Mit dem Dachzelt durch Schweden: Landschaft, Seen und Camping Abenteuer - podcast episode cover

Mit dem Dachzelt durch Schweden: Landschaft, Seen und Camping Abenteuer

Oct 07, 202348 minEp. 189
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Episode description

Kerstin berichtet von ihrer 3-wöchigen Rundreise durch Schweden mit dem Dachzelt auf dem Dach ihres VW T-Cross. Sie schwärmt von der schönen Natur, den Seen und dem komfortablen Camping-Urlaub mit dem flexiblen Dachzelt.

Transcript

Herzlich willkommen bei Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Sebastian und diesmal wieder ohne Nähle, aber dafür mit einem Gast in unserem virtuellen Podcast-Studio und es geht heute um eine Dachzeltreise durch Schweden. Und da habe ich mir die Kerstin in unser virtuelles Podcast-Studio eingeladen.

Kerstin ist eine Hörerin von uns, die hat uns auf eine Podcast-Episode eine Mail geschrieben und hat uns da auf etwas hingewiesen und dann hat Nähle mit ihr so ein bisschen hergeschrieben und jetzt ist sie hier bei uns im Podcast gelandet und wird ein bisschen über ihre Schwedenreise erzählen. Und ich würde sagen, Kerstin, stell dich doch mal kurz unseren Hörer und Hörerinnen vor.

Ja, hallo, ich komme aus der Gegend von Osnabrück, es ist noch nördliches Westfalen und wir campen noch gar nicht so lange.

Also als Jugendliche habe ich bei den Pfadfindern viel gezeltet, aber inzwischen zelten wir erst seit 2018 wieder, aber ich und mein Mann, das sind wir, und haben das mit unseren Kindern witzigerweise nur im Garten gemacht und gar nicht irgendwie mal auf Campingplätzen und wir sind dann da ganz durch Zufall draufgekommen und reisen jetzt also seit fünf Jahren mit dem Zelt durch die Gegend und seit diesem Jahr mit einem Dachzelt.

Okay, und das ist genau das, was wir auch super spannend fanden und du warst, wie ich ja gerade schon gesagt habe, oder ihr wart in Schweden unterwegs und eben genau mit einem Dachzelt. Da würde ich sagen, lass uns doch erstmal kurz einen Blick auf euer Setup werfen. Was habt ihr für eine Art Pkw, also die Größe ist eigentlich das Spannendste und dann was ist da für ein Dachzelt drauf und was habt ihr noch dabei, was besonders wichtig ist für euch für so einen Campingtrip?

Ja, am besten fange ich mit dem kleinen Fahrzeug an, denn das ist ein T-Cross, also ein Polo, der ein SUV sein möchte. Also relativ klein und das heißt natürlich auch, dass wir mit der Dachlast schon gleich mal aufpassen mussten und somit schon viele Zelte auch nicht in Frage gekommen sind.

Also wir haben dann verschiedene Aspekte gehabt, zum Beispiel, dass wir eben über Mittsommer fahren wollten und dass wir ja ein bisschen Sorge hatten, dass wir vielleicht nicht schlafen können, wenn es zu hell ist. Also war schon mal wichtig für uns, dass wir ein bisschen Verdunklung haben und wir auch wollten auch eine große Matratze haben.

Also Dachzelte haben ja immer Matratzen schon mit drin und dieses Zelt, was wir uns jetzt ausgewählt haben, ist ein Quechua-Zelt und das hat 1,40 x 2,40 Liegefläche, was natürlich super bequem ist. Es lässt sich sehr schnell aufbauen, aber ich denke, da sprechen wir vielleicht gleich nochmal drüber.

Ansonsten gibt es für dieses Zelt ein Vorzelt, das haben wir gar nicht gekauft, denn unser Auto, wie gesagt, ist nicht sehr hoch und diese ganzen Vorzelt, die wirken immer so, als wären die für Bullys gebaut, aber nicht für kleine Autos. Und wir haben dann einfach ein Zelt, also ein Sunroof-Top oder so was nennt sich das, glaube ich, einfach ein Tarp gekauft, was wir dann da einfach befestigt haben mit so Clips und Kugelgummis. Und das ging eigentlich auch ganz gut.

Also erstens mal, wenn es regnet, konnten wir ganz gut ein- und aussteigen, ohne klitschnass zu werden und ansonsten hat es eben auch vor der Sonne noch ganz gut geschützt. Also das heißt, das Tarp ist dann auch quasi oben am Dachzelt befestigt, sodass ihr dann halt auch so einen gewissen Regenschutz hattet. Genau, also das Zelt selber, das hat so ein kleines, das kippt so nach über den Einstieg sozusagen und da ist eine Stange und da haben wir das dann mit diesen Gummis einfach befestigt.

Okay, also liebe Hörerinnen und Hörer, wir packen euch das Dachzelt und auch das Tarp oben drüber auch in die Show Notes und wir packen euch auch natürlich sämtliche Plätze, um die es so geht und alles Weitere in die Show Notes. Ihr müsst also nicht jetzt unbedingt mitschreiben, sondern könnt das nachher nochmal nachlesen. Du hast jetzt gerade schon angesprochen, dass ihr über Mittsommer unterwegs wart, also für alle, die das nicht einordnen können, was das in Schweden bedeutet.

Das bedeutet, es ist halt immer hell, das heißt, es wird auch nachts nicht dunkel und ihr habt euch deswegen für das Ketchua entschieden, weil das, das habe ich in der Vorrecherche schon gesehen, ich habe vergessen, wie das heißt, so fresh, irgendwas, fresh and black, genau. Das heißt, diese Zelte sind innen mit einem schwarzen Stoff ausgestattet, der quasi einfach das Zelt komplett dunkel macht. Hat das auch so funktioniert, wie ihr euch das vorgestellt habt?

Ja, das hat perfekt funktioniert, auf jeden Fall. Und war es auch mal, als ihr unterwegs wart, warm? Hat die Sonne draufgeknallt aufs Zelt? Ja, aber es war nicht so schlimm wie unser anderes Zelt. Okay. Doch, natürlich wird es warm, aber das ist ziemlich gut durchlüftet, gelüftet, beides, und dadurch war das nachts dann auch immer angenehmer. Es ist natürlich auch in Schweden, dass die Nachttemperaturen wirklich wieder runtergehen und man dadurch dann auch wirklich gut schlafen konnte.

Okay, und was hattet ihr noch an wichtigem Equipment dabei, was bei euch nicht fehlen darf? Was ich ganz wichtig finde, zumal ich hinterher auch noch mit jemand anders darüber gesprochen habe, ist tatsächlich unter die Matratze so ein Mesh zu legen, dass das nicht feucht ist, wenn es mal warm ist, wenn es mal nass wird oder sonst was.

Also jemand anders hatte nämlich erzählt, dass die Leute sich beschwert haben, weil das ja so nass geworden ist, und wir haben uns da also entschieden, dieses Mesh noch dazu zu kaufen, und das war, glaube ich, auch eine gute Idee, also das Zelt ist nachts nicht so sehr nass geworden von innen, man hat das ja immer mit dem Atmen, dass das durchaus sich dann niederschlägt.

Ja, ansonsten gehören bei uns immer die Stühle mit dazu, der Tisch natürlich, den Kocher, also wir kochen nicht immer selber, aber oft, und mit Strom ist auch immer ganz schön, einfach für den Wasserkocher, Kaffee morgens finde ich immer ganz angenehm, d.h. also daraus kann man ja schon schließen, dass wir nicht freigestanden haben, also Dachzelt ist eben auch mit Portapotti dann ein bisschen schwierig, wenn man keinen Bulli oder sowas da drunter

hat, glaube ich, und somit sind wir also von Campingplatz zu Campingplatz gereist. Das wäre jetzt auch tatsächlich meine nächste Frage gewesen, weil ich sogar jetzt fürs Portapotti gesehen habe, gibt es sogar so Toilettenzelte, die man da quasi einmal außen rum macht, aber das ist natürlich beim Freistehen auch wieder ein bisschen schwierig.

Also ihr habt quasi die Nächte auf Zeltplätzen verbracht und dann ist da ja auch Strom da, d.h. ihr müsstet euch jetzt auch nicht so um eine autarke Ausstattung sozusagen Gedanken machen.

Nein, also wir reisen gerne sehr einfach, also wir nehmen nicht so wahnsinnig viele Sachen mit, denn irgendwie ist das auch der Reiz für mich beim Campen, dass man auch mal wieder ein bisschen runterfährt, dass man sich ein bisschen erdet, dass man mal guckt, mit wie wenig kommt man eigentlich aus, mit dem, was wir sonst so zu Hause eben zur Verfügung

haben. Und ich finde das immer ganz spannend, dass man da gar nicht so viel braucht, wie man immer im Vorfeld glaubt, denn jedes Mal fliegt bei uns wieder was aus der Kiste heraus, also das auch nach fünf Jahren noch. Ja, das ist sehr interessant, das zu beobachten, wie mit wie wenig man auskommt, aber auch wie schnell das, wenn man nicht darauf achtet, wieder viel wird in unserer, ich sage mal, konsumorientierten Gesellschaft. Und Midsommar, das heißt, ihr wart im Juni unterwegs? Genau.

Und wie lange wart ihr unterwegs? Tatsächlich drei Wochen, also mit Fähre. Und wie viele Kilometer habt ihr quasi von Start bis Ende zurückgelegt? Das wird dich jetzt wundern, aber es waren gar nicht so viele. Wir waren vielleicht insgesamt, also von zu Hause so siebzehn, achtzehnhundert, mehr nicht. Was heißt mehr nicht? Das ist ja schon mal eine ganz schöne Strecke. Also, da seid ihr, würdet ihr schon mal bis Spanien kommen aus Deutschland. Stimmt, aber nur einen Weg. Das stimmt.

Ja, wir haben halt die lange Fähre genommen. Wir sind von Kiel nach Göteborg gefahren, haben uns also diese Strecke einfach gespart. Und das macht natürlich unheimlich viel aus. Ja, das ist klar. Und dann habt ihr euch quasi einfach konzentriert auf Schweden und habt da

quasi eure Zeit verbracht. Und ich gehe mal davon aus, dass ihr dann auch nicht, ich sage mal, sehr viel und weit gefahren seid, sondern ihr euch auch wahrscheinlich länger mal an einem Campingplatz, also nicht nur eine Nacht aufgehalten habt und auch da vor Ort dann Sachen erkundet habt. Das stimmt, ja. Aber wir hatten tatsächlich trotzdem neuen Campingplätze. Also wir sind, das war ja auch der Grund, warum wir uns für das Dachzelt entschieden haben, dass wir eben ein bisschen flexibel

sein können. Und dann auch eben, naja, es macht eben keinen Spaß, ein etwas größeres Zelt drei, vier, fünfmal im Urlaub abzubauen. Also sonst machen wir das immer grundsätzlich nur einmal im Urlaub und wechseln dann einmal den Campingplatz. Und jetzt haben wir eben gedacht, dass mit dem Dachzelt ist eine bessere Lösung. Und es hat sich auch wirklich bewährt. Es geht super schnell, das aufzubauen. Es ist wirklich nur Leiter runterziehen. Und das steht,

man muss nichts einhaken dabei. Man hat keine Zusatzstangen irgendwie, sondern es steht da einfach fest. Und das ist sehr angenehm. Das wäre jetzt meine Frage noch gewesen, bevor wir zu eurer Route kommen. Also das heißt, wirklich ankommen, fünf Minuten später könnt ihr quasi schon im Zelt liegen, wenn es Bedarf gewesen wäre. Genau.

Cool. Okay. Ja, das finde ich tatsächlich auch sehr, sehr spannend. Das war auch der Grund, warum wir so viel mit dem Bumbi unterwegs waren, weil es einfach immer, du bist halt quasi fertig. Du musst da vielleicht bei der Abfahrt ein bisschen was wegräumen, aber man ist halt eigentlich immer fertig. Das ist so was, was ich auch sehr mag. Und ja, super spannend. Okay. Man kann tatsächlich auch so was wie Kissen oder Schlafsäcke oben drin lassen und das kann man

trotzdem zuklappen. Das ist halt kein Hardtop, es ist eben so mit so einer Plane und die läuft durch so eine Kederschiene vorne. Dann hast du da, also ist das sicher und spannt sich dann eben mit Gummigurten unten fest und dadurch ist es eben so ein kleines bisschen flexibel auch. Ja, das genau habe ich auch schon in unserer oder in so einer Dreierfolge über Dachzelte gelernt, dass es da auch welche gibt, wo ich Dinge drin liegen lassen kann, was ja durchaus

sehr praktisch ist, weil man dann nicht immer alles quasi wegräumen muss. Dann letzte Frage zum Dachzelt. Da ist ja eine Matratze eingebaut. Hat die euch ausgereicht? Ist das bequem genug oder habt ihr da noch irgendwie nachbauen müssen? Nee, also uns hat die ausgereicht. Also wir hatten dieses Mesh ja noch drunter, ist ja auch noch mal ein Zentimeter mehr und also für uns war das so okay. Okay, cool. Dann lasst uns doch mal gucken, wo ihr in Schweden unterwegs wart. Also

ihr seid quasi in Göteborg gestartet, da seid ihr von der Fähre runtergefahren. In welche Richtung hat es euch dann getrieben? Richtung einer Schereninsel und zwar Orust. Ich kann das leider nicht aussprechen, also ich kann kein Schwedisch. Das wird sich jetzt vielleicht für manche ganz fürchterlich anhören. Aber da müsst ihr jetzt durch sozusagen. Das war jetzt unser erstes Ziel, das ist nicht so sehr weit von Göteborg entfernt. Also es war unsere erste

Schwedenreise und wir mussten erst mal gucken, wie das jetzt alles so funktioniert. Das war auch das erste Mal richtig mit dem Dachzelt. Wir haben es also nur einmal in Deutschland auf dem Campingplatz ausprobiert für eine Nacht und da wollten wir jetzt einfach erst mal ankommen, gucken, wie das ist, wo stehen wir überhaupt. Gilt das als Zelt, gilt das als Wohnmobil und das hatte sich ganz schnell geklärt. Dadurch, dass wir Strom wollten, standen wir also immer mit den Campern und Anhängern.

Also das war dann ganz einfach sozusagen. Und ja, die Strecke da ist überhaupt, also oder man kann das recht einfach immer fahren. Wir haben uns oft gegen die Autobahn entschieden, einfach weil wir Zeit halten, weil wir nicht so eine Riesenstrecke machen wollten. Wir wollten gucken, es war alles für uns neu und wir haben die Landschaft sehr genossen. Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Das war bei unserer ersten Schwedentour, also generell ja. Skandinavien ist ja landschaftlich

super reizvoll. Also gerade je weiter man in den Norden kommt, umso spannender wird ja die ganze Landschaft, wenn man aus den Städten rauskommt. Ja, tatsächlich waren wir noch nie weiter in Skandinavien. Wir waren in Island, aber nicht jetzt irgendwie Norwegen oder Schweden oder Finnland oder so. Das war das allererste Mal und das war dann halt für uns auch sehr, sehr reizvoll. Ich sehe auch an deinem Lächeln und an deinem Grinsen, dass das auf jeden Fall viel Freude

gemacht haben muss. Okay, dann sagt ihr, was ist eine Schereninsel? Ist es der Name oder ist es eine bestimmte Form einer Insel? Nein, das sind diese vorgelagerten Inseln. Also Schweden hat ja viele Felsen. Von der Eiszeit wurden diese ganzen Felsen vor sich hergetrieben. Also von dem Eis, wie auch immer. Also die Felsen liegen da halt überall und teilweise sind es eben, also gerade vor Göteburg und Skagrakattegat, diese Gegenden, da liegen

wirklich die blanken Felsen. Das hat also wirklich seinen Reiz auch. Und Orust selber ist eine große Insel mit mehreren kleinen Orten und eben diesem Campingplatz, der dann auch direkt am Wasser ist und man auch schwimmen kann. Die haben dann wieder eine Anlege, eine Schwimmstelle, wo man gut starten kann, eine Anlegestelle für Kanus. Und man kann laufen, man kann sich auch im Radar erstmal ein bisschen akklimatisieren. Also das hat uns schon wirklich gut gefallen.

Es ist allerdings sehr kahl in der Gegend dann, durch die Felsen. Ja, ist ja meistens so, wo Felsen sind, da hast du vielleicht noch ein paar Kiefern, die sich da irgendwo ranklammern und ein paar Laubbäume vielleicht und Gras oder ansonsten neben Wasser wahrscheinlich relativ wenig. Wobei das auch, finde ich, seinen Reiz hat. Ich mag diese Landschaften sehr, sehr, sehr gerne. Also gerade das Grün zwischen den Felsen,

das finde ich sehr reizvoll. Ist ganz spannend einfach, wie sich so die Natur da auch wieder so reinkämpft, so in diese unwirksamen Gelände. Ja, wie haben wir es in dem Biologie gelernt? Erst kommen die Erstbesiedler, die flechten und dann kommt die Mose, dann kommt das Gras und dann kommt der Rest. So ist es dann auch. So, dann wart ihr da, quasi nördlich von Göteborg. Und was war euer nächster Stopp?

Also der nächste Stopp fürs Camping war dann Richtung norwegische Grenze. Und zwischendurch mussten wir dann leider noch einmal, weil unsere Windschutzscheibe gerissen war, zu Karglas. Und ja, das hat dann unsere Route auch etwas verändert tatsächlich. Aber das ist ja auch der Vorteil, wenn man eben nicht fest gebucht hat irgendwie, sondern man dann eben da zurück kann, wenn der Termin dann ist. Und ja, das war irgendwie zwar ärgerlich, aber auch nicht zu ändern.

Was passiert? Steinen auf der Straße einfach? Ja, genau. Vom LKW runter und der Klassiker, genau. Also so. Ja, das Vorbuchen kann natürlich Vorteile haben, gerade in der Saison und gerade auch, wenn man mit Kindern noch unterwegs ist und dann auch noch vielleicht in Bereichen ist, wo sehr viele Menschen gerne hinfahren. Aber es hat natürlich den Nachteil, dass es dir sehr viel die Flexibilität nimmt. Ich bin tatsächlich auch eher Team nichts

vorbuchen. Und heißt eben dann aber auch manchmal, dass man eben auf Plätze fährt oder an Orten steht, wo es halt vielleicht nicht ganz so doll ist, weil der Rest voll ist. Aber ich finde die Flexibilität tatsächlich sehr, sehr spannend, weil wir haben halt auch auf unseren oder den sechs Jahren, die wir im Wohnmobil gelebt haben, auch gelernt, dass wir haben immer gesagt, immer, wenn wir Pläne machen, fällt irgendwo das Schicksal lachend vom Stuhl, weil es passieren so

viele Dinge dazwischen. Und das sieht man ja hier auch ganz gut. Ja, wir hatten also nur den ersten Campingplatz vorgebucht und dann eben auch spontan geguckt, wie wir weiterkamen. Genau. Okay, dann vielleicht nochmal kurz zur Orientierung für unsere Hörerinnen und Hörer, die jetzt vielleicht keine Karte vor sich liegen haben. Also Göteborg liegt ja im Westen von Schweden quasi an, also das ist nicht mehr, glaube ich, direkt die Nordsee. Also es ist rein

wassermäßig schon die Nordsee, aber es hat sicherlich da einen anderen Namen. Das kann ich jetzt hier auf meiner kleinen Karte nicht erkennen. Ich glaube, das ist Skagerack da oben. Das ist Skagerack, okay. Und dann seid ihr quasi Richtung Norden weitergefahren, vermute ich mal. Genau. Also, wenn du an der Küste dich orientierst, dann sind so Felszeichnungen, Tarnum, das haben wir also uns angeschaut. Ich habe gesagt, dass wir nicht so schnell fahren

wollten, sondern einfach so ein bisschen gucken, was so auf dem Weg liegt. Und das haben wir natürlich dann mitgenommen, die aus der Bronzezeit sind, und sind dann da ein bisschen gelaufen, um dann weiterzufahren an diesen, ja, das ist so ein Zipfel, den Norwegen nochmal wieder so in Schweden oder nach Schweden reinmacht. Und da war dann unser nächster Campingplatz. Also wirklich ganz, ja, tatsächlich ganz malerisch war. Also da war, glaube ich, außer des Campingplatzes gar

nichts an dem ganzen See. Und wir sind da Kanu gefahren, und wir waren ganz alleine auf dem Wasser. Und man hat diese unglaubliche Ruhe. Und die Felsen dann tatsächlich bewaldet auch da. Also, das war ein tolles Panorama und herrlich. Weil du gerade sagst, es war da, ihr wart da die einzigen an dem See. Wie voll war es denn generell, sag mal, auf den Campingplätzen? So, ich sag mal, viertelvoll, halbvoll, dreiviertelvoll, ganz voll, abends?

Unterschiedlich. Also Mittsommer, also wir sind am 8. oder 9. Juni, glaube ich, losgefahren. Da war noch nicht viel los. Aber Mittsommer war dann tatsächlich auch ein bisschen schwieriger, Campingplätze zu finden, muss ich gestehen. Also, das war dann, da waren wir ein bisschen eingeschränkt in unserer Wahl, dadurch, dass eben doch so viel vorbestellt war. Die Schweden dann ja auch immer ein langes Wochenende haben und das dann eben auch anscheinend auf dem

Zeltplatz verbringen. Das haben wir auch schon, glaube ich, in einer anderen Skandinavien-Folge gehört, dass um die Zeit dann überall auch gefeiert wird, auf den Plätzen auch und so. Okay. Und habt ihr euch, weil du das jetzt gerade sagst, wie habt ihr euch denn die Plätze rausgesucht? Habt ihr irgendwie eine App genutzt oder wie habt ihr quasi euch den nächsten Platz rausgesucht? Also, wir haben einerseits die ADAC-App und andererseits die

Camping-App EU und haben danach versucht, uns etwas herauszusuchen. Also, die ADAC-App, die bietet manchmal auch die Möglichkeit, dass man direkt buchen kann, aber die hat nicht wahnsinnige Mengen in Schweden. Dadurch haben wir diese andere App auch benutzt und die hat sehr viele Plätze. Man kann da ganz gut filtern, also, weil wir ja eben, wie gesagt, auch auf

Waschgelegenheiten und sowas angewiesen waren. Das hat gut geklappt, aber die zeigt einem jeden Campingplatz und man hat dann leider teilweise auch die Homepages nur auf Schwedisch und man kann sich da so ein bisschen langhangeln, aber es ist halt wahnsinnig anstrengend, wenn da kein Englisch oder manchmal hat man sie auch tatsächlich auf Deutsch, aber das ist ja nicht was, was man unbedingt braucht, aber zumindest die, ja, die englische Seite wäre ganz schön gewesen manchmal.

Da kann ich dir aus meiner Erfahrung noch einen Tipp geben und zwar nutze ich dafür auf meinem

Handy den Chrome-Browser und der hat einen eingebauten Übersetzer. Das bedeutet, der erkennt im Normalfall, dass die Seite eben nicht auf Deutsch ist, weil du ja normalerweise dein Smartphone auf Deutsch eingestellt hast und bietet dir dann an und sagt dir dann, hey, die Seite ist auf, keine Ahnung, Schwedisch, was auch immer, welche Sprache, soll ich das übersetzen und der macht das dann sogar automatisch und das hilft auf jeden Fall,

wenn man in Ländern unterwegs ist, wo man die Sprache nicht spricht oder nur wenig spricht, eben, weil er die Webseiten übersetzt. Das ist mein absoluter Tipp, weil das funktioniert super

genial. Das nutze ich auf dem Handy, nutze ich auch auf dem Laptop, wenn ich unterwegs bin, weil wir auch oft zu Recherchezwecken natürlich Webseiten aus aller Herren Länder aufrufen und das hilft halt ungemein und vielleicht noch ein nächster Tipp, weil du gerade gesagt hast, du hast auch manchmal, ich habe manchmal online gebucht, diese Übersetzung zerstört manchmal die Online Buchungs- oder Kauffunktion. Also es passiert ab und zu mal, dass man dann zum Beispiel

in einem Shop nicht bestellen kann oder auf einer Webseite nicht buchen kann. Da muss man dann in dem Moment die Übersetzung wieder abschalten und muss sich dann halt einmal sozusagen in der Landessprache durchwurschteln. Da noch der letzte Tipp, wenn ihr ein zweites Smartphone zur Verfügung habt, weil ihr ja zusammen unterwegs seid, dann könnt ihr da den Google Übersetzer drauf packen und mit dem könnt ihr einfach quasi über diesen Bildschirm fahren und der übersetzt dann euch

live die Schrift, die da auf dem Bild zu sehen ist. So kann man sich quasi dann sogar durch eine Fremdsprache-Gebuchungsseite durchwurschteln, die vielleicht durch den Übersetzer nicht funktioniert hätte. Das ist sehr schön, was die Technik einem da so bieten kann. Das auf jeden Fall. Ich finde das immer spannend, das auch zu probieren in der Landessprache. Ich meine, so in den europäischen Sprachen, da kann man ja immer viel erraten und sowas. Aber ja,

das ist auf jeden Fall nochmal eine gute Sache. Das auf jeden Fall. Ich versuche ja auch immer pro Land irgendwie zumindest so ein paar Floskeln und so die wichtigsten paar Begriffe zu haben, aber tatsächlich dann eine Buchung auf dem Campingplatz. Na ja gut, das lässt sich vermutlich meist noch ganz gut erraten, weil du hast irgendwie, du weißt ja, was du da gerade tust.

Aber wie gesagt, diese Übersetzungsmöglichkeiten, die uns die Technik bietet, finde ich halt tatsächlich dann schon teilweise sehr, sehr hilfreich. Ja, ich glaube ja. Also wir haben also einen Platz erwischt, von dem wir gedacht haben, wir hätten den mit Strom gebucht. Er war dann ohne. Also es gibt auch dann durchaus Missverständnisse, wenn man ohne Übersetzer es versucht. Und lese ich das dann noch nachbuchen vor Ort?

Ne, das war dann tatsächlich etwas so über Mittsommer und da war gar nichts mehr. Also da war der Rest des Campingplatzes voll und ja. Na ja, so ist das manchmal auch. Genau, auch mal eine Herausforderung. So, wir sind also in Göteborg gestartet. Wir sind dann Richtung norwegische Grenze hochgefahren, also ganz grob Richtung Oslo hoch sozusagen, um mal einen großen Orientierungspunkt zu haben. Und dann, was war der nächste Stopp?

Dann haben wir uns noch so ein bisschen, also es gibt ja diese zwei großen Seen und wir haben uns da noch so ein bisschen zwischen dem Westlicheren See aufgehalten, um eben zurück zu Karaglas zu kommen, haben uns dann erst noch dieses Aquadukt in Haverut angeguckt. Das ist also sehr interessant, einfach von der Bauweise, weil die Schiffe da von dem Kanal, von dem Dalsland-Kanal übersetzen und heute natürlich nur noch Ausflugsschiffe, kleine

Schiffe. Aber früher war das so für Papierherstellung und sowas auch ganz, ganz wichtig für die Industrie. Und das war einfach unheimlich toll. Und dann sind wir runtergefahren wieder Richtung Höxäter oder es ist dann da auch in der Nähe und haben dann da als nächstes übernachtet. Wir haben uns immer Sachen mit Seen rausgesucht, was ja in Schweden auch nicht schwer ist, weil wir auch gerne dann einfach schwimmen und ja, Kanufahren und sowas.

Ja, das kann ich auch gut nachvollziehen. Wie war es mit den Mücken? Da haben wir Glück gehabt. Also natürlich haben wir Mückenstiche gebekommen, aber diese Horror Geschichten, die andere so erzählen, wo diese Mückenschwärme um einen herum sind, die haben

wir nicht gehabt. Gar nicht. Okay, gut. Ja, das ist halt immer der Preis, den man, oder nicht immer, aber oft der Preis, den man bezahlt, wenn man eben gerne nahe von Gewässern steht, dass dann eben auch das ein bisschen mehr die Mücken anzieht oder die da halt einfach auch leben und man dann doch den einen oder anderen Stich davon trägt. Genau. Also wie gesagt, das war nicht so extrem, wie andere Leute das dann auch schon mal hatten.

Okay, ich gucke mir hier gerade so ein bisschen weiter die Tour an und versuche, das so ein bisschen nachzuverfolgen. So, jetzt hattest du Högsäter gesagt, das ist ja dann quasi so zwischen dem Wernernsee und der Ostsee. Genau, der Wernernsee ist ja so da einer der ganz großen Seen. Na ja, in der Mitte von Schweden ist völlig falsch, sondern im Süden von Schweden. Wir sind ja, befindet sich ja alles wirklich südlich, wo wir uns hier aufhalten. Und

was war eure nächste Station dann? Ja, wir sind dann südlich vom Wernernsee gewesen. Also eigentlich wollten wir nördlich rum, aber wir mussten ja nach Udewalla zurück und waren in Lidschöping heißt es dann, glaube ich, auf dem Campingplatz und haben uns da dann auch zwei Nächte aufgehalten, so ein bisschen Fahrrad gefahren, haben uns das so ein bisschen angeschaut. Da gibt es ein nettes Schloss noch, was man sich anschauen kann und ein bisschen

Sightseeing. Und von da aus dann eben weiter zwischen den Seen hoch. Haben dann den Göta-Kanal einmal überquert und dann eigentlich schon fast das Highlight erreicht. Das war der Tiweden Nationalpark. Also der ist wunderschön. Man kann toll wandern da. Der Campingplatz, den wir ausgewählt hatten, der war sehr familiär. Die hatten also schöne Angebote auch und natürlich an einem See gelegen. Etwas außerhalb des Nationalparks, aber das war keine riesige

Entfernung. Und ihr wart mit Fahrrädern unterwegs, hast du gesagt. Hattet ihr selber Fahrräder dabei oder habt ihr die gebietet? Nein, wir haben uns die geliehen. Also wir hatten keine mitgenommen. Okay. Also wir haben keine E-Bikes und ganz ehrlich, wenn man dann 20 Kilometer, das geht permanent bergauf und ab durch diese ganzen Felsen, die überall verstreut liegen. Wenn man das ohne E-Bike macht, um dann hinterher wandern zu gehen, nein.

Muss man sehr, sehr gut im Training sein, damit das dann noch Spaß macht. Richtig, genau. Aber da halte ich dann keine Lust mehr zu. Das muss ich ganz ehrlich zugeben. Aber das ist ja auch generell mittlerweile, das habe ich auch festgestellt schon vor ein paar Jahren, dass jetzt auch viele Plätze, gerade so in den Regionen, wo es auch mit dem Fahrrad richtig Spaß macht, dann auch dazu gegangen sind, entweder selber oder über einen Partner

so E-Bikes auch anzubieten, teilweise auch E-Mountainbikes. Und ich nehme an, dass das da auch in Schweden gar kein Problem ist, oder? Wenn man so ein bisschen guckt. Auf den Campingplätzen hatten sie tatsächlich keine E-Bikes. Ah, okay. Also da mussten wir dann schon strampeln. Aber wie gesagt, um dann in diesen Tiwi in den Nationalpark zu kommen, sind wir mit dem Auto gefahren. Da ist ja auch kein Problem,

man klappt es schnell runter. Und das Dachzelt und das andere Gestänge, was wir vorgebaut haben, das haben wir einfach abgemacht, haben wir stehen lassen und sind dann hinterher wieder genau rangefahren und haben es wieder eingehängt. Also das geht dann auch ganz gut. Auf jeden Fall auch ein Vorteil vom Dachzelt. Also gerade, wenn es halt so schnell auf und abgebaut ist, dass man halt trotzdem extrem mobil bleibt und dann schnell halt nochmal

runterfahren kann. Und okay, dann wart ihr Tiwi im Nationalpark. Da seid ihr wie lange geblieben? Ich glaube drei, vier Nächte. Ja, vier Nächte, glaube ich. Okay, also das ist auf jeden Fall was, wo es sozusagen viel zu entdecken gibt und wo es sich dann auch lohnt, ein bisschen zu bleiben. Ja, auf jeden Fall. Es hat auch geregnet. Und also den einen Tag, und dann haben wir

einfach nur gelesen und dann drauf gewahrt, dass am nächsten Tag das Zelt wieder trocken war. Und dann sind wir weitergefahren. Okay, und dann, wo ging es dann weiterhin? Dann sind wir an den Andernsee gefahren, und zwar dann eben im Norden, an den Wetternsee. Und wirklich haben das oben einmal umrundet, haben da an vielen Städten angehalten, haben nochmal uns die auch angeschaut. Das Wetter war herrlich und die Straße war also eine absolute Panoramastraße. Das

ist dann also an der Ostseite gewesen, wo wir wieder Richtung Süden gefahren sind dann. Und es war einfach wunderwunderschön. Ja, die Seen haben ja auch auf jeden Fall ganz ordentliche Ausdehnungen da oben. Ja. Wir sind den auch schon hochgefahren. Ich erinnere mich daran, als wir am Vettern waren. Ich glaube, da waren wir auch nur mit dem PKW unterwegs. Da zog gerade ein Unwetter über den See heran.

Es war ein bisschen beängstigend, weil das halt super schnell kam, aber es sah halt auch unheimlich spektakulär aus, wie diese dunklen Wolken da über den See angeschossen kamen. Und da kann ich mich wirklich noch daran erinnern. Und diese Seen sind ja wirklich riesig, und dann mit dem ganzen Wald und Felsen und so weiter. Also, ich fand das super beeindruckend, die ganze Landschaft da. Aber das habe ich ja gerade schon gesagt.

Ja, also wirklich, da sind ja auch die ganzen Städte sehr schön. Und in Leecherping zum Beispiel, das war ja an dem ersten großen See, da hatten wir dann so ein internationales Food Festival gefunden. Also, dass wir da wirklich einfach essen gehen konnten um die Welt, sozusagen. Das war total schön. Und solche Sachen fanden wir also öfter. Irgendwie, dass da besondere Angebote waren, dass man da natürlich auch die Zimtschnecken überall bekam,

die obligatorischen. Und wir waren auch in Grenna, wo ja angeblich die Zuckerstangen erfunden wurden. Also, ein Bonbon-Laden nach dem nächsten Essen. Und wie findet ihr dann vor Ort, welche Sachen euch interessieren? Also, ich meine, klar sowas wie die Bonbon-Shops oder auch irgendwelche Nationalparks, da gibt es ja wahrscheinlich einfach ganz klassisch die ganzen Flyer auf den Campingplätzen. Aber wie habt ihr

zum Beispiel das Food Festival gefunden? Das war tatsächlich Zufall. Also, da waren wir mit dem Fahrrad unterwegs, haben dieses Schild gesehen und sind da einfach hingeradelt. Also, wir haben ja keine feste Route. Wir sind dann einfach spontan unterwegs und gucken, was wir da machen. Okay, also manchmal so einfach, dass man halt sowas entdeckt. Ja. Gut, jetzt sind wir quasi, haben wir den Vettern, oder ihr habt den Vettern See umrundet. Ja, nicht ganz, aber… Und dann ging es, also das heißt,

jetzt ging es wieder Richtung Süden. Und was war der nächste Stopp dann auf eurer Tour? Der nächste Stopp war irgendwo in the middle of nowhere. Also, wirklich so an einem kleinen See, der auf keiner Landkarte drauf ist. Okay. Richtung Exjö ist das dann. Und war auch sehr schön. Das war aber der Campingplatz, wo wir dann eben keinen Strom hatten. Und da war es dann auch schon Mittsommer. Und wir haben uns also dann tatsächlich entschieden, doch den Campingplatz zu verlassen. Es war auch

ein bisschen komisch. Du hast eben gesagt, man kann auf den Campingplätzen dann ja auch feiern um Mittsommer. Und das war tatsächlich da auch, aber es hat uns keiner eingeladen. Und es waren auch nur Schweden außer uns dort. Und dass wir so gedacht haben, hm, was tun wir jetzt? Und wir haben dann doch tatsächlich den Campingplatz dann nach einer Nacht verlassen und sind dann eben durch Småland gefahren, was wir vorher gar nicht so richtig auf dem Schirm hatten. Und runter bis

Hülsfred und haben uns dann ein bisschen da unter anderem Michel aus Lanneberga angeschaut. Und das war dann einfach so, ja, auch mal ganz schön wieder diese Kindheitserinnerungen zurückzuholen, diese Filme. Und sind in Hülsfred dann gewesen auf dem größeren Campingplatz und haben dann da den Rest der Zeit verbracht. Aber so eine richtige Mittsommerfeier war dort nicht. Okay. Ja, ich erinnerte mich jetzt halt nur, dass die Kollegen, die quasi auch hier schon mal im

Podcast waren, über Skandinavien gesprochen haben, dass die das auch berichtet hatten. Und ich meine auch, dass sie auch erzählt hatten, dass auf den Plätzen eben da gefeiert wurden. Daher hatte ich das selber. War ich auch noch nie Mittsommer da oben. Das kann ich also aus Erfahrung nicht sprechen. Aber ich habe das noch irgendwie so im Kopf. Okay, dann waren wir jetzt in Hülsfred. Ja,

auch ich bin kein Nicht-des-Schweden-mächtig. Und wie gesagt, wir packen euch die Namen auch alle nochmal in die Shownotes unten rein, sodass ihr das auch euch nochmal angucken könnt, wenn ihr da Sachen besonders spannend findet und die vielleicht nachfahren wollt. Wo hat es euch dann hingetrieben? Wir wollten dann gerne noch ein bisschen so einen kleinen Zwischenstopp machen.

Und dann haben wir wirklich Schwierigkeiten gehabt, einen Campingplatz zu finden. Es war auch so, dass sie kein Check-in gemacht haben an dem Sonntag, als quasi das Wochenende, also das Mittsommerwochenende, vorbei war. Also zumindest die Campingplätze, die wir dann so herausgesucht hatten, die uns reizvoll erschienen. Und dann haben wir eine relativ lange Tour gemacht und sind bis ans Kattegat gefahren. Bisschen südlich von Warberg waren wir dann. Das haben

zwischendurch immer wieder angehalten, waren auch auf einer Elch-Farm. Es geht natürlich nicht ohne Elch. Gegessen hatten wir ihn vorher schon, aber noch nicht gesehen. Und das mussten wir natürlich dann auch machen. Und waren auch noch in einem anderen Nationalpark, Sturemosse oder so ähnlich, wenn man das jetzt wieder ausspricht, der also gar nicht dem entspricht, was man sonst in Schweden hat, sondern eher eine Moorlandschaft ist und ganz, ganz flach. Ganz spannend dadurch,

weil es eben was völlig anderes ist, als man erwartet. Ja, und dann waren wir wieder an der Ostsee. Genau. Genau, das habe ich jetzt mir auch verfolgt. Das heißt, jetzt seid ihr quasi südlich von Göteborg quasi wieder rüber an die Ostsee. Ist das Ostsee oder Nordsee eigentlich, diese Stückchen da? Das ist ja da. Ja, es ist dann schon Kattegat, glaube ich. Und ich weiß nicht, ob es überhaupt eins von beiden ist. Also so, ja. Es ist auf jeden Fall wieder an der Westküste

von Schweden. Genau. Also für alle Hörer und Hörerinnen da draußen, die Tour ging sozusagen Göteborg an der Westküste von Schweden los, dann hoch bis in den Norden, dann rüber Richtung Osten an den ersten großen See, dann unten um den See herum zum nächsten und dann, also östlich und dann Richtung Süden runter und dann südwestlich quasi einmal quasi eine Rundfahrt, startend in Göteborg. Und dann seid ihr auch wieder in Göteborg angekommen, weil da dann quasi auch eure

Fähre wieder zurückgefahren ist. Ja, ganz genau. Und du hast jetzt gerade schon gesagt, dass das, trotzdem würde ich es nochmal gerne hören, was war so das, was dich wirklich am meisten beeindruckt hat, wo du sagst, das war mein absolutes Highlight? Also von der Landschaft der Tiveden Nationalpark. Aber grundsätzlich ist Schweden ein wunderschönes Land. Also ich mag das einfach wahnsinnig,

diese ganzen Seen überall zu haben, auch immer mit Bergen. Also es sind jetzt nicht die Alpen, aber es geht eben immer auf und ab und du hast nie langweilig, irgendwie so auch zu sehen, wie Landwirtschaft dann dort funktioniert. Also weil wirklich auf den Feldern die Felsen liegen, also selbst wenn da irgendwie Getreide steht. Ich weiß gar nicht, wie die das manchmal mähen können. Also man sieht auch die Kühe, die da wild durch die Gegend laufen können und die

Weiden dann haben mit natürlichem Schatten mit diesen Felsen wieder mittendrin. Und also das war irgendwie auch ganz, ganz toll zu sehen. Also ein bisschen anders, als wir das hier bei uns kennen. Und geht's für euch nochmal ab nach Schweden irgendwann? Oh, ich denke schon, ja. Also wir waren ja nicht genau da, wo wir hinwollten eigentlich. Ich glaube, Mittelschweden wäre dann so das Nächste, was so dran wäre.

Also das heißt, wenn der Scheibendefekt nicht gewesen wäre, dann wärt ihr deutlich mehr Richtung Norden gefahren? Okay. Gut, das könnt ihr ja beim nächsten Mal machen und dann darüber berichten. Was mich jetzt noch interessieren würde, habt ihr irgendwie auf Rabattkarten gesetzt, da irgendwas dabei gehabt? Also wir hatten die ADAC-Karte dabei und die Camping Key Europe. Aber es steht viel in den Foren, dass man sich damit auch anmelden kann, dass man dann nicht mehr groß irgendwas ausfüllen muss

oder sowas. Ich glaube, zwei Campingplätze haben die noch genommen. Und einer sagte uns auch, nee, nee, das ist gar nicht mehr so, dass wir die nehmen. Also ja, anscheinend reicht das, wenn man sich dann da irgendwie übers Internet anmeldet und dann doch eben seinen Personalausweis vorzeigt. Und zu der Zeit an Rabatten war auch gar nichts beim ADAC. Hauptsaison. Hauptsaison, genau. Ja, natürlich.

Und jetzt in einem Jahr, wo alle wieder wirklich intensiv reisen, ich glaube auch, da wird kein Campingplatz großartig Rabatte geben müssen auch, weil die Leute ihnen die Plätze aus den Händen reißen. Wir waren die letzte Nacht noch in Göteburg selbst und der Campingplatz war brechend voll. Also Bruce Springsteen hatte noch gespielt und der halbe Campingplatz war natürlich mit Konzertbesuchern gefüllt. Und das war wirklich toll. Man kann direkt mit der Straßenbahn auch

in die Stadt fahren. Und das haben wir auch gemacht. Und das kann ich nur empfehlen. Aber an dem Tag war es wirklich schwierig, da auch dann spontan noch was zu bekommen. Aber es scheint ja geklappt zu haben. Ja, wir haben tatsächlich Glück gehabt. Wir hatten einen Zeltplatz gebucht und dann haben die uns den auf der Karte gezeigt, welcher das ist. Und dann habe ich gesagt, das geht nicht. Wir haben ein Dachzelt. Und dann sind die fast aus allen Wolken gefallen. Sie können mit dem

Dachzelt da nicht stehen. Okay. Die haben sich dann total Mühe gegeben. Wir haben dann noch so irgendwo einen Restplatz bekommen, weil wir ja keinen großen Anhänger oder sowas hatten. Und das war sehr nett. Sonst hätten wir da ziemlich blöd in Göteburg gestanden und ich weiß nicht, was wir gemacht hätten. Ja, erfahrungsgemäß. Irgendwas findet sich, aber es ist dann stressig und nervig. Genau. Aber so hat es gut geklappt.

Ja, das ist dann tatsächlich auch nochmal ein Vorteil, wenn man das Dachzelt auf dem Pkw hat, dass man halt mit relativ wenig Platz auch rauskommt und dann doch sich oft nochmal irgendwo vielleicht eine kleine Ecke findet, wo man sich halt hinstellen kann. Ist dann vielleicht nicht die schönste, aber für eine Viertelübernachtung immer eigentlich ganz okay. Ich wollte gerade sagen, in dem Moment ging es uns ja auch nicht mehr um den Zeltplatz,

sondern tatsächlich um die Stadt. Also wir wollten ja Göteburg auch noch sehen. Und dann habt ihr Göteburg euch nochmal angeguckt und dann quasi nächsten Tag auf die Fähre und wieder zurück quasi nach Kiel, hast du gesagt, seid ihr abgefahren. Vermutlich auch wieder hingefahren. Wie war generell, ich hatte vorhin schon mal kurz gefragt, ob es noch warmer, wie war denn generell das Wetter in den drei Wochen?

Haben wir viel Glück gehabt. Also es hat, glaube ich, vier Tage geregnet. Das Aufregendste war tatsächlich ein Sturm, den wir dann da in Warberg hatten am Kattegat, wo wir eingeklappt haben und uns ins Auto gesetzt haben. Also es war dann doch ein bisschen unheimlich, muss ich sagen. Also man hat so gar keinen Schutz vor dem Wind gehabt und ich konnte dann auch nicht gut schlafen. Ich habe immer so die Seglernachrichten geguckt und als wir dann 54 km h hatten und das Zelt nur bis 60

stand, habe ich dann gesagt, ich glaube, mir reicht es jetzt. Und dann haben wir zusammengeklappt und sind noch zwei Stunden im Auto geblieben und dann gab es Frühstück. Dann haben wir uns dann da am Campingplatz Kaffee geholt und haben auch gar nicht versucht, irgendwie nochmal was aufzubauen dann in den nächsten Stunden. Aber ansonsten haben wir tatsächlich viel Glück gehabt. Also es war tagsüber bis 27 Grad und nachts das kälteste, glaube ich, so 10 oder 11 Grad. Also es war

völlig okay. Da konnten wir gut schlafen und eben auch zum Schwimmen. Das Wasser ist natürlich ein bisschen kälter, als man das jetzt sonst so von uns kennt bei den Temperaturen. Aber es ist einfach total schön gewesen, ja. Ja, das glaube ich. Also mich hat Schweden auch sehr fasziniert, auch Norwegen. Also die ganzen Landschaften da oben sind einfach, ich kann da auch mal wieder drüber schwärmen. Also von uns ist es ja relativ weit weg, also mal gucken, wann es uns da mal

wieder hintreibt. Meine Frau findet das mit der Kälte, oder was heißt Kälte, im Sommer ist ja ja nicht kalt, sondern durchaus ja auch warm, findet das nicht ganz so schön. Ich finde es da halt wunderschön. Also wir waren letztes Jahr in Italien und das war zu heiß. Also wir hatten uns viel vorgenommen, was wir machen wollten und sind dann nicht viel weiter als in den See und wieder zum Zelt zurückgekommen. Und dass wir gesagt haben, also vielleicht jetzt ist es dann

einfach auch die Zeit, mal wieder Richtung Norden zu fahren und auf das gute Wetter bauend. Und das hat ja auch geklappt. Also im Juni war wirklich das Wetter da oben sehr gut. Ich wollte gerade sagen, das klingt ja sehr, sehr entspannt. Und ich meine, dass es mal regnet, das passiert halt auch. Das hauptsächlich auch, damit es grün ist. Und ansonsten ist es hier wie hier, wo alles jetzt braun ist, außer ein paar Bäumen. Ja, finde ich super spannend. Finde ich eine sehr, sehr schöne

Reise. Also ich hoffe, liebe Hörer und Hörerinnen da draußen, wenn ihr irgendwie ein Dachzelt habt oder generell Lust habt darauf, euch da mal zu bewegen, dann kann das natürlich eine spannende Geschichte sein. Ihr müsst euch kein Wohnmobil kaufen, kein Wohnwagen kaufen, Dachzelt. Auch das ist natürlich ein Invest, aber natürlich deutlich weniger als ein Campingfahrzeug. Und ihr habt gehört, man kann da sehr, sehr entspannt auch quasi unterwegs sein. Ich fand das super spannend,

deinen Reisebericht aus dem Norden. Ich freue mich, dass du dich bei uns gemeldet hast und dass du vor allen Dingen auch dich bereit erklärt hast, hier mal in den Podcast zu kommen. Ja, ich würde mich schon mal verabschieden, liebe Hörer und Hörerinnen. Abonniert den Podcast,

dann verpasst ihr keine Folge. Wir verlinken euch, wie gesagt, noch mal die oder packen noch mal die Sachen alle in die Show Notes unten rein, wo die Tour so lange gegangen ist, damit ihr das auch so ein bisschen entweder ganz oder in Teilen nachverfolgen könnt und nachfahren könnt, wenn ihr wollt. Und ja, wir hören uns zur nächsten Episode wieder. Und dann übergebe ich noch das Wort an dich, Kerstin. Ja, schön, dass ich hier sein durfte. Und ich

hoffe, dass vielen das auch ein bisschen Spaß gemacht hat. Ich finde es immer sehr spannend, auch mal was anderes zu hören, jetzt eben, wenn ihr von den Campern berichtet oder den Wohnwagen. Aber manchmal habe ich gedacht, ach ja, so übers Zelten könnte man auch mal sprechen bei euch. Und dann, als ihr das vorgeschlagen habt, habe ich gedacht, ja, machen wir mal. Und ich hoffe, dass es auch interessant für andere Leute ist.

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