¶ Begrüßung und Berliner Winterchaos
Hallihallo und liebe Grüße heute aus Sydney in Australien mit einem Nisa von Janus Schamerski im Hintergrund. Hallo Kari und hier aus dem winterlichen, grauen, kalten, matschigen Berlin berichtet für euch. Manuel, das bin ich. Manuel, wie war denn dein Wochenende? Kalt und grau und matschig. Ihr habt es genau richtig gemacht, euch in diesem Monat.
ans andere Ende der Welt zu begeben. Denn der bekannte graue Winter, für den Berlin so berühmt ist, der ist jetzt gerade hier. Ja, das ist ich ich gucke manchmal die Nachrichten in Berlin. Und sehe dann, der Flughafen war gesperrt wegen Eis und ich denke so, boah. Ich kann es mir jetzt schon nicht mehr vorstellen, wie der Winter in Berlin ist. Ich weiß gar nicht, ob ihr das mitbekommt, aber es gibt so eine richtige Debatte in ganz Deutschland gerade, aber vor allem auch in Berlin.
Denn es gab jetzt mehrere Tage lang, jetzt ist es im Moment nicht mehr so, aber es gab Mehrere Tage lang in weiten Teilen Deutschlands gefährliches Glatteis. Also es war richtig, richtig glatt auf den Straßen, aber vor allem auf den Bürgersteigen und auf den Radwegen, weil. Zum Beispiel die Stadt Berlin, zwar die Straßen. Räumt, also das Eis wegmacht oder auftaut mit Salz oder anderen Mitteln. Aber die Gehwege und die Radwege zu großen Teilen.
Sind einfach glatt geblieben. Und dann sind so viele Leute ausgerutscht und ins Krankenhaus gekommen, dass sich sehr viele Leute wirklich aufregen darüber, dass nur für die Autos Sicherheit geschaffen wird, aber nicht für die Fußgänger und Fahrradfahrer. Ja, ne? Und es gibt eine Riesendiskussion über Streusalzeinsatz. Das wurde, glaube ich, war erst verboten, dann wieder erlaubt, dann wieder verboten. Ja, Manuel, ich schick dir noch mal Grüße von Janusch. Guck mal.
Janusz kommt gerade vorbei. Sag mal Hallo an unsere ZuhörerInnen. Hallo. Ich bin nicht ganz gesund, deshalb die Stimme. Weißt du, letzte Woche war ich ja krank, jetzt ist Janusch krank. Ja, ist auch nicht einfach, wenn man um die Welt reist. Aber ich sage mal dazu: lieber krank im Sommer in Australien als gesund im Winter in Deutschland. Prioritäten.
Manuel, weißt du, was ich heute in mein Tagebuch geschrieben habe? Du hast wahrscheinlich geschrieben: liebes Tagebuch, es ist unser sechster Tag in Australien und die Sonne scheint.
¶ Den Ausdruck "raushauen" erklären
So ungefähr. Ich versuche immer möglichst poetische Titel für meine Tagebucheinträge zu finden. Und der Titel heute von meinem Tagebucheintrag war Hau raus, das Geld, ich muss reisen. Da kommt die YouTuberin in dir raus, ne? Du suchst immer den besten Titel. Ein bisschen Clickbait muss sogar im Tagebuch sein bei dir. Genau, und das lese nur ich, aber trotzdem freue ich mich immer, wenn ich dann...
Die alten Einträge durchgehe und ich irgendwas Lustiges geschrieben habe. Ja, Manuel, ich dachte, das ist doch ein interessanter Ausdruck. Hau raus das Geld. Was bedeutet das? Ja, das sind ja erst mal zwei Wörter in einem, wie nennt man das? Composita oder so? Raushauen ist das ja erstmal eigentlich ein trennbares Verb. Es ist im Infinitiv ist es ein Wort, raushauen. Aber wenn man es konjugiert, Also jetzt im Imperativ, in der Aufforderungsform, dann sind es
Zwei Wörter. Hau raus. Oder er haut das Geld raus. Genau, also es stecken zwei Wörter mit drin in diesem Verb, nämlich hauen. Hauen ist ja eigentlich erstmal. schlagen, wenn ich dich haue, dann sagst du au, hör auf, mich zu hauen. Und raus Man kann rausgehen aus dem Haus. Man kann alle, das ist ja eine Bewegung, ne? Wenn etwas von innen nach außen geht, dann geht es raus. Richtig. Und raushauen bedeutet aber umgangssprachlich so viel wie.
Weggeben, ausgeben, loslassen. Also ich kann zum Beispiel Witze raushauen. Mein Patenkind fragt mich immer: Hast du Witze? Dann muss ich Ihnen leider meistens enttäuschen. Aber wenn ich jetzt ganz viele Witze hätte, dann könnte ich sagen: kein Problem, ich haue zehn Witze hintereinander raus. Genau, also alles, was man also es ist ein umgangssprachliches Verb für etwas geben, etwas loswerden, etwas
Ja, man kann auch Sachen gratis raushauen. Bei uns am neben dem Büro eröffnet ja bald so ein neuer. So eine neue Dönerkette, die hauen den Döner für einen Cent raus als Eröffnungsangebot. Oh Gott. Ja, oder wir, Kari, wir hauen zwei Videos und zwei Podcast-Episoden pro Monat. Pro Woche raus. Pro Woche raus. Pro Woche. Ja.
Und ich dachte, das ist ein schöner Ausdruck. Was habe ich gemeint? Was denkst du, wenn ich in mein Tagebuch schreibe, hau raus das Geld, ich muss reisen? Was meine ich damit? Du meinst damit, Geld sparen ist nicht so wichtig wie Erfahrungen sammeln auf Reisen und deswegen haust du dein ganzes Geld raus. Statt es zu sparen oder statt es für schöne Klamotten auszugeben, haust du es für Reisen raus.
Genau, genau, du hast es schon erfasst, du kennst mich ja auch gut, Manuel, und ich muss sagen, ich habe lange. Ich habe immer Skepsis vor solchen langen Reisen, vor allem wenn sie viel Geld kosten und vielleicht unnötigerweise ans andere Ende der Welt führen. Und das hatte ich auch vor dieser Reise, dass ich mich wirklich gefragt habe: Muss das sein? Muss man jetzt bis nach Australien und Neuseeland fliegen? Es kostet so viel Geld.
Und jetzt bin ich eine Woche hier und ich muss mich wirklich manchmal bei solchen Reisen aktiv überwinden, weil ich weiß, Kari in der Zukunft wird es mir danken. Und jetzt habe ich das genauso in mein Tagebuch geschrieben. Ich habe geschrieben: es lohnt sich immer zu reisen und man darf nie traurig sein um das Geld, weil die Erfahrung, die man gewinnt, ist so viel mehr wert als das Geld auf dem Konto.
Und genau, deswegen habe ich a als Erinnerung an mich selbst, wenn ich später diesen Tagebucheintrag nochmal lese, geschrieben Hau raus das Geld, ich muss reisen.
¶ Reise-FOMO und Onism Konzept
Kommen wir zu einem weiteren Reisethema, Manuel. Vielleicht kannst du das nachvollziehen. Ich dachte, ich erzähle dir mal davon, weil du ja eine Weltreise gemacht hast. Wie lange ist das her? Puh, das ist schon ein paar Jährchen her. Ich bin 2017 auf Weltreise gegangen, wenn ich mich richtig erinnere. Echt, ist das so lange her? Stimmt. Und 2018 haben wir dich zweimal besucht.
Da haben wir auch schon gedacht, hau raus das Geld. Da sind wir erst nach Vietnam gekommen und dann nach Japan. Ganz schön verrückt, ne? Ja, das ist lange her, bald zehn Jahre. Ja. Und wie hast du das damals gemacht? Wie viel Zeit hast du immer an einem Ort verbracht? Also, ich hatte das Privileg, dass ich lange unterwegs sein konnte, fast zwei Jahre insgesamt. Und mir war es: Es ist ja wichtig bei allen Projekten, und dazu würde ich so eine Weltreise zählen, dass man sich vorher.
Prioritäten setzt. Man kann ja nicht alles haben im Leben. Und meine Priorität war nicht, Alles zu sehen. Ich wollte nicht alle Länder der Welt sehen, nicht mal alle Kontinente der Welt sehen. Mir war es wichtig, langsam zu reisen oder in meinem Tempo und an jedem Ort.
so kurz oder so lange zu bleiben, wie ich das möchte. Und ich war an, also ich war eigentlich in keinem Land unter zwei Wochen und zwei Wochen war wirklich sehr, sehr selten für ganz kleine Länder oder wo es besonders teuer war, vielleicht. Und in manchen Ländern war ich auch zwei Monate. Ich bin fast zwei Monate durch China gereist, fast zwei Monate durch Indien. Also das sind ja riesige Länder, wenn man da mit dem Zug unterwegs ist.
So habe ich das gemacht. Hm, schlau. Vielleicht ist die Lösung für mein Problem auch, dass ich einfach noch länger reisen muss. Wir sind ja jetzt sieben Wochen unterwegs und wir haben unsere Reise eigentlich auch schon so geplant, dass wir viel. Zeit haben, weil ich weiß, dass Aus meinen letzten Reisen und auch aus den Tagebucheinträgen. Wenn ich so eine Reise plane, lese ich mir mittlerweile dann meine Tagebucheinträge von der letzten Reise durch, um
Zu lernen oder das besser zu machen, was ich letzte Mal falsch geplant habe. Und auf unserer letzten siebenwöchigen Reise, die wir ja. Zum Großteil zusammenbegangen haben in die USA und nach Mexiko. Da hatten wir Momente, wo. Wir so ein bisschen so ein Reiseburnout hatten, wo wir uns einfach zu viel vorgenommen hatten, zu viele Ortswechsel und dann auch zu wenig Zeit zum. Wenn man nur einen Tag in San Francisco hat und denen im Hotel verbringt, das ist ja irgendwie doof.
Und ich habe mir aber deshalb diesmal vorgenommen: weniger Orte und mehr Tage, wo wir auch nichts machen, weil ich brauche die Zeit braucht. Ich weiß, dass ich die Zeit brauche. um Erlebnisse zu verarbeiten, um auch einfach für mich zu sein und auch um zu arbeiten, weil ich bin ja hier nicht sieben Wochen im Urlaub, ich muss ja auch noch arbeiten zwischendurch. Und das mache ich jetzt. Eigentlich
Sehr gut. Also, ich glaube, ich habe gut gelernt und habe mir wirklich freie Tage eingebaut. Und trotzdem habe ich dieses Gefühl von FOMO. Ich habe das Gefühl, ey, ich sitze jetzt hier in Australien und habe den ganzen Tag. Zu Hause gesessen und nur einen Spaziergang gemacht, obwohl ich das so geplant hatte und ich weiß, dass ich das brauche.
Habe ich FOMO, Manuel? Was machen wir jetzt damit? Ja. Was ist überhaupt FOMO? FOMO, das ist die Fear of missing out. Die meisten Leute kennen das Konzept und auch das Gefühl. Ich. Kenne ein anderes Konzept oder habe ein anderes Wort kennengelernt vor einiger Zeit. Ich lese gerade ein Buch, das heißt The Dictionary of Obscure Sorrows. Und da sind Essays drin über.
Gefühle, die man so haben kann. Das gibt es übrigens auch als YouTube-Channel. Also für alle, die vielleicht nicht so gerne lesen. Man kann sich die meisten oder viele dieser Essays auch als Video anhören auf YouTube. Unter anderem den Essay über Onism. Hast du dieses Wort schon mal gehört? Onism? Noch nie, aber ich habe das Video schon geguckt, was du in unsere Sendungsvorbereitung gestellt hast.
Die Awareness, also die das Bewusstsein, wie wenig man von dieser Welt erleben wird in seinem Leben. Also, wir alle haben eine begrenzte Zeit auf dieser Erde. Die Welt ist riesig, die Erfahrungen, die es gibt, sind unendlich, die Länder sind hunderte Es gibt so viele Dinge, die wir alle machen könnten, bereisen könnten, Hobbys, die wir ausprobieren könnten, Filme, die wir schauen könnten, Bücher, die wir lesen könnten. Und niemand kann alles schaffen. Und das, diese Realisation, ist schmerzlich.
Also es hat was Mit FOMO zu tun. Ich würde sagen, sie sind verwandt, diese Konzepte. Oder sie sind vielleicht Geschwister. Und in diesem Essay gibt es so einen Satz, den finde ich sehr schön. Also, da wird am Ende gefragt, Was würdest du sagen, wenn dich jemand fragt, wie war das Leben auf dieser Erde?
Und die Antwort kann eigentlich nur sein: Ich weiß es nicht, ich bin nur durchgereist. Also, man ist ja nur durchreisen da in diesem Leben. Und das ist zwar die Beschreibung eines schmerzlichen Konzepts, Aber irgendwie finde ich das auch total schön und befreiend zu wissen, dass es uns ja allen so geht. Also für mich heilt das diese FOMO so ein bisschen, denn es zeigt eigentlich diese FOMO, die du spürst, dass du sagst: Jetzt bin ich schon bis nach Australien gereist.
Und trotzdem kann ich nicht alles sehen. Und trotzdem brauche ich Downtime. Und trotzdem muss ich auch mal einen Tag zu Hause verbringen. geht halt allen Menschen so. Und wenn man das versuchen würde, mit Gewalt irgendwie zu durchbrechen und dann einfach gar nicht mehr zu schlafen und gar nicht mehr zu essen und einfach nur alles so viel wie möglich zu besichtigen, Das wäre ja deprimierend und ungesund. Also, das ist ja keine Alternative.
Ja, das stimmt. Wobei das ja auch Extreme sind. Also ich muss sagen, das Gefühl, dass ich am Ende meines Lebens nicht erklären kann, was die Erde ist. Das habe ich irgendwie nicht. Ich habe schon das Gefühl, dass ich wahnsinnig viel gesehen habe, überdurchschnittlich viel von der Welt und auch überdurchschnittlich viel verstanden habe, wenn ich das mit anderen Menschen vergleiche, die nicht so.
Viel Zeit und so ein Privileg haben zu reisen wie ich. Also, eigentlich kann ich ja schon froh sein. Aber die haben vielleicht andere. Erfahrungen, als du gemacht hast, die du dann verpasst hast. Also die Menschen, die vielleicht nicht so viel um die Welt gereist sind, haben vielleicht. andere Erfahrungen gehabt, die du niemals haben wirst. Und das ist ja auch, also, da kann man ja auch FOMO
Für alles Mögliche. Andere Berufe gehabt, andere Lebensläufe. Haus gebaut, Kinder gehabt. Ja. Wobei ich nur FOMO beim Reisen empfinde. Weil ich gerne noch mehr reisen möchte. Manuel, schönes Gespräch. Ich wusste, dass ich mich mit dir darüber unterhalten kann. Mein Learning ist, glaube ich, dass ich demnächst noch länger an einzelnen Orten bleibe, sodass ich einfach die Ruhe habe. Das ist immer gut. Es ist immer besser.
Länger, etwas länger und mit Ruhe zu machen als kurz und hektisch. Lieber weniger Dinge machen, sehen, besichtigen, aber richtig, als versuchen, alles abzuklappern. Ja.
¶ Sprachenlernen mit Lingoda Flex
Kari, Manuel. Zu einem Leben auf dieser Erde, wo man so viele Dinge machen kann, machen muss, ja auch. Wir haben alle volle To-Do-Listen, gerade jetzt wieder am Anfang des Jahres. Ist es schwierig, noch das Sprachenlernen unterzubekommen, unterzukriegen? Aber mit unserem Sponsor Lingoda geht das wirklich total flexibel, egal wo man ist, rund um die Uhr und nach dem eigenen persönlichen Rhythmus.
Genau, das geht mit dem Programm Lingoda Flex. Lingoda ist eine Onlinesprachschule und ihr könnt dort eigentlich Wie in eine normale Schule gehen, aber mit der vollen Flexibilität, dass ihr online jederzeit lernen könnt. Wie funktioniert das? Ihr könnt euch selber euren eigenen Stundenplan zusammenstellen. Ihr könnt entscheiden, wie viele Stunden ihr pro Woche macht. Ihr könnt euch Themen und Uhrzeiten aussuchen, das Ganze in kleinen Gruppen mit
LehrerInnen auf muttersprachlichem Niveau. Also, da gibt es eigentlich keine Ausrede mehr, warum man nicht die Zeit haben sollte, einen ordentlichen Sprachkurs zu machen, Manuel. Genau, und jetzt ist wirklich der beste Moment, um damit zu starten, egal ob ihr irgendwo draußen in der Sonne sitzt, so wie Kari, oder im winterlichen Deutschland seid.
Denn im Moment gibt es einen Wintersale bei Lingoda. Wenn ihr jetzt Lingoda Flex Pakete kauft, bekommt ihr mit unserem Code EasyFab, also das Wort Easy und dann F-E-B. Bis zu 30 Prozent Rabatt auf die Lingoda Fleck. Ihr könnt also richtig Geld sparen und dann innerhalb der nächsten Wochen und Monate ganz flexibel nach eurem persönlichen Rhythmus. Deutschunterricht nehmen oder auch Unterricht in einer anderen Sprache.
Dieses Angebot gilt nur bis zum 24. Februar 2026, also nicht zu lange warten, und den Code und den Link findet ihr in unseren Shownotes und auf unserer Website.
¶ Die Initiative Berlin autofrei
Субтитры создавал DimaTorzok Manuel, Deutschland redet mal wieder über vieles, aber ein Thema, über das redet vor allem Berlin. Und zwar das Thema Berlin bald autofrei? Ich glaube, ich habe das hier schon mal im Podcast Erwähnt, oder? Diese Initiative Berlin autofrei, erinnerst du dich? Ja, ich glaube, da hast du schon vor vielen Monaten drüber geredet. Erklär nochmal, worum es geht bei dieser Berliner Initiative. Genau, autofrei, das Wort verstehen wahrscheinlich alle.
Es gibt viele Autos in Berlin und Viele Menschen wünschen sich aber weniger Autos oder sogar noch radikaler ein Berlin, das frei von Autos ist, also wo es möglicherweise gar keine Autos mehr gibt. Und diese Initiative, die gibt es schon lange und die arbeiten jetzt auf einen Volksentscheid hin. Was ist ein Volksentscheid, Manuel? Man kennt das zum Beispiel aus der Schweiz. Die Schweiz hat ja eine sehr direkte Demokratie. Da werden ganz viele Dinge. ganz direkt vom Volk entschieden.
Also da gibt es dann Abstimmungen, wo die Leute direkt abstimmen, soll es dieses Gesetz geben, ja oder nein? Und dann wird das so umgesetzt. Deutschland ist da eine etwas Indirektere Demokratie. Machen das meistens nicht, dass wir direkt über ein Gesetz abstimmen, sondern in der Regel stimmen wir für Parteien ab und die machen dann die Gesetze. Aber auf lokaler Ebene zum Beispiel
In einer Stadt gibt es dieses Instrument Volksentscheid. Und da wird jetzt auch in der Regel nicht direkt ein Gesetz entschieden, aber da können wir zumindest erzwingen als BürgerInnen dieser Stadt. dass über eine bestimmte Idee abgestimmt wird oder gesprochen wird. Also wir können sozusagen Themen einbringen, die dann von den Parteien, Politikern, von der Regierung
zumindest behandelt werden muss. Habe ich das richtig zusammengefasst? Ich bin kein Politikexperte. Ja, ich auch nicht, aber so in ähn so in etwa ist es. Also ein Volksentscheid ist nicht Glaube ich, politisch bindend. Also, wenn sich Berlin entscheiden würde, wir wollen, dass Berlin autofrei wird, heißt das nicht, dass das dann umgesetzt werden muss.
Aber es ist natürlich ein starkes politisches Druckmittel. Wenn wir jetzt mal annehmen, dass 60 Prozent Oder noch mehr Leute sich dafür entscheiden, dann weiß die Politik, okay, die Mehrheit möchte das. Und es wäre gut, wenn wir danach handeln. Es ist natürlich immer fraglich: wer entscheidet sowas und wie viele Leute machen überhaupt mit? Das ist ja auch immer das Problem.
Bei Volksentscheiden oder bei Demokratie generell. Ich habe mal so einen kleinen Ausschnitt mitgebracht aus der Tagesschau und die haben gerade darüber berichtet. Vielleicht spielen wir mal ein bisschen davon ab. Habt ihr vielleicht Lust für weniger Autoverkehr in Berlin zu unterschreiben? Ja. Wir sind eine Initiative, die Unterschriften sammelt für einen autoreduzierten S-Bahn-Ring, damit wir
Sicherere Straßen und mehr Platz für alle haben. Sie sammeln jede Stimme an diesem Samstag am Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz in Berlin. Seit mehr als sechs Jahren will Nina Noble mit ihren Mitstreitern durchsetzen, dass die Hauptstadt innerhalb des S-Bahn-Rings weitgehend autofrei wird. Ja, Manuel, da hat man schon gehört, was die zentrale Forderung ist, Berlin autofrei innerhalb des S-Bahn Rings. Was ist der S-Bahn Ring?
Es gibt eine S-Bahn, also einen Regionalzug, der im Kreis fährt, immer um Berlin herum. Also es ist eine Möglichkeit, sich schnell vorzubewegen, wenn man jetzt nicht ins Zentrum muss oder auch doch, also es gibt jedenfalls diesen Zug, der fährt sozusagen immer um Den Kern, die Mitte, den Großteil von Berlin drumherum. Also Berlin hört bei diesem S-Bahn-Ring nicht auf, es geht schon noch weiter.
Aber so der Hauptteil, der zentrale Teil, wird immer umkreist von diesem Zug. Und innerhalb dieses S-Bahn-Rings will diese Initiative den Autoverkehr. reduzieren. Also autofrei klingt ja, als sollte es in ganz Berlin gar keine Autos mehr geben dürfen. Aber eigentlich geht es darum, in diesem zentralen Teil, der ja sehr voll auch ist, mit Autos und
Menschen, dass man da die Zahl der Autos reduziert. Man muss aber sagen, der S-Bahn-Ring in Berlin ist auch sehr groß. Also wenn man sich die Stadtteile anguckt, ich sag mal so Kreuzberg, Schöneberg, Große Teil. Muss ich mal kurz abbrechen. Große Teile von Charlottenburg, Wilmersdorf, Moabiet, Mitte, Prenzlauer Berg, die liegen alle innerhalb des S-Bahnrings. Wohnst du innerhalb oder außerhalb?
Des S-Bahn-Rings. Ich wohne ganz knapp außerhalb des S-Bahn-Rings. Also ich bin in ein paar Minuten über der Grenze, aber ich bin tatsächlich schon außerhalb des Rings. Genau. Und ich auch. Und das hieße tatsächlich, also wenn man das jetzt mal weiter denkt, Dass man Also wir dürften quasi noch ein Auto fahren, da wo wir wohnen, aber wir dürften nicht mit dem Auto Zum Brandenburger Tor fahren oder nach Kreuzberg oder zu unserem Büro.
Das liegt ja in Berlin Mitte. Und das hört sich erstmal relativ radikal an. Oder was denkst du? Ja, aber ich glaube, dass sie das genau richtig machen. Denn so wie sie das vorschlagen, dass es sozusagen fast keine Autos mehr gibt. Es soll auch in diesem Vorschlag Ausnahmen geben für natürlich Rettungsfahrzeuge, auch für Zum Beispiel Menschen mit einer Behinderung oder
Ja, alle Lieferfahrzeuge, ne? Also so Lieferfahrzeuge. Es gibt jede Menge Ausnahmen. Trotzdem klingt es erstmal radikal. Gar keine Autos mehr. Aber es ist ja immer so bei solchen politischen Vorhaben, dass es am Ende einen Kompromiss gibt und dass es nie die Maximalforderung wird nie durchgesetzt. Und deswegen finde ich es gut, dass sie erstmal viel fordern.
Denn wenn am Ende dabei rauskommt, dass halt es viel weniger Autos gibt, aber zum Beispiel von mir aus Leihautos noch erlaubt sind oder man dreimal im Jahr für bestimmte Erledigungen sein Auto auch in die Stadt reinfahren darf, dann ist das ja auch okay. Also ich glaube, sie fordern erstmal viel, damit am Ende überhaupt irgendwas dabei rauskommt. Damit überhaupt was dabei rauskommt, ja. Das ist eine gute Idee und das wünsche ich mir auch ein bisschen. Also
Ich freue mich über die Initiative. Ich persönlich habe ja auch kein Auto. Du auch nicht. Und wir meckern hier sehr oft im Podcast darüber, dass es zu viel Platz für Autos gibt und es auch sehr gefährlich ist, oft Mit dem Fahrrad zu fahren. Und ja, ich hoffe so ein bisschen, was ich interessant fand, weil ich habe selber auch so ein bisschen das Gefühl, dass es
Trotzdem, obwohl ich mir das persönlich wünsche, ein bisschen radikal ist. Aber am Ende von diesem Beitrag, den wir euch auch verlinken, wird dann das Beispiel Amsterdam gezeigt. Und Amsterdam hat auch einen ähnlichen Schritt gemacht, also den Autoverkehr. Sehr stark eingeschränkt in der Stadt und Amsterdam ist ja nochmal kleiner und viel enger als Berlin. Und ja, das ist eigentlich recht positiv, was man da aus der Stadt sieht. Das ist nämlich.
Dann doch natürlich einige Leute sehr stört, nämlich die, die ein Auto haben, aber sehr viele Leute dann auch. Ja, sehr glücklich macht, dass da eben nicht mehr so viele Autos auf den Straßen fahren und man insgesamt auch ein bisschen sicherer unterwegs ist in der Stadt. Total. Ein anderes Beispiel ist vielleicht noch die Stadt Paris. Paris hatte auch ein unglaubliches Autoproblem. Also die ganze Stadt war verstopft und voll mit Autos und dort
Ist die Stadt jetzt auch nicht autofrei, aber sie ist viel freundlicher geworden für FahrradfahrerInnen, FußgängerInnen. Und das macht eine Stadt letztlich für alle einfach lebenswerter. Und das würde ich mir für Berlin auch wünschen. Wir verlinken mal die Website von diesem Verkehrsentscheid, Volksentscheid, und da kann man sich auf verschiedenen Wegen engagieren. Und wenn es nur ist, dass man
unterschreibt, wenn man seinen Wohnsitz in Berlin hat. Genau, das ist vielleicht noch wichtig zu erklären. Sie sammeln jetzt Unterschriften Damit ein Volksentscheid zustande kommt, da braucht man erst mal ganz viele Unterschriften. Und da kann gerade jeder, der in Berlin wohnt, mit unterschreiben. Und danach erst gibt es die Abstimmung. Kari, du wirst es kaum glauben.
¶ Podcast-Doku und Empfehlungen
Ich habe eine Doku geschaut. Das Lustige ist, Manuel, ich habe die Doku auch schon geschaut. Echt? Doku? Es gibt keine Doku. Die ich noch nicht kenne. Okay, also dann wirst du mir vielleicht zustimmen, das ist ja Es ist keine Doku, die euch vom Hocker hauen wird, die euch komplett flashen wird, die euch total begeistern wird. Es ist jetzt. nicht irgendwie was total Besonderes, aber ich dachte, ich empfehle sie mal, denn wir werden ja ganz oft gefragt, welche deutschsprachigen Podcasts
Könnt ihr noch empfehlen? Wir haben auch mal in einer Episode alle Podcasts, die wir so hören. Erwähnt oder empfohlen. Die Episode kann ich auch noch mal raussuchen und verlinken. Aber in dieser Doku geht es um den Podcast-Boom. Also um Podcasts und unter anderem werden da natürlich auch viele deutschsprachige Podcasts
Erwähnt. Richtig. Unter anderem auch mein Lieblingspodcast ist auch da drin. Es ist ganz unterhaltsam. Der Grund, warum ich die Doku nicht In unsere Empfehlungen gepackt habe, ist, dass ich dann doch dachte, okay, es gibt zu wenig, Neuigkeit. In der Doku. Und diese Doku gibt es auch auf YouTube. Und wenn man sich da die Kommentare durchliest, das ist sehr lustig, weil die Leute da schreiben,
Schöne Doku kommt ungefähr fünf Jahre zu spät. Das stimmt wirklich. Also, es sind keine großen neuen Infos da drin. Ihr wisst alle, was ein Podcast ist. und dass das Medium Podcast mittlerweile sehr erfolgreich ist, und ihr kennt alle diese True Crime Podcasts, die sehr erfolgreich sind. Also, ja, und dann am Ende geht es noch kurz um die USA. und welche Rolle Podcasts und da hatten jetzt auch in den aktuellen politischen Entwicklungen und so weiter alles wahrscheinlich nichts Neues für euch.
Aber vielleicht trotzdem ganz interessant: Es gibt auch zum Beispiel ein Interview mit dem Tim Prittlov, das ist so ein. Podcaster aus Deutschland, der schon seit 20 Jahren Podcasts macht. und dessen Podcasts ich auch ganz gerne höre. Insofern vielleicht ein paar gute Empfehlungen sind dabei. Ja, es sind auf jeden Fall sehr viele bekannte deutsche Podcast-Hosts. in dem Video drin und das ist dann doch sehr interessant zu gucken.
Kari, du bist auch ein bekannter deutscher Podcast-Host, allerdings in der nächsten Episode nicht zu hören. Das kündigen wir mir schon mal an, denn ihr macht auch jetzt, glaube ich, mal ein bisschen Urlaub, oder? Ich wusste gar nicht, dass das diese Woche schon der Fall ist, Manuel. Was hören wir denn in der nächsten Episode? Das ist eine Überraschung. Ich hab mir da einen Gast eingeladen. Ah, okay. Spannend. Aber wir nehmen doch diese Woche noch eine Episode auf.
Ach, stimmt. Moment, ich habe mich vertan im Kalender. Die Gastepisode kommt erst am Dienstag. Nee, stimmt, wir hören uns noch am Samstag. Na, danke, dass du mich daran erinnerst. Hätte ich jetzt fast Quatsch erzählt. Finde ich doch gut. Und aber nächsten Montag nehmen wir auch eine Episode auf. Nee, nächsten Montag nehmen wir keine Episode auf. Da ist wahrscheinlich unser Kalender.
Kaputt. Na gut. Wenn ihr noch mehr darüber erfahren wollt, wie unsere Kalender aufgebaut sind, dann hört unsere Aftershow als Easy German Mitglied. Quatschen wir manchmal noch so zehn bis 20 Minuten weiter nach jeder Episode und oft. Geht es darum, wie wir unseren Alltag managen und unsere Kalender koordinieren? Genau, Manuel. Da werden wir das jetzt gleich mal exklusiv aufklären. Wann wir noch aufnehmen und wann
Eine Episode mit Gast kommt. Podcasts sind vor allem sehr viel Planung und Koordination. Natürlich. Das hat vielleicht noch gefehlt in der Doku. Das stimmt. Schön, Manuel. War wieder eine schöne Episode mit dir und bis bald, ne? Bis bald, Kari. Ciao.
