¶ Sponsor und Podcast-Anfang
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¶ Persönliche Einblicke und Website-Pannen
Hallihallo und willkommen zurück im Easy German Podcast. Heute mit... Janusz Schamerski, Manuel Salman und Kari Safari. Ah ja, du hast einen Künstlernamen, deinen bürgerlichen Namen hast du abgelegt. Hast du den schon im Personalausweis? Wollte ich früher tatsächlich machen. Man kann in Deutschland einen Künstlernamen eintragen lassen und es gibt aber verschiedene Kriterien dafür. Also man muss nachweisen, dass man diesen Namen wirklich führt. Das tust du?
Ja, also man muss nachweisen, dass man auch so angesprochen wird oder auch im Internet so aufgefunden wird und publiziert hat. Oh, da habe ich eine kurze Anmerkung. CariSafari.de, deine Website. Nein, die ist… Can't open the… Page, Fehlermeldung. Genau, weil ich musste da irgendwelche Sachen updaten, das habe ich nicht geschafft. Und dann habe ich das selber, weil ich wollte niemanden Hilfe bitten, einfach offline genommen. Cari, ich würde dir ein Angebot machen unter Freunden. Ja?
Ich will ja haushalten mit meinen Reserven. Aber ich habe ja so eine Mini-Website. Du kennst sie. Deine, Manuel.io. Nein, das war meine frühere Domain. Jetzt ist es manuel.fm seit ein paar Jahren. Das ist so eine Mini-Website, das ist so eine Visitenkarte im Web, hätte man früher gesagt. Und der Service, wo ich die habe.
Da habe ich noch neun Websites frei. Kannst du eine haben, kostenlos von mir. Die dann so ähnlich aussieht wie meine. Gibt es auch andere Templates. Hast du noch einen Platz? Ich verteile kostenlose Websites. Wie viele Plätze hast du noch frei? Vielleicht verlosen wir eine unter unseren Zuführern. Aber was wird denn deine Domain sein? Genau, welche Domain hättest du gerne? Also ich bin Manuel.fm, Kari ist karisafari.de und du? Janusz Amerski-Schmidt.
Hä? Punkt Schmidt gibt es glaube ich nicht. Wir gucken mal nach einer Domain. Nein, FM die Domain. Die ist allerdings teuer. Und welche gibt es umsonst? Also DE ist sehr günstig oder .org. Wir gucken mal. Ich gucke mal nach einer guten Domain für dich. Wie begeistert Janusz gerade guckt. Ja, ich will eine Visitenkarte haben. Ich publiziere in letzter Zeit viel bei Facebook, aber ich habe, glaube ich, fünf passive...
¶ Easy Germans Frühe Meilensteine
dabei. Dabei eine davon ist meine Tante. Ja, Leute, wir sind wieder zusammen im Podcast-Studio, denn in der letzten Episode haben wir euch Zuerst von unserer neuen Mitgliedschaftsplattform erzählt. easygerman.org slash Membership. Dort findet ihr alle Details und wenn ihr sie noch nicht ausprobiert habt, dann tut das jetzt. Beeilt euch. Bis zum 6. Oktober gibt es 10% Rabatt aufs erste Jahr. Und dann haben wir angefangen zu reminizieren. Nee, wie sagt man? Reminisce.
Uns zu erinnern an die Meilensteine unserer Geschichte. Uns zurück in Gedanken, nee, in Erinnerungen schwelgen. In Nostalgie schwelgen wir hier. Genau, wir sind durchgegangen, die Meilensteine der Geschichte von Easy German und wir sind stehen geblieben im Jahr 2013. Ah ja, das war also vor … Zwölf Jahren. So weit sind wir gekommen letztes Mal. Im Jahr 2013. Oder ich mache nochmal so eine Zusammenfassung wie bei so einer Serie. Was bisher geschah. Janusz.
hat zufällig die Plattform YouTube entdeckt und ein Video hochgeladen. Daraus wurde eine... zufällige Serie. Sie hieß Easy German, denn Janusz hat mit seinen SchülerInnen damals verschiedenste Videos produziert, unter anderem zum Sprachenlernen. Dann hat er 2006 sein erstes Video bei YouTube hochgeladen. Gibt's bis heute, heißt Easy German Nummer 1. Genau. Und 2013
bekamen wir dann Post von YouTube. Sie haben uns eingeladen zum YouTube-Partnerprogramm und haben gesagt, hey, ihr macht educational Content, macht das doch bitte mal besser und professioneller, wir helfen euch dabei. Und dann... haben wir gesagt, okay, wir wollen es mal probieren, wir wollen mal versuchen, aus YouTube einen Job zu machen. So ganz geglaubt haben wir noch nicht daran, vor allem ...
ist da nicht wirklich viel Geld bei rumgekommen. Wir haben, glaube ich, am Ende der letzten Episode erzählt, Janusz war sehr stolz darauf, dass er ungefähr 70 Euro pro Monat verdient hat in den... ersten Jahren. Daraus wurde mehr, aber sehr, sehr langsam. Ich glaube, 2013 waren wir bei 300 Euro pro Monat, was schon was ist. Janusz hat in der letzten Episode gesagt, 400 Euro hätten ihm schon gereicht zum Leben. Aber dann wurden wir mit dem Alltag konfrontiert. Mit den Berliner Mietpreisen.
¶ Der Umzug Nach Berlin
Wie ist dazu gekommen, dass wir plötzlich nach Berlin fahren wollten? Genau, wie sind wir eigentlich nach Berlin gekommen? Ich glaube, wir haben damals in Münster gewohnt. Münster ist eine kleine, feine Stadt, ein kleines Paradies kann man sagen. Wer mal in einer Stadt wohnen möchte, wo alles perfekt ist.
Kann nach Münster ziehen. Und alle Menschen entweder Studenten. Oh, Manuel kriegt einen Anruf. Anonym. Soll ich drangehen oder lieber nicht? Ja, geh mal dran. Vielleicht ist es ja ein wichtiges Geschäftsangebot. Von YouTube. PayPal ruft mich an. Das ist bestimmt echt, oder? Vielleicht habe ich im Lotto gewonnen. Guck mal, diese Robocalls jetzt hier in Deutschland. Das geht jetzt hier auch los. Nervt. Ja, ich mache jetzt hier aus. Entschuldigung. Mach das mal aus.
Ja, wo waren wir stehen geblieben? Berlin. Du erzählst erst mal von Münster, von der Stadt. Es gibt dort nur Studenten und Beamten, sehr wenig Ausländer. Der Nachteil ist, dass es in Münster sehr wenig Diversität gibt und sehr wenig unterschiedliche Antworten. Und das war jetzt nicht der einzige Grund. Also Antworten, wenn wir Interviews machen auf der Straße. Genau.
Das war jetzt nicht der einzige Grund umzuziehen, aber ich glaube irgendwie waren wir bereit in eine größere Stadt zu ziehen. Das war eines der wichtigsten Argumente, dass wir sagen, okay, es haben sich auch einige andere Sachen damals verändert bei uns. im Leben und wir hatten einfach Bock auf das Abenteuer. Und es gab...
Die Gelegenheit. Ein Student ist nach Schweden für ein halbes Jahr zum Studieren gefahren und hat uns die Wohnung für ein halbes Jahr überlassen. Genau, es ging dann plötzlich schnell, weil wir haben uns schon umgeguckt in Berlin. noch keinen konkreten Plan. Wir hatten einen Freund, mit dem wir ein Büro gründen wollten und dann sagte ein anderer Freund, hey, mein Cousin fährt weg, die Wohnung ist frei und dann haben wir gesagt, okay, dann ziehen wir jetzt einfach nach Berlin.
¶ Finanzielle Herausforderungen in Berlin
Ja, hier sind wir jetzt immer noch. Aber das war so ein bisschen der Anfang dann von unserer professionellen Karriere auf YouTube. Anfang und das Ende von unseren Träumen, weil wir wollten nach Berlin, um die Diversität zu bekommen und ich habe richtig geträumt, dass ich jede Woche in einem anderen Viertel, dass ich Berlin erforsche, dass ich so richtig
All Berliner werde und letztendlich aber mache ich die Interviews seit zehn Jahren auf einer Straße. Auf zwei Straßen, ja. Zwei Straßen, ja. Kastanienallee und Oderberger Straße. Aber das Lustige ist, dass diese beiden Straßen immer noch diverser sind als ganz Münster, weil da wirklich Leute aus ganz Deutschland und sogar auch Österreich und der Schweiz zusammenkommen. Aus Dänemark auch.
Prenzlauer Berg ist so ein Hotspot, wo Leute hinziehen, aber auch wo Leute Urlaub machen und einfach einkaufen gehen. Ja, sich Berlin angucken wollen. Ist das immer noch eine gute Ecke. Janusz, wir waren dann in Berlin, wir hatten immer noch kein Geld. Ja, kein Geld wird noch lange kein Thema sozusagen, weil wir hatten genug Geld, um zu überlegen. Ja, weil ich noch einen anderen Job hatte. Ja, ich ja auch, oder? Doch nicht. Aber es gab kein Geld. Für mich das deutliche Bild ist...
Ich bin jeden Tag mit dem Fahrrad zum Büro und dann zurück und ich bin an so einem wunderschönen Schuhgeschäft. jedes Mal gefahren und die hatten immer vorbeigefahren und die hatten immer gute Angebote und du könntest für 50 Euro unglaublich tolle Schuhe kaufen und ich hatte diese 50 Euro nicht. Oder zum Beispiel Einmal habe ich Geld aus unserer gemeinsamen Kasse geklaut. Was? Ich habe eingekauft.
Und dann habe ich diese Karten, diese Woucher-Karten, wie heißt das? Voucher. Gutscheinkarten. Und ich habe mir eine für Amazon gekauft, für 12 Euro. Und habe mir dafür drei Bücher gekauft und später aber... Von unserem Haushaltsgeld. Ja, aber das habe ich dir gebeichtet, aber Jahre später, ja. Ja, das waren die Zeiten, Manuel. Wow.
¶ Patreons Entdeckung und Entwicklung
Wir waren also in Berlin. Wir hatten endlich die Antworten, aber wir hatten tatsächlich noch nicht das Geld. Und eine Idee, die uns dann kam, kam tatsächlich genau vor zehn Jahren. Wir waren in Namibia. haben mit einem befreundeten Künstler, ein Video gedreht, also ein Musiker und das war so eines der Projekte, die wir gemacht haben in unseren Austauschprogrammen. Wie heißt der Musiker? Ease. Ease, ja. Genau und der hat zusammen mit einer anderen befreundeten Band ein Video gedreht.
und wir, ist jetzt auch egal die ganze Geschichte, auf jeden Fall saßen wir nachts in der Wüste, weil wir haben das in der Wüste gedreht und wir saßen am Lagerfeuer und das ist Jetzt der zweite Moment, an den ich mich ganz genau erinnere. Denn er hatte einen Freund dabei, der Drohnenoperator war, unter anderem bei dem Dreh. Und der hat uns dann erzählt, dass er
Geld verdient als YouTuber, nämlich über Patreon. Patreon gab es auch noch nicht so lange und war damals eine ziemlich geniale Idee, dass dieser Jack Conti, so heißt der Gründer, sich gesagt hat, hey, ich bin Künstler, ich bin Musiker, war es irgendwie schwierig, Geld zu verdienen. Und ich weiß aber, es gibt Leute, die mögen meine Musik so sehr.
Wahrscheinlich würden sie mich unterstützen mit ein paar Euro im Monat. Und dann hat er diese Plattform gebaut, die jetzt mittlerweile sehr bekannt und sehr groß ist, wo man sich ...
anmelden kann als Creator, egal ob man jetzt Videos macht oder Musik oder man schreibt Gedichte, man sagt, ich veröffentliche hier meine Arbeit und diejenigen, die mich unterstützen wollen, können das tun. Dieses Wort Patron Das kommt ja auch, ich glaube, viele Leute wissen das gar nicht, zumindest so in Deutschland. Beethoven hatte auch Patrons. Patronen. Also Leute, die sagen, ich unterstütze deine künstlerischen Tätigkeiten finanziell, damit sie ...
weiter stattfinden könnten. Ja, das ist früher in der Geschichte krank und gäbe. Es gäbe keine Kunst, es gäbe keinen Da Vinci, wenn nicht die reichen Patronen, die bei ihm auch Kunststücke bestellt haben. Die haben wir dann angefangen zu sammeln. Ich habe das nochmal nachgeguckt, wir waren glaube ich im März oder April in Namibia und dann im September haben wir unser Patron gelauncht, also ziemlich genau vor zehn Jahren.
Und was gab es da bei Patreon? Also was die Leute bekommen haben? Genau, beim ersten Easy German, bei der Mitgliedschaft damals, vor zehn Jahren. Was war da mit drin? Ich weiß es ehrlich gesagt jetzt nicht mehr ganz genau. Unsere Videos. Also die Leute haben uns halt unterstützen können und das haben auch einige gemacht. Mega cool. Ja, aber wir haben doch irgendwas zusätzliches versprechen müssen.
Unsere Videos als Download gab es von Anfang an mit und ohne Untertitel. Da haben ja auch Leute immer wieder nachgefragt. Und ich weiß aber noch so die zweite große Eingebung. kam uns dann ein Jahr später, da sind wir nämlich zum ersten Mal in die USA gefahren, auch mit einem Crowdfunding. Unsere erste Reise finanziert durch unsere Zuschauer. Wow. Und da hatten wir dann die Idee, hey...
wir sollten eigentlich einfach zu jedem Video Arbeitsblätter rausbringen. Und so ganz logisch schien mir das damals nicht, weil jedes Video hat ja unterschiedliche Levels, weißt du? Und wir wollten ja auch nicht in einer bestimmten Reihenfolge produzieren, sozusagen, dass wir sagen, ja, alle Videos bauen aufeinander auf.
Aber trotzdem war das irgendwie ein gewisses Versprechen. Du bekommst einmal pro Woche ein Video und einen Arbeitsblatt, mit dem du Deutsch üben kannst. Und das haben wir dann auch umgesetzt 2016. Und seitdem ist das Patron gewachsen. Der Patron, das Patron? Die Kampagne. Und diese Arbeitsblätter gibt es bis heute, aber jetzt sind sie komplett interaktiv. Ihr könnt sie auf dem Handy unterwegs nutzen. Ihr könnt euren Fortschritt
Also der Fortschritt wird gespeichert. Ihr seht, welche Übungen ihr gemacht habt, welche noch nicht. Also diese Idee ist nach wie vor da. Es ist nur moderner geworden. PDF gibt es aber auch immer noch, für die, die lieber drucken. Einige, ja. Es gibt einige LehrerInnen, die das dann für den Unterricht ausdrucken. Warum nicht? Finde ich immer noch gut, dass unsere Videos auch im Unterricht geguckt werden.
¶ Harte Arbeit und frühe Stressphasen
Ja und so hat sich das dann über Jahre entwickelt. Wir haben aber tatsächlich seit 2014 damals, als wir nach Berlin gezogen sind, Janusz, Jede Woche zwei Videos produziert und manchmal, wenn ich daran zurückdenke, dass wir das heute mit einem Team von zehn oder elf Leuten machen. Und damals alles alleine? Janusz, vermisst du diese Zeit manchmal? Ich vermisse diese Zeit.
Nein, ja, ich vermisse diese Zeit aus vielen anderen Gründen. Es war einfach romantisch, es war eine Aufbruchsstimmung, wir hingen nie in der Luft, wir wussten nicht, wie unser Leben weitergeht. Wir hatten viele Freunde, wir lebten da sehr intensiv einfach. Und das vermisse ich. Aber... Auch mein Arbeiten, ich erinnere mich, ich saß, wir hatten, die Küche war quasi wie ein Wohnzimmer. Und so, dass ich in der Küche, die Hälfte davon war.
Also wir hatten eine Einzimmerwohnung und zwar direkt über der Sparkasse an der Eberswalder Straße. Wer sich in Berlin ein bisschen auskennt oder mal zu Besuch war, kennt diesen Ort. Es ist einer der lautesten Kreuzungen in Berlin. Und es war eine Einzimmerwohnung. Das eine Zimmer war das Schlafzimmer, das ging zur Straße raus. Da habe ich gesessen und gearbeitet. Bei dem Krach ständig fuhr da eine...
eine Tram durchs Wohnzimmer. Mein Zimmer war zum Hof hinaus. Genau, und Janusz saß, hat wirklich sich in der Küche eingerichtet. Also die Küche war im Prinzip dein Arbeitszimmer. Und Das war irgendwie schön. Wir haben 560 Euro kalt bezahlt für diese erste Wohnung. Das war damals teuer, heute ist es unfassbar billig. Aber das Wunderschöne, das Magischste überhaupt ist, wir haben diese Wohnung...
Und wir hatten keine anderen Angebote. Das war das einzige Angebot, das wir überhaupt bekommen haben. Und dann haben wir es auch, also die Wohnung... bekamen wir. Und erst dann sind wir rausgegangen und haben uns überhaupt umgeschaut. Wo sind wir hier eigentlich? Ja, wir wussten schon, wo wir eingezogen sind. Lasst mich ein bisschen das Farbvoller erzählen. Weil für mich war das so. für dich, du wusstest mehr als ich, aber ich war so ziemlich unwissend.
Und dann sind wir rausgegangen und dann habe ich mich umgeschaut und wir sind zum ersten Mal die Kastanienallee gelaufen. Und ich erinnere mich so deutlich, als ich dir gesagt habe, guck, das wird jetzt meine Werkstatt sein. Das war auch schön. Außerdem, wir suchten verzweifelt nach der Wohnung. Das heißt, wir hätten jede Wohnung genommen, egal wo. Und dann bekommen wir eine Wohnung, die mitten in dem schönsten Gebiet ever in Berlin ist. Genau. Im Nachhinein...
Du vereinfachst die Geschichte ein bisschen. Wir hätten schon noch weitersuchen können. Aber wir wollten ja auch die Wohnung. Die war günstig. Wir haben sie bekommen. Mach meine Geschichten nicht mit der Wahrheit kaputt. Ich versuche mal hier weiter zu kommen. Weiter im Text.
Also wir haben dann mehrere Jahre lang wirklich hart gearbeitet und jede Woche Videos produziert, selbst wenn wir krank waren. Es gibt sogar ein Video, das heißt Being Sick oder sowas. Da haben wir einfach, obwohl wir krank, zu Hause waren. Heute können wir uns dann wirklich eine Auszeit nehmen. Letzte Woche haben wir dann keine Podcast-Episoden veröffentlicht, als wir krank waren. Und da haben wir einfach weiter produziert, weil wir uns nicht getraut haben, eine Pause zu machen.
Und es kam dann auch irgendwann ein bisschen mehr Geld, noch nicht substanziell, aber immerhin so viel, dass ich Ende 2018, habe ich extra nochmal nachgeguckt gestern, auch meinen Job aufgegeben habe. Und ab da waren wir dann komplett... alleine auf uns gestellt. Das heißt, wir haben dann schon Geld verdient mit YouTube und mit Patreon. Und dann, wir dachten eigentlich schon, okay. Wir überleben so gerade, so geht es jetzt weiter. Das war unser Endziel sozusagen. Mehr haben wir nie.
Ja, es war schon nicht ganz nachhaltig, was wir gemacht haben. Wir haben viel zu viel gearbeitet, wir waren immer gestresst. Wir haben ja auch sonntags, wir beide sind ja auch total schlecht da drin, irgendwas vorzubereiten. Wir haben ja sonntags um sieben kam immer unser Video raus und sonntags um sechs saßen wir noch panisch und haben das Video nochmal bei Premiere ausgespielt. Ich fand das aufregend. Ja, ich fand das sehr stressig, weil wir hatten keinen einzigen Tag frei in der Woche.
Und dann kam Manuel. Aber ich hatte meine Gitarre immer dabei und dann habe ich zehn Minuten geschnitten und zehn Minuten Gitarre gespielt. Unglaublich langsam. Janis ist sehr gut im Romantisieren, nachträglich.
¶ Die Geburt des Easy German Podcasts
Das war aber auch schön. Ja, 2019, Manuel. Yes. Hattest du plötzlich die Idee, einen Podcast zu machen? Ja. Die Idee war aber viel älter. Die Idee war älter. Wir beiden haben schon Jahre vorher über diese Idee gesprochen. Ich war einfach auch schon sehr, sehr lange... Podcast-Fan, habe lange Podcasts gehört, schon 2007, als ich in Polen gelebt bin.
nee, warte mal, wann habe ich in Polen gelebt? 2009 habe ich viel, viel schon Podcasts gehört auf einem iPod. iPod Shuffle, wie hieß das? Und dann war ich auf Weltreise. 2017 bis 2019. Und ich erinnere mich bis heute, dass ich so eine Wanderung in Nepal gemacht habe, im Himalaya. Geil. Tage, nicht mega lange, aber zehn Tage, jeden Tag einfach den ganzen Tag laufen. Da hat man sehr viel Zeit, um nachzudenken. Und da habe ich einfach gedacht, Easy German.
War zu dem Zeitpunkt natürlich kleiner als jetzt, aber es war schon wahnsinnig erfolgreich und man hat einfach gesehen, die Community ist da, die Leute mögen das Format, die Leute wollen diese natürliche, echte Art. sehen, wie Leute sprechen. Aber jedes Video war damals zehn Minuten. Mittlerweile sind sie ein bisschen länger meistens, aber es war ein Video oder zwei Videos pro Woche zehn Minuten. Und ich dachte einfach, warum nicht?
auch länger für unterwegs. Und dann war ich so begeistert. Dann habe ich mir alle Deutschlern-Podcasts angehört, die es damals gab. Und die waren auch alle okay. Aber ich dachte einfach, das ist nicht easy German. Also das, was wir machen könnten, gibt es nicht. Und dann habe ich mir überlegt, was wir anbieten könnten, was so ein bisschen die ...
Untertitel ersetzt. Beim Podcast hat man keine Untertitel. Mittlerweile haben wir dieses interaktive Transkript natürlich, aber ich hatte damals in Nepal diese Idee, dass wir so Bilder einbauen in die MP3-Datei. wo wir jede Minute das Bild austauschen, sodass man jede Minute die wichtigsten Wörter mit Übersetzung sieht. Diese Idee hatte ich bei dieser Wanderung. Und als ich dann ... Zurück kam nach Deutschland, habe ich ausprobiert. Würde das technisch überhaupt funktionieren?
Und dann hat's funktioniert und dann bin ich zu euch und hab euch von dieser Idee erzählt und ich weiß noch genau, Kari, wie du reagiert hast. Nee, nicht negativ, aber so total ... Ja, also du scheinst sehr enthusiastisch. Da machen wir das. Daher denke ich... sollten wir es mal ausprobieren. Ja, das ist ja schon mal ein guter Indikator, wenn jemand wirklich begeistert ist. Ich muss aber auch mal sagen, Manuel, diesen Vokabelhelfer bieten wir jetzt seit vielen Jahren an, aber noch nicht alle.
wissen genau, wie der funktioniert. Kannst du das jetzt mal kurz erklären? Wenn jetzt jemand denkt, was? Ich kann diesen Podcast hören und die wichtigsten Vokabeln sehen. Das geht nicht überall. Das funktioniert... Ziemlich einfach. Man muss es einmal einrichten, aber es ist jetzt auf unserer neuen Plattform einfacher denn je. Ihr müsst Mitglied sein in der Learner Membership oder Conversation Membership.
Und dann geht ihr in die Settings auf der Membership-Plattform und da findet ihr so Buttons, mit denen könnt ihr den Podcast abonnieren, aber nicht so wie öffentlich. auf Apple Podcasts oder Spotify, sondern es ist ein geheimer, spezieller Feed nur für euch als Mitglied. Und wenn ihr das macht, dann hört ihr jede Podcast-Episode so wie sonst auch, aber ...
Aber besser. Ihr hört dann eben auch die Aftershow und ihr seht diese Bilder, die wir da mit viel Arbeit jede Woche einbauen in die MP3, damit ihr dann beim Hören auf dem Bildschirm eures Handys jederzeit schauen könnt, ah, das Wort kenne ich noch gar nicht und dann steht da hoffentlich die Übersetzung. Das ist die Idee und ich weiß auch von vielen Mitgliedern, dass das genutzt wird und funktioniert.
¶ Strategische Karriereentscheidungen
Darf ich etwas anmerken, weil ich finde, dass es nicht unwichtig ist für unsere Zuschauer. Und zwar, du bist der einzige von uns dreien, der tatsächlich ausgebildet ist in dieser... Du hast ja Medien im Internet studiert. Da gibst du, glaube ich, der universitären Ausbildung zu viel Bedeutung. Ja, ich habe was studiert mit Medien, aber ihr habt ja auch eine Ausbildung.
Nur halt außeruniversitarisch. Ja, doch, du hast das alles selber gelernt. Ich habe jetzt auch nicht Film studiert, aber ich habe schon meine ersten Videos geschnitten. Und wenn die, weiß nicht, wenn die Videos auf YouTube 100.000 Views haben und die Leute mögen das. Dann bist du doch trotzdem ein Filmemacher. Ja, ich wollte doch nichts dagegen sagen. Aber du wolltest sagen, Manuel kam mit viel Sachverstand. Ja, und bis heute. Und vielen guten Ideen.
Und ich weiß noch, dass wir damals gesagt haben, Manuel... Werd doch einfach Teil von unserer Firma. Und du hast gesagt, nein, ich gehe nach Holland und ich studiere was Richtiges. Und das musst du erzählen. Das muss Manuel erzählen. Manuel wollte... Schon wieder nicht viel Zeit, leider. Mach die Kurzfassung.
Kurzfassung ist, ich war nach meiner Weltreise unsicher, was ich eigentlich machen will mit meinem Leben. Und mir hatte jemand gesagt, hey, du bist doch so ein Entrepreneur so ein bisschen und hast gute Ideen. und du weißt aber nicht, was du machen willst mit deinem Leben, mach einfach ein MBA, ein Master of Business Administration. Und dann hätte ich das fast gemacht. Du hast sogar Geld schon investiert, oder? Ich habe sogar schon, ich war so...
investiert, dass ich sogar schon 5000 Euro bezahlt hatte für die Universität, die ich auch nicht mehr zurückbekommen habe. Aber in letzter Sekunde habe ich mich entschieden, das alles nicht zu machen und stattdessen einfach direkt ein Business mit euch beiden gemeinsam dieses Business weiterzubringen. Und ich muss eine Sache, weil das ist wichtig für mich, weil du hast es mir erzählt und ich habe gesagt, ja, das ist deine Entscheidung, mach, was du willst, ja, geh und studiere.
du möchtest. Und Kari war voll so, äh, nein. Kari ist da voll ehrlicher. Erklär mir bitte nochmal, warum du ein MBA machen willst, weil ich glaube, das passt nicht zu dir. Und das war, ja, bin ich dir bis heute sehr dankbar. Ich auch. Denn es hat mit Sicherheit mit den Ausschlag gegeben, warum ich dann...
in letzter Sekunde realisiert habe, dass ich das gar nicht machen möchte. Und jetzt vermisst du es nicht. Ich habe damals auch übrigens mein zweites Studium aufgegeben für Easy Languages, nämlich 2014, als wir nach Berlin. gezogen sind und ich hatte auch ein Studium schon angefangen und das lief sogar gut. Das war das erste Studium, wo ich Bock drauf hatte und gute Noten hatte.
Ich hatte sogar Einsinn. Da war ich ganz stolz. Aber tatsächlich habe ich dann gesagt, okay, ich versuche das, weil ich hatte einfach Bock auf das, was wir machen.
¶ Wachstum durch Pandemie und Team
Wir wollen jetzt nicht durch jedes Jahr gehen, aber grob zusammengefasst hat dieser Podcast und auch eigentlich das, was danach kam, die Pandemie, das ja eigentlich ein trauriger Teil war, aber... Das hat so ein bisschen quasi unser Wachstum beschleunigt. Du warst da, du hattest deine ganze Energie, der Podcast war da und in der Pandemiezeit haben einfach viele Leute, viel mehr Leute als vorher schon, nach Online-Angeboten gesucht.
so ein bisschen der Podcast und auch unser YouTube-Kanal durch die Decke gegangen. Und 2021 dann, also schon zwei Jahre, anderthalb Jahre, nachdem wir den Podcast gestartet haben, haben wir dann unsere ersten Mitarbeiter eingestellt. Aber das war doch zuerst, zuerst haben wir von den Mitarbeitern geträumt. Ich erinnere mich, immer wieder haben wir gesagt, ah, das wäre so toll, ein Profi, ein K...
Kameramann zu haben, der würde uns helfen, die Qualität zu steigen und wir träumten erst mal. Also man darf nicht vergessen, die erste Mitarbeiterin... Nach euch beiden war Easy. Genau, Easy war schon da. Dann war ich quasi die Nummer vier in der Firma.
Kann man das sagen? Justina war da, die war ja auch Studentin und hat uns ausgeholfen mit ein paar Stunden. Fran hat bei uns ein Praktikum gemacht und dann mit uns gearbeitet, auch im Video. Und dann hatten wir natürlich auch... immer wieder Hilfe von Leuten aus unserer eigenen Umgebung.
Aus der Gruppe, mit denen du vorher auch produziert hast, Janusz, da waren Pia und Lisa zum Beispiel und Maria, die geholfen haben. Aber wir hatten halt noch keine richtige Firma und keine richtige Mitarbeiter. Wir haben dann 2020... Eine Firma gegründet, endlich, aus diesem ganzen Projekt. Und 2021 dann den ersten richtigen Angestellten, den wir nicht kannten, sagen wir mal so. Chris. Das war Chris, ja. Und vor allen Dingen für eine Aufgabe.
die bis dahin ihr beiden gemacht habt, beziehungsweise hauptsächlich du, Janusz, nämlich unsere Videos zu filmen und zu produzieren und zu schneiden. Und in gewisser Weise erschien das wie ein ... Luxus, also warum jemanden einstellen, wenn wir es doch jetzt schon so viele Jahre selbst machen. Das schien lange so wie ein Traum. Ich glaube, ihr oder wir hatten fast ein schlechtes Gewissen.
So ein bisschen, oder? Also es war auch ein Traum. Nein, gar nicht. Weil es ging uns niemals um Entlastung oder so. Uns ging nur, wir haben wirklich geträumt. unsere Qualität zu steigen. Was irgendwie sich dann nicht bewahrheitet hat. Doch. Naja, wir können irgendwann vergleichen, die Filme, die ich gemacht habe, mit den heutigen Filmen so unterschiedlich. Schlechter geworden.
Das ja nicht, aber es ist nicht so anders. Ja, also es haben sich mehrere Sachen geändert. Wir haben uns dann zum Beispiel... auch 2020 oder 2021 zum ersten Mal eine Kamera gekauft, die 4000 Euro gekostet hat. Oh, ich weiß noch, da bin ich zum Kameraladen gegangen.
Das hat mir damals tatsächlich total Albträume bereitet, weil ich dachte, 4000 Euro für ein Gerät, was ist, wenn das kaputt geht? Und heute, ich meine, ich will nicht sagen. Heute haben wir fünf davon. Ich will nicht sagen, dass 4000 Euro nicht. nichts ist, aber heute könnte die Kamera kaputt gehen und keiner von uns hätte eine Panikattacke. Und das ist einfach gut, dass sich das so entwickelt hat. Es ist ja auch im Sinne von euch, die uns zuhören, weil ihr wollt ja auch nicht, dass wir
Burnout haben und Stress und Panik, weil wir nicht bis zum nächsten Monat überleben können oder nicht wissen, wie wir eine neue Kamera kaufen. Insofern ist es schon gut, dass sich das so entwickelt hat.
¶ Eigenes Studio und Mitgliedschaftsmodell
Ja, fast forward. Was ist noch passiert? 2022 haben wir dann dieses Studio gemietet. Büro slash Studio. In der Frauensstraße meinst du? Wo? In der Frauenstraße? Welches Studio meinst du? Ja, hier, wo wir sitzen. Ah. Ich erinnere mich total, wir hingen da draußen und guckten uns durch. Ihr habt es nämlich nur von außen gesehen, denn bei dem Besichtigungstermin hat Kari Safari...
leider verschlafen. Deswegen war ich der Einzige, der hier wirklich in diesem Büro stand und dann sich entscheiden musste, ja oder nein. Und dann habe ich gesagt, also ich finde es gut. Und dann haben wir den Vertrag, glaube ich, unterschrieben, ohne dass ihr jemals hier drin wart. Auch von draußen durchs Fenster geguckt. Das heißt auch Entlastung. Wir werden überall entlastet.
Es hat sich so viel verändert in den letzten Jahren. Wir könnten da jetzt noch länger drüber reden. Es ist für mich immer noch manchmal verrückt, zurückzudenken und zu überlegen, dass das alles noch gar nicht so lange her war. glaube ich, in unserer Firma über 20 feste MitarbeiterInnen. Allein bei Easy German sind wir, glaube ich, elf. Und das war nicht immer so, sondern die meiste Zeit war es sogar nicht so.
Und ja, deswegen freue ich mich. Und vielleicht nochmal zur Transparenz, zur Erklärung. Ja, wir verdienen mittlerweile auch mehr als 70 Euro im Monat auf YouTube.
Aber das, was bei YouTube an Werbegeld reinkommt, damit kann man keine 20 Mitarbeiter oder 11 Mitarbeiter bezahlen. Das ist immer noch relativ wenig Geld. Der Grund, warum dieses Projekt so wunderschön gewachsen ist, seid ihr da einfach ein kleiner, aber prozentuell kleiner, aber insgesamt trotzdem noch großer Teil von euch sagt, hey, ein paar Euro im Monat habe ich über, um diese Arbeit zu unterstützen.
Und dafür sind wir euch sehr dankbar. Richtig, das ist eigentlich das Wichtigste, weil wenn man sich überlegt, wie so ein Projekt, manchmal fragen uns ja auch Leute so, hä, ihr macht... Videos auf YouTube, die sind umsonst. Wie kann man denn davon leben? Und dann sage ich immer wieder aus ganzem Stolz, wir haben Mitglieder, die das finanzieren. Und das ist wirklich so.
dass ihr eigentlich, die hier zuhört, der Grund seid, warum es das Projekt gibt. Und ich finde, das ist so ein schönes Geschäftsmodell. Wir haben ja auch manchmal Sponsoren oder so, aber wir können wirklich nur mit denen arbeiten, wo wir sagen, Das passt für uns und der Grund dafür ist, dass wir eben einen ganz großen Teil unserer Einnahmen durch die Mitgliedschaft finanzieren und dadurch total unabhängig sind und niemanden haben...
der uns quasi sagt, was wir machen müssen, außer ihr. Und wir setzen eure Wünsche mit um und ihr bekommt etwas dafür und ihr unterstützt uns. Und ich finde, dieses Mitgliedschaftsmodell ist einfach eines der schönsten Geschäftsmodelle. die es wahrscheinlich gibt. Wenn ihr immer schon mal überlegt habt, das auszuprobieren, ist jetzt wirklich der beste Zeitpunkt. Unsere neue Plattform ist live und ihr habt noch eine gute Woche Zeit, um unseren
Discount zum Start der Plattform zu bekommen. 10% Rabatt bekommt ihr mit dem Code. Aufs erste Jahr. Easy German 10. Easy German 1.0. Einfach am Ende beim Bezahlen ausgeben. Es gibt kein Risiko. Eingeben. Genau, ihr gebt Geld aus, aber vorher gebt ihr den Code ein und ihr geht kein Risiko ein. Wir haben auch eine Geld-Zurück-Garantie, wenn ihr nach...
sieben Tagen sagt oder nach zwölf Tagen sagt, gefällt mir doch nicht, dann erstatten wir euch das Geld und uns würde das wirklich viel bedeuten. EasyGerman.org slash Membership. Kari Janusz, es ist sehr gemütlich mit euch. Aber jede Episode muss irgendwann enden. Ja, warum eigentlich, Manuel? Unsere Geschichte endet aber nicht. Genau, in der Aftershow, Janusz.
werde ich dir ein paar Domain-Vorschläge machen für deine private Website. Hast du nebenbei gearbeitet, hast du gesprochen. Und wir reden vielleicht noch ein bisschen über unsere nächsten Schritte. Das machen wir. Bis bald. Ciao. Bis zum nächsten Mal.
