619: Firmengeheimnisse - podcast episode cover
Download Metacast podcast app
Listen to this episode in Metacast mobile app
Don't just listen to podcasts. Learn from them with transcripts, summaries, and chapters for every episode. Skim, search, and bookmark insights. Learn more

Summary

In dieser Episode erzählen Kari und Manuel von ihrem strategischen Offsite-Meeting am Meer, wo sie die Zukunft von Easy German planten und sich dem Eisbaden stellten. Sie tauchen tief in das Thema Werbung ein, von persönlichen Erfahrungen und ethischen Überlegungen bis hin zur Wirkung von personalisierten Anzeigen. Abschließend geben sie wertvolle Ratschläge, wie Deutschlernende vermeiden können, dass Muttersprachler im Gespräch auf Englisch umschalten.

Episode description

Wir berichten von unserem Offsite-Meeting an der Ostsee, bei dem wir über die Zukunft von Easy German gesprochen und uns ins eiskalte Meer gewagt haben. Außerdem diskutieren wir, welchen Stellenwert Werbung auf dieser Welt hat, wie sie funktioniert und wie wir persönlich — und bei Easy German — damit umgehen. Zum Schluss geben wir Tipps dafür, wenn Deutsche im Gespräch mit euch immer auf Englisch wechseln.

Transkript und Vokabelhilfe

Werde ein Easy German Mitglied und du bekommst unsere Vokabelhilfe, ein interaktives Transkript und Bonusmaterial zu jeder Episode: easygerman.org/membership

Sponsoren

Hier findet ihr unsere Sponsoren und exklusive Angebote: easygerman.org/sponsors

Hausmitteilung: Easy German Movie Night

Die letzte Gelegenheit in diesem Jahr, uns zu treffen! Am 11. Dezember 2025 schauen wir uns gemeinsam Easy German Videos auf einer großen Leinwand in einem Kino in Berlin an. Alle Infos und Tickets findet ihr auf: easygerman.org/meetups

Was ist... Werbung?

Eure Fragen
  • Callie aus den USA fragt: Wie kann ich auf Deutsch bestellen?
  • Hast du eine Frage an uns? Auf easygerman.fm kannst du uns eine Sprachnachricht schicken.

Support Easy German and get interactive transcripts, live vocabulary and bonus content: easygerman.org/membership

Transcript

Intro / Opening

Hallihallo. Hallihallo, liebe Kari. Na, lieber Manuel. Da sind wir wieder. Unu, so haben wir früher gesagt. UNO? UNO. UNO? Letzte Karte? Nee, nicht UNO. Das ist ein Spiel. UNO. Unter uns. Keine Gäste mehr hier im... Wir hatten zwei Episoden mit Gast und jetzt sind wir wieder UNU unter uns, nur wir beide. Das habe ich noch nie gehört. Das hast du dir gerade ausgedacht. Manuel, wir waren ja schon die ganze Woche UNU.

Offsite-Meeting, Zukunft und Eisbaden

Denn wir waren ja zusammen unterwegs. Wollen wir davon berichten? Also es ist ja eigentlich ein sehr internes Treffen gewesen. Gibt es in dieser Firma überhaupt so etwas wie Firmengeheimnisse oder muss alles? in Content ausgewertet werden. Also Manuel, Janusz, Jeremy und ich, wir waren für zwei Tage an der Ostsee und haben uns unterhalten. Beraten. Ja, dann kann ich das ja mal versuchen zu beschreiben. Es ging darum, Perspektive zu gewinnen. Manchmal hilft es und tatsächlich...

Hast du mich da überzeugt, dass das wirklich eine gute Investition ist, mal den gewohnten Ort zu verlassen, in unserem Fall dieses Podcaststudio, und mal so ganz woanders hinzugehen? Und dann auch mal so richtig mental rauszusummen und sich mal nicht zu fragen, was machen wir eigentlich nächste Woche, sondern was machen wir eigentlich in fünf Jahren oder in zehn Jahren. Das war das Ziel dieses Treffens.

Genau, wir haben ein Offsite-Meeting gemacht, wo wir mal in uns gegangen sind und Zeit hatten für... Eine langfristige Perspektive. Und das war sehr erfrischend. Ich glaube, am Anfang dachten alle, Kari will nur Urlaub machen und mal wieder verreisen. Also ich kann euch versprechen, alle, die denken, wir haben da Urlaub gemacht in unserer Arbeitszeit, wir haben wirklich permanent...

über Easy German und Easy Languages gesprochen. Egal, ob wir am Strand spazieren waren, zusammen gegessen haben, im Pool geschwommen sind. Es gab einen Pool. Also wir haben quasi permanent wirklich überlegt, wo geht die Reise hin. Genau. Und ich bin natürlich besonders stolz auf dich, Kari. Auf mich? Ja. Warum? Denn du hast dich, Jeremy, und mir angeschlossen.

Und bist am letzten Tag mit uns bei Minusgraden ins Meer gesprungen. Ich war zweimal baden, du warst einmal baden in der Ostsee. Genau, wir waren ganz kurz im Meer und es war sehr lustig, denn ihr seid... Beide im Bademantel aus dem Hotel rausgegangen. Gerannt. Gerannt seid ihr sogar. Das war eigentlich gar nicht nötig. So kalt war es gar nicht. Es war schon sehr kalt. Und ich war schlau. Ich habe einfach über dem Bademantel noch eine Jacke gehabt.

Deswegen war mir nicht so kalt wie euch. Ja, da hat sich natürlich die Wartezeit für uns dann etwas verlängert, weil du musstest dann erstmal deine Jacke ausziehen. Das war natürlich dramatisch. Wir waren schwimmen in der Ostsee, aber schwimmen kann man das nicht nennen. Es war eher ein kurzer Plansch. Ja, so fünf bis zehn Sekunden waren das vielleicht. Aber es war sehr erfrischend. Es ist sehr erfrischend und ich sage euch, also...

Cold exposure sagt man ja auf Englisch. Wie sagt man das? Kälteschock. Eisbader. Eisbaden. Eisbaden, genau. Da gibt es also sehr viel wissenschaftliche Erkenntnisse, dass das unglaublich viele positive sind. mit sich bringt. Und ich habe mich wirklich an beiden Tagen danach so glücklich und gut gefühlt, dass ich das also ausbauen möchte. Es ist halt schade, dass...

Wenn man jetzt in einer Wohnung in Berlin wohnt, kann man jetzt nicht mal eben in einen See oder in einen… Doch. Ja? Ja, ich fahre jede Woche jetzt mit meinem Freund Michael, machen wir eine Fahrradtour und fahren immer zum Tegler See. Und er geht da schwimmen, so wie du das gemacht hast. Kurz rein, fünf Schwimmzüge und wieder zurück. Ich muss sagen, bin damit beschäftigt, dass ich nicht kalt werde in dieser Zwischenzeit von der Fahrradtour.

Das Ding ist, dass man dann halt danach nicht direkt unter die Dusche springt. Das ist halt das Schöne, wenn man dann direkt danach... Nee, Michael, der ist da krass, der geht danach einfach nur zu Lidl, kauft zwei Schoko-Croissants. Füllt den Energiehaushalt damit wieder auf und dann fahren wir eine ganze Stunde wieder zurück. Eine Inspiration für mich.

Easy German Kinoabend Berlin

Wenn ihr sagt, boah, Kari und Manuel, die haben so viel Spaß, da will ich auch gerne mal mitkommen. Jetzt ist eure letzte Chance dieses Jahr. Für immer. Nee, letzte Chance dieses Jahr. Die letzte Chance, uns dieses Jahr live zu treffen und mit uns einen wunderschönen Abend zu haben. Wir erfüllen uns einen Traum und werden zum ersten Mal vielleicht auch zum letzten Mal, unsere Easy German Videos auf der großen Leinwand zeigen. In einem Kino in Berlin. Wo sind wir?

Wir sind in einem York-Kino. York ist so ein Zusammenschluss von wirklich sehr, sehr, sehr schönen Kinos hier in Berlin. Und wir sind genau genommen im Delphi Lux in Charlottenburg. Und zwar am 11. Dezember. Da machen wir abends einen Kinoabend, aber wir schauen nicht Mission Impossible 2 oder so, sondern wir schauen unsere eigenen. Ist das der letzte Film, den du im Kino gesehen hast? Ein Film.

Genau, wir wollen tatsächlich unsere Lieblingsvideos zeigen, die besten Momente mit Janusz Amerski auf der großen Leinwand. Wir werden auch... sehr wahrscheinlich ein exklusives Preview haben. Eine Sneak Peek nennt man das im Business. Genau, eine Sneak Peek, wo wir ein Video zeigen, was noch nie veröffentlicht wurde. Und ihr könnt dabei sein, was muss man machen?

easygerman.org slash meetups. Dort findet ihr Generell immer unsere Meetups und da könnt ihr ein Ticket kaufen und wenn ihr ein Mitglied seid von Easy German, dann müsst ihr einfach nur auf der Mitgliedschaftsplattform auf Community klicken und dann kommt ihr direkt zu eurem. vergünstigten Ticket, denn ihr bekommt natürlich einen Rabatt. Das ist toll. Wir freuen uns total, wenn ihr dabei seid. Das wird ein wunderschöner Abend und vielleicht noch als Hinweis, wir verdienen damit kein Geld.

Die Ticketpreise sind dafür da, um diesen wahnsinnig teuren Kinosaal zu bezahlen. Im Zweifel verlieren wir damit eher Geld. Wir gönnen uns da was. Das ist ein Abend, den wir uns leisten. Es ist einfach ein Traum für uns und ihr werdet zwischen... durch auch, wir werden auch ein bisschen quatschen. Also wir werden nicht nur zwei Stunden gucken, sondern ihr werdet auch eure Sitznachbarin oder euren Sitznachbarn kennenlernen. Es gibt Popcorn, es gibt ein Q&A.

Man kann Janusz Amerski alle Fragen stellen, auch philosophische. Und ich freue mich einfach. Toll.

Werbung: Erste Assoziationen und Beispiele

Kari, ich habe ein Thema mitgebracht für unsere Kategorie, in der wir Dinge definieren, aber natürlich auch frei über diese Themen sprechen und uns einfach austauschen. Und ein Thema, über das ich... irgendwie viel nachgedacht habe in der letzten Zeit, ist das Thema Werbung. Wir machen mal ein kleines Assoziationsspiel. Was ist das erste Wort, das erste Gefühl, was dir in den Sinn kommt, wenn du das Wort Werbung hörst? Irgendwas Schrilles, Lautes.

Eine Werbeunterbrechung ist meistens, ja es kommt drauf an, aber im Fernsehen denke ich immer direkt, es wird, irgendwas wird geschrien. Blablabla, willst du jetzt das neueste Auto kaufen? Stimmt, diese Werbung gibt es. Ist es eine positive Emotion, die du verbindest mit Werbung? Negativ? Neutral? Es kommt drauf an. Ich glaube, ich muss sagen, es gibt auch Werbung, die mich interessiert.

Und da, ich weiß nicht, ob du darauf hinaus willst gleich, aber ich muss sagen, je unpersönlicher die Werbung ist, desto nerviger finde ich sie. Also Werbung, die einfach so im Fernsehen läuft. Und einfach nur, weiß nicht, billig produziert ist und mich nicht interessiert, da schalte ich sofort ab und die finde ich sogar stressig, weil das ist meistens sehr schnell getaktet und ich denke auch an Laut und an bunte Farben.

Gut produzierte Werbung. Ich denke da jetzt an den Super Bowl, wo ja immer dann, da laufen dann ja die besten Werbespots des Jahres, die man sich vielleicht auch gerne anguckt, weil sie lustig sind. Finde ich schon wieder gut. Und was ich gerne tatsächlich... oft auch gucke, sind dann von meinen Lieblings-Youtubern oder Lieblings-Podcastern, wenn die personalisierte Werbung machen und ich wirklich vertraue, dass sie da über ein Produkt sprechen, was sie kennen, dann finde ich es sogar meistens

Gut, und ich habe mir schon einige Sachen gekauft, die Leute mir empfohlen haben, die ich nicht persönlich kenne, sagen wir so. Ja, da hast du jetzt schon viel geteilt. Zum Thema gute Werbung ist mir direkt ein Werbespot von... Mont Blanc eingefallen, den ich total vielen Leuten zeige. Das ist einfach genial. Da haben sie tatsächlich Wes Anderson, den berühmten Regisseur, angestellt, verpflichtet. einen Werbespot zu machen. Die machen Stifte und

Notizbücher? Nee, Stifte. Darum geht es nämlich auch in den Werbespot. Füllfederhalter. Genau. Also schaut euch mal diesen Werbefilm an. Der ist wirklich so gut gemacht, dass der schon wieder Kunst ist. Aber das ist natürlich nicht... Also die meiste Werbung ist halt eher Nicht-Kunst, würde ich mal sagen. Ist Mont Blanc nicht aus der Schweiz? Da fällt mir nämlich ein, es gibt eine Werbung, da haben, glaube ich, Roger Federer und...

Boris Becker? Nein. Oh Mann, wie heißt der? Der südafrikanische Comedian, der halb Schweizer ist. Da fragst du den Falschen. Kannst ja nochmal schauen und in die Shownotes tun. Oder Chat-GPT-Fragen. Noah. Ja? Mit Nachnamen. Okay, ich frage mal. Du weißt es doch. Trevor Noah. Trevor Noah. Trevor Noah und Roger Federer fahren zusammen mit der Bahn durch die Schweiz. Okay.

Das kannst du ja auch mal verlinken. Okay, jetzt sind wir schon beim Thema lustige Werbung, gute Werbung, interessante Werbung. Ich würde erstmal so ein paar Grundsätze hier feststellen. Also erstmal kleiner Disclaimer.

Unsere Rolle in der Werbewelt

Wir sind ja sowohl Konsumenten, KonsumentInnen als auch ProduzentInnen von Werbung. Hättest du dir das träumen lassen als Kind, dass du nicht nur Werbung konsumierst? sondern auch Werbetreibende bist, dass du Werbung produzierst, ist doch ein bisschen verrückt eigentlich, wenn man da mal so drüber nachdenkt. Und das habe ich auch, ich erinnere mich daran,

Ich habe gerade die Werbung gefunden, ich verlinke sie euch in den Shownotes. 83 Millionen Views hat das auf YouTube. Wow. Ich war erst ja, glaube ich, total dagegen, dass wir hier Werbung machen, weil ich dachte, das macht unsere... Brand kaputt. Bei hier meinst du in unserem Podcast oder auf YouTube oder wo? Bei Easy Languages. Generell, insgesamt. Wobei wir natürlich Werbung machen, weil vor unseren YouTube-Videos läuft sowieso Werbung.

Und naja, wir könnten die auch ausstellen. Wir könnten auch sagen, wir wollen einfach gar kein Geld über Werbung verdienen und wir könnten die Werbung auf unseren YouTube-Kanälen, selbst die, die wir nicht selbst mit Brand Partnerships verhandelt haben. Ja, aber dann würden wir ja gar kein Geld mehr verdienen. Ja, aber ich sage nur, weil du behauptest, das ginge ja auch gar nicht. Natürlich geht das, aber wir entscheiden uns dafür. Teil dieses Werbesystems zu sein, weil wir natürlich, ja.

diversifizierte Einnahmen haben wollen und jetzt nicht nur von unseren Mitgliedschaften leben wollen, wobei wir natürlich, das sagen wir auch immer, sehr stolz darauf sind, dass das der mit Abstand größte Teil unserer Einnahmen ist. Ja. Übrigens. Kleine Seiten Werbung hier an dieser Stelle. Wenn man Mitglied ist von uns, dann bekommt man ja sowohl unsere Podcast-Episoden als auch unsere Videos als Download werbefrei.

Also das ist ja auch ein Perk, über den wir nicht so viel reden, aber es gibt ja auch viele Leute, die sagen, ich zahle gerne, wenn ich dann dafür keine Werbung hören muss. Das geht ja bei uns. Also wenn man hier Werbung ab und zu hört, als Mitglied hört man die nicht. Das ist übrigens bei mir... bei sehr vielen Apps. Benutzt du noch Apps, in denen es so Pop-Up-Werbungen gibt? Ich spiele einige Spiele. So was wie Scrabble Go. Und da kommt immer nach jedem Spiel

Oder sogar manchmal nach jedem Spielzug so eine Pop-Up-Werbung für irgendeine App oder irgendwas. Und das finde ich grundsätzlich schlimm, weil du kannst die nicht wegklicken. Der Bildschirm ist dann blockiert und ich muss die mit... Force Quit, also ich muss die Abschießen, sagt man. Abschießen, die App. Und dann neu starten, damit die Werbung weg ist. Und ich denke, eigentlich dürfte ich

in 2025 sowas nicht mehr machen müssen. Ich bin da ziemlich konsequent. Dinge, die ich mag, ob das jetzt Apps sind oder Podcasts, wenn die eine Option haben, dass ich da einen kleinen Geldbetrag zahle, Dafür, dass die Werbung dann weg ist, dann mache ich das fast immer. Gibt es bei dieser App nicht. Es gibt keine Premium-Version. Ich denke, was ist da los? Das ist natürlich dumm. Ja, okay. Dann ein anderer Grundsatz. Das ist ja...

Also ich sage dir jetzt, dass Wasser nass ist. Also ich sage jetzt etwas, das wissen wir alle, aber ich finde es trotzdem irgendwie krass, sich das nochmal so vor Augen zu führen. Wir leben in einer Welt, wir haben uns erschaffen, eine Welt, die einfach... komplett zugepleistert ist mit Werbung. Was heißt zugepleistert? Du kannst durch keine Stadt dieser Welt gehen. Ich war sogar mal im Dschungel in Chiapas in Mexiko vor vielen Jahren.

wo wirklich ein ganz kleines Dorf ist, weit weg von irgendwelchen Städten. Und selbst da hängt dann in dem Mini-Laden, den es da gibt, Coca-Cola-Werbung. Also die ganze Welt ist einfach voll. Werbung und du kannst eigentlich

Keine zwei Minuten irgendwo hingucken, wenn du nicht gerade vielleicht in deiner eigenen Wohnung bist. Wobei selbst da ist ja ständig irgendwo Werbung im Fernseher und am Computer und im Smartphone. Echt? In deiner Wohnung hängt Werbung? Nee, die hängt da nicht. Aber wenn jetzt irgendein Bildschirm an ist.

dann oder ein Podcast. Also irgendwie ist das doch ganz schön krass, dass wir uns als Menschheit überlegt haben, wir machen irgendwie eine Wirtschaft und wir verkaufen uns gegenseitig Dinge und damit wir das auch wirklich tun.

Die Psychologie von Werbung

Packen wir einfach alles voll mit Werbung. Es funktioniert aber halt auch. Ja, das ist jetzt mein nächstes Thema für dich. Als Kind habe ich mich nämlich immer gefragt, wie das funktioniert. Ich habe immer gedacht, hä? Ich falle doch darauf nicht rein. Nur weil ich eine Werbung im Fernsehen sehe, kaufe ich mir doch nicht diesen Gegenstand. Mittlerweile weiß ich, dass ich dazu einfach gedacht habe. Gibt es spezifische Momente, an die du dich erinnerst?

wo du weißt, da hat Werbung bei mir funktioniert. Ja, ich habe noch letzte Woche in dieser blöden Scrabble-App tatsächlich dann eine App runtergeladen. Ja. Und ich habe sie seither noch nicht benutzt. Also du hast auf diese Werbung tatsächlich getippt? Ja. Warum? Weil das war eine App, die empfohlen wurde, die Pflanzen analysiert und dir sagt...

Also das kann ChatGPT auch teilweise, aber noch nicht so gut. Und es wurde versprochen, dass diese App analysiert, was der Pflanze fehlt. Ja, da gibt es viele Apps. Gelbes Blatt fotografieren und dann sagt er dir genau diese Pflanze. Die hat Schädlinge, zu viel Wasser, zu wenig Wasser. Und das Dumme ist, dass ich das noch nicht ausprobiert habe und der Free Trial läuft bald ab und meine große Sorge ist,

dass ich dann für eine App zahle, die ich nie benutzt habe. Du kannst ja jetzt schon kündigen. Ich mache das jetzt während dieses Podcasts. Also ja, da bin ich zum letzten Mal. Auf Werbung reingefallen. Reingefallen oder du hast gedacht, naja, das passt ja, dann mache ich das. Reingefallen ist negativ konnotiert. Ja, nee, ich habe gedacht, geil, genau sowas wollte ich schon immer haben.

Und ich habe dann im App Store geguckt und die App hatte wirklich sehr gute Bewertungen. Ich habe mich gefragt, ist es möglich, hunderte Bewertungen zu kaufen? Klar, du kannst alles kaufen auf dieser Welt, Karin. Du musst nur das richtige Geld haben. Wann hast du denn das letzte Mal was gekauft, wegen Werbung? Ja, ich glaube, ich habe letztens schon mal erwähnt, dass ich tatsächlich zu einer Pizzeria gegangen bin, weil sie mir auf Google Maps...

beworben wurde. Das fand ich für mich so, war vielleicht schockierend für mich, dass ich selbst in Google Maps, dass die Werbung da funktioniert. Und? Mir fällt gerade wieder ein, du hast dir mal eine Hose gekauft über Instagram. Ja, ich bin schon mehrfach bei Instagram Werbung schwach geworden. Diese Instagram Werbung ist natürlich oder Social Media Werbung insgesamt so.

krass personalisiert. Also diese Social Media Firmen wissen so viel über uns, dass die es halt schaffen, uns wirklich in dem Moment, wo man denkt, boah, die Pflanze sieht irgendwie nicht mehr so gut aus, uns dann diese Werbung zu geben. für die entsprechende App. Oder in dem Moment, wo ich denke, ich brauche eine neue Hose, kommt dann diese... So fühlt es sich manchmal an. Ja, weil die halt auch sehr viele Daten über uns haben. Sehr viele Daten. Das ist dann halt...

Das Problem, wir finden ja eigentlich personalisierte Werbung gut, aber... Genau, also ich glaube halt, was tatsächlich funktioniert und was ich als Kind total unterschätzt habe, ist...

der Langzeiteffekt von Werbung. Also nur weil man mal einmal eine Coca-Cola-Werbung sieht, trinkt man keine Cola. Aber wenn man halt sein ganzes Leben lang ständig Überall, immer da, wo Getränke verkauft werden, dieses blöde Logo sieht, dann fühlt man sich irgendwann so vertraut damit, dass man dann halt, wenn man so etwas trinken will...

zu dieser Marke greift, statt zu einer anderen. Also das funktioniert und das habe ich bei mir zum Beispiel festgestellt mit Podcast-Werbung, wo ich irgendwie jahrelang Squarespace-Werbung gehört habe. Und immer jetzt, dass ich dann dachte, das interessiert mich nicht. Aber in dem Moment, wo ich dann tatsächlich mal schnell eine Website machen musste, dann halt dachte, okay, Squarespace, irgendwie ist das bestimmt gut.

Also ich glaube, dass man das nicht unterschätzen darf, wenn man etwas sehr, sehr oft reingedrillt bekommt. Das ist ja im Grunde auch wie Propaganda. Das ist ja im Grunde das Gleiche. Dass das dann irgendwann schon hängen bleibt im Gehirn.

Ethische Prinzipien und Nutzer-Feedback

Und was sagst du jetzt über unsere Werbung? Ist das etwas, wo du dir viele Gedanken machst? Dürfen wir Produkte bewerben? Bewerben wir die richtigen Produkte? Ist das ethisch in Ordnung, Geld dafür zu bekommen und Produkte zum Deutschlernen zu bewerben? Ja, ich finde, es ist ein Balanceakt. Was ist das? Man balanciert. Es gibt richtig und es gibt falsch.

Man versucht sich auf der richtigen Seite zu bewegen. Ja genau, man muss aufpassen. Also für mich gibt es ein paar Dinge, die wichtig sind. Erstens, wir bewerben nur Dinge, die wir grundsätzlich erstmal... Es heißt nicht, dass wir das alles persönlich benutzen. Also nicht alles, wofür wir Werbung machen, nutze ich. Nein. Aber wir haben es uns angeschaut und denken, dass es zumindest für einige Leute nützlich sein kann.

könnte. Das ist wichtig. Dann finde ich es unglaublich wichtig und in Deutschland zumindest ist es aber auch rechtlich einfach Pflicht, dass man transparent kommuniziert. Das ist jetzt Werbung. Bei uns kommt dieser Jingle, Werbung. Und dann ist ganz klar, was wir jetzt sagen. Dafür wurden wir bezahlt. Und dann kommt der nächste Jingle und dann dafür wurden wir nicht bezahlt. Das ist mir wichtig.

Und das letzte ist ein bisschen schwammiger. Und das, finde ich, ist so ein bisschen das Gefährliche. Was ist schwammig? Also das kann man nicht so ganz klar... Aber wir dürfen, finde ich, niemals eine Grenze überschreiten, wo wir plötzlich uns nicht mehr ausrichten nach...

den Wünschen oder nach dem, was für unser Publikum am besten ist, sondern nach dem, was für unsere Werbepartner am besten ist. Also wenn wir uns zum Beispiel fragen, sollten wir zu diesem Thema ein Video machen und wir denken, Ja, das ist perfekt für unser Publikum. Das brauchen Deutsch Lernende, sollten über dieses Thema, was weiß ich, Umzug nach Deutschland lernen. Aber dann denken wir, ah, aber wir haben eine Werbepartnerschaft.

Für die Firma wäre das wahrscheinlich blöd, wenn wir über das Thema reden, weil die bewerben Umzüge nach Frankreich. Und dann machen wir das Video nicht, weil wir an diese Firma denken, statt an unser Publikum. Oder umgekehrt, wir produzieren etwas, was uns gar nicht interessiert, wegen der Werbung. Wir trinken jetzt plötzlich den ganzen Tag Coca-Cola.

Nur weil wir dafür bezahlt wurden. Und das ist, glaube ich, eine slippery slope. Wie sagt man das auf Deutsch? Ein gefährliches... Schlüpfriges... Nein, eine... Ja, man kann da so rein... Glatteis. Glatteis, gefährliches Glatteis, genau. Also dass man da manchmal so, man sieht das, dass dann irgendwann Leute so ein bisschen ihre Seele verkaufen.

Weil sie dann so viel Geld bekommen für die Werbung, dass sie dann eben nicht mehr ihr Publikum an erster Stelle haben. Und deswegen finde ich es wichtig, da immer wieder drüber zu reden und sich das so... klarzumachen, für wen arbeiten wir hier eigentlich? Wer ist unser Boss? Genau, und da würde ich noch einen Punkt hinzufügen, Manuel, zu deiner Liste und sagen, ihr seid unser Boss und ein wichtiger Aspekt finde ich,

für uns immer, ist auch Feedback. Also wir treffen euch ja bei Meetups auf der Straße tatsächlich sehr oft oder in der U-Bahn und wir kriegen auch Feedback von euch. direkt, indem ihr uns eine E-Mail schreibt oder einen Kommentar schreibt und darauf hören wir auch. Also wenn ihr uns jetzt zum Beispiel schreibt, boah, da habt ihr aber für ein Produkt Werbung gemacht, was richtig scheiße ist, dann freuen wir uns, das zu hören und umgekehrt.

freuen wir uns auch zu hören, wenn ihr sagt, ihr habt mir die und die App empfohlen und die benutze ich und die hilft mir wirklich. Und das passiert nämlich auch. Oft genug treffen wir Menschen, die sagen, ja, ich... benutze Siedleng seit einem halben Jahr und lerne damit Deutsch oder benutze italki und habe eine Deutschlehrerin gefunden.

Und das freut uns dann auch, oder? Und apropos Empfehlung, das ist nochmal ein gutes Stichpunkt. Wir empfehlen ja hier oft Dinge, weil wir über unser persönliches Leben sprechen und wir empfehlen oft irgendwelche Apps oder Produkte oder Dinge. Ihr könnt euch sicher sein,

dass wir für diese Empfehlungen nicht bezahlt sind. Es sei denn, wir sagen das oder davor kommt dieser Werbung-Jingle. Aber wir machen keine Schleichwerbung hier. Wir erzählen nicht irgendetwas. Das ist noch eine wichtige Vokabel im Deutschen. Schleich. Schleichwerbung, was heißt das? Schleichwerbung gibt es zum Beispiel manchmal im Fernsehen oder früher gab es das, dass sozusagen…

Es ist in Deutschland mittlerweile streng reguliert und verboten. Schleichwerbung heißt, man macht Werbung für etwas, aber subtil und es ist nicht gekennzeichnet. Genau, man erwähnt zum Beispiel in einem Interview im Fernsehen, dass man sich gerne mit Shampoo von Nivea die Haare wäscht, weil das ist so toll. Aber man sagt nicht, dass man dafür Geld kriegt, aber in Wirklichkeit kriegt man danach von Nivea...

1000 Euro überwiesen. Das ist Schleichwerbung und das machen wir nicht. Also wir sind weder von Ikea Nivea. Wir sind nicht von Nivea gesponsert. Ja. Benutzen auch nicht das Shampoo. Gut. Ich glaube nicht. Ich benutze mal die billigen Marken von DM. Die sind eigentlich ganz gut. Was ist mit DM? Bist du von denen gespannt? Nein, auch nicht. Rossmann ist auch okay, glaube ich. Rossmann ist jetzt aus dem Verband der Familienunternehmer ausgetreten.

weil die sich zur AfD geöffnet haben. Fand ich sehr korrekt. Hat bei mir die Marke Rossmann, die ich eigentlich persönlich, ich gehe nie zu Rossmann. Weil ich immer denke, Rossmann ist nicht so gut sortiert wie die M. Aber ich habe jetzt gedacht, ich gehe mal wieder zu Rossmann, weil korrektes Unternehmen. Toll. Kurzer Fun-Fact aus deinem Leben. kurze Nicht-Werbung zwischendurch.

Deutsch üben: Tipps gegen Englisch-Wechsel

Kari, wir haben so viele schöne Fragen auf unserer Liste. Das freut mich richtig. Ihr könnt uns eure Fragen schicken auf easygerman.fm. könnt ihr ganz nach unten scrollen. Da gibt es ein Formular und auch einen Button, mit dem ihr uns eine Sprachnachricht schicken könnt. Und unsere Hörerin Callie aus den USA hat genau das getan.

Hallo Kari und hallo Manuel ich bin die Callie und ich komme aus den USA Ich habe eine kurze Frage an euch In Deutschland wenn ich in einem Café oder Restaurant etwas bestelle müsste ich immer mein Deutsch üben. Weil Deutsch nicht meine Mottersprache ist, brauche ich einen kleinen Moment, um meine Gedanken und Wörter zu sammeln, bevor ich spreche. In diesem kurzen Moment wechselt der Kellner oder die Kellnerin aber oft automatisch ins Englische. Was sollte ich in dieser Situation tun?

Ich musste ja mein Deutsch üben, aber das ist dann ein bisschen schwierig. Ich habe schon überlegt, ob ich einfach sagen sollte. Ich verstehe kein Englisch, obwohl Englisch meine Muttersprache ist. Aber das wäre natürlich nicht ehrlich. Was würdet ihr machen? Ich freue mich sehr auf eure Antwort und vielen Dank für euren wunderschönen Podcast jede Woche. Danke, Kelly.

Also ich würde erstmal schreien, halt, stopp! Bitte nicht auf Englisch reden. Was sagst du, Mama? Ja, es ist so ein typisches Problem, dass... so vielen Leuten begegnet, die nach Deutschland kommen oder nach Berlin. Ich hatte mir erhofft, dass du einen guten Tipp hast. Ich habe tatsächlich Tipps, ja. Also ich würde sagen, Tipp 1 ist die Situation vorher üben.

Also die Vokabeln einfach üben, weil das ist der perfekte Moment, wo man sagen kann, okay, ich spreche mit mir selbst, ich übe mit mir selbst. Wenn ich weiß, dass ich bald eine konkrete Situation habe, in der ich das anwenden kann. Also du spielst die Situation schon mal zu Hause durch, sodass du dir einfach sicherer wirst.

Bei den Vokabeln, die du dafür brauchst. Das Zweite, was wir wahrscheinlich demnächst und ich sage demnächst und meine in ein paar Wochen nochmal in einem Podcast besprechen werden, ist die Aussprache. Ich glaube, dass viele Menschen, die eine Sprache lernen, die Aussprache... da nicht so viel Wert drauf legen oder das auch erst später machen. Ich denke, wenn man früh die Aussprache übt und da wirklich Zeit mit verbringt, dann wird das dazu beitragen, dass die Leute nicht wechseln.

Und das ist interessant, weil wenn man eine gute Aussprache hat und die Leute nicht sofort hören, dass du noch Deutsch lernst, dann wechseln sie nicht so schnell. Das macht einen großen Unterschied. Das habe ich gemerkt, als ich in Mexiko gelebt habe. Da habe ich mit einigen Mitbewohnern zusammengelebt, die aus Frankreich kamen und die viel besseres Spanisch konnten als ich. Also die waren...

Damals schon so auf B2 Niveau oder C1 oder so. Und ich war gerade so A2 oder so. Und trotzdem dachten viele Leute am Anfang, dass ich besser spreche oder haben bei mir nicht so schnell. gewechselt ins Englische, weil meine Aussprache ein bisschen besser war. Und da haben die Leute dann ein besseres Gefühl. Ist eigentlich total gemein, weil ist ja nicht schlimm, wenn man einen Akzent hat oder Dialekt.

Aber es hilft natürlich. Es hilft wahnsinnig und wir werden da demnächst hier nochmal eine ganze Episode diesem Thema widmen und wahrscheinlich auch noch weitere Videos in der Zukunft. Aber die Aussprache wird sehr oft unterschätzt. Und ich glaube, alle von euch, die dann so im Übergang sind von erste Vokabeln, erste Grammatik lernen zu ich will jetzt anfangen zu sprechen.

An dieser Stelle solltet ihr sehr viel Zeit und Aufmerksamkeit für das Thema Aussprache einplanen, weil das ist nicht etwas, was man in zwei Wochen nebenbei lernt. Manche Sachen gerade... US-Amerikaner haben Schwierigkeiten, das R auszusprechen. Das ist etwas, was Monate dauert und monatelang geübt werden muss. Jeden Tag unter der Dusche, beim Fahrradfahren oder so. Und wenn man diese Zeit investiert, hat man hinterher, glaube ich, ein gutes Outcome.

Und das Letzte, was ich noch empfehlen würde, ist dann tatsächlich in dem Moment auch einen Satz zu haben oder eine Bitte formulieren zu können, die man geübt hat, wo man weiß, diesen Satz kann ich auswendig und kann ich gut aussprechen.

Dann ist man nämlich auch selbst sicher und dann einfach zu sagen, hey, Entschuldigung, können Sie mit mir Deutsch sprechen? Das würde mir helfen. Ja, oder man macht es ein bisschen lustiger und sagt, Entschuldigung, heute ist Mittwoch, da spreche ich nur Deutsch.

Oder so, dass man noch so einen Gag mit reinbringt. Weißt du, ich glaube, das würde mich dann wachrütteln in dem Moment, dass die Person nicht sagt so, Entschuldigung, können wir bitte Deutsch? Wenn die sagt so, sorry, heute ist Mittwoch, hier wird Deutsch gesprochen. Weißt du, dann würde ich sagen, ah, okay. Sorry. Deine Tipps sind auf jeden Fall auch hilfreich, aber meinen Tipp, den würde ich auch auf jeden Fall noch mit auf die Liste nehmen. Alles klar.

Wir haben nur eine Frage. Das war es schon wieder. Wir haben zu lange zum Thema Werbung gequatscht, aber bald gibt es hier weitere Fragen von euch. Es ist einfach toll, wie ihr uns Kommentare und Fragen schreibt. Es ist einfach toll, wenn wir sie auch mal beantworten, Manuel. Ja, das machen wir. Das machen wir bald. Nächste Episode. Und ich freue mich, dass wir einige von euch bald im Kino treffen.

Das wäre wirklich Wunderbärchen. Wunderbärchen, genau. Mit euch ins Kino zu gehen. Hier wie gewohnt im Internet. Bis bald, Manuel. Tschüss.

This transcript was generated by Metacast using AI and may contain inaccuracies. Learn more about transcripts.
For the best experience, listen in Metacast app for iOS or Android