¶ Podcast-Intro und Seele baumeln lassen
Hallihallo, willkommen zurück beim Easy German Podcast. Heute mit Manuel Saalmann. Und Carina Schmidt, die sich immer noch in Neuseeland... Es ist schon eine Woche her, dass wir uns in diesem Format getroffen haben. Die letzte Episode war ja mit. Erik und Janusch und dir im Studio vorproduziert. Das hatten wir natürlich vor eurer großen Reise aufgenommen. Genau. Wie war euer Wochenende, Kari, in Neuseeland?
Manuel, es war fantastisch. Ich habe dir dazu direkt mal einen Ausdruck der Woche mitgebracht. Manuel, ich war am Wochenende unterwegs. Janusch und ich haben einen Wochenendausflug gemacht mit der Fähre. Von der Nordinsel Neuseelands auf die Südinsel. Und dort, ne? Da haben wir so richtig die Seele baumeln lassen. Ah, die Seele baumeln lassen. Das bedeutet, ihr habt einfach mal gar nichts gemacht. Richtig. Und zwar.
Also noch mehr, als wir es geplant hatten. Wir sind dort angekommen nach einer dreistündigen Fährfahrt durch. Die Marlborough Sounds, das sind so Fjorde, wo du durch die Berge fährst, das war schon unfassbar schön. Und dann sind wir in diesen kleinen Ort angekommen und da war einfach nichts. Also, da waren ein paar Geschäfte und ein paar Restaurants, aber man hatte das Gefühl, da ist die Welt einfach stehen geblieben.
Und erst hatte ich noch gedacht, was machen wir heute Nachmittag? Machen wir eine Fahrradtour. Und dann dachte ich, nee, dieser Ort ist so perfekt. Ich setze mich jetzt einfach an den Strand. Und lasst die Seele baumeln! Und ich dachte, das ist so ein schöner Ausdruck. Den bringe ich heute mal mit und erkläre den. Was heißt denn baumeln, Manuel? Ja, Baumeln. Ich denke da als erstes, kennst du das in manche Leute hängen sich im Auto an den Rückspiegel?
So ein Duftbäumchen. Kennst du die Dinger? Das machen nur die Deutschen, oder? Das ist vielleicht ein deutsches Ding. Es gibt also ein anderes Beispiel ist vielleicht Der Schmuck am Tannenbaum. Also etwas, was ein Gewicht hat und an einem Faden runterhängt. Ja.
Das baumelt in dem Moment, wo es bewegt wird. Also deswegen musste ich an den Rückspiegel denken, weil das Auto bewegt sich und dadurch baumelt das die ganze Zeit so nach links und rechts. Ein schönes Wort, baumeln. Richtig, baumeln auf Englisch? Keine Ahnung. Baumeln auf Englisch. To Dangle. Ah ja, Dangle. Genau. Und was ist die Seele? Ja. The Seele is...
Da müssten wir jetzt Janusch philosophiert, eigentlich abspielen. Also, das ist das, was uns vielleicht als Menschen Mensch macht, das, was nicht nur unser Körper ist und nicht nur unser Gehirn, sondern Unsere Seele. Ist auch natürlich ein philosophischer, ein religiöser Gedanke, aber man kennt natürlich die Seele. Ja, sowas wie. Spirit oder Soul. Und das ist doch ein wunderschöner Ausdruck, oder? Wenn man wirklich nichts macht und einfach nur da sitzt und den Moment genießt und keine Pläne hat.
Dann lässt man die Seele baumeln. Das ist ein wunderschönes Bild, ja. Die Seele baumelt irgendwie und erholt sich und muss mal nichts machen. Richtig. Und genau das habe ich gemacht dann. Ich habe den ganzen Nachtag. einfach nur nichts gemacht, Manuel. Nicht mal, also nicht mal Musik gehört, Podcast, Nicht gearbeitet, nicht Sport gemacht. Ich habe einfach nur da gesessen, an diesem kleinen Strand und in diesem kleinen Hafen und habe mich erinnert, wie du mir erzählt hast,
Von deiner Freundin Nora, vielleicht erinnerst du dich noch. Du warst mal fasziniert von ihr und hast gesagt, sie saß einfach nur auf dem Sofa und hat nichts gemacht. Weißt du das noch? Ja, klar. Geht mir nicht aus dem Kopf. Liebe Grüße, Nora, falls du zuhörst. Und seitdem. Sehe ich das so richtig als einen zu erreichenden Zustand an? Dass ich irgendwo sitze.
Und so glücklich bin, dass ich einfach nichts mache. Und genau das habe ich gemacht. Das Wetter war perfekt, es war nicht zu heiß, nicht zu kalt. Ich saß in der Sonne, es wehte ein leichtes Lüftchen. Ich hatte gar keine Wünsche mehr offen und habe die Seele baumeln lassen.
¶ Top oder Flop: Freude und Schadenfreude
Good. or a flop. Kari, ich habe unser Lieblingssegment, dein Lieblingssegment, muss man sagen, mitgebracht und es passt. Schon ganz gut zu diesem Ausdruck. Das war schon eine gute Einleitung, denn ich möchte heute Gefühle mit dir bewerten. Und du hast ja auch in einer der letzten Episoden gesagt, Ich habe mir dieses Zitat aufgeschrieben von dir. Ich bin eher so der emotionale Mensch. Ja. Ich glaube, das war im Gegensatz zu mir. Ich bin vielleicht etwas rationaler oder Scheine zumindest.
etwas rationaler an der Oberfläche zu sein. Emotionslos und kalt, Manuel. Oha, okay. Nein, das bist du nicht. Ich habe eine ganze Menge. Gefühle mitgebracht. Das heißt, du darfst nicht zu lange zögern. Du musst dich schnell entscheiden, ist dieses Gefühl ein Top oder Flop. Am Anfang wird es vielleicht auch noch sehr einfach sein. Aber dann schauen wir mal, ob es vielleicht.
Komplizierter wird. Bist du bereit? Ja, also erstmal für die Leute, die das Segment noch nicht kennen. In diesem Segment bewerten wir Dinge. Spontan zu eurer Unterhaltung. Also, es geht nicht unbedingt darum, die Wahrheit zu finden, sondern unsere persönlichen Eindrücke wiederzugeben. Und da muss ich dich erstmal fragen, Manuel, können Gefühle denn schlecht sein? Also.
Tja, das kannst du ja jetzt gleich entscheiden. Also, top oder flop bedeutet ja auch nicht unbedingt gut oder schlecht. Es ist ja dein ganz persönliches Gefühl. Findest du dieses Gefühl? Ja, doch, ja, letztlich ist es gut oder schlecht. Ja oder nein? Also. Ja, wir werden schauen. Vielleicht sind auch alle Gefühle top. Kann ja auch sein. Das ist ja auch ein valides Ergebnis dann unseres Experiments. Genau. Manuel, ich freue mich immer, wenn du was vorbereitet hast. Let's go.
Okay. Die Freude. Trop. Sich freuen. Ja. Super. Die Schadenfreude. Da musst du kurz erklären, was das ist, auch wenn es die meisten wahrscheinlich wissen. Also, das ist eine Sache, wenn man sich über den Schaden von jemand anderem freut. Ein deutsches Wort. Das gibt es, glaube ich, gar nicht in anderen Sprachen.
Ja, ich weiß nicht. Es kann lustig sein, aber oft ist es auch nicht lustig. Also dann flop. Siehst du, da haben wir schon unser erstes Flop. Und ich stimme dir zu. Ich finde, Schadenfreude ist ein interessantes Konzept, aber eigentlich. Gar nicht schön. Man sollte sich nie über den Schaden anderer Leute freuen. Also zumindest nicht wirklich. Also Ja, es ist ja auch nicht immer wirklich, ne? Also, das ist so, wenn irgendwas passiert und weiß nicht, jemand rutscht auf einer Bananenschale aus.
Und ist aber nicht schwer verletzt, dann hat man vielleicht Schadenfreude. Wobei es gibt auch richtig schlimme Schadenfreude, wenn man jemanden gar nicht mag und dem passiert was Schlimmes. Egal. Flopp.
¶ Top oder Flop: Glück und Traurigkeit
Das Glück. Glücklich sein. Ja, top. Also, ist das ein Gefühl? Glück? Glücklich sein, ja, glücklich sein ist das Gefühl. Okay. Und das Substantiv ist das Glück. Die Traurigkeit, traurig sein. Das finde ich jetzt schwierig, das als Flop zu bewerten. Auf den ersten Blick würde man denken, das ist ja ein Flop, man will ja nicht traurig sein, aber traurige Momente können auch schön sein. Ich stimme dir total zu. Also, ein Leben ohne Traurigkeit wäre doch irgendwie.
Nicht tief genug, oder? Wenn man immer nur glücklich ist und nie traurig. Deswegen finde ich Traurigkeit top. Ich mag es auch mal traurig zu sein. Bist du überhaupt traurig, Manuel? Nein, ich bin ein emotionsloser, kalter Mensch. Ich habe solche Emotionen nie. Ich hab ich hab dich selten traurig gesehen, aber ich stimme zu.
Also für mich existiert Glück ja auch gar nicht ohne Trauer. Weil, wenn nicht, wenn es immer gut ist, dann weiß ich es ja gar nicht mehr zu schätzen. Und auf der anderen Seite. Wenn du traurig bist, ist das ja meistens ein Zeichen Dass dir etwas gefallen hat oder dass du glücklich warst, vielleicht hast du was verloren, einen geliebten Menschen, einen Moment, eine. Ein, vielleicht auch etwas Materielles, aber du hast etwas.
Du bist traurig um etwas, was dir viel bedeutet hat. Und das ist ja eigentlich gut, weil dann weißt du, was dir viel bedeutet. Also top. Die Wut wütend sein. Schwierig.
¶ Top oder Flop: Wut, Hass und Liebe
Weil es eigentlich auch, glaube ich, produktiv ist, wenn man wütend ist und wenn man es schafft, diese Wut richtig zu kanalisieren. Ich sage aber trotzdem flop, weil ich fand Wut immer schlecht und hab auch irgendwie. mit kämpfen müssen, dass ich meine Wut nicht so. Also ich habe früher öfter Wut empfunden als jetzt und das also fand ich immer doof. Hm. Okay. Wie sieht es denn aus mit dem Hass? Jemanden hassen oder etwas hassen. Ja, totaler Flop. Also ich würde sagen.
Ich hasse, ist jetzt schwer zu sagen, weil es gibt wirklich, wirklich viele schlechte Menschen in der Welt. Natürlich hasse ich Putin, ne? Wer nicht? Aber auf der anderen Seite ist das Gefühl trotzdem flop, weil eigentlich Ja, weiß ich nicht. Sollte man das nicht empfinden. Ja, und ich glaube, Putin kann einem auch leidtun. Also, man wird doch nicht so ein Mensch, ohne dass da irgendwas schiefgelaufen ist. Also, das
Weißt du, wie ich meine? Also, natürlich ist das ein schrecklicher Mensch, aber wenn man ihn hasst, Ist es irgendwie nicht produktiv, glaube ich. Also was weißt du, wie ich meine? Ja, wenn er einem leid tut, ist es aber auch nicht produktiv. Also manchmal muss man auch hassen dürfen. Aber ich finde das Gefühl trotzdem von. Weil es ist nicht schön, das Gefühl zu empfinden. Nee. Da stimme ich dir zu. Okay, die Liebe. Ah top.
Manuel, ich, also manchmal, manchmal habe ich das Gefühl, ich empfinde zu viel Liebe in meinem Leben. Das hört sich komisch an, aber ich habe wirklich nicht immer, aber immer öfter. so ein richtig Richtiges Gefühl für Liebe um die Menschen um mich herum. Das ist schön. Nicht nur für Janisch, für den sowieso, aber auch für alle anderen. Ich habe so viele tolle Freunde, ich habe eine tolle Familie. Und ich habe irgendwie so eine richtig tiefe Liebe für die Menschen in meinem Leben und sogar auch.
Für Leute, die ich kennenlerne, ist es schön. Ich liebe Lieben. Also ich liebe die Liebe. Die Gleichgültigkeit, wenn einem etwas egal ist.
¶ Top oder Flop: Gleichgültigkeit und Angst
Ähm, flop. Das ist eigentlich das Gegenteil von Liebe, ne? Wird manchmal gesagt. Das Gegenteil von Liebe ist nicht Hass, sondern Gleichgültigkeit. Dass man sagt: Du bist mir egal, ich hab gar keine. Also du bist ein NPC für mich. Das ist eigentlich das wirkliche Gegenteil von Liebe, oder? Was ist ein N PC, Manuel? Ein non playable character? Non player Charakter, glaube ich, ne?
Ja, ich glaube, es geht ja darum, dass man ihn nicht spielen kann. Genau. Also du kannst ihn nicht steuern, also non playable. Ja, keine Ahnung. Wir sind zu alt für diesen. Deswegen wollte ich gerade nochmal nachgucken. Ob du denn selber weißt, was das heißt. Ja, Non-Player-Charakter, aber die Definition ist, dass man ihn nicht spielen kann. Also gemeint ist jedenfalls.
Egal, diese Person ist egal. Also diese Beleidigung, wenn man das als Beleidigung verwendet, ne, dann für jemanden. Dann bedeutet es, spielt keine Rolle, ist egal. Ja, und ich muss sagen, dass mich Gleichgültigkeit oft Also, Hass nervt mich auch, jetzt in anderen Menschen, ne? Aber wenn jemand so richtig gleichgültig ist und sagt, ist mir doch egal was.
In anderen Ländern passiert. Genau, das ist, finde ich, immer richtig schlimm und störend. Also, lieber will ich dann doch, dass ich jemand. Also ich finde es auch gut, wenn man seine Gefühle irgendwie. So kanalisieren kann, dass es dann halbwegs produktiv ist. Also, wenn man jetzt nicht nur so eine Lethargie empfindet und sagt: alles ist schlecht, ich Ich mache nichts aus dem Leben und ich beschwere mich nur. Das finde ich auch schwierig. Aber Gleichgültigkeit,
Finde ich fast noch schwieriger. Da stimme ich dir zu, Kari. Wie sieht es denn aus mit der Angst? Die Angst. Angst haben, sich fürchten. Die Angst. Das ist, glaube ich, mein. Ähm. Mein das negative Gefühl, was mir am nächsten ist, und irgendwie. Habe ich es auch gelernt, das zu mögen, weil es ist auch was Schönes. Ängste zu überwinden. Aber Angst zu haben ist nicht gut. Also, eigentlich ist das ein Flop. Und ich muss sagen,
Ängste und Angst haben mich am meisten zurückgehalten in meinem Leben. Und ich habe das Gefühl, ich brauche unfassbar lange, um meine Ängste zu überwinden. Manche Ängste, die ich schon seit Jahren habe, überwinde ich erst jetzt mit 41 und ähm Das wäre schon gut gewesen, wenn ich mit 18 schon weniger Angst gehabt hätte. Andererseits ist es ja auch ein sehr überlebenswichtiges Gefühl. Also, dass wir zum Beispiel schon als kleines Kind Angst haben.
vor, also an einer Klippe zu stehen. Das ist ja in unseren Genen drin, damit wir nicht alle irgendwelche Klippen runterpurzeln. Ja. Also es schützt uns ja auch, klar, diese Angst. Oder vor allem Löwen, Angst zu haben oder so. Ja, das ist richtig, aber es kommt auf die Balance an. Genau, man muss auch nicht die ganze Zeit vor Spinnen Angst haben, die man gar nicht sieht. Und die vielleicht im Zweifelsfall auch gar nicht gefährlich sind. Also, ja.
Genau. Das ist so eine Angst, an der ich noch nicht gearbeitet habe und auch noch nicht bereit bin zu arbeiten, Manuel, weil ich denke, die Spinnen kann ich ja wirklich noch vermeiden. Ich muss ja nicht In Australien jetzt in den Dschungel fahren. Aber ja, andere Ängste, zum Beispiel Angst vorm Fliegen, habe ich plötzlich wiederbekommen, nachdem wir viele Jahre nicht geflogen sind. Oder Angst vor alleine sein, Angst vor dem
alleine verreisen, Angst vor meiner Fahrradtour. Mein Gott, ich habe so viele Ängste, Manuel, das glaubst du gar nicht. Ach, Kari. Okay. Die Scham. Sich schämen.
¶ Top oder Flop: Das Gefühl der Scham
Das ist ein sehr interessantes Gefühl, mit dem ich mich noch nicht so sehr beschäftigt habe, aber noch letztens darüber gesprochen habe, weil was mich sehr interessiert, ist dieses ganze Thema Angst haben. vor einer Fremdsprache, also Angst haben, eine Fremdsprache zu sprechen. Und da habe ich.
Ben drüber geredet, den ich jetzt hier schon mal schon zweimal erwähnt habe, mit der mit uns Fahrrad gefahren ist, und der meinte, das ist nicht unbedingt Angst, sondern oft Scham. Also wenn man Scham empfindet, einen Fehler zu machen, Das ist eigentlich das Gefühl und das ist das, was einen blockiert beim Lernen und nicht die Angst. Was sagst du dazu? Das stimmt. Ich glaube, das ist eine sehr gute Beobachtung, dass es oft eigentlich eher Scham ist als Angst.
Und ich finde ganz interessant, du kennst vielleicht Brene Brown, die ähm ziemlich bekannt, die hat so ein TED-Talk auch Gehalten, viele Bücher, manche mehrere Bücher geschrieben und die hat einen die Vergleich oder die macht einen Unterschied zwischen Scham und Schuldgefühlen. Und Schuldgefühle, wenn man sich schuldig fühlt, das ist eigentlich ein gutes.
Das muss existieren. Wenn man was falsch macht, wenn man sich falsch verhält, ist es sehr gesund, dass man sich danach schuldig fühlt und das sozusagen spürt, dass man da was falsch gemacht hat. Das ist die Voraussetzung, dass man sich entschuldigt und das wieder gerade rückt. Aber Scham, das ist eigentlich ein Schmerz, den man spürt.
weil man glaubt, dass irgendwie, dass man als Mensch falsch ist, dass irgendwas nicht richtig ist an einem selbst. Und das ist ein sehr blödes, schlechtes Gefühl. Das sollte man trainieren. Das nicht mehr zu spüren. Danke für diese Definition. Ich habe nämlich wirklich
In dem Moment gedacht, so ja, du hast recht, aber was ist eigentlich Charme? Und da habe ich, das habe ich mir so im Kopf abgespeichert, als da will ich mich noch mal mehr mit beschäftigen. Also sehr interessant. Aber totaler Flop, Manuel.
¶ Top oder Flop: Die Langeweile
Die Langeweile, sich langweilen. Ach, ich will nicht sagen, dass das ein Flop ist, weil ich muss sagen. Dass es mir so selten passiert, dass ich gelangweilt bin, dass ich das dann schon fast feiere. Also so wie gestern. Wo ich da einfach saß und dachte, also ich k also jetzt will ich gerade mal bewusst nichts machen, das passiert bei mir so selten, dass ich dann
Wobei Langeweile selber ist ja dann eigentlich was Negatives, oder? Weil das ist ja dann das Gefühl, dass man eine Zeit Also dass man irgendwie Schmerz empfindet über Zeit, die man nicht. nicht nutzt oder was ist eigentlich Langeweile? Ich weiß das gar nicht. Da müssen wir dieses Segment machen. Was ist
Das kannst du mal aufschreiben. Das können wir mal demnächst machen, ja. Da geht es mir so ähnlich wie dir. Ich glaube, dass es uns beiden ganz gut tun würde, mal Langeweile zu spüren, wahrscheinlich. Aber das können wir dann demnächst besprechen.
¶ Top oder Flop: Erwartungen, Stolz und Neugier
Kari, jetzt machen wir mal eine Blitzrunde. Ich habe nämlich noch einige Gefühle hier auf der Liste, die Eifersucht, eifersüchtig sein. Uh, da haben wir gerade ein Video drüber gedreht. Flop. Flop, ne, finde ich auch. Die Enttäuschung, enttäuscht sein. Wenn man große Erwartungen hat und die dann enttäuscht werden, ist irgendwie schmerzhaft.
Schade. Es ist immer eine Frage des Erwartungsmanagements. Und es ist immer besser, niedrige Erwartungen zu haben. Und dann also Enttäuschung ist immer doof, weil Weiß nicht, wenn man, egal wovon man enttäuscht ist, man kann das selber ändern, indem man einfach nicht Zu viel erwartet im Leben. Also, ich habe mir aufgeschrieben als Zitat von Carina Schmidt.
Es ist immer eine Frage des Erwartungsmanagements. Ja, ist doch so oder nicht? Was würdest du denn dazu sagen? Ja, nee, das ist ein guter Spruch. Also, den werde ich ab und zu benutzen jetzt. Der Stolz, stolz sein. Auch ein super Thema. Schreibt das auch mal auf die Was-Ist-Liste. Was ist Stolz, okay? Weil ich das sehr interessant finde. Für mich ist stolz. Ah, weiß er nicht, schwierig. Okay. Top oder flop? Bisschen flop, aber. Ein bisschen flop, okay.
Ich habe auch einen positiven Stolz manchmal empfunden. Okay. Das werden wir demnächst noch ausführen. Bitte, ja. Die Neugier, neugierig sein. Top. Ich muss sagen, das ist super. Darf ich noch einen Satz dazu sagen oder müssen wir weiter? Unbedingt, ja. Nee, los. Ich habe mir mal in einem Moment der Unsicherheit einen Text geschrieben, der heißt,
Das Manifest der Sicherheit von Carina Schmidt. Also ohne Carina Schmidt. Und ganz oben habe ich drauf geschrieben: Also, was sind die Sachen, die mir Sicherheit geben im Leben? Und das allererste ist, Dass ich eine neugierige Person bin, das ist einfach so gut, wenn man das erkennt, oder das kann man ja wahrscheinlich auch werden.
Weil dann hast du eigentlich, also egal was passiert im Leben, du kannst aus allem etwas lernen und überall einen Gewinn rausziehen. Ich finde, Neugier ist eine der, ist das ein Gefühl oder ist das eine Eigenschaft überhaupt? Kann beides sein. Man kann als Eigenschaft ein neugieriger Mensch sein und ich finde das auch sehr sympathisch, wenn Menschen neugierig sind. Aber man kann natürlich auch in einem Moment sich neugierig fühlen. So jetzt gerade verspüre ich eine große Neugierde.
Und möchte unbedingt mehr wissen. Ja, und ich muss sagen, vielleicht gibt mir deshalb das Reisen so viel, weil ich habe Mich interessiert wirklich alles. Ich habe hier so viele neue Themen kennengelernt. Ich habe jetzt gerade heute Abend, bevor wir angefangen haben, noch mit einer Zuhörerin, die ich hier in Wellington kennengelernt habe, Miriam. Den Unterschied zwischen Chips und Fries geschrieben und wann sie was benutzen. Und das ist so ein völliges
Zufälliges Thema, das eigentlich völlig unwichtig ist, aber ich fand es total interessant. Also, mich interessiert irgendwie alles. Und heute Morgen, zum Beispiel, habe ich das Wort Inquiry untersucht. Weil das nämlich in Neuseeland, Australien, USA und England unterschiedlich genutzt wird. Dann habe ich also
Freunden aus den verschiedenen Ländern eine Nachricht geschickt und habe sie gebeten, mir das vorzulesen auf Englisch und es zu definieren. Und ja, ich habe einfach genug Interesse an irgendwelchen Themen, um die weiter zu verfolgen, Manuel. Kari, ich habe noch eine ganze Liste an weiteren, ich sag mal, normalen Gefühlen. Gefühlen, die einen Namen haben, solche, die wir jetzt schon durchgegangen sind. Aber wir haben nicht mehr so viel Zeit und ich würde jetzt einfach mal.
¶ Gefühle ohne Namen & Dankbarkeit
diese Liste, den Rest dieser Liste skippen. Das können wir in der Aftershow dann noch weitermachen. Und mit einem zweiten Mit einem zweiten Teil weitermachen und zwar mit Gefühlen, die keinen Namen haben, zumindest nicht im Deutschen. Wir fangen mal an mit dem Gefühl, wenn man nach. Abends im Bett liegt und total müde ist, aber plötzlich ganz viele Ideen hat.
Ein Top-Gefühl ist das. Ich liebe das. Ich stehe auch oft nachts nochmal auf und schreibe dann noch ein Skript oder schreibe irgendwelche Ideen auf. Ich habe mittlerweile auch gelernt, dass es auch gut ist, wenn ich. In meiner Schlafroutine bleibe, aber ich finde es einfach geil, Nachts Ideen zu haben. Das Gefühl, wenn man die Drohne fliegt, Und dann der Kontakt zur Drohne abbricht und man so ungefähr 20, 30 Sekunden kein Feedback hat und hoffen muss, dass die Drohne zurückkommt.
Ist das Gefühl vielleicht Hoffnung? Ja, hast du das jetzt spontan überlegt? Weil ich habe tatsächlich. Das habe ich spontan reingenommen, weil du mir gerade erzählt hast, dass dir das passiert ist am Wochenende. Genau. Mir ist am Wochenende die Drohne, also die war bestimmt eine Minute weg. Also der Bildschirm war. Schwarz. Und es naja, ich hab irgendwie.
Ich habe in dem Moment, ich versuche mich dann einfach nicht aufzuregen, sondern zu denken, okay, im Zweifelsfall habe ich gerade tausend Euro in einen Busch versenkt. Okay. Aber ja, wenn es dann in einem richtig kritischen Moment passiert, ist das Gefühl natürlich Panik. Okay, also Flop. Das ist ein Flop, ja. Das Gefühl, wenn man seine eigene Sprachnachricht nochmal hört. Vielleicht machst du das auch nie. Ich mache das sehr oft, deswegen kenne ich dieses Gefühl.
Äh, weiß nicht, da habe ich unterschiedliche Gefühle, je nachdem, wie meine Sprachnachricht sich anhört. Aber ich würde sagen, Kontrolle, Kontrollwaren, ist das vielleicht das Gefühl? Achso, aber du musst die jetzt gar nicht quasi das Äquivalent finden, sondern du musst einfach sagen, ob du das top oder flop findest. Achso.
Top. Ist doch gut, wenn du ein bisschen selbstreflektiert bist. Okay. Das Gefühl, wenn man die Smartphone-Kamera anmacht, Und aus Versehen noch die Frontkamera an ist und man sich dann plötzlich so unerwartet in der Kamera sieht. Ist doch meistens witzig, oder nicht? Gut, weiß ich nicht. Ja, kann manche Leute finden das dann ganz furchtbar.
Du beschreibst jetzt auch gerade Situationen, die jeder anders empfinden kann. Das ist ja kein Gefühl, was du da jetzt beschrieben hast. Aber du hast ja in dem Moment ein Gefühl. Okay. Okay, das Gefühl, wenn man jemanden sieht, und kurz nicht mehr weiß, woher man ihn kennt. Man läuft aufeinander zu, Hi Kari. Es passiert mir leider sehr, sehr oft, weil ich wirklich viele Leute kenne und auch schon mal kennengelernt habe. Und ja, da ist es immer eine gewisse Peinlichkeit damit verbunden.
Aber ja, ich will nicht sagen, dass es flop ist, weil es ist irgendwie natürlich. Man kann sich ja nicht irgendwie tausend Namen merken. Das ist halt so. Es ist aber trotzdem. Ein Flop. Das ist ein unangenehmes Gefühl, oder? Genau. Das Gefühl, wenn man nach einem harten Training am nächsten Tag Muskelkarte hat. Top. Das ist ein super Gefühl. Das ist ein geiles Gefühl, oder? Wenn man vorhat, danach noch zehn Tage jeden Tag Fahrrad zu fahren.
Dann ist es natürlich ein anstrengendes Gefühl, aber es ist trotzdem top. Also es gibt nichts Besseres als Muskelkater. Also, das ist ein Schmerz, der sich positiv anfühlt. Finde ich auch. Das Gefühl, wenn man zusammen spazieren geht und der andere. Meistens ich. Geht zu schnell. Ach, das nervt. Richtig. Und also ich bin aber auch der andere. Mit Janusch bin ich immer die andere. Ah, okay. Und ich habe heute nämlich gedacht, weißt du, heute sind wir auf die Fähre gegangen.
Und Janisch ist unglaublich langsam gegangen und hat dann musste dann immer noch seinen Koffer in die Hand nehmen, dann wieder die Treppe hoch, dann wieder absetzen. Und ich habe kurz überlegt, was ist nerviger, hinter ihm zu gehen oder vor ihm zu gehen? Und dann bin ich vorbeigegangen. Es tut mir leid, Janusch. Okay, das Gefühl, wenn man aus dem Haus geht und sich dann nochmal fragt: Habe ich die Fenster zugemacht? Habe ich den Ofen ausgeschaltet, habe ich die Türen abgeschlossen?
Kenne ich hundert Prozent. Man nennt das Kontrollzwang. Das ist kein Gefühl. Also das ist Schlecht. Aber ich habe eine Lösung gefunden. Ich mache einfach Fotos von allem. Aber Janisch ist auch dann mein gutes Korrektiv. Wenn ich dann zum dritten Mal an der Türklinke rüttel, Dann lacht der mich einfach aus und dann geht es weiter. Also, das Gefühl ist eigentlich flop. Auf der anderen Seite muss ich sagen, ich habe auch schon sehr durch meinen Kontroll.
Zwang oder vielleicht meine Kontrollgabe sehr viele Sachen gefunden, die Janisch vergessen hat. Das ist ein gutes Reframing. Das ist kein Kontrollzwang, es ist eine Kontrollgabe, es ist ein Talent. Es ist beides, ja. Okay, vielleicht noch ein Gefühl ohne Namen und dann noch ein klassisches Gefühl. Das Gefühl, wenn man. In einem Zoom-Call ist und man hält gerade einen längeren Monolog und dann hört man, du bist noch gemutet. Man hat aber schon ganz viel gesagt. Ist passiert
Dir ab und an, ne? Manuel? Kann man das sagen? Ich habe zu viele Audio-Devices auf meinem Schreibtisch, da verliere ich manchmal den Überblick. Ja, das Gefühl, ähm Natürlich ein Flop. Aber grundsätzlich finde ich das gut. Then my wenn man sich im Zoom-Call mutet. Weil das andere finde ich noch nerviger, wenn alle einfach labern oder dann irgendwie Fernseher anhaben oder mit ihren Freunden reden oder gerade durch den Flughafen gehen und die muten sich nicht. Weißt du?
Also dann lieber mal aus Versehen nicht sagen. Als andersrum. Zum Abschluss, Kari, noch ein ganz normales Gefühl: die Dankbarkeit. Dankbar sein. Top. Dankbarkeit rettet dich. Also, wenn du ein dankbarer Mensch bist, Dann kannst du eigentlich immer was Positives empfinden im Leben, sogar in schwierigen Momenten, weil es gibt immer etwas, für das du dankbar sein kannst. Top. Top, Kari. Ich bin dankbar für. Unsere schöne Arbeit hier gemeinsam im Podcast und für unsere HörerInnen, die uns jetzt seit
Wie lange? Seit sechs Jahren bald zuhören? Viele, viele von Ihnen. Manche sind auch neu. Und für die möchte ich gerne nochmal wiederholen, dass es eine Aftershow gibt. Ihr könnt den Easy German Podcast unterstützen als Mitglied. Und gleichzeitig total viele tolle Materialien bekommen. Übungen, Zugang zu unserer Lernplattform und die Aftershow, da werden wir jetzt noch die ganze
Gefühliste von dir durchgehen, Manuel. Das wäre schön. Ich habe tatsächlich noch einiges auf der Liste, das gehen wir jetzt gleich noch. Durch. Wenn ihr dabei sein wollt, easygerman.org slash membership, da findet ihr alle Infos. Ihr könnt es auch einfach mal für einen Monat ausprobieren, ganz ohne Risiko. Wir freuen uns auf euch. Und wir werden extrem dankbar sein und fröhlich und glücklich. Bis bald, Kari. Bis bald. Ciao.
