64 - Angelina Bayers Reise von Lokalisation zu 3D Art - podcast episode cover

64 - Angelina Bayers Reise von Lokalisation zu 3D Art

Feb 04, 20232 hr 14 minEp. 64
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Episode description

Angelinas spannende GameDev-Reise beginnt bei der Lokalisation von Spielen, mündet später in ihrer Anstellung als Prop Artist und überspannt Japan, Luxemburg, Belgien, Frankreich, Australien und Deutschland. Erst übersetzt sie noch selbst, hilft später beim koordinieren des Loka-Teams aber beschließt dann, obwohl sie Sprachen immer noch sehr liebt, ihrer anderen Passion nachzugehen: der Kunst. Wir sprechen über Art-Blockaden, die Zweifel nicht gut genug zu sein, wie sie den Sprung in die Grafik-Produktion geschafft hat und das eine erfolgreiche Karriere nicht davon abhängig ist, ob man bei einer AAA-Firma arbeitet.

Transcript

Background

Simon

Hallo und herzlich willkommen zu dieser neuen Episode. Ich habe ungefähr neun Stunden damit verbracht diese Episode zu schneiden, Und ich sage mal, es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Ich fand's superspannend und ich hoffe, ihr auch. Wenn ihr diese Mühe unterstützen möchtet, könnt ihr gern mal bei uns auf Patreon vorbei schauen, und äh den ein oder anderen Silbertaler da lassen,

Ansonsten würde ich euch gerne dazu einladen, jetzt mit dem Zuhören zu beginnen. Das habt ihr aber schon gemacht, deswegen weiß ich nicht, worauf ich hinaus will. Aber ich will auf jeden Fall noch eine Sache sagen. Der erste Teil der Episode wird relativ viel über Sprachen und Lokalisation gehen, aber das äh mag jetzt den ein oder anderen oder die ein oder andere

etwas angestaubt erscheint, aber es war wirklich spannend da zuzuhören über diese ganzen Dinge, die Angelina da erzählen und die ganzen Komplikationen, die es gibt mit eben Übersetzung und Logisation und so was war echt toll, und danach reden wir dann über ihre Transition zur ja drei D Grafik oder zum Pop-Artists, die

diese diese Passion war aber schon immer in ihr angelegt. Und wie genau sich das alles ausgespielt hat und wie ihre Karriere sie über sechs verschiedene Länder getragen hat, das erfahrt ihr in dieser Episode. Übrigens, Falls ihr euch fragt, hey wie tracke ich eigentlich die ganze Zeit so die Zeit, wie lange so ein Episodenproduktion dauert, ich euch sagen, ich benutze da ein Programm, das heißt Prokrastticker aber es gibt auch andere.

So was wie zum Beispiel Activity Watch oder so und die laufen die ganze Zeit im Hintergrund und tracken relativ detailliert wann genau man in welchem Programm aktiv ist. Und die sind da relativ penibel festzustellen, ob man jetzt eitel ist oder wirklich arbeitet Und das ist wirklich ganz spannend, weil man dann äh sehr detailliert sieht, was man so den ganzen Tag gemacht hat, auch auf zum Beispiel eine Brause auf die einzelnen Tabs aufgeteilt,

kann man so ein bisschen analysieren hm prokrastiniere ich vielleicht ein bisschen viel oder kann man's einsetzen um zum Beispiel zu sehen wie viel Zeit man für welchen Projekt Schritt gebraucht hat. Vielleicht äh erfreut ihr euch ja dieser kleine Tipp und jetzt geht's los mit dem Intro.

Foreground

Simon

Jetzt ist die Episodepisode wenn alles gut läuft 64 und damit ein Jubiläum in der binären Schreibweise und zum Jubiläum. Äh herzlich willkommen Angelina Bayer.

Angelina

Hallo.

Simon

Schön, dass du da bist.

Angelina

Dankeschön.

Simon

Und wir haben viel zu bereden, denn dein Lebenslauf ist eine also wenn's ein Tier wäre, wär's eine ganz lange Schlange. Also ich glaube, das ist das längste Tier, was mir grade eingefallen ist, weil du hast so viele Sachen schon gemacht. Es ist faszinierend, aber wir können aber ganz kurz damit anfangen, dass du dich vielleicht vorstellst und vielleicht

Also am am äh ja was ist denn das Ende der Schlange, was am nicht längsten her ist? Also das also der Kopf. Weil also was du jetzt gerade aktuell machst.

Angelina

Okay, das soll ich anfangen.

Simon

Genau, weil weil wenn wir von dem anderen Ende anfangen, wären sie dolle frei so hä? Was hat das denn mit Game Development zu tun, Am besten, was du jetzt gerade machst und wo du bist und so weiter.

Angelina

Okay. Wo ich bin. Ähm hallo alle zusammen, hallo lieber Simon, dankeschön, dass du mich eingeladen hast zu deinem tollen Podcast, ich freue mich, dass ich hier sein darf. Mein Name ist Angelina so nennt mich aber keiner also hier in Australien zum nächsten Punkt ich lebe hier in Sydney schon seit drei Jahren nennt mich eigentlich nennt mich jeder nur Angst oder und ich bin und Game Artist bei Federweight Games, das ist ein,

hier in Sydney. Und ja, da mache ich alle möglichen lustigen Sachen. Ich ähm darf verschiedenste entwerfen und modellieren. Charaktere, Charakter also Klamotten für Charaktere für unser, gehen, dass wir immer noch aktiv äh unterstützen, Entwerfen und modellieren und ja wir sind ein sehr kleines Team, wir sind knapp zehn Leute. Unser sitzt in aber ansonsten sind wir alle hier in Australien.

Simon

Äh und dass Spiel, ist das das.

Angelina

Ganz genau. Genau, das ist so 'n ja unsere Spieler vergleichen das mit Pokemon, es ist aber nicht wirklich wie Pokemon, also

du musst zwar die Prämisse ist quasi, du bist jetzt ein Trainer und du möchtest deinen eigenen bauen, das heißt du fängst nicht irgendwelche Pokemon irgendwo im sondern du baust sie selber und dafür brauchst du erstmal Baupläne und alle möglichen Ressourcen und so weiter. Es ist also ein bisschen, Spielmechanik her ist es ein bisschen tiefer als Pokemon, aber du hast trotzdem sehr viele verschiedene Team aufstellen

Zweikampf ist auch ein bisschen anders. Wir haben auch PVP, wir haben PVE, du hast eine ganze Welt, die du erkunden kannst. Da arbeiten wir auch gerade im Moment noch, ganz aktiv dran, neue Gebiete äh zu füllen. Die gibt es ja schon, aber wir müssen sie natürlich erstmal nochmal mit Quest und so weiter bisschen füllen.

Ja und das Spiel ist eigentlich ziemlich, es sieht erstmal auf den ersten Blick so Handyspiel oder so ne? Kennt man ja Candycrash oder so aber dafür ist es eigentlich eher schon so ein bisschen also es sind schon einige viele.

Mechaniken dabei, die das Spiel richtig interessant machen, auch für Leute, die länger da dabei bleiben wollen und äh unsere, Leute bei der Firma, das sind alles sehr engagierte Gendesigner, deswegen probieren die auch gern neue Sachen aus, wir bauen immer noch neue Sachen ein und, richtig spannend.

Simon

Mhm und ich habe auch gesehen Rodeo Stampete ist ja auch von euch.

Angelina

Genau, genau, das haben sie entwickelt, bevor ich dazu gestoßen bin. Ich habe jetzt, Februar, bei denen angefangen, sind ja schon ein bisschen länger dabei, aber Rodeo Stampete ist das Spiel, das wir vorher entwickelt haben und das auch extrem lustig ist. Das ist eins von den Spielen, meine Mutter zum Beispiel spielt eigentlich fast keine Spiele, aber als ich mich dort das erste Mal beworben habe, habe ich meine Mutter

zum Spielen gegeben und hat sich echt fast in die Hose gemacht verlachen, weil das die Soundeffekte sind auch richtig lustig, wenn du von einem Ti zum anderen springst und, macht einfach mega Bock.

Simon

Ich frage nur, weil äh ich kenne das Spiel nämlich und ich glaube, das war sehr erfolgreich kann das sein.

Angelina

Das kann sein, ja. Ich habe keine Zahlen gesehen, aber irgendwas müssen sie richtig gemacht haben.

Simon

Weil ich war nämlich in einem äh Coworking Space und da war ein äh mobile Developer und der hatte selbst auch ein erfolgreiches Spiel und hat mir dann mal Rodeus den Pete gezeigt als, für das, was sie, also sie haben dann auch so versucht, so ein äh so ein Spiel zu machen und und und hat er mir so gezeigt und ich glaube, da war so eine gelupfte Augenbraue aus Respekt des Erfolges äh meine ich da gesehen zu haben.

Angelina

Ah ja. Das ist sehr schön.

Simon

Für alle, die's äh nicht wissen. Man man sieht das so aus Vogelperspektive. Es ist so ein bisschen boxalart-Style und. Und dann sind da kleine, äh genau, das ist so ein bisschen wie diese Szene aus König der Löwen, ne, wo alle im im Canyon rumlaufen.

Angelina

So eine.

Simon

Und dann muss man von Tier zu Tier hüpfen. Das ist jetzt ein bisschen anders als bei König der Löwen.

Angelina

Ja Ohne die tragischen Tode und so weiter. Also ja gibt's einiges mehr zu lachen, weil du wenn du halt zum Beispiel von einem Zebra zu einem Emu springst oder so, dann macht noch so lustige Geräusche. Du kriegst dann halt Punkte, je nachdem, auf welchem Tier du gelandet bist und wie lange du dich da halten kannst und, sehr lustig, also mir macht Spaß, sie spielt das nicht jeden Tag aber ja.

Simon

Okay, nicht schlecht, ja, aber mal sehen. Vielleicht ähm äh wissen jetzt einige unsere Zuhörerinnen äh äh um welche Firma es sich da handelt, weil ne, also wie gesagt, das Rodeo, ich glaube, das hat äh doch Wellen geschlagen, ja. Okay, so. Jetzt bist du also äh Freedie Generalist. Aber und jetzt kommen wir mal ans andere Ende der Karriereschlange gehen. Ähm warte mal, ich habe dir das ja es ist zu lang. Ich muss mir das mal.

Weil du hast du hast einen Bachelor gemacht in Social Science and intercultural relation. Danach und maß dann East Agent Studies und das hat jetzt ja nicht, Direkt so viel mit Game Development zu tun, außer außer wenn man also wo ich's mir vorstellen könnte, wäre vielleicht zum Beispiel wenn man Spiele für den asiatischen Markt entwickelt, dann wäre das ja eine interessante Beratertätigkeit vielleicht.

Angelina

Da bist du eigentlich auch schon ziemlich auf der richtigen Spur wie ich dann die Brücke geschlagen habe.

Simon

Okay, aber du kannst dir vorher sogar noch mal anfangen. Warum du dich überhaupt für für dieses Gebiet interessierst so und dann, wie du dann darüber gesprungen bist.

Angelina

Okay, warum ich mich überhaupt für das Gebiet interessiere. Also du meinst jetzt für Videospiele.

Simon

Nee, äh Social Science und East Agent Studies, weil das ist ja sowas, also dieser total äh spannend, aber also ich hätte jetzt also ich find's einfach interessant, dass dass dieses Interessengebiet besteht und dann dann aber da auch nee, komm, ich mache jetzt doch wieder Games und also das.

Angelina

Also ich glaube, das Interesse war bei mir schon immer da, ähm so Sozialwissenschaften, Kulturwissenschaften, ich voll der Sprachenfan, also ich lerne jetzt grad Koreanisch, ich spreche ein bisschen Japanisch, ich sprech Französisch, bisschen Russisch, Norwegisch, also ich liebe Fremdsprachen, ich liebe Reisen, ich liebe Kultur, ich lese auch sehr viel. Ich glaube, das hat das war bei mir schon immer so drin und deswegen war halt die Entscheidung dann Sozialwissenschaften zu studieren

mit diesem interkulturellen Fokus, das war halt immer sehr migrationsbezogen. Ähm der ganze Studiengang der ganze Bachelor war immer auf Migranten in Deutschland und in Europa bezogen, war eigentlich für mich ziemlich klar, dass ich sowas machen wollte.

Ist dann mein Master, der war quasi auch synologische Erweiterung, also es war auch wiederum in sozialwissenschaftlicher Master, aber dann wirklich mit der Vertiefung, weil ich mich schon immer extrem für Japan, Bisschen auch China interessiert hat und ich wollte dann ganz gern in meinem Master mich noch mehr stärker auch auf diese Migrationsthematik wiederum spezialisieren und dann wiederum mehr über die Gesellschaft Japans,

zu lernen. Also es war schon immer so ein Steckenpferd von mir. Ich habe mich dafür immer mega interessiert. Ich habe natürlich auch die üblichen Manga und Anime gelesen, Schrägstrich geschaut. Aber mein Interesse war halt auch noch ein bisschen tiefer als nur das.

Ja dann hab ich erstmal diese beiden Studiengänge absolviert Japanisch gelernt und hab dann halt auch im Rahmen meines Masterstudiums dann halt auch mein Praktikum in Japan gemacht. Ja das war halt immer schon so weiß nicht hab mich einfach fasziniert super interessant, super spannend und ja, ich liebe einfach Fremdsprache und liebe Reisen.

Simon

Ja, aber warum bist du jetzt in Australien und nicht noch ein noch ein bisschen nördlicher dann direkt in Japan.

Angelina

Weil mein derzeitiger Beruf mich hierher verschlagen hat, beziehungsweise, meinem Partner hergezogen bin und ich halt dadurch dass ich nach dem wusste ja erstmal nicht OK was fange ich damit an meine Professoren waren halt so ah sehen wir sie nächstes Jahr beim Doktorandenkurs und ich so nein. Ich hatte genug von der Akademie, ich hatte genug von der von der Uni wissenschaftlichen Arbeiten, also das kann Spaß machen, ich bin auch glaube ich so der Typ dafür, ich liebe halt so

lesen, analysieren, Quellen durcharbeiten und so weiter. Ich bin glaube ich recht strukturiert in der Hinsicht, aber irgendwann hatte ich genug. Also meine Massearbeit hat mir den Rest gegeben und dann habe ich mich überall beworben, ich wollte eigentlich in der NGO, ich wollte zum Beispiel bei arbeiten, ich wollte halt also ne die Welt retten. Freundin die damals noch studiert hat kam wir haben telefoniert hab ein,

Studi-Job, den ich nebenbei mache. Ich übersetze äh Videospiele, sie ist Halbitalienerin. Ähm ich benutze Videospiele, und die suchen noch mehr Leute und das klingt eigentlich total nach dir.

Suchen und das war halt so eine Projektproduktmanagerstelle, nicht Projektmanager, Produktmanagerstelle, was genau das ist, was du vorhin gesagt hast und zwar diese beratende Funktion. Also, Märkte an, wir gucken auf die Trends, wir schauen uns die an, also die überlegen, wie können wir Leute dazu bringen, dass unser Spiel länger spielen, dass sie häufiger spielen, dass es vielleicht sogar Geld in diesem Spiel ausgeben

Die haben halt Leute gesucht, die so ein bisschen diesen Hintergrund haben, also bisschen BWL und ein bisschen ne also diese kulturwissenschaftliche Schiene noch mit drin haben, irgendwie bei mir vollgepasst und dann wollten natürlich auch jemand der gerne Videospiele spielt. Das hat auch gepasst und ja ich finde halt wirklich so ganz süß Zufall drauf gestoßen beziehungsweise durch meine Freundin dann halt die dort als studentische oder sozusagen so ein Studijob damit gemacht hat,

beworben und habe den Job dann halt bekommen. Und äh dann war halt erstmal die Sozialwissenschaften vergessen. Ähm ja.

Simon

Aber wo wo war das jetzt.

Angelina

Ja, das war in Luxemburg, also ich habe damals bei gearbeitet, die haben gerade zu dem Zeitpunkt ein neues Büro in Luxemburg auch ein sehr kleines Büro in Saarbrücken, also wer das nicht kennt, das liegt im Saarland Dort aufgemacht und die haben halt die wollten halt, das ist in so einer amerikanischen Firma, wer das nicht kennt, US amerikanische Firma, das Hauptquartier ist in San Francisco, ja die haben halt mein damaliger CEO, halt mein Chef hat dann halt Leute gesucht, hat diese

auch wirklich dann wirklich neu im Büro gemietet. Also ich bin wirklich am ersten mein erster Tag war wirklich das Büro war komplett leer, wir haben Stühle geschleppt, wir haben überlegt wer wo sitzt. Also das war diese typische Startup-Experience die ich da mitnehmen konnte und ja war halt ein sehr junges, dynamisches Team,

Leute dabei, die schon Ahnung hatten, aber nicht unbedingt jetzt in der Spielebranche. Und ja, wir waren da halt so im Team schon zuerst mal nur Produktmanagern und Übersetzern. Wir haben quasi den europäischen Markt von dort organisiert und so gemacht, besondere, gemacht so kennt man heutzutage macht man macht ja eigentlich heutzutage jede größere Firma, Promos für die Spieler machst oder besondere Aktionen und ja organisiert.

Simon

Noch noch eine Frage zu diesem japanischen Praktikum, das ging ja einen Monat und ich habe mal geguckt, das war ein Werkzeughersteller.

Angelina

Richtig.

Simon

Wie wie passt das denn jetzt? Also das ist ja weder Spiele noch noch Sozialwissenschaft oder so.

Angelina

Nee, das stimmt. Das war auch wiederum genau die gleiche Chance. Ich war einfach am zur richtigen Zeit, am richtigen Ort und zwar, Habe ich äh während meines Masters ein intensiv japanisch groß belegt, also den musste jeder machen, da hast du irgendwie zehn Stunden die Woche japanisch gehabt und das ganze Wochenende hast du Hausaufgaben gemacht.

Und ich hatte eine Frau in meinem Kurs schon eine etwas ältere Dame, also die waren ihren schätze mal Mitte sechzig oder so, die hatte einfach studiert aus Jux und Tollerei, die hat sich auch, für Japan interessiert und war auch schon häufig da und sie hat mitgekriegt wie ich mit meiner Dozentin gesprochen hab und hat gesagt hat dass ich ein Praktikum suche Kam sie halt zu mir und meinte, du pass mal auf, ich,

Ein Freund von mir arbeitet bei einer japanischen Firma und zwar bei der Firma Amada, also mit dieser, Ne, also die haben Laser quasi hergestellt Bauteile, also so Autoteile und so weiter auszuschneiden, also alles mögliche und sie meinte sie kennt da jemand, ob, Interesse hätte, da vielleicht ein Praktikum zu machen, weil ich halt unbedingt mal nach Japan wollte und ich wollte halt auch den Unternehmensalltag in Japan mal kennenlernen,

Dann habe ich gemeint, ja klar es wäre super toll und dann war der halt auch durch Zufall dann einen Monat später in Deutschland, dann hat er mich getroffen und dann habe ich mich halt vorgestellt kein Problem, wenn du das machen willst, dann.

Uns im August und ich so okay ja klasse, das ist ja genau das was ich wollte und, also das Praktikum darf man sich in Japan jetzt nicht so vorstellen wie in Deutschland zum Beispiel, wo man ja direkt dann ne mitarbeitet, man ist sozusagen wirklich vollständiges Mitglied der Firma und man Man arbeitet halt richtig mit in Japan ist das war das eher so und ich glaube das ist auch jetzt noch so, dass die Leute sich Praktikanten holen

eigentlich neue Leute einstellen wollen und das ist sozusagen deren Chance sich ein bisschen kennenzulernen. Das heißt in diesem Monat, was wir da gemacht haben, also ich war wirklich Teil einer großen Gruppe von Praktikanten, größtenteils japanische Praktikanten und eine sehr kleine internationale Gruppe ist größtenteils auch dann Chinesen waren. Wir sind da quasi so von einer

von einem Department zum nächsten so chauffiert worden, so die machen das, die machen das, dann haben sie uns gezeigt, haben uns so quasi die Firma vorgestellt, dann durften wir halt durch diese Werke durchlaufen, da haben sie uns erklärt, wie die Leser funktionieren. Also für mich war das ein erste Mal in Japan, das erste Mal so lange im Ausland auch,

ein paar Wochen vielleicht mal oder so ja keine Ahnung zwei Wochen oder so jetzt halt so im gleichen ganzen Monat dort und ja ich hab dann halt dort geholfen Kundenmaterial zu übersetzen ins deutsche und ins Englische. Nämlich, ich weiß nicht, ob Japan ja, sie hatten halt, sage ich mal mal so, nicht unbedingt jetzt jemanden, der gut Englisch so gesprochen hätte.

Dementsprechend konnte ich da ein kleines bisschen dann halt aushelfen, obwohl das eigentlich jetzt gar nicht so geplant war, weil das halt so, wir haben jetzt hier eine Deutsche, die auch äh fließend englisch spricht, das ist ja praktisch. Dann habe ich ja zum Beispiel haben sie so einen Rundgang für Kunden und den hat man halt auch in so einem Tonstudio dann aufgenommen und zum Beispiel der Deutsche Rundgang, der ist von mir aufgenommen worden,

dann erklärst, was die Maschinen machen und so weiter. Und ich habe das halt übersetzt und dann aufgenommen ja das war ziemlich spannend auch wenn ich jetzt an diesen Maschinen an diesen Maschinenbauzeug überhaupt null Interesse hatte hab ich halt dadurch sehr viel über den Unternehmensalltag gelernt, ich hab, totalen Kulturschock auch gekriegt ja also es war super super spannend.

Simon

Was war denn so ein so ein großer Kulturschock für dich dann.

Angelina

Der Kulturschock war erstmal primär, dass man japanisch zwar gut war, aber du kannst dir vorstellen, wenn du plötzlich in einer Stilmeinerfacturing Firma bist, plötzlich nur noch mit Fachvokabular umgeschmissen wird und du auch gar nicht weißt, was jetzt Manufaktur vielleicht auf japanisch heißt. Ist das ein ganz schönes Aufwachen ein böses Erwachen sage ich mal so, erste Woche war ziemlich schwer, weil ich dann auch noch einen Betreuer hatte, der aus Osaka kommt und wer das nicht weiß,

wird ein anderer Dialekt gesprochen als in Tokio. Also mein Praktikum war in ein bisschen außerhalb von Tokio. Wo halt dann sozusagen das Standard Japanisch gesprochen wird, was ich auch gelernt hatte, aber mein Betreuer hat halt diesen Osterkappe in diesem Dialekt, diesen Osaka Dialekt gesprochen,

Ich hab den fast nie verstanden. Es war immer so, Karma sagte dann jetzt. Ich hab dann halt immer so zu meinen anderen internationalen Praktikanten geguckt, mir so ja der sagt jetzt grad das, aber die waren halt alle schon seit Jahren im Land, die haben dort auch studiert, ich war wirklich so die einzige, die jetzt nicht absolut fließend war, zwar ich konnte ein gutes, ein gutes japanisch gesprochen aber jetzt halt nicht in diesem,

spezialisierten Kontext. Das war so ein großer Kulturschock und dann halt auch ich erinnere mich, Haben sie uns beigebracht, wie man als Frau zum Beispiel zu sitzen hat, wie man als Mann zu sitzen hat, wie man sich richtig verbeugt, wie man richtig die Visitenkarten gibt, also mit zwei Händen, Rücken beugt, aber man, also du, du, du beugst du verbeugst ja quasi von der Hüfte runter und du sollst

Rücken quasi nicht rund machen. Also da wurden wir halt wirklich an einem Tag so gedrillt und ich kam mal echt so aus diesem Raum raus nach vier Stunden und denke so Gott, was habe ich jetzt hier gerade gelernt? Total irre einfach. Was man halt als Deutscher so nicht kennt. Ja genau.

Simon

Wie sitzt man denn als Mann da? Äh nur ich muss mal kurz abgleichen, ob ich das alles richtig mache.

Angelina

Genau, also zuerst mal musst du darauf achten, dass du die Beine nicht übereinander schlägst. Die sollen wirklich so im 90 Grad Winkel nebeneinander ganz flach auf den Boden, deine Füße schön flach auf den Boden, die Beine halt auch parallel, sollst du dich auch nicht anlehnen, weil es dem Kunden gegenüber unhöflich rüberkommen könnt, das heißt du sollst so sitzen, dass quasi 'ne Faust zwischen deinen Rücken und die Rückenlehne passt,

Als Mann darfst du die Hände auf die Oberschenkel legen. Als Frau muss ich sie quasi die Hände aufeinander in den Schoß legen die Knie natürlich zusammen ne also ne.

Simon

Ja genau. Ah ja, natürlich.

Angelina

Extrem konservativ, extrem traditionell. Also ich habe echt gedacht, ich bin im falschen Film. Ja. Ja.

Simon

Oh je. Aha. Ach und aber auch als Frau, dass du dir Beine nicht verschränken.

Angelina

Nein, nebeneinander parallel knie zusammen. Also Füße, also die die Beine so übereinander zu schlagen, wie man das halt gerne so salopp so macht. Ist da glaube ich nicht gern gesehen. Das kommt so ein bisschen flapsig rüber und das mögen wir glaube ich nicht. Vor allem nicht, wenn du halt grad mit einem Kunden sprichst, ne? Also der ist ja Man sagt ja, also der Kunde ist der Gott sozusagen. Kunde ist dein.

Simon

Ja okay, gut ist stimmt. Wenn ich das mache, ist das auch meistens eher so in einer in einer entspannteren. Also jetzt zum Beispiel gerade habe ich auch die Beine äh übereinander geschlagen.

Angelina

Ich auch. Jetzt in diesem just in diesem Moment.

Simon

Wir sind nicht wir sind zu flapsig. Wir wir müssen hier mehr professionell.

Angelina

Zu locker.

Simon

Okay, das ist ja spannend. So, da warst du also da. Danach bist du dann äh ähm durch diesen glücklichen Zufall sozusagen, nach zu gegangen. Genau und hast du die Projekte betreut, aber auch schon äh also ich bin mir nicht sicher, hast du dann auch schon Übersetzer gemacht? War in deine Bio auf LinkedIn steht, dass ihr da auch in elf verschiedene Sprachen übersetzt habt dann aber.

Angelina

Genau. Ich habe eigentlich am Anfang, man kann sich das so vorstellen, am Anfang habe ich noch ziemlich sehr, ziemlich stark geholfen beim Übersetzen. Das wurde dann immer weniger, weil wir halt dann Leute eingestellt haben, zum Beispiel als ich eingestellt wurde, ich war sozusagen der Koordinator für alle Sprachen, die nicht effic sind, also Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch und Spanisch, Alle anderen Sprachen wurden von mir koordiniert.

Simon

Effic ist das ist das eine offizieller.

Angelina

Locker, also in der Lokalisierung sieht man das recht häufig, dass der entweder fix oder englisch französisch, Italienisch, German, ja. Und dann Spanisch. Und ich habe mich halt um die ganzen Sprachen da gekümmert, habe dann halt am Anfang noch immer mitgeholfen beim Übersetzen, aber dann wurde halt ein ein Produktmanager für Deutschland oder für den deutschsprachigen Raum eingestellt,

Dann haben die das übernommen. Das heißt, von dem Zeitpunkt dann habe ich dann vielleicht mal noch Korrektur gelesen oder mal schnell ausgeholfen, wenn wir eine schnelle Promo irgendwie rausbringen wollten und der hatte halt gerade keine Zeit oder was. Aber dann wurde das eigentlich dann ist das sozusagen auf null zurückgefahren worden nach, ich weiß nicht. Ein paar Monaten oder so.

Simon

Was wurde zurückgefahren.

Angelina

Wieviel ich übersetzt hab. Also ich hab dann gar nicht mehr geholfen. Die haben dann halt gesagt ach Angelina brauchst nicht mehr zu helfen Der Tom, der macht das schon und dann wurden halt auch noch sozusagen Produktmanager eingestellt, also sagen so unterstützende Produktmanager und da wurde dann auch noch einer, kann man auch noch eine dazu, das heißt die waren dann zu zweit und dann habe ich halt zum Schluss gar nicht mehr übersetzt.

Simon

Aber aber du warst zwei Jahre und 4 Monate dort, also was hast du dann nachgemacht.

Angelina

Dann war ich Produktmanager. Also ich habe ähm mich größtenteils um die Lokalisierung gekümmert und um die Lokalisierungs-QA. Ich hab immer drauf geachtet OK sind neue Strings da für das Spiel, wo stehen die, dann hab ich halt oft den neuen Content, weil wir hatten natürlich auch so wo ich mir das halt angucken konnte, habe ich mir den neuen Content angeschaut, ich habe Kommentare für die Übersetzer geschrieben, weil wir diese Sprachen, also zum Beispiel,

wir hatten Schwedisch, wir hatten Dänisch, was haben wir noch gehabt? Später dann chinesischen japanisch, die ganzen Sprachen wurden, Ich war sozusagen der Manager. Das heißt ich hab dann die, die Kommentare zu den zu den Strings, zu den Spielstrings geschrieben, hab halt geschrieben worauf die achten sollen, wenn da irgendwelche,

Schnipsel noch drin waren, habe ich den Inhalt der Anweisung gegeben, wie die zu behandeln sind und so weiter. Dann kamen halt immer Fragen von der von der Übersetzungsagentur, die habe ich beantwortet, dann habe ich die Strings ins Spiel wieder integriert

habe ich dafür gesorgt, dass die Spieler oder beziehungsweise die Tester Zugang zum Spiel hatten, damit sie die Strinks testen konnten. Ähm das habe ich gemacht, dann diese Produktmanager Komponente war halt wir hatten halt so ein internes Tool wo du halt sehen konntest wie das Spiel performt sind da diese Zahlen häufig zusammen angeguckt und überlegt OK wo macht's denn Sinn da jetzt 'ne Promo irgendwie zu starten,

wie lange und so weiter und so fort. Also es war halt so ein bisschen viel gespalten so, aufgeteilt zwischen und Projektmanagement, Lokalisierungsmanagement und dem Produktmanagement. Ich war so ein bisschen, hab mich da so ein bisschen drüber gestreckt über diese drei oder vier Bereiche.

Simon

Ja. Okay, ich habe viele Fragen.

Angelina

Oh Gott.

Simon

Erstens, ich habe übrigens immer eingegeben äh und laut dem englischen ist Efix, in Software use the Software, no tiballly video Games is oft in translateo. Das ist interessant, das ist anscheinend so ein. So ein Begriff in unserem Metier.

Angelina

Ja, das besser gibt das wusste ich nicht, das ist jetzt wirklich nur spezifisch ist, aber ich wusste, dass es halt immer so die in der Location schmeißen, die den den Begriff halt ziemlich viel um die Rum in der Gegend. Ja.

Simon

Interessant. Ähm genau und dann ich habe mich noch gerade gefragt, würdest du eher eine Promo machen für ein Spiel, weil's schlecht läuft oder eher sagen, nee, nee, nee, wir können uns konzentrieren uns auf die dicken Schiffe und versuchen, dass die noch besser laufen.

Angelina

Ich glaube, die dicken Schiffe. Ich würde gucken, keine Ahnung zum Beispiel so Independence Day oder was weiß ich was, 14. Juli, Frankreich oder was weiß ich was. Ähm da würde ich dann sagen, okay, Machen wir was spezifisches, dass die Leute, womit sie sich identifizieren können, da gibt's irgendwie eine Sonderaktion. Ich glaube, da würde ich ja so.

Darauf konzentrieren, aber das ist jetzt meine persönliche Meinung. Ihr könnt jetzt irgendwie so kommen jetzt wahrscheinlich drei Produktmanager, die sich das anhören, die Hände über den Kopf zusammenschlagen.

Simon

Ich finde es grad interessant, weil es gibt ja aktuell oder aktuell leer, sage ich mal, ähm ist es ja so, dass die äh die Queen von England ist ja gestorben. Jetzt fragt ihr euch natürlich so, was hat das jetzt damit zu tun? Allen einen schönen Themenumschwung, ne und zwar Folgendes ähm und da ist eine ganz interessante Thematik aufgeploppt. Denn manche Leute fanden das ganz traurig und manche Leute fanden das gar nicht so traurig, weil diese Menschen von der Monarchie,

Für Jahrhunderte unterjocht waren, ne, also äh alle kolonisierten Länder und so. Und dann ist es natürlich verständlich, dass die jetzt sagen. Also natürlich ist es immer traurig, wenn ein Mensch stirbt, aber diese, Frau sozusagen, die als Symbol stand für eine Monarchie, die unsere Länder ausgebeutet hat und und ganz viele Menschen Leid beschert hat, äh da sind wir jetzt auch nicht so traurig. So, und.

Jetzt frage ich mich gerade, wenn du so eine Promo machst, zum Beispiel auch oder so, ne? Oder oder wenn man jetzt zum Beispiel sagen würde, wir feiern, keine Ahnung, die Monarchie von England, weil dieses 500 Jahre alt wurde oder 000 oder 2000 oder whatever, ja. Ähm dann ist es ja durchaus ein interessantes Thema, denn die Spiele laufen international und wenn jetzt zum Beispiel, dass das Spiel in in Australien veröffentlicht werden würde, dann also.

Gibt's ja dann auch Leute, die fänden, das ist nicht so cool, eine Promo zu haben für, Das also äh bist du doch schon mal so in so einem predoli geraten, dass diese Promo na ja, vielleicht nicht international funktioniert aufgrund der politischen Umstände.

Angelina

Ja, ich weiß, was du meinst. Also wir hatten das Glück, dass wir wirklich spezifische Server hatten pro Sprache. Das heißt, wir konnten jetzt wirklich, keine Ahnung, ist jetzt irgendwie. Mit Sommer entstehen oder sowas und wir möchten jetzt besondere Promo machen zu diesem besonderen Tag, da konnten wir wirklich ganz spezifisch auf diesen Server das schalten. So gesehen hatten wir dann das Problem, nicht dass es irgendwie ein Server war. Wo jetzt vielleicht verschiedene Nationalitäten,

spielen und dann jemand sagt, äh Moment mal, ich finde das aber jetzt total duftet, dass die Queen endlich weg ist. Ähm aber womit ich jetzt an wo, ich wollte nur mal andeuten, anmerken, sagen wir es mal so, dass die Australier generell ein großer Fan der Monarchie sind, extrem auf den Geist gehen und es auch hier als die Queen dann tatsächlich doch gestorben ist auch einen ganz schönen ja wie sagt man, Skandal gab ich glaube eine Rugbyspielerin

hat sich da wohl scheinbar geäußert, die auch einen Hintergrund hat und sie hat sich halt dazu geäußert in einer abfälligen Weise und hat da direkt, extrem Rückschlag also von den Medien vor allem, weil die kontrolliert also ein bisschen ja wie sagt man liberal rechts, kontrolliert und also das kann durchaus passieren aber ich würde sagen. Generell hier in Australien äh hat leider die weiße Mehrheit die Medienlandschaft fest im Griff. Das heißt, wenn du hier eine Promo machst

zu irgendwelchen Royals, irgendwelchen, zum Beispiel der Geburtstag von wird ja auch, krieg ich 'n Tag frei. Also jetzt nicht mehr, nächstes Jahr wahrscheinlich für 'n Geburtstag von König Schals, aber zum Beispiel dieses Jahr noch hatte ich am Geburtstag der Queen frei, im Juni glaube ich war das,

Da gibt es natürlich super viele Leute, die ja die finden das toll, die finden die Queen toll, aber dann hast du halt auch ebenso viele oder vielleicht ein bisschen weniger Leute, die sagen, ich möchte aber ihren Geburtstag gar nicht feiern.

Simon

Ja okay, finde ich ein interessantes Thema, weil. Äh ja, weil wenn man so international operiert. Ich fand das ja auch spannend. Habe ich mal irgendwann gehört, dass dass bei Wikipedia oder bei Wikidata, die die Daten von Ländern und allen möglichen Statistiken ja auch halten, äh gibt's, Auch interessante Probleme manchmal, dass zum Beispiel ein Land erkennt ein anderes nicht an oder oder nicht, die gesamten Grenzen und dann kann das sein, dass dass bei Wiki Data kannst du gar nicht.

Für ein spezifisches Land jetzt nur ein Datensatz haben, zum Beispiel wie viel Quadratkilometer das Land hat, da verschiedene Ansichten gibt und dann ist je nachdem von welchem Land aus du denn die Vicky besuchst, stehen dann andere Dinge da. Auch sehr spannend ist.

Angelina

Ja, absolut. Das ist das ist so eine typische eigentlich schon fast so eine Lokalisierungsfragestellung, die ständig über deinen Kopf hängt und die man, teilweise mit Internationalisierung dann noch in Verbindung bringt, also zum Beispiel vielleicht schon gehört, dass Knochen zum Beispiel in einem Spiel in China nicht gern gesehen sind,

die Ahnen und die die ne also deine Regeneration deiner Familie vor dir die soll man verehren und die Knochen die gehören ne die gehören nicht irgendwie wenn der zum Hexenmeister in Diablo auftaucht oder, keine Ahnung, Nico Mensa und dann hat der so eine Ami von Skeletten, ist das für uns am besten total lustig. Aber die finden das in China vielleicht nicht so toll, weil sie keine Knochen in den Spielen, also gibt es zigtausend Geschichten.

Background

Simon

So, ich wollte hier noch mal ganz kurz einen Einsprecher machen zu diesem Thema, denn ich habe schon öfters jetzt mal Artikel gesehen, die genau das äh sagen, dass in China die Knochen verboten sind und äh Angelina hat das schon recht. Es ist aber, also es hört sich härter an, als es ist. Es hört sich so ein bisschen so an, wie als wäre es verboten die Knochen zu zeigen. Also das ist nämlich auch das, was man immer mal wieder in so Artikeln liest, aber das ist nicht so, Es ist so, dass,

Zum Beispiel das Promoten von Aberglaube und Kult ist verboten und das Problem ist jetzt, dass manche da also man könnte das ja so reininterpretieren, dass diese Knochen da irgendwie mit in Verbindung stehen könnten und so ist es, dass manche Firmen, vor allem so ist es dann auch bei, würde Warchof gewesen, da hat nämlich der Publisher den heißt der, also die 9 äh hat vorher, bevor sie das überhaupt zum chinesischen Ministerium eingereicht haben das Spiel, haben sie vorher schon diese Änderung

gemacht, dass da äh die Zombies dann keine ähm Knochen mehr hatten oder sichtbare Knochen mehr hatten, äh einfach um ein bisschen Stress äh rauszunehmen, potenziell, den's hätte geben können, aber äh es ist grundsätzlich nicht verboten und der Artikel ich euch da verlinke. Zeigt auch sehr schön. Zwei äh Screenshots von zwei chinesisch hergestellten Spielen, wo Knochen zu sehen sind, eine ganze Skelette auch. Also das ist.

Kein Problem oder es ist äh nicht verboten, aber manche Firmen gehen eben auf Nummer sicher, weil es könnte ja sein, dass unter diesem Paragraphen mit diesem, Aberglaube oder wir sind Kult oder so, dass das da vielleicht, Äh drunter fällt, ne? Und es ist sicherlich so schon nicht ganz einfach, ein äh zum Beispiel jetzt in Amerika produziertes Spiel in China zu veröffentlichen und dann will man einfach diese Sachen vielleicht noch oder den Prozess vielleicht etwas vereinfachen damit und äh,

ein Bild ein. Da gibt's tatsächlich ein schönes Gegenüberstellung von so ein paar Logos im Dom oder Dota zwei, wo dann eben so eine Skeletthand, ausm Boden ragt, ist dann eben der chinesischen Version eine Hand, wo man jetzt keine Knochen sieht, ja. Aber das war anscheinend dann eher Vorsichtsmaßnahme und nicht basiert auf einem, richtigen Verbot oder Ban oder so.

Sind eine Menge Dinge wirklich gebannt zum Beispiel man darf nichts gegen die chinesische Konstitution sagen oder obszöne Dinge sind verboten und und ähm Drogen, Benutzung oder oder Gambling, also Glücksspiel. Das sind dann wirklich Sachen, die verboten sind, aber das mit den Knochen ist so ein, anscheinend so eine Grauzone und da geht man dann lieber auf Nummer sicher. So äh den Link äh zum Artikel kriegt ihr natürlich in den Shownotes, Viel Spaß beim Lesen.

Angelina

Also zum Beispiel auch das äh gibt's nicht dieses Auto. Oder so was und das haben sie dann in Spanien rausgebracht und haben sie Spanien natürlich alle ins Fäuschen gekichert. Also lauter solche Lokalisierungsschränke, da gibt es ja echt noch und nöcher, wir haben die fast gesammelt also was ich dann später auch bei gearbeitet hab, wirklich solche Sachen oft gesammelt weil ganz oft ignoriert wurde wie wichtig eigentlich 'ne Lokalisierung ist und 'ne gute Lokalisierung ist,

dass man halt nicht nur von Wort also wirklich wortwörtlich übersetzen soll, sondern sich wirklich auch. Verständnis haben muss von dem Sprachraum und von dem Kulturraum, von dem man übersetzt. Ne, das ist grad was du jetzt sagtest, zum Beispiel territoriale Grenzen, was ist anerkannt, ist sicher, wenn er kann, es ist ja extrem Thema, wenn man mit Chinesen über Taiwan spricht, das ist ja mach das lieber nicht. Da ähm, Handgemenge bei sowas und ja wie gesagt wir haben da wirklich,

viele Sachen dazu gesammelt was halt alles so schiefgehen kann wenn man halt nicht drauf achtet wenn man halt mal da die Luca ist ja so ne? Google, Ah ja, uns fertig. Und jetzt machen wir mal dreimal so viel Geld, weil wir das jetzt ins spanische übersetzt haben.

Simon

Ja, das kann natürlich äh nach hinten losgehen. Genau, es gab, ich habe mal kurz nachgeguckt, Mazda La Puta, äh das ähm. Ah ja, genau. Ähm Laputa might be effictional island in Jonathan Swifts äh äh Gullivers Reisen.

Angelina

Genau, da haben sie's her, ja.

Simon

Da haben Sie's her, aber genau in Spanisch heißt es äh Female Doc oder Person of the Night, also das sind jetzt die.

Angelina

Prostituierte, sagen wir's mal so.

Simon

Genau, genau, ja. Und na gut ähm. So, dann äh ach so, genau, noch eine Sache, die ich aufklären wollte. Wenn du von Strings spricht, für alle Leute, die zuhören, die jetzt noch nicht so programmiert haben, das ist einfach eine Zeichenfolge, ne.

Angelina

Richtig, genau. Also. Kann kann einfach nur ein Satz sein oder es könnte einfach nur wenn du jetzt im Spiel hast irgendwie so deine Gesundheit entsteht da Gesundheit nebendran das ist dann auch schon.

Simon

Aber was meintest du denn, du hattest gesagt, dass du auch den der QA zum Beispiel oder oder äh den Firmen sagt, wenn da Kotschnipsel drinstehen? Was denn für Kotschnipsel.

Angelina

Mhm. Oh Gott. Das ist ein sehr wunder Punkt.

Simon

Also das klang jetzt so, als hätte da äh irgendwer im Code Department noch noch Zeplus Plus Code vergessen und der ist fehlerhaft da reingeschmuggelt.

Angelina

Da waren tatsächlich manche Sachen hart gecodet.

Die wir dann auch teilweise dann extrahieren mussten und sagen mussten, also wirklich mit den Programmierern aus den Staaten dann halt sagen mussten, Leute, ihr könnt das nicht machen, Ihr könnt das nicht hardcoden und dann teilweise hatten wir halt sozusagen solche in so curvy brackets in String drin, also zum Beispiel du hast also, stell dir vor, du spielst ein Strategiespiel, Und ähm du hast dein kleines Dorf und deine deine Dorfbewohner, die sammeln Bären für dich,

Zum Beispiel Ende des Tages kriegst du so ein kleines Pop-up wenn da steht, du hast gesammelt ja Doppelpunkt. Eins Beeren und in die eins, in diesem, dieses quasi oder in diese variable Programmiersprache umzusteigen in diese Variable quetscht du quasi die Zahl von Beeren rein die deine Dorfbesucher gesammelt haben und da stand bei uns tatsächlich so. Drin.

Simon

Ja so Platzhalter quasi.

Angelina

Genau, so einen Platzhalterwert und ganz oft waren die Übersetzer halt, das sind das sind halt keine Programmierer oder vielleicht haben sie auch vorher keine Videospiele übersetzt und die haben sowas noch nie gesehen. Dann kamen halt ganz oft Rückfragen so, was ist das denn, was kommt da denn hin, weil manchmal war so ein String auch sehr kurz und dann konnte man auch ohne Kontext überhaupt nicht wissen was in diesen Platzhalter jetzt reinkommt.

Also ganz äh ja ganz verschachtelt gearbeitet sagen wir es mal so.

Simon

Okay äh und was hast du dann gemacht.

Angelina

Einfach ein Kommentar dazu geschrieben und hingeschrieben zum Beispiel, steht für eine Art von Lebensmittel. Da kommt dann eine Zahl rein von Lebensmittel zum Beispiel, die dann doch Bewohner gesammelt hatten. Dann mussten die Übersetzer ah okay, weil manchmal war da wirklich nur, du hast gesammelt und dann Curly-Bracket und dann kamen natürlich auch deutschen Übersetzer oder jetzt in unserem Fall ja Französisch, Spanisch, Türkisch, alle Sprachen die die,

die konjugieren oder deklinieren sogar, die kamen dann halt an das funktioniert nicht. Ich kann da nicht einfach so Tricks mit mit Doppelpunkten und so weiter, also da wurde immer so ein bisschen halt äh, damit das halt so funktioniert hat, dass die Programmieren glücklich waren und ihren String so gekriegt haben, wie sie das jetzt wollten und von unserer Seite, dass das grammatikalisch nicht komplett verbalhornt war.

Simon

Okay, so und das heißt, du hast zu jedem Einzelnen dieses Drinks auch immer, wenn nötig Kontext gegeben.

Angelina

Wenn ich konnte, richtig. Also ganz oft war das halt auch so, dass zum Beispiel Content Stream nicht finden. Dann schreibe ich den Produktmanager oder mit wem ich dann halt gerade, weil wir hatten halt verschiedene Spiele, Teams, Jeder Spieleteam hat den anderen Lead. Das heißt, wenn ich zum Beispiel wir hatten zum Beispiel oder sowas und habe mir Glory of Roam oder sowas

Die hatten dann verschiedene Leads. Das heißt, wenn ich eine Frage hatte zu Gloria from, da habe ich jemand anderen geschrieben, als von Kingdom of Camelow. Und dann habe ich halt immer versucht, so ein bisschen rauszukitzeln, was bedeutet es denn? In welchem Kontext hat der Stringer, wie viele Zeichen haben wir? Das war auch was, ein Riesenlernprozess,

mit dem amerikanischen Thema halt auch haben mussten, weil die überhaupt nicht drüber nachgedacht haben, dass Sprachen wie Deutsch oder Türkisch oder Russisch, extrem lang sind, also die nehmen einfach mehr Platz weg. Ähm und das war denen halt einfach nicht bewusst. Das war halt schon eine ganz schöne Lernkurve dann, die wir denen so ein bisschen aufbrummen mussten.

Simon

Wie stellst du fest, dass ein String fehlt? Also wenn der nicht in der List ist, ist es ja nicht da, dann.

Angelina

Äh wenn du zum Beispiel da einfach äh ein neues Feature kriegst, du machst dann das UI auf und dann ist da plötzlich so eine Lücke. Zum Beispiel einfach durch ganz einfaches QA dann in der App oder am im Browser oder so, waren ja teilweise Browser. Am Anfang ja nur Browser spiele und dann später Handyspiele.

Simon

Hast du ähm eine äh Top drei deiner lustigsten Fehlübersetzung oder so was.

Angelina

Oh das ich wünschte ich hätte das also wir haben sehr viel gelacht es ist natürlich das viel zu sagen ohne jetzt ein konkretes Beispiel zu haben.

Simon

Äh wenn du überlegst, ich kann ja ich habe nämlich zwei ähm. Die ich in letzter Zeit gesehen, aber nicht von von Spielen, das fand ich aber ich fand's einfach sehr schön und zwar konnte man beim Geschlecht auswählen, äh männlich, weiblich oder divers, divers wurde ins Englische besetzt mit Taucher, weil Divers und das fand ich einfach herrlich.

Aber was ich auch super gut fand war, statt ähm dass äh bei bei so einer App wie jetzt irgendwie Twitter oder so, kann man ja Beiträge teilen im Englischen share. Gibt wohl irgendwo eine App, da steht nicht share, sondern dann auf Deutsch übersetzt Aktie, weil ein Share kann ja auch eine Aktie sein und dann muss man. Typen, damit man Sachen teilen kann, das finde ich herrlich.

Angelina

Ja, also ich finde das ziemlich repräsentativ. Also es ist jetzt leider schon eine Zeit lang her, dass ich den Job gemacht habe, aber ich habe das garantiert irgendwo rumfliegen, auf dich zurückkommen aber,

Aber ja, das das ist ziemlich repräsentativ, die Beispiele, die du jetzt gerade genannt hast, also ganz oft aus dem Kontext gegriffen oder der Übersetzer war vielleicht, keine Ahnung, hatte Zeitdruck, konnte was nicht nachschlagen, hat nicht gerafft, ne, was jetzt da jetzt von ihm oder ihr erwartet wird Ganz oft einfach menschliche, menschliches Versagen, was extrem lustig ist.

Simon

Jana und ohne Kontext ist es halt doch schwierig das zu beurteilen.

Angelina

Richtig, ganz genau. Also man darf die die Übersetzer da wirklich ja nicht äh ne unter den Bus werfen, wenn ich das mal so ins Deutsch übersetzen darf. Äh das ist nicht deren Fehler, also neun von 1 Fällen ist es wirklich nicht der Übersetzer, sondern wirklich der mangelnde Kontext,

und dass der Übersetzer wahrscheinlich auch gar keine Zeit hat, das Spiel zu spielen und sich das so anzuschauen, zu sagen, ah ja, das ist das neue Feature und so funktioniert das und da kommt ein String hin. Da hat halt auch nicht jeder aus letzter Zeit dafür, der wird ja pro Wort bezahlt. Manche Sprachen werden besser bezahlt als andere,

Wenn du dann halt vielleicht äh zum Beispiel Türkisch ist normalerweise eine günstigere Sprache als zum Beispiel städtisch, ne? Dann hast du vielleicht auch nicht so viel Zeit, da jetzt nochmal nachzuschlagen, weil du halt mehr übersetzen musst, um halt, ne? Am letzten Endes, am Ende des Monats seine Miete zu verzahlen.

Simon

Also wahrscheinlich sind die sind die Sprachen abhängig davon gestaffelt wie wenig Leute die sprechen, ne? Also.

Angelina

Denke, ja, ich denke, das ist eine große, ein großer Faktor. Ich würde aber auch sagen, dass die Nachfrage da ein bisschen mit reinspielt und natürlich auch die Lebenshaltungskosten. Der Leute, also zum Beispiel wie gesagt jetzt als Schwedisch zum Beispiel, für Schwedisch weiß ich, lebenshalte Lebenshaltungskosten sind höher als zum Beispiel in der Türkei oder in Rumänien,

Die Löhne sind natürlich auch höher entschieden. Dementsprechend wird dann der bulgarische oder der, rumänische Übersetzer wird dann halt auch weniger bezahlt weil er oder sie in einem Land lebt wo halt die Lebenshaltungskosten wahrscheinlich auch niedriger sind und die dann halt auch weniger erwarten.

Simon

Ja, das macht Sinn, ja. Äh ich habe übrigens noch ein Beispiel, aber bitte nicht festnageln, aber ich glaube, wir hatten bei. Wirft damals so ein äh Übersetzungsding, das im Englischen gab's Cargo und Storage und Storage war auf der Raumstation und Cargo war in deinem Schiff.

Wenn du jetzt was was schichten wolltest, dann konntest du halt zum Beispiel von verschieben und du wusstest okay, das ist jetzt ich lade aus sozusagen, ne, aus meinem Schiff in die Station. Und im Deutsch war beides mit Lager übersetzt.

Angelina

Toll, ja.

Simon

Dann war's ein bisschen schwierig zu sagen, ja aber vor welchem welches Lager denn jetzt.

Angelina

Das ist ein sehr gutes Beispiel dafür, dass Deutsch eigentlich verglichen mit Englisch sehr wenige Wörter hat. Also der über, also sage ich mal, der die allgemeine Menge an Wörtern, Deutschen ist einfach sehr viel geringer als im Englischen und das glaubt mir irgendwie auch keiner. Also das kann man auch nachschlagen. Ich hab das gelesen vor zigtausend Jahren mal.

Simon

Okay. So, das fand ich jetzt auch noch mal super interessant und habe da mal nachgeschlagen und äh das stimmt.

Background

Simon

Das Oxo Dictionary hat ungefähr 600.000 Wörter innen drinnen und der Duden hat Noah jetzt im Vergleich hundert1fünfzigtausend ungefähr. Diese Zahl habe ich jetzt von Duden DE, also ne, wenn's stimmt, dann ja wohl äh direkt von Duden her bezogen. Man muss aber dazu sagen, also da gibt's ein paar Einschränkungen zu machen und zwar

Deutsche Wörterbuch von Jakob und Wilhelm Grimm hatte zum Beispiel 450.000 Wörter, aber viele davon sind längst nicht mehr in Gebrauch. Im Duden stehen wie gesagt hundertfünfzigtausend. Aber der Duden-Kopus, äh was genau das ist, weiß ich auch nicht genau, aber,

So Leute, das ist jetzt mal wirklich eine Premiere und zwar mache ich einen Einsprecher zu meinem eigenen Einsprecher. Denn ich war nicht zufrieden, damit er sich hier nicht wusste, was ein Dudenkorpes ist, habe ich einfach mal gegoogelt und jetzt wisst ihr's gleich auch. Der Duden-Korp. Ist eine umfangreiche Zusammenstellung elektronischer Texte wie Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Romane, Reden, Reparatur und Bastelanleitung, so weiter. Dass auch die Wortschätze verschiedenster Fach-

Gebiete abdeckt, zum Beispiel Biologie, Chemie, Informatik, Medizin, Technik, Wirtschaft. Es enthält mittlerweile rund 6 Milliarden, Wortformen und dient der Dudenredaktion als Grundlage zur Beobachtung des echten Sprachgebrauchs. So Leute, da wisst ihr also, man kann einfach neue Worte mit reinschnuppern. Da da machen wir das jetzt einfach so. Ab jetzt wenn ihr irgendwo was schreibt, ja, dann schreibt ihr immer mal so reinschnuppern.

Irgendwann kommt das nämlich in den Duden-Korpus und irgendwann ist reinschnuppern ein richtiges Verb. Leute, wir haben die Macht, Sprache ist demokratisch. So, jetzt lese ich aber weiter. Äh echter Sprachgebrauch, täglichen Recherche im Rahmen der Wörterbucharbeit fungieren die Texte beziehungsweise Textteile als Belegquelle. Einige Beispiel. Okay und dann sagen sie sowas wie, na ja, schreibt mir eine Fake News zusammen oder Fake News auseinander oder schreibt man das Loft oder der Loft,

Okay und wahrscheinlich schreibt mir noch irgendwen das Hotel oder der Nutella. Das habe ich mir jetzt ausgedacht. Aber das war wahrscheinlich auch so eine Frage, die hier erklärt werden könnte anhand des Dudenkorpus, aber. Das war doch mal ein interessanter Einsprecher zum Einsprecher oder nicht? Und jetzt geht's weiter mit dem Originaleinsprecher. Was aber dazu steht, ist, dass, eine Menge diese Worte nicht mehr benutzt werden.

Und es handelt sich dabei auch um Zusammensetzung, wie zum Beispiel Vampirdarstellerin oder Vogelschutzgutachten. Und, Deutschen können wir ja solche solche Ketten komplett äh wahllos, nein, nicht wahllos, aber total äh zusammenzimmern wie Schifffahrtskapitäns, Mützen, Hauben, Schraubenzieher Und wenn man die alle mitzählt, ja gut, dann hat man natürlich Millionen an Worten, aber das ist ja ein bisschen gemein, ne? Und,

wird dann auch nochmal ganz interessant, wenn man das Französische nimmt, das hätte ich jetzt auch nicht gedacht. Die haben nämlich nur 100 bis 300.000 Wörter, ja, also zum Vergleich, das Grimmwurd hatte ja 450.000 und das Dick Shinar von,

Sechshunderttausend. So, da könnte man jetzt ja sagen, ach die Franzosen, die haben ja gar nicht so viele Wörter. Das ist ja, eine nicht so tolle Sprache aber es ist auch gemein, denn zum Beispiel, wenn man das deutsche Wort Schreibmaschine nimmt, das wäre im Französischen maschinen, also Maschine zum Schreiben und da haben sie da einfach drei Wörter wieder verwendet und kein neues gebildet, aber das sagt ja jetzt auch nichts darüber aus, ob die Sprache jetzt irgendwie,

zu wenig Worte hat, ne? Also ihr merkt schon, ist eine Frage, wie man das darstellen möchte und wie man das zählen möchte und ähm. Eine Sache, die ich auch noch spannend fand, da kriegt ihr natürlich auch die Verlinkung in den Shownotes auf den Artikel, dass die Geschichte da sehr, sehr viele mit reinspielt. Zum Beispiel ist es so, also unten natürlich auch so die Kultur.

Denn hier in Frankreich gibt's zum Beispiel die Akademie Franais und die achten penibel darauf oder versuchen's zumindest, dass die Sprache in Anführungsstrichen rein bleibt. Ja, also die mögen halt nicht, dass irgendwie alle englische Anglizismen benutzen und also englische Worte und,

Ja, keine Ahnung. Äh ist ja überall so ein bisschen die Diskussion. Und das mögen die nicht und deswegen, wenn man so eine Institution hat, was ja wirklich dann tief verwoben ist in so eine, Kultur und Sprache, dann ähm ja äh erweitert sich die Sprache auch nicht so einfach und in Deutschland ist es so gewesen, erklärt Artikel, dass in der Nazizeit wurde auch darauf geachtet, dass die Sprache ja also deutsch bleibt und jetzt nicht irgendwie, in Anführungsstrichen verunreinigt wird durch

äußere Einflüsse und das führt natürlich dann auch dazu, dass der Wortschatz sich nicht so erweitern kann wie im Englischen, denn da ist es so, dass irgendwie äh das Englische anscheinend so ein Schwamm gewesen, was überall einfach Worte mit aufnimmt entsteht hier zum Beispiel, jetzt muss ich hier mal diese Stelle finden.

Also dann wird dir zum Beispiel erklärt, dass ähm mit den Rittern Wilhelm des Herr Oberers strömten 166 das ist schon länger her zahllose französische Vokabeln entlang und dann gibt's äh die Angelsachsen und German und irgendwie kommt er alles durcheinander und äh das Englische wird immer weiter erweitert und äh übernimmt einfach auch lateinische Begriffe und.

Äh ja wurde dann immer größer und das erklärt vielleicht, warum das Oxford Dictionary so dick ist im Vergleich zu den anderen Büchern, die äh unsere Sprache abbilden.

Angelina

Eine könnte man vielleicht im Deutschen auch noch so stehen lassen, ist ja aber eigentlich kein deutsches Wort per se, was uns jetzt natürlich davon nicht abhalten sollte, zu benutzen, aber ne vielleicht als Nuance willst du es vielleicht nicht in deinem Spiel drin haben? Ich weiß ja nicht, Aber das sage ich halt auch äh ganz häufig so, wenn wir halt über Lokalisierung sprechen, dass das Englische eigentlich sehr es ist sehr viel Nuancierter,

zum Beispiel anschaust wie viele es gibt für einen Blick im Englischen und wie bedeutungsgeladen diese Wörter sind als ob das, ist oder Lia oder Stair oder also Starren haben wir in Deutschland auch, aber wenn du das mal überlegst, also ich sehe das halt, ich ich lese meistens den meisten Romane, die ich lese, lese ich auf Englisch. Mir ist halt einfach aufgefallen, dass da so viel mehr Nuance in dem Wort drin steckt und das ist auch sonst,

viele Begriffe im Deutschen kein exaktes Pendant gibt, weil wir halt einfach nur ein Wort dafür haben. Ich ich merk das ganz häufig, wenn ich mit meiner Mutter telefoniere Nach zigtausend Jahren mal wieder Deutsch spreche, dann will ich was sagen, was ich äh tagtäglich im Wort, was ich im Englischen benutze, merke ich halt irgendwie, wie sage ich das denn jetzt auf Deutsch.

Genau diese Nuance kann ich jetzt halt nicht haben. Ja das ist mir halt irgendwie mal aufgefallen. Ich fand das irgendwie als als Sprach äh Fan, Sprachenfans finde ich das sehr interessant, Sagt ja auch viel über die Sprache aus, weil Englisch ja grammatikalisch gibt's ja nix. Muss man einfach mal so sagen.

Simon

Ja, äh dafür können wir alles zusammen äh äh ketten und dann hätte man die Schiffslagerstätte oder so und dann sind wir wieder beim Thema, dass es viel zu lang ist, ne.

Angelina

Ja, das stimmt, das stimmt. Also ich finde Deutsch ist eine sehr schöne Sprache und äh. Sagen vielleicht einfach kleiner als die die drinstehen.

Simon

Ja, ich meine ähm äh und deswegen brauchen wir ja Menschen oder äh also brauchen wir Menschen wie dein vergangenes Ich. Um äh die äh diese Übersetzung zu machen. Man braucht halt diesen ganzen Kontext, ne. Okay, so das äh heißt, du hast da dich viel mit beschäftigt. Okay. Übrigens noch eine ganz kleine Sache, die will ich hier noch ganz kurz einstreuen. Ich habe nämlich mal ich war auch schon mal begeistert von Lokalisation, denn,

Wir wissen ja, dass Lokalisation ist natürlich wichtig und es ist relativ einfach eine eine einen Text zu übersetzen, ja, wie wie du das meintest mit den und so, aber ich schicke dir mal einen Link. Ich habe nämlich vor einer Weile schon mal, festgestellt und das hatten wir beeindruckt mich bis heute, dass in Starcraft zwei. Auch die Texturen übersetzt wurden. Also da haben die Leute wirklich, wenn du nach unten scrollst, siehst du.

Da das wirklich in den Texturen auch andere äh Sachen stehen, also das finde ich schon sehr beeindruckend.

Angelina

Ist wirklich beeindruckend, das siehst du auch nicht häufig. Also ich weiß jetzt nicht ähm viele Spiele werden ja direkt schon im Englischen entwickelt, Nicht alle, ne? Wäre auch noch deutsche Spiele-Entwickler und so. Wobei da jetzt auch häufig auf Englisch äh wahrscheinlich erstmal die Ausgangssprache ist, aber trotzdem ist es ja dann schon mal beachtlich, dass sich da jemand die die Mühe überhaupt gemacht hat zu sagen.

Lügt zu übersetzen. Nee, das ist echt super. Das ist auch irgendwie sowas, wo worüber manchmal so ein bisschen stolpert, ne? Also wenn du ein Spiel spielst, dann vielleicht mal. Auf Deutsch und dann ist da halt so ein Englisch ja wobei.

Simon

Ja alle Schilder sind dann meistens auf Englisch, ne, so die also die texturierten Schilder oder so.

Angelina

Gemacht haben.

Simon

Ähm jetzt bist du aber nicht mehr in diesem Bereich tätig und warte, es ist schwierig äh genau, also ich sehe dann, du hast dann erstmal ein kleines Sebettige gemacht.

Angelina

Sehr kurz, ja, ganz genau.

Simon

Und nee, warte und dann danach war's aber wieder lokalisation Manager und diesmal bei Good Gaps in Hamburg.

Angelina

Richtig, da kann ich dazu sagen, ich habe dieses Debatte gut gemacht, also ich war für ein paar Monate in Norwegen, für die Teil der Zeit sozusagen in Australien unterwegs, bin da rumgereist. Üblichen Scherze. Und während der Zeit.

Mir war eigentlich damals, als ich äh aus äh von CaBam, also was ich mich da äh als ich da gekündigt habe, habe ich auch gekündigt aus dem Grund, weil ich halt dieses Sebatikum machen wollte und ich halt dachte, okay, ich kann das jetzt noch wach machen, weil man diese Visa ja auch nur bis zu einem bestimmten Alter bekommen kann Aber mir war da halt schon so ein bisschen klar.

Weiß nicht, ob das jetzt der Job ist, in dem ich für immer bleiben will und ich glaube, der dieses war dann auch eine gute Gelegenheit für mich, dann nochmal so ein bisschen nachzudenken, das will ich eigentlich und das kann ich eigentlich, wo will ich eigentlich hin. Das war mir halt nicht so richtig klar.

Simon

Ich find's halt super interessant, weil ich hatte jetzt nämlich genau den selben Gedanken, ob das für dich so eine Pause war, einfach nur zu zu überlegen, ist das so, danach hast du aber dann als Manager wieder angefangen und dann erscheint es mir, dass dir klar geworden ist, das ist meine Passion.

Angelina

Nee, es war eigentlich nicht so, dass jetzt meine Passion war, sondern dass ich mir nicht ich hatte zu dem Zeitpunkt noch nicht diese Klarheit, dass ich in, wollte. Weil ich bis zum. Fast zum letzten Moment eigentlich, bevor ich meinen Bachelor in Gamegraphic Production bekommen habe, gedacht habe, dass ich das Zeug nicht dazu habe. Also total extremen Effekt nennt man das glaube ich im Deutschen. Dann passt das. Hab mir eigentlich selber nie zugetraut, dass ich mit meiner,

Kunst oder mit meinen Grafiken, ich hab halt schon immer schon gemalt, gezeichnet, also ich hab seit ich zwölf Jahre alt bin oder elf Jahre alt bin eigentlich durchgängig gezeichnet, immer. Das war immer so mein Ding ich hab mir halt selber nie zugetraut und als ich dann halt in Australien war drüber nachgedacht habe was ich machen wollte und ich hatte halt damals auch, Interviews mit Blizzard und mit Riot, wo ich mich als Lokalisierungsmensch beworben hatte.

Weil ich halt ein großer Fan war Schrägstrich bin äh von den Spielen. Äh das hat aber mit beiden nicht funktioniert, haarscharf jetzt im Nachhinein bin ich froh, dass es nicht funktioniert hat, aber damals war ich ziemlich am Boden zerstört.

Für mich war das halt so, ich muss jetzt erstmal wieder auf die Füße kommen, also mache ich jetzt erstmal das, was ich kann, weil ich halt einfach, ich hab ja vorhin schon gesagt, ich bin halt ich bin ein Recht strukturierter Mensch, ich sehe das halt am Arbeitsplatz, ich bin halt so der To-do-Listentyp, Ich liebe und ich liebe äh Progresstracking und Scrum ist mein und ich liebe Struktur, ich liebe das einfach. Also für mich ist ergibt sich das,

von selber. Ich muss mich dazu nicht überreden, auch E-Mails schreiben, Kommunikation, Meetings arrangieren, Präsentationen halten, öffentliches Sprechen und so weiter. Das kommt einfach, was es mir scheinbar liegt. Also habe ich einfach, bin ich einfach zu meinem, zu dem zurückgekehrt was ich wusste was ich kann und deswegen hab ich mich dabei gut Game Studios beworben, die wollten mich auch ganz gern und ähm hatte dann auch noch ein anderes äh Angebot aus Berlin.

Bei einer kleinen äh Videospielübersatzungsagentur aber habe mich letzten Endes dann für Good Games entschieden, weil ich mir dachte, dass das mehr Spaß macht, wenn ich bei einer Videospielirma arbeite und halt nicht bei einem, ne, dass ich halt sozusagen näher dransitze, Bezahlung hat natürlich auch eine Rolle gespielt, darum will ich auch gar nicht dazu lügen, aber.

Simon

Ah, das wollte ich nämlich fragen, weil ich habe jetzt ähm grad überlegt, ob denn vielleicht diese äh diese sagen wir mal äh Nichtspiele spezifische Firma, vielleicht sogar besser bezahlt hätte, weil Das hört man ja öfters mal, dass eigentlich die Spielerbranche nicht so gut bezahlt wie andere.

Angelina

Das ist richtig. Langfristig ja, aber ich habe mir, glaube ich, generell die Arbeitsbedingungen angeguckt. Auch die Größe des Teams war bei mir ausschlaggebend, ich hab die Leute in von vorher nicht persönlich getroffen, nur durch Zoom, weil ich halt zum Teil noch in Australien war. In Berlin hatte ich ein persönliches Vorstellungsgespräch, das war ein sehr kleines Team. Die Gründerin fand ich super nett.

Meisten Leute fand ich nett und dann war da eine Person, mit der ich hätte zusammenarbeiten sollen und es hat einfach direkt nicht gestimmt.

Ich habe die getroffen diese Person und habe gedacht nee dass das wird nicht passen und das war dann halt auch ein Teil dessen, wo ich halt gesagt habe, okay, ich möchte näher in der Spielerentwicklung sein, ich will dieses größere Team haben und halt nicht nur so drei, vier, fünf Leute um mich rum, Und halt auch dieses sozial, also Good Games damals zu dem Zeitpunkt war noch 'ne riesen Firma, das waren 1400 Leute,

ich hatte da halt auch schon eine Freundin von mir die da gearbeitet hat und hatte daher schon so ein bisschen affinität dann halt auch zu der Stelle hin.

Simon

Ja äh und nur noch mal zur Klaststellung. Ähm du hattest dich aber bei Blisson Riot als Grafikerin beworben, ne, nicht als Low Carb.

Angelina

Doch als Luca.

Simon

Doch also, ah okay.

Angelina

Das war alles Luca. Ich habe mich damals, hätte nicht damals niemals getraut, niemals mit einem, ich hatte gar kein Portfolio, ich ich konnte damals auch nicht modellieren, ich war ja reiner 2D-Artist, ich erinner mich ich hab in Australien in einer ruhigen Minute hab ich mir so oh Gott das war das.

Oder was weiß ich was, da gab's so einen Crashkurs, Grafikdesign, weil ich halt nicht wusste, was mache ich denn mit dem, was ich gerne mache, also zeichnen und entwerfen und und kreativ sein, also visuell kreativ sein, Kreativität hat ja viele, Arten, Programmierer sind ja auch kreativ, aber halt anders als Artists,

visuelle Art ist. Ich wusste gar nicht, wohin mit mir, da habe ich mir dieses Grafikdesign Ding angeschaut und nach diesen sechs Stunden dachte ich einfach nur, und ich hab danach danach einfach gesagt nee überhaupt nicht das was ich machen wollte. Also ich war dann halt quasi genauso schlau wie vorher und hab dann halt einfach nicht gewusst wohin mit mir und hab mich dann halt weiter auf locker stellen beworben. Einfach weil ich, keine Ahnung hatte wohin.

Simon

Okay, es hat jetzt auch gar kein Spiel äh bezogen.

Angelina

Nein, gar nicht. Also nee.

Simon

Also was ich interessant finde ist, weil du hattest gesagt, es hat haarscharf nicht funktioniert und Blizzard. Das klingt ein bisschen so, wie das Gelbstar Visa Probleme oder so.

Angelina

Nee, nee, gar nicht. Das war wirklich so also, man kann sich vorstellen, da haben sie wahrscheinlich, weiß nicht wie viel drauf beworben und ich war quasi in der allerletzten Runde. Also ich war wirklich ich und noch eine andere Person, andere Person war dann halt auch nach Aussage des Managers, der war auch super nett, der war super transparent mit mir, also die haben mich wirklich sehr gut

und haben auch nach der Absage dann sozusagen nochmal mit mir fast 'n Stunde lang gesprochen, weil er halt mir gesagt hat es tut ihm mega leid und er hat mich so gern eingestellt, aber die andere Person hatte halt 'ne offizielle Übersetzer-Qualifikation, sie wollten halt jemanden, der nicht nur dieses Projektmanagement und dieses Lokalisierungsprojektmanagement macht, sondern wirklich mit der Übersetzung noch mithilft und ich bin ja kein zertifizierter Übersetzer,

übersetzen, es ist ja keine es ist ja keine es ist kein Beruf der irgendwie jetzt geschützt wäre ne? Also du kannst jetzt nicht einfach so 'n Doktor hinter deinen Arm knallen aber Übersetzer kannst du schon also Übersetzer kann eigentlich so so gesagt jeder machen. Zertifikate und so weiter machen, aber, ja zum Übersetzen musst du halt zwei Sprachen gut können und halt natürlich noch mehr aber,

Ja, der hatte halt so eine offizielle Zertifizierung und halt auch oder sie weiß ja nicht ähm und eine ähm und ein bisschen mehr Erfahrung halt, was das Übersetzen angeht. Und ich war ja immer schon so, ne? Mehr so auf der Projekt und Produkt, unterwegs.

Simon

Äh und dort hast du dann bis zu 25 Sprachen gemanagt, also die Spiele wurden anscheinend in 25 Sprachen übersetzt, ne.

Angelina

Genau, bei Good Games.

Simon

Aber gut geht's ja. Genau genau bei gut gehen's. Wir sind wieder bei Good Gains. Ähm und ich frage mich wie man den Sprachen, die du selbst gar nicht kennst, also. Da kommt jetzt das Türkische rein zum Beispiel und du musst jetzt sagen, ja, ist super, aber ich spreche gar kein Türkisch. Ich habe keine Ahnung, was da steht.

Angelina

Genau, als äh also da war ich dann Lokalisation Manager. Habe mich aber auch immer noch ähm stark um das Outsourcing gekümmert. Das heißt, wir haben

War das sozusagen, also ich weiß jetzt nicht, wie es jetzt ist, gut Game Studios hat ja einige Veränderungen durchgemacht, in der Zwischenzeit, aber zu dem Zeitpunkt hatten wir ein internes Luca-Team. Das heißt, wir hatten auf der einen Seite Übersetzer und Lokalisierungs-QA, also Qualitätssicherung und auf der anderen Seite hatten wir die Lokalisierungsprojektmanager,

Zu dem Thema habe ich halt dazu gehört. Wir waren ein großes Team, aber das war halt so ein bisschen die die größere Unterscheidung in der, ne, von dem was wir halt gemacht haben. Das heißt, zum Beispiel hatten wir jemanden für Japanisch.

Das heißt, die hat dann auch unser Spiel übersetzt, hat das getestet, und wenn's da Probleme gab, dann hat die das dann halt an den zuständigen Projekt oder weitergegeben, wenn's da irgendwie Probleme gab, die bei denen sie hätte, also Hilfe gebraucht hätte oder

irgendwie an den Produktmanager vielleicht was weitergeben muss, dass die zu klein sind, weißt du solche Sachen, das Problem mit den gibt oder sowas. Das heißt, wir hatten einen Teil der Sprachen intern, da hatten wir auf jeden Fall, Englisch, Französisch, Italienisch, Deutsch, Spanisch. Hatten wir sonst noch was intern? Chinesisch, Russisch hatten wir auch intern. Wir hatten einige spannende System war recht groß, hat auch richtig gut bei uns funktioniert, das Team war sehr eng miteinander so,

eins der meiner liebsten Teams, mit denen ich gearbeitet habe. Ähm die haben das dann quasi intern übersetzt, haben auch die QA dazu gemacht.

Wenn's Probleme gab zu den Spielen, die ich halt betreut habe, kam sie zu mir. Ich war dann sozusagen die Schnittstelle zwischen den Development-Team und dem Luka-Team. Das heißt nach ähm am Anfang nicht, aber dann meine Chefin hat sich da auch sehr engagiert, weil die wollte halt auch, dass wir bei den Entwicklern dabei sitzen, das heißt nach, ich weiß nicht wie lange, nach einem. Halben Jahr oder so, ich weiß nicht mehr wie lange es gedauert hat, aber,

Wir saßen dann bei den Teams dabei, die wir betreut haben als Lokalisierungsprojektmanager. Das was ich zum Beispiel bei Empire Forking hab ich dann dabei gesessen, das ist die, das ist das die Mobber geben Variante von dem good Game Empire. Das war halt ein Browserspiel und dann später kam halt ein Handyspiel dazu. Und ich saß dann halt bei dem Entwicklerteam dabei.

Simon

Okay und dann haben die gesagt, oh hier, ich baue mal einen neuen Button ein und dann sagst du, hey Leute, Leute, Leute, das müssen wir aber übersetzen und dann gibt's, Oder keine Ahnung, machst du ein Meeting oder pflegst das irgendwie in eine Datenbank ein, dann kriegen das die Übersetzerinnen, die wiederum übersetzen, Aber wenn Sie eine Frage haben, kommen Sie wieder auf dich zurück.

Angelina

Und ich habe halt das sozusagen das Ganze in der Nachtschau. Ähm ich habe dann halt natürlich auch viel gemacht in Sachen also so zum Beispiel, das ganze Entwicklungsteam ein bisschen darauf,

hinzuweisen, was es halt für mögliche Problematiken gibt mit der Übersetzung. Also zum Beispiel wir saßen dann halt auch in in den Scrum Meetings dabei, haben die neuen Features gesehen und dann Beispiel, wenn wir dann was gesehen haben, weil wir ja schon so trainiert waren, wir wussten, okay, da ist eine mögliche Gefahrenquelle oder was das in manchen Sprachen nicht funktioniert oder manchen Kulturen nicht funktioniert

kamen wir halt so rein gegrätscht und so hallo das funktioniert so nicht. Ich hatte halt so eine lustige Postkarte auf meinem Schreibtisch, da stand drauf, das kennst du garantiert, da stand drauf. Das kannst du so machen aber es ist halt scheiße.

Das sah sozusagen mein Motto. Also ich kann halt bei den Produktmanager an so ach ja übrigens das und das, wir hatten also als Beispiel wollte unser Produktmanager bei einem Spiel ohne Namen zu nennen. Ähm einen Begriff ändern Dann habe ich eine Kostenanalyse dazu gemacht und habe ihm vorgerechnet

in Stunden kosten würde, was das bei der kosten würde, was das kosten würde ähm und was dir in der Zeit halt nicht machen könnten, also zum Beispiel andere Feature übersetzen und habe ihm halt so einen Bericht geschrieben Meine Chefin dann ins CC-Getrieb getan, mein ganzes Team, unsere Projektmanagerinstitut getan und es hat abgeschickt und das hat er dann halt keine Ahnung wie viel

Euro gekostet und dann kam halt einfach sogar die E-Mail zurück, ja okay, dann machen wir das halt nicht. Also zum Beispiel sowas, Also so ein bisschen Produktmanagement, aber halt unter der Lupe von und der Internationalisierung.

Simon

Also das finde ich jetzt interessant. Was sagen wir mal, ähm ich will den Begriff ändern, äh Kingdom, ja, das nicht übersetzen in keine Ahnung irgendwas anderes. Äh und jetzt jetzt hast du ja gesagt, die die Kosten werden meistens pro Wort,

für die für die outgesourcten Leute. Äh intern kriegt natürlich jeder wahrscheinlich sein monatliches Gehalt. Äh und dann stelle ich mir das jetzt so vor, In der Datenbank ist dann so ein kleines Feld, das hat AA, hier ist was geändert worden, bitte übersetzen, Dann kriegen die äh die ganzen Menschen, die die Übersetzung machen, so eine kleine Push-up-Note für Kirchen,

Hier neue Arbeit. So, dann nehmen die sich, sagen wir mal, war mal eine Minute Zeit, ja, um das Ding jetzt kurz zu übersetzen. Das machen natürlich fünfundzwanzig Leute, also insgesamt 25 Minuten, machen wir das Doppelte, sauber eine Stunde Geld, die ihr da jetzt investiert wird und das kostet dann Weiß ich nicht. 500 Euro oder so, keine Ahnung, meine naive naive Art, aber äh das klingt ja jetzt so, als wäre das ein viel größeres Unterfangen, als ich mir das vorstelle.

Angelina

Ist es leider auch. Also grad was du schon beschrieben hast mit der Datenbank so eine schicke Datenbank wie du das gerade beschrieben hast mit von wegen dass die externen Übersätze zum Beispiel Zugang dazu haben, das hatten wir gar nicht. Das gab's nicht. Das heißt es wurde alles von mir eingepflegt beziehungsweise von meinen Kollegen,

Dann kommt natürlich dazu, du musst halt auch sehen, es ist ja nicht nur um neue Strings ging. Es ging um ein Spiel, das Jahre, das also ich glaube, das war dann zu dem Zeitpunkt, als ich da war, fünf oder 6 Jahre alt. Good Game Empire Das heißt, es ist ein Spiel, das hat jetzt schon eine Million Worte in nur einer Sprache und wenn du jetzt ein Wort wie Kingdom zum Beispiel,

sehr häufig vorkommt, wenn du das änderst, es muss der Übersetzer ja überall suchen, ne? Der hat ja gar keinen Zugang zu unserer Datenbank, wo du einfach nach Kingdom suchen kannst.

Simon

Aber aber nur noch mal, also das heißt also hast du dann das manuell in eine E-Mail kopiert oder oder also.

Angelina

Ich konnte aus dem Tool rauskriegen, aber was wir stattdessen gemacht haben, war und zwar verstanden und die Game-Designer haben auch in Kooperation mit unseren Texten also wir hatten dann noch drei Leute die den Text auch dann tatsächlich auf Deutsch weil wir ein deutsches Unternehmen sind oder waren. Ich bin ja nicht mehr Teil des Unternehmens aber

also Entwurf geschrieben, die Texte haben das Ganze schön verpackt und die haben ja auch ihre ihre Excel-Tabellen und so weiter gehabt. Das heißt, ich habe größtenteils eigentlich meine Strings

direkt von den Game-Designern oder den Text dann bekommen. Das heißt, ich musste dann gar nicht für den englischen stracken. Wir hatten dann auch nochmal englische dann da, dies dann später auch wurde direkt in Englischen auch geschrieben, das war am Anfang nicht so, da war es deutsch, aber ich habe meine Strings dann quasi in so einer Tabelle direkt bekommen und habe das dann so an unsere Art Tracing,

unsere Übersetzungspartner geschickt. Also ich musste für diese original nicht in unser Tool rein.

Simon

Ah okay, das heißt äh schick dir dann jemand einfach eine Tabelle mit 09 Begriffen.

Angelina

So zu sagen ja.

Simon

Spannend, also das ist ja. Also denkt man, das wäre alles so einfach, aber.

Angelina

Vielleicht läuft es bei äh Firmen anders, dazu kann ich wenig sagen Also äh ich meine es gibt äh Plattformen wie XTM zum Beispiel, Glaube ich auch ganz gut äh integrieren, sodass die Übersetzer dann direkt da drin arbeiten. Das wird dann halt irgendwie direkt eine Datenbank geschickt und so weiter. Ich denke es gibt super schöne äh und praktische Tools dafür, aber da muss man halt reininvestieren,

Ich glaube, die Luca ist etwas, wo viele Firmen nicht investieren wollen. Aus Gründen teilweise aus guten Gründen, Aber wenn du dann halt in dem Job arbeitest, dann ist das so ein bisschen.

Simon

Ja äh es würde dich aber dann freuen zu hören, äh dass es auch in die Teams gibt, die da sehr viel Wert drauf legen. Äh es gibt das Team, Die haben äh gemacht und die haben auch einen Podcast und in dem Podcast haben sie mal erzählt, wie ihr System funktioniert und da ist es tatsächlich alles vollautomatisiert. Also die haben so. Gesamte System voll automatisiert, aber das Low Carb System auch und da ist es so, dass die in so eine.

Äh in so eine äh Excel-Tabelle schreiben, die irgendein neues Wort rein, das wird automatisch an, Leute übersetzt, der jeweiligen Sprache, die tragen also tragen die Übersetzung ein. Das wird automatisch zurückübersetzt, äh nee ich übersetze geschickt und importiert und ich weiß nicht, wie die Rechnungsstellung dann funktioniert wahrscheinlich,

Sammeln, die da sind am Ende des Monats. Äh gibt's dann eine gesamte Rechnung oder so. Aber da müssen sie dann auch gar nichts mehr machen. Das ist auch ganz.

Angelina

Ja, also ich gehe mal davon aus, dass die größeren Firmen inklusive Good Games, Studios, das jetzt alle so machen. Ja.

Simon

Okay, so. Wo sind wir denn jetzt? Wir wir sind ja noch ganz am Anfang, weil du bist ja noch gar nicht drei Theaters, weil jetzt kommt nämlich was Spannendes. Jetzt nach dieser, also nach 2tausend16 hast du eine äh Lücke im Lebenslauf bis 2019 und die hast du ja anscheinend gefüllt mit Bildung, Noch mehr Bildung, aber diesmal nicht in in in Social Science oder so, sondern in 3D, ne? Kann das sein.

Angelina

Das ist richtig.

Simon

Wie wie kam's denn dazu? Weil jetzt hast du ja anscheinend dann 216 entschieden, so jetzt aber mal genug mit diesen ganzen Worten hier.

Angelina

Ja, ganz genau. So in etwa kann man das zusammenfassen. Also war für mich ein sehr guter Ort, Ich glaube ich habe damals auch als ich diese zwei Jobangebote hatte die richtige Entscheidung damit getroffen weil ich dort nämlich wie ich es auch wollte direkt in den Entwicklungsprozess reinkam und dazu gehörte natürlich auch wie ich schon vorhin sagte dass ich bei den Game Designern saß, nicht auch nur Gamedesigner und sondern auch.

2DIs und 3D-Artist. Das heißt, ich du kannst dir halt vorstellen, ich komm da halt so rein und Großraumbüro, ne? Man sitzt ja nicht mehr in so kleinen Hütchen oder sowas, jeder voneinander getrennt, nein. Ich laufe halt so rum, gucke auf auf die Bildschirme von Leuten und denke halt mal so, was ist das denn? Was ist denn hier los? Und natürlich spricht man miteinander, man lernt Leute kennen, man unterhält sich.

Man freundet sich halt auch an. Also ich habe da mit einigen äh Artist mich halt auch angefreundet und ich erinnere mich zum Beispiel jetzt noch so, wo ich jetzt grad mit dir drüber spreche, dass ich einmal, wir waren irgendwie auf dem Weg in die Mittagspause, ich war halt so ein Typ vorbei von einem Freund von mir und er war grade in Zybrush,

ich kam also an seinem Tisch und so na gehst du jetzt auch zur Mittagspause und ich gucke gerade so auf seinem Schreibtisch oder auf seinen Bildschirm und denk so, was ist denn das, Was machst denn du da? Und er so ja ich gerade und ich so, Voll krass, was was wie funktioniert denn das? Und jetzt so ja und hier kannst du skaten, der war halt auch grad in so einem so einem hat glaube ich gerade am Anfang noch mit so einem äh war am Anfang von so einem Charakter noch irgendwie mit Garten.

Und habe mir halt gezeigt, wie man halt so Mirror Modifire, was weiß ich, Mirror anmacht und du kannst da alles symmetrisch skypen und ich habe so kannst du dir mal mein blauen. Und ich so, oh mein Gott, das ist ja voll die Sexerei, fand das halt total krass, dass man das so machen kann und dann habe ich mich halt noch mit einem anderen 3D-Artist äh angefreundet, der mir so Sachen gemacht hat. Den habe ich dann halt auch

Fragen gestellt, was ist ein Mesh und was ist ein Werttext und und was ist denn ein Polygon und was machst du da überhaupt? Und er hat mir das halt versucht zu erklären und.

Gedacht, das wäre eigentlich total cool, wenn ich das selber machen könnte. Und dann äh hat halt äh wurde mir Wir hatten einen anderen Artist noch äh bei uns in der Firma, der heißt Hendrik äh der wird wahrscheinlich ein Podcast jetzt nicht hören, weil er kein Deutscher ist, aber er arbeitet jetzt bei Rair als Charakterartist and Sea of Thieves.

Und ähm er ist an diese Uni gegangen, an der ich dann später auch studiert habe, also steht, also die, In Westflandern, also in Belgien und er hat dort studiert und äh er hat sich bereit erklärt, an einem Nachmittag hat mit mir auf einen Kaffee, Zu treffen und hat mir dann halt mal so so die Schränke aus seinem Studium erzählt. Ich habe ihn halt gefragt, was hast du da gemacht und und,

war das schwer und was hast du da gelernt und wie wie kommt man denn dazu? Was muss ich da machen? Wie komme ich da rein? Und er hat mir halt diese ganzen Fragen beantwortet und da habe ich halt gedacht, na dann probiere ich's halt mal. Ne, also, Ich war halt zu dem Zeitpunkt halt auch mit meinem Job nicht mehr so mega happy weil's halt recht repetitiv war. Also es war halt immer so ein bisschen,

Wie gesagt, immer dieses Schwimmen gegen den Strom. Ich war halt so ein bisschen ich habe ja mich halt so gefühlt, als wäre ich außen vor, In der Spielentwicklung, obwohl ich eigentlich ganz gern Teil davon gewesen wäre. Also ich habe also gedacht. Stelle nichts her. Weißt du wie ich meine? Also ist vielleicht ein bisschen oberflächlich gedacht, weil es gibt ja viele Entwickler, die am Entwicklungspreis Prozess beteiligt sind und die an sich jetzt keinen Code schreiben oder,

Keine Assets machen, aber ich wollte das halt. Und ich konnte halt nicht. Äh und habe dann halt bei anderen Artists gesehen, wie wie toll das ist ähm. Was die alles für coole Sachen machen. Und da habe ich gedacht, ja, wenn ich's nicht versuch, dann kann ich's ja nicht wissen, ob's klappt.

Simon

Und war das jetzt die Schule oder diese Ecole Brazar.

Angelina

Das ist huwest. Das ist ähm die, das war mein Erasmus äh Erasmus-Semester. Das da bin ich nach Lyon äh gegangen für einen für sechs Monate und habe dort nochmal.

Simon

Ah okay, das gehört aber auch zu, also du hast im Grunde ein Studium gemacht, aber mit einem Auslandssemester.

Angelina

Richtig, genau.

Simon

Ah, okay. Und diese diese ähm Host ist das staatlich äh oder privat oder.

Angelina

Ist staatlich, also die wird vom schwämischen Staat unterstützt. Es ist aber so, es ja, wie sagt man, sie gehört eigentlich zu Unigent dazu. Aber hat so ein bisschen Sonderstatus, weil du dich doch also es wird jeder aufgenommen, es gibt keine kein Nursklausel oder irgendwie sowas, aber du musst doch ein Portfolio einschicken, du musst ein Motivationsschreiben schreiben.

Weil die halt extrem viele Bewerber haben aber im Grunde genommen ist es eine staatliche Schule, wo eigentlich oder eine staatliche Uni an der jeder anfangen kann.

Simon

Okay und wie wie bist du jetzt eigentlich da? Weil die ist warte, jetzt muss ich noch mal gucken, wo ist die nochmal? Die ist ja die ist ja nicht in Deutschland.

Angelina

Die ist in Cordreak. Genau, die sind wandern, also in Belgien, der also Belgien ist ja äh ein französisch sprachiger Teil und ein flämischsprachiger Teil, also flämisch ist ein niederländischer, Dialekt, für die, die es nicht wissen und ähm Cordrec oder je nachdem, wo du halt bist in Belgien, ist im flämischen Teil von Belgien ganz nah an der französischen Grenze.

Das heißt, ich bin dann halt auch dorthin gezogen und habe dort für drei Jahre beziehungsweise zweieinhalb Jahre dort studiert und dann mein fünftes Semester in ähm in Frankreich.

Simon

Ah okay und der Grund warum du dorthin bist ist, weil du den Hendrik kanntest und der so ein bisschen erzählen konnte oder gab es einen anderen Grund, dass du gesagt hast, nee, nee, nee, ich will nach Belgien.

Angelina

Hm nee ich glaube er war eigentlich so der ausschlaggebende Grund, weswegen ich dachte, dass das eine gute Bildung ist für mich. Also ich habe mir deutsche Unis angeguckt. Hab dann halt auch mit den Artists bei Good Games Studios gesprochen und war irgendwie nicht so überzeugt. Also irgendwie war halt nicht so das drin, was ich machen wollte. Also.

Keine Ahnung, aber es war vielleicht auch so ein bisschen so eine Bauchentscheidung, weil Hendrik mir das natürlich auch äh ziemlich schmackhaft gemacht hat und ich habe seine Arbeit halt gesehen. Ich habe gesehen, dass, wie gut er ist und habe halt gedacht, ja, wenn er das da gelernt hat, dann spricht das ja für die Schule. Und er hat mir auch ganz klipp und klar gesagt, das ist ziemlich,

hart wird. Also er hat zu mir gesagt, also du wirst wahrscheinlich in den zwei Jahren nicht viel Zeit für anderes haben, weil du, gedrillt wirst. Aber wenn du dann durch bist, dann hast du eine extrem gute Grundlage, auf der du. Guter 3D-Artist sein kannst. Und das hat mich überzeugt.

Simon

Okay, ja genau und du hast es ist die haben ja ganz verschiedene Sachen. Die kamen auch, das ist ja echt interessant. Cyber-Security Professional.

Angelina

Das ist neu, ja, das gab's noch nicht, als ich da war.

Simon

Äh das ist cool. Genau und und für dich das ist auch spannend. Es gibt nämlich drei D Produktion und und das war dein Ding, Bachelor Digital Art and Entertainment, ne.

Angelina

Genau. Das heißt der erste, das du gerade genannt hast, also dieses das war eher so filmspezifisch und der andere Gamegraphic Production, wie der Name schon sagt, Videospiel spezifisch.

Wir haben also teilweise Kurse gehabt, die wir geteilt haben, gerade am Anfang und später ging das so ein bisschen auseinander, weil wir halt uns mehr auf Gen Engines spezialisiert haben, also wir haben an Brille gearbeitet und, Und die haben halt eher so geguckt, was weiß ich, Alles so halt das was wir halt eher wenig ganz am Anfang so ein bisschen aber später in Frankreich habe ich dann mit äh Randoman gearbeitet und mit Arnold,

aber ansonsten war ich eher so ich bin immer noch meine Lieblingsentgin, sorry ohne die.

Simon

Für alle die äh jetzt äh sich damit noch nicht beschäftigen haben Arnold ist in Rente, weil es keine Person.

Angelina

Hey Arno, da gibt's doch diesen Cartoon, der Typ ja der Typ mit dem Football äh ja diesen sein Kopf sieht irgendwie aus wie so ein Football, so ein American Football.

Simon

M aber äh warte, jetzt wieso hast du aber wieso hast du dann noch mit den Rentnerinnen? Weil das ist ja wirklich eigentlich für Film gemacht und du bist ja dann in Games, also.

Angelina

Ich habe die die hatten zwar ein, also ich musste mich da entscheiden für Kurse, als ich mein Auslandssemester geplant habe und die haben mir halt die Kurse gezeigt, die die Spielegrafiker gemacht hätten, Und dann haben's mir die Kurse gezeigt, die ich 3D und BFX Leute gemacht hätten. Und da habe ich mir die Sachen von der Spielegrafik angeguckt und habe gedacht. Das kann ich alles schon. Deshalb.

Simon

Ah okay, was war das zum Beispiel.

Angelina

Das war zum Beispiel so low poly Modeling, Ich muss halt sagen, also im Vergleich zu dem Thema zu dem Tempo in Belgien war der französische Studiengang, was eine Privatschule ist, also es ist eine, privates Institut und auch extrem teuer und möglicherweise musste ich das nicht bezahlen, weil ich Erasmusstudent war. Das war sehr viel langsamer und auch sehr viel

Kleiner auch, also die Klassenwarnkleider, der das Thema das Tempo war sehr viel langsamer. Man konnte sich also so ein bisschen mehr dementsprechend waren die so ein bisschen sozusagen hintendran verglichen mit uns, Ich war eh schon ein Semester weiter und dann habe ich mich halt entschieden bei 3D BFS reinzukommen, weil ich halt dieses Arnold Randaman, dieses noch gar nicht gemacht hatte,

und ich natürlich auch Bock drauf hatte, mehr 2D zu machen, weil das durfte ich in der Gengraphic Production, am Anfang nur mit Anvis Art haben uns später habe ich dann im Charakter äh Design Kurs machen dürfen Ich wollte halt noch ein bisschen mehr 2D machen und das konnte ich halt diesen, da konnte ich halt ein Modul belegen, das Charakterdesign und so weiter war und halt auch ähm.

Wir haben halt doch tatsächlich auch mit ähm wie heißt das Zeug jetzt? Wir haben tatsächlich geskapet, also wirklich physisch mit mit Modelliermasse.

Simon

A ja Ton.

Angelina

Ja es war noch nicht mal Ton, es ist so ein Zeug, das kannst du in die Mikrowelle stellen, dann wird es weich und dann kannst du das.

Simon

Ist es Sky.

Angelina

Wie heißt das Zeug.

Simon

Da gibt's ja Skype, Skype? Nee, wird.

Angelina

Es heißt anders. Es wird auch in der Filmbranche benutzt für so Masken und so weiter. Es ist supercool das Zeug. Ähm. Jedenfalls wir durften mit dieser Modelliermasse halt modellieren, also richtig mit Draht unten drunter und dann Modelliermasse und ich hatte so extrem Bock darauf. Ich wollte das unbedingt machen und dann habe ich halt gedacht, okay, mein Auslandssemester ist sozusagen mein,

Da kann ich mich mal so ein bisschen jetzt ausleben sozusagen. Wie gesagt, ich hatte ja vorhin glaube ich zu dir gesagt, dass ich äh den Eindruck hatte, dass die, also Digital Entertainment, die wollten uns so ein bisschen in die Spalte drücken, also so ein bisschen so mit Nachdruck äh lernt man zu Skripten und.

Macht mal das und und ich hatte auch zwei Semesterprogrammiere und so weiter. Hier mach mal schön dann bei an der Ecole Brassar konnte ich wirklich so meinen inneren Künstler mal rauslassen und so gibt mir die Modelliermasse und den Draht und was weiß ich was und lasst mich 2D-Zeichen als einfach nur so aus aus Spaß an der Freude, Einfach mal das machen, worauf ich jetzt einfach Bock hatte.

Simon

Du hattest eben gesagt, du bist schon ein Semester weiter gewesen ähm ich frage mich nur, also ähm wieso.

Angelina

Der Aufbau von dem Studium in der an der Ecolprassar unterschiedlich war, das war, das heißt, du durftest keinen Kurs machen, von dem du nicht den grundlegenden Kurs dazu genommen hast, Das heißt, wenn der zum Beispiel drei, die eins und 3D2 ist, ich durfte 3D2 nicht nehmen, wenn ich 3 Deins nicht belegt hatte. Das war so deren komische Regel. Das heißt, wenn ich,

Ich musste sozusagen Kurse nehmen von dem von der geraden Zahl sozusagen. Also ich muss oder bei der ungeratenen Zahl, beziehungsweise ich musste bei der Eins anfangen. Ich durfte also nicht in die Zwei rein, Ich durfte nicht in das laufende Semester, das eigentlich meins gewesen wäre dazu, weil ich halt diesen Kurs davor nicht gemacht hatte.

Simon

Aber du kanntest die die Grundlagen ja schon aus.

Angelina

Genau, das war denen aber egal. Ja.

Simon

Ah okay okay und äh was was für Code äh Coding habt ihr gemacht.

Angelina

Ich habe ähm an der haben wir äh processing gemacht, also Java Based Krams ähm und dann später mussten wir oh Gott ähm ganz. Für'n für ich weiß nicht, für drei Wochen oder so haben wir Max aus Gründen. Das machen die jetzt auch nicht mehr und danach äh haben sie uns direkt in reingeschubst, Was aber einfach äh.

Es war einfach zu viel. Also Andersbach der Tatsache, was man halt in den anderen Kursen noch so erbringen musste, war das für mich auch als jemand, Der sich selber immer in so dem Licht gesehen hat, oh, ich bin nicht gut in Mathe, ich bin nicht gut in Naturwissenschaften, dann kann ich auch nicht programmieren, also diese komplette Fantasy, also ist ja eigentlich kompletter Quatsch und es geht ja rein um Logik, ne,

brauche ich die ja nicht zu erklären, aber für die Leute, die zuhören, die Studenten sind. Programmieren hat ja überhaupt nichts damit zu tun, ob du in Mathe eine Eins hast

nix. Vielleicht wenn du später Grafiken programmieren willst, musst du vielleicht Vektoren verstehen und und wahrscheinlich so lineare Algebra und sowas, aber sogar ich kann das. Also ich hatte auch im Semester zwei Semester Mathe, Ich musste tatsächlich Mathe machen in meinem Grafikstudium, also ich kenne keinen keinen Grafiker außer mir, der, programmieren und Mathe im Studium hatte. Im hier in Australien gibt es nicht, das machen die nicht.

Simon

Ja, das ist ähm ja so ein bisschen die die Problematik von so Studiengängen, glaube ich, dass die versuchen, sehr weit gefächert zu sein, weil wäre ja auch komisch, wenn's zu spezialisiert ist, weil dann dann ist man vielleicht. Zu unflexibel für den Markt danach, aber andererseits braucht man ja eigentlich auch ein bisschen Spezialisierung.

Da ist die Frage, ob das nicht sinnvoller wäre zu sagen, hey ich habe jetzt aber im Studium zwei oder drei Jahre lang Pure Univerl gemacht äh statt zu sagen, ja ich habe halt sechs verschiedene Engines ein bisschen gemacht, aber. Andererseits ist es auch nett zu sagen, sagen zu können, ja, ich kenne jetzt Unity und Anyl. Was braucht ihr.

Angelina

Das stimmt, ja. Das ist ein ganz schwere Balance. Ich glaube, das muss jede Uni oder Schule für sich selber entscheiden. Aber ähm ich glaube in meinem Fall, Es hat mir Selbstvertrauen gegeben,

Weil ich immer ich hatte extreme Angst vor dem Programmieren und vor der vor dem Mathekurs, weil ich halt wusste, in der Schule war ich auch nie gut in Mathe. Ich war gut in Bio, das hat mich immer interessiert, aber Chemie und Physik war ich nie gut, Für mich hat's vielleicht mich daher so ein bisschen rausgerissen, weil ich jetzt zum Beispiel ich bin immer noch kein Programmierer, aber ich habe,

Ein sehr viel besseres Verständnis von der von dem Beruf eines Programmierers als viele andere Art ist oder Grafiker. Ähm weil ich das halt selber machen musste, Wenn du mit mir über keine Ahnung, über über ähm ich weiß nicht, wie das auf Deutsch heißt, also Klassen oder Methoden oder Funktionen sprich, dann weiß ich, was du meinst. Weil ich ja selber welche schreiben musste, also hilft mir das jetzt in meinem Beruf. Also ich habe mich zwar extrem genervt, als ich's machen musste.

Aber jetzt in meinem Beruf hilft's mir halt einfach meine Teammitglieder zu verstehen, Und dann vielleicht auch selber vorzuschlagen, vielleicht kannst du hier noch ein Skript schreiben, dass das und das macht, weil ich halt. Eventuell ein grundlegendes Verständnis von dem habe, was was das, was der Programmierer macht, überhaupt kann. Weißt du.

Simon

Das stimmt. Ich finde vor allem den den ersten Punkt, den du gemacht hast, superwichtig, dass man so ein bisschen die Angst verliert. Ähm weil weil ich habe auch so ein Tech-Art-Kurs gegeben und habe da versucht, den äh Leuten ganz einfache Beispiele zu geben, die praktisch sind für ihren Workflow, also jetzt ganz ganz simpel zum Beispiel in Max Crip, ein kleines, was einfach den.

Dann kannst du halt einen Button drücken und dann ist der gecentert und so oder halt Reset X Form oder so was und dass man einfach die Angst davor verliert, weil weil auch mit ganz einfachen Mitteln kann man sich schöne, kleine Tools bauen, die. Einfach nett sind.

Angelina

Ganz genau und das habe ich auch dann, als ich bei ähm Lowfit Studios hier in Cindy, das war mein erster Job hier in Sydney angefangen habe. Das hatte ich auch direkt gemacht. Also, Ich bin zwar, wie gesagt, ich habe keinen Riesen-Selbstvertrauen jetzt in mich als Skripter, aber ich habe zum Beispiel dann, ich habe dann,

In in Maya mir meine Skripte geschrieben, von denen ich halt wusste, okay, das brauche ich jetzt jeden Tag. Also zum Beispiel, wir haben kleine, wir haben Outfits gemacht für die Charaktere, also wir haben an einem Spiel gearbeitet für Kinder, das heißt ähm also die die,

der Publisher ist Homebase heißt das Spiel, das ist sozusagen Kinder werden also in dem Spiel so können sie so kleine Mini-Spiele spielen, sie werden halt dazu angeregt ähm Bücher zu lesen und sie können halt ihre Avatare so Kleider freischalten.

Diese Kleider, wir wollten halt die Kleider hatten halt bestimmte Vorgaben halt, nachdem wir die gemacht haben und wir haben die halt in in Meier zum Beispiel habe ich mir dann halt so ein ganz kleines Skript geschrieben, dass halt dann die, die Auflösung von der von der Textur in meiner in Photoshop mir halt direkt auf die richtige Größe, wie sie halt in der Engine aufgesetzt ist, also sozusagen, dass ich halt sehen konnte,

Wenn ich jetzt zum Beispiel in 265 mal 265 Pixel gearbeite aber dann direkt runter auf, keine Ahnung, 64 mal 64 Pixel, dass ich halt sehen konnte, die ist halt direkt in der aussieht, aber ich konnte mir trotzdem noch die originale Photoshop Datei in der Originalgröße. Behalten. Weißt du, wie ich meine? Also so ganz einfache Sachen, dass du halt das eher so siehst, wie's halt später im Spiel auch aussieht. Oder zum Beispiel die die das Licht, zum Beispiel, dass es halt anshadet ist, also,

so kein Licht also wirklich ein ist wirklich nur so ganz kleine Skript mit so drei, vier Anweisungen, aber es es spart mir halt fünfzehn Klicks. Jedes Mal, wenn ich. Anfange was zu modellieren. Also ganz simple Sachen.

Simon

Ja genau, genau so was äh finde ich auch super, weil es gibt es gibt so Leute, die stört das nicht so, wenn sie auch beim Exportieren, ah ich hasse wenn das so Datei, Speicher unter, dann muss man auch das Format auswählen jedes Mal neu, dann den Ordner nochmal, dann Doppelklick, ja, willst du's wirklich überschreiben? Ja, will ich und so, mich macht das fertig. Und ähm ich fange da auch immer an mit Scrips zu schreiben, die einfach mit einem Klick zack Export.

Angelina

Ja, auf jeden Fall.

Simon

Aber okay, so, dann bist du jetzt also da. Und dann nach der Schule äh ach bevor wir zum Ende des Schulen kommen, ich wollte nochmal fragen das klingt jetzt alles so wie was man auch so bei den deutschen Studiengängen so sieht. Was war denn. Weil du hattest vorhin gesagt, du hast dich ja auch bei den deutschen Schuhen umgeguckt, aber warst nicht so überzeugt. Was hat dich denn da wenig überzeugt beziehungsweise was hat dich denn mehr überzeugt bei der Schule jetzt hier.

Angelina

Ich glaube, es war teilweise vielleicht einfach so, wie gesagt, mein Bauchgefühl von dem, was ich halt von anderen Artists gehört hatte, Die meinten halt so, ja, dann machst du das und das ist nicht so gut organisiert und der Kurs wird da nicht angeboten und wenn du Pech hast, machst du dann auch so ein Semester, musst du ein Jahr warten und dann kannst du den Kurs erst machen. Sonn hat alles irgendwie so Soft-Fact. Weißt du, wie ich meine,

Ich hatte mir auch eine Uni angeguckt in ich glaube in Salzburg oder so. Da gibt's, glaube ich, auch einen Gameart-Kurs, Das sah mir dann aber halt zu 2D Fokus, Ich halt ja nicht sicher war, dass ich es ist ja immer so diese Frage, ne, also so von dem, was ich jetzt im Moment gerade beobachte, ist, Zumindest hier in Australien. Ist es schwieriger als zwei D-Artist? Also es gibt einfach weniger Jobs und die, die es gibt, die sind extrem hart umkämpft. Vor allem für Konzept Art.

Jeder will das machen, Und ich fand halt diese Kurse zumindest, die ich mir angeguckt hatte, da war halt ein ziemlich großer Batzen Konzept da drin, was ich mich immer interessiert hat, aber ich war jetzt nicht so sicher, ob ich jetzt da irgendwie so keine Ahnung, ganzes Jahr irgendwie reinversenken will. Ja.

Ich weiß nicht, ich glaube, es ist ziemlich irrational, so jetzt vielleicht, wenn ich jetzt grad noch mal mit dir drüber spreche, war es halt einfach irgendwie so ein Bauchgefühl und ich glaube, mich hat mich einfach sehr drauf verlassen, was Hendrik mir erzählt hat. Einfach so so ein für mich klangst danach, dass es wirklich solide ist, dass es was ist, womit man danach auch was anfangen kann,

Und er war für mich halt einfach so der beste Beweis, dass das funktioniert. Ja, vielleicht einfach deswegen. Man man liebt ja immer das, was man kennt, also das ist ja immer einfach, ne.

Simon

Mhm, ne, so kann ich ja auch nachvollziehen. Ich frage nur, weil äh eine Sache, die ich immer wieder höre von, Äh nicht jetzt nur von deutschen Schulen ist, dass die Leute danach sagen, na ja, eigentlich hätte man sich das alles selbst, könnt beziehungsweise mussten wir uns im Studium auch sehr viel selbst beibringen und das der größte äh Pluspunkt an dieser Schule überhaupt gewesen zu sein, ist die Kontakte, die man dort. Erhalten hat.

Das ist so eine Zusammenfassung, mit der höre ich immer wieder von von ganz verschiedene.

Angelina

Interessante.

Simon

Und.

Angelina

Ja, die Kontakte helfen dir, wenn du dann tatsächlich in dem Land auch arbeitest, was halt in meinem Fall nicht geklappt hat ähm Das stimmt. Ich denke, meine Kommilitonen waren super hilfreich. Also wir haben uns immer gegenseitig viel geholfen, Ich glaube, dass das wichtigste für mich war einfach die Zeit mich da drauf zu konzentrieren

und halt auch diese Bandbreite, mit der ich konfrontiert wurde. Also ich wurde ja wirklich von allen Seiten irgendwie wie gesagt Blueprinscriping, programmieren, Script normale Scripting, dann hatten wir ein ein äh zwei Semester hatten wir Environ Concept Art dann hatten wir einen Kurs in in wo es wirklich um Gamedesign ging.

Dann hatten wir im Kurs mit Rigging ganz ganz kleines bisschen Animation ähm also ich würde ja wirklich von allen Seiten irgendwie zugeschmissen mit den technischen, also größtenteils technischen Aspekten der Spieleentwicklung, Vielleicht war's einfach das, was ich wollte

vielleicht unterbewusst, weil ich meine, ich hatte ja damals keine Ahnung, also ich wusste ja überhaupt gar nicht, warum ich mich eingelassen habe. Also, ich hatte ja noch nie modelliert oder gescoppt und ich habe das ja nur bei anderen Leuten gesehen und habe gedacht, na super. Das will ich auch.

Simon

Aber das fand ich übrigens auch interessant, weil das klingt ein bisschen so, wie als hättest du's gesehen und und sofort gewusst, okay, das ist was für mich, aber, dein Insta äh Feed anguckt und du hast ja auch gesagt, dass du seit ungefähr zwölf schon bezeichnet hast, hätte man ja sagen können, dass eigentlich das 2D deine. Dein Herz, wie heißt das Herzblatt ist? Keine Ahnung. Wer wer kennt noch Herzblatt und.

Angelina

Ich kenne's. Matthias, dein Herzblatt und dann das große und alle sind enttäuscht.

Simon

Aber ich fand's ich find's einfach äh super äh cool, aber auch interessant, dass du trotz deiner 2D Spleens äh gesagt hast, nee oh 3D, das ist ja supercool.

Angelina

Ja, ich weiß nicht, woher das kam. Ich ich glaube, ich habe mich da einfach ich war einfach fasziniert von dem, was meine Freunde. In 3D so gezaubert haben. Und dann kam halt auch wahrscheinlich trotzdem noch dazu, dass ich nicht genügend Selbstvertrauen in meinen hatte. Weil ich wusste es immer noch nicht, wie passe ich denn da rein? Als 3D-Artist hast du ja ziemlich.

Also zumindest sah es für mich damals danach aus, dass es ziemlich geradlinig ist. Ich meine, du kannst ja immer noch zigtausend verschiedene Sachen machen, du kannst Tick-Ups machen, du kannst Charakter-Arts machen, Diamond Artist, vielleicht willst du sogar Quietsche superspezifisch Aber irgendwie schien das, das Skillset war irgendwie geradliniger und es war auch was komplett neues. Weißt du, wenn du,

Wenn du was komplett Neues anfängst, dann ist das so Tabula rasa, also komplett irgendwie keine Erwartung, einfach machen. Und beim, D. Ich hatte immer total krass überhöhte Erwartungen an mich selber. Ich hatte das teilweise, ich war sehr lange auf die Windart aktiv und ähm, Hatte das teilweise echt, dass zu einem Zeitpunkt war ich so unzufrieden mit meinem Zeug, dass ich ein ganzes Jahr lang keinen Stift angefasst habe. Ich war so extrem also ich bin glaube ich sehr ambitioniert.

Und habe mich da so unter Druck gesetzt, dass es einfach keinen Spaß mehr gemacht hat. Ich glaube, ich musste mich da so ein bisschen loslassen davon. Ich wollte halt irgendwie was machen, was damit noch was damit verbunden war, aber was auch trotzdem neu war. Wo ich wirklich mit allen anderen zusammen quasi bei null anfange.

Simon

Ja. Ich finde, finde das interessant, was du grad gesagt hast, so mit dass du quasi dir selbst so viel Druck gemacht hast. Weil das interessante ist ja dabei, man könnte ja sagen oh ich merke, ich bin jetzt gerade auf einem Plateau. Äh wie komme ich denn davon runter und dann könnte man ja zum Beispiel sagen, okay ich gucke mir jetzt äh Tutorials an von irgendwelchen Superleuten, äh um was Neues zu lernen oder ähm ich weiß, dass ich.

Äh nur weitermachen muss und dann wird das schon irgendwie besser werden oder so. Aber ich kenne auch diese diesen großen Druck, den man sich macht und dass man dann ich habe auch manchmal so dieses Ding, wenn ich länger nichts mehr gemacht habe, dass ich auch gar nicht mehr auf Social Media gehen will oder auf Art Station, weil ich will nicht sehen, was die anderen.

Gemacht haben, wenn das noch schlechter, aber es ist eigentlich ist er total kontraproduktiv, eigentlich sollte man ja dann eher sagen, nee, lasst dich doch inspirieren und vielleicht kitzelt dich ja die Muse. Zack, machst du dann doch wieder ein eigenes kleines Projekt oder so und dann freut man sich auch wieder. Also.

Angelina

Ja, das ist extrem persönlich, glaube ich. Das hängt auch irgendwie so mit deinem Charakter und deiner Natur zusammen, glaube ich. Manche Leute finden ja solche Momente, das Zweifeln und das Scheiterns irgendwie, für die ist das so ein Push. Also die die die werden da richtig trotzig und denken dann so ha jetzt jetzt gerade zurecht,

Bei mir ist es eher so, bei mir ist alles irgendwie so wie so ein Kartenhaus in sich zusammengefallen. Das war so, ich kann nichts. Alle sind viel besser als ich. Jetzt mache ich das schon so lange und es kommt nichts dabei rum. Ich bin nicht gut genug. Wer würde mich denn einstellen.

Irgendwie so keine Ahnung. Und ich glaube, da kamen dann halt auch wiederum meine Gespräche mit den mit anderen 3D-Artist bei Good Games Studios. Kamen dann auch dazu, dass die dann gesagt haben, ja wieso wieso kannst du das nicht. Du bist doch wir haben deine Zeichnungen gesehen. Du bist gut. Du du bezeichnest viel besser als ich. Wenn du schon so ein visuelles Verständnis hast.

Von dem, was du was du darstellen willst. Das ist eine extrem gute Voraussetzung dafür, dass du ein guter drei DA das wirst Und du willst es ja, weißt du, das ist ja dein Ding. Und ich habe einfach diese Gespräche auch von jemand anderem mal zu hören, der halt in der Materie schon drin ist und der die den Beruf schoner ausübt,

Du bist du musst hier nicht der sein. Du du hast doch jetzt schon gute Voraussetzungen, Schon so lange, dich interessiert das mega, du bist super motiviert, du hast Ambitionen. Probier's doch einfach mal. Ich glaube, man man braucht auch jemanden, der einmal vielleicht so ein bisschen schubst,

Er sagt hey, guck mal, was du kannst. Ich habe wir machen uns alle mal selber so fertig. Gerade als Artist. Das stellt man sich immer so vor, dieser Art ist der sich so, keine Ahnung, der immer zu Hause alleine sitzt und und brütend vor seiner Leinwand, So weiter und ich glaube, das ist total toxisch. Ich finde das total kontraproduktiv.

Simon

Ja, beziehungsweise wenn du nur für dich bist, dann hast du ja keinen Vergleich. Kannst dich ja vielleicht sogar noch besser fühlen, aber weil du also weil du ja meintest, du warst auf Divind Art aktiv, da ist es ist es, Dann vielleicht auch so gewesen, dass du glaubst, dass andere Anforderungen an dich haben und deswegen dieser Druck so groß ist, dass du da nichts mehr postest.

Angelina

Ja, genau, das war ein ganz großer. Ich denke, das war ein ganz großer Teil, dass ich mich zu sehr verglichen habe. Ähm und es nicht mehr genug für mich selber gemacht habe und das hat's vielleicht so ein bisschen vergiftet.

Simon

Ich kann auf jeden Fall total nachvollziehen, wie viel Spaß das macht in etwas Neues reinzugehen, weil da hat man ja genau diese Anforderungshaltung nicht. Ja, niemand hat ja diese, also und das ist ja, das ist ja ein ganz interessantes, psychologisches Ding, weil. Diese Anforderungen jetzt nicht da sind. Das ist ja nur ein externer Druck, den man von dem man ausgeht, dass er da ist so und.

Ich merke das aber auch immer, ich habe ich habe vor einer Weile zum Beispiel auch Spanisch angefangen zu lernen und. Vor allem diese ersten Stunden waren so toll, weil erstens man ist total stolz drauf, was man neues gelernt hat, obwohl's nur zwei Worte sind.

Und es ist so locker und entspannt, weil niemand hat Anforderungen und ich habe dann gemerkt, wie ich mit der Zeit immer verkrampfter werde, weil ich dann dachte, okay, aber wenn ich jetzt einen Fehler mache, dann denken die anderen nicht, äh bin irgendwie doof. Und das ist so schade, dass man sich so viel Druck macht.

Angelina

Das stimmt, das merke ich auch, das sehe ich ganz genauso.

Simon

Und jetzt die Frage äh sorry, ich wollte.

Angelina

Ich sage nur, dass man so diese Lockerheit verliert, aber das hast du ja auch schon gesagt.

Simon

Genau und jetzt ist die Frage, äh spürst du diesen Druck denn mittlerweile, weil du machst ja jetzt auch schon eine Weile drei D. Auch da schon wieder so hochkommen.

Angelina

Manchmal schon, ja. Ich glaube schon, ja. Also vielleicht ist es nicht so schlimm wie mit zwei. Weil es halt mein mein Beruf ist. Also da habe ich halt so ein bisschen ich glaube ich. Ich arbeite ja jetzt auch erst seit knapp dreieinhalb Jahren in der Branche als 3D-Artist. Also aber lang genug, um so ein bisschen gesunde Distanz.

Zu dieser Kraft, zu diesem Beruf zu bekommen und zu sagen, okay, hier bin ich und hier bin ich als 3D Grafikerin. Ne, also es ist ja immer noch ein unterschiedlicher als Mensch und ich als es ist es definiert nicht zwar, aber es ist mehr an mir dran als nur.

Grafiker zu sein. Ähm aber ich denke schon, dass dass sich das immer so ein bisschen mit reinschleicht, dass du halt vergleichst und dann denkst, oh ich muss das jetzt auch können und ich muss das jetzt auch lernen, gerade wenn so neue Tools rauskommen oder irgendwie keine Ahnung neue raus fünf ich hab's immer noch nicht installiert ich denke immer so oh geil könntest du mal ein Vibe mit machen

Und dann denke ich so, aber will ich denn wirklich eins machen? Es sieht zwar toll aus und macht mir auch Spaß, aber will ich denn die Zeit, die ich habe, in ein investieren will ich das. Ich mache ja noch zigtausend andere Sachen gern und gerade in 3D mache ich die gern. Will ich denn das genau das jetzt machen? Und vielleicht fühlt man sich da so ein bisschen unter Druck gesetzt, dass man da halt mitziehen muss bei dem Hype.

Also denke ich schon, es ist ein schwieriger Spagat, den man da irgendwie halten muss. Zwischen immer noch so frisch und äh frisch fromm, fröhlich frei, Spaß dran zu haben und halt nicht sich immer so zu verkrampfen und zu sagen, ah ich muss das jetzt besser machen als letztes Mal. Ich glaube, das wird man auch nicht los.

Simon

Ja. Ja, nee aber äh ich find's äh gut da mal drüber zu reden. Vielleicht hilft das ja anderen Leuten äh diese Lockerheit zu. Ich ich mag das auch nicht, dass ich die auch immer relativ schnell verliere. Sind sie echt doof. Sehr doof. Finde ich gut. Aber äh wieder zurück zu dir. Ähm. Wir behandeln's ja schon drüber geredet, dass du ja äh 3D äh gelernt hast, aber wir haben jetzt gar nicht gesagt, wie's dann weiterging, denn äh du hast dich dann anscheinend ja beworben.

Also nehme ich an und bis dann bei Schnuppisoft. In in Schüsseldorf gelanden.

Angelina

Schnüffel drauf. Ja, das war lustig, weil bei denen hatte ich mich noch nicht mal beworben.

Simon

Ah okay.

Angelina

Ich hatte mich beworben bei Larryan Games.

Simon

Ja, die Antworten aber nie, ne.

Angelina

Haben schon geantwortet, die haben mir auch direkt postwendend einen Art-Test zugeschickt und dann ungefähr zwei Tage da drauf, Bekam ich eine Message auf und zwar von einer Recruiterin von und die meinte so, hallo, wir finden deine Sachen schön. Suchst du gerade eine Stelle? Und ich so, ich so, hä? Ich bin erstmal so aus allen Wolken gefallen,

Äh weil ich A noch nie irgendwie jemand über angeschrieben hatte. Ich war ja zu dem Zeitpunkt auch noch Studentin und habe ein in eine ein Praktikum, also einen gesucht und habe halt als als letztes damit gerechnet, dass mich halt eine triple Firma anschreibt und fragt, ob ich mal bei denen arbeiten möchte.

Und dann habe ich also gedacht, hm, praktisch, ist ja Düsseldorf, in Deutschland können sie nochmal nach Deutschland zurück, war auch bezahlt, habe ich mich auch drüber gefreut und du musst keinen Art-Test machen und dann dann habe ich so gedacht, hm, das klingt viel praktischer als Larry.

Simon

Interessant. Okay, das heißt, du hast den Artist dann einfach gar nicht gemacht.

Angelina

Nö, ich habe gedacht, was soll denn das? Hallo? Also ich meine, ich habe ein Portfolio. Jetzt mal ganz im Ernst, Wozu mache ich einen Art-Test, wenn ich doch schon ein Portfolio habe und auf mein Portfolio ist was drauf, was für dich und deine Firma relevant ist. Warum musst du dann mich dazu zwingen, nochmal mindestens zehn Stunden von meiner Freizeit unbezahlt in dein Produkt zu investieren, um dir zu beweisen, dass ich das kann. Also wenn mein Portfolio dich nicht überzeugt,

Dann lass uns keine Zeit verschwenden, dann sag mir lieber gleich, dass ich nicht die richtige Person für dich bin. Also das ist meine Meinung.

Simon

Ja, nee, kann ich schon verstehen. Bei mir war's äh so, dass ich von 3D nach VFX geswitcht bin und da war's durchaus nachvollziehbar. Also ich finde, wenn wenn zum Beispiel der Stil ein anderer sein soll oder so äh aber aber dann kann man's trotzdem bezahlen.

Angelina

Richtig, das stimmt, das stimmt. Ich habe noch einmal einen A-Test gemacht und der war auch voll bezahlt. Also da kann ich mich nicht drüber beschweren. Ein einziges Mal von den ganzen Attest, die ich gemacht habe, war einer Zeit.

Simon

Oh, okay, ja. Weißt du noch zum Vergleich, weil dein Portfolio, das sind ja jetzt mehrere Pieces drin. Weißt du noch, äh bis zu welchem, also was die gesehen haben, was sie überzeugt hat.

Angelina

Ich hatte ja, ich hatte damals einen ich wurde von den Brookies angeschrieben, weil unsere Uni hat uns extrem gedrängelt, bei den Rookies mitzumachen.

Simon

So, für alle, die jetzt nicht wissen, was es mit diesen äh der Rockies auf sich hat.

Background

Simon

Eine Website in die Shownotes, der Rookies Dot CO, und es handelt sich dort um eine Community, die speziell ausgerichtet ist auf nicht professionelle Artist. Und es gibt einmal im Jahr die Rookie Awards und in den Regeln steht zum Beispiel drin, dass man ein Amateur-Artist sein muss, und weniger als zwölf Monate professionelle Erfahrung mitbringen muss, um da überhaupt mit dabei zu nehmen, ein kostenloses Praktikum zählt nicht als professionelle Erfahrung, aber man darf nichts inkludieren,

was man dort abschickt für diese Awards, äh was in einem Praktikum entstanden ist. Genau. Ist ganz interessant. Und auf der Webseite gibt's dann verschiedene Sachen. Man kann Portfolios anlegen,

man gibt es gibt viele Artikel von anderen Artist, die ihre Projekte auseinandernehmen und erklären, wie sie da Sachen gemacht haben. Also ist eine Community, hat natürlich auch einen Discord, wo Man eben den Einstieg in die Branche findet und mir erscheint das auch so ein bisschen so, ich ich weiß es nicht, aber mir scheint es auch so ein bisschen so wie so eine kleine Hair Ringplattform, denn die,

Menschen, die das betreiben, sind professionelle Leute aus der Industrie und vermutlich haben die dann auch immer so, Auge auf die Leute, die da mitmachen und ähm und holen sich dann wahrscheinlich auch die Besten für ihre Studios raus. Würde ich jetzt einfach mal vermuten. Aber ja ist auf jeden Fall eine coole Sache, glaube ich.

Angelina

Ich war auch eine Zeit lang auf dieser Liste drauf für glaube ich drei oder vier Wochen, Ah ich glaube, ich habe da Liste drauf, ob ich extrem drauf drüber gefreut, aber ich habe sie letzten Endes nicht gewonnen. Was ja nicht so schlimm ist, aber jedenfalls wurde ich da gebeten, einen Artikel zu schreiben über einen unreal and viam, das ich als Studienprojekt gemacht hatte.

Simon

Ah genau, das ist äh diese verlorene Tempel.

Angelina

Genau Altar irgendwie und da liegt irgendwas drauf. Wir sollten halt damals irgendwie so ein ja so ein Concetat aussuchen. Ich hatte sowas gefunden und mich da so lose dran angelehnt und dann den Rest einfach selber, irgendwie entschieden und ich glaube. Das war das also wegen dem Projekt. Meinem viel wurde ich auch mehrfach später noch angeschrieben, Ähm wo dann halt kam, ja wir suchen jemanden ein, an Diamond Artist, also am liebsten in der PBA, also realistische Sachen für uns macht.

Das war halt scheinbar irgendwie so das, das Teil, das die am meisten angelacht hat und dann hatte ich noch,

Eine PBA, also ich habe so eine so eine Oldschool ähm Kamera äh modelliert, auch mit PBA-Texturen und halt mit so Wendas und und und hast du nicht gesehen und so weiter. Und ich glaube, das war da drauf, Ich glaube größtenteils war's das an Wählprojekt, weil ich da halt auch öfter drauf angesprochen wurde und danach gefragt wurde und halt gesagt wurde, dass da ist gut oder wegen dem haben wir dich angeschrieben oder so was wollen wir sehen,

davon aus, dass es das war, wo die mich dann halt, das war auch der Liedartist, der mich dort als gefunden hat und hat dann halt zu der Recruiterin gesagt, äh dass die mich mal anschreiben sollen.

Simon

Ähm genau, eine Sache, die mir jetzt gerade aufgefallen ist, äh das Projekt ist aber gar nicht auf mehr drauf, ne.

Angelina

Nein und das ist auch gut so.

Simon

Ach so, okay, du hast es entfernt, weil du nicht mehr damit zufrieden bist.

Angelina

Richtig, ich finde es furchtbar. Ich weiß ja, wie das Teil in äh an mir aussah und ich weiß auch, welches Feedback ich von meinem Dozenten damals dazu gekriegt habe, also es war es war eine okay, Note und so weiter, aber ich selber.

Sehe halt, dass damit jetzt nicht stimmt und deswegen ich möchte halt auch diese diese Art, das habe ich bei Ubisoft gemacht und das war auch interessant und ich bin auch froh, dass ich's gemacht habe. Ich habe auch viel gelernt in meiner Zeit bei Ubisoft, ich habe halt eigentlich auch gelernt, dass es nicht so das ist, was ich unbedingt machen will.

Also wirklich diese diese ganze mit ausblocken und dann äh Büsche platzieren und und vertext painten und und Grastexturen machen und Bäume da reinklatschen und, Ich finde das wunderschön. Ich schaue mir das auch super gerne bei anderen Leuten an.

Wenn mir jetzt jemand sehr viel Geld bieten würde und sagen würde, mach mir doch bitte mal ein schönes in Bayern mit den Anwählern, dann wär's wahrscheinlich auch machen, wenn's eins ist, was mich interessiert, aber ich glaube, wenn ich eins gelernt habe, dann ist es, dass ich mich nicht dazu zwingen sollte, was zu machen, wo was wo ja wo ich mich wirklich nur so lauwarm dafür interessiere.

Also so weißt du, wenn du dein Portfolio machst und du machst da Sachen rein, die du, Selber gar nicht so toll findest, aber du tust sie halt drauf, weil du weißt, dass andere Leute sehen wollen. Und das war glaube ich das dieses Enviamond Piece oder dieses dieses Projekt ist genau das. Also ich habe das gemacht, weil ich's machen musste. Es ist auch ein, was das, das was ich gemacht habe, das Resultat ist in Ordnung. Sieht auch schön aus, aber.

Ich möchte nicht, dass es mich als als Grafiker definiert. Äh und dass da Leute kommen und sagen, ah ja, du hast das gemacht, kannst du das bitte bei uns auch machen. Also ich weiß nicht, ob ich mich noch mal auf einen Position bewerben würde. Ähm also wirklich nur das zu machen, weil ich einfach ich glaube ich interessiere mich mehr für so.

Den Makrokosmos, sagen wir's mal so. Also ich ich würde mir mehr Spaß machen ein Zimmer oder einen Innenraum zu dekorieren und deine Storytelling reinzubringen und dir zu machen, also wirklich keine Ahnung jetzt so einen kleinen Nachtisch mir auch so aus altem Holz, ne, wo dann vielleicht so ein paar Kerben drin sind, so ein bisschen,

Das macht mir viel mehr Spaß. Ich sehe mich eigentlich selber mehr als das Envicement Artist, Einfach reines Interesse, weil ich mich gerne mehr auf die Details konzentriere als so eine ganze große Welt zu schaffen.

Simon

Ah okay, ja, jetzt verstehe ich das besser. Okay. Äh ich ich war so hin und her gerissen mit also ich habe dich versucht, einzuordnen. In deinem Insta-Feed viel äh Tiere und Charaktere. Dann gab's diesen Rookieartikel äh mit den aber in deinem Portfolio hast du Props, aber auch Charaktere und ich war mir nicht sicher willst du jetzt eigentlich am liebsten nur Charaktere machen.

Oder eher Props und weil in in deinem aktuellen Jobbezeichnung ist ja ja gut, das ist auch wieder eine Mischung, ne. Da steht halt Stylist Props and Wyment und Charakter Assets, also alles.

Angelina

Mach alles. Genau, also entweimen ganz wenig, das habe ich glaube ich jetzt erst, zwei, drei Mal an an richtig größeren anvis gearbeitet. Ich mache eigentlich meistens Props. Das ist, sage ich mal so, sagen wir mal. 65 Prozent und dann fünf Prozent an Bymen und dann die restlichen 30 Prozent sind dann Charakter, also Klamotten und im Moment arbeiten wir halt noch an einem anderen Projekt. Da darf ich dann halt auch äh,

Wichtige Charaktere, also volle ganze Charaktere äh Konzepten und dann später natürlich modellieren und Draggins und Skinning und so weitermachen. Ja, aber wie du schon sagtest, ist es eher so eine es ist so eine Mischung aus beidem. Und äh ich glaube, da kommt vielleicht auch noch so ein bisschen mit rein, dass ähm. Mit dem Charakterades bin ich auch wiederum mit meinen Interessen und in meinem selbst, an den Stärken, die ich mir als selber zuordne,

mag ich eher sehr spezifische Sachen. Also ich mag sehr sehr Sachen, die sehr stilisiert sind, Weil wenn ich mir zum Beispiel jetzt anschaue, keine Ahnung ähm entscheidet, wenn ich mir die Charaktere angucke oder blaste was. Ist es wiederum so ein klassischer Fall von ich schaue mir das super gerne an, ich habe wahnsinnig viel Respekt vor den Charakterartis, die das gemacht haben aber ich weiß nicht, ob mir das Spaß machen würde.

So super hyperrealistisch und fast jeder Charakter sieht gleich aus, weil die halt realistisch sein müssen und jeder Mensch hat dann den gleichen Bauplan, also im Grunde genommen weiß ich nicht, ob das jetzt so mein Ding wäre.

Simon

Nö, also macht Sinn, ja. Äh kann ich kann ich auf jeden Fall nachvollziehen. Was ich mir auch noch die Frage gestellt habe, ist, wenn ich dein dein Feed angucke, dann hast du sehr viele Studien von zum Beispiel Tieren. Also ich ich nehme an, dass du da im Zoo oder Wildpark oder so warst, ne.

Angelina

Und Fotos größtenteils Foto.

Simon

Ah und Fotos, okay, okay, genau. Äh aber wenn man deinen Arzt dir schon anguckt, dann hast du viele tolle Arbeiten, äh die auf ab auf Basis eines Konzepts entstanden sind, die das es nicht fundiert also wo du sagst, ey das Konzept ist supergeil, das will ich in 3D umarbeiten und ich frage mich, ob du. Irgendwie in dir so den Willen trägst, äh eigene Designs zu machen und umzusetzen oder.

Oder ob du eigentlich eher sagst, nee, ich bin eher so handwerklich gern tätig und berufe mich dann auf eben Vorlagen, also wie zum Beispiel entweder die echte Welt mit mit den. Mit den Tier Skizzen und sowas oder jetzt eben Konzepte von anderen Artists oder oder deine supergeile, ich liebe dir diese Piranha Lounge.

Angelina

Ja das ist ein super Konzept, ja.

Simon

Auch toll umgesetzt, ja und da, ich freue mich wieder deine dein innerer Schaffensdrang so aussieht.

Angelina

Hm ich habe meine eigenen Konzepte glaube ich hm, Paar mal gescoutet, aber nie jetzt wirklich so also zum Beispiel gar nicht online. Ich hatte so eine Fanart Schrägstrich eigenes Konzept gemacht von äh einer Teenage Serie, also von Richard, Richard drei.

Simon

Ja, die gibt's auf deinem Insta zu sehen, ja.

Angelina

Genau, die war eine Zeit lang auf meinem Arzt Station drauf, aber die habe ich dann gekillt, weil ich nicht mehr so toll fand Das ist zum Beispiel was, was ich mir selber überlegt hatte und dann teilweise noch so ein bisschen inspiriert hatte von den originalen Concept Artis, also die Klamotten zum Beispiel, so ein bisschen inspiriert, aber die die generell die Proportion, das Gesicht der Hairstar und so weiter, das ist von mir,

so ein paar Arbeiten habe ich glaube ich auf meinen eigenen Konzepten beruhen lassen, aber nicht besonders viele, das stimmt. Ich glaube, das kommt daher. Dass bei mir so eine Trennung da ist. Also mein Arzt Station ist für mich eher so. Mein Beruf. Also das sind die Sachen, die ich professionell machen wollen würde und mein Instagram ist für mich mehr so mein,

Ich mein Steckenpferd. Ich glaube ich habe da eine sehr starke Trennung zwischen dem, was ich mache als als beruflicher Grafiker und was ich persönlich gerne mache. Ich glaube, weil ich vielleicht so ein bisschen zwischen zwei Stühlen sitze, weil ich halt gerne mache und gerne Charaktere mache und in meinem tagtäglichen Alltag,

so ein bisschen dazwischensitze, spiegelt sich das vielleicht so ein bisschen in den beiden Seiten dann halt auch wieder. Ähm vielleicht kommt da auch doch dazu rein, dass ich im Moment nicht so viel. Nicht so viel Konzepte. Also ich bin eher so wie du schon sagtest sind super viele Tiere, Tierschädel ähm ich habe mir.

Simon

Ja, du hast eine Obsession mit Knochen. Irgendwie? Es ist viele Skelettte, Schädel.

Angelina

Ich glaube, da kommt rein, dass ich immer alles ganz genau wissen muss. Also ich will, Also ich zum Beispiel ich habe nach meinem Arzt Station gibt es ja dieses Pferd äh das ich. Als ich das gescapelt habe, habe ich's wirklich nur für ein Foto gemacht und da habe ich halt gedacht, Würde mir doch viel mehr helfen, wenn ich verstehen würde, welcher Muskel da jetzt gerade drunter liegt.

Und da ist dann irgendwie so rausgewachsen, dass ich ich liebe Tiere. Ich bin total ich ich bin total also ich könnte mir den ganzen Tag nur Tierdokumentationen anschauen. Ich schaue sonst kein Fernsehen, aber ich konnte den ganzen Tag nur Dokumentation über Tiere gucken. Ähm, Und ich glaube, dann habe ich mir halt diese Bücher gekauft, also etwas Werke, die jeder Quietsche alles noch hat,

Und dann habe ich halt angefangen die zu zeichnen und dann ich habe halt auch dieses dann angefangen von diesem Hund. Ist es auch immer noch nicht fertig. Da habe ich angefangen dann die Muskeln drüber zu legen, also es ist jetzt im Moment gerade auch so ein bisschen aber ich glaube das kommt daher, dass ich immer ganz genau wissen muss.

Wie etwas funktioniert. Also ich es ist vielleicht so ein bisschen so ein so ein vielleicht bin ich so ein kleiner Controll-Freak in der Hinsicht, weil ich halt denke, dass meine. Meine mein meine Kunst oder meine Werke sind nur so gut. Wie ich sie auch verstehen kann. Also wenn ich ganz genau verstehe wie ein Hundeskelett und Hundemuskulatur aussieht, dann kann ich damit auch mit dem Wissen auch spielen.

Dann kann ich auch ganz ganz bewusst das stilisieren und kann den ganz bewusst und bestimmten Ausdruck geben. Und ich glaube, vielleicht kommt da auch so so ein bisschen dieses äh ich habe immer gerne Bio gemacht in der Schule. Das Interesse daran, wie so ein Körper überhaupt funktionieren, wie die Muskeln miteinander. Im Einklang sind und wie die halt am Knochen gleich auch festgewachsen sind. Vielleicht kommt das auch noch so ein bisschen da mit rein.

Sind gute Fragen, aber es ist schwer zu schwer zu sagen. Es macht auch einfach irgendwie Spaß. Also ich glaube, Quietscheartist, ich bin, glaube ich, mir so mit einem Fuß so ein bisschen im Quietsche-Artist mit drin. Die haben alle so eine seltsame Obsession mit mit ganz genau zu wissen, das ist jetzt der Doktor und das ist der was weiß ich was

Äh keine Ahnung was, Muskel. Ich liebe, dass einfach diese Diagramm, das ist alles so klar, es ist alles so strukturiert, alles ergibt Sinn, Ähm es ist äh es ist was es ist, es ist halt so ähm ja keine Ahnung, es ist so logisch, gleich fasziniert mich das so ein bisschen.

Simon

Mhm okay ähm wir müssen langsam zum Ende kommen. Äh nur noch als Zusammenfassung, du hast danach Ubisoft, bist du zu, äh das war dann schon wieder in Sydney. Ach ja auch und jetzt bist du äh bei Fedderweide, Auch Sydney also die ganze Zeit Sydney und jetzt.

Noch für dich die letzte Frage, ob du denn gerne noch etwas jetzt sagen wollen würdest, was wir jetzt noch nicht angesprochen haben, was dir aber so aufm Herzen liegt, ja, also vielleicht ganz allgemein irgendwas, was du gern mal ansprechen wollen würdest oder irgendwie Tipps.

Angelina

Ja, das ist das ist was, was ich mir notiert hatte. Ich ich glaube, Ich denke da im Grunde genommen an Leute, die gerne in der Spielebranche arbeiten wollen würden, die vielleicht, studieren oder noch nicht studieren oder vielleicht gar nicht studieren wollen, weil wie wir schon gesagt haben, musst du ja nicht unbedingt studieren, um äh einen Schuss in der Branche zu fassen, wo es halt einfach nur wissen, wie äh man bestimmte Sachen macht

aber ich glaube in der Hinsicht wollte ich glaube ich ganz gern sagen, dass ähm Man nicht bei arbeiten muss, um es in der Branche geschafft zu haben. Man muss auch nicht bei Ubisoft gewesen sein, um sich als Entwickler.

Bezeichnen zu dürfen, weil es ist etwas, was ich selbst bei mir selbst beobachtet habe und bei sehr vielen Mitstudenten. Das viele Leute haben halt so ein bisschen so eine herablassende Meinung von Handyspielen oder auch, eine herablassende Meinung von Indie ähm das kommt einfach daher, dass wir uns immer nur die Blizzards und die Riels und die und die dieser Welt anschauen, ach wie toll die sind und ich sage auch nicht, dass sie nicht toll sind,

Aber was ich sagen wollen würde ist, dass die Indis dieser Welt, doch glaube ich die Spielebranche sehr viel reicher und äh vielfältiger und interessanter machen. Nur die großen Spieler, ich glaube wir werden eine sehr langweilige Branche, wenn es nur Blizzard gäbe, Und nur EA und äh fünfzehn rauskäme. Deswegen denke ich, sollte man sich vielleicht auch als Student die Frage stellen,

Ist es denn so wichtig für mich, dass ich später mal bei Blizzard eingestellt werde? Bin ich denn nur erfolgreich, wenn ich bei so einer großen Firma arbeite oder was will ich überhaupt mit dem Job erreichen? Warum will ich überhaupt in der Spielebranche arbeiten? Ist das, Will ich einfach nur diesen Namen auf meinem Lebenslauf haben. Ich sehe das bei vielen Kollegen von mir auch, die halt äh vielleicht auch immer noch diesen Traum haben,

irgendwann mal bei weit zu arbeiten. Da spricht auch nichts dagegen, aber die Frage ist, warum willst du da arbeiten Ist es, damit du anderen Leuten sagen kannst, dass du da arbeitest oder ist es, weil du glaubst, dass es ein Ort ist, an dem du viel lernen kannst, dessen Unternehmensklima dir auch zuspricht, ja, da kann man ja nochmal eine eigene Diskussion drüber führen, ob sowas dann auch äh wirklich so ist, ne

Kochen ja auch nur mit Wasser, sagt man so schön. Ja, ich finde das einfach irgendwie schade, äh dass da halt irgendwie mit so viel Herablassung teilweise. Also die Nase runtergeguckt wird. Ah ja, du arbeitest ja nur, einen in die Games-Divallopp war oder du arbeitest ja nur an einem Handyspiel. Dass das Handyspiel aber halt jetzt nicht irgendwie äh.

Was ist, wo du irgendwie, keine Ahnung, 50 Euro ausgeben musst, damit du noch einen Energiebalken kriegst? Das wird da halt einfach mal außen vorgelassen. Also ich finde halt als Student wird man so bombardiert mit,

Und später wirst du ja mal bei Blizzard arbeiten. Warum denn? Also die Branche ist doch so viel größer und vielleicht willst du dein eigenes Spiel machen, Vielleicht hast du deine eigenen Visionen und, Ich habe halt von einer Erfahrung bei Ubisoft und auch jetzt bei den äh kleineren Firmen, denen ich gearbeitet habe, einfach gelernt ist für mich wahrscheinlich, es vielleicht gar nicht so schlecht ist, wenn ich ähm mehr Kontrolle habe über das, was ich jeden Tag. Woran ich jeden Tag arbeite.

Und wenn du halt in einer größeren Firma arbeitest, dann ist da einfach mehr da ist vielleicht vielleicht mehr Struktur drin, das ist gut, es kann aber auch schlecht sein. Und ähm ich glaube deswegen, worauf ich hinaus wollte ist, dass es dass es viel interessanter finde, wenn wenn man sich selber die Frage stellt.

Warum man denn bei einem bestimmten Spielehersteller arbeiten will? Ist es, weil du die Spiele gerne spielst? Dann musst du aber auch überlegen, dass Spiele machen und Spiele spielen, das ist nicht das Gleiche. Das ist etwas, womit glaube ich auch bei mir im Studium, also das Studium an der Howest, nur 20 Prozent der Studenten,

Bachelor raus. Alle anderen brechen ab. 20 Prozent, also wir hatten als wir angefangen haben dort, meinte der Dekan zu uns, schaut jetzt rechts und links von euch nur zwanzig Prozent, stehen in drei Jahren hier und kriegen, ihr Diplom oder ihren Bachelor. Alle anderen hören auf. Alle anderen schaffen es nicht.

Simon

Aber äh freiwillig, weil sie merken, oh ich wollte eigentlich nur den ganzen Tag spielen oder weil's so hart ist.

Angelina

Es ist extrem hart und es es kommt halt auf die Realisierung dazu, dass Spiele machen und spielen, spielen zwei unterschiedliche Sachen sind und das versteht man vielleicht nicht, wenn man, Gerade vom Abitur kommt und sich vielleicht noch nicht so viele Gedanken drüber gemacht hat, was man denn jetzt eigentlich mit seinem Leben machen will, was auch in Ordnung ist. Ähm aber es ist halt Arbeit und diese harte Arbeit steckst du rein.

Ob jetzt in die arbeitest oder ob du arbeitest. Es ist eine ganz unterschiedliche Ansätze und ganz unterschiedliche äh. Zusammenhalte und und und Strukturen und so weiter, aber beides ist harte Arbeit. Und ja, ich finde das eigentlich viel wichtiger als, oder zumindest ich finde es wichtiger, dass man eine Motivation für etwas hat und dass man,

'ne Leidenschaft für etwas hat und und 'ne Ambition weißt du? Als ja wie soll ich sagen stand es einfach zu sagen ja ich hab jetzt halt diesen Namen auf meinem Lebenslauf jetzt bin ich fertig, Ja, aber wenn du den Namen hast, dann bist du den nächsten Namen. Und dann wird deine deine Laufbahn äh sozusagen nur so eine wie so ein Pokebonspiel, weißt du.

Jetzt habe ich ihn jetzt habe ich einen Pikachu, ja bei Zwischenreitschuh. Und jetzt hast du einen Reitschuh und jetzt will ich einen Shiki. Also Shiki habe ich jetzt auch schon. Jetzt will ich einen Turtop. Also das hört ja nie auf, Ich glaube, dass äh das ist was, was ich in den letzten Jahren vielleicht so für mich realisiert habe, dass dieses ständige Streben und so weiter ist es gut, aber das muss auch irgendwie, Was sein, was mit,

Was du willst, weißt du? Tue es nicht nur weil alle es wollen. Sozusagen, alle wollen bei Blizzard arbeiten. Da muss ich da jetzt auch hin oder alle wollen zur Wahl, dann ist es jetzt auch das ultimative Ziel, was ich habe, Aber vielleicht geht es ja darum, was für eine was für ein Spiel du machen willst. Vielleicht willst du gar nicht an arbeiten. Willst du lieber unpackt machen? Ich meine, hier in Australien gibt's so viele kleine Indie-Spiele äh Entwickler.

Carlos Salam zum Beispiel. Drei Leute haben dadran gearbeitet, drei. Es ist ein riesen Erfolg. Es ist ein wahnsinnig cooles Spiel. Ich liebe es, von vorne bis hinten, ich will so ein Lamm als ein Plüschtier haben. Ich möchte das viel, viel lieber haben als als, keine Ahnung, irgendein Kommander von Starcraft oder so. Weißt du, wie ich meine? Also ich finde da in der in der Indie Spielbranche ist so viel Herz.

So viel Leidenschaft da ist so viel, auch so viele Neuerungen und so viel Offenheit etwas Neues zu probieren und auszuprobieren, das sehe ich bei Triple Ay ganz häufig nicht. Nicht, dass es dort nicht gibt, Die haben auch ihre ihr ihren ihre Daseinsberechtigung, die sind wichtig für die Branche, aber wenn ich mir Innovation anschaue, dann sehe ich, dass du einen in die Games.

Und deswegen ja mir ist das jetzt hier so eine so eine kleine Plug dafür, dass die in die Games wichtig sind und ähm dass die die Branche meiner Meinung nach auch innovativ und kreativ halten.

Simon

Ja. Sehr schön, ja. Vielen Dank. Das äh waren äh eine Menge sehr gute Punkte, die äh wahrscheinlich ich auch hätte äh gut hören hätte sollen, als ich damals an der Gamescat Me war.

Angelina

Ja, ich auch, ich auch. Ich meine, du fragst jeden Student, wo willst du später arbeiten? Wo wirst du später arbeiten? Warum, Hast du dich überhaupt mal gefragt, warum du da arbeiten willst, weil du World of Warcraft gespielt hast für fünf Jahre so wie ich? Das ist kein, das ist der, ich finde den Grund nicht gut genug. Also vielleicht bin ich da jetzt ein bisschen hart, aber jetzt im Nachhinein ist das für mich.

Der Grund war nicht gut genug. Und ich hoffe, dass die Leute, die alle bei Blizzard arbeiten, die haben alle bessere Gründe als ich. Warum sie dort sind.

Simon

Ja, na ja, klar. Ich meine, die großen Firmen machen halt so die Lieblingsspiele von vielen.

Angelina

Mhm, die kennt halt jeder.

Simon

Ja und vor allem sind Sie ja vor allem wahrscheinlich für viele Menschen, also zum Beispiel für mich da da damals war ja in die überhaupt nicht existent, dann waren's die einzigen Firmen, die halt überhaupt Spiele machen und da sind dann auch Spiele, die man sehr, sehr gerne mag und die, die einen überhaupt das mal in die Richtung gebracht haben, oh, ich würde gerne so was auch mal machen wollen.

Angelina

Das stimmt, die Inspiration, genau und dann hast du halt einen guten Grund, dass du dich inspiriert haben, Aber wie gesagt, ich finde das halt einfach vielleicht ist es ein bisschen verletzter stolz oder mein Ego oder was weiß ich was, aber ich lese das halt manchmal so zwischen den Zeilen, wenn du halt.

Leute triffst, die bei großen Firmen arbeiten, die finden das halt irgendwie niedrig. Wenn sie dich treffen. Also manche Leute haben einen so ein bisschen so ein aufgeblasenes Ego, weil sie bei einer bestimmten Firma arbeiten.

Und äh ich verstehe das nicht so ganz, Und möchte das eigentlich auch nicht verstehen vielleicht und deswegen finde ich ja, ist es ein guter Gedankengang, wenn man als Student oder als jemand, der vielleicht sich überlegt, ob er in die Branche will, dass man sich überlegt, was für Spiele willst du machen. Was was wo willst du beitreiben? Wo willst du dazu beitragen. Freiheit willst du haben, wenn du an was arbeitest oder magst du lieber mehr Struktur, weil das ist ja auch voll in Ordnung,

Wenn du sagst, ich möchte gerne in so einem ganz streng organisierten Team, wo jeder ganz genau weiß, was er macht. Leute sind sehr spezialisiert. Gibt's ja Leute, die damit besser arbeiten. Das ist auch in Ordnung. Aber zum Beispiel jemand wie ich, Ich verstehe mich eher so, zumindest im Moment noch. Vielleicht ist es in fünf Jahren auch wieder anders, aber im Moment bin ich ein Generalist. Ich mache sehr viele Sachen. Ich darf auf der Arbeit lernen jetzt äh wie mein Charakter äh uns geht,

Und und äh wenn ich das will, kann ich auch von meinem äh Artist lernen, wie man animiert. Das habe ich auch selber noch nicht so häufig gemacht. Ich weiß nicht, ob, Jeder Arbeitsplatz einem das bieten kann. Mein Arbeitsplatz kann mir das bieten, weil die wollen, dass wie viele Sachen können, dass wir halt einfach viele Sachen abdecken können. Manche Leute mögen das vielleicht nicht, manche Artist sagen, ich will aber nur Charaktere machen und das ist in Ordnung

Aber man muss nicht in dieses Schema erst reinpassen. Das ist, glaube ich, das, was ich damit sagen wollte. Du musst nicht alles komplett Ausgefuchst haben und sagen, bei dieser Firma will ich arbeiten in der Position, das ist nicht nötig, aber ich würde mir eher drüber Gedanken machen, was, woran du arbeiten willst? Was was macht dir Spaß? Und nicht welcher Name da drauf steht.

Simon

Ja und egal wie groß die Firma oder das Projekt, man lernt auf jeden Fall überall eine große Menge dazu, also.

Angelina

Genau, genau. Du kannst überall lernen, ja.

Simon

Und und manchmal eben, wie du schon gesagt hast, sogar noch viel mehr, denn oder weit gefächerter, weil man halt auch die Chance hat, mal ein anderer. Zu gucken, was einen ja vielleicht auch ein bisschen weiterbringt. Ähm. Genau, wer wer mehr dazu hören will übrigens in Episode 5 sprechen wir über meine Arroganz, die ich damals noch hatte und hoffentlich abgelegt habe.

Während des Studiums äh nur für dich als Kontext, das war's nämlich so, dass ich auch so ein bisschen belächelt hatte, dass einer der ähm Mitstudenten, der hatte schon äh Praktikas gemacht und hatte schon auch 3DSachen gearbeitet und hatte damals auch an äh so äh mein mein Tier, meine Tierfarmen oder so, an zu Spielen gearbeitet. Das habe ich so ein bisschen belächelt im Nachhinein schlage ich mich dafür äh äh deutlich, weil.

War so dumm, weil ich der der der hatte ja null Plan und habe noch gar nichts irgendwie so auf die Kette bekommen und er hat sogar schon Praktikas gemacht und er hat schon an richtigen Spielen mitgearbeitet und richtige Modelle gemacht und also er hatte richtige professionelle Erfahrung schon. Äh und und äh dann kommt hier der der Simon und belächelt es und hat selbst ja überhaupt noch nichts vorzuweisen, Also es war total bescheuert und äh darüber haben wir dann in Episode 5 gesprochen.

Angelina

Muss ich mir mal anhören. Das finde ich interessant, weil ich glaube, das gibt äh ich glaube diese Arroganz, die hat, glaube ich, jeder Also vielleicht ist es bisschen breit gesprochen, aber sehr, sehr viele Grafikstudenten haben diese Arroganz ja. Ich werde ja immer beim Blizzard arbeiten. Ja, du kannst ja dann meine Spiele machen, das ist ja in Ordnung. Aber ich will Sachen machen, wo man Leuten den Kopf abfetzt. Also.

Weißt du? Also. Ich finde das ziemlich äh ich finde es menschlich, ich find's normal und vielleicht äh aber dennoch glaube ich, ich weiß jetzt nicht, ob ich jetzt damit irgendjemanden erreiche, aber, Es wäre schön, wenn zumindest eine Person sagt, Moment mal, es ist eigentlich eine gute Frage. Warum will ich denn da überhaupt arbeiten,

Einfach weil's cool aussieht und weil ich meine Freunde damit beeindrucken kann oder weil ich wirklich dort arbeiten will. Das sind ja zwei unterschiedliche Dinge.

Simon

Ja äh vielen Dank, dass du's angesprochen hast. War auf jeden Fall nochmal ein sehr sehr schöner äh Punkt jetzt am Ende. Und noch vielen Dank, dass du dabei warst. Hat mich sehr gefreut.

Angelina

Danke, dass ich dabei sein durfte.

Simon

Ja mit mit. Genau und dann wünsche ich dir noch viel Erfolg für deine zukünftige Laufbahn und vielleicht hm sieht man dich ja auch mal wieder in Deutschland irgendwann.

Angelina

Ich hoff's.

Simon

Also du hast noch keine Pläne zurückzukommen irgendwann.

Angelina

Ähm na ja, also besuchen will ich schon. Idealerweise nächstes Jahr, frühes nächstes Jahr, wenn ich kann. Ja, aber zum Wegziehen weiß ich noch nicht. Es kommt natürlich drauf an. Ich bin im Moment sehr zufrieden mit meiner Stelle und mit meinem Team.

Simon

Okay. Das klingt doch super. Das klingt doch toll. Na toll. Dann ähm ja, danke, äh dass du da warst und äh tschüssi.

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