Der Patient ist ein deutscher Mann, der eigentlich ziemlich gesund ist und hat seit mehreren Monaten so eine Hautveränderung beobachtet. Er hatte nichts anderes, keine Begleitbeschwerden. Er hatte tatsächlich an den ganzen Extremitäten und am Rumpf komplett diese symmetrischen roten Flecken, die keine Beschwerden gemacht haben. Und da kam tatsächlich die Vertragsdiagnose, konnte eine infektiose Erkrankung sein.
Und dann kam, ja, woher kommt das? Warum hat unser Patient, der eigentlich immer in Deutschland gelebt hat, so eine Mycobacteriose in dieser Form? Und dann haben die Kollegen uns konsultiert, dann habe ich den Patienten kennengelernt und die erste Frage war, ja, wo haben sie Urlaub oder wo waren sie überhaupt gewesen? Ärztinnen und Ärzte sollen Leben retten. Sie sollen Krankheiten erkennen und Leiden heilen. Aber was ist, wenn sich eine Krankheit nicht so leicht erkennen lässt?
Was, wenn rätselhafte Beschwerden es den Medizinerinnen und Medizinern schwer machen, die Ursache einer Erkrankung zu finden? Dann kann man nur hoffen, dass man Expertinnen und Experten an seiner Seite hat, die dranbleiben, die nicht nachlassen, bis sie sie endlich gefunden haben. Bis zum nächsten Mal. Ich bin Annika Geißler, Ärztin und Redakteurin und beim Stern für die Rubrik Die Diagnose verantwortlich. Hier erzählen Medizinerinnen und Mediziner von ihren ungewöhnlichsten Fällen.
Ich spreche heute mit Dr. Andrea Vanegas Ramirez. Als Kind in ihrer Heimat Kolumbien wollte sie zuerst Lehrerin werden. In der Schule packte sie dann das Interesse an Medizin. Sie studierte in Kolumbien und war anfangs geschockt über das Lernpensum, erzählt sie. Ihren medizinischen Schwerpunkt fand sie in der Dermatologie und der Infektiologie sowie im Bereich der dermatologischen Tropenkrankheiten.
Ihre Lust an anderen Sprachen und Kulturen bewog sie vor 16 Jahren dazu, nach Deutschland zu ziehen. Sie war jahrelang Leiterin der Tropendermatologie am Tropeninstitut in Hamburg und arbeitet heute als Oberärztin für Dermatologie und Venerologie an der Uniklinik Köln. Mit ihr spreche ich heute über einen Mann, der plötzlich seltsame rote Flecken auf seiner Haut entdeckte.
Nachdem erste Behandlungen bei anderen Ärzten nicht angeschlagen hatten, fragte Andrea Vanegas Ramirez den Patienten ganz genau nach vielen Details in seinem Leben. Unter anderem erkundigte sie sich auch nach früheren Reisen. Dabei machte sie eine spannende Entdeckung. Das Ganze hatte mit etwas zu tun, das mehr als 20 Jahre zurück lag. Und letztlich ging es um ein Leiden, von dem viele denken, dass es gar nicht mehr existiert.
Ja, der Patient ist ein deutscher Mann, der eigentlich ziemlich gesund ist und hat seit mehreren Monaten so eine Hautveränderung beobachtet. Die Hautveränderung hat überhaupt keine Beschwerden gemacht. Deswegen hat er am Anfang das ignoriert, hat nicht gejuckt oder geschmerzt. Und dann ist er nicht sofort zum Arzt gegangen. Dann, Und irgendwann sagte auch jemand zu Hause, ja, du sollst bitte zum Arzt gehen, lass dich untersuchen.
Dann hat er tatsächlich, das ist gut hier in Deutschland, man kann einen Termin direkt beim Facharzt machen. Da hat er das gemacht und der Facharzt hat die Hautveränderung beobachtet, war nicht sicher, was sein könnte. Und dann hat entsprechend so ein Medikament gegeben, was aufgetragen und nochmal einbestellt, natürlich Verlaubskontroll, hat das gewirkt, hat was gemacht. Nein, nichts getan unter dieser Therapie.
Und dann hat man natürlich oder hat der Arzt oder die Ärztin gedacht, da soll man unbedingt eine Hautbiopsie machen, weil unklare Hautfände, die seit einer gewissen Zeit bestehen und wo man nicht eine Blickdiagnose machen kann und vor allem kein Ansprechen auf eine Therapie hat, dann soll man vor allem bösartige Hauterkrankungen ausschließen.
Und das wurde gemacht, allerdings mit vielen Fragen. Wenn wir Biopsien machen, schreiben wir viel von der Anamnese-Information, damit der Pathologe in eine Richtung gehen kann. Da war ein bisschen unklar, so entzündliche Plaques über eine Zeit. Der Patient hat keine Schmerzen, keinen Juckreis und hat keine Vorerkrankungen außer einem Diabetes-Bereich. Das war bei ihm bekannt. Ja, dann war der Pathologe ein bisschen auch verwirrend mit der Diagnose.
Ja, was ist Granulomatosis, so eine Entzündung, die ein bisschen unespezifisch ist und so weiter. Und dann zum Glück hat man auch viele verschiedene Untersuchungen, die mehr Informationen bringen können für die Pathologen. Das heißt, verschiedene Färbungen machen oder immunohistischemische, also so richtig spezifische Untersuchungen, die man machen kann, wo man verschiedene Sachen auf der Haut markieren kann, auf die Hautschichten.
Das hat der Pathologe gemacht und vor allem geguckt, ob es vielleicht etwas Infektiöses ist, das wir nicht sehen können durch diese Granulomatose-Erkrankung. Darf ich da mal ganz kurz nachfragen, weil Sie schon jetzt in diese, was hat der Pathologe rausgefunden, welche Färbung und so weiter. Sie haben den Patienten ja erst später gesehen, aber ich glaube diese Hauterscheinungen waren von Anfang an immer gleich. Ja, ja.
Wenn wir uns nur mal vorstellen, wo waren die, nur dass man jetzt als Hörer oder als Hörerin mal so ein Bild im Kopf bekommt, wie sah das eigentlich aus, wo war das am Arm, am Fuß, wo war das? Für den Laien ist sozusagen an der Haut, beschreiben Sie mal, was hattet der eigentlich? Angefangen an den Extremitäten, tatsächlich im Bereich vor allem der Beine, beidseits, also so ein bisschen symmetrisch. Und da waren so kleine Hautveränderungen, die rot waren.
Also der Patient war heller Hauttipp, Hauttipp 2, das wir nennen, wir haben sechs Hauttippen, der war heller Hauttipp. Und dann diese Rotung, dieses Erythème hat der Patient selber beobachtet. Die Rotung, also er hatte so ganz kleine rote Flecken und die sind ein bisschen erhaben mit der Seite geworden und auch im Saal wurden die mehr, so von den Extremitäten in Richtung Mittelpunkt sozusagen am Körper.
Und er hatte tatsächlich an den ganzen Extremitäten und am Rumpf komplett diese symmetrischen roten Flecken, die keine Beschwerden haben. Im Gesicht hatte er keine Beschwerden, Kopfhaut war auch frei und er hatte nichts anderes, keine Begleitbeschwerden. Wir fragen auch immer Fieber, Gewichtverlust, Haarausfall oder natürlich gastrointestinelle Probleme, Husten. Also wir fragen tatsächlich nur nach Organ. Der Patient hatte nichts anderes. Er hat auch keine neuen Medikamente eingenommen.
Die Reiseanamnese tatsächlich wurde nicht am Anfang bei ihm gemacht. Der Patient täuscht, also auch nicht mit Migrationshintergrund oder so, aber wurde tatsächlich nicht im Detail gemacht. Das habe ich am Tropeninstitut gemacht. Das ist ja interessant, wenn Sie das so beschreiben, weil Sie das ja sehr detailliert beschrieben haben. Wo hat es angefangen? Eher an den Beinen, dann ist es Richtung Rumpf oder Körper gewandert.
Rötliche Veränderungen und Sie haben das schöne Wort erhaben benutzt, dass es erhabene Flecke waren. Das ist glaube ich ja, was Hautärztinnen und Hautärzte gerne sagen, wo man sich als Laie nicht so viel darunter vorstellen kann. Das heißt, die waren nicht ganz platt wie die Haut, ganz plan, sondern so ein bisschen höher sozusagen. Genau, dass man fühlen könnte. Und war das sozusagen, ich sag jetzt mal, ein mini, mini Punkt. Wie groß war das?
Rötlich heißt der für mich, kann ja ganz, ganz dunkelrot sein bis hell, hellrosa. Ich kann es mir noch nicht so richtig vorstellen. Also ein Fleck, wie groß und wie doll rot oder rosa? Das ist eine sehr gute Frage. Das ist das, was die Studenten bei uns lernen in der Dermatologie. Das ist genau die Beschreibung. Also die waren tatsächlich hellrot, waren nie, sind von Farbe nie anders gewesen, sondern hellrot und immer persistent.
Also geblieben über die Seite mit der Farbe, nur, wie gesagt, im Saal ein bisschen mehr geworden und ein bisschen größer. Also angefangen ein Zentimeter groß und die sind bis drei, vier Zentimeter groß gewesen. Und das hat auch der Patient ein bisschen beobachtet. Die sind ein bisschen heller in der Mitte geworden, mit der Seite. Aber tatsächlich kamen auch die Fragen, wie er das beobachtet hat. Und man fragt natürlich, haben sie vielleicht Bilder gemacht? Das ist auch ganz interessant für uns.
Da hat er leider keine Bilder gemacht, das war nur tatsächlich so, dieser Blick als er bei uns war aber das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, die Farbe auch die Begrenzung von den Flecken, dass die Beinschaft begrenzt und wie gesagt so ein bisschen zu tasten mit der Hand konnte man das tasten und tatsächlich von der Beschreibung, wenn man das so sagt, das fand man, Da kommen mehrere Sachen, vor allem inflammatorische Sachen,
so entsundliche Sachen in Frage, aber eindeutig infektiös war das nicht. Also von daher, die Pathologen, diese extra Untersuchung, die fast immer machen, die gucken nach Pilzen zum Beispiel oder nach Bakterien, ist sehr, sehr, sehr hilfreich. Und wir merken uns jetzt mal als Zuhörerinnen und Zuhörer gerne auch mal ein Foto machen. Das finde ich jetzt gerade interessant, wenn man was an der Haut hat.
Klar, man denkt, ach, das geht wieder weg, da ist das irgendwie ein komischer Fleck, aber wenn das länger bleibt, lerne ich jetzt gerade draus. Dass man gerne mal ein Foto machen darf, damit der Dermatologe oder die Dermatologin auch den Vergleich hat. Und ich glaube, sie beschäftigen sich ja, wie sie gesagt haben, die Studenten lernen das ganz genau zu beschreiben mit der Farbe, mit der Größe, schubbt das, juckt das. Das hat nicht geschubbt bei dem Mann und es hat nicht gejuckt.
Das macht es auch nicht einfacher. Also als Laie würde ich sagen, da ist halt irgendwie ein Ekzem oder ein Fleck. Aber sie beschäftigen sich ja wirklich viele Minuten mit genau gucken, genau fragen, genau anschauen, abtasten und so. Richtig. Und diese Begleitbeschwerden, allein von Begleit-Hautbeschwerden, es juckt, das sind die wichtigen Fragen.
Sie waren ein Fleck, juckt oder Schmerz. Dann können wir ein bisschen einordnen, gehen wir in Richtung was Entzündliche, Infektiöse, Onkologisch und so weiter. Also ich habe schon gesagt, Dermatologie hat noch ein bisschen von jedem Fach und das ist natürlich, dass wir versuchen, immer die nach Symptomen Verlauf einordnen zu können.
Nun haben Sie schon häufiger über den Pathologen gesprochen und dass der so genau quasi in den Schnitten sich nochmal bestimmte Färbungen angucken kann, beziehungsweise die macht und dann gucken kann oder auf bestimmte Infektionskrankheiten vielleicht da weiter in die Tiefe forschen kann. Hat der denn durch irgendeine bestimmte Färbung oder irgendeine genaue Analyse schon ein bisschen was rausfinden können? Richtig, genau. Da wurde...
Nicht 100% die Diagnose, das ist eine Verdachtsdiagnose, das ist eine Zusammenfassung von der ganzen Beschreibung der histopathologischen Merkmale. Und genau das, was wir auf der Haut machen, machen die Kollegen in der Pathologie, die haben verschiedene Merkmale und dann geht man in eine Richtung, ist infektiös, ist entzündlich, ist onkologisch. Und da kam tatsächlich die Verdachtsdiagnose, konnte eine infektiöse Erkrankung sein.
Und da soll man natürlich immer eine Korrelation machen mit der Information, die wir von Patienten haben. Das ist ganz wichtig, diese Absprache Kliniker und Pathologen, damit man tatsächlich in eine oder andere Richtung gehen kann. Also ein Befund allein sagt nicht nur 100 Prozent, dass es eine Erkrankung ist. Also man muss immer argumentieren und versuchen mit Blutentnahme, natürlich mit der Information, Hautbild plus die Histopathologie, dass eine Diagnose festzustellen.
Es wäre so schön, wenn der Dermatologe oder die Dermatologin einfach nur drauf guckt und sagt, es ist X, es ist Y. Oft können sie das ja bei einfacheren Sachen, aber das hier war ja gar nicht so einfach. Ich glaube, dann kam der Moment, wo Sie den Patienten kennengelernt haben. Also er war schon beim Hautarzt gewesen, die erste Therapie hatte nicht angeschlagen, dann gab es diese Biopsie, also diese Probeentnahme, der Pathologe hatte analysiert.
Haben Sie dann den Mann kennengelernt in diesem Stadium? Richtig, genau. Und dann kam die Frage, ja, das sind so Stäppchen mit Granulomatose-Erkrankung. Dann von der Theorie wissen wir, das kann eine sogenannte Mycobakteriose sein. So heißt diese Gruppe von Bakterien. Und dann kam, ja, woher kommt das? Warum hat unser Patient, der eigentlich immer in Deutschland gelebt hat. So eine Mycobakteriose in dieser Form?
Und dann haben die Kollegen uns konsultiert. Dann habe ich den Patienten kennengelernt und die erste Frage war, ja, wo haben Sie Urlaub oder wo waren Sie überhaupt gewesen? Weil wir kennen diese Infektion, ist nicht endemisch, also zu sagen, es kommt nicht vor hier in Deutschland seit vielen Jahren, woher haben Sie das? Und dann, wenn man detailliert fragt, dann sagt er, ja, ja, ich war mehrfach in Afrika, in einigen Ländern. Und dann kommen noch weitere Fragen. Wie lange waren Sie da?
Was haben Sie genau gemacht? Hatten Sie Kontakt mit Einheimischen? Oder waren Sie nur im Urlaub oder so? Und durch diese detaillierte Anamnese kam das heraus, dass er vor vielen Jahren so... Über 20 Jahre in Ecuador war. Und da hat er tatsächlich nicht nur Aufenthalt, Urlaub und Tourismus gemacht, sondern er hat tatsächlich bei einer Familie gelebt und war über länger Zeit in Kontakt mit Menschen vor Ort.
Lösen Sie bitte gerne auf, was das für ein Mykobakterium war, weil da wird ja diese Anamnese, in welchen Ländern waren Sie, zu welcher Zeit war das, oh, das war mehr als 20 Jahre her, nochmal interessant, weil ich glaube, die meisten Menschen glauben, dass diese Krankheit eigentlich irgendwie ausgestorben ist. Also können Sie sie mir bitte benennen und ein bisschen was dazu erklären?
Es wäre schön. Also ich spreche über Mycobacterium Lepra, eine sogenannte Lepra-Krankheit oder Hansen-Krankheit, das heißt auch in einigen Ländern. Und ja, hätte eigentlich, ja, hätte man das gemacht, so auszurotten, diese Erkrankung, weil es einfach ist. Es ist eine Erkrankung, die vor allem bei Menschen, also es ist kein Zyklus mit Tieren oder so, nur Natur involviert bei den meisten Fällen.
Von daher konnte man tatsächlich Patienten behandeln, präventive Maßnahmen einsetzen und dann haben wir das gelöst. Ja, leider nicht, weil die Lepraerkrankung wurde auch über die Zeit immer durch die sozioökonomischen Faktoren beeinflusst. Das heißt, wenn ein Land sich entwickelt hat, hat man natürlich bessere Hygienestandards, die Menschen leben in großen Häusern oder Räumen, da wohnen nicht 20 Menschen zusammen in einem kleinen Raum und so weiter und so fort. Und von daher...
In Europa, wo es vor vielen Jahren leprose Häuser gab, da mit der Zeit und natürlich mit der Therapie, die Entwicklung von der Therapie bei Lepra, wurde alles abgeschafft. Aber nicht in tropischen Ländern, in Ländern, wo die soziale Schere so ganz groß ist. Also heißt nicht, das sind so arme Länder, das darf man auch nicht so sagen, weil die sind auch reich in allen Ebenen von der Gesellschaft, aber für andere Menschen ist es tatsächlich ein armes Land sozusagen.
Die Menschen, die in einem kleinen Raum zusammenleben, die keine guten Hygienestandards haben und so weiter, dann hat dieses Mycobacterium lepra so auch eine Nische gefunden und konnte bei Menschen immer noch persistieren. Und da sind Menschen zum Beispiel Oma, Opa oder in diesem Fall so ein Mann, der eigentlich kam aus einem anderen Land und hat auch mit der Familie da gewohnt. Und das sind so Patienten, die man nicht erkennen kann.
Also die Infektionen sind nicht unbedingt symptomatisch bei allen. Von daher ist diese Infektion nicht zu sehen, zu erkennen. Und die Übertragung erfolgt dann entsprechend, ohne dass man merkt, dass etwas passiert. Und unser Körper ist das Gute, auch bei Mikrobakterien und Lepra, hat eine gute Immunität. Also es ist auch genetisch bedingt, dass man nicht die Erkrankung zeigt. Man kann die Ansteckung haben, die Infektion haben, aber nie Symptome haben durch unser Immunsystem.
Aber bei anderen Menschen hat man eher so Risiko sozusagen oder die Protektoren, die Schutzfaktoren hat man nicht. Und dann... Entwickeln die Patienten diese Erkrankung auch nach einigen Jahren, nach Kontakt oder Übertragung. Und bei anderen, wie hier, das ist tatsächlich ein ganz seltener Fall, nach vielen, vielen Jahren. Wie funktioniert denn die Übertragung? Ist das über Tröpfchen? Richtig. Wie sieht das jetzt nicht jedem Erkrankten an und dann kann das sozusagen passieren?
Richtig. Über Tröpfcheninfektion? Unsere Speicheln sozusagen. Und deswegen ist der Kontakt zu einem Menschen, der viele Mykobakterien im Körper hat, muss über länger Zeit sein und sehr eng. So geschlossene Räume und so weiter ist, sodass man es kennt und das man tatsächlich sieht bei Patienten. Unsere Patienten natürlich, wenn wir gefragt haben, kennen Sie oder haben Sie jemanden da vor Ort vielleicht gesehen, dass es so Hautveränderung oder auch Nervenbefall hatte oder etwas hat er verneint.
Also das ist bei den meisten Patienten kann man nicht die Quelle finden, leider. Wenn man jetzt das Stichwort Lepra hört, das ist ja wahrscheinlich erstmal irgendwie ein Schreck, eben weil man hier in Deutschland oder in Europa denkt, naja, gibt es ja eigentlich gar nicht mehr die Krankheit, wenn man sich da jetzt nicht professionell mit beschäftigt. Wie kommt das, dass das so eine... Ich sage mal, so eine Krankheit ist, wo man sagt, ah, das ist irgendwie was ganz Schlimmes oder Schreckliches.
Sie haben ja gerade erklärt, eigentlich kann man es gut therapieren. Es ist ein Bakterium, es gibt ein Antibiotikum oder Antibiotika dagegen. Aber ich glaube, früher, als es keine Therapie gab, waren die Menschen ja durchaus gezeichnet. Wie sah das denn damals aus, als man noch gar nichts machen konnte? Haut, haben wir gehört, rote Flecken. Ja, das ist ja noch nicht so schlimm, sage ich jetzt mal.
Das sieht man vielleicht auch gar nicht, wenn jemand ein T-Shirt oder ein Pullover und eine Hose anhat. Aber was waren sozusagen Symptome, die sich entwickelt haben, die wirklich sozusagen deutlicher waren und wo man es den Menschen angesehen hat?
Ja, also die Hautveränderungen können, also bei Lepra von einem ganz kleinen, heller Fleck ohne Beschwerden sozusagen sein, bis zu richtig diese, wahrscheinlich hat jemand gesehen diese schrecklichen Bilder, wo die Patienten viele von diesen Flecken, aber richtig dicke Flecken, so erhabene im Gesicht hatten. Im Bereich der Ohren, da war diese sogenannte Fascius Leonina, so wie ein Löwen. Durch diese Knoten, weil das nicht nur so flex und richtig knotigartige Hautveränderung war.
Und das ist einer der Erscheinungswilden der Lepra, dass sich die Haut auf der Haut bildet. Und das Zweite ist dieser Nervenbefall. Also das Mycobacterium Lebra geht in Richtung Haut und die andere Richtung ist sozusagen die Nerven. Also man kann nur Nervenbefall haben, ohne Hautveränderung zu haben zum Beispiel. Und das ist das Problem bei den Patienten, die merken, dass die Sensibilität ein bisschen anders wird oder haben die Schmerzen oder so.
Und die merken nicht, wenn die zum Beispiel beim Kochen ganz normale alltägliche Aktivitäten eine Verletzung haben, Dann kommt natürlich eine Wunde, dann kommen auch Bakterien und dann die ganzen Komplikationen mit Wunden und Amputationen von den Fingern und so weiter. Durch diese chronischen, unbemerkten Verletzungen und Sensibilitätsstörung durch diesen Nervenbefall. So ist es im Bereich der Hände und der Füße, kann auch im Gesichtsbereich auftreten.
Und das ist das, dass früher, aber heutzutage auch jedes Mal, wenn ich im Einsatz bin in einem Land. Dann sehe ich immer noch diese ganzen Patienten, die durch die Komplikationen eine Behinderung haben zum Beispiel. Und das ist, dass man versucht zu meiden, eine rechtseitige Entdeckung von der Feststellung von der Erkrankung, damit man diese ganzen Komplikationen mit Nervenbefall und so weiter meiden kann.
Aber das passiert leider nicht, weil die Erkrankung will nicht rechtzeitig diagnostisieren. Gut, merke ich mir jetzt mal sozusagen, Haut zum einen, durch Lepra können Hautsymptome ausgelöst werden und wie Sie gerade gesagt haben, auch durchaus die Nerven geschädigt werden, entweder dann in Schmerzen sich äußern oder Sensibilitätsstörungen und dann kommt es zu Verletzungen und dann gibt es mehr Infektionen und teilweise müssen dann auch, weiß ich nicht, Finger oder Gliedmaßen amputiert werden.
Das sind dann wirklich die starken Ausprägungen, die Sie auch noch bei Ihren Einsätzen sehen. Wie ist das denn? In Deutschland gibt es ja, glaube ich, wenig, wenig Lebrafälle. Und wenn war derjenige im Ausland, gibt es denn die Möglichkeit, dass sozusagen ein Mensch hierzulande einen anderen ansteckt? Wenn man jetzt denkt, der hat das ja irgendwie sozusagen jetzt ausgeprägt. Wie ist das? Haben Sie da Zahlen dazu? Ja, es ist fast wie Null.
Also wir sagen nicht Null, aber unter einem Prozent oder weniger. Weil die Wahrscheinlichkeit, ein Mensch, der hier an Lepra erkrankt in Deutschland, wird, man kann nicht sagen rechtzeitig, aber schnell sozusagen, erkannt. Die Patienten haben einen besseren Zugang zu den Ärzten. Wir reden über Länder, wo die Patienten drei Tage brauchen, um einen Health Worker, nicht einen Arzt zu suchen oder zu finden, sondern jemanden, der im medizinischen Bereich arbeitet.
Da kommt ein Patient mit solchen Flecken zu einem Menschen, der ein Jahr eine Ausbildung in Medizin bekommen hat. Es ist überhaupt nicht zu erkennen und eine Diagnose zu stellen. Wir sind in Deutschland und überall, auch in ländlichen Bereichen, haben wir Zugang zu Ärzten und natürlich eine super moderne diagnostische Methode, wo man tatsächlich über Biopsien und auch Experten hat. Wir haben ein Land mit mehreren Tropeninstitutionen.
Auch wenn die Tropenmediziner keine Dermatologen sind, die Kollegen können sehr gut auch diese Infektionen behandeln. Von daher wird hier tatsächlich schnell erkannt und behandelt. Von daher werden diese Übertragungswege sehr schnell reduziert. Und wir gehen davon aus, dass die Patienten auch in einem Raum, Haus, Wohnung wohnen, wo nicht unbedingt 20 Menschen wohnen. Das kann man nicht 100 Prozent sagen. Wir haben auch viele andere soziale Probleme hier.
Aber trotzdem sind die ganzen Bedingungen, damit die Lepra sich ausbreitet, nicht da. Von daher kann man auch tatsächlich diese Patienten, also die Kontaktpersonen, ja, wir machen das immer. Wir haben einige neue Fälle pro Jahr in Deutschland, sind nicht viele, aber wir machen diese auch Kontaktverfolgung von Patienten. Die Kontaktpersonen werden untersucht, hautmäßig, auch mit einem Blutwert, den man messen kann.
Und vor allem die Aufklärung wird das gemacht, dass die Patienten wissen, was genau die Erkrankung ist, wie ist die Ansteckung, wie kann sie sich äußern und wann sollen sie zum Arzt gehen. Also bisher gab es tatsächlich, nachdem man eine Multidrugtherapie, die mehrere Medikamente hat, gab es keine weitere Übertragung in Deutschland von Lepra.
Das ist kein Problem. Können Sie sich erklären, warum sozusagen gerade jetzt zu dem Zeitpunkt dann diese Infektion doch Symptome gemacht hat, wenn er doch vor so, so, so vielen Jahren im Ausland war? Und dann denkt man ja, also warum jetzt? Kann man dazu was sagen? Ja, also ein Punkt ist ganz wichtig. 100 Prozent sagen, dass diese Erkrankung aus Äquador kommt, kann ich nur, wenn ich eine genetische Untersuchung von den Mykobakterien von diesem Patienten mache. Das haben wir ja nicht gemacht.
Von daher, das ist tatsächlich ein Verdacht. Es ist keine Bestätigung, dass diese Erkrankungen aus Ecuador kommen. Also tatsächlich würde ich mich richtig wundern, wenn die Aztekung in der, Eine Woche, als er in Afrika war oder in Deutschland gewinnen würde. Also wir gehen nicht davon aus, deswegen sagen wir, das könnte sein. Und dann spielt natürlich das Immunsystem eine riesige Rolle, wie bei vielen, vielen Infektionen. Das Immunsystem, wie gesagt, ist auch genetisch stoniert sozusagen.
Und dann können viele Faktoren in diesem Immunsystem eine Rolle spielen. Und die Infektion sozusagen oder diese Bakterien einzugreifen und ein bisschen so festzuhalten, ohne dass das Bakterium sich weiter vermehren kann. Und das hat das Immunsystem bestimmt bei ihm gemacht, wenn wir denken, ja, das kommt aus Ecuador, das sind 20 Jahre. Und auch ein wichtiger Punkt ist, der Patient hatte ein diagnostisierter Diabetes mellitus. Und Diabetes mellitus darf man nicht unterschätzen.
Das ist eine Erkrankung, die heutzutage durch verschiedene Faktoren, unter anderem Ernährung und wenn ich Sport, also unser Leben vor allem in großen Städten und so weiter haben. Dass eine wichtige Rolle spielt in Infektionskrankheiten. Und dass unser Immunsystem nicht mehr so gut ist, wenn wir unter Diabetes leiden und dass einige Bakterien, vor allem Mycobacterien, einen Weg finden und Symptome wieder auszulösen. Das ist das Problem bei diesen Erkrankungen, genau wie Medikamente.
Heutzutage werden auch viele Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken, gegeben werden. Und davor machen wir immer eine Voruntersuchung auf Infektionskrankheiten. Also natürlich bei Lepra macht man das nicht, weil das ist ganz selten, vor allem hier in Deutschland. Aber da soll man tatsächlich denken, bevor man Immunsuppressiva gibt. Wir haben Impfungen und so weiter, gegen Lepra gibt es das nicht. Und wie gesagt, es ist eine seltene Erkrankung in europäischen Ländern.
Aber das sind so Sachen, die uns zeigen, dass wir nicht alles unter Kontrolle haben können. Wie therapiert man denn jetzt Lepra? Ja, seit ungefähr 1980 gibt es eine sogenannte Multidrogtherapie, also mehrere Medikamente, weil man hat am Anfang ein Medikament gegeben, hat nicht gewirkt oder nicht richtig. Die Patienten haben lange dieses Medikament eingenommen.
Es hat nicht gewirkt, ein zweites Medikament und dann 1980 ungefähr drei Medikamente, die eine so gute Wirkung gezeigt haben bei fast allen Patienten, die tatsächlich durchgehend die Medikamente eingenommen haben.
Das sind Medikamente, die eigentlich so alte Medikamente sind, willig, muss man sagen, sehr günstige Preise tatsächlich und dass sogar die WHO, die World Health Organization, gibt das in Kooperation mit einer Firma umsonst für die Länder, damit die Menschen tatsächlich wie eine Tuberkulose durch diese Medikamente behandelt werden können und dass man eine, eine Strategie hat, zu bekämpfen in dem Land.
Also dann ist es kein Privilegium, dieses Medikament zu haben, sondern die Patienten können das kostenlos haben. Und hier in Deutschland kann man tatsächlich das anfordern. Bei der WHO kann man natürlich auf Rezept auch das schreiben. Das ist überhaupt kein Problem.
Und dann gibt man die Therapie über eine gewisse Zeit, je nachdem, wie die Infektion ist bei den Patienten und diese Verlaufskontrollen, Man nennt es so eine kontrollierte Therapie, dass die Patienten alle vier Wochen kommen, fragt man, was machen die Beschwerden oder haben die Nebenwirkungen oder Probleme usw. Und dann läuft es eigentlich ganz gut, wenn man tatsächlich Zugang hat zu der medizinischen Versorgung. Und hier ist es eigentlich problemlos.
Von daher, die Patienten haben die richtige Kontrolle und dann kann man erkennen, Nebenwirkungen, dass sie ihn unentsprechend behandelt. Und wie lange musste der Patient diese Multidrug-Therapie nehmen? Unser Patient hat zwölf Monate, so ein Jahr lang genommen und ist natürlich in der Verlaufskontrolle da geblieben.
Die Kommunikation auch mit den Patienten muss tatsächlich gut sein, dass die Patienten jemanden haben zum Ansprechen, wenn etwas ist, das muss gegeben werden und das passiert hier auch. Von daher haben wir Kontakt mit ihm, sollte sich etwas entwickeln, vor allem die sogenannten Leberreaktionen. Das sind so Immunreaktionen, die nach einer erfolgreichen Therapie auch nach mehreren Jahren auftreten können. Und diese Reaktionen, die sind abhängig vom Immunsystem, weil dieses Mycobacterium bleibt.
Die Resten von Mycobacterien bleiben über mehrere Jahre im Körper und der Körper versucht, das langsam abzubauen. Aber das Immunsystem erkennt das als fremd sozusagen und versucht ein bisschen dagegen zu kämpfen. Und dann kommen die Patienten mit Hautbeschwerden, nochmal diese Flecken kommen raus, auch manchmal mit Fieber, mit Beschwerden wie Jukreis und weiteren Problemen. Auch die Nerven können betroffen werden. Und dann muss man tatsächlich die Patienten gut aufklären und schnell behandeln.
Das wird fast eine Notfallbehandlung bei diesen Patienten notwendig. Und das Immunsystem ein bisschen zu unterdrücken, dann benutzt man Cortison als Therapie. Und es gibt auch andere Immunsuppressiva, die man benutzen kann. Also am Ende ist so eine Spätfolge von einer Infektion, die eigentlich gut behandelt war durch das Immunsystem. Also man braucht als Patient oder Patientin langen Atem und man muss gut im Kontakt stehen, Arzt, Patient, sich viel absprechen, sich viel sehen.
Einfach um das ganz genau im Blick zu haben, habe ich jetzt daraus gelernt. Vielen Dank. Was ist denn aus diesem Fall nochmal für Sie sozusagen so eine Quintessenz? Was hat sich bei Ihnen da wieder bestätigt oder was haben Sie daraus gelernt? Das ist ja in der Tropenmedizin oder in der Infektiologie nochmal ein bisschen anders als in anderen Fachgebieten. Was ist da ganz wichtig, dass man wirklich auf die richtige Spur kommt?
Ganz wichtig ist, ich sage immer meinen Kollegen, Studenten, alle, also sprich mit den Patienten. Die Patienten erzählen alles. Wenn die reden können, dann nutzen sie, die müssen das nutzen. Einfach Kommunikation, über alles sprechen. Also, wie die Patienten Sachen interpretieren, ist okay. Und wir sind da als Brücke sozusagen zwischen der Theorie und was die Patienten sehen und interpretieren. Also, wir können nicht alles wissen.
Wir wissen, was der Patient sagt. Und die Kommunikation ist das Wichtigste. Das heißt, eine gute Anamnese, dass wir Anamnese kennen, machen. Immer alle Aspekte von diesem Mensch sehen, also inklusive Reiseanamnese ist ganz wichtig. Heutzutage noch so Migration und wegen verschiedener Gründe ist man unterwegs und das hat eine Relevanz in der Medizin. Das können wir nicht einfach ignorieren mit meinem Patienten. Ich sehe einen Patienten jetzt heute an der Universitätsklinik in Köln.
Es ist ein Patient, der nur in Köln war. Nein, wahrscheinlich habe ich gerade eine Patientin gesehen, die war in Ghana, hat Fieber und Hautveränderung. Ja, das ist ganz relevant, weil sie kann eine Malaria zum Beispiel haben und kann daran sterben. Also sind Sachen, die wir tatsächlich in unserem Alltag als Mediziner im Kopf haben sollen. Sprich mit dem Patienten. Und dann, wenn man weiß, das ist in eine Richtung, gehe ich, dann zielgerichtet fragen.
Zielgerichtet, haben sie tatsächlich da gewonnen? Haben sie was eingenommen? Also verschiedene Sachen, wo man da die Theorie von der Medizin eine Rolle spielt, dann zusammenzubringen sozusagen. Also immer reden. Und es geht ja nicht nur um den letzten, sage ich jetzt mal, Urlaub auf Mallorca, das ist vielleicht auch wichtig, oder ob jemand in Italien war vorletztes Jahr, sondern es geht ja, wie dieser Fall zeigt, teilweise auch weit, weit, weit zurück.
Also nicht nur, wo war ich letzten Sommer. Auch die ganze Information ist wichtig. Denn die Patienten sich erinnern können, sozusagen machen wir bei Allergie immer nur so, als Kind hatte ich eine Allergie und so weiter. Das ist auch wichtig. Aber 20 Jahre zurück, das ist schon außerordentlich weit, oder? Wie ist das für Sie? Ja, das ist ein ganz seltener Fall. Also nicht, dass man jetzt denkt, was habe ich vor 40 Jahren gemacht, jetzt kommt alles raus.
Nein, das ist ganz selten. Und wie gesagt, das ist nur eine Vermutung, weil durch diese Information kann man ein bisschen einordnen. Also nur kurzer Aufenthalt in Afrika oder hier danach in Deutschland, da ist tatsächlich kein Risiko. Aber es ist auf jeden Fall ganz wichtig, das auch nach oder vor 40 Jahren immer zu fragen, was haben die Patienten gemacht, wo haben die gelebt und so weiter.
Okay, vielen Dank. Vielleicht guckt der eine oder die andere noch mal in die Tagebücher, wo war ich vor langer, langer Zeit. Ganz herzlichen Dank für diesen spannenden Fall und dass Sie uns den so anschaulich mitgebracht haben. Herzlichen Dank. Ja, danke schön. Das finde ich ganz gut, wenn man über diese seltenen Sachen spricht, man vergisst das nicht. Und vielleicht irgendwie hat man die Möglichkeit, tatsächlich das zu bekämpfen.
Das ist eine Erkrankung, die als vernachlässig diagnostiziert ist. Und das darf nicht sein. Es gibt viele Menschen, die leiden und das darf man nicht vergessen. Und wir müssen was machen, damit tatsächlich aus verschiedenen Ecken tatsächlich eine richtige Behandlung und wie zum Ausrotten vor der Erkrankung kommt. Das ist ganz wichtig. Ja, und dass es einfach im Bewusstsein ist, das ist eine Erkrankung, die es gibt weltweit.
Bloß weil wir in Deutschland einfach nie damit zu tun haben oder das nicht mehr kennen, heißt es nicht, dass es die Erkrankung nicht mehr gibt. Also ganz herzlichen Dank dafür. Dankeschön. Das war die Diagnose. Ich bin Annika Geißler. Bleiben Sie gesund. Bis zum nächsten Mal. Die Diagnose. Der Stern-Podcast.
