599: Sonne, Mond und Erde - podcast episode cover
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Summary

Cari und Manuel beginnen mit einem Gespräch über die kürzliche Mondfinsternis und debattieren über deren Spektakel und wissenschaftliche Erklärung. Sie analysieren den Ausdruck "weggehen wie warme Semmeln" und widmen sich anschließend dem aktuellen Müllproblem in Berlin, das durch neue, höhere Bußgelder bekämpft werden soll, was jedoch die beliebte Verschenke-Kultur erschwert. Zudem teilt Manuel persönliche Erfahrungen und Tipps zum Cortisol-Management. Die Episode endet mit Hörerfragen zu Manuels amerikanischem Akzent und der typisch deutschen Nachbarschaftskultur.

Episode description

Wir sprechen über die Mondfinsternis in Deutschland und erklären, was es bedeutet, wenn etwas "weggeht wie warme Semmeln". Dann sprechen wir über das Müllproblem in unserer Stadt und die neuen Bußgelder, die die Stadt Berlin nun plant. Außerdem teilt Manuel Tipps zum Thema Cortisol und wir beantworten eure Fragen zu englischen Akzenten und deutscher Nachbarschaftskultur.

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Intro: Mondfinsternis

Ausdruck der Woche: Weggehen wie warme Semmeln

Das nervt: Müll in Berlin

Manuels Manual: Cortisol

Eure Fragen
  • Matt aus England fragt: Manuel, warum sprichst du mit amerikanischem Akzent?
  • Mikael aus Russland fragt: Sitzen Deutsche oft vor der Haustür?
  • Hast du eine Frage an uns? Auf easygerman.fm kannst du uns eine Sprachnachricht schicken.

Wichtige Vokabeln in dieser Episode
  • die Mondfinsternis: astronomisches Ereignis, bei dem der Mond durch den Erdschatten ganz oder teilweise verdunkelt wird
  • weggehen wie warme Semmeln (ugs): sich sehr schnell und in großer Menge verkaufen
  • das Bußgeld: Geldstrafe, die für einen Verstoß gegen ein Gesetz oder eine Regel verhängt wird
  • das Cortisol: Hormon, das bei Stress ausgeschüttet wird und viele Körperfunktionen beeinflusst
  • die Pampelmuse: große Zitrusfrucht mit säuerlich-bitterem Geschmack, ähnlich der Grapefruit
  • etwas optimieren: etwas so verbessern, dass es möglichst effektiv oder leistungsfähig ist
  • der Argwohn: misstrauisches Gefühl oder Verdacht gegenüber jemandem oder etwas

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Transcript

Mondfinsternis: Manuels Erlebnis und Karis Skepsis

Hallihallo, mein lieber Manuel. Hallihallo, meine liebe Kari. Was hast du gestern Abend gemacht gegen 21 Uhr? Meine Eltern waren hier. Isi und Mitch waren hier. Und wir hatten ein wunderschönes Familien-Event. Wir haben Pizza zusammen gemacht. Jeder durfte seine eigene Pizza belegen. Und ich habe die dann in den Ofen geschoben. Ja, das klingt schön, aber ihr habt was verpasst.

Was denn? Das Fußballspiel? Wahrscheinlich gab es auch irgendein Fußballspiel. Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Ja. Gestern, am Sonntag, wir nehmen am Montag auf, gab es eine... Mondfinsternis. Und ich habe das total zufällig mitbekommen. In der Tagesschau wurde es nämlich angesagt und es war eine der seltenen Gelegenheiten. eine Mondfinsternis zu sehen, zu einer Zeit, wo ich noch wach bin. Meistens passieren solche Dinge irgendwie um 4 Uhr nachts, Finsternisse oder so.

Asteroiden, Hagel und was es manchmal gibt, Schauer. Aber gestern, perfekt, direkt bevor ich ins Bett gegangen bin, 21.30 Uhr, konnte ich die aus meinem Fenster beobachten. Das war wirklich ein Spektakel. Mensch, Manuel, das freut mich ja richtig, dass du noch vorm Schlafengehen um 21.30 Uhr eine Mondfinsternis sehen konntest.

Ja. Was ist denn eigentlich eine Mondfinsternis? Also ich finde, eine Mondfinsternis ist ja auch nicht so spektakulär. Man sieht einfach den Mond nicht. Ja, man sieht ihn schon, aber es war zumindest bei uns keine ... komplette Finsternis und dadurch ist der so rot geworden. Also eine Mondfinsternis ist, wenn die Erde

den eigenen Schatten auf den Mond wirft. Also die Erde schiebt sich zwischen Sonne und Mond und wir werfen unseren Schatten direkt perfekt auf den Mond und dadurch wird der Mond ganz dunkel und Und dann so ganz langsam von der Seite fängt er dann wieder an hell zu werden. Und das sah aus wie ein AI-Rendering oder so. Das sah so krass aus. Aber sag mal, ist das nicht jeden Tag so, dass die Erde Schatten auf den Mond wirft? Deswegen sieht man doch nur so eine Sichel. Nein, das hat andere Gründe.

Dass die Erde den Schatten auf den Mond wirft, passiert relativ selten. Das nächste Mal erst wieder in vier Jahren. Und wieso sehe ich den Mond dann meistens nicht ganz? Hat das nichts mit der Erde zu tun? Das doch, aber das ist ja glaube ich nicht unser Schatten, sondern das ist sozusagen die Seite des Mondes, die gerade bestrahlt wird von der Sonne. Aber dass wir jetzt unseren Schatten perfekt auf diesen...

Auf unseren Mond werfen, das passiert selten. Dafür muss ja quasi eine perfekte Reihe sein zwischen Mond, Erde und Sonne. Also irgendwie glaube ich das nicht. Ich habe das jetzt mal bei Chat. Dann nicht. Geprüft. Also der Mond wird von der Sonne beleuchtet. Ja. Genau, aber dazwischen ist ja trotzdem die Erde. Ja, aber …

Unser Erdball wirft ja nicht ständig perfekt den Schatten auf den Mond. Ja, perfekt nicht. Das ist dann die Mondfinsternis. Nee, nee. Okay, also … Du glaubst mir das nicht, aber es ist tatsächlich so, dass wenn quasi der Schatten der Erde auf den Mond fällt, ist es eine Mondfinsternis, da gibt es komplette und teilweise... Aber wenn es einfach nur ein Halbmond ist, das ist ja einfach der normale Rhythmus, wie die Sonne auf den Mond scheint. Ob die Sonne den Mond komplett beleuchtet oder nur...

Von einer Seite aus unserer Sicht. Von einer Seite, weil die Erde dazwischen ist. Und deswegen denke ich, so ein bisschen Schatten hat der Mond jeden Tag. Okay, ich freue mich auf die Kommentare, die wir zu diesem Thema bekommen. Ja, falls hier irgendwelche Wissenschaftler sind.

Beschreibt mir das gerne nochmal in einfachen Worten, aber … Weil mir glaubt Kari das nicht. Nee, ich glaube es dir schon. Ich glaube dir, dass das mit dem Schatten und so, ich denke nur, es ist jetzt … Ja, ich denke, es ist nicht so spektakulär wie eine Sonnenfinsternis, weißt du, weil vom Mond sehen wir sowieso nie, meistens nicht alles und der ist oft teils dunkel oder gar nicht sichtbar und deswegen wollte ich nur sagen, schön.

Aber ich habe jetzt nicht das Gefühl, ich habe wahnsinnig viel verpasst. Okay, da bin ich ja froh. Ach, Manuel. Schwer zu begeistern, Carina Schmidt. Ja, aber vielleicht bist du... Wenn es nicht eine komplette Sonnenfinsternis ist, geht sie nicht aus dem Haus. Ja, also es war ja auch nicht, also ich habe es nicht mitbekommen, sagen wir so. Ja. Und niemand aus meiner Familie hat es mitbekommen. Ich sage mal, eine Sonnenfinsternis.

Ausdruck der Woche: Weggehen wie warme Semmeln

Dafür wird es da aus dem Haus gehen. Die geht weg wie warme Semmeln. Oh, das ist eine halbwegs gute Überleitung, weil ich weiß jetzt nicht, ob eine Sonnenfinsternis... weggehen kann, wie warme Semmeln. Aber ein anderes Beispiel wäre vielleicht der Kaffee hier im Büro. Der geht weg wie warme Semmeln. Richtig, denn der schmeckt lecker. Ja, etwas geht weg.

Wie warme Semmeln. Das kann man relativ wörtlich verstehen. Weggehen heißt, das ist populär, das wird mitgenommen, das wird konsumiert. Also normalerweise … Weggehen würde ich jetzt daran denken, dass ich, eine Person geht weg, ich gehe von der Party weg. Aber umgangssprachlich bedeutet es, Es verkauft sich, oder? Das meintest du jetzt. Es gibt viele Bedeutungen von weggehen und die erste Bedeutung ist nicht diese, aber man kann es trotzdem wörtlich verstehen.

Die Semmeln gehen weg. Was ist eine Semmel? Ein Brötchen. Semmel ist also das bayerische Wort für Brötchen. In den bayerischen Dialekten benutzt man Semmel. Und wenn … Warme Semmeln weggehen. Warum gehen die weg? Warum sind die populär? Weil die günstig und lecker sind zum Frühstück und wenn sie noch warm aus dem Ofen kommen, dann ist es umso populärer. Bei mir um die Ecke gibt es einen Bäcker, der verkauft...

Morgens warme Brötchen frisch aus dem Ofen für 25 Cent. Ich frage mich immer noch, wie sie diesen Preis halten können. Und wenn ich da morgens von meiner ... Hunderunde zurückkomme, dann kaufe ich auch gerne warme Schrippen, wie es bei uns in Berlin heißt, aber in Bayern sind es die Semmeln. Ja, ein sehr schönes... Ein sehr schöner Ausdruck. Also Semmeln sind Brötchen und Deutsche lieben Brötchen. Und wenn die Brötchen frisch und warm sind, lieben wir sie erst recht. Und deshalb ...

kann man diesen Ausdruck benutzen und zwar auch im übertragenen Sinne. Man kann auch sagen, wenn du jetzt zum Beispiel, Manuel, zum Flohmarkt gehst und deine alten T-Shirts Und da kommen ganz viele Easy German Fans und wollen Manuel's T-Shirts. Kann man sagen, Manuel's T-Shirts gehen weg wie warme Semmeln. Genau, das ist der Ausdruck, den könnt ihr euch merken. Und dann demnächst mal …

Berlins Müllproblem und erhöhte Bußgelder

benutzen, wenn ihr etwas verkauft. Das nervt. Ja, Kari, in Berlin gibt es so einige Probleme, aber eins. Das nervt mich persönlich besonders. Und das ist der Müll. Ich glaube, wir haben da schon öfter darüber gesprochen, dass Berlin ein Müllproblem hat. Aber es gibt eine... Aktuelle Nachricht, eine Entwicklung zu diesem Thema. Richtig, Manuel. Und zwar möchte jetzt der Senat in Berlin, das ist unsere lokale Regierung hier, möchte vorgehen gegen Müll.

Und hat deswegen neue Bußgelder beschlossen. Was sind Bußgelder? Bußgelder sind Strafzahlungen, die man leisten muss, wenn man … etwas falsch gemacht hat. Also was ist das? Das ist kein Verbrechen, aber eine Ordnungswidrigkeit. Also eine kleine Sache, die ...

illegal ist, aber für die kommt man jetzt nicht ins Gefängnis, aber man bekommt ein Bußgeld. Und Bußgelder für illegale Müllentsorgung, also wenn man seinen Müll auf die Straße oder in den Park oder in den Waldwirft gab es auch vorher schon, aber diese Bußgelder sollen jetzt viel teurer werden.

Wir können ja mal ein paar Beispiele durchgehen, Manuel, und mal gucken, ob du diese Beispiele kennst. Hast du schon mal eine Zigarette auf den Boden geworfen? Noch nie. Ich hatte, glaube ich, sogar noch nie eine Zigarette. in meiner Hand. Vielleicht ein- oder zweimal in meinem Leben. Und wenn ich rauchen würde, würde ich sie nicht auf den Boden werfen. Aber ... Ich habe das tatsächlich früher gemacht, ganz früher. Und das …

war auch nicht cool. Und dann habe ich das irgendwann aufgehört. Also erst habe ich aufgehört, Zigarettenkippen auf den Boden zu werfen. Dann habe ich aufgehört, überhaupt zu rauchen. Beides war eine gute Entscheidung. Das kostete früher 55 Euro und jetzt 250 Euro. Wenn man eine Matratze auf die Straße stellt, klingt vielleicht für einige Leute absurd, ist aber in Berlin …

Gehört das zum Alltagsbild, dann muss man in Zukunft 100 Euro dafür bezahlen. Das ist irgendwie komisch, ne? Die Matratze kostet nur 100 Euro und die Zigarette… Das macht keinen Sinn. Aber Sperrmüll, also große Sachen, Sofas, Betten, zwischen 1.500 und 11.000 Euro, je nachdem wie viel es ist.

Das ist richtig krass und das passiert auch irgendwie richtig oft. Es gibt echt viele Leute, die stellen ihr kaputtes Sofa auf die Straße. Ich habe das auch schon mal gemacht. Ich hatte einen kaputten Sessel. Und hab den einfach unten vor die Tür gestellt, hab einen Zettel drauf gemacht, zu verschenken. Und der war tatsächlich, obwohl ein Bein fehlte oder ein ...

ja, das war so ein kurzes Bein, war der nach, weiß nicht, einer Stunde weg. Genau, jetzt kommt, das ist die perfekte Überleitung zu, also ich finde, es gibt zwei Seiten der Medaille von diesem.

Verschenke-Kultur vs. Müll: Ein Berliner Dilemma

Medaille, wie sagt man das auf Deutsch? Zwei Seiten der Medaille von diesem Thema. Denn grundsätzlich finde ich es gut, dass unsere PolitikerInnen in Berlin etwas unternehmen, damit nicht so viel Müll rum. In meinem Stadtteil liegt ganz viel so kleiner Müll überall rum. Essensreste, Tetrapaks, Capri-Sonne. Und das ist wirklich furchtbar. Auch diese Kippen und so weiter.

Aber diese Kultur in Berlin, dass man, wenn man etwas verschenken möchte, was eigentlich noch okay ist, ein alter Stuhl, ein alter Sessel oder eine Box mit Kleinigkeiten, Das wird jetzt richtig gefährlich, wenn man das macht, weil man kann das ja, ich habe das glaube ich schon mal erzählt hier,

Man kann das ja vernünftig machen. Man kann eine Box rausstellen mit kleinen Sachen, die man verschenkt und dann kommt man drei Stunden später nochmal zurück und wenn die Box dann immer noch da ist, nimmt man sie... wieder mit und entsorgt den Rest. Aber das ist jetzt richtig, richtig gefährlich, denn wenn man dabei erwischt wird, so eine Box rauszustellen oder ein Sofa, dann muss man im Falle einer ... Das ist krass, weil eigentlich ist das was Schönes, dass man in Berlin…

Sachen auf der Straße verschenken kann. Ich kann es aber auch verstehen, weil es passiert sehr oft, dass diese Sachen rausgestellt werden und niemand kümmert sich später darum. Ich glaube, da gehören wir zu den wenigen eher ... sag ich mal, in der Minderheit gehörenden Menschen, die das wirklich machen. Ich habe zum Beispiel letztens auch eine Box rausgestellt und die stand dann auch über Nacht. Dann hat es geregnet, am nächsten Morgen war alles ...

Und ich bin dann hingegangen und habe den Rest in die Mülltonne getan. Aber die meisten Leute, würde ich sagen, machen das nicht. Oder viele zumindest. Und das ist halt … dann ein Problem, weil Leute nehmen was raus, schmeißen es irgendwie irgendwo anders hin oder der Wind kommt, der Regen kommt und dann liegt alles auf der Straße. Das andere Problem, meiner Meinung nach, ist, dass hohe Bußgelder

nicht viel bringen, wenn niemand kontrolliert und diese Bußgelder auch durchsetzt. Also wie gesagt, bei mir in meinem Stadtteil gibt es wirklich ein Müllproblem und ich sehe das bei meinen Spaziergängen und auch aus meinem Fenster manchmal, wie die Leute ihren Müll in den Park auf den Spielplatz werfen und ich habe noch nie gesehen, dass die Polizei oder das Ordnungsamt

da in der Nähe ist, das mitbekommt und eine Strafe verteilt. Also ich glaube, man könnte auch 100 Millionen Euro Strafe Es würde trotzdem nichts ändern, weil die Wahrscheinlichkeit, dass man erwischt wird, so klein ist, dass es quasi keinen Unterschied macht. Ja, das habe ich mich auch gefragt, weil es gibt ja nicht mehr Personal. Also es müssen eigentlich die Ordnungsämter das kontrollieren und die haben aber genauso wenig Personal wie vorher.

bleibt eine Frage. Naja, vielleicht schreckt es zumindest ab, weil mich schreckt das jetzt schon ab, nochmal so eine Kiste auf die Straße zu stellen. Und dich? Ja, aber das ist ja gerade der falsche Effekt, finde ich, dass Leute, die eigentlich ... verantwortungsbewusst

einfach Sachen verschenken wollen, dass die sich jetzt nicht mehr trauen, aber die Leute, die ihre Kippen und ihre Capri-Sonnen irgendwie durch die Gegend schmeißen und ihre Burger-Verpackungen, habe ich gestern noch gesehen, die wird das nicht beeindrucken. Das finde ich auch krass. Ich sehe das erstaunlich oft, gerade wenn du am Wochenende, ist ja völlig Randale in Berlin und Eskalation und dann sind da plötzlich einfach ...

Weiß nicht, Burgerpackungen und halbe Döner liegen einfach auf der Straße und denkst du, was machen die Leute? Die holen sich was zu essen, dann essen sie die Hälfte und schmeißen das auf die Straße. Was ist falsch mit denen? Okay, das nervt. Ach Manuel, ich habe übrigens jetzt ein Foto gesehen von deiner Mondfinsternis und muss sagen, ist doch schon schön gewesen. Von meiner Mondfinsternis. Ja, da bin ich ja froh, dass ein Foto dich überzeugen konnte, nachdem ich...

Cortisol-Management: Manuels Energie-Tipps

es nicht geschafft habe. Kari, ich habe wieder was gelernt in meinem Leben und ich würde gerne noch mehr darüber lernen und deswegen erzähle ich jetzt davon. Erzähl mal. Es geht um das Thema Cortisol. Was weißt du? über dieses Thema. Cortisol? So wird das ausgesprochen? Ich wollte es deutlich sagen, damit alle wissen, wie man es schreibt. Ich weiß da...

Fast gar nichts drüber. Aber ich habe bestimmt schon öfters gehört, aber mich gerade mit diesem Aspekt nicht so sehr beschäftigt. Ja, also ein kleiner Disclaimer vorab. Ich bin natürlich kein Mediziner. Du bist auch keine Medizinerin und was wir hier erzählen, ist einfach das, was wir glauben zu wissen. Aber vielleicht solltet ihr euch noch unabhängig mit diesem Thema beschäftigen. Der Hintergrund...

Oder die Story, wie ich auf dieses Thema gekommen bin, ist, dass ich eine Zeit lang wirklich darunter gelitten habe, dass ich nachmittags, also nach dem Mittagessen, einen krassen... Crash hatte, sowohl körperlich als auch mental. Also morgens total viel Energie, Lust aufs Arbeiten, produktiv und dann nachmittags wirklich so ... Komplett anders, komplett müde, schlapp, keine Motivation. Und dann...

bin ich auf einen Podcast gestoßen, eine Podcast-Episode vom Huberman Lab. Haben wir, glaube ich, schon öfter drüber gesprochen. Da ist er wieder, der Huberman. Der Huberman. Und da habe ich dann ein bisschen über Cortisol gelernt. Das ist in der Umgangssprache auch das Stresshormon. Und man denkt immer, Cortisol, da will man...

möglichst wenig von haben, dachte ich immer, weil es ein Stresshormon ist. In Wirklichkeit will man das schon haben, aber vor allem morgens und dann soll das den Tag über abflachen und abends will man dann ... ganz wenig davon haben, sodass man dann den ganzen Tag über eine gute Motivation hat und einen guten Drive und viel Energie.

Und da hat der Huberman ein paar Tipps geteilt, wie man das besser managen kann oder wie man, wenn man diese Probleme hatte wie ich, dafür sorgen kann, dass das nachmittags nicht so krass abfällt. Und man dann so wenig Energie hat. Das ist lustig, weil ich habe heute Morgen einen Artikel gelesen in der Zeit. Und da wurde auch über den Juberman gesprochen.

Aber den lese ich vielleicht gleich nochmal eine Stelle daraus vor. Mich interessiert das, wie kann man das dann jetzt selber kontrollieren, Manuel? Genau, also ich sage einfach mal so die Top 3 Tipps. von denen ich glaube, dass sie mir wirklich helfen. Denn seit ich das mache, geht es mir viel besser den ganzen Tag über. Länger schlafen? Also genug Schlaf ist sowieso sehr wichtig, ja. Aber Tipp Nummer eins ist ...

Das, was man als allererstes macht, wenn man aufwacht oder als erstes danach, und das ist ins... Sonnenlicht oder nach draußen. Also Licht bekommen morgens ist unglaublich wichtig. Wir hatten das glaube ich sogar schon mal erwähnt. Ich habe ja auch schon mal Janusz... versucht davon zu überzeugen, als erstes morgens einen Spaziergang zu machen und eine Weile hat es, glaube ich, auch geklappt, hilft mir total. Machst du das, morgens rausgehen.

Nein, aber das stand auch in diesem Artikel, den ich heute Morgen gelesen habe. Und ich war gerade kurz draußen, ja, aber es ist nicht so, dass ich als erstes rausgehe. Ich gehe aber oft zum Fenster und schaue mir die Straße an. Ja, aber tatsächlich, man unterschätzt das also, wie viel dunkler es drinnen ist als draußen. Also kurz rausgehen, total hilfreich. Dann habe ich bis vor kurzem... Als allererstes nach dem Aufstehen einen Kaffee getrunken und jetzt warte ich.

90 Minuten bis zwei Stunden mit meinem ersten Kaffee und das verschiebt dieses Energiefenster so um diese zwei Stunden und ich habe das Gefühl, das hilft mir total. Ich trinke gar keinen Kaffee. Vielleicht ist das auch der Grund, warum ich nie das Problem habe. Ich vermisse keinen Koffein. Das kann tatsächlich sein. Ich glaube, wenn man ganz auf Koffein verzichtet, hat man unter Umständen einen ausgeglichenen, also ist der Energiehaushalt ausgeglichener. Der dritte Tipp ist,

Grapefruit-Saft. Wir sagen auf Deutsch auch Grapefruit, oder? Gibt es da ein deutsches Wort? Oder Pampelmuse. Pampelmuse, ja, aber im Supermarkt auf den Saftflaschen steht Grapefruit. Das stimmt, aber Pampelmuse ist so ein schönes Wort, oder? Pampelmuse, ja. Ich trinke jetzt zum Frühstück ein Glas. Pampelmusensaft. Grapefruitjuice. Und das erhöht den Cortisolspiegel. Und das sind die Sachen, die ich morgens mache und abends achte ich darauf, dass ich ... ... ... ... ... ... ... ... ...

Und damit fällt es mir viel leichter, dann auch einzuschlafen. Und ich habe das Gefühl, dass diese kleinen Tipps mir total geholfen haben.

Die Kehrseite der Selbstoptimierung

Fantastisch, Manuel. Ich freue mich total für dich, dass es dir geholfen hat. Darf ich dir einen Teil von diesem Artikel vorlesen, den ich heute gelesen habe? Es ist ein Newsletter von der Zeit, der heißt Der Optimist – Neue Ideen für ein gutes Leben. Und in der heutigen Kolumne ging es um sich selbst optimieren. Und da spielte auch der Juberman eine Rolle. Und ich lese das mal vor, weil ich …

fand das sehr lustig und gleichzeitig, er betrachtet das von zwei Seiten. Er sagt, auf der einen Seite ist es gut, sich zu verbessern, auf der anderen Seite gibt es auch so einen Hype und es ist so ein ... Trend erstanden, dass viele Leute einfach sich nur noch selbst optimieren, ohne genau zu wissen, wofür. Und er beschreibt das so. Juberman selbst lebt, was er predigt. Ein Beispiel, die Morgenroutine.

Wenn er aufsteht, geht er gleich raus und schaut ins Licht. Er trinkt keinen Kaffee, weil das, so behauptet er, einen Koffeincrash am Nachmittag befördern würde. Das behauptet er und es stimmt. Stattdessen genehmigt er sich Wasser, gesalzen und davon gleich bis zu einem Liter. Danach geht er duschen, präziser gesagt, er duscht eine bis fünf Minuten lang kalt. In sieben Tagen, das ist ihm wichtig, steht er so elf Minuten lang unter der kalten Dusche.

Mich fasziniert diese Präzisionsarbeit, die ihr immer wieder mit neuen wissenschaftlichen Studien untermauert. Gleichzeitig schreckt sie mich ab. Weil ich mich frage, ist das wirklich der Sinn im Leben, sich selbst derart zu optimieren, dass der Alltag wie ein militärischer Belastungstest wirkt? Ja, ich verstehe das total. Ich glaube … Viele Leute rollen die Augen bei diesen Selbstoptimierungsgeschichten und ich glaube, man kann das definitiv zu weit führen. Es ist auch okay, wenn man...

nicht alles optimiert. Aber in diesem Fall habe ich einfach das Gefühl, es hat meine Lebensqualität verbessert. Mir geht es einfach besser. Und ich glaube, da können solche Tipps schon helfen. Das freut mich, Manuel.

Hörerfrage: Manuels amerikanischer Akzent

Eure Fragen. Cari. Manuel. Wir haben Fragen. Genau. Bekommen auf easygerman.fm. Und die erste Frage kommt von Matt oder Matt aus … Manchester. Hallo Carly und Manuel und vielleicht Janosch. Eigentlich Hallo an alle bei Easy Demo. Ich habe eine zweitalige Frage an Manuel. Ich habe mehrmals bemerkt, dass du mit amerikanischen Axeln sprichst, wenn du Englisch sprichst. Also erstens, weißt du, dass du das machst? Und zweitens, warum denkst du, dass es so ist?

Vielleicht amerikanische Kultur oder vielleicht von der Zeit, als du in Mexico gelebt hast. Ich habe auch einen Vorschlag. Kali besucht oft England und ich werde mich freuen, wenn Kali einen starken Englisch-Aktent entwickelt, um das Gleichgewicht zu halten. Das kann ich schnell beantworten, Matt. Ich war ein Austauschschüler in den USA, als ich 17 war, für ein Jahr.

Und da habe ich mir einen amerikanischen Akzent angeeignet. Und das hat dein Englisch auf jeden Fall, würdest du sagen, für immer geprägt? Schon, oder? Weil du sprichst schon amerikanisches Englisch wegen … dieses Aufenthaltes, den du mit 17 gemacht hast? Auf jeden Fall. Ich habe, das ist allerdings top secret, wird nie veröffentlicht, aber es gibt Aufnahmen von mir, wie ich vor meinem...

Auslandsaufenthalt Englisch gesprochen habe. Oh, bitte Manuel, wir wollen das hören. Das war ein sehr, sehr, sehr, sehr deutscher Akzent. Hello, I'm Manuel from Germany. Yes, so hat das geklungen. Und in den USA habe ich dann eben so gelernt zu sprechen, ungefähr. Ich habe natürlich immer noch einen starken deutschen Dialekt oder Akzent, aber ich habe dann eben da... Englisch gelernt und dann eben so gesprochen wie die Leute da.

Und ist das so, wenn du jetzt nach England fährst, machst du leider nicht so oft, vielleicht kommst du mal mit uns in den Urlaub zu Isi und Mitch, wenn du jetzt länger sprichst mit Leuten, die einen anderen englischen Akzent haben. Passt du den auch an oder bist du dann immer noch der Amerikaner? Ich wünschte, ich könnte das, aber ich bin sehr schlecht im Akzente nachmachen und ich glaube, selbst wenn ich jetzt nach England ziehen würde.

würde ich trotzdem meinen jetzigen englischen Akzent wahrscheinlich behalten. Das ist interessant. Ich habe letztens in England wieder ... Nico getroffen, vielleicht erinnerst du dich an sie, liebe Grüße, wenn du jetzt zuhörst und sie lebt als Amerikanerin seit vielen Jahren in London und sie meinte auch, das wäre, also sie kann den Akzent nicht

oder will den Akzent auch nicht loswerden und das wäre auch komisch irgendwie. Und ich frage mich, also ich verstehe das schon bei Muttersprachlern, bei mir selber merke ich allerdings, dass ich mich ...

zumindest teilweise anpasse. Also ich werde ja meinen deutschen Akzent nicht los, aber wenn ich zum Beispiel mit Jeremy spreche, mit unserem Freund Jeremy von Siedleng, Da spreche ich dann eher amerikanisch, aber wenn ich jetzt zwei Wochen in England bin, dann versuche ich mich schon lokal anzupassen oder wenn ich in Namibia bin, noch mehr, weil die haben ja dann noch ganz anderen.

englischen Slang, da will ich dann nicht mit so einem amerikanischen Akzent auftauchen. Aber gleichzeitig frage ich mich, ob das nicht ein bisschen cringe ist, wenn ich dann so meinen Englisch-Akzent ... lokal anpasse und das ist ja nie 100 Prozent. Also es wird ja, ich klinge ja trotzdem nicht wie eine lokale Person. Das machst du, weil du so eine empathische Person. Sag ich ganz ernst. Also ich kenne das auch von anderen Leuten, so sehr empathische Personen.

passen sich oft ganz unbewusst ihrem Gegenüber viel mehr an als der Durchschnitt vielleicht und das auch bis hin zu der Wortwahl oder den Akzenten. Ja.

Hörerfrage: Deutsche Nachbarschaftskultur

Weiß ich nicht. Wir haben noch eine Frage bekommen von Michael. Hallo zusammen, mein Name ist Michael. Ich bin ein treuer Zuhörer eures Podcasts. Ich habe eine Frage. Wie verbreitet ist es in Deutschland, dass Leute im Hausflur oder vor dem Hauseingang zusammensitzen und plaudern? Zum Beispiel in Moskau sitzen oft ältere Frauen oder wirklich marginale Persönlichkeiten vor den Häusern.

Gibt es solche Art von Hausflurkultur in Berlin oder wird das als Störung empfunden? Viel Glück und viel Liebe aus Moskau. Was sind denn marginalisierte Persönlichkeiten? Na, ich weiß nicht genau, was Michael damit meint, aber ich glaube vielleicht Leute, die jetzt nicht dann arbeiten, zum Beispiel. Oder Leute, die vielleicht ein bisschen mehr Zeit haben. Oder einsam sind. Oder einsam sind. Und ich kenne das aber auch aus anderen Ländern und Kulturen.

generell über alle gesellschaftlichen Schichten hinweg, dass man einfach viel Zeit draußen verbringt, in Mexiko zum Beispiel und auch vor dem eigenen Haus, aber in Deutschland. kriege ich das gar nicht mit, was das Leute machen. Das ist auch eher, also wir haben einige Leute im Haus, die dann manchmal so …

im Hof sitzen. Es ist auch manchmal schön, wenn man sich dann trifft, wenn eigentlich so ein Austausch stattfindet. Freue ich mich sogar. Aber es ist tatsächlich wenig bei uns. Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen ... Die Deutschen sind auch eher privat. Man will jetzt nicht den ganzen Tag mit den Nachbarn reden und vor der Tür sitzen, weil, weiß ich nicht, das ist dann …

Es ist wie so eine Verpflichtung, habe ich das Gefühl für viele Leute. Wenn man erst mal sich sehr mit den Nachbarn austauscht. Zumindest in der Großstadt ist das eher selten. Was man eher sieht in der Großstadt. ist, dass man sich aus dem Fenster lehnt und beobachtet, was passiert da vor der Tür. Es gibt sogar diesen Klassiker, dass ältere Menschen meistens so ein Kissen auf...

das eigene Fensterbrett legen, damit sie sich da gemütlich abstützen können und dann lange rausschauen. Aber da hat es nichts damit zu tun, dass man sich mit anderen trifft und unterhält, sondern man beobachtet nur, was passiert da draußen. das Gegenteil, weil man sogar oft so mit so einem Argwohn und so einer Skepsis die Nachbarn beobachtet.

Ja, super nervig. Also da könnte Deutschland durchaus noch was lernen von anderen Ländern. Mehr Kontakt zwischen den Nachbarn fände ich persönlich wünschenswert. Das wäre schön, wenn wir ein bisschen aus uns rauskämen und aus unseren Häusern. Aber ihr könnt damit anfangen, indem ihr uns einen Kommentar hinterlasst auf easygerman.fm oder auf Spotify oder auf Apple Podcasts.

Und mehr Fragen schicken. Wir wollen weitere Fragen beantworten. Schickt uns eure Fragen auf easygerman.fm zu jedem Thema. Es kann sich um die deutsche Sprache handeln, um die Kultur in Deutschland oder in der Schweiz. Österreich oder alles, was ihr wissen wollt über uns und unser Leben, dürft ihr fragen und wir schauen dann, was wir davon beantworten. Und jetzt reden wir noch ein bisschen weiter in der Aftershow und reden mal

Darüber, welche Fragen wir eigentlich beantworten. Alles klar. Das machen wir. Bis dann, Cari. Ciao. Ciao.

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