86 - Kannst du Blut sehen? - podcast episode cover

86 - Kannst du Blut sehen?

Jan 01, 20251 hr 47 minEp. 86
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Episode description

Vero arbeitet an der Uniklinik in Aachen als Spieleentwicklerin und ist dort für Grafik, UI/UX und Game Design verantwortlich. Gemeinsam mit dem Fachpersonal aus medizinischen Bereichen (z.B. Kieferchirurgie) hilft sie bei der Erstellung von interaktiven Lerninhalten, erstellt 3D-Scans von Leichenteilen und optimiert die Meshes für den Echtzeit-Einsatz. Vorher hat sie an der FH Aachen studiert und war dort als HiWi für das VR Lab verantwortlich.

Transcript

Simon

Hallo, eine neue Episode. Die hat ungefähr neun Stunden gedauert zu produzieren, alles in allem. Und trotzdem ist es so, und da, Entschuldigung ist vielleicht ein großes Wort, aber ich will anmerken, das Ende ist ein bisschen plötzlich. Und das liegt an mir. Ich hatte mich nämlich vorher gar nicht informiert. Normalerweise frage ich immer vorher, wie lang eigentlich Zeit ist, wie lange meine Gäste und Gästinnen Zeit mitbringen.

Und das habe ich diesmal nicht gemacht. und deswegen ist es an mir, dass wir dann festgestellt haben, oh Mist, die Zeit ist ja schon um und deswegen ist das Ende dann ein bisschen plötzlich, und genau, also ich hoffe, dass es dann nicht zu drastisch dieser Schluss.

Es ist nämlich so, dass also dieses Mal geht es um Game Development im medizinischen Kontext, das ist schon mal ganz spannend und es ist nämlich so, die Vero arbeitet beim AVMZ, das ist beim Uniklinikum in Aachen und die machen ganz verschiedene Projekte mit Virtual Reality oder mit irgendwie Game Development oder Interaktivität.

Und eins zum Beispiel, es gibt ein Serious Game, zum Beispiel das heißt Diacalotta und das ist ein Serious Game für Kinder, um mit Diabetes umzugehen, beziehungsweise mehr darüber zu lernen und sowas. Und dafür hat Vero mehrere Minigames entwickelt, die dann anscheinend in der App zu sehen sind. Leider kann man das nicht sehen, denn man darf davon nichts zeigen. Das hat so datenschutzrechtliche Gründe. Genau, also in diese Richtung geht es so ein bisschen und auch Anatomie und so.

Und eine Sache, das verlinke ich auch gleich mal, das hat jetzt auch nichts mit Weru zu tun, aber ich habe bei meiner Research gesehen, dass es ein Video gibt über Realistic Tissue Rendering für VR. Und zwar geht es nämlich darum, wie man Haut oder innere Organe möglichst sinnvoll oder realistisch darstellen kann in Echtzeit in VR. Was natürlich nochmal ein höherer Aufwand ist oder Komplexität erfordert, weil in VR haben wir ja nicht so viel dicke Performance wie jetzt auf dem Bifi-PC.

Also zumindest wenn man das auf der Brille berechnet und nicht vom PC und dann einfach rüber streamt. Und ja, das wollte ich nur nochmal vorher loswerden. Wenn ihr aber Fragen habt zu den Themen, die wir ansprechen. Und eins zum Beispiel ist, sie hat erwähnt, dass sie an einem Escape the Room mitgearbeitet hat, wo man aus dem Krankenhaus ausbrechen sollte. Ich gucke hier gerade mal. Genau, das hat sie komplett alleine gemacht. Genau, das ist nämlich ein 2D Point-and-Click Escape the Room.

Und das war dafür ausgelegt oder ist dafür ausgelegt, die Medizinlehre interaktiver zu gestalten. Und im Spiel gibt es Rätsel, die sowohl mit Quizfragen und Anwendungsbeispielen aus dem medizinischen Fachbereich kommen. Um damit dann eben zu lernen. Also das dient als Lernmodul. Und genau, Vero hat noch gesagt, dass das von ihr in Unity entwickelt wurde. Mit C-Sharp hat sie den Code geschrieben und sich dann um alles gekümmert.

Also, dass die Grafiken kommen und UI und Code und alles zusammen harmoniert und kam wohl gut an. Und ich bin dann leider nicht mehr dazu gekommen, da noch mehr reinzugehen und noch mehr Fragen zu stellen. Aber wenn ihr mehr Fragen habt zu irgendwelchen Themen, die wir ansprechen. Oder eben zu diesem Escape Room oder sowas, dann könnt ihr sehr gerne das im Discord schreiben. Es gibt ja auch mal den Thread bei uns im Discord zu jeder Folge.

Und die Vero ist nämlich auf unserem Server gejoined. Und ich glaube, sie hätte da gar kein Problem, wenn da jetzt irgendwie es heißt, hey, ich habe da noch eine Frage, wie das und das geht oder wie ihr das und das macht oder was es für Probleme gibt, Herausforderungen oder eben zum Beispiel im spezifischen Fall, was es mit diesem Escape Room auf sich hat, dann könnt ihr das da gerne reinposten.

Also ich hoffe, euch gefällt die Folge trotzdem. Und beim nächsten Mal werde ich mir wieder auf den Zettel schreiben, dass ich mich natürlich vorher informieren sollte, wie viel Zeit wir eigentlich haben. Das ist nämlich gar nicht so einfach. Ich habe immer meine Notizliste und dann frage ich immer, wie viel Zeit die Leute mitbringen.

Und dann mache ich mir natürlich die Notiz, gucke dann immer auf die Uhrzeit, habe einen kleinen Counter nebenbei laufen und muss dann on the fly die Fragen sortieren. Und dann so die weniger interessanten raussuchen und dann die Ordnung herstellen, so dass nur die besten der besten Fragen herausgecherrypickt werden. Genau. Ja, also wie gesagt, ich hoffe, die Episode gefällt euch und lasst gerne ein bisschen Feedback da. Tschüssi.

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Episode von Game of Podcast. Heute mit der Vero. Hallo.

Vero

Hallo. Ich bin die Vero.

Simon

Jetzt habe ich tatsächlich eine Sache, wollte ich nämlich vorher noch fragen. Ich wollte fragen, wie du angesprochen werden möchtest. Also Vero, Veronique oder Wefro?

Vero

Vero ist voll in Ordnung.

Simon

Okay, super.

Vero

Wir können ja dann auf den Twitch irgendwann verweisen, dass ich auch Wefro heiße. Aber Vero ist eigentlich so mein Standardname.

Simon

Okay, super. So, Vero, du bist nämlich hier. Und meine erste Frage, etwas unkonventionell, nee, warte, ich habe mir das alles so gut überlegt, wie ich anfangen wollte. Also ein Teil meines genialen Plans war, dich zu fragen, ob du auch manchmal so Hochstapler-Syndrom hast. Kennst du das, Imposter-Syndrom?

Vero

Hochstapler, dass man sich irgendwie denkt, dass man gerade was Schlimmes gemacht hat, wie wenn man zum Beispiel bei Netto an der Kasse vorbeigeht, wenn man nichts gekauft hat.

Simon

Was? Nee.

Vero

Und sich dann fühlt so, scheiße, ich bin kein Dieb, aber ich gehe jetzt ohne Einkauf dahin.

Simon

Oh, das ist aber auch gut. Da gibt es auch wiederum ein Wort für dieses Ding, wenn man durch diese kleinen elektrischen Checkdinger geht und dann Angst hat, dass es piept. Obwohl man ja nichts klaut hat. Da gibt es auch ein Wort für. Aber ne, Hochstapler-Syndrom ist, dass du etwas machst, also du machst irgendwie einen Job oder so und du denkst die ganze Zeit, eigentlich bin ich hier gar nicht genug ausgebildet dafür, eigentlich weiß ich gar nicht genug dafür und irgendwann kommt das raus.

Irgendwann werden alle sehen, dass ich eigentlich gar nichts kann, so ungefähr.

Vero

Nö, das habe ich nicht.

Simon

Oh, das ist ja super, das ist gut. Das haben nämlich ganz viele Leute, also vor allem so im artistischen Bereich tatsächlich, höre ich das ganz, ganz oft. Bisher tatsächlich war es so, dass die einzigen, die mir gesagt haben, dass sie das gar nicht kennen, waren so Programmierer auf Twitch. Der hat gesagt so, nö, keine Ahnung, was das sein soll.

Finde ich gut. Ich frage nämlich, weil…, Ich habe gemerkt, dass ich mich nicht so gut spontan eigne, um tolle Fragen zu stellen oder es gibt so Mentorships, wo Leute zu dir kommen und sagen, guck mal, ich habe das und das gemalt, kannst du mir mal Feedback geben, wie ich das verbessern soll.

Und da habe ich gemerkt, das ist nicht so mein Ding. Ich brauche immer da Vorbereitungszeit, ich muss mich da in Ruhe hinsetzen, das Ding angucken, lange drüber nachdenken, Referenzen raussuchen und so weiter und so weiter. Und für diese Podcasts hier bereite ich mich immer sehr intensiv darauf vor, weil ich gemerkt habe, so richtig gute Fragen fallen mir spontan immer nicht ein. Und das war bei dir aber gar nicht so einfach, weil man gar nicht so viel über dich findet, was du genau machst.

Vero

Naja, eigentlich schon. Wenn man meine Streams guckt, dann weiß man eigentlich immer, was gerade so in meinem Leben abgeht.

Simon

Genau. Und da kommen wir jetzt zum interessanten Punkt. Jetzt wundern sich alle schon, was ist hier doch, warum redet das jemand so komisch drumherum? Und zwar, wenn man nämlich deine Streams guckt, du bist nämlich eine Twitch-Streamerin, dann sieht man da vor allem, ich habe mir das nochmal geguckt, auch in deiner Zusammenfassung, du bist nämlich, also du streamst gerne Final Fantasy X2.

Vero

Ja, jetzt gerade aktuell, also ich habe natürlich auch noch andere Spiele, die ich mag.

Simon

Genau, dann, was ich gefunden habe, ist noch League of Legends, Indie-Games, viele. Aber du machst auch Chess-Chatting, du machst Crafting, also Basteln, ne? Also, sag mal da Basteln oder gibt's da ein… Cosplay. Genau, Cosplay, genau. Und du bist aber Ausstellerin auf Messen und verkaufst du deine Sachen und zeigst die. Und auch eine Buchautorin.

Vero

Genau, und Künstlerin. Künstlerin, also in dem Sinne von Ausstellerin.

Simon

Genau, genau, so. Das alles hat aber nicht ganz so viel mit dem GameDev-Podcast zu tun, weil es geht hier um GameDevelopment. Jetzt fragen sich alle, hä? Aber warum ist die Vero denn jetzt im Podcast?

Vero

Weil ich auch GameDesign mache.

Simon

Genau, weil du nämlich auch GameDesign machst. Das ist nämlich total spannend. Während ganz viele, die hier zu Gast sind, zum Beispiel halt im Job irgendwie GameDevelopment machen und dann auch als Hobby oft noch GameDevelopment haben, ist es bei dir halt so, dass du ganz, ganz viele verschiedene Hobbys machst und dann halt im Job aber halt GameDesign machst. Aber, soweit ich das gesehen habe, keine Streams darüber machst, ne?

Vero

Also, während meiner Bachelor-Arbeitszeit habe ich mehr gemacht. Ich will auch eigentlich wieder dazu kommen, ein bisschen mehr Game Designs zu machen, weil ich noch so an einem Spiel arbeite, das ich in meiner Bachelor-Arbeitszeit vor anderthalb Jahren entwickelt habe. Das heißt Chiba Moments. Ich glaube, darüber konntest du noch nichts recherchieren, weil ich davon nichts öffentlich gemacht habe.

Simon

Ja.

Vero

Ja, also, aber aktuell sind so viele Ausstellungen, so viel mit der Kunst in meiner Freizeit, dass ich halt nicht dazu komme. Aber die Leute haben sich zum Beispiel auch mal wieder einen Blender-Stream gewünscht, wo ich halt einen Blender-Tutorial mache, weil ich auch mit Blender arbeite. Aber das sind halt alles Sachen. Ich habe zu viele Projekte. Das ist das.

Simon

Ja, ja, ja, genau. Und genau das war nämlich auch, ja, also du hast schon selbst gesagt, genau, meine Recherche war etwas schwierig, weil, genau, weil man über diesen Game-Development-Part relativ wenig rausfindet. Chiba-Moments, okay, ich habe mir das aufgeschrieben, das klingt aber schon mal gut. Denn ein ganz großer Punkt bei dir ist, du hast nämlich einen kleinen Chiba-Inno-Hundi, ne?

Vero

Ganz genau.

Simon

Genau, der ist süß. Oder die, ich weiß nicht genau.

Vero

Ja, sie ist eine süße, sie heißt Jona.

Simon

Ah, okay, genau. Und die ist nämlich auch in deinen Icons zu sehen und so. Ist ein Bestandteil des Brands, würde ich mal sagen.

Vero

Ja, die ist eigentlich immer im Stream zu sehen. Das ist immer ganz komisch bei ihr. Also ich sitze den ganzen Tag da und habe für sie Zeit, beschäftige mich mit dem Hund. Und dann, während ich streame, kommt sie an und denkt so, boah, du hast heute den ganzen Tag noch nicht Zeit mit mir verbracht. Dabei ist das voll die Lüge. Aber da kriege ich das Imposter-Syndrom. Da habe ich immer das Gefühl, dass die Leute denken, dass ich keine Zeit für meinen Hund habe,

weil der dann so bettelnd ankommt. Und ich so, ey, du hab dir die ganze Zeit aufmerksam gegeben. Und jetzt, wenn ich streame, kommst du an und bettest nach Aufmerksamkeit.

Simon

Ich glaube, der, ähm, nee, warte. Jetzt muss ich überlegen. Ah, genau. Einer von Insert Moin. Ich bin mir jetzt gerade nicht genau sicher. Ich glaube, Micha war das. Der hat mal erzählt, dass seine Katzen auch immer ankommen, wenn er podcastet, weil die Katzen wissen ja nicht, was ein Podcast ist. Und die sehen einfach nur, guck mal, der redet ja offensichtlich ja mit uns. Also gehen wir in den Sinn.

Vero

Stimmt, ja.

Simon

Ja, vielleicht ist das ja bei Jona genauso.

Vero

Stimmt.

Simon

Und sie denkt so, hallo, ja, ja, erzähl mir ruhig was. Genau, und auf jeden Fall ist das der Grund, warum ich heute so ein bisschen Imposter-Zenthron habe, weil ich konnte mich nicht ganz so viel vorbereiten. Und ich bin mal gespannt, wie unser Gespräch wird, weil, genau, das noch zum Hintergrund. Ich war halt in einem deiner Streams drin und wir haben so ein bisschen gequatscht irgendwie. Und dann hast du plötzlich so erzählt, ah ja, ich mache auch Game Design im Job. Und ich so, was?

Erzähl mal mehr. Und dann hast du nämlich so ein paar Sachen erzählt und dann habe ich gedacht, das ist ja super spannend, da müssen wir nämlich mal drüber reden, weil du bist nämlich so im medizinischen Bereich tätig.

Vero

Genau, ganz genau. Ich arbeite im Krankenhaus als Game-Designerin, das ist total unüblich. Und dann auch noch im öffentlichen Dienst. Ist schon eine nice Position, sag ich mal, für das Genre Game-Design. Vor allem, wenn man jetzt so daran denkt, dass es ein Job ist, im öffentlichen Dienst hat man meistens das Gefühl, es ist ein sicherer Arbeitsplatz. Und Game Design hat meistens nicht mit einem sicheren Arbeitsplatz zu tun, vor allem nicht für die Indies.

Aber da kann ich euch gleich schon eure Träume leider zerstören. Auch ich bin durch Förderung an den Job gekommen und die Förderung läuft leider Ende des Jahres aus.

Simon

Also mit Förderung meinst du, das Institut hat eine Förderung bekommen und dann haben die jemand gesucht?

Vero

Genau, eine Stelle für den Game Designer und die wurde besetzt zwei Jahre und die zwei Jahre sind jetzt im Dezember rum und leider wurde keine neue Förderung gefunden. Wir haben uns auf verschiedene Sachen beworben, aber der Markt aktuell in den letzten zwei Jahren wegen Corona auch ist super eingegangen. Ich glaube, da hast du auch sehr viel Info zu, dass Game-Design-Förderungen in den letzten Monaten sehr mau und rar sind.

Simon

Aber ach so, das heißt, das waren diese ganz normalen Games-Förderungen, auf die sich alle bewerben können. Also auch ich zum Beispiel, hätte ich jetzt ein kleines Studio oder so. Das waren jetzt keine Förderungen, die ganz spezial für wissenschaftliche Sachen sind?

Vero

Doch, auch. Also es ging um die, ich wurde angestellt für den Holotable, das ist eine neue Technologie, die geht, ist so eine Schnittstelle zwischen AR, Argument Reality und VR, Virtual Reality und das Gerät, der Holotable ist von der Firma Axiom, ich weiß, Ich glaube, das sagt jetzt hier noch erstmal niemand was. Das ist jetzt eine Firma, die kommt aus Australien. Und wir sind europaweit das einzige Institut in Aachen, das diesen Tisch hat.

Also da steht, in der Welt gibt es vielleicht drei Tische. Der eine steht hier, der andere in Australien und der andere, glaube ich, in Amerika. Ja, und dieses Ding, das müsst ihr euch so vorstellen, versprochen wurde, dass es so aussieht wie so eine Star-Wars-Hologramm-Funktion, wo man mit interagieren kann, mit so Controllern, die an Virtual-Reality-Controller erinnern. Man hat auch eine Brille auf, also wie so eine normale Seebrille, nur ein bisschen dicker.

Und dann kann man den Hologramm sehen, aber der geht nicht über den Tisch, also der bleibt im Tischrahmen. So wie das auf der Website dargestellt worden ist, dass der über den Tischrahmen geht, das ist meiner Meinung nach nicht so gutes. Ja, mehr Marketing als Realität und ja, daran entwickeln wir gerade für medizinische Vorlesungen, also sprich, unsere Zielgruppen sind Professoren, die Unterrichtseinheiten besser gestalten für Medizinstudenten.

Wir versuchen darauf zum Beispiel aktuell in der Kieferchirurgie komplizierte Prozesse, medizinische Verfahren darzustellen und interaktiv zu gestalten, damit die Studierenden eine bessere Sichtweise haben, wie sie zum Beispiel jetzt einen Kieferknochen zurechtschneiden. Ich könnte jetzt hier ganz krasse Fachbegriffe nennen, wo keiner was mit anfangen kann, aber leicht ausgedrückt, wir versuchen die Medizinstudenten die Lehre cooler zu gestalten, das ist das, was ich tue.

Und das im Bereich Serious Games, Lernspieler, interaktive Gestaltung und genau.

Simon

Ja, okay. Jetzt, ich hab so viele Fragen. Zu diesem Holotable, das ist tatsächlich ganz spannend. Dafür hab ich ein paar Sachen gefunden. Und das ist interessant, dass du das sagst. Weil dieser Tisch, der ist sozusagen vertieft. Es ist nicht eine Tischplatte, sondern da ist quasi ein großes Loch im Tisch, der ist ein bisschen vertieft. Und dann kann man da reingucken und das Fotogramm sehen.

Vero

Das stimmt nicht.

Simon

Ach so.

Vero

Der Tisch, ich könnte dir auch ein Foto noch im Nachhinein schicken. Der Tisch hat vier Monitore, vier Beamer. Und diese vier Beamer ergeben dann diese 3D-Illusion. Der ist gar nicht tief. Da ist der Tisch, der sieht flach aus. Und der ist nicht vertieft. Aber in der virtuellen Ansicht, wenn man das auf den Bildschirm übertragt, dann sieht man den virtuellen Raum und dann sieht man diese Vertiefung.

Aber im realen Leben hat er keine Vertiefung. Das ist eine optische, das wird quasi eine optische Täuschung.

Simon

Also das heißt, wenn man den ausschaltet, den Tisch, dann sieht er einfach aus wie eine schwarze gläserne Tischplatte?

Vero

Genau.

Simon

Ah, okay. Und wenn man anschaltet, sieht es so aus. Ja, aber ich gucke mir gerade nochmal das Marketing-Material. Es sieht wirklich so aus, als würde das alles oben drauf stehen.

Vero

Ja, also Marketing-technisch viel mehr, als es am Ende wirklich ist. Das ist, ja, ich hätte es anders gemacht, weil auch wir müssen ja, einer meiner Aufgaben ist es ja auch, andere Professoren so ein bisschen zu pitchen mit diesem Tisch, um neue Aufträge zu generieren. Um zu sagen, hey, wollt ihr diesen Tisch für eure Lehre nutzen? Guckt mal, wie cool der ist.

Aber da kommen manche Professoren und sagen, ja, aber ich habe auf der Webseite dieses Star-Wars-Hologramm-Bild gesehen und jetzt bin ich enttäuscht. Ja, aber ich kann es verstehen. Ich kann das verstehen. Dieses Produktversprechen hätten sie ein bisschen anders machen sollen.

Simon

Ja, vor allem, also ich stelle mir das gerade vor, Hörsaal, 800 Studierende kann man unterrichten, indem man halt einen Beamer an die Wand wirft und irgendwas erklärt, aber man kann ja nicht diese 800 Leute um diesen Tisch, also das müssen ja ganz kleine Gruppen sein.

Vero

Ja, das machst du erstmal sowieso nicht. Also du musst, man muss da ganz anders rangehen, weil es ist ganz wichtig, jetzt zu schauen, dass wir nicht den Tisch an die Vorlesung anpassen, sondern die Vorlesung an dem Tisch. Und das... Muss man halt anders machen. Das heißt, diese altbacken Lernmethoden von den Professoren müssen verabschiedet werden, um Platz für Neues zu schaffen. Und man lernt sowieso effizienter, wenn man in kleineren Gruppen ist.

Heißt, man muss, das blöde auch an dem Tisch ist, man muss vor Ort dorthin. Das heißt, er steht in einem Institut und andere Institute müssen halt in dem Raum, weil das Ding ist halt riesig groß. Da sind Gelder geflossen von 190.000 Euro für diesen Tisch. Also es ist wirklich überdimensional viel Geld meiner Meinung nach für ein Produkt, was ich glaube in der Beta-Testerphase ist.

Also dieses Produkt gibt es halt noch nicht so lange und deswegen wurde ja auch eine Förderung gestellt, um an diesem Tisch zu forschen, ob das eine effiziente Methode ist für die Lehre. Und nochmal zurück zu dem, wie man den Tisch in der Lehre benutzt für Studierende, die halt in einem Jahrgang irgendwie ja, also 800 Leute sind schon viel.

Dass der medizinische Fachbereich spezialisiert sich an super viele Kleinigkeiten, wenn du ein Medizinstudio machst, kannst du ja verschiedene Module wählen, und in diesen Modulen sage ich jetzt mal, sind vielleicht dann 100 Leute. Und diese 100 musst du halt nochmal teilen. Wir haben auch natürlich auch sehr viele Tests gemacht in den letzten zwei Jahren, wie viele Leute effizient wären, an diesem Tisch zu stehen. Insgesamt kann man sagen, dass vier Leute aktiv die Brille nutzen können.

Das ist halt auch ein Vorteil zum VR, man ist halt wirklich im realen Raum zusammen.

Simon

Ja.

Vero

Nebeneinander, während man das gleiche sieht in VR. Da gibt's auch keinen Datenabbruch, weil man hat alles so kalibriert. Man könnte sich natürlich sagen, okay, die wichtige Frage ist, kann das die Oculus Quest ersetzen? Ist jetzt die Frage. Weil da kannst du dich ja auch einfach in einem virtuellen Seminarraum einloggen und dann bist du da. Und das ist halt das Coole, dass du halt wirklich noch vor Ort bist.

Diesen Tisch kann man natürlich auch nicht lange nutzen. Ich habe sehr viel Motion Sickness auch erlebt. Vor allem, wenn jemand mit den Controllern hantiert und der andere sieht das. Und derjenige, der nicht mit den Controllern hantiert, der kriegt dann schnell Motion Sickness, wenn der andere zu schnell die Controller benutzt, um Sachen zu drehen, skalieren, die Richtung wechselt. Das wechselt ja auch gleichzeitig für alle anderen im Raum.

Daher ist ganz wichtig, dass man das wirklich auf vier Personen beschränkt. Dann auch, ja, du musst das in kleinen Happen sehen. Und auch diese Einheiten, wie der Tisch benutzt wird. Ich könnte da jetzt stundenlang was drüber erzählen, was wir alles ausgewertet haben und so.

Aber grob gefasst haben wir gesagt, okay, so eine interaktive Anwendung, du hast ein Tutorial am Anfang der Stunde, wenn du den Tisch noch nicht kennst, du musst einfach eine halbe Stunde dich erstmal mit dem Tisch alleine auseinandersetzen, dann mit dem Programm, was wir dafür gemacht haben, was wir dafür entwickelt haben, das haben wir in Unity gebaut, dass du da im interaktiven Raum die Sachen anvisieren kannst, bewegen kannst, im Raum zeichnen kannst.

Längen bestimmen kannst. Winkel bestimmen kannst. Genau. Das haben wir alle schon an Funktionalität gegeben und mehr als 15 Minuten aktiv am Tisch empfehlen wir einfach nicht, weil es ist halt wirklich so eine Learning by Doing plus gleichzeitig eine andere von dem Professor, der das leitet, danach eine Frage-Antwort-Runde. Oder dass man wirklich das so gestaltet, dass man den Tisch nutzt und dann hat man aber wieder ein bisschen Gesprächsstoff.

Und am Ende evaluiert man das, was man gelernt hat an dem Tag. Der Holotap ist auch nicht gedacht, ihn für alle Bereiche der Vorlesungen einzusetzen, sondern wirklich nur für bestimmte Verfahren, wo es wirklich auch Sinn macht. Wenn du zum Beispiel, du hast ein Ventrikelsystem im Gehirn, ich weiß, vielleicht kennst du das nicht.

Simon

Google-Diskurs, Ventrikelsystem.

Vero

Ventrikelsystem, das ist so ein kleiner Teil hinten im Gehirn und der kann verengt sein oder nicht. Und jedenfalls hat, das ist jetzt nur ein Beispiel, und eine Professorin von uns, also die sind auch Ärzte an der Uniklinik, die hat gesagt, ja, die Studenten haben nicht so ein gutes räumliches Verständnis davon, was jetzt das Ventrikelsystem ist und wie man erkennt, wenn es verengt ist und wie nicht.

Also habe ich das Ventrikelsystem in 3D nachgebaut und verschiedene Ventrikelsysteme, also Gehirndarstellungen mit Ventrikelsystemen, die einmal verengt sind, einmal geweitet sind. Und die sollen sich das dann im virtuellen Raum an dem Tisch genau angucken und dann einzeichnen, wo das Ventrikelsystem ist und an welcher Stelle es verengt ist, weil das Ventrikelsystem spaltet sich auch nochmal in verschiedenen Bereichen auf und das können die Studierenden dann besser...

Ja, besser optisch sehen und verstehen, wenn sie an dem 3D-Modell sitzen und das auch ein bisschen cooler ist, als wenn man sich das auf dem Display anschaut. Genau, dafür ist das eher gedacht. Und die Auswertung hat auch gezeigt, dass jetzt die Unterrichtseinheit mit dem Ventrikelsystem, das haben wir auch schon evaluiert und getestet an Studierenden, also wirklich an einem Jahrgang.

Und da wurde halt auch herausgestellt, dass die Leute das halt auch besser verstanden haben als die Gruppe, die nur mit Bildern gearbeitet haben, nur mit Darstellungen in der Vorlesung.

Simon

Okay, aber gab es auch noch eine Testgruppe, wo das 3D-Modell auf dem Bildschirm zu sehen war? Also, dass man schon ein 3D-Modell hat, aber das eben am Bildschirm rotiert, dann gab es das auch?

Vero

Ja, gut, dass du das sagst. Wir haben nämlich auch dieses Programm, was wir gemacht haben in Unity für den Holo-Table, das haben wir auch als Desktop-Variante gemacht. Das heißt, dass die Leute, die da am Holo-Table sind mit der Brille und da was bewegen, dass man das auch am Bildschirm sieht.

Und es gab auch eine Testgruppe, die das am Bildschirm gesehen hat. Aber, da gab es wenig Unterschiede zu denen, die den Tisch benutzt haben, aber letztendlich fanden die Studierenden es nicht zu trock, also ich sag jetzt mal trockener, trockener ist am Monitor zu sehen, als selber am Tisch auszuprobieren.

Vor allem musst du dir vorstellen, okay, du hast da so Medizinstudenten, die sitzen da und müssen sich tagtäglich echt viel Kram in die Rübe pressen, dann ist das echt ein guter Ausgleich, wenn du mal nicht vor dem Monitor sitzt, sondern aktiv im Raum was machst mit anderen, die gleich neben dir sind und dasselbe. Also diese Immersion ist für die Studierenden ein schöneres Ereignis, was auch mehr in die Köpfe bleibt, als wenn du dann sagst, okay,

ja, ich habe mir wieder was auf dem Monitor angeguckt. Das könnte ja auch ein Video sein.

Simon

Ja, ja, das stimmt. Ich kann das insofern nachvollziehen, als dass ich gerade an einem VR-Titel mitarbeite, der jetzt auch gerade rausgekommen ist. Das ist ein Spiel, wo du ein Orchester dirigierst.

Vero

Oh.

Simon

Und genau, ich kann auch mal den Link teilen. Und das Schöne ist dabei, dass du nicht nur das Orchester dirigierst, sondern dass davor und danach stehst du vor deinem kleinen Pult und ein, ich weiß gar nicht, wie man es sagt, ein. Hilfe-Heini, also so ein fein angezogener Dirigent? Nee, du bist ja der Dirigent oder Dirigentin. Aber neben dir, also ich habe dir einen Link mal geschickt, das ist doch auf dem Logo, da ist so ein Typ drauf, ne, der hat so eine schöne Perücke und so ein schönes Alte.

Ist das viktorianisch? Keine Ahnung. So ein Anzug an, wie man halt sich so keine Ahnung, die Leute aus der Beethoven-Zeit vorstellt oder so.

Und der reicht dir immer so Dinge. Und der reicht dir zum Beispiel auch Champagnergläser, Champagnerflaschen, kleine Kekschen und so und die kannst du halt in VR dann nehmen, und drehen und gucken und was auch ganz süß ist, wenn du ein Konzert gespielt hast, dann ist auf dem Tablett, was er dir reicht, auch immer eine Karte mit deiner Bewertung drauf und dann stehen da so Sachen drauf wie, oh, das war so toll, das haben sie so toll gemacht, keine Ahnung, aber,

worum es jetzt eigentlich geht ist, diese Dinge zu nehmen, macht so einen Spaß in VR, das ist so toll, wenn man wirklich mit der Hand dorthin greift und diese Karte auch dreht und guckt, was da hinten draufgeschrieben ist und so. Und dann der Sektglas nimmt und auskippt und irgendwo hinwirft. Das macht so viel Spaß, wie ich in einem normalen Spiel das kaum hätte. Also es gibt ja in Spielen ganz oft diese Funktion, wo man Gegenstände nimmt und dann vor die Kamera hält.

Und dann kann man mit linker, rechter Cursor-Taste die Sachen drehen. Finde ich absolut öde. Also finde ich schrecklich. Aber in VR ist das plötzlich dieselbe Sache. Total spannend.

Vero

Ja, das kenne ich auch. Ich habe ja auch schon seit, ich weiß noch, wo ich auf meine erste VR-Brille gespart hatte, da war ich mitten im Studium, ich glaube im zweiten Semester. Und dann war schon klar, ich will was mit VR machen. Und dann habe ich mir die Oculus Rift gekauft. Ich habe mir ein ganzes Erspartes dafür ausgegeben. Und das erste Mal, als ich VR benutzt habe, war tatsächlich auf so einer Designmesse in Niederlande, wo ich auf so einem Brett stand am Hochhaus, so Höhenangst.

Aber ich habe mega Höhenangst. Ich fand es trotzdem richtig krass. Und daraufhin wollte ich mir halt wirklich eine VR-Brille holen. VR war auch gerade so im Kommen, auch bei meiner Design-Uni. Ich habe ja Kommunikationsdesign studiert in der FH in Aachen und dann habe ich mir die VR-Brille holen. Das erste, was ich gemacht habe, ist fünf Stunden, habe ich die Brille angehabt

und habe mich am Strand hingelegt. Ich habe ein Handtuch in meinem Zimmer hingelegt, habe mich auf das Handtuch gelegt und ich dachte wirklich, okay, ich bin jetzt am Strand. Das war irgendwie voll cool.

Simon

Und ich hatte tatsächlich einen ähnlichen Effekt. Ich habe vorher nicht viel mit VR gemacht, um ehrlich zu sein. Ich hatte mal auf einer Messe mal was an und dann wurde mir aber relativ schnell schlecht und so. Und jetzt, als wir an dem Spiel gearbeitet haben, hatte ich das erste Mal so eine richtige VR-Brille und ein bisschen Ruhe. Und dann ist es so, wenn du SteamVR startest und nichts machst, dann bist du plötzlich in so einem Berghäuschen.

Vero

Ja, das ist richtig, richtig schön bei SteamVR.

Simon

Genau, das ist so ein, also es ist ein kleiner brutalistischer Kasten sozusagen. Es ist kein Holzhäuschen, sondern so ein Kubus aus Beton quasi, mit ein paar Regalen drin. Ganz süß, da sind dann so süße kleine Figürchen drin, die man so von Worf kennt. Irgendwie das, so ein kleines Einhorn, das kennt man aus dem Meet the Pyro Video. Werde ich auch mal verlinken, eins der besten Videos, die je gemacht wurden.

Und so und dann kann man rausgehen, da ist nämlich noch so eine kleine Veranda, ne, ja, eine Veranda und dann guckt man über die Bergwelt und dann hört so, Vogelgezwitscher und so und dann hab ich auch krass gemerkt, so ey, das ist irgendwie grad voll entspannt, obwohl's ja nicht echt ist.

Vero

Ja, ja, ich weiß, was du meinst, das ist richtig cool einfach, auch mit den Minigames und so.

Simon

Ich hatte dann auch kurz die Fantasie, dass ich gern so ein Häuschen hätte.

Vero

Ja, das ist auf jeden Fall eine Revolution gewesen.

Simon

Und habt ihr noch eine vierte Testgruppe gemacht, wo nämlich die Leute das Gehirn dann, die Hirnventrikel, dass die sich dann mal in VR angeguckt haben? Also, wie gesagt, der Unterschied zwischen ich sehe was auf dem Bildschirm und ich kann es in VR richtig drehen und so, auch wenn ich nicht an einem Holotepel stehe, ist ja schon riesig. Und ich frage mich, ob die Studierenden vielleicht auch super viel Spaß mit einer VR-Anwendung gehabt hätten und dann auch besser damit gelernt hätten.

Und ob der Unterschied zum Podotable dann vielleicht gar nicht mehr so groß gewesen wäre oder so?

Vero

Wir haben auch, das war beim anderen Projekt, da ging es um Kieferchirurgie, da haben wir das auch in VR getestet. Doch das war halt dann nicht dieses Miteinandergefühl, man war schon abgekapselt. Das war schon anders, weil wir konnten erst mal sich im VR-Raum dann realistisch auch darzustellen. mit der Brülle, die Holotable ist, sieht man ja noch die richtige Umgebung. Das ist wie eine AR-Brülle.

Dann sieht man noch das, dass die Leute neben einem stehen und man kann sich zum Beispiel bequatschen, hey, guck mal hier. Vor allem sind das auch Interaktionen, die in einer kleinen Gruppe gemacht werden, zum Beispiel in einem Zweierteam. Und dann sagt der eine, guck mal hier, das ist der Weg und okay, jetzt muss der andere sagen, Okay, wie läuft denn der Nerv von da nach da?

Und da haben wir schon die Aufgaben so gestaltet, dass man in Teamarbeit arbeitet und das kannst du dann vorher nicht so gut.

Simon

Ich finde das irgendwie super spannend, dass du sagst, dass es da Emotion Sickness gab, weil man sagt ja bei VR oft, dass das Problem ist, dass du keinen Referenzpunkt hast, aber sobald du zum Beispiel in einem Cockpit sitzt oder manchmal reicht es auch, wenn du so einen Punkt in der Mitte vom Bildschirm hast, dass dann die Emotion Sickness weniger ist. Aber du sagst ja auch, dass man eben noch die anderen Leute sieht. Man sieht auch den Tisch, man sieht den Raum und so.

Und ich hätte jetzt gedacht, dass da Motion Signals gar kein Thema ist. Aber es ist spannend, dass du dann eben andere Erfahrungen gemacht hast damit.

Vero

Doch ist es, weil wenn jemand vor dir ein großes Objekt bewegt, also scheinbar vor dir ein großes Objekt, und dann bewegst du dich ja und das zoomst richtig nah dran, also zum Beispiel an so einem menschlichen Schädel, Dann hast du nach einer Weile, nach ein paar Minuten echt das Gefühl, außer du bist derjenige, der den Controller in der Hand hat.

Aber die Leute, die keinen Controller in der Hand haben, und das sind dann immer zwei andere, es gibt ja nur zwei Controller, und die anderen haben nur eine Brille auf. Und die, die nur eine Brille aufhaben, da die ja selber diese Gegenstände nicht bewegen, denkt das Gehirn so, okay, du bewegst dich nicht, du guckst nur, aber es bewegt sich. Und das alleine schon kann eine chemische Motion Sickness auslösen.

Ich sag ja chemische Motion Sickness, weil das alles Chemie ist, was dann dann passiert, weil wir denken, unser Körper denkt ja dann, wir sind vergiftet und deswegen wird uns übel. Das ist ja der Grund, warum uns schlecht wird.

Simon

Und Controller? Reden wir da über einen Xbox-Controller oder sind das so spezielle Super-Controller?

Vero

Wieso ein VR-Controller kann man sich vorstellen?

Simon

Ah, okay.

Vero

Den man dann in der Hand hält.

Simon

Ah, okay. Interessant.

Vero

So ein Laserstrahl dann im virtuellen Raum, wo man sieht, okay, da kann ich das anfassen. Also relativ wie ein VR-Controller.

Simon

Es gibt bei dem Holotap übrigens eine Besonderheit. Normalerweise sind die Hologramme irgendwie so, dass die halt in einer gewissen Weise projiziert werden. Und dann kann man die auch nur von einer Richtung, sehen die dann auch korrekt aus. Aber du hast es nämlich ja vorhin schon gesagt, man hat bei diesem Holo-Table eine Brille auf. Und es ist nämlich so, das habe ich gelesen auf der Webseite, dass diese Beamer verschiedene Lichtwellen aussenden und jede Brille filtert eine andere.

Und daher kann man dasselbe Bild aus verschiedenen Richtungen rendern. Und dann sieht wirklich jeder Mensch, ja, das also von...

Vero

Du kannst richtig um den Holo-Table rumgehen und da passiert trotzdem dasselbe. Also es ist richtig cool. Tatsächlich, du musst nicht irgendwie starr stehen bleiben, sondern du kannst dir das drumherum anschauen. Das ist schon richtig gut gemacht, finde ich.

Simon

Aber sagen wir mal, ich nehme jetzt ein, also wir stehen jetzt drumherum irgendwo um einen Tisch und ich habe dort ein Objekt drauf und ich zeige von mir aus gesehen auf einen Punkt, dann haben die Leute, die auf der mir gegenüberliegenden Seite stehen, ja das Problem, dass sie das nicht sehen, weil zum Beispiel der Schädel verdeckt jetzt.

Vero

Genau.

Simon

So, das Problem hat man da aber beim Hologramm ja auch. Also ist das denn, ist das nicht eigentlich ein Nachteil, dass man, dass das quasi so perfekt die Realität nachbildet? Weil dann müssen ja wieder alle, ja, jetzt kommt mal auf meine Seite, kommt mal auf meine Seite, damit ich euch das jetzt zeigen kann im Hologramm.

Vero

Kann sein, aber ja, kann sein. Naja, dann geht man auf die andere Seite. Also du musst ja vorstellen, das können ja sowieso nicht so viele Leute das benutzen.

Simon

Ja gut, das stimmt.

Vero

Und dass man sich dann bewegen muss, ist ja eigentlich auch ganz gut, weil wenn du das selber mit den Controllern immer zu dir ziehst, dann befürwortest du weiterhin Motion Sickness. Wenn du dich dann aber noch ein bisschen bewegen kannst, kannst du dagegen ansteuern.

Simon

Okay, ja.

Vero

Meiner Meinung, also das wäre so meine Interpretation. Ob das jetzt wirklich so ist, keine Ahnung.

Simon

Und was war denn jetzt dein Part daran also, weil du bist der Game Designerin, aber wir können ja auch gleich nochmal zu deiner eigentlichen Herkunft kommen, also wie du überhaupt dazu gekommen bist und so, aber du hast auch so ein bisschen Programmierung gemacht, wahrscheinlich und genau, du bist ja auch Künstlerin, das heißt du bist auch grafisch aktiv, also was war denn jetzt dein Part bei diesem Ventrikel, Holotepel Projekt.

Vero

Es ist ja nur ein Teil mit dem Intrigel. Ich habe ja noch andere. Wir betreuen zum Beispiel auch gerade den Fachbereich Bergbau. Das ist jetzt nicht medizinisch, aber die haben wir halt mit ins Boot geholt. Ja, ich bin dafür da, um 3D-Modelle zu erstellen, 3D-Animationen zu machen, die Sachen zu testen, die Sachen zu evaluieren, also wirklich auch noch mit einer Boah, ich weiß nicht, was sie jetzt, also mit einer, die macht halt, die schreibt halt wissenschaftliche

Paper und ich helfe da ein bisschen mit. Also ich kümmere mich um die... Um die technischen Sachen sind die Standards erfüllt. Also das machen wir gemeinsam. Dann helfe ich mit bei der Softwareentwicklung, indem ich sage, okay, was braucht der Nutzer? Also UI, UX-Design mäßig. Was braucht der Nutzer? Wie würde er die App nutzen? Und ich arbeite zusammen mit einem Softwareprogrammierer, Hiwi, der studiert noch. Und der macht dann die Programmierung dafür.

Axiom selber, also die vom Holotable haben auch eine Dokumentation einen Kit was du in Unity laden kannst um, also vorgefertigte Scripts, die du dann einsetzen kannst.

Die Dokumentation ist natürlich etwas ausbaufähig, ich hab mir die auch schon angeguckt, aber so viel bei ja, aber wir haben es schon mal hingekriegt viele Funktionen bereitzustellen ja, programmiert mäßig versuche ich mich ein bisschen zurückzuhalten weil ich halt sehr viel im, ja, ich mache halt das Briefing mit den Professoren und Storytelling in dem Sinne, in dem ich schaue, okay, du hast die und die Vorlesung und das und das willst du bespielen,

was ist jetzt zum Beispiel, was könnte für den Holotable benutzt werden, das schaue ich. Dann mache ich ein Konzept, wie wir das am Tisch darstellen, dann mache ich ein Konzept, wie interaktiv das gesetzt wird und dann sage ich dem Hiwi, okay, wir brauchen die und die Funktion, das Objekt muss skalierbar sein, die Winkel müssen gemesset werden, bla bla bla und du musst was einzeichnen können.

Und Kommentarfunktionen, Kommentarfunktionen haben wir auch, dass du einen Kommentar schreibst an irgendeiner Stelle im Raum anpinnst und dann sehen die Studenten das, zum Beispiel könnte halt der Professor über den Laptop einen Kommentar schreiben, das an der Stelle anpinnen und die Studenten, die gerade den Tisch benutzen, die sehen den Kommentar und können sich da halt ein bisschen weiter navigieren. Ja, im Grunde, das mache ich.

Simon

Und ist es schwer, sich dann in diese Themen einzuarbeiten? Weil das sind ja hochspezifische Sachen. Und um zu verstehen, was da eigentlich vermittelt wird, weil deine, wir müssen vielleicht irgendwann auch mal dazukommen, was du eigentlich studiert hast, aber du hast ja Kommunikationsdesign gemacht. Und das ist ja jetzt weit entfernt von zum Beispiel Kieferchirurgie.

Und ich muss sagen, ich habe mir so ein paar Paper so ein bisschen angelesen von den Sachen, die ihr auch so an Projekten gemacht habt. Und da muss man auch, dass man sich einarbeiten und reinkommt und so. Und wenn die dann ganz spezifische Sachen visualisieren wollen, das dauert dann ja auch.

Vero

Na klar. Das ist halt die Sache, wenn man offen dafür ist. Also ich liebe es, immer wieder mir neue Sachen anzueignen und ich habe mir auch diverse Medizinbücher ausgeliehen, um darin zu lesen. Also ich habe schon sehr viel über das Gehirn gelesen, was halt auch spannend ist. Das kann ich auch mal sagen, was ich sehr, sehr spannend finde. Vor allem auch ein gutes Thema in unserer heutigen Zeit. Mir hat eine Professorin, eine Ärztin, also eine Neuroanatomie, nennt man das Neuroanatoministin?

Nein, ich glaube, so was sagt man nicht. Neuroanatomieärztin, so, hat erklärt, wir hatten über Gehirne diskutiert und geredet. Und dann hat sie mir erklärt, dass das weibliche Gehirn andere Gehirnströme hat als das männliche, was ja auch irgendwie ein bisschen Sinn macht. Und die versuchen ja aktuell, das ist ja seit ein paar Jahren das spannende Thema für Transgender-Menschen. Und die versuchen jetzt biologisch nachzuweisen.

Ob das was mit der Biologie zu tun hat und wie sich das auf unseren Körper aus, ob man da irgendwas sehen kann, wenn jemand sich zum Beispiel eine Frau ist und als Mann fühlt. Zum Beispiel jetzt. Und man hat tatsächlich, also man ist gerade dabei, dass man, dass die Gehirn, man hat erkannt, dass Gehirnströme von zum Beispiel, wenn du jetzt eine Frau bist und du siehst dich als Mann, dass die maskuline Gehirnströme aufzeigen.

Das ist total interessant. Das muss man noch weiter also spezifizieren, um das irgendwie richtig, ja, um das wirklich richtig krass wissenschaftlich zu belegen, da fehlt halt noch ein bisschen. Aber das ist schon richtig interessant, dass es so eine Art von, dass man das daran schon irgendwie ein bisschen erkennen kann. Verrückt.

Simon

Ja, ja, ja. Ja, ich finde es sehr schade, dass wir nicht schon viel weiter sind mit so Gehirnsachen.

Vero

Ich finde, wir sind in unserer Generation schon so weit mit so viel.

Simon

Ja, aber ich würde gern Backups machen können oder wie bei Matrix so eine kleine, so sagen, ich will das jetzt wissen und dann macht man blub und dann ist das im Gehirn drin und so.

Vero

Okay, das ist schon echt krass. Naja, so einfach ist es nicht. Ich finde, ja, die besten Sachen im Leben haben immer was mit Arbeit zu tun und es wäre ja auch schade, wenn du ein Spiel anfängst und du bist gleich overpowered.

Ich finde, wenn du dann irgendwie, keine Ahnung, 40, 50 Mal denselben Boss klopfst, dann hast du danach einfach das bleibt im Gehirn und dann denkst du dir, wenn du die Kampfmusik, ah, ich weiß noch, der Boss damals, da, da, da hab ich noch Erinnerungen dran und dann hast du ein Ereignis, was getriggert wird und dann schüttelst du Dopamin aus und das würdest du nicht machen, wenn du das nicht durchgemacht hättest.

Simon

Ja, aber lass mir doch meine Fantasie hehehehe.

Vero

Ja, aber ich interessiere mich auch sehr für wissenschaftliche Themen und auch Psychologie, deswegen fällt es mir vielleicht auch leichter, mich dann in diesen Sachen reinzuarbeiten, weil es mich halt interessiert, wenn es jetzt sowas Trockenes wäre, wie, keine Ahnung, Algebra, Mathematik, irgendwas Physikalisches, ich glaube, dann würde ich abscheiden und sagen, nee, komm, lass mal, ist nicht so meins, aber Medizin kann schon sehr interessant sein.

Simon

Ja, wir können ja jetzt nochmal ganz am Anfang zurückkommen, wie du überhaupt dazu gekommen bist, weil, genau, ich habe es ja schon gespoilert, du hast ja Kommunikationsdesign studiert an der FH Aachen und ich glaube, davor war nichts, also einfach Schule, Abi.

Vero

Doch, ich habe gleichzeitig Fachabitur mit einer Ausbildung gemacht und zwar zur staatlich geprüften gestaltungstechnischen Assistentin für Grafik- und Objektdesign. Gottes Willen, das Wort ist lang. Kurz, ich habe eine Grafikdesign-Ausbildung gemacht nach meiner Schule und wusste relativ früh schon, seit ich 15 bin, was ich mal machen will. Also in welchem Bereich es geht. Ich wollte was Künstlerisches machen. Also mein Best Case wäre gewesen, ich wäre nach der Schule schon irgendwie berühmter

Künstler geworden. Aber das sind Träume, die, ja, das sind halt Träume. Und dann habe ich geguckt, okay, was ist dem Künstlerberuf am nächsten? Und irgendwann habe ich eine richtig coole Person auf einer Ausstellung kennengelernt. Ich habe keine Ahnung, wie die heißt, und die sagte mir, der Künstler macht, was er will, und der Gestalter will, was er macht. Und ich fand das Zitat so genial, weil es so mh...

Weil es so viel, also es hängt so krass beieinander, doch im Laufe meines Werdegangs habe ich festgestellt, wie unterschiedlich das eigentlich ist und habe dann versucht, diesen Zwischenraum zwischen die Gestalter und Künstler auszubauen.

Simon

Okay.

Vero

Ich weiß, das ist jetzt erstmal voll viel.

Simon

Ja, nee, genau, ich bin nur gerade überrascht, weil natürlich auf deinem LinkedIn steht ja auch, dass du im Berufskolleg warst, ich weiß gar nicht, warum ich mir das hier nicht notiert habe.

Vero

Ach, alles gut.

Simon

Ja, genau, aber da, okay, da hast du das gemacht, ja, und ich versuche mich gerade zu erinnern, es gibt doch noch so ein anderes Zitat, aber jetzt bin ich, das war, wir können, das habe ich mal fantastisch im Vier gehört.

Vero

Ich kann auch ein anderes Zitat nennen, wenn du willst. Egal, wie alt du dich fühlst, Hauptsache, du bist jung. Nein, Spaß.

Simon

Lebe nicht deinen Traum, sondern es träumt dein Leben oder so.

Vero

Ja, das, genau, genau, genau. So, genau so. Nee, ich verwechsel manchmal Dinge und dann kommen so komische Sachen zusammen. Das liegt an meinen, ich weiß nicht, vielleicht an meiner autistischen Züge. Ich habe keine Ahnung.

Simon

Ich meinte ein anderes Zitat, und zwar, wir können tun, was wir wollen, aber nicht wollen, was wir wollen.

Vero

Ja, ja.

Simon

Das habe ich von Fantastischen Vier, ich weiß nicht, woher die das haben. Das ist meine psychologische Ausbildung, nee, philosophische Ausbildung ist von Fantastischen Vier, das sagt schon viel aus.

Vero

Ach, das ist doch auch ein gutes Zitat. Aber genau, letztendlich ist es aber genau diese Vielfalt an Möglichkeiten, die ich zum Beispiel auch im Bereich Game Design gesehen habe. Im Game Design umfasst so viel Möglichkeiten. Und ich wollte mich nicht spezialisieren, weil es so vieles Tolles gibt, was man machen kann.

Simon

Ja.

Vero

Künstlerisch sowie gestalterisch. 3D, 2D, Animation, Storytelling. Und das ist einfach das Schöne an Game Design, dass alles irgendwie in einem Produkt ist. Es ist nicht nur eins, es ist kompakter.

Simon

Aber das ist interessant, weil eigentlich ... Also, es gibt so ein Klischee. Und zwar, wenn man sagt, ich mache Game Design, dann denken Leute, man malt Sachen. Also Leute von außerhalb jetzt, ja. Weil Design, zum Beispiel jetzt Grafikdesign oder vielleicht auch Produktdesign ist oft grafisch, obwohl Produktdesign ja auch sehr viel handwerklich natürlich ist.

Und dann müssen SpieleentwicklerInnen oft so ein bisschen sagen, nee, nee, nee, nee, nee, also Game Design ist eigentlich eher so der theoretische Teil und dann gibt's noch Spezial Artists, ne, Programmierung und so weiter, die dann halt so die ganzen anderen Sachen abdenken. Aber da du jetzt gesagt hast, dass für dich Game Design auch 3D, 2D Storytelling und sowas beinhaltet, wird es dann nicht eher passen, wenn du sagst, du bist eher eine Spieleentwicklerin?

Also weil das Game Design ja eigentlich im Game-Development-Kontext schon sehr spezifisch ist auf, Ich löse viele Probleme, damit das Spiel spielbar ist und Spaß macht.

Vero

Ach so. Ja, ich finde, alles gehört dazu. Ja, dann Spieleentwicklung. Such dir einen Begriff aus. Für mich ist jedenfalls das, das ist das, was mich an dem Ganzen fasziniert. Was das am Ende für einen Namen hat. Wir Menschen suchen immer die beste Begründung für alles und die besten Namen für irgendwas.

Simon

Ja. Nee, ich fand es noch gerade interessant, weil das ja öfter schon mal so ein Thema ist, was aufkommt. Und ja, genau, aber du hast ja auch schon gesagt, genau, du machst ja ganz, ganz viele verschiedene Sachen. Und zum Beispiel auch UI, UX ist ja in größeren Firmen auch so ein ganz eigener Bereich.

Vero

Oh ja, ja.

Simon

So was. Aber das heißt, du bist, abgesehen von, du hattest erwähnt, dass ihr habt einen Programmier, nicht Azubi, sondern, wie heißt das, Hilfskraft?

Vero

Ja, genau, studentische Hilfskraft.

Simon

Genau, das heißt, ihr seid so ein zweier Mini-Team sozusagen.

Vero

Ja, genau, ich leite da das Projekt ein bisschen.

Simon

Okay, aber du warst jetzt auf jeden Fall an der FH Aachen. Und das ist schön, weil ich war ja auch acht Jahre lang in Aachen und hatte auch insofern mit der FH zu tun, als dass ich da, ich war da nicht Student, aber ich kannte viele Studierende dort und hatte dann irgendwann mal gefragt, oder die hatten irgendwann mal erzählt, wir haben dort einen Aktkurs, wo man Aktzeichnen machen kann. Und dann habe ich gesagt, das fände ich ja auch mal cool zu machen.

Und dann haben die gefragt, ob ich da mitmachen kann. Und die, die das da geleitet hat, einfach gesagt hat, ja klar, kannst du machen. Und dann bin ich einfach immer da hingegangen. Also inoffiziell. Ich war einfach immer mit dabei.

Vero

Kann man ja machen.

Simon

Genau. Hast du auch Aktzeichnen gemacht?

Vero

Nee, ich male keine nackten Menschen. Ich wollte auch keine nackten Menschen sehen, also ähm, ne, Ist nicht so meins.

Simon

Okay, aber eine Sache, die ich damals noch nicht gewusst habe, dass es das dort gibt oder vielleicht gab es das damals auch noch gar nicht. Du hast nämlich geschrieben, wo hast du das nochmal geschrieben? Jetzt habe ich es mal vergessen, aber ich habe irgendwo VR Lab aufgeschnappt. Das ist ein Virtual Reality Laboratory, ein Labor dafür gab an der FHA.

Vero

Ein großes Labor. Nein, Spaß. Ja, also das hieß VR-Lab. Das VR-Lab ist ein kleiner Raum, wo zwei Vive-Systeme hängen. Und das habe ich drei Jahre lang geleitet. Das war mein Hiwi-Job. Und ich habe noch das Physical Computing Lab geleitet. Das ist ein kleiner Raum, wo eine Lötstation steht mit ganz vielen Arduinos und ganz viel Kram, was man basteln kann. Und da habe ich auch, das war mein zweiter Hiwi-Job, beides beim selben Professor.

Und ich habe da den Leuten Einführungen in VR gegeben. Ich habe Blender-Kurse gemacht. Ich habe Leuten Tutorials gezeigt, wie sie mit Arduino auch Designprojekte machen können. Und ja, sowas habe ich gemacht. Das ist das VR-Lab gewesen. und das physical computing lab.

Simon

Und gab es denn da an der fh spezifisch game design oder spiele entwicklungs kurse.

Vero

Nein das gab es nicht aber ich habe coole professoren gehabt die dafür offen waren dass man freie projekte macht und dann habe ich gesagt hey, Ich habe Bock auf Game Design, möchte ein Spiel machen. Und ich hatte nur einen anderen Professor, der quasi wissenschaftlicher Mitarbeiter da nur war. Der hat ein bisschen C-Shop unterrichtet. Aber unterrichtet in dem Sinne, es gab zwei Vorlesungskurse im Jahr. Und das war es. Für die Leute, die Bock hatten.

Und dann gab es auch noch einen Unity Crash Kurs, der angeboten wurde. Das war aber alles, was angeboten wurde. Und dann habe ich gesagt, okay, komm, ich setze mich selber auseinander. Ich habe diesen Unity-Crash-Kurs gemacht, habe gesagt, okay, ich mache weiter. Habe mir die VR-Brille geholt, habe mir angefangen, Programmieren beizubringen.

Wenn ich nicht weiterkam, habe ich mit dem wissenschaftlichen Mitarbeiter, der hatte so einen kleinen Kapuff gearbeitet und ich bin dann manchmal dahin, so ich so, hey, ich habe hier eine Frage, ich komme nicht weiter. Und dann hat er mir geholfen. Und da von ihm habe ich sehr viel gelernt. Das habe ich aber nicht in Vorlesungen, der hat mir das so zwischendurch. Also der hat das einfach mir geholfen, weil er gesehen hat, ich habe großes Interesse, das zu lernen.

Und ja, daraufhin konnten wir auch Anträge durchreichen zum Direktor, dass es richtige VR-Unterrichtskurse gibt. Das wurde dann weitergeführt und dann habe ich daraufhin meine Hiwi-Stellen bekommen und manche Professoren haben das als Kindergarten abgetan, VR und Spieleentwicklung, aber das war mir egal.

Simon

Ja.

Vero

Tatsächlich sehr viele, also sehr viele Professoren an der Uni sind sehr konservativ. Mein Professor, bei dem ich Spieleentwicklung gemacht habe, also im Unterricht, der ist jetzt im Sommer in Rente gegangen. Das heißt, ich weiß jetzt gerade nicht, welche Professoren da gerade sind, aber es sind sehr viele konservative Professoren an der Uni, die sagen, die so ein bisschen drauf sind, so wie Design und dann ist das so ein Kreis und dann verstehst du so eine Art von.

Konventionellem Design und ja, das ist halt so meine, Ansicht gewesen und ja und so habe ich mir Spieleentwicklung angeeignet, dann habe ich an verschiedenen Netzwerken im Internet gesucht. Da bin ich auf Mana Sub gestoßen. Dann habe ich an Game Gems teilgenommen. An verschiedenen Game Gems. Und dann habe ich natürlich auch meine Kontaktdaten.

Im Internet hast du dann Leute kennengelernt und dann kennst du den und den und dann sagte der andere, ja, ich kenne da jemanden, der hat einen Spieler und der hat einen Indie. GmbH oder GbR und dann bin ich da an Praktikums gekommen und Und dann habe ich auch einen Job bekommen bei Gentle Forge. Da habe ich ein Praktikum gemacht und wurde dann auch genommen. Aber leider, durch Corona, sind die halt insolvent gegangen und dann konnte ich da auch nicht mehr arbeiten.

Da habe ich aber auch super viel gelernt. Also Gentle Forge war ... War so mein kleiner Meilenstein, dadurch habe ich noch andere kleine Jobs bekommen und dadurch konnte ich mir auch ein bisschen mein Portfolio aufbauen, immer weiter. Und so bin ich dann bis zu meiner Ende meiner Studentenzeit, habe ich immer wieder ganz viele Joberfahrungen in dem Bereich gesammelt, weiter Game Gems gemacht, mich weiterentwickelt, indem ich mir vieles angeeignet habe und bin so zu meinem Job gleich nach meinem

Studium gekommen, wo ich jetzt gerade noch bin. Ja, so kam das.

Simon

Ah, okay. Und du hast dich dann, wie hast du denn den gefunden? Weil ich muss sagen, meine Intuition ist immer, also wenn Leute fragen, wo finde ich denn Game-Dip-Stops, dann gebe ich denn immer die Adresse von game.de, das ist ja der Game-Verband und da gibt es eine Mitgliederliste und ich schicke die jetzt auch mal hier in den Chat für später. Verlinke ich natürlich auch alles. Warte, wo ist es denn hier? Hä? Wo? Warte, Slash.

Und das ist einfach eine riesige Liste von allen möglichen Firmen, die etwas mit Spieleentwicklung und auch Spielepublishing und so zu tun haben. Und ich bin mir relativ sicher, dass so ein Krankenhaus da nicht mit drauf ist.

Vero

Also ich frage mich.

Simon

Wie du das überhaupt gefunden hast.

Vero

Ich habe ganz trocken gegoogelt, Game Design Aachen Job.

Simon

Warte, ich mache das auch mal.

Vero

In Ahren bleiben wollte. Und es ist halt schwer, was remote zu finden, wo in dem Indie-Studio Gentle Forge, da konnte ich halt remote arbeiten, das war halt sehr cool, weil ich will halt nicht nach Köln ziehen.

Simon

Ja.

Vero

Ich finde Köln halt hässlich.

Simon

Wie findest du denn Wörselen?

Vero

Wörselen ist gut, warum?

Simon

Dort ist Egosoft und ich habe nämlich auch gerade mal Game Design Aachen Job gesucht und die suchen gerade UI Designer für Game Development und User Experience Designer, also UI, UX. Über BB steht vor zwei Tagen, vor 13 Tagen war das eingestellt, Vollzeit.

Vero

Schickt mir das.

Simon

Genau. Und zwar ist es so, ich habe ja bei Egosoft auch lange gearbeitet, fünf Jahre ungefähr.

Vero

Echt?

Simon

Genau. Und deswegen habe ich.

Vero

Auch ein… Du kannst ein gutes Wort für mich einlegen.

Simon

Ja, aber ich, also kann ich natürlich gerne machen, aber ich kann auch einfach sagen, hey Bernd, hör dir mal diese Folge an und dann kann er ja selbst lauschen, genau.

Vero

Das wäre voll lieb, Simon.

Simon

Genau.

Vero

Weil ich such gerade wirklich, also ich sag ja auch zu dem Thema, Jobmarkt als Game Designer ist einfach schwierig.

Simon

Ja.

Vero

Es ist schwierig.

Simon

Es ist dann halt wirklich sehr spezifisch, weil du bist ja jetzt sehr breit aufgestellt und ich muss sagen, ich mag das auch. Ich mag auch, also als WFX-Artist, der ich bin, ist der Job doch sehr abwechslungsreich auch, weil es mal technisch ist, mal ein bisschen programmieren, mal wieder Grafik machen und so.

Mal mit Game-Designer zusammenarbeiten, um das Game-Design zu besprechen und ob der Effekt dann auch wirklich zum Beispiel jetzt den wirklichen Damage-Radius korrekt anzeigt oder nicht und so. Und ich mag das auch total gern, aber es wäre vielleicht für dich da ein bisschen zu spezifisch, weil das ist dann wirklich nur UI-Design oder nur Use-Experience.

Vero

Das ist nicht so schlimm.

Simon

Obwohl ich sagen muss, als ich bei EgoSoft war, was ich sehr gerne auch mochte, ist, dass man sich da sehr engagieren kann, weil das Team ist ja nicht so riesengroß und wir hatten auch mal so ein paar Story-Meetings und da war ich dann auch mit drin.

Ich kann jetzt nicht besonders gut schreiben, aber ich hatte mich auch so ein bisschen dafür interessiert und so ein paar kleine Vorschläge gemacht, wie jetzt so mit dem und dem Charakter umgegangen werden könnte und dann meinte der Chef halt, ach ja, komm einfach mal mit und das fand ich sehr schön. Also wenn da Engagement erkennbar ist, dann wird das auch sehr positiv aufgenommen. Das war immer meine Erkenntnis dort.

Das war immer ganz gut, genau. Und auf jeden Fall, daher kenne ich Börsenen halt auch.

Vero

Also in dem Job, meiner ist auch, kann auch recht monoton sein aktuell. Sag ich so, es kommt manchmal, wo ich wirklich zwei Monate sitze und halt nur 3D-Stuff bastel oder dann halt, also das hast du bei jedem Job. Aber das ist halt, das ist halt der Job. Deswegen mache ich ja in der Freizeit auch sehr viel mehr.

Simon

Ja.

Vero

Was ich im Job nicht mache. Ich bin einfach ein Mensch, der sehr viele Bereiche macht und das ist auch zum Beispiel ein Teil, warum ich mir Programmieren selber beigebracht habe, ist aus diesem Grund gewesen, man kann effizienter mit jemandem zusammenarbeiten, wenn du weißt, was der andere macht. Und als ich herausgefunden habe, wie die Arbeit eines Programmierers funktioniert, dann kann ich auch besser designen.

Dann kann man viel effizienter zusammenarbeiten. Das ist auch so eine Sache, wo ich auch im Indie-Studio war, was ich dann auch gelernt habe, Effizienz. Und das ist ganz wichtig, weil du hast teilweise wirklich wenig Zeit. Aber musst Leistung bringen, auch diese Koordination, wie organisierst du dich? Bis wann muss was gemacht werden? Ich finde Organisation und Arbeitsplan ist halt super wichtig. Du musst dir kleine Meilensteine setzen, um weiter voranzukommen.

Und das mache ich ja auch in meiner Freizeit, wenn ich zum Beispiel Cosplay crafte. Das ganze Kostüm ist mega aufwendig und du musst mit Kleinigkeiten anfangen. Und daher ist das für mich auch eine Sache, die wichtig ist, die man im Job macht. Ja, Organisation und wie organisierst du dich selber und das gilt für jeden Bereich. Von daher, wenn man jetzt sagt, ein Bereich ist ja total langweilig, aber du hast so viel mehr in diesem einen Bereich, was unterschiedliche Aufgaben hast.

Das ist nicht so monoton. Das ist keine Fließbandarbeit, wo du das Produkt nimmst, über die Kasse nimmst, einscannst. So ist das nicht.

Simon

Ja, es ist wie so ein Fraktal. Man geht näher ran und dann sieht man ganz neue kleine Details.

Vero

Ja, genau.

Simon

Ja, und das stimmt auch, die Egosoft arbeitet ja zum Beispiel an einer Weltraum-Simulation und das sind halt sehr, sehr komplexe Systeme, die da miteinander zusammenhängen und die ordentlich in UI zu gießen zum Beispiel, das ist sehr, sehr schwierig, weil sich natürlich auch viel ändert und dann merkt man so, okay, das funktioniert jetzt doch nicht.

Oder was auch sehr interessant ist, es muss skalieren, weil du musst am Anfang, hast du vielleicht ein kleines Handelsschiff und das handelt zwischen zwei Stationen, easy peasy, da muss das UI jetzt nicht besonders mega sein, aber später hast du halt vielleicht sogar hunderte Schiffe und das UI muss irgendwie so skalieren, dass das sowohl den kleinen als auch diesen riesen Organisationsbaum dir ordentlich anzeigen kann. Das ist alles sehr, sehr komplex.

Also ich habe da großen Respekt auch vor, ich kann das nicht so gut, ja.

Vero

Das ist echt, ja, wenn du ganz viele Daten hast, das sehe ich auch, wenn man Infografiken macht oder so oder Präsentationsfolien von Profs auch bearbeitet, so tausend Sachen drauf, am besten irgendwie hundert Diagramme in anderen verschiedenen Größen, dann musst du das alles kompakt darstellen.

Simon

Aber du hast ja eben gesagt, dass die ProfesorInnen bei der FHA ein bisschen konservativ waren. Ja. Aber angegeben in deinem LinkedIn ist schon auch UI UX Design und richtet sich das dann vielleicht eher so auf Webseiten, was dort unterrichtet wurde oder war das auch so ein Bereich, den du dir selbst beigebracht hast oder wie lief das da?

Vero

Ich habe ja vieles selber beigebracht. Ich habe natürlich auch Kurse besucht, die richten sich an. Das UI, was ich da gelernt habe, war eher App-Anwendungsbeispiele oder halt auch Webseiten, aber ich habe ja ganz viel durch meine Praktika, so meine Jobs, habe ich halt auch sehr viel UX-Design, jetzt zum Beispiel spezifisch auch im VR-Raum. Wie machst du, wie kannst das Nutzer, genau, die Nutzer, das Programm nutzerfreundlich gestalten?

Kannst du die UI benutzerfreundlich gestalten? Wo kannst du dich erkundigen im VR-Raum, so in dem Sinne? Oder wenn du auf ein Display guckst, auch bei meinen ganz vielen kleinen Prototypen-Spiele, ist es immer wichtig, zu schauen, okay, der Spieler oder der Benutzer kommt jetzt in diese Software. Braucht es ein Tutorium oder versuchst es so zu gestalten, um Dinge hervorzuheben, dass das Tutorium sich schon erübrigt, weil es quasi ein Selbstläufer ist.

Und du musst versuchen, aus allem einen Selbstläufer zu machen. Manchmal ist es so kompliziert, da brauchst du ein Tutorium. Aber letztendlich ist das auch User, UI, UX-Design und auch ein bisschen Marketing-technisch wie Marketing-Strategie. Je benutzerfreundlicher die Software, umso, also da spielt vieles mit rein. UI ist ein großes Gebiet.

Simon

Hast du so Erkenntnisse irgendwie gewonnen, so fundamentale Erkenntnisse so von wegen, das ist so ein UI, UX Design, was irgendwie immer wieder aufploppt, was aber absolut nervig ist oder sowas wie, oh, diese Sache, die funktioniert super gut in der App zum Beispiel, aber in VR kann man damit überhaupt nicht arbeiten, Da muss ein komplett neues Konzept her. Irgendwelche großen Aha-Momente oder so was. Oder Ärgernisse, die dich jedes Mal ärgern, wenn du irgendwelche anderen Spiele

oder Apps oder irgendwas benutzt oder so. Oder Holo-Table.

Vero

Was ich an Spielen sowieso hasse, ist, wenn ich in ein Spiel reingehe und die Musik ist einfach schon so laut, dass meine Ohren wegdröhnen, wo ich mir denke, boah, Leute, ihr habt schon seit Jahren das Problem.

Simon

Grüße gehen raus an Raynard. der hat in seinem kleinen Spiel Bordabäsch genau dieses Problem jetzt gehabt und jetzt gefixt auch und jetzt ist sein, war das Resümee ja jetzt ist es am Anfang immer ein bisschen zu leise aber das ist ja besser als wenn es zu laut ist.

Vero

Ja ich hatte auch ich habe ja nicht nur den Holotable in meinem Job, ich habe nämlich auch einen Escape Room Spiel gebaut ja.

Simon

Da muss man aus dem Krankenhaus ausbrechen.

Vero

Genau man muss ein Heilmittel suchen im Labor ja, bevor die Zeit um ist, sonst ist man darin gefangen und dann wird das Gebäude gesprengt. Du musst, äh, ja, ja.

Simon

Das ist aber dramatisch für ein Krankenhaus. Richtig dramatisch.

Vero

Das ist eine richtige Story. Das habe ich mir auch alles, also die ganze Spielhandlung, also mein Chef hat mir da auch ein bisschen gesagt, okay, er will ein bisschen so apokalyptisch machen. Hat mir ein bisschen was vorgegeben, aber ich soll mir selber die Story und was ich dann da für Rätsel habe, so ein bisschen point and click mäßig. Ich fand das mega nice.

Ich habe dann die Räumlichkeiten vom Labor fotografiert und dann so einen Tunstil nachgezeichnet, sodass man wirklich das Gefühl hatte, man ist in einer Uniklinik in Aachen. Das ist halt mega, mega nice geworden. Und da war halt auch wichtig, okay, wie navigierst du, wie haverst du Dinge hervor, was ist wichtig, deine Inventarliste, deine Lautstärkeregler war das erste, was ich einbaue.

Immer wenn ich zum Beispiel in Unity mir eine Szene anlege fürs Startmenü, immer klappere ich die ersten Dinge ab, so Startbutton, Quitbutton, Cratesbutton, Optionsbutton, Lautstärkeregler. Das ist so, der Lautstärkeregler muss einfach mit rein und das ist so ein Ding. Ja, aber das haben echt viele Spiele, nicht, die dann Lautstärkeregler haben.

Oder was ich auch doof finde, ist, wenn du dann das Spiel, manche Spiele haben das ja auch, du startest ein Spiel und, Hast dann noch so ein Starting-Fenster, bevor sich das in einem Vollbild-Fenster umändert. Weißt du, was ich meine?

Simon

Ja, so ein Launcher, ne?

Vero

Und nur in diesem Launcher kannst du dann die Audio einstellen. Wenn du im Spiel bist, kannst du es nicht mehr. Das hasse ich.

Simon

Das hast du früher auch mit den Video-Einstellungen.

Vero

Das ist richtig, ja, das finde ich richtig furchtbar, wenn du das nicht, wenn du das separat hast.

Simon

Ja, das ist so ein bisschen altbacken. Habe ich jetzt schon länger nicht mehr gesehen, aber früher war das eher normal, ja, das stimmt.

Vero

Ja, aber das sind auf jeden Fall so Sachen, die ich da gar nicht mag oder es kann halt auch sein, wenn du, ich weiß nicht, wo ich das gesehen hatte, aber manchmal hast du sehr viel Information. Ich glaube, das war das in, Skyrim VR. Ich weiß ja nicht, ob die das überall gearbeitet haben, aber ich habe ja Skyrim mal gespielt, als rauskam 2011. Und dann Skyrim VR gekauft. Das war voll der Fehler.

Simon

Okay.

Vero

Das war überhaupt nicht gut.

Simon

Elaborieren sie.

Vero

Das war, ich habe auch Forrest dann versucht, aber in VR war es auch nicht so gut.

Simon

Wegen Motion Sickness?

Vero

Motion Sickness. Dann hast du super viele Fenster, die da auch plöppen. Und wenn du was wegklickst, dann habe ich aus Versehen Hühner geschlagen. Auf einmal wurde ich verfolgt. Es war furchtbar. Und dann wurde ich auf einmal von so einem Oger in die Luft geworfen. Du konntest gar nicht so, hä, was war jetzt los? Generell, Navigation im VR-Raum ist ein sehr großes Thema und, Das können so viele Leute verhauen. Wenn das nicht richtig gut ist, dann ist das Spiel echt teilweise echt nicht spielbar.

Simon

Ich hab so eine kleine UI-Sache, die mir aufgefallen ist. Früher, wenn man halt nur Maus und Tastatur benutzt, dann hat man ja Buttons und da klickt man einfach und dann ist es gut. Oder drückt eine Taste, um von mir aus eine Cutscene zu überspringen. Oder drückt die Taste zweimal oder so. Und seit es Controller gibt, gibt es viel öfters diese, du musst einen Button halten und dann läuft so ein Kringel voll um die Buttontaste, die angezeigt wird. Und erst dann wird die Aktion ausgelöst.

Vero

Ja.

Simon

Und dasselbe ist mir jetzt aufgefallen, dass auch in VR, also es ist so, wenn du bei uns auch beim Spiel, und ich glaube, das ist relativ typisch, wenn du beim Spiel kurz die Brille absetzt und wieder aufsetzt, dann kommt so ein Fenster, wo steht hier, das Spiel ist kurz pausiert, möchtest du fortfahren oder möchtest du zum Hauptmenü zurück?

Und was da immer interessant ist, dieses kleine Fenster fliegt immer hinter dir her, weil du kannst ja in verschiedene Richtungen gucken in VR und dann ist das nicht ganz fest auf den Bildschirm in die Mitte gepinnt und bewegt sich eins zu eins mit deiner Blickrichtung mit, sondern es hat so ein, also folgt dem so ein bisschen träge.

Vero

Ja.

Simon

Ich bin mir auch, OS ist ja eigentlich gar nicht sicher, warum das so gemacht wird, weil, man könnte es ja auch einfach fest pinnen, aber hast du da irgendwie einen einen Blick, weil ich weiß gar nicht, weil um ehrlich zu sein, manchmal nervt mich das, weil manchmal setzt du die Brille wieder auf und dann war das kleine Fenster gerade hinter dir und dann braucht das eine Weile.

Vero

Bis das mal vor dich kommt. Ja, das ist richtig, ja, ich kenne das Problem, dass die Fenster irgendwo, die Benutzerfenster auf einmal verschwinden und dann hinter dich sind und dann irgendwo anders respawnen, habe ich das Gefühl. Das ist wirklich ein großes Problem. Teilweise kriegst du das, kriegst du das nicht richtig gut gelöst.

Aber am besten wäre es tatsächlich, das habe ich gesehen, Das habe ich in der Uni, haben wir eine kleine, wo ich im VR-Labor gearbeitet habe, haben wir eine kleine Anwendung gemacht für einen kleinen Besprechungsraum in VR mit so einer User-UI, wo man mit Professoren und Schülern reinkommen kann, so eine Workspace und auch ein Multiplayer.

Dann hab ich das UI hab ich mir ein bisschen abgeguckt, es gibt so ein Spiel boah, ich weiß ja auch nicht mehr, wie das heißt da hast du eine Armbanduhr und da hast du an der Armbanduhr an der virtuellen Hand hast du dein UI da oben, angepinnt und das kannst du dann immer wieder fixieren das heißt, da hast du so einen Punkt, den Knopf den drückst du und du kannst das UI auch losgelöst irgendwo lassen, aber wenn du wieder auf den Punkt drückst, dann ist es wieder an deiner Ambat-Uhr.

Und das wird dann dahin teleportiert, wo deine Hand getrackt wird. Und das ist halt nice. Das ist eine gute Art, das vielleicht zu lösen. Wenn du halt auch virtuelle Hände in dem Spiel hast. Das ist halt eine Voraussetzung.

Simon

Ja, genau. Das ist bei uns ja auf jeden Fall der Fall. Genau. Was mir dann noch aufgefallen ist, wenn du dann sagst, ja, jetzt möchte ich bitte ins Spiel zurück, dann kommt wieder dieser Kringel. Da musst du jetzt nichts drücken. Aber es ist tatsächlich so, dass dann, du sagst, ja, jetzt weiterspielen und dann läuft nochmal diese Kringel voll, so eine Sekunde. Und ich bin mir nicht ganz sicher, warum das so ist.

Das scheint mir irgendwie auch vielleicht so eine Motion-Signal-Sache zu sein, dass man sagt, nee, in VR, da muss alles ein bisschen gediegener sein, ein bisschen, da kann ich einfach das Menü weggehen, da muss man einen Kringel anzeigen, der dir zeigt, in eine Sekunde geht das Menü weg oder so.

Vero

Es kann vielleicht auch angelegt sein, wegen programmiertechnischen Gründen, dass man sagt, also ich bin jetzt kein Fachprofi, Aber mit dieser Data-Time-Geschichte im Programmcode ist es vielleicht so geregelt, dass sich das darauf anpasst, wie schnell dein Internet ist oder so.

Simon

Ach so, du meinst, dass dann während dieser Zeit dann so eine kleine Anpassung ist, damit es danach, wenn es losgeht, nicht plötzlich ruckelt und du dann Motion-Systems hast?

Vero

Ja, vielleicht ist das echt da einfach so ein Programmiersystem, um sicherer zu gehen, damit das halt auch irgendwie läuft. Weil vielleicht sind da noch andere Parameter, die davon abhängig sind. Das wäre so meine Vermutung als mittlerer Anfänger für Programmierung. Aber vielleicht können ja andere unter dem Podcast kommentieren, die da noch tieferes Wissen haben.

Simon

Genau, kommt bei uns in Discord. GameDev Podcast hat einen Discord. Und da gibt es dann auch immer einen Thread für die aktuelle Folge. Da könnt ihr gerne eure VR-Expertise reingeben, wenn ihr möchtet. So, genau, dann haben wir das. äh, genau, so, dann warst du als NDRFH, hast dich dann dort beworben bei der, bei der Uniklinik.

Vero

Mhm.

Simon

Wie war der Bewerbungsprozess? War das kurz?

Vero

Ja, ich hatte ein Teams-Meeting. Das ging eine Stunde. Da haben die halt ... Ich hab erst mal ein Portfolio gemacht. Ich hab ein interaktives Portfolio gemacht, wo ich meine Arbeiten präsentiert hab. Da hab ich Videos reingebaut. Dann 3D-Grafik, wo man ein bisschen rumspielen kann. Also ein bisschen auch, um halt das Game-Design zu unterstreichen.

Auch mit so einer Navigationsleiste wie so eine App quasi, dass du dich durchschalten kannst und dass meine Bewerbung alleine schon als Arbeitsprobe dort, gezeigt wird, das mache ich eigentlich immer, wenn ich mich bewerbe und dann habe ich, genau, dann habe ich ein Bewerbungsgespräch gehabt, online in Teams dann habe ich Fragen gestellt bekommen, sowas wie, jetzt bezüglich im Blender zum Beispiel, wie würdest du.

Wie würdest du jetzt Polygone reduzieren und blablabla sowas halt, um es anzupassen. Also ein paar fachspezifische Fragen. Dann ob ich zum Beispiel auch Blut sehen kann. Es war eine Voraussetzung, dass ich nein, ohne Scheiß, also es war halt auch eine Voraussetzung, dass ich zum Beispiel auch, ja, Eingeweide, Innereien, den Körper sehe, tote Sachen.

Ja, es ist du lachst, aber das ist halt in der Medizin ein Arbeitskollege von mir, der meinte, er ist am ersten Tag umgekippt vom Stuhl, als er sich das ein...

Also, die müssen halt schon gucken, dass da Leute sind, die sich sowas auch angucken können, die damit umgehen können, die sowas bauen können, die sowas darstellen können und, dann habe ich gesagt, ja, dann habe ich noch einen, wurde ich zum, wurde ich vor Ort zu einem persönlichen Gespräch angeladen eine Woche später und das war voll lustig. Ich habe meinen Abschluss gemacht und Und an dem Tag, wo ich mein Zeugnis bekommen habe ... Habe ich die Zusage bekommen, dass ich den Job bekommen habe.

Simon

Oh, ja, schön.

Vero

Das war richtig cool. Also, dass vor allem nach dem Studium direkt einen Job zu finden, ist in der Designbranche echt schwierig. Von daher war ich sehr, sehr happy. Und genau, dann war ich einfach vor Ort da und die sind dann auch zu meiner Ausstellung gekommen. Und dann habe ich einen Monat später angefangen, weil ich bin noch einen Monat in Japan, nach Japan gereist, nach meinem Abschluss und dann habe ich, damit waren die auch d'accord und danach habe ich angefangen, dort zu arbeiten.

Das war richtig cool. Dann war ich auch noch mal, kurz bevor ich nach Japan gefahren bin, bin ich da freiwillig schon hingegangen, habe einen Probearbeitstag gemacht, und habe dann zuerst ein Gehirn modelliert und mir ein Gehirn in echt angeguckt und das war auch ganz cool, ja.

Simon

Ja, ich weiß nicht, ob du The Office kennst, aber Dwight, Dwight würde es sagen, perfekt den Schlag. Das ist, wenn alles Gute so zusammenkommt. Wenn ganz viele tolle Dinge so zusammenkommt.

Vero

Ja, das irgendwie, das hat alles gepasst. Ich hatte nämlich eigentlich vor mich nach meinem Studium ja ein bisschen so Freelancer-mäßig zu machen und halt vielleicht auch zu gucken, ob ich mit einem ehemaligen Kollegen aus dem Indie-Studio bei Atlanta Forge mich halt zusammentue und halt das Spiel entwickle.

Shiba Moments. Das ist immer noch nicht weiterentwickelt worden ist, aber er hat dann halt irgendwie im Laufe deswegen habe ich das auch als Bachelorarbeit gemacht, aber er hat im Laufe der Bachelorarbeit dann einen neuen Job gefunden und dann habe ich halt geguckt und das ist die einzige Bewerbung, die ich abgeschickt habe und ich wurde gleich genommen.

Simon

Luxusprobleme, ja.

Vero

Das sind echte Luxusprobleme, ja. Jetzt weiß ich, Bewerbungsphase ist ein bisschen kritischer, aber ja. Da hatte ich echt viel Glück.

Simon

Aber wieso findet man dein Portfolio denn nicht online irgendwo?

Vero

Weil ich mein Portfolio nicht online gemacht habe.

Simon

Aber warum denn nicht?

Vero

Soll ich mein Portfolio online stellen?

Simon

Naja, also ich sag mal, es gibt schon auch den Fall, dass man darüber gefunden wird und dann Angebote bekommt. Zum Beispiel, wenn man einfach so, wenn Leute die Website so finden, aber natürlich kann man, wenn man jetzt neue Portfoliosachen macht, die dann auch auf LinkedIn teilen und dann einfach sagen, hier habe ich eine neue gemacht und so. Und dann wird man da vielleicht auch angeschrieben, das kann schon passieren. Oder gibt es einen Grund, warum du es nicht online gemacht hast?

Ich finde es interessant.

Vero

Ich bin halt jetzt erst seit einem Monat wieder auf Dropsuche, weil meine Förderung ja am Ende des Jahres ausläuft. Ich weiß nicht, warum ich das noch nicht gemacht habe, aber eine gute Idee sollte ich vielleicht mal machen.

Simon

Ja, also kann ja nicht schaden.

Vero

Das stimmt. Ich weiß nicht, ich habe auch so viele Projekte. Ich will es ja nicht überladen ja.

Simon

Man kann ja aussortieren, Oder wenn Sachen dabei sind, die ein bisschen älter sind, wo man jetzt nicht mehr so super stolz drauf ist, dann kann man dir ja entweder eine Alt-Kategorie, so meine alten Arbeiten machen oder vielleicht auch gar nichts zeigen. Ich mag immer so eine alte Kategorie, da können nämlich Leute sehen, woher man gekommen ist und wie man sich entwickelt hat.

Und ich meine, du hast ja auch eine große Community auf Twitch und vielleicht würden die ja auch sich freuen, auch immer so zu gucken. Oh cool, das ist dein Blender-Modell, geil, hier, schön, da habe ich mal eine Frage oder so. Und es würde auch Leuten wie mir helfen, besser vorbereiten zu können.

Vero

Das stimmt. Nee, aber guter Point. Ja, ich habe halt immer gedacht, Portfolios sind dann da für die Bewerbungen, für die Firmen dann, keine Ahnung, so ist mein Denken, vielleicht Altbacken oder so. Das Problem ist auch, ich kann so viel posten auch auf Social Media. Ich mag Social Media aber nicht. Das ist mein Problem.

Ich bin einfach nicht so derjenige, der immer up to date, du glaubst gar nicht, wie viele tolle Cosplay-Fotos ich habe oder wie viele, jetzt letztens Dienstag habe ich wieder ein Leinwandbild gemalt. Ich habe eine kleine Story gemacht. Ich könnte so viel mehr machen.

Ich habe ja meinen Coffee-Shop, wo ich meine ganzen, Kunstwerke, meine Prints und so anbiete und ich habe es auch, ich bin ja dieses Jahr auch viel auf Messen gegangen, aber ich könnte halt noch so viel mehr machen, aber das sind halt so viele Efforts, weißt du? Eigentlich wäre das wichtig. Ich bräuchte eigentlich jemanden, der das für mich macht.

Simon

Ja, wollte ich gerade sagen. Ich habe so viel.

Vero

Aber ich kann halt niemanden bezahlen, der das für mich macht. Das ist halt schwierig.

Simon

Ja, ich meine, gut, ich kenne mich da nicht so gut aus, aber ich meine, du könntest natürlich versuchen, vielleicht gibt es ja jemanden, der oder die das erstmal so auf freiwilliger Basis macht, einfach so aus Bock, weil es gibt ja Leute, die haben so richtig Bock, Social Media Management zu machen und so. Und vielleicht skaliert es dann ja durch die Bekanntheit und so, dass dann mehr Geld reinkommt und dass dann auch was abspringen könnte oder so.

Vero

Ja, aber ich wüsste halt echt nicht, wen ich fragen sollte.

Simon

Aber ich muss sagen, ich bin, ja vielleicht meldet sich ja jetzt jemand, die das hier hören. Oder ich weiß nicht, ob du es mal in deinem Stream angesprochen hast.

Vero

Ich habe es mal angesprochen und ich habe auch mal einen Post gemacht auf Discord, ob sich da jemand für meldet. Das Problem ist auch, jemanden zu finden, der mich halt gut kennt, der weiß, wie ich diese Postings gestalte. Das ist das Ding. Das muss jemand sein, der wirklich, mit dem ich auf einer Wellenlänge bin, der Ahnung von dem hat, was ich mache und der das auch so wiedergeben kann in meinem Stil.

Wenn ich will, dann nicht unter jedem Foto, was ich poste, irgendwie so einen schönen Lebenssatz hören, so einen schönen Satz, den sich manche Leute irgendwie unter so einem random Foto-Ding sagen. Und ich denke mir so, okay, der perfekte Satz für das Foto, das bin ich nicht. Ich bin nicht der perfekte Satz für das Foto. Ich bin, keine Ahnung, einfach ich.

Simon

Ja, ich muss sagen, ich mag, weil wir kommen ja über dieses Portfolio-Thema her. Ich finde das Portfolio da auch ganz nett, weil Portfolios sind eigentlich selten so super up-to-date. Also du machst ja ein Projekt, meistens dauern die ja einen Tick länger. Zum Beispiel jetzt in deinem Fall ein Cosplay zu machen, dauert ja auch eine Weile. Oder in meinem Fall jetzt vielleicht auch irgendeinen Effekt zu bauen oder so. Und dann lädt man den halt hoch, macht einen kurzen Post bei LinkedIn.

Hier habe ich einen neuen gemacht, guckt es euch an. Und dann war es das auch erstmal wieder für die nächsten zwei Monate. Also bei mir zumindest. Es ist wirklich, ich bin so ein U-Boot, was immer kurz auftaucht, wenn was Neues fertig ist. Und dann gehe ich wieder auf Tauchstation. Genau, das ist dann noch machbar.

Bei mir zumindest. Nee, aber auf jeden Fall Portfolio. Also ich fände es, aber es gibt ja Leute, die zeigen es nicht so gerne oder sagen halt, ey, es sind NDA-Sachen, ich darf die gar nicht zeigen.

Vero

Ah ja, das ist auch noch so eine Sache mit ein paar Arbeitsproben meiner Arbeit. Jetzt sind auch so ein paar datenschutzrechtliche Sachen, die ich halt da nicht in Portfolios packen kann, wie Patienteninformationen.

Simon

Ja, aber genau, da hatte ich nämlich auch eine Frage, Weil das hast du ja schon mal angemerkt, ich glaube, während des Streams oder so. Ich habe mich aber gefragt, hä, aber was denn für Daten? Also zum Beispiel, wenn du jetzt so ein Gehirn visualisierst.

Vero

Ja.

Simon

Also das ist ja nicht, also man erkennt ja nicht, von wem das Gehirn war.

Vero

Nein, aber ich habe auch Projekte, wo wir Sachen 360 Grad einscannen.

Simon

Ja.

Vero

Mit der Kamera.

Simon

Ach so, also ein kompletter Mensch.

Vero

Ja, nee, so Leichenteile so.

Simon

Ja, aber auch die erkennt man ja nicht wieder, oder?

Vero

Ja, aber trotzdem sind das vertrauliche Daten, die dann innerhalb, die haben ihre Einverständniserklärung gegeben für die und die Bereiche. Du müsstest dir eine extra Einverständniserklärung geben, um das zu teilen.

Simon

Ah.

Vero

Und wenn du Daten hast, also es gibt, also diese, Datenschutz ist ein sehr, sehr großes Thema. Vor allem auch im medizinischen Bereich. Da gibt es halt Anwendungsfalle, wir haben zum Beispiel Gesichtseinscannungen für die Kiefer, für die Kieferchirurgie, die du am Holotable siehst. Da siehst du dann auch die Menschen, die da eingescannt worden sind, das Gesicht von denen, die Knochen da drunter. Und das sind auch Daten, die kann ich einfach nicht, die darf ich nicht öffentlich zeigen.

Die Menschen haben Einverständniserklärung gegeben, dass das für die Lehrenordnung ist, aber nicht zum Anschauen von anderen. Im privaten Bereich. Das wäre jetzt mein privater Bereich.

Simon

Ja gut, macht Sinn, ja. Aber okay. Und was, aber was scannst du denn, was, also ich habe gerade irgendwie so eine Zombie-Postapokalypse vor mir, wo du irgendwie Leichenteile einscannst. Aber was wird da, was ist denn da? Und scannst du die ein? Und was scannst du da ein? Und wie funktioniert das genau? Was ist das für ein Scanner?

Vero

Also meine Kollegen und je nachdem, also manchmal meine Kollegen, manchmal ich, ich habe es jetzt auch länger nicht gemacht, musst du dir halt vorstellen, wie zum Beispiel so ein eingelegtes Gehirn oder so. Oder halt, das ist nicht so, also das stinkt auch nicht, das ist ja alles konserviert in dem Sinne.

Simon

Ja, Aldehyd-Dingsbums.

Vero

Aldehyd-Säure.

Simon

Irgendwie sowas? Ich wollte jetzt gerade mal Fachbegriff droppen, ich weiß nicht.

Vero

Da gibt es ganz verschiedene Verfahren. Oder manchmal haben wir auch die Aufgabe bei uns, dass wir Operationen mitfilmen. Und daran dann irgendwie schon die so Fotos oder Videos machen, damit wir besser 3D-Modeln können. Es sind halt verschiedene Sachen, die man macht, aber so zombieapokalyptisch ist es halt nicht.

Simon

Okay, aber abgesehen von Gehirn, was gibt es denn noch so? Also dann eine Leber oder so?

Vero

Knochen, ja, Leber, alles Mögliche. Knochen, Kieferknochen, alles Mögliche. Zähne, Zahnwurzel. Wir haben auch schon was für die Zahnmediziner gemacht.

Simon

Okay, aber jetzt nicht irgendwie eine Hand oder so.

Vero

Nicht so wie du denkst.

Simon

Von irgendeinem Unfall, okay.

Vero

Nicht, wenn es nicht erforderlich ist. Also bisher war es nicht erforderlich, keine Ahnung.

Simon

Und musst du das Gehirn zum Beispiel, musst du das dann auch mal wenden, damit man auch von unten gucken kann?

Vero

Ja, klar. Ich habe auch schon mal ein Gehirn geschnitten.

Simon

Ah, okay. Und der Scanner, was ist das? Also ist das dann so eine kleine Box, wo sich das auf einem kleinen...

Vero

Das ist so eine 360-Grad-Kamera.

Simon

Also, warte, meinst du jetzt, dass es eine Platte ist, die sich dreht und eine Kamera nimmt mehrere Bilder auf?

Vero

Ja.

Simon

Ah, okay. Weil es gibt ja auch so diese Kameradome, wo du irgendwie 24 Kameras hast, die auf einmal...

Vero

Nein, nein, nein, nein, wirklich so ein kleines mobiles Gerät, was du dann halt.

Simon

Okay. Aber das muss ja relativ groß sein. Also wenn ich zum Beispiel mit Oberschenkelknochen habe, der ist ja relativ groß.

Vero

Der ist groß, ja.

Simon

Und dann muss diese Platte auch groß sein. Relativ.

Vero

Boah, bisher haben wir nur kleine Sachen eingescannt. Wenn es zu groß war, boah, guter Point. Ne, bisher.

Simon

Ja, kann man ja in Stücke schneiden.

Vero

Ich glaube, das...

Simon

Ja, ich sollte da vielleicht nicht arbeiten. Was machen sie denn da mit diesem super wertvollen Knochen?

Vero

Ich darf das auch nur mit Anleitung mit einem Arzt, also mit abgesprochenen, das darf man nicht so. Es gibt ja das mit dem Gehirn, was zum Beispiel, was Studenten auch machen könnten dann. Da wurde extra so Material zur Verfügung gestellt, wenn man das so sagen kann.

Simon

Ja, okay, und ihr habt dann also euer Gehirn und euren Knochen und so. Und wofür wird das jetzt nochmal eingescannt? Also nur für, wir wollen ein High-Poly-3D-Modell haben, um dann das später zu veranschaulichen in einem Lehrmaterial?

Vero

Ja, Anwendungsbeispiele oder die Professoren kommen auch manchmal zu uns und sagen, okay, ich möchte, wir möchten das und das und, mit dem Anwendungsbeispiel könnt ihr uns das mal 3D einsetzen, damit ich das für meine Vorlesung benutzen kann. Und dann wird das gemacht.

Simon

Ja, aber warte mal, ich gucke Google jetzt mal auf Turbosquid, das ist diese Webseite, wo man ganz viel 3D-Modelle haben kann. Ich gucke jetzt mal, warte, wo kann ich suchen? Brain.

Vero

Aber das sind ja Anwendungsfälle, verstehst du? Zum Beispiel, wenn jemand kranke Körperteile hat.

Simon

Ja.

Vero

Kranke Knochen oder irgendwas, was Besonderes, dass man das dann benutzt, weil klar, du kannst einfach nur ein Beispiel machst, wie irgendwas aussieht, kannst du auch irgendwelche Grafiken, 3D-Objekte, die aus dem Internet ziehen.

Simon

Genau.

Vero

Aber wenn du spezifische Sachen hast, dann sind so Patienten... Mit dem Anwendungsfall besser. Außerdem wollen die das halt alles dann auch so personalisiert manchmal haben, verstehst du? Denen reicht dann das nicht, wenn man manchmal was aus dem Internet sieht, sondern dass man wirklich dann sagt, okay, das haben wir gemacht, das ist dann so und dann kann uns niemand da anfechten und so.

Simon

Ja, und es klingt natürlich auch besser, vor allem wenn das ja so ein Forschungsprojekt ist, dass man sagt, ja klar, wir haben das alles selbst eingescannt und hier sieht man diesen ganz speziellen Tumor oder so und da wollten wir das zeigen. Okay. Und dann ist dein Job unter anderem dann zum Beispiel dieses Halbpulli eingescannte, du kriegst da eine Point Cloud oder sowas, nehme ich an, oder wie, was kommt da raus für ein Format, wenn du das dann eingescannt hast?

Vero

Boah, das hatte diesen komischen Namen. D irgendwas. Frag mich nicht. Tatsächlich die Komprimierung von dem macht mein Kollege. Also da habe ich länger nichts mit zu tun gehabt.

Simon

Und was kriegst du dann? Oder machst du damit überhaupt noch irgendwas?

Vero

Ich krieg dann STL-Daten oder auch Object-Daten. Und diese Object-Daten werde ich dann im Blender weiterverarbeiten, zum Beispiel Polygon reduzieren und alles ein bisschen remeschen, ein bisschen schicker machen. Manche Stellen, manche Punkte oder Flächen haben dann nicht die beste Textur, dann gehe ich da noch mal drüber, um das anzupassen.

Und dann wird das halt noch mal anhand von Fotos noch ein bisschen angepasst und Shader drauf und dann als GLTF, damit man das auch im Web für manche Anwendungen machen kann. Und ja, sowas halt.

Simon

Ah, okay. Das heißt, du kriegst ein texturiertes Mech, nicht nur Graustufen, sondern es ist halt auch Farbe, alles da?

Vero

Genau, genau.

Simon

Ah, okay. Aber manches ist einfach nicht gut und dann macht noch jemand extra ein extra Foto von demselben Gehirn zum Beispiel und dann kannst du da nochmal nacharbeiten.

Vero

Genau, genau. Also das ist eigentlich immer so, dass man da nochmal nacharbeiten muss, weil der auch sehr viele Polygone dann macht und die Polygone sind meistens so, jo, okay, ist halt wie Dschungel, ne, und da musst du halt auch erstmal aufräumen.

Simon

Ja, und das ist wiederum nötig, damit es zum Beispiel eben in allen Applikationen läuft, weil Performance einfach wichtig ist.

Vero

Genau, damit halt auch keine großen Datenmengen sind, dann muss man halt die Daten halt verkleinern, ohne dass die Qualität flöten geht und dann effizient halt 3D-Modeling machen.

Simon

Ja, und manchmal sind Details da ja sehr wichtig.

Vero

Ja.

Simon

Da ist dann halt irgendwo am Gehirn ein kleines Nupsi und das ist das, worauf es ankommt. Aber das weißt du ja vielleicht nicht, weil du jetzt noch nicht 30 Jahre Gehirn studiert hast. Ja.

Vero

Deswegen lasse ich auch Ärzte darüber gucken. Aber unsere Kameras sind schon sehr gut, dass sie solche Sachen auch aufnehmen.

Simon

Und wahrscheinlich werden die dir vorher auch schon mal sagen, hier, der Nupsi, der ist wichtig, bitte nicht wegmachen.

Vero

Genau, genau. Also wir machen ja vorher auch ein Briefing und ich arbeite da wirklich so zusammen mit Ärzten, dass ich mich auch immer mit denen in ein Meeting setze, dass sie zum Beispiel auch bei uns in eine Abteilung kommen und sagen, hey, guck mal, ich habe bis jetzt das und das, muss daran noch was ausgebaut werden. Also Kommunikation ist natürlich dann auch wichtig mit dem Kunden sozusagen, in dem Falle.

Simon

Ja, das Uniklinikum ist ja relativ groß.

Vero

Ja.

Simon

Wo sitzt ihr denn? Sitzt ihr im Keller, wie das jetzt so ein Stereotyp wäre? Nein, wir sind an der ersten Etage. Aber da kann man ja auch ganz schöne Wege zurücklegen, oder? Wenn du da ans andere Ende vom Klinikum musst, weil da … Ja.

Vero

Das ist halt, das ist sehr groß, ja, da kann man schon, kann man sich schon verlaufen.

Simon

Es hat nichts mit dem Game Development an sich zu tun, aber ich wollte euch dieses Wissen dennoch mal teilen, weil ich es faszinierend finde. Und zwar über die Uniklinik Aachen. Das ist nämlich ganz spannend und zwar ist das nicht nur irgendein Krankenhaus, sondern wenn man das von außen betrachtet, sieht es eher aus wie ein industrieller Komplex und deswegen wird es auch die Gesundheitsfabrik genannt.

Ich kann euch auch mal ein Bild einblenden und ich verlinke euch auch ein Video zu einer Dokumentation über die Uniklinik. Die Besonderheit ist übrigens, dass diese gesamten Luft- und Klimarohre und so was, die sind nicht verkleidet, sondern die sind außen dran. Also normalerweise sieht man das ja nicht, diese ganzen Rohrsysteme, die für die Belüftung des Gebäudes verantwortlich sind.

Das wird ja alles versteckt hinter süßen, schicken Paneelen, aber hier ist das alles außen angebracht und deswegen sieht das aus wie irgendwie so ein, keine Ahnung, so ein Kohlekraftwerk oder so. Und deswegen heißt es Gesundheitsfabrik. Auf jeden Fall ist es dann noch so, dass in dieser Dokumentation wurde erzählt, das ist super spannend, unter diesem Krankenhaus gibt es ein 4km Schienensystem.

Und mit diesem Schienensystem werden ganz viele Sachen transportiert und sie haben dann auch nochmal ein kleines Schienensystem, was dafür benutzt wird, Akten zu verschicken innerhalb des Hauses. Und das ist so lang, dieses Schienensystem, dass es mal passieren kann, dass eine Akte mal 15 Minuten unterwegs ist. Also es ist wirklich Wahnsinn. Das ist wie so ein vollautomatisiertes mechanisches

Postsystem in diesem Krankenhaus. Genau. Und was mir auch noch nicht ganz bewusst war, ich meine, es macht natürlich irgendwie Sinn, aber die haben... Eine Großküche da drin, weil natürlich alle diese ganzen Menschen, die da arbeiten, das sind wirklich sehr, sehr viele und natürlich auch die PatientInnen, die müssen ja irgendwie auch Essen bekommen. Es haben eine riesige Großküche da drin und eine automatisierte Apotheke ist auch noch da.

Und was auch interessant ist, die, man hört ja ab und zu mal, vielleicht habt ihr das schon mal gehört, es gibt so. Katastrophendepots, ja, also, dass einerseits der Staat dafür sorgt, dass irgendwo riesige Kornspeicher sind, sodass, wenn irgendwas Problematisches passiert, irgendein Riesenunglück oder so, dass man dann innerhalb von ein paar Tagen zumindest Brot irgendwie herstellen kann und verschiffen kann an die Menschen. Und genau sowas gibt es auch für Jod-Tabletten zum Beispiel.

Und in diesem Krankenhaus ist ein Depot für Jod-Tabletten. Falls also irgendwas passiert, ein atomnuklearer Unglück, dann könnte man nach Aachen in das Krankenhaus oder die würden von dort diese Tabletten dann verteilen oder sowas. Was übrigens ganz witzig ist, ich stelle mir diese Depots ja irgendwie immer so fancy vor, ja, so Hochsicherheits mit doppelter Tür mit Iris-Scan oder so.

Und klar, die haben auch Sicherheitsvorkehrungen, aber wenn man dieses Lager sieht, ist das halt einfach irgendwie so ein Hinterraum, wo eine riesige Palette steht mit so einem riesigen Pappkotton drauf und da sind dann halt ganz viele Jod-Tabletten drin. Also, es war dann doch etwas ernüchternder, als ich mir das vorgestellt habe. Genau. Sie waschen 10 Tonnen Wäsche am Tag, weil so viel anfällt von Handtüchern und den ganzen Kittel und sowas.

Und sie produzieren sechs Tonnen Müll am Tag. Das ist auch richtig heftig. Und was für uns vielleicht noch ganz interessant ist, so aus der Spiele oder Game Development Richtung, sie haben einen sogenannten Da Vinci Roboter. Das ist ein krasses Teil. Das sieht aus wie so eine Spinne, eine metallene Spinne. Und die kann man zur Operation benutzen.

Und weil normalerweise, wenn man eine Operation macht, und man muss irgendwie, weiß ich nicht, an den Leber ran oder so, da müsste man jetzt irgendwie einen relativ großen Schnitt machen und das dann auf und dann da drin rumschnippeln. Und was die jetzt machen können, ist, die können relativ kleine Löcher einfach so im Bauch zum Beispiel machen, so bupp, bupp, bupp, bupp.

Und dann kommt an diese kleinen Spinnenbeinchen von diesem riesen Metallroboter, kommen einmal an eins eine Kamera und an das andere irgendwie ein kleines Skalpell oder sowas. Und dann können die durch die kleinen Löcher, können die halt in den Körper rein und... Dann gibt es einen Chirurgen und da braucht man eine ganz spezielle Ausbildung für.

Es gibt da wenige Leute, die das Ding überhaupt bedienen können und einer dieser Chirurgen ist eben dort beim Uniklinikum in Aachen und dieses Ding wird sowohl mit Joysticks gesteuert, aber das waren nicht nur zwei, das sind richtig viele, irgendwie pro Finger ein, so sah das zumindest aus.

Und es gibt dann auch nochmal Pedale und das ist, der Chirurg, der guckt da nicht auf den Bildschirm, sondern geht so richtig an zwei Linsen ran, das sieht aus wie so ein VR-Headset sozusagen, also er beugt sich dann in dieses Ding rein, der setzt sich ein Headset auf, aber es sind halt eine Linse pro Auge, damit das eine 3D-Optik hat, damit man sich auch ordentlich orientieren kann und als letzte Information dieses Ding hat auch ein Handzitter Filter,

damit die Geräte alle wunderbar damit man da gut operieren kann und so. Also das fand ich schon super faszinierend, das mal so zu sehen in dieser Dokumentation. Genau, und wenn ihr da Bock habt und auch noch Bilder dazu sehen wollt, dann könnt ihr dieses Video angucken. Fand ich sehr, sehr faszinierend und vielleicht hat es euch auch interessiert, mal diesen kleinen Nebenexkurs zu hören. So, aber jetzt geht es weiter.

Gibt es dann extra Meetingräume dort oder wird sich da einfach ins Büro gesetzt?

Vero

Nein, kommen wir bei unserer Abteilung. Wir haben in unserer Abteilung einen Meetingtisch, aber meistens nehme ich einfach einen Stuhl und setze den neben meinem PC und dann können die sich da hinsetzen.

Simon

Ah, okay.

Vero

Ja, oder ich gehe zu denen in eine Abteilung und dann sitze ich an deren Schreibtisch, wenn er aufgeräumt ist.

Simon

Und sind die, also ich stelle mir das gerade so vor, dass die nicht so viel Ahnung von Games und Game Technology haben, Game Development und alles. Ist es schwer dann mit denen zu kommunizieren? So wenn du sagst, ja, also wir können nicht so viele Polygone, was ist denn ein Polygon?

Vero

Nein, also du musst natürlich dann auch schauen, wie du mit den Kunden in dem Falle, wie du mit dem Arzt sprichst, damit er alles versteht. Deswegen musst du halt schauen, wie du jemandem was erklären kannst, der gar nicht vom Fach ist. Das ist ja auch super wichtig. Das gehört zum Briefen ja dazu. Dann sage ich, hey, das 3D-Objekt muss eine kleinere Datenmenge besitzen. Sonst kann es sein, wenn wir das später da anzeigen am Monitor, dass das ruckelt.

Oder dass der das erst gar nicht da reinladen kann, weil es so größer ist. Und dann mache ich meistens ein Beispiel mit, man kann ja auch keine Anhänge per Mail schicken, die größer als 20 Mbit sind. Und ich denke mal, wenn du Arzt bist, dann solltest du ein bisschen Ahnung haben, was Mbit ist und so. Das sind so Standardsachen. Du guckst, wo ist die Zielgruppe. Da sind ja keine Leute, die da jetzt keine Ahnung. Und wenn ich das eigentlich erkläre, dann wissen die auch, warum.

Meistens fragen die da nicht nach. Die machen dann einfach nur sagen, mach das dann und dann, dass das funktioniert und dann ist gut.

Simon

Okay. Und wenn du dann, du hast gesagt, ihr habt auch Filmaufnahmen von Operationen. Und da machst du dann auch mancherweise nicht ein paar Organe modellieren oder sowas, nehme ich jetzt an.

Vero

Na, nicht immer. Manche Professoren wollen einfach, dass wir mitfilmen. Wir sind ja ein großes Team. Andere kümmern sich um Videoschnitt, dann noch andere Grafik-Sachen. Dann haben wir auch, dann kümmern sich auch Kollegen darum, Professoren zu schulen, wie sie besser Vorlesungen gestalten und Vorlesungsfolien machen, wo wir den Professoren beibringen, wie zum Beispiel Filmen oder Gestalten.

Also wo wir denen schon so ein bisschen Medienkompetenz beibringen, damit sie ihre Vorlesungen besser gestalten. Wir schauen natürlich auch, dass die auf den neuesten Stand kommen. Jeder hat eigene Forschungsprojekte oder Förderungsprojekte, an denen er arbeitet und dann haben wir noch innerhalb im Haus Grafikleistungen, die wir anbieten, wo die Professoren jederzeit zu uns kommen können und fragen können, okay, das und das brauchen wir oder so. Wenn das jetzt nicht unseren Rahmen sprengt.

Aber zwischendurch können wir das auch machen.

Simon

Gibt es auch Bestrebungen, die Vorlesungen zu gamifizieren, so, Weiß ich nicht, gibt es halt Achievements, Dailies, die man machen kann und sowas.

Vero

Ach so, Dailies, ah, na, das sind noch nicht so weit.

Simon

Also einfach ein bisschen mehr Spaß, weil du hattest ja gesagt, dass die Vorlesungen teilweise so ein bisschen trocken sind und dass der RoboTable jetzt auch eine Herausforderung stellt, weil nämlich diese trockenen Vorlesungen jetzt auf moderne Technologie umgemünzt werden müssen. Das klingt so wie, als gäbe es da auch Potenzial, ein bisschen mehr Fluffiness in die eigentlichen ...

Vero

Auf jeden Fall, da gibt es auf jeden Fall noch Potenzial.

Simon

Dann, wir müssen langsam zum Schluss kommen. Als letzte Frage würde ich aber gerne noch ganz kurz deine Zukunftspläne ... Also wir haben ja jetzt schon gehört, du bist offen für neue Jobangebote und so, ne? Aber ich würde gerne noch wissen, was können wir von Shiba Moments erwarten? Gibt es da Pläne? Würdest du zum Beispiel, wenn du jetzt ... Also zum Beispiel, planst du vielleicht so Game-Development-Streams zu machen, wo du Chiba-Moments entwickelst?

Oder wenn diese Bewerbungsphase jetzt noch ein bisschen dauert, dann würdest du das nebenbei entwickeln. Was sind die Pläne für Chiba-Moments? Das haben wir uns jetzt alle schon die ganze Zeit gefragt.

Vero

Das ist eine gute Frage. Ich würde, glaube ich, wenn das Jahr rum ist und ich noch keinen Job gefunden habe, würde ich, glaube ich, irgendeinen Job annehmen, um überhaupt einen Job zu haben. Weil ich würde nicht in die Arbeitslosigkeit gehen wollen. Schon alleine aus dem Grund, weil ich und mein Freund als Ziel später haben, ein Haus zu bauen. Und wenn ich einmal in die Arbeitslosigkeit komme, ist ein Kredit für ein Haus echt nicht so gut.

Ja, ich würde mir natürlich wünschen, nächstes Jahr an Schieber Moments weiterzuarbeiten. Das Problem an der Sache ist, alleine ist es schwierig. Und der Kumpel, mit dem ich das angefangen hatte, der hat halt keine Zeit mehr dafür. und ich bräuchte halt wirklich jemanden, der das mit mir zusammen entwickelt, der vor allem halt auch Programmierung ein bisschen spezieller gerichtet ist als ich.

Und da muss ich halt auch erstmal jemanden finden, der A, Zeit hat B, wir haben halt, wir verdienen kein Geld damit. Das heißt, wir müssen ein eingespieltes Team, noch nicht, wir müssen ein eingespieltes Team sein und wir müssen das erstmal auf No-Budget-Basis machen. Und da jemanden zu finden, aktuell habe ich da niemanden. und ist auch die nächste Frage, ob sich jemand findet, der Lust hat, Shiba Moments zu gestalten. Aber ja, ich hätte Bock auf Game Dev Streams.

Ich hoffe, dass im kommenden Jahr ich das vielleicht einrichten kann.

Simon

Also der erste Schritt könnte ja sein, dass wenn du dein Portfolio öffentlich machst, dass du auch dort das von Shiba Moments zeigst, was du bisher schon hast. Ja, das kann ich machen. Eine Sache habe ich so ein bisschen gelernt, ist, dass es gibt auch auf Reddit zum Beispiel dieses I Need a Team. Ding, also wo man Teams suchen kann für Game-Dev-Projekte und was immer gerne gesehen ist, ist wenn schon was vom Spiel da ist, weil viele Leute haben Träume und Ideen.

Vero

30 Minuten Spielzeit ist schon da.

Simon

Das ist ja der Hammer.

Vero

Mit bester Grafik, Animation und Gameplay, alles.

Simon

Ich bin sicher, da wirst du eher zu kämpfen haben mit, dass zu viele Leute mitmachen wollen. Echt?

Vero

Okay, dann musst du mir mal diese Seite schicken, dann bereite ich da mal was vor, weil ich hab auch schon Trailer. Ich hab ich habe das auch schon auf Messen ausstellen können, auf zwei.

Simon

Also da bin ich ja immer gespannt, das zu sehen. Also sobald du da was öffentlich dazu bieten hast, kannst du dich abmelden. Soll ich dir das mal zeigen? Ja, verlinke ich auch gerne den Shownotes vom Podcast.

Vero

Ach, voll cool. Ja, dann werde ich demnächst mal was raussuchen und dann quatschen wir nochmal.

Simon

Ja, gerne.

Vero

Das wäre doch cool, ja.

Simon

Cool. Okay, ja du, dann danke dir für deine Zeit und für diese super interessanten Einblicke in mal einen ganz anderen Bereich, wo Gamedev auch ein bisschen eingesetzt werden kann. Ja, ich glaube. Super, okay. Dann wünsche ich dir noch viel Erfolg und auch, dass du bald, bald einen Job hast und wenn nicht, dass wir Chiba-Moment sehen und dann rollt der Rubel, wenn das Ding fertig ist. Ja, genau. Tschüssi.

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