IT-Planungsrats Fragestunde - podcast episode cover

IT-Planungsrats Fragestunde

May 04, 20241 hr 28 minEp. 175
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Episode description

Ein Teil des IT-Planungsrates hat sich den Fragen der Hörer:innen des eGovernment Podcast gestellt und sie bereitwillig beantwortet.

Danke an Fedor Ruhose, Ina-Maria Ulbrich und Bernd Schlömer für euren Einsatz.

Kommentare  unter: https://egovernment-podcast.com/egov175-it-plr-fragestunde/


Linksammlung Teilnehmer Moderator:in Gäste
  • Fedor Ruhose
  • Bernd Schlömer
  • Ina-Maria Ulbrich
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Transcript

Torsten

Ja, hallo und herzlich willkommen zur 176. Sendung des E-Government-Podcasts und zur zweiten Live-Sendung des E-Government-Podcasts. Ich bin Thorsten Frenzel und heute habe ich ein virtuelles Studio, was man auch live sehen kann. Momentan seht ihr nur zwei Herren, da kommt aber noch eine Dame dazu. Ich begrüße schon mal, hallo Fedor, hallo Bernd, ich grüße euch.

Fedor

Hallo.

Torsten

Wir machen heute eine IT-Planungsrats-Fragerunde. Und zwar wird die bestritten aus den Fragen der Community. Ich habe schon einen ganz großen Fragenkatalog bekommen per E-Mail im Vorfeld. Die werden wir durchgehen. Und ihr habt natürlich in den Chats Chancen und die Möglichkeit, hier auch Fragen zu stellen, die ich dann den Herrschaften und Damen des IT-Planungsrats stelle. Es fehlt noch die Ina-Maria Ulbricht, die kommt aber noch.

Die hatte kleine technische Probleme, aber die wird demnächst auch noch dazustoßen. Und bevor wir loslegen, möchte ich euch bitten, euch ganz kurz vorzustellen. Bernd, magst du anfangen?

Bernd

Ja, vielen Dank, dass ich die Gelegenheit habe. Eigentlich war Reh rirre wie Ruhhose und dann ist wie Schlömer dran, aber wir machen das jetzt mal so. Mein Name ist Bernd Schlömer. Ich bin Staatssekretär für Digitales und CIO im Bundesland Sachsen-Anhalt. Wir sind ein Ministerium, was man als echtes Digitalisierungsministerium bezeichnen kann. Wir haben alle Zuständigkeiten zusammengeführt in einer Hand.

Ich selber bin Diplom-Kriminologe und Diplom-Sozialwirt und mache schon seit vielen Jahren Digitales. Und Digitalpolitik war mein Abgeordneter und habe mich in dem Bereich immer schon engagiert. Das sollte es zu meiner Person gewesen sein.

Torsten

Ja, schön, dass du mal wieder beim E-Garbon-Podcast dabei bist und schön, dass du dich den Fragen stellst. Und Fedor, jetzt bist du dran. Eigentlich müsstest du dich gar nicht mehr vorstellen, weil du so oft im E-Garbon-Podcast bist. Dich kennen eigentlich schon alle, oder?

Fedor

Ich mache es trotzdem immer wieder gern, weil ich natürlich auch immer wieder gern hier bin. Fedor Ruhrhose, CIO und CDO des Landes Rheinland-Pfalz und Staatssekretär im Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung. Und wir haben auch natürlich die Zuständigkeiten für die Digitalisierung der Verwaltung, aber auch die der digitalen Infrastruktur und sind für die Grundsatzfragen der Digitalpolitik zuständig.

Also haben auch ein großes vom Kuchen der Digitalpolitik bei uns im Ministerium beheimat.

Torsten

Ja, auch schön, dass du wieder mal dabei bist. Und gleich vorweg, du beschwerst dich immer, dass ich so gemeine Fragen stelle. Die Fragen diesmal kommen nicht von mir. Also wenn da Gemeine dabei sind, ich bin nicht schuld.

Fedor

Gibt ja keine gemeinen Fragen. Das gibt es ja nicht.

Torsten

So, dann fangen wir direkt mal an mit der allerersten Frage, die mir die Community im Vorfeld schon per E-Mail geschickt hat. Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit der FITCO? Wie muss man sich das praktisch vorstellen? Wie funktioniert das Konstrukt Arbeitsmuskel?

Fedor

Ich würde jetzt sagen, Bernd, weil du doch quasi auch Themenpartner bist.

Bernd

Man muss wissen, wir hatten ein Vorgespräch und dann hieß es, das muss dann Bernd beantworten. Das ist jetzt für alle Zuhörer. Und dann, ich wusste, die erste Frage gleich, ja, Bernd, mach die Frage.

Fedor

Ja, ich wollte das einfach öffnen in dem Sinne, dass ich den Kollegen Schlömer in seiner Position als einer unserer Themenpaten beim IT-Planungsrat einfach nochmal viel intensiver mit der FITCO zusammenarbeitet. Deswegen hätte ich dir jetzt den Vorgang gelassen.

Bernd

Kein Problem. Also die FITCO, für diejenigen, die es nicht wissen, ist die föderale IT-Kooperation. Sie ist vor einigen Jahren mittels eines Staatsvertrages ins Leben gerufen worden. Sie soll letztendlich die zentralen Geschicke des IT-Planungsrats unterstützen. Wir sind derzeit in der Situation, dass wir im Planungsrat beschlossen haben, uns stärker zu fokussieren auf Schwerpunktaufgaben.

Es gibt fünf Schwerpunktthemen, die mehrjährig auch verfolgt werden sollen und sind auch dabei eine digitale Dachstrategie als Zielbild. Was wollen wir eigentlich mit der Digitalisierung und Bund, Länder und Kommunen gemeinsam erreichen?

Die FITKO spielt vor diesem Hintergrund eine zentrale Rolle, weil sie, wenn ich mal auf den Koalitionsvertrag der Ampelregierung so ein bisschen abstelle, stärker unabhängig gestellt werden soll und im Grunde auch weiterentwickelt soll zu einer Art Digitalagentur, dass sie zentrale Aufgabengebiete, einmal was die Schwerpunktthemen angeht, aber auch Querschnittsthemen wie Standardisierung, Architektur und dann haben wir auch föderales Informationsmanagement und andere

Aufgaben in Projekten und Teams künftig aus einer Hand stärker betreuen soll, sodass die Länder dann auch ein bisschen stärker von der Beteiligung an diesen querschnittlichen Aufgaben befreit sind. Wir sind der erste Schritt, wenn man nochmal zurückblickt auf das Koalitionspapier, ist erreicht. Die FITKO hat ein stärkeres Budget bekommen, macht auch zentrale Finanzierungsanteile jetzt möglich.

Der Bund engagiert sich hier auch mit Geld und wir hoffen, dass wir dann dieses Modell, ich sage immer Digitalagentur für Querschnittsaufgaben, dann auch interfederal wahrnimmt. Und ich hoffe, dass das auch so funktioniert. Das vielleicht zu der Antwort auf die Frage. Jetzt kann Fedor das Schöne noch erzählen.

Fedor

Ja, ich will gar nicht...

Torsten

Dann stelle ich mal eine Zwischenfrage. Ihr befasst ja Beschlüsse im IT-Planungsrat und die Beschlüsse bedeuten dann Arbeit für die FITKO. Wie geht das zur FITKO? Müssen die die Beschlüsse lesen oder kriegen die einen extra Auftrag?

Bernd

Die sind dabei in den Sitzungen und sie begleiten letztendlich auch, ich sag mal so ein bisschen Arbeitsmuskel, heißt auch, dass sie so eine Art Geschäftsstellenfunktion haben. Sie sorgen dafür, dass die Beschlussvorschläge form- und normgerecht eingereicht werden und sind jetzt auch stärker, das wird eine neue Aufgabe sein, jetzt auch stärker mit Monitoring, Controlling und Tracking der Beschlusslagen des Planungsrats beauftragt.

Sollen also stärker auch begleiten, dass die Dinge, die wir beschließen, auch umgesetzt werden. Denn es war, kann man ja auch offen sagen, oftmals nicht der Fall. Man hat was beschlossen und kein Mensch hatte sich um die Umsetzung gekümmert. Das soll jetzt ein bisschen verändert werden. Ich bin ein starker Kritiker der Governance, des Planungsrats, das sage ich auch immer sehr deutlich. Und die FITCO geht dann so in die richtige Richtung, glaube ich.

Das ist auch gut aufgestellt und wird von allen Ländern auch getragen.

Fedor

Ich kann gerade einfach nur noch ergänzen, weil Bernd das gesagt hat, was glaube ich auch echt wichtig ist, ist, dass wir dieses Verlinken hinbekommen zwischen unseren Beschlüssen und dass das dann eben entsprechend nachgehalten wird. Ich glaube, da sind wir mit dem neuen Präsidenten auch auf einem guten Weg und mit den ganzen schlagkräftigen Leuten, die jetzt entweder die FITGO schon von Anfang an begleitet haben oder jetzt auch dazukommen.

Wir haben ja, Bernd hat es gesagt, ja auch so ein paar durchaus Kämpfe gehabt, um die FITGO entsprechend aufzustellen. Die sind auch noch nicht zu Ende, was die Finanzausstattung, aber auch was Personal angeht. Aber ich glaube, dass gerade in dem Bereich wir auch Leute brauchen, die das entsprechend dann auf die Straße bringen.

Stichwort auch die OZG-Umsetzung ist da natürlich, aber auch Registermodernisierung sind einfach Aufgaben, die wir ohne die FITGO auch in Deutschland nicht umsetzen könnten.

Torsten

Ja, vielen Dank. Und jetzt kommen wir gleich zur nächsten Frage. Die geht direkt um die Zusammensetzung des IT-Planungsrats. Warum ist im IT-Planungsrat keine ausgebildete InformatikerIn, sondern hauptsächlich JuristInnen, Verwaltungsfachwirte oder ähnliches? Ich hätte bei einem Gremium wie diesem erwartet, dass es hochkarätig zu mehr als 50% mit IT-Know-how ausgestattet ist und vielleicht ein paar Juristen dabei sind, aber doch nicht ganz ohne. Also...

Jetzt habe ich hier vor mir einen Kriminologen.

Bernd

Ich bin Experte, abweichendes Verhalten zu identifizieren. Das muss man deutlich sagen. Das kann man auch für Digitalisierung gucken brauchen.

Torsten

Ja, das ist immer praktisch.

Fedor

Ich bin Volkswirt und da musste man quasi auch Wirtschaftsinformatik belegen.

Bernd

Naja, mal den Spaß beiseite. Es ist ja nicht eine reine Informatiker- oder IT-Aufgabe, sondern es ist auch eine organisatorische Aufgabe, wie wir Digitalisierung und föderale IT in Deutschland und Bund und Ländern aufstellen. Insofern sind aus meiner Sicht immer auch interdisziplinäre Teams notwendig, um diese Organisationsaufgabe auch hinreichend zu beschreiben, zu bewerten und zu klären.

In meiner Wahrnehmung kann ich nicht sagen, das ist jetzt auch ein bisschen provokant gesprochen, dass Informatiker dann automatisch die besseren Entscheidungen treffen in strategischen IT-Angelegenheiten. Denn da steht ja jetzt hier Beweis auf, warum sollten sie bessere Entscheidungen treffen, die letztendlich in jeweiliger Organisationskulturen von Bund, Länder und Kommunen dann auch umgesetzt werden müssen.

Und ich kenne viele Juristen und Juristinnen, aber auch viele Volkswirte und andere Führungskräfte der öffentlichen Verwaltung, die auch sehr gut geeignet sind, solche Entscheidungen zu treffen. Und das hängt teilweise mit der jahrelangen Beschäftigung der Thematik aus. Ich habe früher mal gesagt, mach keinen Nerd zum Chef einer Verwaltung. Und ein Stück weit halte ich da immer noch viel von. Es geht darum, Verwaltungsorganisationsfragen anzubahnen, zu klären,

zu organisieren. Das schließt Informatiker nicht aus. Aber ein reiner Informatikerkreis würde uns, glaube ich, nicht helfen.

Fedor

Ich glaube auch, dass das ein bisschen davon abhängig ist, mit was für einem Blick man auf die Funktion des IT-Planungsrats guckt. Also ich würde auch immer für mich in Anspruch nehmen, dass ich natürlich versuche und auch hoffe, dass das gelingt, wir schon auch die Materie richtig durchdringen und natürlich auch technische Fragen entsprechend beantworten. Aber de facto ist es eine Managementaufgabe. Es geht darum, wie können wir entsprechend

die Digitalisierung in Deutschland voranbringen. Und da bin ich da sehr bei Bernd, dass das doch das Interdisziplinäre ausmacht. Und das haben wir, glaube ich, jetzt gerade im Moment schon auch im IT-Planungsrat. Es sind nicht nur Juristinnen und Juristen, es sind auch quasi aus anderen Disziplinen da. Jeder hat irgendwie auch einen politischen Background oder einen Verwaltungs-Background, sodass man da entsprechend Erfahrungen mit einbringen kann.

Und ich glaube, dass wir dann ja auch immer gut beraten sind durch die Expertinnen und Experten in der FITKO, aber auch eben bei uns in den Ministerien, die dann entsprechend auch dort natürlich den Mix ausmachen von Informatikerinnen, Informatikern bis hin zu dann den Verwaltungsjuristen und Verwaltungsinformatikern, die man eben auch braucht. Hi Ina, hi.

Torsten

Fedor, perfekt, Frage beantwortet und Ina kommt zur Tür herein. Hallo Ina, schön, dass du da bist. Da ist sie wieder raus. Okay, dann machen wir erstmal weiter mit der nächsten Frage, bis Ina wiederkommt. Die Digitalministerkonferenz ist ja eine Konkurrenzveranstaltung zum IT-Planungsrat, oder nicht? Gab es im Vorfeld Abstimmung mit dem IT-Planungsrat? Und wie arbeitet ihr mit der Digitalministerkonferenz zusammen?

Fedor

Ich würde schon mal sagen, dass wir es eigentlich nicht als Konkurrenzveranstaltung sehen. Und natürlich gibt es jetzt zwei Orte, an denen über Digitalisierung gesprochen wird. Ich glaube aber, dass gerade mit dem Fokus, den die Digitalministerkonferenz sich gegeben hat, nämlich explizit das, was wir im IT-Planungsrat jetzt erstmal nicht bearbeiten. Ich glaube, das ist schon ein gutes Setting und wir haben auch ganz viele Überschneidungen.

Also Bernd quasi kommt aus dem Digitalministerium, ich komme aus dem Digitalministerium, unsere Ministerinnen und Minister sind quasi in der Digitalministerkonferenz. Da haben wir schon einfach direkt in den Ministerien enge Abstimmung. Und über Digitalisierung kann, glaube ich, nicht genügend gesprochen und nicht genügend mit politischem Input und Impuls auch agiert werden.

Also von daher sehe ich das immer nicht so kritisch. Ich weiß, dass es da Debatten gibt, aber ich glaube, dass es da an guter Kooperation nicht mangeln wird. Wir haben uns darüber unterhalten, wie wir den IT-Planungsrat als Planungsrat in der Digitalministerkonferenz positionieren, dass der Vorsitz entsprechend dabei ist.

Wenn man sich die Beschlüsse anguckt, die jetzt gefasst wurden, sieht man ja, dass man auch Bezug nimmt auf das, was in IT-Planungsrat-Geschichten schon gemacht wurde, was schon nachgedacht wurde, was schon beschlossen wurde. Stichwort Ressourceneffizienz, da gibt es eine Verlinkung hin zu dem, was wir als Planungsrat bei Green IT gemacht haben. Also von daher sehe ich das gar nicht so unentspannt und als Konkurrenzsituation.

Bernd

Genau, ich habe jetzt auch nichts, eigentlich hat Fedor alles gesagt. Ich bin da gleicher Meinung wie Fedor auch. Wir können doch froh sein, dass wir eine Fachministerkonferenz etablieren konnten, die das Thema Digitalisierung betrifft. Einfach als Fachaufgabe wahrnimmt und kommuniziert wird, dann kommt es doch auch besser. Letztendlich kommt man dem Erwartungsdruck von der Öffentlichkeit doch nach. Das zeigt doch, dass es von der Politik auch priorisiert wird.

Und insofern finde ich das eigentlich auch eine gute Lösung.

Torsten

Die Entscheidungen von der Digitalministerkonferenz, haben die irgendwelche Auswirkungen auf euch im IT-Planungsrat beziehungsweise sogar weiterhin zur FITKO?

Bernd

Das kann man jetzt in der Kürze nicht bewerten. Es gibt ja eine Initiative auch von Rheinland-Pfalz, kann Fedor besser beschreiben, zur Fachkräftegewinnung beispielsweise. Das ist ja was, was uns so umgreift. Das beschäftigt uns im Bereich des Planungsrats auch. Wenn ich jetzt mein Schwerpunktthema Digitale Transformation sehe, dann geht es ja auch darum, wie können wir eigentlich unseren Personalkörper weiterentwickeln.

Da gibt es bestimmte Übergabepunkte, aber es gibt derzeit keine Erfahrung, dass jetzt die Digitalministerkonferenz etwas beschließt, was denn der Planungsrat umsetzt oder im Grunde adressiert die Digitalministerkonferenz ja Richtung MPK, glaube ich, auch stärker. Das muss man einfach mal jetzt im Doing sich anschauen.

Torsten

Okay, ja, die ist ja auch gerade, als sie gegründet wurden da ist noch viel Raum So, jetzt versuchen wir es gerade nochmal, die Ina ist gerade nochmal reingekommen, ich sehe am Lächeln sie kann uns auf jeden Fall schon mal hören Genau.

Ina-Maria

Ich kann euch hören.

Torsten

Endlich Ina, schön, dass du da bist und die beiden Herren haben sich vorhin gerade schon vorgestellt, wir haben schon ein paar Fragen durchgegangen, vielleicht stellst du dich ganz kurz vor und dann machen wir weiter mit den nächsten Fragen Ja.

Ina-Maria

Ina Maria Ulbricht, bin Staatssekretärin CIO Mecklenburg-Vorpommern Ich bin im Ministerium für Inneres Bau und Digitalisierung und habe neben Digitalisierung auch den Baubereich immer in der Verantwortung. Und wo gerade Fachkräfte genannt wurde, auch beispielsweise das ganze Thema Beamtenrecht oder auch unsere Fachhochschule Güstrow, wo wir die Ausbildungsstudien für unsere Verwaltungsangestellten machen.

Torsten

Ja, vielen Dank. Und wie gesagt, schön, dass du da bist. Und wenn wir jetzt schon Vertreter aus dem Norden haben, gehe ich jetzt zu der nächsten Frage.

Fedor

Thorsten, da ist noch ein Hinweis im Chat, den würde ich noch aufnehmen wollen, wenn das okay ist.

Torsten

Den möchtest du gerne noch aufnehmen? Was ist das Tolle an der Fachministerkonferenz?

Fedor

Ja, beziehungsweise die Frage natürlich der zweifelhaften Legitimierung von Exekutivgremien. Ich will jetzt hier keine demokratietheoretischen Überlegungen einbringen.

Ich war aber, bevor ich ins Ministerium kommen durfte, sieben Jahre Geschäftsführer einer Landtagsfraktion, weiß also quasi auch den Blick aus Parlamenten auf Exekutivzusammenschlüsse, würde aber trotzdem immer sagen, dass es ja da nicht darum geht, dass da entsprechend Entscheidungen so getroffen werden, dass danach die Beschlüsse eins zu eins umgesetzt werden.

Denn sonst geht ja darum, dass man sich auf bestimmte Herausforderungen zusammen besinnt und dann schaut, wie man das entsprechend umsetzt. Und da, glaube ich, ist eben der föderale Austausch total gut. Ich bin auf allen Ebenen dafür, machen übrigens Parlamente auch, machen auch Fraktionen. Ich bin immer dafür, dass sich die Fachleute intensiv über die Ländergrenzen hinweg austauschen.

Und natürlich ist es klar, dass die Landesregierung Rheinland-Pfalz dann entsprechend dem Landtag Rheinland-Pfalz rechenschaftspflichtig ist, genauso wie das bei meinen anderen Kolleginnen und Kollegen auch der Fall ist, das nimmt ja eine Ministerkonferenz nicht weg, sondern würde eher bei Bernd sein, das Thema Fachkräfte ist eins.

Da ist gut, wenn man voneinander lernt und auch gut, wenn man miteinander bespricht, wie man eigentlich die Menschen gewinnen kann, dass wir da entsprechend auch den Staat attraktiv machen, die Verwaltung attraktiv machen und dann übrigens auch Parlamente attraktiv machen als Arbeitgeberin.

Torsten

Da kommen wir zur nächsten Frage. Warum wird der Staatsvertrag für den IT-Planungsrat nicht grundsätzlich überdacht? Da bisher die Situation ist, wenige zahlen und die Gelder gehen in aller Regel in den Norden.

Bernd

Das ist ja eine interessante Frage. Fedor, weil ich bin ja Mitteldeutschland. Du bist ja Westdeutschland. Willst du das ja erst kommentieren?

Fedor

Wir können die Frage nicht beantworten, meinst du?

Bernd

Im Grunde ist ja jedes Bundesland frei. auch der Süden ist frei, Projekte zu beantragen, die letztendlich dann auch alimentiert werden. Es gibt, ich kann jetzt gar nicht aufzeigen, verschiedene Projekte, die auch bearbeitet werden. Es gibt kein Automatismus, dass das alles in den Norden geht. Das würde ich jetzt so nicht unterschreiben. Also das vielleicht als Erstbewertung.

Fedor

Ich wäre dabei bei Bernd. Ich glaube auch, dass wir, wenn wir Digitalisierung als föderale Gemeinschaftsaufgabe ansehen, da muss man... Glaube ich, auch wirklich gucken, wer ist in welchen Themenfeldern unterwegs, wer gibt da entsprechend Hinweise.

Und dann kann ich immer nur sagen, dass die Kooperationen, die wir auch mit dem Hohen Norden haben, auch aus Rheinland-Pfalz heraus, da glaube ich auch zeigen, dass man eben an ganz vielen Stellen miteinander arbeitet und kooperiert und dann auch Projekte gemeinsam stemmt.

Torsten

Da kommen wir direkt zu einer Frage aus dem Chat. Die geht nämlich auch zum Thema Staatsvertrag. Für die Registermodernisierung benötigt das NOTS eine Rechtsgrundlage. Entweder das Grundgesetz wird geändert oder der IT-Staatsvertrag. Beide Verfahren dauern sehr lange. Man diskutiert jetzt aber schon seit über einem halben Jahr darüber, ohne zur Entscheidung zu kommen. Wie können wir zu einer zeitnahen Lösung dafür kommen?

Fedor

Da kann man es sich jetzt ein Stück weit einfach machen. Ich glaube, dass wenn man mit Bernd und mir reden würde oder auch quasi entsprechend da politische Initiativen starten würden, wären wir jetzt die Letzten, die sagen würden, wir würden nicht den Weg einer Grundgesetzänderung, der wahrscheinlich in der zeitlichen Bewertung sogar schneller gehen würde, als der Staatsvertrag. Wir sind ja gerade dabei, den Staatsvertrag zu reformieren.

Das dauert seine Zeit, das stimmt, weil das ja eben entsprechend auch in alle Landtage muss. Ich denke aber, dass es da manchmal auch ganz gut ist, wenn man darüber im Grunde und gründlich diskutiert. Bin aber auch der Meinung, dass wir da schnell jetzt oder jetzt dann schnell zu einem Endpunkt kommen müssen und sagen müssen, welchen Weg wollen wir denn gehen?

Grundgesetzänderung oder IT-Staatsvertrag? Jetzt weiß ich natürlich, dass wir für das Thema Notsbereitstellung auch entsprechend diese Änderungen brauchen, bin aber trotzdem der Auffassung, dass das eine machen, nämlich die Projekte umsetzen, dass wir das notstechnisch so aufsetzen und gleichzeitig übrigens auch die Register digitalisieren, modernisieren und dann die institutionellen Voraussetzungen dafür schaffen,

dass das eben entsprechend auch genutzt werden kann, dass das jetzt keine voneinander irgendwie so gekoppelte Vorgänge sind, dass man mit dem einen jetzt aufhören muss, sondern ganz im Gegenteil.

Ich finde es gut, dass die Gesamtsteuerung, Registermodernisierung da jetzt arbeitet, dass wir da entsprechend Druck in den Projekten haben und gleichzeitig müssen wir eben schauen, dass wir den institutionellen Weg dann auch beschreiten können, entweder über Grundgesetzänderung oder über den Staatsvertrag.

Torsten

Ja, danke. Kommen wir weiter zur nächsten Frage. Wann wird bei den Gremien Kommunikationsbeziehungen und Zuständigkeiten für die Digitalisierung in Deutschland nicht mal aufgeräumt? Ich glaube, es hat ja eine letzte Entscheidung mit drin, oder? Eine letzte IT-Planungsphase-Entscheidung.

Bernd

Ja, also wir haben im Grunde, das Thema Governance klang ja schon mal so ein bisschen an. Und es gibt auch die, ich sag mal, eine Binnenentscheidungsabsicht, die Arbeitsstrukturen, Arbeitsgemeinschaften, dramatisch abzubauen und sie letztendlich auch in die Schwerpunktthemen so ein bisschen zu kanalisieren. Das ist unsere Aufgabe und ist auch zu verfolgen.

Ansonsten gibt es immer das Wimmelbild des nationalen Normenkontrollrats, was ja auf jeder publikumswirksamen Veranstaltung gezeigt wird Es bleibt letztendlich ja aufgrund auch der föderalen Zuständigkeit bei Bund, Länder und Kommunen immer auch, was die politische Administration angeht, bei einer Aufgabenteilung Aber was so Arbeitskreise und Arbeitsgruppen angeht, bin ich ein großer Anhänger davon, diese dramatisch zu kürzen weil ich den Eindruck auch habe,

dass einige nur ihr Hobby dort besprechen und dafür brauchen wir letztendlich dann keine kleinteilige Arbeitskultur und Arbeitsgruppenaufteilung. Wir müssen sehen, dass wir auf Umsetzung, auf Ergebnisse und auf Wirkung abzielen und das soll ja durch das Zielbild einer digitalen Dachstrategie dann noch einmal auch geschärft werden. Also wir sind dabei, das einzustampfen.

Torsten

Genau. Dann machen wir direkt das Nächste, was direkt hier anschließt, eine Frage aus dem Chat. Welche Rolle haben aus eurer Sicht die Produktgremien im Sinne des sich gerade in der Evaluierung befindlichen Produktmanagementmodells?

Fedor

Ich glaube, das müssen wir jetzt erstmal nochmal sacken lassen. Wir hatten ja eben entsprechend mit der FITCO dann einen guten Austausch, glaube ich. Da wurde auch nochmal vorgestellt, was in der FITCO hinsichtlich unserer Produkte und des Controllings und dann am Ende auch der Steuerung, da hat Bernd ja eben was zu gesagt, wie das aufgestellt ist.

Ich glaube, das muss man jetzt auch erstmal anschauen. Und ich finde den zweiten Teil noch spannender, dass man sagt, lasst uns mal schauen, welche Rollenverteilung gibt es eigentlich in den unterschiedlichen Gremien, die, sage ich mal, jetzt unterhalb des IT-Planungsrats wirken.

Und ich weiß jetzt nicht, natürlich sind alle Zuhörerinnen und Zuhörer hier Experten und Expertinnen und Experten, aber wir haben eben entsprechend unter dem IT-Planungsrat noch die sogenannte AL-Runde, AL deswegen, weil sich da die Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleiter treffen und entsprechend im OZG-Bereich oder seit der OZG-Zeit eigentlich zwei Aufgaben haben.

Nämlich zum einen zu schauen, wie wir, was das föderale Digitalisierungsprogramm angeht, da entsprechend steuern und wie wir auch die Budgets entsprechend auf den Weg bringen, um die EVA-Projekte zu finanzieren und gleichzeitig aber auch die originäre Aufgabe. Den IT-Planungsrat und die Sitzungen dort vorzubereiten und vorzustrukturieren. Also auch die inhaltlichen Diskussionen, die natürlich die FITCO entsprechend vorbereitet.

Und ich glaube, dieses Gremium entsprechend mit den unterschiedlichen Produktgremien, die es dann natürlich geben muss. Also ich selber bin Lenkungskreis-Vorsitzender der 115. Wir haben Bernd zusammen das Standardisierungsbord dank deiner Initiative auf den Weg gebracht. Das heißt, auch da sind wir quasi in Gremienstrukturen, die entsprechend in dieser Reihenfolge ihren Platz finden. Und ich glaube, da muss man hinschauen.

Und wir müssen dann wirklich unseren Schwerpunkt oder unsere Schwerpunkte definieren und schauen, was nicht unter diese Schwerpunkte fällt. Das sollten wir auch aus Effizienzgründen dann nicht mehr weiter betreiben.

Da bin ich bei der Einschätzung ganz bei Bernd, weil auch manche Arbeitsgruppen, auch mitunter Größen angenommen haben, wo dann einfach ein effizientes Arbeiten oder Vorbereiten auch entsprechend dann nicht mehr erfolgreich ist und das wird sich aber glaube ich auch wirklich oder ist meine Hoffnung so ein bisschen regulieren, wenn wir entsprechend auch in unsere Produktportfolio Management dann eingestiegen

sind und dann auch entsprechend kontrollen und gucken, was da mit unseren Beschlüssen passiert.

Torsten

Ja, zu den Standards haben wir später noch eine Frage, weil ich weiß, das ist ja euer Lieblingsthema. Aber es geht nochmal weiter mit dem IT-Planungsrat an sich. Die Frage ist, was ich etwas seltsam finde, ist, dass der IT-Planungsrat die Nähe zu IT-Dienstleistern sucht, die aber bisher wenig zu großen technischen Fortschritten eingezahlt haben. Gleichzeitig ist der IT-Planungsrat im Austausch mit Kommunen nicht unterwegs.

Das ist sicher und verständlich nicht die primäre Aufgabe, aber kommunale Praktiker können vielleicht helfen. Ich glaube, da geht es auch zum Großteil um dieses Kommunalgremium, was ja relativ selten tagt, wenn ich es richtig gesehen habe.

Bernd

Der IT-Planungsrat ist ja erstmal ein Gremium. Ich kann das jetzt nur aus meiner Ländersicht beschreiben. Also wir im Bundesland Sachsen-Anhalt bearbeiten das Thema Verwaltungsdigitalisierung in einer eigenen Projektstruktur sehr intensiv mit den Kommunen in unserem Bundesland, in dem wir versuchen auf Augenhöhe, kollaborativ, gemeinsam, Herausforderungen eines echten Netzwerkes, einer guten Vernetzung, alle digitalen Herausforderungen, die das Land Sachsen-Anhalt betreffen, zu bewältigen.

Und insofern in meiner Rolle als Mitglied des IT-Planungsrats bin ich irgendwo dann ein Scharnier zwischen meinen Aktivitäten auf Landesebene mit den Kommunen und auch in Richtung IT-Planungsrat. Ich weiß zum Beispiel gar nicht, dass es so ein Gremium gibt im IT-Planungsrat, das mit den Kommunen Dinge macht, aber ich muss die Digitalisierungssachen für mein Bundesland mit den Kommunen direkt und unmittelbar besprechen und das klappt ganz gut. Das ist so meine Einschätzung.

Ich habe auch gar nicht die Erwartungshaltung, dass der IT-Planungsrat, der ja im Übrigen kommunale Vertreter enthält, also der Planungsrat, muss man auch wissen, vielleicht für diejenigen, die zum ersten Mal diesen Podcast hören, besteht ja nicht nur aus Ländervertreter, Bundesvertreter, sondern es sind auch Vertreter der kommunalen Spitzenverbände mit dabei, auch der Datenschutzbeauftragte ist mit dabei. Und insofern besetzen auch die Kommunen in dieser Hinsicht den Planungsrat mit

aller Aktivitäten. Ansonsten mache ich mein Bundesland direkt.

Fedor

Also wenn ich das noch ergänzen darf, ich sehe es ein Stück weit anders als Bernd, nicht was die konkrete Zusammenarbeit angeht und auch was unser Rollenverständnis angeht. Ich glaube, Bernd, da haben wir ein sehr gleiches. Auch bei mir ist natürlich die Kooperation mit den Kommunen.

Auch wir haben den entsprechenden EVA-Rollout, also quasi wie kriegen wir die EVA-Leistungen nach Rheinland-Pfalz sehr intensiv mit den Kommunen vorbesprochen und steuern das jetzt auch gemeinsam, auch mit den Gemeinden vor Ort, auch kollaborativ und vernetzt mit den Fachministerien. Ich glaube, das ist einfach auch wichtig, dass der direkte Draht dort ist.

Aber ein Punkt, den ich auch in dieser Scharnierfunktion schon auch kritisieren muss, ist, dass wir, glaube ich, in der Phase, in der jetzt Bernd und ich noch nicht dabei waren, aber wir quasi das OZG im IT-Planungsrat mit konzipiert oder mit diskutiert haben, wir schon, glaube ich, die Bedeutung der kommunalen Ebene in dem ersten Schritt nicht den notwendigen Raum gegeben haben.

Und jetzt haben wir ein Kommunalgremium, was quasi das letzte Mal berichtet hat in der Planungsratssitzung, glaube ich, Bernd, das war quasi meine erste, ich bin ja quasi eine Sitzung vor dir Mitglied des IT-Planungsrats geworden, da gab es den Bericht des Kommunalgremiums.

Bernd

Alter Hase.

Fedor

Ja, genau. Ich weiß das übrigens auch deswegen so intensiv, weil Kommunen aus Rheinland-Pfalz da eine entsprechend schon auch prägende Rolle mitgespielt haben, die das sehr unzufrieden sind mit der Frage, wie kommen quasi Sichtweisen der Kommunalpraktiker in den IT-Planungsrat. Ich will aber eins sagen, ich glaube, dass das schon nochmal ein Stück weit einfach Vergangenheitsdiskussion ist, weil ich das für alle Mitglieder des IT-Planungsrats jetzt einfach mal pauschal so sagen würde.

Die Interessen der Kommunen spielen in unseren Beratungen eine sehr große Bedeutung. Und natürlich haben wir alle unsere Gremien, ich habe zum Beispiel den IT-Kooperationsrat in Rheinland-Pfalz, also quasi ein Spiegelbild zum Planungsrat mit den Kommunen, um genau diese Scharnierfunktion auch zwischen uns, den Beschlüssen des IT-Planungsrats und uns sozusagen als Landesvertretung und eng mit den Kommunen arbeitenden Menschen dann hinzubekommen.

Und ich glaube, dass da einfach ein Stück weit auch Vergangenheitsbewältigung mit dabei ist, weil man gesagt hat, ihr habt, glaube ich, die Bedeutung der kommunalen Ebene echt am Anfang nicht gesehen. Das ist aber jetzt nicht mehr so, würde ich mal hier frech behaupten.

Torsten

Genau, also da kann ich gleich noch zustimmen. In vielen Ländern gibt es jetzt auch so Kommunalpartner, also zum Beispiel ITVSH oder EgoSAR oder wenn ich mir nach Bayern anschaue, die BayKommun, die auch sehr eng mit den jeweiligen Vertretern des IT-Planungsrats zusammenarbeiten. So, jetzt haben wir wieder eine Frage aus dem Chat. Der geht ein bisschen in eine andere Richtung.

Und IT-Planungsrat ist das mandatierte föderale Scharnier im Rahmen der Teilnahme Deutschland an der Open Government Partnership. Um als Bund-Länder-Gremium hier eine ebenenübergreifende Kommunikationsfunktion einzunehmen, im Vergleich zu Spanien, wo dieses Recht gut funktioniert, hat man in Deutschland nicht den Eindruck, wie kann dies verbessert werden?

Bernd

Das ist mal, also da würde ich jetzt fragen, was ist denn in Spanien besser? Also oder was genau? Das müsste man auch so ein Stück weit jetzt beurteilen können. Also ich höre zum ersten Mal das Beispiel Spanien. In der Tat ist es so, wenn man erfolgreich Digitalisierung auf nationaler Ebene bewältigen möchte, ist ein entscheidender Erfolgsfaktor, dass ebenenübergreifende zusammenwirken. Und das hat uns im Planungsrat auch immer zusammengeführt.

Jetzt wird ja auch bezogen auf einen Beschluss aus dem Jahr 2018 zu Open Government Partnership. Ist natürlich der Planungsrat ein Gremium für ebenenübergreifende Kommunikation, auch mit den Kommunen, die mit am Tisch sitzen. Und jetzt kommt das Beispiel im Chat für diejenigen, die keinen Chatzugang haben. In Spanien gibt es eine rege Teilnahme in Aktionsplänen auf allen Ebenen mit 25 autonomen Provinzen. Das ist also, warum es in Spanien gut funktioniert.

Ich kann letztendlich das nicht bewerten. Ich nehme für mich wahr, dass der Austausch mit den Länderkollegen, mit dem Bund und den Kommunen im Planungsrat auch ganz gut funktioniert. planiert. Aktionspläne werden letztendlich dann immer auch länderspezifisch, länderbezogen in Bundesländern umgesetzt, auch wieder in Interaktionen.

Wir haben auch einen IT-Kooperationsrat beispielsweise in Sachsen-Anhalt, aber sind Genosse geworden bei einem kommunalen IT-Dienstleister, versuchen das letztendlich nicht in Aktionsplänen, aber tatsächlich in Maßnahmenprogrammen, Initiativen dann auch mit den Kommunen gemeinsam umzusetzen, was wir auf der Ebene Planungsrat auch beschließen.

Fedor

Ich versuche das jetzt auch nochmal zu interpretieren, weil wenn es um Open Government geht, dann geht es ja letztlich eigentlich darum, dass wir, was die Digitalisierung dann angeht, wir Transparenz herstellen, dass wir Rechenschaft ablegen und dass wir Teilhabe in einer Form organisieren. Jedenfalls ist das so mein Zugang zum Begriff des Open Governance.

Und dann würde ich immer sagen, ist es schon so, dass wir gerade was die Kommunikation, also was die Rechenschaft unserer Arbeit angeht, haben wir, glaube ich, in den letzten anderthalb Jahren schon nochmal einen anderen Schwerpunkt uns gesetzt.

Wir sind sehr intensiv am Kommunizieren, haben uns auch nochmal ein Selbstverständnis gegeben, versuchen unsere fünf Schwerpunktthemen, die wir haben, auch deutlich zu kommunizieren und zu den vorhandenen durchgängigen Kommunikationsstrukturen, ebenenübergreifend Bund, Länder bis in die Kommunen, hat Bernd ja alles gesagt. Also das versuchen wir natürlich.

Es ist in der Tat so, dass es auch ganz viele kommunale Digitalstrategien gibt, die partizipativ angelegt sind, wo wir auch als Land mit dabei sein dürfen. Also ich kann jetzt hier vielleicht sagen, unser Landkreistag hat sich eine Digitalstrategie gegeben. Das heißt, die Landkreise des Landes Rheinland-Pfalz kommunizieren und arbeiten natürlich eng zusammen, aber kommunizieren eben auch entsprechend ihre Schwerpunkte.

Und das Land ist dabei, sodass wir da versuchen, auch die Bürgerinnen und Bürger dann entsprechend direkt mitzunehmen.

Torsten

Genau, jetzt hat sich derjenige auch im Chat bedankt. Da der Chat hier relativ anonym ist, er möchte die Arbeit vertiefen oder die Gespräche gern vertiefen. Einfach eine E-Mail-Adresse oder Ähnliches in den Chat schreiben. Ich gebe das dann weiter an die beiden Herren. Aber jetzt kommen wir mal zum nächsten Thema. Jetzt haben wir ganz viel über den IT-Planungsrat an sich gesprochen.

Und jetzt gehen wir mal in die Arbeit des IT-Planungsrats. Und jetzt kommt gleich eine Frage, die ihr mir beide wahrscheinlich super beantworten könnt. Was kann der IT-Planungsrat tun, damit IT-Standards und Komponenten in Zukunft schneller und besser von der Entwicklungs-Community angenommen werden?

Bernd

Ja, ich weiß nicht.

Fedor

Wir setzen Bernds Initiative zur Standardisierung um.

Bernd

Ich kann das mal ein bisschen beschreiben. Also Ausdruck des Open-Government-Ansatzes ist es auch, dass dieser Beschluss zur Standardisierung veröffentlicht ist. Da kann man ihn auf den Seiten der IT-Planungsrats runterladen. Da gibt es einen Konzeptvorschlag.

Wir haben uns in den letzten Monaten mehrfach getroffen, mit drei Bundesländern, Rheinland-Pfalz, Thüringen und Sachsen-Anhalt und haben gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium, mit dem Referat Architekturstandardisierung, mit dem DIN e.V., mit Vertretern von privaten und öffentlichen Dienstleistern, mit der Free Software Foundation, mit dem Nationalen Normenkontrollrat, mit Wirtschaftsverbänden uns mal überlegt,

wie können wir eigentlich das Thema Standardisierung föderaler IT besser organisieren? Und auch verbindlicher gestalten. Im Ergebnis haben wir dem Planungsrat in der letzten Sitzung im März einen Konzeptvorschlag vorgelegt zur Einrichtung eines Standardisierungsboards mit einer schlanken Zusammensetzung. Das ist jetzt im Grunde ganz neue Wege. Wir haben gesagt, dieses 16 plus 1 sitzt zusammen, treffen Beschlüsse und keine Umsetzung, keine Verbindlichkeit erfolgt.

Wollen wir vielleicht mal neu probieren, Wenn wir nur ausgewählte oder wenige Bundesländer, in diesem Fall drei Bundesländer, ein Vertreter Bund, ein Vertreter Kommunen und private und öffentliche Dienstleister mitnehmen, um letztendlich auf Basis eines Prozessmodells das Identifizieren, das Priorisieren, das Bewerten von Standardisierungsbedarfen in Vorentscheidungen und quasi als Empfehlungscharakter an den Planungsrat gemeinsam zu diskutieren.

Und dann ein Ergebnis zu haben, in dem private Dienstleister sagen. Okay, solch einen Standardisierungsvorschlag tragen wir mit, indem sich die Fachverfahrenshersteller auch dazu bekennen, dass man diesem Standard folgt. Wir wollen das für die nächsten zwei Jahre mal pilothaft erproben.

Wenn ich jetzt Entwicklerperspektive, wir hatten ja auch die Free Software Foundation mit am Tisch, die sagen, sie können das gar nicht leisten, da mitzugehen, aber sie würden gerne einfach im Bereich von Monitoring, wenn man das als Kreislaufmodell diesen Prozess anschaut, gerne immer wieder auch mal Stellungnahmen abgeben. Die Zusammensetzung dieses Gremiums folgt dem Rational, dass der DIN beispielsweise gute Beteiligungsverfahren einfach etabliert hat.

Die haben halt Erfahrungen, wie man eigentlich Standards definiert, sichern die Anschlussfähigkeit an das europäische Standardisierungsrahmenwerk. Die Vertreter öffentlicher und privater Dienstleister bringen so viel Expertise mit, weil sie oft auch den Betrieb letztendlich der öffentlichen IT mitmanagen.

Wir Länder sind dabei, weil wir das in öffentlichen Händen, es muss das Gemeinwohl adressiert sein, mehrheitlich stemmen und es sind auch FITKO und COSIT mit dabei, die letztendlich Standardisierungsaufgaben auch wahrnehmen. Das ist unser Ansatz, gemeinsam einmal Bedarfe zu identifizieren und zu sagen, okay, wenn wir da einen Bedarf sehen, schlagen wir den Planungsrat vor, das als Standard zu erklären, auf Basis einer professionellen Kommunikation und Auseinandersetzung.

Ich weiß, ganz viele wollen mit in dieses Standardisierungsbord. Man kriegt Nachfragen, kann man denn nicht auch mitmachen als Gast und sowas alles. Ziel ist es für mich, dass wir die Fachministerkonferenzen noch dazu nehmen, weil die ja auch Standardisierung betreiben. Der Planungsrat ist nur ein ganz kleines Gremium, wenn es um Standardisierung geht. Standardisierung läuft im viel größeren Kontext in vielerlei Hinsicht ab.

Aber wenn wir uns da professionell zusammentun, können wir eventuell da auch einen Quantensprung machen Und ich bin mal sehr gespannt, was wir da nach zwei Jahren auch erleben werden. Fedor und ich wollen den Vorsitz machen für zwei Jahre. Das ist so ein bisschen auch letztendlich der Legislaturperiode auch in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt wird 2026 auch gewählt.

Fedor wird natürlich wieder gewählt, das ist ganz klar. Ich als Mitglied der FDP stebe auch an, dass wir da einen guten Erfolg haben und weiterhin mitregieren können. Aber das ist jetzt erstmal so, dass wir sagen können, wir haben es angebahnt, wir haben einen Konzeptvorschlag, wir haben mit den Leuten gesprochen, jetzt wollen wir es mal zwei Jahre erproben. Und ich...

Meiner Auffassung nach ist das der richtige Weg, kleinere Gremien, interdisziplinäre Gruppen, unterschiedliche Fachlichkeit, Dinge besprechen und dann umsetzen.

Was man jetzt noch nicht beschrieben habe, ist, dass es natürlich Leitplankenbedarf und da sowas, in welchem Kontext man Standardisierung machen soll und da bin ich persönlich dafür, dass das Bundesinnenministerium mal solche Leitplankenrahmenvorgaben tätigen sollte, einfach so Grundprinzipien festlegen sollte, offene Standards, offene Schnittstellen und diese Dinge, dass wir auf der Basis dann gemeinsam agieren können.

Was man sagen muss, die privaten Dienstleister, ich spreche jetzt vom Data-Bund, der vertritt ja 80 Fachverfahrenshersteller in Deutschland, wollen da mit uns konstruktiv auf eine gemeinsame Reise gehen und diese Chance muss man nutzen und ich erhoffe mir sehr viel. Man muss es erproben. Ich bin auch ein Gegner davon zu sagen, naja, Ruhe so ein Schlimmer, jetzt haben die was vorgesprochen, können sich halten, die müssen jetzt raus.

Wir müssen einfach mal erproben, ob diese Form der Zusammenarbeit funktioniert. Ich glaube, sie wird sehr gut funktionieren. Das ist eine ziemlich lange Antwort, aber vielleicht ist es dann ein bisschen deutlicher geworden.

Torsten

Also ich habe gesehen, der Dean ist auch mit am Tisch. Jetzt eine kurze Frage an euch. Wahrscheinlich geht es dann aber eher um fachliche Standards und weniger um technische Standards, oder? Sehe ich das falsch?

Bernd

Man muss die Aufgabenstellung des Planungsrats sehen. Wir sind ja für die verfahrensunabhängigen Komponenten zuständig. Es gibt derzeit überhaupt keine Festlegung und es wird sich letztendlich aus der Erörterung der kommunizierten Bedarfe ergeben, in welcher Form wir Standardisierung betreiben. Man unterscheidet ja immer zwischen technischen, fachlichen, semantischen Interoperabilitäten.

Das werden wir uns dann in den ersten Sitzungen auch nochmal genau vor die Brust nehmen, zu entscheiden, in welchem Kontext wir dann tätig werden.

Torsten

Okay, jetzt habe ich hier direkt noch eine Frage im Chat. Inwiefern adressiert bisher der IT-Planungsrat oder irgendjemand anderes die thematischen Schnittmengen zwischen E-Government-Digitalisierung und dem Sektor Smart City bzw. Smart Region? Beispiel hier wird genannt die EU-DI-Wallet, auch für die digitalen Nachweise der Kommunen im lokaler Gültigkeit.

Fedor

Das wäre jetzt eine gute Frage für Ina Maria, glaube ich, am Ende, weil da weiß ich ja einfach, dass sie quasi in den Schnittstellen da unterwegs ist. Aber bisher gibt es, glaube ich, entsprechend nur Diskussionen darüber, ob man entsprechend die Angebote, die in der Smart City Förderung entstanden sind, auch auf den Marktplatz oder in die Marktplatzangebote der FITCO integriert.

Aber wie gesagt, es kommt jetzt ein bisschen darauf an, wie da auch entsprechend die konkreten Ressortzuschnitte sind.

Bernd

Also ich kann die Frage gar nicht beantworten. Ich kann auch nicht, also ich muss ja jetzt sagen, keine Ahnung. Ich kann auch nicht mal sagen, wir machen strategische Steuerung, aber es ist eine sehr spezielle Frage. Ich wüsste es einfach nicht. Wenn Ina Maria das weiß, bin ich sehr beeindruckt. Das bin ich sowieso von Ina Maria und jetzt noch mehr.

Torsten

Sie hat leider so technische Probleme, dass sie gar nicht wieder reingekommen ist. Vielleicht holen wir die Fragen mit ihr später nochmal nach, in einem anderen Podcast. Dann ohne euch, dann mache ich das alles mit ihr alleine. Aber ich mache mal weiter mit den nächsten Fragen.

Bernd

Die wird uns einfach in den Schatten stellen. So wird es sein.

Torsten

Okay, nächste Frage. Warum wird Verwaltungsdigitalisierung nur vom Bürger ausgedacht? Also digitaler Antrag wird digital beantwortet. Es gibt doch zahlreiche Aufgaben der Verwaltung, denen kein Antrag vorausgeht. Zum Beispiel Verkehrsverstöße. Das ist ja das Thema OZG. Das heißt ja auch nur Online-Zugangsgesetz.

Bernd

Also Nutzerorientierung halte ich schon für wichtig, weil manchmal strikte Nutzerorientierung auch Standardisierungsbedarfe ersetzt. Wenn man die Dinge nämlich so denkt und realisiert, dass sie nutzerbezogen auch sind, braucht man sich manchmal überhaupt über Standardisierungsbedarfe gar keine Gedanken mehr machen. Ich halte das für essentiell, dass Nutzerorientierung ein wichtiger Punkt ist.

Es geht ja darum, das Zusammenwirken von Politik, Staat und Verwaltung und Unternehmen und Bürger auf der anderen Seite zu organisieren. Es gibt viele Bereiche, das ist jetzt Eingriffsverwaltung, wo staatlich selber aktiv wird. Und das Beispiel, das ist auch, glaube ich, mal für eine, zeigt so ein bisschen, was sollen wir denn technisch ermöglichen und inwieweit ist das eigentlich mit denen, wie wir uns das Verhältnis von Bürger und Staat vorstellen, das zu organisieren.

Also ich würde es nicht zum Vorbild machen, was der Staat alles machen kann, sondern ich bin ein liberaler Vertreter der Politik und für mich hat die Priorität das Selbstbestimmungsrecht von Bürgern. Und deshalb wäre für mich immer auch die Nutzer- und Bürgerorientierung auch immer ein Primat von Lösungsdenken.

Fedor

Mich überrascht die Frage so ein bisschen, weil ja eigentlich wird ja Politik und auch der Digitalisierungsansatz immer eher so ein bisschen bürgerferne attestiert. Insofern bin ich jetzt da ganz positiv überrascht, dass es doch so ist, dass wir quasi mit unseren Ansätzen schon die Bürgerinnen und Bürger in den Mittelpunkt nehmen. Ich will aber sagen, dass wir natürlich auch ein paar Punkte haben, die entsprechend antragslos einfach schon laufen oder laufen können.

Und gleichzeitig wir aber auch ganz viele Verwaltungsprozesse aus einer anderen Perspektive heraus digitalisieren. Also wenn ich jetzt einfach mal einmal ein rheinland-pfälzisches Beispiel einschreibe, hier so einspielen darf, heimlich von der Seite. Wir haben das Breitbandportal mit Hessen zusammen entwickelt, also die technische Abbildung des Prozesses, Antrag auf Aufreißen der Straße, um Glasfaser in den Boden zu bringen.

Und das haben wir natürlich nicht allein aus der Perspektive der Unternehmen gemacht, sondern natürlich auch aus der Perspektive der Verwaltung. Insofern ist das ja immer die Perspektive, die man mitdenken muss. Ich glaube aber, also jedenfalls, was ich für mich da rauslese, ist schon nochmal die Frage, wir diskutieren ja ganz oft über die Nutzer, Nutzerinnen, Nutzerperspektive.

Ich bin da bei Bernd, das ist auch wichtig. Wenn wir aber sagen, wir gehen 1,6 Mal pro Jahr, quasi haben wir Kontakt mit der Verwaltung und davon ist 1, schon die Steuererklärung, da muss man glaube ich am Ende schauen, wie können wir eigentlich, wo können wir Verwaltung eigentlich am Ende digitaler machen und müssen wir unseren Blick nicht eigentlich sozusagen hinter den Schalter, um das mal so im ganz klassischen Begriff zu lassen.

Torsten

Ich habe direkt die nächste Frage, die hier anschließt. Also das scheint tatsächlich ein Insider zu sein. FitConnect versus OSCI und XTA versus OKCOM versus was auch immer. Hier geht es um Datentransportstandards. Wo landen wir? Gibt es irgendwann mal, oder gibt es eine Vision dazu? Oder landen wir irgendwann mal bei X-Road, das was aus Estland kommt zum Beispiel?

Beispiel, gibt es hier mehr, also interpretiere ich jetzt rein, gibt es hier mehr Ideen beziehungsweise eine Strategie, wie jetzt der Datentransport in Deutschland funktionieren soll?

Bernd

Da gibt es bislang keine Festlegung. Ich weiß aber, dass man derzeit auf Länder- und auf Bundesebene versucht, das Thema politisch aufzubereiten und einer Beschlussfassung einer näheren Erörterung zuzuführen. Und da geht es auch darum, Das OSCE-Format ist ein geeignetes Format, um Datentransport interoperabel gestalten zu können. Es geht auch um die X-Road.

Diese Standardentscheidungen bahnen sich gerade an, so wie ich es mal politisch korrekt beschreibe, ohne jetzt irgendwie aus dem Nähkästchen zu plaudern.

Torsten

Schade, wir sind doch unter uns.

Bernd

Ich versuche mich auch politisch korrekt zu äußern, aber das Thema Registermodernisierung wird aus meiner Sicht jetzt völlig zu Recht auch politisch priorisiert und dazu gehören solche Festlegungen auch. Es ist immer die Frage, ob beispielsweise das Standardisierungsbord solche grundlegenden Standardisierungsfragen mit berät. Das wird sich dann auch zeigen. Aber es sind mehrere Formate im Rennen, Transportformate und irgendwann wird es jetzt eine Entscheidung sicherlich geben.

Torsten

Okay, wenn wir gerade so bei Standardisierung sind, sprechen wir weiter. Eine Frage aus einem anderen Chat, den ihr nicht sehen könnt. Wann werden die digitalen Postfächer für BürgerInnen konsolidiert? Also Postfach, Bund-ID und MJP. Also Hintergrund ist hier, niemand weiß mehr, welches Postfach er hat und wie viele er braucht.

Bernd

Naja, also ich bin ein Anhänger davon auf eine zentrale Idee. Also ich bin für ein Deutschland-ID oder Bund-ID, Nutzerkonto Bund, auch obligatorisch zu erklären. In meinem Bundesland habe ich das gemacht. Alle anderen Konten sollen aufgelöst werden, auch für das Organisations- oder Unternehmenskonto bin ich für eine Lösung. Das muss auch mal einer Entscheidung zugefügt werden.

Ich sehe das eigentlich auch die Aufgabe des Journalisierungsbords, mal ein bisschen das Thema aufzubereiten und mal einen Vorschlag zu machen für den IT-Planungsrat. Wir haben selber in einem CIO-Länderpapier mal gesagt, wir wollen sowas wie eine Deutschland-ID. Man muss dann sich jetzt, das ist schon richtig so jetzt gesetzesmäßig, OZG, das Änderungsgesetz anschauen. Wir müssen mal überlegen, ob wir nicht aber dann eine Auswahl von Identifizierungsmöglichkeiten schaffen.

Wenn es nur Bund-ID gibt, gibt es ja letztendlich keine Wahlfreiheit. Das ist aber eine Aufgabe, die mal der Bund lösen muss. Der Bund hat ja versprochen, das Thema Identitätsmanagement zu bestellen. Ich sehe da im Augenblick wenig Aktivität, muss ich sagen. Aber im Grunde brauchen wir standardisierte Konten, die auch vorgegeben werden und dann sollte man sich aus einem Kanon von Angeboten etwas aussuchen können.

Das sollte dann auch eröffnet werden. Also rein Bund-ID und nur das, alles andere geht nicht. Dann entsteht auch immer die Frage, die ich mittlerweile gerade im Chat sah, mit der Einmalzahlung an Studierende, das haben wir ja in Sachsen-Anhalt gemacht, da haben wir ja richtig Probleme immer noch mit der Datenschutzkonferenz, weil wir die Bund-ID genutzt und vorgegeben haben, was im Grunde allen geholfen hat, aber von der Datenschutzkonferenz sehr kritisch gesehen.

Fedor

Ja, okay. Ich wollte jetzt einfach nur nicht das noch verlängern, aber ich bin wie Bernd der Auffassung, dass wir eigentlich am Ende schon auch quasi entweder eine Auswahl haben. Bernd, ich bin sogar eigentlich dafür, am Ende eine Deutschland-ID, das würde, glaube ich, helfen. Wir haben, was die Wege angeht, glaube ich, jetzt als Politik erstmal einen Stopper reingesetzt, dadurch, dass das OZG-Änderungsgesetz nicht entsprechend beschlossen wurde.

Das muss man jetzt, glaube ich, nochmal schauen, wie sich die Debatte da weiter verfolgt und wie sie sich weiter fortsetzt. Weil im OZG-Änderungsgesetz steht ja die Bund-ID eigentlich als zentraler Basisdienst, den der Bund zur Verfügung stellt, drin. Übrigens zur Verfügung stellen heißt auch immer finanzieren. Das sollte man immer auch nochmal mitdiskutieren, wenn gesagt wird, wo sind denn fehlende Finanzierungszusagen seitens des Bundes.

Das sollte, glaube ich, dann auch nochmal ganz transparent dargestellt werden. Aber wenn man sich auf den Weg macht zu einer einheitlichen Struktur, dann müssen wir, glaube ich, und das ist so ein bisschen der Fehler im Web-System, wie wir es gerade haben, dann muss man sich auf jeden Fall schrittweise in einen Übergangszeitraum begeben, weil wir eben entsprechend in den Ländern auch verschiedene Systeme haben, die interoperabel sein können und sein müssen.

Aber das Ziel muss sein, dass wir einen Weg beschreiben zu einer einheitlichen Infrastruktur. Das ist meine Meinung.

Torsten

Ich habe jetzt noch eine Frage zu Antragsprozessen. Gibt es schon Antragsprozesse, die tatsächlich radikal verändert wurden oder werden nur bestehende analoge Prozesse identisch digitalisiert?

Fedor

Also ich will jetzt quasi einfach nochmal einmal das Beispiel Breitbandportal nehmen, weil wir genau uns da den Prozess angeguckt haben mit den Unternehmen, mit den Verwaltungen und entsprechend geschaut haben, wie kann man diesen Verwaltungsprozess, der ja auch rechtlich normiert ist, wie kann man den entsprechend digital abbilden? Und zwar nicht einfach eins zu eins, sondern wie ist eine wirklich gute digitale

Handhabung da? Und dann kann ich auch sagen, es gab so ein, zwei Runden, wo sie gesagt haben, was macht ihr denn da? Ja, wir müssen das so und so machen. Und das wurde dann entsprechend angepasst. Und mittlerweile ist der Prozess an vielen Stellen im Einsatz.

Und ich höre jetzt jedenfalls kein Klagen mehr, dass es irgendwie nur ein analoger Prozess ist, der in der digitalen Welt angekommen ist, sondern dass man wirklich gesagt hat, okay, da hat man sich entsprechend die Prozesse auch so ganz gut angeschaut. Von daher würde ich immer sagen, es gibt auch Beispiele dafür, wo man das nicht gemacht hat. Aber wie immer im Leben, es gibt eben Beispiele für alle Varianten. Das will ich gar nicht betreiben.

Bernd

Die Einmalzahlung für Studierende ist ein Beispiel für ein antragsloses, komplett end-to-end digitales Verfahren. Also im Grunde ist es ein Portal, wo man sich authentifizieren musste. Es gibt dann überhaupt keinen Eingriff mehr, manuellen Eingriff. Es wird automatisiert einen Bescheid erstellt und das Geld wurde dann auch überwiesen. Letztendlich gibt es solche Beispiele und sie lassen sich auch schnell kopieren für alle Arten von Zahlungsverkehren.

Automatisierung von Zahlungsverkehren wäre letztendlich, wenn man jetzt die Einmalzahlung nimmt, etwas, wo man antragslos agieren könnte, weil man einfach Berechtigung hat, Dinge zu erhalten und dann ist das die Basis. Man muss dann einfach über ein Portal sich authentifizieren, eindeutig, und dann könnte es auch klappen. Wir haben aber auch Schatten, sage ich. Wohngeldbeantragung ist digital der Zugang von Schleswig-Holstein, glaube ich, auch nach dem Einer-für-alle-Prinzip gemacht worden.

Hat man aber leider nicht daran gedacht, dass man vielleicht das Verfahren vielleicht auch nochmal anpassen muss, weil die sieben oder 21 Anlagen, die man dann noch beibringen muss, müssen weiterhin beigebracht werden. Und dann gab es das Problem Anbindung an die Fachverfahren. Das war alles jetzt schon sehr komplex und schwierig und ist eigentlich aus meiner Sicht dann kein gutes Beispiel. Also es gibt, wie gesagt, gute und schlechte Beispiele.

Wir haben die Bauministerin darauf hingewiesen, dass man jetzt mal vielleicht auch an das Verfahren gehen sollte, aber das wurde letztendlich nicht bestätigt, dass es dort zu Änderungen kommen kann oder kommen sollte. Und dann endet sowas wie, ich habe einfach einen analogen Prozess digital umgesetzt. Eins zu eins abgebildet. Und da müssen wir in der Politik, da haben wir noch Luft nach oben, dass wir uns der Aufgabe Prozessmanagement, Geschäftsprozessoptimierung noch stärker zuwenden.

Torsten

Jetzt habe ich hier eine ganz lange Frage. Deutschland hat OZG eingeführt. Malta tat dies vor einigen Jahren und ging im Bereich 2022 von Platz 1 in der E-Government-Umfrage der UN auf Platz 15. Okay, die E-Government-Umfrage der UN sagt auch, dass Berlin auf Platz 1 ist. Nur die Digitalisierung des Frontend-Bürgerdienstes war also nicht der richtige Weg, um die digitale Transformation voraus zu sein.

Die Nummer 1 Länder im selben Bereich hat sich in den letzten 30 Jahren auf vier nationale Dienste konzentriert. Nationales Bürgerregister, Nationales Unternehmensregister, Digitales Postfach für Bürger und Unternehmen und nationale ID-Authentifizierung. Das ist übrigens nicht nur Malta, die das gemacht haben, sondern auch die ganzen skandinavischen Länder. Wann werden wir solche nationalen Services auch in Deutschland haben?

Fedor

Wir machen uns da ja auf den Weg und müssen jetzt gucken, gerade was quasi die nationalen oder die Bund-ID angeht, würde ich immer sagen, zentrale Basisdienste sind da einfach wichtig und die zur Verfügung zu stellen. Und dafür brauchen wir aber gesetzliche Grundlagen und die müssen wir schaffen. Und deswegen müssen wir auch durch den Bundesrat quasi noch als Hürde überstehen in dem Bereich.

Und bei den Registern schlägt mein Herz ja dafür, dass wir die Registermodernisierung so hinbekommen, dass die auch alle miteinander kommunizieren und dann auch entsprechend im Hintergrund die Ämter miteinander die Daten abgleichen können. Das ist allerdings noch technisch noch ein langer Weg.

Torsten

Ich habe jetzt noch eine Frage zur Standardisierung. Das ist ja euer Lieblingskind. Es gibt Bereiche wie zum Beispiel dem Meldewesen, in denen die Vorgaben von einheitlichen verbindlichen Standards funktionieren. Warum wurde gerade die Sorge vor der Festlegung verbindlicher Standards als ein wesentlicher Grund für das Scheitern von OZG-Änderungsgesetz im Bundesrat genannt?

Bernd

Das spielt so ein bisschen auf eine Formulierung im OZG-Änderungsgesetz hin, die das Thema Standardisierung aufgreift. Und ich will es mal als Beispiel. Politischer Beobachter so beschreiben. Es gibt die Sorge einiger Bundesländer, dass mit der Formulierung im Benehmen mit Ländern oder Planungsrat eine Lastenverschiebung von Land Richtung Bund erfolgt. Und dagegen hat man sich gesperrt. Es geht gar nicht um Standardisierung, sondern dieses eine Wort Benehmen.

Es gab denn, das ist ja, ich glaube, ich erzähle jetzt auch kein Geheimkram, das weiß auch glaube ich jeder, der ein bisschen mit der Thematik zu tun hat, dann Dann Vorschläge vom parlamentarischen Staatsvertreter Saathoff für die Bundesratserörterung, die letztendlich von dieser Benehmensregelung wieder zurückwich. Das ist aber mehrheitlich im Bundesrat nicht auf Zustimmung gestoßen und dann ist das Änderungsgesetz einfach nicht in Kraft getreten, wurde von dem Bundesrat zurückgewiesen.

Es gab auch vom Bundesrat keine Mehrheit für die Anrufung des Vermittlungsausschusses. Und soweit ich aus dem Flurfunk höre, damit du, Thorsten, auch interner jetzt mal bekommst, überlegt man diese Saathoff-Protokollerklärung, die zum Änderungsgesetzentwurf an den Bundesrat geschickt worden ist, letztendlich in einen neuen Gesetzentwurf zu integrieren und dann wäre vielleicht auch die Sorge aufgehoben. Also kurzum, es ging gar nicht darum, das Thema Standard-Schanalisierung aufzugreifen.

Im Grunde gibt es ja jetzt auch ein Schandalisierungsbord, was wir haben, sondern das Thema war Lastenverschieberung, föderale Zuständigkeit bei Bundesländern versus zentrale Zuständigkeit beim BMI. Das ist so zugespitzt der Punkt gewesen. Und das ist halt dann in der politischen Entscheidungsfindung auch immer hinreichend zu berücksichtigen.

Aber ich hatte den Eindruck, oder ich habe aktuell den Eindruck, wenn wir im Einvernehmen handeln, gemeinsam denken, das hatte ich ja eben schon mal gesagt, sollte dieser Punkt auch kein Problem mehr sein, weil Bund und Ländervertreter jetzt im Charnelisierungsbord auch zusammen interagieren können und zusammenwirken können. Dann wird man sehen. Es ist immer so eine politische Entscheidung. Also ich weiß nicht, wie viel, wie du das siehst.

Fedor

Ja, ich glaube, dass man eigentlich beides auch ein Stück weit zusammen sehen muss. Wir machen uns beim IT-Planungsrat auf den Weg, mit dem Standardisierungsbord so das zu schaffen, was man in politischen Sonntagsreden immer so als Ökosystem beschreibt. Und gucken, dass wir alle versuchen, an einen Tisch zu bringen. Die Player dazu zu bringen, auch wirklich in dem Bereich an der Wirksamkeit zu arbeiten.

Und gleichzeitig liegt dann ein Gesetz auf dem Tisch, in dem man sagt, ich überspitze jetzt genauso wie Bernd, das ist eigentlich egal, weil das macht das BMI ab sofort zentral für alle. Und ich glaube, dass das ein ganz großes Missverständnis oder Kommunikationsproblem auch war, zu sagen, wie kann man das denn eigentlich, oder wie kann man das denn beide Seiten zusammenbringen.

Und deswegen glaube ich auch nochmal die Klarstellung des BMI in der Protokollerklärung, glaube ich, sehr sinnvoll und sehr wichtig und im Ergebnis aber halb zu spät, um diejenigen, die das kritisch gesehen haben, entsprechend dann noch dazu zu bringen, zu sagen, okay, wir gehen diesem Weg mit. Jetzt gibt es, das ist ein Punkt, weswegen das OZG, glaube ich, am Ende gescheitert ist.

Es gibt noch ein paar andere Punkte, aber jetzt, wenn dezidiert nach der Standardisierung gefragt ist, dann ist das, glaube ich, wirklich der Hintergrund, dass das nicht übereinander geht. Dass der eine Weg eigentlich genau das Gegenteil dessen ist, was wir beim IT-Planungsrat miteinander verabredet haben.

Torsten

Okay, danke. Im Chat gibt es nochmal eine sehr schöne Anmerkung zu dem ganzen Thema Prozesse und Standards.

Bernd

Ja, wobei ich immer die These habe, wir wollen auch von Anträgen wegkommen. Also es muss irgendwie, jetzt fällt mir auch der Hebel, aber im Grunde ist es eine schöne Zusammenfassung. Aber im Grunde wollen wir ja antragslose End-zu-End-Digitalisierung. Das ist der Trag.

Torsten

Also dann wahrscheinlich eher von A wie Auslöser bis Z wie Zustimmung.

Bernd

So, genau. Das ist vielleicht ein richtiges Wort.

Fedor

Ich will da gar kein Wasser in den Wein gießen.

Bernd

Oh, schade.

Fedor

Das ist als Zielbild, glaube ich, auch richtig. Das ist als Zielbild, glaube ich, genau richtig. Muss aber, glaube ich, geschaut werden. Wir haben ja in Deutschland immer so den Anspruch, dass das für alle Prozesse gilt und gleichzeitig gemacht wird.

Und ich würde gerne eigentlich sagen, lasst uns doch mal diesen Weg, der da formuliert wird, an drei, vier zentralen Prozessen wirklich mal ins Leben rufen und zeigen, dass es funktioniert und dass es geht und darauf einen Fokus legen, als zu sagen, wir müssen das quasi wieder für alle Prozesse machen. Ich glaube, dann überfordern wir auch unterschiedliche Verwaltungsebenen.

Torsten

Da möchte ich kurz reingrätschen. Ihr kennt alle Elfe. Einfache Leistung für Eltern. Da ist genau so ein Prozess, sogar antragslos, gestaltet worden. Also wo man einfach nur meldet, das Kind ist geboren und weil irgendwann muss es auch gemeldet werden, dass das Kind geboren ist. Und letztendlich laufen alle Anträge für die Eltern hier automatisch. Problem. Funktioniert nur in Bremen und da auch noch nicht mal in ganz Bremen, sondern nur in einem bestimmten Standesamtsbezirk.

Warum hat man sich das nicht genommen und gesagt, jetzt arbeiten wir daran, das zu skalieren nach ganz Deutschland. Weil das ist ein toller Prozess und der ist eigentlich schon alt.

Bernd

Also mir ist Elfe bekannt, das kennt ihr auch hier, das hat ja auch bundesweit Schlagsachen gemacht, einfache Leistungen für Eltern, genau, heißt es, ist ein Prozessbeispiel für antragslose Staatbürger. Kommunikation, Es zeigt aber auch so die Schwierigkeit. Ich glaube, für uns CIOs und zentrale IT- und Digitalstrazitäre sagen wir, ja, das wollen wir haben. Das ist ein toller Vorschlag aus Bremen, für den ja auch Martin Hagen auch immer sehr stark kämpft.

Aber die Fachlichkeit, das Ressort, Familienministerien nehmen diese Vorschläge nicht auf und machen den großen Wurf. Wir können da nur für werben. Ich habe eine fachlich koordinierende Aufgabe im Bereich Digitalisierung und eben hatte ich schon mal so ein bisschen angedeutet, wir werben dann darum, dass der Wohngeldantrag einfacher wird. Ich werbe auch dafür, dass Kfz-Zulassung zentral gemacht wird.

Wir brauchen eigentlich in Deutschland 13.000 Menschen in den Kfz-Zulassungsstellen, von denen übrigens 6.000 dann, glaube ich, bald in Ruhestand gehen. Die brauchen wir an anderer Stelle für bessere Beratungsqualität und Service für Bürger und Bürgerinnen und können diese Dinge dann einfach automatisiert zentral virtuell lösen. Wir lassen keine Gelegenheit aus, um das auch immer wieder vorzutragen. Aber es ist letztendlich eine Aufgabe der Fachlichkeit, diese Dinge dann auf den Weg zu bringen.

Ich werbe dafür, das zu tun. Aber die Fachlichkeit, Bund, Länder haben sich dazu noch nicht durchgerungen. Es müssen alle Prozesse auch ein bisschen neu gestaltet werden, aber das ist ja dann Aufgabe von Prozessmanagern, das auch zu vollziehen. Das ist so meine Perspektive, mein Blick drauf.

Torsten

So, und da sind wir wieder zurück und ich hoffe, dass der Stream jetzt dann auch demnächst funktioniert. Vielen Dank an die IT-Infrastruktur. Ich weiß nicht, ob es jetzt an Riverside lag oder an dem guten Internet in Deutschland, aber ich hatte euch vorhin gefragt, ob ihr noch könnt und da habt ihr gesagt, ihr könnt noch. Und da stelle ich direkt mal eine Frage, lebt der Kommunalpakt noch oder beziehungsweise noch einmal auf?

Und dazu habe ich auch eine Frage aus den E-Mails, die mir geschickt wurden. Das Gelingen der OZG-Umsetzung wird zu einem wesentlichen Teil auf kommunaler Ebene entschieden. Gibt es Pläne, flächendeckend weitere Leistungen nach Vorbild des Kommunalpakts, also diese 60. Fokusleistung, einzuführen? Ist die Frage der Finanzierung der E-Fonds geklärt?

Bernd

Wir hatten die Frage eben schon mal. Ich glaube, jetzt für den Stream müssen wir sie noch einmal wiederholen. Ich würde die anderen Teilfragen gleich mit integrieren. In Sachsen-Anhalt haben wir eine Zusammenarbeitsstruktur geschaffen mit den Kommunen, die genau im Korridor der Beschlüsse des Kommunalpaktes liegt. Wir wollen gemeinsam Fokusleistungen umsetzen.

Wir werden alles zentral anschubfinanzieren. Es gibt auch eine Vorschlagsliste der Kommunen, was aus ihrer Sicht auch prioritäre digitale Anwendungen sind, die ausgefächert werden sollen. Wir wollen Basisdienste nach den Bedarfen der Kommunen ausfächern und das Ganze wird von uns dann derzeit verfolgt. Insofern lebt der Kommunalpakt in Sachsen-Anhalt auf jeden Fall noch.

Wir haben in diesem Projekt mit den Kommunen auch thematisiert, die Idee von Shared Service Centers nochmal zu beleben, in dem Kommunen Dinge gemeinsam zukünftig wahrnehmen sollen. Das ist vielleicht die Teilfrage, die das adressiert. Auch beim Thema Informationssicherheit gibt es eine Bereitschaft der Kommunen.

Nicht mehr in ihrem eigenen Beritt zu denken, sondern dass man letztendlich so kleine Informationssicherheitsverbünde schafft, die dann eher, sag mal, ebenenübergreifend sogar abstrahlen, indem wir auch vorsehen wollen, dass beispielsweise unser Zert Nord, das machen wir gemeinsam bei Dataport mit den sechs Trägerländern, sondern dass wir da auch Ansprechpersonen schaffen für kommunale Ebenen, also auch ebenenübergreifend.

Also wir versuchen letztendlich die Idee Shared Service Center auch nochmal zu positionieren, einfach nur als Anregung für die Kommunen. Die Kommunen müssen das dann selber entscheiden, wir wollen da keine Vorgaben machen, aber die Arbeitsebene in den Kommunen ist sehr offen für solche Vorschläge und ich glaube, halte das auch für richtig. Das vielleicht nochmal in Beantwortung aller dieser Teilfragen auch.

Fedor

Ich will das vielleicht nur ergänzen. Wir haben eine vergleichbare Struktur wie Bernd. Ich habe eben gesagt, dass wir eigentlich stückweit in Rheinland-Pfalz den Kommunalpakt schon gelebt haben, bevor wir ihn geschlossen haben. Wir haben die rechtlichen Bearbeitungen zentral beim Land gemacht. Verwaltungsdigitalisierung in Deutschland heißt ja immer Verträge schließen. Das haben wir quasi von der kommunalen Ebene weggenommen und haben gesagt,

das machen wir zentral. Natürlich für Leistungen, die die Kommunen entsprechend sagen, dass sie sie ausgerollt haben wollen. Wir haben die Fokusleistungen natürlich im Blick, aber haben schon jetzt mehr Leistungen, die wir gesagt haben, die wir haben wollen. Diese zusätzlichen sieben Leistungen, die wir haben, die haben wir gemeinsam mit den Kommunen definiert und festgelegt. Die werden jetzt also sozusagen im Roll-In und Roll-Out-Programm gerade mit berücksichtigt.

Und weil Bernd das angesprochen hat, wir haben im IT-Kooperationsrat eine Arbeitsgruppe gemacht, um entsprechend zu schauen, in welchen Bereichen es Leistungen gibt bzw. Prozesse gibt, die wir auch im Sinne der Dresdner Forderungen identifizieren wollen.

Da sind wir jetzt gerade dabei zu diskutieren und gleichzeitig haben wir aber im Bereich Kfz-Wesen schon über das Innenministerium ein ganz tolles Projekt im Sinne von Shared Service Center, wo jetzt die interkommunale Zusammenarbeit nochmal sehr intensiv gelebt wird. Also ich glaube, da sind wir in beiden Bundesländern gut unterwegs und deswegen würde ich auch immer sagen, der Kommunalpakt lebt, der wird auch in anderen Bundesländern gelebt.

Ich sehe da sehr viel Engagement und auch sehr viel Diskussion, das habe ich ja eben gesagt, sehr viel Diskussion auch zwischen den Landesvertretern und der kommunalen Ebene. Ich glaube, das ist gut und das ist auch ein anderes Niveau, als es vielleicht früher der Fall ist. Also von daher würde ich sagen, haben wir da auch aus Fehlern durchaus gelernt, die in Prozessen gemacht wurden. Und jetzt gilt es aber darum, das war noch ein Aspekt, ist Eva eigentlich gesichert?

Naja, das ist immer die Frage. Die Frage, was heißt denn gesichert? Also wir haben immer oder sagen immer, einer für alle hat sich eigentlich gelohnt und wir haben da eine neue Form der Zusammenarbeit geführt. Aber eigentlich ist EVA überhaupt gar kein dynamischer Begriff, sondern der ist statisch. Also wir haben in der OZG-Umsetzung bis zum 31.12.2022 mit den Verlängerungen für die Projekte eigentlich gesagt, dafür ist quasi die Finanzierung da.

Jetzt ist die Finanzierung für die Projekte nicht mehr da. Wir haben mit der FITCO zusammen oder über die FITCO zusammen ein ganz gutes Finanzierungsmodell entwickelt, wie ich finde, für die Fokusleistungen, die auch den Ländern nochmal Raum schafft, andere EVA-Leistungen auch für ihre Kommunen zu übernehmen. Das ist auch gut. Aber es stellt sich natürlich für mich schon die Frage, für Leistungen, die jetzt noch kommen und für Reformdiskussionen, die wir haben.

Ich komme aus dem Sozial- und Arbeitsministerium. Lasst uns über die Kindergrundsicherung reden. Jetzt nicht inhaltlich, sondern quasi, wie sind Prozesse abgebildet? Gibt es da eigentlich einen Eva-Ansatz? Ja oder nein? Nein, den gibt es nicht. Das heißt also, eigentlich ist Eva mit der OZG-Umsetzung und der einer für alle Leistungen, die im OZG waren oder im Prozess definiert waren, eigentlich zu einem Ende.

Und wir müssen uns darüber unterhalten, wie wir eigentlich die Punkte lernen daraus und wie wir das dann auch entsprechend quasi eigentlich schaffen, in die Zukunft zu transportieren. Und den Schritt, der fehlt mir noch.

Torsten

Da habe ich direkt noch eine Frage, die gut anschließt, die kommt aus einer E-Mail. Bei der OZG-Umsetzung wurden alle Lösungen neu erfunden und entwickelt, obwohl ein reichhaltiges Angebot an Marktlösungen vorhanden ist, zum Beispiel IKFZ, Wohnsitzanmeldung, Standesamtsurkunden. Wie wird in Zukunft sichergestellt, dass vor solchen Entscheidungen zuerst Markterkundungen stattfinden?

Also ich kann das ein ganzes Stück weit nachvollziehen, weil wir haben viele Dinge einfach neu erfunden und den alten Kram, die funktionierenden Lösungen überhaupt gar nicht beobachtet.

Fedor

Also ich würde jetzt gerne einfach mal, das ist immer gut, mit einem Gegenbeispiel arbeiten, aber wir haben es mit Sachsen zusammen geschafft, dass wir im Themenfeld Innere Sicherheit die Online-Wache als EVA-Leistung entsprechend aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland heraus nachnutzbar gemacht haben. Insofern ist das, glaube ich, etwas, wo wir gesagt haben, okay, da haben wir nicht das Rad neu erfunden, sondern haben Bestehendes genutzt. So, das würde ich immer sagen.

Aber natürlich gibt es auch Beispiele, wo entsprechend parallel investiert und entwickelt wurde. Wenn ich sagen würde, was müssen wir lernen, dann zum einen, dass wir einen anderen Fokus legen. Wir haben heute schon viel über Standards geredet. Ich glaube, das ist ein zentraler Weg, dass wir schauen, wie können wir denn eigentlich entsprechend den Markt so solche Signale setzen, dass wir eben auch entsprechend am Ende mit unterschiedlichen Lösungen gut kommunizieren können.

Und ich glaube, dass wir aus diesen Ansätzen heraus, die ja auch ein ganzes Stück weit, wenn man sich jetzt nochmal historisch anschaut, wo kommt das denn eigentlich her, durch die Corona-Konjunkturpaketmittel auch nochmal mit einer Dynamik unterlegt hatten.

Ich glaube, dass wir schauen müssen für Großprojekte wie die Registermodernisierung oder so, schaffen wir es, in kleinere Schritte zu gehen, um eben auch entsprechend mal so Zwischenevaluationen zu machen, um zu schauen, wo sind wir denn eigentlich richtig unterwegs und wo sind wir vielleicht auch falsch unterwegs. Ich glaube, das ist etwas, was wir daraus lernen können.

Torsten

Gut, dann gehe ich mal zu einer anderen Themengruppe. Wir haben jetzt ganz viel über OZG gesprochen, wir haben über den IT-Planungsrat gesprochen und über OZG und jetzt eine Frage, die eher in die Richtung IT-Sicherheit geht. Warum wird NIST 2 für Kommunen und Bildungseinrichtungen nicht umgesetzt? Warum darf der IT-Planungsrat eine EU-Vorgabe in solchem Umfang aussetzen?

Bernd

Ich kann mal anfangen und Sie müssen beschreiben. Also die NIST-2-Richtlinie hat ja adressiert Regelungsebenen, national, regional und lokal. Hat aber viele Anforderungen aus meiner Sicht nicht wirklich spezifiziert und lässt dem nationalen Gesetzgeber relativ viel Spielraum bei der Entscheidung, wie man die NIST-2-Richtlinie umsetzt auf bundesgesetzlicher Ebene.

Und in der Kommunikation, die wir geführt haben, auch in der AG Infosykt, das ist auch eine Arbeitsgruppe des IT-Planungsrats, die aber aus meiner Sicht wichtig ist und auch nicht aufgelöst werden kann, weil sie das Scharnier auch bildet zur Landesarbeitsgemeinschaft Cybersicherheit, wo die Innenministerkonferenz sich dann auch trifft.

Da könnte Ina-Maria, hätte da auch noch was zu sagen können, lag es uns daran, dass wir eine möglichst bundeseinheitliche Umsetzung der zwei Richtlinien bundes- und landesgesetzlich vornehmen, weil wir ansonsten Gefahr drohen, dass einzelne Bundesländer wieder ausscheren. Und im Zuge dieser Interaktion hat man sich darauf verständigt, die lokale Ebene und die Bildungseinrichtungen herauszunehmen.

Ich halte das auch für richtig, mit in dem Bewusstsein dann damit ein bundeseinheitliches Vorgehen bei der Umsetzung im nationales Recht auch gewährleisten zu können. Es kommen dann mehrere Faktoren noch hinzu, die auch eine Rolle spielen. Fedor hat es gerade auch nochmal beschrieben. Wir haben eine ähnliche Struktur in den Bundesländern. Wir haben viele Verbandsgemeinden oder ganz kleine Selbstverwaltungseinheiten, die auch einfach überfordert sind mit der Aufgabe, diese Regularien umzusetzen.

Und auch dieser Aspekt ist mit berücksichtigt worden. Beim Thema Bildungseinrichten muss man nochmal unterscheiden zwischen beispielsweise Schulen und Hochschulen. Da vertrete ich eine Minderaufmeinung, dass beispielsweise Hochschulen, sofern sie Aufgaben staatlich übernehmen, staatliche Aufgabenwahrnehmung, jeder kann mal in ein Hochschulgesetz schauen, da steht ein Paragraf drin, staatliche Aufgabenwahrnehmung, fallen sie unter dem Regelungskontext auch von Miss 2.

Und wir versuchen im Bundesland Sachsen-Anhalt derzeit ein eigenes Informationssicherheitsgesetz in Anlehnung eines 2 auszuprägen, auch wenn der Bund sich verabschiedet hat, müssen wir es im Land trotzdem machen und sind derzeit mit allen Ressorts im Gespräch, indem wir sagen, könnt ihr euch auf ein einheitliches, flächendeckendes Schutzniveau in Sachsen-Anhalt einlassen Und das zusichern.

Im Gegenzug würden wir als Durchsetzung und Anordnungsbehörde des Landes dann von diesem Instrument etwas relativieren, wenn ihr alle sagt, wir machen alle BSI-Grundschutz beispielsweise. Und das versuchen wir gerade mit den Ressorts und mit den Kommunen, mit dem Landesrechnungshof, Datenschutzbehörde, Justizwesen, Wissenschaftsbereich gemeinsam zu interagieren. Wir versuchen das also dann noch über so eine flächendeckende Einigung herbeizuführen.

Aber die Entscheidung des Planungsrats halte ich für richtig. Mit Verweis auf dieses bundeseinheitliche, identische Vorgehen aller Bundesländer. Und darauf haben die sich dann auch eingelassen.

Fedor

Ich wollte quasi nur einen Punkt noch ergänzen, beziehungsweise Bernd natürlich da quasi in den Einschätzungen auch nochmal unterstützen. Ich glaube, einen Aspekt haben wir noch nicht beantwortet, nämlich ich spitze mal zu, warum hat sich denn jetzt der IT-Planungsrat eigentlich dazu auserkoren, diese Entscheidung zu treffen?

Das ist jetzt gar nicht irgendwie normiert, Sondern es ist natürlich die Frage, wenn ich genau dieses Ebenenkonzept, was Bernd eben entsprechend skizziert hat, auf der EU-Ebene habe, dann muss es in Deutschland eben einen Ort geben, der sich darauf verständigt, wie man das interpretiert. Und dann hat man gesagt, das macht eben der IT-Planungsrat. Und Bernd hat ja die Schnittstellen auch beschrieben zwischen unserer AG und der AG-Struktur der Innenministerkonferenz.

Und das macht, glaube ich, dann auch Sinn, dass man sagt, das muss an einem Ort in Deutschland eben besprochen und dann auch definiert werden. Und da hat man sich auf einen gemeinsamen Weg committet. Ich will jetzt nur noch einmal sagen, nur weil es ja auch durchaus auch einen Aufschrei gegeben hat und da Kritikpunkte gekommen sind.

Es ist ja so, wie Bernd sagt, nur weil man entsprechend die NIS 2 Regelung mit Ausnahmen definiert, heißt es ja nicht, dass das Thema Informationssicherheit auf der kommunalen Ebene keine Rolle spielt. Ganz im Gegenteil, wir sind, glaube ich, alle auf der Landesebene auch gemeinsam unterwegs, da die Sicherheitsniveaus zu erhöhen und Angebote, Beratungsangebote, aber natürlich auch Unterstützungsangebote.

Bernd hat das ZERT bei sich genannt. Wir haben natürlich auch ein ZERT, das eng mit der kommunalen Ebene zusammenarbeitet, sodass ich glaube, dass wir da einfach zu einer guten gemeinsamen Infrastruktur müssen. Müssen und viel eher darüber sprechen müssen, aus meiner Sicht, wie kriegen wir eigentlich die Infrastruktur?

Mit dem BSI gemeinsam gut dargestellt und wo sind da eigentlich Schnittstellen, die wir definieren müssen und gucken müssen, wie wir gemeinsam an dem Thema Informationssicherheit arbeiten. Ich glaube, das wäre jetzt eher der Fokus, als zu sagen, warum hat man eigentlich eine Richtlinie quasi so definiert, wie sie aus meiner Sicht, um eben diesen einheitlichen Weg auch zu gehen, zu definieren ist.

Und schlussendlich haben wir ja auch als IT-Planungsrat schon seit 2012 die Leitlinien zur Informationssicherheit ja auch schon formuliert und entsprechend ja auch evaluiert und setzen die ja um, was natürlich auch genau den Fokus auf die öffentliche Verwaltung hat.

Und jede Gebietskörperschaft, die an einen Informationsverbund, wie zum Beispiel das Waffenregister 1 ist, angeschlossen werden will, muss ja eben auch entsprechend hohe Informationssicherheitsstandards schon quasi für sich implementieren. Also von daher ist, glaube ich, wichtig, dass wir das Thema jetzt einfach mit vollem Fokus angehen und schauen, dass wir da eine, gerade im Zeichen der Zeitenwende, wir einen Punkt haben, wo wir einfach, verstärkt unser Augenmerk drauflegen müssen.

Torsten

Ja, vielen Dank. Und nachdem uns Riverside heute schon mehrmals einen Strich durch die Rechnung gemacht hat, komme ich jetzt mal zu einer letzten Fragerunde. Der Chat ist auch schon fast leer, da sind ganz viele rausgeflogen. Bernd, du hattest ganz zu Beginn unseres Gespräches das Thema Green IT schon mal angesprochen. Und da habe ich hier auch eine längere Frage bekommen dazu. zu. Laut Gremienstruktur gibt es im Bereich digitale Infrastruktur die Kooperationsgruppe Green IT.

Mit welchen Themen befasst sich die Kooperationsgruppe genau?

Bernd

Da ich keine Vorbereitung habe auf die Fragen, kann ich es auch nicht genau beantworten. Das ist ein Problem, das wir im Planungsrat haben.

Wir wissen dann nicht genau, was die Leute eigentlich in ihren Arbeitsgruppen dann auch so wirklich thematisieren, weil ich kann ja so mutmaßen, dass es darum geht, Das ist letztendlich, die Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland haben sich ja an eigene Verpflichtungen gesetzt, was letztendlich beispielsweise nachhaltiger Rechenzentrumsbetrieb angeht, dass man sich darüber austauscht. Aber das ist so eine Arbeitsgruppe, von der ich nicht weiß, was sie macht.

Und ich glaube, sie leisten gute Arbeit. Ich kann die Frage nicht beantworten.

Torsten

Okay, wisst ihr zufällig, wer die leitet, dass man da vielleicht mal direkt anfragen kann?

Bernd

Also ich weiß es gar nicht. Du bist dabei.

Fedor

Ich sage mal so, wir haben in der Arbeitsgruppenstruktur oder beziehungsweise in der IT- und Digitalstrategie des Landes Rheinland-Pfalz da schon nochmal einen Schwerpunkt drauf gelegt, zu schauen, wie können wir eigentlich Green IT stärken und haben uns deswegen auch nochmal sehr intensiv damit beschäftigt, was in der Arbeitsgruppe seit, ich glaube, 2020 entsprechend unter Federführung von Schleswig-Holstein da für Schwerpunkte geleistet werden.

Wir haben im IT-Planungsrat ein Kompendium für alle mal so zur Verfügung gestellt, was so Best-Practice-Beispiele angeht. Da geht es um, was macht man eigentlich, um eine ressourcenschonende Verwaltung auf den Weg zu bringen. Wir haben natürlich auch die ganze Frage, was ist eigentlich mit der Energieeffizienz in unseren Rechenzentren? Wie können wir Stromverbrauche in den Rechenzentren beziehungsweise auch in der Verwaltung beziffern, die durch IT generiert wird?

Größenordnung ist irgendwie sowas, dass ein Viertel der Stromkosten in der Verwaltung eigentlich durch IT generiert wird und dann den ganzen Beschaffungskomplex.

Das sind so die Themen, mit denen wir uns da in dieser Arbeitsgruppe beschäftigen und aus der eigentlich jetzt gerade im Moment, und deswegen haben Bernd und ich da jetzt auch so lange nichts von gehört, eigentlich nochmal geschafft formuliert werden soll, wie man mittel- bis langfristig eigentlich zu einer Richtlinie kommt, um eine nachhaltige IT-Architektur auf den Weg zu bringen.

Ich glaube, das sind dann auch ganz spannende Diskussionen, die uns da noch bevorstehen und wir aber alle ja auch diskutieren, auch mit den Kommunen darüber diskutieren, wie wir auch die Energie der Rechenzentren optimieren können, wie wir auch mit Abwärmekonzepten und so weiter die Rechenzentren dann nochmal etwas besser quasi nutzbar machen für die Energiewende.

Bernd

Aber das ist so ein Punkt, wo ich jetzt, jetzt am Ende kommt ein bisschen Lebendigkeit hinein. Ich sage immer die Frage, ob das wirklich Aufgabe des Planungsrats ist, zumal es schon eine Festlegung und Selbstverpflichtung der Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland gibt, bis 2027 genau solche Mindestkriterien einzuhalten und warum der Planungsrat dann so ein Gremium auch noch hat.

Es ist klar, immer sind ehrbare Ziele, ich will dem gar nicht widersprechen, wir nehmen auch alles zur Kenntnis, aber wir müssen nicht zu jedem IT, zu jeder IT-Herausforderung auch eine eigene Arbeitsstruktur im Planungsrat haben, sondern müssen letztendlich dann uns auf die Schwerpunktsetzung und die staatlichen oder politischen Aufgabenstellungen stärker fokussieren.

Da würde ich immer sagen, ist das wirklich eine Aufgabe des IT-Planungsrats, sich darüber eine Arbeits- und Organisationsstruktur zu unterhalten oder wird es nicht sowieso schon von Rechenzentrensbetreibern, es gibt 50.000 Rechenzentren in Deutschland, die sich da selber drum kümmern. Das ist immer nur eine offene Frage, auch zu zeigen, dass mir Governance am Herzen liegt. Also ich sehe diese Aufgabenstellung nicht wirklich, muss nicht der Planungsrat unbedingt machen.

Fedor

Was ich an dem Thema aber so spannend finde, Bernd, ist, dass das eigentlich unter unserem Motto gemeinsam wirksam ein ganz tolles Beispiel dafür ist, dass der IT-Planungsrat eben doch auch Wirksamkeit erlangt, weil das ist eine Bitte der Umweltministerkonferenz an uns gewesen, das Thema nochmal entsprechend auch aufzubereiten und den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung zu stellen.

Natürlich kann man jetzt breit darüber streiten, ob dieser Schritt, wir gucken jetzt mal, ob wir da nicht eine Richtlinie rausformulieren, ob das dann entsprechend originäre Aufgabe des IT-Planungsrats ist. Aber ich finde, das eigentlich zeigt doch, dass entsprechend geschaut wird, wo ist die Digitalkompetenz in Deutschland beim IT-Planungsrat.

Und wenn man dann eben entsprechend solche Fachfragen hat, dann kommen die Leute auf uns zu und wollen natürlich auch entsprechend Hinweise und Beispiele, die sich eben auch aus diesen Selbstverpflichtungen ergeben. Aber das ist jetzt quasi zum Schluss.

Bernd

Na gut, aber das zeigt ja auch so ein bisschen das Ringen. Also ich sage, wir müssen uns auf Digitalisierung, auf zentrale Punkte einigen, die wir verfolgen. Es ist immer schwierig dann, ich stehe immer als der Doofe da, wenn ich sage, muss das wirklich sein? Aber man muss es einfach hinterfragen dürfen. Es ist sicherlich in der Zielsetzung alles gut. Aber ich denke immer, es gibt auch, ich weiß das ja, glaube ich sogar, Über 2027 wollen alle nachhaltig agieren.

Da muss man es nicht noch einmal besprechen in der Planungsrat-Architektur, aber gut.

Torsten

Okay, genau. Ich glaube, das geht dann eher in Richtung Internetdiskussion im IT-Planungsrat. Aber vielen Dank und ich muss nochmal eigentlich die ganze Sendung zusammenfassen mit dem Zitat von Fedor. Gerade jetzt am Ende, die Digitalkompetenz ist im IT-Planungsrat. Das finde ich hervorragend. Bernd, Fedor, vielen, vielen Dank, dass ihr euch die Zeit genommen habt, hier Rede und Antwort zu stehen und die Fragen zu beantworten. Und euch, liebe Hörerinnen und Hörer, danke fürs Zuhören.

Den Live-Zuhörern und Zuschauern danke fürs rege Teilnehmen am Chat. Wir haben leider nicht alle Fragen geschafft, aber vielleicht gibt es ja mal eine zweite Session oder eine dritte oder vierte. Danke und bis zum nächsten Mal.

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