Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und heute Schauen wir nochmal mit Kollegen zurück auf den Caravansalon in Düsseldorf. Bei uns sind heute Björn von transitfrei.de, der Jürgen von WOMO-Blog und der Frank von Frank D. Camping. Wir verlinken euch die Kanäle der drei natürlich wie immer in der Folgenbeschreibung, damit ihr da auch so ein bisschen gucken könnt, was die drei über die Messe und auch sonst so machen.
Und abonniert auch gerne die Kanäle, guckt da immer wieder rein. Da gibt es auch neben Messe-Themen immer spannende Sachen, spannende Geschichten und Tests und so weiter und so fort. Ja und der Plan für euch da draußen ist, dass ihr einfach so ein bisschen verschiedene Perspektiven nochmal auf die Messe bekommt. Gerade wenn ihr nicht selber da wart, kann
das ja ganz spannend sein. Und wenn ihr da wart, kann es auch spannend sein, weil ja jeder anders über so eine Messe läuft, sich andere Dinge anguckt, eine andere Aufmerksamkeit auf gewisse Dinge hat. Und da das die letzten Jahre schon sehr gut angekommen ist, haben wir quasi beschlossen, dass wir das dieses Jahr wieder machen. Und die erste Frage in die Runde wäre tatsächlich, wie war denn diesmal euer Eindruck von der Messe? Also was, wie würdet ihr quasi das Ganze beschreiben
in nicht zu vielen Sätzen. Und ich fange mal mit dir, Björn, an. Und nicht zu viele Sätze habe ich ganz bewusst nicht ganz genau beziffert. Ja, okay, wenn du sie nicht zählst, dann ist es für mich in Ordnung. Ja, ich fand es dieses Jahr wieder wie auch in den Vorjahren sehr groß, sehr mächtig. Und die Größe an sich, also auch die
Belegung der Hallen hat aus meiner Sicht wieder deutlich zugenommen. Ich glaube, wir hatten auch einen Ausstellerrekord, glaube ich, in der Pressemitteilung gelesen zu haben, dass wieder neue Besucherzahlen oder Ausstellerzahlen erreicht wurden. Das kann ich auch bestätigen.
Von meinem Eindruck her. Also ich habe auch sehr viele für mich, obwohl ich von mir aus sage, ich habe ja nun den Markt im Blick oder ich denke, dass ich in den Blick habe, sehr viele unbekannte Hersteller gefunden von kleineren Projekten, wo ich mir sage, hey, das ist mal eine pfiffige Idee oder hier ist jemand, den kenne ich noch gar nicht, auch jetzt aus dem osteuropäischen Ausland, was mich sehr positiv gestimmt hat, weil das Camping ist ja nun auch
länderübergreifend für viele Menschen ein schönes Hobby. Und da finde ich es sehr schön, wenn aus den vielen Ländern viele verschiedene Impulse kommen. Also das ist mir aufgefallen. Auch jetzt so, was man an Gesprächen gehört hat, Aufständen von Verkäufern, aber auch von Interessenten. Da war sehr viel internationales Publikum dabei, glaube ich. Okay, danke für die Perspektive. Jürgen, wie hast du es
wahrgenommen? Es ist extrem gut organisiert. Ich habe Dieses Jahr sehr positive Erfahrungen gemacht, schon vom Park angefangen, auch später auf der Messe. Also das war sehr nett. Ich finde immer noch die Ungleichbehandlung der BFZ zu den Bloggern ein bisschen kritisch, aber da bin ich natürlich eher betroffen. Man wird ja so ein bisschen zweitklassig behandelt an der einen oder anderen Stelle. Ansonsten auf der Messe selbst, ja die ist gigantisch, da läuft man
sich die Füße platt, das wissen wir alle. Ja, es gibt einfach viel zu viele Stände, das kriegst du wahrscheinlich nur hin, wenn du wirklich jeden Tag dort warst und alles in Ruhe dir anschauen kannst. Umgekehrt, es war deutlich weniger los an den Tagen, wo
ich da war. Es war viel los, ja, aber ich habe da schon wesentlich Freude erlebt und das war für mich eigentlich schon mal positiv, weil man hatte mehr Zeit an den Ständen, man konnte sich ehemalige Wohnmobile und Wohnwagen anschauen, ohne dass hinten dran eine Schlange stand, die auch da rein wollte. Also insgesamt fand ich das eine sehr gute und für mich in dem Moment auch erfolgreiche Messe.
Danke auch dafür. Frank, wie hast du es wahrgenommen? Ich hatte diesmal nur viereinhalb Messetage, weil ich einen Tag weg war bei meinem Lieblingsfußballverein in Gelsenkirchen. Und dann musste ich relativ früh nach Hause, weil eine Hochzeit zu fotografieren war. Und in diesen viereinhalb Tagen, das war so intensiv. Und Ich muss die Kollegen bestätigen, das war so viel. Da war so
viel. Und ich habe im Vorfeld versucht, mir die Neuheiten rauszupicken aus den Illustrierten aus ProMobil, Reisemobil, International, wie sie alle heißen. Und ich hatte so eine lange Liste. Und ich habe wirklich am Donnerstag mir die Hacken abgelaufen, über vier Stunden, bin alle irgendwie abgelaufen, habe daraus ein riesen Video gemacht, wenigstens so einen kleinen Eindruck zu bekommen. Für mich also sehr groß, gar
nicht so voll. Der Freitag war total entspannt. Ich fand es wahnsinnig viele Neuheiten, wobei die Neuheit so ein bisschen bedingt ist, also keine revolutionären Sachen, sondern viele Evolutionen. Wahnsinnig viele Aussteller, viele kleine neue Ideen. Ich habe auch beim Catering oder beim Umgang mit Bloggern positivere Erfahrungen gemacht als Jürgen. Und im Großen und Ganzen war ich traurig, als ich am Mittwoch wieder fahren musste.
Ansonsten hat es mir gut gefallen. A. Ja, wir waren auch ein bisschen traurig, dass ihr alle leider viel zu kurz da wart. Den Björn haben wir persönlich leider gar nicht gesehen auf der Messe. Du warst, glaube ich, nur einen Tag da, ne? Ja, es waren zwei, aber es waren zu wenig dieses Jahr, persönlich bedingt. A. Und ja, die anderen hatten wir zumindest mal so kurz
erwischt und konnten auch ein bisschen quatschen. Da haben wir natürlich uns auch schon ein Stück weit ausgetauscht, aber da waren jetzt doch noch ein paar Sachen dabei, die ich gerne aufgreifen würde fürs weitere Gespräch. Zunächst mal an dich, Björn. Du hattest ja gesagt, viele kleinere Projekte und Aussteller, die dir ins Auge gefallen sind. Könntest du da so ein bisschen erzählen, was das genau war? Also waren es Fahrzeuge, war das Zubehör? Wie
heißen die Aussteller und Hersteller? Also gerne da auch mit Markennamen dich werfen. SVEN LEWANDOWSKI Okay, also wo mir Aussteller aufgefallen sind oder kleinere Aussteller aufgefallen sind, war besonders bei den kompakten Wohnwagen, kompakte Reisewohnwagen, hatte ich einige gesehen, die das ausgebaut haben. Wobei, eine lustige Geschichte dazu, einige der Wohnwagen waren wirklich sehr archaisch, kann man das sagen? Also wirklich einfachst ausgestattet. Das war wirklich nur
ein Kasten auf dem Fahrgestell und dann ein Fenster reingeschnitten. Und ich war an einem Tag mit meinem Sohn, der wird jetzt dieses Jahr 13 und hat natürlich zu alles und jedem eine Meinung und meinte dann, Papa, das können wir doch auch. Wir haben doch den alten Obi-Anhänger. Da können wir doch eigentlich oben ein Loch in die Plane schneiden und dann können wir dafür auch 15.000 Euro verlangen. Also das fand er dann bei einigen Dingen etwas
übertrieben. Wobei ich ihm dann gesagt habe, ja, pass mal genau auf, schau mal hier. Also da muss man schon genau im Detail schauen, dass man dann die pfiffigen Ideen und Details findet, die dann da verarbeitet worden sind. Das betrifft aber wirklich nur jetzt die Wohnanhänger, die kleinere Wohnanhänger, die man auch an einen Golf noch dranhängen kann. Da fehlt dann meistens für mich persönlich die essenzielle Einbau wie ein Badezimmer. Der eignet sich zum
Schlafen, der eignet sich zum Kochen, dann klappt man die Küche aus. Und das sind fast alles kleine einachsige Anhänger, so im Bereich bis 750, 800, vielleicht noch 1000 Kilo, wo wir viele Individualausbauten gesehen haben. Die Individualausbauten, waren das auch Hersteller aus Osteuropa oder sprichst du da jetzt generell von den Marktentwicklungen? Ja, tatsächlich aus Osteuropa. Ich schaue gerade mal, ob ich da noch einige finde. Also
nur als Beispiel, ob der jetzt aus Osteuropa kommt, weiß ich nicht. Zum Beispiel der Wild Drop, den fand ich sehr futuristisch, mit den Rücklichtern zum Beispiel. Und da war noch ein anderer, der hatte so einen Wohnwagen mitgebracht, der war aus so einem Aluminiumframe gebaut und der sah aus wie so ein Space Shuttle. Das war auch sehr futuristisch, den fand mein Sohn auch super und ich auch, weil
man konnte quasi den einzelnen Konstruktionsprozess sehen. Da war der Stand selbst schon ein Hingucker, ein Eyecatcher, weil der Prozess so gut dargestellt war. Sonst sieht man ja nur die fertigen Fahrzeuge. Und der hatte sich die Mühe gemacht, so ein halb geschnittenes Fahrzeug dahin zu stellen, wo links wirklich der Rohausbau war und rechts dann der eingebaute Teil. Und das fand ich sehr interessant, weil man da auch mal so
ein bisschen hinter die Kulissen gucken kann. Frank, bei dir, du hattest ja gesagt, dass du das Gefühl hattest, dass doch sehr viel los war. Sehr viele Neuheiten habe ich. Sehr viele Neuheiten. Sehr, sehr groß und sehr viele Neuheiten, ja. Und was mir noch einfiel, ich habe mich versucht, diesmal ein bisschen auf Themen zu konzentrieren. Was fällt mir negativ auf, was finde ich gut? Ich hatte so ein paar Themen, da kann ich gleich noch was zu sagen. Da kannst du mich gerne noch mal zu
ausquetschen, wenn du willst. Was waren denn so Neuheiten, wo du sagen würdest, die waren jetzt für dich wirklich irgendwie sehr interessant oder bewegender als vielleicht in den Vorjahren? Das waren jetzt einfach Fahrzeuge. Also ich habe mich von A bis Z quasi durch die Fahrzeughersteller gewühlt. Und da waren dann eben so Sachen dabei, die ich klasse fand. Es gab diesen Adria Twin Twin, der heißt wirklich so Twin Twin Kasten, der hat hinten ein Hubbett, auch
schön, aber vorne ein leichter Korpus aus wie so Styropor. Es sind so manchmal diese Kleinigkeiten. Dann hatte Adria ja auch zum Beispiel den Compact Max DL auf Crafter und so bin ich durchgegangen. Ich bin bei Bürstner fündig geworden, die haben eine neue Reihe rausgebracht, Campeo TD.
Ich habe aber auch Neuigkeiten gefunden, gerade für mich, weil ich bin ja ungefähr zwei Meter groß, für große Menschen hat Floret, Florium heißt es glaube ich, französischer Hersteller, einen Teil integriert auf dem Kastenwagen, äh Quatsch, auf dem Sprinter rausgebracht, extra für große Leute. Und Dann komme ich da rein und ich filme und ich sage, okay, hier ist ja ein Hubbett, das kann man ja sicherlich dann abbestellen
und habe hinten auch ein paar Schränke aufgemacht. Nirgendwo waren Aufsteller an den Schränken, sodass die Klappen aufgestellt blieben. Und dann stoße ich mir fast den Kopf am Hubbett, gehe zum Verkäufer und sage, so und so, da sind keine Aufsteller und das Hubbett lässt sich ja abbestellen, oder? Und dann sagt er, nein, das Hubbett kann man nicht abwählen. Das ist zwar technisch möglich, das Hubbett nicht einzubauen, aber von der Software her kann man das Hubbett nicht
abbestellen, also im Bestellprozess. Für große Leute gehst du da rein und ich stehe schräg. Also ich lege gerade den Kopf auf die Seite, die Zuhörer können das ja nicht sehen. Ich habe wirklich keine Stehhöhe darunter gehabt und das verkaufen die für große Menschen. Wie groß bist du, Frank? 1, 98. Ja. Genau. Ich fand insgesamt, dass viele kleine, aber viele moderate Neuheiten, habe ich das vorhin genannt, das sind jetzt keine durchschlagenden, wie zum Beispiel der
Slideout, den Börsner letztes Jahr präsentiert hat. Wir haben aber bei Börsner zum Beispiel diese neue Wohnfühlstudie gesehen, die nannte sich Thalys, genau. Da habt ihr schon im Podcast auch darüber berichtet, die hinten auch so ein Fold-Out hat. Die nennen das nicht Slide-Out, sondern Fold-Out Und sind insgesamt würde ich fast an jedem Stand fündig, der mit zumindest einem neuen Fahrzeug da war, wo ich sage, da war es wert, das zu berichten. Deswegen ist mein Video auch so relativ
lange geworden. Das waren für mich eigentlich so die Eindrücke, die mich auch so gebunden haben. Sonst wäre ich viel schneller durchgekommen. Und bei dir, Jürgen? Wie schätzt du die Neuheiten ein? Wir waren anscheinend alle auf einer anderen Messe wie ich. Ihr wart in Düsseldorf, ich war in was weiß ich was nebendran ist. In Köln. BWM koppelt sich Düsseldorf immer. Neuheiten, Neuheiten, ja, gibt es immer.
Also es wird als Neuheit verkauft, aber wenn man sich das mal im Detail anschaut, dann kommt irgendjemand die Ecke und sagt, das gab es aber 78 auch schon mal. Okay, jetzt nicht unbedingt mit einem Slide-Out oder sonst irgendwas, das sind für mich jetzt auch nicht unbedingt Neuheiten noch dazu. Ich finde es absolut unübersichtlich
mittlerweile. Es gibt viel zu viele Varianten, auch Leute die ich getroffen habe, haben mir das gesagt, sie finden überhaupt keinen Weg sich mal zu orientieren und ich glaube auch, dass die Hersteller sich damit keinen Gefallen tun. Ich denke sogar, dass in den nächsten Jahren, wenn das Geld nicht mehr ganz so locker sitzt, auch in den Unternehmen, man die Palette dramatisch eindampfen wird, weil ob das Ding jetzt vorne einen Kasten als Fußstütze hat oder eine längere Sitzbank.
Das ist dann die zweite Variante vom selben Typ, der ist dann 17 Zentimeter länger oder so was. Oder in der dritten Variante dann Face to Face und so weiter. Ich glaube, das wird sich irgendwann überholen. Denn auch in dem Herstellungsprozess wird es immer schwieriger. Da gibt es manchmal wirklich Nuancen. Da gehst du in einen großen Hersteller, ich sage jetzt mal Halle 1 oder SHB, glaube ich, 1 oder Knaus, ist doch ganz egal. Da gehst du rein
und kriegst in das Mobilleben dran rein. Und das ist eigentlich kaum ein Unterschied. Da musst du nochmal zurückgehen, zu sehen, da ist tatsächlich was anderes. Finde ich sehr, sehr schwierig, da einen Überblick zu behalten. Jürgen, ich muss direkt darauf antworten. Ich habe nicht nur die Fachzeitschriften gewählt, sondern ich habe dein Vorab-Video, was ja noch vor der Messe rauskam, da habe ich gedacht, boah, ist der wieder schnell, hab ich mir angeschaut und hab's mehrfach
gestoppt und mir Sachen aufgeschrieben. Also den Überblick hast du ganz gut für mich geschaffen und da waren Sachen dabei, da wär ich nie alleine drauf gekommen. Hier, ich hab mir aufgeschrieben, Lux Venture, glaub ich, ne, du erinnerst dich, das ist glaub ich so ein Kastenwagen, da gibt's auch eine Dock Edition und sonst was oder Dockline nennt sich das. Da waren ganz viele Sachen dabei. Ja, er wird zersplittert, zerfasert, aber ich fand, dass ich dadurch auch auf Neuheiten gekommen bin,
die ich sonst wahrscheinlich nicht entdeckt hätte. Und jetzt ist dann wahrscheinlich eine Definitionsfrage Neuheit. Das ist nett, aber der Sebastian, ach Quatsch, entschuldigung, der Björn hat es gesagt gehabt, ganz viele kleine Hersteller bringen hier die Innovation. Und ich glaube das war das Entscheidende an dieser Messe. Du hast jetzt Lux Venture genannt gehabt, das ist iPart, wo du denkst, ja guck mal so schön rund, so ein bisschen stylisch das
ganze Interieur, hat sonst so keiner. Also da gibt es noch mehr. Da gibt es bei den Microcamper habe ich eingesehen, die kommen irgendwo aus Süddeutschland, da fällt mir jetzt nicht ein. Cooles System, absolut cool. Ja, deswegen freut es mich auch, dass der Björn das gesagt hat. Die ganzen kleinen Städten in den Ecken, also ihr wisst, was ich meine, in der Mitte stehen die ganzen großen und irgendwo hinten links, da sind die ganzen kleinen noch
versteckt, so drei auf fünf Meter und das war's. Die waren oftmals interessanter als der ganzen Kram, Entschuldigung, den du bei den Kursen gesehen hast. Und ansonsten gebe ich dir wiederum recht, Frank. Es sind die Detaillösungen, die du gar nicht siehst manchmal. Ich habe das in irgendeinem Film noch mal gezeigt gehabt. Da bin ich in den Wohnmobilreinkommen und habe gesagt, ja gut, alles klar, das ist wie
immer. Die Detaillösung war dann eine Wasserpumpe, eine Abwasserpumpe, die für mich innovativ war. Hatte ich so noch nicht gesehen gehabt. Einer, der sich gedacht hat, ja, wie kommt das Duschwasser denn eigentlich in den Tank, wenn ich mal ein bisschen schräger stehe, dann hat er einfach eine Pumpe dazu gebastelt. Also das sind so diese kleinen Innovationen gewesen, die es nachher ausgemacht haben. Aber sorry, bei den Großen fällt das nicht mehr auf, allein aufgrund der großen Masse.
Das wäre jetzt auch tatsächlich meine nächste Frage gewesen nach der Innovation und wir Content Creator regieren ja immer nach Neuigkeiten und Innovationen, weil das ist ja für uns berichtenswert. Aus unserer Sicht ist es völlig unspannend, dass es jetzt irgendwie noch einen dritten Grundriss gibt, wo 5 cm mehr Raum dazugekommen sind, damit man seine Schuhe noch mit vor den Sitz stellen kann, es mal übertrieben zu sagen.
Und das habt ihr aber jetzt ja gerade schon eigentlich vorweggenommen meiner Frage, wo ihr die Innovation genau gesehen habt, nämlich nicht, also das würde ich jetzt mal so zusammenfassen, nicht unbedingt bei den Großen, da gibt es bestimmt auch Ausnahmen. Also alles über den Kamm zu scheren ist
ja sowieso meistens nicht wirklich sinnvoll. Aber eben bei den Kleinen, was ja auch irgendwo logisch ist, so ein großer, So ein großer Dampfer wie Hümer, den wendest du halt nicht mal einfach eben schnell und machst da irgendwie was Neues. Das dauert halt, der hat einen ewigen Bremsweg. Während so eine kleine Manufaktur, die ein, zwei, drei Mitarbeiter
hat, natürlich sehr schnell ist und und wendig ist. Vielleicht auch zum Teil nächstes Jahr wieder weg ist, weil es eben nicht mit ihrem Konzept quasi geklappt hat. Aber habt ihr vielleicht als abschließende Frage auch bei den ganz Großen der Branchen irgendwo für euch überraschende Innovationen entdeckt? Und wenn ja, welche? Also ich muss sagen, dass ich bei den Großen vielleicht auch ein Stück weit gar keine Innovation, bahnbrechende Erfindung oder
sowas erwarte. Natürlich schaue ich mir gern die ganzen kleinen Hersteller an, Aber wenn ich ganz ehrlich bin, wenn ich dann doch Kaufinteresse habe, dann gucke ich nach pragmatischen Dingen. Wo bekomme ich meine Ersatzteile unterwegs? Habe ich ein Händlernetz, wo ich von Flensburg bis Garmisch notfalls kurzfristig Hilfe bekomme?
Und wie ausgereift ist so ein Fahrzeug? Kann ich es mir leisten im Familienurlaub, wenn alle eine schöne Zeit haben wollen, einen Halbprototypen eines kleinen Herstellers zu haben, wo es dann in der Praxis nicht funktioniert? Oder bin ich dann froh, dass ich einen Hersteller habe wie Hobby Detlef, die über 70 Jahre Erfahrung verfügen, wo es dann halt einfach funktioniert. Ich glaube, da tun wir den großen
Hersteller manchmal etwas unrecht, wenn wir sie... Ja, der hat einen längeren Bremsweg, aber dafür bremst er auch zuverlässig. Also ich würde es mal so formulieren. Ich würde tatsächlich mit konkretem Kaufinteresse für die Faszination bei den Kleinen gucken, aber fürs Kaufen würde ich wahrscheinlich wie viele andere auch dann doch bei denen gucken, die sich so eine ganze Halle leisten können. Finde ich einen spannenden Ansatz. Habe ich auch so noch nie darüber nachgedacht, was das
Thema Ersatzteile und so weiter angeht, aber das stimmt natürlich. Ich habe ja Mitverantwortung für meine Mitcamper und wenn der Urlaub nicht schön wird, weil mir unterwegs die neue innovative Absaugpumpe, die der Jürgen jetzt gerade angesprochen hat, ausfällt und ich nicht weiß, wie ich die wechseln kann als Laie oder wenn dann das nicht mehr funktioniert und das Wasser steht in der Dusche, dann habe ich natürlich sofort, naja, ich bin ja auch immer so ein bisschen was
wie ein Reiseleiter und habe dann die Beschwerden am Hals. Das darf man nicht vergessen. Genau dazu hätte ich gerade noch einen Beitrag. Ich habe gestern Abend eine ehemalige Veranstaltung gehabt. Da saß mir einer gegenüber, der fährt einen Concorde. Der ist jetzt sieben, acht Jahre alt. Der war auf der Messe in Düsseldorf und hat gestern Abend erzählt, die haben ihn angesprochen, wolltest du nicht einen neuen Concorde bei uns kaufen? Sagt er, ja,
was müsst ihr mir bieten? Also hier eine Farbveränderung, Grundrissveränderung, bin ich nicht daran interessiert, aber wenn ihr mir garantieren könnt, wenn mir der Kühlschrank ausfällt, dass ich innerhalb von zwei, drei Tagen zu euch komme oder es kommt einer raus und bietet mir einen neuen Kühlschrank oder baut mir einen neuen Kühlschrank ein oder ersetzt mir die Toilette oder ersetzt mir die Akkus oder oder oder, dann unterzeichne ich. Hat er natürlich nicht
zugesichert bekommen von Concorde. Ich meine, im Schlüsselfeld haben wir ja Morello, Concorde und Phoenix und da ballt sich ja die gesamte Handwerkerkompetenz. Die kriegen das nicht so richtig schnell auf die Kette. Aber das ist was, das habe ich auch festgestellt am Stand von, boah, jetzt schlagt mich Knaus, glaube ich, daneben. Experian, die versuchen,
Richtung Kundenbindung zu gehen. Experian, ich weiß nicht, wem der Stand aufgefallen ist, das war neben dem Innovation Hub in der Knaushalle, eine Riesenfläche mit einem großen X in der Mitte, rotes X auf schwarzem Grund. Und ich stand da ganz gespannt. Ich sag, was kommt denn hier? Ja, hier ist gleich die Pressekonferenz. Und dann war ich ganz gespannt. Und dann hat sich das gezogen und gezogen. Dann bin ich wieder weggegangen. Nachmittags kam ich zurück. Da war die
Fläche immer noch leer. Ich sage, was war denn jetzt hier? Letztendlich steckt dahinter, Knaus versucht mit Experian eine Community zu schaffen, mal jetzt wieder im Denglisch zu bleiben, eine Community zu kreieren, damit man sich der Marke zugehörig fühlt. Man veranstaltet dann in coolen Städten Meetings, sage ich jetzt, mit dieser Community und macht gemeinsame Erlebnisse und versucht so die Kunden an sich zu binden und hört auch zu, was man künftig an Innovationen wohl in die
Fahrzeuge einbauen soll. Ich sagte, die hätten auch einen Fragebogen verschicken können und sich einfach die Leute kümmern nach ihrem Kauf. Das wäre so mein Beitrag noch dazu. Vor allem könnte man die Community natürlich auch dadurch stärken, dass man, wie sage ich das jetzt, diplomatisch freundlich beraten wird unter anderem. Genau, genau. Und auch nach dem Kauf nicht mehr vergessen
wird. Ja. Sehr wichtig. Ich habe ja diesen Film gemacht, wo ich ein bisschen auf Mängel hingewiesen hatte in den letzten Tagen, der geht ja durch die Decke und dementsprechend viele Mails bekomme ich momentan und zwar ganz viele Frostmails von Leuten, die nach dem Kauf allein gelassen wurden. Also sollen wir Namen nennen? Also ITNEO hat mir gestern eine unterschrieben, seitdem meldet sich der Händler nicht mehr. Also bis zum 25. Sind
sie mir nachgelaufen und nach der Unterschrift nichts mehr. Dann Mängelliste. Ich habe einen Detlefs hier, der ist nach drei Jahren mit Alufraß kaputt. Die haben den jetzt mit Wertminderung verkauft, gehen vor Gericht, weil Detlef sagt, das ist nicht unser Ding, die Schwergewährleistung ist rum. Nach drei Jahren, ihr Leute. Also wenn wir hier über große Reden reden, dann muss man auch dazu sagen, dass genau hier in der
Vergangenheit das große Problem war. Und wenn Frank, wenn die jetzt anfangen wieder Kundenbindung zu propagieren, dann ist das ein Großgut und das sage ich seit Jahren, das ist schon längst wieder Pflicht. Aber Das hat in den letzten Jahren nicht funktioniert. Ich würde mich freuen, wenn es funktioniert, aber ich glaube es nicht. Und bei den Kleinen, und da bin ich jetzt mal ganz boshaft, wir haben hier in Darmstadt, oh Gott, jetzt fällt mir der Name nicht ein, eine mittelgroße
Schmiede. Space Camper. Danke, Space Camper. Da war ich mal bei der Veranstaltung der Kunden, die machen dort ein Treffen, wo sich die Kunden treffen. Das ist ganz schön von denen selber organisiert und da merkt man, was Kundenbindung ist. Und wenn da was nicht funktioniert, dann steht da tatsächlich einer auf der Watte und kümmert sich. Das ist dann der Unterschied, wenn man nicht so groß ist, kann man das noch
leisten. Wenn ich natürlich so ein Monarch bin, und noch dazu über ganz Deutschland hinweg, Das funktioniert einfach da nicht mehr. Irgendwo kippt das Ganze. Und in den letzten Jahren ist, glaube ich, genau da das große Problem bei vielen Gruppen entstanden, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden, nachdem sie gekauft haben. Aber das ist jetzt völlig weg von der Messe, merke ich gerade. Ja, oder auch nicht, weil ja auch auf der Messe... Das ist ja die Branche. Genau, also zum einen ist
es die Branche, die sich da repräsentiert. Zum anderen hat ja Frank gerade dieses Experience angesprochen. Ich weiß gar nicht, wie es von beiden heißt, was sie da starten. Ob das jetzt, also kann man aus zwei Perspektiven sehen. Man kann sagen, naja, man versucht jetzt irgendwie mit einfachen Mitteln irgendwie den Kundenservice, den man woanders versaut hat, wieder irgendwie
herzustellen über so eine Community. Oder es ist eben, dass man erkannt hat, wir müssen etwas tun und der große Tanker und man macht sozusagen erstmal was, was man auch außerhalb der Prozesse machen kann. Experian hat Frank gerade nochmal in unseren internen Chat hier geschrieben. Also Experian kann man so oder so sehen. Aber es ist sicherlich auf jeden Fall ein Weg in die richtige Richtung. Ob das jetzt der perfekte Weg ist, weiß ich nicht. Ich kann
auch ein positives Beispiel benennen. Ich hatte auch Freunde, die auf der Messe waren, die haben auch von einem großen Markenhersteller, von dem wir auch ein Fahrzeug hatten, ein… Du kannst den Namen auch sagen, wir haben den schon genannt. Von Nisman Bischoff. Ein neues Fahrzeug gekauft vor, ich glaube, zwei Jahren. Und es hat mehr in der Werkstatt gestanden, als dass es irgendwie unterwegs war. Und die haben jetzt tatsächlich mit dem Händler zusammen und auch mit dem Hersteller zusammen eine
Lösung gefunden. Wie das intern geklärt wurde, weiß ich nicht, aber sie haben jetzt tatsächlich einen Markenwechsel durch den Händler durchgeführt, was natürlich, wenn du bei so einem großen Händler bist, eine schöne Situation ist, wenn man das so lösen kann. Ob es das jetzt besser macht, das muss man schauen, weil wir wissen ja,
dass die meisten dieselben Probleme haben. Und gerade wenn du auch so, es gibt ja auch teilweise Probleme in den Basisfahrzeugen und dann ist es völlig egal, ob der Iveco unter dem Nibi ist oder der Iveco unter einem anderen Hersteller ist. Du hast das selbe Problem, weißt du, dasselbe Basisfahrzeug. Also das muss man dann halt schauen. Aber da ist, glaube ich, auch wünschenswert, dass die Hersteller mit den Händlern mehr zusammenarbeiten und die Händler natürlich auch wieder ein bisschen mehr
versuchen, Kundenfreundlichkeit in den Vordergrund zu stellen. Auch wenn mir klar ist, dass das nicht immer einfach ist oder nicht so einfach ist, wie es gesagt ist, aber ja, diese krassen Fälle, unterschrieben und dann nie wieder was gehört, Das kann es halt einfach nicht
sein. Ich habe ein bisschen die Hoffnung, dass jetzt, wo die Verkaufszahlen so ein bisschen abebben und sich der Markt etwas beruhigt, es mal vorsichtig zu sagen, dass vielleicht jetzt sich der ein oder andere Hersteller wieder rückbesinnt,
auch auf mehr Qualität, auch von den Großen. Die hatten ja enorme Probleme über alle Hersteller hinweg in den vergangenen Jahren, wegen der hohen Absatzzahlen, wegen der Ersatzteilproblematik, wegen der generellen Lieferproblematiken, konnten teilweise auch die Qualitätskontrollen nicht so durchführen, wie sich das eigentlich gehört, weil die Fahrzeuge einfach vom Hof mussten irgendwann, weil die Leute schon ein Jahr oder anderthalb
darauf gewartet haben teilweise. Und ich hoffe, dass jetzt die Chance erkannt wird, wieder ein bisschen wegzugehen von dieser Massenproduktion und wieder ein bisschen mehr hinzugehen und zu schauen, was baue ich da eigentlich ein und wie überprüfe ich das, ob das alles funktioniert vom Spaltmaß bis zur Bodenplatte. Jürgen, du wolltest was sagen.
Jürgen Kaupp-Kramp-Karrenbauer ich mache das ja seit Jahren und in den letzten Jahren habe ich schon gar nicht mehr so genau hingucken wollen und es ist mir dieses Jahr aber aufgefallen, dass es tatsächlich besser geworden ist. Also man muss auch mal eine Lanze für die Branche treffen. Die haben ja auch genug Probleme gehabt in den letzten Jahren und arbeiten die teilweise ja immer noch erst
ab. Also muss man ganz ehrlich sein. Da wird ja teilweise jetzt noch 23er Material verbaut oder auch in den Markt gebracht. Jetzt reden wir mal über die Zukunft. Also was hier momentan stammt auf der Messe, hat einen wesentlich besseren Eindruck gemacht. Und ich glaube, da sind sie auch auf dem richtigen Weg. Also ich rede ja immer gerne über Scharniere und so, das sind so Kleinigkeiten, aber da merkt man schon eine Wertigkeit. Und das ist für mich Indiz dafür, dass die schon
merken, wo die Reise hingeht. Dass es ja nicht mehr ein Selbstläufer ist, sondern dass wir in ein paar Jahren wie in den 2010er Jahren jeden Kunden dueln müssen. Ja, Jürgen, da sagst du was, was mir auch aufgefallen ist. Noch vor zwei oder drei Jahren, also noch in der Vor-Corona-Zeit, da hatten wir einige Fahrzeuge, wir haben wirklich jede Halle besucht und ich sag mal so von zehn Fahrzeugen hatten acht oder sieben das Problem, dass es nicht zu Ende gedacht war
im Wohnbereich. Ganz einfaches Beispiel. Du machst die Badezimmertür auf und sie geht an der gegenüberliegenden Seite, berührt sie einen Schrank oder ein Scharnier oder einen Knopf. Irgendwas, sowas finde ich ganz, ganz schlimm, weil du machst die zweimal auf und ich habe Kinder, die machen die auch schon mal mit Schwung auf und schon hast du auf der gegenüberliegenden Seite in der in der vorne an der Front direkt eine Dulle
drin. Und dieses Jahr muss ich sagen, hatte ich gerade auch bei den Großen gesehen, dass es so langsam kommt, dass man diese Tür auf der gegenüberliegenden Seite vernünftig einrasten kann. Das sind so Kleinigkeiten. Da freue ich mich dann auch drüber, dass ich mir sage, Mensch, jetzt haben sie hier das endlich mal gelöst. Also da gebe ich dir recht, da sind langsam so ein
bisschen Bewegungen drin, dass man sich die Sache anguckt. Ich erinnere mich beim Thema Badezimmer gerade, ich glaube das warst du Björn, an dein Erlebnis, dass du mal auf einer Messe in der Toilette Probe gesessen hast und dann gingen die Türen nicht mehr zu. Hast du sowas dieses Jahr auch entdeckt? Tatsächlich hatte ich dieses Jahr einen Hersteller, der ein wirklich wunderschönes Waschbecken hergestellt hat mit
einem schönen Unterschrank. Und meine Frau würde sich auch super darüber freuen, wenn sie die Haare da ordentlich drin waschen kann, weil sie sie ausbreiten kann. Nur das linke Bein passt dann eben nicht mehr dahin, weil dann dieser Waschtisch im Weg ist. Also es bleibt eine interessante Sache. Und diese Toilette war auch drehbar.
Das hat ja damals mal vor vielen, vielen Jahren nicht funktioniert bei mir. Da hatte ich die Toilette so schräg und habe mich draufgesetzt und mich geärgert, was für meine erste Campingtoilette, warum man so etwas schräg baut, bis ich gemerkt habe, dass man die ja auch drehen kann. Das war jetzt nicht der Fall. Also das war wirklich ein sehr wunderschöner Waschtisch, zulasten der Beinfreiheit dann an der Toilette. Das war nicht so schön. A. Wir haben aber auch
wieder Türen gesehen, die gegenüber einfach irgendwo stumpf anschlagen. Also die gibt es immer noch. Hab ich auch gesehen. Bei den Chinesen zum Beispiel. Ja, auch ganz ferner Osten. Da war das auch so. Hab ich auch gefilmt, ja. Fand ich auch nicht so gut. Oder auch Schrankklappen, die man nach oben hin öffnet, die dann an der Decke entgegenknallen zum Beispiel. Das war nicht nur bei fernöstlichen Fahrzeugen. Man müsste sich die Staufächer auch gerne verbauen. Ich nehme
an, weil man sich an die Klappen dann spart. Und da kann man während der Fahrt halt nichts einstellen. Einmal gebremst, fliegt das ganze Zeug durch die Gegend. Da sind aber dann so Gummis davor. Bei dem Beach-Heat zum Beispiel von Hobby, da hast du so schöne Gummis. Da sind und nicht mal Gummis davor gewesen. Die wären noch gespart. Also es gibt ja auch manchmal so, dass man zumindest unten so einen kleinen Holzabsatz
noch mal hat, dass zumindest wenn da eine große Kiste drinsteht, die nicht rutscht. Aber ich habe auch einmal sowas gesehen, wirklich wie ein Regalboden. Rüttelkante ist der Vorausdruck, Sebastian. Wie ist der Vorausdruck? Rüttelkante. Okay, ohne Rüttelkante. Wieder was gelernt. Ja, also ja, manchmal merkt man schon, dass der ein oder andere Entwickler, der da dran sitzt, unter Umständen noch nicht großartig zum Campen gefahren ist. Das merkt man ab und zu
auch. Das ist ja auch gar nicht ungewöhnlich und das hat auch nichts nur mit der Campingbranche zu tun. Ich sehe das in der Softwareentwicklung jeden Tag, wo Software von Menschen entwickelt wird, die niemals selber genutzt haben. Und so ist das halt hier auch. Ob das jetzt gut ist oder nicht, muss man schauen. Wenn halt niemand da ist, der das dann nochmal gegencheckt und sich dann nochmal Gedanken macht aus Camper-Sicht, dann ist das natürlich nicht optimal, es mal so zu
formulieren. Wir sind dann wie noch Beta-Tester. Ja, wollte ich gerade sagen, in der Camping-Branche wäre es ja relativ einfach, Prototypen von neuen Baureihen testen zu lassen durch Kemper, weil es von jeder Marke so viele Fans gibt, die sich mit Sicherheit freuen würden, da mal irgendwie ein paar Tage reinzugucken und Und da mal vielleicht sogar mit wegzufahren. Das ist nicht das Problem. Das könntest du auch bei Software
finden. Das Problem ist, dass das unheimlich teuer und aufwendig ist, das zu organisieren, weil du musst ja Prozesse definieren. Es nützt ja nichts, wenn ein Fan mal mit dem Fahrzeug losfährt. Du musst ja dann auch dafür sorgen, dass die Dinge wirklich getestet werden, ausprobiert werden, vielleicht nach einem bestimmten Protokoll. Und das ist genau das Problem, weil das ist sehr aufwendig, damit kostet sehr viel Geld und damit spart man sich
das natürlich. Also ich kann das auch aus Hersteller-Sicht durchaus verstehen und manchmal ist es auch schlicht gar nicht möglich, weil du schickst zehn Fans mit dem Fahrzeug los und wenn das Fans sind, dann ist die Chance groß, dass deren eigenes Gehirn sie auch noch ein bisschen quasi überlistet und sie dann gar nicht jeden Fehler als schlimm wahrnehmen, weil der vielleicht schon seit 20 Jahren in den Fahrzeugen ist und sie sich daran gewöhnt haben. Also ist
gar nicht so einfach. Das soll nicht heißen, dass es deswegen gespart werden sollte, aber wir wollen ja auch ein bisschen versuchen, die Gegenseite uns immer anzugucken und es ist nicht ganz einfach. Mir wurde in der vorgehaltenen Hand gesagt, dass es diese Prototypen gar
nicht gibt. Also man macht das wirklich nur noch im Computer und dann geht das direkt aufs Band raus und dann wird der erste rausgeleiert und da man gar nicht die Zeit hat, das dann auf Herz und Nieren zu prüfen, also der wird nochmal über eine Piste geschickt, klar und logisch, und wenn der einigermaßen hält, dann wird das Ding bewertet, also bewertet im Sinne von, ist er absatzfähig oder nicht, und dann
geht der raus. Das ist nicht mehr so wie früher, dass man mal zehn Prototypen macht und die dann auf Herz und Nieren testet und ich weiß noch 100.000 Kilometer und man sagt jawohl, das ist unsere Zukunft. Nee, nee, das läuft nicht mehr so. Ich habe zuletzt tatsächlich, glaube ich, bei Winnebago gelesen in den Staaten. Da gab es, glaube ich, irgendein Modell für auch unterwegs
Arbeiten. Und da hat man das tatsächlich so gemacht, dass man das Fahrzeug an 10, 20 Leute rausgegeben hat, die intensiv reisen und arbeiten und es mit denen getestet hat, fertig entwickelt hat und es dann auf den Markt bringen wollte. Also das ist das letzte Mal, glaube ich, letztes, vorletztes Jahr, dass ich das auch irgendwo gelesen habe und mitbekommen habe, dass man so was macht. Es ist ein Hersteller, bei dem ich das mir sogar vorstellen kann. Es
gibt auch nicht den einen oder anderen bei uns in Deutschland. Es gibt ja auch wirklich gute, muss man vielleicht auch mal dazu sagen. Wo du hingehst und sagst, wow, wir haben nichts gefunden, nichts Dramatisches. Klar, irgendwie geht mal eine Schraube locker oder sowas. Wir dürfen ja nicht nur alle in einem Stecken und drauffahren.
Aber Wenn man sich manchmal das anschaut, dann wundert man sich schon, insbesondere, also früher war es zumindest so, ich bin ja schon ein paar Jahre auf Messen, da bist du aus einer Messe gegangen und hast das Geflügel, man hat extra ein Fahrzeug genommen, das besonders gut war. Das hat man extra noch, ja ich sag mal, aufgepeppt und dahin gestellt. Und da stand ja irgendwann mal jeder einzelne Schrauben noch mal angezogen.
Also das ist es heute definitiv nicht mehr. Die Messe hat noch nicht angefangen und du findest Menge. Hätte es meinen Sachen früher nicht gegeben. Also abgerissene Türgriffe. Ich rede jetzt wirklich mal von solchen Sachen. Das kann am ersten Tag passieren, aber nicht morgens neun, wenn du in ein Fahrzeug reingehst. Also am Freitag morgens neun. Da möchte ich mal aus meiner eigenen mittlerweile mehrjährigen Erfahrung als Teilzeitberaterin eines
großen deutschen Herstellers was zu sagen. Also wie die Leute teilweise mit den Fahrzeugen umgehen, die da reingehen und sich die anschauen. Also ich sag mal ausgerissene Fenster, weil jemand meint, er müsse hier die Acrylfenster nach oben reißen bis zum Dort hinaus, ausgebaute Pushlocks. Dann kommen da Leute rein mit zwei, drei Kindern, unterhalten sich mit dir und die Kinder reißen wirklich in den zehn Minuten den halben Wohnwagen ein. Jetzt sprechen wir hier über einen Wohnwagen, der
für die Verhältnisse sehr robust gebaut ist. Also Da gibt es jetzt
keine riesigen Schäden zu beklagen. Aber wenn ich mir jetzt die Fahrzeuge von den etwas günstigeren Herstellern anschaue, von, also hatten wir selber auch schon Detlefs Fahrzeug zum Beispiel, wo eben alles nicht so solide gebaut ist, wie jetzt bei einem Fendt oder bei einem Tabac oder ähnliches, da kann ich mir schon vorstellen, dass auch am ersten Tag durchaus mal Schäden entstehen, die durch unvorsichtige Besucher hervorgerufen werden.
Aber Jürgen hatte ja jetzt morgens neun erster Messetag gesagt, wo vielleicht genau das noch nicht passiert ist. Also das zeigt auf jeden Fall unter Umständen auch die Qualität, gerade wenn das ein normales Fahrzeug ist, was sich aushält. Ja, sind auf jeden Fall Themen. Ich würde jetzt tatsächlich mal wieder ein bisschen den Fokus auf die Messe lenken und euch quasi gemeinsam, also ich habe mich ja selber gerade mit wegreisen lassen zu anderen Themen, wieder ein bisschen Richtung
Messe gucken. Seht ihr eine Veränderung, so Ich sage mal seit Corona in der in unserer Campingbranche. Und seht ihr die auch ebenso auf dem Caravansalon oder ganz anders? Das ist ein schwieriges Thema. Ich glaube, Corona waren alle vergessen. Da guckt auch keiner mehr nach und das
waren alle auch ganz schnell abhaken. Viele Dinge, die man damals aus der Not heraus gemacht hat, ich erinnere da an die Außendusche, die wir selber gebaut haben, aus so einem kleinen Gummiding, weil die Waschräume ja alle geschlossen waren, wo ich dann gesagt habe, liebe Hersteller, hier wäre doch mal eine Idee, die Außendusche wieder aufzuleben. Das sieht man ja heutzutage gar nicht mehr. Ich wüsste nicht, wo sowas geht. Man kann das nachrüsten,
klar. Ich kann mir jetzt von Reichs so einen Adaptersatz bestellen und da außen so eine Dusche dran machen, so einen Duschkopf mit Schlauch. Aber so wirklich, dass man auch sagt, ja, ich überlege mir jetzt mal, wie fange ich zum Beispiel das Abwasser nach dem Duschen auf, dass ich das in den Tank kriege, weil man wird ja nun auch schräg angeguckt, wenn man sich da am Strand duscht. Also solche Innovationen fehlen dann auch wieder, dass man sagt, wir hatten die Möglichkeit, während dieser
Zeit autarker, unabhängiger zu werden. Und man hat es nicht genutzt. Also es gab einige Ansätze, aber man hat sie nicht genutzt, ist meine Meinung. Mir fällt Andrang ein. Der Andrang ist immer größer geworden. Also wir sind mit Wohnmobilen unterwegs seit 2014 und bis dahin konnte man tatsächlich losfahren und hat auch noch irgendwo mal so einen Stellplatz gefunden. Aber das
Thema ist ja nur ausgewalzt, hauchdünn, das kennen wir ja nur alle. Stellplatzproblematik und überlaufen und wir fahren schon antizyklisch und anti, wie sagt man eigentlich, wenn man zum anderen Ort hinfährt, auch gegen den Strom. Antigeozyklisch. Ja, ich wohne ja in München und wenn alles in die Alpen fährt, am Wochenende fahren wir nach Franken, so ungefähr. Weil da wollen weniger hin und das ist genauso schön. Und der Andrang ist
auch auf der Messe und auf dem P1 ja so groß. Wir sehen ja, ich glaube es waren 737 Hersteller oder 770 Hersteller. Die Halle 7, was mal früher die Starterwelt war, ist geräumt worden für Natur und irgendwas. Das war draußen. Gott sei Dank hatten wir gutes Wetter. Aber es war ja wirklich so voll. Der Andrang seitens der Hersteller und seitens der auch kleinen, die ja gute Innovationen bringen, ist groß. Gleichzeitig ist aber auch der Andrang der Besucher
groß. Das äußert sich auf dem P1, dann auf den übrigen Parkplätzen, an den Staus siehst du das, was in den Bussen los ist, wie voll die wieder sind, wo die Leute Schlange stehen. Ich war nur viereinhalb Tage da, habe natürlich die Wochenenden vermieden. Aber das ist für mich so das Schlagwort. Also seit Corona weiß jeder, dass man campen
kann. Die Öffentlich-Rechtlichen mit WDR, mittlerweile auch der Bayerische Rundfunk, die zündeln auch weiter und haben Berichterstattung über Wohnmobile, die verlosen Wohnmobil-Wochenende oder Wochenreisen und, und, und. Jeder springt auf diesen Zug noch auf. Und dabei wäre es echt gut, wenn die ein Drittel wieder ihre Autos verkaufen und verbrennen würden. Das ist jetzt böse, das war Sarkasmus, ich gehöre ja auch dazu letztendlich, aber das ist für mich so dieses Stichwort. Es ist
voll geworden in jeder Ecke. A1. Und meinst du, die Messe tut auch in die Richtung mehr oder hast du das Gefühl, das sind ja tatsächlich Dinge, die eher so ein B2B Bereich stattfinden? Also da geht es ja eher auch darum, dass vielleicht Gemeinden dazu ermutigt werden, Stellplätze, Campingplätze zu genehmigen, zu bauen, dass Menschen sich trauen, Campingplätze zu eröffnen. Da gehört ja auch ganz viel dazu.
Habt ihr da irgendwo gesehen, dass es auch da mehr gibt, was seitens der Messe, oder nicht seitens der Messe, aber auf der Messe quasi getan wird dafür, auch dem vielleicht besser Herr zu werden? Ich habe da schon ein paar Initiativen wahrgenommen, aber die letzten zwei Jahre auch. Die stehen da immer wieder, die beraten. Wen ich vermisst habe, waren die Franzosen eigentlich da vor Ort? Wie heißen die nochmal, die in Frankreich
jetzt diese Stellplätze... Campingcarpark, die alles überrollen wollen mit ihren Stellplätzen. Ja genau, ich habe also da Gutes und Schlechtes gehört, dass also auch kleine Stellplätze dann aufgeben, die von denen übernommen werden und die dann plötzlich Geld kosten. Weiß ich nicht, ob die da waren. Schön wäre, wenn es von der Campingbranche her mehr Druck auf die Politik gäbe, die Verfahren zu vereinfachen.
Und teilweise stehe ich auf einem einfachen Schotterplatz. Da ist vielleicht noch eine Stromsäule und vielleicht eine Abwassermöglichkeit oder Frischwassermöglichkeit und fertig. Und teilweise höre ich von Leuten, die oder von Firmen, die einen Stellplatz aufziehen wollen und die an den bürokratischen Hürden scheitern. Das ist beschämend.
Und die Partei, ich glaube, das war die Partei mit den drei Buchstaben, die ziemlich unbeliebt ist in Deutschland, die haben, glaube ich, auch im Bundestag mal einen Antrag eingebracht, irgendwas da zu verbessern. Das wurde abgeschmettert. Schade eigentlich, Aber da hätte ich mir vom Verband mehr erwünscht. Aber das hat jetzt mit der Messe nichts mehr zu tun. Ja, deswegen war die Frage, was ihr auf der Messe
wahrgenommen habt. Ich saß da tatsächlich vor zwei, drei Jahren mal in einem spannenden Vortrag, wo es auch das Thema Genehmigungsverfahren und so weiter geht. Wenn man sich damit nicht beschäftigt, weiß man ja gar nicht, was das bedeutet, so einen Campingplatz zu öffnen. Also welche Verordnungen man da alles einhalten muss, bis hin zu Emissionsschutz und Natur und Umwelt und Baurecht und Brandschutz. Und hast du nicht gesehen, Also es ist gigantisch und teilweise auch mit gigantischen
Genehmigungslaufzeiten, wie du es gesagt hast. Ja, da wäre vermutlich ein bisschen weniger Bürokratie wünschenswert. Wobei ich auch sehe, dass das hier in Portugal oder auch in Spanien alles andere als einfach ist und das vor allen Dingen auch überall
die großen Lobbys gegeneinander lobbyieren. Also in Spanien waren wir da mal mit, durch Freunde so ein bisschen, haben da reingeschnuppert, wie der, die Campingplatz-Lobby quasi gegen die Stellplätze vorgegangen ist, weil die ihnen natürlich auch ein Stück weit die Kundschaft streitig machen und so weiter. Also das ist ein großes Thema. Aber ja, wie du gerade sagst, hat mit der Messe auch wenig zu tun. Was ich wahrgenommen habe, dass es zumindest jetzt in dem Freibereich auch
einen sehr, sehr großen Bereich gab. Vielleicht ist der mir die letzten Jahre noch nicht so aufgefallen, weil ich keinen Fokus drauf hatte. Aber wo man quasi auch so einen Musterstellplatz oder Mustercampingplatz sehen konnte mit ganz vielen Lösungen zur Entsorgung und so weiter und so fort. Den meinte ich auch, ja. Den gab es schon, ja. Ah, okay. Ja, dann hatte ich da nur keinen Fokus drauf. Das ist mir jetzt dieses Jahr das erste Mal sehr positiv aufgefallen, weil das natürlich auch ein
Thema ist. Immer nur Fahrzeuge verkaufen geht halt auch schief, wie wir ja zum Teil merken. Ich habe gefragt, was sich geändert hat und ja, es hat sich doch einiges geändert in den letzten Jahren. Ich finde es gibt viel mehr Vollintegrierte und es gibt unglaublich viele Kassenwagen, und das Komma ist jetzt so entscheidend bei dem Satz, die unglaublich viel Geld kosten. Also da werden Preise aufgerufen für Kastenwagen. Bin ich überzeugt, das hätten wir vor ein paar Jahren nicht durchgewunken.
Da hätten alle auf die Barrikaden gegangen. Der Camper, da hat man vorhin ja sogar gerade so ein bisschen angesprochen, der Camper, der es gewohnt ist, sein unter Anführungsstrichen schlechtes Fahrzeug den Familienurlaub zu retten, mit Klebeband und ein bisschen Draht auf Vordermann zu halten, der schaut sich diese Dinge heute an und sagt, wow. Aber das ist heute Normalität. Das ist auch die Erwartungshaltung.
Ich glaube, die Erwartungshaltung an das Campen hat sich in den letzten Jahren, das war dieses Jahr ganz deutlich in der Zerstörung, wahnsinnig verändert. Also man muss sich mal vor Augen halten. Ich habe diese Rechnung auf der Messe mal aufgemacht, weil ich eine halbe Stunde diesen Massen einfach nur beim Hin- und Herlaufen zugeguckt hatte, weil meine Kamera gefilmt hat. Wir haben 25.000 Leute pro Tag, die da hinkommen. Also es sind mal mehr,
es sind mal weniger. Brauchen wir jetzt nicht darüber diskutieren. Gehen wir mal davon aus, die gehen alle dorthin, weil sie auch Geld haben. Also logischerweise wird es auch ein paar geben, die kein Geld haben, aber es wird auch ein paar geben, die haben viel viel mehr. Ich habe da mal so beschlagen. Sag mal, von den 25.000 sind es 10.000 Familien, also 10.000 Haushalte nennen wir es mal. Diese 10.000 Haushalte, die da rumlaufen, haben im Schnitt 100.000
Euro auf der Kante. Lassen wir einfach mal die Zahl stehen. 100.000 Euro hört sich im ersten Moment viel an, aber wer da hingeht, der hat Geld. Und es gibt ein paar dabei, kann ich gleich noch eine Anekdote dazu erzählen, die haben sogar viel, viel mehr. Also sagen wir mal 100.000 Euro. 10.000 und 100.000 Euro. Nur dieses Kapital, was da
an einem Tag rumläuft, ist eine Milliarde. Und wenn wir uns jetzt darüber unterhalten, dass es nicht 100.000, sondern nur 50.000 sind, und ich glaube, die sind absolut jedem nachdrücklich im Sinn, wenn er diese Menschen sieht, dann ist es eine halbe Milliarde, ihr Leute. Da läuft unglaublich viel Geld rum, und das soll angezapft werden. Das ist der Auftrag dieser Messe. Das ist der
Auftrag dieser Verkäufer. Man muss ja auch mal dazu sagen, da stehen ja Leute, die werden dafür bezahlt, dass sie Autos verkaufen und zwar nach Möglichkeit vielen. Das sind ja keine Schauboden vom Hersteller, die jetzt nur mal ihre Fahrzeuge zeigen wollen, sondern hier kommen aus ganz Deutschland Händler hin, die werden dort hingeschickt. Da zahlt der Chef sogar Geld, damit er dort auf dem Platz steht, und zwar richtig Geld, jeden Tag, damit er am Ende
vom Tag Aufträge schreibt. Also das ist keine Würstchenbude. Wenn er denn gut vorbereitet ist. Und das ist in diesem Jahr mir extrem aufgefallen. Ja, es geht viel, viel Geld. Wobei man sagen muss, wenn man sich mit den Herstellern unterhält, also mit denen, die ehrlich sprechen, also das Kaufverhalten ist schon zögerlicher geworden, als es in den
Vorjahren war. Es ist jetzt nicht so, dass die Leute so mit dem offenen Geldbeutel durch die Gegend laufen, wie das schon mal der Fall war, über viele Jahre hinweg. Wobei das natürlich unter anderem auch ein bisschen damit zu tun haben wird, dass der Markt langsam auch, dass so ein leichter Sättigungseffekt eintritt. Weil es kommt, also nicht jeder, der ein Fahrzeug hat, kauft sich alle zwei, drei Jahre neues und nicht jeder
ist Camper. Also irgendwo war es klar, dass der Markt mal so langsam sich ein bisschen beruhigen wird, Jetzt auch nach Corona, wo viele ja gemerkt haben, das ist vielleicht gar nicht so ihr Ding, war nur eine Notlösung, damit man überhaupt noch in Urlaub fahren konnte. Aber
was du sagst, Jürgen, das stimmt im Grunde schon. Also die Leute, die kaufen, da merkt man oft schon, wenn man auch so ein bisschen, ja so Fetzen von so Gesprächen mithört, dass es da tatsächlich oft gar nicht so drauf ankommt. Also, dass da auch viel in die Fahrzeuge reingeklotzt wird, wo man sagt, ja, das ist eigentlich purer Luxus. Und ich hab mich auch mit Leuten unterhalten, die haben halt mal eben einen Wohnwagen für 100.000 Euro verkauft, relativ spontan.
Und es ist ja, also ein Wohnwagen für 100.000 Euro ist für mich halt so, dass ich denke, oh mein Gott, also selbst wenn das Geld halt rumliegen würde, würde ich es mir überlegen, für einen Anhänger so viel Geld auszugeben, auch wenn der toll ist. Also da werden schon Sachen investiert, wo man merkt, dass die Krise jetzt noch nicht so sich gegriffen hat, wie das oft auch in den Medien dargestellt wird.
Ja, vielleicht genau wie Jürgen das sagt. Da kommen halt Menschen, die nicht unbedingt repräsentativ für die ganzen Deutschen sind, sondern es kommen eben die Oberen, also in der Einkommenspyramide sage ich mal, die eben die Kohle haben. Es gibt da glaube ich ganz ganz viele Familien da draußen, die können sich nicht mal einen Wohnwagen für 10.000 Euro leisten, aber die kommen halt nicht zur Messe. Das ist ja das, was ich aus Jürgens
Aussage sozusagen mitnehme. Es ist gar nicht so wichtig oder gar nicht so doch wichtig, ob draußen gerade die Wirtschaft schief läuft oder nicht. Solange die Menschen da hinkommen und das Geld auch für die Messe ausgeben, ist die Wahrscheinlichkeit auch hoch, dass viele von denen dabei sind, die das Geld haben. Und klar, wenn die Wirtschaft schlecht läuft, da sind ja dann auch Selbstständige dabei, da sind Menschen dabei, die
so ein bisschen da auch drüber reflektieren und die werden auch vorsichtiger. Ja, also man hält jetzt das Geld natürlich schon mal eher zurück, aber wenn ich halt noch viel habe, dann ist das eben dann auch in Relation alles gar nicht mehr so schlimm. Und das ist sicherlich, dass die, das haben wir glaube ich beim letzten Mal auch schon gesagt, die Schere wird halt größer zwischen denen, die sich nicht mal mehr den normalen Zelturlaub leisten können, weil auch die Campingplätze
und alles so teuer geworden sind. Auf der anderen Seite die, die halt auch mehrere Millionen für ein Fahrzeug ausgeben können. Also die Schere wird einfach immer größer. Aber auch das nicht ein Thema der Messe, sondern jetzt nur quasi das, was Jürgen beobachtet hat. Und ich kriege ja auch mit, Jürgen, dass du dich sehr viel auch mit Leuten so unterhältst, wie Verkäufe laufen, du auch viel mitkriegst, mit vielen Leuten Kontakt hast. Und das ist für mich dann ein ganz spannendes Ohr quasi
an der Situation. Und da habe ich das Gefühl, dass das auch eine der Gründe, warum die Messe oder warum viele Hersteller recht zufrieden mit der Messe waren. Vielleicht auch, weil sie mit einem Angstgefühl reingegangen sind und es dann gar nicht so schlimm war. Ja, das ist das, was wir auch bestätigt bekommen haben in Gesprächen. Man hatte wirklich sehr große Angst, nicht zu sagen, der Arsch ging auf Grundeis. Und als die ersten Messetage begonnen waren, waren die alle nur nicht
begeistert. Es kann ja begeistert werden. Ich kann euch die aktuellen Zahlen, auch wenn die sich jeden Monat ausschweifen, mal zeigen. Einen kann ich nicht, wir sind ja ein Podcast. Also die sind wieder hochgegangen. Also dementsprechend ist auf der Messe nicht so gut verkauft worden, wie gehofft. Denn Das, was jetzt wieder quasi in Marktplätzen drinsteckt, ist das, was man quasi nicht verkaufen konnte auf der Messe. Also nicht so gut, aber auch nicht so dramatisch schlecht.
Also mir ist das eben, wo du sagst, Sebastian, das finanzielle Budget für Familien, das ist ja auch für uns immer ein Thema. Seit vielen Jahren schauen wir ja auch nach Familienschnitten oder nach Familienwohnwagen oder auch das Einsteigerpotenzial in das Wohnwagencamping. Und da ist mir ein Hersteller aufgefallen, der relativ ruhig und das seit wirklich sehr vielen Jahren kontinuierlich einen super preisgünstigen Wohnwagen fürs
Einsteigen anbietet. Ich hoffe, ich sage den Namen jetzt nicht falsch. Joado, ich bin mir nicht ganz sicher, ob das richtig ausgesprochen ist, so ein kleiner Kompakter, den es aber mit verschiedenen Schnitten gibt. Und der fängt, ich glaube, bei 12.000 Euro neu an. Such sowas mal. Das war kaum zu finden, dass man solche Fahrzeuge findet. So Microcamper, die sehen alle toll aus, aber da steht auch immer dann irgendwie 25, 28, 30.000 Euro dran für einen Wohnwagen ohne
Badezimmer. Praktischer Nutzwert für mich Null. Aber dieser Hersteller hat das auch irgendwie geschafft. Über die letzten Jahre, Jahrzehnte, der ist schon wirklich lange am Markt und das erste Modell, was es damals gab, wird auch noch heute noch so weiter gebaut, wie das damals gebaut wurde. Und er ist relativ stabil. So leise, ruhig fährt er vor sich hin. Der hat immer den gleichen Messestand, die gleiche Größe und die gleichen Fahrzeuge dabei. Ganz
ruhig gleitet er dahin. Und was mir in dem Zusammenhang aufgefallen ist, Ich bin gestern, vorgestern, haben wir bei uns im Ort das Glück, dass ich gleich zwei große namenhafte Hersteller habe, die bei uns einen Händlerverkauf haben. Und ich war bei beiden auf dem Hof. Und jedes Mal ist mir nach den Messen aufgefallen, dass der Hof relativ leer ist. Und das war gestern und
vorgestern nicht der Fall. Das war voll. Und was mich interessiert hat, der Jürgen hat das, glaube ich, mal an einer Stelle erwähnt, dass noch immer Händler damit kämpfen, die Vorjahresmodelle auf dem Hof zu haben. Ich habe mir das angeschaut. Tatsächlich standen da sogar noch Fahrzeuge von 23 mit null Kilometern auf der Uhr. Also neue Fahrzeuge, die noch immer auf dem Papier neu sind,
aber noch immer auf dem Hof stehen. Preisschild schon zweimal durchgestrichen von 69 auf 65 auf jetzt 59 und der Karren steht immer noch da. Da tut sich für mich die Frage auf, wie kann ich an der Stelle zufrieden sein oder auf der Messe sowas sagen, wenn doch noch die Vorformodelle beim Händler stehen? Also zufrieden ist glaube ich übertrieben. Ich hatte eher das Gefühl, Erleichterung, dass es nicht so schlimm
geworden ist wie erwartet. Und was die Hersteller ja auch sagen, ist, dass jetzt zwar auf der Messe relativ gut verkauft wurde, dass aber natürlich auch jetzt geschaut werden muss, was passiert bei den Händlern. Also kriegen die Händler die Fahrzeuge aus dem Vorjahr vom Hof, damit sie auch nachbestellen können, also die neuen Modelle. Und da wird es wahrscheinlich auch Knackpunkte geben bei dem einen oder
anderen, denke ich. Ja, und auch da gibt es sicherlich Händler, die unzufriedener sind, weil sie mehr Pech hatten, schlechter eingekauft haben, was auch immer. Und es gibt Händler, die zufriedener sind, weil sie Glück hatten oder auch anders gewirtschaftet haben. Also auch das ist ja nicht allgemein so. Das ist auch nur so, was ich gerade gesagt habe, das, was wir so in Gesprächen
mitbekommen haben. Aber ich nehme mal diesen Händler, der hat jetzt, wie gesagt, das Fahrzeug von 23 und auch jede Menge von 24 auf dem Hof. Klar, bei dem gab es früher sonntags einen Schautag. Da konnte man hingehen, da hat sich einer die Mühe gemacht, den Hof aufgeschlossen, stand jetzt mal unverbindlich, verkaufen durfte er nicht, aber für Auskünfte zur Verfügung, das gibt es nicht mehr. Wenn ich doch auf dem Hof so viele Fahrzeuge habe, wo ist dann der Schautag? Seltsam,
ja. Genau war dieser Sonntag eigentlich immer das Schöne, dass man da mal hin konnte und in Ruhe gucken. Ist ja vielleicht mal eine Idee, viele haben das ja wahrscheinlich schon gar nicht mehr erlebt. Da kannst du vielleicht mal mit hausieren gehen. Ich habe so viele Sachen, die Händler heute vergessen haben. Junge Verkäufer, nein das soll nicht auf Jungen sein.
Ja hat die SGV-Oma, darf mir jetzt niemand mehr anrufen und so weiter, aber die haben teilweise eine riesen Kartei und telefonieren die Leute nicht an. Also bis hin, dass mir, das ist jetzt ernst gemeint, dass mir ein großer Händler gesagt hat, seine Leute telefonieren nicht gern. Das verstehe ich menschlich, aber geschäftlich ist es halt schlecht dann. Ja, ich erlebe das bei uns in der Bank sogar. Ich selber schon erlebt, dass ein junger Kollege mir gesagt hat, wie soll
ich den jetzt einfach so anrufen? Ja, nimm dein Telefon und ruf den Menschen an. Ja, Mail schreiben, WhatsApp? Nee, sag ich, Telefon. Also wirklich, das ist jetzt kein Witz. Ich glaube, wir müssen oder die werden auch zu diesen Techniken zurückgehen, wie man das früher gemacht hat, Kundenakquise und alles Mögliche. Und dann auch wieder ein Sonntagsmahl, ein Schautag etc. Da kommen wir alle hin. Brauchen wir uns keine Gedanken machen. Die Zahlen sind so schlecht, dass das kommt.
Der Schautag ist weggefallen, weil es da lange nichts zu schauen gab, weil ja alles ausverkauft. Was mir noch einfällt bezüglich, was hat sich seit Corona verändert und was zu meinem Part passt, wo ich sage, der Andrang ist groß auf Stellplätzen, Campingplätzen, in Hotspots. Das ist für mich der Trend. Und ich dachte schon, der Jürgen nennt mir das die Butter vom Brot. Der Trend zum Allrad oder Allrad-Look-Alike. Also jetzt auch ja
bei Wohnanhängern immer mehr zu sehen. Einen habe ich schon mal entdeckt auf dem Campingplatz in Freier Wildbahn, Ansonsten habe ich die Dinger noch nie gesehen. Ich weiß nicht, ob die jemand kauft, aber ich habe ja auch ein Video darüber gemacht, wo sich viele angeschossen gefühlt haben. Der Allradkäufer, Fahrer, sonst was. Also ich glaube, Vor ein paar Jahren, als ich mich ernsthaft für die Fahrzeuge interessierte, gab es mal den einen oder anderen
Allradler, der war aber eher so versteckt. Das ist eher so ein Feature gewesen. Du kommst hier mit, du hast eine gute Traktion, weil wir haben eine gute Lastverteilung. Du kommst von den Wiesen runter, sonst was. Aber heute werden ja auch Fahrzeuge auf Allrad gepimpt, die gar nicht Allrad sind. Aber Hauptsache, sie sehen irgendwie brutal aus. Und ich will keinen angehen, aber es ist überhaupt nicht mein Ding. Es gibt einen YouTuber, der sagt, oh, das ist so ein Männerding, ich hatte da Bock
drauf. Okay. Aber ich bin so der Understatement-Typ. Ich fand früher schon Spoiler am 75 PS Polo deplatziert. Und ich habe ehrlich genau denselben Eindruck jetzt. Jetzt wird alles auf Macho gemacht. Die meisten sind Sprinter, die kommen dann daher. Und das soll vielleicht so ein bisschen ausdrücken, ha, und jetzt hast du richtig Freiheit, nachdem der Andrang überall so groß ist, jetzt kannst du dich auch auf die Wiese dahinten stellen oder an den See, an den Tümpel, wo du gar nicht hindarfst.
Aber das kriegt ja keiner mit. Ich weiß nicht, ist vielleicht fehlinterpretiert, aber das deutet sich für mich so an. So, fahr mal raus. Das Thema hatten wir ja auch in unserem letzten Podcast, in unserem Fazit. Na Sebastian, erinnerst du dich? Ja, ich glaube, dass man da auch gar nicht so viel rein interpretieren braucht. Das ist letzten Endes, glaube ich, eher so wie Mode. Das ist halt schick, das
sieht cool aus. Die Dinger sind ja auch dann auch sehr martialisch gemacht. Die haben dann auf dem Messestand ja auch so fette Stollenreifen drauf und in Stollenersatzreifen und dann die riesig fetten schwarzen Sandbleche und oben noch eine Reling drauf und noch Kisten und das sieht ja alles aus wie in so einem Endzeitfilm quasi. Sandbleche, ganz richtig. Die müssen außen montiert sein. Genau, an der Seite, dass man sie genau sieht, die sind riesengroß. Also das ist ja
alles so eine Optik. Das ist aus meiner Sicht, das ist wie Tuning. Auch wenn ich das auch nicht fühle, dass mein Auto eben lauten Auspuff haben muss und hinten noch so einen Pommestisch da hinten drauf haben muss und tiefer und das und jenes, respektiere ich, dass Menschen das geil finden. Also ich schaue mir unheimlich gerne so Videos an bei YouTube, wo Autos getunet werden. So alles schön, ist auch alles in Ordnung. Das habe ich aber auch wahrgenommen,
aber ich glaube, dass es tatsächlich einfach auch so eine Modegeschichte ist. Und als wir das Thema Wohnmobil hatten und auch mit unserem alten Alkowen Euramobil mit einem Ducato drunter ein-, zweimal in Situationen waren, wo wir vorwärts nicht mehr rausgekommen sind. Mir dann ein wirklich sehr alter, erfahrener Camper gesagt hat, mach doch einfach rückwärts. Ich den erstaunt angeguckt habe, das Auto gewendet habe, rückwärts hochgefahren bin.
Ja, auch da war ich in so einem Mut, dass ich gesagt habe, das nächste Auto muss schon irgendwie Allrad haben, weil wir irgendwie schon an Situationen fahren wollen und am Ende des Tages hätten wir es nie gebraucht.
Also es mag Leute geben, die Allrad brauchen, die sind dann aber auch wirklich fernab der Zivilisation irgendwo unterwegs und irgendjemand hat mal diesen schlauen Spruch gebracht, man muss halt auch bedenken, wenn du Allrad hast und dann hängen bleibst, dann hast du wirklich ein Problem, weil bis da mal noch jemand hinkommt, wird das schon ziemlich schwierig. Mit dem Allrad fährt man sich genauso fest, nur an den Stellen, wo du ohne
Allrad nicht hingekommen wärst. Das war auch von Herrn Dingelskirchens Weltreisen. Aber am Ende des Tages ist es glaube ich einfach eine Modeerscheinung. Ich oute mich mal. Ich finde die Dinger geil. Ich auch. Ich finde sie einfach sehr cool. Völlig okay. Diese fettigen Reifen und Höhergeleg und so weiter. Ich
bin aber so ein Sparbrötchen hier, Leute. Ich bin so reizig in meinem Leben, ich bin halt so erzogen worden, ich weiß das nicht, da ich mit meinem aktuellen 0815 Weißfahrer Wohnmobil an alle Ecken dieser Welt bis jetzt gekommen bin, wo auch diese Allrader standen, ohne Allrad. Und ich habe mich nicht festgefahren. Und ja, ich konnte mir helfen mal durch Hubschnitzen jetzt im Baltikum, das ist nur mal so nebenbei. Also da habe ich mich
tatsächlich auch wieder festgefahren. Und das letzte Video von Bart Kissingen wieder mit Abenteuer mit Allrad. Ich finde es immer wieder schön, wenn sich die Expeditionsmobile und so weiter auch festfahren. Macht nichts. Mein Freund Erik hat mir aus Südamerika geschrieben, als wir da noch unterwegs waren. An jedem Spot, wo wir bis jetzt waren, wärst du mit deiner Kiste auch hingekommen. Er ist der Einzige dorthin. Er sagt, wir sind halt die Schotterpiste gefahren,
über 30 Meilen. Ihr hättet mir empfohlen, die 100 Kilometer außen rum zu fahren, weil die waren spiegelglatt und sie sind halt quer durchs Gelände. Ja, das machst du nachher mit so einer normalen Weißware nicht, da hast du nachher ein paar Schrauben weniger, die fest sind. Aber wie mir jetzt auf der Messe oder nach der Messe auch einer geschrieben hat, das machst du auch nicht mit denen, die da auf der Messe
stehen. Die sind dafür gar nicht ausgelegt. Da brauchst du schon noch ein bisschen mehr, da musst du richtig Geld in die Hand nehmen, bis die nachher tatsächlich so offroad-tauglich sind, overlandermäßig unterwegs sein können. Da muss man noch ein bisschen Geld mehr anstecken. Und die sind schon teuer. Ja, vor allem müsst ihr auch innen drauf vorbereitet sein. Das meinte ich. Wenn du dann Offroad fährst, dann vibriert ja alles viel, viel mehr und dann merkst
du, wo drinnen eigentlich auch die Probleme liegen. Genau, das ist es. Dann kommen die Volumenhersteller auf den Markt mit ihren Standardschränken und sagen hier, ich habe einen und dann sagst du juhu und dann fährst du und dann stellst du nach 200 Kilometern fest. Da ist ja, ich glaube Adria war das, die haben auch so einen auf Sprinter, eine Schubgliederduschtür. Ich möchte nicht wissen wie die nach 30 Kilometer Rüttelpiste aussieht. Also da geht's
los Und dann sage ich, wenn Allrad, dann richtig. Wir hatten hier Greenlander oder sonst was und das gibt da wirklich dann auch andere Autos. Aber gut, ich gönne es jedem. Das ist optisch geil. Ich liebe es auch. Und das ist der Trend oder eine der Trends gerade. Passt ganz gut zu meinem nächsten Thema, nämlich gar nicht. Nachhaltigkeit.
Genau, das wollte ich jetzt mal anschneiden. Wobei es ja an sich, wenn du jetzt nicht gerade die fettesten Stollenreifen drauf hast und über die Straße fährst, ist das Thema Nachhaltigkeit. Na ja gut, wenn sie sehr hoch sind und sehr viel sperrige Sachen. Okay,
lange Rede, kurzer Sinn. Habt ihr denn, weil das ist für uns immer so ein Thema, unter anderem Nachhaltigkeit, Umweltfreundlichkeit, habt ihr denn da für euch irgendwas gesehen, wo ihr sagt, geile Idee und Habt ihr da überhaupt ein Auge drauf oder ist das nicht für eure, sozusagen für euren Content spannend und interessiert euch eigentlich gar nicht so sehr? Also das ist auch, bitte nicht falsch verstehen, überhaupt keine Wertung. Das muss ja jeder für sich so machen, wie er
will. Aber mich interessiert das wirklich, ob ihr da irgendwas gesehen habt oder überhaupt darauf geachtet habt? Hätte ich nicht wahrscheinlich nicht. Ich habe meine Hochgeld-Hauptmannschaft studiert, hatte ihren Master im Sustainable Building und was weiß ich aus Finance gemacht. Insofern ist das Thema bei uns zu Hause ein Standardthema seit Jahren. Also ich bin da drauf getrimmt ohne Ende. Und ich sage es dir ganz offen, Wohnmobil nachhaltig
aktuell? Nein, keine Chance. Aber man kann trotzdem, auch wenn man jetzt dreckig unterwegs ist, nachhaltig dann noch campen und Urlaub machen. Also ich glaube, man muss das unterscheiden zwischen dem Basisfahrzeug, da brauchen wir nämlich gar nicht drüber reden, und der Art und Weise, wie ich dann meinen Urlaub gestalte und was ich vielleicht alles noch benutze und brauche und mitnehme, etc. Ich glaube, Da muss man unterscheiden. Auf der Messe definitiv nein. Ich habe nicht mal mehr Elektroautos
gesehen. Das Thema ist tot. Der Töter ist tot. Und was hier zum Teil als nachhaltig angeboten wird, ist trennt. Also ich denke jetzt nur an Sockstellen, die nicht mehr mit Gas funktionieren, sondern nur noch mit Strom. Das sei angeblich nachhaltiger. Ziemlich ein Werbegag, aber das ist ein anderes Thema. Du wolltest auch was sagen, Frank. Ja, kommt drauf an. Also, gleich da den Strom reinzukommen, das wäre jetzt
für mich auch was. Ich schaue da nicht direkt hin zur Nachhaltigkeit, aber diese ganze Stromerzeugungsbranche, sage ich mal, die zielt ja Richtung Nachhaltigkeit ab. Ich gehöre auch dazu. Ich habe mir auch so ein faltbares Pendel gekauft. Ich war jetzt im Urlaub unterwegs und habe versucht, maximal den Strom über die Sonne zu ernten. Ich musste dann zwischendurch mal nachtanken. Ich habe in einem Familienurlaub vier Erwachsene, ein Baby, eine Spülmaschine
getestet, die lief sechsmal am Tag. Ich habe am Ende ungefähr, also ich habe deutlich mehr über die Sonne eingespeist, als ich per Land dazu nehmen musste. Im zweiten Urlaub habe ich den halben Urlaub komplett nur mit Sonne bestritten, bis es dann schlechter wurde. Zur Messe, Nachhaltigkeit. Ja, die Elektromobilität ist da wohl im Moment tot. Ich warte mal ab, wenn es neue Akkutechnologien gibt, was
sich dann tut. Ein Beispiel ist mir aufgefallen, das ist allerdings ein Offroader, ein Weltreisemobil auf einem Iveco Daily. Das ist der Greenlander und der hat hinten eine Kabine aus Flux. Also ohne Flux. Flux, das ist ja nachwachsender Rohstoff und die ist auch sehr leicht. Die ganze Kabine hat, glaube ich, was hat er gesagt, 600 Kilo. Ich muss das Video noch schneiden. Ich wollte das separat auch lange nach der Messe rausbringen. Das ist eine tolle Sache. Das ist also erstens
nachwachsend, zweitens sehr leicht, sehr gut verarbeitbar. Und das war für mich mal ein Trend. Aber wenn wir von Trend reden, dann müsste das irgendwo, müsste da mal zumindest ein Volumenhersteller mit die Ecke kommen. Vielleicht nachhaltig bezüglich Gewicht. Das, was ich vorhin erwähnte, Adria fängt an, den Korpus seiner Hängeschränke und anderer Sachen mit EPS, glaube ich, zu verbauen. Und das ist ja auch mal wieder was. Aber ansonsten, dass das jetzt ein großer Trend wird, nee. Sprecher 1.
Björn, bei dir? Sprecher 4. Ich muss ehrlich sagen, ist für uns weniger ein Thema, weil Pragmatismus das bestimmende Konstrukt bei uns ist. Wenn es mit angeboten wird, oder sagen wir so, man liest es natürlich im Prospekt bei den Fahrzeugen, die Ihnen das interessiert, aber der Raum, dem das Thema gewidmet wird, der wird auch in den Prospekten oder eben in der Marketingabteilung deutlich weniger. Es ist noch da, weil man es eben da auch vermutet oder eben
auch finden will. Aber das ist, glaube ich, für viele nicht mehr so kaufentscheidend, weil es als Grundvoraussetzung eigentlich genau gesetzt ist. Nicht negativ gesehen, aber wenn ich mir ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen kaufe, dann erwarte ich zum Beispiel, dass er eine vernünftige Wasserversorgung hat. Und genauso erwarte ich, dass der Hersteller alles dafür tut, dass es möglichst so nachhaltig wie irgendwie umweltfreundlich hergestellt und produziert
worden ist. Das setze ich inzwischen einfach voraus. Das ist einfach kein ziehendes Werbepferd mehr, finde ich. Ja, uns geht es da tatsächlich gar nicht, dass das jetzt auch marketingtechnisch geil ist.
Das ist ja auch das berühmte Greenwashing, wo viele Hersteller irgendwie, das hat man ja auch letztes Jahr irgendwie Apple bei erwischt, sagen, ja, wir sind total bei dem Produkt super nachhaltig und dann ist es aber eigentlich nur ein Fake, weil sie zwar irgendwelche Zertifikate handeln und irgendwelchen Kram machen, aber in Wirklichkeit das Produkt selber eben nicht so nachhaltig ist. Das meine ich tatsächlich nicht, sondern wirklich auch
Gedanken in die Richtung. Und ich muss auch sagen, gesehen habe ich auch nichts. Also natürlich bei über 750 Ausstellern kannst du auch in zehn Tagen nicht alles angucken, aber da ist mir wirklich nichts aufgefallen, außer dass Tedford jetzt, auch wenn in einer Glaskabine zumindest meine Trenntoilette hat, die ja dann zumindest ohne Chemie, also ohne die chemischen
Zusätze, mit denen sie ja gutes Geld verdienen, auskommen. Das war jetzt so noch für mich das Nachhaltigste, weil ein Hersteller, der da ja sehr viel Geld auch mit nicht sonderlich tollen Substanzen für die Umwelt quasi Geld verdient, da etwas ändert. Also ja. Und Mal gucken, ob es dann da nicht wieder irgendwelche nicht kompostierbaren Plastiktüten zu den Trenntoiletten gibt und dann ist wieder die Frage, was ist dann
nachhaltiger oder weniger nachhaltig. Aber ich, also das können wir jetzt heute nicht besprechen und auch nicht lösen nur so als Einwurf dazu. Also ich habe auch nichts wirklich Großes wahrgenommen, außer einigen Werbeversprechen, die aber dann beim näheren Hinsehen auch so ein bisschen, ich sag mal, zumindest
hinterfragbar sind. A. Aber ist es nicht besser, lieber zu sagen, ja, man fährt das vielleicht runter oder versucht es… Also bevor jetzt ein Hersteller hingeht und sagt, guck mal, Freunde, ich habe jetzt hier den Papierstrohhalm erfunden, Der ist umweltfreundlich, aber es muss eine Plastikverpackung drum sein. Ja, dann lassen wir das doch lieber gleich sein, finde ich. A2 Ja, also ich bin auch dafür lieber ehrlich. Also lieber, ne, und lieber dann auch zu sagen, Es ist halt für unsere
Zielgruppe vielleicht auch kein Thema. Wir stellen ja auch immer wieder fest, dass das halt eher so bisher noch ein Nischenthema ist und dass das jetzt auch bei uns zum Beispiel nicht die Themen sind, die am meisten gelesen oder gehört werden, wenn wir über Nachhaltigkeit irgendwas
erzählen. Das ist vielleicht in der Zielgruppe auch noch nicht so verhaftet. Und dann ist es ja klar, dass dann auch die Hersteller nicht reagieren, wenn es vom Markt nicht gefordert ist über das, was halt gesetzlich mittlerweile vielleicht vorgeschrieben ist und was auch nicht. Das könnte es ja auch bei der Verordnung nicht umschrittlich sein. Ich sage jetzt mal ganz offen, gerade beim Campen habe ich das Gefühl, dass die
ein oder andere Umweltsau da doch schon unterwegs ist. Auch welche, die zu Hause ganz ordentlich sind und sich toll verhalten und fragen mich schon einfach mal, wenn Müll trennen, wer trennt denn bitte schön im Urlaub Müll? Ja, da ist es dann plötzlich ganz... Hier? Jetzt halten wir alle die Hände. Ja, wir können es ja manchmal gar nicht entsorgen. Also gerade wenn ihr mal autark unterwegs seid. In manchen Ländern hast du den Zugang
tatsächlich zu Bauhöfen und kannst das entsorgen. Es ist uns jetzt wieder ganz positiv im Baltikum aufgefallen oder auch letztes Jahr in England, dass man irgendwo vorbeigefahren ist und hat da eine gelbe Tonne und kann dann sein Kram reinschmeißen. Aber in manchen Ländern gibt es das einfach gar nicht und dann stehst du halt mal da und wenn, dann gibst du einen Container und kommt alles rein.
Aber das ist ja nur ein Part, du hast gerade die Toiletten angesprochen. Ich habe eineinhalb Stunden mit dem TED-Force-Chef mich auch darüber unterhalten, auch über die Chemie. Auch, dass die durchaus erkannt haben, dass die Chemie in ihren Produkten nicht gut ist und sie versuchen, das immer weniger zu machen und jetzt mit Konzentrat kommen und so weiter.
Also ich glaube, denen ist das schon bewusst und die sagen selbst, weil die verdienen zwar Geld mit ihren Zusätzen, aber ich glaube das richtige Geld verdienen sie nach wie vor mit ihren Toiletten selbst und mit den ganzen anderen Sachen. Wenn man die Toilette betreibt, muss man nicht unbedingt ein Chemie nehmen. Das sagt sogar der. Das ist nicht das Thema. Die Plastiktüte, die abbaubar, die gibt es nicht. Punkt. Die gibt es nicht. Denn entweder sie löst sich
innerhalb kurzer Zeit auf. Also das kennen wir von den Hundebeutel. Ihr habt Hunde? Ja. Dann weiß man das. Die kannst du nicht drei Tage irgendwo rumliegen lassen. Wenn die feucht geworden sind, fangen die schon an zu kammeln. Und im Toilettenbereich, reden wir von Platex, Cleanflex, Glasana, Tomtour, haben wir momentan diese Folientoiletten. Dann haben wir eine Zig-Helftwelle mit Trenntoiletten. Da wird
Plastik produziert, bei dem einen halt viel, viel mehr als bei dem anderen. Also bei der Trenntoilette habe ich eine Tüte pro Woche und bei dem anderen habe ich halt viele Tüten am Tag. Und nix so gut, da kriege ich dann böse Kommentare, richtig böse Mails von Leuten, die mir vorwerfen, ich hätte keine Ahnung und was weiß ich, was alles. Ja, ich habe auch von einem Realtrad keiner Ahnung und trotzdem eine Meinung dazu. Ich glaube, da denken viele zu Hause anders als
sie nach ihrem Urlaub denken. Ja, und es ist auch wirklich in einem kleinen Wohnwagen oder einem kleinen Wohnmobil zum Beispiel Müll zu trennen, ist einfach nervig. Mich nervt es auch, wir machen es da wo es eben möglich ist, wo man auf den Campingplätzen auch Müll getrennt entsorgen kann. Aber wenn es nur einen Container gibt, dann trennen wir auch nicht und fahren dann auf den nächsten Bauhof mit unserem 13 Meter Gespann, dann bei der Weiterfahrt den Müllgetrenn zu entsorgen. Ganz ehrlich.
Also wäre schön, aber das ist nicht händelbar. Das kann ich absolut bestätigen. Wir haben das auf Campingplätzen in Holland haben wir das häufig oder in den Niederlanden haben wir das häufig, wo wir oft unterwegs sind. Dann versuchst du im Urlaub, dass man Kunststoffe und Restabfall voneinander separiert. Und dann schickst du die Kinder zur Mülltonne und dann kommen die zurück und sagen,
da war nur ein großer Container. Und wenn man dann in der Rezeption mal fragt, das interessiert mich natürlich dann auch, dann sagt dann der Campingplatzbetreiber, a, funktioniert es nicht, wenn sie mehrere hinstellen, weil das nicht alle mitmachen und b, er als Erzeuger von Abfall fällt sowieso nicht in diese Kategorie und den Abfall, der bei ihm anfällt, obwohl das der gleiche ist, den ich zu Hause hätte, ist dann kein Haushalts-,
sondern ein Gewerbeabfall, der in einem ganz anderen europäischen Abfallschlüssel unterliegt, der sowieso nicht getrennt entsorgt wird, sondern nie wieder zusammengeworfen wird. Als Gewerbemüll, ja. Genau. Und damit wird jedes persönliche Engagement schon irgendwo ad absurdum geführt, finde ich. Ja, das machen, wenn,
dann machen die das irgendwie freiwillig zum Teil. Also ich hatte mich auch mal mit dem Stellplatzbetreiber unterhalten, der hat auch gesagt, allen Müll, den wir haben, ist eigentlich
Gewerbemüll und der wird nicht getrennt. Und was sie dann aber für sich gemacht haben, sie haben dann quasi Papier und Glas einzeln gesammelt, weil dafür gab es öffentliche Container in der Stadt und haben das quasi auf eigene Faust, sozusagen auf eigene Kosten dann weggebracht als Privatmüll, was sie eigentlich gar nicht hätten gedurft, aber weil sie gesagt haben, das ist uns einfach ein Bedürfnis, weil es ist ja einfach, aber sie hätten eigentlich alles in dieselbe Tonne schmeißen
müssen und als gewerblichen Müll quasi in keine Ahnung Verbrennung oder nie auf die Halde sozusagen schicken müssen. Es geht Volumen. Im Moment verringere ich sein Volumen. Ich habe da jetzt gerade ein Gespräch geführt mit einem. Ich zahle dann auf Volumen. Und auch auf Gewicht zum Teil. Da müssen wir jetzt aufpassen. Und in dem Moment, wo ich mein Gewicht oder mein Volumen verringern kann, habe ich natürlich einen Vorteil. Das ist ja ein kleiner. Also ich kenne auch einige, die, obwohl sie
es nicht dürfen, genauso agieren. Einfach damit sie selber diese hohen Abfallgebühren, und das sind hohe Abfallgebühren, nicht tragen müssen. Und das Zeug geht ja nachher alles in die Verbrennungsanlage. Da wird irgendjemand mal gesagt, ja das wird doch sortiert. Ne, da sortiert keiner. Das kommt in den Container, der Container kommt direkt in die Anlage, fertig. Da sortiert keiner mehr. Ne, seltenst.
Okay, das Thema haben wir nicht beobachtet. Nächstes Thema, wie sieht es aus mit Digitalisierung generell und im Detail Internetlösungen? Weil das sind ja so zwei Sachen, die so ein bisschen zusammenhängen. Spielt das, auch hier wieder eine zweigeteilte Frage, spielt das für euch überhaupt eine Rolle in eurem Interesse, in dem was ihr anguckt? Und zum zweiten, habt ihr da irgendwie neue Dinge gesehen, die irgendwie auch cool waren oder spannend waren? Nein, es ist jetzt
langgegeben. Der hat gerade über Star League gewettert. Ich bin da hin und her gerissen. Es wird auch noch ein viertes Video geben, weil mich der Support gestern angerufen hat und es noch wieder weitere Klarheit gibt. Aber Das ist ja jetzt nicht Digitalisierung, das ist ein anderer
Internetzugang. Wir können aber, wenn ihr wollt, gleich noch darüber reden. Aber ich würde zur Digitalisierung tatsächlich sagen, auf der CMT in Stuttgart bin ich, jetzt sind mir gerade die Worte entfallen, Die sitzen in Düsseldorf, die Jungs mit dieses Vernetzungssystem, jetzt komme ich gerade nicht drauf. Revolution, genau. Ich bin auf Revolution gestoßen, war Feuer und Flamme und habe
gedacht, ah toll, das mache ich mal. Und zum Caravansalon wollten sie das anbieten, dass man das von unterwegs aus, also aus der Ferne abfragen kann. Und ich war fest entschlossen, mit den Jungs irgendwie vielleicht mal eine Kooperation anzufragen. Hatten sie sich auch interessiert gezeigt und ein paar Sensoren bei mir zu vernetzen. Dann waren wir Mitte des Jahres im Urlaub Und nicht nur meine Frau hat das Wohnmobil bedienen müssen, sondern auch mal meine Tochter und der Schwiegersohn.
Das Baby ist noch zu klein. Und es kamen immer wieder Fragen auf. Wie geht denn das? Was muss ich hier? Wo muss ich da? Und dann musste ich hier wieder gucken, dann musste ich da wieder was regeln. Und am Ende dieses Urlaubs habe ich mir gedacht, nee, ich habe die Schnauze voll. Ich sage das jetzt mal so. Ich habe die Schnauze voll von Vernetzen und noch ein System, was ich ständig im Auge haben muss, damit nicht irgendwas ausfällt. Ich kann meine Troma noch, muss man
ja sagen, noch fernbedienen über eine SMS. Ich kann meinen Akkustand auslesen über ein Gerät, was mir BlueBattery da zur Verfügung gestellt hat. Und das reicht mir. Ich muss aber jetzt nicht Von außen, ich muss nicht so ein vollvernetztes Wohnmobil bei mir nachrüsten, wenn sowas aus einer Hand kommt, von the scratch, also von einem weißen Blatt Papier und das wird
mit eingebaut, meinetwegen. Aber ich bin jetzt gerade, und das habe ich den revanchen Leuten auch gesagt, ich ziehe meine Anfrage zurück, Ich habe kein Interesse mehr daran. Das wird mir alles zu komplex. Ich muss so viele Sachen beachten. Wie muss ich den Kompressorkühlschrank vernünftig bedienen, dass er bei 35 Grad, wenn ich den vollknalle, auch immer noch gut kühlt? Wie muss ich die Toilette entsorgen? Wann muss ich da hingucken? Wann muss ich darauf achten, wann die voll ist? Wie
muss ich aufs Wasser achten? Da muss ich hier, da muss ich da was. Es reicht mir und ich möchte da nicht mehr weitermachen. Es gab einen alternativen Hersteller, Sebastian, ich glaube, du hast davon auch gesprochen. Ich war auch bei denen und habe mich ein bisschen mit denen unterhalten, aber ich bin raus aus der Sache. Ich stand auch daneben und bin dann gegangen, weil ich nichts verstanden habe. Ich habe die dann quatschen lassen. Ich glaube, Smart Mobile ist die Zukunft. Da werden alle
Hersteller jetzt Lösungen anbieten. Leider geht das alles wieder, wie hast du gesagt, out of the box oder sowas, leider alles Insellösungen. Das ist eine Katastrophe. Ich glaube wirklich, Revolution hat einen guten Anfang gemacht. Bin ich mir nicht sicher, ob es so weiter geht, weil die gehen doch diese Linie dann auch ihre eigenen Produkte wieder mit einzubauen. Es gibt Titanon noch. Der ist aber, glaube ich, eher interessant, wenn du da
Grububi gerade selbst baust. Da kannst du alles komplett vernetzen. Thomas, das System, der Chineser, den ich da kennengelernt habe, der hat mir das alles erzählt. Der wollte mir das so ganz mitgeben, aber ich habe gesagt, da will ich nicht, das ist mir viel zu komplex. Dann gibt es noch CataTek, das ist ein modularer System, aber auch da wieder, so wie ich es verstanden habe, eher kleinteilig. Und CIS3
von Convance ist tatsächlich das, was mich überzeugt hat. Denn hier habe ich ein System, habe ich einen kleinen Computer auf gut Deutsch, dieses Kästchen vernetzt sich schon jetzt mit der Troma, mit der Klimaanlage, mit was weiß ich was, über Netzwerkkabel geht das alles, das ist alles mehr oder weniger Plug & Play. Und ich kann, wie ihr es zu Hause schon kennt, Shaggy oder sämtliche andere Smartsysteme, IKEA, schlag mich tot,
mit dem Ding heute schon verbinden. Also das sind Edelbanken, glaube ich, nicht geschichtet für die ganzen Bastler, und bei uns die nachträglich ihre Autos damit ausrüsten wollen. Aber, jetzt kommt das große Aber, ich glaube Frank, das ist genau das, was du ja denkst. Viele, weil wir haben das auf Wohnmoblog ja schon oft beschrieben, ich habe den Hannes Schleder, das ist so ein Nerd, der macht die tollsten Sachen mit seinem Wohnmobil. Viele schreiben mir dann in die
Kommentare, im Urlaub will ich puristisch sein. Da will ich das alles gar nicht. Und ich habe auch kein Problem, aus meiner Dinette aufzustehen und diese anderthalb Meter bis zum Lichtschrank schalten zu gehen. Wir haben ja nicht die Wege wie zu Hause. Trotzdem glaube ich, wird es ein Erfolgsthema werden, weil wir so sind, wie wir sind. Und und wir Männer haben diesen diesen Art, das Nice und Technik Und so. Der Sebastian war auch ganz angefixt.
Ja, also ich verstehe den, ich verstehe den puristischen Ansatz, das ist ja auch völlig, völlig in Ordnung. Ich mag halt gern den gleichen Komfort wie zu Hause haben. Ich hatte noch ein weiteres System, Vomulin, entdeckt, auch auf Empfehlung vom, ich glaube, abgefahrenen Podcast. Und das wird wiederum von einem Open-Source-Verfechter gebaut. Open-Source, für alle, die es nicht wissen, sind also quasi quelloffene Software, wo viele Menschen dran arbeiten, wo jeder quasi reingucken kann,
mitarbeiten kann. Und was mich eigentlich nur nervt, ist, dass ich für jedes Gerät, wenn es von einem anderen Hersteller kommt, eine eigene App und ein eigenes Display habe. Und er hatte das so schön, sie hatten es Wall of Shame genannt und die hatten da so ein Holzbrett, da waren halt irgendwie 5, 6 Displays
dran. So schlimm ist es meist nicht, aber du hast stellenweise halt 2, 3, 4 Displays in deinem Wohnmobil, 2, 3, 4 Fernbedienungen, 2, 3, 4 Apps und was die quasi machen, die bauen einfach auch ein Plug-and-Play-System, wo du alles einfach anstöpselst und hast halt eine App und eine zentrale Stelle, womit du alles steuern kannst. Die haben auch was für Selbstausbauer, wo du dann quasi von Grund auf das natürlich gleich so machen kannst. Und ich finde
halt diesen offenen, dass es ein System gibt, was alles nutzt. Ich nutze zum Beispiel zu Hause hier Home Assistant. Ja, das versucht quasi auch durch eine riesige freiwillige Community alle Insellösungen, die es bei jedem Hersteller gibt, quasi anzubinden und dann quasi entsprechend die Geräte alle über eine zentrale Oberfläche steuerbar machen, über eine App steuerbar machen. Und das wünsche ich mir persönlich, weil ich halt so ein Nerd bin fürs Wohnmobil. Aber ich verstehe
natürlich auch, wenn Leute sagen, ne, du, der Lichtschalter reicht mir voll und ganz. Ich meine, Technik hat auch Nachteile, wenn Strom ausfällt oder wenn was nicht funktioniert. Beim Stromausfall geht das Licht ja auch nicht, aber wenn das Internet mal nicht verfügbar ist und das ist tatsächlich in Deutschland immer noch ein Thema, wie ich gerade schmerzhaft auf dem Caravan Salon wieder gelernt habe, dann stehst du halt unter Umständen auch da.
Da haben wir aber zumindest jetzt eine ganze Menge Firmen, die quasi außerhalb der Insellösungen versuchen, Lösungen zu finden. Man muss halt immer dann drauf achten, teilweise fangen die dann auch wieder an, eigene Insellösungen zu bauen. Und damit wird halt das, was man eigentlich mal angefangen hatte, wieder Ad absurdum geführt.
Aber da sehe ich auf jeden Fall, vielleicht das noch zu Ende zu bringen, schon eine Entwicklung, dass es da Menschen gibt, die sich darüber Gedanken machen und versuchen, dieses Chaos, dass jeder so sein eigenes Süppchen macht und auch nicht mit den anderen sprechen will, so ein bisschen quasi zu vereinheitlichen, sodass man das über ein System halt steuern kann. Das finde ich, ist zumindest
für die, die es dann nutzen wollen, eine sehr schöne Geschichte. Uns spricht es von Systemen, wo man sehr tief im Thema drin sein muss, also Obersystems und so weiter. Da muss man schon ein bisschen Ahnung von der
Materie haben. Ich glaube, es wird nur eine Zukunft haben, wenn es für Leute gemacht ist, die sich schon ein bisschen mit der Technik auseinandersetzen wollen und können, die einen Stecker einstecken können und wissen, was der Unterschied zwischen dem einen System und dem anderen vielleicht auch noch ist. Aber ansonsten muss das Ganze, und ich sage es jetzt noch mal, man kann lane-mäßig sein und ich glaube da gibt es momentan tatsächlich nur dieses eine von Convict.
Wie gesagt, ich darf es demnächst testen, dann rede ich mehr. Revolution war früher mein Favorit. Fand ich sensationell, dass so eine junge Truppe was gemacht hat. Aber auch hier glaube ich, geht vielleicht die Profitgier mit ihnen durch. Es muss bezahlbar sein. Und ansonsten wird es nichts. Also Smart-Lösungen im Wohnmobil oder im Camper, da werden die Leute nicht solche
Lösungen ausgeben wollen. Dann schaut euch mal Womolin, ich weiß gar nicht, wie es genau richtig ausgesprochen wird, Womolin an, das ist eigentlich genau das, was es macht. Das Plug-and-Play, du musst nichts programmieren, musst nichts beschäftigen. Die haben alle quasi Protokolle der Hersteller reverse ingeniert, haben das alles eingebunden. Du klickst die einfach zusammen über ganz normale Netzwerkkabel quasi und den Rest machen die alles und du hast nur eine
Software auf deinem Telefon, damit kannst du alles steuern. Perfekt. Das ist eigentlich wirklich tatsächlich, ich hätte den völlig übersehen, weil die hatten so einen ganz unscheinbaren Mini-Stand nur mit einem Aufsteller in irgendeiner Ecke und ich hatte den überhaupt nicht wahrgenommen. Gott sei Dank habe ich den Tipp vom Axel bekommen. Und das ist tatsächlich für mich ein Highlight der Messe gewesen, dass es endlich jemanden gibt, der sich mal dessen annimmt.
Sebastian, da muss ich dich fragen. Ich bin ja wieder in der Rolle des Reiseleiters unterwegs und jetzt sagst du, ja, du bekommst alles das zusammengepackt auf dein Handy und du hast nur noch eine Software und jetzt ist es ja meistens so, dass derjenige, der Reiseleiter dann die Software hat. Und jetzt sitze ich am Servicehaus auf der Toilette und bin gerade in der Sitzung und jetzt möchte meine Frau im Wohnwagen irgendwas machen oder die Kinder und jetzt bin ich nicht da, weil ich habe ja mein
Handy auch dabei, logischerweise. Dann kommst du dich auf ein Servicehaus besuchen. Ja, das ist das Problem. Die ruft mich dann an und sagt, hier funktioniert was nicht, kannst du mal kommen? Nein, sie hat ja auch ein Smartphone, oder? Ja, natürlich. Und dann kannst du die Nutzung mit jedem System einfach freigeben und dann kann das quasi jeder, der ein Smartphone hat und dem du möchtest, dass er es nutzt, kann quasi dieselbe App bei sich installieren, aufs System zugreifen und das Ganze
steuern. Also du musst nicht vom Klo runter, äh, von deiner Sitzung runter, wenn quasi alle mit einem Telefon ausgestattet sind. Ich meine das natürlich auch in die Richtung, dass die Reisenden, die Mitreisenden, eher so die Erwartungshaltung haben, das hat gefälligst einfach zu funktionieren. Wie weit sind die mit dem Thema AI, KI, dass ich einfach sagen kann, mach mal das Licht an? Ganz einfaches, profanes Beispiel. Geht
das? Ich glaube in dem System noch nicht, weil ja die Sprachassistenten, von denen du sprichst, dessen Namen ich jetzt nicht nenne, weil die dann überall anspringen, Die sind ja alle geschlossene Systeme. Es gibt zum Beispiel bei Home Assistant dafür auch Lösungen. Das wird auch kommen. Es gibt auch die ersten Lösungen, die herstellerunabhängig funktionieren. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, was ihr jetzt machen könnt.
Du nimmst dein Telefon mit zur Sitzung, Deine Frau schreibt dir eine WhatsApp und du löst dann quasi das Ganze aus der Ferne aus. Aber du musst es ja quasi auch nicht nutzen. Es bleibt ja Gott sei Dank auch parallel, wenn du möchtest, alles zusätzlich beim Alten. Ich bin ja offen für das Thema, auch wenn es mich persönlich keinen Nutzen sieht. Aber ich bin natürlich
auch immer für Spielerei offen. Es muss aber so praktikabel sein, so praktisch umsetzbar sein, dass jeder auf eine unfassbar kleine Einstiegshürde da rein springen können muss, ohne dass er erst eine App braucht, sich registrieren muss und das machen muss, bevor er überhaupt erstmal eine Grundfunktion machen kann oder ausführen kann. Aber dann sind die Schalter und die Panels im Wohnmobil halt einfach dein Freund
und dann hast du davon aber halt einfach drei, vier Stück. Aber das funktioniert dann ohne, dass man sich registriert. Verstehe. Lenken auf ein anderes Thema, weil Wir haben jetzt schon anderthalb Stunden, glaube ich, und ich würde gerne mal über Preisgestaltung reden. Vielleicht habt ihr das auch auf dem Schirm gehabt als Moderatorin, ansonsten spreche ich das mal auf. Ich wollte eigentlich schon fast zur Abschlussfrage kommen, aber
dann sprechen wir nochmal über Preise. Das ist nämlich auch ein sehr spannendes Thema, was du ja sehr stark im Blick hast, Jürgen. Ich glaube, das hat jeder auf diese Messe im Blick gehabt. Denn ich war natürlich noch mehr schockiert, weil ich habe vorher Gespräche mit Herstellern gehabt, die mir gesagt haben, jawohl, wir wollen ja die Preise senken und wir haben super Sonderangebote und das weiß ich
fast nicht alles. Und ich war schockiert, anders kann ich es nicht sagen, über die Preise, die ich dort gesehen habe. Denn ich habe das jetzt mal an meinem eigenen Fahrzeug festgemacht. Letztes Jahr definitiv 86.000 Euro, während vor 2016, 2015 haben wir glaube ich 50.000 Euro da gesehen. Wie gesagt, letztes Jahr 86 und dieses Jahr 97. An diesem Fahrzeug hat sich überhaupt nichts geändert. Nichts, null. Keine Schraube ist da alles.
Und egal, wo ich hingegangen bin, ich habe Preise gesehen, wo ich gedacht habe, absolut unerwünscht. Björn hat es vorhin schon mal gesagt gehabt, so ein Lommschiff Enterprise Kleinwohnwagen für, ich weiß nicht, 20, 25, 30.000 Euro und, und, und. Also ich könnte die Liste jetzt hier unendlich verlängern. Ich habe so viele Menschen mittlerweile, die mir geschrieben haben, dass sie frustriert wieder reingegangen sind. Dabei heißt es lieber aufgrund der Qualität und der
Preise ihren eigenen. Und ich sage es nochmal, ich kam mir verarscht vor, weil im Vorfeld große Schilder schrieben, Messerabbatt und Preissegung und was weiß ich was alles. Und wenn man dann mal konfiguriert hat oder geschaut hat, was es letztes Jahr gekostet hat, ich habe letztes Jahr angefangen, Bilder zu machen von den Preisschildern. Ich werde also in ein paar Jahren hingehen können und sagen, hier habe ich das Fahrzeug 2. Riesen 23. Das
ist jetzt dieses Jahr nicht möglich gewesen, weil ich keine zweite Zung. Aber in ein paar Jahren werde ich mir den Spaß noch machen und dann werden wir mal das Ding nebeneinander halten. Und es ist schockierend gewesen auf dieser Messe. Für mich ist die neue Mittelklasse, die fängt bei 70.000 an. Das neue normal, das neue günstig ist irgendwo 55.000. So, ui, der kostet unter 60.000. Hatte ich schon getrübt? Ach so. Bei 100.000
sagst du dir, naja, das kriegen wir schon irgendwie hin. Und dann, was ich, ich schneide gerade auch noch so ein Video, mein Messefazit, und ich gehe durch die Clips durch, Rabatte 12.000, 15.000, 10% plus 0% Finanzierung. Den Vogel schießt fast ab Hobby mit dem Maxi-Avian, 20.000 Euro Rabatt. Die Dinger stehen wohl rum wie Blei, also mehrere
hundert stehen im Markt, unverkäuflich. Und den absoluten Vogel schießt ab, Venex, das ist auf MAN Crafter so eine GFK-Karre, die haben den Preis 70.000 Euro gesenkt von 390.000 auf 320.000. Musste ich sehr lachen, aber das ist ein anderes Thema, den habe ich in Stuttgart ein bisschen auf die Schippe genommen, den Wagen. Aber Rabatte aller Orte oder Zusatzpakete, sonst was, hier umsonst, da umsonst, zusätzlich zu den Preisen. Ich glaube, sie versuchen noch, die Preise hochzuhalten.
Keine Ahnung, wie lange das noch gut geht. Aber sie sind wieder sichtbar. In den letzten Jahren, muss ich dazu sagen, da waren keine Motorhauben oder Windschutzscheiben mit Schriftgröße 78 Preisschilder zu sehen. Da war das Preisschild ein notwendiges Übel, klein, irgendwo links neben dem Fahrzeug. Wir kommen wieder in die Richtung. Und ich habe auch ausgebaute Vans gesehen, wenn auch bei den Reisemobil-Discountern unter 50. Aber hast du die auch mal konfiguriert? Nein,
das konfiguriere ich nicht. Den musst du so mitnehmen, wie er da steht, für den Preis. Ja, mach mal einen Sitz rein, Lenkrad rein und dann wundere dich. Ja, ich meine nur, dass der Preis eben wieder sichtbarer wird. Das war früher, vor zwei Jahren oder letztes Jahr oder auch vor drei Jahren noch nicht der Fall. Da waren nur die Lieferzeiten sehr sichtbar. Ja, genau. Wenn es dann hieß, noch in diesem Jahr oder im ersten, zweiten Quartal
nächsten Jahres oder so lieferbar. Das ist mir auch aufgefallen. Ja, das war Forster mit dieser Young Edition. Die waren, glaube ich, sogar unter 40 oder unter 45. Ich habe da reingeguckt, ich habe mich da reingesetzt. Es war so ungefähr wie im, nicht im letzten Jahr, sondern wie auf der CMT. Da haben sie das erste Mal den gebracht. Ein paar Marketing Gags. Aber sonst ja, für Leute nicht meiner Statur, also eher so der Normalgebaute von der Länge her, ganz interessante Sachen.
Und für jemanden, der sagt, mir reicht der 120 PS Jumper mit den Stahlfelgen und ich habe hinten ein Bett und eine kleine Nasszelle und ich kann dann ein paar Tage wegfahren, alles gut. Also das gab es auch. Und Jürgen, was du mit dem Preissteller meinst, ich sah aber ehrlich gesagt diverse Wohnmobil Zeitschriften seit 2006. Diesen Preisvergleich kann ich heute schon machen, weil früher eben ganzseitige Anzeigen darin abgebildet waren und das ist heute jetzt nicht mehr
so okay. Aber früher war eben der Preis wirklich ein Zugargument, gerade bei den absoluten Reiserobildiscountern, wie Ove Gante und wie sie alle heißen Und auch Fahrzeuge, die jetzt Einsteigerklasse sind, das war eine Zeit lang nicht da. Du hast die Fahrzeuge natürlich bekommen, aber die haben natürlich auch sich an die Preise drangehängt, die die normalen, in Anführungszeichen, normalen Hersteller mitgegeben haben in den Markt. Und die sondern sich aus meiner Perspektive und Eindruck so wieder
so ein bisschen zurück ab in ihre Rolle. Ich bin ein Discounter, wenn du es günstig haben willst, dann kommst du zu mir. Das hatten wir zwei, drei Jahre lang nicht. Ich würde dann jetzt das Preisthema mal so stehen lassen und angesichts der fortgeschrittenen Zeit, das Ganze muss ja auch noch auf die Schnelle geschnitten werden. Wir nehmen Donnersag auf und wir wollen eigentlich Samstag, spätestens Sonntags mit der Episode
raus. Da hat der Halil noch ein bisschen was zu tun. Würde ich gerne auf die Abschlussfrage kommen und die zielt auch so ein bisschen in die Richtung. Und zwar wie, vor welchen Herausforderungen steht in euren Augen die Reisemobil- und Campingbranche für die nächsten Jahre und Jahrzehnte? Und was würdet ihr euch wünschen in puncto Produkten und Konzepten, die aus eurer Sicht zukunftsweisend wären? Nicht alle auf einmal. Okay, dann fange ich schnell an, weil ich hatte gerade einen Gedanken.
Was war die Frage? Die Herausforderung für die Branche. Also ganz klar mit dem Ansturm der vielen hunderttausend Fahrzeuge fertig werden. Und selbst wenn der Gebrauchtwagenmarkt jetzt übersättigt, die Leute ihre Fahrzeuge abstoßen, Jürgen erwähnt es immer wieder, die Fahrzeuge sind im Markt. Wenn die nicht ins Ausland gehen, selbst wenn sie ins europäische Ausland gehen, die sehen wir bei unserem Urlaub wieder. Die Branche muss damit fertig werden, denen Möglichkeiten zu bieten,
unterzustellen. Das sehen wir mit Micro Camping, wo wir auch einen zersplitterten Markt haben, wo es aber auch Apps gibt, die die ersten wieder einfängt und in einer App darstellt, also Camping-App EU von der Jenny. Dann das Nächste ist, wie werde ich als Kunde, wie fühle ich mich wieder als Kunde beim Händler als König? Ich brauche einen Werkstatttermin. Ich sehe ja ein, wenn viel los ist, aber dass ich nicht zwei Monate warte, sondern vielleicht nur zwei Wochen oder drei
Wochen. Und dann komme ich dahin und schön, dass Sie da sind. Hier ist ein Kaffee. Können wir noch was für Sie tun? Dass Sie sich wieder mich bemühen. Aber die werden natürlich Probleme haben mit dem Fachkräftemangel. Das wäre mal meine Antwort auf die Frage 1. Wollen wir vielleicht die erste Frage rumgehen lassen und dann die zweite? Ich sage mal Björn, komm. BJÖRN TITTELMAYER Ich versuche, ehrlich gesagt, In jeder Branche oder in jedem
Thema des Lebens, Thema des Alltags nicht immer alles so schwarz zu sehen. Ja, wir haben die Probleme und das Problem und das. Und dann hänge ich den Wohnwagen an, dann fang ich mit der Familie los, dann bin ich der Reiseleiter, habe ich
ja schon erwähnt. Und schon haben wir eine schöne Zeit. Und ich glaube, wenn man mit dem Gedanken an das Thema herangeht, dann ist man auch mal geneigt, eine lose Schraube in Ordnung zu finden oder auch mal einen längeren Werkstatttermin vielleicht zu sagen, okay, dann dauert es halt länger. Aus meiner Sicht müssen wir einfach versuchen, das Ganze wieder positiv zu besetzen. Es ist die schönste Zeit im Jahr. Und da glaube ich, dass auch wir ein bisschen in
der Pflicht sind, das wieder zu sehen und nicht immer nur zu verlangen. Ja, lieber Hersteller, du musst jetzt aber mal den Hintern hochkriegen. Und liebe Gemeinde, du musst dich jetzt auch mal bemühen, dass ich hier einen Stellplatz vorfinde. Diese Einstellungshaltung, da müssen wir auch mal als Camper wieder von weg. Das wäre so mein Wunsch. Guter Gedanke. Jürgen? Ich sehe es ähnlich wie Björn, einfach losfahren und sich darüber freuen. Ich sehe auch nicht, dass die
Stellplätze voll sind, da wo ich hinfahre. Sind sie eben nicht voll. Ich schau mir bald auch die Ecken aus, wo nicht alle hinfahren. Dieses Massenphänomen, das werden wir immer haben. Das gab es früher schon am sogenannten Teutonengrill, falls ihr das kennt. Da haben in den 60er Jahren schon bei uns hier ganze Dorfgemeinschaften sich wiedergefunden, ohne das abgesprochen zu haben. Und genauso ist das heute an der Mosel oder der Nordsee oder sonst irgendwo. Dabei kann
es schon ein paar Kilometer weiter völlig alleine sein. Also ich glaube nicht, dass das ein Problem ist. Ich glaube, der Frank hat absolut recht, dass die Verbände sich ihrer Verantwortung bewusst werden müssen und natürlich die Kommunen auch gefördert werden müssen, Stellplätze und Campingplätze zu bauen. Insbesondere dann, wenn sie gerade momentan Ärger mit Campern haben, mit Wildcampern haben und versuchen, die zu vertreiben. Also es muss kanalisiert werden und ich glaube,
das ist ein politisches Thema. Das hat aber nichts mit uns zu tun. Frank, hattest du noch eine Ergänzung, weil du sagtest, quasi erste Frage einmal in die Runde geben. Die zweite war, was wir uns wünschen an Innovationen, Konzepten. Ich wundere mich, dass wir gar nicht auf die chinesischen Modelle zu sprechen gekommen sind. Nur mal ganz kurz mit der Tür, die gegen die gegenüberliegende Wand
haute. Da habe ich Innovationen gesehen, also bei den Modellen von Deddle oder Deedle oder wie die auch mal die Sprache ausgesprochen werden. Sprich mit Slide-outs, die jetzt ja offensichtlich aber auch eine lange Tour hinter sich haben, die offensichtlich, wo die Technik insgesamt hält, also für die Hörer, die es nicht wissen, die sind von China auf dem Landweg nach Europa gefahren. Zum zweiten Mal. Zum zweiten Mal und fahren, glaube ich, auch wieder
zurück. Genau. Und die Wagen standen da wie aus dem Ei gepellt. Und das muss man auch mal sagen. Und mit Innovationen jetzt klar, die haben zwar drinnen keine Küche, weil die Chinesen wohl, habe ich gelernt, eher draußen kochen. Aber was die draußen integriert haben an Kochmöglichkeiten, Das wünsche ich mir vielleicht bei mir auch. Da muss ich drinnen nicht morgens mein Frühstücksspeck braten oder ich muss den Safari Chef aufbauen, damit es nicht riecht. Sondern das fand
ich pfiffig. Das sind so viele Kleinigkeiten. Ich glaube, der Jürgen hat es auch gesehen oder ihr habt es angesprochen. Da war ein Alkofen, wenn man den hochgeklappt hat, das Bett, da war darunter der Fernseher. Ist natürlich schlecht, wenn da jemand drin schläft und die nur noch Fernsehen schauen. Aber diese Idee, diese grundsätzlichen Ideen, da waren so fiffige Sachen dabei, wo ich sage, wow, echt cool. Und so Ideen
wünsche ich mir, die manchmal so ein bisschen die Sache umwälzen. Bürsten hat aus meiner Sicht, das sage ich jetzt nicht nur, weil ich selber im Bürsten fahre, aber letztes Jahr damit angefangen mit diesem Slideout zur Seite. Ja, warum denn nicht? Ich fahre auch ein ungewöhnliches Modell. Das hat man vor ein paar Jahren bestimmt auch gesagt. Hinten ein Wohnzimmer, ein Zweiersofa, so ein Quatsch mit dem Hubbett von oben. Für uns ist das die Erfüllung, weil es ist für uns eine
Drei-Zimmer-Wohnung. Habe fertig. Habt ihr noch was, Jürgen und Björn? Also Innovation oder Entwicklung. Manche Dinge würde ich mir wünschen, dass sie gerade in Deutschland ankommen. Da wäre zum Beispiel die Tatsache, dass ich in fast jedem europäischen Ausland meinen Campingplatz für den Sommerurlaub online buchen kann. Ich kann ihn mir aussuchen. Ich habe wunderschöne Buchungssysteme gesehen, wo du sogar den Sonnenlauf einblenden kannst und sehen kannst, wo hast du
Nametas auf deiner Parzelle Sonne. Und hier rufst du noch die Rezeption an und fragst, ob im Mai über Pfingsten was frei ist und die Rezeptionistin schon 50 Mal an dem Tag den Anruf bekommen hat und 50 Mal sagen muss, nein, es ist nichts frei. Das würde ich mir wünschen. Also ganz pragmatisch eine Verbesserung in dem Prozess selber, dass man nicht entweder ziellos fährt oder eben ziellos sucht. Da hängen wir in Deutschland ein bisschen hinterher. Aber das ist kein Problem, was
wir nicht gelöst bekommen. Und ansonsten muss ich sagen, ich bin mit dem Urlaubsmittel, Reisemittel, Reiseform, Camping sehr zufrieden im Moment. Jürgen, du? Oder sollen wir Björn schon als persönliche Abschlussworte nehmen? Ich glaube, es ist alles gesagt. Okay. Ja, wir hoffen, dass ihr damit so ein bisschen im Blick durch verschiedene Augen auf die Messe für euch nochmal mitnehmen konntet. Es waren ja auch sehr, sehr spannende Perspektiven wieder dabei, die jeder von
uns so vielleicht nicht auf dem Schirm hatte. Deswegen machen wir das eigentlich immer wieder. Und Wenn ihr noch Fragen habt, auch an die Kollegen, dann schickt ihr uns gerne per WhatsApp oder per E-Mail. WhatsApp findet ihr den Link in den Show Notes. Da gab es übrigens bei der letzten Episode einen Fehler. Falls es nicht funktioniert hat, wir haben das schon korrigiert. Es funktioniert jetzt wieder. Oder ihr schickt uns eine
E-Mail an podcast.campus.de. Wir leiten dann die Anfragen auch an die Kollegen weiter, wenn ihr euch für da was noch interessiert oder ihr könnt natürlich auch direkt die Kanäle jeweils ansteuern, die wir auch in die Show nutzen, nochmal packen. Ansonsten hören wir uns nächste Woche wieder mit einem neuen Thema. Ich bedanke euch noch mal oder bedanke mich noch mal bei allen, dass ihr hier wieder da wart, wie jedes Jahr. Ich freue mich auf jeden Fall, euch nächstes Jahr beim
Caravan Salon wiederzusehen. Da können wir auf jeden Fall schon spoilern, dass es da auch von Camperstyle was Spannendes, Neues geben wird. Mehr wird noch nicht verraten. Und ansonsten übergebe ich das Wort reihum. Ich fange mal mit Nele an und dann haben die Gäste quasi das letzte Wort. Ich lasse hier heute mal den drei Herren den Vortritt. Ich habe schon so viel geredet heute. Björn, Letztes Wort. Ich freue mich jedes Jahr über
die Einladung. Ich finde das super toll, dass wir miteinander darüber sprechen und uns austauschen. Denn natürlich auch ich gucke ja immer nur in meinem kleinen Wunschbereich, was ich brauche und freue mich immer, dass ich von euch Sachen mitnehmen kann. Dass ich jetzt mir zum Beispiel den Impuls mitnehme mit Innovation und Vernetzt und so. Da habe ich mir noch nicht so die Gedanken drüber gemacht. Das schaue ich mir auf jeden Fall mal an und bin immer froh, dass ich dazu zu
den Themen was sagen darf und auch, dass ich bei anderen Themen was mitnehme. Das freut mich immer sehr. Jürgen. Danke fürs Zuhören. Und Frank. Danke fürs Zuhören, danke fürs Schauen, auch fürs Werbung ertragen. Und ich freue mich, dass wir diese Welten miteinander vereinen können. Das habe ich schon so oft gesagt. Ihr wart auch bei mir schon in einem Video drin mit den Fails.
Ich habe euch wieder getroffen. Wir haben uns umarmt, geherzt. Ich habe auch mit den abgefahrenen Jungs, ich sage, Ich habe Freunde gefunden. Wir kennen uns immer besser und ich finde das toll, diese Branche gemeinsam zu betrachten und dass ich jetzt auch schon wieder hier meinen Senf dazugeben durfte. Vielen Dank an euch und an alle Hörerinnen und Hörer da draußen. Daraus.
