74 - Ivettes Jobwechsel: Von Tech Art zur Producerin - podcast episode cover

74 - Ivettes Jobwechsel: Von Tech Art zur Producerin

Dec 04, 20232 hr 36 minEp. 74
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Episode description

Ivi wollte eigentlich nie vor dem Computer "enden", aber die Wege der Spieleentwicklung sind unergründlich und so arbeitete sie erst als Tech Artist und wechselte dann vor kurzem ins Producing. Solche Wechsel in einen komplett anderen Bereich sieht man nicht alle Tage und deshalb wollte ich unbedingt mit ihr darüber reden. Es geht also um Tech Art und Producing, aber auch um Traktoren, Eichhörnchen und wie Game Development der Forschung helfen kann.

Transcript

Simon

Hallo, hallo, hallo. Ja, ich bin es mal wieder mit einer kleinen Voransprache und diesmal gibt es zwei Sachen zu besprechen. Die eine Sache ist natürlich, wie lange hat eigentlich die Produktion gekostet? Und da muss ich jetzt selbst mal gucken. Es sind ungefähr sieben Stunden, 40 Minuten. Also ja, grob, grob, grob acht Stunden ungefähr. Das war also die Produktion dieser Folge. Und wenn ihr das gut findet, könnt ihr gerne bei uns beim Patreon vorbeikommen und da ein bisschen Knete

da lassen. Das wäre natürlich super, aber ansonsten sind natürlich andere Optionen der Unterstützung auch da. Zum Beispiel weiter empfehlen, gute Bewertung geben. Ja, das war es glaube ich. Und auf Twitter Mastodon & Bluesguy retweeten. Das wäre super. Aber was ich jetzt eigentlich sagen wollte ist, ich arbeite ja in einem kleinen Spiel. Das habe ich in der letzten Folge auch schon mal erwähnt. Und in der jetzigen ist es so, dass die Steam-Page jetzt online ist.

Man kann das nicht kaufen, aber man kann es wichtig listen. Das Spiel heisst Cozy Space Survivors und ich fände es super super toll, wäre ganz dankbar, wenn ihr auf die Steam-Page gehen könntet und da eine Wichtlist da lasst.

Denn so richtig viele sind es noch nicht, also gerade sind es 179 insgesamt und das ist nicht sonderlich viel, ich glaube manche Leute sagen man muss 10.000 oder 15.000 sammeln um, bevor man irgendwie das loslegt, damit dann möglichst viele Leute an Tag 1 das sich klicken und kaufen und das dann in die Charts gespült wird.

Und auch wenn ich nicht glaube, dass ich jetzt so viel Traction da rein kriegen kann, dass wir das Corsi's Space Survivors in den Top 10 sehen, wäre es ja trotzdem nett, wenn noch ein paar mehr Wich-Lists dazu kommen. Und für alle, die das jetzt nichts damit anfangen können. Das ist ein.

Vampire Survivors Spiel. Das ist ein Spiel, 2D, top-down, ein bisschen wie ein Diablo oder so und das Besondere ist, dass das Angreifen komplett automatisch funktioniert und man muss die Figur nur steuern und das finde ich sehr schön. Und auf dem Bildschirm sind sehr sehr viele Gegner und Monster, die man hauen muss. Und man muss sich also durch die Durchmanövrierung und kann sich voll und ganz auf die Positionierung.

Fokussieren und der Spaß entsteht daraus, dass es so viele Monster auf diesem Bildschirm gibt, dass es einfach total befriedigend ist, die alle nacheinander zu vermöbeln. Und dann gibt es Levelaufstiege und dann kann man sagen, oh jetzt will ich die noch schneller vermöbeln oder mein Radius zum Vermöbeln erweitern und so weiter und so weiter. Und das ist das Originalspiel und ich mache ein Spiel, was davon adaptiert ist und wie man das schon hören kann, Cozy Space ist ein Space Game.

Es ist ein Space Game, Man fliegt also mit einem kleinen Raumschiff rum und alle sieht ein bisschen niedlich aus und ist ganz cute, daher kommt das Cozy. Und was mein Spiel auch noch ein bisschen unterscheidet, bei mir gibt es nicht so viele Gegner und böse Raumschiffe, aber es gibt dafür kleine Quests. Und dann gibt es Margot zum Beispiel und die hat einen kleinen Planeten, aber um den kleinen Planeten sind böse guckende Minen.

Und wenn man die aber wegschießt, dann freut sich Margot, fliegt zu ihrem kleinen Planeten und sagt dann Sachen wie, ich mag mein Häuschen, denn auf dem Planeten ist noch ein kleines Häuschen drauf. Genau.

Und ja, also damit ist mein Spiel angereichert und ich würde mich sehr freuen, wenn ihr das mal anschaut und wie gesagt auf Steam gerne eine Wichtliste da lasst, aber ihr könnt das Spiel übrigens jetzt auch direkt schon spielen, wenn ihr nämlich den Link, den gibt's den Show Notes könnt ihr direkt besuchen. Wenn es zu itch.io folgt, dann könnt ihr das dort einfach zocken. Direkt im Browser, ohne Installation.

Also total unkompliziert. Und wenn es euch gefällt, lasst gerne einen Kommentar da oder schreibt was im Discord oder so. Und ihr könnt es auch sehr gerne, wenn ihr wollt, weiterempfehlen, weil es wäre super cool, wenn das irgendwie noch mehr Leute sehen.

Derzeit ist es so, dass eigentlich die meisten Leute, die es spielen, finden es cool, wenn sie spielen haben sehr positives feedback aber es spiel nicht so viele es wäre einfach schön wenn das noch ein bisschen noch ein bisschen rum gereicht wird da würde ich mich sehr freuen so und jetzt geht es aber mal los mit der folge so hallo und hallo hallo hallo hallo zum game Podcast, Podcast, Podcast. Ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll und hab dann einfach mal alles drei

wiederholt. Egal, auf jeden Fall heute zu Gast, Ivette. Hallo.

Ivette

Hallo.

Simon

Ich hab gar nicht gefragt, es tut mir leid, weil dein Nickname ist ja Ivi, ne? Und jetzt hab ich Ivette gesagt, aber ich bin mir gar nicht sicher, ob es vielleicht auch Ivette einfach nur heißt.

Ivette

Es ist Ivette.

Simon

Ah, okay, okay, okay.

Ivette

Es ist Ivette und ja, Ivi als Abkürzung.

Simon

Okay, super. Ja, schön, dass du da bist. Freut mich.

Ivette

Ja, freut mich auch.

Simon

Wir kennen uns ja seit kurzem digital über Blue Sky, ja.

Ivette

Ganz wild.

Simon

Da hattest du nämlich gefragt, ob's irgendwie andere Developer gibt.

Ivette

Ja.

Simon

Und dann hat irgendwer gesagt, ja, hier, und dann hab ich dich gesehen, dann hab ich eine Website gesehen. Und das fand ich super, du hast nämlich eine Webseite.

Ivette

Yes.

Simon

Eine richtige Webseite, nicht irgendwie so ein Linktree oder so, sondern so eine richtige Webseite. Und da war so viele Sachen drauf zu sehen. Und dann hab ich auch noch gesehen, dass du Tech-Art machst, also da geht mein Herz natürlich sofort auf. Aber gewechselt hast jetzt ins Producing, und das fand ich ja mal hochinteressant, da hab ich gedacht, die Evie, die würde ich doch gern mal hier ausfragen.

Ivette

Ja, deswegen bin ich hier, ja.

Simon

Ja, das hat mich auch sehr gefreut, dass du ja gesagt hast, genau. Ich hab's jetzt schon vorweggenommen, so ein bisschen, du bist, oder Extech sozusagen, Extech-Artist, oder, ja, weiß nicht, können wir gleich dazu kommen, dass du das noch so ein bisschen nebenbei machst, aber jetzt halt Producing. Ich habe übrigens mal gegoogelt und du hast anscheinend auch noch, machst du bei der Lohnsteuerhilfe e.V. mit in Wilkertshofen?

Ivette

Das ist irgendjemand anders.

Simon

Da kriegst du dich auch eine Wetsch mit.

Ivette

Das ist eine Doppelung.

Simon

Das ist nicht du, okay.

Ivette

Nee, das bin ich nicht. Nee, mit Lohnsteuern will ich nichts am Hut haben.

Simon

Aber ich glaube, ich habe was anderes Interessantes gefunden und da ist es die Frage, und das klärt sich jetzt, ob du nebenberuflich vielleicht sogar Weißsagerin bist, ja?

Ivette

Nee, Weißsagerin bin ich nicht.

Simon

Pass auf, warte, warte, warte.

Ivette

Okay, okay, okay, ich bin gespannt.

Simon

Und zwar, das passt nämlich sehr schön, wir haben ja 2023. Und in 2013 hast du eine Frage beantwortet. Und zwar die Frage, was in zehn Jahren wohl sein wird. Und zwar auf Ask.fm. Also ich hoffe, das bist du.

Ivette

Okay, jetzt bin ich gespannt, was du da gefunden hast. Ja, das bin ich auf jeden Fall. Also, der Link ist richtig.

Simon

Genau, wo siehst du dich selbst in zehn Jahren? Das finde ich ja mal herrlich, so was. Da steht also da, wahrscheinlich habe ich da eine Arbeit gefunden. Check. Bin verheiratet und ja, das wäre schön, sagst du. Und dann? Aber so wie das Leben halt so ist, ende ich wahrscheinlich in einem dunklen Keller und verrotte dort.

Ivette

Ah ja, das klingt nach mir.

Simon

Und dann Sternchen, Rumemo, Sternchen. Was heißt Rumemo?

Ivette

Ich hab keine Ahnung.

Simon

Ja? U-M-E? Ist das sowas wie, also Ruffle ist ja irgendwie Rolling, Rolling on the Floor, Laughing oder so?

Ivette

Ich kann's dir wirklich nicht verraten.

Simon

Warte mal, ich, Rumemo, ich google das jetzt mal. Okay, da gibt's nix. Das hast du dir ausgedacht?

Ivette

Äh, könnte sein.

Simon

Naja, und auf jeden Fall dachte ich mir so, weißt du, es gibt ja so dieses Klischee, dass so Computerleute so im Keller sitzen und so. Und ich meine, du bist ja jetzt Tech-Artist gewesen zumindest, und Keller, und das passt. Also, ich finde, du hast es gut vorausgesagt.

Ivette

Ja, also eigentlich sitze ich gerade in einem Dachboden. Der klingt immer gut. Und ich verrotte auch nicht, was ich umso besser finde. Ja, aber ja, ich habe zumindest eine Arbeit gefunden, in dem Part habe ich geschaut.

Simon

Ja, und eins ist sicher, ich werde zu dem Zeitpunkt sicher glücklich sein. Smiley steht auch noch da.

Ivette

Ja. So, also… Das ist schön.

Simon

Klingt ganz gut, oder?

Ivette

Ja.

Simon

Hat ja nichts mit Gamedev zu tun, aber was ich interessant fand war… Ja, zu der Zeit hätte ich auch nie erwartet, dass ich Gamedev mache. Echt? Was war denn dein Plan? Okay, da warst du 16, ne?

Ivette

Ja, aber mit 16 hatte ich gar keinen Plan. Ich war so, irgendwas, nur nicht vor dem PC sitzen.

Simon

Aha, echt?

Ivette

Das war das Motto, ja.

Simon

Ach, das ist ja interessant.

Ivette

Komplett schief gelaufen.

Simon

Ja, krass. Okay, dann war das mit der Beisage vielleicht doch nicht so. Aber was, also ich meine, man hat ja manchmal so einen ganz groben Richtung, wohin man vielleicht, also was Soziales oder was finanzmäßiges oder was hier, wer heißt es, juristisches oder so. Gab's da irgendwas bei dir? Irgendwie?

Ivette

Ich bin, also ich war, also das erste, was ich jemals werden wollte, war eine Hexe. Danach wurden die Träume ein bisschen realistischer. Erst war es so Lehrer, weil man das halt so gesehen hat, so in der Schule und so. Dann irgendwann mal wurde es zu irgendwas so mit Neuro Sachen. Also irgendwie so generell, so Psychologie, Hirn, Sachen, das hat mich immer interessiert. Hab dann eine Beratung gehabt von der, hier vom Arbeitsamt, da kam die Pons in die Schule.

Da hab ich dir das mitgeteilt und war so, hey, was kann ich denn irgendwie studieren, um das irgendwie, mich mit dem Hirn zu beschäftigen? Der meinte, ja, dann musst du aber Biologie studieren. Und ich war so, okay, aber wenn ich Biologie studiere, muss ich ja zitieren. Und er war so, ja, musst du auf jeden Fall. Und dann war ich so, okay, ich will niemanden zitieren, deswegen mich nicht damit beschäftigen. Also die Frau, äh, Jan, äh, hat mich in die falsche Fährte gelockt.

Dann war ich so, okay, vielleicht Modedesign, ähm, weil sowas spannend ist, so, Klamotten, immer schön, ähm, und dann bin ich aber irgendwie auf den Trichter gekommen, vor allem so auch in dem, so, als ich 16 war, so um den Dreh, ich will alle Sprachen lernen, ähm, und war dann so, okay, äh, vielleicht geh ich in diese Sprachrichtung, ähm, und hab tatsächlich, tatsächlich auch in die Richtung, hab ich mir erstmal hier in München tatsächlich, ähm, einen Phänogristikstudiengang angeschaut,

so einem Tag auf einer Tür. Und an dem Tag habe ich tatsächlich auch dann Computerlinguistik kennengelernt, weil ich quasi noch auf diesen Phänogristik-Vortrag gewartet habe, habe ich mich einfach in einen anderen reingesetzt und bin so über Computerlinguistik gestolpert. Und dann ist mir aber aufgefallen, wie teuer München ist und habe beschlossen, nicht nach München zu gehen, aber habe gedacht, Computerlinguistik ist cool.

Ich habe kein Wort verstanden, was dieser Mann da vorne mir erzählt hat. Grammatik verstehe ich nicht. Linguistik, was zur Hölle ist das? Programmieren kann ich nicht. Studieren wir das. Und hab geschaut, um was für Städten es noch gibt. Und ja, so ist das alles.

Simon

Genau, und dann warst du in Bayreuth.

Ivette

Nee, da war ich erst in Erlangen tatsächlich. Also da gab es eben diesen Bachelorstudiengang, Computerlinguistik, beziehungsweise der hieß noch zu dem Zeitpunkt linguistische Informatik. Und den konnte man als so halben Bachelor studieren, musste immer so ein zweites Fach dazu studieren, irgendein linguistisches Fach, wo ich dann Orientalistik mitstudiert habe. Weil die in Erlangen kein Phänogristik hat.

Simon

Ich hab viele Fragen. Erstens, noch mal zu der Hexe zurück. Weil, also, als ich klein war, wollte ich nämlich Zauberer werden.

Ivette

Nice.

Simon

Weil, also, ich meine aber richtig zaubern.

Ivette

Ja, ja. Natürlich.

Simon

War das bei dir auch so, dass du halt wirklich fliegen können wolltest?

Ivette

Ich wollte so Tränke brauen können. Und die Zukunft vorhersagen. Also, das ist meine Wahrheit. Und Gedanken lesen wäre auch cool gewesen, weißt du, diese so Power-Moves.

Simon

Aber das passt dir eigentlich, weil wenn du so in Psychologie gehst, das geht dir auch so ein bisschen darum, zu analysieren, wie Menschen sich verhalten, wie sie sich bewegen, was dann innerlich so ein bisschen da … Ja, also ich habe mich vor allem als Tech-Artist sehr wie so ein Magier, gefühlt, so wenn es so eine Effekt ist oder wie du Effekte herzauberst. Stimmt.

Ivette

Da kam ich am closesten zu dem, was ich mir gewünscht habe, zu aus nichts irgendetwas erschaffen. Das ist hervorragend.

Simon

Ja, und ich meine, wir beschäftigen uns bei Spielen ja auch immer viel mit so, also vielleicht nicht so direkt als Tech-Artist, aber allgemein schon damit, mit der menschlichen Psyche, also Belohnungssysteme sind ja ein klassisches Ding.

Ivette

Ja, cool.

Simon

Genau, und dann, das habe ich mir nämlich auch aufgeschrieben, was ist denn linguistische Informatik?

Ivette

Okay, also linguistische Informatik ist alles, was irgendwie so mit Informatik zu tun hat, was so Natural Language Processing zu tun hat. Also was man irgendwie, so wenn man irgendwie menschliche Sprache verarbeitet und irgendwie Computermodelle erstellt, um irgendwie Sprache zu verstehen, zu produzieren und zu lernen. Und man macht halt irgendwie so eine Mischung aus Sprachwissenschaft und Kognitionswissenschaft und irgendwie Mathe.

Also man wirft irgendwie die formale Logik und Statistik rein, mischt einmal gut durch. Und dann baut man Machine Translator, Chatbots, so Chat-GPT. Darauf baut Chat-GPT quasi auf, auf diesen ganzen Grundlagen, die man bei der Computerlinguistik irgendwie so lernt. Ja, genau. Also irgendwie so, dass man dem PC Grammatiken beibringt.

Sentiment Analysis, also dass du durch Tweets gehst und dann bestimmen kannst, wie die Leute zu einem Thema stehen, also ob sie ein Thema traurig macht oder ob sie ein Thema wütend macht, solche Sachen.

Simon

Wie, warte, wen macht das was wütend?

Ivette

Also, man kann quasi mit den Techniken von der Linguistischen Informatik Sentiment Analysis machen, wo du quasi Tweets analysieren könntest zum Beispiel und sagen könntest, du schaust nach einem Hashtag, keine Ahnung, Trump, und dann kannst du schauen, sind die Leute eher positiv gestimmt oder sind sie eher wütend oder eher traurig, wenn sie dieses Wort benutzen quasi.

Simon

Und hast du irgendwie ein Gefühl dafür, ob das Ding auch Sarkasmus erkennen konnte? Also, wenn ich so was schreibe wie ... Also ich finde regen toll.

Ivette

Es hätte ich erkannt.

Simon

Clown Smiley.

Ivette

Also zu der Zeit als ich das studiert habe, war das definitiv noch nicht, also da war es auch Chachapiti so etwas, was irgendwie noch in absolutem Horizont war, wo man gedacht hat, ja es wäre cool, wenn wir sowas schaffen würden wie Chachapiti, ja aber da war man einfach 2015, 16 noch nicht.

Simon

Achso. Und du hast dann auch gesagt, du hast da programmiert. Und war das dann irgendeine Spezialsprache oder irgendwelche Spezial-APIs?

Ivette

Hauptsächlich Python. Einfach halt dadurch, dass man dann auch gut mit R kommunizieren kann und so. Also Mischung aus R und… R ist ja so eine Statistiksprache.

Simon

Was? Hab ich ja nie gehört, warte.

Ivette

Also einfach nur R.

Simon

Was ist da los, Leute?

Ivette

C, J, R… Einfach mal R-Statistik, dann solltest du es finden. R, the project for statistical computing.

Simon

Wie Google, ich gebe jetzt … R und dann Statistik.

Ivette

Krass, das … Dann findest du das.

Simon

Tatsächlich habe ich bei Google jetzt einfach nur R eingegeben.

Ivette

Das hat auch schon gereicht.

Simon

Ja, und dann steht hier R, Doppelpunkt, the R project for statistical computing.

Ivette

Genau.

Simon

Ja, okay. Niemand anderes ist so verrückt und nennt sein Produkt einfach nur ein Buchstabe lang, Weil manche Eingabemasken haben ja auch so dieses Ding, nee, nee, du musst mindestens drei Buchstaben eingeben. Und dann finde, kann man ja nicht suchen nach so ein Wortsachen. Das ist ja interessant, ja. Eher programmierbar, also am nächstes, okay. Erst eine freie Programmierbarkeit für Statistik, Berechnung und Grafiken.

Ivette

Ja.

Simon

Aber, ach so, und die bringt dann, weiß ich nicht, so Befehle mit, die einem so statistische Analysen einfacher machen lassen?

Ivette

Genau, dann kannst du so Fehleranalysen sehr schnell machen oder du kannst auch sehr schnell Visualisierungen machen von Dingen. Dann brauchst du jetzt nicht alles selbst zu coden, sondern kannst halt einfach deren vorprogrammierte Sachen dann nutzen in der Sprache.

Simon

Das ist ja lustig. Und das hast du dann, also du hast dann Python verwendet und dann aber auch R, oder?

Ivette

Genau. Das waren so die zwei großen Sprachen, die wir so benutzt haben. Also wir haben auch ganz am Anfang Studiums mal Java gelernt, weil ich glaub, da muss jeder mal durch, so. Aber sonst, ja, waren das so die zwei Hauptdinge, weil halt viel Statistik einfach gemacht wurde und deswegen.

Simon

Okay. Aber das heißt ja, dass du ja, also, bist du dann auch gut im Balancing vielleicht von Spielen?

Ivette

Ich hasse es, aus tiefstem, aus tiefstem Herzen.

Simon

Aber du wärst ja Präzisin dafür, oder? Weil du kannst ja die Daten dann nehmen und dann mit R dann so analysieren und dann alles so sehen und so, ne?

Ivette

Das stimmt. Ja, tatsächlich ja. Aber ich hatte… also, nee. Darüber dürfen sich gerne die Game Designer und sich der austoben.

Simon

Na gut, aber okay, ist ja interessant. Okay, dann hast du das studiert, genau. Und dann gab es ja dein Bachelor und das war dann Implementation und Content. Nee, warte. Nee, das war Research Assistant, genau. Das hab ich nämlich auch noch aufgeschrieben, was man denn so als Wissenschaftsassistent macht, beziehungsweise Chair of Serious Games. Das fand ich auch interessant.

Ivette

Das war dann im Master, wo ich das gemacht hab.

Simon

Ja.

Ivette

Also, ich hab auch schon im Bachelor als Hilfswissenschaftler gearbeitet. Im Bachelor war ich einfach nur in der Bibliothek tätig, wo ich einfach auf die Bücher aufgepasst hab. Äh, in der ...

Wir hatten so eine coole Bibliothek, du kannst es gar nicht glauben, diese Fakultät für Korpuslinguistik, also die von der linguistischen Informatik, die hatten einfach die obskursten Bücher, also wir hatten so Bücher wie, oh Gott, jetzt stehe ich auf dem Schlauch, wie das hieß, aber halt so wirklich die weirdesten Sprachen, irgendwelche, wie heißt denn das, von Star Trek, diese eine Sprache.

Simon

Äh, hier, Klingonisch.

Ivette

Genau, Klingonisch. Ich bin immer in diese Bücherei reingegangen, das erste Buch, das ich immer angeschaut hab, was ist Klingonisch für ein Buch? Was ist hier los?

Simon

Ich habe grad eine Steam-Page für mein kleines privates Projekt aufgesetzt und hab tatsächlich überlegt, ob man nicht aus Gä-Klingonisch als Translation mit einarbeitet. Und das geht da nicht. Ich hab in dem Dropdown, wo du ganz viele Sprachen auswählen kannst, hab ich Klingonisch nicht gefunden.

Ivette

Das ist sehr enttäuschend.

Simon

Also, ich hätte es tatsächlich irgendwie schon auch erwartet. Weil zumindest wenn die so einen Steam-Sale machen, dann haben die auch immer so coole Grafiken und machen kleine Jokes und coole Sachen. Hätte ich schon erwartet. Ich weiß nicht.

Ivette

Ja. Ja, aber jetzt zu der anderen Hilfsstelle, die ich da hatte, in meinem Master. Tatsächlich wurde ich da eingestellt, um meine Masterarbeit fertigzumachen. Weil ich hab ein bisschen zu viel gemacht für die Masterarbeit. Und ich hab halt so eine Studie gemacht, wo ich so ein VR-Projekt aufgesetzt, hab, bei dem man dann untersucht hat, wie sich Berührung ... Also, in VR Berührung, wie Leute drauf reagieren.

Entweder wenn sie's nur sehen, wenn sie wirklich jemand berührt, oder wenn Ultraschall einen berührt. Und da hab ich halt diese Studie quasi ... Also, einerseits das programmiert, dann halt drüber geschrieben und halt diese Studie durchgeführt. Unsere Studie wurde dann größer, als am Anfang geplant war und auch für so ein Masterprojekt normal wäre, weil die Sophia, die das Ganze betreut hat, das als Paper halt gleich veröffentlichen wollte.

Deswegen haben die gemeint, ja, wir zahlen dir ein bisschen mehr und dafür machst du ein bisschen mehr. Ich hatte es eh vor, da nehme ich halt das Geld auch mit.

Simon

Und was ist rausgekommen?

Ivette

Im Großen und Ganzen ist rausgekommen, dass wenn Leute irgendwie visuell-taktile, Rückmeldungen bekommen, also ob es jetzt Ultraschall ist oder halt echte Berührung durch einen Menschen oder durch irgendeine Feder, hatten wir auch benutzt, verstärkt die Illusion, dass man von diesem virtuellen Körper berührt wird, was irgendwie Sinn macht.

Simon

Ja, ja.

Ivette

Es ist auch rausgekommen, dass generell, wenn ein Mensch dich berührt, die Reaktion bei den Menschen auch am stärksten ist. Also so eine Feder schlägt nicht ganz so aus wie so eine menschliche Berührung. Außerdem konnte man generell so eine höhere Erregung und so einen Rückzugswunsch messen, wenn man von einem Avatar gestreichelt wurde, anstatt von einer Feder. Also, das war auch egal, ob jetzt quasi mit irgendwie wirklicher Berührung oder nicht.

War es irgendwie für die Leute immer komisch, von einem Avatar gestrahlt zu werden, gegensatz zu einer Feder.

Simon

Weil der Avatar künstlich aussah?

Ivette

Wahrscheinlich auch, aber auch generell, weil es halt man nicht erwartet in VR, dass man irgendwie den Menschen spürt. Also, das ist einfach deeply merkwürdig. Ja, also unerwartet vor allem auch.

Simon

Ich kann auch ein paar Bilder einblenden, während der Podcast läuft, weil es gibt da tatsächlich Bilder von der Webseite. Und ja, da sitzt man einer Person gegenüber und auf einem Bild sieht man, wie die Person in meine Hand in Fläche mit den Fingern streicht. Und von mir aus gesehen streckt sich halt auch ein Arm nach vorne. Und bei dem anderen Bild sieht man nur eine Feder, die aber auch im Raum einfach frei schwebt und nicht gehalten wird von irgendwem.

Es gibt da so ein Experiment, wo ... Wie war das? Genau, da wird dein Arm verdeckt. Und dann wird ein Gummiarm hingelegt, sodass dein Gehirn denkt, der Gummiarm ist ... Kennst du das?

Ivette

Ja, this rubber hand experiment.

Simon

Genau, genau. Also, man gaukelt dem Gehirn vor sozusagen, dass der Arm, den das Gehirn sieht, sagen wir mal, der rechte Arm jetzt, dass der zu einem gehört, weil der richtige Arm ist verdeckt. Und dann ... wie war das? Dann berührt den auch irgendwer. Und so langsam spürt das Gehirn die Berührung, obwohl das ja gar nicht geht. Weil es wird ja nur das Gummidingsy gestreichelt.

Und jetzt wäre meine Frage gewesen, habt ihr auch so was getestet, dass man streichelt, die Hand, zehn, zwanzig Mal oder zwanzig Minuten oder so. Und dann zeigt man nur noch das visuelle Bild des Streichelns, aber macht das gar nicht mehr physisch. Und ob dann die Leute, die Probanden oder ProbandInnen trotzdem sagen, ah ja, ja, ja, ich fühle das, ja, ja, ja, ich werde gerade berührt, obwohl das gar nicht physisch stattfindet.

Ivette

Das haben wir tatsächlich nicht getestet, aber das klingt nach einem super spannenden Experiment.

Simon

Ja, ne. Weil das Gehirn, das ist dumm.

Ivette

Ist es wirklich.

Simon

Oder sagen wir optimiert.

Ivette

Es war, ich fand es auch vor allem sehr spannend, irgendwie den Leuten, also weil ich die Experimente hier durchgeführt habe, auch wirklich zu beobachten, wie die Leute, wenn die dann von dieser Feder gestrahlt wurden, teilweise halt ohne Berührung, gemeint haben, es kitzelt ja voll. Und dann so, okay, interesting. Aber genauso auch, wenn einfach nur der Ultraschall kam und ich so, boah, das fühlt sich ja voll ... Also, du schreitest mich jetzt grade, oder?

Und ich bin so, ich darf jetzt nix sagen. Aber nein, ich berühre dich grad gar nicht. Es ist nur dieses Ultraschallding.

Simon

Ja, klar, die haben das ja nicht gesehen. Genau, und das sieht so aus, kann ich auch mal einblenden, das sieht aus wie so ein Overhead-Projector aus der Schule von damals, ne?

Ivette

Das haben wir tatsächlich so umgebaut, Weil eigentlich ist dieses Ultraschallbrett einfach ... liegt es richtig rum da. Da haben wir tatsächlich so mit 3D-Druck und was weiß ich was Sachen zusammengeschraubt, damit es so aussieht wie so ein Overhead-Projektor.

Simon

Okay.

Ivette

Damit man die Hand drunterlegen kann. Sonst hätte man die Hand drüberhalten müssen, dann wäre es voll uncomfortable.

Simon

Ah, so wie wenn man sich die Hände über einem Feuer wärmt oder so.

Ivette

Genau.

Simon

Ah, okay, ja klar. Und so kam das von oben. Okay, krass. Und das Ultraschallding, wer hat das gebaut?

Ivette

Ich weiß gar nicht, wie diese Firma heißt, aber die wurde irgendwie der Uni, also diese Uni hatte sehr viele Boards davon, weil sie quasi von denen irgendwie eine Forschungskooperation hatten.

Simon

Und wie fühlt sich das an, das Ultra? Also ich meine, du kannst es ja am besten beurteilen, du hast ja bestimmt auch mal deine Hand drunter geschüttelt.

Ivette

Ja, ja, sehr oft. Es ist wie so ein leichtes Kitzeln. Also, wie so ein wirklich leichtes Streicheln. Deswegen kam die Idee überhaupt, weil es sich so sehr ähnlich anfühlt. Deswegen war ich so, hey, kann man das vielleicht faken?

Simon

Ach so, okay. Aber man könnte jetzt kein stärkeres Gefühl erzeugen wie so ein etwas stärkeres Streicheln oder ein Kraulen oder so, ne?

Ivette

Nee, nee, also es geht wirklich nur so. Also, ich glaub, man könnte alles Mögliche Windiges simulieren. Also, es hat so ... So wie so ein starker Wind, der aber sehr auf einem Punkt ist, aber das kannst du natürlich auch auf, also man könnte auch das ganze Brett anschalten. Also wir hatten ja nur so quasi punktuell, dass da lang entlang läuft.

Also es wird auch, glaube ich, wenn ich das richtig im Kopf habe, wurden diese Bretter auch benutzt für, die haben so ein Levitate-Projekt, wo die quasi diese Projekte benutzt haben, um so Styroporbälle fliegen zu lassen, die zwei so dieser Bretter gegenübergestellt haben und dann eben durch diese Auf- und Abwände quasi dann fliegende, Bälle hatten, die dann irgendwie Muster gemacht haben.

Simon

Es klingt jetzt aber nicht so, als wäre das, sagen wir mal, bald marktreif, weil ich müsste ja theoretisch drei Wände meiner Wohnung mit so einem riesigen Ultraschallding ausstatten, damit, wenn ich im Raum stehe und mich bewege, das Ding dann ganz gezielt überall an meinem Körper irgendwie Wind.

Ivette

Simulieren könnte oder so ja ja auf jeden fall also das ist eine interessante idee kann man vielleicht für so sehr lokale sachen machen also ich weiß auch dass ein anderer mit studierender von mir, der hat ein seine masterarbeit drüber geschrieben wie man braille damit zeigen kann so dass du quasi die berührung nicht machen muss blindenschrift. Also dafür war es vielleicht spannender als jetzt für so eine VR-Anwendung. Also jetzt so, wie ich das gemacht habe.

Aber dafür sind diese Dinge in der Uni, um quasi zu schauen, okay, was kann man denn eigentlich aus sowas rausholen, aus so einer Technik? Wir haben jetzt diese Technik, kann man irgendwas damit machen.

Simon

Ja, genau. Also Grundlagenforschung halt, ne?

Ivette

Genau.

Simon

Okay, aber was ich jetzt interessant finde, ist, dass das ja doch jetzt etwas weiter weg ist von der linguistischen Informatik, was ja eher so Statistik ist und bzw. Ja, hast du ja gesagt, ne, irgendwie Audioverarbeitung oder Einlesen oder Interpretieren und so.

Ivette

Genau. Das war jetzt auch im Master, also bei Computerspielwissenschaften dann.

Simon

Aber hast, also hast du dann gesagt so, oh, das Linguistikding ist doch nicht so, weiß ich nicht, kein Bock? Und dann hast du gesagt, okay, ich mach jetzt was anderes oder?

Ivette

Jein, ähm, eher, also, es war so, ich, also so sechstes Semester, man, man kommt, man kennt die Phase. Oh nein, was kommt als nächstes? Ich hab keinen Plan.

Simon

Ja.

Ivette

Ähm, ich war auf jeden Fall sicher, dass ich weiter studieren will, weil ich definitiv noch nicht arbeiten wollte. Ich hab zwar ein paar Bewerbungen geschrieben, aber wurde von allen rejected und war so, ja, okay, das will eh nicht, deswegen machen wir Fotos im Studium. Und genau, ich war so, ich will auf jeden Fall weiter ins Machine Learning gehen. Deswegen war ich so, okay, ich schreibe mal alle Unis an, die irgendwie KI machen.

Ich habe alle zu den Städten angeschrieben, die mich halbwegs angesprochen haben, wo ich hinziehen wollte. Und die Uni Bayreuth hat sich dann zurückgemeldet und die haben halt auch KI. Offensichtlich dadurch, dass sie Computerspielwissenschaften machen. Auch wenn es eine ganz andere KI war und mir das erst im Nachhinein gedämmert ist, auf was ich mich da eigentlich eingelassen habe. Obwohl es natürlich von den Grundlagen, also die KI ist das selbe.

Ich habe auf jeden Fall was anderes erwartet, als ich da hingegangen bin, als ich dann bekommen habe. Aber ich hab was definitiv cooleres bekommen, von daher kann ich mich da nicht beschweren.

Simon

Also du meinst, die andere Uni hat für die Linguistik Informatik eine andere KI verwendet?

Ivette

Nee, nee, nee. Also ich meine, als ich mir vorgestellt habe, weiter in die KI-Richtung zu gehen, halt Machine Learning-Richtung, dachte ich, ich bleibe halt in der Computer-Linguistik-Richtung, dass ich weiter in Sprachmodellen arbeite, weiter irgendwie so mit der Statistik, große Corpora was weiß ich was berechnen.

Aber dann in Computerspielwissenschaften war es dann eher so, als es dann um KI ging, dass wir dann Behavior Trees von Avataren durchgenommen haben, also so dass irgendwie Avatar rumlaufen und Dinge tun, solche intelligenten Systeme und nicht so, abstrakte Welten, sondern er kann riechen und sehen. Warte, halt, stopp. Was?

Simon

Riechen und Ach so, da habt ihr dann verschiedene Sensoren eingebaut und dann gibt es irgendwie noch keine Idee, das zu steuern?

Ivette

Nee, nee, also es ging so um virtuelles Sehen und Riechen. Also so, wenn ein Spielcharakter irgendwie Audio wahrnimmt und solche Dinge.

Simon

Ja, ich habe da letztens was gesehen, es gibt jetzt so Chachibity Skyrim-Mods, habe ich gesehen, oder ich weiß nicht, ob das eine Mod ist, aber da geht's halt darum, dass Leute mit ... also reden.

Ivette

Mhm.

Simon

In Skyrim, also ins Mikrofon reden. Und dann versteht der NPC das und antwortet auch. Und dazu müssen die ja quasi auch ein virtuelles Ohr haben, so, ne? Also, um diese Audiosignale einzulegen.

Ivette

Ja, aber das ist schon noch mehr Computerlinguistik. Also, das ist das, was ich da gelernt hab.

Simon

Ja.

Ivette

In die Richtung, also, wenn's irgendwie ... Also, ich hab tatsächlich auch so Sound, dass du es einsprichst und halt irgendwie zu Text machst und so verstehst, was ein Satz ist und so, was das Computerlinguistik ist.

Simon

Und danach kam dann die Erweiterung, dass es auch um zum Beispiel Gerüche geht, also beziehungsweise virtuelle Gerüche, ne?

Ivette

Ja, genau. Also, dass man irgendwie noch sehr viele andere Dinge mit Machine Learning machen kann als nur, ja, was wir da speziell gemacht haben.

Simon

Mehr Sensoren sozusagen, ja.

Ivette

Genau, mehr sind so andere Anwendungsgebiete einfach. Also auch, dass man irgendwie so Pathfinding oder sowas ja auch kann hier, aber das haben wir zum Beispiel gar nicht benutzt gehabt, weil wofür brauchst du jetzt Pathfinding, um einen Satz zu machen? Ja. Eher weniger.

Simon

Außer, du bist in einer Pyramide und die ganzen Wände sind voller Text.

Ivette

Aber das ist ja auch ... Also, das ist ja ...

Simon

Das stimmt. Mhm, aber was ... Also ... Und was war das für ein Projekt, wo der Avatar rumgelaufen ist und verschiedene Sensoren hat?

Ivette

Das war kein Projekt, das war wirklich nur eine Vorlesung. Also, wir hatten da quasi zwei Semester KI-Vorlesung. Wo wir einfach so die KI-Grundlagen gelernt haben, halt für Games.

Simon

Okay, und im Bachelor war das auch, hast du ja schon gesagt, das war halt für Computerspiele, so das ganze Studium.

Ivette

Im Bachelor nicht, nur im Master. Im Bachelor hatte ich noch nix mit Computerspielen am Hut.

Simon

Ja, das Problem ist, ich bin halt nicht diesen normalen Weg durchlaufen mit Master, Bachelor oder so und deswegen habe ich das gerade verwechselt. Ich meinte aber das, was besser ist, also das, was danach kommt. Und hab halt Bachelor gesagt, aber eigentlich… Der Master. Genau.

Ivette

Der Master auf die Master.

Simon

Richtig, richtig, genau. Das war also in der Computer. Und so bist du dann also auch in Games gekommen, ne?

Ivette

Genau.

Simon

Ah, jetzt hab ich's. Weil ich hab mir die ganze Zeit überlegt, okay, warte, du hast ja am Anfang gesagt, du willst gar nichts. Also, als du 16 warst, wolltest du ja nie was mit Computern zu tun haben. Und zehn Jahre später sitzt du nur noch auf dem Computer.

Ivette

Genau. Es war die Pipeline von Sprachwissenschaften zu Games.

Simon

Ja. Ha. Ja, aber das ist ja, was ich ja so gerne mag an Computern, dass man halt so viel damit machen kann, egal für was man sich interessiert. Wenn man sich für Sprache interessiert, kann man sich damit genauso mit einem Computer befassen, wie wenn man Videospiele machen möchte oder Filme schneiden oder Audio oder Musik machen oder whatever.

Ivette

Ja.

Simon

Ah, okay. Hui. Okay, cool. Und ... Also ... Wie fühlt sich's denn jetzt so an? Also, bist du happy irgendwie mit dieser ... mit dem Beruf? Oder, ähm ... Weil ... Das mit der Statistik, da hattest du ja gesagt, oh ja, ist vielleicht doch nicht so genau dein Ding, aber ... Also, ich find's interessant, du warst ja in Technical Art, das macht ja auch Sinn, du hast ja die ganze Zeit programmiert und Pipapo gemacht,

und bist jetzt aber gewechselt. Und ich frage mich so, ist das vielleicht ein Ausdruck, dass du noch nicht ganz deinen Platz gefunden hast irgendwie?

Ivette

Ja, also generell war das eine Erkenntnis, dass ... Ja, also mir war bewusst, dass ich nie als so Artist-Artist Vollzeit arbeiten könnte. Also einfach nur, weil meine Kreativität so in den Schuben kommt und nicht so 24, 7 und irgendwie für irgendjemand machen. Und ich dachte so, ja, wenn ich aber Tag Art mach, dann bin ich ja viel mehr im Coden, da hab ich das Problem gar nicht. doch.

Vor allem dadurch, dass ich im TechGuard, so wenn es halt so eher technische Sachen ging, irgendwie so ein Terrasse-System aufbauen, was weiß ich was, dass irgendwas weglöscht, dann war es nicht so schlimm wie jetzt irgendwie so, hey, wir haben hier drei Effekte. Ich habe so eine ganz grobe Vorstellung, kann es aber nicht genau aussprechen, was mir vorstellbar, mach mal so, dass es dann am Ende so aussieht, wie ich es mir vorstelle.

Und dann bist du so, Ah, das ist sehr uninspirierend." Und dann sitzt du da und so, ja, okay, dann mach ich mal einen Effekt. Hm, ja, das sieht irgendwie nicht so aus, wie ich's mir vorgestellt hab. Dann probieren wir's noch mal, hast du noch ein paar andere Referenzen? Und es macht dann Spaß, aber irgendwie war's dann auch frustrierend. Und dann war ich so, ja, okay. Und man hat, also, per TechGuard hat ja auch oft das Problem,

dass sehr viele Probleme halt so ... Also, meistens löst man halt die Probleme, auf die die Coder keinen Bock haben. Und die Art ist halt zu kompliziert sind. Und dann sitzt man da und ist so, okay, dieses ganz einfache Problem, es kann nicht so schwer sein. Und dann googelst du mal und niemand hat irgendeine Antwort auf deine Frage. Nur drei andere Leute, die auch schon dieselbe Frage gestellt haben. Und einer, der schreibt, ja, scheiße. Und dann bist du so, hm.

Simon

Okay, ja, ja.

Ivette

Okay, dann probiere ich es selber zu lösen. Und dann sitzt du da und hämmerst dahin und versuchst irgendwie, das Problem zu lösen. Und am Ende hast du dann eine kleine Sache geschafft und jemand sagt dann, ja, aber geil sieht das nicht aus. Ach komm schon Leute. Das war ein unlösbares Problem, ich hab's gelöst. Das ist der Dank dafür.

Simon

Ja, aber ich finde, also ich will es dieser Person dann nicht unterstellen, aber ich finde, man merkt so den Grad an Erfahrung. An dass man so eine kommentare eben nicht bringt weil man weiß dass das problem schwierig zu lösen ist oder dass es schwierig zu lernen ist oder so also ja also ist auch nicht so als würden die leute hätten das die leute gesagt aber weißt du, Die mangelnden Enthusiasmus ist halt trotzdem zu merken.

Nee, aber also, weil das ... Also, das Problem gibt's ja teilweise wirklich, ne? Dass irgendwie, keine Ahnung, dass irgendwie Leute sagen, ja, guck mal, das kann ich ja auch malen oder so. Mach ich die in fünf Minuten? Ja, das ist doch nicht so schwer, da musst du doch hier nur eine Zahl eingeben und das ist fertigprogrammiert. Das typische Ding, mach doch mal Multiplayer in dem Spiel.

Ivette

Einfach nur den Haken setzen.

Simon

Ja, oder es gibt halt so ein Unity-Tutorial mit so einer Multiplayer-Demo, das 30 Minuten geht, und da denken die Leute, ja, okay, ein gesamtes Multiplayer-Spiel, auf Seton dauert offensichtlich 30 Minuten. Und daran merkt man halt, dass Leute nicht ganz so viel Erfahrung haben, und das gibt's halt auch in der Branche.

Ivette

Das stimmt, vor allem im Tech-Art-Bereich. Das ist halt so ein abstruses Feld, weil sich da halt viele gar nicht reintrauen.

Simon

Aber, das hab ich noch gar nicht gefragt, wie bist du denn jetzt eigentlich da konkret dann da gelandet?

Ivette

Also wahrscheinlich hast du dann bewerbung geschrieben einfach und dann genau also terabytes wo ich jetzt ja genau seitdem ich mit der uni fertig bin noch arbeite tatsächlich hatte es so ein praktikumsplatz. Und die waren so gnädig mir diese chance zu geben obwohl ich halt ja also ich habe zwar eine uni prägte gemacht, auch mit coolen Leuten und dadurch sind die Projekte recht cool geworden.

Aber es war jetzt, also wenn ich das mir jetzt im Nachhinein anschaue, ich hätte mich selber nicht eingestellt. Also ich muss echt den, also bin ich echt dankbar, dass mir die Chance gegeben haben, da zu lernen. Und dann haben sie mich halt voll eingestellt und genau. Also so bin ich dann da reingekommen. Ich hab tatsächlich auch schon in dem ersten Batch, wo ich mich beworben hab, mich tatsächlich auch als Producer beworben. Also das kam dann nicht ganz aus dem Nichts.

Simon

Das ist aber auch interessant. Aber hast du dann schon Erfahrung in diesem organisatorischen Bereich gemacht dann im Studium?

Ivette

Gar nicht.

Simon

Hä? Okay, aber woher wusstest du dann, dass du das werden möchtest?

Ivette

Weil ich generell wusste, dass ich weder Komplettartist werden wollte, noch Komplettcoder werden wollte.

Simon

Ja.

Ivette

Und auf jeden Fall kein Game-Designer werden wollen.

Simon

Aber dann ist der Tech-Art perfekt.

Ivette

Genau, haben wir auch gedacht. Tech-Art muss perfekt sein. Wir haben gedacht, so Producing, generell so Management, ich glaub, das ist auch sehr gut. Dann hast du auch viel mit den Leuten, also mit den ganzen Sachen zu tun. Aber musst halt nicht konkret diese spezifischen Dinge tun. Aber es war sehr gut, dieser Tech-Art zu Producing-Pipeline, anstatt direkt ins Producing reinzugehen.

Also, da ist so die ganze Erfahrung aus. was aus diesen zwei Jahren, die ich da TechArt gemacht hab, ist schon jetzt sehr hilfreich, weil ich sowohl wirklich Insight ins Coden hab als auch wirklich in die Art, was, ja, sehr, sehr wertvoll ist.

Simon

Ja, glaub ich, weil du kennst ja sozusagen das Vokabular von beiden Bereichen jetzt, ne?

Ivette

Genau.

Simon

Und du bist nämlich genau dann jemand mit genug Erfahrung, um einschätzen zu können, ja, es geht halt nicht so einfach. Und du kannst halt dann nicht irgendwie zum Artist-Single sagen, Ja, warum brauchst du das für zwei Tage? Das geht auch um einen halben Tag oder so. Weil du eben … oder halt in der Programmierung weißt eben, dass es manchmal Probleme … oder dass Tasks zum Beispiel auch gerne mal länger dauern als gedacht, weil es sich eben als komplexer herausstellt oder so, ne?

Ivette

Genau.

Simon

Ich hatte auch einen supercoolen Producer während der Sacred-Zeit und bei der Egoist-Zeit. Und das war halt auch ein sehr erfahrener Mensch. Und das ist schon echt was wert, wenn man so eine Leute in der Organisation hat. Weil dann gibt's auch nicht so oft Crunch-Time oder so, ne? Weil weil sie das einfach besser einschätzen können alles. Okay, das ist sehr spannend. Ähm, aber ... Genau, also dann bist du ... Okay, du hast dich einfach beworben.

Aber das fand ich übrigens ... Ich hab mir auch mal überlegt, warum haben die mich eigentlich damals eingestellt? Ich hätte mich nicht eingestellt. Aber vielleicht unterschätzt man sich dann auch immer so ein bisschen.

Ivette

Wirklich.

Simon

Mhm. Und ich find bei dir zumal interessant, das war ja auch so für mich der Grund zu sagen, hey, krass, die ist ja super spannend, und würde hier gern mal mit ihr reden. Weil du ja ... Also, auf deiner Webseite, haben wir ja vorhin schon angesprochen, da gibt's ja ganz viele Sachen zu entdecken. Du hast Blogpost geschrieben, du hast Videos aufgenommen, du hast ganz viele Projekte gezeigt, Gamejams mitgemacht und so.

Also, das ist so ein ganzer Batzen, so ein ganzer Blumenstrauß an Dingen, die du in diesem Game-Development- und Techbereich gemacht hast, die halt einfach zeigen, dass du halt irgendwie Bock hast. Und auch irgendwie so über den Tellerrand hinausguckst. Und das alleine ist schon ein super Wert, finde ich. Und vor allem das dann auch nicht einfach nur zu machen, sondern auch zu kommunizieren in Form eben von der Webseite. Bist du noch da?

Ivette

Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Ich hab nur so, ja, okay, danke.

Simon

Ich hab, ähm, mir hat das, ähm ... Ich weiß gar nicht, wer mir das erzählt hat. Irgendwer im Programmierbereich und ... sagt dann halt bei Bewerbungsgesprächen auch immer so, ja, erzähl mal, was machst du denn so in deiner Freizeit? Oder hast du irgendwelche coolen Projekte oder so? War mir da auch so ein bisschen ... Also, so ein bisschen mehr über die Uni hinaus, ne? Einfach merkt, ob die Leute da irgendwie Bock drauf haben oder was da so passiert. Ja genau.

Ivette

Ja das stimmt. Also so Nebenprojekte, da bin ich sehr gut dran.

Simon

Ja krass. Also deine Liste an Game Jam Games, ich weiß gar nicht, ich muss mal gucken, ob ich das irgendwo, also ich habe es nicht gezählt, aber es sind viele.

Ivette

Es sieht impressive aus, über die Jahre ist so eine lange Liste zusammengekommen. Ich hab die mir letztens auch angeschaut und war so, boah, wann ist denn das zusammengekommen?

Simon

Ja, aber was ich interessant finde, also du hast ja jetzt irgendwie gemerkt, dass das Tech-Art nicht das ist, was du für immer machen willst. Weil du jetzt ja in Producing gegangen bist.

Ivette

Genau.

Simon

Aber wenn man halt so sieht, wie viele kleine Projekte du mitgearbeitet hast und so, habe ich das Gefühl, dass du schon Bock hast, Games zu machen. Weil du hast zum Beispiel auch du dieses eine Adventure selbst gemacht? Warte, der Name ... Ah, Briefe vom Herzen Tilly. Also, da machst du ja auch ganz viel Code und Art und Design und so. Und da scheint eine Menge Bock dazu sein.

Und du sagst ja nicht, okay, komm, lass mich in Ruhe mit diesem ganzen Programmierkram, hab ich gar keinen Bock mehr drauf, ich mach jetzt nur noch Excel oder Producing. Sondern Da ist ja doch schon die Lust dazu da, oder? Also, wie ist das denn?

Ivette

Ja, Spiele machen es halt super. Also, es geht halt nichts über, wenn man irgendwie jemandem ein Spiel vorsetzt und die Leute ein paar Spaß dran haben. Also, auch das Briefe von Tilli. Hier in München haben wir den Pizza-Plates, der von Lars und General Irox Games organisiert wird. Und ja, und da halt einfach die Chance haben, so ein halbfertiges oder auch fertiges Ding hinzustellen, zu sagen, so, here, have fun, no pressure, Ihr müsstet nix dafür zahlen, hier zu sein.

Ihr müsstet nix dafür zahlen, hier zu sein. Ist einfach dann hervorragend. Einfach die Leute sehen, wie sie das durchspielen und dann drauf reagieren und sagen, krass, das ist was voll Persönliches, was du grad erzählst. Ich bin generell so ein Mensch, der schon seit der siebten Klasse versucht, Kunst zu machen, und zwischendurch bin ich an einen Punkt gekommen, wo ich gut damit in verschiedenen Medien Kunst machen kann. Und Games ist für mich so ein Kunstmedium einfach.

Und ist halt Coden halt ein Teil davon. Das ist nicht der Wichtige für mich.

Simon

Okay, also das heißt, sagen wir mal, es gäbe eine KI, mit der du relativ einfach Spiele machen kannst, wo du wirklich einfach so in Wortlaut reinschreibst, hier, pass auf, machen wir dies und das. Und du musst dich da nicht mit dem Code auseinandersetzen, wirklich. Würdest du das dann bevorzugen, weil es dir eigentlich nur aufs Endergebnis auskommt, nämlich ein kleines Kunstwerk, was Persönliches zu gestalten.

Aber ... und eigentlich das Coding und das Game Design nur so eine Hürde eigentlich ist, die du halt nimmst, aber könnte man auch wegräumen.

Ivette

Hm, ich weiß nicht. Also, nicht so ganz. Ich find, bei Games ist halt eben diese Code-Stufe und Game-Design-Stufe, also, das ist Teil der Kunst. Also, das wär so, als würdest du sagen, ich weiß nicht, ich mach ein Ölbild, aber mal es nur mit Kreide, Malkreide.

Simon

Ja, oder lässt es dir einfach generieren von der KI. Weil das ist nämlich das Ding. Ich glaube, es gibt Leute, die haben auch Bock auf diesen Geruch von der Farbe und von der Konsistenz und so.

Ivette

Es geht ja auch um den Prozess. Also viel in Kunst ist ja einfach so dieses, okay, ich verarbeite gerade irgendwas. So, ich mache mir Gedanken, während ich das mache. So natürlich hat es manchmal nervige Sachen, wenn man ein Bild mal so, keine Ahnung, dieses rechte Auge einfach nicht aussehen will, wie dieses linke Auge. Und halt wahnsinnig wirst. Aber wenn du es dann schaffst, ist es halt auch super rewarding, zu sagen, okay, nice, es sieht endlich so aus, wie ich es will.

Simon

Ja, ich versuche nur gerade so rauszuarbeiten oder mir zu erklären, Dass du so im Privaten zumindest mindestens noch voll Bock auf Tech und Programmierung und so hast, aber dann halt gesagt hast, nee, im Job hab ich da jetzt keinen Bock mehr drauf.

Ivette

Also, ich mag halt keinen Leistungsdruck.

Simon

Ah, okay, okay, okay.

Ivette

Also, ich hab kein Problem, zu Hause meinen catchy ... Irgendwie, was weiß ich, was für einen dreckigen Code zu schreiben. Auf der Arbeit ist halt schwierig.

Simon

Ja.

Ivette

Also kann man mal versuchen, aber dann kommt das Code Review und dann war's das mit dem Spaß.

Simon

Ja, na gut. Ja, Code Review ist so ein Ding, ne? Wenn man das, also wir haben so eine Software, die heißt Swarm, ich weiß nicht, das ist so ein Code Review Ding, da... Weiß ich nicht, also ich klick da auch mal in Perfors rechte Maus, das ist dafür mal ein kleines Skript und dann mach mal ein Swarm Review und dann ist das auf einer Webseite, also und dann gebe ich das anderen Leuten und die können dann da gucken und dann könnt ihr da was kommentieren, ne.

Und, naja, die haben jetzt auch nicht ewig viel Zeit und dann sind die Kommentare halt relativ knackig und kurz, aber also das klingt dann manchmal so ein bisschen so, ja, machen wir anders, ja, machen wir anders. Nee, so nicht.

Ivette

Alles scheiße, wieso nennst du deine Variablen eigentlich immer so komisch?

Simon

Genau, genau, genau.

Ivette

Und es ist ja gar nicht so gemeint, aber… Ja, klar. Aber es ist schon ein sehr komisches Medium, also es strahlt nicht gerade die größte Lebensfreude aus.

Simon

Aber ich fand's eigentlich immer ganz, ganz cool, weil ... Vor allem für mich, ich bin ja kein professioneller Programmierer oder so. Und dann halt mal so von den wirklichen Codern zu lernen, wie es wirklich geht, das fand ich schon ganz cool. So, äh, ja, also hab ich schon ...

Ivette

Ja, ich hab gemerkt, dass ich durch diesen Prozess gar nicht so viel lern. Also, dass mich oft einfach irgendwie ... Also, ich versteh den Gedanken dahinter, aber irgendwie hat's mich irgendwie nie ... Also, ich bin zwar mit der Zeit besser geworden, auch durch diese Co-Reviews, aber so wirklich, dass ich mir gedacht habe, ah, so macht Lernen Spaß. Da habe ich andere Methoden, wenn man lernt, mehr Spaß macht.

Simon

Das Schöne ist auch noch, wenn man es dann eincheckt und es gibt einen Crash-Bug, und man ist schuld, dann kann man irgendwann sagen, nee, nee, aber guck mal, das hat dir noch jemand anderes auch angeguckt, also ich bin nicht alleine schuld.

Ivette

Das macht mir dann wiederum nix aus, das ist okay.

Simon

Ja, interessant, ja. Ich habe das auch manchmal, dass ich so ein bisschen gehemmt bin im Job. Also da habe ich sozusagen, da befürchte ich, dass ich was nicht hinbekomme und das hemmt mich dann überhaupt anzufangen.

Und zu Hause habe ich diesen Druck nicht und dann fange ich einfach an und Und ich überlege immer mal wieder, wie man seinem doofen Gehirn so sagen kann, hey, ja, du bist ja zwar auf Arbeit, aber es ist alles cool, so, mach einfach mal, probier einfach mal und da kommt schon was bei raus, so, also nicht so viel Druck machen, aber ich weiß auch nicht, das ist ein ganz komischer State of Mind, den man da manchmal hat.

Ivette

Ja, das ist wirklich ein bisschen komisch, weil man ja auch, also wir haben auch, machen immer so Zeitschätzungen, bevor wir einen Tag anfangen. Und dann weiß man so, okay, ich habe jetzt jetzt zwei Tage Zeit, das zu machen. Dann bist du so, okay, probieren wir es mal aus und dann stolpern wir über irgendwas und dann ist es so. Das hat aber jetzt viel Zeit von meinen zwei Tagen gefressen.

Simon

Was ist so dein Gefühl? Konntest du dann meistens das Zeitlimit einhalten oder ... Also, ich spoile mal, bei mir ist es so, eigentlich dauert alles länger als gedacht, bei mir.

Ivette

Ist absolut normal, dass alles länger dauert. Aber ich hatte immer so diese Speedrun-Mentalität. Ich muss meine Bedstead schaffen. Ich muss unter diese Zeit kommen, auch wenn's nur eine Sekunde ist, die niemand sieht, weil wir keinen Tracking da gemacht haben oder sonst irgendwas, aber für mich selber. Also, ich hab immer so versucht, okay, wenn ich zwei Tage Zeit hab, dann mach ich den Hasen auch in zwei Tagen. Und dann war's halt scheiße und ist mir egal. Und das war auch nicht gut.

Also, vor allem halt im Kopfbereich ist keine gute Einstellung gewesen.

Simon

Naja, ja. Naja, beziehungsweise ich find's eigentlich ganz okay, weil es sagt ja niemand, dass man dann nicht danach noch weiter vielleicht dann iterieren kann. aber zumindest erstmal ein grobes Gerüst da zu haben, was einigermaßen funktioniert.

Ivette

Ja, ich bin generell so ein Mensch, dass ich sehr gerne sehr schnell einfach grobe Dinge hinklatsche und das ist dann grob erstmal, was da ist. Und dann ist halt immer an den Details so, da sitze ich dann immer 300 Jahre und es macht keinen Spaß. Hast du da ein Beispiel irgendwie, was dich da irgendwie… Also ich kann jetzt zum Beispiel an dem Solo-Projekt, beschreiben, das ich hatte. Da hatte ich 80 Prozent war.

Fertig und ich war so okay an sich alle systeme funktionieren alles sind hier und da noch bugs und irgendwie muss es halt irgendwie auch noch mit dem visuellen noch integrieren aber an sich funktioniert der ganze code und das ganze ganz visuelle ist auch fertig aber nur noch nicht mit dem anderen überlebt und ich wusste das eigentlich auch funktionieren wird wenn ich das einfach reinziehe.

Aber diese letzten 20 Prozent zu sagen, okay, ich zieh das jetzt rein, mach dann hier noch mal irgendwo eine Transition, mach hier die richtige Schriftgröße rein, also irgendwas in meinem Inneren schreit immer, wenn ich das machen muss. Ich so, nein, es tut doch schon alles, wieso muss ich dann noch den Rest machen?

Simon

Ja, ja. Das ist ... Ja. Ich hab jetzt grad auch so ein Ding, ich arbeite an meinem kleinen Projekt, und mein Loading Screen ist ...

Im Grunde genommen, ich weiß nicht, wie das bei Unity heißt, aber bei Godot heißt das eine Szene und also bist du halt im Hauptmenü und dann drückst du auf Start, dann wird eine andere Szene geladen, da ist dann der Loading Screen und wenn das fertig ist, wird das richtige Spiel, öffnet sich dann und dieser Loading Screen ist aber kein richtiger cooler Loading Screen mit irgendwie Multithreading und dass man

da so einen Balken sieht oder so, es ist einfach nur quasi ein Bild, was so lange staurt, weil der Hauptprozessor halt das richtige Spiel lädt, bis es halt fertig ist und ich will das eigentlich noch richtig machen mit mit so einem kleinen drehenden Loading-Ding oder so. Und das ist bei mir jetzt auch so. Ich denk mir so, nee, das ist so viel Arbeit. Ich hab keine Ahnung, wie das genau geht.

Ivette

Es funktioniert ja.

Simon

Genau, es funktioniert nicht eigentlich. Aber es ist halt so ... Und das ist halt so doof, die kleinen Probleme stacken dann so. Weil ich hab nämlich dann gedacht, hey, es wär doch cool, wenn in diesem kleinen Loading-Screen, weil vor allem, wenn man's im Web-Spiel dauert, dann wär's doch cool, wenn so ein kleiner Tipp dasteht. Aber sobald da ein kleiner Tipp dasteht, also so ein kleiner Gameplay-Tipp fürs

Spiel, so hier, du kannst ... Also bei mir zum Beispiel, du kannst mit deinem kleinen Raumschiff, mit dem Feuer, was aus der Ännchen hinten rauskommt, kannst du übrigens auch Schaden machen. Wenn du dich dann hindrehst zum Gegner oder so, kannst du die verbrennen mit deiner kleinen Ännchen. Und das wollt ich so da hinschreiben. Aber wenn dort Text ist, dann muss der halt auch lesbar sein.

Und dann braucht man eigentlich einen kleinen Button, wenn fertig geladen ist, dass man sagt, okay, dann geht der Screen nicht einfach weg, weil vielleicht liest du das ja noch. Da muss dann eigentlich ein Button hin. Das ist das so hier, press button to play oder sowas und diese ganzen Sachen. Aber wenn man es dann hat, also bei mir ist dann so, wenn ich es dann gemacht habe, dann freue ich mich.

Ivette

Ja, da ist es immer super, wenn man es dann geschafft hat.

Simon

Genau, das ist schön.

Ivette

Ja, tatsächlich hat auch bei diesem Herzen von, also diese Briefe vom Herzen, tatsächlich eine Wette mich dazu gebracht, das fertig zu machen.

Und dann waren wir am Stammtisch und ich saß mit zwei anderen da, die auch irgendwie gemeint haben, also ich hab gemeint, ja, ich krieg das nicht fertig, ich struggle da irgendwie mit der Narration und so, das ist gar nicht meine Stärke und eigentlich will ich mich gar nicht mehr damit beschäftigen, alles andere läuft ja schon, mir braucht schon eine Narration in dem Narration Game, was ist denn los? Aber dann waren die so, okay, aber wenn das, machen, machen,

machen, fertig. Ich bring dafür auch mein Projekt mit, den Pizza-Plate-Test. Dann haben wir uns alle drei verabredet, unsere Spieler jeweils. Jeder musste eine Sache machen, auf die er keinen Bock hatte. Das hat mich motiviert, das fertig zu machen. Keiner von denen hatte es dabei, das war enttäuschend.

Simon

Nein, ey, das geht ja wohl gar nicht.

Ivette

Das war richtig enttäuschend. Was ist los mit euch? Aber andererseits war das Gewinngefühl dafür umso größer.

Simon

Ja, aber... Respekt, dass du's gemacht hast, aber das ist ja schon schade. Da muss man sich auch dran kümmern.

Ivette

War schon weak hier.

Simon

Ich hab eine technische Frage zu diesem Spiel. Weil ich weiß, also der Grund, warum ich jetzt Godot genommen hab und nicht Unreal, was normalerweise meine Engine ist so, ist, dass es einen Export ins Web gibt, dass man das direkt auf einer Webseite spielen kann, das Spiel. Das find ich sehr schön. Und Unity kann das ja auch. Aber dein Spiel kann man nicht auf HTML5 spielen. Und ich wollte mal fragen, ob's dafür einen technischen Grund gibt oder so. Weil ...

Ivette

Der Grund ist absolut cheesy. Ich wollte das Spiel releasen.

Simon

Mhm.

Ivette

Ich hatte nicht das Gefühl, dass, wenn ich's als WebGL hochlade, dass es als Release gilt. Ich wollte, dass es irgendwas zum Runterladen ...

Simon

Na gut, das schließt sich nicht aus, ne?

Ivette

Ich weiß schon, dass es nicht ausschließt. Aber es war einfach nur so aufs Prinzip, dass es als Package ist, das man runterladen kann und gut ist. Ich hab tatsächlich sogar ein WebGL-Build gemacht, hab den hochgeladen und war so, nee, das fühlt sich nicht richtig an.

Simon

Okay, interessant.

Ivette

Hab das runtergenommen und war so, nicht für dieses Spiel. Alle anderen Game Jam-Spiele, meinetwegen, sollen sie da so leben. Aber das Spiel will ich nicht so draufhaben.

Simon

Interessant, ja. Ich merk's einfach bei mir, ich spiel fast keine Spiele, die ich runterladen muss bei etch. Das ist einfach zu viel Aufwand, weil meistens sind ... Also, ganz oft sind die Spiele ja relativ kurz oder halt noch ein bisschen clunky oder so, weil's eben zum Beispiel Gamejam-Projekte sind oder so. Das ist nur mein persönliches Ding. Deswegen war's mir sehr wichtig, dass mein eigenes Spiel sehr schnell testbar ist.

Weil ich glaub, die meisten ... Es hat man teilweise bei Social Media schon, dass schon ein Klick ist zu viel für die Leute.

Ivette

Ja, aber ich bin tatsächlich eine Person, die die Spiele auch gerne runterlegt. Weil wenn ich sie im Browser spiel, ich oft das Gefühl halt hab, dass ich sie nicht ... So wirklich erfahre im Gesamten. Obwohl das eigentlich lächerlich ist. Aber irgendwie mag ich das, das zu besitzen und dann aufzumachen und zu spielen.

Simon

Ja, das ist interessant, weil ich hab das bei Webgames nicht, dass ich das nicht besitze, sondern das ist so, ähm ... Wie heißt das? So flüchtig. Weil ja ...

Ivette

Genau, ja.

Simon

Also, okay, ich hab jetzt gelernt, das wusste ich gar nicht. Bei Godot ist es so, du kannst auch Safe Games anlegen, auch im Web, und dann wird das in Cookies ... Das find ich supercool. Das heißt, man kann später wiederkommen, solange man die Cookies nicht löscht. Aber ansonsten wär's ja so flüchtig, weil du schließt das Spiel, dann ist es halt nicht gespeichert oder so. Das war bei mir immer so ein Gefühl von ... Im Web ist es nicht so wertig, weil ...

Ivette

Ja, es ist komplett lächerlich, aber ja, genau das.

Simon

Interessant. Okay. Nee, aber hat mich einfach noch mal interessiert. Ich steck in Unity nicht so drin.

Ivette

Aber der ist auch nur im Button, also das ist super easy.

Simon

Okay, okay. Und ich wollte so mal fragen, weil du ja Unity-Affi-tiona-din, bist, ähm, hat dich das irgendwie beeinflusst, dieses Debakel von vor zwei Monaten, wo Unity gesagt hat, wir wollen jetzt pro Download oder pro Install irgendwie Geld haben? Und dann gab's ja einen riesigen Aufschrei in der Community, und manche haben auch gesagt, okay, wir gehen jetzt weg von Unity. Hat dich das in irgendeiner Form emotional beeinflusst oder irgendwas mit dir gemacht?

Ivette

Ja, also, ich war auf jeden Fall schon ein bisschen schockiert. Ich war so, okay, das ist dreist. Ähm, und auch so zwischenzeitlich fand ich das echt irgendwie sehr merkwürdig. Dann haben sie ein bisschen wieder zurückgerudert, und das ist so, was sie jetzt dann letztendlich gemacht haben, ist okay. Von daher hat sie so langfristig keine Folge. Ich werd vermutlich auch die nächsten Projekte mit Unity machen.

Aber ja, in dem Moment fand ich das fragwürdig. Ich war so, wow, okay, will ich das noch weiter nutzen? Also vor allem, wenn ich jetzt bedenke, so in einem größeren Scale, so für mich alleine, solange es free ist, ja, man hat also, aber so eine Firma. Ist dann halt schon die Frage, okay, macht das Sinn, dass wir unsere eigenen Projekte, die wir in der Firma machen, mit Unity machen?

Simon

Genau, weil ihr seid ja, ne, also, Terabytes arbeitet zurzeit an Zombie QLab, ne?

Ivette

Mhm.

Simon

Und das ist Unity, nehm ich an.

Ivette

Genau, das ist Unity. Wir haben auch ein anderes Projekt, das Unity ist, aber wir haben auch zwei Projekte, die in Unreal laufen.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Da haben wir schon, ich weiß nicht, ist das jetzt zwei Jahre her, Wo Thorsten, unser CEO, auf jeden Fall gesagt hat, wir sollten ein bisschen mehr Dinge machen und nicht nur Unity, auf nur eine Tech zu vertrauen, ist nicht so clever. Und er hat recht gehabt.

Simon

Weise voraussicht, obwohl es ja gar nicht an der Tech liegt, sondern es am Management.

Ivette

Ja, ja, aber solange es halt proprietär ist, ist man halt gefangen.

Simon

Ha. Ah, okay, okay, okay. Mich gefragt, weil wir ja auch gerade eben bei den Game Jams waren, du hast die, glaube ich, viel auch neben der Arbeit noch gemacht. Also, ja, genau, neben dem Job. Und das erfordert ja relativ viel Energie auch. Woher nimmst du die so?

Ivette

Ich wünschte, ich wüsste es, nee, so viel Energie habe ich gar nicht, der Schein trügt. Das ist halt so. Also, es kommt halt viel zusammen, wenn man halt mal ein Wochenende nimmt und dann irgendwie vier Wochenenden hat im Jahr, dann hast du auf drei Jahre halt deine zwölf Projekte.

Das geht sehr schnell zusammen. Also, ich bin auch oft so, dass ich, also ich hab zum Beispiel auch einen Game Jam gemacht, der irgendwie mal zwei Wochen ging oder einen, der vier Wochen ging, der dann aber halt so, okay, dreimal am Abend ein bisschen was machen und dadurch halt dann wieder ein Spiel entstanden ist mit anderen Leuten zusammen.

Das Schöne beim Game Jam ist ja auch, dass es irgendwie so eine soziale Sache ist und andere Leute ja auch was machen, und man sich so gegenseitig motiviert. Und es ist halt, also ich bin halt so ein großer Fan von irgendwas in den Händen halten, vor allem als wir jetzt die ganze Zeit in Zombie-Killer gearbeitet haben und ich halt auch direkt da halt dran gecodet hab, dieses unendliche Nicht-Fertig-Werden, was halt so ein großes Projekt ist, zerrt halt an den Nerven.

Es ist so schön, was Kleines zu machen, was dann fertig ist oder halt halbfertig ist, egal in was für einem Zustand, aber einfach was zu haben, es ist so rewarding und es lohnt sich auch mal ein Wochenende einfach mal dafür zu investieren und ich bin auch so ein Gamejammer, dass ich, ich gehe nachts schlafen, so durchmachen ist nicht mein Ziel.

Simon

Ja, das ist eine gute Sache.

Ivette

Also man muss sich ja nicht damit komplett wegbrennen mit so einem Gamejam, das kann man ja auch relativ nachhaltig machen.

Simon

Ja, ja, ich war tatsächlich schon sehr lange nicht mehr irgendwie. Und hab auch noch nie ... Ich hab tatsächlich noch nie ein Game Jam ... Also, ja, nee, hab ich noch nie so einen privat gemacht. Also, dass ich jetzt auf ... Es gibt ja diesen wunderbaren Kalender bei itch, wo man sieht, dass, ich weiß gar nicht, wahnsinnig viele Game Jams auch genau jetzt stattfinden.

Und ich hab mich noch nie hingesetzt und gesagt, Und dann warst du so, oh, guck mal, ich mach jetzt hier bei einem da mit irgendwie. Also wenn, dann war ich halt vor Ort irgendwie.

Ivette

Ja, nee, ich hab mich tatsächlich mal diese Liste angeschaut und war so, ah, das klingt interessant, wo will ich mitmachen? Und hab da mitgemacht.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Da hatte ich zum Beispiel diesen Rollen im Bären gemacht und das war super satisfying. Manchmal gibt's halt einfach so Gems, die einfach so gut klingen, dass man sagt, okay, das klingt sympathisch, hab ich Lust drauf.

Simon

Das ist echt krass. ich gucke gerade hier, es gibt... ja leider steht gerade nicht da, wie viele Game Jams aktuell stattfinden, aber es sind auf jeden Fall eine Menge, wenn man die Liste mal runter scrollt, ist echt krass. Also ich würde jetzt mal schätzen, also mindestens 50 oder so. Und grad jetzt läuft zum Beispiel der One-Bit-Jam 2. Und da sind 2.100 Leute, haben sich eingetragen. Und dann, krass, es gibt den Game Off 2023. 8.400 Leute sind da eingetragen. Wahnsinn.

Ivette

Ja, aber ich kann echt empfehlen, bei solchen Gamejams mitzumachen. So über Itch, über Discord. Das ist richtig ... Also, jedem Gamejam, den ich so mitgemacht hab, war eine super Erfahrung. Man lernt die wildesten Leute kennen, und es macht einfach Spaß.

Simon

Aber wenn's nur digital ist, also bist du dann immer auf den Discord gejoint von denen, die das organisiert haben, und dann ...

Ivette

Genau.

Simon

Hast du da ... Also, und das Kennenlernen, meinst du da jetzt halt, okay, wir haben miteinander geschrieben, oder gab's da irgendwie auch Voice-Chat?

Ivette

Also, Voice-Chat meistens. Also, ich glaub, in jedem der Jams, die ich gemacht hab, war Voice-Chat.

Simon

Ach so, ja, ich hab jetzt grad in meinem Kopf irgendwie gehabt, dass du als Single-Team sozusagen auftrittst und du ganz allein ein Spiel machst. Aber natürlich, du hast mit anderen die Spiele gemacht. Da muss man sich auch absprechen.

Ivette

In den meisten Fällen.

Simon

Ah, okay. Ja, das macht Sinn. Ich glaube, ich hätte, glaub ich, so ein bisschen Bammel. So ... Äh, einfach so in so einen Raum zu gehen und sagen, hallo!

Ivette

Ja, das ist ja das ... Also, ich weiß nicht, das ist so in einem echten Game Jam. Also, wenn man's vor Ort macht, ich war jetzt im Januar, Das ist auch schon wieder fast ein Jahr her, aber im Januar war er halt vor Ort und da finde ich das also für meiniges stressiger, zu sagen Hallo, als eher online. Online fängst du an und dann wirst du in eine Gruppe zugeteilt und dann bist du halt da und dann sagst du okay, jetzt in den Voice-Chat, okay, dann gehen alle in den Voice-Chat und gut ist.

Simon

Okay.

Ivette

Du musst auch nicht irgendwie eine Kamera anschalten oder sonst was, sondern nur deine Stimme und dann ist halt die, also das ist alles viel chilliger.

Simon

Ja, okay, vielleicht, ja weiß ich nicht, muss ich irgendwann mal gucken. Ich finde es irgendwie schön, wenn man vor Ort ist, weil dann gibt es keine Ablenkung. Weil wenn man zu Hause ist, dann, ah, da liegt ja doch noch irgendwie der Recheberg und dann, weiß ich nicht, muss man noch irgendwie Mittagessen machen oder so.

Aber wenn man, also ich war ab und zu mal auf der Econ und dann bestellt man halt Pizza und ist mal wirklich weg von zu Hause und es gibt keine Ablenkung und so, das ist schon nett so mal. Sich dann komplett auf den jam zu fokussieren irgendwie.

Ivette

Ja also ich bin also ich habe auch zu hause kein problem mich da komplett abzuschotten ich habe hier niemanden keinen haustier kennt irgendwas meine pflanzen überleben auch wenn ich sie das ist hier eine hervorragende umgebung mich komplett abzuschotten. Ja aber ja vor ort also es ist auch schön aber ich finde vor ort ein bisschen anstrengender also. Einfach weil man sich nicht mal irgendwann mal zurückziehen kann, sondern immer so die Menschen meint rum sind das stimmt.

Man muss früh aufstehen, um rechtzeitig anzukommen. Und es lauert solche Dinge.

Simon

Ja, ich überlege gerade, weil wir hatten ja eben darüber gesprochen, mit mit Leistungsdruck und so. Aber ich finde, bei James gibt es das ja auch, weil die Leute erwarten ja dann auch was, dass du irgendwie Grafiken ablieferst oder eben Code oder ich weiß nicht.

Ivette

Ich hatte bei Gamejams nie das Gefühl, dass es ein Leistungsdruck war. Ich hab auch nie bei einem Jam mitgemacht, wo es Gewinne gab, sondern immer nur so Free-for-all-Dinge.

Simon

Nee, ich mein, der Erwartungsdruck von den Leuten. Also, wenn du sagst, ja, klar, ich mach euch die Funktionen, wie irgendwie, weiß ich nicht, der kleine Bär durch die Gegend rollt, und dann stellst du fest, oh nein, das ist ja doch irgendwie schwer. Also, aber die erwarten das ja.

Ivette

Ich weiß nicht, ich hab nicht das Gefühl, dass da so eine Kraft, zumindest mit den Leuten, mit denen ich gejammt habe, hatte ich nie das Gefühl, dass so ein krasser Leistungsdruck da war. Vor allem, weil ich auch nie groß was von den anderen erwarte. Also halt schon das, was sie versprechen, aber man sollte halt nicht versprechen, was man nicht halten kann, so idealerweise. Das kommt natürlich vielleicht auch mit Erfahrung oder so.

Aber also wenn man sagt, okay, ich will drei Assets machen, weil mehr braucht es für einen Jam nicht unbedingt, Ja, macht man die halt. Und wenn dann nicht alle drei reinkommen, weil der Coder nur für zwei irgendwie dann die Musse hat, ist es auch nicht so wild.

Also, das ist so meine Einstellung bei Gems. Also, ich brauch dann nicht das gepolischte Endprodukt, sondern ich hab Spaß, mit den Leuten irgendwas zu machen, mir irgendwas auszudenken und halt das Beste zu versuchen, was man halt in der Zeit machen kann. Und es muss ja dann nicht das Meisterwerk sein. Also, ich seh Game Gems so ein bisschen wie so ein Sketch. Also, wenn du dich irgendwo hinsetzt und einfach nur kurz den Moment einfangen willst.

Und wenn du dir eine Zeit nehmen willst, kannst du ja danach noch perfekt machen. Aber du musst ja nicht während des Films machen.

Simon

Nee, bei mir war es so, also vielleicht liegt es daran, das sind halt alles coole Leute, also bei der Econ jetzt zum Beispiel, und viele machen auch Programmierung im Hauptberuf, aber ich glaube, ich war der einzige Spieleentwickler, also der das halt professionell macht. Da hatte ich auch immer so dieses Gefühl, okay, ich muss jetzt aber auch dann irgendwie coole Grafiken abliefern, sonst denken die irgendwie, keine Ahnung.

Und ich erinnere mich, ich guck auch grad, ob ich das finde, ich hab da mal für ein Adventure, was wir gebaut haben, an einem Haus gesessen, das war so ein Ort für das Adventure, also in 3D, und ich hab da ewig, ich glaub, den gesamten Jam hab ich nur dieses Haus gebaut, weil das ewig gedauert hat. Und da dachte ich auch so, oh nee, jetzt denken die bestimmt, Boah, der ist ja voll langsam, weil es eben nur dieses eine Haus war am Ende, ne?

Ja. Aber warum finde ich das nicht? Die haben nämlich eine richtige Website, aber irgendwie gibt es das Haus nicht. Was ist denn hier los? Naja. Ja, also das war auf jeden Fall … Ja, habe ich wieder immer gedacht so, oh, ich bin irgendwie ein bisschen langsam und hatte da immer so ein schlechtes Gefühl. Das war irgendwie merkwürdig. Also es war nie wie nie Stress, da hat auch nie irgendjemand irgendwas gesagt, so, aber ich war einfach für mich so, ne? Mein eigener Kopf hat's so da ...

Ivette

Ja, ich hab tatsächlich auch mal einen Game Jam mitgemacht, der nicht auf dieser Liste ist, wo ich auch ein Haus gemacht hab. Wo ich so ... Das war so ein isometrischer ... Ich hab mir eingebildet, den ganzen Game Jam nur mit Tinte zu malen. Und ja, ich hab auch den ganzen Game Jam nur in dieses Haus gemalt. Um das am Ende ... Aber auch die Coder haben es nicht geschafft, das Spiel so weit zu bringen, dass sie das erst importieren konnten. Haben wir gesagt, okay, gescheitert auf jede Ebene.

Aber es hat trotzdem Spaß gemacht, von daher, also ...

Simon

Ja, das Schöne ist, dass man zumindest die Art Assets ja noch verwenden könnte fürs Portfolio oder so, ne? Das ist mit dem Code dann vielleicht ein bisschen schwieriger.

Ivette

Also, ich weiß nicht, diese Art Assets aus Gamejams würde ich auch nicht für das Portfolio verwenden. Ich weiß ja nicht.

Simon

Ne, okay. So, genau, das waren so ein bisschen deine privaten Sachen. Und jetzt wär natürlich mal interessant zu wissen, weil wir haben das schon mal erwähnt. Also du bist bei Terabytes und ihr arbeitet an Zombie Cure Lab und das ganze Spiel, du kannst ja vielleicht mal kurz... Beschreiben, worum es da eigentlich geht.

Ivette

Also in Zombie Cure Lab hat man ein Labor in der Wildernis und man wird nachts von Zombies eingriffen, aber anstatt sie zu töten, wie üblich in dem Genre, fängt man sie, also friert sie ein, um genau zu sein, nimmt sie in sein Labor und heilt sie.

Und die durchlaufen bei der heilung mehrere stufen und diese zwischen stufen zwischen mensch und zombie die können dir helfen dein labor weiter aufzubauen weil sie durch diese medizin die sie bekommen haben verschiedene fähigkeiten bekommen zum beispiel besser holz hacken. Genau, man versucht halt so sein Labor aufzubauen, möglichst viele Zombies zu bauen.

Simon

Also im Grunde genommen, so eine, wie nennt man das, eine Management… Space Building Management Game. Also ich baue sozusagen, es gab vor kurzem so ein Campus Game, da hat man so ein Campus aufgebaut.

Ivette

Genau, Two Point Campus wahrscheinlich, meinst du das?

Simon

Ja, ich bin mir nicht ganz sicher, aber… Also von den Machern von Two Point Hospital. Ja, genau, genau, genau. Genau, okay, sowas. Und es gibt aber was Interessantes, und zwar läuft im Hintergrund des Spiels… Wie war das? Da läuft doch irgendwie was für die Forschung oder so.

Ivette

Genau, also wir haben da so… Also man kann quasi bei sich am PC aktivieren, dass man… Also im Spiel aktivieren, dass der PC genutzt wird, um Berechnungen durchlaufen zu lassen für so eleganten Docking. Also wir arbeiten da mit einer Uni zusammen, die Krebsforschung macht. Und die wollen schauen, ob Medikamente, die schon bekannt sind, auch für diese Krebsart, die sie ja forschen, nutzbar sind.

Und dadurch, dass deren ganzen Computer an der Uni konstant belegt sind, sind die so, hey, kann man das irgendwie auch ausladen? Und ja, wir haben denen halt vorgeschlagen, das auf Gaming-Rechner auszuladen. Und das hat tatsächlich sehr gut funktioniert. Wir hatten so Badges von Daten, die wir bekommen haben, die wir dann den Spieler rausgegeben haben, die dann quasi, wo der im Hintergrund der PC diese Berechnungen gemacht hat und dann zurückgeschickt hat.

Und wir sind gerade so mit den Badges durch, die die Uni alle hatte. Und sie sind gerade alle am Analysieren und sind super happy, dass sie die ganzen Daten bekommen haben. Ja.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Das heißt, jetzt passiert da gar nichts, wenn ich das aktiviere, weil … Also, es gibt noch, wir haben so ein bisschen so Restdaten, die jetzt quasi nicht dann aktiv für den jetzigen Badge an Forschung benutzt werden, sondern vielleicht später noch. Aber genau.

Simon

Ah, okay. Das fand ich nämlich interessant, tatsächlich. Weißt du, ob die irgendwie die GPU dann benutzt haben oder läuft das auf CPU, diese Berechnung?

Ivette

Ich glaub, es war CPU, aber ich bin mir nicht 100 Prozent sicher. Wenn du das Programm öffnest, müsstest du auch sehen, auf was es geht. Aber ich glaub, es war CPU.

Simon

Ja, ja, hätte ich jetzt auch eher gedacht, ne? Weil ich glaub für ... Ich hab aber noch nie so mit Computer gearbeitet und so was. Da kann man auch irgendwelche mathematischen Sachen machen. Aber irgendwie, ja, vom Gefühl her hätte ich jetzt auch ... Es erinnert mich auch grad an das City at Home. Nee, doch. City at Home?

Ivette

Ja, es gab irgendwas at Home.

Simon

Das Aliensuchprojekt, wo man auch ... Ich weiß gar nicht, gibt's das überhaupt noch?

Ivette

Es gibt auch Folding.

Simon

Oh ja, genau, stimmt. Das ist das mit den Enzymen oder so?

Ivette

Genau, genau.

Simon

Wo man da Sachen sucht. Und mal sehen, City at Home, ist das noch? Nee, hier steht, ist in hibernation, also es ist gerade, es schläft.

Ivette

Ja, wahrscheinlich, weil die auch erst mal durch sind mit ihren Daten. Also das ist immer das Problem. Also wenn du mal die Rechenpower zusammen hast von den Menschen, ist geil, aber dann musst du es halt auch analysieren.

Simon

Ja.

Ivette

Dann haben wieder die Vorschriften zu tun, bevor sie eine neue Runde gehen können.

Simon

Ha, okay. Das ist ja interessant. Also weil, also ich frage mich gerade, ob dann so ein... Ich find, das ist ein cooler Marketing. Abgesehen davon, dass es nützlich ist. Aber ich find, das ist cooles Marketing, zu sagen, unser Game ist nicht nur ein Game. Wir unterstützen auch aktiv die Forschung damit. Aber wenn es grad gar nicht geforscht wird, dann ist das Marketingversprechen gar nicht mehr ...

Ivette

Ich mein, es wird hier grade geforscht. Also, literally.

Simon

Ja, aber halt mein Computer arbeitet nicht. Ich will ja das wohlige Gefühl, dass wenn ich meiner Mutti sage, hier noch fünf Minuten, ich will nur noch ... Nee, nee, ich spiel nicht nur. Nein, nein, nein, nein, nein. Mein Computer macht hier wichtige Forschung gerade.

Ivette

Ja, also, wie gesagt, wir kriegen immer wieder neue Batches rein.

Simon

Okay.

Ivette

Immer wieder mal passiert was Neues.

Simon

Aber sagen wir jetzt mal, mal abgesehen davon, sagen wir mal, die Uni würde jetzt plötzlich sagen, oh krass, wir haben ja fünf Millionen Terabyte jetzt bekommen, könnt ihr das mal verteilen? Dann hab ich mich gefragt, also dann müsste ja eigentlich, damit das halt effizient bearbeitet werden kann, dass Spiele von ultrafielen Leuten gespielt werden. Und am besten auch sehr lange. Also, sagen wir mal, so ein Multiplayer-Titel, wie jetzt Counter-Strike wäre ja perfekt, weil da spielen viele Leute.

Oder League of Legends oder so, ne? Aber die spielen's halt vor allem nicht nur, sagen wir mal, 20 oder 40 Stunden und sagen dann, jetzt hab ich das Spiel durchgespielt, das hab ich erst mal alles gesehen und mach was anderes. Aber so ein Aufbauspiel ist ja ... Also gut, kann man auch schon eine Weile spielen, aber irgendwann ist da ja vielleicht doch mal ein Ende erreicht.

Ivette

Ja, also es war ja bei uns tatsächlich auch eher so ein Konzept, ob das überhaupt funktioniert. Also wir hatten so eine Forschungsförderung, wenn ich das richtig im Kopf habe, die das überhaupt ermöglicht hat, dass wir das irgendwie bauen, das Ganze, die App, diese Kooperation mit der Uni. Und es war eher ein Experiment, ob das überhaupt funktioniert, ob man irgendwie Forschung und Spiele zusammenbringen kann, ob das irgendwie auch wirtschaftlich Sinn macht.

Also für uns so im Nachhinein war es eher so, ja, war schön, dass wir es gemacht haben, aber wahrscheinlich werden wir nicht weiter in die Richtung gehen. Aber ja. Also und diese ganzen Berechnungen sind auch sehr kur… also sehr klein. Das ist jetzt nicht so, als müsstest du die drei Stunden laufen lassen, bis eine Berechnung durchgeht, sondern eine Berechnung geht in ein paar Sekunden und dann kriegst du sehr schnell viele Sachen zusammen.

Simon

– Und das zu implementieren, also es klang jetzt so, wie, dass das schon ein bisschen Arbeit war, das alles so zum Laufen zu bekommen?

Ivette

Genau, das hat ein Kollege von mir gemacht. Da hat er ein bisschen drum gedokert. Dann hatten wir auch noch einen Zweiten, der ein Backend dafür gebastelt hat. Das mit dem Spiel zu connecten, auch viel Game Design. Wie kann man in dieser App überhaupt mit einem Spiel connecten?

Simon

Ach so, ich dachte, das ist nur eine Option im Optionsmenü. Und dann sieht man gar nichts mehr davon. Aber das ist richtig im Spiel?

Ivette

Also, man kann sich ja damit hier im Spiel Sachen freischalten. Wir hatten zwischenzeitlich noch die Idee, das noch viel stärker zu verzweigen, so dass das ganze Spiel nur diese App ist und nach und nach hat sich entwickelt, so nee, wir wollen halt dieses... Einzeln stehende Spiel haben und die App, die nebenbei ist, die man an- und ausschalten kann und nicht so stark ins Game reingeht.

Simon

Ja, vor allem, wenn jetzt keine Daten mehr da sind, dann könnte man die Sachen ja gar nicht freischalten.

Ivette

Genau, deswegen war's eine gute Entscheidung, das so ein bisschen zu trennen und zu sagen, okay, ja. Weil sonst hätte man genau das selbe Problem wie jetzt bei dem anderen Spiel, das du genannt hast, dass halt dann so eine Hibernation gehen müsste. Das wär ja schade.

Simon

Ach so, jetzt seht ihr, ja, genau, ja. Und dann kann man sein cooles Achievement nicht mehr bekommen oder sein extra Zombie. Was war das denn, was man da freischalten konnte?

Ivette

Ähm, wir hatten, glaub ... Also, wir haben's so gemacht, dass quasi alle Spieler gemeinsam für Ziele gearbeitet haben.

Simon

Ah, okay, das ist cool.

Ivette

Also, nicht nur uns selber, sondern so die Gemeinschaft. Und wir hatten, ich glaub, eine Map, die man freischalten konnte, so Dekoobjekte, die man platzieren kann. Hauptsächlich verschiedene Dekoobjekte.

Simon

Ach so, aber seit das erreicht ist, kann man das auch im Spiel immer machen.

Ivette

Genau.

Simon

Ah, okay, das ist cool. Das find ich cool, das ist eine schöne Sache. Und tatsächlich, das kann man ja wieder aufleben lassen, ja. Das ist ja cool. Schön, freut mich. Genau, das Spiel ist grade im Early Access. Jetzt muss ich überlegen, weil hattest du an diesem Spiel jetzt auch schon noch als Tech-Artistin gearbeitet?

Ivette

Ja.

Simon

Ah, okay, und bist dann während Production gewechselt in jetzt Producer.

Ivette

Also, ich hab quasi bis zum Early Access komplett als Tech Artist gearbeitet. Hab das quasi damit released und bin dann quasi ins Producing gegangen, ja.

Simon

Okay. Und was hast du da, was war da, weil Tech Art ist ein großer Bereich, ne? Also, du könntest jetzt sagen, du hast Rigging gemacht oder Effekte gemacht oder Tool Pipelines gemacht oder Materials und Substance gebaut oder keine Ahnung was. Was war da jetzt dein Bereich?

Ivette

Ich hab die ganzen Assets ins Spiel gebracht. Ich hab jetzt nicht zum Beispiel gereakt oder so, das haben die Artists schon selber gemacht, aber ich hab die ganzen Materials noch mal in der Engine aufgesetzt mit den Texturen von den Artists, das Terrain, also dieses Gras, dass die Borders gespawnt werden, dass die Charaktere ihre ganzen Attachments, ihre Haare und was weiß ich was bekommen. Die ganzen BFX, die drin sind.

So auch zu schauen, dass die ganzen Animationen zum richtigen Zeitpunkt stattfinden. Wir hatten so Behavior Trees, Da habe ich relativ viel zusammengebastelt von den Charakteren, also wie sie sich in jedem ihrer Jobs verhalten, also was zu welchem Zeitpunkt wo passiert bei einem Objekt. Also wenn man irgendwie, keine Ahnung, Metall herstellt, dass zu dem Zeitpunkt irgendwie dieser Dampf kommt, dann der Sound und da noch irgendwas rumpurzelt, genau.

Also, diese ganzen Kleinigkeiten, die das Spiel dann schön aussehen lässt.

Simon

Ja, ja, ja. Ja, das sind vor allem viele Sachen auch, die man als spielende Person so vorauslässt. Ja, das geht halt einfach, ne? Ja, da kommt halt ...

Ivette

Genauso Gras, ja, natürlich gibt's den Grasbutton in Unity, und dann sieht alles wunderschön aus.

Simon

Oder halt so was wie eben, dass eben Rauch aus der Maschine kommt, man verbindet gar nicht damit. Ja, nee, das muss dann wirklich jemand da implementieren, dass genau zu diesem Zeitpunkt an dieser Stelle, in diese Direction der Rauch rauskommt.

Ivette

Und der Sound noch auch dazu.

Simon

Und der Sound auch dazu, genau, genau, genau.

Ivette

Und eine Animation auf der Seite spielt und der Charakter macht auch noch eine Animation dazu.

Simon

Genau, ja, ja. Okay, ja, da hast du ja echt eine Menge gesehen auch vom Spiel, also in alle Bereiche mal reingeschnuppert sozusagen.

Ivette

Ja, genau.

Simon

Ja. Und was war so deine, hast du irgendwie eine, so eine größte Herausforderung oder so was? Also, wo du gemerkt hast, okay, das war ... Das hättest du vielleicht so auch gar nicht jetzt erwartet.

Ivette

Das Gras. Äh ... Also, ich war irgendwie der naiven Einstellung, ich hätt vorher noch nie so ein Terrarin-System angepasst oder irgendwie was mit Gras getan. Ich war so, das muss doch schon ein Problem sein, dass jemand gelöst hat.

Simon

Würde ich auch denken.

Ivette

Und dann bist du so, okay, dann schauen wir mal irgendwie, was gibt's so für Assets, was gibt's so für Tutorials. Einfach mal so erst mal kurz durchgeschaut. oder was kann Unity selbst, nur um dann zu der Realisation zu kommen. Ja, es gibt Gras, aber es sieht bescheiden aus, wenn du es von oben und von der Seite anschauen willst.

Also es gibt die Lösung für oben, es gibt die Lösung von der Seite, aber wenn wir so eine Kamera wie wir haben, die so einen Schwenk drin hat, bist du immer an einem Punkt, wo es nicht funktioniert. Oder du hast etwas, was funktioniert, aber es ist komplett nicht performant und du kannst es nur auf irgendwie 2x2 Metern benutzen.

Simon

Ja, also du meinst, weil man Gras oft so macht, dass man so Planes in den Boden steckt, aber wenn man von oben guckt, guckt man quasi von der Seite auf die Plane, und dann ist kein Gras da?

Ivette

Genau. Das oder du hast halt wirklich, wo du Geometry irgendwie dann spawnst, aber wenn du's dann halt so groß machst, wie wir's haben, weil wenn wir nach oben zoomen, sieht man ja quasi das ganze Spielfeld, was wir haben, was hier die 256 mal 256 Meter lang ist. Wenn die ganzen alles voller Gras spornen, berichtet die halt die Performance. Oder du hast die Grashalme recht groß und dann sieht es wieder auch aus wie aus der Mülltonne.

Also das war echt eine Challenge, wo ich echt gedacht habe, so wow. Ich bin wirklich überrascht, dass da keine intuitive Lösung dafür ist. Und an sich hab ich dann eine recht leichte Lösung gefunden, die dann auch wirklich mit dem Unity-Terrain funktioniert hat. Aber es war ein sehr langes Rumprobieren, bis ich dann zu dem Punkt war, man kann Billboarding und nicht Billboarding-Gras zusammensetzen, und das löst alle meine Probleme.

Simon

Okay, das war jetzt nämlich meine Frage, weil ich hab irgendwann mal, glaub ich, hab ich mal einen Shader gesehen, einen Vertex-Shader, wo das Gras quasi hochgeklappt wird, wenn du von der Seite guckst. Und wenn du von oben guckst, wird's so nach unten geklappt, Also abhängig von der Kameradirection sozusagen wird das Gras auch hoch- oder runtergeklappt.

Ivette

Ja, aber das sieht dann halt auch komisch aus, wenn du es nur so machst, weil dann wackelt die ganze Welt, weil du die Kamera wackelst. Vor allem, wenn du eine große Welt hast, wo das ganze Labor ist und Tausende von den Viechern, also nicht Tausende, aber sagen wir, hier deine 20 Leute da rumlaufen und plötzlich alles sich so shiftet, bist du so, okay.

Simon

Also nur, wenn die Kamera sich bewegt natürlich, ne?

Ivette

Ja, genau.

Simon

Aber wie ist es denn jetzt gelöst bei euch?

Ivette

Also, ich hab eben so eine Mischung aus Billboarding und nicht Billboarding, Planes, da reingetan, einfach mit dem Unity-Terrassystem. Und das Terrassystem, also, da kann man quasi auch bearbeiten durch ... Die haben so Alpha-Maps, mit denen man auch selbst den Boden bearbeiten kann. Dort kann man quasi dann auch so irgendwie ... Dreck rausschneiden, wenn man zum Beispiel ein Objekt platziert und damit dann auch das Gras löschen, die da als Details drauf sind. Also, an sich ganz simpel.

An sich superintuitiv und so als ... Es klingt so, als wär's dafür gemacht und es wurde auch dafür gemacht. Aber auf den Punkt zu kommen, dass man's damit machen kann, war ein Kampf. Okay.

Simon

Ja, ich hab noch nicht so viel mit so Terrain so gearbeitet. Das heißt, du hast so ein Terrain, das basiert auf einer Heightmap, nehm ich an, und dann hast du wahrscheinlich einen Brush und kannst dann die Grasbüschel platzieren?

Ivette

Genau. Aber dadurch, dass wir es quasi prozedural machen, spawne ich quasi das alles über eine Textschirm-Map. Also, ich hab quasi intern ein großes ... eine Matrix, wo halt auf jedem Punkt, auf jedem Pixel wird quasi so ein Büschel an ... Also, mehrere Büschel Gras gespawnt.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Und ich kann quasi die Wahrscheinlichkeit pro Büschel beschreiben, wie viel Gras draufgespawnt wird.

Simon

Was ist das für ein System, was das Spawning ... Also, ist das irgendwie C-Sharp-Code irgendwo, oder ...?

Ivette

Genau, das ist letztendlich C-Sharp-Code.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Das halt mit der Unity Terra-API.

Simon

Okay, und das Grasbüschel hast du halt prepared als Prefab oder so?

Ivette

Genau, man kann quasi beim Unity Terra so Details anlegen. Und diese Details kann man dann nehmen und spawnen. Und die benutzen zum Beispiel auch die Brush, diese Details.

Simon

Okay, und da drin hast du dann ein paar Planes platziert mit ein paar Grasbücheln, aber ein paar von den Planes sind Billboarding, also richten sich immer auf die Kamera auch aus.

Ivette

Genau, also das ist quasi dann Shader-basiert, also dass manche quasi den einen Shader haben und die anderen haben den anderen Shader.

Simon

Ah, okay, und dann hast du also so einen Shader geschrieben, der eben Alignment zu Kamera macht.

Ivette

Genau.

Simon

Habe ich auch mal gemacht. Ist gar nicht so einfach. Also für mich war das nicht einfach, weil die Vertices dann so richtig zu rotieren, dass das alles passt, das war überraschend, also huiuiui.

Ivette

Das Gute ist, dass Unity das ein bisschen auch leichter macht, die haben schon so vorgefertigte Gras-Bildboard-Dinge. Die kann man dann einfach quasi ein bisschen missbrauchen, weil wir, also das, was die hatten, ich glaube, ich hatte keine Transparenz drin und ich wollte unbedingt, dass da leicht Transparenz ist, weil ich den Übergang zwischen Boden und Grashalm nicht so kantig haben wollte. Das kennt man ja aus vielen Videospielen.

Wenn du zum Graswischel gehst, siehst du, wie die Grashalme aus dem Boden rausstehen.

Simon

Genau, eine harte Kante dazwischen.

Ivette

Ja, genau, das will ich auf gar keinen Fall. Das macht mein Gras nicht.

Simon

Ja.

Ivette

Dann wollte ich einen leichten, transparenten Durchlauf, weswegen ich die Shader noch anpassen musste, dass ich Transparenz reinbekomme. Das frisst Performance, aber es sieht schön aus.

Simon

Ja, da wollte ich nämlich auch von, weil ich muss auch sagen, ich find das nämlich echt hübsch, weil es ist nämlich so, ich kann hier auch mal ein Bild einblenden, also erst mal die Grashalme an sich, ist das dann via DepthFade gemacht? Oder ...

Ivette

Nee, es ist einfach wirklich nur Alpha.

Simon

Ja, aber also reagiert der Grashalm auf das Boden da drunter und wird dann transparent, oder ...

Ivette

Nee, nee. Also, die sind quasi alle transparent.

Simon

Ach, die sind alle transparent, okay, ja klar, macht Sinn. Ich meine klar, wenn die, ja okay, weil die, weil sichergestellt ist, dass die nie in den Boden katten und dann laufen die einfach nach unten aus, okay, mhm.

Ivette

Ich mach's mir, wenn's geht, nicht kompliziert.

Simon

Ja, ja, ja, okay, okay, okay. Und genau, und dann ist aber noch unter dem Gras auch noch das Terrangrün angemalt, ne?

Ivette

Genau.

Simon

So dass man dann auch einfach einen schönen weichen….

Ivette

Schönen weichen verlauf hat also muss sagen das sieht wirklich alles sehr schön weich und stilisiert aus muss ich sagen ja er hat auch ein großes props an leer die ist für uns, 3d generalist und art director und dir so einen guten job gemacht diese texturen zu machen ich habe erklärt was ich machen will mit den texturen und sie war so i got you, Und hat dann diese wunderschönen Texturen gemacht, weil ich vorher quasi nur so gescribbelt habe und war so, so ungefähr, also alles auf dem,

sie war so, und hat dann das wunderschöne, das wunderschöne rausgehauen, daraus.

Simon

Ja, ja, es ist hübsch, ja. Und eine Sache finde ich interessant, weil auf dem Screenshot sieht man, dass, warte, ich schicke dir die auch mal, das ist hier, das ist die Steam Screenshot. Ja, da sieht man zum Beispiel, dass da eine Bodenplatte ist, das sieht ein bisschen aus wie ein Hubschrauberlandeplatz oder so, also ein Metallbrett am Boden. Und da geht das Gras jetzt durch. Klassisches Problem.

Ivette

Da hast du einen Bug gefunden.

Simon

Ja, klassisches Problem. Videospielen, das hat man ja wirklich überall, das ist gerade einfach eine blöde Durchsage, wo man durchkommt. Böses Gras. Aber ich komme darauf jetzt, weil du hattest ja eben gesagt, dass genau das auch so ein und dass aber eigentlich der Spawning-Algorithmus auch so Sachen erkennt.

Ivette

Genau, also, du siehst das zum Beispiel bei dem Haus rechts, da hat der so braune ... Also, nur das Braune rundherum, das sollte normalerweise geschehen. Ich gehe davon aus, dass das ein Ladeproblem ist hier links, dass quasi die Objekte platziert wurden und dann beim Laden das Gras einfach geladen wurde und nicht realisiert wurde, dass das quasi schon bedeckt ist, weil die quasi drüberlaufen können. Also, wir haben so im Spiel Block-Teils und Walkable-Teils.

Und bei diesem Helikopterlandeplatz sind's walkable und deswegen hat das wahrscheinlich beim Laden gedacht, da kann Gras hin.

Simon

Ah, interessant. Das sind so Sachen, da denkt man gar nicht dran, dass dann doch irgendwie man Algorithmus halt Erde um Gebäude drum platzieren muss, also quasi braunen Boden.

Ivette

Ja, genau. Das sieht man auch bei diesen kleinen Objekten da links, bei diesen, die dann so das Eis produzieren.

Simon

Blasebalge.

Ivette

Das quasi da auch wegkackt, genau.

Simon

Ah, das ist alles interessant, ja.

Ivette

Das ist alles prozedural, also wir haben quasi überall eigentlich Gras und dann schneiden wir es weg. Auch wenn du jetzt irgendwie dann das Objekt löschen würdest, wäre da auch kein Gras mehr.

Simon

Ah ja, okay, ja, das ist eine gute Optimierung, also dass es nicht einfach nur transparent wird, sondern dass es wirklich weg ist. Genau.

Ivette

Ich glaube, wir haben es noch drin, dass wenn man lädt, dass es wieder auftaucht, was eben dann auch erklärt, wieso es auf der Landefläche wieder auftaucht.

Simon

Gleich, ich hör schon, wie du jetzt grad Jira öffnest und dann Backreport.

Ivette

Tipp, Tipp, Tipp, Tipp, Tipp. Äh ... Ja, das ist so ein kleiner Überschwemmungs-Backreport.

Simon

Ja, okay.

Ivette

Damit quälen wir die Armcoder nicht. Weil wir haben momentan noch keinen weiteren ... Also nicht, nachdem ich aufgehört hab, TechArt zu sein, keinen weiteren TechArtist wieder. Und deswegen sind solche Aufgaben wie so ein Stich in die offene Wunde. Deswegen ignoriere ich die.

Simon

Ja, das war nämlich auch eine Frage, die ich hatte. Wir haben noch nicht so weit darüber gesprochen, über deine Transition. Aber wir wissen, du bist jetzt im Producing. Und ich hatte mir nämlich auch aufgeschrieben, wer macht denn jetzt TechArt? Weil laut eurer Teamseite gibt's diese Position auch gar nicht mehr. Also, wenn man auf der Webseite geht, genau, Team hinter Terabytes, da seh ich jetzt nichts von, irgendwie VFX oder so.

Und bei Arbeite mit uns sehe ich auch keine, ah doch, nee, stimmt nicht, Technical Artist wird gesucht, genau, wird gesucht, genau, aber gibt's aktuell nicht.

Ivette

Gibt's aktuell nicht.

Simon

Aber da weinen die doch alle bei euch, sagen die, oh nein, kannst du nicht doch wieder TechArt machen?

Ivette

Irgendwie sind alle, also respektieren meine Entscheidung gegenüber, dass sie nicht fragen. Ich denke mir manchmal selber, oh Gott, vielleicht sollte ich einfach mal wieder TechArt machen. Es gibt so viel zu tun. Ja, also irgendwie ist es noch nicht irgendwie zusammengekommen, dass wir dann richtigen Mitarbeiter dafür finden. Wir haben, glaub ich, ein paar in der Pipeline, die grad in Gesprächen sind, aber ...

Simon

Ja, ich meine, ich sag mal so, gerade jetzt ist eine gute Phase für Leute, die Leute suchen. Weil es sind so viele Leute gekündigt worden in den letzten Monaten.

Ivette

Ja, bewerbt euch alle.

Simon

Fake-Artists. Ja, also klar, wer hier zuhört, es wird gesucht. Unity Game Developer, Unreal Game Developer, Technical Artist, Game UI Artist, Game Design, Producer. Hey, warte mal, das ist doch dein Job.

Ivette

Das ist mein Job. Ja, ich lieb's, solche Sachen zu heiern, die ich selber mache. Die Tech-Art-Stelle gab's doch schon, als ich Tech-Art gearbeitet habe.

Simon

Ah, okay, okay. Und das finde ich übrigens ganz cool, es gibt ja auch einen Bereich Initiativbewerbung. Du kannst dich mit unseren Unternehmen identifizieren und willst unser Team mit deinem Talent bereichern? Ja. Also, man kann sich auf jeden Fall ...

Ivette

Es wird auch rege genutzt, diese Initiativbewerbungen. Wir lesen die auch alle durch. Wir haben auch so schon mal einen Game Designer geheiert.

Simon

Okay, schön. Find ich cool, dass das so kommuniziert wird. Weil ja manche ... Ja, manche Leute fragen sich so, ja, wie bewerbe ich mich irgendwo? Und kann ich jetzt eigentlich eine E-Mail dahin schreiben, obwohl da nichts ausgeschrieben ist, oder mein Job nicht ausgeschrieben ist und so. Das find ich cool, dass ihr da die Leute sozusagen ... Wie heißt das? Ermutigt. Ermutigt ist das Wort.

Ivette

Ja, ist auch voll schön, dass die Leute das Angebot annehmen und auch zum Beispiel für Praktika fragen und so.

Simon

Eine Sache find ich jetzt grad interessant. Und zwar, ich weiß nicht, ob du das beantworten kannst oder darfst, aber mir ist das vorher nicht aufgefallen. Also das Spiel ist im Early Access und hat 235 Reviews insgesamt und die sind mostly positive. Also guter Job, scheint ja ein cooles Spiel zu sein, scheint Spaß zu machen und so weiter. Aber die letzten 13 sind mostly negative. Was ist da passiert?

Ivette

Wir haben ein Update gefahren. Und das hat bei erstaunlich vielen Leuten zu Crashes geführt.

Simon

Oh.

Ivette

Bei uns aber nicht, oder auch immer noch nicht. Und es ist ein bisschen mysteriös, was da geschehen ist. Aber es ist verständlich, dass die Leute genervt sind, dass es crasht.

Simon

Ja.

Ivette

Das ist da geschehen.

Simon

In meinem Kopf ist es grad so, an dem Tag, wo du gewechselt bist von TechArt zu Producing, und am selben Tag starten da diese Reviews. Vielleicht brauchen wir dich wirklich.

Ivette

Nee, nee, nee, nee. Also, die waren jetzt sehr recent. Und das war ein Woopsie, wo wir vielleicht noch ein bisschen... Also wir haben die Unity-Version gewechselt, wir haben das Bildsystem gewechselt, und wir haben ein neues Feature komplett überarbeitet und waren so... Ah ja es läuft bei uns es wird kein problem geben wenn wir das zu allen pushen da waren wir ein bisschen zu self confident.

Simon

Und ein rollback oder so geht da vielleicht was?

Ivette

Ja das wäre eine option aber an sich wollten also sind die changes schon vernünftig vor allem weil sie ein großes problem angehen was vorher schon bei den vorherigen schon die leute ein bisschen zu schlechten reviews gebracht hat dass die performance nicht so geil war, Und das löst es, wenn's halt nicht crasht.

Simon

Ha ha ha! Sagen wir mal so, schlechte FPS gibt's nicht. Weil man kann gar nicht starten, ne?

Ivette

Äh ... ja ... Ungünstig. Aber auf jeden Fall, also, wir sind da schon an der Lösung. Es sieht so aus, als würde es funktionieren, aber jetzt sind wir halt so, fuck, wir müssen es noch mal hochladen. Was, wenn's schon wieder noch mehr kaputtgeht? Aber wir werden's demnächst hochladen.

Simon

Ah, okay. Ja, das ist interessant. Aber ich finde es tatsächlich ein bisschen verwunderlich, dass die Leute so krass negativ dann bewerten, weil ihr seid im Early Access.

Ivette

Ja, Menschen sind brutal.

Simon

Ja, es gibt ja gerade aktuell ein ähnliches Problem oder vielleicht nicht ganz so signifikant, aber es ist gerade rausgekommen, dass City Skylines 2, Da gibt's wohl auch Performance-Probleme. Aber das Ding ist nicht im Early Access. Die haben das als normales Spiel releast, haben vorher noch mal kurz angekündigt, ja, hier, die Performance ist nicht ganz so cool.

Da kann ich dann schon verstehen, dass Leute sagen, hey, warte mal, das kostet ganz viel Geld und ist offiziell richtig releast sozusagen. Und ihr bietet uns so eine Performance an, die ja nicht so super ist. Aber bei euch ist ja ... Ich mein, dafür ist es ja im Early Access-Game. Dass auch vielleicht mal was schiefgehen kann oder was noch nicht so rund läuft und so. Und da ist man ja normalerweise nachsichtiger.

Ivette

Ja, denkt man. Aber es ist also schon hart draußen. Also mein liebster Kommentar, den ich jemals gelesen habe, bei uns in den Review-Spalten, war, also auch ein negativer. Ich habe zehn Minuten gespielt, das Spiel hat mich gelangweilt. Scheiß-Game. Und ich war so, okay. Wie, nach zehn Minuten hast du dich gelangweilt? Hast du überhaupt das Tutorial angefangen.

Simon

Na gut, vielleicht, ich kann das nicht beurteilen. Manchmal sind Tutorials ja etwas langweilig gemacht. Das höre ich jetzt immer mal von Paradox Games, dass das relativ schwierig ist.

Ivette

Ja, weil wenn man sich hier Paradox-Spiele einlässt, dann muss man sich halt die Experience einlassen.

Simon

Ja, aber okay. Und bevor wir mal noch so ein bisschen zu dem kommen, was du jetzt als Producing-Männchen, machst. Hatte ich hier noch mit notiert, eine Frage, was bedeutet monatlicher Sachbezug 50 Euro? Und jetzt gucke ich aber gerade, wo habe ich das gelesen? Irgendwo auf der Webseite steht … – Wahrscheinlich bei Benefits oder so. Ja, genau. Aber wo sind die denn?

Ah, hier, das erwarte dich. Genau, man kann … das erwarte dich. Genau. So. Also, wenn man eben bei Terabytes arbeiten möchte, Gibt's flache Hierarchien und familienfreundliches Unternehmen und so, klingt alles cool. Stehschreibtüche für gesunden Rücken. Sehr gut gesundes snack was sind die gesunden snacks kannst du da mal äpfel birnen nüsse bananen mangos ok und monatlicher sachbezug von 50 euro was heißt das. Hab ich noch nie gesehen irgendwo auf der webseite.

Ivette

Also wir haben so eine wer ist das prepaid kreditkarte in jedem monat 50 euro drauf kommt. Und die sind halt nicht versteuert wie dein gehalt und deswegen halt wie sind sachbezug also es gibt ja irgendwie firmen die dann gut scheine rausgeben oder die in der mitgliedschaft in einem fitnessstudio sponsern oder irgendwie keine ahnung dein zugticket bezahlen das sind diese sachbezüge.

Simon

Also kann ich da mir auch spiele von kaufen oder gibt es da irgendwelche.

Ivette

Also es gibt also anscheinend haben die vor zwei jahren oder so die regeln ein bisschen geändert dass man also man kann jetzt nur quasi entweder lokal oder bei bestimmten ketten irgendwas kaufen, kann sich quasi aussuchen und wir haben so eine lokale also dass wir quasi in münchen wenn ich jetzt zum rewe gehe oder zum netto wenn ich meine lebensmittel einkauf kann ich einfach damit zahlen.

Simon

Naja, genau, sowas hier haben wir auch. Hier ist es so, also ich bin hier in Frankreich, Montpellier, ich weiß nicht, ob das... Doch, ich glaube, es ist schon verbreitet, weil ich habe nämlich auch eine richtige... Warte, ich gucke jetzt hier gerade mal, eine richtige Mastercard ist das, so eine schwarze auch. Sieht so aus, als wäre ich so superreich. Und da steht Smile drauf. Also wie Smile, aber mit W. Und das ist so ein System, wo du... Ich glaube, da kommen im Monat 130 Euro

drauf. und die Hälfte davon wird von deinem Gehalt abgezogen. Und die Hälfte bezahlt aber das Unternehmen. Und das ist für Essen gedacht. Also wenn du halt essen gehst in der Mittagspause oder halt dir Sachen kaufst zum Essen in der Mittagspause oder so. Dafür ist das gedacht.

Ivette

Das ist cool.

Simon

Und die geht zum Beispiel dann auch nicht am Wochenende, weil da arbeitest du ja nicht.

Ivette

Ja, die geht tatsächlich auch am Wochenende. Und hat halt auch eben nicht dieses, dass sie vom Gehalt abgezogen wird, sondern ist einfach wirklich zusätzlich.

Simon

Ah, cool. Okay, ja, schön. Haben wir das auch. Ich finde das immer sehr spannend, wenn in diesen Jobbeschreibungen so Sachen auftauchen, wo ich denke so, hä? Was ist denn das?

Ivette

Ja, Thorsten hat sich ja lange überlegt, was kann er uns eigentlich anbieten, weil Er will ja, dass die Leute da bleiben und, keine Ahnung, wie viel arbeiten. Und ich so, was kann ich denn da noch rausrücken, was mir nicht zu viel kostet und was die anderen glücklich macht. Hatten wir so eine Abstimmung, ob wir für das Fitnessstudio Gutscheine haben, also für das Fitnessstudio bezahlt bekommen wollen oder diese Karte haben wollen. Und wirklich 90 Prozent waren für diese Karte.

Simon

Okay, das spricht aber jetzt nicht für Game Developer, oder? Weil das ist ja schon sehr klischee- ... Was? Sport machen? Nee.

Ivette

Ja, vor allem haben wir halt so, literally gegenüber uns, das Office, das ist so ein richtig nice Gym, was man, also privat würde ich kein, also ich glaube es kostet im Monat 60 Euro oder so, also privat würde ich das nicht dafür ausgeben, aber mit der, also wer hätte das besponsert bekommen, also dann. So was mit Schwimmbad und so und die haben so eine Laufbahn auf dem Dach, dass die Alpmann schauen kannst und so.

Simon

Wow!

Ivette

Also da würde ich aber… Das ist literally gegenüber von uns im Office. Und niemand von uns ist da jemals reingegangen.

Simon

Ich sag mal, ich glaube, da würde ich meine 50-Euro-Karte immer dort investieren. Weil, die haben dann bestimmt auch coole Sportkurse.

Ivette

Wahrscheinlich. Weiß ich nicht.

Simon

Also, ich gehe nämlich seit jetzt ein paar Monaten wieder ins Gym und ich benutze aber gar nicht diese Geräte. Ich gehe viermal die Woche, aber ich mache da halt immer Kurse. Weil das halt viel mehr Spaß macht und dann ist man aber echt fertig danach. Und wenn andere Leute gucken, dann push ich mich auch mehr.

Ivette

Was für Kurse machst du?

Simon

Gibt's verschiedene, also ich sag mal so, viele Übungen sind in allen Kursen gleich, obwohl die Kurse alle anders heißen. So, und aber es gibt zweimal die Woche Pilates und dann gibt's sowas wie Buddy Skyped. Also da skypest du deinen Buddy und dann gibt's halt irgendwelche, weiß ich nicht, andere. Und dann habe ich noch einen Biking-Kurs, das kenne ich eher unter Spinning, also halt zur Musik Fahrradfahren mit anderen. Und jemand schreit dich an, los jetzt, schneller!

Nein, nicht ganz so, aber das macht auf jeden Fall Laune. Und so ist das halt. Also es ist viel, ja, auch Krafttraining. Also ich muss sagen, ich bin erschüttert, wie wenig Kraft ich in meinem Beinchen habe. Ich bin da echt gut am Keuchen da so. Aber ist auf jeden Fall cool, macht Spaß.

Und finde ich auch wichtig, weil, wenn man so lange vorm Computer sitzt jeden Tag, das ist schon wichtig, da ein bisschen drauf zu achten, was Rücken… Stimmt, also die Gesundheit meldet sich sehr schnell zurück, wenn man das nicht tut. Ja, also ist bei mir tatsächlich so. Ich habe tatsächlich nicht so Rückenprobleme, aber ich habe in meinem Mausarm, also bei mir ist der rechts, der Arm, der die Maus bedient, da merke ich schon, wenn ich keinen Sport mache, dass das Mausbedienen anstrengend ist.

Und irgendwann auch so ein bisschen wehtut, so im Unterarm, aber wenn ich Sport mache, ist alles okay.

Ivette

Ja, bei mir geht es sogar noch weiter. Ich habe tatsächlich vor allem die ganzen Rumsitzen krampfadern, einfach weil es auch genetisch veranlagt ist. Wow, ich bin sehr jung dafür, what the fuck. Ich sollte echt mehr Kardio machen.

Simon

Ja, also da kann man noch mal reden. Und dann kannst du auch gleich, wenn du den Vorschlag machst, dass du zusätzlich zu deiner Kreditkarte fürs Essen noch den Sport bezahlt bekommst, weil das wäre ja eigentlich schon gut. Und kann man ja wahrscheinlich noch absetzen von Steuer für die Firma. Kannst du noch vorschlagen, ob ihr nicht vier Tage Woche einführen könnt oder so?

Ivette

Tatsächlich haben bei uns manche vier Tage Woche, halt weil sie Teilzeit arbeiten. Aber das ist der Deal, den wir machen. Man kann vier Tage Woche, aber halt dann offiziell Teilzeit mit dann weniger Gehalt.

Simon

Ja, ja, ja, ja. Und ist das eine Sache, die auch für dich interessant wäre? Weil du scheinst ja sehr interessiert daran, auch halt so private Projekte zu machen. So und so ein extra Tag in der Woche ist dann, würde dem ja zugutekommen.

Ivette

Klingt auf jeden Fall sehr gut. Ich habe mich bisher noch nicht getraut. Aber an sich, an sich klingt es schon sehr spannend. Ich habe so ein bisschen die Befürchtung, dass wenn ich dann wirklich auf Viertal gehe, ich einfach nur noch weniger arbeiten muss. Was, wenn ich nur drei Tage arbeite? Mein Cousin zum Beispiel arbeitet nur drei Tage, also bin einswert. Aber andererseits ist halt momentan auch so viel los, dass es auch nicht wirklich Sinn macht, auf vier Tage runterzugehen.

Das ist angenehmer für mich, das auf fünf Tage zu verteilen und dann aber jeden Tag einen halbwegs klaren Kopf dabei zu haben.

Simon

Ja, okay. Ich meine, vielleicht im Producing ist das noch was anderes. Bei mir ist es so, ich weiß nicht, wie dein Eindruck war, als du noch die Tech-Sache, geleitet aber bei mir ist es so gewesen, dass öfters mal neue Features zum Beispiel beschlossen wurden. Und dann am Montag, da müssen sich erst mal alle zusammenfinden, irgendwie Design und Art und keine Ahnung, Programmierabteilung kommt zusammen und dann besprechen die das erstmal und planen das und so.

Und dann habe ich öfters so am Montag gemerkt, so okay, also für mich ist das noch nichts zu tun, weil die müssen erst mal ihren Kram da klar kriegen. Und ich, bei mir ist es so, ich arbeite vier Tage die Woche und ich bin am Montag nicht da. Und ich habe es schon öfters gemerkt, dass ich dann am Dienstag reinkomme. Und dann ist aber auch Sachen entschieden worden. Und dann kann ich halt auch direkt anfangen mit den neuen Sachen, die da nötig waren.

Und das hat sich also bisher bei mir immer ganz gut ergeben, tatsächlich. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass die jetzt von mir abhängig waren und ich das irgendwie jetzt aufhalte, das ganze Ding.

Ivette

Ja, bei uns sind tatsächlich die, die vier Tage die Woche machen, auch beide Programmierer. Also ich sehe es auf jeden Fall. Es gibt halt einfach als Programmierer, so manchmal ist es, also es schadet nicht einfach auch mal einen Tag nicht da zu sein.

Simon

Also vor allem weil programmieren auch oft einfach auch im hirn funktioniert also muss ja nicht wirklich vor Ort sein um das irgendwas durch den kopf geht so ich meine ist halt eine planungsfrage also erfordert natürlich ein bisschen mehr planung dass man dann gut okay dass man die meetings irgendwie so und so legt und, dass das alles klappt ja speaking of planning so das ist ja jetzt dein ding. Ja, das klang jetzt aber nicht begeistert.

Ivette

Ja, weil ich gerade gezählt habe, an wie vielen Projekten ich gerade arbeite, nebenbei. Und dann gerade diese volle Hand von mir gesehen habe.

Simon

Ach so, ja.

Ivette

Und du das gerade gesagt hast.

Simon

Ja, erzähl doch mal, wie ist das denn jetzt? Also ich habe jetzt gar nicht so den Überblick. Warte mal, ich gehe jetzt noch mal auf die Webseite hier. Ich sehe, dass unter unsere Games, dass dort fünf aufgelistet sind. Aber ich glaube, das sind nicht die, an denen du jetzt arbeitest, oder?

Ivette

Das ist richtig. Also natürlich arbeite ich an SOMMICULEP. Dann haben wir mit dem selben Publisher noch ein Spiel, das wir machen. Auch eine neue IP.

Simon

Aber nicht angekündigt, nehme ich an.

Ivette

Genau, das ist noch nicht angekündigt. Dann haben wir eine neue IP, die super early ist, wo wir noch so in der Concept Pre-Production-Phase sind, die auch noch nicht angekündigt ist. Aber die machen wir dann alleine. Dann haben wir ein Kundenprojekt mit einer Uni zusammen, das jetzt dann startet, also wo wir dann vorher die ganzen, na, was weiß ich, was Anträge und was weiß ich, geschrieben hat, was man dazu braucht.

Und wir haben noch ein Projekt, wo wir Code Development mit einem anderen Studio machen, in so einem großen Forschungsprojekt-Ding.

Simon

Okay, was ich mich jetzt frage, also wenn ich auf der Webseite, also es kann sein, dass die Webseite nicht alle Informationen teilt, aber warte mal, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn, elf, zwölf. So, ihr seid zwölf Männchen. Es gibt vier Programmierer, sehe ich hier.

Ivette

Das ist auch richtig.

Simon

Und du hast jetzt gerade fünf Projekte aufgezählt.

Ivette

Nein, wir sind fünf Programmierer tatsächlich. Da fehlt jemand.

Simon

Ah, okay. So, also fünf. Und du hast gerade fünf Projekte aufgezählt, oder? Ja. Also wie läuft das? Also arbeitet dann eine Person pro Projekt oder wie stemmt denn diese ganze Arbeit? Weil das, also was du gerade erzählt hast, das klingt wie als wäre der 50-Männchen oder 100 oder so.

Ivette

Also im Geiste sind wir auf jeden Fall 50, jeder arbeitet für zwei, was auch nicht ganz stimmt. Also wir haben die meisten arbeiten an zwei Projekten, aber wir haben auch manche Menschen, die nur an einem Projekt arbeiten.

Es ist ein wildes Menschen hin und her geschubst, deswegen viel planen und schauen, wann zeitlich wer an was arbeiten kann, damit die Projekte durchgehen, weil irgendwie hatten wir am Anfang des Jahres recht wenig zu tun und dann war Thorsten ein bisschen übermotiviert und jetzt haben wir zu viel zu tun. Aber es ist besser, zu viel zu tun zu haben, als zu wenig zu tun. Das ist das Motto.

Simon

Weil wenn ich das hier so sehe, du bist Produzerin, aber auch die einzige. Genau. Wer hat denn das ... Das klingt aber so, als wäre echt eine Menge Planung nötig.

Ivette

Ja, es ist viel. Deswegen haben wir auch die andere Stellenausschreibung für einen Producer draußen. Das erklärt das jetzt vielleicht.

Simon

Und wer hat das vorher gemacht?

Ivette

Also vorher hat unser CEO, der Torsten, zusammen mit Jens und Salomon gemacht. Jens ist unser Senior Game Designer und Salomon ist unser Senior Coder.

Simon

Ah, okay.

Ivette

Die haben das so im Trio gemacht. Und vorher hatten wir halt auch meistens nicht so viele Projekte auf einmal. Das ist definitiv eine neue Entwicklung.

Simon

Okay, das heißt, eigentlich sind die wahrscheinlich super happy, dass du von TechArt weg bist, weil mit diesen ganzen, ja, Projekten, Also ohne dich wäre das ja wahrscheinlich die Hölle, das zu organisieren, ne?

Ivette

Ja, also ich glaube, dann hätten wir auch nicht so viele Projekte, um ehrlich zu sein. Also das ist auch so schon echt eine Challenge. Wir schauen mal, wie das läuft. Also auf Papier sieht's machbar aus.

Simon

Ja, okay.

Ivette

Mal schauen, wie die Realität dazu sagt, aber auf Papier ist so weit, so gut.

Simon

Ja, dann erzähl doch mal, wie war das denn für dich, da in diesen Bereich zu gehen? Du hast dann wahrscheinlich, also du bist dann, also du, ja, wie lief das, weiß ich nicht, hast du gesagt, klopf, klopf, klopf, hallo, ich hätte gerne einen anderen Job. Und dann, oder wie ist das? Und wie kam, wie kam das? Und wie war das dann auch für dich, die ersten, die erste Zeit dann so im Producing plötzlich zu arbeiten?

Ivette

Ich find's so witzig, dass du klopf, Flopflop sagt's, weil literally so hat's angefangen. Ähm, nee, also ich saß irgendwie da und hab an irgendwas gearbeitet. Ich weiß nicht, irgendwas ... Keine Ahnung. Bin auf jeden Fall nicht vorangekommen. Ich weiß nicht, ich saß da und hab aus dem Fenster geschaut.

Simon

Unity ist abgestürzt, du so, fuck it.

Ivette

Genau, irgendwie so was. Wir haben auch so eine Crash-Playlist. Ich hab wahrscheinlich ein neues Lied in diese Crash-Playlist reingeworfen. Und war so, nee, keine Ahnung. Hab dann im Nebenraum gehört, dass die Leute drüber sprechen. Also wir haben eine sehr dünne Wand, ähm, die ist, äh...

Simon

Die muss aber sehr dünn sein!

Ivette

Die ist wirklich dünn, das ist so eine dünne, ähm, so eine Spanplatte.

Simon

Wie in so einem japanischen, äh, traditionellen Haus mit diesem... Papier wenden.

Ivette

Und auf jeden Fall haben die drüber gesprochen, dass sie halt dieses Projekt machen wollen, aber es niemanden gibt, der das irgendwie managen kann und deswegen wollen sie es nicht annehmen. Und ich war so, Klopf, Klopf, Klopf. Tür aufgemacht, so hey, ich könnte dir übernehmen. Wir haben uns alle angeschaut, als wäre ich wahnsinnig geworden. Du wolltest nicht mal in diesem Meeting dabei sein, was willst du jetzt?

Ja, und dann hab ich das halt angeboten. Ich hab gesagt, okay, ja, ich könnte da das Producing übernehmen, wenn das sonst niemand machen will. Und aus unerklärlichen Gründen wurde gesagt, na gut. Und dann, ja, hat Thorsten halt gemeint, ja, okay, wenn, also bevor wir jetzt wirklich dieses große Projekt machen, dann müssen wir eh erstmal Anträge schreiben oder so was. Kannst du erstmal hier das kleine Projekt haben und dich mal ausprobieren. Haben wir so eine Pre-Production gemacht.

Also erst hatten wir, glaube ich, ein ganz kleines Kundenprojekt, das nur eine Woche oder zwei lief, dann irgendwie eine Pre-Production, die drei Monate lief, die uns bezahlt wurde, und dann kam das Projekt, das ich dann gemacht habe. Und es waren halt auch immer so Projekte, wo ich, keine Ahnung, immer so zwei, drei Leute, vielleicht mal vier, eher so zwei, drei Leute, sodass es halt nicht wirklich viel Management war oder Producing, sondern eher so ein, ja, probiert es mal aus.

Simon

Okay, und ja, und dann?

Ivette

So bin ich dann da reingeschlittert und hab halt nebenbei immer noch Tech Art gemacht, so halbe halbe. Und genau, und dann als dieses ein Projekt auch dann durch war, jetzt letzten November oder letzten Dezember, Anfang Januar, ich weiß es nicht, ich hab kein Zeitgefühl. Irgendwann war das auf jeden Fall durch und dann kam, war irgendwie auch hier Zombie Cure Lab im Early Access und dann war es irgendwann mal so,

ja, Anfang des Jahres. Und dann war halt so die Frage, ja, was willst du denn jetzt machen? Tech Art oder Producing? Du kannst ja nicht jetzt ewig beides machen, weil ich dann immer noch ein Projekt bekommen habe, noch ein Projekt und irgendwie so, geht ja nicht langsam so die Zeit pro Tag aus?

Meinst du eigentlich nicht? Nee, an sich ist gut, aber irgendwann kam dann doch der Punkt, wo ich denke, okay, ich mach dann doch Producing ganz, vor allem weil halt diesen schönen Cut-Off-Point gab mit dem Early Access und so.

Simon

Ja, also ja, weil was ist denn so jetzt dein oder was waren denn da so deine ersten Eindrücke? Also okay, offensichtlich hat es dir Spaß gemacht.

Ivette

Genau, also ich fand es sehr, also es war challenging, weil es halt mal was komplett anderes war und ich finde es immer schön, irgendwie Sachen auszuprobieren, wo ich nicht so gut bin, aber halt mich ausprobieren darf und irgendwie diese Chance habe, irgendwie noch besser zu werden. Das macht immer Spaß.

Und ich habe auch generell so privat gerne Bücher in dem Bereich gelesen und dann bin ich auch auf einen Discord-Server geschlittert, wo viele Producer waren und dann bin ich irgendwie voll in diese ganze Sphäre eingearbeitet und es war auch sehr schön, sich da so Schritt für Schritt durch diese ganz kleinen Projekte...

Hochzuarbeiten auch mal dann ein kundenprojekt zu haben wo es dann nicht so geil lief und dann auch mal irgendwie so mit negativen konsequenzen von seinen entscheidungen irgendwie konfrontiert zu werden und so und dann zu bewahren hey wie kann ich sowas vermeiden in zukunft und so, also man hat so diesen wunderschönen okay wie kann ich das optimieren ansatz okay kannst du sagen was da so grob was ist die negative sache war ohne jetzt

so sehr ins detail zu gehen aber, Also die eine Sache, die so ein bisschen, also ich war halt sehr unprofessionell im Großen und Ganzen, weil ich halt so Basics von Producing halt teilweise nicht hinbekommen habe, im Sinne von, ja wir haben irgendwie ein. Ja, also das ist unser irgendwie Meilensteinplan und das sind die Planung für die nächsten drei Monate oder so, sondern einfach nur so, ja schau diese Woche, was gerade ansteht und keine Ahnung und überhaupt.

Und dann haben wir irgendwie mal einen Playtest und die sind irgendwie gar nicht happy, was dabei rumgekommen ist und irgendwie gibt es auch keinen Plan, was alles danach geschehen wird. Und also es war ein kompletter Mess, einfach halt aus Unerfahrenheit und dadurch, dass wir auch keinen Senior Producer hatten oder so, von dem ich das lernen konnte, musste sie mir halt alles dabei bringen. Und da fällt man halt mal auf die Schnauze.

Und dann hat natürlich der Kunde halt gemeint so, ja, wenn das so weitergeht. Uff, hat dann halt direkt zum CEO quasi durchgekollt. Bist du dir sicher, dass die da an der richtigen Stelle ist? Ganz nach dem Motto. Aber das hat sich dann geklärt. Und wir haben jetzt tatsächlich auch eine Folgenachauftrag von denen bekommen. Das heißt, so schlimm war's dann nicht. Die haben auch zum Ende gemeint, das war ja plötzlich voll die gute Wendung.

Aber manchmal braucht man das Feedback, um zu wissen, was man falsch macht.

Simon

Jaja, klar. Ich mein ... Also, ich hab ... Nicht so extrem vielleicht, aber das Problem auch ähnlich, dass ich war meistens der einzige VFX-Artist im Team. Und dann hast du halt niemanden, von dem du so lernen kannst. Das ist schon hilfreich, wenn du irgendwie ...

Ivette

Das war tatsächlich auch, als ich jetzt Tech-Artist war, ein großes Frustpunkt für mich. Dass ich quasi da alleine war und niemanden hab zum Lernen. Wenn ich was lernen will, sind das Tutorials, wo man sich in der Freizeit hinsetzen muss, aber dann keine Energie hat, sich mit denen zu beschäftigen, weil's immer dasselbe ist, was man auch schon tagsüber tut, nur halt anders.

Simon

Ja, aber ich finde auch, selbst mit Tutorials, es hat schon eine andere Qualität, wenn da halt jemand ist, der auch so spezifisch auf dein Problem jetzt auch reagieren kann und sagen kann… Toll, und den Kontext kennst du.

Ivette

Genau, genau, genau.

Simon

Und dann auch, was ich ganz gut finde, ist, wenn man erfahrene Menschen hat, die so die gesamte Pipeline auch irgendwie so mit aufbauen. Also es geht ja nicht nur darum, okay, wie gestalte ich jetzt eine Textur oder wie generiere ich irgendwie ein prozedurales sondern auch so, okay, wo lege ich das ab, wie exportiere ich das? Kann ich das automatisieren? Oder gibt's intelligente Sachen, das zu implementieren? Du hast gesagt, dass du viel Implementation machst, wie man damit umgeht.

Ich schreibe auch superviele Skripte. Da ist es so, dass mir die Code-Reviews sehr geholfen haben, weil ich von wirklichen Leuten, die Ahnung haben, auch viel gelernt hab, wie man so Code strukturiert und so was. Oder so ein bisschen sauberer einfach arbeitet und so was. Weil manchmal...

Um dann noch was draufzusetzen manchmal ich weiß nicht ob dir das auch so geht mache ich einfach dinge zum beispiel jetzt auch im code oder irgendwie code konvention oder shader oder so und ich bin mir aber gar nicht sicher ob das eine gute lösung ist oder ob das die allgemein gültige lösung ist oder so und wenn dann jemand sagt hey hier komm das machst du so dann ist okay ich glaube ich habe jetzt die eine gute lösung gerade gelernt irgendwie.

Ivette

Das stimmt, es ist so wertvoll, wenn jemand genau diese Dinge dann so ein bisschen beibringt und sagt, hey, eigentlich kannst du es immer mit dem Problem, also mit dieser Struktur lösen und dann tut sie es, ja.

Simon

Und die haben dann also gesagt, ey, wir brauchen hier einen ordentlichen drei Monate Plan, das ist ja nix, was soll das und was hast du dann gemacht? Also bist du dann irgendwie auf den Discord und hast gesagt, Leute, ey, ich brauche gerade mal Hilfe, wie geht sowas? Also wie hast du das dann gefixt?

Ivette

Also in dem konkreten Fall habe ich es gefixt, einfach indem ich wirklich noch mal mit den Kunden direkt gesprochen habe und quasi noch mal verstanden habe, was genau die brauchen. Also das einfach zu sagen, hey, wo genau sind denn ihre Frustpunkte, was genau können wir denn besser machen. Und tatsächlich waren die sehr zuvorkommend und haben selber ihre Prioriliste gehabt, nachdem die so einen Playtest durchgeführt hatten, also der eh schon geplant war.

Und wir haben dann quasi mit deren Prioriliste gearbeitet. Also das war dann halt so die Lösung in dem dass sie quasi das selber vor sich, also uns dann vorgelegt haben, was genau sie wollen.

Simon

Also das heißt, auf was zu achten ist, wenn ein Playtest stattfindet?

Ivette

Nee, nee, nee, nee. Also wir hatten so ein Projekt und wir waren schon relativ weit und dann haben wir quasi halt diesen Playtest gemacht, weil es halt eine Anwendung war, wo dann halt auch die Spieler dann arbeiten, also spielen konnten. Ähm, und dann haben die halt das Feedback von den Spielen dann gesammelt und das quasi als Prio-Liste gehabt. Das quasi war dann unsere Planung für ... was wir bis zum Ende des Projekts machen.

Dadurch hat sie das Problem mit der Planung bis zum Ende quasi erledigt, weil sie's an ihrer eigenen Liste ...

Simon

Ah, okay, dann wusstest du ganz genau, worauf's denn ankommt.

Ivette

Genau. Also, das hätten wir ... Also, in einem anderen Kontext hätten wir vielleicht was anderes machen müssen und wirklich irgendwie noch mal was anderes basteln müssen. Aber dadurch, dass das so zeitlich gut ineinander quasi… Der Playtest war schon lange geplant und dann kam das Ding und dann hat sich das quasi von selbst so ein bisschen auch geregelt. Aber ja, so generell habe ich auch in der Zeit eben durch dieses Wachrütteln noch mal mehr gelesen.

Ich habe tatsächlich von meiner Mom so Hefte bekommen, weil die hat irgendwie so ein VWL-Lehrgang, also Bachelor gemacht, so ein Fernstudium. Und dann war sie so, ach, du machst jetzt Projektmanagement, ich hab da was, und hat mir so erstmal so ihre Hefte hingeworfen und hat mich so ein traditionelles Projektmanagement eingelesen, weil die ist in der Altenpflege, also weit vom Game-Dev weg, aber ich war so richtig mind-blown, so was, es gibt schon Lösungen für all meine Probleme.

Warte, genau das wollten die Leute. Das hätte ich einfach aus diesem Handbuch herausnehmen können. So ein Projekthandbuch, was?

Simon

Ja.

Ivette

Eigentlich das simpelste auf der Welt, aber wenn man halt irgendwie niemanden hat, der es dir zeigt oder so, dass man sowas machen kann. Ja, das war, also sowas war sehr erleuchtend und natürlich der Discord, den du gerade auch erwähnt hast, ich bin da auf einem, ich weiß gerade nicht, wie der heißt, lass mich kurz runter scrollen, der Game Production Community.

Simon

Okay.

Ivette

Und die sind super, super cool, die machen wirklich regelmäßige Meetings, wo die einfach nur so quatschen, also wirklich so low effort, einfach nur chatten. Und es gibt Meetings, wo die über ein bestimmtes Thema reden, irgendwie so Scrum oder keine Ahnung, Playtesting, Buckhunting, was weiß ich, gerade halt Thema ist in der Community. Es ist so cool, mit denen sich auch zu tauschen und so, weil das Skill Level dort auch durch die Bank unterschiedlich ist.

Also es gibt Studis, es gibt Leute, die halt schon seit 20 Jahren in der Industrie sind und da rumhängen.

Und die haben auch so schöne Channels, wo die einfach nur Fragen stellen, also kannst du anonym einreichen und dann werden die quasi einmal die Woche, glaube ich, so gepostet und dann können die Community-Members, einfach mit einer Nachricht antworten auf die und da kriegt man quasi für verschiedene Themen so verschiedene Einblicke aus verschiedenen Perspektiven, was super, super cool ist und sehr wertvoll.

Simon

Echt interessant. Also ich habe mich noch nie damit beschäftigt, ob es Producing-Discords, gibt. Finde ich interessant. Das ist ein ganzer Discord-Fall. Und das ist nicht klein. Also ich sehe 2.148 Leute sind gerade online und 5.983, Leute, gibt es insgesamt. Also das ist schon eine ganze Menge. Interessant.

Ivette

Das ist eine ganze Menge. Wirklich, man kriegt sehr viel Input. Also wenn man irgendeine random Frage hat, kriegt man auch einfach eine Antwort. Also es ist hervorragend. Wir sind alle sehr aktiv. Sehr cool.

Simon

Okay.

Ivette

Es gibt auch ein paar andere kleinere Discords für Producing, aber das ist schon der, so der most quality one.

Simon

Ja, ich habe auch in so einem Devlog von dir oder V-Log, da hast du kurz erwähnt, dass du Producing-Bücher empfohlen bekommen hast, aber ich glaube, du hast da nicht gesagt, welche.

Ivette

Ja, aus einem guten Grund, weil die liste echt lang ist ich habe nämlich so eine pdf geschickt bekommen also vom ben der am stammtisch haben wir uns immer wieder getroffen habe immer wieder von meinen producing eskapaden weil er auch producer ist und dann hat er gemeint so halt stopp ich war ich habe das studiert, was du da tust und hat mir seine Liste von, die er in der Uni bekommen hat, zugeschickt und die ist von 2011,

muss man dazu sagen, also es ist schon eine Weile her, dass er studiert hat, das heißt, es sind nicht die aktuellsten Bücher.

Simon

Ja gut, aber...

Ivette

Aber genau, und da sind halt so typische Verdächtige wie die Game Producers Handbook, kennt man vielleicht.

Simon

Also, warte, ja, ja, warte, ja, ja, klar, klar, warte, wie war's? Game? The Game Producers Handbook von Dan Irish. Ja, das ist natürlich, das haben wir alle schon gelesen. Oh, warte mal, tatsächlich ... Jetzt muss ich überlegen, irgendwie kommt mir das bekannt vor. Hat vielleicht schon mal jemand erwähnt. Kostet auch nur 54,77, also ein Schnapper.

Ivette

Ich hatte das Glück, dass es bei uns auf der Arbeit rumgeflogen ist. Das konnte ich dann einfach nicht.

Simon

Ganz schön teuer.

Ivette

Ja, das ist immer das Problem, aber es gibt hier Raubkopien.

Simon

Du meinst dezentrale Sicherheitskopien.

Ivette

Genau.

Simon

Aber oder man kann es gebraucht kaufen für 32,99. Allerdings sind das Dollar, das heißt, wenn man Glück hat. Ist da noch ein bisschen günstiger.

Ivette

Ja, oder Bibliotheken.

Simon

Stimmt, ja.

Ivette

Also, wie gesagt, ich hab's bei mir ... Also, wir haben in der Arbeit so eine kleine Buchbibliothek. Da hab ich's einfach rausgenommen.

Simon

Und was sind denn so ... Also, die Sache ist, für mich ist Producing Planung und viel Kommunikation.

Ivette

Ja.

Simon

Was steht jetzt in diesem Buch da drin, was über das hinausgeht? Also, warum muss ich mir das Buch kaufen? Was sind da für coole Hacks und Tricks drin?

Ivette

Also, du musst es gar nicht kaufen.

Simon

Nein, aber wenn ich jetzt ...

Ivette

Aber ja, also selbst dann, es ist halt eine schöne Übersicht. Also, das ist schon ein relativ altes Buch. Wie gesagt, das ist eine Liste von 2011. Aber das ist ... Das bietet halt zum Beispiel eine schöne Übersicht. Was ist ein Producer, was macht ein Producer, was für Ausartungen von Producern gibt es. Weil es gibt ja nicht nur diesen ... Also, direkt vor Ort der Entwickler. Es gibt ja auch Publisher, Producer und so was.

Und da gibt's so einen schönen Überblick über alles. Wie macht man Schätzungen, was, keine Ahnung, muss ich beim Publishen beachten, was muss ich bei Konsolenpods beachten. Ist halt, wie gesagt, alles ein bisschen alt, aber es gibt dir eine Übersicht an Dingen, die du dann googlen kannst oder an anderen Stellen suchen kannst. Das ist gut.

Simon

Okay, und hattest du irgendwelche Erkenntnisse daraus oder auch aus irgendwelchen anderen Büchern, wo du dachtest, aha, okay, cool?

Ivette

Also, am meisten hatte ich wirklich die Erkenntnisse aus diesen Lehrheften von meiner Mama. Für das ganz normale Projektmanagement, Weil ich hab das Gefühl, dass diese Game-Producer-Bücher, oft versuchen, die Welt vom Neuen zu denken und nicht darauf zurückgreifen, dass es dieses ganze Projektmanagement-Feld schon gibt.

Simon

Ja.

Ivette

Dass das ein bisschen so aus dem Vorgelassenen wird, obwohl es es eigentlich gibt. Und ich mein, so Wasserfall und Scrum, das sind ja eigentlich Begriffe, die aus dem normalen Projektmanagement kommen. Aber irgendwie werden dann so die Grundlagen trotzdem ... es in den Büchern nicht mehr erwähnt. Entweder gehen die Leute davon aus, dass man es eh schon weiß oder die werden dann halt nicht spezifisch erklärt.

Also das war für mich echt das Größte, zu sagen, okay, es gibt ja wirklich ein ganzes Feld, in dem ich mich noch beschäftigen kann, was ganz viele... Einfach schon, ja, jahrzehntelange Erfahrung hat, wo man sich dann auch dran beißen kann. Man muss es nicht aus der Gameseite betrachten, und es wird wahrscheinlich genauso funktionieren. Auch wenn diese Gamesachen-Betrachtungen natürlich auch interessant sind, weil die halt auf dieses Chaos eingehen, was in Game Dev passiert.

Simon

Ja, aber stimmt, also agiles Projektmanagement ist das, ne? Das ist Scrum, dass man in kürzeren Iterationsschritten arbeitet, statt einmal zu planen, dann fünf jahre diesen ziel plan verfolgt oder so okay und gab es noch also ich weiß nicht hast du noch andere vielleicht dinge die du so nicht erwartet hättest also man hatte so eine erwartungshaltung an seinen job dann vielleicht wie das wohl wäre oder wie das sein wird oder so und ich frage mich ob du irgendwas dinge nicht

hast kommen sehen oder sowas hast ok krass das macht aber trotzdem Spaß oder oh nee, das macht ja gar keinen Bock oder irgendwie sowas.

Ivette

Tatsächlich, was ich irgendwie super unterschätzt habe, ist, wie sehr man irgendwie als Producer irgendwie beeinflussen kann, wie das Team miteinander arbeitet. Also irgendwie auch, wie stark man eigentlich in dieser Rolle als Kommunikationsförderer ist, wie oft man Leuten sagen muss, dass sie miteinander reden soll und halt auch einfach wie oft man Sachen wiederholen muss.

Also das hat mich am Anfang richtig schockiert, dass wenn du eine Sache nur einmal sagst, das oft passiert ist, dass die Leute einfach nicht hören, also nicht mal absichtlich oder so.

Aber ich habe auch mit, also dann auch mit anderen Leuten gesprochen, die halt in so leading Rollen sind oder halt so Management Rollen und es scheint, es ist so eine generelle Erfahrung, dass man einfach, wenn man irgendwas rüberbringen will, es halt einfach immer wieder sagen muss, Bis es dann tatsächlich ankommt.

Simon

Ja, ist wie bei Marketing, ne?

Ivette

Ja, genau. Also das hat mich wirklich überrascht, weil ich war immer so, hä, wieso tut man das hier auch immer alles dreimal sagen? Ich hab's doch schon beim ersten Mal verstanden. Und dann sitzt du da und wiederholst es zum dritten Mal und bist so, warte, mach ich grad dasselbe?

Simon

Ja.

Ivette

Also das war echt überraschend und halt irgendwie, okay, wie finde ich Wege, irgendwas, wenn es nicht verstanden wird, anders zu kommunizieren, anstatt das immer nur gleich zu wiederholen? Weil ich will ja, dass verstanden wird. Und irgendwie wird es ja so nicht verstanden. Und dieser ganze Teil, also das...

Ja ist auf jeden fall fordernder als gedacht aber auch super spannend es macht richtig spaß sich damit zu beschäftigen und zu schauen okay was für methoden gibt es um das zu fördern und halt auch generell so, mitarbeiter zu motivieren wir haben das problem dadurch dass wir halt so viele projekte haben dass leute halt auch einfach fertig sind, Ja ja ja kann ich mir vorstellen weil so task und projekt wechsel ist ja auch schon echt anstrengend genau und da zu schauen okay wie kannst du die leute

irgendwie motivieren für ein projekt vor allem ein projekt jetzt nicht irgendwie so deren herzenspreis, ganz weit weg von dem was sie eigentlich mögen so wie also was was kann man da potenziell machen. Und das sind alles Sachen, die ich halt selber noch irgendwie lernen muss, wo ich auf jeden Fall noch ganz am Anfang stehe, wo ich mir denke, also wenn ich das mal kann, dann fühle ich mich wie eine gute professionelle Produzentin.

Bis jetzt ist es eher das Ausprobieren und Schauen, was funktioniert.

Simon

Ja, ich wüsste auch gar nicht, wie man Leute motivieren soll, weil ja, also die Motivation ist halt am Ende des Monats auf dem Konto.

Ivette

Ja, wenn es nur das ist. Ich habe das Gefühl, dass viele, die im Gamedev sind, nur durch Geld ist. Das ist jetzt nicht so die Hauptnot. Dann wären sie wahrscheinlich irgendwo anders.

Simon

Ja, aber die Frage wäre jetzt, also utopisch gesehen. Sagen wir mal, jeder bekommt, hier, wie heißt das, ein bedingungsloses Grundeinkommen. Und zwar so hoch, dass du kein Job machen musst. Also weil manchmal ist die Idee ja auch, dass du irgendwie bei dem bedingungslosen Grundeinkommen, dass du irgendwie 1000 Euro bekommst, aber das reicht dann vielleicht gar nicht aus. Und deswegen musst du noch irgendwas nebenbei machen.

Sagen wir mal, es wäre genug, dass du sagen kannst, okay, ich arbeite nie mehr. Dann wäre die Frage, ob die Leute dann sagen, okay, ich bleibe weiter bei der Firma. Die machen zwar auch Games, aber warum soll ich denn nicht mein eigenes Game machen? Jetzt, wo ich Funding quasi habe.

Also die Motivation bei einer Firma zu sein, kann ja trotzdem Geld sein, auch wenn man coole Sachen macht, weil man kann ja auch coole Sachen zu Hause dann für sich machen und die eigenen Projekte verwirklichen oder so.

Ivette

Ja, aber ich habe das Gefühl, dass auch so ein Team sehr motivierend sein kann, also wenn du weißt, dass die Leute um dich herum sehr cool sind, dass es Spaß macht, mit denen Projekte zu machen, so ein Soloprojekt, ja okay, schön und gut, aber ist doch geil, wenn du jemanden hast, der eine richtig geile Art für dich malt.

Simon

Ja, das stimmt. Aber hast du denn so irgendwas schon so rausgefunden, wie man dann eben Männchen dazu bringen kann, darüber hinaus, dass man sagt, ja, du wirst bezahlt, also mach deinen Job? Es ist ja jetzt nicht so die geilste Motivationsansprache.

Ivette

Ja, es ist schwierig. Also ich bin da definitiv noch am Suchen. Was ich gesehen habe, was gut hilft, ist, wenn Leute dann irgendwie anfangen, Irgendwie von sich aus ist so kleine, also wir machen gerade ein Spiel mit Traktoren und dann haben einfach die, wir haben viele Väter für uns in der Firma und haben die Väter angefangen, die ganzen Kinderspielzeuge immer zu bringen von ihren Kindern, die offensichtlich viele Traktoren waren. Also hier Traktorenbuch, hier Traktorenplakat, hier Traktoren,

wirklich zum Spielen. Und das war so ein kleiner Moralpunkt. Also das sehe ich auf jeden Fall in Zukunft bei Projekten, dass ich, wenn wir ein Projekt haben, dass wir, dass man auf so eine Ebene geht. Ich meine, bei Zombie-Kill-App hatten wir auch sehr oft so Zombie-themed Dinge.

Simon

Ja, ich frage, weil ich hatte, ich damals habe ich so die Rolle des, wie heißt es, Teamleads gehabt während des Studiums. Und das war nicht so geil, weil da haben die Leute ja noch bezahlt, dass sie dort sein durften. Also das ist dann auch schwieriger, deine Motivation aufzubauen, wenn du noch nicht mal den Gehalt zahlst irgendwie. Aber auch so, es war schwierig.

Ich weiß nicht, was ich mal versucht hatte zum Beispiel, weil ich hatte dann mich mal mit einem hingesetzt und gesagt, okay, hey, ich hab gemerkt irgendwie, in letzter Zeit läuft's nicht so, irgendwie die Tasks werden nicht gemacht, kommst irgendwie bis langsam voran, gibt's denn irgendwas, was du lieber machen würdest?

Also im Grunde genommen, wie es bei dir jetzt auch war, dass du gesagt hast, ich hätte jetzt mal Bock auf was anderes und dass dann man diese Chance einräumt, aber das geht ja natürlich auch nur in einem gewissen Maße. Du kannst ja nicht sagen, ja, eure vier Programmierer haben keinen Bock mehr programmieren, ja, dann gibt es da plötzlich keine Firma mehr.

Ivette

Ja, nee, aber das ist tatsächlich ein guter Punkt, also so wirklich mit Leuten ins Gespräch gehen, das hilft. Also zu sagen, hey, ich merke, dass du die ganze Zeit nur pumpige Antworten gibst, so, was ist eigentlich dein Problem? Einfach zu sagen, hey, ja, was frustriert dich denn? Denkst du, wir arbeiten gerade an dem Falschen? Was denkst du, wäre an deiner Stelle denn das Richtige, was wir tun?

Simon

Hast du, also es klingt so, als wärst du jetzt schon öfters mal in einer Situation, die jetzt nicht so super positiv ist, ne? wenn du jetzt eben mit Leuten reden musst, die vielleicht gerade nicht so gut drauf sind oder eben als da dieser eine Kunde nicht so zufrieden war. Das drückt ja auf die Stimmung, sag ich mal. Also auf deine jetzt. Oder würde das bei mir, bei mir jetzt sein? Ja, fühlt sich ja nicht so gut an.

Und in diesem Moment dann trotzdem noch, sagen wir mal, relativ neutral zu bleiben. Ja, und die eigene Stimmung nicht. Oder der eigenen ärger vielleicht auch wenn man sich darüber ärgert dass da irgendwas nicht läuft nicht hervorkommen zu lassen finde ich super schwierig wie ist das denn bei dir kannst du das irgendwie gut. Überspielen oder händeln oder kontrollieren dass die leute nicht merken dass du eigentlich echt grumpy bist weil die ihren scheiß nicht bekommen.

Ivette

Also, wenn ich ausgeschlafen bin, ja. Wenn ich nicht ausgeschlafen bin, wird's schwierig. Also, es passiert schon mal, dass ich halt wirklich grumpy werd. Tatsächlich ist mir das letztens passiert. Und dann haben wir mit einem Mitarbeiter auch geredet. Und da sind wir irgendwie so die Planung durchgegangen, also für ihn spezifisch, weil ich dann im Urlaub war und er das übernehmen sollte, dass er das Sprintplan hinein macht. Und dann kam er irgendwie so zwei Stunden später zu mir und war so,

hey, Evie, ich will mal kurz mit dir reden. Ich so, okay, was ist los? Und dann war es so, ja, irgendwie kam es mir vorher richtig passiv-aggressiv, vor. Und ich so, ups, ups. Also war sehr cool von ihm, dass es angebrochen hat. Aber also in solchen Momenten merkt man, dass man halt auch nicht, seine Emotionen nicht immer Herr ist, genau. Aber in den meisten Fällen, also, es ist schon okay. Also meistens wird ja auch eher so das Arbeitsstück kritisiert und nicht man als Person.

Und dadurch kann man das eigentlich gut trennen.

Simon

Ja, okay. Ja, spannend, ja. Na, ich finde das sehr beeindruckend. Ich habe das, glaube ich, schon mal erzählt hier im Podcast, dass ein Producer von damals, was ich da beeindruckend fand, war, dass der konnte ziemlich direkt sagen, dass du das bitte zu tun hast. Aber der hat das auf eine Art gemacht, dass du dich nicht so gefühlt hast wie, da hat jetzt irgendwie wie der Kommandant dich angeschrien oder so. Also, man hat sich überhaupt nicht schlecht gefühlt und auch nicht unter Druck

oder so. Aber man wusste auch, das ist jetzt halt ernst. Also, es ist wirklich wichtig. Und das fand ich faszinierend. Also, total freundlich, aber du wusstest, okay, das ist aber auch wichtig.

Ivette

Das find ich generell faszinierend bei Producern, die schon wirklich lange im Job sind, wer mit denen spricht. Also, die nehmen einen anderen Kommunikationsziel ein mit der Zeit. Und es hat mir selber aufgefallen, dass ich so mit der Zeit so angefangen habe, ein bisschen anders zu kommunizieren, dass ich viel mehr auf meine Worte achte, die ich bin. Also einfach weil man halt auch ein bisschen muss, weil man halt direkte konsequenzen hat, wenn man.

Stoßräder, weil leute einen dann für wahrnehmen in der position wo man ist also wenn du halt irgendwas sagst dann ja dann wird halt auch gemacht im zweifelsfall.

Simon

Ja aber meinst du jetzt eher dass man eben sauer mal nicht mehr so oft scheiße und kacke sagt oder meinst.

Ivette

Nee, nee, das meine ich nicht. Das merkst du ja selber. Das geht nicht raus. Aber eher so, dass man halt nicht einfach ... Also, dass man zum Beispiel, wenn man die ganze Zeit sagt, wir haben keine Zeit, dass die Leute dann halt anfangen, wirklich gestresst zu werden. Und dass man halt auf so was echt achten muss. Das hatte ich auch bei einem Projektor am Anfang, das einfach nicht rausbekommen hab, weil ich die Timeline gesehen hab. Und mir gesagt hab, oh nein, wir haben keine Zeit.

Und das halt so viel ins Team getragen hab, dass sie am Ende alle echt unnötig gestresst waren. Nur wegen halt der Wortwahl.

Simon

Das ist ein guter Punkt. Also das sozusagen das Team so ein bisschen beschützt vor den äußeren Druck, der herrscht.

Ivette

Und das sind halt so Fehler, die man halt so als Anfänger, wie ich halt einfach dann andauernd macht, weil du halt nicht besser weißt und bis du halt dann irgendwann mal den Effekt von deinen Worten siehst und merkst so, oh, ups, vielleicht hätten wir ja andere Entscheidungen getroffen, wenn die Leute halt nicht so gestresst gewesen wären.

Simon

Ja, das ist ein sehr guter Punkt.

Ivette

Weil im Stress halt meistens die Entscheidungen halt nicht so gut sind und deswegen, wenn das Team mal im Stress ist, ist es schlicht.

Simon

Das ist ein sehr interessanter Punkt, da habe ich gar nicht drüber nachgedacht, aber es macht total Sinn, ja. Das ist echt, ja, guter Punkt. Und, ähm, also sagst du jetzt, das ist jetzt so dein Ding, oder, äh, also, oder, sag mal so, ist diese Brücke zum Tech-Artist ... Abgebrannt? Sagst du jetzt, nee, komm, da willst du auf jeden Fall nicht wieder hin?

Ivette

Nee, also, ich find Tech-Artist schon superspannend. Ich könnt's mir vorstellen, tatsächlich auch als Tech-Artist zu arbeiten. Mein größtes Problem, was ich beheben müsste dafür, was ich auch schon, als ich das Tech-Artist hatte, war, dass ich halt wildes FOMO hatte von Technologien, die ich nicht gelernt habe. Also so Sachen wie Substance, Designer und Painter habe ich mir nie angeschaut. Aber jedes Mal, wenn man sich irgendwelche Stellenausschreibungen anschaut,

denkt man sich, oh Gott, ich müsste das können. Genauso wie zu Houdini oder so, habe ich mir noch nie angeschaut. Wäre aber so cool reinzuschauen, auch demselben Grund. Schaust du dir eine Stellenausschreibung von irgendwas an, was cool klingt, Boah, ist das halt mit drin oder irgendwie diese Geometry Nodes in Blender, sieht auch so cool aus, was die Leute da raushauen.

Ich weiß nicht, ob das inzwischen production ready ist oder nicht, aber sowas hier anzuschauen oder Zbrush oder was weiß ich, was das da noch alles draußen ist. Ich hab das Gefühl, dass mir sehr viel so an Tech fehlt, obwohl ich als Tech Artist gearbeitet habe.

Simon

Ja.

Ivette

Das ist so das was quasi auch schon während der tag art zeit mich frustriert hat es nicht dazu kommen wenn es zu lernen und ja wahrscheinlich auch bevor ich wieder mit tag art anfangen würde mindestens irgendwas davon lernen, wollen würde um mich dann nicht zu selber zu stressen während ich arbeite dass irgendwie die technik von mir wegläuft ja kann ich sehr gut nachvollziehen deswegen hab ich auch gefragt weil ich hab,

ich frag mich immer wenn menschen so eine auszeit nehmen oder noch ein zeitintensives hobby haben, Ich hatte jetzt mit mit Andi gesprochen, Andidev von Twitch, der segelt zum Beispiel gern und restauriert auch so sein eigenes Boot.

Simon

Und das ist natürlich ein sehr zeitaufwendiges Hobby und dann habe ich mich auch gefragt, okay, ich investiere sehr viel Zeit oder den größten Teil meiner Freizeit in so Game-Related-Projekte, wie jetzt zum Beispiel dieser Podcast, aber eben auch lernen, TechArt meistens oder VFX.

Und dann denke ich mir immer so, bei diesen Leuten, die so andere Ob die so Hobbys haben, oder jetzt zum Beispiel bei dir auch, die jetzt hauptberuflich auch was ganz anderes machen, ob da nicht so die Angst da ist, dass man dann so, wie heißt das, den Anschluss verliert an die Sache. Weil wenn ich jetzt zum Beispiel ... Also, ich hab zum Beispiel das Problem, ich arbeite weder mit Unity noch mit Unreal professionell, sondern mit Custom Engine.

Und ich hab schon auch das Gefühl, dass ich so langsam den Anschluss verliere an Unreal, Weil Unreal sich so krass schnell weiterentwickelt in letzter Zeit. Also allein Unreal, ohne jetzt noch mal externe Projekte. Aber da gibt's jetzt ... So Pyro-Simulationen in Realtime zum Beispiel. Supercool, ne? Und dann hast du das Niagara-System, was ständig erweitert wird und immer komplexere Sachen ermöglicht und so was. Und ich berühre das kaum und denke mir dann immer so, hm ...

Also wenn ich jetzt noch fünf Jahre weiter nicht Unreal professionell mache ... Dann ist da ein ganz schöner Haufen an Kram, den ich noch nie angefasst hab.

Ivette

Ja, das ist echt krass. Also, so in diesem Bereich ist echt wild, wie viel es einfach gibt und wie unterschiedlich auch die Pipelines sind von den Studios.

Simon

Ja, aber deswegen hab ich mich halt gefragt, ob du da jetzt Bedenken hast, weil du ja jetzt ja auch professionell, also jeden Tag irgendwie acht Stunden, halt nicht mehr diesen TechArt-Bereich machst.

Ivette

Also, wirklich Befürchtungen nicht. Also, ich glaub, wenn ich wieder wollen würde, könnte ich mich da wieder einlernen, weil die ganzen Basics gehen ja weg, also zu coden ist wie Fahrradfahren, das lernt man nicht. Also da bin ich mir, da mache ich mir keine Sorgen und so, dass die ganzen Animation Principles, glaube ich, sind auch ingrained, genauso wie so Farb-Sachen, da hat man halt dann irgendwann mal einen Blick dafür und dann passt das.

Und dann so eine neue Technologie, ja, ich glaube das wird dann ein bisschen hart für drei Wochen, aber dann hat man es auch vielleicht immer mit durch. Also, man muss dann halt dann den Willen haben, dann diese drei Wochen zu investieren.

Simon

Ich habe mir tatsächlich so eine kleine Liste mal gemacht mit Dingen, die ich gerne wissen würde. Und das fühlt sich dann ganz cool an, wenn du dann dich wirklich hinsetzt und so private Projekte machst und dann da Sachen abharkst. Und das können auch so kleine Sachen sein. Eine Sache war zum Beispiel Flowmap Shader.

Also wird ja meistens so für Wasserkram verwendet, aber hatte ich halt noch nie so gemacht und dann habe ich mich einfach mal hingesetzt und dann das gemacht und dann habe ich mich gefreut, weil dann konnte ich sagen, okay, hast du immer mal gemacht. So hast du einmal diesen Prozess durchgearbeitet, wie man so eine Flur mitmacht und vor allem, und das ist der Tricky Part, wie man die dann im Shader ordentlich interpretiert, so dass es gut aussieht und und das alles wirklich so loopt ineinander.

Und nicht komisch aussieht oder irgendwie zuckelt oder ruckelt oder irgendwas. Genau. Aber das erfordert natürlich, dass man sich dann auch in der Freizeit hinsetzt. Und ja, ähm ... Da bin ich mir grad nicht sicher, weil auf der einen Seite ... Also, du hast so angemerkt, dass du eigentlich das nicht so cool findest, dich da noch hinzusetzen in der Freizeit, weil du machst das ja schon den ganzen Tag. Also, jetzt nicht mehr, aber vorher, TechArt, ne?

Aber auf der anderen Seite bist du ja superaktiv mit verschiedenen Sachen. Also, mit Vlogs machen, mit Gamejams machen, mit Texten schreiben irgendwie, auch Art privat machen und so. Also, ich seh da schon, dass du nicht so eine Person bist, die nach Hause geht und sagt, okay, jetzt guck ich nur noch Fernsehen und dann ist Gehirn aus. Sonst bist du ja auch superaktiv und liest dann auch noch Bücher und alles.

Sodass ich eigentlich denken würde, sich hinzusetzen und so TechArt-Kram auch zu lernen, würde dir auch dann eher noch Spaß machen vielleicht sogar.

Ivette

Ja, ja. Also, auch in der Freizeit, meinst du? Jaja. Also, vor allem, wenn ich's dann eh nicht quasi acht Stunden vorher schon gemacht hab. Also ich bin so ein Mensch, ich brauch halt meine Abwechslung. Aber wenn ich die Abwechslung hab, dann ist gut.

Simon

Okay, also jetzt wäre sozusagen die Premiumzeit für dich, zu sagen, okay, jetzt würdest du dich eher damit beschäftigen, weil du jetzt Producing machst.

Ivette

Ja, also ich bin momentan noch ein bisschen zu sehr in dem Producing-Film, wo ich mir meine Producing-Podcasts, Nebenbei-Anhörer in meiner Freizeit. Aber sobald dieser Film irgendwann mal abappt ... Ja. Genau.

Simon

Ja, okay. Ich hab übrigens noch eine Tech-Art-Frage. Ich hoffe, ich darf's dir stellen, auch wenn du jetzt Producerin bist. Und zwar hab ich nämlich in deinem LinkedIn gesehen, dass es für irgendein Projekt ... Hat es ... Genau. Da stand da, dass du Gameplay mit Visual Scripting implementiert hast. Und zwar bei Internship… bei Terabytes war das, ganz am Anfang. Genau. Und da hab ich mich gefragt, war das in Unity?

Ivette

Genau, wir haben bei ZombieKillerLabs so NodeCanvas implementiert.

Simon

Aha, weil das wollte ich nämlich wissen. NodeCanvas, ist das was?

Ivette

Das ist ein Asset, das man sich aus dem Unity-Asset-Store holen kann.

Simon

NodeCanvas.

Ivette

Und das kann so Finite-State-Machines abbilden, und Behavior-Trees. Wir haben es ein bisschen missbraucht und nicht ganz so genutzt, wie das angepriesen ist. Aber ja, damit hab ich dann halt eben, wie ich vorhin gesagt hab, die Maschinen und die VFX und Sounds und so getimed. Und die Animationen, die die Charaktere an den Maschinen machen.

Simon

Ah, okay, genau, das wollte ich nämlich wissen. Weil ich war nämlich unter dieser Impression, dass halt Unreal hat ja Blueprints und Unity eben nicht. Und da wollte ich nämlich mal wissen, was es damit aus sich hat. Okay, da gibt's also ein Plugin. Und anscheinend eine Menge Spiele haben das auch benutzt tatsächlich. Also, ich seh hier Kingdom, Hand of Fate 2, äh, Ghost of a Tale, da spielt man diese kleine süße Maus. The Long Dark hat's auch benutzt. Genau. Cool.

Klingt sinnvoll. Also, für mich nicht, aber für alle, die zuhören, die noch Unity benutzen und nicht gewechselt sind.

Ivette

Also, ich würd's auch nicht unbedingt empfehlen. Ich würd's empfehlen, einfach zu coden.

Simon

Okay, interessant, ja.

Ivette

Es ist also ... letztendlich sauberer und angenehmer zu bedienen. Vielleicht kann man irgendwie mit Nodes auch irgendwie schön arbeiten. Uns ist es irgendwie nicht gelungen. Für uns war's einfach nur eine Quelle von Leid und Pein.

Simon

Ojejeje. Okay, das ...

Ivette

Ja, weil wir's halt ein bisschen anders genutzt haben als eigentlich, weil wir's halt dann im Code getriggert haben. Und eigentlich sind die so gebaut, dass die quasi selbstständige KIs darstellen, die dann irgendwie Dinge tun. Und wir waren so, nee, nee, nee, nee, nee, wir benutzen sie wirklich nur als Script Language Ersatz.

Simon

– Ja.

Ivette

– Ja. Also vielleicht, wenn man sie richtig nutzt, ist es vielleicht nicht ganz so frustrierend, aber es hat halt seine Grenzen, was man denn macht. Und die sollte man auch einsehen.

Simon

Ja, okay, okay, okay. Übrigens, ich hatte da einen Pinterest gefunden. Und ... also, ich nehme an, das ist deins.

Ivette

Würde sagen, ja. Sieht richtig aus.

Simon

Da hab ich so durchgescrollt, und dann ... Da gab's viele Fotos von Frisuren, ja? Mhm. Dann hab ich noch ein bisschen weitergescrollt, und dann gibt's Klamotten, so ganz schöne Kleider mit ganz vielen Falten. Und dann hab ich weitergekrollt und dann kamen so alte Gebäude oder so coole Architektur, so Industrielagerhallen. Und dann dachte ich so, also normalerweise würde ich jetzt denken, das ist ein Mensch, der oder die interessiert sich jetzt zum Beispiel eben für,

wie mach ich mir irgendwie die Haare oder so. Aber da hab ich gedacht, so, hm, Ivi ist Tech-Artist. Und es könnte genauso gut sein, dass er sich diese Industriehallen anguckt für Positual Generation, weil das ist genau der Kram, den man ja auch so geil generieren kann. Und Haare sind ja auch ein großer Tech-Art-Bereich teilweise. Da kann man ja mit ... Wie heißt es noch mal? Nicht-so-tropisches-Filtering, für die Haare, dass das Shading ordentlich aussieht.

Und halt die Real-Time-Haar-Simulation und so was ist ja jetzt auch grad im Kommen. Und genau dasselbe ja auch bei Klamotten. Also, es gibt jetzt grade ... Anwühl hat, glaub ich, eingeführt oder verbessert so ein Real-Time-Kloff-System und so. Also, da war ich mir dann nicht sicher, als ich auf deinem Pinterest geguckt hab, Ob das jetzt dein privates Interesse an den Klamotten und Frisuren ist oder ob du das Attack Art mäßig betrachtest.

Ivette

Deine erste Intuition war richtig. Ich bin ein Fan von coolen Haaren. Ich habe auch immer wieder andere Haarfarben und so. Ich finde das immer sehr cool. Und viele der Referenzen sind tatsächlich für Malen. Also ich male ja gelegentlich Illustrationen und so. Und viel der Inspo geht dahin. Und die ganzen Klamotten sind tatsächlich Inspo für Nähen. Ich habe auch eine Nähmaschine da, wo ich ab und zu mal Klamotten nähe. Nicht sonderlich oft, ich sammle lieber die Inspiration dafür.

Genauso auch für das Basteln. Ich habe eine ganze Bastel-Pin-Sammlung, mit, wie ich sehe, 197 Pins. Das sind alles Projekte, die ich mir vorstelle, aber wahrscheinlich nie machen. Aber manchmal bastle ich. Also ich habe das letzte Wochenende mir ein Eichhörnchen gehäkelt. Das war sehr befriedigend.

Simon

Gibt es da ein Foto?

Ivette

Auf meinem insta auf dem die brockenbird insta sollte eins sein, warte habe ich natürlich alle schauen, du hast doch tausend social medias tatsächlich, ich habe echt tausend social medias, die haben sich über die letzten 15 jahre oder 10 jahre, wie lange ist es, jetzt sind 15 jahre, letzten 15 jahre, so bin ich hier drauf oder wo ist denn das eichhörnchen, da hat hier eine story müsste es sein, wenn sie noch nicht weg ist, ich hasse diese stories, wenn nicht schicke ich sie dir in den discord.

Simon

Ist eine Story ein Reel?

Ivette

Nee, das ist das Oben, was dann nach 24 Stunden verschwindet, ich weiß nicht, ob es schon so lange geht.

Simon

Man merkt, Simon, der ist Social Media Experte.

Ivette

Ich finde es bedenklich, wie sehr ich mich auskenne, aber nach so vielen Jahren. Ich hab's jetzt.

Simon

Oh, das ist süß! Das ist sehr niedlich. Das muss ich natürlich unbedingt, wenn ich darf, in den Podcast einblenden.

Ivette

Das ist ja sehr süß.

Simon

Das ist ja süß. So, wir sind fast durch, wenn du nicht noch was hast. Ich wollte nur zwei kleine Fragen, und dann kannst du auch gerne noch sagen, was immer du möchtest. Aber das sind nur zwei ganz kleine Sachen, weil ich habe gesehen, du machst ja Orga auch für ähm, Gamecamp, Gamecamp München. Und da gibt's ein Formular von Google, und da kann man sich für ein Newsletter eintragen.

Ivette

Gut, kann man gerne machen.

Simon

Genau, und ich wollte mich noch fragen, weil ich bin da so ein bisschen interessiert auch an Newsletter-Systemen, weil ich immer was suche, was irgendwie gut funktioniert. Wie funktioniert das mit Google Docs und Newsletter? Weil ich wusste nicht, dass man Newsletter über Google Docs laufen lassen kann irgendwie.

Ivette

Ja ähm das wusste ich tatsächlich auch nicht dann habe ich Maxi gefragt der das also der ist tatsächlich beim Gamecamp hier Hauptorga für seit eben Robin und Robin aufgehört haben. Den findet man auf Twitter äh nicht auf Twitter was sage ich ähm auf ähm hier Twitch unter NoobDevTV.

Simon

Code aus spaß und der hat anscheinend ein eigenes programm dafür gecodet okay das ist also nichts offizielles okay er hat auch gemeint man kann ihn anfragen, würde es rausgeben aber es ist nicht sehr user friendly okay das erklärt das natürlich ich kann dann als kleinen tipp weil ich ich weiß nicht ich hatte tatsächlich ich dann darüber nachgedacht, als ich das gesehen habe, wie geht das wohl.

Und irgendwie bin ich dann drauf gekommen und habe gedacht, ja, Hamda hat ein Newsletter, gibt es da vielleicht ein Plugin für WordPress? Weil ich habe einen WordPress-Blog oder meine Webseiten basieren alle auf WordPress und tatsächlich gibt es für alle, die jetzt hier zuhören und da interessiert sind und einen WordPress-Blog haben, findet ihr natürlich in den Shownotes den Link Newsletter, Send Awesome E-Mails von WordPress.

Und das ist halt ein Plugin, das kann man sich einfach installieren in seinen WordPress-Blog und dann kann man eben Newsletter aufsetzen. Und das ist sehr schön, weil es eben unabhängig ist von einer Third-Party-Plattform. Weil mit denen hatte ich nicht so tolle Erfahrungen jetzt gemacht. Zum Beispiel gab es vor einer Weile Revue.

Und die wurden von Twitter gekauft, aber mit der Übernahme und den Einsparmaßnahmen bei Twitter wurden die dann eingestellt und seitdem funktioniert Revue Newsletter nicht mehr und das ist alles ein bisschen doof und jetzt bin ich sehr froh, dass ich dieses Ding jetzt gefunden habe, dieses Plugin für Newsletter und dann unabhängig bin von Plattformen, die eben plötzlich pleite gehen oder so, weil das Wordpress ist bei mir selbst gehostet auf meinem eigenen Webspace.

Ivette

Ich glaube, den habe ich tatsächlich auch benutzt für meine Newsletter, der gerade nicht aktiv ist.

Simon

Ja, also hat mich, ich weiß nicht, warum ich nie drauf gekommen bin, vorher mal da nachzusuchen, finde ich auf jeden Fall schön, dass das, also was schön ist, man kann festlegen, dass es eine Willkommens-E-Mail gibt, und bei mir ist es zum Beispiel so, ich habe das so gemacht, dass wenn man meinen Newsletter abonniert, dann kriegt man eine kleine Willkommens-E-Mail mit meinem Werdegang, und ich habe dann so ganz alte GIFs von meinen ersten Projekten da reingemacht, und, sowas,

wo man so sieht, ah ok, das sind die ersten 3D-Modelle und hier ist das erste, kleine Pascal-Projekt, und so als kleinen Willkommen-E-Mail. Was, leider nicht geht, ist sowas, dass man sagt, okay, ich setze hier drei oder vier von solchen E-Mails auf und die werden dann innerhalb von einer Woche abgeschickt an neue Abonnenten und Abonnentinnen.

Ivette

Weil das ist nämlich eigentlich so ein Marketing-Konzept, was viele haben, dass du über mehrere Tage … Ja, ich hab halt Chimp-Mail und so, dass sie das so richtig groß gemacht haben, dass du da diesen ganzen Marketing-Funnel hast.

Simon

Genau. Und das geht da leider nicht. Aber ja, immerhin gibt's eine kleine Willkommens-E-Mail. Das ist ja schon mal was. Und das Zweite ist, da weiß ich gar nicht, ob du da viel zu sagen kannst, aber mal gesehen, du bist nämlich in Kasachstan geboren. Und ich hab mich gefragt, hast du da einen Einblick in die Spielebranche da?

Ivette

Tatsächlich hab ich da keinen richtigen Einblick rein. Ich hab gelegentlich mal googlet, einfach aus Interesse. Tatsächlich hab ich gesehen, dass es so eine witzige Seite gibt, wo die... Ähm, tracken, was, also, wie groß die kasachische, äh, Games-Industrie ist. Warte, ich schick dir mal den Link.

Also, wenn's da auf, ist es leider auf Russisch, ähm, aber da gibt's einen Link auf der Seite, der ist farblich markiert, wenn man da draufgeht, kriegt man die Live-Ansicht mit den tagesaktuellen Daten, wie viele Projekte, es in Kasachstan gibt und was für Genres sie hauptsächlich machen. Und man sieht, dass es aktuell 45 Spiele gibt oder Spielprojekte aus Kasachstan gibt, 46 Prozent davon sind Mobile Games, 24 Prozent PC Games und 31 Prozent davon sind Action Games.

Simon

Gibt's da noch Links zu diesen Spielen oder Webseiten von den Leuten, die sie machen?

Ivette

Also, man findet die Leute, wenn man danach googelt. Jetzt nicht direkt durch diese Seite. Aber es gibt halt entscheidend in den zwei großen Städten Hubs. Einerseits in Astana, wo diese Seite, die ich dir geschickt hab, herkommt. Und in Almaty, das ist eine andere große Stadt eher im Süden. Und entscheidend baut sich da so ein bisschen so Game Hub auf. Entscheidend gibt's da auch so eine halbbritische Uni, kasachisch-britische, Uni, die irgendwie Gamedev-Sommerkurse gibt.

Keine Ahnung. also es baut sich auf weil ich habe ich weiß dass ich ich weiß nicht ist schon drei jahre her oder vier jahre wo ich mal geschaut habe und da habe ich gar nicht gefunden, deswegen bin ich immer wieder schauen weißt du es kann ja nicht sein dass er nach all der zeit nichts kommt und ist ja aber anscheinend baut sich was auf sehr cool ist es wirklich also die website ist ja auch cool, sowas sollte ja die haben alle richtig coole websites also richtig beeindruckend,

Sollte jedes Land haben so was, so eine coole Übersicht über alle Game-Development-Projekte.

Simon

Sehr, nice.

Ivette

Auch die einzelnen Studios, die es dort gibt, haben auch richtig coole Webseiten, so richtig modern und so. Also bei manchen Deutschen, darauf gehst du schon so ... Ja. Also Web ist auch ja nicht deutlich stärker.

Simon

Ja, schön. Okay, also ich bin am Ende meiner Fragen. Ja, ich weiß nicht. Also, ich bin zufrieden. Hast du noch etwas, was du vielleicht loswerden möchtest? Also zum Beispiel vielleicht, keine Ahnung, irgendwelche Themen oder irgendwelche, Weisheiten, die dir schon lange auf der Leber, nee, auf dem Herzen, also irgendwo liegen.

Oder Oder vielleicht auch zum Beispiel, wenn du jetzt daran denkst, hey, du möchtest irgendwelchen StudentInnen Tipps mitgeben oder sowas, oder deinem früheren 16-jährigen Ich zum Beispiel, welches vor … Irgendwas, keine Ahnung, irgendwas, was dir auf dem Herzen liegt.

Ivette

Ja, ich gebe meinem 16-jährigen Ich mit, du hattest recht, du hast keinen Plan, wo du hinläufst. Aber du wirst glücklich sein.

Simon

Sehr schön.

Ivette

Ja, nee, ähm, keine Ahnung, ähm, ich hab das Gefühl, ihr habt sehr viel geredet, generell die Fragen, ich, du hast hervorragende Fragen rausgesucht, ähm, es war richtig, es war richtig cool, die zuzulesen, so zum ersten Mal, weil ich, ich war so, ich glaub, ich hab viel zu viel von mir im Internet verraten.

Also ich habe Freunde, die wahrscheinlich weniger über mich wissen, als du, von den Fragen, die du gestellt hast, weil ich halt so gespreadet bin über die ganzen verschiedenen Social Media, aber in Real Life eigentlich kaum darüber redet, dass ich das alles hab. Und das heißt, die wenigsten Menschen wissen das alles. Also diese Pinterest Seite, ich weiß nicht, wer von meinen Freunden überhaupt weiß, dass ich Pinterest habe. Und dieses R-CFM, dass du das rausgekramt hast, erfolgt.

Simon

Oh ja, das, äh, das, ja.

Ivette

Ähm, also, ist wirklich gut Job, der gemacht. Ähm, das ... Also, es hat mich echt gefreut, dass die Fragen so spezifisch waren. Ich war am Anfang so, ich weiß gar nicht, was mich hier einlasst. Aber es war sehr schön. Danke dafür.

Simon

Vielen Dank, das freut mich sehr zu hören. Ich freu mich auch, dass du dabei warst und zugesagt hast. Denn es war super spannend, mal deine Perspektive dazuhören und so. Also echt cool. Vielen Dank. Und dann wünsche ich dir noch eine ganz, ganz tolle weitere Karriere in der Branche und bin gespannt, wo es dich hinverschlägt und ob du irgendwann mal wieder in die warmen Wasser der Tech-Art eindringen wirst oder,

in Producing Cloud. Ich glaube, in beiden Rollen bist du sehr wertvoll für das Team und die Branche. Von daher, Egal, was du machst, ist auf jeden Fall super.

Ivette

Ja, dankeschön. Ich werde auf jeden Fall ein Chaos-Gremlin bleiben.

Simon

Sehr gut, okay. Na dann, noch eine gute Zeit und tschüssi!

Ivette

Ciao!

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