Neu-Upload: Camping Anfängerfehler - podcast episode cover

Neu-Upload: Camping Anfängerfehler

Jul 27, 202444 minEp. 231
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Episode description

Damit ihr während unserer Sommerpause nicht komplett auf uns verzichten müsst, haben wir ein Best-of unserer beliebtesten Folgen für euch zusammengestellt, bevor wir uns zum Caravan Salon wieder zurückmelden. Wir begleiten euch also weiterhin jeden Samstag – heute mit unseren Anfängerfehlern vom 05.09.2020. Hinweis: Wir haben die Folgen nicht nochmal überarbeitet, weil wir die dafür nötige Zeit und Energie lieber in neue Themen für euch stecken wollen. Wenn ihr also alte Werbung, abgelaufene Rabattaktionen oder uns selbst hört, wie wir mit Begeisterung über „unser Buch das bald erscheint” sprechen, seht es uns nach :) Umgangsprachlich sagt man ja „Aller Anfang ist schwer.“ Das stimmt teilweise, den Anfänge können auch sehr lustig sein. Gerade in dieser Episode haben Nele und Sebastian in Erinnerungen geschwälgt und ihre Anfängerfehler zusammengetragen. Es beginnt mit dem scheinbar typischsten Fehler dem Kühlschrank, der nicht verriegelt wurde und während der Fahrt in der Kurve den ganzen Inhalt verloren hat. Das Selbe ist Nele und mir auch passiert. Zusätzlich ist uns noch die Sahne aufgeplatzt. Nele und ich waren nach dem Kauf unseres Wohnwagens auch so euphorisch, dass wir ohne Bedienungsanleitung, Wasserkanister und wenig Geschirr direkt losgefahren sind auf unseren ersten Trip. Das stellte sich auch als etwas chaotisch heraus. Doch wir bekamen von Mitcampern direkt Unterstützung. In dieser Episode geht es allerdings nicht nur um lustige Panne sondern es kann auch gefährlich werden. Gerade beim Einparken des Wohnmobils oder Wohnwagens ist immer darauf zu achten, dass Insassen wie Kinder oder Tiere nicht das Auto verlassen. Es kann dabei zu lebensgefährlichen Situationen kommen, weil man gerade beim Einparken 2 Augenpaare benötigt zum einweisen und man schnell etwas übersehen kann. Doch das passiert, Gott sei dank selten. Hört unbedingt rein.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Campingpodcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und heute unterhalten wir euch mal mit unseren Anfängerfehlern und wie ihr sie vielleicht vermeiden könnt. Ja, dann steigen wir direkt voll ins Thema ein. Ich glaube, wir haben beide sehr viel zu berichten aus eigener Erfahrung und auch aus Erzählungen von Camperkollegen.

Möchtest du anfangen oder soll ich mal direkt? Also unser Klassiker ist der Kühlschrank, der in der Kurve den Käse ausspuckt, weil man schlicht und einfach vergessen hat, die Verriegelung zu schließen. Also Das ist wirklich so das Erste, was uns passiert ist. Kühlschrank vollgemacht, losgefahren, erste Kurve, Rabom, Käse draußen, Butter draußen, Wasser draußen,

Kühlschrank halb leer. Ja, wie kann man es vermeiden? Wir haben uns nach einer Weile so eine Losfahren-Checklist gemacht oder eine Abfahren-Checklist. Die gibt es auch bei uns bei Camperstyle, werden wir hier verlinken. Und wenn man die Checkliste durchgeht, vergisst man das beim nächsten Mal nicht. Ja, bei uns, wir haben auch schon Erfahrungen mit Kühlschrank. Bei uns war es die Sahne, die wir dann 1 Uhr 30 morgens an einem Stellplatz in Frankreich aus dem ganzen

Wohnwagen putzen durften. Der Hund hat allerdings fleißig mitgeholfen, von daher war das dann relativ schnell wieder behoben. Aber ich kann nur berichten, dass bei uns schon die allererste Fahrt eine

totale Katastrophe war. Wir haben nämlich ganz aufgeregt unseren Wohnwagen vom Händler abgeholt und wollten dann natürlich, weil ich ja ein grundlegend ungeduldiger Mensch bin, sofort auf den Campingplatz damit und schon mal ein paar Nächte darin verbringen, waren natürlich, anders als wir das mit unseren Einsteigern ja immer predigen, überhaupt nicht vorbereitet.

Und es ging schon damit los, dass wir keine Zusatzspiegel hatten. Also die Spiegel, die man sich auf die PKW-Außenspiegel steckt, ein breiteres Sichtfeld hinter dem Wohnwagen zu haben oder am Wohnwagen vorbei. Dann kamen wir relativ spät schon auf den Campingplatz an, spät nachmittags. Und sind dann als erstes komplett gescheitert am Öffnen der Anti-Schlinger-Kupplung, weil wir immer gedacht haben, da muss man irgendwie so ganz sanft ein Knöpfchen drücken

und dann geht es quasi wie von Geisterhand auf. Es haben dann auch diverse Nachbarn versucht uns zu helfen. Ein Norweger hat dann sogar sein mobiles Internet genutzt, zu gucken, ob wir irgendwie Informationen im Internet finden, weil wir nämlich in unserer Nervosität auch noch alle Bedienungsanleitungen beim Händler vergessen hatten und der mittlerweile

geschlossen hatte. Und dann kam irgendwann ein etwas kräftig gebauter Camper-Kollege, kam wortlos an, riss das Ding auf und dann gucke ich den an und sage so, ja, wie hast du das jetzt gemacht? Und dann lächelt er nur und zeigt auf seinen Bizeps. Und ja, dann war die Sache

klar. Ja, und dann hatten wir natürlich auch nix dabei, wir hatten irgendwie nur so ein bisschen Geschirr und wir hatten noch nicht mal einen Wasserkanister dabei, dann mussten wir also den Tank mit 1, 5 Liter PET-Flaschen auffüllen und solche Scherze. Also es war wirklich, es war total katastrophal und wenn ich jetzt manchmal sehe, wie gut unsere Anfänger vorbereitet sind, kann ich neidisch darauf blicken, weil wir blindlings losgefahren sind. Das war

unsere erste Campingerfahrung. Am nächsten Tag wollte ich probieren, die Camping-... Nein, ein paar Tage später war das, weil die war schon ziemlich voll, die Campingtoilette zu entleeren. Und bin dann da auch, ähm, ja, etwas rustikal vorgegangen und hab die halt aufgeschraubt und dann das Knöpfchen gedrückt und einfach mal gekippt. Und es war wohl etwas zu unsanft, was dann, wie soll ich das jetzt diplomatisch ausdrücken, es war, also es ist

mir alles die Ohren geflogen, auf gut Deutsch gesagt. Dann war ich auch erst mal bedient. Ja, also unsere erste Campingerfahrung war chaotisch, aber trotzdem sehr schön und ich denke das ist auch so ein bisschen was wir den Leuten heute mitgeben wollen. Lasst euch nicht entmutigen, wenn vieles schief geht bei uns ging erstmal alles schief Und wir sind trotzdem dabei geblieben. Aber du hast bei der Toilette das Knöpfchen gedrückt. Ganz

klassischer Anfängerfehler. Da kommt gar nichts raus, wieso tröpfelt es denn nur? Drück mal den Knopf. Genau, und den habe ich dann sehr abrupt gedrückt. Und das war ein großer Fehler. Also den sollte man vorsichtig drücken und dann auch die Toilette vorsichtig nach unten neigen, bis so ein bisschen was rauskommt und dann kann man da eventuell auch ein bisschen forscher vorgehen, aber am Anfang lieber etwas vorsichtiger. Ja, Toilettenkassette entleeren ist schon eine Nummer für sich am Anfang.

Also klar, wird man irgendwann routiniert, aber… Auch da werden wir euch ein paar Informationen zu verlinken, weil ich jetzt hier nicht so ins Detail gehen möchte. Aber Ich glaube, ihr hattet auch ein paar Toilettengeschichten schon, ne? Auf unserer ersten großen Fahrt mit dem Wohnmobil sind wir, oder haben wir quasi eine Begleitfahrzeug für drei Freunde gemacht, die haben eine Fahrradtour gemacht, die sind in Lenzburg gestartet und sind bis nach Oberstdorf gefahren. Und die sind überhaupt der

Grund, dass sie das Wohnmobil haben. Auf jeden Fall waren wir Begleitfahrzeug und hatten also quasi drei Nicht-Camper mit dabei. Ab und zu, wenn einem von den Jungs sozusagen die Muskeln schwach waren oder der hintern wehgetan hat, dann haben wir quasi das Fahrrad hinten auf dem Fahrradträger

gepackt und die sind halt im Mobi mitgefahren. Und wie es so ist, unterwegs muss Notdurch verrichtet werden und einer der Kollegen ist dann also auf der Toilette verschwunden, sein großes Geschäft zu erledigen, und kommt dann wieder raus und druckt so ein bisschen rum und fragt dann so, wie kriege ich das denn jetzt weg? Und ich gucke ihn mit großen Augen an und

sage, hast du nicht vorher die Klappe aufgemacht? Also hatten wir ihm natürlich auch nicht gesagt, denkst du nicht dran, wenn du das jetzt ein-, zweimal schon gemacht hast, ne, dann denkst du da nicht mehr dran. Und er hat das halt nicht gewusst, klar, hat einfach losgelegt und hat sich danach gewundert. Darf ich fragen, wie er es dann beseitigt hat? Man konnte Gott sei Dank den Schieber dann noch aufmachen und hat dann quasi den Rest so ein bisschen mit Toilettenpapier gesäufert.

Ja, man lernt damit. Aber es ist nicht so schlimm wie das, was ich von einem durchaus schon betagteren und erfahrenen Camperkollegen gehört habe neulich. Die sind nämlich mit dem Wohnmobil vom Campingplatz dann nach ein paar Tagen runtergefahren. Dachten sich dann, als sie dann am Checkout waren, also noch mal aus dem Wohnmobil raus und an der Rezeption dachten die, was ist das denn für eine Spur? Haben wir da irgendwie

Wasser verloren? Und ja, dann hatte wohl die Ehefrau nach der letzten Leerung vergessen, den Toiletten- Tankschieber, also was man außen bedient, die, den Schwarzwassertank zu entleeren, den hatte die nicht geschlossen. Und dann haben die halt, die standen ganz, ganz hinten am Campingplatz und dann haben die halt schön über den kompletten Platz ihre Soße verteilt und haben es erst hinterher gemerkt und mussten dann quasi flüchten, bevor sie

erkannt werden. Und es war auch noch ein Campingplatz, wo die relativ häufig waren. Also von daher, es geht immer schlimmer. Bei uns ist so ein Klassiker am Anfang auch gewesen, Dachluke oder Seitenfenster zu vergessen. Oh ja, da sieht man ja auch oft die Kollegen auf der Autobahn mit wackelnden Dachluken, ne? Ja, ich war der

mit dem wackelnden Seitenfenster. Also da war ich auf dem Weg zu euch zum Caravansalon und war ein bisschen im Stress, ne, musste schnell gehen, hatte eine kurze Pause gemacht auf dem Rastplatz, irgendwie ganz schnell was gegessen, schnell Toilette und hatte keinen Bock rauszugehen, es war so rappelvoll und hab mich quasi so wie gesetzt, zum Essen Fenster auf Und hab dann noch dran gedacht, irgendwie das Dachfenster zuzumachen und das Fenster der Toilette zuzumachen und

hab aber das große Fenster neben der Dinette vergessen und fahr so los und denk, ist aber windig hier, naja, fährst du mal weiter. Fahr auf die Autobahn auf und dann fuhr da schon so ein LKW an mir vorbei und ich sah so im Rückspiegel, wie das Fenster links hoch klappte und wieder nach unten. Und dachte, ach du Schreck, was machst du denn jetzt? Dreisprüge Autobahn, alles rappelvoll. Und dachte, na, versuchst du mal, bis zur nächsten Abfahrt zu

kommen? Und jedes Mal, wenn mich ein LKW beholt hat, also wir waren halt ein altes Fahrzeug, ich war nicht so schnell. Und jedes Mal klappte das Seitenfenster hoch und ich dachte, oh Gott, wenn das rausfällt. Weil die sind ja nur eingehängt, ne? Wenn das hoch genug schwingt, dann kann das halt auch rausrutschen durch den Fahrtwind. Und hab mich dann relativ zügig entschieden, nee, das geht so nicht, du musst jetzt

anhalten. Dann kam Gott sei Dank auch so eine Nothaltebucht. Da bin ich halt raus gefahren, hab dann das Fenster zugemacht und dann war das in Ordnung. Das nächste Problem war aber, mit meinem langsamen Fahrzeug auf einer dreisprügen Autobahn, Freitagnachmittag im Ruhrpott von einer Nothaltebucht wieder aufzufahren. Ich hab da irgendwie zehn Minuten gestanden und in eine Lücke, ah, wieder

ein Lkw, nein, okay. Und irgendwann habe ich mir dann halt den, sozusagen, allen Mut zusammengenommen, habe Vollgas gegeben, bin so auf dem Standstreifen beschleunigt, die LKWs rasen an mir vorbei und dann irgendwann halt Blinker und rübergezogen und ja, dann war alles gut. Aber das war auf jeden Fall ein bisschen Adrenalin. Es passiert übrigens nicht nur mit Fenstern und Dachluken, sondern

gerne auch mal mit Satellitenschüsseln oder Antennen. Da haben wir neulich erst wieder jemanden ausgebremst auf der Autobahn, weil da die Antenne noch ausgeklappt war und der fuhr da bestimmt so mit 100, das war ein Wohnmobil. Und wir also wild winkend und haben immer auf diese Antenne gezeigt und der wusste gar nicht, was wir meinen. Aber das war so klar, dass die jetzt irgendwann in den nächsten Minuten oder spätesten Stunden ihm die Ohren fliegen würde oder im

Zweifel den Leuten hinter ihm. Ja, also ich weiß nicht, ob er es dann gerafft hat, aber auf jeden Fall, wir haben alles gegeben und merkt euch also, liebe Zuhörerinnen und Zuhörer, Auch das sollte bitte mit auf die Checkliste und steht übrigens auch auf unserer Checkliste. Und wichtig auf die Checkliste die Maße des Fahrzeugs, das Gewicht des Fahrzeugs. Oh ja. Weil bei Antenne habe ich da auch noch einen Punkt.

Wir hatten uns am Anfang nach dem ersten Jahr, weil wir ja viel Internet brauchen zum Arbeiten, eine Satelliten Internet Antenne aufs Dach gebaut. Es war ein bisschen anstrengend, das sind nämlich relativ große Schüsseln mit einem extrem großen LNB und einem langen Arm und wir haben dann eine Halterung gebaut und das Ganze hat das Fahrzeug halt ein bisschen höher gemacht und in Frankreich, das war auch so ein typischer Tag, wo so eine

Fehler passieren. Du fährst früh los, alles gut, plötzlich kommen irgendwie Sachen dazwischen, eine Umleitung, eine Baustelle, ein Stau, du isst nichts, du bist genervt, dann musst du tanken, fährst du in die Stadt rein, da ist die erste Tankstelle gesperrt, die zweite Tankstelle hat ne Höhenbegrenzung für PKW, die dritte Tankstelle, oh ja, da kannst du drunter und achtest nicht auf das kleine Schildchen, was ganz klein oben an der

Decke der Überdachung befestigt ist. Fährst und mit einmal macht es nur noch.

Da war so eine Kette oben gespannt unter dem Dach, sodass man quasi merkt, wenn man dagegen fährt, haben wir auch gemerkt und ich bin dann zurück gefahren, bin dann rückwärts von der anderen Seite rein, da ging das, da war nämlich keine Kette und die Höhe hat gut gepasst, haben dann getankt und sind weiter gefahren und dann irgendwann eine Stunde später irgendwo am Meer auf einer Klippe gestanden und haben erst mal den Geburtstag meiner Frau gefeiert und erst mal gechillt und am nächsten Tag

dachte ich, komm jetzt gehst du aufs Dach und guckst dir das mal an. Und dann hatten wir quasi diese Satellitenschüssel auf zwei Aluleisten, die quer übers Dach waren, gespannt, die auch verschraubt waren. Und eine Aluleiste hat es auf einer Seite rausgerissen, das Dach war an der Stelle so fünf Zentimeter im Durchmesser, drei, vier Zentimeter hochgezogen, klaffte in dicker Spalt. Und ich bin erstmal wieder runter, bin

inzwungen, hab erstmal einen Schnaps getrunken und dachte, oh Gott. Einen doppelten.

Wenn es jetzt regnet. Und dann, naja, bin ich wieder hoch, hab diese ganze formale Deidesatzschüssel wieder abgebaut, weil die hat überhaupt nie sinnvoll gut funktioniert, hab das alles runtergerissen, hab dieses Dach mit dem Hammer wieder runtergeklopft, habe erstmal notdürftig da Gaffatep drüber geklebt, weil es tatsächlich auch sich Regen angekündigt hatte und dann sind wir zwei Tage später im Campingladen gewesen, da habe ich mir so ein bisschen

Reparaturblech gekauft und habe das dann mit Sikaflex einfach da auf das Loch geklebt, habe die Nähte noch ein bisschen notdürftig gedichtet und dann konnten wir erst mal noch ein Vierteljahr so weiterfahren, ohne dass es reingeregnet hat. Also habt wirklich die Höhen, Breiten und auch die Gewichtsbeschränkung eures Wohnmobils im Auge, dann kann da eigentlich auch wenig passieren. Und letzter Tipp dazu, achtet auf die Schilder.

Und die Höhen vor allem mit Aufbauten, also nicht nur die reinen Fahrzeughöhen, sondern auch mal messen, wenn ich irgendwie was in der Klimaanlage oder irgendwas auf dem Dach habe oder eine Sat-Antenne, dann einmal gucken, wie hoch ist die denn und das dann zur Größe des Fahrzeugs dazu addieren. Gleiches gilt für Fahrradträger am Heck zum Beispiel. Die muss ich ja

auch dann mit berücksichtigen. Ja, und das klingt jetzt für erfahrene Camper und mittlerweile für uns auch lächerlich, aber wenn man, wenn man halt damit anfängt, wenn du Autofahrer bist, dann hast du, dann erkennst du automatisch die Kennzeichen. Also es passiert unterbewusst, Du achtest unterbewusst auf alle, nicht Kennzeichen, sondern alle Verkehrsschilder. Du nimmst die unterbewusst wahr und reagierst auch danach. Manchmal geht dir auch eins

verloren. Wenn du jetzt plötzlich mit dem Wohnmobil oder mit dem Wohnwagen losfährst, dann hast du diese Routinen noch nicht. Und dann passiert es eben ganz schnell, dass du in diesem Autopilot unterwegs bist. Also wir denken ja die meiste Zeit beim Autofahren nicht nach, sondern das passiert ja automatisch, weil wir das so oft schon gemacht haben. Und dann siehst du eben diese

neuen Kennzeichen oder Verkehrsschilder, auf die du jetzt achten musst, siehst du noch nicht. Die Höhenbeschränkungen, die Breitenbeschränkungen, die Gewichtsbeschränkungen, das muss man erst mal lernen. Und das ist gerade die ersten Fahrten sehr, sehr aufregend und dann muss man wirklich sehr, sehr aufmerksam sein, dass man das mitbekommt und dass einem da

kein Fehler unterläuft. Beim Stichwort verlorengegangene Gegenstände, Also es können nicht nur Dachluken und Sattschüsseln während der Fahrt verloren gehen, sondern auch ganze Wohnwagen. Auch das ist nicht nur uns schon passiert, sondern einigen anderen Menschen auf dieser Erde. Also, bei uns war auch eine der ersten Fahrten, da hatten wir den Wohnwagen nicht richtig angekuppelt. Und es war Gott sei Dank nur auf einem Privatgelände,

wo wir den abgestellt hatten. Es war halt ein bisschen langgezogen. Irgendwann schepperte es dann, Und auf einmal kam so ein Blocker, bremste dann irgendwie alles ab. Und dann haben wir gemerkt, oh shit, Wohnwagen hängt nur noch am Abreißseil. Das aber Gott sei Dank seine Aufgabe verrichtet hat und den Wohnwagen tatsächlich gebremst hat. Ich hab jetzt schon mehrfach von Leuten gelesen, die tatsächlich während der Fahrt auf Autobahnen oder

Landstraßen ihre Anhänger verloren haben. Und der extremste Fall war wohl, glaube ich, letztes Jahr hier ganz in der Nähe bei uns auf der B2. Der hat das erst nach wirklich vielen, vielen Kilometern, ich glaube, irgendwie 50 oder 80 Kilometern, gemerkt, dass sein Wohnwagen plötzlich nicht mehr hinten dran hing. Der stand dann einsam und verlassen, irgendwie so halb am Standstreifen hier an der Bundesstraße.

Und da hilft eben nicht nur wirklich das Ankuppeln sehr sorgfältig vorzunehmen, indem man nicht nur, also nicht aufhört, wenn die Anhängekupplung oder das Kupplungsmaul des Wohnwagens auf der Anhängekupplung des Zugfahrzeugs sitzt, sondern einfach das Stützrad dann nochmal nach unten kurbeln, sodass es das Fahrzeug, das Zugfahrzeug leicht anhebt, dann weiß ich, okay, die Anhängekupplung sitzt sicher. Sondern man sollte auch mal zwischendurch in den Rückspiegel gucken, ob das

Ding noch dran ist. Ja, klingt banal und kann trotzdem helfen. Was für uns noch ein Klassiker ist oder ein Klassiker war am Anfang die erste Woche, wir waren nicht darauf vorbereitet, dass wir so viel Kleingeld brauchen. Dass wir für Stromautomaten Kleingeld brauchen, dass wir für die Waschmaschine Kleingeld brauchen, dass wir für manche Parkautomaten Kleingeld brauchten auf den Stellplätzen. Also wir hatten natürlich ein paar Euro Kleingeld dabei, aber nicht diese Mengen, die wir eigentlich

gebraucht haben. Und wir sind dann, ich glaube nach drei Tagen oder vier Tagen, haben wir erstmal eine Sparkasse angesteuert und haben uns dort erstmal eingedeckt mit Kleingeld. Haben irgendwie eine Rolle 1 Euro, eine Rolle 2 Euro und eine Rolle 50er uns geholt und

waren dann tatsächlich auch gut vorbereitet. Und mittlerweile haben wir so eine kleine Kiste bei uns in der Besteckschublade und da wird jedes Kleingeld, also 1, 2, 50 Cent Stücke drin gesammelt und seitdem ist uns das nie wieder ausgegangen. Ja, das haben wir mittlerweile auch. Auch so für Duschen und teilweise auch Abspülbecken für Warmwasser und Waschmaschinen, Trockner auf den Plätzen. Also Kleingeld ist immer gut und ein, zwei Euro und 50 Cent

geht meistens auch noch. Also sammelt es immer schön auch so von den Einkäufen zu Hause und packt euch das einfach irgendwo griffbereit ins Fahrzeug rein. Habt ihr da eigentlich auch so eine kleine Sammlung an diesen Spezialmünzen, die man für manche Duschen braucht? Ja, leider sind die, die sind immer unterschiedlich, aber wir kaufen, wir haben es dann immer zu viel und auf manchen Plätzen kann man die dann nicht mehr zurückgeben. Also wir haben tatsächlich eine richtige kleine

Münzsammlung und haben aber immer verpasst, die zu beschriften. Das heißt, wenn wir jetzt jemals wieder an den Campingplatz fahren, wo wir die mal gekauft haben, werden wir die nie wieder zuordnen können und müssen dann mit so einem Kartoffelsack

wahrscheinlich in die Duschen gehen und alle durchprobieren. Also das ist auch eine gute Sache, wenn ihr zu viele Münzen habt, dass ihr die einmal beschriftet, weil häufig steuert man ja Campingplätze, die einem gut gefallen haben, nicht nur einmal an und dann könnt ihr die vielleicht wiederverwerten mit etwas organisatorischem Geschick. Aber ich möchte jetzt nochmal, du hast jetzt so einen Anfängerfehler genannt, der ist, den finde ich nicht so

drastisch eigentlich. Ich möchte gerne auf ein paar Fehler, die ich von euch kenne, zurückkommen, die ich viel lustiger finde. Ich sage nur das Stichwort Stromkabel. Das war kein Anfängerfehler. Das ist mir nämlich … Das war ein fortgeschrittener Fehler. Das ist mir tatsächlich nach vier Jahren noch passiert. Also, die meisten Fehler passieren ja, wenn man irgendwie im Stress und in der

Hektik ist. Und es war irgendwie, ich muss gerade überlegen, ich glaube, ach Ja, genau, wir standen auf einem Platz, relativ alleine und auch schon relativ lange, und wir wollten umparken, auf einen anderen Platz wechseln, wo mehr Schatten war. Und eine Frau war, glaube ich, nochmal duschen gegangen oder mit dem

Betreiber schnacken oder sowas. Und ich wollte schon mal quasi vorbereiten und hab dann so weit im Wohnmobil alles zusammengepackt und alles fertig gemacht und dachte, ach komm, da fährst du schon mal los. Und eigentlich war ich gar nicht so im Stress, wird mir gerade bewusst, sondern ich war einfach ungeduldig. Ich wollt's grad sagen, ja. Und hab sozusagen alles

zusammengepackt, hab den Motor schon mal angelassen. Ein LKW, der muss also ein klein wenig immer laufen, damit er quasi seine, seinen Prepszylinder wieder füllt. Also das ist auch ganz spannend. Ja, Manche denken, wir machen das, sie zu ärgern, dass wir halt unser Wohnmobil erst mal zwei, drei, vier, fünf Minuten laufen lassen oder weil wir das warm laufen lassen

müssen. Nein, wir haben einfach eine Bremsanlage, die ist meistens leer, wenn wir länger stehen und die muss erst mal mit Luft gefüllt werden und dafür muss der Motor laufen. Na ja, auf jeden Fall, die Bremse funktioniert wieder. Ich habe die Bremse gelöst und bin langsam losgefahren. Und bei siebeneinhalb Tonnen merkst du nicht, wenn dein Stromkabel noch dranhängt. Und ich fahre halt los und sehe das nur auch im rechten Rückspiegel, wie das da quasi dann wegschnellt

und hatte ein bisschen Glück im Unglück. Das hat sich tatsächlich im Stecker gelöst und dann hat es quasi das Kabel aus dem Stecker rausgezogen. Es ist nichts kaputt gegangen außer dem Kabel. Sehr schade, weil es ein ganz tolles Kabel war mit dem eckigen Stecker. Das vermisse ich immer noch, weil ich immer noch kein neues gefunden habe hier in Portugal. Aber ja, das kann dir auch nach vier Jahren noch passieren. Und ich glaube, als Anfänger ist so ein Stromkabel vergessen

noch viel wahrscheinlicher. Auch da hilft die Checkliste vor der Abfahrt und oder oder ein aktuelles Campingfahrzeug. Die haben nämlich so einen kleinen Piepser, der meldet sich, wenn dann Strom noch angeschlossen ist. Ja und Stichwort

Stromkabel. Nicht nur am Campingfahrzeug selber bitte, sondern auch wenn ihr mit Wohnwagen unterwegs seid, das habe ich jetzt schon so oft gehört, gerade auch in unserer Anfängergruppe ist es schon mehreren Leuten passiert, dass die beim Abkuppeln des Wohnwagens vergessen, das Kabel zu ziehen, mit dem man den Wohnwagen mit dem Auto verbindet, also diesen 13-poligen Stecker, diesen sogenannten.

Und wenn ihr den vergesst, der flutscht nicht einfach aus der Steckdose raus, weil der wird so eingedreht und da entstehen wirklich ganz miese Schäden. Also da bitte immer noch mal einen letzten Blick drauf werfen, dass der tatsächlich abgezogen ist. Noch mal was nicht so schlimmes mit reinnehmen, was uns auch immer mal wieder passiert, ist ein

Wasseradapter, den man vergisst. Ihr kennt diese Gardena Adapter, diese Klick Adapter und man schraubt den einfach auf den Wasserhahn drauf, wenn man eben Wasser zapft und die Dinger lasse ich regelmäßig irgendwie an den Wasserhähnen hängen. Das Schöne ist aber, dass ich auch regelmäßig diese Dinger an Wasserhähnen finde und dann einfach mitnehme Und da entsteht sozusagen so ein Tausch unter Wohnmobilisten, dass man sich quasi diese Wasseradapter

austauscht. Also ich habe eine ganze Menge vergessen, eine ganze Menge gesammelt, habe aber trotzdem nach wie vor nur zwei verschiedene an Bord, also weder zu viel noch zu wenig. Also quasi so wie bei den Rauchern mit den Feuerzeugen. Genau. Die sind nie bei dir, aber irgendeiner hat immer eins. Stichwort vergessen. Wie viele Trittstufen und Auffahrkeile habt ihr schon irgendwo liegen lassen? Null. Was? Einfach, weil unsere Trittstufen immer ein sehr, sehr lautes, sehr, sehr nerviges

Geräusch von sich geben. Ihr habt die Einfahrbahn. Wir haben die Einfahrbahn, genau, und wir haben uns auch sozusagen so einen Teufel getan, das zu deaktivieren. Da gibt es auch so Kollegen, die das dann deaktivieren und dann erzählen ja und letztens habe ich sie mir dann abgefahren, weil ich es vergessen habe. Ist manchmal nervig, gerade wenn man auf dem Platz nochmal kurz rangieren möchte, aber ist halt durchaus eine sehr hilfreiche Geschichte. Also nein, keine Drittstufe verloren,

vergessen. Ja, Keile, also ich glaube, wir haben schon die dritte Generation unterlegt, Keile, ach, du nutzt die mal auf der Wiese und fährst drauf und dann wird der ein bisschen schräg und dann macht es knack und dann ist er kaputt. Wir haben sie noch nicht vergessen, weil tatsächlich immer noch mal jemand draußen rumguckt und dann eben schaut, das wird nichts aus Versehen zurück lassen. Bei uns wird niemand und nichts zurückgelassen. Bei uns schon.

Also wir haben neulich so eine schöne, das ist wie so eine Holzfliese, die man auch normalerweise auf Terrassen verbaut und die haben wir immer genutzt, quasi als Fußabtreter vor dem Einstieg. Die haben wir jetzt leider auch bei einer der letzten Touren irgendwo wahrscheinlich im hohen Gras vergessen, weil normalerweise, und das würde ich auch empfehlen, geht bei der Abfahrt immer noch mal jemand wieder raus und guckt auf der Parzelle oder auf dem Stellplatz, ob irgendwas liegen gelassen wurde.

Aber die haben wir tatsächlich auch übersehen. Und viele andere Camper berichten halt über diese Vorleger, diese Fußmatten, die dann auch häufiger mal den Besitzer wechseln. Also da einfach immer noch mal einen letzten Blick werfen. Ja, dann wieder was nicht so Schlimmes ist das Thema Ressourcen. Ganz klassischer Fehler, den wir am Anfang gemacht haben, ist sozusagen viel zu spät zu entsorgen und viel zu

spät zu versorgen. Also das heißt Frischwasser aufzufüllen und dann denkst du, naja, es kommt ja beim nächsten Platz ist ja wieder eine Entsorgung, die Toilette passt schon noch bis dahin und dann kommst du zur nächsten Entsorgung und musst feststellen, die ist kaputt. Und das, was wir daraus gelernt haben, immer dann Ressourcen auffüllen bzw. Leer

machen, wenn es geht. Also das heißt, lieber an jedem Stopp auf einem Stellplatz, wenn ich eine Entsorgung habe, einmal entsorgen, auch wenn gar nicht viel drin ist, als eben den dritten Platz anzufahren und zu merken, ja, hier ist auch die Entsorgung kaputt. Ja, vor allem auch die Toilette immer gerne entsorgen, weil dann ist es auch nicht so schlimm, wenn man vor der Abfahrt mal vergisst, den Schieber zuzumachen. Das ist uns tatsächlich noch nicht passiert, möchte ich betonen.

Aber ich weiß durchaus auch von Leuten, die dann auch Dinge putzen durften, die unangenehmer als Wasser und Sahne waren. Das haben wir auch noch nicht gehabt. Was wir oder was ich häufiger im alten Fahrzeug vergessen habe, sind die Stöpsel in den

Waschbecken. Wenn du die nicht drin hattest, also diese kleinen Siphons, die eigentlich unter so Waschbecken sind, die sind im Wohnmobil durchs Fahren relativ schnell leer und dann schützen sie oder dann halten sie nicht mehr den Geruch zurück und deswegen haben wir eigentlich immer die Stöpsel reingemacht. Ich habe die aber gerne regelmäßig vergessen, obwohl sie

auf unserer Checkliste standen. Und dann fährst du und spätestens, wenn du irgendwie ein Fenster aufmachst, denkst du, uff, die Stöpsel vergessen. Das ist tatsächlich bei uns gar nicht. Wir machen die nie drauf und es riecht auch nicht, aber ich höre das immer wieder von Wohnmobilfahrern insbesondere. Wahrscheinlich, also wir leeren ja den Grauwassertank immer aus, das ist ja so ein Rolltank bei uns, aber wahrscheinlich, wenn der noch dranhängt, Also

ein festverbauter Tank, dann wird es da duften. Ja, das kann ich mir vorstellen. Das ist genau der Punkt. Bei euch ist der Tank nicht fest. Ja. Dann würde ich noch mal zu einem ernsteren Thema kommen, das tatsächlich uns auch sehr am Herzen liegt, nämlich das Thema Beladung. Da gibt es ja auch Artikel bei uns, die würde ich euch auch noch mal in die Show Notes packen. Ganz, ganz viele Menschen und nicht nur Anfänger sind leider komplett falsch oder überladen unterwegs. Und wir

auch. Auf unserer ersten Tour, die war auch nur milde 14.000 Kilometer lang. Wir haben den Wohnwagen, wie gesagt, etwas blauäugig gekauft, haben uns da auch irgendwie nicht vorher richtig informiert, sondern halt einfach alles reingestopft. Waren in ganz Europa da mit auf Tour, mit noch Fahrrädern auf der Deichsel und also wirklich allem möglichen Kram mit Vorzelt und weißer Geier, was wir dann noch alles mitgeschleppt haben, was wir

auch teilweise dann gar nicht brauchten. Und das böse Erwachen kam dann, als wir dann hinterher mal bei dem Werkstatttermin irgendwie so hatten, die uns gefragt, ja, wollt ihr mal, dass wir den mal wiegen? Wir so, ja, ja, klar, gerne. Und dann kam halt dabei raus, dass wir ungefähr mit, ja, also ich will nicht sagen doppelter Stützlast, aber schon annähernd der doppelten Stützlast leider gefahren waren, ohne es zu bemerken. Und das Fahrzeug insgesamt war auch ziemlich überladen,

weil die Stauräume natürlich auch dazu so ein bisschen verführen. Und wenn man nicht wirklich die Lärmmasse mit dem ganzen Zusatzzubehör wie Markise und so weiter im Blick hat und

nicht genau seine Zuladung kennt, dann passiert es halt wirklich sehr sehr schnell. Und da würde ich euch dringend empfehlen, nicht nur in den Fahrzeugschein zu gucken, sondern tatsächlich mit dem leeren Fahrzeug mal auf eine Waage zu fahren und auch genau zu überlegen, was ihr einpacken wollt, was ihr wirklich braucht und auch zu schauen, dass ihr die Ladung im Fahrzeug sinnvoll verteilt. Also die Achse herum in Bodennähe halt die schweren Sachen und in die mittleren

Staufächer halt die sogenannten mittelschweren Dinge. Also Da gehören zum Beispiel so Sachen dazu wie leichte Lebensmittelvorräte. Ähm, was haben wir noch? So Bücher und so was. Was nicht

wirklich kiloweise auf die Waage bringt. Und in die hohen Staufächer nur ganz leichte Sachen wie T-Shirts oder leichtes Campinggeschirr, Handtücher und solche Dinge, damit ihr gerade auch halt bei einem Wohnwagen, da ist es noch ein bisschen kritischer, als beim Wohnmobil, dann nicht ins Schlingern kommt oder halt ja nicht noch eine Strafe bekommt, wenn er mal kontrolliert werdet. Auf jeden Fall ein

wichtiges Thema. Wir können da ja auch mal zum Thema falsch beladener Wohnwagen noch einen Beitrag bei uns verlinken mit einem Video, wo man halt auch sieht, was wirklich passieren kann, sehr eindrucksvoll. Man nimmt das immer gar nicht so wahr und man tut das so ab, aber eine falsche Beladung kann halt auch zu sehr schweren Unfällen führen, trotz Antischlingerkupplung und trotz dass man glaubt, dass man ein guter Fahrer ist, jedes Sicherheitstraining wird

einem selber eines Besseren belehren. Also das ist wirklich ein Thema, was ich auch am Anfang völlig unterschätzt habe und abgetan habe, aber nachdem ich mich da intensiv mit beschäftigt habe, ist das hat auf jeden Fall ein wichtiger Punkt. Kommen wir wieder zu was lustigem nach diesem ernsten Thema. Nicht direkt ein

Anfängerfehler, aber auch eine spannende Geschichte. Wir haben mal in Leipzig gestanden auf einem Stellplatz, der war so am Wald gelegen und wir haben uns halt extra auf den wilden Bereich am Wald sozusagen gestellt und ich hatte abends schon wahrgenommen, dass da relativ viele Ameisen uns außen rum waren, aber mir nichts dabei gedacht und in der Nacht werde ich wach, Weil ich so, ihr kennt das vielleicht, ich hatte dieses Gefühl, mich juckt es am Arm, und dann kratzte

halt und alles wieder gut und dann passierte das wieder. Und dann dachte ich, hä, was ist denn das? Und dann merkte ich, dass meine Frau neben mir auch plötzlich anfing, sich zu kratzen. Und dann habe ich das Licht angemacht und wir haben so ein hellblaues Bettlaken gehabt und es war halt fast komplett schwarz. Also wir lagen

quasi in Ameisen. Die hatten es quasi irgendwie geschafft, über die Räder irgendwie ins Innere zu gelangen und haben unser komplettes Bett bevölkert, die Matratze war oben, unten komplett schwarz mit Ameisen. Dann sind wir erstmal raus aus dem Bett, haben erstmal die Bettwäsche nach draußen gebracht, alles ausgeschüttelt und haben dann, Gott sei Dank hatten wir schon unseren Akku-Staubsauger, unseren

schnullosen Dyson, der ist wirklich Gold wert. Den können wir auch noch mal in den Shownotes verlinken, weil der auch mit Hunderhaaren wirklich gigantisch ist. Aber ich habe dann die nächste halbe Stunde damit verbracht, Ameisen aufzusaugen, den Staubsauger rauszubringen, die draußen in den Wald zu entlassen, wieder reinzugehen, Ameisen aufzusaugen. Also bis keine

neun mehr im Bett aufgetaucht sind, das war bestimmt eine halbe bis eine Stunde. Dann haben wir mitten in der Nacht noch umgeparkt, halt aus den Ameisen rauszukommen und sind dann am nächsten Tag in den Baumarkt und haben erstmal diese Köderboxen da gesammelt, halt die Ameisen und so ein Wohnmobil rauszukriegen. Also das ist kein Anfängerfehler, aber auch so eine Sachen gehören halt manchmal mit dazu. Sie müssen nicht passieren, können aber passieren.

Und da hatten wir halt echt Glück, dass wir unseren Staubsauger hatten, sonst wären wir die nicht wieder los geworden. Also Stellplatz sorgfältig auswählen zum Thema Ameisen. Wir hatten das nämlich auch schon in Barcelona war das bei uns oder in der Nähe von Barcelona. Da habe ich auch mal dann mir eine Hausmittel Mischung zusammen gepanscht, die wirklich sehr, sehr gut funktioniert, weil ich keinen Gift im Wohnwagen haben wollte,

können wir auch nochmal verlinken. Ich glaube, der Artikel heißt Hilfe Ameiseninvasion oder so ähnlich. Den habe ich in der puren Verzweiflung noch geschrieben. Beim Thema Stellplatz auswählen oder Parkplatz auswählen. Fällt mir noch eine Geschichte ein, das war auch in unserer Anfangszeit. Da haben wir also auf einem wunderschönen Campingplatz, auch so klein und naturnah, haben wir uns eine ganz tolle Parzelle ausgesucht, so mit so einer Hecke

dahinter und alles ganz wunderbar. Haben da sehr sorgfältig einrangiert, weil wir ja auch jetzt uns mal beweisen mussten, dass wir es können und hatten einen traumhaften Blick auf so einen kleinen See, der zum Campingplatz gehörte.

Dahinter war so leicht terrassiert. Und als wir dann quasi die Mühen unserer Arbeit genießen wollten und uns gemütlich machen wollten und in den Wohnwagen rein wollten, haben wir festgestellt, dass wir mit der Tür zum Hang geparkt hatten und zwar so professionell und so eng, dass nicht mal mehr die Fenster aufgegangen wären, geschweige denn die

Tür. Und dann mussten wir also unter den Blicken der begeisterten Mitcamper, für die das war wie Fernsehen, da haben die gleich wieder ihre Satellitenschüsseln eingeklappt, durften wir dann das Ganze wieder retour machen. Das bringt mich zu einem anderen Thema, was uns spannenderweise, vielleicht ist es uns passiert, aber wir erinnern uns nicht mehr daran, aber ich beobachte es regelmäßig, ist das

Thema einweisen und einparken. Ihr kennt bestimmt alle die Partnerinnen, die hinter dem Wohnmobil stehen und dann ganz aufgeregt… Moment, nicht sexistisch werden, die Partnerin oder den Partner, ich habe es auch schon andersrum beobachtet. Die Partner, die hinter dem Wohnmobil stehen und ganz aufgeregt an die Außenwand klopfen, weil der Fahrer doch bitte stehen bleiben muss. Und für all die, denen das passiert, ein ganz wichtiger Punkt.

Der Fahrer kann euch dann sehen, wenn ihr ihn im Rückspiegel sehen könnt, also in den Außenspiegel sehen könnt. Wenn er also so steht, dass ihr sein Gesicht im Außenspiegel sehen könnt, dann kann er euch auch sehen. Und wenn ihr ihm dann deutliche Zeichen gebt, in welche Richtung er einschlagen soll oder fahren soll und wie viel Platz er noch hat, dann kann da wenig

passieren. Und das Schlimmste, was man wirklich machen kann, ist halt direkt hinter dem Wohnmobil zu stehen oder in dem Wohnwagen zu stehen, da wo man im besten Falle keine Kamera und kein Rückspiegel mehr hinkommt und von dort irgendwie den Partner einzuweisen. Also, wenn ihr ihn seht im Rückspiegel, dann kann der Pfarrer euch auch sehen und dann funktioniert es auch

viel besser mit dem Einweisen. Und auch ganz wichtig, bitte die Einweiszeichen vorher genau absprechen, damit der Partner auch weiß, was ihr meint, wenn ihr wild mit der Hand kurbelt in irgendeine Richtung. Also ich habe da wirklich schon, da haben sie schon vor meiner Haustür Ehedramen abgespielt, weil teilweise gingen die Einweisungen dann eben auch schief und irgendein Poller oder irgendeine Begrenzung wurde dabei umgenietet. Also klärt vorher mit dem Fahrer oder der Fahrerin, was

welches Zeichen bedeutet. Und macht die Zeichen möglichst so klar, dass man die auch aus einer gewissen Entfernung noch erkennen kann. Und vor allem macht nicht so viel mit Zurufen oder so, weil das hört man im Zweifel auch bei laufendem Motor gar nicht so gut. Also möglichst klare Zeichen, möglichst einfache Zeichen auch und dann ja vielleicht auch mal vorher auf einem Parkplatz üben, wo keine Hindernisse im Weg stehen oder sich in den Weg werfen. Und dazu jetzt auch noch mal eine ernste

Bemerkung. Bitte vor dem Einrangieren keine Hunde oder Kinder aus dem Auto auspacken und schon mal laufen lassen. Es war im letzten Jahr mehrfach zu lesen, dass da was überrollt wurde. Und das ist wirklich ein ganz kritischer Punkt. Also lasst alle Mitfahrer im Auto oder im Fahrzeug, bis ihr wirklich steht. Und für die Fahrer und Fahrerinnen, wenn ihr den Einweiser oder die

Einweiserin nicht mehr seht, haltet an. Denn dann wird er sich wundern, warum fährt er denn nicht mehr und wird sich irgendwann schon bemerkbar machen oder wieder zeigen. Also das ist auch noch ein wichtiger Punkt. Hab

ich noch was zum Thema Reihenfolge? Also ich hab jetzt schon gesagt, beim einparken sollte man ein bisschen gucken auf die reihenfolge wie man sich wie man sich wohin stellt und dass die tür dann auch nach vorne zeigt das gleiche gilt auch wenn ihr sachen vor der abfahrt vor der abreise einpackt also wieder verstaut ganz oft passiert es nämlich dass man dann schon mal ganz emsig die Markisenkurbel oder die Kurbel für die Wohnwagenstützen irgendwo

verstaut, damit alles schon mal aufgeräumt ist und dann die Campingstühle hinterher und dann merkt, scheiße, die Markise ist ja noch draußen und dann dürft ihr wieder alles auspacken. Also auch da hilft es wirklich, wenn ihr euch entweder Plätze sucht, wo ihr so gängige Gerätschaften schnell zur Hand habt und die auch nicht zubauen könnt. Bei uns liegt es zum Beispiel jetzt mittlerweile im Deichselkasten, weil der einfach immer zugänglich ist.

Oder wenn ihr euch halt auch so eine kleine Übersicht macht, was wie wo reingepackt wird. Ja und dann sind wir auch schon beim nächsten Stichwort Markise. Du hast sicher auch schon von Leuten gehört, die mit noch ausgefahrener Markise losgefahren sind, oder? Nee, tatsächlich nicht. Ich habe eine Markise gesehen, die bei Sturm nicht rechtzeitig reingeholt wurde. Leider habe ich sie auch viel zu spät gesehen, sonst hätte ich ihn auf

seinen Fehler hingewiesen. Ich habe es auch erst gesehen, als quasi der Fahrer rausgesprungen ist und sie noch greifen wollte, aber da war es schon zu spät. Also wenn sich irgendwie ein Unwetter ankündigt, dann fahrt die Markise ein oder spannt sie halt ab. Und gerade auch, wenn er das Fahrzeug allein lasst,

das ist Punkt eins. Was uns schon passiert ist, wir haben über unsere Markise noch so eine Abdeckung, so eine Metallplatte, damit es schöner aussieht und die haben wir auch mal vergessen zu verriegeln, weil das Risiko ist immer, wenn du länger irgendwo stehst, dann vergisst du diese Sachen. Wir hatten dann die Markise nicht mehr gebraucht, weil war irgendwie Herbst. Zwischendrin war sie immer mal ausgefahren und dann machst du ja auf dem Stellplatz nicht

diese Abdeckung zu, ist ja nervig. Ja. Und du fährst halt dann ohne, also ich fahre dann oder bin dann ohne Abdeckung losgefahren und die ist dann halt auf der Autobahn scheinbar nach oben geklappt und da waren so Teleskopstangen drin, die sind halt verbogen und jetzt bin ich seit einem Jahr verzweifelt dabei, diese Teleskopstangen wieder nachzukaufen. Oh nein. Ja, also sollte man auch nicht vergessen. Und wie gesagt, Markise bitte vor der Abfahrt einfallen. Ich kenne nämlich

tatsächlich zwei Menschen persönlich, die das vergessen haben. Einer ist ein lieber Bloggerkollege, ich nenne keine Namen. Auch sehr unangenehm, also da auch immer noch mal so einen letzten Blick drauf werfen, ob wirklich auch am Fahrzeug alles in der Position

ist, in der ihr es gerne haben möchtet. Wenn ihr dann an der Tankstelle steht und Benzin einfüllen möchtet, schaut bitte genau, was auf der Tankklappe steht, denn auch da ist mir eine Person mindestens bekannt, die als Einsteigerin, es war eine Dame, bitte keine Vorurteile, Benzin in den Frischwassertank am Wohnmobil eingefüllt hat. Und das ist richtig Kacke. Das stimmt.

Also der Urlaub war auf jeden Fall hin, weil die haben den auch, die haben das Benzin auch gar nicht mehr rausbekommen so schnell. Und dann ja, also das Material ist halt auch dafür einfach nicht geeignet. Das heißt, der Tank musste dann ausgetauscht werden. Also da bitte auch genau aufpassen, gerade am Anfang, wo man immer noch so ein bisschen unsicher ist, nicht den Zapfhahn in den falschen Tank stecken, bitte. Wir fallen gerade keine weiteren Sachen ein, die man

vielleicht so falsch machen kann. Also wichtiger Punkt, wenn ihr feststellt, euch ist da ein Fehler unterlaufen und ihr vielleicht seht, das könnte euch wieder passieren, macht für euch eine Checkliste. Guckt euch mal unsere Abfahrt Checkliste an, die wir euch nochmal hier in den Show Notes verlinken. Das hilft auf jeden Fall, das hat uns geholfen. Hast du noch Tipps, Nela? Nee, also außer sich wirklich vorher ein bisschen Ruhe zu gönnen. Nicht auf den letzten Drücker

vor dem Checkout am Campingplatz abfahren. Also wenn es heißt, zwölf muss man raus sein, dann irgendwie Viertel vor zwölf anfangen, alles einzupacken. Das funktioniert vielleicht, wenn man viel Routine hat, aber selbst da können Fehler unterlaufen. Nehmt euch einfach ein bisschen Zeit, guckt euch die Sachen in Ruhe an. Checkliste hattest du schon genannt. Das ist auf jeden Fall sehr hilfreich.

Und was ich auch gemerkt habe bei uns, ist total hilfreich, dass wir beide Verantwortungsbereiche haben. Also klar zugeordnete Aufgaben, von denen auch beide wissen, dass der andere die dann erledigt haben muss bis zur Abfahrt. Bei mir ist es zum Beispiel so, dass ich zuständig bin dafür, dass Fenster und Dachluken geschlossen werden, dass die Stauräume verriegelt werden, also Schubladen und die oberen Staufächer, dass nix mehr auf dem Tisch steht, also

alle losen Teile verstauen. Also generell halt im Innenraum für Ordnung zu sorgen, Kühlschrank auf Autobatterie umzustellen und all diese Dinge, die im Innenraum zu erledigen sind. Und Halil macht die ganzen Außenarbeiten, das heißt Wasser wegbringen, also Grauwasser, Stützen hochkurbeln, also den Wohnwagen insgesamt halt vorzubereiten fürs Ankuppeln.

Damit funktioniert es eigentlich ganz gut und jeder weiß auch, wenn der andere mit seinen Aufgaben durch ist, dann darf der erste nicht wieder reingehen zum Beispiel und dann noch mal in die Schubladen gehen, ohne die dann zu verriegeln. Also wenn man einmal dann das okay gegeben hat, so wie wie vor dem Abflug, wenn die Bordbesatzung, die Flugbegleiter dann alles zugemacht haben, dann darf sich keiner mehr von den Sitzen erheben Und so ähnlich ist es dann bei uns eben auch. Das ist auf jeden

Fall ein ganz toller Tipp, noch mal zum Abschluss gewesen. Das läuft bei uns nämlich auch so. Ja, und ansonsten möchte ich euch einfach mit auf den Weg geben, dass die Fehler dazugehören. Bitte nicht verzweifeln, auch nicht den Urlaub ruinieren lassen. Wenn irgendwas passiert, dann damit umgehen, das auch so ein bisschen mit Humor nehmen. Das sind dann immer die besten Geschichten, die man nach ein paar Wochen lachend erzählen kann. Auch wenn's im ersten Moment halt

sehr ärgerlich ist. Und wenn ihr bei irgendwas nicht klarkommt, dann fragt auch einfach Leute. Es gibt auf den Campingplätzen genug Menschen, die sich auskennen, die euch helfen können. Und ansonsten findet ihr auch in Communities wie Facebook-Gruppen, zum Beispiel auch in unserer Anfängergruppe, da immer Hilfe. Da Gibt's auch ganz, ganz viele Fragen,

wo man sich vielleicht denkt, oh Gott, kann ich die stellen? Aber ja, natürlich könnt ihr die stellen, weil uns allen ist es auch nicht anders ergangen. Und ich glaub, einen unprofessionelleren Einstieg als wir damals kann man einfach gar nicht haben. Und aus uns ist auch noch was geworden, zumindest im Campingbereich. Also von daher habt da wirklich auch keine Ängste, sondern macht einfach und irgendwie lässt sich alles auch wieder lösen. Auf

jeden Fall. Ihr seht, bei uns ist viel schief gegangen. Ein Kollege sagte immer, mach Möglichst viele Fehler, aber mach keinen doppelt. Denn so lernst du und so ist es sinnvoll. Und mit den Worten möchte ich schließen. Danke, Nele. Danke, liebe Zuhörer und liebe Zuhörerinnen. Falls ihr noch Fragen habt, schickt uns eine Mail an podcast.camperstyle.de. Wir verlinken euch hier auch

nochmal die angesprochenen Checklisten und Beiträge. Und natürlich freuen wir uns auch, wenn ihr uns an euren Anfängerfehlern teilhaben lasst, weil wir lachen nicht nur gerne über uns selber, sondern natürlich auch mal über andere. In diesem Sinne Bis nächste Woche. Macht's gut. Tschüss. Untertitel im Auftrag des ZDF, 2020

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