554: Die Kassetten müssen zerstört werden - podcast episode cover

554: Die Kassetten müssen zerstört werden

Mar 04, 202532 min
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Summary

In dieser Episode teilen Manuel und Cari ihre persönlichen „kleine Faszinationen“, die ihr Leben bereichern. Manuel begeistert sich für drahtlose Kommunikation, Kamine und Fluggeräte, während Cari Freude am Umgestalten von Räumen, Sperrmüll und virtuellen Fahrradreisen findet. Zusätzlich werden die deutschen Redewendungen „etwas auseinanderklamüsern“ (etwas Komplexes entwirren) und „päpstlicher sein als der Papst“ (übertrieben genau sein) anhand praktischer Beispiele wie Urlaubsfinanzen erläutert.

Episode description

Funkgeräte, Feuer, Fahrradausflüge, Fluggeräte — heute sprechen wir über Dinge, die uns persönlich faszinieren. Außerdem erklären wir, was die Ausdrücke "auseinanderklamüsern" und "päpstlicher sein als der Papst" bedeuten.

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Ausdrücke der Woche

Thema der Woche: Kleine Faszinationen

Eure Hausaufgabe

Was fasziniert euch? Schreibt uns einen Kommentar auf easygerman.fm/554!

Wichtige Vokabeln in dieser Episode
  • etwas auseinanderklamüsern: etwas mühsam und detailliert analysieren oder entwirren
  • päpstlicher sein als der Papst: übertrieben streng oder regelkonform sein
  • faszinieren: stark beeindrucken oder fesseln
  • das Funkgerät: tragbares Gerät zur drahtlosen Kommunikation
  • der Sperrmüll: große Abfälle, die nicht in den normalen Müll gehören
  • das Audioaufnahmegerät: Gerät zum Aufnehmen von Geräuschen oder Sprache

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Transcript

Finanzen auseinanderklamüsern mit Splitwise

Guten Morgen, Manuel Salman. Guten Morgen, Carina Schmidt. Schön, dass wir uns auch nach fünf Jahren Podcast förmlich mit Vor- und Nachnamen hier begrüßen. Du weißt, das mache ich ja als Scherz. Als Scherz. Das ist so einer von den faszinierenden Tiefen des deutschen Humors. Man redet sich mit Nachnamen an.

Und das meint man gar nicht förmlich, aber weil das eine Förmlichkeit ausdrückt, ist das dann lustig in dem Moment. Ich weiß nicht, ob unsere HörerInnen diesen Humor verstehen. Also gut, dass du es nochmal erklärt hast. Ja, genau. Ausdruck der Woche. Kari, wir erklären hier im Podcast ab und zu Ausdrücke, besonders solche, die wir im Alltag benutzen, die man vielleicht jetzt im Deutschunterricht nicht so... Als erstes lernt. Und da hast du vor einigen Tagen einen sehr schönen Ausdruck benutzt.

Um einen Urlaub, den wir tatsächlich gerade planen. Einen gemeinsamen Urlaub. Und da ist aber eine größere Gruppe mit dabei. Ich glaube, wir sind zehn Leute insgesamt. Wir fahren zusammen in den Urlaub, Manuel. Wir fahren zusammen mit einigen anderen Leuten nach Namibia und haben eine Gruppe, eine Splitwise-Gruppe gegründet. Eine was?

Ja, das kennen wahrscheinlich die meisten. Das ist halt so eine App. Gibt es auch noch andere, die das Gleiche machen. Da kann dann jeder eintragen, was er für Ausgaben hatte. Hä, du sagst... Das kennen die meisten, also ich kannte das, bevor ich dich kennengelernt habe, nicht. Was? Das benutzt doch mittlerweile wirklich jeder. Hä? Das ist voll das Nerdding. Das ist überhaupt kein Nerdding. Das benutzen alle, die irgendwie zusammen in Urlaub fahren mit Freunden.

Also da trägt man ein, ich habe dieses Hotel bezahlt für uns zusammen, wir waren essen, ich habe das bezahlt. Jeder trägt ein, was er oder sie bezahlt hat. Was jetzt nicht nur für sich selbst war, sondern auch für andere. Und am Ende des Urlaubs steht dann da, wer wem wie viel Geld noch schuldet. Das sorgt einfach dafür, dass man nicht ständig beim Bezahlen die Sachen...

durch zehn teilen muss, sondern erst am Ende. Und in diesem Zusammenhang hast du ein Wort benutzt und dieses Wort heißt Auseinanderklamüsern. Genau, wir werden mit Hilfe dieser App unsere Finanzen auseinanderklamüsern. Was bedeutet das? Boah, ich habe noch nie darüber nachgedacht, wie kompliziert und komisch dieses Wort klingt, denn ich kenne den Ursprung nicht. Also auseinander versteht man, also etwas trennen.

Und das ist ja das Schwierige. Und Klamüsern, also die Idee ist, dass es sehr schwierig ist, die Dinge auseinander zu bekommen. So als müsste man sich zwei Stunden hinsetzen und jeden Stein, also vielleicht wie bei so einem … Kartenhaufen, wo alles vermischt ist. Dann muss man da zwei Stunden sitzen und alle Karten neu sortieren. Also auseinanderklamüsern ist etwas, was sehr verworren ist, was sehr ...

komplex ist, was sehr schwierig ist, zu sortieren. Genau, zu sortieren, auseinander zu dividieren, irgendwie wieder Ordnung ins Chaos zu bringen. Das bedeutet … etwas auseinanderklamüsern. Und ich kannte die Herkunft auch nicht, habe sie aber nachgeschaut. Und zwar kommt das ursprünglich von dem Begriff Kalmäuser. Und das war eine spöttische Bezeichnung, also eine abwertende Bezeichnung für einen Gelehrten, für einen Intellektuellen. Und aus Kalmäusern, so hieß es früher, bedeutete dann …

Etwas Verborgenes, etwas schwer zu Entdeckendes durch Pfiffigkeit, durch Geschick, durch Nachdenken herauszubringen. Und guck mal. Weil das so schwierig ist. Früher brauchte man Wissenschaftler, heute hat Manuel dafür eine App. Genau so ist es. Also die App hilft uns, unsere Finanzen auseinander zu klamüsern.

Das habe ich gesagt, ja? Das hast du dir aufgeschrieben? Ich erinnere mich daran gar nicht. Ja, das hast du in unserer WhatsApp-Gruppe geschrieben. Und dann dachte ich, das ist doch ein schöner Ausdruck der Woche. Ich finde es auch immer noch schwierig, das alles auseinander zu klamüsern, weil wir sind zehn Leute und der eine kauft was für alle, der andere kauft was nur für drei, weil wir nur mit drei Leuten dieses Auto oder diese Wohnung teilen.

Und ich frage mich, ob die App das wirklich auseinanderklamüsern kann, Manuel. Kann sie. Man muss nur alles genauestens eintragen. Du musst dann sagen, okay, dieses Auto hat 100 Dollar gekostet und diese drei Leute. sind an dieser Ausgabe beteiligt. Dann kannst du es ausklamüsern, auseinanderklamüsern.

Nicht päpstlicher als der Papst

Aber guck mal, ich habe jetzt gerade ein Auto gebucht am Wochenende. Die ersten zwei Tage fahren nur Janusz und ich damit. Dann die nächsten Tage fahren wir zu viert damit, aber teilen wir das jetzt zu viert. Oder durch zehnt, weil wir haben in der Zeit ja auch noch zwei andere Autos und am letzten Tag fährst du schon nach Hause und dann ist das Auto wieder nur zu zweit. Wie sollen wir das auseinanderklamüsern? Das ist jetzt wirklich wieder sehr deutsch.

dass du dir darüber schon Gedanken machst. Denn ich würde einfach sagen, alles in einen Pott und wird einfach durch zehn geteilt. Also da darf man jetzt nicht zu genau jeden einzelnen Tag irgendwie berechnen wollen. Und dafür, was du gerade gesagt hast, gibt es noch einen schönen Begriff. Da darf man nicht päpstlicher sein als der Papst. Dürfen wir direkt einen Doppelausdruck machen? Sehr gerne.

Einfach nochmal, Manuel, du hast quasi gesagt, da soll man nicht zu genau sein und dafür gibt es einen wunderschönen deutschen Ausdruck, der auch wirklich benutzt wird im Alltag.

päpstlicher sein als der Papst. Was heißt das? Ja, der Papst ist natürlich das Oberhaupt der katholischen Kirche und dementsprechend sehr Das Vorbild sozusagen, der katholischste Mensch, der existiert, also zumindest in der Theorie und hält sich vermutlich sehr genau an alle Regeln und Dinge, die es so gibt in der Kirche. Und dementsprechend ist er sehr päpstlich. Also ein Papst ist natürlich päpstlich. Das ist einfach das Adjektiv, das aus dem Substantiv.

Papst gebildet wurde. Okay, man muss aber sagen, dieses Adjektiv benutzen wir sonst nicht. Wir sagen nicht, oh, das ist besonders päpstlich oder so. Nein, nein. Das gibt es nur in diesem Ausdruck. Und wenn man sagt, da wollen wir mal nicht päpstlicher sein als der Papst, dann bedeutet das, da wollen wir jetzt mal nicht so genau hinschauen. Das muss jetzt nicht so...

Perfekt akkurat sein. Und das ist vielleicht auch ein typisch deutscher Ausdruck, weil nur Deutsche brauchen überhaupt einen Ausdruck dafür, wenn man … Zwar immer noch genau sein will, aber nicht 100% genau. Dass wir überhaupt darüber reden, wer was bezahlt, zum Beispiel auch im Restaurant, dass wir dann manchmal Rechnungen auseinanderklamüsern.

Wo es wirklich nur um zwei Kaffees geht und dann gucken wir, wer hat welches Brötchen gegessen. Das ist halt auch sehr deutsch, ne? Absolut. Manchmal wünschen wir uns, dass wir dann doch nicht päpstlicher als der Papst sind.

Faszination Funkgeräte und Drahtlosigkeit

Zwei sehr schöne Ausdrücke. Cari, ich habe ein Thema mitgebracht, das mir letztens in den Kopf gekommen ist. Und zwar geht es um... Kleine Faszinationen. Kleine Faszinationen. Also du hast mir dieses Thema ja schon vor Wochen mitgeteilt und hast gesagt, ich soll mich vorbereiten, aber so ganz sicher bin ich immer noch nicht, was du mit kleinen Faszinationen meinst.

Genau, also ich meine damit nicht die Dinge, die unser Leben bestimmen. Also eine große Faszination in meinem Leben ist zum Beispiel das Podcast. Aber das ist ja mein Job. Das meine ich nicht. Ich meine eher so kleine Dinge. die uns vielleicht schon als Kind fasziniert haben und immer noch faszinieren. Soll ich einfach mal anfangen? Ich habe mehrere Beispiele mitgebracht. Unbedingt, ja. Mich haben immer schon...

Dinge fasziniert... Von Apple. Nein, das nicht. Dinge fasziniert, die per Funk oder drahtlos funktionieren. Neuestes Beispiel... Wir haben für unsere Namibia-Reise Funkgeräte gekauft. Beziehungsweise ich habe Funkgeräte gekauft, weil wir mehrere Autos haben und dann durch die Wüste fahren werden.

untereinander kommunizieren können, habe ich Funkgeräte gekauft und das macht mir so einen Spaß. Ich habe als Kind schon Funkgeräte geliebt, hatte auch als Kind mal Funkgeräte und bin mit meinen Freunden durchs Dorf gelaufen und wir haben über die Funkgeräte kommuniziert und ich liebe einfach solche Dinge. Ich hatte auch als

Kind schon mal so Funk-Kopfhörer. Das war natürlich noch vor Bluetooth und so weiter. Aber ich hatte tatsächlich so riesengroße Kopfhörer mit einer riesigen Antenne an der Seite. damit ich Fernsehen gucken konnte, während meine Mutter im gleichen Zimmer... unser Wohnzimmer war auch ihr Arbeitszimmer, arbeiten konnte. Und diese Kopfhörer haben mich damals auch so fasziniert, weil ich dachte, wie geil, der Ton kommt quasi drahtlos.

unsichtbar durch die Luft, hier rein, durch die Antenne und dann kommt Ton in meinen Ohren. Und heutzutage ist natürlich irgendwie alles drahtlos. Wir haben WiFi, wir haben Handys, wir haben Funkkopfhörer, Bluetooth. Aber mich fasziniert das einfach. Ich liebe Dinge, die funken und insbesondere so diese Retro-Dinge, also so Funkgeräte, Walkie Talkies. Jetzt verstehe ich, warum du das sofort gekauft hast, weil ich habe...

Erinnere mich schon fast gar nicht mehr dran. In meiner Erinnerung war das so, dass ich nur geschrieben habe, hey, und vielleicht sollten wir überlegen, ob wir uns Funkgeräte kaufen und Manuel, schon bestellt. Das macht mir so Spaß. Wie viele Funkgeräte hast du denn jetzt für unsere drei Autos? Ich habe nur zwei gekauft, weil einer deiner Freunde gesagt hat, er hat welche.

Die sind kompatibel, man kann die miteinander verbinden. Und hast du schon Testfunk gemacht bei dir im Haus? Ja klar, die sind super. Und wie lange halten die denn? Das ist ja die Frage. Die haben austauschbare Batterien und halten ziemlich lange. Ich meinte, wie weit ist die Reichweite? Ach so, also in der Stadt habe ich es jetzt schon mal getestet, ungefähr so zwei Blöcke, aber in der Wüste angeblich bis zu... Fünf Kilometer oder so. Also sollte kein Problem sein. Das ist ja faszinierend. Ja.

Zimmer umräumen und Basteln

Ja Manuel, was habe ich mir aufgeschrieben auf meine Liste der Faszinationen? Ich würde sagen, Faszinationen, hast du wirklich so viele, die sich durchs ganze Leben ziehen? Ja, schon. Okay, also ich habe eine Faszination, die sich durch mein ganzes Leben zieht bisher und das ist das Zimmer umräumen und einrichten.

Und vielleicht passt das auch generell zu diesem Thema Basteln. Ich mag es, irgendwas zu machen. Also ich habe früher schon sehr oft… Mein Zimmer umgeräumt und zwar, also mein Zimmer bei meinen Eltern, das hatte glaube ich, weiß nicht, 15 Quadratmeter und da gab es einige sehr große Möbelstücke, die man auch brauchte, also ein Bett, ein Schrank, ein Schreibtisch.

Und man denkt, da gibt es nicht so viele mögliche Konstellationen, in denen diese Möbelstücke ins Zimmer passen. Aber ich glaube, ich habe sogar alles ausprobiert, was geht, inklusive einem riesigen Schrank. Der auch heute noch viel zu schwer ist. Ich habe es geschafft, diesen Schrank alleine zu bewegen. Mit so ganz, so richtig, so Mäuse-Schritten. Hier noch eine Ecke, da noch eine Ecke. Aber es hat mich schon immer fasziniert.

Zu gucken, wie ich mein Zimmer anders einrichten kann. Und wenn du alles verschiebst und alles anders machst, dann fühlt es sich auch an wie neu. Es gibt so Menschen, die irgendwie alle paar Monate ihr ganzes Zimmer umstellen und neu einrichten. So ein Mensch bist du. Ja, und ich mache das heute noch. Jetzt habe ich natürlich andere Möglichkeiten. Ich kann Handwerker kommen lassen. Ich kann Maler kommen lassen. Und ich entdecke das jetzt erst neu, dass ich denke, wow, jetzt.

wo ich nicht mehr alles selber machen muss, ja mache ich trotzdem noch viel selber, einfach weil es mir Spaß macht. Ich habe mir jetzt schon wieder gelbe Wandfarbe bestellt und werde demnächst im Flur eine Wand anmalen. Habe jetzt tatsächlich zum ersten Mal einen Maler bestellt, zum ersten Mal überhaupt bei mir zu Hause. Ich habe sonst immer alles selber gestrichen und habe dann aber gedacht, boah, das ist so viel Arbeit, so eine 3,50 Meter hohe Decke zu streichen.

Und auch nicht ungefährlich, Manuel, wenn man auf so einer Leiter rumhampelt. Aber als dann die Maler hier waren, war ich doch irgendwie enttäuscht, dass ich es nicht selbst gemacht habe. Das ist eine schöne Faszination, die ich auch gut nachvollziehen kann.

Faszination mit Feuer und Kamin

Schön. Was hast du noch? Ich war immer schon fasziniert von Feuer. Ist irgendwie so ein typisches Jungsding, glaube ich auch. Kinder und vielleicht insbesondere, ist das was, wo insbesondere Jungs gerne mit Feuer hantieren? Ja. Will das nicht so verallgemeinern, gibt bestimmt auch viele Mädchen.

die das gerne machen, aber als Kind hat mich das schon... Also mich interessiert Feuer jetzt nicht so sehr. Na siehst du. Und ich will jetzt auch gar nicht auflisten, was ich als Kind alles gemacht habe und als Jugendlicher, was nicht so smart wahrscheinlich war und nicht so schlau. Aber jetzt vor kurzem ist diese Faszination wieder aufgeblüht, denn ich habe gelernt, wie man einen Kamin ordentlich...

zum Laufen bringt. Beziehungsweise erst mal bin ich kläglich gescheitert. Erst mal war ich in einer Ferienwohnung und dort gab es einen Kamin und das war noch im Winter. Und dann wollte ich den anmachen und hab's nicht geschafft. Ich habe nicht geschafft, diesen Kamin zum Laufen zu bringen. Also dieses Holz, das hat dann gekrokelt. Das ist nämlich dann auch ziemlich gefährlich, weil ein Kaminofen...

das Holz muss halt brennen. Das ist nicht gut, wenn das nur so kokelt, wenn das nur so Rauch abgibt. Dieser Rauch ist ziemlich giftig und gefährlich. Und dann war ich bei meiner Mutter über Weihnachten und die hat auch einen Kamin, der hat mich irgendwie lange nicht so interessiert, aber dann hat sie mir das tatsächlich beigebracht und ich habe dann noch lange...

Techniken auf YouTube mir angeschaut. Verschiedene Möglichkeiten, wie man das Holz so hinlegt und die Anzünder nach unten, die Anzünder nach oben. Da gibt es verschiedene Theorien und Methoden. Und dann hatte ich es irgendwann raus und dann habe ich jeden Tag den Kamin angemacht und saß davor und habe mir mein Feuer angeschaut. Und das ist einfach eine Faszination für mich. Ich frage mich jetzt gerade dieses Selbermachen.

Ist das nicht an sich schon eine Faszination, dass man Bock darauf hat, irgendwelche Dinge zu lernen, die man nicht können muss? Ja, aber das geht mir ja nicht mit allen Dingen so.

Radreisen und Weltumrundungen

Das sind ja schon bestimmte Dinge, die ich dann unbedingt lernen will. Das stimmt. Was willst du zum Beispiel nicht lernen? Was will ich nicht lernen? Ein Auto reparieren. Ich habe auch gerade an Auto gedacht. Ich denke jetzt, also ich habe seit erst ein paar Jahren eine starke Faszination entwickelt für Fahrradausflüge. Und zwar so sehr, dass ich mir das immer angucke.

Also ich gucke mir wirklich stundenlang an, wie Menschen mit dem Fahrrad durch die Welt fahren und weiß ziemlich viel über das Thema, ohne dass ich jetzt selbst die große Fahrradfahrerin bin. Also ich habe natürlich ein Fahrrad. Und ich mache damit auch viel und wahrscheinlich auch mehr als jetzt manche andere Leute, die...

Vielleicht nicht in Deutschland wohnen. Also ich fahre jetzt schon zum Beispiel auch im Winter. Ich habe jetzt zum Beispiel auch Regenkleidung, Winterkleidung und fahre auch im Winter, auch im Schnee, auch im Regen mit dem Fahrrad. Das ist vielleicht schon...

Ein bisschen typisch deutscher, als das in anderen Ländern der Fall ist. Aber trotzdem würde ich mich jetzt nicht als Fahrradexpertin bezeichnen. Außer, dass ich diese ganzen Videos gucke und dadurch über die Jahre diesen Traum... entwickelt habe, selber, also mir reicht es oft schon, diese Videos zu sehen, weil ich weiß, ich werde jetzt nicht selber mit dem Fahrrad nach Kapstadt fahren, das ist dann doch schon nicht mehr, also dafür bin ich jetzt dann doch

zu alt und habe auch einen anderen Mittelpunkt im Leben, als dass ich sowas mache. Aber ich finde es dann toll, da virtuell teilzunehmen, dass Leute um die Welt fahren mit dem Fahrrad und das Filmen. Finde ich faszinierend. Und ich kann dann mit denen auf Reise gehen und Kyrgyzstan mir angucken. Ein Land, was ich vielleicht nie selbst besuchen werde. Finde ich toll. Und jetzt bin ich aber so weit, dass ich ...

diesen Traum selbst in die Wirklichkeit umsetzen will. Und ich habe mir vorgenommen, dass ich in sechs Wochen, und das macht mir echt Angst, weil ich bin komplett untrainiert und unvorbereitet, aber ich habe von vielen Leuten ... gehört, dass man einfach so anfangen soll oder auch ganz viele Leute, die ganz naiv losgefahren sind, die haben das auch geschafft.

Und deswegen denke ich, ich mache das jetzt einfach mal und wenn ich es abbreche oder dann mit dem Fahrrad oder mit dem Zug weiterfahren muss, ist das auch okay. Hauptsache ich fange mal an. Also in sechs Wochen will ich mit dem Fahrrad einmal durch ganz Deutschland fahren. Wow. Also ich habe schon ein paar Fahrradtouren gemacht durch einen Teil von Deutschland.

Es waren so 1000 Kilometer, ist jetzt lange nicht ganz Deutschland. Ja. Und da taten mir die Beine und der Po schon ziemlich weh. Also vielleicht ein bisschen trainieren vorher wäre gut. Das wäre gut, genau. Aber es ist halt auch so. Ich habe halt die Zeit nicht, also es fängt halt so an, man, also richtig trainieren, ich habe halt schon ein paar längere Touren gemacht, aber dass ich jetzt vorher eine Woche lang jeden Tag ...

70 Kilometer fahre am Tag, da habe ich ja keine Zeit für. Also das mache ich dann da und ich werde dann halt auch natürlich fertig sein. Genau, aber ich habe halt noch ein E-Bike, das hilft schon mal, vielleicht beim ersten Trip nicht direkt alles selber machen zu müssen, ein bisschen flexibel zu sein.

Und was ich mir jetzt überlege ist, soll ich vorher schon mal trainieren, wie man einen Reifen wechselt und so? Weil vielleicht sitze ich dann im Wald und muss das selber machen. Da bin ich jetzt eher so dran. Das ist eine gute Idee. Ja.

Fliegende Geräte und Drohnen

Fortbewegungsmittel, da ist meine nächste Faszination alles, was fliegt, was aber nicht naturgemäß fliegen sollte. Also Vögel haben mich... Noch nie. Ich hatte einen sehr guten Freund, der sich so für Vögel interessiert hat und sich so gut auskannte. Ich interessiere mich für Flugzeuge, Drohnen. Paragliding, alles, was irgendwie so in der Luft schwebt und fliegt, was wir Menschen...

uns ausgedacht haben. Ich bin da jetzt auch nicht so ein Mega-Nerd, also ich schaue jetzt nicht so, ich spiele jetzt nicht diese Flugsimulatoren irgendwie oder. Und du wolltest keinen Helikopterflug mit mir in New York machen. Ja, ich wollte den gerne machen, aber es kam mir etwas kompliziert vor, da einen Livestream draus zu machen. Ohne Livestream hätten wir den auch machen können. Ja, ja doch. Also grundsätzlich wollte ich das schon. Es kam mir nur sehr teuer und...

krass vor. Aber ich wollte früher tatsächlich Pilot werden, als ich Jugendlicher war. Das hätte ich dann nicht machen können, weil ich diese Rot-Grün-Schwäche habe. Ich habe dann später Paragliding gelernt. Und konnte alleine fliegen für ein paar Wochen. Das war ein Highlight meines Lebens, würde ich sagen. Und wie du weißt, liebe ich es, mit der Drohne zu fliegen. Und als Kind habe ich auch immer schon...

von so einem kleinen ferngesteuerten Helikopter geträumt. Also so Dinge, die man selbst steuert in der Luft, die faszinieren mich einfach. Toll. Und ich freue mich schon darauf, dass du mich in Namibia ausbilden wirst. Als Drohnenpilotin. Das ist etwas, was mich persönlich überhaupt nicht fasziniert. Aber ich finde es so unpraktisch. Also was mich jetzt in letzter Zeit fasziniert sind ...

Besser darin zu werden, Videos zu machen, habe ich glaube ich schon mal erzählt. Ich freue mich total, jetzt gestern am Sonntagabend ist wieder ein Video rausgekommen. was ich gedreht habe in Münster mit Rawat und Suruj. Und das hat mich so glücklich gemacht, dass ich jetzt wieder ein neues Video gedreht habe. Das ist so richtig eine Reise, dass ich Schritt für Schritt besser werden will. Und ich habe festgestellt,

Ich muss selber Sachen machen können, damit ich da voll flexibel bin. Und unter anderem brauche ich, also muss ich selber eine Drohne fliegen können, um gute Aufnahmen zu machen, habe ich mir jetzt eingebildet.

Faszination Sperrmüll und Recycling

Und das will ich jetzt in Namibia mit dir machen. Sehr gut. Eine Sache habe ich noch. Wie viele hast du noch? Ein bis zwei abgelaufene Faszinationen. Es gibt ja auch Faszinationen. Die hat man eine Zeit lang und dann sind sie weg. Hast du sowas nicht auch? Ja, vielleicht. Erzähl mal deine. Also eine, ich hatte eine sehr starke Faszination über eine lange Zeit mit Sperrmüll.

Stimmt, da müssen wir erstmal erklären, was das ist, Sperrmüll. Sperrmüll ist etwas, was es leider in Berlin nicht gibt. Ich weiß gar nicht, wo es das gibt, aber in meiner Heimatstadt… Münster, also Sperrmüll, grundsätzlich das Wort gibt es überall, das ist Müll, der ist... Sperrig und sperrig heißt, der ist groß, der passt nicht in die normale Mülltonne. In Münster ist es so, dass man den Sperrmüll, glaube ich, einmal im Monat auf die Straße stellen kann.

Und dann kommt am nächsten Tag die Müllabfuhr und holt diesen Sperrmüll ab. Und da können eben auch Sachen stehen wie Möbelstücke, Kleidung, alte Fahrräder. Und ich habe wirklich eine Zeit lang sehr viele Sachen vom Sperrmüll geholt. Genau, also man muss dann sagen, an einem Tag... Darf man die Sachen rausstellen und am nächsten Tag kommt die Müllabfuhr und holt sie ab. Und dazwischen, an dem Abend, an dem die Dinge schon auf der Straße stehen, aber noch nicht abgeholt wurden von der Müllabfuhr.

Da kann man Spaziergänge machen durch die Stadt und schauen, oh, dieses Möbelstück hat vielleicht ein paar Flecken, aber den Sessel nehme ich mir doch gerne mit und mache da eine Decke drüber und dann habe ich einen kostenlosen Sessel zum Beispiel. Richtig. Und das ist eine wunderbare Tradition. Ich verstehe überhaupt nicht, warum es das in Berlin nicht gibt. In Berlin muss man zu diesem Müll-Recyclinghof fahren. Ja. Wir hatten schon mal eine ganze Episode, die hieß …

Odyssee, nee, wie hieß die noch? Weiß ich nicht. Odyssee am Recyclinghof oder im Recyclinghof oder zum Recyclinghof. Und ich muss sagen, so eine Odyssee habe ich letzte Woche wieder erlebt. Ich wollte nur... drei Ikea-Tüten mit Müll abgeben und bin dafür zu zwei verschiedenen Recyclinghöfen gefahren. Wurde mega unfreundlich behandelt und bin nicht alles losgeworden. Und ich finde es einfach ...

Toll, diese Idee, lass Menschen etwas auf die Straße stellen. Und ich muss sagen, ich habe damals Jacken getragen vom Sperrmüll. Ich habe mir neue Möbelstücke mit nach Hause genommen. Mir fällt gerade ein, Janusz hat einen Lieblingsstuhl. Kennst du diesen Holzstuhl, den er zu Hause hat? Ja, den hat er schon ewig. Der sieht mega unbequem aus, aber er schwört auf diesen …

harten Holzstuhl und den hat er auch vom Sperrmüll in Münster und mitgenommen nach Berlin und sitzt seit vielen Jahren darauf. Und es ist doch schade, dass es das in Berlin nicht gibt, oder? Das ist wirklich schade, ja. Und das ist eine schöne Obsession. Oder Faszination? Heute habe ich diese Obsession nicht mehr. Aber als ich wieder auf dem Recyclinghof war und in diesen Container reingegangen bin mit dem Sperrmüll, da dachte ich, ach, also man…

Es wird nochmal die Erinnerung wach, wie ich früher in so einem Müllhaufen gewühlt habe, nach was Brauchbarem gesucht. Heute habe ich das halt nicht mehr so sehr. Okay, meine letzte Faszination auf der Liste.

Audioaufnahmegeräte und Kassetten

sind Aufnahmegeräte, beziehungsweise spezifisch Audioaufnahmegeräte. Ich glaube, da hatte Janusz auch einen Teil daran, denn er hat mir schon, als ich noch ein Kind war, so einen Walkman gegeben erst, mit dem man auch Kassetten aufnehmen konnte. wo es einen Record-Button gab. Dann hatte ich so ein riesiges Aufnahmegerät im Kinderzimmer damals, wo man Kassetten auch aufnehmen konnte. Später einen Minidisc-Player. Und ich habe es immer schon geliebt, einfach...

Dinge aufzunehmen. Ich habe meine Großeltern interviewt und das aufgenommen und dann irgendwann Hörspiele produziert mit meinen Freunden und habe dann lange auch davon geträumt. Ich wollte immer so einen USB-Stick entwickeln, den man am Schlüsselanenger hat, der aber auch ein Diktiergerät ist. Ich dachte immer, das wäre doch so cool, so ein ganz kleines Diktiergerät.

Schlüsselbund zu haben. Da kam dann irgendwann das Smartphone und dann war es irgendwie nicht mehr so nützlich. Aber ich habe auch an meinem Smartphone gibt es links so einen Action-Button, den kann man konfigurieren. Und da habe ich die Voice Note, also die Aufnahmegerätfunktion, weil ich das liebe, schnell was aufnehmen zu können. Und ich glaube, diese Faszination hat letztlich auch ...

zu meinem Beruf so ein bisschen gefühlt. Also auch dieses Gerät, was wir hier in unserem Podcast-Studio haben, was ja letztlich nur ein Audio-Interface ist, das man braucht, um einen Podcast zu machen. Aber ich habe...

eine gewisse Liebe zu diesem Gerät. Also ich liebe einfach Geräte, die Audio aufnehmen. Und das ist so faszinierend, weil mir war das nie klar, dass das bei Janusz auch eine Faszination ist, bis er vor einigen Wochen eine Kiste... mitgebracht hat, sogar zwei Kisten mit Kassetten, die glaube ich bei seinem Freund Michał im Keller lagen für, weiß ich nicht, 30 Jahre oder so.

Und da sind ganz viele Aufnahmen drauf. Also er hat sich selber aufgenommen beim Gitarrespielen, aber auch bei anderen Sachen. Er hat irgendwelche Geschichten erzählt, sich selbst oder so. Und dann hat er mir einige von diesen Sachen vorgespielt. Er hat sich dann einen Kassettenrekorder gekauft, hier, hat sich das tagelang angehört und plötzlich sehe ich ihn in der Küche. Wie er diese Kassetten auf dramatische Weise zerstört.

Mit einer riesigen Zange alle Kassetten zerschneidet und diese Kassettenteile, diese Plastik-Splitter, splittern durch die ganze Küche. Jetzt finde ich noch Splitter davon. Und ich meinte so, Janusz, was machst du da? Und er meinte, Das muss jetzt weg, dieser Teil, diese Vergangenheit ist abgeschlossen, die Kassetten müssen zerstört werden. Und was hat er gemacht? Er hat sie vorher alle digitalisiert, also er hat sie alle …

Der Inhalt ist gewahrt, aber er hat Angst, dass wenn er diese Kiste jetzt nochmal irgendwo stehen lässt, dass sich das irgendwer anders anhört. Und für ihn war das nur seine privaten Aufnahmen und die sind jetzt einmal digitalisiert worden.

Eure Faszinationen und Mitgliedschaft

Und jetzt mussten alle Kassetten zerstört werden. Also faszinierend. Hausaufgabe. Kannst du diesen Jingle noch? Lange nicht mehr benutzt. Lange nicht mehr benutzt. Ich würde total gerne von euch, liebe ZuhörerInnen, hören, was sind eure kleinen Faszinationen? Vielleicht könnt ihr uns noch inspirieren.

Ich würde sagen, wir machen es ganz einfach. Schreibt uns einen Kommentar auf easygerman.fm slash 554. Das ist diese Episode. Da könnt ihr unten einen Kommentar schreiben und dann könnt ihr einfach... einen Stichpunkt schreiben oder auch einen längeren Satz. Was fasziniert euch? Was hat euch immer schon fasziniert? Und was ist interessant an dieser Faszination? Vielleicht habt ihr auch...

Videos, die ihr uns empfehlen könnt dazu. Das würde mich wirklich interessieren. Und mich würde es auch freuen. Ich liebe es auch, immer noch neue Faszinationen zu entdecken. Und vielleicht entdecke ich dann ja was von euch. Es gibt wirklich Sachen, ich finde das schön, weil wir haben so eine Beziehung zu unserem Publikum. Zum Beispiel dieser Staubsauger, der mir empfohlen wurde in unserer Discord-Gruppe.

Der fasziniert mich auch und ich denke jeden Tag daran, wie toll das ist, dass ich einen neuen Staubsauger habe, der in unserer Discord-Gruppe empfohlen wurde und freue mich darüber. Wenn ihr auch... mit uns chatten wollt in unserer Discord-Gruppe, dann werdet ein Mitglied. EasyGerman.org slash Membership. Dann könnt ihr auch die Aftershow hören, die wir jetzt gleich noch aufnehmen und unser interaktives Transkript lesen. Das würde uns sehr freuen.

Und so oder so, egal ob ihr ein Mitglied seid oder nicht, hören wir uns in ein paar Tagen wieder. Am Samstag. Am Samstag. Bis bald, Manuel. Bis bald, Cari. Ciao. Tschüss.

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