¶ Intro / Opening
Guten Morgen, Manuel. Und guten Morgen. Liebe ZuhörerInnen des Easy German Podcasts.
¶ Berlin: Unfreundlichkeit und soziale Normen
We have Smalltalk am Anfang jeder Episode. Ist das deine Einleitung zum Smalltalk? Ja, ist das eigentlich? Wir sind so ein bisschen reingerutscht in dieses Format, ne, dass wir ein Intro haben. Ja. Und da machen wir Smalltalk und wir bereiten das nie vor, die anderen Segmente im Podcast. Da machen wir uns vorher Gedanken und Notizen, aber das, was wir jetzt in den ersten zwei bis drei Minuten sagen, ist immer spontan. Und jetzt habe ich gerade das Gefühl, uns fällt nichts ein.
Mir fällt sofort was ein zum Thema Smalltalk. Ah ja. Freundlichkeit in Deutschland. Wir haben letztens, das wisst ihr noch nicht, ihr hört das erst demnächst, eine Episode aufgenommen zum Thema Sind Deutsche kalt? Ihr wisst aber, dass wir das geplant haben, denn wir haben euch aufgerufen, eure Beiträge zu schicken. Und mir ist aufgefallen, du warst ja in Dresden und warst dann überrascht, wie freundlich die Leute waren. Und letztes oder vorletztes Jahr war ich ja mit dem Fahrrad.
Bin ich mit dem Fahrrad nach Rostock gefahren und war überrascht, wie freundlich die Leute waren. Ich habe das Gefühl, dass nur Berlin so unfreundlich ist. Und immer wenn wir woanders hinfahren in Deutschland, sind wir total überrascht, wie freundlich die Menschen dort sind. Das habe ich. Genau den gleichen Gedanken hatte ich auch. Es ist einfach ein Berlin-Problem, dass die Leute hier. Unfreundlich sind.
Berlin ist unfassbar unfreundlich und nicht unbedingt n, n, also die zugezogenen nicht alle, aber die Original-Berliner, die haben so eine richtig sagt man ja auch, die Berliner Schnauze. Dieses, dass man irgendwo hinfährt, irgendwer hat mir das noch gestern gesagt, dass er als ach so, Klaus war das, glaube ich. Er meinte, er, der hat auch in Berlin gewohnt für drei Jahre.
Oder so. Und er meinte, als er dann zum ersten Mal beim Bäcker reinkam und das Gefühl hatte, dass er das Problem ist in der Situation als Kunde. Weil die sich, die waren so unfreundlich zu ihm, dass er dachte, oh, habe ich hier was falsch gemacht? Das ist ein typisches Berlin-Phänomen. gibt es in anderen Städten vielleicht auch, aber sehr, sehr viel seltener. Aber Berlin besteht ja zu einem großen Teil aus zugezogenen Menschen. Auch wir kommen ja nicht aus Berlin und
Warum ist es dann trotzdem so, dass es nicht sozusagen freundlicher wird? Also die Leute, die dann aus Dresden oder Rostock hierher ziehen, die müssten die Stadt ja eigentlich freundlicher machen. Und ich habe da eine Theorie. Ich glaube, dass das mit der Unfreundlichkeit oder der Kälte gegenüber
Anderen Menschen im Alltag, so ein bisschen so ist wie mit dem Müll auf der Straße. Berlin hat auch ein Müllproblem. Ich wundere mich auch immer in anderen Städten, wie sauber die Straßen einfach sind. Und da haben Studien gezeigt, Dass je mehr Müll rumliegt, desto niedriger ist die Hemmschwelle für Menschen, ihren Müll noch dazu zu tun. Oh, da. Haben wir ein interessantes Wort, die Hemmschwelle. Ja.
Also, Hemmungen kennt man vielleicht. Wenn man Hemmungen hat, dann traut man sich nicht, etwas zu tun. Und Schwelle ist also eine Hürde. Wenn man eine Hemmschwelle hat, traut man sich nicht etwas zu. Tun. Genau. Anders formuliert: Je mehr Müll da schon liegt, desto einfacher wird es für mich.
psychisch, psychologisch gesehen, meinen Müll auch noch dazu zu tun. Weil es liegt ja schon überall Müll, dann schmeiße ich meinen Müll jetzt auch noch dazu. Und ich glaube, dass das mit der Unfreundlichkeit auch so ist. Wenn alle grummelig sind, Dann bin ich halt auch grümmelig. Ja, das ist dann okay. Man darf so sein. Yeah.
Ja, also dann können wir doch alle von euch, die hier zuhören, die in Berlin wohnen oder Berlin besuchen, aufrufen. Tragt dazu bei, dass Berlin freundlicher wird. Wir alle machen einen Unterschied. Du hast meine Stimme, Kari.
¶ Amazon E-Reader Update & Ticketmaster Ärger
Kari, ich habe mich sehr echauffiert vor zwei Episoden darüber, dass. So here. Ja, geärgert, beklagt. Ich wurde richtig laut, das hast du dann auch bemängelt. Das ist laut und schnell gesprochen. Du möchtest wieder den unemotionalen, sachlichen Manuel. Undemotional nicht, aber nicht so verärgert. Ich war sehr verärgert darüber, dass die Firma Amazon alte E-Reader
So habe ich das hier vorgelesen. Ich habe ja die E-Mail von Amazon hier im Podcast vorgelesen. Und dazu habe ich einen Hinweis, einen Kommentar von unserem Hörer Bruno bekommen. Den habe ich gelesen. Der hat dich eigentlich korrigiert, oder? Genau, er schreibt, Manuel, viele Leute haben die E-Mail von Amazon falsch verstanden, weil sie wirklich schlecht formuliert war. Amazon schaltet den Store-Zugang für ältere Kindles ab, aber die Geräte selbst werden nicht.
Unbenutzbar. Die alten Kindles werden nicht E-Waste. Sie funktionieren weiterhin einwandfrei für gesideloadete Bücher. Also das ist Das hatte ich hier auch erwähnt, dass man nach wie vor selbst Bücher per Kabel übertragen kann. Aber ich hatte es so verstanden, dass wenn man das Gerät einmal zurücksetzt.
Dass man es dann gar nicht mehr benutzen kann. Weil so stand es ehrlich gesagt auch in dieser E-Mail. Und Bruno weist aber darauf hin, dass man diese Registrierung, die dann nicht mehr möglich ist, Überspringen kann und das Gerät trotzdem noch nutzen kann. Damit finde ich es immer noch ein bisschen schade, dass sie diese Integration mit ihrem eigenen Store dann abschalten. Aber. Ich korrigiere mich, man kann die Geräte weiter nutzen und sie sind nicht automatisch elektroschrott.
Das ist doch positiv, Manuel. Da hast du dich jetzt gefreut? Absolut. Ist der Ärger wieder Ja, das war eh nur eine Momentaufnahme. Okay. Aber Kari, ich hab ich hab direkt das nächste, das nächste Ding, über das ich mich echauffieren möchte. Ja, okay. Ich freue mich immer. Das ist ja eigentlich mal unser Lieblingssegment. Wir ärgern uns über Dinge und wir haben das sehr selten benutzt in letzter Zeit. Insofern finde ich es gut, wenn es Dinge in deinem Alltag gibt, die dich nerven.
Ja, und zwar nervt mich Ticketmaster und da bin ich ja auch, glaube ich, nicht alleine und das war ja auch eine ganze Welle irgendwie von einem Jahr oder so. Zumindest in den USA haben sich viele Leute über Ticketmaster beklagt. Wer ist Ticketmaster? Hast du da schon mal ein Ticket gekauft? Bestimmt, aber ich muss sagen, dass ich seltener Tickets kaufe in letzter Zeit. Irgendwie bin ich nach Covid nicht wieder auf die Konzertwelle aufgesprungen. Mhm.
Ich weiß gar nicht warum, aber das ist so eine Sache, die ich mit Covid abgeschafft habe in meinem Leben und gemerkt habe, so sehr genieße ich das doch nicht, in einer lauten Halle zu stehen mit verschwitzten Menschen um mich herum und nicht und eine Stunde zu brauchen, um zum Klo gehen zu können. Ja. Also Konzerte. Ticketmaster verkauf Tickets für Konzerte.
Das war das, was ich jetzt gerade beschrieben habe. Aber ich habe dazu, dazu gab es schon vor zwei oder drei Jahren, glaube ich, einen ganzen Beitrag von John Oliver. Den habe ich im Kontroll. Okay, den können wir mal verlinken. Was ich jetzt festgestellt habe, ist, dass Ticketmaster. Ich würde das mal als Triple Dipping bezeichnen. What? Wir fangen vorne an. Es gibt auf Englisch diesen Begriff Double Dipping. Kennst du den? Nine.
Das hat zwei Bedeutungen. Im wörtlichen Sinne ist das, wenn du zum Beispiel sitzt an einem Tisch, Und ihr habt Nachschuss mit Guacamole. Und dann ist ja die, also der gute Stil ist, dass du einen Nacho nimmst, einmal in die Guacamole eintauchst und dir dann den ganzen Nacho in den Mund schießt. Gibt es da eine Nacho-Etikette, die ich nicht kenne?
Ja, nämlich das, weil wenn du dann in den Nacho reinbeißt und dann nochmal in die Guacamole gehst, mit deinen Bakterien schon am Nacho, That's what we call Double Dipping in the word. Okay. Mit deinem Bakti. Ha ha ha! Ja, ist doch so. Können wir die Episode b mit deinen Bakterien schon am Lat schon nennen? Die Titelideen klären wir im Anschluss. Ha ha ha. D im übertragenden Sinne ist Double Dipping was anderes. Is das wirklich
Diese Etikette? Yeah. Auf jeden Fall. Ich hoffe, du machst das nicht, wenn du Nachos isst mit Freunden. Ha ha ha ha. Okay, im übertragenden Sinne, weil darum geht es eigentlich gar nicht, im übertragenden Sinne bedeutet Double Dipping, dass man zweimal abrechnet, dass man zweimal verdient an einer Sache.
Also dafür wäre zum Beispiel Stimmt, Ticketmaster, die verkaufen erstmal die Tickets und dann haben die noch so einen geb so einen Zweitmarkt, wo die Leute die weiterverkaufen können und dann nehmen die noch mal Gebühren für. Nochmal, das ist jetzt nämlich das Triple Dipping. Also, die nehmen dreimal Gebühren, meiner Meinung nach. Und zwar habe ich Tickets gekauft für einen meiner absoluten Lieblingsmusiker. Yeah. Die Ärzte.
Den Ticketverkauf habe ich blöderweise verpasst. Da bin ich That was yesterday, right? Da habe ich total verschlafen. Richtig doof, falls jemand Ärztetickets überhabt. Bitte E Mail an mich. Alles sofort ausverkauft. Ja, die ist erst nächstes Jahr.
Ja, falls da jemand Tickets hat, die laufen nicht über Ticketmaster, bitte bei mir melden. Nein, ich habe mir Tickets gekauft für Glenn Hansert, einer meiner Lieblingsmusiker. Und weil ich so ein großer Fan bin, habe ich gleich für zwei Städte Tickets gekauft.
¶ Persönliche Finanzen und Investment-Tipps
Und jetzt muss ich aber leider eine dieser Städte absagen, weil ich da auf Reise bin. Ist okay für mich, ich gehe ja zu dem anderen Konzert, aber jetzt möchte ich also diese zwei Tickets. für das Konzert in Berlin. Verkaufen. Jetzt hat, als ich diese Tickets gekauft habe über Ticketmaster, musste ich ja bereits eine Gebühr bezahlen an Ticketmaster. Ja. Und vermutlich der Künstler auch. Ja. Das würde ich jetzt mal als den ersten Dip bezeichnen. Da hat Ticketmaster schon abkassiert.
Jetzt hat Ticketmaster seit einiger Zeit Die Tickets so umgestellt, dass das keine gedruckten oder PDF-Tickets sind. die man jemand anderem geben kann, wenn man sie verkauft, sondern diese Tickets gibt es nur noch in ihrer App. Und das machen sie, glaube ich, extra, damit es schwerer wird.
Verkaufen. Und gleichzeitig bieten sie jetzt selbst einen Weg an, Tickets zu verkaufen, die man nicht mehr braucht. Da haben sie eine eigene Plattform innerhalb Also da wo du auch ein Ticket kaufst, normal Ja, heißt das nicht, wie heißt das nochmal? Irgendwie Resale oder so. Fancy. Fansayer, genau. Und da ist es so: Du kannst selbst bestimmen, für welchen Preis du das Ticket verkaufen willst.
Wenn das jetzt restlos ausverkauft wäre, könnte man da auch einen höheren Preis nehmen. In meinem Fall ist das Konzert nicht ausverkauft. Das heißt, ich habe die jetzt schon irgendwie zehn Euro günstiger reingestellt, als sie normalerweise kosten. Ticketmaster nimmt dann 10% Gebühr von mir. Das heißt, ich habe die Tickets für weiß ich nicht 60 Euro reingestellt und kriege aber dann nur. 54 Euro, weil sie mir 10% abnehmen für diesen Wiederverkaufsservice. Aber jetzt kommt der Hammer.
Wenn du das dann machst, steht da. Dieses Ticket wird auf der Seite zu einem höheren Preis angezeigt werden, um die Servicekosten zu decken. Und das wird vom Käufer bezahlt. Das heißt, sie nehmen von mir zehn Prozent. Ja. packen dann aber nochmal einen unspezifizierten Betrag auf das Ticket drauf. Mir wird das nicht mal angezeigt. Das ist. Und der Käufer zahlt dann nochmal an Ticketmaster. Dreimal. Kassieren die ab mit diesem Ticketverkauf.
Weißt du was gerade, ich hab jetzt gerade mal Ticketmaster gegoogelt und Also es kann ja nicht sein, dass es jetzt gerade weil bei uns ist in Deutschland morgens, aber es ist gerade in den deutschen Medien aufgetaucht. Ne? Nee, dass das Gericht gesagt hat, dass sie ein illegales Monopol gebildet haben. Es haben nämlich mittlerweile sehr viele Klage eingereicht gegen Ticketmaster in den USA.
Weil das ist ja genau das, was man macht, wenn man wenn niemand anders die Tickets kaufen kann, auf keine anderen Plattform und du kannst die auch nicht außerhalb dieser Plattform verkaufen. Dann bildest du ein illegales Monopol. Und da hat jetzt offensichtlich einen ein New Yorker Gericht der Klage von zweiundzwanzig US-Bundesstaaten gegen Ticketmaster stattgegeben. Das freut mich. Das ist doch mal direkt eine gute Nachricht in das Nervt.
In Deutschland gibt es ja noch Event-Tim, die sind auch ziemlich groß. Ich vermute, dass Ticketmaster deswegen vielleicht kein Monopol hat in Deutschland. Aber es ist trotzdem nicht okay, dass sie. Bei den Tickets, die sie verkaufen, so ein System forcieren, finde ich. Und Eventum ist mir gerade eingefallen, ist nämlich auch ein Ist auch böse. Auch böse, genau. Da habe ich mal, hast du das mal mitbekommen? Die wollten mal eine.
viermal von den fantastischen Vieren der Band übernehmen. Und der Merger ist aber oder die Übernahme ist nicht zustande gekommen. Daraufhin haben die die einfach platt gemacht und haben einfach deren Leute abgeworben und das neu aufgebaut. Also das ist jetzt ein ganz Kurze Zusammenfassung, aber da gibt es auch eine interessante Doku zu, wie diese Firma funktioniert. Also es scheint irgendwie in dieser Branche ein Problem zu sein. Es gibt auch, glaube ich, um
Ja, genau. Es gibt einen Beitrag vom ZDF-Magazin Royal mit Jan Böhmermann zum Thema Eventem. Das heißt, mit Fantasiegebühren zum Event imperium. Also es scheint das gleiche Problem in Deutschland auch zu geben. Wir verkaufen ja auch Tickets zu unseren Live-Podcast-Events. Könnt ihr auch auf easygerman.org slash meetups aktuell Tickets kaufen für unser Podcast-Event in Köln und in Berlin.
Und wir nutzen einen Anbieter, der heißt Pre-Tix. Und das ist ein kleines, ich würde mal sagen, mittelständiges. Wie heißt das? Weißt du selbst nicht. Mittelständiges. Mittelstand. Es ist der Mittelstand. Mm. Mittelständische Mittelständisch. Guck, jetzt habt ihr mitbekommen, wie Deutsche selber ihre Sprache nicht sprechen. Mittelständisches Unternehmen. Deshalb habe ich, glaube ich, ge Okay. Bedeutet das also ein kleines Unternehmen, so wie wir, kein riesen Ding und diese Pre-Tick.
Das ist ein Softwareprodukt, da kannst du selbst die Tickets verkaufen, kannst selbst die Regeln aufstellen und Ich weiß aber auch, dass viele Konzertanbieter auch Pre-Ticks benutzen. Und das finde ich gut. Also da würde ich mal aufmuntern. Es gibt Alternativen zu diesen großen Anbietern. Man muss nicht Eventtim oder Ticketmaster benutzen, um Tickets zu verkaufen. Und die Ärzte, einer deiner Lieblingsbands, machen das auch nicht.
Genau, die haben auch ihr eigenes System, weil sie auch ein eigenes Label haben. Ah, okay. Ich habe jetzt mal jede Menge Links in die Shownotes gepackt. Auch zum Beispiel die beiden deutschen Dokus dazu zu dem Thema Eventem in Deutschland. Falls das jemand interessiert, dieses Thema, dann könnt ihr damit Deutsch lernen.
¶ Berufsausbildung (Ausbildung) in Deutschland
Wir sind in einem richtigen Fragenrausch, Manuel. Letztes Mal haben wir auch schon Fragen beantwortet. Yeah. Tatsächlich. Was haben wir denn heute? Wir haben heute eine Frage an dich, Manuel. Da bin ich mal gespannt. Ich am Möchte gerne wissen. Er schreibt, hey, in Episode 587 hat Manuel über seinen über einen Roman, Schockraum, gesprochen und dabei erwähnt, dass er gerne Sachbücher liest.
Ich lese auch gerne Sachbücher, vor allem über Finanzen und den Umgang mit Geld. Vor kurzem habe ich das Buch The Psychology of Money gelesen. Es hat mir super gefallen und hat mich stark geprägt. Jetzt bin ich auf der Suche nach ähnlichen Empfehlungen und würde gern wissen, welche Bücher du liest oder gelesen hast. Jetzt spezifisch zum Thema Finanzen oder generell?
Ähm, ich glaube, es geht um das Thema Finanzen. Ich schreibt auch noch, es würde mich auch noch interessieren, wie du über Geldanlagen und Investment denkst. Das ist natürlich ein großes Thema. Da hast du ja eigentlich gerade auch drüber gesprochen. Ja. Also, ich kann das kurz machen. Ich denke über Geldanlagen und Investments wirklich genauso wie unser Gast. In Episode sechshundert siebundvierzig Saidi Sulilatu, der bei Finanztipp Chefredakteur ist.
Und in dieser Episode wird eigentlich alles Wichtige gesagt. Und das Buch von ihm kann ich wirklich empfehlen. Das heißt, Finanzen ganz einfach. Und das ist wirklich. Würde ich sagen, für die meisten Menschen das einzige Buch, was man zu dem Thema spezifisch in Deutschland unbedingt lesen sollte. Es ist sehr deutschlandsspezifisch. Also es geht um das Versicherungssystem und so weiter in Deutschland.
Und es gibt noch ein anderes Buch, das ich nicht gelesen habe, das aber auch sehr gut sein soll, und das ist von Finanzfluss. Das ist so eine ähnliche Organisation wie Finanztipp und auch die haben ein Buch, einen Ratgeber zum Thema Finanzen und das soll auch sehr gut sein. Ansonsten Hast du sonst noch Bücher gelesen zum Thema Finanzen? mit Sicherheit, ich kann sehr gerne mal meinen Goodread
Profil verlinken. Da sind alle Bücher drin, die ich lese und gelesen habe, zumindest in den letzten Jahren. Und, ähm, Ja, da Finanzen ist ehrlich gesagt. Ich, also, meine Einstellung zum Thema Finanzen ist. Einmal mit beschäftigen und entwickeln. Und dann alles auf Autopilot, weil ich habe für mich entschieden, ich möchte keinen Du möchtest nicht jeden Tag dein Portfolio rebalance.
Ganz genau. Maximal einmal im Jahr und ich möchte mich in meinem Leben mit anderen Dingen beschäftigen und die Finanzen sollen geklärt sein und dann einfach laufen. Und ich möchte, es ist nicht mein Hobby. Sehr gut. Mich hat niemand gefragt, Manuel, aber ich habe das Buch Die With Zero von Bill Perkins gehört. Stimmt.
Und das hat mir auch sehr gefallen. Eigentlich so ein bisschen sowieso schon meine Lebensphilosophie. Nämlich, ich merke das auch immer wieder jetzt im Vergleich mit Freunden, dass ich schon spare, aber nicht so gerne wie andere. Und ich mag schon die Idee, dass ich Geld auch in Reisen und Events investiere. Wie du weißt, habe ich noch letztens in Australien gesagt, Was habe ich da noch gesagt? Das Geld muss Hau raus, das Geld.
Hau raus das Geld, ich will reisen. Genau. Und das ist so ein bisschen das, was in dem Buch steckt, aber ein bisschen besser strukturiert. Also der rechnet dann auch ganz gut vor. mit wie viel, also wie viel Geld Leute so im Schnitt sparen und auch vererben und wie alt man ist, wenn man etwas erbt und sagt, hey, im Schnitt sind die Leute Mitte sechs, wenn sie was erben.
Und das ist doch eigentlich zu spät. Man sollte doch seinen Kindern vielleicht früher etwas Gutes tun und nicht einfach nur das Geld auf der Bank sitzen lassen, wenn man es dann vielleicht irgendwann gar nicht mehr genießen kann. Ich kenne auch Leute, die ganz bewusst ihren Kindern nichts geben wollen. Also die wirklich sagen, mein Kind wird nichts erben, und ich sage dem Kind das auch. Weil ich nicht möchte, dass mein Kind sich darauf verlässt. Es soll lernen.
Auf eigenen Beinen zu stehen. Und dieses, ja, irgendwann, er habe ich viel Geld, insofern muss ich nicht selbst vorsorgen, ist Ein schlechter eine schlechte Idee. Also es ist auch eine Einstellung. Die man haben kann.
Erben, da können wir nochmal drüber eine ganze Sendung machen. Das finde ich ein sehr interessantes Thema und es ist ja auch immer wieder eine große Diskussion in Deutschland, weil es tatsächlich hier, also ich merke das auch privat, so Erbschaftssteuer, wie man was vererbt, Wenn man denn was hat zum Vererben, das ist eine große Diskussion in Deutschland und es wäre auch ein großer Hebel, um Ungleichheit zu bekämpfen, der im Moment auch noch nicht wirklich.
gut genutzt wird und das ist ja ist ein interessantes Thema.
¶ Vorschau: Easy German Teamtreffen
Kamila aus Usbekistan hat uns geschrieben: Hallo Kari und Manuel, ich habe eine Frage zum Thema Ausbildung. Zurzeit studiere ich Krankenpflege in Usbekistan. und mache ein sechsmonatiges Praktikum in Japan. Nach dem Praktikum kehre ich zurück, um mein Studium abzuschließen. Ich kann mich nicht entscheiden, was ich nach dem Studium machen soll. Ob ich nochmal nach Japan gehen soll oder vielleicht eine Ausbildung in der Krankenpflege in Deutschland für mich sinnvoll wäre. Ich bin etwas unsicher.
weil es im Internet viele positive und negative Meinungen zur Ausbildung in Deutschland gibt. Daher würde ich gerne eure persönliche Meinung zum Thema Ausbildung hören und einen kleinen Ratschlag von euch bekommen. Ausbildung machen in Deutschland, ja oder nein? Top oder flau? Sehr schweres Thema. Vor allem kann man ja nicht alle Ausbildungen vergleichen. Es gibt ja so viele Ausbildungsberufe. Grundsätzlich würde ich mal sagen: Ausbildung top.
Und das ist etwas Besonderes in Deutschland, dass man im Beruf arbeitet und gleichzeitig lernt. Und ich muss sagen, dass ich da. Lange Zeit ein bisschen neidisch drauf war.
Weil ich glaube, das hätte mir eigentlich besser gefallen als ein Studium. Und im Rückblick muss ich auch sagen, ich habe während meines Studiums gearbeitet und betrachte das so ein bisschen wie eine Ausbildungszeit, weil das, was ich bei der Arbeit gelernt habe, war viel relevanter im später für meinen Beruf als mein Studium.
Das kann man jetzt nicht immer wissen, aber ich bin eher in so einer, sag ich mal, Bubble aufgewachsen, wo ein Studium so normativ ist. Also alle wollen studieren und alle Eltern wollen, dass die Kinder studieren. Und ich hätte es gut gefunden, wenn man mehr, also wenn Ausbildung eine größere Rolle in unserer Berufswahl gespielt hätte. in Akademiker Familien
Ist das oft gar keine Option. Oder das, also, das Gefühl ist da, hey, wir sind eine Akademikerfamilie, wir haben alle studiert und natürlich studiert mein Kind auch. Und die Ausbildung wird dann oft etwas. ja negativer betrachtet, weil es eben in der Regel, auch nicht immer, aber in der Regel Berufe sind, mit denen man später potenziell weniger Geld verdient als in einem akademischen Beruf. Genau, was aber in der Realität gar nicht stimmt. Also jemand, der eine
einen Handwerksberuf gelernt hat, der verdient im Zweifelsfall mehr als ein arbeitsloser Biologe. Und es gibt, es hängt wirklich vom Beruf ab und vor allem sollte man sich überlegen, was einem wirklich Spaß macht und was man machen will. Und für mich ist das gar keine Geldfrage gewesen, sondern eher eine Frage, was tut mir gut? Also in der Uni sitzen und nur Bücher lesen war überhaupt nicht mein Ding. Und ich habe das gemacht, weil es irgendwie alle gemacht haben. Aber so.
irgendwo dran arbeiten, wirklich, und im Job lernen, das ist genau mein Ding. Und das ist das, was ich auch den Rest meines Lebens gemacht habe und mir dann im Prinzip alles, was ich jetzt mache, mache ich ohne Berufsabschluss. Das heißt nicht, dass man immer alles ohne Berufsabschluss machen muss, aber man sollte auch wissen, was für ein Lerntyp man ist und was einem gut tut. Weißt du, dass ich eine Ausbildung machen wollte und auch fast gemacht hätte? Erzähl.
Zum Mediengestalter Bild und Ton. Das sind oft Leute, die dann zum Beispiel beim Fernsehen arbeiten oder beim Radio. Und ich war da in dem Bewerbungsprozess beim ZTF in der letzten Runde und sie haben mir tatsächlich gesagt, dass sie mich gerne nehmen würden, aber mit meiner Rot-Grün-Schwäche, das wäre ein Problem für sie. Bei einer Live-Schalte mit zehn Kameras können Sie nicht einen Kameramann haben, der rot-grün nicht richtig unterscheiden kann.
Und dann habe ich stattdessen an einer Fachhochschule Medienproduktion studiert. Und Fachhochschulen sind ganz interessant. Das ist, glaube ich, was Spezifisch Deutsches. Auf Englisch nennt man die University of Applied Sciences. Also, das sind es schon Hochschulen, ähnlich wie eine Universität. Man macht auch einen Bachelor oder einen Master dort, aber sie sind viel praktischer. Sie sind weniger theoretisch. Wir haben in jedem Semester sechs praktische Projekte.
Projekte gemacht und das ist ein gutes Mittelding, finde ich. Finde ich super. Hätte ich auch mal machen sollen, weil bei mir war es nämlich damals so, dass ich Die Studien oder die Optionen, die ich hatte, waren entweder eine Ausbildung, die ist dann ziemlich technisch. Mediengestalter ist etwas ziemlich Technisches. Da arbeitet man nicht so sehr inhaltlich.
Oder die andere Option war irgendein gesellschaftswissenschaftliches Fach studieren und dann kannst du journalistisch inhaltlich arbeiten. Und ich fand das damals doof, dass es nur diese Optionen gab. Du hast da eine Gute, gute Mittel, guten Mittelweg gewählt. Und heute bist du der einzige Manuel, der hier eine vernünftige Berufsausbildung hat in unserer Firma. Das stimmt ja, das stimmt ja nun mal auch jetzt. Relevante Berufsausbildung.
Was raten wir denn jetzt unserer lieben Camila? Soll sie die Ausbildung machen in Deutschland? Ich finde, das hängt sehr stark davon ab, was du machen willst. Also, ich würde jetzt erst mal wissen, wenn du schon eine Ausbildung hast im Bereich Krankenpflege in Japan, muss man das dann nochmal machen? Und in Usbekistan, Praktikum in Japan, Studium in Usbekistan. Schau mal, ob das nicht vielleicht anerkannt werden kann hier.
Genau, aber ansonsten würde ich sagen: also, wenn du sagst, du hast viel Positives und Negatives gehört, hat das aber vielleicht speziell mit dem Beruf zu tun. Also, gerade in Deutschland ist die Krankenpflege im Moment. Sehr unter Druck. Es gibt zu wenig Menschen im Beruf. Es gibt dadurch auch
Man nennt das auch einen Pflegenotstand in Deutschland und das ist etwas sehr Spezielles in diesem Beruf. Das heißt, generell würde ich sagen, Ausbildung top, aber wenn du dir diesen speziellen Beruf anguckst, solltest du auch gucken. Haben wir eigentlich schon mal jemanden? Wir hatten mal den Yussef, den haben wir interviewt, der ist Krankenpfleger geworden. Da haben wir ein Video gemacht. Hatten wir schon mal jemanden hier im Podcast?
Pia hatten wir hier, ne, vor langer Zeit. Vielleicht sollen wir nochmal jemanden einladen, weil ich weiß, Krankenpflegeberufe sind auch sehr populär für Menschen. Aus dem Ausland, die dann nach Deutschland kommen und das hier lernen. Und das ist sehr vielseitig, dieser Beruf. Und es gibt wahrscheinlich auch negative Aspekte, die aber eher mit dem Gesundheitssystem und dem aktuellen Berufsumfeld zu tun haben.
Wie immer haben wir nur zwei Fragen geschafft, Kari, es ist aber okay, wir werden demnächst weiter im Fragenflow bleiben. So hattest du das, glaube ich, genannt. Die nächste Episode. Yeah. Fällt aus, da wir nächste Woche unser großes Team und Netzwerktreffen haben. Yeah. Und gar keine Zeit haben hier... Schade, aber es wird eine Episode geben, wo wir dann hinter den Kulissen berichten. We have an episode for you. And that Bye. Erzählen wir ein bisschen, wie das so läuft, wenn die.
Zehn Easy Languages Kanäle, wie viele sind wir da? 15 Kanäle haben wir, und ich glaube, 13 sind vor Ort. 13 sind vor Ort, wenn die sich alle treffen. Easy French, easy Spanish, easy German, easy Greek. Easy Italian. Easy Italian. followers Easy Polish. Easy Polish. Wenn wir alle in einem Raum sitzen, was passiert dann? Das erzählen wir euch in der nächsten Episode. alle ganz viele Sprachen. Das ist bald. Tschüss Manuel.
