Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Campingpodcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und In der heutigen Folge geht es darum, wie du einen Campingplatz findest, vielleicht den richtigen Campingplatz findest und vor allem einen Campingplatz findest, der zu dir passt. Und dafür haben wir heute auch zum ersten Mal einen Gast in unserem Podcast. Also für uns Premiere und auch ein bisschen aufregend.
Wer uns öfter hört, weiß ja, wir sitzen ja im virtuellen Studio. Das heißt, Nele ist aktuell noch in Mexiko, ich sitze in Portugal und unser Gast wird uns auch gleich erzählen, wo er ist. Unser Gast ist nämlich der Uwe Freers, das ist der Geschäftsführer beim Campingportal PinCamp. Das ist eine Such- und Bugungsplattform vom ADAC. Herzlich willkommen, Uwe. Wo sitzt du denn gerade? Hallo Nele, hallo Bastian. Ich war
etwas konservativer als ihr. Portugal und Mexiko ist eine große Benchmark und ich sitze aktuell in Berlin Und zwar Corona-bedingt im Homeoffice. Das ist die Woche Nummer 14 im Homeoffice. Und deswegen schaue ich schon mit ein bisschen Neid in Richtung Portugal und Mexiko und sage, Mensch, ich glaube, ihr habt es richtig gemacht. Ja, wir kommen auch bald wieder zurück und Ich hoffe, dass bis dahin dann auch die Campingplätze wieder weitestgehend geöffnet sind. Steigen wir doch vielleicht mal
kurz ein mit einer Vorstellung. Uwe, erklärst du einmal unseren Zuhörern, was PinCamp eigentlich genau ist? Das ist eigentlich relativ einfach. Pincamp ist das Campingportal des ADAC. Das heißt, alles, was in irgendeiner Form seitens ADAC online gemacht wird zum Thema Camping, findet bei Pincamp statt. Und wir unterscheiden unsere Aktivitäten so ein bisschen in drei Stufen, nämlich Inspiration, Information und Buchung. Beim Thema Inspiration, wir betreiben eine
Facebook-Community mit 50.000 Fans. Wir haben eine Campingplattform mit einem Magazin und erzählen ganz viel über mögliche Reiseideen. Beim Thema Information, wir liefern zu 9000 Campingplätzen in Europa alle möglichen beschreibenden Fakten mit ganz vielen Details. Wir sprechen nachher vielleicht noch darüber, wo die Details herkommen. Und beim Thema Buchung, Wir haben mittlerweile ungefähr ein Zehntel unserer Campingplätze online in
Echtzeit buchbar. Das heißt, wenn du über die Inspiration und die Information den richtigen Platz gefunden hast, dann kannst du ihn auch bei PenCamp online buchen. Dann gehen wir doch da direkt mal rein. Also wenn ich jetzt das erste Mal campen fahre oder erst mal campen gehen möchte, dann ist ja alles für mich neu. Jetzt habe ich vielleicht schon ein Campingfahrzeug, habe es mir gemietet. Wonach soll ich denn jetzt gucken, wonach soll ich schauen, quasi meinen perfekten
Campingplatz zu finden? Was sind denn die Auswahlpunkte, die ich mir anschauen sollte? Ich glaube, das ist am Anfang, ich erinnere mich noch gut, als ich mit Campen wirklich losgelegt habe. Meine erste Campingreise, da war ich noch als Kind mit den Eltern unterwegs, Da war ich 14 Jahre alt und habe Wintercamping in Lechbruck in Bayern gemacht. Da gab es keine große Frage. Wir fahren jetzt Wintercampen und dann war ich mittendrin.
Aber jetzt später, als ich das erste Mal da losgezogen bin, also mir fiel es wirklich schwer, den richtigen Platz zu finden. Und ich denke, zwei Themen sollten da im Vordergrund sein. Als erste Selektionsebene. Punkt eins, mit wem fahre ich eigentlich? Und Punkt zwei, was möchte ich dort eigentlich vor Ort tun? Und dieses Thema, Mit wem fahre ich eigentlich? Das kennt ihr auf den Campingplätzen. Die Bandbreite ist gigantisch. Es gibt einige wenige, die
fahren alleine. Ganz, ganz viele Paare, oft ältere Paare, die in Wohnmobilen unterwegs sind. Dann haben wir Vanlife, junge Familien. Oder aber die Familien, die mit mehreren Kindern im Caravan unterwegs sind. Also, mit wem bin ich unterwegs? Ganz wichtiges Thema auch Haustiere. Und heute noch wichtiger geworden das Thema... Freiheit für Handicapped oder ältere Menschen. Sprich Barrierefreiheit. Und wenn ich das schon mal weiß, dann habe ich schon mal ein wichtiges Selektionskriterium.
Und das zweite ist, da geht es die Frage, was macht der Campingplatz mit mir? Und es gibt Familien, die wollen einfach drei Wochen lang Rambazamba haben, Aquaparks, Animationsprogramme. Da ist Entertainment pur angesagt und da ist einfach Spaß und das ist eben eine Richtung. Aber es gibt auch andere Familien, die sagen, hey, der Campingplatz, der einsam an einem Bergsee liegt, wo meine Kinder nicht entertaint werden, sondern wo sie bewusst Langeweile spüren sollen, wo sie in die Natur raus
wollen. Das ist das, was ich möchte. Das heißt, vorher klar zu sein, möchte ich dort eine Infrastruktur haben, brauche ich ein Restaurant oder geht es eben wirklich darum, Natur zu entdecken? Und wenn ich das weiß, dann kann ich mit der Suche schon mal ein wenig beginnen. Und die Suche findet ja also dann entweder auf einem Portal statt, wie bei euch jetzt zum Beispiel. Welche anderen Möglichkeiten habe ich denn noch? Wo kann ich mich sonst noch umhören?
Ich glaube, es gibt also es gibt unglaublich viele Quellen im Netz mittlerweile und das ist auch gut so. Man muss wahrscheinlich so ein bisschen entscheiden, in welcher Phase man sich befindet. Es gibt so einen Reisezyklus, der beginnt immer mit der Inspiration. Und ich denke, Inspiration, da bist du ganz toll aufgehoben
bei Instagram oder Facebook, also in den sozialen Kanälen. Da bist du toll aufgehoben in Communities, beispielsweise jetzt wie Camperstyle oder auf Blogs, die im Prinzip ganz, ganz viele verschiedene Themen mixen und ich mich so langsam reinschmecken kann und
sage, hey, das klingt ja mal interessant. Danach geht es in die Ebene der Information und diese Information ist dann oft getrieben, entweder durch Google, das heißt, ich Google einfach Beispiel, Ich habe jetzt gemerkt, ich möchte, was nehmen wir als Beispiel, ich möchte in die Maremma, also in das nördliche Italien am See, also an dem Meer. Dann gebe ich eben einen Camping Maremma und
dann verdichtet sich das irgendwann. Dann habe ich vielleicht irgendwann über Google, über Holiday Check, über Trip Advisor, über Pin Camp, über Camping Info, über die verschiedenen Anbieter schon
mal so ein relevant Set an Campingplätzen ausgesucht. Und wenn ich dann tiefer reingehe, Dann am Ende komme ich halt irgendwann auf die Frage, okay möchte ich da jetzt aufs Geradeboel fahren oder will ich vorab buchen und dann geht es eben die Frage, buche ich zum Beispiel online über PinCamp oder über CampingInfo über AXI, wie
sie alle heißen oder mache ich es direkt auf der Campingplatzseite. Das heißt es ist eine ziemlich große Bandbreite und mittlerweile glaube ich auch, dass dem Camper wirklich ausreichend Informationen für die gute Vorauswahl zur Verfügung stehen. Das heißt, er wird sicherlich eine gute Entscheidung fällen können. Die einzige Frage, die sich eben stellt, ist, wie viel Zeit möchte ich in diese Suche investieren?
Und es gibt Studien von Google, die sagen, ein durchschnittlicher Urlaub erfordert neun Stunden Planung vorab und es werden bis zu 100 Websites verschieden angesteuert, bis man sich entschieden hat. Und anfänglich habe ich gesagt, ist es wirklich so viel? Aber ich glaube, wir kennen das alle, wenn wir in Urlaub fahren, wollen wir eben vorher schon ein gutes Gefühl haben, weil diese Zeit ist begrenzt und deswegen soll sie eben
so schön wie möglich sein. Das kann ich aus meiner eigenen Beobachtung auch ganz gut bestätigen und das gilt auch gar nicht nur für den Campingurlaub, sondern für alle möglichen Urlaube, dass man gerade wenn man nicht pauschal einfach nur schickt mich in das Hotel mit dem Flugzeug und ich will den ganzen Tag nur am Pool liegen, sondern wenn man auch was erleben will, dann artet das sehr schnell aus, dass man, ich dann teilweise tagelang auf dem
Rechner sitze und recherchiere und analysiere. Ich glaube, das ist tatsächlich eine große Herausforderung bei der Urlaubsuche geworden. Ich denke, die Urlauber vor, sagen wir mal, 30 Jahren, die haben sich noch mehr auf ein Abenteuer eingelassen als die Urlauber heute. Warum? Die Vorabinformation ist so gut geworden, dass der Anspruch aber auch im Vorfeld so groß geworden ist,
dass ich immer die perfekte Lösung möchte. Und warum suchen wir bei Amazon irgendwie drei Stunden nach Produktbewertungen, wenn wir uns eine Schere kaufen oder einfach sagst, hey so what, Es ist eine Schere. Und im Urlaub ist es eben dieselbe Logik. Und es ist das Gute und das Schlechte zugleich, glaube ich. Es kann perfekt sein, aber es erfordert eben
auch Aufwand. Und manchmal denke ich mir schon, ein bisschen mehr Überraschung ab und an und auch ein bisschen mehr Flexibilität täte dem, der Urlaubsformen campen vielleicht auch ganz gut. Das kann ich absolut bestätigen. Und wir aus unserer Erfahrung, wir fahren ja immer relativ planlos durch die Gegend, also auch wenn
wir größere Reisen machen. Und Die schönsten und besten Ecken haben wir eigentlich immer entdeckt, wenn wir vor Ort waren und mit Leuten gesprochen haben, die uns dann halt Geheimtipps verraten haben. Also Einheimische wie auch andere Camper. Das ist für uns auch so ein bisschen das, was den Urlaub ausmacht. Aber man muss natürlich auch bedenken, dass es Leute gibt, die sehr
viel stärker an bestimmte Zeiten gebunden sind als wir. Wenn ich Kinder habe, muss ich mich an die Ferienzeiten halten, wo ja naturgemäß alle auf einmal losfahren. Dann kann ich das nachvollziehen, wenn man eine gewisse Planungssicherheit haben möchte. Und vielleicht auch sagt, ich möchte den Campingplatz schon mal gebucht haben, weil dieser Platz ist unser
Wunschplatz. Da haben meine Kinder eine Beschäftigung, da weiß ich, woran ich bin, da habe ich vielleicht auch einen gewissen Komfort, den ich brauche, mich im Urlaub wirklich entspannen zu können. Deswegen ist es auch für uns, ja, diese Frage nach den Buchungen ist immer so ein bisschen zweischneidiges Schwert, weil wie du sagst, die Flexibilität und Spontanität
macht eigentlich den Campingurlaub aus. Auf der anderen Seite ist es natürlich auch so ein Trendthema geworden, dass jetzt ganz viele losfahren, auch jetzt nach Corona zum Beispiel. Und wenn jetzt jemand halt nur zwei Wochen Jahresurlaub hat, dann klar will der dann wissen, wo er hinkommt und dann nicht mit Kind und Kegel irgendwie vor Ort noch drei Stunden einen Campingplatz suchen. Ich glaube, das kommt sehr darauf an, wer in
den Campingurlaub fährt. Wenn du jetzt als Vanlife unterwegs bist, alleine oder als Pärchen, Du bist Student oder du bist flexibel mit deinen Urlaubszeiten, bist vielleicht Freelancer, wie auch immer. Dann hast du eine ganz hohe Flexibilität und dann musst du auch nicht in der Hauptsaison verreisen. Oder vielleicht fährst du dann irgendwo hin, wo es nicht ganz so wild zugeht wie momentan in Deutschland. Wenn du eben Kinder hast, eine Familie hast und auch dort ist die Bandbreite ja ganz
groß. In meinem Beispiel, ich habe eine Tochter, die ist neun Jahre alt und manchmal bin ich mit dem Van alleine mit ihr unterwegs und da haben wir viel mehr Flexibilität. Aber ich lebe in einer Patchwork-Beziehung. Insgesamt sind dann drei Kinder hier, neun Jahre, sieben Jahre, elf Jahre und glaubt mir, da ist echt was los. Und wenn du dann mit drei Kindern losfährst, erstens, du musst dich an die Ferien binden und zweitens, deine Kids nageln dich im Vorfeld ganz genau und sagen, hey
Daddy, was können wir da machen? Und dann musst du schon irgendwie eine Variante finden, die den Kindern auch Spaß macht. Und ich fand es schon sehr interessant. Ich habe einen Lieblingsplatz mit meiner Tochter.
Der ist in Bayern, Strandcamping Waging, liegt direkt am See, nettes kleines bayerisches Wirtshaus dabei, ganz viel Natur außenrum, wir können zum Bergwandern gehen, zum Königssee rüberfahren, also es ist richtig schön und das ist jetzt so ein Ding, da sagt ihr einfach einmal im Jahr, Papa, möchte ich da hin und ganz ehrlich, wenn du da hin willst, dann musst du da einfach richtig früh reservieren, sonst
kommst du da einfach nicht mehr hin. Und ich denke, gerade diejenigen, die es noch weiter, Beispiel jetzt Südeuropa, Italien, Kroatien, Südfrankreich, Nordspanien sind sehr beliebte Ziele für Familien, die insbesondere mit dem Caravan für zwei, manchmal drei, manchmal vier Wochen runterfahren, die brauchen hundertprozentige Planungssicherheit. Insofern, da gibt es, glaube ich, keine eindeutige Lösung. Aber je nach Camper-Style, je nach Typ, gibt es eben
verschiedene Antworten darauf. Jetzt hattest du ja vorhin schon mal kurz das Thema Bewertungen angesprochen. Also, wenn ich jetzt quasi meinen Filter so ein bisschen angesetzt habe und vielleicht auch einen Platz gefunden habe, wo ich auch meine persönlichen Bedürfnisse widergespiegelt sehe. Also zum Beispiel, ich möchte meinen Hund mitnehmen oder ich möchte vielleicht einen FKK-Urlaub machen. Oder ich
brauche eine Kinderanimation. Dann bekomme ich ja trotzdem, egal wo ich suche, meistens immer noch eine Riesenliste an Möglichkeiten. Und dann sehe ich da auf den verschiedenen Portalen auch immer diese Sterne, die bekannten oder Punktesysteme, also sprich Bewertungen, Klassifizierungen von Verbänden.
Was hat es denn damit auf sich? Also zum einen, wie kommen diese Klassifizierungen, zum Beispiel jetzt auch beim ADAC, ist ja ein ganz bekanntes System, wie kommen die zustande Und wie lese ich die richtig? Bevor wir auf die Klassifizierung kommen, vielleicht noch mal so eine Einordnung
dieser drei, nennen wir es mal, Informationsebenen. Du hast es schön beschrieben, wenn du dich durch die Suche so langsam durchgekämpft hast, verschiedene Filter hast, irgendwann kommst du so auf, keine Ahnung, 10, 20 Plätze, die passen. Und da müssen wir drei Informationsebenen differenzieren. Einmal die reinen Fakten, nämlich die beschreibenden Fakten eines Campingplatzes. Der Campingplatz ist beispielsweise 100 Meter vom Strand Oder hat er ein Restaurant? Ja, nein.
Hat er ein Waschhaus oder drei oder gar keins? Und diese Fakten werden durch verschiedene Institutionen erhoben. Das zweite ist die Qualität. Und zwar, Qualität muss aus meiner Sicht objektiv bewertet werden. Und zwar so, dass wenn ich zehn Plätze vergleiche, dass überall dieselben Maßstäbe an diese Qualitätsmessung angelegt werden. Und das Dritte ist die Zufriedenheit. Und die Zufriedenheit ist ein höchst individuelles Gefühl. Fühle ich mich hier wohl? Und das kann bei unterschiedlichsten
Menschen ganz, ganz unterschiedlich ausfallen. Oder aber fühle ich mich nicht wohl? Und jetzt kam da eine Frage auf, was gibt es da für Methoden? Die Fakten zu ermitteln gibt es ganz unterschiedliche. Beispiel, wir ermitteln diese Fakten durch unsere Inspektoren, die ADAC-Inspektoren. Das heißt, die sind auf dem Campingplatz und
schreiben für 240 Parameter alle Details auf. Das heißt, der geht mit dem Maßband von der Kante Campingplatz zum Strand und sagt, ah, das sind 71 Meter und der Strand ist ein Sandstrand oder ein Kiesstrand oder ein Betonstrand. Und dann kannst du dich zu 100 Prozent drauf verlassen. Andere, und das muss nicht besser oder schlechter sein, machen das über User Generated Content. Da kann also der User sagen, boah, das ist ein Sandstrand. Ob es wirklich einer ist, das weiß
man nicht so richtig. Das sind diese Fakten. Und dann kommen wir eben in die beiden Ebenen, nämlich der Unterschied zwischen Inspektionen, also einem echten Sterne-Ranking und diesen Sternen von Bewertungen. Und das ist der Unterschied zwischen auf der einen Seite die Definition, wie ist die Qualität und auf der anderen Seite die Definition der Zufriedenheit. Du hattest jetzt, glaube ich, gefragt, wie so eine Inspektion stattfindet, wie diese Qualität gemessen wird. Genau.
Und welche Kriterien da auch angelegt werden? Es gibt ein paar Anbieter in Europa, die solche Messungen machen. Der ADAC ist wahrscheinlich mit AXI zusammen der Größte, der das macht. Und der ADAC ist im vergleich zur Axi wahrscheinlich diejenige der das am unabhängigsten macht.
Warum? Du kannst solche Qualitätsmessungen im Prinzip mit Menschen machen die nichts anderes machen als diese Qualität zu messen oder du kannst da jemanden hinschicken, der macht die Qualitätsmessung und wenn er die fertig macht, geht er zum Campingplatzbesitzer und sagt, Besitzer, möchtest du vielleicht noch eine Anzeige bei uns kaufen? Und dann sagt sich der ein oder andere Campingplatzbesitzer, kauf ich mal lieber eine Anzeige, vielleicht wird die
Qualitätsmessung dann besser. Solche Dinge machen wir nicht. Das heißt, wir haben Menschen, die nichts anderes machen, als jeden Sommer sechs, acht Wochen hunderttausende Kilometer durch Europa zu fahren, auf Campingplätze zu fahren, mit einer großen App mehrere Stunden durch den Campingplatz zu laufen und wirklich 240 einzelne Parameter abzuprüfen. Und da wird beispielsweise im Sanitärbereich geprüft, wie viele Waschhäuser, wie sind die Duschen voneinander getrennt, ist Warmwasser
dabei, wie sehen die Toiletten aus. Im Spielplatzbereich, welche Spielplätze sind dort vor Ort? Wie sind die aufgebaut? Ist das eher naturorientiert? Sind es Plastik Spielplätze? Das ganze Thema, wie viele Pitches gibt es dort? Welche Größen? Wie ist die Sauberkeit dort? Also eine Vielzahl von Parametern und diese Inspektoren werden im Vorfeld extrem hart geschult.
Die kriegen eine Schulungswoche jedes Jahr. Da werden also Neuerungen durchbesprochen, sodass wir am Ende sicher sein können, dass ein Inspektor am Nordkap dieselbe Qualität der Inspektion macht, wie ein Inspektor in Griechenland. Und das ist ein irrsinniger Aufwand, das ist sehr sehr teuer, aber am Ende ist es eine Basis, mit der wir von 5.500 Campingplätzen eben wirklich alles wissen und am Ende
über einen Algorithmus unsere Sterne vergeben. Und diese Sterne sind eben einmal das große Sternensystem, ein Nullsterne bis Fünfsterne und dann gibt es eben noch Subsysteme dahinter, beispielsweise eben für die Sanitärausstattung, was für viele deutsche Camper sehr wichtig ist, sodass ich auch in den einzelnen Kriterien prüfen kann, was mir da wichtig ist oder nicht. Und ich dachte immer ADAC-Inspektor zu sein ist so so ein Traumjob, dass man dann so ein bisschen im Sommer über die
Campingplätze wackelt und ein paar Häkchen setzt. Aber das klingt ja richtig nach Arbeit. Das ist total spannend. Du glaubst gar nicht, wie oft ich angesprochen werde, genau mit diesem Thema. Hey Uwe, sag mal, braucht
ihr noch einen Inspektor? Ich würde da gerne mal. Und ich muss jedes Mal lachen, weil wenn du das einmal mitgemacht hast und ich hatte mal die Ehre da dabei sein zu dürfen und du rechnest dann hoch, das machst du einfach mal sechs oder acht Wochen und auch unter strengen klimatischen Bedingungen. Also wenn jetzt ein Inspektor beispielsweise in Kroatien unterwegs ist oder in Griechenland oder in Südspanien und du hast einfach 38 Grad im Schatten und du machst an diesem Tag zwei Inspektionen von
riesigen Campingplätzen. Da läufst du mal acht, zehn, zwölf Kilometer bei 30, 40 Grad im Schatten, muss in Sanitärhäusern rumkriechen. Also ich sag's mal so, diese Inspektoren bekommen von uns Geld, die werden regulär bezahlt. Warum? Weil wir sagen, das ist Arbeit. Natürlich ist es schöne Arbeit in einem schönen Umfeld mit Campingplatzbesitzern, nette Menschen. Du bist international unterwegs und das ist ja auch so ein Roadmovie. Jeden Tag neuer Platz gucken. Auch dieser Überraschungsmoment.
Die Plätze wissen zwar, dass sie inspiziert werden, aber sie wissen nicht, an welchem Tag und von wem. Das heißt, das Einzige, was wir tun, ist, wir fahren mit dem Wohnmobil da rein. Wir übernachten dort auch nicht. Ganz, ganz wichtig. Wir wollen nicht bestechlich sein. Denn dieses Spielchen mit der Inspektor kommt am Abend rein, wird erstmal ein Essen ausgegeben, Flasche Wein obendrauf, dann verbrüdern die sich und dann alles ausschießen. Erstmal betrunken
machen. Erstmal betrunken machen, genau. Also ADAC hat echt extrem strenge Kriterien und die kann man spießig finden, aber ganz ehrlich, Das ist die einzige Chance, wirklich Objektivität reinzukriegen. Insofern, also wenn du das mal machen möchtest, Neda, du bist herzlich willkommen. Wenn du die Aufnahmeprüfung bestehst und die einwöchige Schulung, dann kannst du gerne für uns mal durch die Gegend fahren. Aber unter uns, ich glaube, deine Wahl, momentan in Mexiko
eine andere Lebensform zu machen, ist auch nicht verkehrt. Ja, also ich denke auch einfach selbst in Deutschland oder in Europa einfach vom Campingfahrzeug zu sitzen und Artikel zu schreiben oder die Redaktion zu koordinieren, klingt auch etwas weniger anstrengend, ehrlich gesagt. Also ich glaube, ich bleibe erst mal bei meinem Job, aber wenn ich es mir anders überlege, würde ich mich melden. Ich habe jeden, ich habe wirklich größten Respekt vor unseren Inspektoren. Ich habe die alle
persönlich kennengelernt. Das sind sehr engagierte und tolle Menschen. Und solltest du mal Lust haben, melde dich. Ansonsten sehen wir uns, glaube ich, mal lieber entspannt auf dem Campingplatz. Ja. Und dann habt ihr ja neben dieser wirklich gigantischen Bewertung der Plätze, also wo ich selber total baff bin, in welcher Detailliertheit ihr das macht, habt ihr auch noch dann die Userbewertung, also was quasi die echten Gäste über den
Platz sagen. Jetzt bin ich ja selber begeisterter Online-Shopper und bin auch begeistert von dem Warenhaus mit dem großen A, weil sie einfach unheimlich viele Kundenbewertungen haben. Und habe da aber auch schon für mich gelernt, dass drei Sterne von fünf nicht heißen muss, dass das Produkt für mich schlecht ist und dass fünf Sterne von fünf auch nicht heißen muss, dass das Produkt für mich gut ist. Wie ist das denn bei euch bei den Campingplätzen? Gibt es da ähnliche Parallelen?
Absolut, genau wie du es beschreibst. Und ich glaube, wenn man es einmal zusammengefasst hat, dass das Rating eines Inspektors beurteilt ausschließlich bewertbare Qualitätskriterien. Ist das Badezimmer sauber oder ist es schmutzig? Ist der Strand gepflegt? Ja, nein. Gibt es fünf Camping-Chimietoiletten in Leerstationen oder eine oder gar keine? Das sind Qualitätsaspekte.
Beim Thema Bewertungen ist es Zufriedenheit. Und da geht es einfach darum, ist der Camper vor Ort mit dem, was er dort gesehen hat, zufrieden? Und das, finde ich, ist ein total wichtiges Kriterium, das die Camper auch gut verstehen müssen. Beispiel, es gibt ja immer wieder Wettbewerbe. Auch wir machen das, wenn wir im Januar unsere Inspektionsergebnisse verkünden, dann sind eben die Plätze, die fünf Sterne geratet sind, das sind momentan in ganz Europa circa 130 Stück,
irrsinnig stolz. Und es gibt eben auch andere Portale, Beispiel Campinginfo, die eben ausschließlich auf Bewertungen basieren, die auch Ratings rausgeben. Und bei beiden wird so ein bisschen kolportiert, das sind die besten Campingplätze. Und das stimmt natürlich nicht, weil der Beste ist der, der in der Qualität am besten ist. Diejenigen, die ein Rating über Bewertungen machen, sprechen über die beliebtesten
Campingplätze, also die, die höchste Zufriedenheit haben. Und wir haben das mal nebeneinander gelegt und da gibt es natürlich eine gewisse Korrelation. Bedeutet aber, am Ende ist es ganz spannend, die Plätze, die ein oder zwei Sterne beim ADAC haben, die haben deutlich bessere User Ratings, also Nutzerbewertungen. Warum? Irgendjemand, der vielleicht einen einfachen Naturplatz möchte, der braucht keine große Sanitärausstattung, der will keine
Dusche haben, aber der ist mit diesem Platz total zufrieden. Der hat beim ADAC vielleicht nur einen Stern, weil er eben keine großen Einrichtungen hat, aber der Nutzer ist zufrieden. Bei den drei- und vier-Sterne-Plätzen, da kippt das langsam. Das heißt, dort ist im Regelfall das Rating noch ein bisschen besser, aber es nähert sich schon sehr zur Nutzerbewertung an
und spannend wird es bei den Fünf-Sterne-Plätzen. Die Fünf-Sterne-Plätze haben in den seltensten Fällen fünf Sterne von den Nutzerbewertungen. Warum? Der Anspruch, das Anspruchsdenken der Camper ist dort so hoch, dass jede Verfehlung oder jede Unzufriedenheit und diese Unzufriedenheit, die mag manchmal berechtigt sein durch ein Problem auf dem Platz, aber die kommt natürlich auch immer wieder zustande durch.
Ich formuliere es mal, Menschen, die vielleicht nicht mit dem Platz ein Problem haben, sondern vielleicht auch ein bisschen mit sich selbst und dieses Problem eben auch ganz gerne bei anderen suchen. Und deswegen ist es, glaube ich, auch wichtig zu verstehen, wie man mit solchen Nutzerbewertungen umgeht. Ich glaube, wenn du eine Nutzerbewertung da stehen hast, dann sollst du die einfach mal streichen, glaub ihr nicht, weil ein Gast alleine, der kann nichts sagen.
Wichtig ist, mal querlesen, gucken sind da zum Beispiel, wenn es eine Viersterne-Bewertung ist, gibt es da 10, 12 Bewertungen mit drei bis fünf Sterne und zwei negative. Dann kann man sich die negativen schon mal anlesen, aber letztendlich muss man dann gucken, erstens, was ist denn das so für ein Typ? Also was findet der denn kritisch? Und manchmal sind es Dinge, die dir selbst egal sind. Du
sagst ja, so what, spielt doch keine Rolle. Oder manchmal merkst du auch, da sind Leute aus irgendeinem anderen Grund so frustriert, dass sie sich eben negativ schreiben. Und in ganz seltenen Fällen gibt es auch Betrug. Wir versuchen das durch jeden, also wir checken jede Bewertung, die reinkommt und sind da sehr sensibel. Aber nobody is perfect. Ich glaube, wenn jemand betrügen möchte, kommt er durch so ein
System durch. Es gibt sicherlich auch Fälle, wo Campingplätze schön geschrieben werden, Also wo vielleicht drei, vier Bewertungen von den Besitzern selbst geschrieben wurden, wo auch immer. Das lässt sich nicht vermeiden. Aber ich glaube eins ist ganz, ganz wichtig. Ein System, das dauerhaft betrügt, wird nicht erfolgreich sein. Aus zwei Gründen.
Erstens, wenn Bewertungen gefälscht sind und zwar positiv, dann fällt das irgendwann auf, denn sehr positive Bewertungen ziehen Nutzer an und wenn die wiederum durch einen schlechten Campingplatz frustriert werden, schreiben sie negative Bewertungen. Das heißt, das System fällt irgendwann auf. Und zum Zweiten durch die Qualitätsprüfungen, wenn es tatsächlich auffällt, dass ein Campingplatz beschummelt,
dann fliegt der Eisenhardt aus dem System. Insofern, ich traue diesen Bewertungen sehr, ich nutze sie selbst auch sehr gerne, aber ich relativiere die und gucke mir schon sehr genau an, wenn extreme Ausreise
nach oben oder nach unten sind. Das ist auch das, was wir nicht nur beim Online-Shopping, sondern auch wenn wir unterwegs sind und mal Plätze einstörend gemacht haben, ist für uns einfach auch die Bewertungen angucken und dann die differenziert betrachten und schauen, okay, was wird hier bemängelt, interessiert uns das überhaupt, ja, weil wenn die Toilette schmutzig ist, ist das für viele nicht schön, aber da wir immer die in unserem Wohnmobil nutzen, ist uns recht egal und da haben wir
also auch ganz gute Erfahrungen gemacht und teilweise auch auf schlecht bewerteten Plätzen schon sehr gute Erfahrungen gemacht. Habt ihr eigentlich, weil du es gerade angesprochen hast, dass ihr euch die Daten anguckt, habt ihr eigentlich auch mal eine Korrelation zufällig machen können, wie die Menschen, die sozusagen den Platz betreiben und die Gäste betreuen, wie die sich auswirken. Also könnt ihr da irgendwie was sagen, weil ich habe da meine Beobachtung
zu? Also ich glaube, das kann man nicht statistisch bemessen. Ich glaube, das sind Erfahrungswerte, die du über die Jahre fällst, wenn du ein paar Campingplatzbesitzer kennenlernst. Und das ist das Schöne in der Hospitality, also in der in der Touristik, im Tourismus. Das ist sehr, sehr menschengetrieben. Zum Glück gerade in unserer Branche noch ganz oft Persönlichkeits- oder Familiengetrieben. Es gibt keine Campingplatzkonzerne wie eine TUI oder wie eine Booking.com,
sondern das sind Menschen dahinter. Und du merkst natürlich schon, was ist denn das für einer? Und da gibt es, was nehmen wir da als Beispiel, ja, da gibt es eben extrem professionell geführte, super durchorganisierte Plätze, die in der Hochsaison 300, 400 Mitarbeiter haben. Da ist der Eigentümer ein Manager-Typ, der optimiert, der kitzelt die Qualität hoch, der macht jedes Jahr irgendwas Neues auf diesem Platz. Und da gibt es auf der anderen Seite eben jemand, der sagt,
hey, ich möchte einfach, ich lebe Camping. Für mich ist das ein Lebensgefühl und ich möchte Ruhe auf dem Platz haben, das ist mir wichtig. Und ich möchte jetzt nicht in Superlative abgleiten, sondern ich möchte gut davon leben können. Aber ich will mich auch nicht überarbeiten. Ich möchte am Abend mit meinen Gästen noch irgendwie am Stammtisch sitzen. Und ich glaube schon, dass die Spur, die Unterschrift der Campingplatzbetreiber auf den Plätzen immer noch extrem sichtbar
ist. Aber das werten wir nicht statistisch aus, weil es obliegt uns nicht, den Campingplatzbesitzer zu raten. Wir kennen die natürlich alle Und manchmal ist es schon toll, wenn man wieder auf den Campingplatz fährt, den man eben ein Jahr, zwei nicht gesehen hat. Du triffst dann den Platzbesitzer. Und ich glaube, viele von diesen Plitzern Besitzern machen das natürlich auch aus wirtschaftlichen Gründen. Klar, die leben davon, die finanzieren ihre Familien und Mitarbeiter davon. Aber es sind so
viele mit echter Leidenschaft dabei und das zu sehen ist toll. Das macht Spaß. Also ich merke schon, dass es ein Thema ist, was sehr wichtig ist, auch also nicht nur bei uns selbst, sondern auch wenn ich User-Bewertungen lese, da wird sehr viel darüber geschrieben, häufig. Ja, ein sehr nettes Personal, sehr zuvorkommend. Und also bei uns, wir selber, sind dann auch gewillt, so vielleicht die eine oder andere Macke am Platz zu verzeihen oder wenn mal was nicht so gut funktioniert.
Wenn ich dafür das Gefühl habe, dass ich da willkommen bin, dass ich da gut aufgehoben bin und nicht nur durchgeschleust werde. Ich denke schon, dass das ein wichtiges Kriterium ist für die Leute. Und, ähm... Ja, dass man halt auch auf so einem Platz dann gerne vielleicht auch ein zweites oder drittes Mal fährt. Ich glaube, es sind zwei Faktoren, die da eine gewisse Rolle spielen. Das
eine Thema ist, wie fühle ich mich dort aufgenommen? Wie wird mit Problemen auch umgegangen, die zweifelsohne immer entstehen? Also ist da jemand verständnisvoll und sagt, oh, tut mir leid, kommt nicht wieder vor. Oder begradigen wir gleich, kein Problem. Da habe ich
tolle Dinge erlebt, wo du keine Ahnung... Irgendwas funktioniert eben nicht so, wie es funktionieren soll und es ist eben jemand da, der sofort lösungsorientiert ist und sagt, du, tut mir leid, ich habe hier gerade richtig Stress in der Anmeldung, aber ich garantiere dir, in einer Stunde bin ich bei dir und ich kläre das schnell. Und da kommt dann jemand und da fühlst du dich gewertschätzt. Und das zweite
Thema ist ganz wichtig. Die Campingplätze oder viele Campingplätze haben eine sehr, sehr, sehr spezielle Klientel. Und du kriegst relativ schnell raus nach ein, zwei Nächten, wie tickt denn so ein Platz? Und am Anfang hätte ich nicht gedacht, dass die Nuancen doch so deutlich sind. Das hat teilweise damit zu tun, zu welchem Zeitpunkt du auf dem Campingplatz bist. Aber eben auch, letztendlich, wer jetzt als besondere Klientel für diesen Campingplatz über die Jahre gezüchtet
wurde. Beispiel. Es gibt Plätze, bei denen Familienfreundlichkeit so gelebt wird, dass es... Wie soll ich es mal sagen? Dass die Familien dazu erzogen werden, ihre Events selbst zu kreieren. Also mit eigenen Paddelbooten auf dem See herumzufahren, abends ein Lagerfeuerabend zu machen. Da ist quasi, da ist, die Umgebung ist da, aber du musst sie selbst bespielen. Und es gibt andere Campingplätze, die eben perfekte Animationen bieten, die die Kinder bespaßen.
Und das zieht unterschiedliche Familientypen an. Und bist du eben der Familientyp, der sagt, hey, ich arbeite irgendwie 48 Wochen im Jahr, ich möchte mich vier Wochen voll mit meinen Kindern beschäftigen. Oder bist du der Familientyp, der sagt, hey, ich arbeite 48 Wochen im Jahr, im Urlaub will ich meine Ruhe haben. Und dann hast du wirklich eine andere Umgebung. Und Da musst du halt selbst sagen, wo fühlst du dich wohl. Und das kriegt man aber schon ganz gut raus.
Und ich glaube, da helfen auch Bewertungen. Und über die Jahre hat man da einen Blick. Also als Einsteiger mag das manchmal noch so ein bisschen überraschend sein, aber über die Jahre kriegt man da, glaube ich, ein gutes Gefühl. Und so wie du halt sagst, diese Gespräche mit anderen sind hilfreich. Ich finde, es gibt auch ganz gute Kooperationen. Zum Beispiel, wie nenne ich, Leading Campings ist eine Kooperation. Da sind 40 sehr hochwertige Campingplätze
zusammengefügt. Und da kannst du, wenn du auf diese Kategorie dieses anspruchsvollen Camping stehst, da kannst du auf jeden dieser 40 Plätze ungesehen fahren. Leading Camping ist ein Brand. Und da gibt es eben auch andere in Frankreich, Utopia zum Beispiel, die eine bestimmte Form von Naturcamping hochgezogen haben, sehr oft mit Zelten, die da schon vorinstalliert sind. Da gibt es schon so gewissen, nennen wir es mal Qualitätsgaranten,
wo man ein bisschen vertrauen kann. Aber bei fast 30.000 Campingplätzen oder 26.000 Campingplätzen in Europa ist die Bandbreite natürlich gigantisch. Das stimmt und also im Endeffekt das, was du sagst, deckt sich auch mit meinen Erfahrungen.
Ich habe noch keine 30.000 Campingplätze besucht und wir sind sehr weit davon entfernt, aber die wenigen, die wir besucht haben, weil wir doch auch häufig Stellplätze einfach ansteuern und auch mal frei stehen, aber die wenigen, die wir besucht haben, da habe ich sehr deutlich den Unterschied gemerkt, ob da jemand ist, der quasi Camping lebt oder ob das eben nur ein Unternehmen ist und ich will das gar nicht negativ bewerten, weil beides ist ja völlig
okay, aber ich persönlich als Mensch finde es natürlich super, wenn der Besitzer mir entgegenkommt und mich mit einem Handschlag begrüßt und Ich bin der und der und mich mitnimmt und mir gleich erklärt, was es hier gibt. Und wie Nele schon sagt, dann bin ich persönlich dann sofort bereit, also ganz automatisch über viele Dinge hinweg zu sehen, die vielleicht nicht optimal sind. Und wenn er mir dann bei den Problemen auch noch hilft, dann kann das oder gibt das fast
ausschließlich positive Bewertungen. Also das vielleicht nochmal auch eine spannende Perspektive für Campingplatzbetreiber, was diese Menschlichkeit ausmacht. Ich glaube, vielen ist das bewusst, aber wir alle sind ja auch manchmal so in unserem Tagesgeschäft drin, dass wir es mal auch zwischendrin nicht schaffen, links und rechts zu gucken. Und dann ist vielleicht auch so ein
Perspektivwechsel mal ganz spannend. Und da ist es, glaube ich, auch spannend, dass mal Campingplatzbesitzer auf einer anderen Ebene mit euch sprechen, oder? Das tun wir. Wir bieten auch ein Forum dafür. Wir haben eine Veranstaltung kreiert, die heißt Zukunft Camping. Das ist ein Barcamp, also ein, weiß nicht, ob das jeder kennt, Barcamp ist so eine Art Unkonferenz. Im Prinzip ein Zusammentreffen innerhalb einer Branche,
in unserem Fall eben die Branche der Campingplatzbesitzer. Und im Gegensatz zu normalen Konferenzen gibt es da eben nicht irgendwie einen Moderator und ein festes Programm und irgendwelche Speaker, sondern wir haben die eingeladen und haben am Anfang eine Stunde lang gemeinsam diskutiert, welche Themen bewegen euch, was ist spannend für euch, worüber wollen wir alle miteinander sprechen. Und über diese Themen haben wir dann zwei
Tage gesprochen und das war irrsinnig wertvoll. Also es war ein toller Austausch, Da kamen Themen hoch, die ich nicht erwartet hätte. Und auf so einem sehr gebündelten und intensiven Zwei-Tages-Event kommst du schon wirklich an Themen und auch an Optimierungspunkte, die am Anfang nicht offen waren. Und wir haben noch ein zweites Forum, das ist
das Campsite Business Forum auf Facebook. Dort sind knapp 1000 Campingplatzunternehmer aus ganz Europa mit uns in einer geschlossenen Community und tauschen sich dort eben über Fachthemen auf. Und gerade jetzt in der Corona-Zeit war das extrem wichtig, weil die natürlich viele, viele Fragen haben, rechtliche Fragen. Die wollten insbesondere vom ADAC, von uns, von PINCamp wissen, was macht denn der deutsche Camper gerade, wo fährt er hin? Also
guter Austausch. Und insofern, wir verstehen uns schon so als Moderator auf der einen Seite zwischen den Camperinteressen und da hat der ADAC als Verbraucherschützer auch eine ureigene Aufgabe auf der einen Seite, aber auch zum, ja auf der, dem Counterpart, auf der Gegenseite eben den Campingplatzinteressen. Und letztendlich hat das, finde ich, auch über die Jahrzehnte gut funktioniert. Denn aus der heutigen Perspektive ist dieses
Ökosystem Campingplätze ja total toll und professionalisiert. Ich habe von einer Woche von einem Kollegen von mir aus München einen tollen Artikel bekommen aus dem Spiegel 1970, also 50 Jahre her. Und dort war eine Campingplatzinspektion eines anderen Verbandes damals beschrieben. Und da kam der Inspektor zu den sogenannten Sanitäranlagen und das war also ein Holzbrettchen, leicht angeknackst über einem Eimerchen und das war die Sanitäranlage des Campingplatzes.
Und der ADAC hat mit seinen Inspektionen gerade auch in Südeuropa schon für einen Qualitätsstandard gesorgt und für eine gewisse Grundausstattung und hat dadurch über die Jahre diese Mittlerrolle zwischen Camper, Anspruch des einen Campers auf der einen Seite und den Möglichkeiten der Campingplätze hat da gut als Intermediär gearbeitet. Und diese Rolle finde ich toll und die macht Spaß.
Wenn ihr da so einen guten und direkten Kontakt zu den Campingplätzen habt, dann würde ich dir gerne ein ganz wichtiges, für uns wichtiges Thema mit auf den Weg geben, das mal in die Community reinzuspielen. Das wäre das Thema Barrierefreiheit, was du vorher mal ganz kurz angesprochen hattest. Das ist ein Thema, was uns sehr am Herzen liegt, weil wir leider beobachten, dass die Campingbranche da sehr weit hinterherhinkt.
Und in Deutschland ja überhaupt das Thema Barrierefreiheit im Vergleich zu anderen Ländern, auch im Alltagsgeschehen, noch nicht so sich durchsetzen kann. Und ich finde es halt mega schade, dass gerade die Leute, die im Alltag schon extreme Einschränkungen hinnehmen müssen, dann auch, wenn sie im Urlaub sind, eben nicht diese vielbesungene Freiheit und Flexibilität leben können, die uns ja am Camping so
fasziniert. Und es liegt insbesondere auch daran, dass zum einen viele Plätze sich überhaupt noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Aber selbst die, die es wirklich gut meinen und dann versuchen, einzelne Maßnahmen umzusetzen, das teilweise nicht so machen, dass es für Menschen mit Handicap tatsächlich sinnvoll ist oder für verschiedene Behinderungstypen auch sinnvoll ist. Und erschwerend kommt dann noch hinzu, dass die Angaben
teilweise leider fehlerhaft sind. Einfach, ich gehe davon aus, dass es einfach aus Unwissenheit passiert. Man hat da jetzt Maßnahmen umgesetzt und möchte dann halt auch seinen Campingplatz für dieses Klientel öffnen und vielleicht auch attraktiv machen. Aber... Ja, dann lese ich da barrierefrei oder behindertengerecht.
Aber wenn die Menschen dann dort ankommen, die Gäste mit Handicap, vielleicht mit Rollstuhl, mit Rollator oder mit anderen Einschränkungen, dann stellen die vor Ort leider fest, dass es halt für sie nicht tauglich ist. Und da bekommen wir, wir sind ja immer wieder an dem Thema dran, es ist ganz schwer, da an Informationen zu kommen aus dem Campingplatzbereich.
Wir bekommen aber von unseren Lesern immer wieder die Rückmeldung, dass es da halt ganz große Probleme gibt und dass für die im Prinzip dann der Urlaub versaut ist und dass sie wahnsinnig viel Recherchearbeit im Vorfeld reinstecken müssen, überhaupt an Informationen zu kommen. Und was ich mir halt wünschen würde oder wir als Camperstyle gemeinsam mit den Betroffenen wäre, dass man auch dort schafft, irgendwie Maßstäbe anzulegen, ähnlich wie bei den anderen Klassifizierungskriterien.
Also, dass man halt sich Listen vielleicht auch gemeinsam mit den Menschen mit Handicap erarbeitet. Da gibt es ja auch Verbände. Und diese Listen dann eben anlegt. Also wenn Platz schreibt, ich bin barrierefrei oder ich bin behindertengerecht, dass man dann auch darauf genau nochmal achtet und vielleicht die Plätze dafür so ein
bisschen sensibilisiert. Das würde ich dir gerne mit auf den Weg geben, dass ihr das vielleicht mal auch zu einem Schwerpunktthema macht, weil es ist ja nicht nur für behinderte Menschen wichtig, es ist auch für Menschen älteren Jahrgangs ein Kriterium, was entscheidend sein kann für die Platzwahl? Absolut, Nene. Also das Thema unterstützen wir massiv. Auf der einen Seite, weil wir glauben, dass Camping eben für handicapt Menschen eine gute Urlaubsform
sein kann, weil sie sehr viel selbst bestimmen können. Also sie sind in geringerem Maße auf Einrichtungen angewiesen als beispielsweise bei einem Hotelurlaub. Und zum anderen, weil wir wissen aus unseren Statistiken, dass die Gesellschaft veraltet, dass wir im Bereich Camping eben mittlerweile auch zunehmend Menschen auf dem Platz haben in der Alterskategorie, die
vor 20, 30 Jahren gegebenenfalls nicht mehr verreist wären. Und wir stellen fest, dass sich die Campingplätze sehr unterschiedlich, aber eben teilweise doch schon sehr, sehr gut auf dieses Thema einstellen. Und wir haben dafür einen extra Preis ausgelobt. Wir nennen diesen Preis demografischer Wandel und Barrierefreiheit und analysieren jedes Jahr unsere Campingplätze
in verschiedenen Kategorien. Diese Kategorien sind eben Innovation und Fortschritt, demografischer Wandel, Barrierefreiheit, Digitalisierung, Online-Marketing, also in verschiedenen Bereichen. Und dieses Thema demografischer Wandel und Barrierefreiheit, es war sehr interessant, weil ich in diesem Jahr eben tief eingetaucht bin und mir die Bewerber angesehen habe und gemerkt habe, Mensch, da gibt es schon Campingplätze, die sind da an der Stelle sehr, sehr weit, sehr, sehr transparent
und sehr, sehr visionär. Und das ist einerseits getrieben eben vielleicht durch eigene Erfahrungen. Aber, also, Beispiel, wenn du Handicap-Menschen in deiner Familie hast, dann bist du da viel höher sensibilisiert. Ich kenne Plätze, da ist genau das der Treiber gewesen. Aber es gibt andere Plätze, die das auch ganz klar als wirtschaftliches Kalkül machen, die einfach sagen, hey, wenn ich barrierefrei bin und wenn ich auf den demografischen Wandel setze, dann
wird das für mich perspektivisch mehr Umsatz bringen. Und beide Beweggründe sind total legitim. Ich möchte euch Beispiele nennen von sehr unterschiedlichen Plätzen. Es gibt einmal in Italien Union Lido, eine der ganz, ganz großen Plätze, sicherlich nicht eure Kategorie, wo ihr sagt, da fühlt ihr euch wohl. Das ist ein Platz, der in Spitzenzeiten bis zu 10.000 Campern auf dem Platz hat. Aber die haben Dinge eingeführt, wo du einfach sagst, wow. Also Beispiel Sandstrand
bei Union Lido. Es gibt für Rollstuhlfahrer eine Bahn sozusagen aus Holzpanelen, mit dem du mit deinem Rollstuhl bis ins Meer reinfahren kannst, dort eben entspannt mit deinem Rollstuhl zu baden. Oder an allen Pools gibt es Hebekräne, die dich als Rollstuhlfahrer da reinbringen. Für Jedes Gebäude dort auf dem Platz gibt es, wenn da Treppen notwendig sind, auch Fahrthilfen oder Aufzüge. Also irrsinnig viele Details.
Anderer Platz, Camping de Papillon in der Niederlande. Kleinere Platz, schön in der Natur, unweit der deutschen Grenze. Da ist jemand, der in seiner Familie eben eine Handicap-Person hat und der da sehr, sehr früh auch sehr radikal und sehr, wie soll ich sagen, umfassend dieses Thema angegangen hat. Also es gibt dort viele, viele Leuchttürme, aber ich stimme dir zu, das Thema kann noch mehr getrieben werden und ich stimme dir auch zu, die Informations-, also die standardisierte
Information darüber ist noch nicht gut genug. Wir erheben Teile davon, aber es müsste man viel genauer erheben Und es gibt in einzelnen Ländern wiederum einzelne Organisationen, aber es gibt noch niemand, der das wirklich übergreifend in Europa macht. Das fehlt und darauf muss die Branche hinarbeiten. Ich habe dazu noch eine Frage. Wo finde ich denn diese Plätze? Du hast es ja jetzt zwei genannt. Da gibt es sicherlich ganz viele weitere tolle Beispiele. Aber wie komme ich an die als Mensch mit
Behinderung? Auch das ist eine gute Frage. Wir haben bei uns in den Informationen, in den Campingführern und auch bei PINCAMP dazu eigene Icons sozusagen. Das heißt, behindertengerecht bei uns. Allerdings, das ist genau das Problem. Und das gibt es auch bei anderen. Aber es gibt letztendlich keine, wie soll ich es mal formulieren, es gibt kein Portal oder keine
Anbieter, der sich darauf spezialisiert hat. Und ich glaube, da musst du leider eben mit Google, mit Informationen wie bei uns Campingführer oder Pincamp, mit den Bewertungsplattformen recherchieren und ich glaube ehrlich gesagt in dem Segment ist das Thema Empfehlungsmarketing, also sprich und zum Mundpropaganda immer noch das beste System. Aber ich stimme dir komplett zu, das ist ein Feld, das ist nicht
sauber bestellt. Da tun wir das Beste, was wir tun können im Sinne von so viel wir machen können, aber da ließe sich noch sehr sehr viel rausholen. Vielleicht auch noch mal ein kleiner Hinweis, wenn Campingplatzbetreiber zuhören, die sich jetzt wahnsinnig abgeschreckt fühlen durch Hebekräne und ins Meer führende Rampen, weil das natürlich auch ein Kostenfaktor ist, den mit Sicherheit nur große Plätze tragen können, wenn man das so
umsetzen möchte. Es gibt ganz, ganz viele kleine Maßnahmen, die man mit wenig Geld, ähm, teilweise, ähm, auch nachträglich noch ganz einfach umsetzen kann. Und, ähm, mein persönlicher Ratschlag wäre wirklich, mal mit betroffenen Menschen zu sprechen. Weil die ganz oft tolle Ideen haben. Ähm, und natürlich auch am besten selbst sagen können, was sie bräuchten. Das macht keinen Sinn, sich da ins stille Kämmerlein zurückzuziehen und zu überlegen, was könnte denn? Man muss wirklich mit
den Leuten reden und nicht über die Leute. Und ich sag jetzt mal, angefangen von kleinen Rampen im Rezeptionsbereich, die man aus Beton gießen kann, bis hin zu eben darauf zu achten, dass dann die Duscharmaturen nicht in zwei Metern Höhe angebracht werden, sodass ein Rollstuhlfahrer auch noch dran kommt. Das sind eigentlich Dinge, die man mit relativ überschaubarem Aufwand erstmal umsetzen kann, bevor man jetzt vielleicht so eine
große Lösung dann anstrebt. Ja und neben der, ich nenne es mal Zielgruppe, gibt es ja auch noch eine ganze Menge andere und ich nenne es mal Special Interest, ohne jetzt jemand auf die Füße treten zu wollen. Es gibt ja Leute, die zum Beispiel gerne auf den Campingplatz fahren wollen, wo am liebsten Hunde nicht erlaubt sind. Oder es gibt Menschen, die wollen auf den Platz fahren, wo Kinder nicht erlaubt sind. Und wieder andere wollen auf Plätze fahren, wo eben Hunde
erlaubt sind. Und noch eine ganze Menge weiterer einfach Interessen, die ich völlig okay finde. Jeder soll das tun und machen, wonach ihm ist und worauf er Lust hat und er wird seine Gründe haben, warum er was will oder nicht will. Bietet ihr dafür auch Filter Und gibt es da auch so spezielle Gruppen, die relativ groß sind, die du so aus euren Daten vielleicht auch uns mitgeben kannst oder unseren Hörern? Absolut. Also die Filterfunktionen sind, ich würde sagen, eine der
wichtigsten. Oder fangen wir noch weiter oben an. Wenn wir diese beschreibenden Kriterien für Campingplätze auswerten, dann kategorisieren wir diese Campingplätze. Beispiel Camping mit Hund oder Beispiel Camping ohne Hund, Camping am See, Camping am Strand, Wintercamping, Camping nahe an Städten, also verschiedenste Kategorien. Und diese Campingplätze gruppieren wir zusammen in Listen und machen diese Listen dann eben bei Google findbar oder eben bei uns in
der Suche findbar. Und der andere Weg ist eben, jemand kommt über eine Region, Beispiel er sagt, er möchte nach Frankreich fahren und dann fängt er eben an zu sagen, er möchte nach Frankreich an einen Binnensee oder möchte eben in Frankreich einen Campingplatz haben, in dem Kinder erlaubt sind, Unterunter erlaubt sind. Und diese Filter sind extrem wichtig. Für diese Filter brauchst du eben diese verlässlichen Standardinformationen. Ich glaube, wenn wir so angucken, was sind so die wichtigsten
Campergruppen, Das ist relativ naheliegend. Für die Familien ist das Thema am Meer sehr oft ein sehr wichtiger Treiber. Familienfreundlichkeit, das heißt, dass es entweder Equipment, Spielplätze, was auch immer gibt oder teilweise eben Animation und Bespaßung. Das Thema mit Hund ist ein extrem wichtiges, aber ich musste auch lernen, wir hatten als wir PinCamp gestartet haben, ein Filter drin, Camping mit Hund, und ich glaube einer der ersten
E-Mails, die wir bekommen haben von Campern war, was soll denn das? Da muss ein Filter rein, Camping ohne Hund. Und dann habe ich begriffen, okay, das Thema scheint sensibel zu sein. Insofern, Mithund ist aber der größere Treiber, weil viele Camper eben einen Hund haben Und diese Urlaubsform für Hundebesitzer ja perfekt ist. Und dann kommen wir schon sehr
in filigrane Themen rein. Da geht es denn ist da ein Pool da, in der Vor-Saison, Nach-Saison spielt auf Campingplätzen, zumindest für Familien, eine nicht unwesentliche Rolle, gibt es dort Schwimmbäder. Also Beispiel, wenn du jetzt im April irgendwo in Norddeutschland unterwegs bist und hast eben jetzt eine Woche, wenn es dumm läuft, schlechtes Wetter, dann kann es schon mal sein, dass deine Zwerge sagen, Hey Papa, können wir ins Schwimmbad gehen?
Und das kann jetzt auf dem Platz sein, aber auch grundsätzlich, sagen wir es mal, Freizeiteinrichtungen, die im Umkreis von fünf bis zehn Kilometern unterwegs sind, die ja für einen Camper mit einem Wohnwagen toll erreichbar sind, für einen Wohnmobilisten schon wieder ein bisschen schwierig werden. Aber die Kernfrage, gibt es solche Filter? Ja und wir haben uns eben zur Aufgabe gemacht, diese Campingplätze so gut wie möglich findbar zu
machen. Und sollte irgendjemand von euch da draußen, der jetzt diesen Podcast hört, eine Idee haben, wenn er Pincamp mal angesehen hat und sagt, hey, aber ich bin derjenige, der sucht jetzt nach folgendem und das habt ihr nicht, dann lasst uns wissen. Wir versuchen immer wieder zu schrauben und das Ding besser zu machen und ganz ehrlich, die besten Tipps kommen immer von Campern, also Leute, die einfach viel unterwegs sind und uns ein bisschen aufs Pferd helfen.
Also was den meisten Systemen fehlt, du hast jetzt ja gerade angesprochen, ihr habt es teilweise sind tatsächlich Negativfilter, also dass ich auch auswählen kann, was ich nicht möchte. Die meisten Systeme liefern nur, was möchte ich. Das ist auf jeden Fall, was mir häufig fehlt. Das ist nachvollziehbar. Und bei einigen haben wir das schon, aber ich nehme diesen Punkt gerne mit und gebe ihn an meine Kollegen, die das Produkt
bauen, weiter. Denn diese Negativfilter am Anfang stolperst du so ein bisschen und denkst dir, aber tatsächlich, klar, wenn du sagst, das eine möchte ich kategorisch ausschließen, Beispiel Animation für Kinder. Momentan haben wir einen Positivfilter drin. Es könnte vielleicht auch sinnvoll zu sagen, okay, vielleicht wollen wir überhaupt gar nie Animation sehen. Also nehme ich mit, wertvoller Hinweis. Ja, solche solche Negativkriterien sorgen ja immer
für Polemik. Das merken wir ganz besonders beim Thema Camping ohne Kind. Aber auch beim Thema Camping ohne Hund zum Beispiel. Wir haben da Artikel zugeschrieben, ganz bewusst auch. Und das hat teilweise für richtige Shitstorms in den Communities gesorgt. Weil die Leute das einfach nicht akzeptieren können, dass es Menschen gibt, die im Urlaub mal keine Kinder sehen möchten. Und es sind ganz, ganz häufig Menschen, die entweder selbst Kinder haben, die schon ein bisschen älter sind jetzt aus dem
Haus. Oder, was ich noch häufiger beobachte, dass es Menschen sind, die mit Kindern arbeiten den ganzen Tag. Also Kinderkrankenschwestern, Erzieherinnen in Kindertagesstätten und so weiter, die einfach sagen, ich liebe Kinder, aber ich möchte einmal zwei Wochen im Jahr kein Kind mich haben. Ich finde das absolut nachvollziehbar. Genauso wie beim Stichwort, das du gerade gesagt hattest, Animation.
Wenn ich bewusst mit meinem Kind die Ferien verbringen möchte und mich mit dem beschäftigen möchte, dann kann es natürlich auch sein, dass eine Animation für mich da eher hinderlich ist, weil das Kind vielleicht dann lieber zur Animation gehen möchte, als mit Mutti im Matsch zu spielen.
Total. Also, diese Also, gerade beim Thema Negativkriterien Ich glaube Ich fände es schön, wenn wir in der Camper-Community so tolerant sind, dass wir akzeptieren, dass der eine oder andere eben etwas wünscht oder etwas nicht wünscht. Und dass es doch bitte die Entscheidung eines jeden einzelnen Camper ist, wie er seinen Campingurlaub verbringen möchte. Das Ist doch total
okay. Und ich finde, keiner sollte sich dafür entschuldigen müssen, dass er einen Hund mag oder nicht mag oder dass er eben einen Campingplatz mit Animation, ohne Maniation oder mit Kind und ohne Kind möchte. Dafür ist die Bandbreite groß genug. Und am Ende soll doch jeder einfach nur den Urlaub, die Freizeit verbringen, so wie er es am besten spürt und wie er Kraft auftanken kann, wie er die
Natur und die Freiheit mitnimmt. Dafür ist Camping da und ich glaube unsere Aufgabe ist diese Information zu liefern, aber lasst uns niemand mit dem Zeigefinger drauf zeigen und sagen, warum möchtest du sowas? Bitte, lasst alle so leben, wie sie möchten. Ja, damit sprichst du uns aus unseren Herzen, das ist genau das, was wir auch vertreten. Jeder hat seine Gründe, etwas zu mögen und nicht zu mögen und jeder soll genau
das tun, worauf er Lust hat oder keine Lust hat. Und die Toleranz auch zu akzeptieren, dass jemand anderes das oder jenes nicht möchte oder möchte und das nicht auf sich selber zu beziehen, ist glaube ich, tät uns allen gut und viele machen es ja auch schon. Und ja, in diesem Sinne hoffen wir, liebe Zuhörer, dass ihr einiges mitnehmen konntet. Ich habe selber eine ganze Menge noch für mich an Informationen und Learnings mitgenommen, habe gestaunt. Wenn es euch gefallen hat,
dann schreibt gerne einen Kommentar, wenn euch was fehlt. Oder wenn ihr auch gerne nochmal ein Thema behandeln wollt oder vielleicht auch eine Frage an den Uwe Fraers noch habt, dann geht doch auf kepperstyle.de slash podcast, da haben wir ein kleines Formular, dort könnt ihr uns Fragen, Themen und so weiter reingeben. Wir reichen auch Fragen an den Uwe weiter. Ja, mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich bedanke mich und sage schon mal Tschüss an unsere Hörer und Tschüss an euch beide.
Ja, vielen Dank auch von mir, lieber Uwe. Grüße nach Berlin und eine gute Zeit für dich. Tschüss. Vele Sebastian, herzlichen Dank, hat Spaß gemacht, euch alles Gute! Tschüss, ciao! Bis zum nächsten Mal. Ciao.
