593: Karton mit G - podcast episode cover
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Summary

In dieser Episode sind Erik und Esti vom Easy German Team zu Gast bei Manuel. Erik teilt seinen Unmut über "Shrinkflation" bei Produkten im Supermarkt, während Esti von ihrer einzigartigen Geburtstagsparty, dem "Esthival", erzählt. Die drei diskutieren zudem die aktuelle Festival-Saison und geben nützliche Tipps. Abschließend beantworten sie Hörerfragen zur idealen Stadt der Zukunft mit weniger Autos und zum Phänomen der "G"-Aussprache bei Wörtern wie "Karton".

Episode description

Erik und Esthi aus dem Easy German Team sind zu Gast bei Manuel im Podcast-Studio. Esthi erzählt von ihrem "Esthival", einer ganz besonderen Geburtstagsparty. Erik ärgert sich über die sogenannte "Shrinkflation", bei der Produkte im Supermarkt heimlich kleiner werden. Dann beantworten wir, warum das Wort „Karton" oft mit G am Ende ausgesprochen wird und fantasieren über die Stadt der Zukunft.

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Intro

Hausmitteilung: Easy German Fahrradtour

Wir machen eine gemeinsame Fahrradtour durch Berlin am 2. August. Alle Infos findet ihr unter: easygerman.org/meetups

Das nervt: Shrinkflation

Thema der Woche: Festivals

Eure Fragen
  • Mikael aus Moskau fragt: Wie sieht für euch die ideale Stadt der Zukunft aus, wenn es um Verkehrsmittel geht?
  • Belhassen aus Tunesien fragt: Wieso sprecht ihr "-on" wie "-ong" aus, also Kartong, Saisong, ...?
  • Hast du eine Frage an uns? Auf easygerman.fm kannst du uns eine Sprachnachricht schicken.

Wichtige Vokabeln in dieser Episode
  • sturmfrei haben: allein zu Hause sein und tun können, was man möchte
  • der Verbraucher: Person, die Waren oder Dienstleistungen für den eigenen Bedarf kauft
  • die Inflation: wenn alles teurer wird und man für sein Geld weniger kaufen kann
  • der Windbeutel: Gebäck aus Brandteig, oft mit Sahne oder Creme gefüllt
  • das Festival: mehrtägige Veranstaltung mit Musik, Kultur oder Kunst
  • der Gehörschutz: Schutzmittel zur Verringerung von Lärm für die Ohren
  • das Verkehrsmittel: Mittel zur Fortbewegung im Straßen-, Luft-, Schienen- oder Wasserverkehr

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Transcript

Begrüßung und Team-Updates

Ich bin nicht so gut darin wie Kari. Du hast gesungen, jetzt musst du sagen Hallo Manuel. Hallo Manuel. Hallo Esti. Und hallo Erik. Hallo Manuel. Wir sitzen hier heute. Und Esti. Hallo. Dankeschön. Esti, Erik und Manuel, wir sind zu dritt im Podcast-Studio. Podcast-Studio, denn wenn die Katze, wie heißt, wie ist das Sprichwort?

Wenn die Mäuse weg sind, tanzen die Katzen auf dem Tisch. Nee, umgekehrt. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Das ist ein deutsches Sprichwort. Kennst du das nicht? Nee, das ist mir neu. zum ersten Mal jetzt gerade gehört. Kannst du dir vorstellen, was es bedeutet? Sag nochmal, wenn die Katzen weg sind, tanzen die Mäuse. Wenn die Katze aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. Okay, also...

Man hat dann keine Überwachung mehr und kann machen, was man will, so in der Art. Genau. Die Chefin ist im Urlaub. Kari ist auf Fahrradtour. Und wir haben Sturmfrei. Und ich dachte, ich lade mal euch beide ein, die ich hier gefunden habe im Office. Ideale Kombination. Eine ideale Kombination. Und wir nehmen einen Podcast auf. Ich glaube, ihr seid mittlerweile bekannt bei unseren HörerInnen. Aber für die, die nicht wissen, wer Erik und Esti sind, Erik, du machst...

Die didaktischen Themen unter anderem in unserem Team. Du erarbeitest Worksheets für unsere Mitglieder zu allen unseren Videos. Was machst du noch? Manchmal arbeite ich an Videos mit. bereite die vor inhaltlich und ich mache auch ein bisschen Community Management sowie auch Customer Support und andere Kleinigkeiten, die anfallen könnten. Du mischt bei vielen Projekten mit und esst die.

Du mischt bei noch mehr Projekten mit? Ja, ich finde es immer ein bisschen schwierig zu erklären, was ich eigentlich mache, weil ich überall ein bisschen mithelfe. Aber hauptsächlich mache ich das Eventmanagement. Bei Easy German, beispielsweise unser Easy German Live Podcast oder unsere Live Podcast Events und Meetups. Und da haben wir eine Ankündigung.

Erik, du wirst dabei sein. Ich wahrscheinlich nicht, denn ich bin im Urlaub. Am 2. August wird die Fahrradtour stattfinden, die wir leider wegen sehr schlechtem Wetter im Juli verschieben mussten. 2.8. um 10 Uhr, glaube ich. Genau, die Infos findet ihr alle in unserem Ticketshop. Ihr kommt da hin über die URL. easygerman.org slash meetups. Boah, als hätten wir es geübt. Ja, eine Fahrradtour mit Kari und Erik und noch vielleicht ein, zwei Leuten durch Berlin.

Wenn ihr Lust habt und in Berlin seid, schaut mal auf unsere Website. Erik, dich erleben wir hier häufiger mal.

Ärger über Shrinkflation

Nein, das stimmt nicht. Du bist sehr entspannt, aber du hast ein Thema mitgebracht, das dich so richtig nervt. Ja, auf jeden Fall. Und zwar geht es um Schokolade. Es geht um Schokolade. Grundsätzlich habe ich nichts gegen Schokolade. Wir haben auch immer viel Schokolade im Büro. Ich wollte gerade fragen, ob Erik jetzt hier im Podcast anfängt, mich zu kritisieren. Aber ich, Esti, das ist keine Kritik, aber ich würde mir tatsächlich noch mehr dunkle Schokolade wünschen. Okay, ist notiert.

Esti macht die Bestellungen für unsere Büroverpflegung. Was nervt dich an der Schokolade? Also, grob gesagt... Betrifft es nicht nur die Schokolade an sich oder das Thema Schokolade an sich, sondern ganz allgemein die Rechte von VerbraucherInnen in Deutschland. VerbraucherInnenrechte? Ja, also Menschen, die Produkte konsumieren. Und da wurde kürzlich ein Preis verliehen an eine bekannte deutsche Schokoladenmarke, die Lila ist. Milka. Richtig.

Ah, dürfen wir Markennennungen betreiben hier? Das ist eine gute Frage. Ich weiß nicht, wo das herkommt, dieser Glaube, dass man keine Marken nennen darf. Natürlich dürfen wir... Über Milka, wir müssen es kennzeichnen, wenn es eine Werbung ist, aber es ist keine Werbung, sondern im Gegenteil, du möchtest diese Firma kritisieren. Richtig. Dieser Preis, den die Firma bekommen hat, ist nämlich...

Kein Grund, sich zu freuen. Das heißt, ein Negativpreis. Genau, ein Negativpreis für etwas, was die Firma getan hat. Sie hat nämlich die VerbraucherInnen, wie der Preis das formuliert, getäuscht. Indem, und jetzt passt auf, sie die Schokolade verkleinert haben und den Preis aber gleichzeitig erhöht haben, ohne das transparent zu kommunizieren.

Und da muss ich sagen, da fühle ich mich als Verbraucher schon ein bisschen verarscht. Und ich will nochmal sagen, das betrifft jetzt nicht nur diese Marke. Das machen ganz viele Marken, die Geld sparen müssen. Es sind teure Zeiten. Müssen oder wollen. Richtig. Aber die Art und Weise finde ich nicht so cool, wie das gemacht wird. Es wird halt still und heimlich gemacht und das nervt. Ja, und es wird auf...

Oder in einer Not, die Menschen gerade erleben, gemacht, obwohl die Firma in ihrem Einkauf beispielsweise, also es gibt dann ja... In diesem Preis die Untersuchung, ob es gerechtfertigt ist, ob jetzt der Kakao teurer geworden ist und so weiter. Diese Rechtfertigung gibt es nicht, sondern es gibt die Inflation und die VerbraucherInnen.

gewöhnen sich an höhere Preise und da wird ein Nutzen rausgezogen von dieser Firma. Die Firmen denken sich, die Leute rechnen eh damit, dass alles teurer wird, dann machen wir unser Produkt. Noch teurer, als es eigentlich nötig wäre. Also der Gewinn wird vergrößert. Genau. Und das quasi auf dem Rücken der VerbraucherInnen. Dieser Preis heißt übrigens der goldene Windbeutel.

Das finde ich einen lustigen Namen. Was ist ein Windbeutel? Ein Windbeutel ist… Ein Snack, oder? Ja, aus Teig, aber sehr leicht und fluffig. Das heißt, wenig Inhalt. Oder wenig drin. Daher kommt das, weil in einem Windbeutel, das ist so eine Teigtasche mit so Pudding drin, glaube ich. Aber ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher, ob die diesen Namen nicht nur haben, weil etwas anderes...

Also weil sie quasi Windbeutel als Namen übernommen haben von dem originalen Windbeutel. Ist das nicht das, was an der Stange hängt und den Wind anzeigt? Also je nachdem, wie doll dieser Beutel... Ja, da sind wir im gefährlichen Halbwissen. Okay, aber es ist ein Negativpreis, der von Foodwatch vergeben wird. Genau, von Foodwatch, was eine...

ein gemeinnütziger Verein ist in Deutschland. Und ein Teil dieser Geschichte ist ja... dass sie nicht nur den Preis erhöht haben, denn wenn sie den Preis erhöhen, das sieht man ja vielleicht im Supermarkt, aber gleichzeitig die Verpackung kleiner gemacht haben. Und dafür gibt es auch einen Begriff. Manche Firmen machen das auch nur so, dass sie den Preis gleich lassen, aber die Verpackung kleiner machen.

Oder beziehungsweise manchmal bleibt die Verpackungsgröße gleich, aber es ist weniger drin. Also es sieht so aus, als wäre alles so wie vorher. Der Müsli-Karton ist genauso groß wie früher, aber es ist weniger Inhalt drin und das nennt man. Shrinkflation. Also ein Kombi-Wort aus to shrink und inflation. Genau. Und ich weiß nicht, wie es euch geht, aber...

Ich fände es besser, wenn die Firma das irgendwie nicht hinter verschlossenen Türen so machen würde, sondern das irgendwie kommunizieren würde. Das würde mir besser gefallen. Ich weiß aber, dass...

dass die Firmen so machen und das auch gut funktioniert, sonst würden sie es ja nicht machen. Ich habe aber tatsächlich gelesen in Stiftung Warentest, dass es einige Supermarktketten gibt und ich glaube, Rewe und Edeka wollten da vielleicht mitmachen, dass die Supermarktketten das kennzeichnen, wenn das passiert, dass die quasi die Firmen ähm

beim Namen nennen, also dass quasi, dass sie dann auf ihr Preisschild im Supermarkt zum Beispiel schreiben, neue Größe ist jetzt kleiner und der Preis ist gleich geworden. Also dass die die Leute darauf hinweisen. Aber vielleicht wäre es noch besser, wenn das gesetzlich vorgeschrieben wäre? Bestimmt, würde ich denken. Ich denke, das wäre gut, wenn es da gesetzliche Vorgaben gäbe, weil die gibt es anscheinend aktuell noch nicht.

Ich glaube, was den Preis betrifft, gibt es solche Vorgaben zumindest im Online-Retail, denn da sieht man ganz oft... Niedrigster Preis der letzten 30 Tage. DM macht das tatsächlich auch, der Drogeriemarkt. Das machen die aber, glaube ich, freiwillig. Das kann sein. Ja, dass sie darauf hinweisen. Gut, Shrinkflation haben wir ein neues.

Estis "Esthival" Geburtstagsparty

Konzept und ein neues Wort gelernt. Das nervt. Kommen wir zu was Schönem. Esti! Ja. Du bist 30 Jahre, dürfen wir das hier verraten im Podcast? Ja klar, ich bin ja noch die Jüngste von uns dreien. Und du hast eine Party geschmissen. die nicht nur eine Party war, sondern ein Estival. Ganz genau. Es war tatsächlich, für alle, die schon mal auf einem Festival waren, es herrschte ein bisschen Festivalstimmung bei dir. Es wurde Glitzer.

Also man sah Glitzer auf den Gesichtern, selbst Janusz hatte Glitzer im Gesicht? Ja. Es war sehr schön. Janusz sah sehr schön aus. Ich glaube, er hat es sehr genossen, Glitzer im Gesicht zu haben. Und es lief natürlich gute Musik. Und was ich jetzt nicht so kenne von Festivals, aber was auch sehr schön war, es gab Karaoke. Es gab Karaoke. Da scheiden sich die Geister. Kari sitzt jetzt nicht hier. Sie hat mir aber auf der Party gesagt, dass sie damit gar nichts anfangen kann.

Aber das Schöne ist ja, dass wir in unserer Wohnung ein Gästezimmer haben und das wurde zum Karaoke-Zimmer umfunktioniert. Und wenn man keine Lust hat, Karaoke zu singen, dann kann man ja einfach... Nicht Karaoke singen. Was ich mich gefragt habe, ich war gegen 10 Uhr im Karaoke-Raum und es war so heiß und stickig, dass wir das Fenster aufgemacht haben. Und ab 10 beginnt die Nachtruhe.

In Deutschland. Haben sich die Nachbarn beschwert? Erst später. Wann kamen die Beschwerden? Also es hat sich wahrscheinlich ein Nachbar beschwert, denn die Polizei war gegen 5 Uhr morgens. Gegen 5 Uhr morgens. Aber sie waren sehr nett. Also wir saßen noch vielleicht mit 12 bis 15 Personen im Garten und haben gequatscht. Es gab keine Musik mehr. Keine Karaoke mehr. Keine Karaoke, keine Musik. Also da würde ich sagen, haben wir uns schon.

Aber wenn man angeregt sich unterhält im Garten, dann kann das ja durchaus auch einen gewissen Lautstärkepegel mit sich bringen. Also ich finde, es ist in Ordnung, dass die Polizei da war. Und sie waren sehr freundlich. Sie kamen nur kurz und haben nicht mal irgendwie am Zaun vorbeigeguckt, sondern durch den Zaun gesagt, leiser. Und sind dann wieder gegangen.

Ja, also es gibt natürlich auch viele problematische Geschichten mit der Polizei in Deutschland. Es gibt Polizeigewalt, das will ich alles nicht kleinreden. Aber bei solchen Situationen ist die Polizei zumindest in Berlin immer... sehr entspannt. Also zumindest beim ersten Mal, wenn sie dann das dritte und vierte Mal immer noch wiederkommen müssen. Ah ja, beim dritten Mal muss man bezahlen. Ah ja? Wie viel? Einige hundert Euro. Ah echt, ja? Ja.

Deswegen hatte doch Cari früher ihr Police Watch. Hat sie das hier nie erzählt? Ich glaube nicht. Ich hoffe, ich darf es erzählen. Aber ja, warum nicht? Hat sie, glaube ich, schon mal erzählt, dass dann jemand auf dem Balkon stand und geschaut hat, wann kommt die Polizei. Sie haben sozusagen in Schichten gearbeitet.

Jeder hatte so eine Stunde und das war ein Mehrparteienhaus und sobald die Polizei kam, wurde Licht ausgemacht, Musik ausgemacht und dann hat man sich versteckt. Die Polizei wusste natürlich nicht, wo sie klingeln soll. Und dann? Dann gab es keine Beschwerden. Die sind zumindest nicht angekommen. Also was ich noch jedenfalls sehr schön finde, ist, dass man Partys macht, die unter einem ...

Motto stehen. Also dieses Estival, ich fand, das war einfach eine sehr charmante Idee. Festival, Estival. Und ich war auch neulich auf einem Picknick im Park, aber es war nicht nur ein Picknick, sondern es war eine Celebration of Und jeder sollte etwas mitbringen, was er gerade feiert, was gerade schön ist. Und dann haben wir...

das auch miteinander geteilt. Also die Person, die es organisiert hat, hat dann gesagt, jetzt stellen wir uns alle in eine Reihe und jeder teilt das Ding, was er gerade feiert und dann kann er etwas sagen oder singen oder machen, was dann alle anderen einmal mitmachen müssen. Also einfach quasi so treffen, nicht nur einfach, das ist einfach nur eine Party, wo wir sitzen oder das ist einfach nur ein Picknick, sondern dass man

sich etwas dazu ausdenkt, was die Leute zusammenbringt. Also ein bisschen wie eine Motto-Party, aber nicht in Richtung von Kostümparty, sondern einfach ein gewisses Thema. Ja, oder etwas, was die Leute zusammenbringt oder zum Nachdenken bringt. Also auf deiner Party hat man halt auch gemerkt, dass die Leute, nicht alle, aber viele sich wirklich wie für ein Festival angezogen haben. Und dann wirkte das wie so eine kleine...

Festival-Saison und Tipps

Ja. Thema der Woche. Ich dachte, wenn wir schon beim Thema Festivals sind, könnten wir mal über Festivals sprechen, denn es ist Festivalsaison noch. In welchen Monaten finden die ganzen Festivals statt in Deutschland? Ich würde sagen Juni bis August, September wahrscheinlich nicht mehr. Aber ich bin jetzt im Juli, also in drei Tagen.

Auf einem Festival. Und im August auch, Mitte August. Also ich würde behaupten, das ist noch eine normale Zeit. Auf wie vielen Festivals wart ihr schon so in eurem Leben? Also eins bis zwei. Nicht viele und ich war auch auf keinem Festival. Also ich habe noch nie auf einem Festival gecampt oder übernachtet. Also ich war, wenn, dann nur tagsüber dort ausgründen.

Sind die Gründe, dass du nicht gern campst? Das würde mich wundern. Erik ist doch der Camper. Der Outdoor-Man hier. Ja, ich campe gerne, aber irgendwie... weiß ich nicht, ob mir das in diesem Festival-Kontext dann besonders zusagen würde, weil es ein vermutlich deutlich anderes Erlebnis ist, als wenn ich in einem Campingplatz in der freien Natur campen würde.

Das stimmt. Und du, Esti? Ich war auch nicht auf vielen. Ich habe erst angefangen 2019 und dann gab es ja bekanntlich ein paar Jahre. Leider keine Festivals. beziehungsweise nur in sehr striktem Rahmen. Ich glaube, das ist jetzt mein viertes. Okay. Ich war schon super lange nicht mehr auf einem Festival, aber früher in meinen Zwanzigern war ich...

oft auf diesen größeren deutschen Rockfestivals. Also Rock am Ring war ich, glaube ich, einmal. Das ist ein sehr, sehr großes Festival. Ich glaube, 200.000 Leute kommen da hin oder 300.000. Und da spielen dann richtig, richtig große Bands, auch internationale Bands. Hurricane, auch ein sehr großes Festival.

Ja, solche Rockfestivals habe ich früher oft gemacht. Aber Hurricane ist kein Rockfestival, oder? Ist das nicht ein Pop? Rock, Pop. Es gibt verschiedene. Diese großen Festivals haben dann meistens drei, vier, manchmal fünf Bühnen. Und dann auf den großen spielen die ganzen bekannten Rock- und Popbands. Und dann auf den kleinen gibt es dann manchmal Elektromusik. Und dann wird gecampt. Und mittlerweile bin ich wenig auf Festivals, aber...

Was mich nochmal interessieren würde, sind diese kleineren Festivals. Du gehst jetzt auf das Viel. Wie groß ist das? Ich glaube um die 20.000. Also es ist... Klein im Vergleich zur Fusion beispielsweise, wo jetzt mittlerweile, ich glaube, 70.000 oder so sind. Ich mag auch lieber kleine Festivals. Im August bin ich bei Bucht der Träumer. Ich glaube, da kommen sogar nur 10.000 bis 15.000.

Klingt immer noch viel, ist aber im Vergleich zu diesen Monster-Festivals echt dann klein und beschaulich. Ja, also im Vergleich zu 200.000 zu Rock am Ring ist das natürlich eine andere Hausnummer. Und was sollte man wissen, wenn man zum ersten Mal in Deutschland oder vielleicht in Europa auf ein Festival geht? Was sind eure Tipps? Also dein Tipp, Erik, wäre nicht dort zu schlafen, wobei du hast es noch nie probiert.

Ja, ich habe es nie probiert, möchte jetzt auch kein Urteil fällen. Ich glaube nur, dass ich jetzt da nicht so viel Spaß hätte, wenn ich zwei Nächte da campen sollte. Aber an Musik, die Open Air ist, habe ich auf jeden Fall Freude. Ich weiß gar nicht, ob ich Tipps habe. Mein Tipp wäre vielleicht,

mit einer Gruppe zu gehen, die nicht zu groß und nicht zu klein ist. Also es kommt natürlich auch total auf die Person an, aber wenn ich jetzt von mir selber ausgehe, dann würde ich mich wahrscheinlich mit nur... einer Freundin oder einem Freund etwas langweilen oder ich hätte einfach lieber eine größere Gruppe. Aber wenn es jetzt 15 Personen sind, dann sehe ich das Problem, dass man sich dauerhaft sucht.

auf den Veranstaltungen und dann in Stress am Ende ausartet und nicht mehr so flexibel ist. Das stimmt, ja. Ich habe übrigens gerade nochmal geschaut, Rock am Ring ist doch etwas kleiner. Aber Rock am Ring ist so ein Doppelfestival. Da findet das gleiche Festival parallel an zwei Orten statt. Rock am Ring und Rock im Park heißt es und zusammengenommen sind es 150.000, 200.000.

BesucherInnen. Ich würde sagen, klar, also es ist gut, ein bisschen vorbereitet zu sein. Man sollte auf jeden Fall sein Zelt prüfen, ob es wasserdicht ist. Man sollte sehr gute wie heißt es, Oropax mitnehmen, Gehörschutz, sowohl zum Schlafen als auch für die Konzerte, so Konzert Kopfhörer oder wie heißen die so. Gehörschutzende Konzerte, weil es ist schon sehr laut und wenn man drei oder vier Tage da ist und sehr viele Konzerte guckt oder sich anhört.

Das kann richtig auf die Ohren gehen. Stimmt, für mich auf jeden Fall noch Sonnenbrille, auch nachts, weil ich sehr empfindlich auf diese Lichtshows reagiere, tatsächlich. Also ich habe nicht Epilepsie oder so, aber... Ich merke, dass mich das extrem beeinflusst. Ich finde das manchmal auch schade, weil diese Lasershows ja sehr beeindruckend sind. Aber ich kann dann nicht so, ich muss dann auf den Boden gucken.

Ja, mich umdrehen. Und dann natürlich viel trinken, möglichst nicht viel Alkohol trinken, sondern viel Wasser trinken, aufeinander Acht geben. Meistens darf man auf den Festivalbereich. Also nicht da, wo gekämmt wird, sondern da, wo die Konzerte sind, nur mit Tetrapaks, also nicht mit Flaschen.

Ist das immer noch so? In meiner Jugend war das so. Ja, also beim Feel gibt es Glasverbot beispielsweise. Glasverbot, das ist glaube ich auf allen Festivals. Und wir haben uns immer so große Tetrapaks gekauft, Wasser oder Saft, und die uns dann so umgehängt. in so einer Tasche oder mit Panzerband einfach so einen Umhang gemacht und dann dieses Tetrapack mit zum Konzert genommen.

dass man halt trinkt, wenn man da bei den Konzerten ist. Weil man kann da natürlich Getränke kaufen, aber das ist ja super teuer. Aber wieso nimmst du nicht eine Tasche? Warum musst du das mit Panzerband an deinen Körper kleben? Weil Tasche ist doof. Bei einem Konzert eine Tasche dabei zu haben.

Achso, ja, ich habe noch nie jemanden gesehen, der mit Klebeband einen Tetrapack am Rücken hatte. Nee, nicht am Rücken, so wie so eine Umhängetasche. Okay, ich freue mich auf die Fotos. Ja, die zeige ich später.

Die Stadt der Zukunft

Ich habe eine Frage mitgebracht von Mikael aus Moskau. Er fragt... Hallo zusammen, ich heiße Mikael, komme aus Moskau und bin ein riesiger Fan eures Podcasts. Dankeschön. Mich interessiert, wie sieht für euch die ideale Stadt der Zukunft aus, wenn es um Verkehrsmittel geht? Sollten Autos komplett verschwinden oder gibt es einen cleveren Kompromiss zwischen Fahrrad, ÖPNV und Individualverkehr? Jetzt möchte ich gerne eure Meinung hören. Manuel, Erik. Also.

Es gibt eine Initiative, die heißt Berlin Autofrei. Da haben Kari und ich, glaube ich, letztens auch schon mal drüber gesprochen. Die wirkt erst mal sehr radikal. Denn die wirbt quasi dafür, dass Berlin tatsächlich autofrei wird, in Anführungsstrichen. Es gibt dann viele Ausnahmen. Also natürlich soll es...

Polizei und Feuerwehr und so natürlich sowieso, also es soll weiterhin Straßen geben und ich glaube, sie wollen zum Beispiel sowas wie Taxis weiterhin erlauben und für Menschen, die zum Beispiel bewegungseingeschränkt sind, soll es auf jeden Fall Ausnahmen geben. Und für alle Menschen soll es so ein Budget geben, dass man ein paar Mal im Jahr einen großen Möbeleinkauf machen kann oder einen Um...

Zug machen kann, aber sie wollen darauf hinarbeiten, dass man halt nicht zum Supermarkt fünf Minuten um die Ecke mit dem Auto fahren darf oder nicht. irgendwie von Berlin Mitte nach Berlin, was weiß ich, Kreuzberg mit dem Auto fährt. Denn da haben wir einfach einen super öffentlichen Nahverkehr und Fahrradwege.

Und das wirkt ein bisschen extrem, aber ich weiß, dass andere Städte so eine ähnliche Transformation geschafft haben. Paris, Amsterdam sind viel verradfreundlicher und fußgängerfreundlicher, als sie es vor 20 Jahren waren. Und das ist so ein Gewinn an Lebensqualität, dass ich mich da auf jeden Fall einbringen möchte und anschließen möchte. Es ist wirklich unglaublich, wie viel Platz.

Individualverkehr, individuelle Autos mit einer Person oder zwei Personen in Anspruch nehmen. Aber das ist meine Meinung. Ich glaube, die ist auch bekannt. Aber ich bin im Moment nicht so ganz optimistisch, dass Berlin da schnell hinkommt. Ja, also was mir schon mal reichen würde an Veränderungen, die realistisch ist, kurzfristig, wären einfach sicherere Umstände für Fahrradfahrer.

Also klar, es geht um den Platz, aber ich finde, es geht auch darum, wer wie priorisiert wird im Verkehr. Und es gibt ja auch... Fahrradstädte wie Münster, da ist die Innenstadt nicht autofrei und trotzdem fühle ich mich um einiges sicherer auf dem Fahrrad. Aber Mikael hat ja eigentlich gefragt, wie sieht die ideale Stadt der Zukunft aus? Für dich autofrei. Ja, oder fast. Also, dass man auch Wege findet, dass man das...

Also komplett autofrei ist, glaube ich, auch nicht unbedingt. Die Extreme sind meistens falsch, glaube ich, im Leben generell. Aber man könnte ja auch einfach sagen, jede dritte Straße ist freigegeben für Autos. Die anderen beiden sind für Fahrräder. Dann könnte man ja auch noch überall hinkommen mit dem Auto und müsste dann halt im schlimmsten Fall zwei Blöcke laufen. Aber man hätte dann als Fahrradfahrer ganz viel...

Platz und könnte sich sicher bewegen. Es gibt auch ganz viele Leute, die einfach gar kein Fahrrad fahren, einfach nur, weil sie Angst haben, zu Recht so nah an den Autos zu fahren und wenn es einfach Straßen gäbe, in denen gar keine Autos fahren dürfen. wäre das, glaube ich, besser. Das stimmt. Was denkst du, Erik? Ja, ich würde mich dem auch voll und ganz anschließen. Ich denke, das ist anzustreben.

was Manuel geschildert hat, eine Stadt, die weitgehend autofrei ist. Und ja, man muss halt sagen, das wird noch ein langer Prozess für Berlin sein und wir werden sehr viel Geduld mitbringen müssen. Am Ende brauchen wir wahrscheinlich auch Anreize für Menschen, die gar nicht von ihrem Auto loskommen, dass die mittel- bis langfristig ihr Auto...

stehen lassen, weil es sich vielleicht nicht lohnt, ein Auto zu haben. Ich meine, wenn wir über die Zukunft, Zukunft, Zukunft sprechen, weit weg. Also erstens natürlich, die Zukunft ist elektrisch. Also alle Autos und Busse und so weiter müssen dann einfach elektrisch sein. Ich denke auch, dass dann vielleicht hoffentlich

die allermeisten Menschen einfach kein Auto mehr besitzen müssen, aber in dem Moment, wo sie eins brauchen, eins nutzen können. Also diese Sharing Economy, die gibt es ja schon so ein bisschen in Berlin. Also ich habe auch kein Auto. fahre aber manchmal mit dem Auto irgendwo hin, weil überall diese Leihautos stehen. Die sind im Moment noch so sehr teuer. Aber wenn jetzt die allermeisten Menschen kein eigenes Auto mehr hätten, aber es einfach ein Pool von Autos...

die man benutzen kann. Selbst wenn man gar kein Limit macht, hätte man ja immerhin schon mal viel weniger Parkfläche, die gebraucht wird. Weil ganz viele Autos stehen, die meisten Autos stehen 95 Prozent der Zeit einfach nur rum. und nehmen Platz weg. Und wenn es einfach genau so viele Autos gäbe, wie man zu jedem Zeitpunkt auch benutzt, dann wäre schon, finde ich, viel geschafft.

Karton mit G Aussprache

Eine Frage haben wir noch und die kommt von Belhassen aus Tunesien. Und Belhassen hat uns eine Audionachricht geschickt. Hallo Manuel und Cari. Und hallo an den Gast, falls ihr einen habt. Falls das Janusz ist, hallo Janusz. Ich bin Belhasen, ich komme aus Tunesien und ich habe eine Frage zur Aussprache. Also, ich lebe jetzt seit etwa zweieinhalb Jahren in Deutschland und mir ist in dieser Zeit etwas aufgefallen. Warum wird bei Wörtern, die auf ON enden, wie Karton oder Saison?

Oft am Ende so ein G-Laut wird gesprochen. Also nicht Karton, sondern Karton. Oder nicht Saison, sondern Saison. Oder vielleicht auch im Plural Saisons. So wie ihr es, glaube ich, auch in der letzten Episode gesagt habt. Ja, mich fasziniert dieses Aussprachphänomen total. Ist das irgendwie ein Dialektding? Oder haben sich einfach alle Deutschen irgendwann darauf geeint, ein G-Laut hinzuzufügen? Ich freue mich auf eure Antwort und liebe Grüße.

Also eine sprachliche Frage. Wieso sagen wir nicht Karton, sondern Karton oder nicht Saison, sondern Saison? Also wir machen so ein G ans Ende des Wortes. Erik, das ist eine Frage für dich. Ja, das ist eine sehr gute Frage. Diese Wörter, um die es da geht, die sind ja aus dem Französischen ursprünglich ins Deutsche rübergekommen.

Und wir haben die übernommen. Im Französischen spricht man die am Ende aus mit so einem Nasal-Laut-Balkon. Karton. Karton. Saison. Genau. Spricht dir jemand Französisch? No. No. Und diese Nasallaute, die haben wir im Deutschen nicht. Das heißt, als diese Wörter ins Deutsche gekommen sind, musste man sich überlegen, wie sprechen wir das jetzt aus? Und eine Möglichkeit, die dem nahe kommt, war eben...

Zu sagen Balkon, Karton, also diesen Sound am Ende. Glaubst du wirklich, dass sich das die Leute überlegt haben oder war das einfach so eine natürliche Entwicklung? Ja. andere englische Wörter jetzt sehr deutsch aussprechen, hat man damals halt die französischen Wörter dann deutsch ausgesprochen. Ja genau, also da hat man sich nicht zusammengesetzt und das entschieden, sondern das ist dann natürlicherweise so gekommen, weil

dass die deutsche Sprache diese Laute nicht hat. Und dann ist das eben automatisch passiert. So ungefähr kann man das sagen. Kleiner Fakt noch dazu. Es gibt die Aussprache Balkon. Es gibt auch die Aussprache in Deutschland Balkon. Stimmt. Darüber haben wir schon mal gesprochen. Balkon oder Balkon. Richtig.

Das ist eine relativ klare Nord-Süd-Unterscheidung. Also wenn man Richtung Baden-Württemberg, Bayern und Schweiz, Österreich geht, ist es Balkon. Und wenn man eher Richtung Norden geht, dann ist es Balkon. Aber jetzt sprichst du es richtig aus. Du hast sonst immer Balkon gesagt. Also du hast die erste Silbe betont. Ja, das ist ein kleiner Streit, den wir schon länger haben, Esti und ich. Ja, und jetzt tust du so, als würdest du es richtig sagen.

Es gibt ja eine Region in Europa, die heißt der Balkan. Und im Balkan gibt es Balkone. Richtig. Schön, Leute, das hat Spaß gemacht. Ihr könnt uns weitere Fragen schicken auf easygerman.fm. Entweder eine Sprachnachricht oder eine geschriebene Sprachnachricht. Sprachnicht, eine Sprachnichtnachricht. Deutsch Lern Podcast. Deutsch Lern Podcast. Schön, dass ihr da wart. Esti, Erik, vielen Dank. Danke auch für die Einladung. Und bis bald. Tschüss.

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