Neu-Upload: Wohnwagen, Wohnmobil, Kastenwagen oder Campingbus - podcast episode cover

Neu-Upload: Wohnwagen, Wohnmobil, Kastenwagen oder Campingbus

Aug 03, 202434 minEp. 232
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Episode description

Damit ihr während unserer Sommerpause nicht komplett auf uns verzichten müsst, haben wir ein Best-of unserer beliebtesten Folgen für euch zusammengestellt, bevor wir uns zum Caravan Salon wieder zurückmelden. Wir begleiten euch also weiterhin jeden Samstag – heute mit der Folge, welches Fahrzeug das richtige ist vom 02.05.2020. Hinweis: Wir haben die Folgen nicht nochmal überarbeitet, weil wir die dafür nötige Zeit und Energie lieber in neue Themen für euch stecken wollen. Wenn ihr also alte Werbung, abgelaufene Rabattaktionen oder uns selbst hört, wie wir mit Begeisterung über „unser Buch das bald erscheint” sprechen, seht es uns nach :) Nele und Sebastian sprechen in der Folge über die Vor- und Nachteile der einzelnen Fahrzeugtypen so dass du dir ein Bild machen kannst, was für dich das optimale Fahrzeug sein kann. Da wir beide mit Wohnmobil bzw. Wohnwagen unterwegs sind, stammen unsere Infos und das Wissen aus der Praxis.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und ich bin Sebastian. Und In unserer heutigen Folge erzählen wir dir etwas zu den unterschiedlichen Campingfahrzeugen und geben dir Hilfe bei der Auswahl des richtigen Fahrzeugs.

Warum haben wir uns für diese Folge entschieden? Naja, zum einen weil das eine Frage ist, die wahrscheinlich mittlerweile tausendfach in den Campinggruppen gestellt wurde und jeder hat dazu natürlich auch ein bisschen eine andere Meinung. Und zum anderen Teil wollen wir dir natürlich helfen, einfach auch Fehlkäufe zu vermeiden, weil die in dem Campingsektor, in dem

Campingfahrzeugbereich schnell sehr teuer werden können. Und ich kann euch jetzt schon verraten, es wird wahrscheinlich hier gleich noch das ein oder andere Streitgespräch geben, denn wie viele ja wissen, sind wir die Wohnwagenverfechter und Sebastian und Steffi die absoluten Wohnmobilfans. Und ich denke mal an der einen oder anderen Stelle werden wir uns wahrscheinlich auch nicht ganz einig sein. Gleich geht es also die Vor- und Nachteile der einzelnen Fahrzeugtypen und die

verschiedenen möglichen Nutzungsformen. Wir erzählen euch auch ein bisschen, warum wir uns für unsere Fahrzeugtypen entschieden haben, also Wohnwagen und Wohnmobil. Und ich denke, Sebastian, vielleicht gibst du mal eine kurze Übersicht, welche Fahrzeugtypen gibt es denn überhaupt im Campingbereich? Ja, also Es gibt deutlich mehr als wir heute ausgesucht haben. Wir wollen uns heute speziell mit dem Wohnwagen, mit dem Wohnmobil, mit dem

Kastenwagen und mit dem Campingbus beschäftigen. Alle weiteren Typen, die es da draußen noch gibt an Fahrzeugen, also Expeditionsfahrzeuge, Minicamper und so weiter, lassen wir heute mal außen vor, weil die zwar toll sind, aber wir glauben, dass die vier Fahrzeuge, die wir jetzt gewählt haben, für die breite Masse einfach am besten passt. Und Nele, ihr seid ja im Wohnwagen unterwegs. Willst du mal die Vorteile aufzählen, die

aus eurer Sicht für einen Wohnwagen sprechen? Ja, wir haben vor der Anschaffung unseres ersten Wohnwagens sehr, sehr lange überlegt und diskutiert. Vielleicht schicke ich auch vorweg, dass wir jetzt nicht so die ganz klassischen Wohnwagennutzer sind. Wir sind ja immer sehr mobil unterwegs und bleiben immer nur kurz an einem Ort, reisen sehr viel damit. Nichtsdestoweniger hat für uns ein Wohnwagen eben ganz entscheidende Vorteile, die bei unserem

Lebensmodell wichtig sind. Das ist neben den geringeren Anschaffungs- und Unterhaltskosten als jetzt ein vergleichbares Wohnmobil vor allem auch die Mobilität, die wir vor Ort genießen, wenn wir halt dann auf einem Campingplatz stehen. Das heißt, wir lassen den Wohnwagen stehen, koppeln das Zugfahrzeug ab und können dann mit unserem Auto, das ist ein normaler Pkw

bisher, ganz normal Unternehmungen machen. Wir fahren einkaufen, wir gehen in die Städte rein, wir machen Ausflüge an unterschiedlichste Ziele, die vielleicht auch teilweise mit Gespann oder Wohnmobil ein bisschen schlecht zu erreichen wären. Und was wir halt auch sehr schätzen, weil wir ein Paar sind, das eben nicht 24 Stunden am Tag täglich

unbedingt immer zusammenhängen muss. Wir unternehmen auch gerne mal getrennt was und einer bleibt dann halt im Wohnwagen mit oder ohne Hund, macht seine Arbeit, erledigt ein paar Sachen und der andere ist dann mal unabhängig unterwegs. Dann kommt natürlich dazu, dass beim Wohnwagen sehr viel weniger Wartungs- und Reparaturaufwand anfällt, weil er eben schlichtweg keinen Motor und kein Getriebe hat. Von daher halt wenig fehleranfällig ist einfach.

Was auch bei uns jetzt demnächst anstehen wird, wir werden unser Zugfahrzeug irgendwann mal austauschen. In unserem Fall jetzt einfach, weil wir mehr Platz brauchen im Zugfahrzeug selbst, weil die Zuladung im Wohnwagen irgendwann natürlich auch mal an ein Limit kommt und wir durch unsere Dauerreisen ein bisschen mehr Zuladung benötigen. Wir werden auf einen Kastenwagen umsteigen und auch das ist eben ganz

unkompliziert möglich. Wenn ich einen Wohnwagen habe, dann kann ich mir einfach, wenn sich die Lebenssituation ändert oder ein Kind dazukommt oder was auch immer. Ganz einfach das Zugfahrzeug auswechseln. Oder wenn ich auch mal anders reisen möchte, zum Beispiel mal in einer Gruppe, dann miete ich mir ein Wohnmobil und hänge den Wohnwagen hinten an und schwupps, habe ich dann Platz für acht oder

zehn Leute, wenn es gut geht. Und was wir eben auch gerne mögen, ist, dass wir keine Fahrerkabine haben, die uns Platz wegnimmt, sondern der Lebensraum im Wohnwagen ist auch tatsächlich der Raum, wo man bequem sitzen und arbeiten und schlafen kann. Ja, aber immer wenn ihr irgendwo ankommt, dann müsst ihr erstmal den ganzen Aufbau machen. Also das heißt irgendwie abkuppeln, rangieren, Stützen ausfahren, dann muss ein Wassertank drunter. Das

stelle ich mir irgendwie sehr anstrengend vor. Wir kommen einfach irgendwo an, machen den Motor aus und sind fertig. Ja, also in der Tat war das am Anfang vor allem, als wir noch nicht so viel Übung haben, immer etwas lästig. Das muss ich leider zugeben. Nichtsdestoweniger, sobald man ein bisschen Routine hat, geht auch das relativ schnell. Natürlich nicht so schnell wie bei euch. Auch wenn wir jetzt noch 20 Jahre üben werden, werden wir

nie so schnell aufgebaut sein wie ihr. Aber das ist halt eine Einschränkung, die wir hinnehmen dafür, dass wir eben die anderen Freiheiten und Vorteile haben, die ich vorhin genannt hatte. Genauso kann man ins Feld führen, dass man natürlich mit einem Wohnwagen nur sehr eingeschränkt Wohnmobilstellplätze nutzen kann oder freistehen kann. Das ist auch was, was uns wirklich fehlt. Also da werden wir gerne ein bisschen flexibler.

Ja, vor allen Dingen auch für Ungeübte ist wahrscheinlich auch das Rangieren mit so einem Anhänger und das Rückwärtsfahren. Super schwierig und wenn ich unterwegs bin, dann habe ich natürlich auch eine ganze Menge Geschwindigkeitsbegrenzung, Überholverbote, die für Gespanne gelten, oder?

Ja, wobei man wirklich sagen muss, wenn man im Gespann unterwegs ist, dann ist tatsächlich meiner Erfahrung nach, und wir sind jetzt ja wirklich etliche Jahre und durch viele Länder gereist, ist es doch bequemer und entspannter, wenn man nicht so auf die Tube drückt. Also man darf mit Wohnwagen ja maximal, wenn man eine entsprechende Zulassung hat, auf Autobahnen 100 fahren,

normalerweise 80. Und das ist auch tatsächlich die Geschwindigkeit, die in einem Gespann überhaupt nur zu bewältigen ist, weil man sonst einfach auch total gestresst ankommt, weil man muss ja immer darauf achten, dass der Wohnwagen auch nicht zu schlingern anfängt und nicht ausschert. Das ist ein bisschen anders bei Wohnmobilen, vor allem bei kompakteren. Von daher glaube ich Geschwindigkeitsbegrenzungen ja, aber mehr wäre sowieso im

Gespann nicht möglich. Ja, und die Anhängerkupplung ist letzten Endes ja auch schon in Benutzung. Also ich kann jetzt nicht einfach noch einen Anhänger hinten ran, ein Boot mitzunehmen oder ein Motorrad mitzunehmen oder ähnliches. Oder Pferdeanhänger, was wir auch öfter mal bei Leuten mit Wohnmobilen sehen. Nein, das geht natürlich

nicht. Dafür habe ich halt aber auch mein Zugfahrzeug zur Verfügung und muss nicht auf den Camping- oder Stellplätzen immer alles auf- und abbauen, wenn ich nur mal eben Wasser holen fahren möchte zum Beispiel. Ja und naja, das Abstellen im öffentlichen Raum ist ja auch nicht so ganz einfach, wie ich gelesen habe. Nein, Abstellen auf normalen Parkplätzen, zum Beispiel am Straßenrand, geht mit Wohnwagen maximal 14 Tage. Deswegen würde ich allen Leuten raten, sich frühzeitig

vor dem Kauf tatsächlich schon einen Stellplatz zu kümmern. Die sind nämlich im Moment heiß begehrt. Da muss ich aber den Einwurf machen, dass das bedingt auch für Wohnmobile gilt. Bis 3, 5 Tonnen darf ich die zwar grundsätzlich überall abstellen, ich habe jetzt aber so oft gelesen, dass es dadurch wirklich erbitterte Nachbarschaftsstreitigkeiten bis hin zu Sachbeschädigungen gegeben hat, weil sich einfach manche Leute daran stören, so eine Riesenkiste vorm Küchenfenster zu haben.

Deswegen würde ich auch da empfehlen, tatsächlich auf den Stellplatz auszuweichen und da nicht den lokalen Frieden zu gefährden. Aber rechtlich ist es tatsächlich ein Unterschied. Du darfst sie sogar bis siebeneinhalb Tonnen einfach irgendwo abstellen, so wie jeder LKW überall abgestellt werden darf. Es sei denn, es gibt halt eine Beschränkung und es sei denn, das Parken ist auf

dem Fußweg, dann gilt es tatsächlich mit den dreieinhalb Tonnen. Aber darum soll es jetzt gerade nicht gehen, sondern wir sind ja noch beim Wohnwagen. Nele, wenn wir uns jetzt die Sachen angucken, über die wir gerade gesprochen haben, wo siehst du denn jetzt so die klassischen Nutzergruppen, für die ein Wohnwagen geeignet ist? Ich hatte ja eben schon gesagt, wir sind jetzt nicht die klassische Nutzergruppe. Das heißt, wir sind Leute, die sehr häufig

die Orte wechseln. Wir reisen Norden, Süden, Osten, Westen, meistens maximal zwei bis drei Tage am Stück an einem Ort. Deswegen fallen wir nicht unter die klassische

Nutzergruppe. Was wir aber sehr stark beobachten, sind eben Reisende, die länger auf einem Campingplatz Halt machen, die also von dort aus entweder auf dem Campingplatz richtig Urlaub machen, das ist dann meistens auf größeren Plätzen, in denen es auch entsprechende Ausstattungsmerkmale gibt, wie Schwimmbad, Supermarkt, was weiß ich, Wellnessbereich, Animation und so weiter. Das ist eine Nutzergruppe, die einem sehr häufig

begegnet. Dann auch Reisende, die zwar Station machen, aber viele Erkundungstouren im näheren und weiteren Umfeld unternehmen möchten und deswegen auf ihr Zugfahrzeug angewiesen sind, eben dann in die Städte reinzufahren oder Ausflugsziele anzusteuern,

ohne immer die Kiste hinten dran hängen zu haben. Dann sind Wohnwagen aus meiner Sicht auch sehr, sehr gut geeignet für Anfänger, weil ich eben zunächst mal zumindest bei den günstigeren Herstellern keine riesigen Anschaffungs- und Unterhaltskosten habe. Ich muss bei der Fahrzeugtechnik nicht so wahnsinnig viel beachten, weil eben wie gesagt es ist kein motorisiertes Fahrzeug. Meistens steckt in den

Wohnwagen auch nicht so viel Technik wie in den Wohnmobilen. Ich habe zwar die paar Schritte beim Auf- und Abbau zusätzlich und muss mich mit dem Manövrieren etwas vertraut machen, aber das ist mit ein bisschen Übung relativ schnell geregelt. Man hat es relativ schnell drauf und kann dann ganz entspannt starten. Und was ist mit Familien mit Kindern? Dafür müsstest du auch ganz gut passen, oder?

Ja, also das ist auch tatsächlich eine wirklich sehr häufig gesehene Zielgruppe, weil man eben viel Stau und Lebensraum hat und der Wohnwagen eben deutlich günstiger ist als vergleichbare Wohnmobile. Und meistens ist es ja so, dass Leute mit Kindern sowieso lieber Campingplätze ansteuern, weil die Kinder dort auch ein bisschen mehr Freizeitunterhaltung haben durch andere Kinder, durch Animationsgeschichten. Und von daher passt es auch ganz gut.

Beim Wohnwagen kann man super das ganze durch ein Vorzelt ergänzen, hat dann mehr Lebensraum, also für Familien mit Kindern auf jeden Fall top. Aus meiner Sicht nicht so gut geeignet ist der Wohnwagen dagegen für Alleinreisende, eben weil man viele Sachen besser zu zweit bewältigt, eben wie das Rangieren, das Rückwärtsfahren, aber auch den Auf- und Abbau. Da brauchen wir manchmal auch zwei paar Hände und es sind auch ein paar körperliche Tätigkeiten dabei, wie

Wasserschleppen. Da ist es einfach besser, wenn man mal zu zweit anpacken kann. Jetzt habe ich ganz viel zum Wohnwagen erzählt. Jetzt werde ich dich mal ein bisschen löchern zum Thema Wohnmobil. Wo siehst du da die Vorteile im Gegensatz jetzt zum Beispiel zum Wohnwagen? Das, was ich gerade schon angedeutet habe, für uns ist beim Wohnmobil super praktisch. Ich habe ein Fahrzeug, ich fahre irgendwo hin, ich parke, ich habe sofort meinen Schlafplatz, meinen Wohnraum, meine Küche. Es ist alles halt

sofort fertig und einsatzbereit. Ich muss nicht lange irgendwo auf- und abbauen. Das ist für uns ein großer Vorteil. Und für jeden, der schon mal einen Transporter gefahren ist, für den ist halt auch das Fahrverhalten eigentlich ziemlich gewohnt. Wer einen großen Pkw hat, der kennt das schon so ein bisschen. Und wer einen Transporter gefahren hat, also so bis dreieinhalb Tonnen Wohnmobile, sind nicht viel anders als

ein PKW-Fahren. Also so mit viel Vorsicht sage ich den Satz, aber ja es ist ein bisschen breiter, bisschen höher, aber das Fahrgefühl ist ähnlich. Und wenn ich dann bis siebeneinhalb Tonnen hoch gehe, wird es ein bisschen größer das Fahrzeug, aber auch da kommt man eigentlich mit ein bisschen Übung sehr gut zurecht. Das finde ich auch einen großen Vorteil im Gegensatz eben zu diesen Ein- und

Ausparken zum Beispiel mit dem Anhänger. Was ich gesagt habe, kommen, parken, fertig sein, ist natürlich auch beim Freistehen oder Übernachtung auf dem Mobilstellplatz ganz, ganz angenehm, weil ich fahre halt wirklich irgendwo hin, suche mir beim Freistehen ein einsames Plätzchen oder einen Wohnmobilstellplatz und fahre drauf und bin fertig. Also das ist halt super schnell und genauso schnell kann ich morgens eben auch wieder abreisen.

Und ansonsten gelten, ich habe vorhin den Einwand mit den Verkehrsregeln genannt, für Wohnmobile bis dreieinhalb Tonnen eben nahezu dieselben Regeln wie für Pkw. Das ist recht einfach, da muss ich mich nicht groß umgewöhnen. Wenn die Wohnmobile ein bisschen größer werden, habe ich ein paar kleine Einstellungen. Und großer Vorteil, du hast es vorhin schon

erwähnt, ich kann noch einen Hänger ranpacken. Ich kann zum Beispiel meinen Pferdeanhänger mitnehmen, wenn ich zum Beispiel mit dem Wohnmobil unterwegs sein möchte zu Veranstaltungen, Reitveranstaltungen. Ich kann ein Boot hinten mitnehmen oder ein Motorrad. Das ist natürlich auch ganz, ganz angenehm, wenn ich denn eine Anhängerkupplung habe. Und es gibt eine riesige Auswahl an Modellen und Grundrissen.

Das kann ein Vorteil sein, das kann aber auch ein Nachteil sein, wenn man da sich so ein bisschen drin verliert und jetzt nicht so genau weiß, was das Richtige für einen ist. Aber viele Grundrisse bedeuten natürlich auch viel Auswahl und viele Möglichkeiten für jeden was zu finden. Ja, Nele, wo siehst du denn vielleicht so die Nachteile bei einem Wohnmobil? Also mich hat es extrem genervt die paar Male, die wir mit dem Wohnmobil unterwegs waren. Wir hatten auch schon ein paar Testfahrten

gemacht. So schön die Punkte waren, die du gesagt hast, aber ich fand es extrem nervig, wenn ich nur mal kurz einkaufen gehen wollte, dass man wirklich alles zusammenpacken muss, maximal am Campingplatz Stühle stehen lassen konnte, Markise rein, dann mit dem riesen Dickschiff dann in die Dörfer zu fahren, dann hast du keinen Parkplatz bekommen, konntest du nur auf großen Supermarktparkplätzen überhaupt einen Platz finden. Das war

mir persönlich etwas zu umständlich. Und bei manchen Gelegenheiten war es eben auch nicht möglich, durch ÖPNV oder E-Bike oder so was zu lösen. Weil wir teilweise dann auch an Straßen waren. Da war es schlichtweg zu gefährlich, mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. Weil das Schnellstraßen mit vielen LKW waren und mit Hund und so weiter, das geht einfach nicht. Und ÖPNV gibt es auch nicht überall.

Deswegen, das ist so mein Hauptargument eigentlich gegen Wohnmobil neben ein paar anderen relativen Kleinigkeiten, sage ich mal. Ich glaube, das wirst du von keinem Wohnmobilfahrer hören, weil das, was du genannt hast, das kann man als Nachteil sehen, ohne Frage. Das lässt sich aber auch alles managen und umgehen, so wie man sich an halt alles gewöhnt

und Lösungen findet. Du gehst nicht daneben auf Stellplätze, wo es kein ÖPNV geht, beziehungsweise hast dann, wenn du so was häufig machst, vielleicht ein kleineres Wohnmobil, wo du auch in die Städte reinfahren kannst. Du hast ein E-Bike mit dabei, so wie wir, sodass du halt ein Ordnungsmobil bist zum Einkaufen zum Beispiel. Also ja, ist aus Sicht des Wohnwagenfahrers vielleicht ein Nachteil und aus Sicht des Wohnmobilisten überhaupt nicht,

weil du meidest dann halt einfach diese Dinge. Ihr seht schon, aber auch die Vor- und Nachteile sind alles sehr weiche Faktoren. Die kann man natürlich auch zumeist, außer jetzt Verkehrsregeln, umgehen und seine Lösung für sich finden. Und das macht es eigentlich so einfach, auch die richtige Lösung für sich selber zu finden. Mich haben zum Beispiel auch die lauten Fahrgeräusche gestört, weil wir das schlichtweg nicht

gewohnt sind. Also durch diese offene Bauweise der Fahrerkabine hört man ja wirklich jeden Teller, der irgendwie hinten klappert und alles Mögliche fällt dann auch mal und man erschreckt sich. Das ist mit Sicherheit auch eine Gewöhnungsfrage, aber das war für uns wirklich ganz ganz merkwürdig und wir mussten uns dann teilweise echt irgendwie anschreien, weil auch das Motorgeräusch so laut war.

Wir saßen auch ein bisschen unbequem, weil da offenbar die serienmäßigen Sitze noch drin waren, die jetzt vielleicht auch nicht so für lange Fahrten ausgelegt sind. Vielleicht kann man da auch noch mal dann nachjustieren, wenn man sich so ein

Fahrzeug kauft. Und dann natürlich die für uns auch ungewohnten, unhandlichen Dimensionen, weil du beim Wohnmobil ja natürlich nicht diese Sollbruchstelle hast oder diese Sollknickstelle wie bei einem Wohnwagen gespannt, dass du besser Kurven kommst, sondern da hast du dann deine acht Meter durchgehend. Mit dem Rangieren war auch ein bisschen kompliziert mit dem langen Überhang. Also da sind wir zweimal an Steigungen

aufgesessen hinten. Kennst du das auch von euch? Nicht wirklich, weil ich ja ein Wohnmobil fahre und weiß, dass ich da bei solchen Situationen vorsichtig sein muss. Das ist uns tatsächlich noch nicht passiert. Jetzt der Neue hat aber auch den Vorteil, dass er hinten so Schwerlastrollen hat. Also das heißt, der setzt dann nicht richtig auf, sondern da sind so rollen, dass eben der Rahmen

geschützt wird. Aber auch da, ja, das sind Punkte, die kann man anführen und die kann man auch gelten lassen und die kann man genauso gut wegreden und Lösungen dafür finden. Ja, aber da bin ich grundlegend bei den Sachen schon bei dir. Uns stören sie aber nicht. Also, na, an Das Fahrgeräusch hast du dich nach fünf Fahrten gewöhnt. Und klar, wenn du aus einem PKW umsteigst, schon in einen Transporter, dann hast du da natürlich schon deutlich andere Fahrgeräusche, weil

der Motor viel näher ist und viel schlechter gedämmt ist. Aber hier sieht man ja auch schon ganz gut, und das wird sich jetzt wahrscheinlich fortsetzen, dass es halt einfach keinen besser oder schlechter gibt bei den Fahrzeugen, bei der Fahrzeugwahl, sondern man muss gucken, was brauche ich, was wünsche ich mir von meinem Fahrzeug und mit welchen Einschränkungen oder Mängeln in Anführungszeichen kann ich leben auch. Wir haben ja beim Wohnmobil zum Beispiel auch häufig das

Problem mit der geringen Zuladung. Aber eben auch nicht nur beim Wohnmobil, sondern auch bei Wohnwagen kann das auftreten, dass ich dann vielleicht nur noch 100, 200 Kilo Zuladung habe.

Wie würdest du damit umgehen? Also das ist auf jeden Fall ein ganz wichtiges Thema, was du da ansprichst, denn gerade die Wohnmobile, die in der 3, 5-Tonnen-Klasse sind, also die dafür gebaut sind, damit möglichst viele Menschen es fahren dürfen mit ihrem normalen neuen Führerschein, der ab 1999 ausgestellt wurde, Genau die haben sehr häufig ein Problem mit

Zuladung. In den schlimmsten Fällen kann ich da noch einen Koffer reinpacken und dann ist das Wohnmobil voll und darf eigentlich nicht weiter beladen werden. Und es gibt erste Hersteller, die haben gar kein Fahrzeug mehr mit dreieinhalb Tonnen im Angebot, weil die sagen damit... Ja, ich möchte jetzt kein böses Wort sagen, aber damit ärgern wir so ein bisschen unsere Kunden, nenne ich es mal liebevoll, weil die eigentlich gar nichts mehr reinladen

können. Also da solltet ihr auf jeden Fall darauf achten, und zwar egal bei welchem Fahrzeug, solltet ihr schauen, wie ist das Leergewicht, wie ist das zulässige Gesamtgewicht, also was darf ich insgesamt reinpacken und dann solltet ihr auch darauf achten, dass die Leergewichte häufig angegeben werden ohne sämtliches Zubehör wie Markisen, Solaranlagen und so weiter. Also lange Rede kurzer Sinn, mit dem Fahrzeug, bevor ich es kaufe, einmal auf die

Waage, einmal checken, wie sind die Gewichte. Gerne auch einmal beladen auf die Waage, damit ihr halt wisst, ob ihr schon überladen seid. Also das ist extrem wichtig bei jedem Fahrzeug. Da würde ich euch dann auch nochmal unsere entsprechenden Artikel in den Shownotes verlinken, weil wir da wirklich schon ganz ganz viele Fälle auch persönlich kennen, die da extrem auf die Nase gefallen sind. Also da bitte immer genau darauf achten bei

Neufahrzeugen genauso wie bei Gebrauchtfahrzeugen. Ich komme aber jetzt noch mal einen Schritt zurück zu den Nutzungsformen und Zielgruppen. Wem würdest du denn Wohnmobil empfehlen? Also grundlegend Menschen, die viel reisen, also die viel sozusagen unterwegs sind, für diesen Wohnmobil durchaus eine sinnvolle Geschichte. Eben durch dieses, ich komme an, ich bin quasi fertig, vielleicht muss ich nochmal auf den Keil müssen fahren,

es auszurichten, bin aber fertig. Das bietet sich natürlich an, wenn ich zum Beispiel jeden Tag auf einem neuen Platz bin. Dann ist aus meiner Sicht ein Wohnmobil sehr, sehr praktisch. Es kann auch mit Kindern ganz spannend sein. Es gibt sehr schöne Layouts mit Stockbetten zum Beispiel, wo ich also mit zwei Erwachsenen und drei Kindern super viel Platz habe, großen Esstisch habe. Ich will auch nicht verschweigen, dass es das genauso in den

Wohnwagen geben wird, wenn die ein bisschen größer sind. Aber was das Wohnmobil noch voraus hat, vielen Fertigwohnwagen,

sage ich mal so, ist das Thema Autarkie. Also ich habe in nahezu jedem Wohnmobil einen Wassertank, ich habe einen Abwassertank dabei, ich habe eine Toilette mit tank dabei oder mit kassette dabei und ich habe oftmals sogar mittlerweile solar und entsprechende batterien dabei das heißt ich bin eine ganze weile autark mit dem fahrzeug das heißt ich brauche nichts von außen ich brauche keinen stromanschluss und komme mit dem wassertank und dem

abwasser ein paar tage hin das ist aus meiner Sicht ein sehr sehr großer Vorteil, gerade wenn man halt viel unterwegs sein möchte. Und ansonsten spannend für alle, die sportlich und aktiv unterwegs sind, denn ich kann halt wunderbar Freizeitgeräte, Sportgeräte und so weiter entweder aufs Dach packen, auf einen Dachträger oder eben auch auf dem Anhänger

dahinter. Gerade der Dachträger bietet sich oft dann, weil ich da viel Platz habe. Da passt also auch locker mal ein Kajak rum drauf, was bei einem größeren Modell, bei einem Pkw ja schon ein bisschen knapp werden kann. Und gerade die kleineren Wohnmobile, je nachdem was man sich zutraut, ist natürlich auch bei Alleinreisenden ganz spannend, denn ja ich muss nicht großartig was ausrichten und ich kann halt einfach irgendwo ankommen,

parken und loslegen. Dann würde ich jetzt mal zu einer Nummer kleiner gehen, nämlich zu den sogenannten Kastenwagen. Das sind in der Regel umgebaute, also zum Campingfahrzeug ausgebaute Transporter. Fiat Ducato ist so einer der Klassiker, aber auch Mercedes Sprinter ist im Campingsektor sehr beliebt. Wir liebäugeln selber auch gerade mit einem Kastenwagen, in unserem Fall als Ergänzung zum Wohnwagen, weil wie gesagt

eben besseres Platzangebot. Wir werden den dann auch ein bisschen ausbauen, weil man dann einfach auch nochmal ein vollwertiges Wohnmobil sozusagen im handlichen Format hat. Und was uns halt sehr gut gefällt beim Kastenwagen ist einfach die Alltagstauglichkeit auch. Also wenn man sich jetzt nicht gerade ein Riesenmodell aussucht, kann man die Fahrzeuge sehr sehr gut als Alltagsfahrzeuge noch nutzen. Oder wie siehst du das? Ja, wenn sie nicht so groß sind, dann eignen sie sich halt durchaus noch

für den Alltag. Hat ja vor allen Dingen, wenn sie nicht länger als sechs Meter sind und nicht breiter so als zwei Meter dreißig, den Vorteil, dass ich auch in normale Parklücken reinkomme. Und je nachdem, was ich für eine Höhe habe, passt es also auch ganz gut, dass ich in Städte reinfahren kann und so weiter. Ja und nicht nur in Städte reinfahren, sondern vielleicht auch mal in der einen oder anderen Stadt eine Nacht irgendwo bleiben.

Genauso wie auch beim Wildcamping, die sind halt einfach ein Stück unauffälliger als die weißen Wohnmobile, die man immer schon von Weitem sieht oder auch einen Wohnwagen natürlich. Das heißt, man ist da sehr diskret unterwegs und das ist natürlich hilfreich, wenn man mal irgendwo schnell nächtigen möchte. Ja, ein paar Nachteile haben wir auch identifiziert für die Kastenwagen. Sie sind zum einen im Vergleich zu einem gleichwertigen

Wohnmobil deutlich teurer. Das liegt einfach daran, dass eben deutlich mehr Metall schon alleine im Fahrzeug verbaut ist und dass die Wohnräume häufig enger sind und dann einfach halt andere Materialien und Lösungen genutzt werden müssen. Gleichzeitig, und das ist der nächste Punkt, habe ich natürlich im Innenraum nicht ganz so viel Platz. Bei einem Wohnmobil kann ich durchaus durch die etwas größere Breite ganz andere Layouts machen, sodass ich ein besseres

Raumgefühl habe. Bei einem Kastenwagen wirkt es häufig recht eng und gedrängt. Das ist auch nichts, wo ich mich nicht dran gewöhnen kann. Das ist einfach nur so die erste Sicht sozusagen auf die Sachen. Ja und durch den reduzierten Innenraum natürlich dann auch ein bisschen weniger Stauraum, ist klar. Häufig haben die Kastenwagen auch noch nicht ab Werk ein richtiges Badezimmer eingebaut, das dann als Zusatzausstattung oft erhältlich

oder eben nachrüstbar auch bei vielen Modellen. Was wir immer wieder mitbekommen, auch teilweise hautnah, ist die Tatsache, dass die Fahrzeuge eine sehr, sehr laute Schiebetür haben. Also dieses Ratschen kennt wahrscheinlich jeder, der schon mal irgendwo auf dem Campingplatz neben einem Kastenwagen gestanden

hat. Uns stört es selber nicht, Wir können damit gut leben. Aber beim einen oder anderen Campingplatznachbarn habe ich schon erlebt, dass es da bis hin zu Kleinkriegen geführt hat, dass die sich da gegenseitig beschimpft haben. Also ja, ist halt auch ein Nachteil. Nichts, mit dem man nicht leben könnte, aber sollte man einfach wissen und da auch

vielleicht ein bisschen Rücksicht nehmen. Und wenn wir uns jetzt mal anschauen, was aus unserer Sicht die klassischen Nutzergruppen für einen Kastenwagen sind, dann sind wir ganz klar bei den Alleinreisenden. Das Kastenwagen gibt es ja relativ klein und kompakt. Das ist natürlich sehr angenehm für Alleinreisende, weil ich auch niemanden brauche, der mich irgendwo einweist, wenn ich doch mal einen engeren Parkplatz rein möchte. Ich da noch eine Rückfahrkamera hinten dran habe, ist das also

super einfach. Ansonsten natürlich Paare und kleine Familien, die sehr flexibel sein möchten. Also auch da das Gleiche wie im Wohnmobil, ankommen, parken, fertig. Ich habe kompaktere Fahrzeuge, das heißt, ich komme auch besser in die Städte rein und es ist halt ein sehr guter Kompromiss aus Ungebundenheit,

aus Bequemlichkeit und einfachem Handling. Dann natürlich auch aktive Reisende, egal ob Paare oder Familien oder Alleinreisende, also genau wie beim Wohnmobil ist halt der Kastenwagen super geeignet für Sportarten wie Surfen, Mountainbiken, Agility, Reiten, also alles wo ich Equipment oder Tiere sozusagen mitnehmen muss. Ich kann noch eine Dachbox drauf packen. Bei Kastenwagen habe ich in der Regel auch nicht das Zuladungsproblem. Da ist deutlich mehr Luft, weil

das halt als Transportfahrzeuge sind, die ja gebaut worden sind. Von daher kriege ich da auch mehr rein meistens. Es gibt spezielle Hunde- und Pferdeanhänger, die kann ich noch hinten dran hängen. Und es gibt einige Kastenwagen auch schon mit Allrad. Das heißt, ich kann da auch ein bisschen extremere Touren fahren als mit einem normalen Wohnmobil. Also insgesamt für aktive Freizeitgestaltung

super geeignet. Und was mich persönlich sehr überrascht hat, was aber immer wieder auch von Händlern und Herstellern uns erzählt wird, dass gerade auch viele ältere Menschen sich jetzt neuerdings für Kastenwagen entscheiden. Wahrscheinlich wollen die einfach so ein bisschen back to the roots gehen und vielleicht wünschen sie sich auch eine Verkleinerung, weil sie damit besser umgehen können, weil es eben mit einem kleinen Fahrzeug einfacher im Alltag ist und sie da halt einen

guten Kompromiss sehen aus Kompaktheit und Komfort. Also ältere Menschen, so über 60, sind eine riesen Zielgruppe momentan in diesem Segment. Ja, schauen wir uns das letzte Fahrzeug an, den Campingbus. Wer jetzt nicht weiß, was ein Campingbus ist, ihr kennt alle den Bully, auch wenn der nicht mehr so häufig draußen rumfährt. Seine Nachfolger zum Beispiel, ja die VW-Busse mit T2, T3, T4, T5, T6 und so weiter kennt ihr sicherlich alle und das können zum Beispiel

Campingbusse sein. Und wer die schon mal gesehen hat, weiß, sie sind halt wirklich klein, sie sind praktisch, sie sind wendig, sie haben eine mega Alltagstauglichkeit, weil sie ja nicht viel größer als ein Pkw sind, sie sind höher, aber ansonsten in den Maßen relativ ähnlich und gerade durch so modulare Ausbauten, die da drin sind, super zum Camping geeignet und gleichzeitig kann ich Sachen rausnehmen und kann sie halt als

Alltagsfahrzeug benutzen. Ja, das im Prinzip, das was du gesagt hast, bietet maximale Flexibilität, sowohl im Alltag als auch beim Campen selbst, denn die Campingbusse, mit denen komme ich natürlich aufgrund der Maße auch mehr oder weniger überall hin. Ich erlebe auch immer wieder, dass man so diese diese Reduktion aufs Wesentliche, also zu reisen ohne viel Zeug mitzuschleppen,

als sehr erholsam empfindet. Also bei uns selbst ja auch, aber ich höre das auch von anderen Leuten, die halt so wirklich dieses echte Camperfeeling noch genießen und irgendwo hat so ein kleiner Bus halt auch einen extremen Kultfaktor. Es ist einfach ein anderes Campingleben, als wenn ich im komfortablen Wohnmobil oder Wohnwagen sitze. Und was Vorteile

sind, können halt auch gleichzeitig Nachteile sein. Gerade diese Alltagshäuflichkeit und klein und praktisch kann eben auch Nachteil sein, weil ich eben sehr reduzierten Wohn- und Schlafraum habe. Das heißt, wenn mal wirklich schlechtes Wetter ist und ich länger unterwegs bin mit vielleicht auch Familie, dann kann das schon mal anstrengend werden. Auch

das ist sicherlich nichts, was man nicht gelöst bekommt. Ansonsten habe ich natürlich auch eingeschränkte Staumöglichkeiten, weil eben alles klein und kompakt ist. Ja Und was mich echt mega genervt hat bei diesen Campingbussen, mit denen wir unterwegs waren, diese ständigen Umbaumaßnahmen. Also von der Sitzbank zum Bett und vom Bett zur Sitzbank und den Tisch wegklappen und den

Tisch aufklappen und dann war die Spüle klein. Also wenn man eher so großzügige Wohnwagen gewohnt ist mit seinem schönen festen Doppelbett, dann ist es schon echt eine Umstellung, oder? Ja, auf jeden Fall. Also das war auch für uns ja ein Thema, ein neues Wohnmobil uns zuzulegen. Dazu muss man natürlich auch wissen, dass wir 365 Tage im Jahr darin unterwegs sind. Das heißt, wir haben deutlich andere Anforderungen als jemand, der damit nur in

Anführungszeichen permanent in Urlaub fährt. Und wir hatten tatsächlich vorher auch ein Wohnmobil, wo wir zum Schlafen immer die Mitte umbauen mussten, also die Toilette umgebaut haben. Und Das hat uns irgendwann einfach genervt, weil damit nicht nur der Umbau verbunden war, das wäre noch gegangen, aber auch gleichzeitig konnte man es nicht mehr anders nutzen. Das heißt, es mussten dann auch beide ins Bett gehen. Jetzt haben wir ein etwas größeres

Wohnmobil mit einem Heckbett. Und dann ist es jetzt so, wenn einer noch aufbleiben möchte, dann kann er sich eben vorne hinsetzen, noch ein bisschen arbeiten, Fernsehen gucken, lesen und der andere kann eben schon hinten ins Bett gehen und schlafen. Also das ist für uns jetzt deutlich praktischer. Ich weiß aber auch, dass es für viele Urlauber dann auch gar keine Rolle spielt. Ja, und auch viele Campingbusverfechter, so mit denen ich mich unterhalte, denen fehlt es auch nicht, zum Beispiel eine

Toilette oder eine Dusche an Bord zu haben. Toilette sieht man noch häufiger mal in Form von einem kleinen Portapotti. Das ist so eine tragbare Kassette, die man dann irgendwo in eine Schublade stecken kann. Aber das ist zum Beispiel was, was mir extrem wichtig ist. Meine eigene Toilette und irgendwie eine Möglichkeit mal eben kurz zu duschen. Das findet man in Campingbussen sehr, sehr selten. Es gibt einzelne Ausnahmen, die sowas verbaut haben,

aber das ist im Moment noch nicht die Regel. Ja, gucken wir uns nochmal die so die klassischen Zielgruppen an, die wir sehen, für die ein Campingbus okay oder sinnvoll ist. Zum einen sind es ganz klar Einsteiger. Man kann also erstmal mit dem Fahrzeug anfangen, was man auch im Alltag nutzen kann. Also jetzt nicht unbedingt noch ein Zweitfahrzeug da. Das ist natürlich eine sehr praktische Geschichte. Und ansonsten alleinreisende junge Paare,

auch gerne mit Kleinkind. Also sehen wir relativ häufig unterwegs auch Pärchen, die gerade ein Kind bekommen haben, die dann jetzt quasi die Elternzeit nutzen, Europa zu entdecken. Die sind sehr häufig in kleinen Bussen unterwegs und die kann man natürlich auch recht einfach mieten und damit halt unterwegs sein. Ja und dann die schon bekannte Gruppe der aktiven Camper, Surfer, Kletterer, Biker, Gleitschirmflieger, Reiter, was auch immer.

Die hatten wir schon ein bisschen näher erläutert bei den anderen beiden Fahrzeugtypen. Und bei den Campingbussen, da sieht man häufig, wir nennen sie immer liebevoll die Hippies, also Minimalisten, die halt wirklich aus Überzeugung heraus so dieses einfache Leben und Reisen und auch die damit verbundene maximale Freiheit genießen, die mit wenig Sachen klarkommen, die auch sich gerne keinen Kopf über

materielle Dinge machen. Gerade auch im Urlaub und beim Camping, das Genießen, wirklich so richtig zurück zu den Ursprüngen zu gehen. Das ist nicht nur ein Trend, sondern es gibt auch viele ältere Menschen, die wir kennenlernen, die so unterwegs sind, teilweise noch bis in die 70er rein. Und ja, das ist auch eine Gruppe, Mit denen hat man immer jede Menge Spaß, wenn man die unterwegs trifft. Also ihr seht schon, liebe Hörer, es gibt nicht das perfekte Campingfahrzeug.

Es gibt noch nicht mal für jeden das perfekte Campingfahrzeug, weil man ja sich auch weiterentwickelt, Dinge sich ändern. Und wir wollten hier also nicht das perfekte Fahrzeug vorstellen, sondern euch einfach mal ein paar Sachen zeigen, was Vor- und Nachteile auch sein können, aber nicht unbedingt sein müssen, wie ihr ja festgestellt habt. Ein ganz wichtiger Tipp, den wir euch mitgeben wollen, ist, mietet euch einfach die ersten Fahrzeuge. Das ist immer eine kostengünstige

Möglichkeit, als gleiches Fahrzeug zu kaufen. Das ist unser Tipp, den wir Anfängern häufig geben. Da könnt ihr nämlich einfach mal verschiedene Modelle ausprobieren. Ihr könnt euch mal einen Wohnwagen mieten, ihr könnt euch einen Kastenwagen, Campingbus, ein Wohnmobil mieten, ein kleines, ein mittleres, ein großes und könnt einfach gucken und könnt natürlich auch auf die Grundrisse schauen und verschiedene euch

mal durchprobieren bis sie dann das perfekte Fahrzeug für euch findet. Das muss man auch nicht so machen, man kann auch gleich kaufen. Worauf wir hinaus wollen, macht es einfach so wie ihr es für richtig haltet. Wir wollen euch viele Tipps hier mitgeben. Ich hoffe das konnten wir mit dieser Folge machen. Ich sage schon mal Tschüss, bis zum nächsten Mal. Und ich wünsche euch ganz viel Spaß beim Erleben und Erkunden eures neuen

Traumfahrzeugs. Viel Glück, ein gutes Händchen bei der Auswahl. Und wenn ihr Fragen habt, schickt uns die gerne oder kommt auch in unsere Einsteigergruppe bei Facebook, die wir auch unten in den Show Notes verlinken. Da tauschen sich die Leute auch ganz intensiv aus über solche Themen und dann freuen wir uns, wenn wir euch nächstes Mal wieder hören. Und obwohl ich mich schon

verabschiedet habe, habe ich doch noch eine Anmerkung dazu. Wir haben nämlich einen sehr langen Artikel auch zum Thema gebrauchtes Campingfahrzeug, Wohnmobil, Wohnwagen kaufen und ich glaube dazu werden wir auch noch mal ein Podcast machen. Also wer jetzt ein bisschen heiß geworden ist und sich ein Fahrzeug zulegen möchte, sucht schon mal ein bisschen aus, mietet schon mal ein bisschen und wir werden demnächst auch noch eine Podcast-Folge veröffentlichen zum Thema Fahrzeugkauf, auf was ihr da

achten müsst, was da wichtig ist. So, jetzt sind wir aber wirklich raus. Bis zum nächsten Mal. Tschüss! Untertitel von Stephanie Geiges Untertitel im Auftrag des ZDF, 2021

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