¶ Einführung: Der Infinitiv mit „zu“
Hallo und herzlich Willkommen zu dieser neuen Analyse hier bei Deepdive. Heute knüpfen wir uns eine Struktur vor, die im Deutschen wirklich ja an jeder Ecke lauert und manchmal für Kopfzerbrechen sorgt. Den Infinitiv mit zu Mhm, das klingt jetzt vielleicht erst mal nach trockener Grammatik, aber bleib dran, diese Struktur ist enorm wichtig, du verwendest sie wahrscheinlich täglich, oft ohne groß drüber nachzudenken. Absolut.
Spätestens aber, wenn du dich auf eine Prüfung wie die B 2 Prüfung vorbereitest oder vielleicht den Deutschtest für den Beruf den DTB, dann merkst du, OK, das muss sitzen. Genau. Unser Ziel heute ist es also, dir zu helfen, diese Struktur nicht nur zu verstehen, sondern ja auch sicher anzuwenden und die typischen Fallen zu umgehen. Das ist der Plan. OK, lass uns das mal auseinandernehmen. Wir schauen uns gemeinsam an. Was genau dahinter steckt, wann man zu braucht, wann eben nicht.
Und natürlich gibt es viele Beispiele, auch gerade aus dem Berufsalltag oder typischen Prüfungssituationen. Sehr gut. Fangen wir mal ganz grundlegend an, was ist dieser Infinitiv mit zu eigentlich? Im Kern ist es ja die Verbindung des kleinen Wörtchens zu mit der Grundform eines Verbs, dem Infinitiv, also Wörter wie machen, lernen, sehen. Die Grundform OK. Genau, die Konstruktion lautet dann zum Beispiel zu machen, zu lernen, zu sehen, ganz einfach eigentlich.
Und wo steht das dann im Satz? Meistens am Ende, oder? Ja, in den allermeisten Fällen steht diese zu plus Infinitivkonstruktion ganz am Ende des Satzes oder zumindest am Ende eines Nebensatzes. Das ist ein ziemlich fester Platz im deutschen Satzbau. Da gehört s hin okay aber eine kleine Besonderheit, die aber oft zu Fehlern führt, sind die trennbaren Verben. Ah ja. Also Verben mit einer Vorsilbe, die im Hauptsatz ja abgetrennt wird. So was wie aufstehen, mitkommen,
vorbereiten. Wenn wir hier den Infinitiv mit Zubilden, passiert etwas Interessantes, das zu rutscht zwischen die Vorsilbe und das eigentliche Verb. Zwischenreihen okay. Genau. Ein Beispiel aus den Unterlagen war ja, ich habe vergessen das Licht auszumachen. Man sieht schön nicht zu ausmachen und auch nicht ausmachen zu, sondern auszumachen, das muss man sich merken.
¶ Wann „zu“ verwenden: Verben und Adjektive
Ah, das ist schon n wichtiger Punkt dieses Dazwischenquetschen von zu gut. Jetzt wissen wir was es ist und wo es meistens steht, aber die Kernfrage ist ja, wann genau muss ich diese Konstruktion verwenden. Du meintest es gibt da klare Auslöser. Genau, es gibt bestimmte Gata und Wendungen, die den Infinitiv mit zu. Quasi erfordern. Man kann sie grob in Kategorien einteilen. Die erste große Gruppe sind bestimmte Verben. Okay welche Verben sind das typischerweise?
In den Notizen stehen Beispiele wie versuchen, planen, vergessen, hoffen, anfangen, aufhören, lernen, Versprechen, vermeiden, gibt es da eine Art Logik dahinter, warum gerade diese Verben zu brauchen? Das erst eine gute Frage. Viele dieser Verben drücken eine Art Absicht aus, einen Plan, einen Wunsch, eine Notwendigkeit oder auch den Beginn oder das Ende einer Handlung. Sie beziehen sich oft auf eine zweite, noch nicht realisierte oder gewünschte Handlung.
Mhm. Denk mal nach, ich versuche ja was versuchst du die Aufgabe zu verstehen das zu verstehen ist sozusagen das Ziel deines Versuchs und. Jahr verstehe. Oder sie plant, was hm nächstes Jahr eine Weiterbildung zu machen. Diese Verben brauchen also oft diese Ergänzung mit zu plus Infinitiv, um einen vollständigen Sinn zu ergeben, ja. Das leuchtet ein. Es beschreibt also oft, worauf sich das Hauptverb bezieht. Hast du noch ein 2 Beispiele, vielleicht aus einem, sagen wir
mal, beruflichen Kontext? Klar, stell dir vor, im Büro sagt jemand, ich habe vor, den Bericht bis Freitag fertigzustellen. Das ist ja ein klarer Plan, oder es ist uns gelungen, einen neuen Kunden zu gewinnen. Auch Verben wie sich freuen auf beschließen, empfehlen gehören oft dazu. Wir empfehlen Ihnen, sich frühzeitig anzumelden. Okay das war die Gruppe der Verben sehr klar, aber das ist ja noch nicht alles, oder? Du hattest erwähnt, dass auch Adjektive oft einen zu nach sich
ziehen. Richtig, das passiert sehr häufig in Verbindung mit es ist oder auch ich finde es also, wenn wir eine Bewertung oder ein Gefühl ausdrücken, ah ja, denk an Adjektive, wie wichtig, schwierig, leicht, schön, möglich, unmöglich, interessant, notwendig, ratsam, solche Wörter eben. Also immer wenn ich sage, wie ich etwas finde oder wie etwas ist und sich das auf eine Handlung bezieht. Genau. Es ist wichtig, was ist wichtig, die Termine einzuhalten.
Das ist die Handlung, die wichtig ist, oder ich finde es schwierig, was eine Entscheidung zu treffen. Ja, das kenne ich. Oder etwas Positives. Es ist schön, Sie wiederzusehen, ein anderes Beispiel vielleicht eher eine Regel, es ist nicht erlaubt, hier zu parken. Verstanden, also nach bestimmten Verben und nach bestimmten
¶ Wann „zu“ verwenden: Nomen und Präpositionen
Adjektiven, oft mit es ist. Gibt es noch weitere Fälle? Ja, eine dritte wichtige Gruppe sind bestimmte Nomen, ganz ähnlich wie bei den Verben und Adjektiven drücken auch diese Nomen oft eine Absicht, eine Möglichkeit, einen Wunsch oder eine Notwendigkeit aus, die sich auf eine Handlung bezieht. OK, welche Nomen wären das zum Beispiel? In den Quellen stehen die Lust, die Angst, die Zeit, die Möglichkeit, die Hoffnung, die Entscheidung fallen dir noch
andere ein, so spontan. Ja, zum Beispiel der Plan, die Absicht, der Wunsch, die Notwendigkeit, die Gelegenheit, der Grund, die Struktur ist dann oft, ich habe plus Normen plus zu plus Infinitiv oder auch mit sein, es ist mein Plan. OK, schauen wir uns das mal an. Wie würden Sätze damit klingen mit diesen Nomen? Zum Beispiel? Ich habe Lust, heute Abend ins Kino zu gehen, ganz klassisch oder vielleicht etwas ernster sie. Sie hat Angst davor, eine Präsentation zu halten.
Ja, das ist relevant. Ein sehr relevantes Beispiel für viele. Haben Sie Zeit, mir kurz zu helfen, oder ich hatte noch keine Gelegenheit die E Mails zu beantworten. Auch es besteht die Möglichkeit ein Praktikum zu absolvieren. Das sind jetzt also färben, Adjektive und Nomen. Aber ich glaube, es gibt doch auch noch diese Konstruktionen mit Präpositionen oder sowas wie um zu ohne zu statt zu. Die gehören doch auch hierher, oder? Absolut richtig.
Das ist ein wichtiger Punkt, der auch in den Unterlagen für B 2 Lernende oft betont wird. Diese Präpositionen leiten Nebensätze ein, die einen Zweck, eine ja fehlende Begleithandlung oder eine Alternative Ausdrücken, und sie stehen immer mit zu plus Infinitiv. Okay lass uns die kurz durchgehen, um zu zuerst. Genau um zu drückt einen Zweck oder eine Absicht aus. Ich lerne Deutsch, um in
Deutschland arbeiten zu können. Achtung, Hier ist ein Modalverb am Ende aber das um zu braucht es trotzdem. Ah okay. Oder einfacher, er fährt zum Bahnhof, um seine Tante abzuholen, wieder trennbar, abzuholen. Ja, und ohne Punkt zu ist. Ohne Punkt zu. Das beschreibt etwas, das nicht passiert ist oder nicht getan wurde. Er hat die Prüfung bestanden, ohne viel zu lernen, Glück gehabt, kann man so sagen, oder sie verließ das Büro ohne sich
zu verabschieden. Und das Dritte war statt Punkt zu. Genau anstatt Punkt zu gibt eine Alternative an etwas das man tut anstelle von etwas anderem. Statt sich zu beschweren, sollten Sie eine Lösung vorschlagen. Guter Rat. Oder er bleibt zu Hause, anstatt mit seinen Freunden auszugehen. Das an ist hier optional. Das ist eine sehr hilfreiche Ergänzung. Diese 3 Präpositionalkonstruktionen braucht man ja wirklich ständig. Puh, das waren jetzt viele Fälle, in denen wir zu plus
¶ Wann KEIN „zu“ verwenden: Modal- & Wahrnehmungsverben
Infinitiv verwenden müssen, aber genauso wichtig ist ja zu wissen, wann man es nicht darf, oder? Um die typischen Fehler zu vermeiden. Ganz genau. Und der allerwichtigste Fall, wo kein zustehen darf, ist nach den Modalverben, also können, dürfen, müssen, sollen, wollen, mögen. Diese stehen immer direkt mit dem Infinitiv des Vollverbs immer. Das ist wirklich fundamental. Ich höre so oft Sätze wie ich muss zugehen oder kannst du mir zu helfen. Das ist also definitiv falsch.
Definitiv falsch. Ja, es muss heißen, ich muss gehen. Kannst du mir helfen? Wir wollen heute Abend Pizza essen, du sollst deine Hausaufgaben machen, hier darf man nicht rauchen, also modalverb plus reiner Infinitiv kein zu das ist eine eiserne Regel, die muss man verinnerlichen. OK, regel 1 für kein zu nach Modalverben fest verankert. Was gibt es noch? Eine zweite Gruppe sind bestimmte Verben der Wahrnehmung, also sehen und hören, aber auch das Verb lassen im Sinne von zulassen oder
veranlassen. Mhm. Und auch Bewegungsverben wie gehen, kommen, fahren können manchmal ohne zu mit einem anderen Infinitiv stehen. Wenn Sie eine gleichzeitige Handlung beschreiben. Warum ist das bei diesen Verben so? Gibt es da ne Erklärung, so ne einfache.
Oder ja ne tiefe linguistische Erklärung würde jetzt vielleicht zu weit führen, aber man kann es sich vielleicht so merken bei sehen und hören nimmt man die Handlung direkt wahr, sie passiert quasi vor den eigenen Augen oder Ohren ohne diese vermittelnde Absicht oder Notwendigkeit, die das zu oft signalisiert. Ah, direkter meinst du? Ja, genau. Und bei lassen gibt man die Kontrolle ab oder veranlasst direkt.
Es ist eine unmittelbarere Verbindung zwischen den beiden Verben, so als Eselsbrücke vielleicht. Das ist eine interessante Perspektive. Also Beispiele wären dann genau. Ich sehe die Kinder im Garten spielen, auf keinen Fall zu spielen. Okay. Hörst du die Vögel singen, nicht zu singen, das. Der Chef lässt mich heute früher gehen, nicht zugehen oder wir gehen am Wochenende schwimmen.
Auch hier kein Zuschwimmen. Alles klar und in den Notizen standen auch noch helfen, lernen, Lehren und bleiben als Verben, die manchmal ohne zustehen. Wie ist das bei denen, sind die speziell? Das stimmt, das sind so n paar spezielle Fälle. Bei helfen zum Beispiel sind oft beide Formen möglich, also mit und ohne zu, aber die Variante ohne zu ist sehr gebräuchlich.
Kannst du mir dabei helfen den Tisch tragen geht genauso gut wie zu tragen bei Lernen und Lehren steht der Infinitiv oft ohne zu wenn es um das Erlernen einer Fähigkeit geht, also er lernt Fahrradfahren oder sie lehrte ihn schwimmen. Ah ja, okay. Das macht Sinn. Und bei bleiben in der Bedeutung in einem Zustand verharren. Da steht der Infinitiv auch ohne zu bitte bleiben Sie sitzen.
Das sind wichtige Feinheiten, also modalverben wahrnehmungsverben lassen, gehen, kommen und diese speziellen Fälle wie helfen, lernen, bleiben. Gibt es noch eine Situation ohne zu? Ich erinnere mich dunkel an etwas Kompliziertes mit perfekt
¶ Der Ersatzinfinitiv: Eine Spezialregel
und modalverben. Ah ja, du meinst den sogenannten Ersatzinfinitiv. Das ist tatsächlich eine etwas knifflige Struktur im Perfekt oder Plusquamperfekt. Wenn ein Modalverb beteiligt ist. Ersatzinfinitiv OK, das klingt schon kompliziert. Was genau heißt das und wann brauche ich das? Also Ersatzinfinitiv bedeutet, dass der Infinitiv des Modalverbs, also können, müssen, dürfen und so weiter das eigentliche Partizip 2, also die g Form, wie gekonnt oder gemusst
ersetzt. Es ersetzt das Partizip, das. Genau. Normalerweise bilden wir das perfekt. Ja, mit haben oder sein plus Partizip 2 zum Beispiel. Ich habe gearbeitet, aber wenn wir ein Modalverb und ein Vollverb im Perfekt haben, verwenden wir oft nicht das Partizip 2 des Modalverbs gekonnt gemusst, sondern dessen Infinitiv. Und jetzt kommt es, ganz wichtig, der Infinitiv des Vollverbs davor steht dann ohne zu. Puh, okay, das ist abstrakt. Lass uns das mal an einem
Beispiel vergleichen. Wir hatten vorhin den Satz, er hat versucht das Auto zu reparieren, das war mit Versuchen, da brauchen wir zu. Richtig. Wie wäre das jetzt mit einem Modalverb? Wie können im Perfekt. Genau der Punkt mit versuchen das ja kein Modalverb ist, heißt es im Perfekt. Er hat versucht das Auto zu reparieren.
Hier ist zu korrekt und nötig. Ja, aber wenn die Aussage ist, dass er die Fähigkeit oder Möglichkeit hatte, es zu tun und wir können im Perfekt verwenden, dann heißt es, er hat das Auto reparieren können. Ah siehst du den Unterschied am Ende stehen 2 Infinitive reparieren können. Kein Partizip 2 gekonnt und kein zuvor reparieren, das ist dieser Ersatzinfinitiv. Okay also 2 Infinitive am Ende. Genau ein anderes Beispiel. Sie hat nicht kommen dürfen. Statt dem eigentlich erwarteten Gedurft.
Verstehe also im Perfekt oder Pluskomperfekt mit Modalverb steht am Ende Infinitiv Vollverb plus Infinitiv Modalverb und kein zu dazwischen. Das ist wirklich ne spezielle Regel. Gut, dass wir darüber gesprochen
¶ Häufige Fehler und wichtige Regeln
haben. Absolut. Die ist wichtig. Damit haben wir jetzt eine gute Übersicht, wann zu benutzt wird und wann nicht. Lass uns noch mal auf die häufigsten Fehlerquellen schauen. Was sind so die typischen Stolpersteine, auf die man achten sollte, worüber stolpert man da? Ja, da gibt es n paar Klassiker, die sich direkt aus diesen Regeln ableiten und die man wirklich immer wieder hört oder liest. Okay Nummer 1. Fehlerquelle 1 zu nach Modalverben das ist wahrscheinlich der häufigste
Fehler überhaupt. Sätze wie ich will zu schlafen statt ich will schlafen oder du musst zu lernen, das muss man sich wirklich abgewöhnen modalverb plus infinitiv Punkt. Klar. Und was noch? Fehlerquelle 2 falsche Position von zu bei trennbaren Verben viele Lernende sind unsicher, wohin mit dem zu. Sie schreiben zu, aufstehen oder aufstehen zu. Richtig ist aber immer zu, kommt in das Verb aufzustehen, mitzukommen, vorzubereiten, das muss man üben. Reinquetschen, wie wir sagten. Genau.
Fehlerquelle 3. Verwechslung der Strukturen mit und ohne zu besonders bei ja Verben die ähnlich klingen oder in ähnlichen Kontexten vorkommen zum Beispiel. Ich beginne zu lernen mit zu, aber ich lerne schwimmen ohne zu, weil s um die Fähigkeit geht. Ah. Das ist knifflig. Oder der Unterschied zwischen ich habe ihm versprochen zu helfen mit zu und ich habe ihm helfen können, das war der Ersatzinfinitiv im perfekt mit Modalverb ohne zu. Man muss also genau schauen, welches Verb oder welche
Struktur den Infinitiv auslöst. Okay. Sehr wichtig. Noch ne Falle. Ja. Fehlerquelle 4. Unsicherheit beim Ersatzinfinitiv das ist die Regel von eben. Viele bilden fälschlicherweise doch das Partizip 2 des Modalverbs er hat das Auto reparieren gekonnt oder auch falsch, sie setzen doch ein zu rein, er hat das Auto zu reparieren können. Beides ist in dieser Struktur normalerweise falsch.
Richtig ist, er hat das Auto reparieren können. 2 Infinitive am Schluss. Das ist eine sehr hilfreiche Auflistung, sich diese 4 Punkte bewusst zu machen, kann sicher viele Fehler verhindern, es geht also viel darum, genau hinzuschauen, welches Verb oder welche Struktur habe ich gerade vor mir? Genau darum geht es. Es ist ein System mit Regeln, aber eben auch mit einigen Ausnahmen und Sonderfällen, die man ja lernen muss, das. Wenn wir das Wichtigste noch einmal bündeln wollen, so als
Fazit quasi, ja bitte. Also du brauchst zu plus Infinitiv nach vielen Verben, die eine Absicht, einen Plan oder ein Gefühl ausdrücken, versuchen, planen, hoffen, vergessen und so weiter auch nach vielen Adjektiven oft mit es ist wie wichtig, schwer, schön. Richtig. Nach bestimmten Nomen wie Lust, Zeit, Angst, Möglichkeit, ja und ganz wichtig bei den Konstruktionen um zu ohne zu anstatt zu okay und immer dran denken, bei trennbaren Verben kommt zu zwischen Präfix und
Stamm, also anzurufen. Gut und wann nicht? Im Gegensatz dazu verwendest du kein zu erstens nach allen Modalverben können, müssen, wollen et cetera. Das ist die Top Regel OK, zweitens nach Wahrnehmungsverben wie sehen, hören, nachlassen und oft nach Bewegungsverben wie gehen kommen, drittens. Manchmal auch nach helfen lernen bleiben. Das waren die Sonderfälle und viertens ganz wichtig beim Ersatzinfinitiv im Perfekt oder Plusquamperfekt mit Modalverben, also zum Beispiel, sie hat nicht
¶ Anwendung und Praxis im Alltag
kommen dürfen, oder eben er hat reparieren können. Perfekt zusammengefasst. Super so was bedeutet das jetzt alles für dich als Lernender oder Lernender? Diese Struktur ist wie gesagt absolut zentral im Deutschen. Wenn du sie beherrscht, werden deine Sätze nicht nur grammatikalisch korrekt, was ja schon mal gut. Ist ja absolut. Sondern sie klingen auch flüssiger, differenzierter und einfach natürlicher.
Es zeigt irgendwie ein fortgeschrittenes Sprachgefühl, finde ich, das stimmt deshalb hier eine kleine Anregung, inspiriert von den Übungsideen in den Quellen. Nimm dir doch gleich nach dieser Besprechung kurz Zeit und formuliere bewusst 3 Sätze mit zu plus Infinitiv, die für dich relevant sind, vielleicht aus deinem Job, deinem Studium oder deinem Alltag. Gute Idee.
Zum Beispiel? Ich habe vor nächste Woche meinen Lebenslauf zu aktualisieren oder es ist schwierig für mich, früh aufzustehen, sowas in der Art. Und dann formuliere auch 3 Sätze, in denen du bewusst kein zu verwendest. Etwa ich muss morgen zum Amt gehen, oder ich höre meine Nachbarn Musik spielen. Ja, dieser aktive Transfer, also das selber machen, hilft enorm, die Regeln zu verinnerlichen, nicht nur hören, sondern tun.
Das ist ein ausgezeichneter Rat und vielleicht noch ein Gedanke zum Abschluss. Es geht hier ja nicht nur um starre Regeln. Die Fähigkeit, Infinitivkonstruktionen korrekt und ja variabel einzusetzen, mal mit zu, mal ohne, Mal mit um Punkt zu. Das bereichert deine Ausdrucksmöglichkeiten ungemein. Es ist nicht nur wichtig, fehlerfrei zu sein, sondern es kann auch richtig Spaß machen, die Nuancen der deutschen Sprache zu entdecken und damit präziser und ich sag mal
eleganter formulieren zu können. Es zeigt letztlich auch ne Klarheit im Denken finde ich. Wenn man die passenden grammatischen Strukturen wählen kann. Ein sehr schöner und motivierender Gedanke zum Schluss. Damit sind wir am Ende unserer heutigen Vertiefung zum Infinitiv mit zu. Wir hoffen diese ausführliche Besprechung hat dir geholfen, mehr Kleid zu gewinnen und dich sicherer im Umgang mit dieser wichtigen Struktur zu fühlen. Hoffentlich.
Danke fürs Zuhören und bis zum nächsten Mal hier bei The Deep Dive.
