1. Korinther 10,1-22 - podcast episode cover

1. Korinther 10,1-22

Jul 25, 202522 min
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Summary

Diese Sendung widmet sich dem zehnten Kapitel des ersten Korintherbriefs, in dem die Freiheit der Christen und deren Grenzen erörtert werden. Paulus nutzt dabei die Geschichte des Volkes Israel – deren Befreiung aus Ägypten und die Wüstenwanderung – als warnendes Beispiel für die korinthischen Gläubigen. Er warnt vor den Gefahren der Begierde nach Bösem, Götzendienst und Unzucht, indem er Parallelen zu Israels Sünden zieht. Die Episode betont, dass Gott treu ist und keine Versuchung über unsere Kraft zulässt, und dass wahre Gemeinschaft mit Christus unvereinbar mit der Beteiligung an dämonischen Praktiken ist.

Episode description

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Transcript

Intro / Opening

B

Durch die Bibel, eine Entdeckungsreise durch das Buch der Bücher von Dr. Vernon McGee. Ins Deutsche übertragen von Kai Uwe Wojtschak.

Die Freiheit der Christen und ihre Grenzen

A

Herzlich Willkommen zu einer weiteren Ausgabe der Sendereihe durch die Bibel. Diesmal im Mittelpunkt ein Teil des zehnten Kapitels aus dem ersten Korintherbrief. Auch dort geht es um die Freiheit der Christen und wo sie ihre Grenzen hat.

🔇 Silence

A

Die Freiheit der Christen, ein wichtiges Thema im ersten Korintherbrief. Gemeint ist die Freiheit, die Jesus den Christen schenkt, indem er sie von der Macht der Sünde befreit. Wer Sünde tut, der ist der Sünde-Knecht, heißt es im Johannes Evangelium Kapitel 8. Wenn euch nun aber der Sohn frei macht, so seid ihr wirklich frei.

Wer auf Jesus vertraut, braucht sich selbst nicht mehr darum zu bemühen, durch ein rechtschaffenes Leben vor Gott zu bestehen, sondern die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, wird dem christusgläubigen Menschen geschenkt. Aufgrund dieser Tatsache spielt die persönliche Lebensführung eine zumindest untergeordnete Rolle. Im ersten Korintherbrief kann man das daran erkennen, wie Paulus auf manche scheinbar weltbewegende Fragen der Christen in Korinth eingeht.

Heiraten oder lieber nicht heiraten, das ist für sie eine solche Frage, die innerhalb der Gemeinde vermutlich kontrovers diskutiert wurde. Paulus argumentiert Nutzt die Freiheit, die Christus euch schenkt. Wenn jemand heiratet, sündigt er nicht, und wenn jemand unverheiratet bleibt, sündigt er auch nicht. Die Grenzen der Freiheit sind allerdings dann erreicht, wenn jemand beispielsweise unverheiratet bleibt und sich nach einer Partnerschaft verzehrt oder sogar Unzucht treibt.

Ein anderes Thema, das die Christen in Korinth bewegt, ist der umstrittene Verzehr von Götzenopferfleisch. also von Fleisch, das auf dem Markt angeboten wird, nachdem die Opfertiere zuvor zu Ehren einer heidnischen Gottheit dargebracht wurden. Auch in diesem Fall argumentiert Paulus Nutzt die Freiheit, die Christus euch schenkt. Ihr könnt solches Fleisch ruhig essen, denn in Wirklichkeit gibt es außer dem wahren Gott keine anderen Götter.

Die Grenzen der Freiheit sind allerdings dann erreicht, wenn euer sorgloser Umgang mit dem Götzenopferfleisch für einen ängstlichen, unerfahrenen Christen zum Stolperstein. Und zuletzt in Kapitel neun hat Paulus geschildert, welche Rechte er als Apostel eigentlich in Anspruch nehmen könnte. Er könnte zum Beispiel wie die anderen Apostel heiraten und auf seinen ausgedehnten Missionsreisen seine Ehefrau mitnehmen. Doch Paulus verzichtet auf diese Freiheit.

Wenn sich des Weiteren die Gemeinde um seinen Lebensunterhalt kümmern würde, könnte er sich mehr seinen geistlichen Aufgaben widmen. Doch auch diese Freiheit schöpfen Paulus und sein Mitarbeiter Barnabas nicht aus. Und warum nicht? Die Antwort steht in Kapitel neun, Vers zwölf Aber wir haben von diesem Recht nicht Gebrauch gemacht, sondern wir ertragen alles, damit wir nicht dem Evangelium von Christus ein Hindernis bereiten.

Wir erreichen nun das zehnte Kapitel, und auch hier geht es um die Freiheit der Christen, die Paulus mit den Worten umschrieben hat Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten, alles ist mir erlaubt, aber es soll mich nichts gefangen nehmen.

Israels Geschichte als Warnung

Als Illustration dienen diesmal verschiedene Vorkommnisse aus der Geschichte des Volkes Israel. Hier nun der erste Vers aus Kapitel 10. Paulus schreibt an die Christen in Korinth. Ich will Euch aber, liebe Brüder, nicht in Unwissenheit darüber lassen, dass unsere Väter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen sind.

Ich will euch aber nicht in Unwissenheit darüber lassen. Diese Formulierung deutet darauf hin, dass Paulus direkt an das anknüpft, was er am Ende des vorangegangenen Kapitels gesagt hat. Und da ging es um den Gedanken, dass sich Paulus eines Tages zusammen mit allen anderen Christen vor dem Richterstuhl Jesu Christi einfinden wird, um von ihm einen Lohn entgegenzunehmen.

Und Paulus hatte zum Ausdruck gebracht, dass er sich dafür mächtig ins Zeug legen will, um wie ein Sportler einen Siegespreis oder einen unvergänglichen Kranz entgegenzunehmen. Wenn es nun am Anfang von Kapitel zehn heißt, ich will euch aber nicht in Unwissenheit darüber lassen, dann können wir davon ausgehen, dass viele Christen in Korinth in dieser Sache wirklich unwissend sind.

Denn viele von ihnen sind vorher Heiden gewesen, und ihr geistlicher Grundwasserspiegel ist auch jetzt noch nicht besonders hoch. Andere Christen in der Gemeinde sind dagegen noch immer tief im Judentum verwurzelt. Diese Judenchristen spricht Paulus nun besonders an, indem er in Vers I an deren Vorfahren erinnert und von unseren Vätern spricht. Diese Väter oder Vorväter sind, wie es weiter heißt, alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer gegangen.

Damit ist der Auszug der Israeliten aus Ägypten, die Begleitung durch Gott in Gestalt einer Wolkensäule und der Durchzug der Israeliten durchs Rote Meer gemeint. An dieses historische Ereignis erinnert Paulus die jüdisch geprägten Gemeindeglieder in Korinth und schlägt dann eine Brücke zu Jesus Christus.

Weiter heißt es in unserem Bibeltext ab Vers Und alle sind auf Mose getauft worden, durch die Wolke und durch das Meer, und haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen, und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken. Sie tranken nämlich von dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte, der Fels aber war Christus.

Aber an den meisten von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie wurden in der Wüste erschlagen. Soweit die Versei Paulus verwendet hier eine sehr bildhafte Sprache Getauft durch die Wolke und durch das Meer, ein geistlicher Trank von einem geistlichen Felsen. Allein schon diese Ausdrucksweise lässt uns erahnen, dass die Ereignisse von damals etwas Gewaltiges waren.

Und diejenigen, die dabei waren, hätten eigentlich für den Rest ihres Lebens so beeindruckt gewesen sein müssen, dass nichts und niemand ihren Glauben hätte erschüttern können. Doch genau das Gegenteil war der Fall. An den meisten von ihnen hatte Gott kein Gefallen, heißt es in Vers fünf, und deshalb starben sie während des vierzigjährigen Aufenthalts in der Wüste, ohne jemals das verheißene Land Kanaan zu sehen.

Die Befreiung aus der ägyptischen Sklaverei und der Durchzug durchs Rote Meer, das alles geschah zu einer Zeit, als es die zehn Gebote und viele andere Gesetzesvorschriften noch nicht gab. Die Israeliten erlebten also damals eine große Freiheit, weil sie, wie Paulus es ausdrücken würde, nicht unter dem Gesetz waren. Doch sie missbrauchten ihre Freiheit, indem sie immer wieder gegen Gott rebellierten. Und hier haben wir nun den Vergleichspunkt.

Paulus blickt zurück in die Geschichte Israels, um deutlich zu machen, dass die Freiheit der Christen auf eine ähnliche Art und Weise missbraucht werden kann, wie es damals die Israeliten mit ihrer Freiheit getan haben. Noch einmal zurück zu Vers zwei. Alle sind auf Mose getauft worden durch die Wolke, heißt es da.

Auch wenn die genaue Wortwahl nicht leicht zu verstehen ist, geht es hier zweifellos darum, dass die Israeliten damals unter der Führung Gottes standen, denn bei Tag zeigte ihnen eine Wolkensäule und bei Nacht eine Feuersäule den rechten Weg. Der Begriff, der im griechischen Bibeltext für getauft sein verwendet wird, kann vielerlei bedeuten. Eine Grundbedeutung, die fast immer zutrifft, lautet sich mit etwas identifizieren.

Wenn sich ein Christ mit Wasser taufen lässt, dann identifiziert er sich beispielsweise mit dem Tod und der Auferstehung Jesu. Er sagt Jawohl, Jesus ist auch für mich gestorben, und so wie er werde auch ich eines Tages nach meinem irdischen Tod auferstehen. Auch zu Vers zwei unseres Bibeltextes passt die Grundbedeutung sich mit etwas identifizieren für den deutschen Begriff Getauft sein.

Demnach hat das ganze Volk Mose als Führer anerkannt, also sich mit ihm identifiziert. Es hat sich Gott als oberste Instanz unterworfen. Und es hat im Roten Meer ein einzigartiges Wunder erlebt. Doch, obwohl sich die Israeliten mit all diesen Dingen identifiziert haben, endete der geplante Marsch durch die Wüste in einem Fiasko.

Statt ungefähr zwei Jahre dauerte es vierzig Jahre, bis die Israeliten das verheißene Land betreten durften, und bis auf wenige Ausnahmen handelte es sich bei diesen Menschen bereits um die nächste Generation, die sich dort niederließ. Die Geschehnisse vom Roten Meer, wie Gott die Israeliten trockenen Fußes hindurchgehen ließ, während die nachfolgenden Ägypter in den Fluten umkamen, diese Geschehnisse lassen sich in gewisser Weise damit vergleichen, wie Jesus Christus Menschen rette.

Er ist für uns durch die Wasser des Todes gegangen, und wir haben die Möglichkeit, wie vorhin schon erklärt, uns mit ihm zu identifizieren. Konkret heißt das Ich glaube daran, dass Jesus auch für meine Sünde gestorben ist und dass ich nach meinem Tod eines Tages auferstehen werde.

Ich hoffe, dass deutlich geworden ist, welche Verbindungen es gibt zu den Erlebnissen der Israeliten nach ihrem Auszug aus Ägypten. Denn Paulus vollzieht nun auch diesen Brückenschlag zwischen dem Alten und dem Neuen Testament.

Die Gefahr der Begierde nach Bösem

In Vers sechs unseres Bibeltextes schreibt er Das ist aber geschehen, uns zum Vorbild, damit wir nicht am Bösen unsere Lust haben, wie jene sie hatten. Wir erinnern uns, Paulus möchte dem Christen in Korinth darlegen, worin die Freiheit der Christen besteht und inwiefern diese Freiheit auch Grenzen hat. Ganz nach dem Motto Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles dient zum Guten. Und als Veranschaulichung erinnert er an die Ereignisse vom Roten Meer.

Das Volk Israel, das damals noch nicht unter dem Gesetz war, missbrauchte diese Freiheit, indem es während der Wüstenwanderung immer wieder gegen Gott rebellierte, und das, obwohl die Israeliten Wunder über Wunder erlebt haben. Den Christen in Korinth und auch uns soll das nun zur Warnung dienen Zitat damit wir nicht am Bösen unsere Lust haben, wie jene sie hatten, gemeint sind die Israeliten.

Worin bestand denn nun aber das Böse ganz konkret? Hier ein Beispiel aus dem vierten Buch Mose, Kapitel elf. Dort wird berichtet Das fremde Volk aber unter ihnen war Lüstern. Damit sind die Fremdlinge gemeint, die sich den Israeliten angeschlossen hatten. Da fingen auch die Israeliten wieder an zu weinen und sprachen Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Wir denken an die Fische, die wir in Ägypten umsonst aßen, und an die Kürbisse, die Melonen, den Lauch, die Zwiebeln und den Knoblauch?

Nun aber ist unsere Seele matt, denn unsere Augen sehen nichts als das Manna. Nun kann man zu Recht fragen, warum spricht Paulus in seinem Brief vom Bösen, an dem wir keine Lust haben sollen? Was war denn Böse daran, dass die Israeliten damals Lust hatten auf Kürbisse, Melonen und Zwiebeln?

Nun, an diesen Nahrungsmitteln an sich war sicher nichts Falsches, aber mit ihren Wünschen und mit ihrem Gejammer brachten die Israeliten zum Ausdruck, dass sie mit der Handlungsweise Gottes nicht einverstanden waren. Mit Gottes Handlungsweise nicht einverstanden sein, ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie viele Sünden hierin ihre Wurzeln haben.

Im Garten Eden hat es schon angefangen, als der Satan in Gestalt einer Schlange zu Eva sagte, Ja, sollte Gott gesagt haben, ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Anders ausgedrückt? Seid ihr mit der Handlungsweise Gottes denn wirklich einverstanden? Nachdem Eva sich selbst gestattet hatte, über diese Frage nachzudenken, war es schon um sie geschehen.

Die Frau sah, daß von dem Baum gut zu essen wäre, so berichtet die Bibel, und daß ihr eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon, und er aß. Doch nun wieder zurück zu den Israeliten, als sie in der Wüste unterwegs waren, und zu den Christen in Korinth, die vom Apostel Paulus ermahnt werden, es den Israeliten nicht gleichzutun.

Israels Sünden und Unsere Warnung

In Vers sieben unseres Bibeltextes ruft Paulus die Christen dazu auf Werdet auch nicht Götzendiener, wie einige von ihnen es wurden, wie geschrieben steht, das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und stand auf, um zu tanzen. Bei den Israeliten war es damals ein goldenes Kalb gewesen, das sie als Götzen verehrten und um das sie tanzten. Im übertragenen Sinne spricht man aber auch heute vom Tanz ums goldene Kalb, wenn die menschliche Gier nach Geld gemeint

Denn auch das Geld kann zu einem Götzen werden. Ja, alles Mögliche, wonach der Mensch strebt und was er verehrt, kann die Rolle eines Götzen einnehmen. Davor warnt der Apostel Paulus die Christen in Korinth und schreibt weiter ab Vers 8. Auch lasst uns nicht Hurerei treiben, wie einige von ihnen Hurerei trieben. Und an einem einzigen Tag kamen dreiundzwanzigtausend um.

Lasst uns auch nicht Christus versuchen, wie einige von ihnen ihn versuchten, und wurden von den Schlangen umgebracht. Murt auch nicht, wie einige von ihnen murten, und wurden umgebracht durch den Verderber. Paulus spielt hier auf verschiedene Vorfälle an, die sich während der Wüstenwanderung des Volkes Israel zugetragen hatten.

Allen diesen Ereignissen gemeinsam ist die Tatsache, dass die Israeliten keine Lust mehr hatten, dem Willen Gottes Folge zu leisten, sondern sie haben einfach das getan, was ihnen gerade so in den Sinn kam. Den Christen in Korinth war eine solche Verhaltensweise sicher nicht fremd, und für uns heute ist sie es auch nicht. Aber sie zerstört das Verhältnis zwischen Gott und Mensch.

Vers elf. Paulus schreibt Dies widerfuhr ihnen, den Israeliten, als ein Vorbild. Es ist aber geschrieben, uns zur Warnung, auf die das Ende der Zeiten gekommen ist. Dies wieder fuhr ihnen als ein Vorbild bedeutet an dieser Stelle, sie waren ein schlechtes Vorbild, das uns aber zur Warnung dient. Vers zwölf Darum, wer meint, er stehe, mag zusehen, dass er nicht falle.

Diese Warnung sollten wir uns wirklich zu Herzen nehmen, denn von der Gefahr, zu straucheln und zu fallen, ist niemand ausgenommen. Selbst erfahrenen und hingebungsvollen Christen kann es passieren, dass sie sich dem Willen Gottes widersetzen. Vers dreizehn Weiter schreibt der Apostel Paulus Bisher hat euch nur menschliche Versuchung getroffen, aber Gott ist treu, der euch nicht versuchen lässt über Eure Kraft, sondern macht, dass die Versuchung so ein Ende nimmt, dass ihr es ertragen könnt.

Mit den Versuchungen ist es ja so eine Sache. Manche Christen sind davon überzeugt, dass niemand anderes so sehr auf die Probe gestellt worden sei wie Sie, und manche von ihnen sind auch richtig stolz darauf. Das Entscheidende aber ist, dass Gott die Gläubigen vor einer Überforderung bewahrt. Meistens sind Versuchungen dafür da, um den Glauben auf die Probe zu stellen und zu stärken. Dass sie den Glauben kaputtmachen, das lässt Gott jedoch nicht zu.

Übrigens gibt es auch Versuchungen, die man sich unnötigerweise selbst einbrogt, und zwar weil man sich wie ein Kind benimmt, das sich in der Küche zu schaffen macht und dabei die eigenen Fähigkeiten überschätzt. Was machst du da in der Küche? will die Mutter wissen. Nichts, ich will nur sehen, ob ich der Versuchung widerstehen kann, bekommt sie zur Antwort. Dann plötzlich ein lauter Schrei, ein Scheppern und kurz darauf jämmerliches Weinen. Was ist passiert?

Nun, der kleine Knirps konnte der Versuchung nicht widerstehen und wollte sich von dem heißen Backblech ein paar Plätzchen stibitzen. Das Backblech liegt nun mitsamt dem Plätzchen auf dem Boden, weil sich der arme Junge die Finger verbrannt hat. Zurück zu unserem Bibeltext In Vers vierzehn warnt Paulus die Christen zunächst wieder vor dem Götzendienst. Gerade bei den Christen im heidnisch geprägten Korinth können damit auch echte Götzen gemeint sein.

Aber wie vorhin schon ausgeführt, gibt es vielerlei Dinge, die man als Götze bezeichnen kann. Im Grunde ist alles, was uns so wichtig ist, dass wir Gott darüber aus dem Blickfeld verlieren, ein Götze. Paulus schreibt in Vers vierzehn Darum, meine Lieben, flieht den Götzendienst. Ich rede doch zu verständigen Menschen, beurteilt ihr, was ich sage.

Gemeinschaft mit Christus oder Dämonen

Und nun spricht Paulus im Folgenden ein Thema an, das innerhalb der christlichen Gemeinde von Korinth offenbar kontrovers diskutiert wird, und da geht es tatsächlich um Götzendienst im wörtlichen Sinne. In Kapitel acht hatte Paulus bereits argumentiert, dass man Götzen Opferfleisch ruhig verzehren könne, weil es in Wirklichkeit überhaupt keine Götzen gebe. Die Freiheit, das zu tun, findet allerdings ihre Grenzen, wenn schwache, unerfahrene Christen daran Anstoß nehmen.

Und genau diesen Maßstab legt nun Paulus auch an, wenn es um die Teilnahme an Opfermahlzeiten für andere Götter geht. Doch er stellt fest, die Sache ist in diesem Fall wesentlich komplizierter. Im Prinzip müsste es aufgrund der christlichen Freiheit eigentlich erlaubt sein, an einer Opfermahlzeit für andere Götter teilzunehmen, weil es außer dem wahren Gott keine anderen Gottheiten gibt.

Aber erstens könnte die Teilnahme daran unter manchen Christen Verwirrung stiften, weil sie diese Opfermahlzeit mit dem christlichen Abendmahl vergleichen und falsche Schlüsse ziehen könnten. Und zweitens stiftet das Abendmahl eine Gemeinschaft der Christen untereinander und mit dem gekreuzigten und auferstandenen Herrn.

Im Gegensatz zum Verzehr von Götzenopferfleisch, mit dem Paulus sich durchaus anfreunden könnte, hat die Einnahme des christlichen Abendmahls also auch eine geistliche Dimension. Und so schreibt Paulus ab Vers sechzehn Der gesegnete Kelch, den wir segnen, ist der nicht die Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht die Gemeinschaft des Leibes, Christi? Denn ein Brot ist es. So sind viele ein Leib, weil sie alle an einem Brot teilhaben.

Seht an, dass Israel nach dem Fleisch. Welche, die Opfer essen, stehen die nicht in der Gemeinschaft des Was will ich nun damit sagen, dass das Götzenopfer etwas sei, oder dass der Götze etwas sei? Nein, sondern was man da opfert, das opfert man den bösen Geistern und nicht Gott. Hier gilt es nun zu unterscheiden zwischen Götzen oder Gottheiten einerseits und bösen Geistern andererseits.

Vor falschen Götzen und Gottheiten hat Paulus nur wenig Respekt. Im Grunde sind sie nichts anderes als menschliche Hirngespinste. Doch böse Geister, also dämonische Kräfte, sind für Paulus eine Realität. Ich lese weiter ab Vers 20, zweite Hälfte. Paulus schreibt dort. Nun will ich nicht, dass ihr in der Gemeinschaft der bösen Geister seid. Ihr könnt nicht zugleich den Kelch des Herrn trinken und den Kelch der bösen Geister.

Ihr könnt nicht zugleich am Tisch des Herrn teilhaben und am Tisch der bösen Geister. Oder wollen wir den Herrn herausfordern? Sind wir stärker als er?

🔇 Silence

A

In der nächsten Ausgabe der Sendereihe Durch die Bibel geht es um den Rest des Zehnten und um den Anfang des elften Kapitels aus dem ersten Korintherbrief. Ich würde mich freuen, wenn Sie auch dann wieder einschalten. Bis zum nächsten Mal, auf Wiederhören und Gottes Segen.

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