Deddle Wohnmobile aus China: Ernüchterung nach dem Hype? - podcast episode cover

Deddle Wohnmobile aus China: Ernüchterung nach dem Hype?

Sep 08, 202444 minEp. 244
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Episode description

In dieser Episode vom Caravan Salon 2024 widmen sich Nele und Sebastian den chinesischen Wohnmobilen, insbesondere den Fahrzeugen von Deddle. Sie teilen ihre Eindrücke und Beobachtungen von ihrem Besuch am Stand.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und heute sprechen wir mal über die China-Wohnmobile auf dem Caravan-Salon. Da hat sich ja so ein kleiner Hype aufgebaut. Wir waren auch sehr neugierig drauf und haben uns dann natürlich auch mal in die Halle begeben, wo die stehen, weil wir auch den Wunsch von eurer Seite hatten, dass wir uns die mal näher angucken. Und ja, Sebastian, das

Fazit war, anfangs so ein bisschen durchwachsen. Magst du mal erzählen? Ja, das Anfangs Fazit. Es gibt ja zwei Fahrzeuge aus China, die ausgestellt sind. Das stimmt nicht ganz. Es gibt zwei Hersteller aus China, die hier vertreten sind. Und zwar einmal die Fahrzeuge von Diedel. Das sind vier an der Zahl. Und dann gibt es noch den Maxus AW, was ein Kastenwagen ist. Beide werden ja in Deutschland

von La Marca importiert. Und da bei den Diedelfahrzeugen so viel am Messestand los war, als wir da waren, haben wir uns entschieden, dann gehen wir eben erstmal zu dem Kastenwagen schauen. Und ehrlich gesagt waren wir da ja auch von diesem Hype, in dem wir auch selber drin gesteckt haben, erstmal enttäuscht, weil sagen wir mal so, das war ein standardmäßig ausgestatteter Kastenwagen mit auch so lustigen Dingen, dass die Bade-Türe eben nicht ganz aufging und angestoßen ist,

war eher, wie soll ich sagen, Standard. Der Preis war okay. Ich glaube, so wie er da in der Vollausstattung oder in der guten Ausstattung da stand, waren es 67.000 Euro. Das war in Ordnung, aber nichts, mal so zu sagen, was uns jetzt irgendwie von der Bank gerissen hätte. Und so mit dem Gefühl sind wir dann quasi ein, zwei Tage später in die Diedel-Fahrzeuge eingestiegen, uns die anzuschauen. Und das war dann anders.

Also da waren wir schon nicht so megamäßig gehypt, aber wir waren relativ fasziniert von den Fahrzeugen, auch von den Lösungen und da wollen wir heute ein bisschen drüber sprechen. Genau, also vielleicht noch kurze Ergänzung zum Maxus oder Maxis. Der ist schon sehr gut ausgestattet. Also der hat zum Beispiel, soweit ich mich erinnere, ein komplettes Autarkie-Paket an Bord für den Preis

schon. Also für, sagen wir mal so, Qualität können wir nicht beurteilen von der kurzen Anschauung, aber ausstattungstechnisch und dann, wenn man sich den Preis betrachtet, dann war das schon gut, aber eben nichts Besonderes. Also im Sinne von, dass man da irgendwelche Lösungen gesehen hätte, die man sonst nicht sieht oder dass man irgendwie besondere Materialien verbaut gehabt

hätte. Es war eher so ein Ding, dass man das Gefühl hatte, ja okay, da wird halt jetzt mit einem Kampfpreis auf den Markt gegangen. Genau, der Verkauf über den Preis. Genau und wie du sagst, ging es mir genauso. Wir haben ja im Vorfeld jetzt noch nicht viel darüber

gesprochen, weil wir es uns für einen Podcast aufheben wollten. Bei den anderen Fahrzeugen von der Diedel Group, wir haben extra auch nochmal gefragt, wie man den Namen ausspricht, weil es schreibt sich Deddl mit zwei D, aber es spricht sich wohl Deedl. Da haben wir schon Sachen entdeckt, wo wir gesagt haben, Mensch, da hat sich jemand mal richtig was einfallen lassen. Die würde ich jetzt gerne einmal mit dir

so ein bisschen mehr im Detail durchgehen. Ich hatte ja auch ein paar für uns intern ein paar Kurzvideos gemacht, damit wir uns jetzt im Podcast auch noch mal daran erinnern in den ganzen Sachen, die wir von der Messe mitbringen, im Kopf auch. Und ich nenne vielleicht einmal die vier Fahrzeugnamen, die vier Modellnamen. Da muss man aber dazu sagen, da steht auf allen Schildern, dass es Pre-Sale Models sind, beziehungsweise eins ist

noch ein Prototyp. Also kann auch sein, dass sich an den Modellnamen vielleicht noch was ändert. Das ist einmal der E-Pro oder E-Pro. Wir wissen immer nicht so genau, wie die chinesischen Kollegen das aussprechen. Dann haben wir den UFO, dann haben wir den E-Max, also Easy Tour E-Max und dann haben wir den Dettel Carbonic Liner. Letzterer ist eben der Prototyp, den gibt es so noch nicht zu kaufen. Dann gehen wir Vielleicht mal die Sachen durch, die uns so ins

Auge gefallen sind. Genau, also generell kann man schon sagen, da sind viele, viele coole Ideen drin, die wir so in Deutschland noch nicht gesehen haben in einem Campingfahrzeug. Und vielleicht fangen wir nochmal mit ein bisschen Basiswissen rund die Fahrzeuge für euch an. Also in China ist der Wohnmobilmarkt ein anderer als bei uns. In China ist es so, bis 6 Meter

ist es ein Wohnmobil. Alles was darüber hinaus ist, ist ein LKW, was dann auch einen anderen Führerschein nach sich zieht und vermutlich auch noch ein paar andere verwaltungstechnische Geschichten. Das bedeutet, die Wohnmobile in China sind maximal sechs Meter lang. Dafür ist es aber völlig egal, was die Dinger wiegen. Und In China gibt es auch keine große Campingplatzinfrastruktur wie hier in Deutschland und

Europa. Das heißt, wenn der Chinese sich entscheidet, campen zu fahren, dann muss er schon alles dabei haben. Und dann ist er auch, das habe ich mir sagen lassen, Ob das jetzt für alle Chinesen gilt, weiß ich nicht. Es ist ja wirklich ein großes Volk und ja auch das Land mit ganz vielen verschiedenen klimatischen Bedingungen ausgestattet. Ja, aber der fährt dann wohl halt wirklich auch zum Fischen zum Beispiel an See und muss dann halt alles dabei haben. Und vielleicht,

was auch noch dazu kommt, die Chinesen kochen draußen. So, das muss man erst mal wissen, das Ganze einzusortieren. Und daraus folgen jetzt auch einige Hürden, die das ganze Thema meistern muss. Und Manchmal sieht man, wie man die lösen kann, teilweise noch nicht. Also wir sind schwang so zwischen Begeisterung und Skepsis, sage ich mal ganz offen. Der ursprüngliche Hype, den wir hatten und den auch das halbe Campingnetz und auch wir hatten, das ist ein bisschen verflogen.

Und ja, wir wollen ja nicht mal so ein bisschen erklären, was wir gesehen haben, was wir cool fanden. Aber die Vorerklärung war, glaube ich, noch ganz wichtig, dass man das auch so ein bisschen einschätzen kann. Das heißt, die Fahrzeuge müssen halt alle mal mehr, mal weniger aufwendig für den deutschen Markt angepasst werden, damit sie eben die Straßenverkehrs-Zulassungspunkte oder die rechtlichen Themen erfüllen. Also sprich Gewichtsgrenzen sind da ganz, ganz wichtiges Thema. Und das ist

natürlich bei der Ausstattung, die drin haben, gar nicht so einfach. Und das ist auch vorweg gesagt einer unserer größten Punkte zur Skepsis, ob die mit der Ausstattung, mit dem Gewicht von, auf den Schildern stand, 4, 25 Tonnen pro Fahrzeug. Wir haben auch in dem Gespräch 4, 5 Tonnen

gesagt bekommen. Wir hatten das Gefühl, dass das alles noch, also entweder die Menschen am Stand nicht so genau wussten oder nicht sagen wollten, das wissen wir nicht, aber es war so ein bisschen diffus, glaube ich, trifft es richtig, oder? Ich hatte manchmal das Gefühl, dass die noch nicht so genau wussten, aber dass vielleicht auch vieles noch nicht geklärt ist,

abschließend. Also es heißt zwar, dass die Fahrzeuge ab zweiten Quartal oder ab ersten Quartal je nach Modell nächstes Jahr für den deutschen Markt auch käuflich sind. Der Maxus ist jetzt schon erhältlich, der Kastenwagen, aber Den wollen wir jetzt so ein bisschen außen vor lassen, weil wir gesagt haben, da haben wir jetzt nicht so viel Besonderes entdecken können. Und

die anderen Wohnmobile, die gibt es dann eben ab nächstem Jahr erst. Und ich habe das Gefühl, dass da einige Punkte vielleicht auch noch so in der Klärung sind. Vielleicht auch noch mal für euch, für den Hinterkopf. Wir haben uns bemüht, ein Interview mit dem

Generalimporteur von Lamarca in Landsberg zu bekommen. Das hat aus verschiedensten Gründen immer wieder nicht geklappt und haben jetzt deswegen eben auch diese Frage nicht stellen können, wie weit die schon mit TÜV und so weiter da fortgeschritten sind. Aber wie gesagt, da standen auch noch zwei Modelle, die hatten auch noch chinesische Steckdosen drin. Also die sind definitiv noch nicht für den deutschen Markt vorgesehen. Das sind die, die letztes Jahr auch schon hier

waren, die auf der eigenen Achse von China hierher gekommen sind. Auch dieses Jahr wieder, wie man uns gesagt hatte, wir haben die auch unterwegs mal getroffen auf einem Campingplatz. Ich meine, in München war das. Also ganz spannend eigentlich. Aber da sehe ich jetzt vielleicht auch noch, dass die vielleicht jetzt noch nicht im Frühjahr dann zur Verfügung stehen. Also das ist auch tatsächlich sehr beeindruckend, dass die wirklich von China hierher selber

fahren, also nicht irgendeiner auf dem LKW drauf, sondern selber fahren. Das spricht natürlich erstmal grundlegend für die Fahrzeuge. Das spricht nicht unbedingt für, also das sagt nichts über den Aufbau aus, ja, aber das zeigt, dass die Fahrzeuge auf jeden Fall erstmal solide sind. Aber da ist auch ein IVECO

beziehungsweise ein Ford drunter. Das heißt, da sind jetzt erstmal keine außergewöhnlichen Basisfahrzeuge drunter, die sich vielleicht erst noch erproben müssen, sondern da sind halt die klassischen Lastenesel drunter, die auch in Deutschland, Schrägstrich Europa oder weltweit quasi überall gute Dienste machen und zu riesigen Stückzahlen unterwegs sind. Okay, lass uns mal die Fahrzeuge ein bisschen reingucken. Genau.

Wie wollen wir anfangen? Wollen wir einfach mal so ein bisschen, also weil ich meine, die Fahrzeuge unterscheiden sich natürlich in ihren Grundrissen. Die sind ansonsten tatsächlich relativ ähnlich ausgestattet. Und ich glaube, wir können die einfach alle so ein bisschen erstmal, was uns aufgefallen ist, reinbringen. Weil wer tatsächlich dann auch so ein Fahrzeug kaufen will, der

guckt sich das ja sowieso nochmal im Detail an. Aber für uns ging es ja vor allen Dingen die Dinge, die mal anders und neu sind, die uns aufgefallen sind. Ja, also was mir sofort ins Auge gestochen ist, ist, dass sehr viel mit Beleuchtung gearbeitet wird, also auch viel interne Beleuchtung. Ich gucke ja immer auch so ein bisschen auf die Design-Elemente. Viele, viele Staufächer,

kleine wie auch größere. Auch teilweise offene Staufächer, die so in den Wänden verbaut sind, wo man einfach Sachen reinlegen kann, was man eher so bei uns aus dem Campingbussektor kennt. Und ansonsten ein sehr gediegenes Design. Also wäre jetzt nicht mein persönlicher Geschmack, aber ich weiß, dass es viele Menschen gibt im Campingmarkt, die das halt toll finden. Also Viel Weiß und Creme, aber auch viel dunkles Holz oder Holzfurnier besser

gesagt. Und was uns in einem der Fahrzeuge stark aufgefallen ist, war die Bettensituation. Da weiß ich gar nicht, wieso da noch kein deutscher oder europäischer Hersteller draufgekommen ist. Das ist wirklich ein sehr ausgeklügeltes System. Du hast Betten, die sich quasi in sich zusammenfalten lassen. So kann man das, glaube ich, am besten beschreiben. Also die sind erhöht. Das heißt, sie sind dann entweder mal über der Sitzgruppe oder über der Heckgarage

war glaube ich auch eins. Und die lassen sich so verstauen, dass man die, wenn die eingeklappt sind, im Grunde gar nicht mehr wahrnimmt. Also nicht bewusst. Das heißt, ich habe hier ein Fahrzeug, wo ich wirklich ordentlich Menschen rein bekomme. Also so drei bis sechs, je nach Modell. Und ich kann die Betten aber so verstauen, dass sie mich im alltäglichen Handling überhaupt nicht stören. Wie würdest du die beschreiben?

Ja, also da vielleicht noch ein bisschen Raumgefühl reinzukriegen. Also in einem Fahrzeug habt ihr quasi den Mittelgang und links und rechts sind quasi zwei gegenüberliegende Sitze, also quasi eine in der Mitte geteilte Dinette, auch jeweils mit dem Tisch und oben drüber auf der linken und rechten Seite ist quasi so ein Klappbett,

was man im Prinzip relativ ausgefeilt nach oben klappen kann. Das bedeutet, ihr könnt also ganz normal in diese Vierersitzgruppe links und rechts einsteigen und euch hinsetzen, ohne irgendwo heranzustoßen.

Die Betten liegen sehr sehr eng an den Wänden an und wenn ihr das Ganze dann abends zum Schlafen nicht mehr nutzt, dann klappt ihr die Betten runter, dann kann man nur noch mit eingezogenem Kopf sitzen, aber man hat eben dann oben auf der linken und rechten Seite jeweils ein Einzelbett zusätzlich zum Alkofen, in dem auch eben nochmal ein großes Bett für zwei Personen ist. Das heißt, man kann da zu viert in dem Fahrzeug ziemlich entspannt schlafen. Zwei haben natürlich

kein Doppelbett, sondern Einzelbetten. Das ist aber für zwei Kids mit den Eltern tatsächlich ganz spannend. Und man konnte die Linette auch noch verbinden, wie man es ja auch häufig kennt, sodass man da auch eben zu sechst hätte sitzen können. Also das ist tatsächlich so sehr, sehr schlau. Und aus meiner Sicht die Frage, warum das niemand anders gemacht hat, weil der Platz, den man dann hat, weil man im Heck zum Beispiel kein Bett hat, der ist dann eben für eine große

Sitzgruppe oder eben für ein gutes Raumgefühl da. Und das ist zum Beispiel ein, was wir ganz spannend fanden. Vielleicht auch nochmal ein kurzer Einschub, weil du hattest es ja vorhin schon angesprochen. In China ist die Länge entscheidend und nicht das Gewicht erstmal. Und die Länge der Drei Wohnmobile, die jetzt schon bald verkauft werden sollen, beträgt immer knapp unter sechs Metern. Also alles, was wir euch erzählen, findet

auf einer Länge von knapp unter sechs Metern statt. Und das finde ich schon echt beeindruckend, wie viel da untergebracht wurde. Was uns auch aufgefallen ist, ist, dass teils die Bäder sehr hochwertig rüberkommen. Wie gesagt, wir sind da jetzt zweimal durch jedes Fahrzeug durchgelaufen. Das heißt, wir kriegen da natürlich keinen Eindruck davon, wie die Qualität dann im Alltagsgebrauch ist, aber es wirkte

schon wertig. Oder wie hast du das empfunden? Ja, auch die, jetzt fällt mir nur der englische Begriff ein, die, das ist ja lustig, mir fällt gerade das deutsche Wort, nein, die Scharniere, jetzt ist mir das eingefallen, die Scharniere sind alle hochwertig aus Metall gewesen, also es fühlte sich alles ganz wertig an, auch die Push-Locks fühlten sich wertig an, das Holz fühlte sich wertig an, also Nicht, dass es jetzt alles Echtholz gewesen wäre, aber schon hochwertig schwerer, stabil. Das war der

Eindruck. Und zum Beispiel die Decken sind auch alle mit so einem abgesteppten Leder ausgestattet. Also für mich ist es so typisch, wie In China häufig Autositze auch bezogen werden. Ich weiß nicht, wenn ihr das kennt, dann ist das so ein bisschen, ist es sehr hochwertiges Leder verarbeitet gewesen. Helles Leder. Gut, das wäre jetzt nicht meine erste Wahl beim Camping. Liegt aber auch daran, dass wir, dass wir Hunde haben.

Und wenn du dann in der Algarve im roten Schlamm im Winter, wenn es regnet, mit Hunden unterwegs bist, ist so ein weißer Ledersitz alles, aber nicht praktisch. Aber das wirkte schon alles sehr hochwertig und gut verarbeitet und eben auch so Details. Zum Beispiel, der Alkofen hat ja immer so eine, oder das Bett im Alkofen hat ja so eine Klappe, damit man quasi besser von der Fahrerkabine nach hinten durchsteigen kann. Dann klappt man was hoch ein Stück, damit man eben einen höheren

Durchgang hat. Und in diese Klappe hat man einfach in die Fahrzeuge den Fernseher eingebaut, was ich total smart finde, weil dieser Platz ist sonst ja einfach vertan. Natürlich muss man ein bisschen aufpassen, wenn man bei geschlossener Klappe nach hinten geht, dass man nicht mal zu früh mit dem Kopf hoch geht und sich vielleicht den LCD-Fernseher dann

zerkloppt. Aber an sich ist es toter Raum und der ist perfekt für den Fernseher genutzt und das ist zum Beispiel super smart und ich frage mich, warum halt in Deutschland noch niemand auf die Idee gekommen ist oder wenn er auf die Idee gekommen ist oder sie, warum das noch niemand gebaut hat. Und warum es vielleicht

auch aus irgendwelchen zulassungsrechtlichen Gründen nicht geht. Also falls jemand von euch da irgendwie nähere Informationen hat, weil er vielleicht bei irgendeiner technischen Prüfgesellschaft arbeitet, würde mich das wirklich mal interessieren, ob es da Einschränkungen gibt. Also gerne melden unter podcast.camperstyle.de oder über WhatsApp. Da sind wir immer dankbar für solches Feedback, weil da haben wir wirklich gerätselt. Das ist so einleuchtend.

Und ja, das einzige, was man halt nicht machen kann, ist im Hauptbett fernzusehen. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir Deutschen gerne im Bett Fernsehen gucken und die Chinesen vielleicht woanders. Das wissen wir nicht. Aber fand ich auch ziemlich cool, vor allem weil das ein sehr großer Bildschirm war, den man sonst natürlich irgendwo anders vielleicht aufwendig hätte unterbringen müssen. In einem Fahrzeug war er nicht dort angebracht. Da fährt er tatsächlich über der Küchenzeile

nach unten. Also da ist er quasi hinter den Schränken versteckt und fuhr dann über der Küchenzeile nach unten und dieses Fahrzeug hatte dann gegenüber, also auch hier wieder ein bisschen Raumgefühl für euch, ihr habt das Fahrzeug quasi in der Länge und an den Seiten oder an der einen Seite war die Küchenzeile, auf der anderen Seite war ein Zweiersofa, wo in der Mitte noch eine Ablagefläche war, was einen Tisch davor hatte. Und man hat quasi von da Richtung Küchenzeile geschaut auf den Fernseher.

Das heißt, man hat relativ guten Fußraum davor. Auch das war ein spannendes Konzept. Das hat man durchaus auch schon hier in Deutschland gesehen. Aber wie gesagt, nicht alle Fernseher waren quasi an dieser Klappe angebracht. Bei dem Fahrzeug war das sozusagen versenkbar in der Küchenzeile. Das war in dem Prototypen, in dem großen. Da saß man dann in der Sitzgruppe, in der Längssitzbank im Slide-Out drin, wenn ich mich richtig erinnere. Gutes Stichwort, Slide-Outs.

Damit arbeiten die tatsächlich? Genau, bis auf ein Modell, die anderen drei hatten Slide-outs und, nee, zwei Modelle hatten Slide-outs, genau. Und da bekommt man natürlich nochmal so einen gewissen Raumgewinn, den man auch von innen wirklich spürt. Jeder, der schon mal in einem Slide-Out gesessen hat, weiß, dass das wirklich ein ganz anderes Wohnerlebnis ist, weil sich einfach dieser ja doch relativ enge Innenraum dann nochmal

ganz erheblich erweitern lässt. Und damit arbeiten eben die Chinesen auch. Und was mir noch gut gefallen hat, war, dass zum Beispiel in einem Fahrzeug eine Spülmaschine verbaut war. Da kann man jetzt nicht auch darüber streiten, ob man das beim Camping braucht. Aber das finde ich doch noch so ein Element, gerade wenn man viel unterwegs ist und ja, vielleicht auch nicht immer so der große Abspüler ist. Also es ist halt sowas für die etwas fauleren, nicht unbedingt minimalistisches

Camping. Aber ich glaube, wer zum Beispiel im Wohnmobil lebt, der weiß es irgendwann auch zu schätzen, wenn man halt nicht wirklich immer jeden Teller dann von Hand abwaschen muss. Und wo wir gerade noch in der Küche sind, Wir haben ja beide ein großes Faible für Lebensmittelverarbeitung, wenn man das mal so ausdrücken darf. Und wir hatten eben dort gesehen, dass dort zwei Kühlschränke verbaut sind,

in einem Fahrzeug nebeneinander und in einem Fahrzeug übereinander. Und diese beiden Kühlschränke lassen sich entweder unabhängig voneinander oder beide zusammen wahlweise als Kühlschränke oder als

Tiefkühler verwenden. Und das ist natürlich spannend, weil in den herkömmlichen, auch in den großen Dometic Kühlschränken, die ja hierzulande sehr gerne verbaut werden, die dann auch mal 150 oder 180 Liter haben, ist immer nur so ein kleines Gefrierfach mit drin, was eben auch nicht die Kühlleistung bringt,

die so ein richtiger Tiefkühler hat. Und da glaube ich, wenn der sich wirklich so runterkühlen lässt, wie die uns das gesagt haben, kann man eben auch mal zum Beispiel, wenn man barft, für den Hund Fleischvorräte mitnehmen oder auch für sich selber natürlich empfindlichere Lebensmittel einfrieren und muss dann nicht Angst haben, dass sie dann unterwegs auftauen. Zusätzlich haben die auch, wie Nele gerade sagte, zum Teil eine Spülmaschine. Sie haben eine Mikrowelle alle drin gehabt und auch einen

Waschtrockner, also ein Kombi-Gerät aus Waschmaschine und Trockner. Das alles natürlich, was ich vorhin gesagt habe, dem geschuldet, dass die Chinesen, wenn sie campen gehen, eben alles on board haben. Deswegen sind auch große Batterien und auch sehr viel Solar auf den Dächern, damit die Fahrzeuge autark sind. Gleichzeitig haben sie die normalen Chemietoiletten von TEDFORD an Bord. Auf zwei hatte man dann, wer das kennt, aus Japan diese Multifunktions-Toilettensitze, also mit Spülung

und Heizung und Lüftung und was sie nicht alles haben. Die hat man auf zwei drauf gebaut. Die anderen hatten quasi Standard Toilettensitze nur dabei. Also das, was man eben so aus Asien ein bisschen kennt. Und was ich schön fand, viele kleine Details. Zum einen, Du hast an ganz vielen Ecken USB-Schnittstellen, wenn es auch meistens USB-A, also die fährgängigen sind und nicht die neuen USB-C. Es gab in einem Fahrzeug auch am Tisch daneben nicht nur zwei Abstellflächen für einen Becher, die auch

quasi vertieft sind, sodass der nicht umfällt, wenn das Fahrzeug fährt. Es gab zusätzlich eben auch eine Induktions Ladefläche. Dann kann ich mein Handy einfach daneben legen und dann wird es halt dabei aufgeladen. Das sind so einfach kleine praktische Gadgets. Und ich meine, so was könnte man ja zum Beispiel auch mal an den Tisch einbauen, eben Platz zu sparen und ähnliche Sachen.

Also das war ganz cool und was mich jetzt noch technisch beeindruckt hat, oder nein, eine technische Spielerei, die ganz spannend war. Man braucht sie nicht, aber ein Fahrzeug hatte quasi einmal Kurven vorne eine Leinwand standardmäßig eingebaut und hat dann im hinteren Bereich bzw. Im Küchenbereich einen Auszug gehabt. Da war ein Beamer drin. Das Fahrzeug kommt also standardmäßig mit dem Beamer und ich kann dann eben wirklich auf großer Leinwand auch

Fernsehen schauen. Machen ja auch oder machen einige oder wenige in Deutschland auch. Die haben es dann meistens aber nicht fest montiert und können dann natürlich auch die Leinwand draußen anbringen und den Beamer draußen hinstellen, wenn es dunkel ist. Das kann man bei dem Fahrzeug nicht. Aber fand ich halt auch ein spannendes Detail, weil der Beamer wirklich sehr, sehr klein war. Der war in so einer Technikschublade drin, an alles angebunden. Das hat mir halt auch

sehr gut gefallen. Ja, ich habe jetzt gerade mir nochmal die Videos so ein bisschen nebenbei laufen lassen, die ich aufgenommen hatte, weil ich merke gerade, man erinnert sich dann nach zwei, drei Tagen doch nicht mehr so an alle Details. Was wirklich sehr auffällig war, war, dass die Bäder extrem stylisch gestaltet sind. Da wird auch viel so mit Waschbeckenformen

gearbeitet, die man eher aus dem heimischen Badezimmer kennt. Also rechteckige Waschbecken, die so aufgesetzt sind auf den Unterschrank oder auch ein ovales Waschbecken, wo man halt einfach, also wie gesagt, Das braucht man alles nicht, auf dem Campingplatz zu überleben. Aber es ist halt schön, wenn man auf diese Linienführung steht. Dann habe ich das auch im Urlaub quasi mit an Bord. Fand ich ganz interessant Und vor allem im Prototypen, der natürlich auch sehr

teuer ist und sehr groß. Auf die Preise kommen wir ja gleich noch. Da sind natürlich Elemente verbaut, gerade auch in der Nasszelle, in der Dusche und im Toilettenbereich, die schon echt high-end sind. Ich persönlich bin ja eher so ein bisschen minimalistisch unterwegs, aber selbst ich habe gedacht so wow, also so schick sieht es bei uns zu Hause

im Badezimmer nicht aus. Und das hat mir schon gut gefallen und da ist auch das Bett so eine richtig schöne Kuschelhöhle, die noch mit Gestaltungselementen in den verschiedenen Holzfurnierfarben verziert sind. Wo ich auch noch im Schlafbereich eine eigene Klimaanlage verbaut habe, die sich, so wie wir gesehen haben, auch unabhängig von der Klimaanlage im Wohnbereich steuern lässt. Da ist wirklich an alles gedacht worden für Menschen, die da sehr, sehr, sehr viel Zeit drin verbringen.

Ja, können wir ja direkt mal zu den Preisen kommen. Man denkt ja schnell, wenn was aus China kommt, also obwohl ja unheimlich viel in unserem Alltag aus China kommt, ohne dass wir es vielleicht wahrnehmen, wenn was aus

China kommt, dann muss es irgendwie billig sein. Wir hatten im Vorfeld auch mal ein kurzes Telefonat immerhin mit dem Generalimporteur hinbekommen, mit Lamarca und da wurde uns gesagt, dass es halt schon alles im Premiumsegment oder im Hochpreissegment angesiedelt ist, dass es keine Billigfahrzeuge sind, weil der Chinese, also Zitat, auf Qualität steht. Demzufolge haben wir jetzt auch nicht erwartet, dass wir die super billigen Preise sehen. Allerdings war das schon preislich doch

noch mal unerwartet, was wir gesehen haben. Das sage ich ja eigentlich so richtig, oder? Ja, vor allem nach dem, was wir letztes Jahr auf der Messe gehört haben. Wir haben ja vorhin, bevor wir aufgezeichnet

haben, lange darüber diskutiert, ob wir uns da richtig erinnern. Du warst letztes Jahr nicht dabei Und ich habe immer noch was im Kopf rumschwirren, dass der Aussteller letztes Jahr uns gesagt hatte, dass die voraussichtlichen Preise für die Fahrzeuge, die in Deutschland angeboten werden sollen, sich irgendwo im Segment zwischen 30.000 und 40.000 bewegen sollen. Weil da habe ich noch gedacht, das ist wirklich eine Kampfansage an die heimische Wirtschaft.

Und da war ich auch skeptisch, was die Qualität angeht und war auch skeptisch, was die ganze Situation mit der moralischen Komponente, Arbeitsrechte, die es da angeht. Und was natürlich auch dann die Konkurrenzsituation mit unseren Wohnmobil- und Wohnwagenanbietern angeht. Jetzt haben wir uns aber mal die Pre-Sale Model Preise angeguckt. Das kann sich, wie gesagt, alles noch mal ändern. Aber da stehen halt dann doch auch mal 150.000 und 160.000 Euro auf dem Ticker.

Und da muss ich sagen, Da mache ich mir dann jetzt preislich nicht so Sorgen, dass es hier die deutsche Wohnmobilwirtschaft ausrotten wird, weil wir haben so ein bisschen verglichen bei etwas weniger Ausstattung oder etwas mehr Ausstattung, das hält sich ungefähr die Waage, sind es Preise, die man durchaus auch hier in Deutschland findet bei den vergleichbaren Modellen. Da ist man dann schon eher so ein bisschen im Liner-Segment unterwegs meistens, aber ist jetzt also keine Billigschleuderei.

Und das hat mich wirklich überrascht. Wie gesagt, beim Maxus Kastenwagen ein bisschen anders. Da liegt es doch ein Stück weit mit der Ausstattung unter dem, was man hier auf den Tisch legen muss. Aber das ist ja jetzt doch nochmal ein gutes Stück über dem, was sie letztes Jahr ins Rennen gegangen sind, auch wenn ich mich vielleicht dann nicht ganz korrekt erinnere,

aber es war definitiv nicht in der Größenordnung. Genau, also wer jetzt auf ein Schnäppchen, auf ein billiges Schnäppchen gehofft hat, der wird auf jeden Fall enttäuscht. Die sind jetzt den Preis sicherlich wert. Also wie gesagt, es sind ja sehr viele spannende Sachen eingebaut. Also wir sind nicht der Meinung, dass das irgendwie völlig daneben ist, der Preis. Das passt in die Welt. Es ist eben im hochpreisigen Segment. Das muss man einfach wissen. Und wie gesagt, die

Ausstattung passt dazu, das was wir gesehen haben. Gerade auch, dass die standardmäßig eben diese Waschmaschine, teilweise Spülmaschine, eine Mikrowelle drin haben. Was vielleicht noch so ein, wie soll ich denn sagen, ein bisschen ein Showstopper in Deutschland sein kann, die haben drin keine Küche. Also es gibt natürlich ein Waschbecken drin, aber ansonsten haben die eben draußen alle so einen Auszug mit einem Gasbrenner dran, Schrägstrich Gaskochfeld, sage ich mal. Und einen kleinen

Tisch daneben, wo ich dann so was zubereiten kann. Und die sagten uns auch am Stand, ja, da kann man drinnen ein Kochfeld nachrüsten. Klar, man kann jetzt natürlich so ein Induktionskochfeld da einfach reinstellen. Das nimmt aber den Platz für eine Arbeitsplatte. Also wer wirklich gerne kocht und dabei Platz braucht, für den könnte es schwierig werden. Das muss man sich im Detail angucken. Wie gesagt, das war genau die Schwierigkeit.

In einem stand jetzt halt so eine Induktionskochplatte drin, in den anderen nicht. Man weiß noch nicht, wie das so genau aussieht. Also das kann ja auch völlig in Ordnung sein. Vielleicht setzen die damit auch einen neuen Trend, dass wir mehr draußen kochen. Ist ja in einigen Camping-Nischen, gerade die Overlander, die viel unterwegs sind oder mit kleinen Fahrzeugen, ist es ja normale

Geschichte. Aber ich sage mal, für den deutschen Campingplatz- Camper, auch wenn es den so nicht gibt, aber für die Fahrzeuge die auf Campingplätzen sind, ist ja häufig die Küche drin. Auch wenn manche vielleicht draußen kochen. Lange Rede, kurzer Sinn. Ja, wenn ihr das mögt, wer das geil findet, alles super. Wenn ihr eben gerne drinnen kocht, aus

welchen Gründen auch immer, kann das eben schwierig sein. Aber vielleicht finden sie da auch noch schlaue Lösungen und lassen, keine Ahnung, die Mikrowelle weg und haben dafür mehr Platz. Das muss man alles angucken. Und das sah man halt in den Fahrzeugen alles noch nicht so richtig. Also es wirkte immer noch alles so ein bisschen wie so eine Beta-Version. Als hat man das so ein

bisschen für den deutschen Markt angepasst, aber noch nicht so richtig. Und das ist eben das Gegenteil, was wir im allerersten kurzen Telefonat mit Lamarca auch erfahren haben, was quasi so ein bisschen dann doch anders war. Ich glaube, hier muss man jetzt einfach abwarten, bis wirklich ganz konkret die Fahrzeuge erhältlich sind und sollte sich das dann, glaube ich, auch ganz genau angucken, was man da jetzt bekommt, bevor man dann sich quasi da in den Kauf stürzt.

Ich möchte ganz kurz noch mal zur Küche was sagen. Also bei Reisemobilen kenne ich das tatsächlich nicht, vor allem nicht bei Reisemobilen in der Größenordnung, dass man draußen kocht. Ich weiß aber von vielen Wohnwagenreisenden, dass die tatsächlich, wenn die länger irgendwo stehen, lieber die Außenküche nutzen als die Innenküche, weil dann eben auch der Schlafraum nicht nach Essen riecht und man nicht alles so einsaut. Wir selber machen das

anders. Wir kochen sehr viel drin, wenn wir nicht grillen. Aber da ist es wirklich, also das ist nicht ganz so eine Nische, wie du das jetzt als Reisemobilist vielleicht empfindest. Und es kann auch sein, dass sich das dann tatsächlich doch auch in Teilen der Camping-Community oder der Reisemobil-Community durchsetzt, wenn man einmal halt die Möglichkeit hat, ohne dass man als Reisemobilist dann eine

Außenküche mitschleppen muss, sondern quasi schon im Fahrzeug integriert. Also da würde ich tatsächlich noch mal so ein kleines Fragezeichen dran machen wollen. Ja, Gucken wir nochmal preislich auf den Liner, da haben wir noch nicht drüber gesprochen. Der ist zwar länger als die anderen Fahrzeuge, Nede, du hast geguckt, wie ist genau die Länge? Der Liner ist 7, 84 Meter lang und 2, 49 Meter breit. Also damit ist er jetzt aktuell in Deutschland nicht so

richtig ein Liner. Also wir hatten zum Beispiel den Clue Baby Liner mit 7, 47 Euro. Das war so sagen der Einstieg, aber Liner verstehen wir ja in Deutschland doch ein bisschen größere Fahrzeuge. Aber der ist trotzdem sehr, sehr hochwertig, haben wir ja gerade schon gesagt. Der hat eben die Slide-outs, was natürlich nochmal ein viel viel größeres Raumgefühl gibt und der hat dann eben auch Sachen wie, dass der 2000 Watt Solar auf dem Dach hat, dass er eben, ich glaube, über

600 Amperestunden Batterie mitbringt. Also ja, wirklich halt auch das Autarkie-Paket, der hat, glaube ich, auch 300 Liter Wassertank, wenn ich mich recht entsinne. Also schon linermäßige Ausstattung, sage ich mal, auch wenn in Deutschland ein Liner meistens ein bisschen länger in der in der Wahrnehmung ist. Ja, und dann kommt da noch dazu so Sachen wie Weinkühler, eine Kaffeemaschine, die sich elektrisch nach oben fährt. Dann der Fernseher mit 32 Zoll, den du vorhin angesprochen hast.

Alte Fußheizung. Also all diese all diese Geschichten und eine riesige Heckgarage. Fast 300 Liter, 300 Liter Frischwasser und 290 Liter Grauwassertank. Also der hat schon 90 Liter Toilettentank. Also der ist auch diesbezüglich ganz gut ausgestattet. Und jetzt aber kommen wir zu den Preisen. Und da hatten wir ja auch so ein paar Liste. Er hat auch einen Leinerpreis. Er hat auch einen Leinerpreis, ganz genau. Also es gibt zwei Varianten, wie man uns gesagt hatte. Die eine Variante ist mit Carbon

Dach, richtig? Ne, der ist komplett aus Carbon gebaut. Einmal Carbon und einmal GFK. Jetzt sage ich euch erstmal den Gewichtsunterschied und dann sagt euch Nele den Preisunterschied. Also der Gewichtsunterschied ist, soweit wir das erzählt bekommen haben, zwischen beiden Varianten ungefähr 300 Kilogramm. Also das Carbon ist 300 Kilogramm leichter als die GFK-Variante. Und der Preis für die Carbon-Variante liegt bei 425.000 Und für die GFK-Variante bei 275.000.

Und ja, da haben wir dann gesagt, wäre es uns das wert, 300 Kilo für 150.000 Takken? Also ich mache da so ein Fragezeichen dran. Bei dir, wie sieht es bei dir aus? Kannst du ein zweites Fahrzeug mitnehmen, auch wenn das natürlich Quatsch ist. Ja, also finde ich tatsächlich auch schwierig. Es gibt sicherlich Menschen, denen das dann völlig egal ist, ob der jetzt

nochmal 150.000 mehr kostet oder nicht. Und wir sind ja da auch in der Preisklasse, wo Geld vielleicht nicht mal eine ganz so große Rolle spielt. Ich kann das nicht einschätzen, aber gefühlt ist das für mich für 300 Kilogramm echt viel Holz. Klar, Carbon sieht geil aus. Du hast halt Diese Optik, die das Carbon mitbringt und der ist ja in so einem dunklen Grün gefasst, das ist schon cool. Am Ende des Tages wird das jeder für sich selber

entscheiden, wie cool er das findet. Ich meine, es geben auch Menschen ja sehr viel Geld für Tuning an Fahrzeugen aus, die nur optische Gesichtspunkte haben. Ich würde es nicht machen, aber das heißt nicht, dass es nicht auch Menschen gibt, die das spannend finden und das ist auch völlig in Ordnung. Der liegt jetzt bei sieben Tonnen zulässige Gesamtmasse. Auf dem Schild steht sieben Tonnen, also 7, 0. Ich glaube, in der Gewichtsklasse spielen dann die 300 Kilo wahrscheinlich auch nicht mehr

so die große Rolle hin oder her. Keine Ahnung. A1 Tatsächlich ein guter Punkt, einer meiner letzten Punkte noch, was wir tatsächlich nicht so richtig herausgefunden haben, wie wirklich die Leergewichte der Fahrzeuge sind bei den zulässigen Gesamtmassen. Da war auch wieder so das Thema, dass es entweder keiner sagen konnte oder so richtig sagen wollte. Wie gesagt, wir wollen da

nichts Böses unterstellen. Wir haben auch bei dieser Messe festgestellt, dass scheinbar viel Standpersonal völlig ungeschuld da steht. Aber das werden wir in unserer nächsten Podcast-Folge oder übernächsten hier vom Caravan Salon nochmal thematisieren. Auf jeden Fall wissen wir es nicht. Wir konnten es nicht in Erfahrung bringen. Und wir sind ein bisschen skeptisch, gerade bei den 4, 25 Tonnen oder 4, 5 Tonnen sind wir ein bisschen skeptisch, wie es da mit der Zuladung aussieht. Aber das

ist jetzt alles Mutmaßung. Deswegen, da wollen wir jetzt nicht sagen, dass da ist wenig oder so, aber wir sind ein bisschen skeptisch. Da sind wir dann wirklich gespannt, wenn es die Fahrzeuge halt richtig zu kaufen gibt, wie das dann aussieht. Das wäre auf jeden Fall von uns noch eine Hinweisruhe, darauf achten solltet, wenn ihr euch für so ein Fahrzeug interessiert. Ja, Das ist auf jeden Fall ein wichtiger Hinweis. Ich bin

sehr skeptisch. Ich habe ja auch gezielt danach gefragt nach der Zuladung und dann wich man schon so ein bisschen aus am Stand so in die Richtung. Na ja, dann muss man wahrscheinlich auf 4, 5 Tonnen auflasten. Und da werden wir das auf jeden Fall weiter beobachten, wie sich das dann entwickelt bei den Fahrzeugen, die dann tatsächlich da stehen. Angeblich kann man die, die auf der Messe gezeigt wurden, auch schon vorbestellen. Aber sicher nicht die

mit den chinesischen Steckdosen. Also die soll man jetzt vorbestellen können und die sollen auch im Q1 bis Q2 geliefert werden. Also und das ist natürlich sehr sportlich, die jetzt vorzubestellen, so in der Varianz, ohne dass man es weiß. Aber wie gesagt, wir können nicht in jeden Kopf gucken. Und wir sehen sicherlich jetzt viele Aspekte nicht, die jemand anderes sieht. Es soll darum auch jetzt uns gar nicht gehen. Wir wollen euch so ein bisschen unsere Gedanken zu dem Fahrzeug mitgeben.

Kommen wir mal zum Fazit der ganzen Geschichte. Also ich habe mir auch oder ich habe gelesen, dass die quasi jetzt niemanden Wettbewerb machen wollen, sondern die wollen halt einfach mit neuen Ideen den Markt aufrollen und sich einen eigenen Anteil vom Markt sichern. Das Markt funktionieren können, also sind da zumindest mit einigen spannenden Ideen unterwegs. Die Fahrzeuge haben auf jeden Fall auch ihren Charme und

vermutlich auch irgendwann ihre Daseinsberechtigung. Aktuell ist alles noch so ein bisschen unklar. Vage, ja. Vage, genau. Es ist alles noch ein bisschen unklar. Ich bin mir sicher, dass sie eine Rolle in unserem Camping-Fahrzeugbild spielen werden, Was halt noch der große Skepsispunkt aktuell ist, aber das ist ja bei allem neuen so, es gibt noch überhaupt kein Händlernetz. Wir haben noch keine Ahnung,

wie es mit Ersatzteilbeschaffung aussieht. Sollten die Chinesen mit ihrer Herstellung ähnliche Qualitätsprobleme haben, wie es viele deutsche Fahrzeughersteller aktuell haben, dann könnte das ein schwieriges Thema sein, weil selbst hier gibt es Fahrzeuge, die hier hergestellt werden, die mehr in der Werkstatt als auf dem Campingplatz stehen. Und auch im hochpreisigen Segment,

also nicht billig Marken. Und jetzt stellt euch vor, das passiert euch mit einem Fahrzeug, wo es keinen Händler gibt, einen Generalimporteur gibt und eine unklare Ersatzteillage. Also das wäre für mich aktuell auch nur so ein wirklich punktgroßer Skepsis. Es kann sein, dass sie das alles gelöst kriegen, aber erfahrungsgemäß dauert das ein bisschen und eigentlich mein Gefühl ist, dass das alles, wie formuliere ich das, ich will da auch niemanden irgendwie ans Bein

pinkeln. Aber es wirkt alles noch ein bisschen beta. Also in der Softwareentwicklung würden wir von einer beta Version sprechen. Letztes Jahr war es eine alpha. Das heißt eine Version, die schon irgendwo so in Richtung dessen geht, wie es aussieht, wenn es fertig ist, aber es ist noch nicht so richtig fertig und man testet jetzt ein bisschen rum. So wirkte das alles. Das ist sicherlich auch ja alles sehr, sehr knapp gewesen. Die müssen hier rüberfahren und

so weiter und dann fahren das Chinesen rüber. Die wollen natürlich jetzt keine europäischen Steckdosen in ihrem Fahrzeug haben. Also das kann alles valide Gründe haben, warum das so ist, aber es wirkte für uns alles noch so ein bisschen unfertig. Und das ist so der einzige Punkt der Skepsis für uns. Wie gesagt, super spannende Ideen, die die da drin haben, auch sehr coole Details.

Wir sind jetzt einfach mal gespannt, wie es weitergeht. Wir bleiben dran. Es ist halt schade, dass man mit dem Generalimporteur nicht wirklich großartig außer kurz ins Gespräch kommt. Das ist schade, aber das ist so. Mal gucken, vielleicht wird das ja auch noch besser. Also die haben sicherlich ja auch die eine oder andere Anfrage auf dem Tisch. Wir gucken uns einfach mal an, wie das passiert und werden sicherlich immer mal wieder

davon berichten. Spätestens auf jeden Fall zum nächsten Caravan Salon. Aber ich bin mir sicher, sobald es da Neuigkeiten gibt, werdet ihr es auch bei unserem Podcast erfahren. Wie sieht dein Fazit aus? Mein Fazit sieht so aus, dass ich mir jetzt im Moment, selbst wenn es mein Geschmack wäre und mein Budgetrahmen nicht sprengen würde, wahrscheinlich so ein Fahrzeug noch

nicht zulegen würde. Einfach aus dem Grund, weil ich da gerne erst mal abwarten würde, wie sich das so alles weiterentwickelt, was du jetzt auch gerade genannt hast. Und oder aber ich finde es halt richtig cool, dass mal Impulse kommen und dass wir auch als Messebesucher mal wirklich was komplett Neues sehen, auch mal selber neue Ideen kriegen, wie es denn

sein könnte. Und ich hoffe, dass auch die Vertreter und Vertreterinnen von dem einen oder anderen Hersteller sich die Sachen mal angucken Und eventuell auch ein paar neue Gedankenanregungen mitnehmen und die in Grundrisse umsetzen, die dann auch wirklich so ein Stück weit innovativer sind als das, was man halt sonst so die ganzen Jahre gesehen hat. Wir stellen ja immer wieder fest, dass gerade die Hersteller aus dem Ausland auch oft dann schon auch so ein bisschen

neue Trends setzen. Das dauert meistens ein bisschen, wie du ja auch schon eben erwähnt hast. Aber ich glaube, dass so langfristig so ein Markt auch sehr, sehr stark davon profitieren kann, wenn eben auch mal Mitbewerber da sind, die aus einem anderen Kulturkreis vielleicht kommen und die wieder ganz neue Herangehensweisen auch an bestimmte Themen haben. Und das ist ja wie mit jedem kulturellen Austausch, dass man eben davon dann die Sachen übernimmt, die so ins eigene Sein passen oder

in die eigene Denkweise und andere Sachen halt vielleicht nicht. Aber ich würde mich freuen, Wenn man das jetzt in der Branche nicht als Gefahr nur sehen würde, sondern vielleicht auch so ein bisschen als Bereicherung und als Motivation, sich auch ein bisschen aus dem eigenen Saft zu bewegen und wieder neue Gedanken zuzulassen. Ja, wie seht ihr das da draußen? Was sind eure Gedanken dazu? Seht ihr es komplett anders? Habt ihr vielleicht

selber angeguckt und seht was anderes dazu? Wir haben den Show Notes, den WhatsApp-Link, den könnt ihr anklicken. Da geht WhatsApp bei euch auf dem Mobiltelefon auf. Dann könnt ihr uns eine Sprachnachricht, eine Textnachricht schicken. Schickt uns gerne eure Gedanken dazu. Ihr könnt das auch per E-Mail schicken an podcast.camperstyle.de, aber wir haben ja festgestellt, dass die meisten von euch das tatsächlich gerne über WhatsApp machen, weil es vermutlich einfacher und schneller geht. Abonniert

den Podcast, kostet euch nichts und ihr verpasst die nächsten Folgen nicht. Wie gesagt, wir wollen ja auch nochmal generell über unseren Eindruck

auf der Messe sprechen für euch so ein bisschen. Und wir werden auch, wer uns schon lange gehört, weiß das, dass wir nach jedem Caravan Salon eine Folge mit unseren Kollegen, Kolleginnen aus der Camping-Blogger-Berichterstattungs-Bubble sprechen und einfach so verschiedene Blickwinkel, die jeder ja hat, weil wir ganz unterschiedliche Interessen haben, nochmal in einen Podcast reinbringen, euch wirklich auch nochmal so ein umfassenderes Bild von der Messe zu geben, falls ihr nicht da

sein konntet. Wie gesagt, deswegen Abo. Wir wollten eigentlich 10 Minuten zu dem Thema quatschen, jetzt sind wir hier schon Wieder bei über 40, deswegen würde ich sagen, und auch für euch so ein bisschen zur Info, es ist jetzt Freitag, der letzte Freitag der Messe, es kommt jetzt noch das Wochenende. Vielleicht waren wir auch nicht mehr ganz so spritzig wie sonst, seht es uns nach. Es ist 9 Uhr abends auch. Genau, Es ist 9 Uhr abends, wir haben sieben harte Messetage hinter uns.

Wir hoffen trotzdem, dass ihr das spannend fandet. Und hört uns weiter. Bis zur nächsten Episode. Macht's gut. Tschüss! Tschüss! SWR 2021

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