(Wohnmobil-)Versicherungen verteuern sich teilweise drastisch! - podcast episode cover

(Wohnmobil-)Versicherungen verteuern sich teilweise drastisch!

Sep 28, 20241 hr 10 minEp. 247
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Episode description

Nach unserer Sommerpause und den zahlreichen Folgen rund um den Caravan Salon geht es jetzt für uns – und dich – wieder in unseren gewohnten Podcast-Rhythmus. Wie versprochen, haben wir die Zeit genutzt, um uns viele spannende Interviewgäste ins Studio zu holen.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian und wir beschäftigen uns heute mal mit den Preissteigerungen bei den Campingfahrzeugversicherungen. Ein eher unangenehmes Thema, nicht nur für diejenigen, die es bezahlen müssen, sondern auch für die Versicherer selber. Und wie bei allen Versicherungsthemen haben wir uns wieder den Dieter Schäffler

von der RMV ins Boot geholt. Er ist ja unser Nummer eins Ansprechpartner zu allem, was wir so zum Thema Versicherung auch bei uns im Magazin Kemper Style.de machen. Er berät uns da immer, gibt uns ganz viele wichtige und wertvolle Informationen, weil er einfach schon, ja, man kann schon sagen, seit Jahrzehnten in der Branche unterwegs

ist. Und ja, heute sprechen wir über die Preissteigerung, weil das ja auch was ist, was dich, Dieter, sehr beschäftigt als Anbieter und was dich auch gar nicht so glücklich macht. Und ja, vielleicht stellst du dich einmal noch kurz unseren Hörerinnen und Hörern vor, die dich noch nicht kennen aus einer der alten Folgen. Und dann gehen wir direkt über zu den Punkten, die wir heute mitgebracht haben. Ja, hallo Nele.

Hallo Sebastian. Ich freue mich, dass ich heute wieder bei euch sein kann, wir uns hören und diskutieren und sprechen können über ja, zugegebenermaßen ein etwas komplexeres Thema, dem, wie du eben so schön sagtest, unangenehmen Thema der Preissteigerung im Bereich der Campingbranche. Für die, die mich bisher nicht kennen, Dieter Schäffler, bin Geschäftsführer bei der AMV GmbH. Wir sind Spezialanbieter für den Bereich Reisemobile und Wohnwagen,

arbeiten mit sehr, sehr vielen Händlern zusammen. Und ich freue mich, dass wir heute auch zu diesem Thema sicherlich das eine oder andere erzählen können, was in naher Zukunft auch für uns alle zukommen wird. Wir haben ja schon in diversen Gesprächen uns darüber unterhalten, schon eigentlich seit dem letzten Jahr, wo ja abzusehen war, dass es auch zu Steigerungen kommen wird in der ganzen Branche, aber eben auch bei Versicherungen.

Kannst du einmal als Einführung relativ kurz abreißen, wie so die Entwicklungen aktuell sind? Also, wie haben sich zum Beispiel jetzt die Preise verändert in Prozent oder wie auch immer man das festmachen kann, so in den letzten ein, zwei Jahren? Ja, wie gesagt, das Thema ist sehr, sehr komplex. Man muss es einfach so sehen, dass also marktweit, wenn man jetzt mal von der Seite des Versicherers spricht, extreme Verluste bei den Kfz-Anbietern bundesweit getätigt werden.

Und diese Verluste, die dadurch getätigt werden, kommen sicherlich später mal dazu, warum diese Verluste eingetreten sind, werden kompensiert. Natürlich dadurch, dass die Beiträge natürlich die extremen Schadenzahlungen auffangen müssen. Und das hat sich in den letzten zwei, aber auch drei Jahren leider entwickelt, dass die Schadenzahlungen immer mehr geworden sind und auch die Schadenfälle immer mehr geworden sind,

daraus resultieren auch die Schadenzahlungen. Und das führt natürlich dann auch irgendwann zu dem Punkt, dass der Versicherer dann auch massiv die Beiträge anheben muss, die Schadenzahlungen auch in der Form tätigen zu können. Das jetzt mal so ganz kurz. Prozentzahlen sind sehr schwer zu nennen, weil von den Prozentzahlen her ist es so, dass die Schadenkosten gestiegen sind. Da kann man eine Prozentzahl nennen, so circa 20 Prozent sind die Schadenkosten gestiegen. Das kann man

auch später nochmal ausführen. Ja, also die Schadenfälle sind mehr geworden, wie ich eben sagte, die Unwetterereignisse sind mehr geworden, aber vielleicht gleich später nochmal dazu, zu dem einzelnen Themenbereich dann noch mal mehr. Insgesamt erwarten wir bis Ende des Jahres schon einen nicht unerheblichen Beitragsanstieg aufgrund der gestiegenen Schadenfälle. Und liegt es in erster Linie daran, dass Versicherte heutzutage mehr melden? Oder sind tatsächlich

die Schadenereignisse häufiger und heftiger geworden? Oder liegt es an den gestiegenen Kosten bei den Ersatzteilen? Was würdest du so als Faktoren festmachen, die eben diese Steigerung in einer ja doch relativ massiven Höhe begründen? Ja, sagen wir mal so, das ist ein Mix aus mehreren Bereichen. Wir haben in dem Mix aus mehreren Bereichen, man muss sich also vorstellen, wie so ein Kuchen, der so aufgeteilt wird. Und in dem Kuchen haben wir einmal so ein Stück, das sind die

Ersatzteilpreise der Fahrzeuge. Dann haben wir ein Stück Kuchen, Das sind die Lohnkosten, die gestiegen sind. Wir sprechen allgemein, also auch nicht nur in dem Bereich der Campingbranche, von Fachkräftemangel. Und diesen Fachkräftemangel natürlich zu decken, muss ich natürlich auch den, der in dem Bereich arbeiten will, einen höheren Lohn zahlen, sodass er natürlich auch in diesem Bereich tätig wird. Das sind so zwei Faktoren, die eine

große Rolle spielen. Das Ganze natürlich hat Inflationsgetrieben. Klar, alle Preise steigen. Die Zulieferer wollen auch mehr Geld haben. Es dauert länger, die Sachen zu beschaffen. Diese Beschaffungskosten müssen natürlich auch getilgt werden. Dann ist die Anzahl der Schadenfälle insgesamt deutlich gestiegen. So ein Paradebeispiel bringe ich hier mal ganz gerne an, wenn ich darüber spreche, wie es im letzten

Jahr gewesen ist. Wir haben in dem Zeit- bis August viele Schadenfälle gehabt, aber im letzten Jahr war es halt so, dass August, Anfang September drei große Ereignisse alles über den Haufen geworfen haben. Und das waren Schadenfälle, die in Kroatien stattgefunden haben. Sturm Hagel, ein mega Unwetter, der in Italien stattgefunden hat. Gardasee nenne ich da einfach mal nur, wo jedes fünfte Fahrzeug nahezu Totalschaden war. Die Kunden haben bei uns

angerufen, haben geschildert, wie es gewesen ist. Die haben mal so Angst gehabt. Die haben unterm Tisch gesessen, weil der Hagel so groß war, dass es durchs Dach geschlagen hat. Und dann gab es dann nochmal Last but not least ein Schaden und Wetter Bayern Österreich, der die ganze Krone aufgesetzt hat. Wir haben Fotos gesehen, wo ganze Straßenzüge weiß waren. So war der Hagel.

Das war nur so ein Bereich August, September. Und wenn man sich überlegt oder mal Revue passieren lässt, wie dann so die Wettereignisse in den letzten drei Jahren waren, dann sind wir auch dafür fest und fest überzeugen, die Wetterverhältnisse verändern sich.

Die Stürme werden heftiger. Also Ich erlebe es beispielsweise so, dass wenn wir drei Tage Knalle super Wetter haben, jeder freut sich, ist super, spätestens am vierten Tag kommt das große Gewitter, alles zuckt zusammen, es wird Unwetter gemeldet, Unwetterwarnungen, Starkregen, der herüberkommt, Hagel, Windstärke 19, Tornado ja, Tornado nein. Alles das beeinflusst natürlich dann auch die Anzahl der Schäden, die eingetreten

sind. Und wenn die Schadenanzahl höher wird, wird logischerweise auch das, was der Versicherer als Kaufmann zahlen muss, deutlich höher. Und wie jedes andere Unternehmen ist auch ein Versicherer Kaufmann, der kriegt was rein, und muss was rausgeben. Und wenn er über mindestens drei Jahre hinweg mehr rausgibt, als er einnimmt, wird er irgendwann seine Kosten nicht mehr decken

können. Und das führt im Endeffekt dazu, dass aus diesem Mix aller dieser Faktoren, die ich eben genannt habe, ich habe ihn mal so schön mit Kuchen beschrieben, natürlich auch zu der Preissteigerung, bzw. Beitragssteigerung kommt, weil diese Kosten nicht mehr

zu decken sind. Hinzu muss man wissen, es gibt ein Bundesaufsichtsamt für Versicherungswesen und gerade auch in dem Finanzbereich, Bafin, auch so ein Stück weit abgekürzt in der Fachsprache, die haben ein Auge darauf, dass die Versicherer so wirtschaften, dass auch diese Kosten gedeckt werden können, ohne dass es zu großen Problemen kommen wird. Also die gesamte Sparte ist, sag ich jetzt mal, so ein bisschen in

Aufruhr. Die Kfz-Sparte bei nahezu allen Versicherern, Wenn man Einschläge in Fachzeitschriften, aber auch im Presse, Funk und Fernsehen, wie wir immer so schön sagen, mal so ein bisschen die Nachrichten verfolgt, dann sickert schon durch, dass viele Versicherer nicht umhinkommen werden, also auch zum Jahresende deutlich die Beiträge anzuheben für die Kunden, die bereits im Bestand sind und der Neukunde deutlich tiefer in die Tasche greifen muss,

sein Fahrzeug, also sein Wohnmobil, wir sprechen über Campingfahrzeuge oder Wohnwagen, auch zu versichern. Im Pkw-Bereich wird es aber auch nicht anders sein. Es kursieren auch Gerüchte, dass einige Versicherer oder Sparten aus dem Bereich sich von dem Markt trennen werden, weil die Schadenkosten einfach zu hoch sind. Und insofern ist dieses Thema sicherlich brandaktuell. Aber nochmal, wie du so schön eingangs sagtest, nicht deshalb

getrieben, weil der Versicherer mehr Geld verdienen möchte. Das möchte er immer. Also das ist ganz klar. Aber auf der anderen Seite aber auch bewusst getrieben durch das, was sich in den letzten Jahren ereignet hat. So kann man das vielleicht mal zusammenfassen. Das betrifft ja auch nicht nur die Versicherungen rund Fahrzeuge, sondern das betrifft auch diverse Versicherungen aus dem Gesundheitsbereich, die auch massiv gestiegen sind. Ich denke nur an die Krankenversicherung

unseres Hundes. Der hat nämlich auch eine ordentliche Preissteigerung hingelegt. Bei euch ja auch, Sebastian, ihr habt ja dieselbe Versicherung. Es geht auch Gebäudeversicherungen und ähnliches nach den Großschadenereignissen, die ja jetzt auch in Bayern wieder waren. Wo wir schon mitbekommen haben, dass in der Region also auch die Versicherungsbeiträge massiv steigen werden. Wahrscheinlich so, dass manche Menschen sich das gar nicht mehr leisten können.

Und von daher ist es ja jetzt kein Singulärereignis, was wir hier heute betrachten, sondern es fügt sich ja leider ein in eine generelle Verteuerung bestimmter Lebensbereiche. Vielleicht könntest du nochmal so als Ergänzung einfach dazu einen kurzen Exkurs machen, was eigentlich an Faktoren generell die Preisgestaltung für Fahrzeug- oder auch Freizeitfahrzeugversicherungen beeinflusst. Da gibt es ja auch noch einige Punkte, die jetzt mit den Preissteigerungen

auf den ersten Blick nichts zu tun haben. Können wir da noch mal einen Blick drauf werfen? Ja, nichts zu tun haben ist relativ. Also das ist so, dass das Fahrzeug an sich versichert wird. Und da muss man sehen, was habe ich für ein Fahrzeug. Damit geht es schon los, welchen Neuwert hat das Fahrzeug, was ist das für ein Fahrzeugtyp. Ist das ein Kastenwagenteil, vollintegrierter? Ist das ein Alkofen? Ist das vielleicht ein Kastenwagen? Ist das ein Selbstausbau?

Da geht es schon los, indem ich da anfange zu unterscheiden, bezahle ich jetzt für mein Fahrzeug mit einem Neuwert von 80.000 eine entsprechende Versichtungsprämie oder bezahle ich hier einen Beitrag für ein Fahrzeug, das mal eben 150.000 Euro kostet? Das ist Punkt eins. Neben der Geschichte, wie ist das Fahrzeug beschaffen, mit einem GFK-Dach, ohne GFK-Dach, Dann haben wir weiter natürlich auch die Frage, wie nutze ich das Fahrzeug? Bin

ich alleiniger Fahrer? Fahre ich wenig? Fahre ich viel? Wie alt sind die Fahrer des Fahrzeugs? Sind die firmengenug, mit einem solchen, dann in dem Fall größeren Fahrzeug zu fahren? Ich sage es, nennen wir mal so ein schönes Beispiel. Es ist also so, dass wenn man mit einem Reisemobil unterwegs ist, dann stellt sich halt immer die Frage, auch dann, wenn ich ein solches Fahrzeug kaufe, das ist sehr oft bei Mietern so, die mit einem Fahrzeug unterwegs sind, bevor sie ein Fahrzeug

gekauft haben. Der Mann an sich gibt ja nicht gerne zu, dass er mit einem solchen Fahrzeug nicht gut umgehen kann. Das ist also so. Und ich mache es ja immer mit so einem schönen Beispiel. Er macht vor seiner Frau immer einen auf dicke Hose und sagt, das ist überhaupt kein Problem, ich kann da super mitfahren. Dann fahren die los. Beim rückwärts einparken wird er natürlich von seiner Frau eingewiesen. Aus Sicht des Mannes

falsch eingewiesen. Und wenn er falsch eingewiesen wird, ist die Frau halt immer schuld, obwohl er selber mit diesem Fahrzeug nicht umgehen kann. Und schon habe ich einen Seitenschaden. Oder fahr den Spiegel ab. Oder ich nehme einfach nur total banal bei der Heckklappe hinten den Schlüssel nicht raus, ja, die ich ja so aufklappen kann. Dann klappe ich hoch und zack, habe ich schon einen Heckschaden. Eine schöne kleine Delle, die mal locker

eben 2000 Euro ausmacht. Oder ich übersehe einen Ast, der von oben runterhängt. Liebe Grüße gehen raus an meinen Freund Jürgen. Ja, das sind so schöne Beispiele. Könnte man es endlos weitermachen. Und ich glaube, jeder, der hier zuhört, der weiß, wovon man spricht. Zumal, wenn man natürlich immer so schön da sitzt und sieht, jemand ankommt und sich die Frage stellt, hm, mal gucken, was jetzt passiert. Nein, wir driften jetzt ein bisschen ab. Aber das ist ja nun mal, so ist es einfach. Und

das spielt ja auch eine Rolle. Bin ich geübt? Lasse ich mein Fahrzeug auch von jemandem fahren, von dem ich denke, oh, da komme ich mit dem Fahrzeug klar oder da kommt mit dem Fahrzeug nicht klar. Gebe ich das meinen Kindern, die mit dem Fahrzeug umgehen können? Wie gehen die mit dem Fahrzeug Wie Nutze ich das Fahrzeug überhaupt? Fahre ich damit nur am Wochenende? Fahre ich damit größere Strecken? Oder nutze ich das Fahrzeug unter Umständen auch, vielleicht in Anführungsstrichen, als

Erstfahrzeug? Ich schaffe mein Pkw ab und benutze das Wohnmobil, ich bezeichne das mal komplex mit Wohnmobil, ob es jetzt ein kleiner Kasten ist oder ob es ein Teilintegrator ist, als

Alltagsfahrzeug. Dann habe ich natürlich auch im Sinne der Versicherung ein höheres Schadenrisiko, weil ich dieses Fahrzeug höher und viel länger benutze, als wenn ich da mit nur einem Wochenende fahre, wobei ich mir dann die schönen Gingen ansehen kann, mir einen schönen Stellplatz aussuchen kann, den ich best case Vorfeld noch gebucht habe oder ob ich da mit zum Einkaufen fahre. Das sind auch Faktoren, die bei einer Berechnung natürlich eine Rolle spielen.

Und habt ihr in diesen beiden Bereichen, die du jetzt genannt hattest, also Thema Mietfahrzeuge und Thema Menschen schaffen sich ein Campingfahrzeug als Alltagsfahrzeug an, auch beobachtet, dass das in den letzten Jahren zugenommen hat. Also nicht nur die Schäden an sich, sondern auch die Anzahl der Menschen, die mieten und die Anzahl der Menschen, die mit ihrem Campingbus oder Kastenwagen halt dann auch zur Arbeit und zum Einkaufen gucken.

Ja, Tendenz ist einfach schon so, dass auch die Anzahl derer, die das Fahrzeug als Erstfahrzeug benutzen, also als Alltagsfahrzeug benutzen, deutlich zunimmt. Da sind wir bei dem Beispiel zusätzliche Kosten. Habe ich zwei Fahrzeuge, von dem ein Fahrzeug nahezu oft stehen bleibt, dann überlege ich mir zweimal, muss ich das Fahrzeug denn wirklich haben? Wozu benutze ich das Fahrzeug? Ich muss für das Fahrzeug

die Versicherung bezahlen und ich muss für das Fahrzeug die Steuer bezahlen. Schlimmstenfalls noch Reparaturkosten bezahlen. Lohnt sich das, das Fahrzeug zu behalten? Ja, nein. Wer fährt das Fahrzeug? Das sind viele Überlegungen, die Kunden natürlich gerade dann, wenn wir sowieso von allgemeinen Kosten in jedem von dir schon eben erwähnten Lebensbereich sprechen, natürlich eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Also Das ist schon ein Punkt, wo man sagen kann, klar, die Tendenz

geht schon in diese Richtung. Was auch sehr viel unterschätzt wird, sind ja aber auch nicht nur die Schäden, die durch diese Unwetter entstehen, sondern genau dann, wenn diese Fahrzeuge auch oft und viel gefahren werden, ist auch die Wahrscheinlichkeit eines Glasschadens extrem hoch. Also auch Glasschäden ist ein Risiko, das der Versicherer durchaus

zu tragen hat. Das ist von der Entwicklung her auch so, dass da die Ersatzteilpreise von einer Scheibe, die kosten nicht mal eben 800, sondern die kosten mittlerweile 1200. Und habe ich einen Glasschaden, wie gesagt, dann bezahle ich 1200 für die entsprechende Austausch der Scheibe. Wenn es ein größeres Fahrzeug ist, Teil- oder Vollintegrator, dann kostet so eine Scheibe mal eben so als Brustscheibe auch mal locker 4 bis 5 oder drüber 6.000 Euro.

Das wird auch sehr vielfach unterschätzt, wie hoch denn da auch die Kosten der möglichen Reparatur sind bzw. Des Austausches. Das muss man an der Stelle aussehen. Also haben wir jetzt quasi, also generell kämpfen wir alle gerade mit gesteigerten Kosten. Das merkt sicherlich jeder auch in seinem privaten Geldbeutel. Nela hat gerade die Tierversicherung angesprochen, die steigt, weil die Gebührenordnung der Tierärzte sich ja geändert hatte, weil da mehr

Kosten eben auch sind. Und jetzt haben wir aber bei den Fahrzeugen, es so ein bisschen zusammenzufassen, quasi das große Problem, wir haben nicht nur diese gesteigerten Kosten, du hast es gerade schön mit der Scheibe zum Beispiel gesagt, sondern wir haben zusätzlich auch noch mehr Schadenfälle, weil eben das Wetter aktuell extremer ist und quasi es noch viel mehr

Schadenfälle quasi gibt. Das heißt, wir werden oder die Versicherungen haben ein viel, viel höheres Risiko zu tragen für ihre Geschichten und demzufolge wird es quasi doppelt teuer. Es ist Quatsch, kann man so nicht sagen, aber es wird einen, ein wahrscheinlich zweifaches oder vielleicht auch mehr teuer, je nachdem wie viel Schaden, Schäden sozusagen entstehen. Das ist natürlich sehr, sehr ärgerlich, gerade bei den Freizeitfahrzeugen.

Und dann kommt noch dazu, durch diese Preissteigerung versuchen Menschen natürlich zu sparen und nutzen dann ihren Campingbus gerade oder auch den Kastenwagen als Alltagsfahrzeug und treiben damit natürlich, also Das ist kein Vorwurf an die Menschen, die das machen. Wir machen das auch. Aber treiben damit natürlich die Kosten weiter hoch, weil höheres Risiko. Und am Ende geht es bei einer Versicherung, also eine Versicherung kennt oder

schätzt zumindest Risiken ja ziemlich genau ab. Du hast ja gerade so ein paar Faktoren gesagt, wahrscheinlich sind es noch viel viel mehr, die die aus den Daten auslesen können und dann guckt ihr sich das Risiko an, sagt alles klar, so viel Prozent gibt es ein Risiko, dass dieser Schaden eintritt, der kostet uns dann so viel und dann wird das irgendwie quasi berechnet. Also sehr sehr stark vereinfacht.

So, das heißt, wir haben sozusagen drei Faktoren, die sich selber bedingen und quasi das Ganze immer teurer machen und deswegen wahrscheinlich auch jetzt nicht eine Preissteigerung, ja wir machen mal zwei Prozent mehr, sondern halt wirklich so, dass es halt auch weh tut. Das ist eigentlich quasi das, was passiert und weswegen auch wahrscheinlich da draußen der eine oder andere unzufrieden ist mit seiner Versicherung.

Gar nicht, weil sie nicht das leistet, was sie soll, sondern weil sie einfach halt plötzlich gerade unverständlicherweise teurer wird. Und das wollten wir sozusagen jetzt mal ein bisschen rausarbeiten. Warum ist das eigentlich so? Was passiert da draußen? Vielleicht das mal so als Zwischenzusammenfassung, wie es dazu kommt.

Versicherungen, also ich meine jetzt nicht Versicherer, weil die müssen alle irgendwie gucken, dass sie zu ihren Einnahmen kommen, sondern ich meine wirklich die Versicherungstypen, also Haftpflicht, Vollkasko, Teilkasko oder beobachtet ihr bei manchen Versicherungstypen extraordinär hohe Steigerungen, während es bei anderen vielleicht stabil bleibt oder sogar sinkt? Die Frage ist auch sehr interessant, auch

wieder ein bisschen komplexer. Wir haben einmal den Bereich der Haftpflichtversicherung Und dann haben wir den Bereich der Teilkaskoversicherung. Die Teilkaskoversicherung ist ja so der Bereich der für Sturm, Hagel, Überschwemmung, Glasschäden, Diebstahl des Fahrzeugs. Auch diese sogenannten, bei dem Versicherer genannten, Totalentwendungen haben zugenommen.

Vielleicht nur ein Satz dazu. Gerade dann, wenn die Totalentwendungen zunehmen, muss auch da mehr gezahlt werden, weil vielleicht auch dem ein oder anderen bekannt, auch die Fahrzeugpreise deutlich gestiegen sind. Und insofern, dadurch, dass die Fahrzeugpreise gestiegen sind, muss der Versicherer ja Genau dann, wenn er dieses Fahrzeug ersetzt, auch wiederum mehr zahlen.

Und wenn der Hersteller mal eben die Preise zwischen 10, 15 oder 20 Prozent anhebt, muss der Versicherer natürlich auch wissen, dass er bei einer entsprechenden Schadenzahlung auch etwas mehr

zahlen muss. Das mal so am Rande erwähnt. Auf der anderen Seite ist es so, dass in dem Bereich der haftlich Teilkasko entsprechende Schadenfälle eintreten und im Rahmen der Vollkasko genau dann, wenn ich einen Unfall verursache oder wie eben so schön beschrieben, irgendwo den Ast mitnehme oder ich in eine Mülltonne fahre oder wie auch immer oder einen richtigen Verkehrsunfall habe. Da sind wir wieder bei dem Punkt, dass man bis vor einigen Jahren noch gesagt hat, das größte Risiko im Rahmen der

Campingfahrzeuge ist die sogenannte Teilkaskoversicherung. Frage, warum nicht Vollkasko, wieso Teilkasko? Antwort, weil das Fahrzeug ja nahezu immer den Witterungs- und Wetterverhältnissen ausgesetzt sind. Es steht nicht wie beim PKW in der Garage, sondern draußen. Best Case noch unter einem Vordach oder unter einem Carport oder aber dann, wenn ich es über Winter

abstelle, in der Scheune. Aber ansonsten steht es ja nahezu immer im Freien und ist diesen Witterungsverhältnissen oder Wetterverhältnissen ausgesetzt. Ein Pkw kann in der Garage stehen, der macht ein Hagel

nichts und einen Sturmschaden nichts. Aber man hat festgestellt, dass auch da eine Tendenz zu entdecken ist, dass der sogenannte Vollkasko-Schaden, nämlich der Schaden des eigentlichen Verkehrsunfalls, wie eben beschrieben, deutlich angestiegen ist und die Kosten der Reparaturen aufgrund der Höhe der Schäden, die nicht eben bei einem Durchschnittsschaden von 3000 Euro liegen, sondern bei 4000 oder 5000 Euro

liegen, zugenommen haben. Erklärungen haben sie zugenommen, da sind wir wieder bei dem Punkt, den wir eben genannt haben, weil doch eine Vielzahl der Fahrzeuge als Alltagsfahrzeug benutzt wird. Und wenn es als Alltagsfahrzeug benutzt wird, ist auch die Wahrscheinlichkeit dessen,

dass ein solcher Schadenfall eintritt, natürlich deutlich gestiegen. Im Verhältnis zu dem, als was man vor einigen Jahren oder vielleicht vor zehn Jahren noch gesagt hat, mein Reisemobil, Wohnmobil, wie auch immer genannt, damit bin ich dann unterwegs, wenn ich meine Freizeit genießen möchte. Ja, Ich mache eine schöne Reise und fahre damit nicht mal eben die Kinder vom Sport abholen, zum Sport bringen, zur Schule, zum

Einkaufen, wie auch immer oder zur Arbeit halt. Da kann man also, die Frage jetzt in dem Faden zu beantworten, schon erkennen, dass so der Hauptpunkt der Teilkaskoversicherung hin zur Vollkasko geht und damit verbunden natürlich auch ein Anstieg der Haftpflichtschäden, weil ja da eben der kleine Verkehrsunfall auf dem Parkplatz auch mal eben entstehen kann, der vorher nicht so entstanden ist. Und der Schaden dann mit den Reparaturkosten natürlich

deutlich höher wird. Also sowohl am eigenen als auch am Fremdfahrzeug. Genau. Wenn ich mit einem Boom-Mobil gegen ein Pkw fahre, ist wahrscheinlich aufgrund der Masse der Schaden wahrscheinlich größer, Als wenn ich mit meinem Pkw eben rückwärts setze und gegen die Stoßstange des anderen Fahrzeugs fahre. Das muss man einfach deutlich so sehen. Und also wenn ich jetzt sehe, meine Versicherung steigt zum Jahresende, Dann ist ja so ein gelebter Reflex, dass man

sagt, nee, da wechsle ich jetzt zu einem anderen. Kann ja auch jeder sich dann noch mal umgucken. Wir haben ja auch schon was zum Thema Versicherungswechsel gemacht, den Leuten einfach so ein bisschen mit auf den Weg zu geben, worauf ich da

achten muss. Aber du hattest mir jetzt im Vorgespräch so kurz angedeutet, und da würde ich gerne heute noch mal ein bisschen näher darauf eingehen, dass man jetzt gerade in dieser Phase, wo ja jeder Anbieter mit gestiegenen Kosten zu tun hat und früher oder später wahrscheinlich nachziehen muss, weil sonst einfach eine Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist, dass man genau in dieser Phase jetzt sehr vorsichtig sein muss.

Weil es eben sein kann, dass einzelne Anbieter zugunsten möglichst stabiler Preise dann vielleicht Leistungen streichen. Kannst du das nochmal näher erklären und vielleicht auch unseren Hörerinnen und Hörern mitgeben, wie man das erkennen kann? Also muss der Versicherer das dann aktiv mitteilen oder muss ich dann da ins Kleingedruckte gucken? Oder wie erkenne ich, ob mein Versicherer jetzt die Preise stabil hält und aber vielleicht sagt, ich zahle

das, das und das nicht mehr. Also grundsätzlich ist meine Meinung dazu und so, so wie man das auch allseits hört im Versicherungsbereich, kenne ich aktuell keinen Versicherer, der die Beiträge in dem Moment, wo sie jetzt nicht stabil halten kann. Das ist ausgeschlossen. Weil, wie eben beschrieben, die Schadenzahlungen deutlich gestiegen sind, die Schadenkosten, so wird es

bezeichnet, deutlich gestiegen sind. Man kann also, einfach mal eine Prozentzahl in den Raum zu werfen, locker damit rechnen, dass die Beiträge zwischen 20 und 30 Prozent steigen werden. Das muss man einfach so sehen, weil damit also auch die Kostenrechnung getragen wird. Wenn es drunter liegt in dem Bereich, kann ich sagen, top, super, hat man einen schönen Versicherer gefunden, aber da ist man genau bei dem Punkt, den du gerade erwähnt hast. Was sind denn dann auch die Leistungen oder

die Leistungseinschnitte, die dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen? Das sollte man sich genau angucken. Wenn ein Versicherer hingeht und sagt, wir versichern jetzt einen Teilbereich aus dem Versicherungsschutz nicht mehr, muss er darüber informieren, weil das ist ja eine Vertragsveränderung. Er kann ja nicht einfach eine Leistung streichen und sagen, okay, das hast du jetzt zu akzeptieren und damit ist es jetzt gut. Wenn ich an dem Vertrag was verändere, dann muss ich das

mitteilen. Oder aber der Versicherer muss hingehen und sagen, ich erhöhe den Beitrag Summe X oder Prozentzahl X und wenn der Versicherungsnehmer oder der Kunde dann sagt, ne, bin ich gar nicht mit einverstanden, ihr habt sie ja wohl nicht alle, das ist viel zu viel, bin ich nicht bereit zu zahlen, dann hat er natürlich die Möglichkeit, auch aufgrund der Beitragserhöhung zu kündigen, den Versicherer zu wechseln. Wobei, da man natürlich extrem drauf achten sollte, wo wechsel ich denn hin?

Was bietet denn der andere Versicherer? Und man muss auch dann sehen, dass ich mir den Beitrag, den ich jetzt gezahlt habe, mit dem neuen Beitrag bei dem neuen Versicherer vergleichen muss, den ich natürlich dann mit einem neuen Versicherungsdarif bei dem Versicherer bekomme. Und die neuen Versicherungsdarife werden laut meinem Kenntnisstand bei allen Versicherern deutlich angehoben werden müssen. Aber dann könnten ja manche Versicherer schlau sein und jetzt noch ein bisschen warten,

bis die Wechselwelle quasi anläuft. Also ich sag mal so, Versicherung A erhöht zum 31.10. Oder zum 31.12. – ich weiß nicht, ob da mal das Kalenderjahr gilt – erhöht die Preise. Und dann sagt Versicherer B, das ist aber cool, weil dann wechseln ganz viele und ich halte jetzt meine Preise noch stabil, neben dem in Kauf, dass ich jetzt vielleicht im ersten Quartal Verluste einfahre. Aber ich ziehe dann erst danach meine Preise hoch, weil

dann habe ich vielleicht ganz viele Neukunden bei mir. Ja, die Frage ist interessant, die ist auch berechtigt. Kann durchaus so sein, weil nicht zu jedem Zeitpunkt bei allen Versichern gleich die Prämie erhöht wird und nicht alle Versicherer zum gleichen Zeitpunkt hingehen und sagen, wir machen ab dem Zeitpunkt Gültigkeitsdatum X einen neuen Versicherungstarif. Beispielsweise wir von der AMV haben zum 1.7. Einen neuen Versicherungstarif. Es kann sein, dass Gesellschaft Y zum 1.9.

Einen neuen Versicherungstarif macht, kann aber auch sein, dass ein anderer Versicherer erst zum 1. Einen neuen Versicherungstarif auf den Markt bringt. Das ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich. Da gibt es keine Allgemeingültigkeit. Kann natürlich zur Konsequenz, dass man sagen kann, okay, wenn der Versicherer erhöht hat, dann holen wir uns noch die Kunden, die dann bei uns zu einem niedrigeren Beitrag den Versicherungsschutz abschließen können.

Und wir machen dann zum Zeitpunkt Y einen neuen Versicherungstarif. Erst dann erhöhen wir. Dann haben wir natürlich den einen oder anderen Kunden eingefangen. Spätestens nach einem Jahr holt einen das aber wieder ein. Weil Der Kunde, der jetzt, ich sag's mal ganz vorsichtig, günstig bei dem Versicherer gelandet ist, der wird sich im Jahr darauf wundern, weil der

Versicherer ja genau für den Kunden weniger Beitrag eingenommen hat. Ja, und dann hast du wieder diese Spirale, dass du ja natürlich dem gegenüberstellst, was habe ich reinbekommen, was muss ich als Versicherer rausgeben? Mittlerweile ist ja so, dass auch der, ich sag mal, das Versicherungsjahr ja nicht mehr grundsätzlich vom 01.01. Bis zum 31.12. Ist, sondern es gibt eine Vielzahl von Anbietern, die machen den Versicherungsschutz ab dem Zeitpunkt der Zulassung ein

Jahr. Heißt, ich melde, heute haben wir den ersten, passt ja ganz gut, den ersten 8. Melde ich mein Fahrzeug an und schließe meinen Versicherungsschutz jetzt ab. Bei der Versicherung, nennen wir das mal Pfefferminzia. Die Pfefferminzia sagt dann, okay, wir bieten den Versicherungsschutz bis zum 1.8. Im nächsten Jahr. Gehen wir mal ein Jahr weiter, zum 1.8. Im nächsten Jahr wäre dann die Konstellation gegeben

und dann kann der Versicherer zum 1.8. Eine allgemeine Beitragserhöhung durchführen, genau für diesen Kundenbereich, der dann bei Summe X oder bei Prozentsatz X liegt, ohne dass er einen neuen Versicherungstarif auf den Markt gebracht hat für den Neukunden. Das ist eine nur allgemeine Beitragsanpassung, die bei allen Versicherern immer zu dem Zeitpunkt kommt, bevor der Vertrag ausläuft. Dann wird geschaut, was ist im Jahr gewesen, was müssen wir machen, einigermaßen auskömmlich

zu sein. Und bei vielen herkömmlichen Gesellschaften, die noch diesen typischen Versicherungsablauf 31.12. Haben, müsste es ja so sein, dass im November immer allgemein mitgeteilt wird, vielfach im Fernsehen, im Rundfunk, wie auch immer, denken Sie an die Wechselfrist bis zum 30.11., dass im November die allgemeine Wechselwelle entsteht, weil dann immer geschaut wird, oh, was hat mein Versicherer erhöht? Sehe ich ja gar nicht ein, die

haben sie nicht alle, ich gehe jetzt woanders hin. Und das kann natürlich in dem Moment passieren, aber da sind wir bei dem Punkt, dass man einfach seinen Versicherungsschutz mal vergleichen sollte. A. Das heißt also, wenn die Beiträge steigen, also ich sage jetzt mal, ich habe jetzt mein Fahrzeug versichert ab dem 1.3. Und bei euch sind jetzt die Beiträge zum 1.7. Gestiegen, dann treffen die mich nicht unmittelbar, sondern erst quasi im Anschlussvertrag. Habe ich das richtig verstanden? BK'IN

DR. RUBENSCHEIN Das ist korrekt. Die Beitragssteigerung zum 1.7. Betrifft ja den Kunden, der neu zu uns kommt. Weil zu dem Zeitpunkt der Versicherer gesagt hat, wir bringen einen neuen Versicherungstarif auf den Markt, der für alle Neukunden gilt. Und in diesem Versicherungstarif ist versichert das und das zu dem Beitrag. Der Kunde, der zum 1.3. Zu uns kommt, weil er zum 1.3. Bei seinem Vorversicherer oder bei dem damaligen Versicherer den Vertrag

aufgehoben hat. Der bekommt dann auch den Beitrag, den er gültig hatte vor dem 1.7. Er muss allerdings nur dann damit rechnen, dass er im November eine Mitteilung bekommt, dass der Beitrag sich zum nächsten Jahr verändert. Weil bei uns wäre dann nicht der Ablauf der erste, dritte, nächsten Jahr, sondern der Ablauf wäre bei uns dann der 31.12. Ja, weil wir immer das Kalenderjahr haben, 1.1. Bis 31.12. Ist egal, wann der Kunde dann zu uns kommt. Es sei denn, er hat ein

Saisonkennzeichen, dann ist es natürlich Stand von Saison zu Saison. Das muss man sehen. Also kann das schon sein, dass man bei der einen Versicherung jetzt aufgrund dessen, dass die vielleicht nicht zum Jahresende, sondern unterjährig ändert, vielleicht vermeintlich oder vielleicht auch wirklich, das weiß man ja erst im Nachhinein, ein paar Euro oder vielleicht auch ein paar mehr Euro spart, weil die eben erst später die Preise erhöhen und

ich dann noch ein paar Monate quasi den alten Kurs habe. Kann aber auch sein, wenn ich dann nicht wechsle, dass ich das dann im darauffolgenden Jahr wieder mit drauf zahle, weil ja die Kosten der Versicherung dann vermeintlich höher waren, weil sie ja auch weiter Schäden hat und die sie dann reinholen muss. Aber das ist alles ganz viel konjunktiv am Ende des Tages und wissen, das ist ja sowieso aus Verbrauchersicht

das Problem bei Versicherungen, es ist alles konjunktiv. Wir wissen halt nicht, wann wir sie brauchen. Wenn wir sie brauchen und nicht haben, ist es blöd. Aber im Endeffekt ist es vermutlich gar nicht so super wichtig, wann man Versicherung jetzt erhöht. Du hast ja gerade schon gesagt, die Fakten, die du genannt hast, warum die Preise steigern, die betreffen ja alle. Also da gibt es keine Ausnahme und

demzufolge werden auch, wie du es ja auch gesagt hast, die Preise steigern. Und klar kann man jetzt versuchen, irgendwie ein paar Euro zu sparen, aber man weiß es halt nicht. Also, wer den Aufwand macht und vielleicht ein glückliches Händchen bei der Versicherungswahl hat, der kann das machen, aber ich bin nicht sicher, ob das viel besser als Lottospielen ist. Oder Börse.

Ich komme mir gerade vor wie an der Börse. Ich versuch's, darf ich ganz kurz, ich versuch's dann immer mit dem Beispiel zu bringen, dass man wirklich aufpassen muss, ob das da nicht am falschen Ende gespart ist. Weil jeder möchte sparen. Ich persönlich bin selbst auch Verbraucher. Ich ärgere mich auch, wenn die Strompreise steigen, wenn mein Handy steigt, keine Ahnung, wenn Benzin steigt.

Ja, alles das ist super ärgerlich. Oder wenn ich einkaufen gehe, immer so, dass ich im Ohr habe, als wir noch den Markt hatten, war alles viel günstiger. Ja, meine Oma erzählt das. Aber ernsthaft, das ist ja im Versicherungsbereich

ja nicht anders. Nur in dem Moment muss ich einfach nur schauen, ist es mir wert, für den Beitrag, den ich jetzt mehr bezahle, woanders hinzugehen, da weniger bezahle, aber unter Umständen dann doch in Kauf nehme, irgendwo einen Versicherungsschutz zu haben, wo nicht alles das entschädigt wird, was ich vielleicht vorher auch hatte. Weil ach, es wird schon nichts passieren. Also ich denke mal, bisher bin ich gut durchgekommen. Und ich hatte ja keinen Schaden. Ich sehe ja nicht

ein, dass ich einen Beitrag mehr bezahle, obwohl ich keinen Schaden hatte. Da sollen auch die mehr bezahlen, die einen Schaden hatten. Ja, Versichertengemeinschaft hin, Versichertengemeinschaft her. Typisch Krankenversicherung ist es ja genauso. Also sehe ich nicht ein, ich gehe jetzt woanders hin. Aber da muss ich halt aufpassen. Und das sage ich halt immer, ob ich dann nicht am falschen Ende spare. Weil genau dann passiert es

ja. Genau dann passiert es ja, dass dieser Schaden nämlich genau eintritt und ich dann ein bisschen doof aus der Wäsche gucke, wenn man dann sagt, dieser Schaden ist aber nur bis dahin versichert oder dieser Schaden ist gar nicht oder wie auch immer. Also die Botschaft dessen ist, wer ein glückliches Händchen hat, gut vergleicht, weniger bezahlt bei gleichen Leistungen, ist ja okay. Man ist ja Verbraucher. Warum auch nicht? Das muss der Kunde halt mit sich

selbst ausmachen. Nun ist ja immer nur ein Punkt wichtig bei dieser ganzen Geschichte. Man sollte auch überlegen, ob immer nur der Beitrag, sprich Preis der Versicherung entscheidend ist, oder ob nicht vielleicht auch ein Punkt mitentscheidend ist, nämlich welchen Service bietet denn der Versicherer in dem Moment, wenn

da mal wirklich was ist. Also es gibt viele Anbieter auf dem Markt, ich nenne sie mal die typischen 24er Versicherer, das sind nämlich die Direktversicherer, die natürlich schön günstig sind, vielleicht auch gute Leistungen haben, nur ich erreiche dort niemanden am Telefon. Ich erreiche niemanden, sondern es geht alles nur per Mail. Also wir haben auch Kunden, die sagen, ja, ich kriege aber die Vorversicherung nicht, ich erreiche da keinen. Ich muss immer

eine Mail schicken, aber die antworten nicht. Dann hat der Kunde natürlich ein Problem. Ja, das ist an der Stelle so. Und das sage ich einfach immer nur offen. 24-Jährige Versicherer können gut sein, solange nichts passiert. Nur wenn mal ein Problem eintritt, kann es auch zu einem nicht unerheblichen Problem führen, weil ich niemanden sprechen kann. Und das finde ich persönlich nicht gut. Deswegen ist so ein Thema Servicequalität auch ein Punkt, den man auf jeden Fall beachten sollte. Ja,

das merken die meisten aber dann. Und dann merkt man halt oft erst, wenn es zu spät ist. Genauso wie man ja auch, wenn ich nicht wirklich einen guten, ich sag mal, Berater habe, der auch die Stolpersteine kennt und mich darauf hinweist und sie abfragt, ich ja dann auch natürlich sehr viel Geld sparen kann oder aber unter Umständen einfach wichtige Dinge nicht dabei habe. Ich denke jetzt gerade wieder an so ein Thema, was

ich auch nicht auf dem Schirm hatte. Ich habe es vorgestern bei Twitter gerade wieder gelesen, das ist die GAP-Deckung. Also wenn ihr ein Fahrzeug mietet, wenn ihr ein Fahrzeug least oder finanziert, dann versichert ihr das ja. Und unter Umständen ist es aber so, wenn ihr jetzt einen Talschatten habt, dass der Preis, den die Bank

noch bekommt, mehr ist, als die Versicherung euch auszahlt. Und für so eine Sache, wenn man das nicht auf dem Schirm hat, steht man da, ich habe kein Fahrzeug mehr und muss aber und bekomme Geld von der Versicherung, muss dann aber noch ein paar Tausender extra an die Bank zahlen, weil ich nicht daran gedacht habe. Und das ist nur eins von ganz vielen Beispielen. Dazu haben wir ja

auch entsprechend Folgen und Artikel bei uns. Die können wir in den Show Notes auch nochmal verlinken, dass ihr dann nochmal so auf nicht jeden sicherlich, aber auf viele Stolperstände hingewiesen werdet. Und ein guter Berater macht das eben auch, dass ihr genau euch darauf hinweist. Also, da kann man sicherlich viel sparen. Und wenn man das Ganze nie braucht, dann ist auch nichts passiert. Dann hat man wirklich Geld gespart. Nur der

Schaden tritt immer erst ein. Auch das, wie der Service ist, wenn es halt eben passiert ist und ich dann sehe, wie gut es funktioniert. Jetzt wieder ein bisschen zurückzukommen, was mich jetzt noch interessieren würde, du hast ja schon eine ganze Menge Dinge gesagt, die Versicherung jetzt beeinflussen, die

Preise beeinflussen. Gibt es denn jetzt bestimmte, ich sage mal, Arten von von Fahrzeugen beziehungsweise Fahrzeugbesitzergruppen, die irgendwie gerade besonders betroffen sind oder die auch besonders wenig betroffen sind? Oder kann man das eigentlich so nicht sagen? Also kann man so generell pauschal nicht beantworten. Also es sind ja alle Fahrzeugtypen betroffen und alle Fahrzeuge unterwegs sind. Jetzt ist es natürlich so, dass kleinere Fahrzeuge mehr gefahren

werden. Das ist so. Ein Customwagen muss nicht unbedingt klein sein, ja, ist klar. Aber ein Customwagen ist ja sehr wendig. Und aufgrund der Wendigkeit der Fahrzeuge, diese Fahrzeuge auch mehr gefahren werden, auch in Städten mehr gefahren werden. Und nicht, wie es ein Teil oder wenn es sogar ein vollintegrierter ist, irgendwo abgestellt werden. Ich setze mich auf die Fahrräder und bewege mich ein bisschen, fahre damit

in die Stadt oder so. Nee. Auch solche Fahrzeuge haben natürlich ein Schadenausmaß, wobei man dann immer vergleichen muss, wenn ein Kastenwagen beschädigt ist, wie hoch sind die Reparaturkosten beim Kastenwagen aufgrund der beschädigten Fläche, ja, Seitenschaden. Da müssen wir nicht zwingend vom Dach sprechen. Und wie hoch ist der Schaden bei einem Teil- oder Vollintegrierten,

wenn der beschädigt ist. Wie hoch sind dann die Reparaturkosten? Da sind wahrscheinlich die Reparaturkosten, nicht nur wahrscheinlich, es ist so, bei einem Teil- oder Vollintegrierten immer ein Vielfaches höher als bei einem Kastenwagen. So, das ist natürlich dann die Schadenanzahl, so ein bisschen angeleicht zu der Schadenhöhe bei einem etwas hochwertigeren Fahrzeug. Tendent ist aber die, die ich eben schon sagte, dass natürlich bei Kastenwagen die Schadenanzahl

deutlich gestiegen ist. Und dadurch natürlich auch bei Kastenwagen, es ist, dass hier genau darauf geachtet wird, wie viele Schadenfälle treten natürlich bei dieser Schadenform ein, bei dieser Herstellerform ein. Und Wohnwagen unterscheiden sich nicht großartig zu motorisierten Fahrzeugen oder doch so ein bisschen? Eigentlich nicht. Das ist ja auch nur, dass natürlich der Wert des Fahrzeugs, in dem Fall der Wert des Anhängers, des Wohnwagens

natürlich auch unterschiedlich sein kann. Ich kann einen Durchschnittswohnwagen mit 30.000 Euro, kann einen Hagelschaden erleiden, genauso wie ein großer Wohnwagen, keine Ahnung, ein Tabak oder so, der dann eben 60.000 Euro kostet. Da unterscheidet sich das natürlich nur dann, wenn ein solcher Wohnwagen natürlich entwendet wird. Dann habe ich hier eine Schadenzahlung von 60 im

Verhältnis zu 30. Das ist natürlich dann schon eine Geschichte, wobei der größere Wohnwagen dann natürlich auch eine höhere Schadenzahlung nach sich zieht. Das ist klar. Aber ansonsten ja nicht, weil die Fahrzeuge nicht motorisiert sind und immer gezogen werden. Ja, dann scheidet natürlich so der typische Haftpflichtschaden. Der scheidet natürlich auch. Wobei natürlich der typische Schaden des Rangierens, bei dem schönen Beispiel des

Mannes, er dabei auch immer zum Tragen kommt. Ja. Und jetzt mal nach einer Lösung zu suchen, welche, also klar, Versicherung kann ich wechseln, haben wir gerade schon darüber gesprochen, wann das sinnvoll sein kann, wann nicht. Was kann ich denn vielleicht auch mit meiner jetzigen Versicherung Schlaues tun, meinen Beitrag zu senken? Ja, nicht wirklich viel. Das Problem ist, dass ich ja mein Fahrzeug so benutze und ich möchte es auch nach wie vor so benutzen, wie ich

es jetzt benutze. Alles das, was den Beitrag senkt, schränkt mich irgendwo ein. Ob ich jetzt bei einem Versicherer bin, wo ich eine Kilometerlaufleistung vereinbart habe, da kann ich die Kilometerlaufleistung ja runterschrauben, spare ich natürlich an Versicherungsbeitrag, kann ich sparen. Es wird aber nicht so viel sein, dass man denkt, jetzt habe ich mir eine goldene Nase daran verdient. Oder auch, wenn ich meinen Versicherungsschutz von Teilkasko auf Vollkasko verändere. Und da bin ich

persönlich immer bei dem Beitrag am falschen Ende gespart. Weil wenn ich jetzt meine Vollkasko herausnehme, also das ist ein schönes Beispiel mit der Vollkasko, der Kunde sagt, mein Fahrzeug ist jetzt sechs Jahre alt, lohnt sich für mich überhaupt noch die Vollkaskoversicherung? Dann muss man sich die Frage stellen, ja, wir müssen es beim Pkw

machen. Allgemeine Sprache braucht war mal eine Zeit lang, ah, nach vier Jahren brauche ich beim Pkw keine Vollkaskoversicherung mehr, dann nehme ich die raus und die Teilkasko. Das ist beim Reifenmobil immer ein bisschen anders. Meine Standardfrage auf diesen Wunsch des Kunden ist halt immer, so, Ihr Fahrzeug ist jetzt sechs Jahre alt, was hat denn Ihr Fahrzeug damals gekostet? Null. Antwort 60.000 Euro. Okay. Wie viel ist Ihr Fahrzeug denn

jetzt aus Ihrer Sicht noch wert? Also mindestens 40, 45, die werden ganz gut gehandelt. Sag ich, okay, jetzt ist Ihr Fahrzeug 40.000, 45.000 wert. Jetzt kaufen Sie sich einen neuen Pkw, der kostet 40.000 Euro. Würden Sie den PKW, wenn er jetzt neu wäre, Vollkasko versichern oder würden Sie den nur Teilkasko versichern? Antwort, na klar, würde ich

den Vollkasko versichern. Dann stellt man sich die Frage, warum möchte ich denn bei meinem Reisemobil, das ich versichere, mit dem gleichen Wert jetzt meine Vollkasko-Versicherung herausnehmen, nur weil ich unter dem Strich vielleicht, keine Ahnung, je nach Versicherungstyp und Schadenfreiheitsklasse 200 Euro im Jahr spare. Das ist dann für mich persönlich am falschen Ende gespart. Da kann ich natürlich dann, wenn ich den Versicherungsschutz herabsenke, einschnitte, natürlich auch Beitrag

sparen. Oder wenn ich hingehe und sage, ich möchte meine Selbstbeteiligung reduzieren, indem ich hingehe, ich habe jetzt eine Selbstbeteiligung in der Vollkasko von 500, ich gehe jetzt auf 1000 Euro. Man muss sich überlegen, für den Beitrag, den ich spare, bezahle ich aber 500 Euro mehr Selbstbeteiligung bei einem Schaden, der eintreten kann. Wie Sebastian eben so schön sagte, solange nichts passiert, ist alles immer wunderbar. Aber

genau in dem Moment passiert es ja auch. Das muss ja nicht im ersten Jahr passieren, das kann ja im zweiten Jahr passieren. Und im zweiten Jahr bin ich immer schon im Minusbereich, wenn ich das Verhältnis sehe zu gespartem Beitrag. Ansonsten bleibt mir nicht viel. Ich kann auch darüber nachdenken zu sagen, okay, ich gehe jetzt auf eine Saison Kennzeichen, wenn ich eine Jahreszulassung habe. Ich fahre das Fahrzeug nicht mehr so viel. Ja,

dann machen wir auch Saison. Ist auch kein schlechtes Thema. Ich spare ja auch dann Steuern, weil ich das Fahrzeug ja nicht mehr das ganze Jahr fahre. Dann mache ich halt eine Saison von von mir aus März bis Oktober, 3 bis 10, Standard. Aber wie wir alle wissen, ändern sich die Wetterverhältnisse. Es kann im Februar auch mal schön sein, genauso wie es im November mal schön sein kann. Der ganze Sommer, jetzt geht es ja hin und wieder auf und ab, war der schön, war der nicht schön, wie auch

immer. September geht ja dann, Oktober, dann wieder ein bisschen Regen und November, nein, ich habe es doch gewusst, jetzt kommt das Top-Wetter und ich kann mit meinen Fahrzeugen nicht fahren. Was mache ich denn da? Ja gut, dann leite ich das Fahrzeug wieder zu, dann habe ich aber die Zulassungskosten. Ich nehme mir mit dem Punkt, dass ich Beitrag spare, weil ich wahrscheinlich vielleicht oder wie auch immer das Fahrzeug nicht so oft fahre, die Flexibilität. Das ist halt der Nachteil bei

einem Saisonkennzeichen. Sprecher 1. Und wie schaut's, was mir jetzt nur einfällt, mit den Selbstbeteiligungen bei Teile und Vollkasko aus? Bringt das was? Sprecher 2. Ja, das ist ja der Punkt, wo man sagen muss, ich kann natürlich die Selbstbeteiligung erhöhen, indem ich beispielsweise dann bei der Vollkasten, wie eben gesagt, von 500 auf 1000 Euro gehe. Und dann, solange nichts passiert, ist gut. Ich

spare was. Aber das muss man dann auch mal ausrechnen, ob es das wirklich so viel mehr ausmacht, dass ich sagen kann, das lohnt sich für mich, weil in dem Beispiel, wie von mir genannt, von 500 auf 1000, muss man überlegen, habe ich einen Schadenfall, zahle ich auch mal eben 500 Euro mehr selber. Und das lohnt sich mit Sicherheit innerhalb von zwei Jahren nicht. Das ist jetzt meine

Meinung dazu. Ja, ich habe vorhin noch über so Punkte nachgedacht, wie zum Beispiel den Stellplatz ein bisschen, also den Unterstellplatz zwischen den Reisen ein bisschen anders auszuwählen. Da kann man ja auch ab und zu mal noch ein paar Euro sparen. Aber das, was man dann zusätzlich an Stellplatzmiete bezahlt, wenn ich jetzt statt im Freigelände mir in der Halle was miete,

das, also zumindest vordergründig rechnet sich's nicht. Wenn ich dann natürlich sag, Okay, Werterhalt und so weiter, dann kann es schon sich lohnen. Aber wir haben ja selber auch immer wieder hin und her überlegt mit unseren Versicherungen, ob es sinnvoll ist, da noch irgendwelche Dinge in die Wege zu

leiten, damit es günstiger wird. Aber sind dann am Ende auch immer zu dem Entschluss gekommen, nee, eigentlich nicht, weil dann, ja, dann haben wir womöglich oder tatsächlich auch Kosten an anderen Ecken und Enden. Ich sehe ich jetzt genauso, wie ich immer sagte, entweder mit Einschnitten oder mit zunächst mal kostenlichen Investieren muss. Wenn ich jetzt Eigentümer bin, kann ich mir in meiner Garageneinfahrt ein Carport bauen oder mein Fahrzeug darunter stellen, wenn es ja darunter

passt. Das kommt ja nochmal dazu, wenn es ja drunter passt. Wenn ich aber jetzt nicht Eigentümer bin, sondern ich wohne in einem Mehrfamilienhaus, weil ich hinge und sage, ich habe vielleicht mein Haus verkauft, habe mein Reisemobil gekauft, möchte viel reisen, dann steht eben mein Fahrzeug da nicht unter

einem Carport. Oder aber, wenn ich mir was anmiete, mein Fahrzeug dort unterzustellen, wenn ich es nicht nutze, dann bin ich wieder bei dem Punkt, dann muss ich aber wieder Kosten aufwenden, das Fahrzeug irgendwo unterzustellen, damit genau dann, wenn es denn dann bei mir steht, eben nicht beschädigt wird durch einen Hagel oder durch einen Sturmschaden. Wobei der Glasschaden nach wie vor entstehen kann und der Vollgasgeschaden irgendwo auch. Also wie du sagtest, es

ist verdammt schwierig. Es ist aus meiner Sicht immer mit Einschnitten verbunden. Und kannst du dir vorstellen oder gibt es vielleicht auch schon erste Ansätze seitens der Versicherer, irgendwelche zusätzlichen Anreizsysteme zu schaffen? Also wir wissen ja schon aus anderen Folgen mit dir, zum Beispiel ein GFK-Dach hat geringere Beiträge zur Folge oder bestimmte Arten von Stellplätzen können sich auch in bestimmten Versicherungstypen positiv in den

Beiträgen niederschlagen. Aber denkt ihr in der Versicherungsbranche drüber nach, weitere Anreizsysteme zu schaffen, eure eigenen Risiken zu senken und den Kundinnen und Kunden irgendwelche Optionen zu geben, quasi ihre Prämien aktiv zu beeinflussen? Dann auch durchaus mit Einschränkungen, Aber das muss ja dann jeder für sich selbst entscheiden. Es gibt ja auch Menschen, denen machen die Einschränkungen nix aus, weil die genau wissen, ich will so und so nicht in die und jene Region

fahren. Oder ich Fahr so und so nicht außerhalb von März bis Oktober. Also es gibt ja Menschen, die nicht so diesen Drang haben, wie wir auch so spontan weg zu können und überall hin, wo man gerne möchte, sondern die durchaus bereit werden, sich ein bisschen zu limitieren zugunsten geringerer Kosten. Ist da irgendwas in euren Gedanken, in Planung, kannst du dir so was für die Zukunft vorstellen?

Also vorstellen kann man sich sehr viel. Nur, dass das Problem ist, man ist gerade dann, wenn man bei Freizeitfahrzeugen unterwegs ist, sehr stark fremdgesteuert. Und diese Fremdsteuerung, die ist einfach das nicht kalkulierbare Wetter. Das ist so das, was die ganze Sache sehr schwierig macht. Ansonsten kannst du natürlich fahrzeugbezogen, Personenbezogen unter Umständen individuelles

Risiko stricken. Aber auch dieses individuelle Risiko, da bist du ja ein Stück weit genauso, wie du ein Pkw fährst. Wer darf fahren, wie alt sind die Fahrer des Fahrzeugs, dann wird es auch altergesteuert, natürlich teurer. Bei einem Pkw ist so, jeder der über 65 wird, der wundert sich, wieso die Prämie am Ende des Jahres so überdimensional steigt. Das hat nicht zwingend etwas damit zu tun, dass die allgemeine Beitragsanpassung entsteht, sondern weil einfach ältere

Pkw-Fahrer durch mehr Prämie zahlen müssen. Darüber kann man auch stundenlang diskutieren, wer ist jetzt der bessere Fahrer, der erfahrene oder der junge Fahrer. Führt das aber an der Stelle auch vorbei? Es gab immer wieder mal Überlegungen, ob man hingehen kann und sagen kann, dass man bei einem guten Schadenverlauf vielleicht auch mal Beitrag zurückbekommt, durch die Geschichten, nicht nur bei einem Schadenfall mehr zahlen muss, weil man zurückgestuft wird, sondern dass man

gleich auch Geld zurückbekommt. Aber das ist extrem schwer zu kalkulieren, weil man, wie gesagt, von so vielen Faktoren abhängig sind und von einem, das man nicht kalkulieren kann. Ein Fahrverhalten eines Menschen kann man laut statistischen Zahlen schon erheben. Aber bei dem Wetter, das ändert sich mal. Das ändert sich mal nicht. Weiß man ob nicht plötzlich, Obwohl das Wetter nicht so angesagt war. Ich meine, das kennt ja jeder. Also man fährt in den Urlaub und

sagt, naja, drei Tage Regen. Und just guckt man auf die Wetter-App, ach, ist doch Top-Wetter. Hat sich ein bisschen verändert, ist an uns vorbeigezogen, fährt die Markise aus. Und just in dem Moment fährt man die Markise aus, fährt eine Runde mit dem Fahrrad, da kommt nämlich genau der Sturm, weil man nicht verguckt hat. Also das ist ganz, ganz schwer kalkulierbar und

von daher kann ich da überhaupt keine Prognose abgeben. Ich habe mich gestern ein bisschen mit der Frage beschäftigt, geistig, nicht mit anderen, weil die sind mir immer die Diskussionen zu ausufernd. Da hatte in einer Campinggruppe jemand gepostet, ein Schaden an einer Seitenwand. Da war an einem Wohnwagen halt eingedellt. Ich Möchte jetzt da nicht so sehr in die Details gehen, vielleicht erkennt der oder diejenige sich auch wieder. In dem

Fall waren's spielende Kinder. Aber es gibt ja auch so Bagatellschäden, sowohl am Pkw als auch an Freizeitfahrzeugen, die eigentlich in erster Linie kosmetisch sind. Und die aber viele Menschen dann bei der Versicherung einreichen, weil sie sagen, ich möchte aber mein Fahrzeug in Ordnung haben, und außerdem, ich bezahle ja die Beiträge. Und warum soll ich das dann nur quasi notdürftig irgendwie

überschminken, anstatt das richtig reparieren zu lassen? Aber ich könnte mir zum Beispiel vorstellen, also da ging es übrigens eine Schadenssumme von 11.800 Euro. Laut Kostenvoranschlag einer Werkstatt, wenn ich's richtig verstanden habe. Und für mich hat sich dann wieder die Frage gestellt, und das haben auch viele Nutzer diskutiert, wenn die Person jetzt diesen Schaden einreicht, dann ist es ja wieder eine massive Schadenhöhe für etwas, was eigentlich die Funktionalität

dieses Fahrzeugs 0, 0 beeinträchtigt. Solange da keine richtigen Löcher drin sind, solange die Dichtigkeit nicht beeinträchtigt ist, könnte man für solche Menschen den Anreiz schaffen zu sagen, du kannst es einreichen, dann übernehmen wir die 11.800 Euro oder wie viel unser Gutachter selber veranschlägt. Oder du verzichtest drauf, spachtelst ein bisschen drüber, lässt dir von der Werkstatt nur bestätigen, dass das Fahrzeug dicht ist, damit keine Folgeschäden auftreten.

Und Wir belohnen das in irgendeiner Form, indem wir zum Beispiel im nächsten Jahr dann die Beiträge senken, wie zum Beispiel bei der Haftpflicht mit den Schadenfreiheitsklassen. Also wenn jemand jetzt über eine Laufzeit von fünf, sechs, sieben Jahren keinen einzigen Schaden einreicht, könnte man ja auch sagen, wir machen das so ein bisschen, ja, dass die Prämien einfach günstiger werden. Das wird in dem Fall ja, weil es im

Rahmen der Vollkasko-Versicherung ja auch diese Schadenfreiheitsklasten gibt. Ja, das heißt, beim Verkehrsunfall ist es schon so, dass wenn ich oder bei einem anderen Schaden, der eingetreten ist, der das Vollgas betrifft, wenn ich keinen Schaden habe, dann gibt es ja genauso die Schadenfreiheitsklassen, die es im Haftlichtbereich auch gibt. A. Aber nicht bei Wohnwagen, ne? B. Bei Wohnwagen nicht, weil es bei motorisierten Fahrzeugen eben

keine Schadenfreiheitsklassen gibt. Das ist dann so. Ja, dass das Ganze natürlich tun, wobei dann müsste ja auch, da kommst du in großen Diskussionen, eine gesetzliche Veränderung stattfinden muss, weil Es gibt da gesetzliche Vorgaben, bis wann pro was erstattet werden

kann oder eben nix erstattet werden kann. Und dann muss der Kunde ja auch hingehen und sagen, ich verpflichte mich indirekt mal eben per fünf oder für zehn Jahre bei dem gleichen Versicherer, damit ich genau dann, wenn ich noch fünf Jahre keinen Schaden habe, eine günstige Prämie bekomme. Und dann muss ja die gesamte Versichertengemeinschaft genauso denken, dass sie sagen kann, was ist jetzt ein kosmetischer Schaden, was ist

jetzt ein Schaden, der mich persönlich stört. Da bist du mit einem sehr, sehr großen subjektiven Bereich. Lass du hingehen und sagen, nee, das sieht man ja, das sieht man auch gespachtelt. Naja, das möchte ich für meinen Wohnwagen, möchte ich das nicht, das ist also gar nicht schön. Das mögen dann die Leute denken. Nein, dann mach mal, wenn, dann lassen wir das ordnungsgemäß reparieren. Oder aber ich

lasse es gar nicht reparieren. Dann sind wir bei dem Punkt, es gibt ja auch wieder genau den umgekehrten Mensch, der gar nichts machen lässt, noch nicht mal kosmetisch, weil er kein Geld ausgeben will, möchte sich aber die volle Schadenssumme einstecken. Das gibt es also auch. Das stört mich so eine Delle nicht. Warum soll mich so eine Delle stören? Ist mir egal. Das ist genau das Gegenteil von dem, was ich gerade gesagt hab.

Die gibt's auch. Die sagen dann auch, okay, dann nehm ich mir das Geld, und dann ist ja gut, ich zahl meine Beiträge, dann möcht ich was rauskriegen. Aber für die würde sich ja nix ändern. Es würde sich ja nur was ändern für die Leute, die sagen, nee, finde ich nicht so schlimm, muss jetzt nicht der Versicherer für aufkommen, lass ich nicht machen oder mich

selber oder was auch immer. Und die könnte man ja auch belohnen, weil manchmal ist ja auch so ein Anreizsystem sinnvoller als, ich sag jetzt mal, ein Strafsystem in Anführungszeichen? Ja, interessant wäre es schon. Aber dann bist du bei dem Punkt, wo setzt du dann die Jahresgrenze? Bei zwei Jahren, bei drei Jahren, wo ich nichts geltend gemacht habe, nur bei dem Schaden, bei dem ich ja viel mehr hätte kriegen können, als bei dem Schaden, den ich

jetzt selber mache. Und dann bist du wieder bei der Formulierung der Versicherer, es ist sach- und fachgerecht repariert worden. Was passiert denn dann, wenn ein Folgeschaden eintritt? An der gleichen Stelle lasse ich in Ordnung gemäß reparieren, ja? Von einer Fachwerkstatt und der Schaden tritt an der Stelle nochmal ein, dann habe ich Anspruch auf den gleichen Schaden. Ist er aber nicht sach- und fachgerecht repariert und der Schaden tritt an der gleichen Stelle ein, dann kriege ich für den

Schaden nichts. Weil ich kann einen Schaden nicht doppelt abrechnen. Das funktioniert nicht. Sehr komplex. Ich merke schon meine schöne Lösung. Eine schöne Lösung passt wieder nicht. Ja, es gibt auch Bestrebungen von dem einen oder anderen Versicherer, dass man hingeht und sagt, man muss sich immer zwingend neue Teile einsetzen. Man kann auch gebrauchte Teile einsetzen. Das ist die

Frage der Zulieferer. Spart man Kosten, indem ich kein neues Teil einsetze, sondern ein Teil, das nicht zwingend defekt war, sondern ich beschaffe mir ein Teil über Ersatzteilbeschaffung, das vielleicht gebraucht war. Das ist eine Stoßstange, nur ein banales Beispiel. Dann sind die Reparaturgosten natürlich geringer. Die Frage ist, bin ich denn bereit, mit einem solchen Teil zu fahren? Oder habe ich nicht Anspruch darauf, dass ich ein ordnungsgemäß neues Teil bekomme,

nur eine Schadenprämie zu senken? Also ein extrem großes Thema. Wie Schadensteuerung ist auch nichts anderes. Man wird in eine bestimmte Werkstatt geroutet, wo repariert werden kann, dann deutlich günstiger repariert werden kann. Die Frage ist, möchte ich das bei meinem Reisemobil tun? Möchte ich mit meinem Reisemobil in einer Werkstatt geroutet werden, von der ich nicht zwingend wirklich weiß, können die das überhaupt? Da habe ich es aber nicht gekauft und eigentlich habe ich da gar kein

Vertrauen drauf. Ich möchte lieber da reparieren lassen, wo ich mein Fahrzeug gekauft habe. Zumindest da, wohin die mich denn auch dort schicken, weil das vielleicht ein Kooperationspartner von dem Händler ist, wo ich das Fahrzeug gekauft habe. Großes Thema. Aber der Kunde entscheidet ja letztendlich selbst, was er bereit ist in Kauf zu nehmen für einen besseren Beitrag, den er bekommt. Genauso wie er sagt, das, was ich bisher hatte, war für mich in Ordnung. Jetzt steigt aber der Beitrag.

Und wie viele andere Verbraucher, wie eben so schön gesagt, in den allen Lebensbereichen, bin ich auch derjenige, der es, ja, und dann bin ich wieder bei den Mus-Zwergen in Kauf nehmen muss, zu sagen, ich habe nicht eine große andere Wahl, außer einen Versicherer zu wechseln, weil mich das einfach furchtbar ärgert. Also bleibt uns zusammengefassend erstmal oder zusammenfassend erstmal, es wird alles teurer. Wir können vielleicht was dran machen, das schränkt

uns aber unter Umständen ein. Vielleicht auch in ganz, ganz wenigen Fällen nicht so sehr. Man könnte jetzt noch einhergehen und so ein Gemeinschaftsgefühl appellieren, wenn alle sich sozusagen zusammenreisen würden, dann wird es für alle günstiger werden. Das brauchen wir aber, glaube ich, nicht weiter ausführen. Wir wissen ja, wie die Welt sozusagen funktioniert. Bleibt eigentlich noch die abschließende Frage, wie wird es

weitergehen? Also was kommt in den nächsten Jahren? Also natürlich ist mir klar, dass deine Kristallkugel gerade kaputt ist, aber vielleicht kannst du auch ohne die so eine sanfte Prognose wagen, wie es in den nächsten Jahren aus deiner Sicht aussehen wird, wenn sich sozusagen die Welt so

weiter dreht, wie sie sich gerade dreht. Ich möchte dazu noch ergänzend anhängen, dass wir ja jetzt aktuell im zumindest im Fahrzeugverkauf bei den Gebrauchtfahrzeugen, aber auch mittlerweile bei Neufahrzeugen so eine Beruhigung sehen, was die Preissteigerungen angeht. Wir sind jetzt gespannt. Also wir zeichnen den Podcast hier vor der Messe auf, vor dem Caravan Salon. Wir sind sehr gespannt, was wir dort beobachten

werden. Aber so vom Gefühl her werden die Fahrzeugpreise im Moment eher wieder etwas günstiger. Es ist auch für mich logisch, dass die Fahrzeuge, zunächst mal vielleicht einen Satz dazu zu sagen, etwas günstiger werden, weil die Fahrzeuge, die auf dem Markt kommen oder auf dem Markt sind, die werden, die Anzahl wird ja auch größer. Es gibt also viele, die festgestellt haben, Reisemobil, Wohnmobil ist oder Wohnwagen ist jetzt doch nichts für mich, ich verkaufe es halt

wieder. So dass dann die Anzahl der Gebrauchtfahrzeuge auf dem Markt natürlich deutlich größer ist. Da muss man aber auch wissen, dass sehr viele Händler sehr viele Fahrzeuge auf dem Hof stehen haben, weil die natürlich Fahrzeuge bekommen, die vielleicht im letzten Jahr oder vorletzten Jahr geordert wurden und die aufgrund der Lieferengpässe nicht geordert werden konnten und insofern auch bei den Händlern auf dem Hof

stehen. Und diese Fahrzeuge müssen oder werden sicherlich auch irgendwo an den Mann oder an die Frau gebracht werden müssen, sodass natürlich, wenn das Angebot recht groß ist, natürlich auch der Preis dann entsprechend adäquat vielleicht an der Stelle auch deutlich günstiger werden kann, als vielleicht noch im letzten Jahr gewesen ist. Im Versicherungsbereich

ist das alles sehr schwierig. Ich würde mal behaupten, eine These aufzustellen ist einfach die, dass die Versicherungen sicherlich oder alle Versicherer in diesem Jahr festgestellt haben, dass das, was sie an Prämie verlangen, nicht auskömmlich ist. Das ist einfach so. Und insofern jetzt hier ein Wurf gemacht

werden muss, eine sogenannte Vorausberechnung zu machen. Was muss ich haben, bei gleichem Schaden, Schadenerwartung, wie es in diesem Jahr gewesen ist, vielleicht nur plus eine etwas höhere Schadenerwartung im nächsten Jahr, auch das verändert sich, wie du so schön sagtest, Glaskugel ist kaputt, wir wissen alle nicht, was sich verändert. Noch mal on top

draufkommen, was muss ich haben, auskömmlich zu sein? Dass wenn die Versicherer die Beiträge sicherlich mit durchpustendem Mund sagen, boah, das ist aber doch jetzt ein kräftiger Schluck aus der Pulle, den wir jetzt alle mehr bezahlen müssen, dann doch vielleicht irgendwann mal in einem Level kommen, der dann für den Versicherer in einem auskömmlichen Bereich ist, sodass man nur bei allgemeinen Preissteigerungen von einer Inflationsrate

spricht und nicht von dem Bereich, dass jetzt neben der Inflation allgemein auch noch weitere Faktoren, die ich eben genannt habe, nochmal on top drauf kommen. Also ich habe die leise Vermutung, dass wir, wenn in diesem Jahr der größere Schluck aus der Pulle stattfindet bei allen Versicherern, dass sich im nächsten Jahr genauso wie bei den Händlern etwas beruhigen wird. Immer eine schöne Hoffnung, dass sich die Wetterverhältnisse nicht noch weiter dramatisch verändern.

B1 Ja, Deswegen hatte ich gesagt, wenn sich es so weiter dreht, also wenn es jetzt nicht sich noch weiter beschleunigt und so weiter. Ja, genau. Ja, sehr spannend. Jetzt hatten wir gesagt, bei dem Thema, ach, das wird heute wahrscheinlich eine kurze Folge, gibt ja jetzt doch gar nicht so viel zu diskutieren. Und jetzt haben wir auch wieder unser Stündchen Folge, macht's, sehe ich gerade. Das ist auch ein sehr, sicherlich auf der einen Seite ein unangenehmes

Thema, aber dem muss man sich auch einfach stellen. Das ist so meine persönliche Meinung dazu, weil da kommt ja niemand dran vorbei. Und das gibt aber einfach nur mal Fakten, an die kommen wir persönlich auch nicht dran vorbei. Wir haben auch alle Fahrzeuge versichert, sei es jetzt Pkw oder halt Kollegen Wohnmobile oder Wohnwagen. Wir alle wissen, wie es ist.

Und da hoffe ich einfach mal, dass ich vielleicht mit den Antworten oder mit den Anregungen, die ich gegeben habe, vielleicht ein bisschen Licht reinbringen kann, dass es hier nicht der unbedingt der zwingende böse Wille des Versicherers ist, der noch mehr Geld verdienen möchte, sondern weil er einfach dem Rechnung tragen muss, was in der Zeit, in der Welt momentan in der Zeit auch passiert. Ja, vielleicht, liebe Hörerinnen und Hörer, teilt ihr uns mal eure Erfahrungen und Gedanken zu dem

Thema mit? Ihr wisst ja, ihr erreicht uns unter podcast.camperstyle.de und auch über WhatsApp. Den Link zu unserem WhatsApp-Kanal findet ihr in der Folgenbeschreibung. Uns würde mal interessieren, habt ihr schon Informationen von euren Versicherern, dass die Beiträge erhöht werden? Was denkt ihr darüber? Wie geht ihr damit Ist es für euch klar? Könnt ihr nachvollziehen, was Dieter Schäffler uns heute so dargelegt hat? Oder

seid ihr da ganz anderer Meinung? Einfach, dass ihr uns so ein bisschen eure Gedanken, Gefühle und so weiter mal mit reingebt. Und ja, wir sind da sehr gespannt. Wir sind selber ja auch betroffen, logischerweise. Und da ist immer so ein bisschen Hin und Her bei mir persönlich im Kopf, dass ich immer denke, ja, ist klar. Auf der anderen Seite denkt man so, oh nee, nicht noch einen Bereich, wo man jetzt mehr berappen

muss und ist das wirklich alles nötig? Und da würde uns einfach mal interessieren, wie ihr darüber denkt. Ja, ansonsten hoffe ich, dass ihr vielleicht mit dem bisschen Blick, also nicht direkt hinter die Kulissen, aber so mit ein bisschen mehr Details, warum das jetzt passiert, wie es zu den hohen Steigerungen

kommt, ein bisschen mehr wisst, was da passiert. Das macht natürlich die Preissteigerung jetzt nicht besser, das ist uns auch bewusst, aber manchmal hilft ja ein Verständnis für Dinge auch, sie leichter zu akzeptieren. Manchmal ist man vielleicht dann auch bereit zu wechseln und auch auf Einschnitte einzugehen. Also vielleicht auch das nochmal. Wir haben jetzt zum Beispiel die Krankenversicherung für unsere Hunde gekündigt, weil wir einfach für uns durchgerechnet haben, aus dem Risiko, macht das

Sinn oder nicht, wenn wir es weiter bezahlen, was machen wir? Natürlich kann morgen einer der Hunde sich richtig fies verletzen und eine 50.000 Euro Operation brauchen und dann ist unsere Vermutung völlig in die Hose gegangen und dann haben wir ein Problem und müssen die 50.000 Euro aufbringen. Gut, das ist jetzt vielleicht ein bisschen viel für eine Hunde-OP, aber ihr wisst so ein bisschen, was ich meine. Man kann natürlich auch immer

Risiken eingehen. Versicherungen sind ja nichts anderes als quasi eine Risikominimierung für uns und im Straßenverkehr können wir das nicht ganz die Versicherungen kündigen. Wir müssen also zumindest eine Haftpflicht noch besitzen und das ist auch durchaus bei den Werten sinnvoll eine Teil- oder auch vor allen Dingen eine Vollkasko zu haben. Ich will jetzt auch Gottes Willen nicht dazu

aufrufen, eure Versicherung zu kündigen. Ich wollte nur zeigen, man kann aber zumindest über Dinge nachdenken und auch durchaus Einschnitte akzeptieren, wenn es für einen selber okay ist oder eben auch nicht.

Was wir aber jetzt zum Beispiel machen für die Hundeversicherung, wir zahlen den selben Beitrag, den wir jetzt quasi für die Hunde nicht mehr bezahlen, den packen wir auf ein Tagesgeld, damit wir zumindest dort aber so eine Reserve ansammeln, sozusagen, wenn jetzt doch mal was passiert, dass wir davon dann die Sachen bezahlen können. Das ist kein absoluter Schutz und das ersetzt auch nicht die Versicherung, aber das ist halt unsere eigene Risikobewertung der ganzen Geschichte.

Das hat Dieter ja ganz schön erzählt, welche Dinge ihr machen könnt und was sozusagen damit auch verbunden ist. Manchmal kann das okay sein, manchmal nicht. Ich finde es auf jeden Fall immer ein bisschen spannend, da reinzugucken, auch wenn wir jetzt natürlich durch ein paar Podcasts mit Dieter schon ganz gut ins Verständnis dafür haben, wie so Versicherungen funktionieren und was da alles für sorgt. Hat es vielleicht dem einen oder der anderen da

draußen noch ein bisschen geholfen. Jetzt habe ich schon mehr erzählt, als ich eigentlich wollte. Jetzt lasse ich Ita noch zu seinem letzten Wort kommen. Schickt uns, wie gesagt, gerne auch so Fragen, Gedanken, eure Meinung

dazu, das interessiert uns wirklich. Die Kanäle sind in den Shownotes immer mit verlinkt und wenn ihr die aus irgendeinem Grund nicht anklicken könnt oder nicht findet, dann geht auf camperstyle.de, klickt dort oben in der Wicke zu noch Podcast, sucht euch die Episode raus und da habt ihr dann auch noch mal quasi die ganzen Links drin und könnt da nochmal drauf zugreifen. Und wir packen euch auch noch die Sachen, die wir über Versicherung schon so geschrieben und erzählt

haben, nochmal entsprechend in die Show Notes auch rein. In diesem Sinne Tschüss von meiner Seite und ich übergebe das Wort an Dieter, der damit auch das letzte Wort für heute für die Episode hat. Ja, liebe Nele, lieber Sebastian, liebe Hörerinnen, liebe Hörer, es hat mir Spaß gemacht. Es hat mich auch gefreut, dass wir wieder haben miteinander sprechen können. Wie ich Eingangs sagte,

unangenehmes Thema, aber man muss sich auch diesem Thema stellen. Und wie du so schön gerade formuliert hast, Sebastian, vielleicht schafft man es ja durch Informationen, die man so nicht so wirklich schnell bekommt, oder auch mal Hintergründe erklärt zu bekommen, eine gewisse Akzeptanz, obwohl das Wort sehr schwierig ist, gerade dann, wenn ich mehr bezahlen muss, eine Akzeptanz zu erreichen, aber ein gewisses Verständnis dafür, warum man den Beitrag denn dann in diesem Bereich dann doch mal

Deutsch erhöhen muss. Nicht, dass zuletzt betrifft es uns auch. Wir sind auch nicht glücklich darüber, aber leider sind wir da auch echt extrem fremdgesteuert. Ich glaube, dieses Wort habe ich sehr oft benutzt. Dem ist auch wirklich so. Also vielen Dank für die Gelegenheit. Hat mich gefreut. Ja, wünsche euch noch einen schönen Tag, bleibt gesund, wie man immer noch so schön sagt und wir hören uns. Vielen Dank, bis dahin. Tschüss. SWR 2021

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