¶ Willkommen in Barcelona: Geschäftsreise
Hallo, Manuel. Hola, Cari. Hörst du mich? Ich höre dich. Hörst du mich? Ich höre dich. Wir sind im gleichen Raum. Das ist kein Zoom-Call, Cari. Wir sitzen im gleichen Raum. Es wäre sehr spooky, wenn ich dich nicht hören würde. Siehst du mich? Es gibt so einen Raum, habe ich letztens ein Video drüber gesehen und ich war auch schon einmal in so einem Raum, kennst du die, wo man den Raum so...
tot macht, akustisch gesehen, dass wenn sich zwei Leute gegenüberstehen, hören sie sich, aber wenn sich einer in die andere Richtung dreht, selbst wenn er schreit, kann man ihn nicht mehr hören. Wirklich? Weil der ganze Raum … den Ton schluckt. Da in dem Raum wäre es legitim zu fragen, hörst du mich? Den Ton schlucken, das ist ein schöner Ausdruck. Ja, ich war noch nie in so einem Raum. Wieso warst du da?
In meinem Studium, ich habe ja Medienproduktion studiert und da waren wir mal in einem Raum in einer Uni, der das konnte, da konnte man Mikros testen zum Beispiel. Und solche Sachen. Ich beschreibe mal kurz, wo wir hier sind und warum Kari so ein bisschen müde klingt. Wieso klinge ich müde? Du klingst genau so, wie du gerade auch, also deine Körperhaltung.
reflektiert sich in deiner Stimme. Bitte was? Denn du liegst auf einer Couch. Ja. Ein bisschen so, als wäre das hier eine freudsche Therapie. Ja, und du bist mein Therapeut, Manuel Salman. Genau. Und wir sind in Barcelona. auf einem kleinen ... Auf einer kleinen Geschäftsreise. Geschäftsreise. Kann man das so sagen? Ja, kann man sagen, ja. Ja, wir sind hier nicht, um Easy German Videos zu drehen oder Veranstaltungen zu organisieren. Wir sind hier.
um uns mit unserem Easy Spanish Team zu treffen. Hola, ¿qué tal? Das machen wir jetzt gleich, aber vorher nehmen wir noch einen Podcast für euch auf.
¶ Carglass: Steinschlag reparieren lassen
Kennt ihr das? Ihr fahrt ganz normal Auto und zack, plötzlich ist da so ein kleiner Punkt in der Windschutzscheibe. Ein Steinschlag. Sieht erstmal nicht schlimm aus, aber wenn man nichts macht, wird daraus schnell ein großer Riss und die Scheibe muss ausgetauscht werden. Also nicht warten, direkt kümmern. In Deutschland geht es super easy mit CarGlas. Ihr könnt euren Termin sogar ganz leicht online buchen. Einfach auf carglas.de gehen, Kennzeichen eintippen, Termin aussuchen, fertig.
Im nächsten Servicecenter checken die Profis, ob man reparieren kann oder ob das Glas getauscht werden muss. Also, wenn ihr mal einen Steinschlag habt, denkt einfach dran, Carglass repariert, Carglass tauscht aus.
¶ Manuels Reise nach Norwegen
Das ist schön. Cari, wir sind in Spanien, aber ich möchte dir von einem anderen Land berichten, das weitaus weiter im Norden Europas liegt. Hast du jetzt schnell versucht zu überlegen, wie du das Land charakterisieren kannst. So weit im Norden, dass es sogar Norwegen heißt. Hat das damit was zu tun? Weiß ich nicht.
Ja, Europa ist schon schön, ne? Du warst vorgestern, nee, gestern warst du noch in Norwegen, heute in Spanien. Manuel, kurzer Zwischenstopp in Berlin. Du bist schon ein kleiner Jet-Setter geworden. Ja, eigentlich will ich das. ja gar nicht sein, aber es hat sich so ergeben und wie das hier Tradition hat, erzähle ich dir ein bisschen.
Von meinen Beobachtungen im Land. Nein, aber nicht, dass der Salzstreuer im Airbnb gefehlt hat. Nee, darum soll es heute nicht gehen. Ich überlege mal kurz. Es gab auch Salz in den Wohnungen, in denen ich gehaust habe. Aber danke, danke, dass du fragst. Ja, Norwegen, was fällt dir ein zum Thema Norwegen? Ah, Fjorde, Berge. Fjorde habe ich gesehen, Berge habe ich gesehen. Wasser. Wasser habe ich auch gesehen. Ah, Wolken. Wolken und sehr viel Regen. Ich war in der regnerischsten Stadt Europas.
Dafür bist du jetzt in der sonnigsten Stadt Europas. Ist das so? Barcelona? Nee, weiß ich nicht. Aber es ist auf jeden Fall komplett anderes Wetter als Berlin. Wir sind heute Morgen eingestiegen in das Flugzeug bei … Regen und grau im Himmel und hier scheint dir die Sonne aus dem Arsch, Manuel. Was ist das für ein Spruch? Das sagt man so, wenn jemand gut drauf ist.
¶ Norwegens Elektroauto-Revolution
Ja, hat nichts mit dem Wetter zu tun. Nee. Ja, okay. Was mir einfällt zum Thema Norwegen ist Elektromobilität. Ah ja, die haben da alle Teslas, ne? Sehr viele Teslas, aber auch sehr viele andere. Autos. Und warum? Die alle elektrisch sind. Ja, das sind das, so genau weiß ich das nicht, aber ich glaube, das hat auf jeden Fall mit politischen Entscheidungen zu tun und mit der Infrastruktur des Landes. Denn zum Beispiel …
Also ich glaube, so 70 Prozent aller Fahrzeuge sind mittlerweile elektrisch in Norwegen. Und in Deutschland wird jetzt protestiert, hast du mitbekommen. Am Wochenende haben die Chefs der Bundesländer sich gemeinsam entschieden, dass sie gegen das Verbrenner ausprotestieren wollen. Es gibt ja eigentlich eine Erklärung. der deutschen Bundesregierung oder sogar ein Gesetz, weiß ich gar nicht, dass die deutschen Verbrennerautos, also alle Autos, die noch mit Sprit fahren, ich glaube 2035.
Oder ist das, ja, 2035 soll das letzte Auto zugelassen werden. Das ist ja in zehn Jahren. Ja, aber das ist ein wichtiger Punkt. Also die Autos sollen dann nicht aus dem Verkehr gezogen werden, sondern es sollen … dann in zehn Jahren keine neuen Neuwagen mehr zugelassen werden. Also man soll dann in zehn Jahren nur noch Elektroautos neu kaufen können.
Das ist der Plan gewesen. Das ist eigentlich immer noch der Plan, genau. Aber die Länderchefs, also unsere Ministerpräsidenten, und wir haben ja viele Autobauer in Deutschland. Ich schätze mal die, wo dann, weiß ich nicht, BMW und Mercedes und VW, in den Ländern, wo die sitzen, da gibt es Stress. Die wollen natürlich weiterhin die Autos verkaufen.
Ja, ist ein bisschen komisch, weil in Norwegen habe ich auch viele elektrische BMW und VW rumfahren sehen. Sie machen ja elektrische Autos, aber scheinbar… Ja, dauert das in Deutschland ein bisschen länger. In Oslo habe ich jedenfalls gemerkt, dass es ruhiger ist, der Verkehr. Also es ist schon auch viel Verkehr, aber man merkt dann doch immer, wenn dann ein Verbrenner Auto.
Also ein nicht elektrisches Auto an einem vorbeifährt, denkt man kurz, oh, der ist aber laut. Ja. Norwegen ist auch in anderen Bereichen fortschrittlich. Mit am faszinierendsten finde ich das Müllsystem.
¶ Innovative Infrastruktur in Norwegen
Ah ja? Das ist ja auch ein Thema, das haben wir uns schon in verschiedenen Ländern angeschaut, wie das so funktioniert. Wir beide? Ja, hier im Podcast haben wir schon öfter darüber gesprochen. In der Schweiz. finde ich das zum Beispiel gut, dass die Glaskontainer in der Regel unterirdisch sind. In Deutschland sind das ja so riesige Container, die dann irgendwie neben einem Spielplatz stehen. Oder bei uns im Hof.
Klimpa Klimpa. Klimpa Klimpa. In Norwegen sind die auch unterirdisch, aber auch … Normale Abfall-, also Plastik- und Restmüllcontainer sind unterirdisch und zum Teil gibt es unterirdische Transportwege. Also die werden quasi nicht von einem Truck dann aus der Erde geholt, sondern die werden zu einem zentralen Punkt abgeleitet. Also wie Abwasser unterirdisch, aber für Müll. Das ist genial. Ist das nicht genial? Ja.
Ja, das war für mich das Highlight auf der Stadtführung, die ich gemacht habe. Seid ihr dann da runtergegangen? Nee, der hat das nur erklärt. Wenn hier der Müll reinkommt, dann läuft der unterirdisch bis dahinten. Ich muss auch sagen, ich will unbedingt nochmal nach Montreal fahren.
schon mal in Montreal? Noch nie, noch nie in Kanada. Die haben so ein, auch so ein unterirdisches System, wir haben da auch so eine Führung gemacht und du kannst im Winter quasi, wenn du an der richtigen Stelle in der Stadt wohnst, mit einem T-Shirt rausgehen. Weil du kannst dich komplett unter der Innenstadt bewegen. Und das ist im Prinzip wie ein eigenes...
Also in manchen Städten, großen Städten kennen wir das ja auch. Wenn du in New York in die Penn Station gehst, dann kannst du ja auch drei Häuserblöcke laufen und weißt nicht, wo du wieder rauskommst, wenn du dich... da nicht wirklich auskennst. Oder in München unterm Hauptbahnhof, wenn du da zum Stachus gehst, da kann man schon ziemlich weit unterirdisch laufen. Aber in Montreal kannst du echt durch die ganze Stadt laufen.
Da will ich unbedingt nochmal hin, weil als ich da war, war das natürlich völlig überwältigend für mich. Très bien, très bien. Das Internet ist, wie man das erwarten würde, extrem gut. Also ich bin mit dem Zug von Bergen nach Oslo gefahren. Eine recht lange Fahrt, die auch durch die Berge führt. Also unterwegs sind wir einmal ganz kurz ausgestiegen. weil draußen Schnee lag und haben einen Schneeball geworfen.
Wie hat dann der Zugchef gesagt, bitte alle einmal aufsteigen, Schneeballschlag. Genau, das wäre schön gewesen, dafür war keine Zeit. Der Zug selbst hatte kein Internet, beziehungsweise er hatte ein WLAN-Netz, aber das hat sich nicht verbunden. Und als ich dann gefragt habe, hat der Schaffner gesagt, it hasn't worked in the past four years. Also das war natürlich eine Enttäuschung. Aber mein mobiles Netz. Ich habe dann Tethering.
Tether was? Tethering. Ich habe meinen Rechner mit dem Computer verbunden. Nee, mit dem Handy verbunden. Ein mobiler Hotspot, sagt man auf Deutsch. Und ich hatte selbst in den Bergen, wo wirklich niemand gelebt hat, die ganze Zeit gutes Internet. Stimmt doch gar nicht. Wir haben doch versucht, mit dir zu telefonieren.
Immer dann ging es nicht, wenn wir durch einen Tunnel gefahren sind. Also in den Tunneln gibt es kein Internet. Da ist noch Verbesserungsbedarf. Was ich auch ganz angenehm finde im Vergleich zu anderen Ländern, ich will jetzt hier keine Namen nennen. ist, dass es in Norwegen nicht so eine Trinkgeldkultur gibt. Also manchmal habe ich zum Beispiel einen Kaffee mir im Coffeeshop bestellt und du kennst das, da kommt dann auf dem Cardreader …
kommt dann diese Auswahl, 5%, 10%, 20%, soll man sich dann entscheiden. Und das haben die Mitarbeiter manchmal mehrmals einfach weggedrückt. Ja, passiert in Berlin auch manchmal, dass die Mitarbeiter das selber wegdrücken. Aber was heißt, es gibt keine Trinkgeldkultur? Also gibt man normalerweise sowieso kein Trinkgeld? Es ist Teil meiner To-Do-Liste vor jeder Reise, das kurz zu recherchieren. Und laut meiner Recherchen … Kann man Trinkgeld geben?
Insbesondere für guten Service, aber meistens rundet man einfach auf. Also es gibt nicht so ein mindestens 10 Prozent oder mindestens 20 Prozent. Ja, weil die Leute gut bezahlt werden. Genau. Und diese automatischen Kartenlesegeräte. Das sind wahrscheinlich alles amerikanische Systeme, schätze ich, oder? Ja, aber was hat das jetzt mit dem Trinkgeld zu tun? Ja, weil da hat man eine Trinkgeldkultur. Deswegen ist das da fix mit drin.
Das kann sein. Weiß ich nicht, vielleicht. Aber es ist auf jeden Fall ein Trend in Deutschland und wahrscheinlich in Europa, dass wir jetzt überall … Überall wird Trinkgeld abgefragt, an Orten, wo es früher nie Trinkgeld gab. Das schwappt rüber über den Atlantik. Mein letzter Punkt, mein absolutes Highlight.
¶ Oslos Beeindruckende Deichman Bibliothek
Vergiss alle Sehenswürdigkeiten in Oslo. Die Oper und das Museum, das Münchmuseum. Vergiss das alles. Das absolute Highlight ist die öffentliche Bücherei. Holy shit, ist das. Eine geile Bücherei. Hast du ein Foto? Ich habe so viele Fotos gemacht in dieser Bücherei. Also sie ist riesig, ist ein riesiges Gebäude direkt am Hauptbahnhof. Riesig. Auch architektonisch wunderschön. fünf oder sechs Etagen, unglaublich viel Platz, total verwinkelt. Du kannst dir überall so eine kleine Ecke suchen.
Wunderschöne Möbel, ganz verschiedene, also wer immer diese Bücherei eingerichtet hat, hatte sehr viel Stil. Es ist auch überall Kunst. Es sind überall einfach krasse Kunstwerke versteckt. Es gibt Bereiche für Familien, für Kinder. Es gibt Bücher in ganz vielen verschiedenen Sprachen. Es gibt Konzentrationsräume, wo du reingehen kannst, wenn du dich konzentrieren willst.
Es gibt 3D-Drucker, wenn du Sachen in 3D drucken willst. Es gibt Nähmaschinen. Da saßen Leute, die haben da gerade Kleidung gemacht. Es gibt Räume für Vorlesungen. Es gibt eine Bühne für Events. Es gibt Sektionen, die ausgeschildert sind, wo du essen kannst. Also hier bitte hinsetzen, wenn du gerade essen möchtest.
Die Bücherei hat ein eigenes Café und ein eigenes Restaurant und einen eigenen Giftshop. Wie sagt man? Ja, ein Geschenk, ein Souvenirshop. Souvenirshop. Übrigens, wenn du eine Karte hast, also wenn du da Mitglied bist als ... kannst du jeden Tag, auch am Wochenende, auch an Feiertagen zwischen 7 und ich glaube 22 Uhr da rein und kannst auch Sachen ausleihen, obwohl dann da nicht unbedingt jemand arbeitet.
Also du hast einfach so eine Zugangskarte und kannst dich selbst rein- und rauslassen. Es gibt T-Shirt-Drucker. Da saß eine Gruppe von Jugendlichen, die haben einfach gerade T-Shirts gedruckt. Generell, diese ganze Bücherei war voll mit ... Menschen aus allen Lebensbereichen, aber ganz viele Jugendliche, die halt in anderen Ländern in der Mall rumhängen. Es gibt eine Tischtennisplatte. Einfach so mittendrin auf einmal spielen da Leute Tischtennis. Ist das nicht laut?
beim Lesen? Die haben das irgendwie so hinbekommen, dass es überall ziemlich ruhig ist und dann gibt es halt noch so diese Konzentrationsräume, wo es dann ganz ruhig ist. Dann gibt es ... Ein voll ausgestattetes Musikstudio. Nein. Wo einfach Leute Musik gerade produziert haben. Und jetzt halte ich fest, mein absolutes Highlight, kannst du es dir denken? Ein Computerspielraum.
Den habe ich nicht gesehen, würde mich aber nicht wundern. Ein Podcast-Studio. Ein voll ausgestattetes, mega professionelles Podcast-Studio. Was? Wie geil.
Das haben sie einfach wirklich raus und ich habe das auch in einem Podcast gehört, dass sie das schon ganz bewusst machen, um dem gegenzusteuern, dass es keine … öffentlichen Räume mehr gibt oder immer weniger und Jugendliche halt ihre Zeit in der Mall verbringen und dann aber auch wieder Geld brauchen, um sich da was kaufen zu können in Food Court oder so und so eine Bücherei. Wenn ich die in Berlin hätte, würde ich da jeden Tag hingehen und arbeiten.
Es klingt ein bisschen nach einem Paradies für Janusz Schamerski. Ein absolutes Paradies. Überall natürlich Tische, habe ich gar nicht erwähnt. Also alle möglichen Arten von Tische, alle möglichen Arten von Stühle. Perfektes Wi-Fi für alle zugänglich. aufs Wasser. Also diese Bücherei hat wirklich einen Preis verdient und Gratulation. Woher wusstest du denn, dass das existiert? Es war auf einer persönlichen Empfehlungsliste von einer Freundin, die ...
aus Oslo kommt. Und ich gehe generell gerne auf Reisen in die Büchereien, aber ich bin sehr froh, dass ich die nicht verpasst habe. Das letzte Mal, dass ich in einer Bücherei war, war in Berlin. Da muss ich sagen ... Das ist das Gegenbeispiel. Ich weiß nicht, ob es in Berlin, gibt es da auch schöne Büchereien? Weil die, die ich kenne, die fallen alle fast auseinander. Es gibt die Zentralbibliothek Unter den Linden, die ist sehr, sehr schön.
Die ist sehr schön. Und dann war ich in Brighton in der Bücherei, weil ich versuchen wollte, was zu drucken. Das war aber ein größeres Unterfangen. Also da standen dann auch zum Teil so Leute an Informationsschaltern, die gesagt ... Da stand dann so, brauchst du Hilfe, möchtest du was scannen, möchtest du was drucken, wir sind hier, um dir zu helfen. Also einfach diese Bücherei. Wenn ihr mal in Oslo seid, besucht die Bücherei.
Sie heißt Deichmann Bibliothek, direkt am Bahnhof. Ich kann es nur empfehlen. Manuel, eben waren wir hier in Barcelona. Wie spricht man eigentlich diesen Namen richtig aus? Ja, ich glaube ungefähr so. Ich kann das mit dem Lispeln auch nicht so gut. Ich habe ja meinen Spanisch aus Mexiko. Ja, wir waren hier, wir sind gerade angekommen in der Stadt.
Und dann sind wir schnell essen gegangen und wir waren in einem Restaurant, das du bei Google Maps gefunden hast. Du machst hier immer wieder Schleichwerbung doch für Google Maps. Gefällt dir das nicht? Also ich weiß nicht. Das ist auf jeden Fall verdächtig. Ja, du bist durch eine… Durch eine App. Durch eine App aufmerksam geworden auf ein Restaurant, was hier um die Ecke liegt von dem Ort, wo wir wohnen.
Und es gab eine lange Schlange. Ganz kurz zu diesem Thema. Ich mache natürlich Spaß. Es benutzen ja wahrscheinlich 90 Prozent unserer ZuhörerInnen auch Google Maps. Aber letztens wurde mir in Google Maps eine Werbung angezeigt. Das nicht hier jetzt heute, aber auf meiner Reise wurde mir eine Werbung. Kennst du das? Dass ein Ort … Ja.
so quasi, du bist schon voll weit rausgesoomt, eigentlich stehen da nicht die Namen von den Restaurants. Aber dann steht da ein Restaurant und dann steht klein drunter Werbung. Und das hat geklappt bei mir. Weil das war eine Pizzeria und die hatte gute Bewertungen. Und dann hatte ich plötzlich Lust auf Pizza und dann sind wir dahin und dann dachte ich, krass.
Hat funktioniert. In den Krallen des Google-Konzerns. Ja, genau. Heißt diese Episode. Ja, auf jeden Fall stehen wir dann in diesem Restaurant, was Manuel ganz schnell ausgewählt hat über eine App. Und es gibt eine lange Schlange. Sehr lange Schlange. Ihr wolltet schon wieder gehen, fast. Chris und du, ihr habt kurz überlegt, ob wir lieber zu Ikea gehen, weil es bei Ikea auch Essen gibt.
Und dann hast du aber geguckt, wie lang die Schlange ist und wie das Essen aussieht. Und du kamst zurück und du hast zu Chris und zu mir gesagt, es sieht...
¶ "Vielversprechend": Deutsches Wort
Vielversprechend aus. Und das ist so ein schönes Wort, das wollte ich heute mal als Ausdruck der Woche vorstellen. Vielversprechend. Ja, es ist eine kleine Alliteration. Vielversprechend. Was ist eine Alliteration? Wenn zweimal der gleiche Anfangsbuchstabe sich wiederholt. Also es ist ja eigentlich keine Alliteration, weil es ein einziges Wort ist. Es wird zusammengeschrieben, vielversprechend. Aber ja, es ist eigentlich einfach nur ein Wort, eine Vokabel. Ich meine, auf Englisch gibt es auch
Promising, very promising. Das ist ja das Gleiche eigentlich. Aber das Besondere ist, dass es ein Wort ist. Man sagt nicht … Man würde nie sagen, das sieht versprechend aus. Das gibt es nicht. Es ist immer vielversprechend. Vielversprechend. Es gibt auch nicht wenig versprechend. Es gibt nur vielversprechend. Genau, also das Wort viel und das Wort versprechend sind zusammengeschmolzt.
zu einem Wort und man benutzt das als Wort, um zu sagen, es ist, also auf Englisch würde man sagen, it looks promising, einfach nur das. Very promising. It looks very promising. Aber stellt euch vor, aus diesen beiden Wörtern wäre jetzt ein Wort. Very promising. Das wäre ab jetzt ein Wort und das heißt...
Sieht gut aus. Und ich finde das einfach schön im Deutschen. Und ich dachte, ich will dieses Wort heute mal vorstellen. Man kann das ja auch aktiv in einem Satz benutzen, in dem man sagt, ich verspreche mir viel von unserem Besuch in Spanien. Stimmt. Dann ist es kein Adjektiv mehr, sondern ein Verb. Sehr gut, Manuel. War gut, oder? Wie gut ich die deutsche Sprache erklären kann. Da hast du lange nachgedacht. Nee, das kam ganz automatisch aus mir raus.
¶ Easy German Mitgliedschaft: Vorteile
Manuel, es wird Zeit, dass wir mal wieder Werbung für uns selbst machen. Gerne. Für Cari. Wählt Cari bei der nächsten Wahl. Nein, ich stehe noch nicht zur Wahl. Noch nicht zur Wahl, ja. Aber ich wollte mal darauf hinweisen, dass wir Sachen anbieten zu diesem Podcast, wenn man mit diesem Podcast intensiver lernen möchte und zum Beispiel die Vokabeln live mitlesen möchte.
Wie geht das, Manuel? Das geht als Learner-Member oder Conversation-Member von Easy German. Auf easygerman.org steht ausführlich erklärt, wie das funktioniert. Für ein paar Euro im Monat. Seid ihr dabei? Ihr könnt es auch mal für einen Monat einfach ausprobieren. Und dann bekommt ihr einen eigenen Podcast-Feed.
Und in diesem Podcast-Feed ist dann diese Vokabelhilfe enthalten, aber zum Beispiel auch unsere Aftershow. Also ihr hört dann nach jeder Episode noch eine geheime Sektion, wo wir hinter den Kulissen meistens verraten, was wir in der öffentlichen Show nicht verraten. Da kommt dann die Wahrheit ans Licht. Und manchmal reden wir auch nur darüber, wie die Show war.
Das ist ja die Aftershow. Ja, wir freuen uns, wenn ihr Lust habt, das auszuprobieren. Das Tolle ist, als Easy German Mitglied unterstützt ihr unsere Arbeit. Also wir sind da wirklich stolz darauf, dass diese Show eigentlich... nur durch unsere Mitglieder möglich ist und ihr könnt eben auch intensiv lernen.
¶ Merz's Stadtbild-Aussage zur Migration
hat unser Bundeskanzler Friedrich Merz eine Pressekonferenz gegeben und dabei ging es unter anderem um das Thema Migration. Und da hat er ein Statement abgegeben, das seither sehr heiß diskutiert wird in Deutschland. Und bevor wir darüber sprechen, spiele ich es einfach mal ab. Okay. Bei der Migration sind wir sehr weit. Wir haben in dieser Bundesregierung die Zahlen August 24, August 25 im Vergleich um 60 Prozent nach unten gebracht. Aber wir haben natürlich immer im Stadtbild noch...
Und deswegen ist der Bundesinnenminister ja auch dabei, jetzt in sehr großem Umfang auch Rückführungen zu ermöglichen und durchzuführen. Wir haben aber immer noch im Stadtbild dieses Problem. Das ist die Aussage, die Friedrich Merz getroffen hat. Es ist dieser ganze Ausschnitt.
Da zieht sich bei mir alles zusammen, wenn ich das höre. Es wird seither sehr viel darüber diskutiert, was er eigentlich meinte. Und ich kann grundsätzlich schon verstehen, was er meinte. Er meint... dass, naja, die Regierung hat sich vorgenommen, dass sie ... Was ist denn das Stadtbild? Erklär doch erstmal, was ein Stadtbild überhaupt ist.
Menschen ohne Aufenthaltsstatus, ohne Bleibeperspektive abschieben und vor allem halt kriminelle Menschen abschieben. Aber was das große Problem ist, dass Friedrich Merz einfach nicht redet wie jemand, der differenziert über Migration nachdenkt, sondern er redet einfach wie ein Rassist. Also er redet so, als wäre Migration an sich das Problem. Also alle Migration.
Und genau das hat er in dieser Aussage gemacht. Er hat gesagt, bei dem Thema Migration sind wir sehr weit, was auch immer das heißt. Das ist eine viel zu indifferente... Aussage als Kanzler und dann sagt er, aber wir haben natürlich immer noch im Stadtbild dieses Problem. Und das Stadtbild, ja, was ist das? So wie die Stadt aussieht oder so wie das Gefühl in der Stadt ist, also wenn man durch die Stadt geht zu Fuß, was man dann sieht, das ist das Stadtbild.
Genau. Und er sagt jetzt, wir haben in diesem Stadtbild ein Problem und das heißt Migration. Also diese Aussage ist doppelt problematisch, weil einmal, warum ist Migration ein Problem? Grundsätzlich... Will Deutschland Migration? Das hat er mittlerweile auch selber bestätigt. Und das zweite ist, okay, wie kann man denn überhaupt Migration im Stadtbild sehen?
migriert ist oder nicht und du siehst auch nicht, ob der einen deutschen Pass hat oder nicht, außer du meinst die Hautfarbe und deswegen ist diese Aussage einfach, ja. ich würde sagen, rassistisch und auch sehr umstritten. Und seitdem gibt es auch Proteste in Deutschland. Genau, also er wurde dann tatsächlich wenige Tage später mit dieser Kritik, die du jetzt formuliert hast,
Konfrontiert? Konfrontiert. Viele Menschen haben diese Aussage als mindestens problematisch oder sagen wir mal nicht besonders feinfühlig, nicht besonders… sensibel wahrgenommen. Viele haben auch den Begriff rassistisch benutzt und mit dieser Kritik wurde er dann in einer anderen Pressekonferenz konfrontiert und hat sich dann statt zu erklären, was er damit vielleicht genau meinte, zu folgender Aussage hinreißen lassen.
Herr Bundeskanzler, Sie haben in der vergangenen Woche mit Ihrer Äußerung zu Problemen im Stadtbild für Irritationen gesorgt. Können Sie bitte sagen, wie Sie das gemeint haben, was Sie mit dieser Äußerung bezwecken wollten und ob Sie da irgendetwas zurückzunehmen haben? Es gibt ja einige, die jetzt fordern, dass Sie sich dafür entschuldigen.
Herr Fischer, ich frage mal zurück, ich weiß nicht, ob Sie Kinder haben. Und wenn unter diesen Kindern Töchter sind, dann fragen Sie mal Ihre Töchter, was ich damit gemeint haben könnte. Ich vermute, Sie kriegen eine ziemlich klare und deutliche Antwort. Ich habe gar nichts zurückzudehnen. Im Gegenteil, ich unterstreiche es noch einmal, wir müssen daran etwas ändern. Und der Bundesinnenminister ist dabei, daran etwas zu ändern. Und wir werden diese Politik fortsetzen.
Also ich finde das interessant, dass Friedrich Merz wirklich so dermaßen uncharismatisch und untalentiert ist bei solchen Dingen. irgendwie sympathisch rüber zu kommen. Denn um jetzt mal, ich würde jetzt mal versuchen, zu erklären, was er vielleicht meinen könnte. Und ich will jetzt einfach mal nicht einfach sagen, Friedrich Merz ist ein Rassist, sondern ich glaube, was er meint, ist, dass es in Großstädten an zentralen Punkten wie zum Beispiel Hauptbahnhöfen viel Kriminalität gibt.
großer Teil dieser Kriminalität auch von MigrantInnen verübt wird. Und das ist sicher wahr. Aber er vermischt das mit Migration und vor allem mit ... Also und statt dann irgendwie zu erklären und zu sagen, naja, ich denke, wir müssen für mehr Sicherheit an Bahnhöfen sorgen oder so, sagt er halt …
Wir schieben schon viele Leute ab, aber wir haben immer noch das Problem im Stadtbild, als ob jetzt diese Bahnhöfe sicherer werden würden, wenn man noch mehr Leute abschiebt. Also diesen direkten Zusammenhang gibt es einfach so nicht und das ist dann… Ja, es gibt natürlich Zusammenhänge, aber wenn man jetzt Wissenschaftler fragt, warum sind zum Beispiel gewisse...
Gruppen überrepräsentiert bei, weiß nicht, Drogenhandel zum Beispiel. Da gibt es ja Gründe für. Also bestimmte marginalisierte Gruppen fallen häufiger auf bei gewissen Kriminaldelikten. Was teilweise auch ja Konsequenz ist von politischen Handlungen, zum Beispiel, dass viele Menschen, die nach Deutschland kommen, gerade Geflüchtete, ja jahrelang nicht arbeiten dürfen und manche Leute...
Also werden dann unter Umständen kriminell, weil sie gar keine reguläre Einnahmemöglichkeit haben. Es gibt natürlich auch viele andere Gründe, aber es ist halt sehr komplex und das einfach so zusammenzufassen und wie du sagst, das auch zu vermischen ist. finde ich einfach für einen Kanzler, der ja uns alle vertritt, einfach unwürdig. Und wenn man sich anguckt, wie in den letzten Wochen auch Leute darauf reagiert haben, die mit...
Migrationshintergrund in Deutschland leben, auch in der zweiten und dritten Generation. die sich gemein fühlen von dieser Aussage. Die sagen, hey, ich bin Deutscher, ich war schon immer Deutscher und meine Eltern und Großeltern sind zwar hier eingewandert, aber die lieben dieses Land genau wie die anderen Menschen hier. Wieso werden wir einfach pauschal verurteilt, nur weil ein paar andere Leute, die vielleicht nicht mal ähnlich aussehen wie wir,
Und das ist einfach für einen Bundeskanzler, der eigentlich alle Deutschen vertreten sollte, finde ich das extrem peinlich. Ja, vor allem, er sagt so etwas, kriegt viel Gegenwind und hat dann nicht die... Humility? Demut? Demut. Zu sagen, hey, das war blöd formuliert oder das war zu einfach formuliert. Ich erkläre das nochmal, was ich damit meinte, sondern eher …
sagt dann, nee, jetzt erst recht. Ich nehme hier gar nichts zurück. Fragen Sie halt mal Ihre Tochter. Du hast es angesprochen, es gibt jetzt große Demos in Deutschland oder gab große Demos, unter anderem solche Demos, die dann Wir sind die Töchter hießen.
Wo insbesondere Frauen gesagt haben, ich stelle mich gegen solche rassistischen Äußerungen. Ja, wir wollten das einfach mal erklären, falls ihr das mitbekommen habt. Habt ihr wahrscheinlich mitbekommen, denn von einigen von euch haben wir schon Fragen. Dazu gehört. Ja, ich finde es schade. Ich bin mir sicher, das hat auch was mit der AfD zu tun. Die AfD ist im Moment populär in Deutschland.
Friedrich Merz macht es ein bisschen falsch, denke ich, taktisch, dass er versucht, die AfD zu kopieren, ihre Sprache zu kopieren, ihre Ängste, die sie formulieren, zu kopieren, statt dem ... Ja, den echten Problemen mit Sachverstand zu begegnen, das wäre meine Analyse. Zum Schluss.
¶ Wetter-App Empfehlung und Abschied
habe ich noch eine App-Empfehlung von unserer Hörerin Lynn. Denn wir haben uns in unserer App-Episode, auch eine Alliteration, so ein bisschen, über diese Regenradar-App beschwert, Wetterradar, dass die so schlecht ist und voll mit schlechter Werbung und dann verkaufen sie noch die Nutzerdaten illegalerweise. Und die Lynn hat die DVD ...
Warnwetter-App empfohlen, vom Deutschen Wetterdienst. Und die habe ich mir mal runtergeladen. Kostet 2,50 Euro, weil sie wohl Geld nehmen müssen. Da steht, sie wurden von einem Gericht gezwungen. Wahrscheinlich, weil es sonst, der deutsche Wetterdienst ist ja glaube ich staatlich und dass es quasi keine illegale Konkurrenz zu den privaten Wetter-Apps gibt. Ah, echt? Es gibt eine staatliche Wetter-App?
Also so verstehe ich das zumindest. Aber die App ist auf jeden Fall sehr gut. Vielen Dank, Lynn, für diese Empfehlung. Und wir verlinken das mal in den Shownotes. Also Lynn hat uns das geschickt, weil wir beide unzufrieden waren mit unseren Wetter-Apps, hat sie gesagt. Richtig, probiert mal die DWD-Warnwetter. Und die hast du ausprobiert und empfiehlst sie jetzt weiter? Ich empfinde sie als gut und empfehle sie weiter. Fantastisch, Manuel. Wunderbar.
Gut, Kari, wir hören uns wieder nächste Woche zurück in Berlin. Schon wieder da, schon wieder vorbei. Schon wieder vorbei und jetzt schauen wir uns ein bisschen Barcelona an. Ah, das ist ja schade, dass wir schon am Ende sind. Ja, so ist das. Aber ihr könnt ja noch mehr hören als Easy German Mitglied, denn in der Aftershow quatschen wir gleich noch weiter. Und da werde ich mal rausfinden, Manuel, was du diese Woche in Barcelona machst. Alles klar. Bis dann. Ciao.
