Caravan Salon 2024 Interview mit Ben von Spacecamper - podcast episode cover

Caravan Salon 2024 Interview mit Ben von Spacecamper

Aug 31, 202413 minEp. 237
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Episode description

In dieser Live-Folge vom Caravan Salon 2024 spricht Nele mit Ben von Spacecamper. Ben gibt einen Einblick in die Welt der individualisierbaren Campervans und erzählt von den Anfängen des Unternehmens, das er gemeinsam mit Markus Riese (bekannt von Riese & Müller) gegründet hat. Ihr erfahrt mehr über die Entwicklung von Spacecamper in den letzten 20 Jahren und wie sich das Vanlife verändert hat. Ben erklärt das innovative Modularis-System, das für verschiedene Fahrzeugmodelle wie den VW T5, T6 und den neuen T7 Multivan geeignet ist. Besonders spannend sind die kundenspezifischen Anpassungen, von Longboard-Halterungen bis hin zu eingebauten Klavieren. Ein Highlight der Folge ist die Vorstellung eines neuen, revolutionären Dachkonzepts, das mehr Raum und Flexibilität im Campervan verspricht. Außerdem erfahrt ihr von der Erweiterung der Fahrzeugpalette um den Ford V 710. Wenn ihr mehr über individuelle Camperlösungen erfahren möchtet, besucht Spacecamper in Halle 15 auf dem Caravan Salon oder schaut auf deren Website [Link zu Spacecamper einfügen]. Für weitere spannende Einblicke in die Welt des Campings, hört auch in unsere anderen Folgen vom Caravan Salon rein [Link zu anderen Caravan Salon Folgen einfügen]. Habt ihr selbst interessante Neuheiten auf der Messe entdeckt oder wollt uns etwas mitteilen? Schreibt uns gerne eine Nachricht an podcast@camperstyle.de oder per WhatsApp (https://wa.me/message/V3JDATZ3SUNHC1).

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute live auf dem Caravansalon in Düsseldorf. Ausnahmsweise mal nicht mit Sebastian unterwegs, sondern mit Ben von Spacecamper. Der eine oder die andere kennt dich ja schon aus unserem gemeinsamen WEN-Live-Podcast. Stell dich aber trotzdem gerne nochmal ganz kurz vor. Ja, hallo zusammen. Ich bin Ben. Ich habe damals mit Markus Riese, der auch Riese Müller damals gegründet hat, Space Camper

gestartet. Mit der Idee für uns selber, unseren persönlich perfekten Ausbau auf dem VW Bus T5 damals zu machen. Und jetzt, 20 Jahre später, sind wir jetzt hier an diesem großen Messe da und zeigen unsere neuesten Modelle mit den neuen Fahrzeugen. Das Besondere bei euch ist ja, dass ihr jetzt, ich sag jetzt mal, nicht nur Ausbauer seid, sondern wirklich dieses Vanlife auch seit vielen Jahren lebt, schon lange bevor das zum Trend

wurde. Und ihr habt natürlich auch einen sehr speziellen Blick auf dieses ganze Vanlife-Ding. Habt ihr so in eurer Bubble in den letzten Jahren irgendwelche besonderen Entwicklungen wahrgenommen oder habt ihr euch auch selber in eurem eigenen Vanlife weiterentwickelt? Ja, also es ist natürlich so, dass wir sehr intensiv mit unseren Kunden ihr Traumauto planen und da kommen von den Kunden natürlich auch Wünsche, die dann auch zu einer

Entwicklung des Produkts selber führt. Also damit sind wir eigentlich immer als kleine Firma schnell am Zahn der Zeit in unserer Bubble natürlich und was man feststellt, das sind auch die Ansprüche und auch das Bewusstsein, was man wirklich braucht, sehr stark,

die Qualität, also wirklich sehr hoch ist. Also das heißt, wir haben wirklich Interessenten, die genau wissen, was eine Amperestunde ist und wie man lebt und was man wirklich braucht, ob man dann welche, was sie wirklich wollen, welche, was sie brauchen, diesen Freiheitsraum, den sie haben, dann auch zu

erfüllen. So von außen betrachtet sind ja eure kunden nicht so die instagram van lifer die man so kennt und vielleicht auch manchmal verfolgt sondern das sind ja leute die wirklich ganz ganz viel mit den fahrzeugen unterwegs sind so wie ihr selber auch und wohl viel auf Funktionalität und auch einfache Bedienbarkeit ausgerichtet ist und gar nicht so sehr überall noch Makramé und Deko und Holz und so, sondern tatsächlich, dass alles seinen Platz hat und

die Stauräume sinnvoll angeordnet sind. Und was ich jetzt ganz spannend fand, auch in der jüngsten Zeit, euer Modularis-System. Kannst du dazu ein bisschen was erzählen? Ja, das Modularis-System geht halt einfach Folgendes, dass wir uns bemühen, da wirklich die Möglichkeit zu schaffen, einfach mal am Wochenende oder auch mal am

Feierabend mal irgendwo hinzufahren, wo man sich erholen kann. Und das ist meiner Meinung nach dann erfüllt, wenn man ein See, einen Baum oder sonstige Sachen in der Gegend hat. Ich habe auch so eine Fitness-Uhr mir jetzt gekauft. Und ich merke dann auch, wenn ich jetzt irgendwie in einer schönen Umgebung schlafe, kriege ich viel bessere Noten beim

Schlafen verteilt, als wenn ich es in der Stadt mache. Das heißt, dass man halt viel mehr, Also auch nicht nur in Urlaub das Fahrzeug nutzen, sondern einfach mal sagt, komm, kleine Fluchten. Ja, das Wetter ist schön, komm, lass uns mal eine Stunde früher aufgehen. Wir fahren an den See und genießen einfach unsere Zeit. Und da kann ich mir eben von euch die Module nach Bedarf rein und rausbauen und habe dann im Grunde ja ein

ganz normales Alltagsfahrzeug auch unter der Woche. Und wenn ich dann irgendwie am Wochenende Zeit habe, dann packe ich die Module rein und fahre damit los. Ja, ich finde auch, dass ich mag immer noch nach wie vor den guten T5 und T6. Ich finde, das sind immer wunderschöne Fahrzeuge und sind für mich jetzt auch im Wert nochmal gestiegen, jetzt wo

sie nicht mehr gebaut werden. Und dann fände ich es natürlich super, dass diese Fahrzeuge möglichst lange erhalten bleiben und ihren Nutzern dann noch glücklicher machen, als sie hoffentlich schon sind. Für welche Modelle sind diese Modularausbauten geeignet? Also das ist prinzipiell ist es erstmal, haben wir uns auf den Multivan erst mal gegangen, T5, T6. Das heißt, durch den Schienenboden haben wir angefangen. Geht auch für den

Beach. Das gleiche haben wir dann auch für den neuen Multivent T7 gemacht. Also natürlich variiert das Ganze. Und im Prinzip bleibt die Idee des Multi-Bed zu halten. Die Sitze bleiben original oder die Bank bleibt original. Und man bekommt ein Bett, was Spacecamper-like sehr schnell zu bauen ist. Und die Bank wird sehr weit nach vorne geschoben, hinten halt Gepäckraum zu schaffen, dass man Küchenzeile, Kühlschrank, Sport-Equipment oder Sauna-Zeug

sauber verstauen kann. Und was habt ihr sonst noch an Neuheiten mitgebracht? Ich habe schon gesehen, ein ziemlich verrücktes Dach ist jetzt hier auf dem Stand präsentiert. Das ist eine Vision von Markus Riese gewesen, wo ich persönlich auch nicht dachte, dass wir das schaffen. Weil die Idee war, Markus hat ja auch drei Kinder und ihm hat das genervt, dieses Umbauen immer zu haben. Er mag ja auch gerne reisen, also nicht irgendwo hinfahren und dort bleiben, sondern ein

bisschen auch rumzuziehen. Und dieses Hin- und Hergeräume immer, Dach auf, Bettzeug hoch, Zeug vom Bett rübergetragen, das ist eigentlich nicht die Spacecamper-Philosophie. Die Spacecamper-Philosophie heißt... Das ist einfach. ...Ist halt einfach, ich bin gerade müde und zwei Sekunden später liegst du im Bett. Wenn du die Zähne putzen noch mitnimmst, dann halt fünf Minuten bis zwei Sekunden mehr.

Und dann hat er gesagt, seine Idee war gewesen, warum kann man nicht einen Aufstellerbach bauen, mit dem er offen fahren kann? Das heißt, und da dachte ich, ja, Offen fahren, das ist ja krass hier. Dann hat er angefangen, seine Prototypen zu bauen und hat gesagt, okay, probieren wir es aus.

Und war dann selber verblüfft, dass es funktioniert. Also das heißt, der Prototyp 1 ist dann von drei Monaten fertig geworden und als wir die erste Testfahrt gemacht haben mit offen fahren, haben wir es langsam angetestet, Ziel war es gewesen, dass du eigentlich ein Fahrzeug hast, was

unter zwei Meter ist. Das heißt, wenn du im Urlaub bist, dass du auch meinetwegen nach Spanien oder Norwegen fährst, schön flach, günstig, die fähren alle zwei Meter, keinen Stress hast mit fähren, mit Mautgebühren. Aber wenn du dann dort bist, das Dach aufbaust, die Schränke einräumst, das Bett ordentlich machst und dann rumcruisen kannst und dann mit diesem ganzen Setup fährst. Und dafür hätte

eigentlich mir gereicht 100 km. Mittlerweile sind wir gefahren und mittlerweile haben wir viele, viele Kilometer mit 160 km gefahren, testweise, offen. Also jetzt geben wir es auf 120, dann werden wir es freigeben. Es ist momentan noch ein Studium, das heißt wir sind noch lange nicht so weit, dass wir sagen, okay, alles geprüft, aber es ist doch sehr schön, weil, also ich beschreibe es mal, es ist irgendwie ein Dach, wo man quasi, stellt euch vor, ihr habt das Glasdach und das wird

ersetzt durch ein großes Glasschiebedach. Das heißt, ihr könnt dann, und Das ganze Dach ist auch abnehmbar wie ein Dachzelt. Man kann also auch im Winter sagen, das lasse ich jetzt zu Hause, das Dach, und habe ein ganz normales Dach, aber kann jetzt das Glasdach öffnen, was nochmal schön ist. Und wenn ich das dann drauf setze, erhöht sich das beim Multi-Van, das ist das Fahrzeug in zwei Meter, nein nicht zwei Meter, sondern 1, 97 Meter hoch und geöffnet

dann halt knapp 2, 50 Meter. Also haben auch Leute, die ein bisschen höher sind als wir, noch eine Stehhöhe. Ja und die Stehhöhe bleibt behalten, Das ist was ganz Tolles auch, weil normalerweise, wenn ich dann die Kinder hoch schicke, dann ist wieder die Stehhöhe weg. Und da die hinten quer schlafen, bleibt meine Stehhöhe erhalten. Die haben ihr eigenes 2 x 1, 35 Meter breites Bett, wo sie im Vorhang zuziehen können, haben

ihr reich. Und ich habe vorne rechts und links großzügige Schränke, die ich dann bedienen kann, auch wenn das Bett belegt ist, die Kuh hier. Ja, also wenn man es vielleicht noch mal für die Leute, die es jetzt nicht sehen können, beschreiben möchte, es ist eigentlich eine Kombination

aus Dachzelt und Aufstelldach. Richtig. Und was ich sehr charmant finde, was mich ehrlich gesagt immer so am Dachzelt ein bisschen abschreckt, dass man dann immer aus dem Auto raus muss, hochklettern und da komme ich ja vom Auto-Innenraum dann in das Dachzelt hoch. Dann kann man auch mal schon in der Unterhose da rum sitzen und kann dann schnell ins Bett kriechen. Für welche Fahrzeuge ist dieses Dachzelt geeignet? Oder dieses, ja, wie euer Space Camper Roof heißt. Also ich glaube eigentlich,

dass das Ding, also jetzt mittlerweile finde ich es immer besser. Je mehr ich es nutze, desto mehr gefällt mir die Idee. Und ich glaube, wir werden das für, also wir werden das wirklich jetzt für viele Fahrzeuge nach wie nach entwickeln. Weil im Endeffekt die Idee ist patentiert. Das Patent ist durch.

Es ist besser als jedes Dachzelt. Und jetzt auf und ich glaube auch selbst auf großen Fahrzeugen wie so ein MAN Kastenwagen, wo man einfach sagt ich habe noch mein Gästezimmer oder eine Staubbox, die ich nochmal zusätzlich aufklappen kann bei Bedarf, hat das eine Berechtigung. Das heißt, dann werden wir das halt auf... Also jetzt haben wir es hier auf der Messe, starten wir jetzt auf den C7 Multivan, aber Potenzial nach oben ist da. Ihr habt ja insgesamt auch eure Palette ein bisschen

erweitert, was die Fahrzeuge angeht. Also ihr hattet bisher den Schwerpunkt immer auf der T-Reihe von VW, aber es gibt ja jetzt auch da ein paar Neuerungen. Das stimmt. Ja, die T-Reihe von VW, ich mag sie halt. Und jetzt ist dazugekommen der Ford V 710, der nochmal von seinen Maßen auch ein sehr geeignetes Fahrzeug ist, was den Spagat zwischen Alltagsfahrzeug

und Camper sehr gut darstellen kann. Ja, und jetzt meine Letzte Frage, weil ihr ja auch bekannt seid für so ein bisschen abgefahrene und abgespacede Ideen, wie es ja auch der Name sagt. Was sind denn so die verrücktersten Sachen, die ihr auch schon entweder für euch oder für Kunden umgesetzt habt mit euren Ausbauten? Ich fand das Dach schon sehr verrückt.

Das Dach ist ziemlich verrückt. Wir haben auch nebendran in der Halle bei MAN jetzt einen Ausbau mit MAN Induval gemacht, wo man dann einen Heckauszug hat, aber der größer ist, kann man den Heckauszug nach außen ziehen mit 1, 20 Meter, wie es gewohnt ist bei Spacecamper, aber auch nach innen. Das heißt, wenn es dann regnet, kann ich den einfach den

gleichen nach außen haben. Einen eigenen Verschluss dafür gemacht und man kann und haben dann irgendwelche Bettsysteme, wo du dann auch einen Lounge draus baust und alles mögliche. Also verrückte Sachen. Ich erinnere mich noch an Bierfass. Ah, okay. Die Zapfanlage. Aber das ist doch nicht verrückt. Das ist doch was Affes. Das ist doch ganz normal. Hat doch jeder im Kern. In der bayerischen Welt ist eine Zapfanlage natürlich eine Priorität höher als das Bett natürlich. Also Zapfanlage

natürlich klar, das ist natürlich eine ganz pflichtige Sache. Wir haben auch teilweise dann Halterungen für Longboards drinnen, mit Akkuladestationen. Wir haben ein Klavier, ein Skatboard, wo ein Klavier seitwärts war, wo ein Pianistin drin gewohnt hat. Das sind schon teilweise extravagante Ideen. Aber natürlich ist es auch schön, wenn man ein Auto hat, wo man weiß, das ist meins. Das gibt es nur einmal. Also man kann auch mit Sonderwünschen

zu euch kommen? Natürlich, wir haben gute Leute bei uns, die was umsetzen können. Sehr schön, lieber Ben, vielen lieben Dank. Wir werden jetzt gleich nochmal uns ein bisschen umgucken, selber auch. Wir haben jetzt gerade schon den ersten Blick aufs Dach geworfen. Das hat erstmal so unsere Augen gecatcht, aber jetzt gucken wir uns natürlich die anderen Ausbauten auch nochmal an. Vielleicht kannst

du uns da noch ein bisschen was zu erklären. Und liebe Leute, wenn ihr da draußen euch das auch anschauen möchtet, dann kommt in Halle 15 Stand. Ihr werdet uns finden. Ihr werdet uns finden. Ein großer schwarzer, ein großes schwarzes Logo ist zu sehen, auf jeden Fall hinten in der Ecke der Halle. Und ja, Lasst euch beraten, schaut es euch selber an, abonniert natürlich auch unseren Podcast, damit ihr die weiteren Folgen zur Messe nicht

verpasst. Dir ganz lieben Dank, Ben. Viel Erfolg weiterhin. Danke dir. Und wir gehen jetzt gleich einmal zusammen rein. Machen wir das. Tschüss. Copyright WDR 2021

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