Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Sebastian und heute ohne Nähle, dafür wieder mit einem Gast hier im virtuellen Podcast-Studio. Ja, und es geht heute um das Thema Gewichte und Gewichtsgrenzen beim Karawan. Und ich habe mir dazu erneut den Anton Happerer von der Firma Fendt in unser virtuelles Podcast-Studio
eingeladen. Er ist Leiter des Kundendienstes da. Ihr kennt ihn vielleicht schon aus einer der letzten Folgen, wo wir ihn ja schon zu Gast hatten und er uns an seinem unerschöpflichen Wissen teilhaben lassen hat. Und ich würde sagen, Herr Happerer, stellen Sie sich doch noch mal ganz kurz unseren Hörerinnen und Hörern vor, die Sie noch nicht kennen und noch nichts von ihnen gehört haben. Dann auch von meiner Seite aus, hallo an alle.
Also mein Name ist Anton Happerer. Ich bin Kundendienstleiter bei der Firma Fendt Karawan hier in Mertingen. Kundendienst bei Fendt heißt von der Reklamationsannahme bis hinten zur Reparatur alles. Wir haben ein eigenes Lager. Wir beliefern unsere Hände draußen mit den nötigen Ersatzteilen hin bis zur Großreparatur. Machen wir fast alles hier im Werk. Und Sie haben quasi den lieben langen Tag mit allen möglichen Fragen und Anfragen und Kunden
und Wünschen und so weiter zu tun. So ist es. Genau. Und wir wollen uns heute mal das Thema Gewichte, Gewichtsgrenzen anschauen. Wir wollen am Anfang erstmal ein paar grundlegende Begriffe klären, die einfach wichtig sind, um den Rest unserer Sendung quasi zu verstehen. Und das würde ich jetzt erstmal so ein bisschen abfragen. Und Herr Happerer wird mit der hoffentlich wieder Rede und Antwort stehen. Also fangen wir mal an. Was verstehen wir denn unter dem
Begriff Leermasse bei einem Karawan? Also Begriff Leermasse beim Karawan ist ein sehr dehnbarer Begriff, weil es gibt da zwei Massen, die einen etwas leeren Karawan beschreiben und zwar Masse im fahrbereiten Zustand ist einer. Masse, fahrbereiter Zustand, den Wert finden wir auch in den COC-Papieren, bedeutet Serienfahrzeug ohne irgendwelche Extras und zuzüglich der Grundausstattung wie Gas, Wasser und so weiter. Also ein Serienfahrzeug plus
bei uns sind es um die 48 Kilo, dann haben wir Masse im fahrbereiten Zustand. Aber man hat ja noch zusätzliche Ausrüstung dabei, wie Klimaanlage im Ufer und so weiter. Und dann kommen wir schon eher in das, wo ich als Leermasse oder Leergewicht hernehmen würde und zwar die tatsächliche Masse. Also die tatsächliche Masse steht auch im COC drinnen, ist die Masse des Fahrzeuges, Serienfahrzeug plus alle Optionen, also Klima, Ufer und so
weiter und diese Grundausrüstung. Das ist eigentlich eher was man an der Leermasse, wenn jemand wissen will, wie viel darf ich zu laden, dann würde ich die tatsächliche Masse hernehmen. Okay, also da gibt es quasi keine ganz feste Definition, sondern da muss man jetzt quasi, wie Sie es gerade gesagt haben, gucken, wie wir es sozusagen richtig betrachten. Also beide Massen stehen auch in den Papieren drin, der Fahrbereiter Zustand
und die tatsächliche Masse. Also wenn jetzt jemand wissen will, mein Fahrzeug hat jetzt zwei Tonnen technisch zulässige Gesamtmasse und die aber tatsächliche Masse von 1700 Kilo, dann darf ich 300 Kilo zu laden, rein theoretisch. Okay und für alle, die sich jetzt wundern, was COC-Papiere sind, also das sind die Papiere, die man eigentlich oder nicht eigentlich, sondern zu jedem Fahrzeug seit vielen Jahren dazu bekommt, wo quasi
alles runtergeschrieben ist, was dazu oder zu dem Fahrzeug wichtig ist. Das gibt es eben beim Pkw, beim Wohnmobil genauso wie hier beim Caravan. Beim Freizeitwagenbranche gibt es COC erst ab so 2012. Wenn man ein älteres Fahrzeug hat, dann haben wir eigentlich nur
die technische zulässige Gesamtmasse. Das Leergewicht steht nur in den Verkaufsunterlagen rudimentär drinnen und da empfehlen wir eigentlich unseren Kunden, fahr auf die Waage und wieg das Fahrzeug so, wie es ist, damit man weiß, was das sogenannte Leergewicht eigentlich ist. Genau da haben sie jetzt quasi auch schon eine der nächsten Fragen vorab genommen, aber es passt halt genau hierher. Genau, wenn ihr also dieses Dokument nicht habt, dann
müsst ihr wiegen. Da kommen wir aber nachher nochmal zu, da haben wir noch ein paar Tipps dazu. Also das war die Leermasse. Jetzt haben wir noch, Sie haben es auch gerade schon angesprochen, die zusätzliche Gesamtmasse oder das zusätzliche Gesamtgewicht des Fahrzeugs. Die zulässige Gesamtmasse ist eigentlich die Masse, die für das, was eigentlich der Caravan gebaut ist. Also sprich, welche Achsen sind verbaut, welche Werkstoffe, was halten die aus und
das nennt man dann zulässige Gesamtmasse. Das ist die Masse, die das Fahrzeug auf der Waage haben darf und zwar abgehängt vom Zugfahrzeug auf der Waage und das sollte man auf keinen Fall überschreiten. Also ein paar Prozent hin oder her spielt jetzt keine große Rolle, aber wenn es mal ein bisschen mehr wird, dann geht es echt ins Geld und man soll es auch nicht tun, weil die Bremsen, die Reifen und so weiter sind natürlich für eine höhere
Tonage auch nicht ausgelegt. Darum sollte man das tunlichst einhalten, was da in den Papieren steht. Da gehen wir auch gleich nochmal darauf ein, weil das tatsächlich auch so ein bisschen von den Ländern abhängig ist, wie schnell und wie hoch die Strafen auch dafür sind. Also weil das ist nicht nur was, was eure Sicherheit gefährdet oder beeinflusst, sondern auch etwas, was unter Umständen teuer werden kann. Dann haben wir noch die Achslast,
was sagt die aus? Die Achslast ist die Last, für das die Achse gebaut ist, also sprich wie darf die Achse belastet werden. Aber diese Achslast ist eigentlich im Caravan-Bereich nicht unbedingt so interessant, weil die Achslast meistens dieselbe ist, wie das zulässige Gesamtgewicht. Das ist ziemlich der gleiche Wert. Die Achslast könnte man auch errechnen,
wenn es einer braucht. Ja, ich glaube, wir machen es nicht so kompliziert. Wir haben nur einfach für uns alle Begriffe einmal zusammengetragen und wollen die halt einmal kurz besprechen, damit alle Hörer und Hörerinnen da draußen einfach wissen, wovon wir reden und was sozusagen was ist. Dann haben wir noch die Stützlast, ein sehr wichtiger Wert.
Was bezeichnet die oder was gibt die an? Die Stützlast ist die Last, die das Vordrehteil des Caravans, die an die Kupplung, an die 50mm Kupplung vom Auto einrastet, mit welcher Kraft die nach unten drückt. Das nennt man Stützlast. Und dann haben wir noch die Zuladung. Die Zuladung ist eigentlich das, was man von der tatsächlichen Masse zu der zulässigen Gesamtmasse, die Differenz ist eigentlich die Zuladung. Also sprich, alles, was ich
da reinladen kann, nennt man Zuladung. Genau, und dann würde ich noch ganz kurz darauf verweisen, dann gibt es natürlich auch noch für die Reifen einen entsprechenden Load Index, also wie viel Last die Reifen vertragen. Da brauchen wir aber heute gar nicht nochmal darauf eingehen. Dazu hört ihr euch einfach nochmal die oder eine der letzten Folgen an.
Da haben wir nämlich das ganze Thema schon behandelt. Jetzt gibt es aber noch einen Wert und zwar, es gibt auch bei der Massendefinition, die ja seit 2012 ungefähr gelten, auch eine Mindestnutzlast und die muss auch im Wohnwagenbereich eingehalten werden, weil wir sind ja hier
im 1 zu 1 Verhältnis. Also sprich, ein Kilo Zugfahrzeug darf nicht mehr sein wie ein Kilo Reifen vom Anhänger und zwar gibt es da auch eine Formel, dass die Mindestnutzlast eingehalten werden muss und die bedeutet, die Höchstzahl der Schlafplätze plus Aufbaulänge und das mal 10 ist die Mindestnutzlast, wo man zwischen der tatsächlichen Masse und der zulässigen
Gesamtmasse einhalten muss. Das hat etwas zu tun mit der 100 kmh-Regelung, weil viele wollen ja eine niedrige zulässige Gesamtmasse haben, dass sie das 1 zu 1 Verhältnis mit Zugfahrzeugen hinbringen und da muss man immer darauf auffassen, dass man die Mindestnutzlast mit bedenkt und einhalten tut. Also man kann jetzt nicht unendlich runterkürzen. Irgendwann ist vom Gesetzgeber her, im Regelwerken steht drin, die Mindestnutzlast muss eingehalten
werden. So wie ich es zuerst beschrieben habe, Schlafplätze mal Aufbaulänge mal 10. Okay, wir packen euch die Formel dann auch nochmal in die Shownotes rein, das müsst ihr euch jetzt nicht merken und wir verlinken auch nochmal einen entsprechenden Artikel, wo wir das Thema auch nochmal behandelt haben, sodass ihr es auch nochmal entsprechend nachgucken
könnt, wenn ihr da jetzt nochmal Fragen habt und euch das vielleicht betrifft. Okay, und dann haben wir ja noch das letzte Punkt, also ein Wohnwagenkarawanen kommt ja immer quasi oder fährt immer zusammen mit dem Zugfahrzeug, hoffentlich und da haben wir noch das Thema Anhängerlast. Was gibt die an? Die Anhängerlast ist eigentlich die Last, die ein Zugfahrzeug hinter sich herziehen darf. Das ist, wenn da drin steht 2 Tonnen, dann darf man hinten
auch 2 Tonnen anhängen. Egal wie das zulässige Gesamtgewicht des Hängers ist, man darf nur 2 Tonnen ziehen. Aber da kommen wir vielleicht später auch noch drauf. Da muss man gewisse Dinge einhalten. Da können wir später nochmal darüber reden. Genau, also wichtig sind diese
Zahlen bzw. diese Werte an verschiedenen Stellen. Es spielt also eine Rolle, wenn ihr schaut, wenn ihr einen Wohnwagen kauft, ob ihr den überhaupt mit eurem Fahrzeug ziehen könnt oder nicht oder dürft oder nicht und da sind eben diese verschiedenen Werte unter Umständen relevant und deswegen sind wir sie einmal durchgegangen. Da müssen wir ein bisschen aufpassen, weil im Wohnwagenbereich mit der 100 kmh Regelung immer dieses 1 zu 1 Verhältnis
wichtig ist. Wenn Sie einen Hänger haben, der für andere Zwecke genutzt wird, dann muss nicht unbedingt eine 1 zu 1 Verbindung da sein. Da kann man durchaus mehr anhängen oder vielleicht auch weniger anhängen. Aber mehr als 3,5 Tonnen darf man grundsätzlich nicht anhängen an ein Zugfahrzeug, an einen Pkw. Gilt das, dieses 1 zu 1 nur für die 100 kmh Regelung, also nur wenn mir das mit meinem Wohnwagen wichtig ist oder gilt das generell für Wohnwegen?
Das gilt generell für Wohnwegen. Also die maximale Anhängerlast des Pkws darf nie mehr sein als seine zulässige Masse. Ich kann jetzt maximal 3,5 Tonnen anhängen, aber wenn ich jetzt ein Zugfahrzeug habe mit 2 Tonnen zulässige Gesamtmasse, darf ich auch keinen größeren Hänger anhängen. Das ist einfach dieses 1 zu 1 Verhältnis im Bereich von diesen Wohnwegen. Genau, das war jetzt nochmal wichtig. Also der Anhänger darf nicht schwerer sein als das Fahrzeug selber?
Höchstens, höchstens. Man hat einen richtigen Geländewagen, der als Geländewagen nach der EWG-Norm, Regelwerk ist, da darf man bis zu 1,5 Fahrer ziehen. Das sind dann die ganz großen, mit den großen Stollen drauf. Die sind bei uns aber relativ selten wahrscheinlich. Das ist eine recht kleine Gruppe, für die das noch trifft. Ihr seht, es gibt auch immer Ausnahmen, aber generell könnt ihr euch glaube ich merken, dieses 1 zu 1. Also das heißt, meistens darf euer Wohnwagen nicht schwerer
sein als euer Fahrzeug, was den Wohnwagen zieht. Sagen wir meistens. Meistens. Okay, was, das haben wir jetzt ja schon gesagt, das ist also eine der wichtigsten Gewichtsgrenzen, die wir einhalten müssen. Sie haben auch gerade schon gesagt, der Anhänger selber darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen wiegen insgesamt. Natürlich immer vorausgesetzt,
dass das Zugfahrzeug dann auch entsprechend so schwer ist. Gibt es noch etwas, worauf wir achten müssen, wenn wir uns einen Wohnwagen anschaffen oder schauen wollen, ob der Wohnwagen zum Fahrzeug passt? Also es gibt zwei Kriterien, wo man überprüfen soll. Also die technische, wo wir gerade dabei sind. Und das Nächste ist auch, welchen Führerschein habe ich denn überhaupt? Weil die meisten machen ja diesen B-Führerschein und der B-Führerschein sagt ja aus, ihr darf maximal 3,5 Tonnen als
Zug haben, also Zugfahrzeug plus Wohnwagen. Also das Gespann darf nicht schwerer als 3,5 Tonnen sein. Und da kommen wir natürlich ziemlich schnell an die Grenzen hin. Das ist wichtig. Und dann natürlich, passt mein Zugfahrzeug zum Hänger überhaupt? Das ist dann der zweite Punkt.
Ja, also das eine ist, darf ich das ganze Gespann fahren? Also da haben alle Glück, die wie ich vor 1999 den Führerschein gemacht haben, also noch den ursprünglichen alten roten mal bekommen haben oder noch vorher den grauen, die dürfen bis 7,5 Tonnen gesamt fahren. Und alle, die danach kommen, die haben eben diese Klasse B, bei uns hieß es früher Klasse 3, glaube ich. Da müsst ihr also darauf achten. Wer das Glück nicht hat, der kann
dann aber auch noch verschiedene andere Führerscheinvarianten machen. Da wollen wir aber heute gar nicht so drauf eingehen. Da verlinken wir euch aber in den Show Notes auch nochmal einen entsprechenden Artikel zu. Da gibt es dann verschiedene Varianten, mit denen ich dann auch schwerere Anhänger ziehen darf und quasi höhere Gesamtgewichte fahren darf. Genau, der B96 ist also ein Schlagwort oder der B1. Da gibt es mehrere Möglichkeiten.
Also das ist das eine, was ihr fahren dürft und dann ist das andere, was eben das Fahrzeug ziehen kann und ziehen darf, beziehungsweise auch anhängen darf. Also da spielen dann eben die Themen Stützlast, Anhängenlast eine Rolle, weil da kann ich auch nicht jeden Hänger hinter jedes Fahrzeug hängen und natürlich auch wiederum Gewicht des Fahrzeugs und Gewicht
des Anhängers. Da haben wir ja gerade schon ein paar Sachen dazu gesagt. Ja, also am besten ist es quasi, wenn ich mir einen neuen Wohnwagen oder einen gebrauchten oder überhaupt einen Wohnwagen zulegen möchte, dass ich also als erstes mal schaue, habe ich eine Anhängerkupplung,
das wäre vielleicht das Allerwichtigste. Wenn ich keine habe, muss ich mich also erstmal darum kümmern und wenn ich dann eine habe, dann sind die wichtigsten Sachen die Stützlast beziehungsweise die Anhängenlast zu checken am Fahrzeug und die Stützlast muss ich auch checken, oder? Die Stützlast muss ich, naja, checken. Die Stützlast soll man vom Anhänger
einhalten, also desto mehr Stützlast man hat. Also man soll die Stützlast, die ja bei uns mit 100 Kilo angegeben ist, soll man ja im Gespann so weit wie möglich ausreizen. Desto mehr Stützlast ihr auf das Zugfahrzeug bringt, desto schöner läuft mir der Wagen hinterher. Ist halt einfach mal so. Okay, genau, das war jetzt nochmal ein wichtiger
Punkt. Und ihr müsst natürlich darauf achten, wie schwer ist euer Zugfahrzeug. Das heißt dann, das haben wir gerade gesagt, der Wohnwagen oder der Karawan darf nicht schwerer sein als das Zugfahrzeug. Leichter funktioniert schon. Und ihr müsst dann noch darauf achten, dürft ihr dann wiederum dieses gesamte Gesamtgewicht, also Kfz oder Pkw plus Wohnwagen noch mit eurem Führerschein fahren. Das sind also so die Punkte, die ihr als allererstes abchecken
solltet. Genau. Dann müsst ihr natürlich schauen, was kommt da für ein Wohnwagen bei raus? Wie groß ist der? Ja, und wenn ihr dann nur zwei Schlafplätze habt, ihr aber zu viert unterwegs sein wollt, dann müsst ihr halt, also das kann natürlich funktionieren, ihr könnt halt noch ein Zelt mitnehmen oder ein Vorzelt mit Schlafgelegenheit aufbauen. Aber das ist dann halt der nächste Punkt, den ihr euch angucken müsst. Das Thema Leergewicht,
ich gehe so ein bisschen hier auch meine Liste durch. Das Thema Leergewicht haben wir ja gerade schon besprochen. Sie haben uns auch schon gesagt, wo wir die Angaben in den Fahrzeugpapieren finden. Also ihr kriegt die meisten oder die wichtigsten Sachen findet ihr auf den Fahrzeugpapieren, sowohl vom Pkw als auch vom Karawan. Wenn da etwas nicht steht, was wir gerade hier besprochen haben, dann nimmt es in diesen CoC-Papieren, wenn ihr die habt, ab 2012 haben sie gerade
gesagt, bei Freizeitfahrzeugen, bei Pkws schon länger. Die habt ihr hoffentlich in euren wichtigen Unterlagen, Mappen zum Fahrzeug irgendwo liegen. Die sollten eigentlich auch nicht im Fahrzeug mitgeführt werden. Da findet ihr die Informationen. So, jetzt kommen wir dazu, wir wollen einen Wohnwagen kaufen, wo wir diese Dokumente nicht dabei haben, weil der älter ist. Jetzt haben wir da verschiedene Möglichkeiten. Eine Möglichkeit ist, dass
wir auf eine Waage fahren. Das bedeutet, also ist vielleicht der erste Punkt, wo kriegt man eine Waage her. Da ist unser Tipp immer, guckt mal ein bisschen um die Ecke, habt ihr einen Reifeisenmarkt dabei, irgendwo in der Nähe, habt ihr einen Müllplatz in der Nähe, einen Recyclinghof in der Nähe. Eine Biogasanlage. Eine Biogasanlage, also irgendetwas, wo eben
normalerweise LKWs gewogen werden. So, und dann, wenn man da sehr, sehr freundlich fragt, vor allen Dingen ein bisschen außerhalb der Zeiten hinfährt, wenn es da voll ist, also wenn alle da hinwollen und vielleicht noch irgendwie ein paar Euro in die Kaffeekasse tut, dann kriegt man normalerweise da die Möglichkeit, das Fahrzeug zu wiegen. Wie gehe ich jetzt vor? Muss ich quasi mein ganzes Gespann dann dort auf die Waage stellen oder
muss ich abkuppeln? Was ist jetzt der richtige Weg, um das Gewicht rauszufinden? Also das tatsächliche Gewicht rauszufinden, muss man eigentlich abkuppeln. Also man muss halt mit den Reifen und mit dem Stützrad auf der Waage stehen, dann haben wir eigentlich die Masse, die tatsächliche Masse, was wiegt der Wohnwagen gerade? Also ich würde das nie im angekuppelten Zustand machen. Ok, also das heißt eben draufziehen, kurz abkuppeln, Fahrzeug, PKW runterfahren
und dann das Ganze wiegen. Jetzt haben wir ja den Vorteil, also in dem Fall ist ein Vorteil, dass Wohnwagen generell wenig Tanks im Normalfall haben. Wenn ich jetzt aber einen Wohnwagen habe, der einen Wassertank und einen Abwassertank dabei hat, sollte ich die leer oder voll machen, wenn ich das Ganze wiege? Also Masse, Fahrbereiterzustand heißt ja, dass man auch diese Grundausrüstung,
diese Farbefüllung ja mit reinrechnet. Also man rechnet eigentlich, dass man eine Aluflasche dabei hat, also eine Gasflasche dabei hat, leere 6 Kilo, Füllung Gas nennt man 11 Kilo her, Warmwasserbereitung, also sprich die Therme mit 5 Liter, die Frischwasserbefüllung und natürlich die Toilettenspülung. Und das gibt in Summe dann bei uns, also bei Fendt Caravan 48 Kilogramm, was in dieser Masse, Fahrbereiterzustand mit drin ist. Also so muss man das eigentlich
rechnen. Das ist natürlich klar, wenn ich jetzt natürlich hergehe und den Wohnwagen, das Leergewicht wiege, dann würde ich den nie voll machen, also nie mit dem Wasser voll machen, sondern ich würde ihn einfach so wie er ist wiegen. Dann weiß ich ja, was er hat. Also ich muss aber wissen, was ich in den Papieren für den Wertrenner habe, was beinhaltet denn der alles? Und das sind einfach diese bei uns, diese 48 Kilo für diese persönliche Ausrüstung. Okay und aber alles andere, sprich
Gepäck, Campingmöbel und so weiter, das lasse ich alles raus. Ich wiege ihn wirklich erstmal leer, damit ich halt, wie der Name schon sagt, das Leergewicht eben habe. Genau. Okay. So, jetzt haben wir das gemacht. Jetzt schreibt ihr die euch am besten auf. Dann wisst ihr nämlich, wie schwer der Wohnwagen leer ist. Und dann müsst ihr nur daran denken, da greife ich schon mal ein bisschen vor, dass jetzt ja auch sein kann, dass ihr noch weiteres Zubehör befestigt. Ein Beispiel
zum Beispiel, dass ihr eine Markise anbringt. Und wenn die fest angebracht ist, dann zählt ja wiederum in Zukunft mit zum Leergewicht, richtig? Genau und darum ist es immer sehr, speziell im Wohnwagen oder im Freizeitbereich, also im Freizeitwagenbereich, ist es immer sehr trügerisch, weil man ist ja gewohnt, man kauft sich ein KFZ und im KFZ haben wir bestimmte
Zubehör. Und was in den Papieren drinnen steht, entspricht auch der Wirklichkeit. Das ist ja in unserer Branche ein bisschen anders, weil es wird ja dann eine Klimaanlage nachgerüstet, ein Mover wird nachgerüstet. Zurzeit ist es ja sehr, sehr beliebt, irgendwie Solarzellen inklusive größere Batterien. Und da spiegeln natürlich die Fahrzeugpapiere nicht diesen Wert wieder, sondern Fahrzeugpapier, COC, heißt massenfahrbarer Zustand, so wie der bei uns
gebaut wurde. Und es kann sehr trügerisch sein, weil wenn nämlich der Händler im Nachhinein oder irgendjemand im Nachhinein eine Kiste draufbaut, einen Mover drunterschraubt, einen Fahrradträger und so weiter, ist das ruckzuck mal 100 Kilo mehr, das man in den Papieren gar nicht findet. Und bei der Polizeikontrolle ist das völlig egal, was in den COC-Papieren steht, sondern da interessiert nur, was im Zweifel die Waage anzeigt, oder? Das ist der einzige Wert, was einen
Polizisten interessiert. Okay, das heißt, und deswegen tanzen wir hier die ganze Zeit um diese verschiedenen Maße drumherum. Ja, wenn der Caravan aus der Fabrik kommt, dann hat der Gewichte, die sind alle auch standardisiert, die werden auch eingehalten. Das wäre jetzt aber nochmal eine Frage, gibt es da irgendwie eine Toleranz bei den Herstellern? Also wir müssen den Wert, massiv fahrbereiten Zustand haben wir eine Toleranz von plus 5 Prozent, oder eine Toleranz von 5
Prozent haben wir. Okay, das heißt, also es kann ja mal irgendwie sein, dass ein Holz ein bisschen dicker ist oder mal hier ein Metall ein bisschen dicker und da gibt es also eine gewisse Toleranz, aber um die 5 Prozent mehr darf es und wird es nicht abweichen. Das heißt, ansonsten haben die das Gewicht. Aber für euch ist eben wichtig, was wurde danach noch zusätzlich eingebaut? Kann ich das denn überhaupt im Nachhinein herausfinden, wenn es die Vorbesitzer nicht wissen, was noch
zusätzlich angebaut wurde oder eingebaut wurde? Darum sagen wir immer, man soll einfach den massiv fahrbereiten Zustand hernehmen. Das ist nämlich die Serienausstattung und hier wird die Grundausrüstung, die 48 Kilo hinzugerechnet. Dann hat man schon mal einen Wert. Und dann, wenn die tatsächliche Masse stark differiert zu dem, was im Fahrzeugpapier drinnen steht,
dann weiß man, dass im Nachhinein irgendwas geändert wurde. Okay, aber eigentlich ist im Endeffekt, wenn ich das jetzt alles schon für mich so zusammenfasse, dann ist ja eigentlich aber am schlauesten, wenn ich mir einen Wohnwagen kaufe und gerade ein bisschen Sorgen habe, dass es nicht ganz passt, weil ich vielleicht sehr knapp mit meinen Gewichten bin, was der PKW ziehen darf und was ich fahren darf, ist es eigentlich immer schlau, einmal selber auf die
Waage zu fahren, um zu gucken, was ist denn tatsächlich das Gewicht, weil ich weiß halt sonst nicht hundertprozentig, was wurde alles angebaut oder auch nicht. Wenn ich ein Fahrzeug konfiguriere oder mir ein Fahrzeug zusammenstelle, hat ja fast alle Hersteller die Möglichkeit, unterschiedliche Fahrwerke unter den Caravan zu schrauben. Serien ist meistens bei den 465 oder 490er um die 1.500 Kilo. Es gibt immer die Option, auf 1.600, 1.700 oder 1.800 Kilo zu gehen.
Wenn ich jetzt ein Fahrzeug vor mir habe, wo viel, viel reingebaut ist, also Klimaanlage, Mover, Markise und so weiter und habe noch die Serienlast, also 1.500 Kilo, dann würde ich nachdenken. Anfangen würde ich zu sagen, Moment, wie viel habe ich denn überhaupt noch übrig, dass ich mein Bier oder meine Klamotten mitbringe, weil diese Fahrzeuge werden dann meistens auf eine
höhere Tonnage von Haus aus ausgelegt. Und so kriege ich ziemlich schnell raus, ohne dass ich das Fahrzeug sehe, wenn es eine Serie hat, also Seriengewicht hat und hat viel Ausrüstung, dann ist im Nachhinein viel nachgerüstet worden. Aber ich weiß ja eigentlich, also wenn ich nicht gerade bei Fendt arbeite oder mich gut auskenne, weiß ich ja eigentlich nicht, was war Serien
Ausstattung. Die steht in den Verkaufsunterlagen. Ah ok, also muss ich im Zweifel mal gucken, dass ich beim Hersteller auf der Webseite oder vielleicht vom Kundendienst ein altes Prospekt oder Verkaufsunterlagen quasi bekomme. Ok, das war nochmal der Tipp, auf den ich hinaus wollte,
das hat man nämlich auch schon in einer der letzten Folgen. Im Zweifel könnt ihr halt beim Hersteller nachfragen, dass der dann noch Unterlagen euch zuschickt und da könnt ihr eben nochmal nachschauen, was waren die Seriengewichte und da vielleicht auch nochmal zusammengefasst, könnt ihr dann rausfinden, war der damalige Käufer vorausschauend und hat das Fahrzeug gleich vielleicht auch mit einem anderen Fahrwerk gekauft, sodass mehr zugeladen werden
konnte und dann ist es ok mit den ganzen Anbauteilen oder ist das Ganze eben nicht passiert und das Fahrzeug ist im Zweifel, wenn ihr noch ein bisschen Gepäck und ein Kasten Bier reinstapelt, dann schon überladen. Das kann ja durchaus passieren, wenn das Ganze sehr, sehr knapp war. Ganz spannend wird es ja, wenn Fahrzeuge aus, wir bauen ja Fahrzeuge nicht nur für den deutschen Markt, sondern wir bauen ja Fahrzeuge auch für den französischen Markt,
für Niederlande, für Großbritannien. Wenn diese Fahrzeuge dann wieder zurückkommen, dann rufen es meistens die neuen Besitzer bei uns an, ja warum hat der so wenig zulässige Gesamtmasse? Die Fahrzeuge wurden speziell für diesen Markt gebaut und in Frankreich gibt es seltenen Ufer oder selten Markise oder solche Dinge und darum wurden die natürlich auch mit
sehr, was heißt mit wenig, aber mit dem nötigen zulässigen Gesamtgewicht nur ausgerüstet. Und dann kommen sie natürlich nach Deutschland zurück und dann wird es mal aufgerüstet, der Klima drauf und Ufer drunter und so weiter. Und ruckzuck ist das Leerfahrzeug eigentlich schon schwerer, wie es eigentlich sein darf. Man soll ein bisschen vorsichtig und ein bisschen mehr
drauf schauen, wenn man sich vom Ausland wieder einen zurück holt. Muss der dann, wenn der jetzt nur im Ausland gefahren ist in Deutschland, nochmal dann irgendwie wieder zur Abnahme, zum TÜV, wie das bei Pkw ist? Das kommt ganz darauf an, wie alt das Fahrzeug ist, ob es ein COC-Papier schon gibt. Es kann soweit gehen, dass man hier eine TÜV-Vollabnahme
machen muss. Und das wird dann anstrengend und teuer unter Umständen. Okay, also vielleicht nochmal hier der getrennte Hinweis, wenn ihr ein Fahrzeug euch holt, was im Ausland angemeldet war, dann achtet da ganz besonders drauf. Ihr habt es gerade gehört, es gibt da eben unterschiedliche Bauweisen, weil es in verschiedenen Ländern ja auch verschiedene Freigrenzen bzw. Gewichtsgrenzen gibt, Führerscheine und so weiter. Wir reden ja meistens nur von Deutschland, aber im Ausland kann
das wieder ganz anders sein. Und die Hersteller passen natürlich ihre Fahrzeuge auf die Märkte an. Und demzufolge kann es dann sein, dass ihr im schlimmsten Fall das Fahrzeug hier gar nicht fahren dürft, sondern erstmal Markise und Mura wieder ausbauen müsst, damit überhaupt das ganz zulässig ist. Das ist jetzt sehr übertrieben, aber um euch das klarzumachen, dass ihr da ein
bisschen aufpassen sollt. Okay, ich weiß nicht, wie oft es passiert, ich habe da auch tatsächlich keine Zahlen, wie oft es passiert, dass sozusagen Wohnwagen aus dem Ausland wieder in Deutschland zugelassen werden. Haben Sie da Zahlen zu? Also es vergeht bei uns kein Tag, wo wir nicht eine E-Mail oder einen Anruf von jemandem bekommen, der wieder einen zurückgeholt hat. Okay, also es ist gar nicht so selten. Es ist nicht so selten und die Gespräche laufen immer eigentlich dasselbe
daraus. Wie kann ich jetzt mein Fahrzeug anmelden? Was kann ich noch alles aufrüsten an dem Fahrzeug und warum ist da so eine kleine Achse dran? Okay, also und mit der kleinen Achse, das scheint dann tatsächlich schon oft einen Strich durch die Rechnung zu machen, weil das das Gewicht im Ausland eben nicht denen entspricht, die man in Deutschland dann so fahren und haben darf.
Entnehmlich sozusagen zwischen den Zeilen. Ja, genau. Okay, jetzt haben wir, also dieses Thema oder anders, ich stelle meine Frage mal anders, dieses Thema ist bei gebrauchten Fahrzeugen natürlich ein sehr, sehr großes. Inwieweit ist das denn auch für Käufer eines neuen Wohnwagens
spannend? Also gibt es da auch die Fälle, dass Händler vielleicht mal nicht, also ich meine jetzt gar nicht nur Fans, sondern generell gibt es da auch vielleicht die Möglichkeit, dass Händler nicht richtig aufpassen und dann quasi durch zu viele Dinge, die noch hinzugefügt werden, nachdem sie vom Werk den Wohnwagen bekommen haben, dann auch Gewichte überschreiten? Oder unterstellt man so einem Händler, dass er das eigentlich auf dem Schirm haben sollte
und entsprechend berät? Also ein guter Händler, der ein gutes Beratungsgespräch führt, wird den Kunden dahin beraten, dass er ein Fahrzeug bekommt, das er auch brauchen kann. Und aus dem Grunde gibt es ja bei den meisten Herstellern ja die Möglichkeit, mit unterschiedlichen Chassis zu arbeiten. Und der Kunde muss natürlich sagen, was er eigentlich vorhat. Was will er denn überhaupt
mit dem Fahrzeug tun? Und ich glaube, dass die, ich gehe davon aus, dass alle Händler draußen durchaus in der Lage sind, so Fahrzeuge so zusammenzustellen, dass ein Kunde mit seiner Restzuladung, was er noch hat, das machen kann, was er eigentlich vorhat. Also ich kann mir das nicht vorstellen, dass jetzt ein Händler, was bringt dem denn das Ganze? Wenn er das künstlich runterrechnet und dann ein paar Euro spart, wäre nicht seriös. Ich gehe davon aus, das machen die
auch nicht. Okay. Ja, also bringen wird es ihm nichts. Also es sei denn, er hat wirklich einen Kunden, der davon keine Ahnung hat und den es auch gerade nicht interessiert. Das Interessante an der ganzen Geschichte ist ja nicht der Neue, den neuen Wohnwagen, den man gerade konfiguriert hat. Da kannst du dir alles einfallen lassen. Das Thema ist ja immer, und das war in den letzten Jahren ja schon sehr dominant, die Bestandsfahrzeuge, die ja auch neu sind. Die sind ja schon gebaut und die
stehen halt dann mit diesen möglichen Gewichten bei den Händlern rum. Und dann fängt natürlich der eine oder andere Schuss nachdenken an. Brauche ich denn jetzt unbedingt das oder genügt mir denn das Fahrzeug auch ohne Markise und so weiter? Und dann ist man natürlich schnell dabei und sagt, okay, günstiger ist er auch noch und kriegen du ihn auch gleich, also nimm ihn doch mit. Und dann geht es los. Ja, Markise wäre doch recht und der Klimaanlag, schrauben wir es auch drauf und dann
bist du natürlich am Ende. Okay, also da steckt der Teufel im Detail. Klar, man weiß nie so richtig, was morgen und übermorgen kommt, aber so ein bisschen vorausschauend zu planen, also eben zum Beispiel zu gucken, fahre ich öfter vielleicht in den Süden und bin ich halt wärmeempfindlich und braune Klimaanlage zum Schlafen, dann sollte ich sie vielleicht schon mal gewichtstechnisch mit einplanen, auch wenn ich sie gerade noch nicht drauf schraube. Also das macht auf jeden Fall
Sinn. Und wenn ich eben vielleicht nicht das Wunschfahrzeug kaufe, sondern das, was beim Händler steht, damit ich es vielleicht gleich mitnehmen kann, dann achtet da quasi ein bisschen mehr drauf. Das wäre jetzt sozusagen meine Empfehlung aus dem, was ich da gerade von Ihnen gehört habe. Okay, so, wir haben jetzt, gehe ich noch ein bisschen in Gedanken durch, also wir haben das, den Wohnwagen jetzt einmal gewogen. Wir wissen jetzt, wir müssen darauf achten, wenn wir noch
was anschrauben oder angeschraubt wurde, dass wir das entsprechend mitwiegen. Wir haben auch so eine Anfangsausstattung, bei Pfenn sind das 48 Kilogramm, also Gasflasche mit Füllung, ein bisschen Wasser, im Warmwasser und im Frischwasserbereich und die Toilettenspülung sollten wir nicht vergessen, wenn wir eine Toilette drin haben. Was ist denn jetzt, wir haben vorhin über die Stützlast gesprochen, was ist denn jetzt mit der Stützlast? Ist die immer gleich? Verändert die sich? Muss
ich die, muss ich die selber feststellen, um eben zu schauen, dass das zu meinem Pkw passt? Also die Stützlast, die Hersteller geben eine maximale Stützlast an, bei uns sind es 100 Kilo. Die verändert sich natürlich, je nachdem, wie ich den Wohnwagen belade. Also wenn jetzt, gehen wir mal mit dem Beispiel Fahrräder her und habe einen Fahrradträger auf der Deichsel montiert und da stelle ich jetzt mal zwei E-Bikes drauf, dann habe ich mit den zwei E-Bikes ja schon 50 Kilo mehr
Stützlast. Also muss ich ja, wenn ich die Stützlast dann überschreite, also entweder die vom Wohnwagen oder der Anhänger, das Kfz hat ja auch, darf ja auch noch mit bestimmter Kraft belasten, dann muss ich natürlich im Wohnwagen einen Ausgleich schaffen. Also sprich, irgendetwas Schweres in den hinteren Teil des Wohnwagens verladen, dass ich auf diese 100 Kilo oder 75 Kilo, wenn das Auto
nur 75 Kilo hat, dass ich halt an diesem Maximalwert so nah wie möglich ankomme. Okay und dafür kann ich dann so eine Stützlastwaage benutzen, die wird quasi unter die Kupplung vorne gepackt und misst dann sozusagen mit wieviel die das Ganze drückt? Ja, oder man geht einfach her und nimmt eine Personenwaage und stellt Stützlast drauf. Das reicht für den ersten Indikator auch aus, also
oder man kauft sich so eine Stützlastwaage. Das ist ein guter Tipp mit der Personenwaage. Da spart man sich erst mal Geld, was man ja dann wieder in den Wohnwagen oder ins Zuhause oder in den Urlaub stecken kann. Okay, so ich gehe einmal durch meine Notizen. Also jetzt wissen wir, wie wir das messen können. Haben wir jetzt ein Gewicht vergessen, was wir noch irgendwie wiegen müssen,
gerade wenn wir uns einen gebrauchten Wohnwagen kaufen wollen? Gebrauchten Wohnwagen, wenn man nicht weiß, wer da was hingebaut hat oder wer schon Reparaturen durchgeführt hat, weil auch Reparaturen bescheidigen von Hagelschäden und so weiter, kann natürlich sehr auf das Gewicht einwirken. Und ich empfehle mir jeden, fahrt es auf eine Waage, wiegt es, dann wisst ihr, was ihr habt.
Ja, also genau, im Zweifel nehmt ihr den Verkäufer halt eben mit und guckt. Also vielleicht ist das noch schlau, wenn ihr zu einem Verkaufsgespräch wollt oder wenn ihr zum Anschauen wollt, dann guckt halt gerade, gibt es in der Nähe eine Waage, timet das idealerweise so, dass da vielleicht nicht so viel los ist. Das kollidiert wahrscheinlich immer ein bisschen, gerade bei privaten Verkäufern, aber versucht das halt bestmöglich zu machen und fahrt dann
da auf die Waage, ruft da vielleicht vorher mal an. Also ich weiß, wie gesagt, in Reifeisenmärkten, manchmal zahlt man eine kleine Gebühr, manchmal legt man was in die Kaffeekasse, manchmal kommen auch so durch, kommt immer darauf an, wie ihr fragt und an wen ihr geratet. Und wie gesagt, dann sind es Recyclinghäufe, Biogasanlagen und so weiter. Also im Normalfall findet man immer irgendwas in 10, 20, 30 Kilometern Entfernung. Außer ihr seid halt wirklich so weit ab vom
Schuss, okay, dann müsst ihr halt gucken. Dann kann man sich vielleicht noch als letzten Tipp auch noch da eine Waage kaufen. Da hat man dann so zwei Teile, die kommen unter die welligen Räder, das damit kann man auch messen, aber es ist natürlich Quatsch, sich das anzuschaffen, wenn ich einmal einen Wohnwagen kaufen und wiegen möchte. Guckt da halt einfach auch. Ich glaube,
Degrau und TÜV haben auch manchmal Wagen vor Ort. Also wir verlinken da auch noch mal einen Artikel, ich glaube, da haben wir eine ganze Menge an Ideen schon mal zusammengetragen, wo man überall sein Fahrzeug wiegen kann. Da ging es zwar um Wohnmobile, aber es ist ja völlig egal,
mit was ihr dann da drauf fahrt. Okay, was kann ich denn am Wohnwagen oder was kann denn an meinem Wohnwagen passieren, abgesehen von Strafen, wenn ich Gewichte überschreite, also wenn ich die Gesamtmasse überschreite, wenn der Wohnwagen schwerer ist als mein Zugfahrzeug, was kann da alles so passieren, außer eben, dass ich Bußgelder und so weiter bezahlen muss, wenn die Polizei mich
damit erwischt? Wenn ich einen Wohnwagen überlade, also sprich über die zulässige Gesamtmassen drübergehe, dann werden ja bestimmte Bauteile, wie zum Beispiel Bremsen, Reifen und so weiter, ja überlastet. Die müssen ja mehr Arbeit leisten. Das Nachlaufverhalten wird ja anders. Ich habe ja viel mehr Masse. Also sprich, ich muss mit mehr Verschleiß und was mir natürlich daran zu denken
geben würde, das Bremsverhalten ist ja ganz anderes. Und ich begebe mich dann schon in Gefahr, wenn ich es übertreibe, also wenn ich über die maximale Sollenau ausgehe, dann spiele ich schon mit Dingen, die sehr gefährlich sein können. Also Nachlaufverhalten, er geht in Schlingern, er bremst nicht mehr so viel. Wenn ich bergab fahre, dann überhitzen die Bremsen, bis sie dann
komplett ausfallen und so weiter. Also das ist jetzt nur die eine Geschichte. Die andere Geschichte ist auch, dass man vielleicht, wenn man das übertreibt und mit den heutigen Zugfahrzeugen, die ja sehr viel Leistung zum Teil haben, kann ich natürlich auch so einen Wohnwagen in seiner Struktur beschädigen. Also Struktur meine ich, der Wohnwagen ist ja aufgebaut mit Boden, Seitenwände, vorne und hinten. Und die sind ja alle verschraubt, verklebt. Und diese Teile halten natürlich auch
nur bestimmte Kraft aus. Und wenn jetzt natürlich mit zu viel Zuladung, schweres Fahrzeug, schlechte Wege fahre, dann kann es durchaus sein, dass hier die strukturellen Gegebenheiten wie Bodengruppe zu Seitenteile einfach reißen. Okay, aber das passiert wahrscheinlich nicht, wenn ich fünf Kilo drüber bin. Da muss ich schon ordentlich zu viel machen. Ich glaube, da brauchen wir jetzt auch keinen genauen Wert nennen. Aus ganz vielen Gründen macht es sowieso oder ist es sowieso
besser, quasi das Ganze nicht zu überladen. Für viele ist es ja gar nicht vorstellbar, wie schnell so ein Wohnwagen, der schlecht beladen ist oder auch überladen ist, ins Schlingern kommt. Also ich konnte mir das auch früher nicht vorstellen. Gebe ich auch ganz offen zu. Gott sei Dank ist es mir nicht selber passiert. Dann lernt man es meistens auf sehr schmerzliche Art und Weise. Aber auch dazu haben wir ein Video, was wir mit einem ADAC-Experten zusammen gemacht haben. Das
können wir euch auch mal verlinken. Da gibt es so Modelle, ein Pkw mit einem Wohnwagen oder mit einem Anhänger hinten dran. Und dann wird es einfach mal unterschiedlich beladen. Und dann sieht man, wie schnell das anfängt zu schlingern und wie schnell sich das quasi dann noch aufschaukelt und zu schweren Unfällen führen kann. Also das kann ich nur jedem raten, sich einmal anzugucken. Nicht nur, was das Thema Gewicht angeht, sondern auch das Thema Geschwindigkeit. Aber wir sind ja
heute so ein bisschen bei den Gewichtsgründen. Also deswegen achtet da ein bisschen drauf. Achtet auch eben beim Kauf darauf, was wollt ihr alles reinladen, wie viele Personen fahren mit. Das ist natürlich eine wichtige Geschichte. Ob ich zu zweit bin oder zu sechst, ist ein großer Unterschied, weil ihr glaubt gar nicht, wie schwer Klamotten und Lebensmittel werden können, wenn ich die
mitnehme. Das schleppert sich nämlich ganz schön zusammen. Und da kann es also auch durchaus sinnvoll sein, einmal so ein bisschen zu wiegen, was ich alles mitnehme, um dann ein Gefühl dafür zu bekommen, das passt. Oder ihr fahrt eben dann auch mit dem voll beladenen Fahrzeug einmal auf die
Waage, nochmal umzuschauen, ob ihr quasi die Gesamtgewichte einhaltet. Bis hin zu, wenn ihr halt massiv überladen seid, dass euer Wohnwagen schlechter bremst, vielleicht gar nicht mehr bremst, die Bremse kaputt geht, das Ganze noch schneller ins Schlingern kommt und so weiter und so fort. Also das alles muss nicht passieren. Ja, es gibt auch genügend Punkte oder genügend Fälle, wo nichts passiert ist, aber darum geht es halt nicht. Es ist immer blöd, wenn man genau der
Fall ist, wo eben es zu einem Unfall kommt. Und wenn ihr dann auch noch Fremde mit reinzieht, es ist halt einfach schwierig. Okay, jetzt haben sie ja gerade schon gesagt und das würde mich jetzt auch noch ein bisschen interessieren, dass kein Tag vergeht, wo nicht jemand kommt mit einem Fahrzeug oder mit einem Karawanen, der aus dem Ausland wieder eingeführt werden soll. Was sind denn, sagen wir mal, noch so die Sachen, die sie da im Kundendienst häufig erleben, die sich gerade
um das Thema Gewichte so drehen? Also was sind vielleicht die häufigsten Fragen und Problemstellungen, mit denen auch die Leute dann zu Ihnen kommen? Also ein Dauerbrenner ist eigentlich, wie kann ich das Fahrzeug auflasten? Also ich habe mir jetzt ein Fahrzeug gekauft, am Wochenende, dann kommen sie meistens am Montag oder Dienstag zu uns und sagen, ja, jetzt hat aber der viel zu wenig Zuladung. Kann ich den papiermäßig auflasten? Das ist natürlich immer die eleganteste und auch
die kostengünstigste Variante, um mehr Gewicht fahren zu dürfen. Klappt bloß meistens nicht, wenn er vom Ausland kommt. Das ist ein Dauerbrenner. Wie kann ich mein Fahrzeug auflasten? Und weil das so ein Dauerbrenner ist, das kann ich an dieser Stelle auch schon mal spoilern, werden wir dazu auch eine eigene Folge machen, weil wir auch schon in der Vergangenheit festgestellt haben, das Thema schlägt auch bei uns ganz häufig auf in Form von Fragen auf dem Magazin, in Form von
E-Mails, in unseren Facebook-Gruppen. Deswegen haben wir da entschieden, dass wir eine eigene Folge zu machen. Das möchte ich heute anspoilern. Abonniert auf jeden Fall unseren Podcast, um die Folge nicht zu verpassen oder schaut eben regelmäßig auf camperstyle.de slash podcast vorbei. Gibt es noch andere Sachen neben, wie kann ich auflasten, die so häufig im
Kundendienst aufschlagen? Zum Thema Gewicht? Ja. Eigentlich auflasten, auf- oder ablasten. Also sprich, ich habe ein Fahrzeug, ich will jetzt mit dem 100 fahren, ich brauche ein bisschen weniger Gewicht, aber zu 95 Prozent ist eigentlich immer auflasten. Der Wagen hat einfach zu wenig Zuladung, ich habe zu viel reingebaut oder ist schon zu viel reingebaut worden und das ist eigentlich immer eigentlich das Top-Thema. Okay, gut. Ja, dann das, wie gesagt, da machen wir eine eigene Folge zu. Das
ist auf jeden Fall aus unserer Sicht auch super sinnvoll. Dann bin ich eigentlich mit meinen Fragen soweit durch, wenn ich meine Liste durchgehe. Für mich war das bisher super spannend, weil ich ja als Reisender mit einem Wohnmobil vom Karawanen wenig Ahnung habe. Da ist ja Nele immer unsere Expertin im Team, die aber heute nicht da ist. Habe ich denn aus Ihrer Sicht was Wichtiges vergessen, was Sie sagen? Also das sollte man unbedingt noch wissen oder beachten,
wenn es um das Thema Gewichte beim Karawanen geht. Wir haben ja gesprochen, dass man zulässige Gesamtgewichte eigentlich einhalten soll. Das kostet einen Haufen Geld, wenn man da erwischt wird. Und zwar kann natürlich viel passieren, aber vergessen haben wir jetzt eigentlich meiner Meinung nach nichts. Super. Dann sind wir tatsächlich heute mal knapp unter unserer Dreiviertelstunde, die wir so anpeilen, rausgekommen. Ich fand das super spannend. Ich
bedanke mich, dass Sie bei uns waren mit dem Thema. Ich hoffe, liebe Hörer und Hörerinnen da draußen, ihr konntet für euch was mitnehmen. Vielleicht dann vor allen Dingen was Spannendes oder was Wichtiges, wenn ihr euch einen neuen Karawanen oder auch einen gebrauchten Karawanen zulegen wollt. Und seid auch gespannt auf die Auflastungsfolge. Herr Herperer hat es ja schon angesprochen. Das ist ein Dauerbrenner, der immer wieder auf Karawanenbesitzer zukommt.
Da werden wir was Eigenes zu machen. Ansonsten bedanke ich mich noch mal, sage schon mal Tschüss und übergebe an Sie, Herr Herperer, das letzte Wort für die heutige Folge. Ich sage auch Danke an die Zuhörer draußen. Ich wünsche allen eine gute und vor allem schöne Campingsaison, allzeit gute Fahrt und schöne Urlaube. Danke. Untertitel der Amara.org-Community
