollrats ist, dass man sich wirklich drei Verwaltungsleistungen rausgenommen hat, also den Antrag auf Erteilung einer Fahrerlaubnis, die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse und die Einkommensprüfung.
Und anhand dieser drei Beispiele hat man das exemplarisch durchgearbeitet und hat dann versucht zu schauen, wo gibt es andere Aufgabenzuschnitte, wo kann man Prozessschritte zusammenfassen, wo kann man Skalierungen ermöglichen, wo kann man Geschwindigkeits- und Kostenvorteile generieren und so weiter. Und das Interessante ist halt das, dass die dann am Schluss zu dem Ergebnis kommen, dass eine Veränderung dieser Beispiele auch in unserem aktuellen grundgesetzlichen Rahmen möglich sind.
Und das ist für mich so der interessanteste Punkt. Dass man also sagt, man kann zwar die Aufgabenzuschnitte grundsätzlich ändern, man kann aber auch im bestehenden Rechtsrahmen im Moment Modifikationen vornehmen und da haben die eben diese drei Beispiele ausgeführt und haben die auch runtergebrochen. Und damit wird aber deutlich, dass es möglich ist. Und diese Möglichkeit, das ist das Wichtige, also die wird einfach da aufgezeigt.
Und man kann sicher auch die nächste Stufe noch gehen und da werden auch Ansätze vorgestellt, aber eigentlich muss man jetzt nicht irgendwie ein kleines Grundgesetz ändern und die Zweidrittelmehrheit schaffen, um handeln zu können. Und das werde aber immer so ein bisschen in den Raum gestellt, dass man sagt, naja, jetzt machen wir erst einmal die Reform und dann können wir irgendwie handeln.
Und das weitere Thema, das ich dann mitgebracht habe, ist das, dass es aktuell eine Initiative gibt von München, Augsburg und Nürnberg. Das ist natürlich klar, ich habe hier natürlich mehr den Fokus auf die bayerischen Städte und die sind jetzt vorstellig geworden im Zusammenhang mit der Sitzung des IT-Planungsrates auch und haben hier wieder mal ein Positionspapier abgeschickt.
Und in diesem Positionspapier hat man sich für meine Begriffe sehr eindeutig auch dazu bekannt, dass man sagt, naja, wir wollen gerade nicht diesen Individualismus, den alle uns immer vorwerfen. Wir wollen nicht unsere eigenen Lösungen, sondern wir wollen gemeinsame Lösungen. Wir wollen auch Kompetenzen abgeben. Wir wollen in die Cloud, in eine gemeinsame deutschlandweite Cloud kommen. Und das ist halt am Beispiel der Registermodernisierung jetzt nochmal aufgegriffen worden.
Aber letztendlich hat man da konsequent nochmal in Richtung Dresdner Forderungen natürlich, also eine konsequente Umsetzung der Dresdner Forderungen und dann eben das Ganze noch angereichert durch die Überlegungen zur Registermodernisierung. Man hat sich da also auch ganz offen für Cloud-Lösungen und Ähnliches ausgesprochen.
Ja, ich kann das nur unterstützen oder bestätigen. Das ist auch so meine Erfahrung. Die überwiegende Zahl der Kommunen sind total offen dafür, auch einfach auf bestehende Infrastruktur aufzusetzen. Alles, was da ist, wird sehr gerne genommen, was Arbeit abnimmt. Wir haben, glaube ich, eher das Problem, dass tatsächlich zu wenig harmonisierte, übergreifende Basisinfrastruktur da ist, auf die die Kommunen aufsetzen könnten.
Also wir sind noch nicht so weit, dass wir eine Cloud-Plattform hätten oder eine standardisierte Methodik, um eben Infrastruktur in der Cloud zu betreiben, wie es sozusagen ja auch in der DVC gerade angestrebt wird. Aber da sind wir eben noch nicht am Ziel. Und ich glaube, das würde vielen Kommunen total helfen und auch qualitätssichernd da rein grätschen.
Und das sind Themen, keine Kommune wird irgendwie oder die wenigsten Kommunen werden anfangen, jetzt selbst eigene Cloud-Lösungen aufzubauen, gerade kleinere Kommunen. Die freuen sich natürlich für alles, was da ist. Und bei der ganzen Basisinfrastruktur, die wir so für die ganze Verwaltungsdigitalisierung brauchen.
Angefangen von so Sachen wie, wir haben es ja bei der Bund-ID gesehen, da gab es ja auch dann ein sehr großes Interesse, auch sich an solche zentralen Infrastrukturen anzubinden oder den Personalausweis einzubinden. Ich glaube, es scheitert meistens eher daran, dass die Kommunen einfach sich noch schwer tun, diese Infrastruktur anzubinden, weil die Infrastruktur selbst noch nicht so reif ist.
Also mal eben einen E-ID-Server zu betreiben als Kommune beispielsweise, ist nach Jahren, nachdem wir die E-ID haben, immer noch eine große Herausforderung, weil einfach die Komplexität so hoch ist, diesen E-ID-Server zu betreiben. Ich kann nicht einfach, wie es bei anderer Software üblich ist, die Software einfach in meinem Linux-Paketmanager installieren, auf meiner Server in meiner Kommune installieren und dann ist die Sache gegessen.
Es ist einfach an vielen Stellen sehr komplex und wir sehen ja auch so ein bisschen, diese Infrastruktur, die wir haben, ist aktuell noch zu sehr zerstückelt. Und das deckt sich dann ganz gut wiederum mit den Aussagen des Normenkontrollrat, der ja auch so diesen Government-as-a-Plattform-Ansatz stark nach vorne treibt und da sagt, wir brauchen da einen einheitlichen Ansatz, um diese Infrastruktur zu managen und irgendwie in den Griff zu bekommen.
Und darüber eben dann auch diese Verwaltungszusammenarbeit zwischen den verschiedenen Fachbehörden, seien es Kommunen, Landesbehörden, Bundesbehörden zu organisieren über genau diesen Ansatz. Ich denke, das ist ein zentraler Punkt, diese Infrastruktur mal aus einem Guss zu denken, gemeinsam zu denken und einfach viel in die Infrastruktur zu investieren. Und das passt ja wiederum auch zum Rechtsgutachten. Ich glaube, dafür haben wir schon Ansätze gefunden, wie wir das erledigen können.
Das ist nicht alles sicherlich. Also damit sind wir nicht automatisch am Ziel, aber das wäre ein Riesenhebel und passt auch total zu dem, was ich sehe. Die Kommunen freuen sich über Basisinfrastruktur, die sie nutzen können. Im besten Fall ist sie kostenlos nutzbar, weil man sich über Finanzierungsmodelle auf Bund-Länderebene Lösungen überlegt.
Aber wir haben es ja zum Beispiel bei FitConnect die letzten Jahre immer wieder gesehen, die Kommunen sind total begeistert, diese Infrastruktur anzubinden, weil sie endlich mal, sagen wir mal vergleichsweise einfach anbindbare Schnittstellen haben, die ihnen dabei helfen, sich an den ganzen EFA-Dienste beispielsweise anzubinden.
Ich glaube, das läuft auch alles wieder ganz stark auf diese Richtung hin, dass wir kein Erkenntnisproblem haben, sondern nur ein Umsetzungsproblem. Und ich würde es sogar noch ergänzen, wir sind nicht mutig genug. Wir haben jede Menge Geld für die Umsetzung von OZG, also beziehungsweise EFA, zur Verfügung gestellt. Wir haben aber uns nicht getraut zu sagen, dass alle diese Leistungen, die hier gebaut werden, verdammt nochmal Cloud-ready sein müssen.
Ob das jetzt alles auf Kubernetes passiert oder auf irgendwas anderes, es muss auf jeden Fall Cloud-ready sein. Das haben wir uns vergessen. Das haben wir vergessen. Da waren wir nicht mutig genug. Genauso wie wir nicht mutig genug waren zu sagen, ja, wenn das aus dem Staatssäckel bezahlt wird und vor allen Dingen sogar noch aus dem EU-Säckel, dann hat das bitteschön Open-Source zu sein. Oder zumindestens muss der Code für die öffentliche Verwaltung zur Verfügung stehen.
Das trauen wir uns nicht. Ich weiß nicht warum, aber da gibt es jede Menge Lobbyarbeit, die da getan wird. Das müssen wir einfach mal machen.
Ja, also andere Ministerien kriegen sie auch in den Förderrichtlinien. Und gerade so im Forschungsbereich ist es total üblich, dass eben alle Ergebnisse, die finanziert wurden, am Ende auch öffentlich zur Verfügung gestellt werden. Wenn es da eben eine entsprechende Forschungsfinanzierung zum Beispiel gibt, warum schaffen wir das nicht mit Software? Scheint entweder irgendwie schwieriger zu sein oder es fehlt tatsächlich am Verständnis.
Ich würde die Aussage, die du gerade gemacht hast, die auch sehr oft immer wieder zitiert wird, gerne mal challengen. Weil mich stört so ein bisschen dieses Narrativ. Wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem. Ich finde es total richtig, ja, wir haben ein Umsetzungsproblem. Wir kommen einfach nicht hinterher, diese ganze Infrastruktur aufzubauen und die ganzen Online-Leistungen zu digitalisieren, weil es halt auch an Strukturen fehlt, um das alles zu realisieren.
Ich glaube schon, dass wir noch ein Erkenntnisproblem haben. Also nichts... Und sicherlich gibt es viele schlaue Menschen, die einen guten Blick dafür haben, wo es fehlt. Wir haben wahnsinnig gute Studien, Gutachten zu diesen ganzen Themen. Das mag alles sein, aber insgesamt haben wir ja noch nicht geschafft, es in dem ganzen föderalen Kosmos die richtigen Schritte zu tun, um dahin zu kommen, dass wir kein Umsetzungsproblem mehr haben.
Also seit Jahren wird so in der E-Gov-Bubble rumerzählt, wir haben kein Erkenntnisproblem, wir haben ein Umsetzungsproblem, aber es ändert sich auch nichts dran. Und da stelle ich mir dann schon die Frage, warum haben wir denn immer noch ein Umsetzungsproblem, wenn dieses Problem erkannt wurde?
Ja, das Problem ist, das sind die Geschäftsmodelle. Also ich muss mir immer wieder anhören, es gibt kein Geschäftsmodell für Cloud. Es gibt kein Geschäftsmodell für Open Source. Wer soll denn das machen? Wer soll denn die Community sein, die sowas pflegt? Warum sollte ich Interesse haben, als Softwarehersteller das Cloud-ready zu machen, wenn mein Rechenzentrum gar nicht Cloud-ready ist? Also diese Gespräche kommen immer wieder. Also die Erkenntnis ist da, aber der Wille ist einfach nicht da.
Aber wenn wir diese Geschäftsmodelle nicht verstehen, haben wir ja ein Erkenntnisproblem.
Die Geschäftsmodelle sind schon verstanden, aber der Wille, das zu ändern, ist nicht da.
Ja, ich sehe es eigentlich nochmal anders. Ich glaube, dass man irgendwann auch einfach einmal, um in die Umsetzung zu kommen, Entscheidungen treffen muss. Und ich habe das Gefühl, dass alle da im Großen und Ganzen auf den Bund schauen und erwarten, dass der Bund Entscheidungen trifft.
Und der Bund sagt dann immer, naja, ich habe ja nur begrenzt Einfluss auf die Länder, nachdem ja Verwaltung Ländersache ist und ich habe keinen Einfluss auf die Kommunen, weil es gibt ja die kommunale Selbstverwaltung und so. Und ich glaube, die Zeit ist insofern reif, dass ich über diese Studien, die ich jetzt hier mitgebracht und verlinkt habe.
Dass ich der Meinung bin, dass hier nachgewiesen wird, dass der Föderalismus nicht das Problem ist, dass ich das ändern kann, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen da sind, dass die rechtlichen Rahmenbedingungen zwar vielleicht nicht optimal aufgebaut sind, aber sie sind da, dass die Möglichkeiten gegeben sind und dass auch die Bereitschaft zur Zusammenarbeit da ist.
Und jetzt ist irgendwo natürlich, wie gesagt, alle schauen auf den Bund und am Ende ist es natürlich auch so, dass alle auf den Bund deshalb schauen, weil es um viel Geld geht und weil man irgendwann sagt, okay, wer nimmt jetzt das Geld in die Hand, um das Thema besser zu machen und um das Thema zu verändern. Und also am Ende ist doch wieder irgendwo so ein Budgetthema und wer zahlt.
Und eigentlich geht der Streit nicht, glaube ich, inhaltlich, sondern der Streit geht letztendlich in ganz vielen Fällen darum, wer zahlt.
Wer zahlt und wer profitiert finanziell. Also solange wir immer noch Fachverfahren haben, die für die Anbindung einer Schnittstelle, sowas wie FitConnect, hier monatlich 800 Euro von den Kommunen aufrufen, plus noch eine fürstliche Einrichtungspauschale. Und das kann man ja mal hochrechnen auf 11.000 Kommunen, was das an Geld ist, die diesen IT-Dienstleistern zufließen oder Softwareherstellern zufließen.
Das ist meiner Meinung nach zum Großteil nicht gedeckt durch das, was so eine Schnittstelle tatsächlich leistet.
Na, wir haben einfach ein bisschen das Problem, dass wir ja in vielen Verwaltungs-Digitalisierungsbereichen einfach einen sehr dysfunktionalen Markt haben. Wir haben meistens wenige große Hersteller, die ein sehr breites Spektrum, also ein sehr breites Spektrum an einerseits Fachlichkeit abdecken, aber halt auch sehr stark in der Fläche verteilt sind.
Ich glaube, wir können den IGAF-Bereich in Deutschland, kann man halt auf eine überschaubare Zahl an Playern abdecken, die alle so ein bisschen ihre spezifische Nische gefunden haben. Die Konkurrenz, Echt überschaubar, wenn man es mal so vergleicht mit anderen Märkten. Und die Frage, wie kommt man da rein in den Markt, ist gerade so eben auf der Fachverfahrensebene auch total schwer, weil dann haben wir wieder so Themen wie, wie kriege ich denn die Daten aus dem Fachverfahren raus?
Wir sind dann sehr schnell in solchen Datensilos gefangen, Migration ist schwierig und eben auch das Wissen über, wie funktioniert eigentlich diese Fachlichkeit. Das ist auch was, was oftmals halt eben bei den Herstellern. Die eben da schon seit Jahren in dieser Fachlichkeit drin sind, sehr hoch ist und da ist es super schwer reinzukommen.
In manchen Domänen ist es ja sogar so, dass selbst die Fachbehörden nicht mehr genau wissen, wie eigentlich ihre Fachlichkeit funktioniert, weil sie sich auf die Software und auf die Expertise des Dienstleisters verlassen. Und das macht es halt echt schwer, in diesen Markt reinzukommen.
Und ich glaube, also ein Hebel ist sicherlich der technische Hebel, da ein bisschen zu standardisieren und einheitliche Infrastruktur bereitzustellen, Datenmanagement bereitzustellen, entsprechend auch Vorgaben zu machen, seien es Qualitätsvorgaben, Architekturvorgaben, die es eben auch braucht, die auch gefordert wurden von den Kommunen. Peter, du hast es gerade angesprochen, München aus Augsburg-Nürnberg hatten das ja auch explizit nochmal gefordert. Ich glaube, das ist eine gute Sache.
Man braucht es aber gleichzeitig auch den organisatorischen Change, dass wir eben als Verwaltung in die Lage kommen, auch diese Fachlichkeiten besser zu verstehen und auch diese Softwareentwicklung im Zweifel auch ein bisschen steuern zu können. Das ist was, was gerade in diesen monopolartigen Märkten, Teilbereichen echt immer wieder sehr schwierig ist.
Ich finde, da ist das Projekt vom Gesundheitsamt Frankfurt mit Bianca Kastl ein schönes Projekt, weil die tatsächlich versuchen mal die gesamte, oder nicht nur versuchen, sondern sie tun es ja tatsächlich auch mal, die gesamte Infrastruktur von so einem Gesundheitsamt mal abzubilden und da die entsprechende Expertise sich reinholen und sich da eine eigene Lösung bauen.
Und da kommen wir halt in die Lage, in die Situation, dass wir eben von der Verwaltung kontrolliert ein Verständnis darüber haben, wie funktioniert denn eigentlich diese Software. Ich glaube, das ist ganz, ganz wichtig. Aber das können natürlich die Kommunen nicht alleine machen. Das hat in dem Fall auch nur geklappt, weil es eine zweistellige Millionenförderung von der EU gab.
Da kommt dann dieser Punkt Staatsreform wieder ins Spiel, wo wir uns überlegen müssen, wo entwickeln wir denn diese Software? Weil die einzelnen Kommunen jeweils für sich keine Chance.
Ja, in dem Projekt funktioniert das auch, weil es da engagierte Fachleute gibt, die daran mitarbeiten, die ein Grundkonzept haben von Software, wie Software auszusehen hat und funktionieren kann. Das kann eine Kommune nicht leisten. Gut, eine Stadt wie München, die kann das leisten, eine Stadt wie Berlin auch. Aber eine Kommune kann sowas nicht leisten. Und selbst wenn die 22 Millionen kriegen oder weiß ich wie viel, das werden die nicht hinbekommen.
Die sind dann auf die Dienstleister angewiesen. Aber generell, du hast recht, also die Markteinstiegshürde in den Public-Sektor-Markt ist ziemlich hoch. Also vor allen Dingen musst du dich erstmal erkundigen, was sind denn überhaupt Standards, wo sind die Schnittstellen. Von daher finde ich ist, dass das Projekt FitConnect, du weißt, ich habe da schon mal anders drüber gedacht, aber inzwischen finde ich FitConnect einen der wichtigsten Schritte in die Richtung.
Hier die Markteinstiegshürde zu senken. Weil mit FitConnect habe ich schon mal eine Möglichkeit, wie ich Daten transportieren kann von A nach B. Und die Service-Standards, die jetzt gerade als DIN-Specs geschrieben werden, das ist auch ein großer Schritt. Also eine DIN-Spec, die kann ich in eine Ausschreibung reinschreiben. Guck hier, DIN-Spec, ich hätte gerne eine Software, die auf jeden Fall DIN-Spec erfüllt und die mit FitConnect kommuniziert, Punkt.
Dann hätte ich es gerne noch Open Source, dann hast du schon einen Riesenteil der Ausschreibung quasi schon standardisiert. Und solche Sachen, die hätten wir locker schon vor 10, 15 Jahren machen können, weil die Information und die Erkenntnis war da, es wollte nur keiner. Weil zu viel Standard macht den Markt schmaler. Also gedacht zumindest für die, die im Markt die großen Player sind. Und die großen Player sind immer noch sehr, sehr laut in diesem Markt.
Ich glaube, wir brauchen da auch so ein bisschen diesen gedanklichen Shift weg von Dienstleister halten sich, weil sie bestimmte Produkte am Markt haben, die sie dann eben sehr gut verkaufen können, wo sie so ein bisschen in einer gesettelten Umgebung sind. Hin zu einer stärkeren, tatsächlichen Dienstleistungsmentalität. Weil, sagen wir mal, proprietäre Software verkaufen ist nur so bedingt Dienstleistung.
Ich meine, ich kann mich auch fünf Jahre auf meiner Software ausruhen, technisch da nichts renovieren und verdiene immer noch dasselbe, weil ich Lizenzkosten verlange.
Ja, ich glaube, das würde dem Markt sehr gut tun, wenn wir da ein bisschen mehr zu so einer Dienstleistungsmentalität kommen und wir es irgendwie schaffen als Verwaltung, mehr in die Hoheit dieser ganzen Infrastruktur zu kommen, auch der Fachverfahren zu kommen und dann mit verschiedenen Dienstleistern gemeinsam diese Fachverfahren zu entwickeln, vielleicht auch mal mehrere Hersteller an einem Fachverfahren mitentwickeln lassen,
um da so ein bisschen auch so einen gegenseitigen Kontrolleffekt zu haben, also Richtung Multivender-Ansatz in die Richtung gedacht. Dann sind wir natürlich sehr schnell auch bei dem Gedanken von freier Softwareentwicklung, Open-South-Software. Diese kollaborative Entwicklung von Software, gemeinschaftliche Entwicklung von Software, das passt super gut zum Verwaltungsansatz, wo eben dann auch verschiedene
Fachbehörden zusammenarbeiten müssen. nur das zu steuern und diesen Rahmen dafür aufzuspannen, dass das auch möglich ist. Das braucht einerseits ein bisschen Anschubfinanzierung, das braucht aber auch das Verständnis in der Verwaltung, wie eben diese ganzen Softwareentwicklungsprozesse funktionieren.
Weil wenn ich eben in der Situation bin, wo ich eben mehrere Dienstleister steuern muss, an einer Software zu entwickeln, dann brauche ich einerseits so ein bisschen überhaupt die Expertise von meiner Fachlichkeit natürlich. Ich brauche ein bisschen Expertise, wie gestalte ich denn eine gute User Experience für Behördenmitarbeitende und aber auch natürlich Privatpersonen oder Unternehmen.
Also es geht dann auch so Richtung Developer Experience natürlich, wenn wir gerade an Unternehmen, Vereine denken, die dann auch eigene Schnittstellenanwendungen da vornehmen wollen. Und wir brauchen am Ende natürlich auch die technische Kompetenz so ein bisschen einschätzen zu können. Das würde uns auch sehr gut tun, wie wir. Ja, wie hoch ist denn die Qualität der Software, die Dienstleister bereitstellen?
Ist sozusagen, wenn ich zwei Softwarelösungen vor mir habe, wie schätze ich denn ein, wenn ich irgendwie eine Vergabe mache, was davon kaufe ich denn ein? Und diese Kompetenz, die braucht es halt auch an einer Stelle. Und da bin ich wieder bei dem Punkt von vorhin, das alleine in einzelnen kleinen Kommunen zu realisieren, das schaffen wir einfach nicht. Es mag immer Leuchttürme geben, wo es dann einzelne Personen gibt, die super engagiert sind und super fähig sind, wo das möglich ist.
Aber so in der Fläche brauchen wir andere Organisationen, um auch diese ganzen Fachverfahrens, nicht nur Basisinfrastruktur, sondern eben auch bei den Fachverfahren, diese Fähigkeiten aufzubauen und diese Infrastruktur, die ja letztendlich dann am Ende auch ist, aktiver zu speiern.
Ja, es geht ja unterm Strich auch nicht nur um das, die Software zu entwickeln, die Software dann zu betreiben, sondern es geht ja dann auch um weitere Dinge, Informationssicherheit und so weiter und so fort. Also das heißt, das ist einfach inzwischen ein professionalisiertes Geschäft und deshalb kann ich das nicht mehr dezentral in kleinen Einheiten abwickeln, sondern kann das nur in professionellen Einheiten auch abwickeln.
Und das ganze System-Management und alles, das funktioniert nicht, wenn ich das, wie du vorher schon gesagt hast, dass ich irgendjemand ein Linux-Paket zur Verfügung stelle, das ist der dann selber installiert, das ist es nicht. So funktioniert IT leider nicht mehr.
Ja, wir sehen ja, also Softwareentwicklung wird immer komplexer. Während wir früher halt noch irgendwie mal eine kleine Anwendung geschrieben haben, die lief dann halt einfach irgendwie als ausführbare Datei, kann man hin und her kopieren und hat irgendwie funktioniert, hat einigermaßen okay skaliert. Die technische Komplexität nimmt ja enorm zu. Also dieser ganze Technologiestack, den wir inzwischen haben für Softwareentwicklung, das wird auch,
das ist ein Trend, der geht ja immer mehr in die Richtung. Wir haben immer mehr Layer über Layer. Also wenn wir uns die ganze Cloud-Infrastruktur anschauen, wie viele Layer das da tatsächlich sind von der Anwendungsebene, bis wir dann wirklich unten an der Hardware-Bare-Metal irgendwie angekommen sind, ist schon beeindruckend, wie viele Abstraktionsschichten da vorgenommen werden.
Und gleichzeitig haben wir natürlich auch noch diesen ganzen IT-Sicherheitsaspekt, den du auch gerade erwähnt hattest, so Richtung Zero-Trust-Architekturen.
Wir stehen einfach vor großen geopolitischen Herausforderungen auch und gerade in solchen kritischen Verfahren, wo dann eben auch potenziell auch Akteure, die uns nicht ganz so freundlich gesonnen sind, ein Interesse hätten, eben auch an diese Infrastruktur ranzukommen, die zu manipulieren, also Daten zu manipulieren, Daten abzugreifen, uns vor solchen Angriffsszenarien zu verteidigen, wo eben potenziell auch große Staaten dahinterstehen können mit,
nahezu unlimitiertem Budget und dementsprechend auch unlimitierten Möglichkeiten, da irgendwie oder nahezu unlimitierten Möglichkeiten, da Expertise einzukaufen, den müssen wir uns aufstellen. Das heißt, der Default muss eigentlich sein, wenn wir jetzt Infrastruktur entwickeln, die nach dem Zero-Trust-Paradigma zu entwickeln. Und das ist natürlich dann auch nochmal eine ganz andere Expertise, die wir auch noch brauchen und.
Sagen wir mal mehr und mehr. Wir brauchen diese Zusammenarbeitsmodelle und sei es eine interkommunale Zusammenarbeit mit einer größeren Menge an Kommunen, das kann ja auch ein Modell sein, wo sich verschiedene Kommunen zusammentun und da irgendwie das entsprechende Personalstaffen, um sowas zu, jonglieren und hinzubekommen oder seien es halt andere Modelle mit irgendwie, verschiedenen Digitalagenturen oder irgendwelche anderen, Länderbehörden, Bundesbehörden.
Aber wir brauchen einen Plan, wie wir da hinkommen, als Staat in der Lage zu sein, Software herzustellen.
Ich bin ja jetzt seit einiger Zeit wieder nah an den Kommunen, zumindest an den bayerischen Kommunen. Und ich kann das alles bestätigen. Die haben keine Lust, die haben keine Kapazitäten, sich jeder irgendwelchen Quatsch selber auszudenken. Die wollen es am besten fertig vorgekaut.
Zur Nutzung, und ich sehe das tagtäglich bei den Rollouts, wie schwer die sich tun, bei vermeintlich standardisierten EFA-Leistungen mit standardisierten Schnittstellen in Fachverfahren, die zu tausendfach die gleichen sind, Und wie schwer die sich tun mit der Konfiguration und wie schwer sich auch diese Rollout-Organisationen und Hersteller damit tun, überhaupt die Anbindung zu machen, obwohl es tausendfach das gleiche ist,
weil es doch eben nicht tausendfach das gleiche ist, weil jeder irgendeinen anderen Twist drin hat. Und da haben die Kommunen gelindet gesagt, die Schnauze voll. Die wollen sinnvolle Software, um ihre Arbeit zu erledigen, weil eine Kommune ist kein Softwarehaus. Eine Kommune ist für die Verwaltung da und IT ist zur Unterstützung dafür da.
Ja, wenn wir 10.000, 11.000 erfolgreiche Softwarehäuser hätten in Deutschland, dann wären wir Spitzenreiter in Europa. Das wäre schon...
Nicht nur in Europa. 11.000 Spitzensoftwarehäuser, da hätten wir ganz andere Themen. Aber Marco, ich glaube, ich würde das Thema jetzt mal abschließen. Du hast nämlich auch noch jede Menge interessante Sachen mitgebracht, die vielleicht sogar in die ähnliche Richtung gehen, was wir jetzt gerade schon besprochen haben.
Ja, ich habe nochmal mitgebracht einen kleinen Mini-Bericht vom Hackday Niederrhein in Mörs. Der hatte gerade zehnjähriges Jubiläum, zehn Jahre Open Data Day in Mörs. Und man merkt schon so ein bisschen an den verschiedenen Titeln, also das ganze Thema Semantik war natürlich wieder ein großes Thema, wie es so üblich ist. Da trifft sich so einmal jährlich in Mörs immer die, sagen wir mal so, die Linked-Open-Data-Bubble und diskutiert über die neuesten Grenzen.
Und ich fand es immer wieder ganz spannend, so die letzten Jahre, man konnte immer beobachten, wir werden immer konkreter. Also dieses, was vor ein paar Jahren immer noch als so abstraktes, na, müsste eigentlich mal so dieses Linked-Data-Konzept irgendwie in die Praxis überführen. Das passiert langsam wirklich. Und wir sehen erste Entwicklungen in die Richtung. Wir hatten ja bei dem Hack der Niederrhein durch das zehnjährige Jubiläum ein
bisschen anderes Setting als sonst. Freitags gab es so ein bisschen stärkeren Verwaltungstrack und viele Vorträge zum Thema Komponenten. Teil der Verwaltung. Dieses Jahr ziemlich KI-lastig, muss man leider so ein bisschen dazu sagen, also auch ja, teilweise leider so ein bisschen buzzwordig. Der Samstag war dann mehr der gewohnte Community-Tag, wo ja, so das klassische Hack-Day-Feeling auch nochmal stärker wieder aufkam.
Es gab einen schönen Vortrag von Stefan Kaufmann von Wikimedia zu, ja, tatsächlich nochmal zu dem KI-Thema, aber so ein bisschen demystifiziert dieses ganze Thema, hat sehr schön aufgedröselt nochmal den Unterschied zwischen, ja, den klassischen neuronalen Netzen, die wir so kennen, generative KI auf der einen Seite und auf der anderen Seite logikbasierte KI-Systeme, also alles, was wir so unter Symbolic AI verstehen, wo es dann tatsächlich mehr in Richtung strukturierte Daten geht,
Wissensgrafen und diese Technologien zu nutzen, um automatisches Reasoning zu betreiben, ist natürlich ein total spannender Aspekt, der im Vergleich zu den neuronalen Netzen nicht so gehypt, aber auch noch ein bisschen unterforscht ist, aber gleichzeitig eben für uns als Verwaltung natürlich auch sehr spannend sein kann, weil es da eben oftmals sehr wichtig ist, tatsächlich logikbasierte Systeme, logikbasierte Regeln zu haben,
die eben nicht so sehr zu Falschaussagen führen können, wie es eben die neuronalen Netze. Wie es bei neuronalen Netzen immer wieder der Fall ist. Genau, wir hatten von Benjamin Degenhardt wieder einen schönen Vortrag zum Thema, also zu dem Projekt Förderfunke. Die sind ja auch sehr stark in der Link-Data-Ecke unterwegs und schauen sich da eben Fördermöglichkeiten des Staates an und versuchen, diese Fördermöglichkeiten zugänglich zu machen.
Für Menschen und für Unternehmen. Und diese Förderungen werden eben dort maschinenlesbar in einer Linked-Data-Topologie abgebildet, sodass ich dann eben lokal mit den Daten, die ich so habe, ich gebe mein Word-Nord an, ich gebe mein Alter an, ich gebe noch weitere Daten an, die so eventuell förderrelevant sind. Und daraus wird eben dann automatisch abgeleitet, welche Förderungen denn für mich in Anspruch genommen werden können.
Ich muss also nicht durch 30.000 verschiedene Förderprogramme mich durchklicken und herausfinden, für welches ich denn letztendlich förderwürdig wäre oder wo ich darauf zugreifen kann, sondern ich habe das eben in einer App und habe diese Förderinformationen maschinenlesbar vorlegen. Das ist ein total spannendes Projekt und das zeigt einfach sehr schön auch die Mächtigkeit dieses Link-Data-Ansatzes.
Ja, Förderfunke macht mir ein schlechtes Gewissen, weil ich schon die ganze Zeit die im Podcast haben will, aber es liegt an mir, dass die noch nicht da waren.
Ja, tolles Projekt. Ich weiß.
Ich kenne das Projekt, das ist ein schönes Projekt und ich will sie unbedingt, aber ich komme nicht dazu, mir den Termin auszubauen.
Ja, ich fand noch einen Vortrag erwähnenswert, weil ich gerade am Anfang auch schon gesagt hatte, es geht mehr in die Praxis. Und zwar hat Jesper Zittlitz aus Schleswig-Holstein mal wieder so ein kleines Update gegeben, wo Schleswig-Holstein gerade beim Thema Open Data steht. Und die haben ja sogar das Thema Open Data in ihrer Landesverfassung geregelt. Und ja, ich fand, Jesper hat mal wieder gezeigt, wie weit einfach Schleswig-Holstein bei diesem Thema ist.
Sie haben in ihrem Open Data Portal nicht nur die Möglichkeit, Daten als Linkdata, Formaten natürlich bereitzustellen, sondern die sind inzwischen auch dabei, eben so ein bisschen den Kommunen oder Landesbehörden zu erklären, wie dann eben Daten auch transformiert werden können in so einen Linked Data Ansatz, um so ein bisschen schrittweise da hinzukommen.
Und gleichzeitig gibt es auch Tooling, um auf Basis von solchen Linked Data Datensätzen auch so eine erste Visualisierung zu bauen und einfach da entsteht gerade viel Praxis-Know-how zu dem ganzen Umgang mit Linked Open Data und ein bisschen Tooling auch.
Und ich glaube, dass es ist auch ganz spannend, einfach so ein bisschen zu schauen, wie funktioniert das denn in der Praxis, um das Ganze auch vielleicht einfach ein bisschen greifbarer zu machen für viele und deswegen dieses Thema wird immer, Ja, wächst so langsam mehr von der Wissenschaft, also Semantic Web ist schon echt alt, die ganzen Konzepte, aber wir sehen das Ganze halt tatsächlich mehr und mehr in die Praxis kommen und das macht ein bisschen hoffnungsvoll, gerade im Open Data Kontext.
Ja, bei Schleswig-Holstein sieht man, die haben einen sehr, sehr engagierten CIO, der quasi aus unserer Bubble kommt, aus unserer Nerd Bubble kommt und wirklich ein großer Fachmann ist für alles, was Open Data und Open Source angeht.
Ja, wir hatten dieses Jahr beim Hackday tatsächlich sogar den ersten Verwaltungs-Linux-Laptop. Auch aus Schleswig-Colstein hat Jesper mitgebracht und die haben dort jetzt in einem kleinen Piloten, der jetzt schnell wachsen soll, ja, inzwischen gab es ja auch die entsprechenden Social-Media-Posts und Pressemitteilungen zu Linux-basierte Arbeitsgeräte.
Ja, die Distribution würde ich gerne mal sehen. Die würde ich mir gerne auch mal installieren.
Also Sven, wenn du uns hörst, schick mal Download-Link. Ja, ich habe noch mitgebracht Souveränitätsmapping mit Wortley. Wortley ist ja vor allem bekannt durch sein Wortley-Mapping und hat gerade wieder einen schönen Blogpost geschrieben, den ich ganz interessant fand, weil auch dieses ganze Thema digitale Souveränität ja auch immer wieder rauf und runter diskutiert wird auf den ganzen Verwaltungskonferenzen. Es ist immer noch ein Thema, was super omnipräsent ist.
Und ich fand den Take von Wortley ganz spannend. Er hat nämlich noch mal so ein bisschen die Frage in den Raum gestellt, die ja oftmals wenig oder unbeantwortet ist. Was genau meinen wir eigentlich mit digitaler Souveränität? Und so ein bisschen die These in den Raum gestellt, dass diese territoriale Definition von digitaler Souveränität, also wir wollen geopolitisch unabhängig sein von China, Amerika, Russland, was immer so genannt wird.
Dass das tatsächlich also unter anderem auch daher resultieren könnte, dass wir eine sehr gute Möglichkeit haben und eine so gute Vorstellung von diesen territorialen Grenzen haben, weil wir ein Tool haben, nämlich Karten, um diese territorialen Grenzen abzustecken. Und das ist ja auch so menschheitsgeschichtlich immer wieder dieses Wir-gegen-die-Ding, was immer wieder an geografischen Grenzen oft auch festgemacht wurde.
Und wir haben aber keine so guten Tools, um die Darstellung von Abhängigkeiten in anderen Dimensionen darzustellen, Also Abhängigkeiten von bestimmten Herstellern, Abhängigkeiten von bestimmten Technologien. Das ganze Thema Data Ownership, wem gehören bestimmte Daten, wird ja auch immer wieder so diskutiert. Da kann man sich auch so ein bisschen die Frage stellen, was heißt Data Ownership überhaupt? Kann ich Daten besitzen?
Und diese ganzen Themen, wer besitzt, wer kontrolliert ein gewisses Etwas, werden eben oftmals eben, weil es die Tools nicht so gibt, sehr schnell dann eben, um es zu vereinfachen, in Karten und damit territorial dargestellt. Und er hat so ein paar schöne Ansätze in dem Blogpost, um mal solche Abhängigkeiten auch anders mit der Worldly Mapping Methode darzustellen.
Fand ich ganz interessant zu lesen, um so ein bisschen diesen digitalen Souveränitätsbegriff nochmal auf eine andere Art und Weise zu entzaubern.
Ja, zum Thema digitale Souveränität und gerade auch so Unabhängigkeit von Europa habe ich ganz viele Links für euch alle in den Shownotes, weil wir uns immer wieder dem aussetzen müssen, Wir können ja gar keine Leistungen wie Cloud oder ähnliches ohne die amerikanischen großen IT-Dienstleister.
Ich habe mehrere Listen verlinkt, die genau das Gegenteil beweisen, weil wenn wir uns Europa anschauen, es gibt nicht nur Deutschland, Frankreich und vielleicht die skandinavischen Länder, sondern es gibt auch Tschechien, wo richtig gute Cloud-Anbieter sitzen. Es gibt Polen, die tolle IT-Dienstleister haben. Also wir müssen bloß unseren Blick ein bisschen mehr in alle Richtungen weiten und nicht nur zu den üblichen Ländern, mit denen wir zusammenarbeiten.
Zusammenarbeiten, ist, glaube ich, ein gutes Stichwort. Das nächste Thema, das ich nämlich mitgebracht habe, ist die Möglichkeit, auf OpenCode Konsultationen durchzuführen. OpenCode hat jetzt einen Konsultationsbaukasten. Das fand ich ganz spannend. Das Zendes hat erkannt, OpenCode wird gar nicht nur genutzt, um dort Software bereitzustellen, wirklich einen ausführbaren Code, sondern wird eben auch viel für Kollaboration genutzt.
Angefangen von Dokumentation, aber eben auch zum Beispiel diese Konsultationsprozesse, die wir jetzt in den vergangenen Monaten gesehen haben Und dafür kann eben OpenCode auch ein Tool sein. Und da hat eben das Tennis ein bisschen CI-Pipelines zum Beispiel entwickelt, einfach ein bisschen Tooling entwickelt, um diese Konsultationsprozesse noch einfacher zu machen.
Das fand ich einen spannenden Ansatz, weil er, glaube ich, auch ganz gut übertragbar ist, wie wir als Verwaltung miteinander Informationen austauschen, gerade in so einer sehr heterogenen Behördenlandschaft. Es ist total wichtig, da ja auch verschiedenste Meinungen einzuholen.
Deswegen sind diese Konzentrationen total wertvoll und wir haben gleichzeitig auch den Austausch noch mit Zivilgesellschaft und Wissenschaft, wenn man es gut gestaltet und eben zugänglich gestaltet für diese Akteursgruppen. Natürlich auch die, ja, Privatwirtschaft, sei es oder öffentliche IT-Dienstleister, so alle Stakeholder, die eben relevant sind.
Und ja, fand ich eine interessante Entwicklung, dass quasi diese eigentlich, GitLab ist ja eigentlich für Softwareentwicklung gedacht, aber jetzt mehr und mehr auch für kollaborative andere Prozesse genutzt wird, wie es ja auch in vielen Fällen schon ist. Aber eben diesen Ansatz, den wir hinterher, um so Softwareentwicklung haben, den wir jetzt auch in anderen Dimensionen in der öffentlichen Verwaltung mehr und mehr erlernen, Das finde ich ganz spannend.
Ich finde die Entwicklung auch großartig. Also das zeigt, also, Es hat mit OpenCode eine echt tolle Plattform geschaffen für Austausch, nicht nur für Software. Und man sieht, dass es einen riesengroßen Bedarf daran gibt.
Also wenn ich mir anschaue, wie so Kollaborationsprojekte in den letzten Jahren gelaufen sind, dann gab es irgendwie mit Freischaltungen, und gerade wenn man auf Bundesebene zusammengearbeitet hat, dann musste man so komische Sina-Boxen und Sina-Laptops durch die halbe Republik schicken, damit man überhaupt am gemeinsamen Dokument arbeiten kann.
Das ist jetzt mit OpenCode gelöst. Auch wenn OpenCode nie dafür gedacht war, also OpenCode war immer die Aussage, ja, das erlauben wir, das ist aber eher so, geduldet, aber inzwischen hat sich das gemausert, dass OpenCode für genau sowas, und ich finde es richtig, auch eingesetzt wird, weil das eine ganz, ganz einfache Zusammenarbeit schafft und das bisschen GitLab, was man da lernen muss, das kann sich jeder drauf schaffen, das ist nicht so schwierig.
Ja, und ist ja auch An sich gesehen auch nichts wahnsinnig Neues, diese Software-Entwicklungstools halt auch für andere Dinge zu nutzen. Wir sehen es bei den ganzen Awesome-Lists auf GitHub zum Beispiel, die ja auch in Markdown in dem Git verwaltet werden, um da kollaborativ dran zu schreiben oder eben die ganze, allein die ganze Software-Dokumentation oder eben auch irgendwelche ITF-Standards. ITF-Standards werden ja auch nur noch in Git-Repositories entwickelt.
Und das ist auch eine spannende Bewegung. Da gehen wir als Verwaltung ja auch so ein bisschen hinweg von PDF-Standards hin zu mehr kollaborativen, Git-basierten, nah an dem Tooling von Softwareentwicklung dran.
Schöne Entwicklung und ich glaube, diese Konsultationsprozesse sind insofern ganz cool einfach, dass sie einfach vor allem greifbar sind, auch für Menschen, die bisher sich noch nicht wirklich mit Software beschäftigt haben, aber das Verständnis, wie man da kollaborativ arbeiten kann, an Dokumenten, an Feedback geben kann, das eins zu eins übertragen auf Software ist, ja, ganz klassische Open-Source-Software-Entwicklung vereinfacht.
Ja, man hat ja viele Dinge aus der Software-Entwicklung übernommen, ob es Arbeitsmethoden geht ob es Ticketing-Systeme oder sonst was. Also man hat viele Ideen hier übernommen und das ist halt ein weiteres schönes Beispiel, wo man Zusammenarbeitsmethoden wiederum gemeinsam nutzt.
Genau, also wir nutzen in der Firma Jira, Jira Service Management und Confluence für die Rollout-Steuerung von eFall-Leistungen und das funktioniert hervorragend.
Ich habe noch ein Thema, das mir über den Weg gelaufen ist, fand ich ganz spannend. Das Ganze geht um KI-Scraping. Da gab es einen Blogpost von Drew DeWalt, der Gründer und CIO von Source hat. Der hat das Ganze nochmal so ein bisschen angestoßen, die Diskussion darum oder zumindest ein bisschen nochmal prominenter durch diesen Blogpost zur Diskussion gestellt.
Da geht es eben darum, so ein bisschen die ganzen Ressourcenverbräuche von KI-Tools nochmal so ein bisschen transparenter zu machen und auch aufzuzeigen, was das bedeutet für auch bestehende Open-Source-Software-Communities. Wir haben ja schon viel darüber diskutiert bei KI über den Ressourcenverbrauch beim Trainieren dieser ganzen Modelle, wie was für absurde Rechenleistungen dafür erforderlich ist und was das auch natürlich für ökologische Auswirkungen hat.
Was wir noch nicht so sehr diskutiert haben, ist, um KIs überhaupt zu trainieren, braucht es ja eine unheimliche Datenmenge, Datengrundlage als Trainingsmaterial. Und da fangen natürlich die ganzen KI-Startups gerade an, einfach mal das gesamte Internet zu scrapen und sich aus allen Winkeln des Internets Informationen zusammenzusammeln, die sie dann nutzen können, um ihre Modelle zu trainieren.
Textdateien, also diese kleinen Textdateien, die auf Servern rumliegen und Suchmaschinen sagen, wo sie denn bitte Informationen abgreifen sollen und welche Verzeichnisse nicht in einem Suchindex landen, werden dann häufig ignoriert von diesen Unternehmen. Und das erzeugt, also nicht nur das, aber in Summe erzeugt das einfach eine massive Last bei allen möglichen Projekten.
Das Team von Read the Docs hat mal sich das angeschaut und die hatten tatsächlich innerhalb von einem Monat 73 Terabyte Traffic, der allein durch diese KI-basierten Tools zustande kamen. Das gab Peak-Tage, wo eben bis zu 10 Terabyte am Tag an Daten durch Unternehmen abgegriffen wurden, die damit ihre KIs trainieren und das sorgt natürlich für enorme Last und bringt auch Systeme so ein bisschen an ihre Lastgrenzen. Dafür sind viele Infrastrukturen einfach nicht ausgelegt.
Der spannende Gegenschlag jetzt dazu sind Tools, die dann anfangen mit so einem Proof of Work in der Webseite, bevor dann überhaupt ein Zugriff auf diese Informationen erfolgen kann, erstmal die anfragenden Rechner, ein bisschen rechnen zu lassen und so ein bisschen nach der Idee von Bitcoin, Rechenleistungen sozusagen als Proof of Work zu nutzen, als Beweis dafür, dass ich eben eine bestimmte Arbeit oder Rechenoperation erledigt habe.
Dasselbe Prinzip-Tool wird jetzt eben genutzt, um vor Webseiten ein kleines. Rechnerlösbares Captcha quasi zu packen und die anfragenden Rechner, bevor sie überhaupt Inhaltszugriff auf die Seiten bekommen, erstmal eine gewisse Rechenaufgabe lösen zu lassen.
Und in Summe, wenn natürlich diese KI-Unternehmen plötzlich für jede Anfrage, die sie tätigen, seien es auch nur fünf Sekunden eine Rechenoperation durchführen müssen, die fünf Sekunden braucht dann, also explodiert denen natürlich die Komplexität und das ganze Modell funktioniert nicht mehr.
Und die Hoffnung ist eben dadurch, dass man die Last dadurch von diesem ganzen System ein bisschen runterkriegt, weil die Unternehmen da eben nicht mehr so, also nicht mehr so mit so einer hohen Frequenz oder gar nicht mehr diese ganzen Infrastrukturen anfangen zu scrapen.
Da habe ich neulich gelesen, dass diese ganzen SEOs, also die Suchmaschinenoptimierer, jetzt auch dieses System wieder hacken und optimieren und ihre Webseiten so optimieren, dass Content für die KIs zur Verfügung gestellt wird. Also das ist meistens noch nicht mal Content, den man auf der Webseite auch sehen kann oder lesen kann, sondern es ist versteckter Content, der damit die KIs quasi mit Informationen füttert.
Und Russland nutzt genau diese Methoden, um KIs mit Falschinformationen zu füttern.
Ja, wobei, also das mit dem Energieverbrauch, ich habe ja auch gehört, also auch Wikipedia klagt ganz wahnsinnig, dass die ständig von irgendwelchen, also die werden von jeder möglichen KI quasi ständig ausgelesen und haben da auch auf einmal einen Energieverbrauch, der bisher überhaupt nicht dem normalen Nutzungsverhalten entspricht.
Früher gab es noch Wikipedia-CDs, die konnten wir sich kaufen. Sollen das doch bitte schön die KIs machen?
Die Wikipedia ist inzwischen so groß, dass sie glaube ich nicht mehr auf eine CD passt. Das stimmt.
So, haben wir noch Themen oder sind wir durch soweit?
Ja, ich glaube, du wirst noch einiges in die Show Notes packen.
Ja, die Show Notes werden heute wieder sehr, sehr lang. Es gibt viele Themen, die wir nicht besprechen können. Also ihr findet wieder ein riesen Verzeichnis. Ich habe noch ein paar Hausmeisterthemen für euch. Und zwar suchen wir für die Monatsshow immer wieder Gäste. Also wer Lust hat, so wie Marco oder Peter, mitzumachen bei der Monatsshow, meldet euch gern bei mir. Und was ich auch gleich sagen muss, Frauen sind momentan sehr, sehr unterrepräsentiert.
Daher würde ich mich sehr, sehr freuen, wenn wir auch ein paar mehr Frauen hätten hier in der Monatsshow, die Lust haben, mit mir, mit uns über die Ereignisse des letzten Monats zu sprechen in der öffentlichen Verwaltung oder Digitalisierung. Habe ich noch ein kleines Spaßprojekt nebenherlaufen. Ich habe mir ein Faxgerät gekauft, ein echtes Hardware-Faxgerät, wo Papier drin ist und auch Faxe angenommen werden. Und das ist mein Behörden-Kummer-Fax, also die Nummer bei Digitalisierungskummer.
Schickt mir gern Faxe dahin, wenn ihr Themen habt, die euch nerven, die euch belasten in der Verwaltungsdigitalisierung. Ich gebe jetzt mal die Faxnummer durch, die 08 142 655 3738. Also immer gern, wenn ihr Digitalisierungskummer habt und den habt ihr offensichtlich, wenn ihr noch ein Faxgerät irgendwo stehen habt, dann immer her damit. Kommen wir nun zu den Veranstaltungshinweisen und zwar für den Mai. Am 5. Mai ist 11. Kommunaler IT-Sicherheitskongress in Berlin.
Am 5. Mai, NIS2NO, wissen wie es weitergeht, direkt vom BSI, eine Online-Konferenz. Am 6. Mai ebenfalls der 146. Netzpolitische Abend digitalpolitische Aspekte des Koalitionsvertrages werden da besprochen. Am 8. Mai gibt es von OpenCode Connect zum Thema Connected Urban Twins. Am 12. Mai Informations- und Erfahrungsaustausch für die VS-Verwaltung, auch ziemlich interessant vom BSI. Am 13. Mai das Netzwerktreffen Verwaltungsinformatik, Neues aus dem E-Government.
Am 14. Mai ist wieder die e-NRW, Digitalisierung als Stabilisator der Demokratieperspektiven für NRW und seine Kommunen. Am 14. Mai gibt es eine Veranstaltung von ProSatz, digitaler Aufbruch, Meilensteine auf dem Weg für digitale Verwaltungen. in Heidelberg. Am 15. Mai Next to Meet You, ein Online-Meetup von Next e.V. Am 15. und 16. Mai in Berlin das Mindshift-Festival von der lieben Doro. Am 11. Mai die 10. Teilnehmerkonferenz des 115-Verbundes in Erfurt.
Am 21. Mai Petersberger Haushalts- und Finanzgipfel. Am 23. Mai Cybersicherheit, Resilienz und Souveränität, Zukunftsfähigkeiten unserer Zeiten in der Akademie für politische Bildung in Tuzing. Ich glaube aber, das ist leider schon ausgebucht. Am 28. Mai Webinar für Anwendung des Cyber-Risiko-Checks für IT-Dienstleistende. Das ist ein Online-Workshop bzw. Online-Schulung vom BSI. Ja, ich denke, da war für die meisten von euch irgendwas dabei.
Auf jeden Fall gibt es wieder interessante Veranstaltungen im Mai. In den letzten Monaten haben mich einige von euch wieder finanziell unterstützt und das waren in den letzten Monaten Ralf, Malte, Claudia, Heiko, Florian, André, Michael, Nils, Kalli und Heinz. Vielen Dank dafür, das hilft mir ungemein, um zum Beispiel meine Serverkosten zu decken. Ja dann, Peter, Marco, vielen, vielen Dank, dass ihr mich heute begleitet habt in der Neuauflage der Monatschau.
Ja, von mir auch. Vielen Dank. War schön, wieder hier bei euch zu sein. Und ich bin gespannt auf Feedback, wie die neue Struktur quasi ankommt.
Ja, macht's gut. Meldet euch, wenn ihr mitmachen wollt. Würde mich freuen.
Euch, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, vielen Dank fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal.
