641: Die 50-Dollar-Odyssee - podcast episode cover
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Summary

In dieser Episode teilt Cari ihre unvergesslichen Reiseerlebnisse aus Australien und Neuseeland. Sie erzählt von überraschenden Begegnungen mit wilden Tieren und bewegenden "Random Acts of Kindness", die ihr unterwegs widerfuhren. Ein weiterer Höhepunkt ist die amüsante, aber unbefriedigende "50-Dollar-Odyssee". Abschließend klären Manuel und Cari die Bedeutung des Ausdrucks "Schwein gehabt" und geben umfassende Informationen zum Erwerb eines deutschen Führerscheins.

Episode description

Cari berichtet von ihrer Zeit in Australien: Dort hat sie dank unserer Community wildlebende Koalas und Kängurus gesehen und überraschende "Random Acts of Kindness" erlebt. Und sie berichtet von der Odyssee eines 50-Dollar-Scheins, die vor elf Jahren in Berlin begann... Außerdem erklären wir, was der Begriff "Schwein haben" bedeutet und beantworten, was man über den deutschen Führerschein wissen muss.

Transkript und Vokabelhilfe

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Ausdruck der Woche: Schwein gehabt

Caris Corner: Die 50 Dollar Odyssee

Eure Fragen
  • Ksenia fragt: Was muss man über den deutschen Führerschein wissen?
  • Hast du eine Frage an uns? Auf easygerman.fm kannst du uns eine Sprachnachricht schicken.

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Transcript

Willkommen und Karis Reisen

Halli, hallo, willkommen zurück im Internet. So sieht's aus. Hier ist euer Internet mit Kari und Manuel. Kari, wo auf dieser großen, weiten, vernetzten Welt befindest du dich im Moment? Ich sitze gerade in einer Ferienwohnung in Wellington, Neuseeland. Und vor mir steht Jana Schamerski am Herz. Er macht sich milchwarm, sortiert seine Tabletten. Und ich glaube, er macht sich jetzt einen Kaffee. So ganz habe ich das noch nicht verstanden.

Aber ja, ich habe ihn verscheucht von seinem Tisch, denn wir beide nehmen jetzt einen Podcast auf, Manuel. Das klingt nach einem schönen Leben. Ein kleiner Sendungshinweis. Wir hatten in der letzten Episode angekündigt, dass wir heute dein Top-Segment, dein dein Lieblingssegment, top oder flop, machen wollen. Dann hat sich die Redaktion allerdings dafür entschieden, dieses Thema noch einmal aufzuschieben, aus redaktionellen Gründen.

Wer ist denn unsere Redaktion, Manuel? Na, wir. Wir beide sind die Redaktion. Und ja, deswegen habe ich jetzt aber andere Segmente hier heute für dich und für euch mitgebracht. der Woche.

Redewendung: Schwein gehabt

Als ich in Australien war, da habe ich richtig Schwein gehabt. Erzähl mal, wann hast du Schwein gehabt? Was ist passiert? Ich habe tatsächlich innerhalb von einer Stunde wilde Kängurus und wilde Koalas gesehen. Und da habe ich wirklich Schwein gehabt. Wieso waren die Koalas wild? Haben die Party gemacht oder getanzt oder was war das? Die haben in der Natur gelebt. Das waren echte Tiere in der Natur. Die waren nicht im Zoo, nicht in Gefangenschaft. Also in freier Wildbahn waren sie.

Freier Wildbahn, ja. Man sagt das doch so, oder? Die leben wild. Ja, aber du lebst ja auch wild und trotzdem auch in einem Haus. Deswegen wollte ich die genaue Bedeutung kurz klären. Aber darum soll es nicht gehen. Ich habe die Bilder gesehen. Von den süßen Koalas und den Kängurus. Sehr, sehr süß. Ich hatte keine FOMO, denn ich habe das beides auch schon gesehen.

In freier Wildbahn. Freut mich für dich. Ich hatte auch Schwein damals auf meiner Australienreise. Wieso haben wir denn Schwein, wenn wir Koalas und Kängurus sehen, Manuel? Musst du jetzt nochmal erklären. Also, obwohl ich den Ausdruck mitgebracht habe, darfst du ihn jetzt erklären? Ja, also, wenn man ein Schwein hat,

Hat man Glück. Man kennt das zu Silvester, da werden oft so Glücksbringer verschenkt. Genau. Zum Beispiel ein kleines Kleeblatt oder auch ein kleines Schweinchen aus Plastik oder aus Metall. Und das Schwein steht also für Glück. Aber wieso das so ist? Das weiß ich nicht, Kari. Ich muss sagen, so gut bin ich nicht vorbereitet. Ich weiß es auch nicht. Ich dachte einfach,

Als ich unterwegs war, dachte ich, boah, richtig Schwein gehabt und dachte, toller Ausdruck, den muss ich erklären. Ich habe nicht nur Schwein gehabt, Leute haben mir tatsächlich geholfen. Wir waren bei einem Meetup, beim Easy German Meetup in Melbourne. Und da möchte ich mich nochmal ganz herzlich bedanken bei der Gruppe bedanken, die ganz hinten links in der Ecke saß. Ich habe leider euren Namen nicht mehr im Kopf, aber ihr wisst, wer ihr seid.

Denn ich habe dieser Gruppe mein Handy gegeben und habe gesagt, speichert mir mal alle Orte ein, die ich unbedingt besuchen muss auf unserem Roadtrip. Und die haben dann gesagt, Hierhin fährst du für die Kängurus, hierhin fährst du für die Koalas, und genau da bin ich hingefahren und genau da habe ich sie gesehen. Genial. Insofern muss ich aber trotzdem sagen, Schwein gehabt. Also erstmal, dass ich diese Leute getroffen habe bei dem Meetup, die mir die Tipps gegeben haben. Und dann

Schwein gehabt, dass es auch geklappt hat. Kari, es gibt vier Theorien, woher dieser Ausdruck kommt. Ich Erkläre dir nur die vierte und wahrscheinlichste. Im Mittelalter. Mhm. Du hast ja Geschichte studiert. Wann war das ungefähr, dieses Mittelalter? Oh, von 500 bis 1500, ganz grob. Okay, war eine längere Zeit. Da gab es so Wettkämpfe. Von mittelalterlichen Sportfesten. Und wenn man da. Schweinen dabei? Nein, aber wenn man.

nicht gewonnen hat, aber zumindest noch so auf einen der letzten Plätze kam, nicht ganz letzter war, dann hat man einen Trostpreis manchmal bekommen. Dieser Trostpreis den man bekommt, wenn man nicht gewinnt, aber auch nicht ganz verliert. Der war dann manchmal ein Schwein, ein Ferkel. Ich vermute, dann zum Essen gedacht. Habe ich noch nie gehört. Ja, das ist eine der Theorien. Wir verlinken das in den Shownotes. Könnt ihr euch merken, daher kommt dieser Ausdruck.

Genau. Und wenn ihr mal Glück habt und zufällig einen Koala seht, weil die sind wirklich schwierig zu sehen. Die sind oben im Baum, die sind klar. Janisch, kannst du bitte das unterlassen mit dem Krach hier im Hintergrund? Er guckt ganz betreten. Also, wenn man das schon mal schafft, diese Koalas sind klein und grau und die Bäume sind riesig. Dann hat man wirklich Schwein gehabt und ihr könnt den Ausdruck auch benutzen, wenn irgendwas passiert, was einfach wirklich glücklich ist.

Deutsch lernen mit Seedlang App

Kari, weißt du, wo man noch nützliche Vokabeln und Ausdrücke lernen kann? Absolut, in unserer Partner-App Seedling. Wie funktioniert das? Wie kann ich da mein Deutsch verbessern in dieser App? Also erstmal gehst du einfach in den App Store oder Google Play Store, suchst nach Ceiling und lädst die App kostenlos runter. Denn die Basisfunktion der App ist komplett kostenlos. Und dann kann man viele tolle Sachen machen.

Man kann unter anderem Vokabeln und Grammatik lernen mit dieser App. Und ich empfehle das euch alleine schon für die Vokabeln, aber wenn ihr jetzt Von Anfang an lernt ist es auch nützlich, aber ich schätze, die meisten, die hier zuhören, haben schon ein Basisverständnis.

Und möchten sich gerne Vokabeln merken und diese dann wiederholen. Das Tolle ist, wenn ihr ein Easy German-Mitglied seid, könnt ihr sogar automatisch Alle Vokabeln von unserem Podcast, also von der neuen Episode, in die Seedlang-App laden und dann dort mit der Methode der Spaced Repetition wiederholen. Was heißt das, Spaced Repetition, Manuel? Ja, das ist das gute alte Karteikarten-System. Auf Englisch würde man sagen: Flashcards. Das heißt, man lernt jede Vokabel in genau dem Abstand, der.

Am besten ist es für das eigene Gehirn. Kurz bevor man die Vokabel vergessen hat, wiederholt man sie nochmal, sodass sie dann ins Langzeitgedächtnis kommt. Ich habe mich jetzt gerade hier bei Seedlang auf meinem Handy eingeloggt und wurde direkt begrüßt. von einer animierten Kari. Ihr werdet sehen, es gibt eine enge Verknüpfung zwischen Easy German und Seedlang. Wir haben diese App mitentwickelt und denken, dass sie euch wirklich

Nutzen wird beim Deutschlernen. Probiert das einfach mal aus, seedlang.com oder im App Store oder Google Play Store nach Seedlang suchen.

Unerwartete Freundlichkeit: Mietwagenpanne

Manuel, ich habe dir jetzt schon etwas erzählt, was schön war in Australien, aber es gab noch ein paar andere schöne Momente. Und die habe ich mal zusammengefasst. Unter dem Begriff random acts of kindness. Wie würde man das auf Deutsch sagen? Random acts of kindness. Ich würde sagen. Nicht zufällig, sondern so, naja, zufällige, freundliche Gesten. Aber zufällig ist hier die falsche Übersetzung. Es geht mehr so

Nicht zielgerichtete. Unerwartete Gesten vielleicht, ja. Genau, das war es für mich. Unerwartete Gesten und ich habe tatsächlich mit Janusch zusammen eine kleine Liste gemacht. Denn uns sind mehrere nette Sachen passiert, mit denen wir nicht gerechnet hätten. Und ich dachte, ich stelle dir jetzt einfach mal drei Situationen vor.

Und du sagst mir, was in dieser Situation in Deutschland passiert wäre. Und dann sage ich dir, ich soll jetzt hier auf Deutschland abhalten oder was und sagen, dass in Deutschland alles schlechter wäre. Ich das sage ich ja gar nicht abhalten, aber es geht ja darum, also... Fangen wir mal an. Kulturelle Vergleiche anzustellen. Okay. Genau. Stell dir mal vor, du hast einen Mietwagen gebucht und du kommst dann in die Mietwagenfirma rein, um das Auto abzuholen.

Und die finden deine Buchung nicht. Und dann stellt sich raus, nach zehn Minuten Suchen. Einfach das Auto am falschen Tag gebucht oder sogar im falschen Monat. Also nicht zu dem Termin, zu dem du in der Mietwagenfirma bist. Ist mir letzte Woche passiert, ich habe einfach Im März gebucht statt im Februar. Das hätte eigentlich mir passieren können. Ich verwechsle gerne mal das richtige Datum. Stimmt, ne? Was würde jetzt unter Umständen, was würdest du erwarten, was jetzt in Deutschland passiert?

Mm-hmm. Naja, ich würde vermuten, dass sie grundsätzlich. schon freundlich sind und sagen, ja, das tut uns jetzt leid, aber wir haben jetzt kein Auto für sie. Es sind alle Wagen besetzt. Oder vielleicht haben wir ein Auto für sie, aber dann müssen sie das jetzt halt buchen. Und eventuell ist es dann teurer und die andere Buchung können Sie dann stornieren. Das Gute an Mietwagen ist ja, dass man die in der Regel bis kurz vorher noch kostenlos wieder stornieren kann. Das stimmt.

Was Sie gemacht haben, Sie haben geguckt, ob ein Auto da ist, haben mir einfach ein anderes Auto gegeben, hat dann ein bisschen mehr gekostet. Aber was ich, ähm, das ist ja jetzt vielleicht noch normale Service-Mentalität, man möchte dem Kunden helfen. Was ich erstaunlich fand, sie haben sich dreimal entschuldigt. Bei mir. Entschuldigung, dass Sie den falschen Mietwagen gebucht haben. Tut uns leid. Sie haben dreimal gesagt, I'm so sorry. Und Sie haben sich dafür entschuldigt, dass Sie

mir meinen Mietwagen, den ich ja zu einem anderen Datum gebucht hatte, nicht anbieten konnten heute. Ja, das würde ich eher kritisch sehen, weil dieses, also sich für etwas entschuldigen, was man nicht

verantwortet hat, tut der eigenen Psyche, glaube ich, eigentlich nicht so gut. Also ich würde den MitarbeiterInnen der australischen, was denn Australien oder Neuseeland? Australien. Der australischen Mietwagenfirmen empfehlen, freundlich zu bleiben, aber sich auch nicht für Dinge zu entschuldigen, die sie nicht selbst verursacht haben. Okay, interessante Sichtweise, Manuel. Dann kommen wir mal. Also, ich fand's toll, aber ich verstehe, was du meinst. Es hat sich für mich auch ein bisschen.

falsch angefühlt, dass sie sich jetzt bei mir entschuldigen. Oder es war einfach nur eine Floskel. Also das könnten uns vielleicht mal unsere australischen ZuhörerInnen sagen, ob die Australier sich dann wirklich, ob das jetzt eine ernst gemeinte Entschuldigung war oder einfach so ein Smalltalk, so ne? Janisch hat dazu auch eine Meinung. Was möchtest du sagen? Ich habe eine ähnliche Situation mit Mitch erlebt. Und zwar Mitch hat sich bei mir entschuldigt für etwas, was zu

zu klein war, um sich dafür zu entschuldigen. Und dann habe ich mich bei ihm beschwert. Ich meinte, er soll sich nicht so oft entschuldigen bei mir. Das ist überflüssig. Und dann meinte er, ja, aber er mag sich zu entschuldigen. Das macht ihm Spaß einfach. Das beruhigt ihn und das ist besser. Und ich glaube, das ist die Mentalität so ein bisschen. Also, man entschuldigt sich nicht, um dich jetzt glücklich zu machen, sondern um sich selbst besser zu fühlen in der Situation.

Manuel, Mitch ist ja mein Schwager aus England. Was sagst du zu der Erklärung von Janus? Ja, das kann schon sein, dass das stimmt. Es ist ja auch ein Stereotyp, dass die Briten, Mitch ist Brite, sich sehr viel entschuldigen. Und ja, und vielleicht, ich mein Australien war ja auch Commonwealth oder ist immer noch, weiß ich gar nicht. Es hängt dann ja alles so ein bisschen zusammen, diese kulturellen Gemeinsamkeiten.

Unerwartete Freundlichkeit: Busfahrer

Ha, ich erzähle dir mal die Situation Nummer zwei. Du kannst dir das bestimmt vorstellen. Du landest am Flughafen. Denk jetzt mal, du landest am BER, dem Berliner Flughafen, und du musst jetzt das Terminal wechseln. Dafür gibt es einen öffentlichen Bus. Du gehst zu dem Bus. Und dann hast du vielleicht Probleme mit deinem Gepäck, weil du hast zu viel Gepäck dabei, so wie Janusch und Kari, und man merkt dir an, dass du struggling bist. Was würde der Busfahrer in Berlin machen?

Ich möchte jetzt nicht die Berliner BusfahrerInnen verunglimpfen, aber sie haben schon einen Ruf, dass sie nicht unbedingt die freundlichsten immer sind. Und sie würden jetzt, glaube ich, nicht. unbedingt helfen. Und im schlimmsten Fall würden sie sogar sagen, Ist zu viel Gepäck, du darfst nicht mit. Also ich weiß, dass zum Beispiel man mit Fahrrädern nicht meistens nicht in Busse gelassen wird. Genau. In Berlin. Genau. Was ist uns passiert, der Busfahrer.

Nimmt zur Kenntnis, dass wir es nicht schaffen, mit unserem Gepäck in einem Mal auszusteigen, sondern mehrmals. Hin und her laufen müssen. Er steigt dann aus, also wie in den deutschen Bussen gibt es dann so eine Klappe, wo er quasi selber einsteigt in seinen Fahrersitz. Er steigt aus und sagt, Wie sagt man das auf Englisch? Let me give you a hand oder sowas? Sag mal, ja.

Kommt er zu uns und ich sage: Nein, nein, kein Thema, du musst ja den Bus fahren. Und er sagt, Nein, nein, ich helfe euch. Trägt uns dann die Koffer raus, dann stehen alle Koffer vor dem Bus und vor dem Bus warten schon die neuen Gäste. Was macht er dann? Er verlässt den Bus und läuft weg. Um dann eine Minute später mit einem, wie nennt man das, diese Koffer Trolleys. Trollies, genau. Er kommt mit einem Trolli zurück. und bringt uns den, damit wie wir die Koffer da drauf machen können.

Aber er steigt dann nicht wieder in den Bus ein und fährt mit den anderen Gästen weiter. Nein, er besteht darauf, dass er die Koffer von uns auf den Trolli lädt, weil offensichtlich sehen wir zu überfordert aus. Und er geht erst wieder in den Bus rein und fährt weiter, als er alle Koffer mit uns zusammen auf den Trolley geladen hat. Das ist unglaublich. Das ist wirklich, also, das kann man schon nicht mehr Servicementalität nennen. Das ist schon eine Aufopferung. Für die Besucher des Landes.

Es ist eine Aufopferung, oder? Und er hat ja auch, also Australien hat jetzt meines Wissens nach keine Tipping-Culture wie in den USA. Der hat jetzt nicht Geld von uns erwartet, sondern der hat das einfach als Teil seines Jobs gesehen. uns zu helfen und hatte einfach Spaß dabei, uns zu helfen. Und in Berlin, meines Wissens nach, gab es mal vor ein paar Jahren eine Nachricht, dass dort die Busfahrer einen Zusatzkurs bekommen haben. im freundlichen Verhalten

Weil es zu sehr, zu oft vorgekommen ist, dass sich unsere Busfahrer unfreundlich verhalten haben gegenüber den Touristen. Und das finde ich einfach einen sehr krassen, interessanten Kontrast. Ja, das ist wirklich. Also da bin ich beeindruckt.

Unerwartete Freundlichkeit: Fahrradtour

Ja. Willst du noch eine dritte Geschichte? Oder? Unbedingt. Alle guten Dinge sind drei. Genau. Okay. Ich habe dir in der letzten Episode erzählt, dass. Ein lieber Zuhörer, der Ben für uns eine Fahrtour organisiert hat. Und er war bei einem Fahrradverleih und hat, also er hat sich vorher um alles gekümmert. Er hat uns nicht gesagt, so hier könnt ihr euch ein Fahrrad mieten. Nein, er hat gesagt, er hat mich gefragt, wie groß seid ihr, was ist eure Fahrradgröße?

Und dann war er bei einem Fahrradverleih. Und dort gab es aber keine E-Bikes und Janusch wollte ein E-Bike haben. Was würdest du machen, wenn du jetzt mit jemandem, den du gar nicht kennst, eine Fahrradtour, also okay, vielleicht jemanden, den du über einen Podcast kennst, machst du eine Fahrradtour und dann gibt es aber nicht alle Fahrräder. Was würdest du dann machen? Ja, kommt drauf an, wie gern ich diesen Podcast höre und wie sehr ich diese parasoziale Beziehung in eine.

Bilaterale Beziehung umwandeln möchte. Aber ich würde wahrscheinlich dann ja vielleicht versuchen, einen anderen Fahrradladen zu finden, der E-Bikes anbietet. Ah, okay. Ja, das hat Ben auch gemacht. Er hat dann allerdings das eine Fahrrad für mich bei dem Einladen gebietet. Und das andere Fahrrad hat er einen Tag vorher abgeholt, und zwar auf der anderen Seite vom Sydney-Hafen. Da ist er extra mit der Fähre hingefahren, hat das Fahrrad abgeholt.

Ist dann wieder zurückgefahren, hat das Fahrrad für Janusch abgestellt, damit er am nächsten Tag die beiden richtigen Fahrräder hatte. Nur damit Monsieur Hamerski auf einem E-Bike durch Sydney fahren kann. Absolut richtig. Ja, und das waren jetzt einfach mal drei Beispiele von Unerwarteten Momenten der Freundlichkeit, die wir in Australien erlebt haben, Manuel. Schön.

Die 50-Dollar-Odyssee

Jetzt bin ich gespannt, was kann nach diesen Geschichten noch kommen in deiner persönlichen Rubrik, Kari? Ja, jetzt kommt eine Geschichte, die ist lustig. Auch irgendwie interessant. Aber auch unerfreulich und unzufriedenstellend, Manuel. Es geht um eine Odyssee. Du hast ja letztens auch von einer Odyssee berichtet. Worum ging es da nochmal?

Ich kann mich nicht erinnern. Ja, die Kaffeemaschine. Ach nee, der Wasserkocher. Die Wasserkocher-Odyssee. Stimmt, schon ganz vergessen. Ja, verlinken wir euch nochmal. Das war eine schöne Episode. Ich liebe diese Geschichten von Odyssein, also eine Geschichte, die irgendwo anfängt und unfassbar lange weiterzulaufen scheint. Ich erzähle dir jetzt eine Geschichte, die beginnt vor zehn Jahren. Ich schaue nochmal kurz das genaue Datum an. Und zwar.

Habe ich vor, ja, ich schaue es mal nach, 2015 habe ich eine E-Mail bekommen von Helga aus Australien. Sie schrieb mir damals, hallo, ich bin eine 85-jährige Zuschauerin von euch. Ich bin vor über 60 Jahren, war sie, glaube ich, ausgewandert nach Australien und guckt hin und wieder unsere Videos. Und diese Helga hat uns dann tatsächlich irgendwann, wir haben immer mal E-Mails ausgetauscht, irgendwann hat sie uns in Berlin besucht. Und dann hat sie mir

einen 50-Dollar-Schein gegeben, einfach als Dank. Erinnerst du dich? Ich glaube, ich erinnere mich an diese Geschichte, ja. Auf jeden Fall habe ich seit über zehn Jahren 50 australische Dollar. In mir zu Hause. Keine gute Wertanlage, Kari. Aufgrund der Inflation haben diese fünfzig Dollar an Wert verloren in den zehn Jahren.

Aber eine schöne Erinnerung vermutlich. Eine schöne Erinnerung, und Helga wollte uns einfach etwas Gutes tun als Dank für unsere Videos und hat mir dieses Geld dann nicht in Euro, sondern in australischen Dollar. Bargegeben und hat, ich weiß nicht mehr, was sie gesagt hat, aber die Idee war, wenn ich irgendwann in Australien bin, kaufe ich mir was Schönes.

Zehn Jahre später, elf Jahre später, fahre ich unerwartet nach Australien. Wer ist schlau? War unerwartet? Naja, weil ich hab das nie geplant. Ich hab ja nicht gesagt, okay, ich fahre jetzt nach Australien, um die fünfzig Dollar auszugehen. Ich verstehe. Und dann kommt einfach dieser Tag, wo wir tatsächlich nach Australien fahren.

Und wer ist jetzt schlau und denkt, boah, ich habe noch 50 Dollar zu Hause im Schrank liegen? Marina Schmidt, perfekt organisiert, hat die 50 Dollar gefunden im Schrank und eingepackt. Genau. Ich habe also diese 50 Dollar endlich mitgenommen nach Australien mit dem Wunsch, sie auszugeben. Fahre dann durch Australien und denke immer mal wieder daran. Denke, hm, ich habe ja noch die 50 Dollar.

Und denke aber, Mensch, die hat dir Helga vor zehn Jahren in Berlin geschenkt, da gibst du jetzt, die gibst du nicht für irgendwas aus. Das muss schon ein besonderer Moment sein, weißt du, da zahle ich jetzt nicht irgendwie. mal irgendwie so einen Einkauf mit. Und deshalb habe ich mir diese 50 Dollar aufbewahrt für einen besonderen Moment. Wie viel sind denn 50 australische Dollar in Euro? Ich rechne das mal kurz um. 30 Euro und zwei Cent.

30 Euro, richtig. Soll ich mal ganz kurz gucken, wie viel das vor zehn Jahren war? Bitte rechne mir den Wertverlust aus. Das wäre doch jetzt wichtig zu wissen. Wie viel du in der Zeit verloren hast. Aber das dauert ein bisschen. Erzähl erstmal die Geschichte weiter. Ja, auch dann kommt tatsächlich dieser Moment nach einer Woche in Australien, wo ich denke, okay, jetzt ist ein Moment, der ist besonders Und ich denke daran.

Und zwar habe ich dir ja letztes Mal erzählt, dass ich mit Lochlan, dem netten Menschen, der unser Outro komponiert hat, ein Bier trinken war. Und ich dachte, das ist toll, das ist eine tolle Geschichte. Ich mag den Loklan, der hat uns ja ein tolles Outro komponiert und wir sind irgendwie verbunden seit Jahren. Und ich kaufe jetzt dem Lokline ein Bier. Pay it forward. Genau, das war der Plan mit meinen 50 Dollar. Und er hat sich aber geweigert,

diese Einladung anzunehmen. Er meinte, nein, wir sind hier in Australien, ich zahle das Bier. Und dann habe ich noch zu ihm gesagt: Lochlan, wenn ich mit den 50 Dollar aus dem Land wieder rausfahre, ohne sie ausgegeben zu haben. Dann schicke ich dir eine Nachricht, weil das ist dann- das war jetzt der Moment, den wir verpasst haben. Und ja, dann sind wir gestern Nacht in Neuseeland gelandet. Und was fällt mir ein am Flughafen in Neuseeland?

Du hast es nicht ausgegeben. Ich habe die fünfzig Dollar in meinem Portemonnaie. Na toll. Jetzt nehme ich diese fünfzig Dollar, ich fahre nicht mehr zurück nach Australien auf dieser Reise, jetzt nehme ich diese fünfzig Dollar, die ich vor elf Jahren von Helga in Berlin bekommen habe, wieder zurück mit nach Deutschland. Das ist jetzt das Ende der Odyssee. Das finde ich aber nicht besonders befriedigend, diese Geschichte, weil ist ja total schade jetzt irgendwie. Jetzt hast du sie mitgeschleppt.

Und hast ihn nicht ausgegeben? Ja, ich habe ja gesagt, diese Geschichte ist unzufriedenstellend, Manuel. Scheiße. Ja, jetzt. Aber ich meine, wir können das natürlich so spinnen. dass wir sagen jetzt müsst ihr, müssen wir nochmal nach Australien. Damit wir dann Die fünfzig Dollar, die dann wahrscheinlich noch weniger wert sind.

Ich scheitere leider bei diesem Versuch, das irgendwie umzurechnen, aber irgendwer in den Kommentaren wird es uns sagen können, wie viel es vor zehn Jahren war, dass wir die dann später mal ausgeben. Das hat Lochlan auch zurückgeschrieben, der meinte, da müsst ihr halt nochmal wiederkommen. Ja, schön. Gute Antwort, ne? Also, ich muss jetzt zurück nach Australien, Leute, denn diese 50 Dollar müssen ausgegeben werden als Erinnerung an Helga.

Danke für diese milde Gabe, die ich nicht geschafft habe auszugeben.

Der deutsche Führerschein erklärt

Cari! Xenia! hat uns eine Nachricht geschrieben auf easygerman.fm. Das könnt auch ihr tun, auf Deutsch, auf Englisch. Ihr könnt auch eine Sprachnachricht hinterlassen. Wir freuen uns über diese Fragen. Und Xenia hat zwei Welt Sehr unterschiedliche Fragen. Wir fangen mal mit der ersten an. Sie möchte nach Deutschland ziehen oder ist bereits nach Deutschland gezogen, da bin ich mir gerade nicht ganz sicher, und fragt sich, hm.

Ich würde gerne Auto fahren in Deutschland und würde dafür gerne einen Führerschein machen, damit ich das auch darf, und habe keine Ahnung. Was ich da wissen muss, außer dass es teuer ist, das habe ich schon verstanden. Was kannst du kurz zusammengefasst sagen zum Thema Führerschein in Deutschland?

Ja, du, du hast doch einen. Mietwagen auf der ganzen Welt schon bedient, mit deinem deutschen Führerschein. Aber ich habe den Führerschein vor vielen Jahren gemacht, vor über 20 Jahren. Und ich habe wirklich jetzt auch gehört, Dass es sehr teuer geworden ist. Also bei mir damals, ich glaube, wir haben uns da letztens schon mal drüber unterhalten, Manuel. Bei mir damals hat das schon. 2000 D Mark gab's da, glaube ich, noch gekostet. Und mittlerweile kostet das aber, glaube ich,

Bis zu 5000 Euro oder so. Es ist wahnsinnig teuer. Es ist sehr, sehr teuer geworden. Ich habe für unter 2000 Euro damals Sowohl den Autor als auch den Motorradführerschein gemacht. Mittlerweile ist, glaube ich, Also mindestens 3000 Euro nur für den Autoführerschein muss man rechnen. Da gibt es im Moment auch politische Bestrebungen, das zu verändern. Also, das habe ich letztens erst in den Nachrichten gesehen, dass sie da jetzt so ein bisschen.

Ich sag mal, das US-amerikanische Modell einführen wollen, dass man zum Beispiel mit seinen Eltern Üben darf. Das ist ja in Deutschland im Moment nicht so. Man muss zu einer Fahrschule gehen und darf nur mit dem Fahrlehrer oder der Fahrlehrerin fahren, wenn man den Führerschein noch nicht hat. Und man braucht sehr viele Praxis. Stunden und sehr viele Theoriestunden.

Und ich glaube, dass das auch im Großen und Ganzen eigentlich ein sehr gutes System ist, das wir haben. Das ist jetzt vielleicht ein Stereotyp, aber ich glaube, es gibt auch Daten dazu, dass Menschen, die in Deutschland einen Führerschein gemacht haben, Im Großen und Ganzen dann auch relativ sicher fahren. Besser fahren. Besser, könnte man auch sagen. Aber trotzdem muss man das natürlich irgendwie in den Griff kriegen, dass das jetzt, also das ist ja, wie kann man sich mit 18 Jahren

für 3000 Euro einen Führerschein leisten. Da muss man schon sehr reiche Eltern haben. Ja, richtig. Die Eltern müssen das Geld haben. Vielleicht noch gut zu wissen ist, es gibt also einen theoretischen Teil und einen praktischen Teil. Und man darf schon mit seinen Eltern oder mit anderen Leuten üben. Ich habe das zumindest auch gemacht, aber man muss tatsächlich Pflichtstunden machen, und zwar sowohl in der Theorie als auch in der Praxis.

Und dann liegt es tatsächlich im Ermessen des Fahrlehrers, oder so war das bei mir damals. Der dann gesagt hat, so ja, nein, für Carina hat es nicht gereicht mit den Minimumstunden. Die muss noch Zusatzstunden machen. Und die empfehlen dann und sagen: Nee, ich würde noch vorschlagen, wir machen noch fünf weitere Stunden, bevor du die Prüfung machst, damit du sicherer wirst.

Und ich glaube, das ist so ein bisschen das Problem, wo dann auch Ja, wo man viel Geld verlieren kann unter Umständen, weil das ist dann so ein Ja, es gibt nicht, es ist nicht bei jedem gleich. Man kann dann einfach eine unterschiedliche Empfehlung bekommen und dann gibt man plötzlich viel mehr Geld aus. Ja, genau. Dazu kommt, das ist vielleicht auch nicht in allen Ländern so, dass die

Der Fahrlehrer oder die Fahrlehrerin, die Person, die einen ausbildet, nicht die Person ist, die später die Prüfung macht. Also die Fahrschulen sind private Unternehmen, private Firmen. Und am Ende macht man eine Prüfung, und die wird aber von einem staatlichen Prüfer

Abgenommen. Das heißt, das ist wirklich sehr streng und es gibt auch, also es ist nicht ungewöhnlich, dass man beim ersten Mal durchfällt und die Prüfung dann wiederholen muss. Und das ist dann auch sehr teuer. Das trägt zu diesen Kosten. Dass viele Leute dann die Prüfungen mehrmals machen. Also, Xenia, wir wollen dich nicht demotivieren. Mach das mal. Es ist, glaube ich, schon ganz gut, wenn man einen Führerschein hat und ab und zu fahren kann. Selbst wenn man wie wir kein Auto besitzt.

Fahrschul-Video und nächste Episode

Ja, aber man muss ja nicht ein bisschen Durchhaltevermögen haben. Manuel, ich hab noch einen Aufruf. Falls es hier jemanden gibt, der in Deutschland in einer Fahrschule arbeitet, wir suchen tatsächlich für ein Video eine Fahrschule, die mit uns drehen möchte. Und unsere Idee wäre, dass Janusch noch mal seinen Führerschein macht und wir daraus dann ein Video machen in der Fahrschule in

Slow German. Das wäre genial. Das wäre lustig, ne? Falls es hier jemanden gibt, der in der Fahrschule arbeitet oder jemanden kennt, der eine Fahrschule hat, bitte kontaktiert uns unter info.easygerman.org. Kari, Xenia hat noch eine zweite Frage, aber die ist die b das ist ein ganz anderes Thema. Da haben wir heute keine Zeit mehr für, aber wir kommen darauf zurück und auch ihr könnt uns eure Fragen schicken. Und in der nächsten Episode...

Gibt es nicht mich hier zu hören, sondern auf meinem Platz wird Erik sitzen. Und diese Episode wird es auch als Video geben. Es ist eine besondere. Episode und worum wird es gehen, Kari. Und Janusch wird auch dabei sein. Ihr habt, ja, vielleicht erinnert ihr euch, vor einigen Monaten waren Janusch und Erik zu Gast und wir haben über die Häufigsten Fehler gesprochen, die Janisch nach 40 Jahren im Deutschen macht.

Und wir haben jetzt wieder Fehler untersucht, und zwar von euch. Erik, unser Deutschlehrer, hat mitgelesen in der Easy German Discord-Gruppe, Und auch zugehört beim Sprechen. Und dann haben wir mal aufgeschrieben, was denn so typische häufige Fehler sind, die man macht in dem Intermediate-Niveau, wenn man schon ein bisschen fortgeschritten ist. Und da machen wir ein Video bzw. eine Podcast-Episode zu, um euch zu helfen, diese Fehler zu vermeiden.

Diese Episode hört ihr in eurer Podcast-App Der Wahl oder könnt ihr schauen auf YouTube am Dienstag. Und dann sind wir nächste Woche wieder hier und holen alle weiteren Segmente nach. Bis bald, Kari. Gute Reise. Bis bald. Ciao.

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