Hallo und herzlich Willkommen zum Business German. Hallo auch von mir. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt. Heute steigen wir in ein Thema ein, das wirklich jeden betrifft, der in Deutschland arbeiten möchte, Arbeitszeit und anstellung, ja, das sind die absoluten Grundlagen. Begriffe, die dir schon im Vorstellungsgespräch oder spätestens am ersten Arbeitstag begegnen. Genau und deswegen ganz wichtig.
Hört gut zu. Am Ende gibt es nämlich wie immer unser kleines Quiz mit 3 Fragen und es lohnt sich, unter allen richtigen Antworten in den Kommentaren verlosen wir eine besondere Überraschung. Also Stift und Papier bereithalten oder einfach das Gedächtnis anstrengen. Legen wir los. Sehr gern. Fangen wir doch mal mit dem großen Modewort an.
Flexibilität in der deutschen Arbeitswelt wird das ja immer wichtiger, da denkt man natürlich sofort an das Homeoffice oder also einfach von zu Hause arbeiten. Genau das ist der Klassiker. Im Homeoffice spare ich mir den langen Weg zur Arbeit, kann vielleicht zwischendurch mal ne Waschmaschine anstellen. Klingt super, aber das ist ja nicht die einzige Form von Flexibilität. Was ist mit den Arbeitszeiten selbst? Da kommt ein ganz zentrales Konzept ins Spiel.
Die Gleitzeit, das ist quasi die deutsche Antwort auf flexible Arbeitsanfangszeiten. Also das heißt, ich muss nicht um Punkt 08:00 Uhr am Schreibtisch sitzen. Exakt. Du kannst zum Beispiel irgendwann zwischen 7 und 10:00 Uhr morgens anfangen. Das ist super praktisch, wenn du, sagen wir mal, dein Kind noch zur Schule bringen musst. OK, das klingt nach sehr viel Freiheit, aber gibt es da nicht auch einen Haken? Ich kann ja nicht einfach kommen und gehen wie ich will, oder?
Nein, natürlich nicht. Und da kommt der Gegenbegriff zur Gleitzeit, die Kernzeit. Die Kernzeit, das habe ich schon mal gehört. Das ist die Zeit, in der alle Mitarbeiter anwesend sein müssen, also egal ob im Büro oder online zugeschaltet. Mhm, meistens ist das so von, sagen wir 10 bis 15:00 Uhr. In dieser Zeit finden dann eben die wichtigen Meetings statt und man muss erreichbar sein.
Verstehe also Gleitzeit, gibt mir Freiheit am Morgen und am späten Nachmittag, aber die Kernzeit ist sozusagen das Herz des Arbeitstages, wo alle zusammenarbeiten. Perfekt zusammengefasst und innerhalb dieses Rahmens kann man dann oft auch andere Dinge, wie zum Beispiel die Pausen etwas frei wählen. Die Struktur ist da, aber mit gewissen Freiheiten. OK, das war jetzt das wann. Sprechen wir mal über das wieviel. Da gibt es ja auch wichtige Unterschiede.
Genau, fangen wir mit dem Standard an, die Vollzeit, das ist der klassische Nine to five Job, also so 40 Stunden die Woche. Ja, meistens zwischen 38 und 40 Stunden. Wenn du hörst. Jemand hat eine Stelle in Vollzeit, dann ist genau das gemeint, ein voller Job. Und das Gegenteil davon ist dann die Teilzeit. Richtig. Das ist dann alles, was unter der Vollzeitstundenzahl liegt, also zum Beispiel 20 oder 30 Stunden pro Woche.
Das nutzen dann wahrscheinlich oft Studierende oder Eltern, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Ganz genau. Besonders Mütter und Väter arbeiten oft in Teilzeit und das führt uns direkt zu einem anderen wichtigen Wort, das damit oft zusammenhängt. Lass mich raten, es hat was mit Kinderbetreuung zu tun. Korrekt, der Hort. Wenn beide Eltern in Vollzeit arbeiten oder auch lange in Teilzeit, dann braucht das Schulkind ja nach dem Unterricht eine Betreuung.
Und das ist dann der Hort, also eine Einrichtung, wo die Kinder nach der Schule hingehen, ihre Hausaufgaben machen und spielen können. Ganz genau, ohne den Hort wäre Vollzeitarbeit für viele Eltern gar nicht möglich. Macht Sinn. Aber was passiert eigentlich, wenn dieses ganze System mal durcheinander gerät? Also wenn etwas Unvorhergesehenes passiert? Dann haben wir den Notfall. Einen Notfall am Arbeitsplatz,
was könnte das sein? Das Kind wird plötzlich krank oder ein wichtiges technisches System fällt aus. Ja, beides sind perfekte Beispiele und im Notfall ist es dann eben ganz wichtig, dass du sofort deinen Vorgesetzten, also deinen Chef, anrufst und Bescheid sagst. Okay, das ist klar. Damit haben wir den ersten Block, glaube ich, ganz gut abgedeckt. Homeoffice, Gleitzeit, Kernzeit, Vollzeit, Teilzeit. Genau, dann lass uns jetzt mal zum vielleicht wichtigsten Thema
überhaupt kommen. Zum Geld. Immer zum Geld. Da gibt es in Deutschland ja diese 2 Begriffe, die am Anfang für totale Verwirrung sorgen können. Oh ja. Aber bevor wir zu dem kommen, klären wir kurz die beiden Parteien. Es gibt immer den Arbeitgeber. Also die Firma, die mich einstellt und bezahlt. Richtig. Und auf der anderen Seite steht der Arbeitnehmer. Das bin dann ich, die Person, die die Arbeit leistet. Exakt.
Und diese beiden Arbeitgeber und Arbeitnehmer, einigen sich im Arbeitsvertrag auf ein Gehalt. Und das ist dann meistens die erste magische Zahl brutto. Ah, brutto. Das ist der hohe Betrag, der einen erstmal beeindruckt. Im Vertrag steht dann zum Beispiel, ihr Gehalt beträgt 3500€ brutto. Genau das ist das Gehalt vor allen Abzügen. Das ist sozusagen die Ausgangsbasis. Und dann kommt der Schock, wenn
man auf sein Konto schaut. Ja, dann kommt der Schock, denn was auf deinem Konto ankommt, ist nicht das Brutto, sondern das Nettogehalt. Netto, das ist also das, was nach Abzug von Steuern und Versicherungen tatsächlich bei mir landet. Ganz genau. Und der größte Brocken, der da abgeht, sind eben die Steuern und vor allem der Versicherungsbeitrag. Was gehört denn alles zu diesem Versicherungsbeitrag?
Das ist quasi das deutsche Sozialpaket, kranken Renten, Arbeitslosen und pflegeversicherungen, OK, das ist ne ganze Menge. Das ist es. Aber jetzt kommt das Besondere am deutschen System. Der Arbeitgeber zahlt davon auch ungefähr die Hälfte.
Wirklich? Das heißt, die Kosten, die vom Bruttogehalt abgehen, teilen sich der Arbeitnehmer und der Arbeitgeber. Ja genau der Betrag wird direkt von deinem Bruttogehalt abgezogen, aber dein Arbeitgeber legt noch mal fast denselben Betrag obendrauf und überweist alles an die Sozialkassen. Verstehe, deswegen ist der Unterschied zwischen Brutto und netto so groß. Es ist nicht nur meine Steuer. Richtig. Und deshalb ist das Verb, das hier oft benutzt wird, übrig
bleiben. Die Leute fragen nicht, was verdienst du brutto, sondern was bleibt dir dem netto übrig. Das ist eine gute Eselsbrücke. Was am Ende auf dem Konto übrig bleibt, ist das Nettogehalt. Perfekt. Und wenn ich jetzt meine erste Gehaltsabrechnung bekomme und absolut nichts verstehe, wen frage ich dann und dann? Gehst du zur Personalabteilung, manchmal auch HR genannt, für Human Resources? OK. Die sind für alles zuständig, was mit Vertrag, Gehalt und diesen ganzen Abzügen zu tun hat.
Wenn du also Fragen zu deiner Abrechnung hast, ist die Personalabteilung dein Ansprechpartner. Das ist gut zu wissen. Man muss sich also nicht schämen, wenn man danach fragt. Überhaupt nicht. Das ist total normal. Die Abrechnungen sind wirklich kompliziert, das ist deren Job, das zu erklären. Super, dann fassen wir das Wichtigste noch mal kurz zusammen gerne. Wir haben heute also über flexible Arbeitsmodelle gesprochen wie Homeoffice und Gleitzeit mit der dazugehörigen Kernzeit, Mhm.
Und wir haben über den Unterschied zwischen Vollzeit und Teilzeit geredet und warum der Hort für viele Familien so wichtig ist. Und dann der große Sprung zum Geld. Wir haben geklärt, wer Arbeitgeber und Arbeitnehmer sind und ganz wichtig, den Unterschied zwischen Brutto und Nettogehalt. Ja, und wir haben gelernt, dass die Versicherungsbeiträge einen großen Teil davon ausmachen und was am Ende wirklich auf dem Konto übrig bleibt und dass die Personalabteilung bei Fragen
hilft. Ich glaube, mit diesem Wortschatz ist man für die ersten Gespräche über den Job und das Gehalt wirklich gut gewappnet. Definitiv. Das ist. Das Rüstzeug für den Start. So und jetzt zu unserem Quiz. Seid ihr bereit? Hier kommen die 3 Fragen von heute. Aufgepasst. Stell dir vor, dein Arbeitsvertrag sagt, du musst von 10 bis 15:00 Uhr im Büro oder online erreichbar sein. Deinen Arbeitsbeginn kannst du aber selbst zwischen 8 und 9 wählen. Wie nennt man die Zeit von 10
bis 15:00 Uhr? Du schaust auf deine Gehaltsabrechnung und siehst dort einen ziemlich hohen Betrag stehen. Auf deinem Bankkonto kommt aber deutlich weniger Geld an. Wie nennt man den Betrag, der tatsächlich auf deinem Konto landet? Und die dritte und letzte Frage, dein Kind geht schon zur Schule, aber Du und dein Partner arbeitet beide bis zum späten Nachmittag. Wie heißt die Einrichtung, die Schulkinder nach dem Unterricht betreut?
So das waren sie 3 Fragen. Schreibt eure 3 Antworten jetzt direkt in die Kommentare. Unter allen, die richtig antworten, losen wir den Gewinner oder die Gewinnerin aus und es gibt eine wirklich tolle Überraschung. Den Gewinner geben wir dann in der nächsten Folge bekannt. Wir drücken die Daumen. Vielen Dank fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal bei Business German macht's. Gut, Tschüss.
