637: Credits to the Germans - podcast episode cover

637: Credits to the Germans

Feb 07, 202632 min
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Summary

Kari und Janusz teilen ihre ersten Eindrücke aus Sydney, inklusive eines überraschenden Flächenvergleichs mit Berlin. Anschließend geht es um das deutsche Phänomen des "Lüftens", das in den USA als "House Burping" viral geht. Ein Hauptthema ist die Debatte um künstliche Intelligenz in der Kunst, ausgelöst durch ein virales KI-Cover von Stromaes "Papaoutai", welches sowohl Urheberrechtsfragen aufwirft als auch neue kreative Projekte inspiriert.

Episode description

Cari und Janusz sind inzwischen in Sydney und erzählen von ihren ersten Tagen in Australien. In den USA geht das Konzept des Lüftens viral. In "eine schwierige Entscheidung" sprechen wir über ein virales AI-Cover eines Stromae-Liedes. Ist der Einsatz von künstlicher Intelligenz bei kreativer Arbeit gut oder schlecht? Zum Abschluss erzählt Cari von einer Begegnung mit zwei Menschen aus der Easy German Community, die eine besondere Tour durch Berlin gemacht haben…   Transkript und Vokabelhilfe Werde ein Easy German Mitglied und du bekommst unsere Vokabelhilfe, ein interaktives Transkript und Bonusmaterial zu jeder Episode: easygerman.org/membership   Sponsoren Hier findet ihr unsere Sponsoren und exklusive Angebote: easygerman.org/sponsors   Das ist interessant: House Burping   Easy German Book Club und andere Community Projects
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  Eine schwierige Entscheidung: AI-Cover geht viral   Support Easy German and get interactive transcripts, live vocabulary and bonus content: easygerman.org/membership

Transcript

Intro / Opening

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Ankunft in Sydney und erste Eindrücke

Halli, hallo, willkommen zurück. Good morning. Wie sagt man, ich kann leider keinen australischen Akzent, aber ich liebe ihn. Kannst du ihn ein bisschen? Nein. Nein, ich weiß auch nicht, wie der klingt. Aber ich habe gehört, Dass er schön sein soll. Ja, es ist einer meiner größten Wünsche im Leben, dass ich. Dialekte nachmachen kann, mindestens auf Deutsch, idealerweise noch auf Englisch. Was kannst du denn auf Deutsch machen? Auch keine. Ich kann auch so ein bisschen Berlinern kann ich wohl.

Aber auch nicht wirklich. Ja, Australien. Ihr seid in Australien. Erzähl mal. Richtig, wir sind seit drei Tagen in Australien. Ich bin noch ein bisschen verschnupft, wie du vielleicht hörst. Deswegen haben wir auch noch gar nicht so viel gemacht. Und ich habe. Ja, wir haben bisher viel geschlafen und den Strand erkundet. Wir wohnen nämlich am Strand fast, also fünf Minuten vom Strand. Dann habe ich

Die Drohne getestet und viel mit dir darüber gesprochen, dass da etwas kaputt ist. Und heute haben wir ein Video gedreht mit einem sehr, sehr lieben Zuhörer namens Lochland. Der siebzehn Jahre alt ist und schon fließend Deutsch spricht, in der Schule gelernt. Wow. Da habt ihr ja schon viel erlebt in euren ersten Tagen. Ich habe das Gefühl, wir haben noch nicht so viel erlebt, aber eigentlich schon. Heute sind wir die ganze Zeit durch die Stadt gefahren. Es ist

Wirklich krass. Also es gibt viele Sachen. Welche Stadt denn? Du hast noch gar nicht erwähnt, wo ihr seid. Weißt du nicht, wo wir sind? Ich weiß, wo ihr seid, aber unsere HörerInnen wissen es ja vielleicht nicht. Ja, wir sind in Sydney, Manuel. Und ich muss sagen. Also da werden jetzt einige Leute denken, was, Kari, das hätte ich ja gar nicht erwartet, aber wir sind nicht gut vorbereitet hier angekommen.

Also Janisch und ich wissen beide sehr wenig über Australien. Janisch hat heute dann im Auto gesagt, Ich hätte mir nie vorstellen können, dass ich irgendwann mal hier bin in Australien bin. Ja. Und das Ding ist, also, wir lernen jetzt alles über Australien, aber das ist ja auch das Gute. Dass man jetzt einen Anlass hat und sonst hätte ich mich wahrscheinlich nie mit diesem Land beschäftigt. Und das ist einfach schön. Also zum Beispiel eine Sache, die ich jetzt schon

Gelernt habe, in ganz Neuseeland, wo wir ja auch noch hinfahren werden, wohnen so viele Menschen wie in Sydney. Und Sydney hat aber nur ein paar mehr Menschen als Berlin. Wie viele Einwohner hat Berlin nochmal? So dreieinhalb, vier Millionen ungefähr. Genau, und Sydney hat, glaube ich, ein bisschen mehr als fünf. Ich schaue mal eben nach. Also Berlin hat 3,7, Sydney 5,5. Ja, ist nicht mal doppelt so groß, aber.

Dieser Fläche von der Stadt. Also Berlin ist ja schon eine große Stadt, gefühlt, oder? Ja, geht so, also Es gibt größere, also im Vergleich zu London ist Berlin super klein. Aber für Deutschland ist Berlin groß. Also, ich dachte immer, dass Berlin eine große Fläche hat, zumindest, dass man so lange hätte. Ach, das stimmt. Das stimmt. Jetzt rate mal, wie die Fläche ist im Vergleich.

Berlin-Sydney, also Sydney hat fast, na nicht mal doppelt so viele Menschen. 1,5 mal so viel. Ich weiß es nicht, aber wenn du so fragst, dann bestimmt dreimal so viel oder so. Vierzehn Mal so viel. Also hat ChatGPT gesagt. Aber es fühlt sich auch so an, denn wir sind heute wirklich, wir waren heute an drei verschiedenen Orten. Und saßen dafür, glaube ich, insgesamt fast drei Stunden im Auto. Also.

Es ist einfach krass, die ganzen Orte, und wir waren jetzt nicht mal ganz am Ende von Sydney. Wir sind nur, sag ich mal, irgendwie in der. In der Innenstadt rumgefahren. Ja, also, das ist bisher mein Eindruck, aber ich habe auch noch andere Eindrücke. Aber ja, das ist gerade mein frischer Eindruck von heute, weil wir durch die Stadt gefahren sind und ich dachte, wie groß ist diese Stadt?

Okay, auch wenn ihr in Australien oder Neuseeland lebt und diese Episode hört, dann ist das erste Meetup schon vorbei in Sydney am 6. Februar. Aber ihr könnt Janus treffen in Melbourne. Wellington, also Melbourne noch in Australien, und dann Wellington und Auckland in Neuseeland. Mm-hmm. Und die Infos und die Anmeldung gibt's auf easygerman.org.

Das Phänomen Lüften wird international

Kari, wir haben hier in diesem Podcast schon des Öfteren über das deutsche Phänomen. Ich würde sogar sagen, die deutsche Pflicht. Zum Lüften gesprochen. Ich glaube, wir haben es ja auch schon öfter erklärt. Jetzt Tradition. Was ist denn Lüften nochmal? Jetzt sag doch nochmal. Ja, wir hören jetzt gleich die Erklärung auf Englisch, denn ich habe dir einen kleinen Instagram-Reel mitgebracht, den du mir ursprünglich geschickt hast. Da dieses Phänomen lüften, wird jetzt gerade in Amerika

Erklärt unter dem Namen Hausburping. Also das Haus, das Haus muss röpsen. Ich spiele mal einen kleinen Abschnitt ab. Reminder that even though it's freezing. your house. While frigid temperatures have millions avoiding the outdoors. These days, some folks are welcoming the cold into their homes. Just get some fresh air in there. Also, die AmerikanerInnen, die US-AmerikanerInnen entdecken das Fensteröffnen für sich. Das ist ja lustig, weil

Als ich sag mal, als Deutsche, als Deutscher weiß man nicht, dass das eine deutsche Eigenschaft ist, weil wir denken, alle Menschen auf der Welt machen ihre Fenster auf, um frische Luft hereinzulassen. Ich habe das erst gelernt. Durch euch, durch Menschen, die nach Deutschland kommen und die über Deutschland sprechen und die darüber so sprechen, als wäre das etwas völlig Verrücktes, dass man das Fenster aufmacht. Warum ist das so, Manuel?

Ja, es hängt, glaube ich, auch mit unseren sehr guten Fenstern zusammen, denn Die meisten, also wenn man in Deutschland in einem neueren Haus oder einer neueren Wohnung oder einer renovierten Wohnung lebt, dann sind die Fenster sehr, sehr dicht. Machen wir so damit möglichst wenig Wärme entflieht und wir Energie sparen. Wir lieben es, Energie zu sparen.

Wenn man jetzt in einem Haus wohnt, wo die Fenster nicht besonders dicht sind, dann gibt es ja auch eine Zirkulation, wenn die Fenster geschlossen sind. Aber in deutschen Wohnungen muss man die Fenster schon aufmachen, um. Die Luft einmal auszutauschen und damit auch die Feuchtigkeit. Und deswegen ist das bei uns so wichtig. Danke für die Erklärung, Manuel, denn ich muss sagen,

Ich bin jetzt hier in Australien wieder mal geschockt, wie schlecht die Fenster sind. Und ich erinnere mich, wir waren ja vor ein paar Wochen in Istanbul. Da war das genauso, dass ich im Zimmer saß und dachte, das Fenster ist auf. Ich muss das Fenster zumachen. Ich gehe zum Fenster. Das Fenster ist zu. Es ist einfach nur so undicht. Dass es sich so anhört, als wäre das Fenster offen. Und genauso ist es hier in Australien. Janisch hat gestern.

Wird dem Kopf geschüttelt, weil er meinte, die Fenster hier, man kann die so aufschieben, ne? Das sind so schwere Holzfenster, man schiebt die von unten nach oben. Ich krieg die kaum auf, also weil das so schwierig ist, aber man muss sie theoretisch auch nicht aufmachen, weil sie auch nicht so dicht sind. Und Janusch meinte nur,

Ist dir aufgefallen, dass man keines unserer Fenster abschließen kann? Also man müsste nur eine Leiter dran stellen und könnte von außen reinklettern. Unglaublich. Ja. Ich finde das schön, dass jetzt trotzdem dieses Phänomen lüften oder Stoßlüften, das ist ja nochmal die Unterart des Lüftens, dass man die Fenster nicht nur ein bisschen aufmacht, sondern so weit wie möglich.

Überall im ganzen Haus für ein paar Minuten, sodass einmal richtig der Wind durch die Wohnung weht und dann wieder zumachen, dass das jetzt also international endlich. langersehnte und verdiente Anerkennung erfährt. Ja, genau. Mit Credits to the Germans.

Easy German Community Projekte

Kari, wir haben in der letzten Episode, glaube ich, schon unseren Book Club angekündigt, der am 16. Februar startet. Aber wusstest du, dass wir in diesem Jahr noch? Eins, zwei, drei, vier weitere Community-Projekte geplant haben für unsere Mitglieder. Ja, wusste ich. Teilweise habe ich mir die auch mit ausgedacht. Dann erzähl doch mal, was haben wir noch vor? Für wen ist das und wie kann man damit machen?

Mitmachen kann jeder, der ein Mitglied ist von Easy German, ein Mitglied, ein Teil von unserem Club. Das ist ganz einfach, Mitglied zu werden, auf unserer Website easygerman.org slash membership. Und dann hat man viele Vorteile. Unter anderem wird man Teil der Easy German Community. Man kann jeden Tag chatten und sprechen auch miteinander. Und es gibt diese Community Challenges, wo wir alle gemeinsam an einem Projekt arbeiten. Also manchmal lesen wir ein Buch.

Wir hatten auch schon mal einen Filmclub. Wir haben die 26-Day-Challenge dieses Jahr gehabt. Und wir werden auch nochmal kleinere Challenges machen zum Thema Grammatik und Vokabeln. Grammatik ist ja oft ein schweres Thema, wo man nicht so viel Lust drauf hat. Aber wenn wir das alle zusammen machen mit einer kleinen Challenge, ist das richtig Spaß. Das heißt, es lohnt sich, jetzt Mitglied zu werden, am besten direkt in einer jährlichen Mitgliedschaft, denn dort spart ihr 20 Prozent.

Gegenüber der monatlichen Mitgliedschaft. Und dann seid ihr auf jeden Fall bei all diesen Challenges dabei und könnt euer Deutsch das ganze Jahr mit uns gemeinsam verbessern.

KI in der Kreativwirtschaft: Entscheidung

Manuel, kennst du dieses Segment noch? Ja, das Segment Eine schwierige Entscheidung besteht darin, dass du mir zwei Optionen gibst, zwischen denen ich mich entscheiden muss. Richtig. Heute ist es ein bisschen anders. Ich möchte dir von einem Phänomen erzählen, einer Geschichte, die ich erfahren habe. Und ich möchte Dass du mir sagst, ob das ein gutes Phänomen ist oder ein schlechtes Phänomen. Denn ich habe mich

seit Tagen in ein Rabbit Hole begeben und nach dieser Zeit kann ich mich immer noch nicht entscheiden, ist das jetzt gut oder ist das schlecht? Und ich dachte, ich erzähle dir und euch allen diese Geschichte und dann könnt ihr mitentscheiden. Ich bin schon sehr gespannt. Ich muss aber ja sagen, dass ganz oft im Leben. Gerade wenn es um gut oder schlecht geht, die Wahrheit irgendwo dazwischen liegt. Richtig. Aber ich werde mich trotzdem mal einlassen auf das Experiment.

Okay, ganz übergeordnet ist das Thema künstliche Intelligenz. Gut oder schlecht? Wo stehst du da erstmal grundsätzlich bei dieser Frage? Oh. Ja, also auf jeden Fall gut und auf jeden Fall schlecht. Beides. Also auf jeden Fall beides. Und wenn du dich für eins entscheiden müsstest, hast du da schon eine Tendenz? Boah. Ich glaube, dafür ist es noch zu früh, das zu sagen. Also in meinem ganz persönlichen Leben.

Auf jeden Fall gut. Also, ich benutze die künstliche Intelligenz. Also, das ist ja auch ein, ich sag mal, die. Die Large Language Models, das ist, das ist es ja eigentlich, was ich im Alltag viel benutze. Ähm, das hat auf meinen persönlichen Alltag hauptsächlich positive Einflüsse. Einflüsse, Dankeschön. Aber so gesamtgesellschaftlich und was zum Beispiel so

das Internet betrifft, also was es so gibt im Internet an Kunst und Videos und Texten, da tendiere ich doch eher dazu, dass es so das Internet zu einer Müllhalde macht. Oha! Zu einer Müllhalde. Was ist eine Müllhalde? Ja, da wo der Müll abgeladen wird, okay, das ist jetzt vielleicht sehr harsch. Also vielleicht keine Müllhalder, aber so ein Meer von Mittelmäßigkeit, würde ich es vielleicht mal nennen. Also es ist jetzt einfach so einfach.

Irgendeinen Text rauszuhauen, irgendein Bild rauszuhauen. Sogar Apple hat irgendwie bezogen. In einer Werbekampagne ein Bild rausgehauen, was ganz eindeutig AI-generiert war und einfach nicht gut war. Und das ist irgendwie jetzt so normal, dass man mal kurz irgendwas macht. Und das dann veröffentlicht. Und das macht mir ein bisschen Sorgen.

Das virale KI-Cover von Stromae

Ja, interessant, Manuel. Ich erzähle dir jetzt mal eine Geschichte und ich bin mal gespannt, was du dann am Ende sagst. Denn ich denke, diese Geschichte, da geht es auch um Kunst. Aber ich finde, die Antwort ist trotzdem nicht so einfach. Ich fange mal damit an, wie ich überhaupt auf dieses Thema gekommen bin. Ich habe Instagram geguckt und da habe ich ein Lied gehört. In Setswana. Was ist Setswana? Weißt du das? Ein Land.

Das ist eine Sprache. Oh Gott. Und diese Sprache wird ebenso. Das ist zu peinlich. Nein, das ist nicht peinlich, Manuel. Also sag nochmal: Botswana ist die Sprache, die in Botswana gesprochen wird. Das wusste ich tatsächlich nicht. Ja, da hat eine junge Frau ein Lied gesungen, und dieses Lied kannte ich. Ich konnte mich aber nicht mehr mich ganz erinnern, woher ich dieses Land, äh, woher ich dieses Lied kannte.

Und es stellt sich heraus, das war eine Version in Setswana von dem Song Papa Ute von Strome. Kennst du Strome? Ja, auf jeden Fall schon mal gehört. Genau, es ist ein Bälgischer. Vielleicht durch dich, ehrlich gesagt. Durch mich? Ich weiß es nicht genau. Ich bin jetzt kein Fan-Boom gewesen, aber es ist ein. belgischer Künstler und der war eher so vor zehn, zwölf Jahren richtig populär. Sein größter Hit vielleicht Allor-endans, kennst du bestimmt. Alors Endons. Ja, ne? Kennst du.

Und um Papa Witte ist oder war auch ein riesiger Song von ihm und der ist jetzt plötzlich gecovert worden und übersetzt worden in diese Sprache Setswana. Dann recherchiere ich ein bisschen weiter und höre eine andere Version, und die heißt Papa Ute Afro-Soul-Version. Und ich recherchiere ein bisschen mehr und denke: Boah, das ist ja ein starkes Cover von diesem Lied. Es ist nämlich plötzlich so.

Also der Vibe ist so ähm Core-Element, also es ist quasi ein Core, es hört sich an, so mit, sag ich mal, so afrikanischem Afrika ist ein riesiger Kontinent, aber ich sag mal so: Rhythmen, die eher diesem Kontinent zugeschrieben werden. Aber es ist immer noch der Song von Strome mit seinem Text. Und ich finde dann heraus, dieser Song, das ist ein Cover von seinem Song, der aber von AI generiert ist. Und man sieht den auch überall im Internet mit AI Covern. Es ist l lächerlich lustig. Also Bilder.

das Titelbild sozusagen. Genau, mit Titelbildern. Also also das Cover bedeutet ja einerseits, dass man das Lied nachgespielt hat und andererseits das Bild, was auf der CD vielleicht ist. Genau. Gute Erklärung, das wäre jetzt verwirrend gewesen. Und auf diesem Titelbild sind teilweise sieht man da einfach einen Löwen und einen Elefant, also so richtig ähm, so typische. Sag ich mal, übertriebene Afrika-Bilder. AI-Slop. AI Slop. Genau. Elefant, Löwe, darüber eine riesige Giraffe und dann

So ein Baobabbaum mit Sonnenuntergang. Manchmal sieht man auch Bilder von Strome, also dem Originalkünstler, in einem Afrikanischen Gewand mit Menschen, die dahinter stehen, also etwas, was nie passiert ist, also er tanzt irgendwo in der Savanne oder sowas. Und das Krasse ist aber, dass dieser Song total viral geht und

Ich hab dann mal so ein bisschen nachgeguckt, wo der herkommt. Diese Version, diese Afrosoul-Version, wurde im Dezember veröffentlicht und geht jetzt seit ein paar Wochen viral auf Spotify, auf TikTok, auf Instagram. Und hat jetzt ganz viele Also, ganz viele benutzen dieses Lied, ganz viele tanzen auch dazu, und ganz viele machen dann nochmal ein Cover von diesem Song. Unter anderem hat dann ein Kongolese, der in Russland wohnt.

Ein Video gemacht, wo er quasi seine Lippen bewegt und ja, ein Musikvideo spielt, aber er singt das nicht. Es ist eine AI-Stimme. Leute haben aber gedacht, das ist seine Stimme, toll. Und haben ihn dafür gefeiert und der Typ geht damit viral und musste dann nach vier oder fünf Videos, die er damit veröffentlicht hat, dann zugeben: hey, das ist gar nicht mein Song und überhaupt wurde dieser Song gar nicht von einem Menschen.

Gesungen, sondern von einer Maschine. Einem Computer. Ja, also meine erste Frage ist Dieses AI-Cover. Wer hat das? Denn es hat ja nicht irgendwie ChatGPT oder irgendeine ein KI Tool entschieden, ich mache jetzt mal selbstständig ein Cover, sondern es war ja schon ein Mensch, der sich überlegt hat, wir nehmen jetzt mal diesen Song von Strome und Ändern den unten.

Oder? Ja, richtig. Weiß man, wer das war. Es gibt drei Namen, die als Autoren gecreditet sind bei Spotify. Und die haben auch Instagram-Accounts, die sind aber nicht bekannt. Also jetzt zum Beispiel von dem Hauptmerkmert, Der Instagram-Account. Der hat drei, ach nee, jetzt hat er 320.000 Follower und da steht drin: Musik und Crypto sind seine Themen. Und er hat fünf Posts.

Also, der ist jetzt kein bekannter Künstler oder so, und seinem Profil zufolge ist ja 23 Jahre alt und kommt aus Schweden. Okay, und Ich habe das jetzt ja noch nicht gehört und wir können das ja auch nicht anspielen, vermutlich aus rechtlichen Gründen, aber dein Eindruck von diesem Lied, von diesem Cover, von dieser neuen Version ist das? Gut, also ist das musikalisch gut und ist das sozusagen respektvoll gegenüber, sowohl dem Originalsong als auch dieser botswanischen

Tradition oder auch hast du das Gefühl, das ist etwas Gutes, was da geschaffen wurde, oder ist das Slop, ist das mittelmäßig, ist es irgendwie Profitmache? Das würde mich interessieren.

Urteil über das KI-Cover: Profit

Ja, jetzt kommt das Interessante. Also, jetzt will ich dir einmal die guten und die schlechten Seiten sagen. Okay. Erstmal die problematische Seite. Es sieht nicht so aus, als hätte Strome zugestimmt, dass dieses Lied genommen wird. Denn ein Cover. Ist ja eigentlich zustimmungspflichtig von dem Künstler und dann wird sogar darüber verhandelt, wer wie viel bekommt. Also es gibt ja offizielle Cover von Musikstücken und

Teilweise gibt es ja auch sehr gute Cover. Es gibt ja Video, äh, es gibt ja Musikstücke, die durchs Cover berühmter geworden sind als durch das Original. Und es sieht aber nicht so aus, als wäre das ein offizielles Cover. Ich habe jetzt ein bisschen ein paar Leute angeguckt, die dazu auch

recherchiert haben und es sieht auch nicht so aus, als würde Strome dafür Geld bekommen. Gleichzeitig haben aber andere Leute Copyright-Strikes bekommen. Das heißt, jemand verdient mit diesem Song Geld und das ist aber nicht Stromae. Und ganz viele Leute wissen auch nicht, dass das Original von Stromae ist, sondern denken, der Song ist von den Leuten, die dieses AI-Cover hochgeladen haben. Und das ist, sage ich mal, jetzt die.

Problematische Seite, die negative Seite. Die tolle Seite ist, dieses Lied. Geht viral, weil es einfach verdammt gut ist. Also, ich habe jetzt einen Menschen gehört, der gesagt hat, ja, er hat das analysiert, einen Musiker, er hat sofort. gehört, dass da irgendwas nicht stimmen kann, wegen bestimmten Arrangements. Aber ich hätte das nicht gehört. Und ich habe gedacht, wow!

Dieser Song ist so viel schöner als das Original. Also das Original ist auch schön, aber dieser Song hat so richtig Tiefe. Und es ist aber von KI. Und das ist das Verrückte. Aber nicht nur ich habe das gedacht. Das richtig Verrückte ist, dass jetzt. Ganz viele Menschen, vor allem aus Afrika, Hingehen, dieses Lied nehmen und damit etwas machen. Also es entsteht aus diesem AI-Cover, von diesem echten Song.

Entstehen neue kreative Projekte, wie zum Beispiel dieses Cover in der Setsuana-Sprache. Und das haben auch ganz viele andere Leute gemacht. Also, das interessante ist auch, Strome ist aus Belgien, aber sein Vater kommt aus Ruanda. Das Lied handelt sogar von dem Vater, den er nicht viel gesehen hat in der Kindheit und der dann tatsächlich auch getötet wurde im Genozid in Ruanda. Und viele Menschen empfinden das jetzt als so einen.

Homecoming von diesem Song, weil der jetzt in Afrika gecovert wird und in ganz vielen Ländern neu aufgenommen wird. Also es gibt jetzt mittlerweile Versionen, wo Menschen das in ihre Sprachen übersetzen. Und selber singen, selber dazu tanzen. Und das ist irgendwie was total Schönes, was aus diesem AI-Cover zwölf Jahre später entstanden ist, nämlich echte

Eine echte Connection und echt was echtes von Menschen gemachtes wiederum. Okay, dann habe ich jetzt genug Informationen, um mein Urteil zu fällen in dieser schwierigen Entscheidung. Ja. Denn ich denke. Dass toll ist und dass das gut ist. Und also zu diesem ersten Punkt, ähm, dass jetzt Strome da nicht beteiligt war, beteiligt ist, ich sehe die Kritik, ich sehe auch die Problematik generell in diesem ganzen KI-Umfeld, das jetzt Fremde Inhalte einfach genommen werden und dann daraus

Gelernt wird, in Anführungsstrichen. Das ist ein hochproblematisches und komplexes Feld, das stimmt schon, aber im Großen und Ganzen würde ich hier an dieser Stelle nochmal die Dokumentation Everything is a remix. empfehlen und verlinken in den Shownotes. Es ist halt so, dass jede Kunst und alles Kreative, was wir erschaffen, auf dem aufbaut, Was vorher geschaffen wurde, und das ist im Großen und Ganzen erstmal auch gut so. Und das, was du jetzt hier beschrieben hast, ist ja nicht

AI-Slob. Also, das ist ja nicht, das sind nicht diese Playlists jetzt, die es auf YouTube und Spotify gibt, wo irgendwelche Leute irgendwas mit KI Hinrotzen. Also irgendwie mal kurz irgendwas machen. Hier mach mal irgendwas, was so ein bisschen poppig klingt oder ein bisschen Lo-Fi, Lounge-Musik und was es da alles gibt. Und das einfach so hochladen, sondern hier hat jemand etwas erschaffen und die AI, die KI, war ein Tool. So wie vielleicht ein Videoschnittprogramm ein Tool ist oder Photoshop.

So hat man das hier als Tool benutzt und die anderen, die jetzt darauf aufbauen, nutzen das vielleicht auch. Aber letztlich klingt es für mich wie etwas super Spannendes, was Menschen geschaffen haben und dass das jetzt so ein eigenes Leben nimmt. Und die Menschen im Internet darauf aufbauen. Das liebe ich am Internet. Dieses, wir schaffen jetzt etwas gemeinsam und jeder trägt was.

dabei hinzu. Das finde ich großartig. Toll. Okay. Spannend, Manuel. Genau darauf habe ich mich gefreut, auf deine Einschätzung. Wie siehst du denn? Genauso oder anders? Ich muss sagen, also ich habe mich Aufgrund dieses Phänomens und aufgrund dieses Covers auch jetzt mehrere Stunden mit Stromae beschäftigt und habe dann seine echten Konzerte gesehen und seine echte Musik gehört.

Und das ist ja auch positiv, und das geht vielen anderen auch so. Und das, also diese Idee, wenn man sich die Kommentare unter diesen Die sind halt auch total positiv, wo sich die Leute. gegenseitig schreiben, das ist ja toll. Hier schreibt jemand Every true African loves this song, Greetings from Nigeria und Darunter geht es so weiter. Dann schreiben Leute: Ja, wir in Tansania, wir wollen auch unsere eigene Version machen, und das ist.

Es ist einfach irgendwie toll, dass sich das Internet da so verbindet. Aber ja, ich denke, ich glaube, was wir brauchen, ist dann bessere Kennzeichnung. Also, dass Leute das nicht verstehen oder sehen, dass das dann ein Cover ist, das ist, glaube ich, problematisch. Aber mittlerweile.

Haben das auch viele Leute gecheckt und gehen rum und schreiben das darunter und diese Kommentare werden dann auch hochgevotet, sodass das dann auch jeder mitbekommt, dass das eigentlich von Strom her ist und nicht from this AI. Cover, I Artist oder wer das gemacht hat. Und den Originalsong und das Cover verlinkst du natürlich beides in den Shownotes, hoffe ich. Absolut. Und ich werde auch noch zwei Videos verlinken, wo Leute das ein bisschen erklären und wo Leute auch beschreiben, wie. Easy.

Wie sie da im Zwiespalt sind und jemand sagt sogar, ich wollte das nicht lieben, aber dieses Lied ist so gut, aber ich will es nicht lieben. Und das ist irgendwie ein interessantes Phänomen.

Fans auf Easy German Berlin-Tour

Manuel, nachdem wir jetzt eine schwierige Entscheidung, noch etwas. Für dich, was auf jeden Fall schön ist. Und zwar haben wir letzte Woche ein Meetup gehabt in Singapur. Erstmal eine wunderschöne Stadt, habe ich beim letzten Mal schon erzählt. war ich sehr glücklich und freue mich, mich nochmal zurückzukommen. Und wir haben viele nette Leute kennengelernt. Und

Einer, zwei von diesen Leuten sind Harley und sein Sohn Alexi. Liebe Grüße, wenn ihr das hört. Und ich habe dir schon ein Foto von ihnen geschickt. Erinnerst du dich daran? Ja. Sehr süß. Genau, weil ich dachte, diese Geschichte ist so süß, dass ich sie dir direkt schicken muss vom Meetup. Und hab dann aber tatsächlich gedacht, das werde ich hier auch nochmal erzählen, weil das so witzig ist.

Die beiden Vater und Sohn sind zusammen nach Berlin gefahren und haben dort die ganzen verschiedenen Drehorte von Easy German besucht. Also ohne dass wir jetzt einen Reiseführer haben, ne? Könnten wir eigentlich mal machen, oder? Ja, unbedingt. Ein das ist schon länger auf unserer Ideenliste, dass es so eine App vielleicht gibt oder einen Reiseführer, wo man unsere Lieblingsorte in Berlin und natürlich die Easy German Drehorte. besuchen kann.

Vielleicht kommen wir da irgendwann zu. Also anscheinend gibt es eine Nachfrage. Das haben Harley und Alexi bewiesen. Ja, ich weiß nicht von wie vielen, aber die beiden haben tatsächlich mehrere Orte besucht.

An denen wir Videos gedreht haben. Unter anderem waren sie bei Curry und Chili und haben die Currywurst Challenge gemacht. Und dann waren sie auch in unserem ehemaligen Lieblingsbäcker, wo wir schon mehrere Videos Gedreht haben und haben dort auch noch den Besitzer getroffen und mit ihm Fotos gemacht. Am Ende waren sie auch noch am Hauptbahnhof und haben dort, dann sind sie zu Bramibals Donuts gegangen, weil das war ja in der Hauptbahnhof-Episode. Und haben dort aber nicht.

Die Frau getroffen, die in unserem Video war. Also, sie wollten auch mit ihr ein Foto machen und haben dann auch noch Intros von unseren Videos nachgespielt. Und das war einfach nur Richtig herzerwärmt. Also, ich fand das so süß. Der Alexi ist acht Jahre alt und der hat dann.

Tatsächlich mit den Videos Deutsch gelernt und konnte auch gut Deutsch sprechen. Und dann hat man ihn gesehen, wie er in Berlin steht und unsere Videos nachspielt. Und das fand ich so schön, das wollte ich einfach mal mit euch allen teilen. Hättest du dir das träumen lassen, dass die Leute irgendwann Berlin-Touren mit Easy German-Thema machen? Das ist ja so ein bisschen so wie diese.

Diese Hollywood-Touren, da gibt es doch so Busse, die dann irgendwie an den Villen der Stars vorbeifahren. Und guck mal, hier lebt irgendwie George Clooney oder so. Und vielleicht gibt es irgendwann so einen Easy German-Bus, der dann sagt: Hier an diesem Hauptbahnhof, da haben Kari und Janusch. schon mal ein Video gedreht. Wenn ihr gelückt habt, dann steigen sie hier gleich aus der U-Bahn aus. Das ist die Sparkasse, über der Kari und Janusch die ersten fünf Jahre in Berlin gelebt haben.

Ich finde es witzig und ich finde, also, weil unsere Videos ja nicht irgendwie ein Spielfilm sind, sondern weil wir ja wirklich einen Zugang zu Deutschland bieten möchten und Leuten helfen möchten, Deutschland kennenzulernen. Gerade deshalb macht es für mich Sinn, dass wir Menschen auch helfen, dahin zu gehen. Also warum nicht? Das Berlin kennenlernen, das sie bei uns auch sehen.

Abschied und Zukunftspläne

Ist erstmal genug mit Deutschland kennenlernen. Jetzt sollt ihr beiden erstmal Australien kennenlernen und dann Neuseeland. Aber. Bei uns geht's trotzdem weiter. Wir hören uns schon in ein paar Tagen wieder. Ja, wer machen wir das eigentlich mit der Zeitverschiebung, Manuel? Wir sind jetzt in einem Rhythmus, wo ich morgens aufnehme und du abends. Das ist ganz schön verrückt. Klappt ganz gut, ne? Nur zehn Stunden Unterschied, Manuel.

Ich wünsche euch eine schöne Zeit. Viel Spaß auf den Meetups. Dankeschön. Und bis zum nächsten Mal. Bis zum nächsten Mal. Good day. Tschüss. Ciao.

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