Camping Trends 2023 Teil 1 - podcast episode cover

Camping Trends 2023 Teil 1

Feb 25, 202344 minEp. 151
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Episode description

Eigentlich hätten wir uns denken können, dass sich das Thema “Camping-Trends” nicht in eine Folge quetschen lässt. Und so kam es, wie es kommen musste: Wir haben zwei(einhalb) daraus gemacht. In Teil 1 beschäftigen wir uns mit allgemeinen Trends und Tendenzen wie dem mobilen Arbeiten, dem Stealth Camping, den immer zahlreicher werdenden Buchungsportalen und dem Reiseverhalten (Glamping, private Stellplätze, Mietunterkünfte). Außerdem werfen wir einen Blick auf den aktuellen Fahrzeugmarkt. Weiterführende Links - Private Stellplätze: https://camperstyle.de/private-uebernachtungsmoeglichkeiten-camper/ - Camping mit Hund: https://camperstyle.de/thema/camping-mit-hund/ - Camping mit Katze: https://camperstyle.de/campen-reisen-katzen-wohnmobil/ - Hundefreundliche Campingplätze: https://camperstyle.de/camping-hund-europa/ - Campingplätze ohne Hundeerlaubnis: https://camperstyle.de/hundefreie-campingplaetze-deutschland-europa/ - Interview mit Christopher Many zum “Stealth Camping”: https://www.welt.de/reise/Fern/article236518349/Camping-mit-Wohnmobil-Wildcampen-ist-ueberall-moeglich.html **Unser Buch** (Camping – das große Handbuch)[https://camperstyle.de/campingbuch/] **Impressum** Impressum von CamperStyle: https://camperstyle.de/impressum/

Transcript

Hallo und herzlich Willkommen zu Camper Style, deinem Camping Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und heute geht es um die Camping Trends 2023. Genau, und da wollten wir uns ein paar verschiedene Bereiche mal näher angucken. Also zum einen, wie hat sich das Camping an sich oder das Reisen an sich entwickelt. Zum anderen dann auch einen Blick auf die Fahrzeuge werfen und dann noch so ein bisschen im Zubehör und in den Produkten stöbern. Und das Ganze ist unser

Blick auf die Campingwelt. Wir haben zum einen mal geschaut, was haben wir letztes Jahr so beobachtet und wahrgenommen und was sehen wir schon jetzt Anfang des Jahres. Und wenn du da einen ganz anderen Blick drauf hast oder Punkte hast, wo du sagst, voll der Trend, den habt ihr völlig vergessen, dann schick uns doch bitte an podcast.camperstyle.de gerne dazu eine Mail. Wir werden es dann in einem oder einer der nächsten Folgen sicherlich noch mal thematisieren, wenn

da Hinweise reinkommen. Und dann habt ihr quasi auch für eure Trends oder für eure Meinung noch mal Gehör. Ja, würde ich sagen, starten wir ein Thema, was ja die, also viele dieser Trends, vielleicht das auch noch dazu gesagt sind, jetzt keine absoluten Neuheiten, sondern sind schon in den letzten Jahren vor allen Dingen auch durch die Corona-Pandemie zu einem starken Trend geworden und das Ganze setzt sich aus unserer Sicht weiter fort. Und manchmal sind wir vielleicht aber auch

in so einer Bubble drin in den Bereichen und nehmen das Ganze als Trend wahr. Und ihr da draußen, die ihr nicht in dieser Bubble steckt, denkt euch, was labern die da? Ja, das ist vielleicht manchmal so, aber so geht es ja jedem irgendwo. Und vielleicht noch ein ganz kleiner Hinweis zu unserem Gewinnspiel. Wir zeichnen die Folge ein ganzes Stück vor der Ausstrahlung auf, deswegen können wir euch leider heute die Gewinner noch nicht nennen, weil sozusagen

das Gewinnspiel noch gar nicht abgelaufen ist. Also nicht wundern, wir geben euch dann in einer Mail Bescheid wie immer und werden euch dann in der nächsten Podcast-Folge erwähnen. Und ein Trend, der für uns auch 2023 weitergeht, vielleicht auch, weil wir ihn selber seit Jahren oder fast schon Jahrzehnten mittlerweile betreiben, ist das mobile Arbeiten, also das Arbeiten unterwegs. Und das hat

gerade auch bei Corona aus unserer Sicht ein bisschen zugenommen. Klar, die Leute waren im Homeoffice, waren zu Hause und wir haben eine ganze Menge dabei beobachtet oder Leute dabei beobachtet, auch in den Gruppen, wie sie dann halt einfach, weil ihnen zu Hause die Decke auf dem Kopf gefallen ist, sich in ihr Wohnmobil, in ihren Wohnwagen gesetzt haben. Am Anfang stand ihr halt auf dem oder am eigenen Grundstück, weil man ja nicht weg konnte, nicht weg durfte.

Mittlerweile kennen wir aber auch einige Leute, die das eben auch unterwegs betreiben, weil sie jetzt eben die Möglichkeit haben, mehr Homeoffice zu machen. Wie gesagt, für uns ist es eine normale Welt, die wir seit Jahrzehnten oder seit einem Jahrzehnt, mehr als zehn Jahre versuche ich das mittlerweile. Am Anfang war das schwierig wegen dem schlechten Internet. Mittlerweile ist das ja gar

kein Thema mehr. Und das ist für uns auf jeden Fall einer der Trends. Und das Ganze lässt sich natürlich perfekt mit Campingfahrzeugen verbinden, weil da kann ich nicht nur unterwegs arbeiten, sondern unterwegs kochen, schlafen und habe eben alles dabei. Und das bietet sich aus meiner Sicht, wenn man die Möglichkeit hat, quasi mobil zu arbeiten oder nicht im Büro zu arbeiten,

bietet sich es anders zu nutzen. Ja, und da haben wir uns ja in den letzten Jahren immer so ein bisschen drüber echauffiert, dass sich bei den Herstellern da so gar nichts tut in diesem Bereich des mobilen Arbeitens und dass halt, wenn mal eine Lösung vorgestellt wurde, das wirklich sehr rudimentär alles war. Da kann ich aber schon mal verraten, dass da jetzt ein bisschen was in Bewegung ist, unter anderem auch bei unserem Kooperationspartner Fendt, mit dem wir in dem

Bereich jetzt auch zusammenarbeiten für dieses Jahr. Also da könnt ihr gespannt sein. Da wird auf jeden Fall in absehbarer Zeit was gezeigt werden. Und mehr darf ich dazu leider noch nicht sagen. Aber es geht eben genau in diese Richtung mobiles Office. Ja, ansonsten aus meiner Sicht sind das aber immer noch kleine Spots oder einzelne Punkte, wo Dinge passieren. Im großen und ganzen Markt bewegt sich da noch nichts. Wie gesagt, vielleicht ist das auch eine super kleine Nische

und das ist es nicht nur vielleicht, sondern das ist es definitiv. Für uns kommt das so alltäglich vor, weil wir das eben leben. Aber ja, für viele Menschen ist es wahrscheinlich gar nicht umsetzbar, weil es gibt ja ganz viele Jobs. Da kann ich halt nicht eben von zu Hause arbeiten. Das ist für eine Krankenschwester, für einen Pfleger, für ganz viele Berufe super schwer. Und manche Berufe wäre zwar theoretisch möglich, aber da sind dann technische Hürden, die im Weg stehen. Lange Rede,

kurzer Sinn. Da möchte ich ein ganz kleines bisschen widersprechen, Sebastian. Also ich gebe dir recht in dem Punkt, dass dieses richtige mobile Arbeiten auch dauerhaft für die meisten Leute nicht umsetzbar sein wird, auch wahrscheinlich in der absehbaren Zukunft. Aber was ich schon sehr stark feststelle, ist, dass das Thema Internet unterwegs immer mehr zunimmt, weil die Leute halt dann doch mal irgendwas wegarbeiten wollen, gerade auch die, die selbstständig sind. Die

arbeiten ja auch im Urlaub gerne mal ein bisschen, wenn auch nicht dauerhaft. Dann ist das Thema Streaming für viele ein wichtiges Ding. Dann haben wir ja auch die Geschichte mit Kindern und Teenagern, die Internet brauchen. Und da braucht man natürlich dann nicht so eine wahnsinnige

Profilösung. Aber dass Internet unterwegs gebraucht wird, das merken wir alleine schon daran, wie oft auch unsere Artikel zum Thema Prepaid-Karten in den verschiedenen Ländern gelesen werden und wie viele Anfragen bei uns eingehen, was wir für Internetlösungen empfehlen

können. Also dieses Thema nimmt auf jeden Fall zu. Und alles, was fürs mobile Arbeiten geeignet ist, ist natürlich auch dafür geeignet, dass man einfach unterwegs ein stabiles Internet und insgesamt halt ein Umfeld hat, in dem man sich auch mal hinsetzen kann und am Rechner was machen, was auch immer. Es soll auch mobile Arbeiter geben, die kein Internet brauchen. Auch das ist mir schon immer mal wieder begegnet. Die wälzen dann Excel-Tabellen und schreiben Skripte.

Auch das funktioniert. Aber ja, also wir können ja zum einen das mobile Arbeiten auf die eine Seite stellen und das mobile Internet auf die andere Seite. Das mobile Internet ist, glaube ich, etwas, was heute einfach für viele Menschen generell dazugehört, was wichtiger wird, wie du es gerade schon gesagt hast und demzufolge auch hoffentlich jetzt nach und nach mal die Plätze ein bisschen aufrüsten oder vielleicht auch nicht und die Mobilfunknetze vor allen Dingen in

Deutschland besser werden. Das ist ja tatsächlich gerade, wenn man wie ich im Ausland lebt und dann zurück nach Deutschland kommt und es gewöhnt ist, dass man hier wirklich an jeder Milchkanne und überall mittlerweile 5G fast schon hat und dann nach Deutschland zurückkommt und in der Großstadt ein Internet hat wie vor 20 Jahren. Ja, anyway. Lass uns auf Trends und nach vorne gucken.

Ja, also jedenfalls, der Mobilfunk ist ja immer noch so ein bisschen der Punkt, an dem es hängt, denn Internetlösungen auch für unterwegs gibt es ja mittlerweile reichlich auch sehr gute Komplettlösungen. Da haben wir auch eigene Folgen, glaube ich, schon dazu gemacht und es gibt auch Artikel bei uns auf der Seite. Also wer sich da ein bisschen einlesen oder einhören möchte,

packen wir noch mal die Links in die Shownotes. Ein anderer Trend, den wir beobachten, aber auch das mag natürlich für uns mehr Trend sein, weil wir in dem Thema tiefer drinstecken, ist das sogenannte Stealth-Camping, also quasi campen ohne zu campen oder beziehungsweise ohne als Camper erkannt zu werden. Also das heißt Lieferfahrzeuge zum Beispiel zum Camper umzubauen, aber so, dass sie eben von außen weiter wie ein Lieferfahrzeug oder wie ein Baustellenfahrzeug

aussehen. Kein Licht, was nach außen kommt, wenig Fenster, kein Leerarm und vor allen Dingen kein Campingverhalten zu zeigen, um eben einfach auch grundlegend überall stehen zu können, ohne jemanden zu stören und auch ohne eben aufzufallen und quasi des Platzes verwiesen

zu werden oder Ärger zu bekommen. Das ist etwas, was wir immer stärker beobachten, ob es jetzt daran liegt, dass generell mehr Leute zum Camping kommen oder noch andere Dinge, die wir später noch ansprechen, dazukommen oder es einfach wirklich halt ein Trend per se ist, das mag ich nicht beurteilen. Nele, hast du da noch mehr Infos zu? Ja, also ich habe mehr Infos zu und ich habe auch ein bisschen gespaltenes Verhältnis zu

diesem Thema. Der Trend kommt vermutlich daher, dass ja immer mehr auch Wildcamping an sich verboten wird oder freistehen und man sucht dann halt Schlupflöcher, wie man sich das Ganze doch noch ermöglichen kann. Und ich muss auch zugeben, dass wir selber lange überlegt haben. Wir haben uns ja jetzt einen Campingbus gekauft, also noch nicht ausgebaut. Und da waren wir auch lange dran, zu überlegen, ob es ein Lieferfahrzeug wird, das dann hinten gar keine Fenster mehr hat,

damit man halt mal einfach unauffällig irgendwo eine Nacht oder zwei stehen kann. Wir haben uns dann aus anderen Gründen dagegen entschieden. Das hat gar nichts mit dem Thema Erkennbarkeit oder nicht zu tun, sondern schlichtweg damit, dass wir ein Fahrzeug brauchten, was auch für einen Personentransport im hinteren Bereich zugelassen ist. Und das ist halt bei den Lieferfahrzeugen in der Regel nicht der Fall. Ja, was halte ich davon? Also generell kann ich das

total nachvollziehen. Wie gesagt, uns hat es auch sehr gereizt. Wir wollten auch am liebsten so ein weißes Fahrzeug, was dann halt wirklich aussieht wie so ein Handwerkerwagen. Auf der anderen Seite ist es natürlich so, immer wenn man dann wieder bestimmte Regeln und Verbote umgeht, werden die dann noch strenger, wenn man es übertreibt. Das ist der Grund, warum ich da so ein bisschen

zwiespältig bin. Ich persönlich finde aber nichts dagegen einzuwenden, wenn man wirklich also sehr heimlich und unauffällig das Ganze macht, was ja in dem Namen Stealth Camping drinsteckt, also heimlich campen. Und die goldenen Regeln dafür, die man auch immer wieder liest bei Leuten, die das machen, ist halt wirklich, dass man überhaupt nicht als Camper identifizierbar ist. Also man hinterlässt keinen Müll, man macht keinen Lärm, man macht in der Regel, wie du schon gesagt

hast, auch kein Licht nachts oder so, dass es nicht nach außen kommt. Man stellt natürlich keine Stühle raus, man macht kein Feuer, man grillt nicht. Also es ist im Grunde die unauffälligste Art des Campen und die wird von den Leuten, die das praktizieren, sowohl in der Stadt als auch halt in der freien Landschaft sozusagen umgesetzt. Ich persönlich nehme es als Trendbar, weil es

immer mehr auch den Weg auf YouTube und in die Massenmedien findet. Ich habe jetzt neulich auch in der Vorbereitung zu der Folge nochmal ein Interview gelesen mit jemandem, der das nicht erst macht, seit es Mode geworden ist, sondern schon seit Jahrzehnten eigentlich. Dieses Interview packe ich euch auch nochmal in die Shownotes. Das ist ein ganz spannender Artikel zu einem Weltreisenden, der mit einem Postauto inzwischen unterwegs ist, also mit einem ausrangierten.

Ja, aber also ich nehme es auf jeden Fall als kleinen Trendbar. Natürlich auch nichts, was die Massen machen werden, aber das ist schon sowas, was einem jetzt immer und immer wieder unterkommt in diversen Videos und Zeitungsartikeln. Ja, ein anderer recht offensichtlicher Trend ist, dass generell wieder mehr gereist wird. Das liegt einfach daran, dass jetzt immer mehr Länder sich geöffnet haben, immer mehr Dinge oder Verbote und Reisesperren und so weiter aufgehoben wurden.

Selbst Neuseeland ist mittlerweile wieder offen für Tourismus und dass eben auch vieles möglich wurde wieder und vieles nach der Pandemie oder vielleicht sind wir auch noch in der Pandemie oder in der Pandemie. Das weiß ich nicht. Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist wieder mehr möglich und die Leute nutzen es auch, weil sie eben auch viele ausgehungert sind, lange keinen Urlaub gemacht haben und jetzt halt auch mal wieder raus wollen. Und wenn generell mehr gereist wird, dann wirkt

sich das auf alle Reiseformen aus und davon ist Camping eben eine. Und demzufolge heißt das für uns, dass auch der Camping, ich wollte Campingverkehr sagen, Campingbetrieb, dass einfach wieder mehr Camper unterwegs sein werden. Ob es jetzt dieses Jahr wieder super viele Neucamper dazukommen, das wird sich zeigen, ob der Trend weitergeht. Es wird sicherlich mehr Neucamper noch geben, aber wie lange das Ganze funktioniert, das wird sich zeigen. Das ist schwierig einzuschätzen

tatsächlich, aber bisher war es jedes Jahr mehr. Schauen wir mal. Ja und damit verbunden natürlich auch der Trend hin zu einer deutlich gestiegenen Anzahl an Buchungen und damit verbunden auch Buchungsportalen oder buchbaren Campingplätzen. Früher war es ja so, also früher, ich höre mich schon an wie meine Oma, aber früher war es ja so, man ist einfach losgefahren, hat irgendwo angehalten

und sich da einen Campingplatz gesucht und meistens hat es auch irgendwie geklappt. Vielleicht in der Hochsaison musste man mal irgendwie zwischendurch sich dann eine Alternative suchen, aber in der Regel sind wir tatsächlich immer ohne Reservierungen und ohne alles unterwegs gewesen. Wir merken aber

auch, dass es deutlich angezogen hat. Also ich habe es ja schon erzählt, so in anderen Folgen, dass wir teilweise selbst in so Ländern wie Luxemburg, die ja jetzt nicht wie Kroatien so eine Camper-Hochburg sind, vor verschlossenen Türen standen, weil einfach die Plätze voll waren. Und ja, dadurch eben wie gesagt eine Zunahme von buchbaren Campingplätzen über die Campingportale wie Campinginfo, Pincamp. Jetzt habe ich neulich eins entdeckt, das heißt Camping & Co. Auch ganz

spannend, die haben auch in verschiedenen Ländern Campingplätze zum Buchen. Und ja, gerade wenn man halt irgendwie in der Hauptsaison auf einen sehr beliebten Platz fahren möchte oder mit Kindern unterwegs ist und dann nicht das Gequengel vor Ort haben möchte, weil man dann irgendwie vier, fünf Plätze ansteuern muss, bis man mal was findet, dann empfiehlt sich das auf jeden Fall zu buchen. Und mittlerweile ist es so, dass man bei sehr großen Plätzen, also bei sehr, sehr beliebten

Megaplätzen teilweise hört, dass die Leute ein Jahr oder anderthalb Jahre im Voraus buchen. Also Frühbuchungen sind tatsächlich auch im Campingbereich mittlerweile ein wichtiges Thema. Ich selber finde es ein bisschen schade, weil für mich halt immer so dieses spontane Ankommen eigentlich

das so eine der schönsten Sachen beim Camping war, aber ich kann es total nachvollziehen. Wenn man halt nicht wie wir irgendwie monatelang unterwegs sein kann, sondern zwei, drei Wochen Jahresurlaub hat, dass man dann halt auch wirklich auf den Platz möchte, den man sich vorher ausgesucht hat. Ja, ich wollte gerade sagen, natürlich sind spontane Sachen immer noch möglich, aber es wird immer öfter so sein, dass man dann eben ab der ausgedrehten Touristenpfade sich aufhalten muss.

Nicht unbedingt an den Küsten, wo alle hinwollen, nicht unbedingt an den Gewässern, sondern halt einfach so ein bisschen ins Inland jeweils muss, dann wird das auch noch funktionieren. Aber klar, der Boom hat auf jeden Fall dafür gesorgt, dass alles voller ist und mal so ein Campingplatz ist nicht eben in einem halben Jahr aus dem Boden gestampft und selbst ein Stellplatz nicht. Und

das hängt quasi erst hinterher, weil du musst ja auch so ein bisschen das Risiko berechnen. Machst du jetzt nur einen Campingplatz, nur weil gerade ein Boom ist, kann bedeuten, dass dir in zwei, drei, vier Jahren, wenn du fertig bist, abgehabt ist und du halt Probleme bekommst. Also das ist tatsächlich ein Thema, was sich langsam sicherlich auflösen wird, also dass es so rappelvoll ist.

Und ich glaube aber auch, dass die Digitalisierung jetzt, also ich möchte mal noch nicht von den Digitalisierungen der Campingplätze sprechen, das finde ich persönlich noch ein bisschen weit gegriffen, aber zumindest die Digitalisierung der Buchung streitet langsam fort und das nimmt dem Ganzen wieder so ein bisschen seinen Schrecken, weil man eben jetzt doch noch mal spontan gucken kann, ist da und da noch was frei? Und ich finde, das sind Wege, die das auch wieder

so ein bisschen entspannen, wenn auch langsam. Ja, wir merken es ja bei uns selber auch, dass wir halt, wenn wir dann wirklich mal buchen oder reservieren, dass wir dann halt auch ehrlich gesagt keinen Bock haben anzurufen und dann da ewig zu probieren, bis mal einer ans Telefon geht, sondern dass man dann halt auf so ein Portal guckt und sich schnell einbucht, digital bezahlt, fertig. Also das ist schon auf jeden Fall praktisch. Und es gibt ja auch viele Möglichkeiten, dann auch

noch kurzfristig so Last-Minute-Angebote oder Spontanbuchungen vorzunehmen. Das ist das Schöne, dass sich da auch die Campingplatz- und auch die Stellplatzportale inzwischen so weiterentwickelt haben, dass man sich teilweise auch so quasi heute oder morgen verfügbare Plätze anzeigen lassen kann. Was mich allerdings so ein bisschen überrascht hat, jetzt auch in den letzten, sagen wir mal so ein, zwei Jahren, ist das Thema private Stellplätze, wie das gewachsen ist. Also

wir haben darüber ja schon öfter gesprochen. Das sind Wohnmobil- oder teilweise auch Wohnwagen Stellplätze auf Grundstücken von Bauernhöfen, Weingütern, teilweise aber auch wirklich bei Privatpersonen im hinteren Gartenbereich. Kommt ganz darauf an, über welches Portal man da sucht und bucht. Und die haben wahnsinnig zugenommen. Also da sind jetzt tatsächlich in den letzten Jahren noch etliche neue Plattformen aus dem Boden geschossen. Da war ja Landvergnügen so

ein bisschen der Vorreiter in Deutschland. Die hatten das auf Basis von, na jetzt muss ich noch mal überlegen, wie das in Spanien hieß, Spain Discovery oder Discovery Spain, glaube ich. Und in Frankreich gibt es auch so eine ähnliche Geschichte. Die haben das Konzept nach Deutschland geholt, dass man im Grunde halt bei Privatleuten übernachten kann. Und inzwischen gibt es da aber auch richtige Buchungsportale, über die wir ja teilweise selber auch schon gereist sind,

wie zum Beispiel Alpaka Camping oder Camperland. Dann gibt es noch Hinterland Camp und zig andere. Ich habe die jetzt ehrlich gesagt nicht alle im Kopf. Das sind zu viele geworden und bestimmt wurden manche auch schon wieder eingestampft. Ich finde das Konzept sehr charmant, weil man dadurch halt so ein bisschen das Freistehgefühl hat, aber einfach legal unterwegs ist und den lokalen Anbietern, die ja meistens dann Landwirte oder ähnliches sind, auch noch mal ein paar Euro

darlässt. Spanier Discovery, also Spanier Discovery wird wir es als Portugiesen hier aussprechen, aber Spanier Discovery ist quasi das Landvergnügen in Spanien. Und ja, letzten Endes diese privaten Stellplätze, die fangen quasi am Ende die Überlastung der Campingplätze eher auf und bieten eben auch, wie du es gerade gesagt hast, so eine Alternative weg von den riesigen Plätzen, also mit hunderten oder tausenden Stellplätzen hin zu ganz kleinem und diesem

Einsamkeitsgefühl wieder. Also am Ende des Tages geben eben diese Plätze so das, was zum Teil verloren gegangen war. Also das ist auch wieder unser Blick auf die Geschichte. Ich habe überhaupt nichts dagegen, wenn Menschen drei, vier Wochen, fünf Wochen, acht Wochen auf dem Campingplatz stehen. Völlig fein ist nicht unsere Welt, aber bin ich völlig fein mit. Aber diese Privaten geben häufig eben so ein kleines Freiheitsgefühl wieder zurück. Man ist doch für sich, man ist da alleine und so

weiter. Das finde ich halt ganz, ganz spannend. Und wie gesagt, es schafft einfach, und das hat kurzfristig, weil es ja mit wenig Risiko verbunden ist, auch für die Betreiber eben kurzfristig eine große Menge nochmal an Plätze eben zur Verfügung gestellt, die eben auch das Ganze deutlich entlastet

haben und entspannt haben, aus meiner Sicht. Vielleicht noch interessant bei diesem Thema, wir waren ja jetzt häufiger schon auf so privaten Stellplätzen unterwegs und das hat sich ja hinentwickelt von, du kannst kostenlos übernachten, über Land vergnügen und wäre schön, wenn du dann im Hofladen einkaufst, hin zu echten Pauschalpreisen, die man dann auch über so eine Plattform teilweise direkt bezahlen kann. Und ich habe mich so ein bisschen gefragt, warum diese Entwicklung stattgefunden

hat und habe dann mal mit einigen Leuten gesprochen. Und es scheint also auch so gewesen zu sein, was auch mehrere Betreiber mir bestätigt haben, bei denen wir übernachtet haben, dass es mit dem kostenlosen Landvergnügen-Konzept immer so ein bisschen Ärger gab, weil die Camperinnen und

Camper, die da anreisen, dann halt keine Lust haben, in irgendeiner Form Geld auszugeben. Also weder im Hofladen einzukaufen, die fahren dann teilweise so früh ab, dass der Hofladen noch gar nicht geöffnet hat oder dass man nicht eingesehen hat, warum man jetzt für eine Toilettenbenutzung

oder für Strom oder für Duschen oder so Geld bezahlen soll. Und die Betreiber haben mir halt gesagt, ihnen ist es dann lieber, eine günstige Pauschale anzubieten, weil dann es keine Diskussionen gibt, dann gibt es keine Konflikte, sondern quasi beide Seiten wissen, worauf sie sich einlassen. Und ja, jeder weiß, was er halt zu tun und zu lassen hat sozusagen. Und das finde ich persönlich ein bisschen schade, dass das so kommen musste, weil eigentlich hat mir immer das Konzept auch

gut gefallen, dass man dann einkauft, sich noch ein bisschen Verpflegung im Hofladen mitnimmt. Aber da scheint es halt auch etliche Leute gegeben zu haben, die das so nicht umsetzen wollten. Ja, mag ja, wir haben am Vorfeld auch schon ein bisschen darüber gesprochen, auch an der Kommunikation zu liegen. Wenn du natürlich damit wirbst, dass die Stellplätze kostenlos sind, dann muss man sich auch nicht wundern, dass Menschen das einfach wirklich nehmen und vielleicht

nicht wie wir auch einen unternehmerischen Blick drauf haben und sozusagen zu schauen. Ja, okay, die müssen ja, irgendjemand muss den Platz da zur Verfügung stellen und selbst wenn das noch ein bisschen wiese ist, kostet die irgendwo Geld, Steuer und so weiter und so fort. Den Blickwinkel muss auch nicht jeder haben, das ist völlig okay. Aber an der Stelle ist halt genau diese Schwierigkeit, wenn ich es halt mit kostenlos kommuniziere und dann in Kleingedrucken steht,

ja, aber es wird erwartet, dass im Hofladen einkauft. Ist das für uns klar, aber sicherlich nicht für jeden. Und da ist dann wahrscheinlich oder nicht wahrscheinlich, man sieht es jetzt Konfliktpotenzial quasi ein bisschen vorprogrammiert. Sehr schade. Vielleicht endet man das ja in der Kommunikation noch. Wollte ich gerade sagen. Also da bin ich gespannt, ob Landvergnügen die Kommunikation dahingehend anpasst, weil ich davon ausgehe, dass die Betreiber ja auch dann

entsprechende Rückmeldungen geben. Und ich sage mal, wenn wir jetzt letztes Jahr auf fünf, sechs Plätzen waren und davon sagen mir vier Betreiber unabhängig voneinander in völlig unterschiedlichen Regionen dasselbe, dann ist ja schon davon auszugehen, dass es vielleicht nicht repräsentativ, aber doch zumindest ein häufiger auftretendes Problem ist.

Ja, wir werden sehen. Auf jeden Fall. Uns hat das auch immer viel Freude bereitet. Für uns war auch das Hofladeneinkaufen eigentlich immer das Erlebnis generell, weil wir essen super gerne und ich freue mich einfach über jeden neuen Laden, wo es lokale Sachen gibt. Also für mich war das immer ein Riesenerlebnis, aber auch das mag wahrscheinlich oder sicherlich nicht jeder. Und dann ist es vielleicht noch ein bisschen nervig oder wie auch immer. Lange Rede, kurzer

Sinn. Landvergnügen hat uns immer viel Vergnügen gemacht und wenn man das vielleicht einfach ein bisschen anders in der Kommunikation aufbaut, das muss ja auch nicht unbedingt kostenlos sein. Das ist natürlich ein netter Werbegag oder netter Marketinggag auch oder nicht ein Gag, aber ein Marketingaufhänger gewesen. Aber das kann man vielleicht dann auch ein bisschen anders machen, dass das passend ist. Ein letzter Vorschlag dazu. Man könnte es den Leuten ja

freistellen, ob sie eine Pauschale bezahlen möchten oder lieber einkaufen. Dann kann es jeder so gestalten, wie er oder sie das möchte. Aber damit soll es jetzt auch genug zu dem Thema gewesen sein. Kommen wir zum nächsten Punkt, den wir ja auch praktizieren, nämlich Camping mit Haustier. Genau, primär mit Hunden, meist vor beiden, weil generell meistens am einfachsten, weil der häufig sowieso überall mit hinkommt, aber auch Katzen und Tiervögel und Reptilien,

was wir nicht alles schon unterwegs gesehen haben. Ich denke nach dem Hund ist die Katze so das zweithäufigste Tier, was mit unterwegs ist. Aber da gibt es eben schon Exemplare, für die ist das Reisen nix. Es gibt auch Hunde, für die ist das Reisen nix. Also das ist jetzt auch durchaus nicht so, dass jeder Hund das geil findet, mit dem Camper zu fahren und unterwegs zu sein. Das muss man einfach individuell checken. Aber auch hier, wenn mehr Menschen eine Reiseform

nutzen, sind eben auch mehr Haustiere dabei. Noch immer wundert es mich, dass es nicht viel mehr Angebote und Camper und Ausbauten und Nachrüstsets und fertig gelieferte Neufahrzeuge gibt, in denen ein bisschen mehr an die Hunde gedacht wurde. Das ist nach wie vor ein Wunder für mich, aber wahrscheinlich geht es einfach der ganzen Branche viel zu gut, als dass ich es nötig hätte, bei den Fahrzeugen sowas zu achten. Es gibt im Zubehörmarkt ein bisschen was,

es gibt einige Ausrüster, die in die Nische gehen und das ist auch ganz spannend. Und klar, man braucht auch nicht viele Dinge unbedingt für seinen Hund. Also klar ist es geil in der Heckgarage eine eigene Box zu haben und eine Außendusche dort zu haben und eine Rampe zu haben. Das sind aber auch alles Dinge, ohne die man klarkommt. Das ist durchaus alles möglich,

aber manche ist natürlich sehr komfortabel. Und man sieht auch, dass es immer wieder Plätze gibt, die sich auf dieses Thema dann auch ein bisschen spezialisieren, die vor allen Dingen gerade die Hunde willkommen heißen, wo sich wirklich Gedanken gemacht wird mit einer Spielarea, mit einem Waschbereich, wo man Hunde mal sauber machen kann und so Geschichten. Also das haben wir unterwegs ganz spannende Sachen getroffen. Und eben auch das Gegenteil, dass auch Plätze

sich darauf spezialisieren, ohne Hund auszukommen, was auch völlig legitim ist. Denn ich kann ja mir aussuchen, was ich als Betreiber machen möchte und auch als Reisender, welchen der Plätze ich auch suchen möchte. Ich würde euch zu dem Thema Camping mit Hund beziehungsweise hundefreundliche Campingplätze auch nochmal einen Artikel in die Shownotes packen. Ich habe da nämlich mal ein bisschen länger recherchiert zu dem Thema auch. Und da gibt es Plätze, die bieten unfassbare

Sachen an. Also wirklich mit Hundetraining, mit regelmäßigen Tierarztvisiten auf dem Platz, mit Agility-Parcours, mit Auslaufwiesen. Also da sind richtig tolle Sachen dabei. Auf manchen Campingplätzen gibt es auch, wenn die an einem See oder am Meer liegen, eigene Badebereiche für den Hund. Und ja, was du erwähnt hattest, Campingplätze ohne Hunde-Erlaubnis, genauso legitim, weil es eben auch Menschen gibt, die keine Hunde mögen oder die eine Allergie haben

oder sonst irgendwas. Auch diesen Artikel verlinke ich nochmal in den Shownotes, damit ihr da auch gucken könnt, wenn eine der beiden Optionen für euch in Frage kommt. Ja, was wir ansonsten noch beobachten, ist das Thema Nachhaltigkeit. Das ist jetzt nicht nur im Campingbereich ein Trend. Im Campingbereich ist es vielleicht noch relativ neu und ich glaube auch noch nicht in der breiten Masse ein großes Thema. Aber generell wird, glaube ich, das Bewusstsein für unsere Umwelt immer

größer. Also je mehr eben die Umwelt uns auch zeigt, dass es da vielleicht Probleme gibt. Und das gibt es dann im Extremen mit Zero-Waste-Camping, was aus meiner Sicht halt nahezu unmöglich ist, weil eben einfach immer irgendwo Dinge übrig bleiben. Also man kann zwar alles mitnehmen, aber am Ende des Tages, selbst den Müll, den man produziert und wieder mitnimmt, gibt man wieder zu Hause ab. Aber vielleicht hätte man den zu Hause sowieso generell. Lange

Rede, kurzer Sinn. Das Thema Nachhaltigkeit wird immer spannender. Das fängt hoffentlich immer stärker auch bei den Chemie-Toiletten an. Da gucken wir auch nachher nochmal zu auf das Thema, weil die Chemie, die da drin steckt, eben ja an vielen Stellen vielleicht früher mal ihre Richtigkeit und Bewandtnis hatte. Aber das kann man auch mittlerweile mit deutlich weniger aggressiven Dingen lösen. Auch dazu haben wir Artikel, wo wir uns damit beschäftigen. Und wir kommen nachher

auch noch zu einem Trend, der dadurch so ein bisschen ausgelöst wird. Und das hört bei der Toilette natürlich nicht auf, das Übernachtungen vor Ort und so weiter und so fort. Also das ist ein Thema, was ganz spannend ist, was wir auch beobachten, wo das Ganze hingeht und da sicherlich auch weiter bei uns im Magazin berichten werden, wenn wir da spannende Dinge sehen.

Ja, zu dem Thema vielleicht auch nochmal meine Empfehlung für die zertifizierten Eco-Campingplätze, die sich eben in ganz vielen Bereichen so ausgerichtet haben, dass halt der ökologische Fußabdruck möglichst klein ist. Das geht bei der Stromerzeugung los und hört bei der Abwasserentsorgung auf. Also wenn man da auf dieses Label achtet,

dann kann man sich schon mal ziemlich sicher sein, dass da sehr vieles richtig gemacht wird. Aber ich merke auch, dass immer mehr Campingplätze, die keine Zertifizierung haben, im Rahmen von Umbaumaßnahmen eben darauf achten, unter anderem natürlich auch langfristig aus wirtschaftlichen Gründen, dass man eben auf eine nachhaltigere Weise der Energieerzeugung und Energienutzung setzt. Und das geht aber auch weiter dann bei den Unterkünften selber, die dann häufig mit

umweltfreundlichen Materialien laut Betreibern hergestellt wurden. Es zieht sich bis hin zu Fahrzeugen, die dann eben mit weniger Plastik und mehr natürlichen Materialien ausgebaut sind. Ich möchte das gar nicht bewerten, weil man sich da sicherlich die Ökobilanz im Einzelnen immer angucken müsste. Was dann wirklich nachhaltig ist, ob es nachhaltiger ist, irgendwas mit einem Holz auszubauen oder mit irgendeinem Kunststoff, der vielleicht weniger aufwendig erzeugt werden muss,

keine Ahnung. Ich stecke da auch ehrlich gesagt nicht tief genug im Thema drin. Aber das ist auf jeden Fall ein Trend, bei dem viele Hersteller und viele Anbieter mit aufgesprungen sind. Und wer sich dafür näher interessiert, sollte sich halt dann immer genau angucken, was da im Einzelnen so alles umgesetzt wurde. Ja, und ein anderer Trend, der, ich will nicht sagen in eine andere Richtung geht, aber schon ein bisschen sich auch nicht unbedingt ausschließen muss, ist das ganze

Thema Luxus, Luxuscamping. Also das heißt, das fängt an bei Luxusfahrzeugen. Und da haben wir halt eine große Spanne. Wo fängt ein Luxusfahrzeug an? Für manche Menschen ist ein Campingfahrzeug für 150.000 schon Luxus, weil sie es sich schlicht nicht leisten können und nur davon träumen. Und für andere fängt das Ganze halt irgendwie erst bei fünf oder zehn Millionen an. Das ist das eine. Also das heißt, bei den Fahrzeugen gibt es einen immer größeren Trend zu Luxus, weil es auch aus

meiner Sicht immer mehr Menschen gibt, die sich das einfach leisten können. Und das Ganze geht dann weiter, aber auch beim Thema Camping an sich, also das heißt auch Unterkünfte, die deutlich luxuriöser sind bis hin zu riesigen Einzelstellplätzen auf einem Campingplatz mit eigenem Badezimmer, mit eigenem Whirlpool, mit eigener Toilette und was es da nicht alles für Ausprägungen

gibt. Und das Ganze auch weitergetrieben oder was weiterentwickelt auf die Mietunterkünfte. Also dass man quasi zwar auf einem Campingplatz ist, aber mit einem Pkw oder gar mit Flugzeug und und so weiter anreist und dann eben dort ein Tiny Home, vielleicht auch ein großes Tiny Home mietet oder ein Mobile Home mietet oder eine Jorte oder was es da alles gibt. Und das Ganze halt auch sehr häufig in sehr luxuriöse Ausführungen. Also das ist auch ein Thema, was wir weiterhin als klaren

Trend sehen, sicherlich auch in einer Nische, weil man muss es sich leisten können und wollen. Aber trotzdem sehen wir, dass da immer mehr entwickelt und ausgebaut wird. Da waren ja letztes Jahr auf einem Caravansalon im Sommer auch wahnsinnige Mobil- und Tiny Homes, also wirklich auch stylisch und rausgeputzt und von der Inneneinrichtung her auch sehr komfortabel. Also das ist auf jeden Fall auch was, was immer mehr Leute glaube ich nicht nur für ihren Urlaub in Frage ziehen oder zur

Auswahl haben, sondern immer mehr geht ja auch beim Wohnen in der Nische. Aber trotzdem der Trend zum Tiny Home, man sieht es in den Massenmedien reichlich, dass dann ganze kleine Baugebiete ausgewiesen werden in verschiedenen Städten, wo eben Tiny Homes aufgestellt werden können. Das ist sicherlich auch nicht für jedermann was. Aber ja, ist auf jeden Fall eine gute Möglichkeit sowas mal auszuprobieren im Urlaub, wenn man sich mit dem Thema näher beschäftigen möchte. Und auf den

Campingplätzen selber glaube ich schon, dass es ein bisschen mehr als eine Nische ist. Wir hatten darüber ja auch mit dem Uwe Freers von Pincamp neulich mal ausführlicher gesprochen. Also neulich war Ende letzten Jahres, wenn ich mich richtig erinnere, der uns ja auch bestätigt hat, dass immer mehr Mietunterkünfte auf den Campingplätzen auch gebaut werden, weil einfach die Nachfrage

ziemlich groß ist und weil sich das offenbar wirtschaftlich auch sehr lohnt. Und da gibt es allerhand, also die klassischen Mobilheime natürlich, aber dann auch so kleine Campingpots, irgendwelche Luxusbaumhütten, Luxuszelte. Also gibt kaum was, was es nicht gibt. Wer sich da mal ein bisschen näher mit befassen möchte, kann sich auch gerne mal die Seite von Utopia angucken. Die haben das ja wirklich perfektioniert mit den Glampingunterkünften in naturnaher

Umgebung. Also da gibt es eine ganze Menge. Man kann auch wirklich sagen, dass heute auf größeren Campingplätzen eigentlich für jeden was dabei sein sollte. Und da bin ich gespannt, wie sich das in Zukunft weiterentwickelt, weil natürlich die Campingplätze ja nicht ihre Fläche normalerweise erweitern, sondern halt dann Tagesstellplätze abgebaut werden zugunsten von Mobilheimen. Und da müssen wir mal gucken, wie dann da künftig die Auslastung sein wird. Ja, und das war sozusagen

ein wenig das Thema übernachten, wohnen, unterkommen. Und dann haben wir schon die Fahrzeuge ja gerade gestriffen mit dem Thema Luxusfahrzeuge. Gucken wir noch mal so ein bisschen in die Campingfahrzeuge rein, weil das ja auch ein sehr großer Themenbereich ist. Und was uns hier sicherlich weiter dieses Jahr noch ein ganzes Stück begleiten wird, sind die Lieferengpässe an verschiedenen Ecken. Vor allen Dingen auch bei den Triebfahrzeugen, also bei den Unterbauten

für viele Wohnmobile. Gerade der Ducato hat da ja so ein bisschen Lieferschwierigkeiten gehabt. Und das Ganze mit einer größeren Nachfrage hat dazu geführt, dass viele Hersteller ihre Lieferzusagen nicht einhalten konnten und sehr stark verzögert haben. Zum einen gibt es da also noch einen großen Rückstau, den wir mit ins Jahr 2023 quasi genommen haben. Und zum anderen ist er auch nach wie vor da und wird auch noch ein bisschen bestehen. Also man sieht zwar an den Weltmärkten, dass viele

Rohstoffe usw. wieder verfügbar sind und sich das bessert und dass ja auch die Transportwege wieder besser funktionieren. Und die Zeit der großen Lockdowns, die ja auch sehr viel verzögert haben, auch wahrscheinlich, wir werden sehen, vorbei ist. Aber zumindest so sieht es erst mal aus. Und damit mag sich das Thema dieses Jahr ein bisschen entspannen. Aber dadurch, dass es halt so weit

sich zurückgestaut hat, wird es glaube ich noch begleiten. Und das ist halt schade für, oder was heißt schade, es ist für die blöd, die noch kein Fahrzeug haben und jetzt gerne unbedingt eins haben möchten. Da haben wir auch in einer letzten Folge noch ein paar Tipps gegeben. Also dass man gerade auf Messen eben schauen kann oder auch bei Händlern, was ist verfügbar und dann halt unter Umständen Kompromisse eingehen muss, wenn man schnell ein Fahrzeug haben will. Aber

das ist eben auch die Chance für andere Hersteller. Gerade der Ducato hat eine ganze Menge Wettbewerb bekommen von Mercedes, von VW, von Ford, von Citroën. Auch wenn das teilweise dieselben Chassis sind oder derselbe Unterbau ist, weil man sich da zusammengetan hat, sind eben auch gerade die kleineren Fahrzeuge Wettbewerber geworden, weil da eben eine Verfügbarkeit da war und auch

immer mehr Hersteller dort Fahrzeuge oder Aufbauten draufsetzen. Und gerade auch die kleineren Fahrzeuge haben sehr davon profitiert, weil zum einen die Einstiegshürde nicht so hoch ist, was den Kaufpreis angeht und zum anderen eben da noch Fahrzeuge besser verfügbar waren. Ja, die kleinen Fahrzeuge sind auch so ein Stichwort, was man jetzt eben auf Messen als

wirklich riesigen Trend aus meiner Sicht sehen konnte. Also wir haben hier angefangen bei den Mini-Campern, also diese sogenannten Hochdach-Kombis, die es ja schon immer von verschiedenen Marken gab, aber die mittlerweile teilweise auch von den Herstellern selbst, also von den Automobilkonzernen selbst, als ausgebaute Campingfahrzeuge angeboten werden. Zum Beispiel von VW und Mercedes. Dann haben wir aber auch die kleineren Vans, also Campingbusse, sehr stark im

Trend. Da gibt es ja mittlerweile auch nicht nur sehr, sehr große Vermieter, die Campingbusse anbieten, sondern ja auch viele Ausbauer, die in dem Bereich tätig sind. Und nochmal so als kleiner Tipp. Die Vermieter, die Großen, verkaufen auch ihre Mietfahrzeuge meistens nach einer Saison oder nach einem Jahr. Hast du da Erfahrung? Also beides kann ja das Gleiche sein. Also ein Jahr kann eine Saison sein. Letzten Endes muss man immer gucken, ob man halt... Also ich bin da

generell zwiegespalten. Es ist zum einen eine Möglichkeit an Campingfahrzeuge zu kommen, preiswert glaube ich nicht, weil die Nachfrage ist so gigantisch. Wir haben selber auch da gesucht, weil wir ja keinen gefunden haben am Anfang. Also preiswert kann man es wirklich nicht nennen. Und die Frage ist halt auch generell, will man ein Vermietfahrzeug besitzen? Das kann eben alles in

Ordnung sein. Das kann aber halt auch wirklich runtergerockt sein, weil es halt schon in der Zeit, wo man den Motor noch ein bisschen einfahren sollte und ein bisschen pfleglich bahnen sollte, halt getreten wurde, wie das Böse. Man weiß es nicht. Heutige Fahrzeuge können auch eine ganze Menge mehr ab, als es vielleicht vor 20 Jahren der Fall war. Aber ich bin da immer noch ein bisschen skeptisch. Trotz alledem kann es eine Möglichkeit sein, zumindest an ein Fahrzeug zu

kommen. Also es geht ja heute gar nicht mehr unbedingt darum, günstig eins zu kaufen, sondern es geht auch darum, eins zu bekommen. Und das sieht auf dem Gebrauchtmarkt generell, also nicht nur bei den Vermietern, die ihre Fahrzeuge abstoßen, sieht das generell auf dem Gebrauchtmarkt ähnlich aus. Der ist immer noch angespannt. Wir haben zwar einen Kollegen, Jürgen Rohde von Womoblog, der quasi seit vielen Jahren sich den Gebrauchtwagenmarkt anschaut und

so die generellen Angebotszahlen checkt. Und der sagt eben, ja, es entspannt sich ein wenig. Also es heißt, es sind mehr Fahrzeuge oder mehr Angebote da. Ja, das mag so sein, aber es ist trotzdem aus meiner Sicht immer noch ein extrem angespannter Markt. Man kann immer noch wirklich alles zu Gold machen und muss jeden Schrott für viel Geld bezahlen, für viel Geld kaufen von der anderen Seite. Man muss da wirklich genau gucken. Das wird uns sicherlich genauso lange noch begleiten,

wie eben die Lieferengpässe bestehen. Und solange auch diese große Nachfrage nach Campingfahrzeugen und nach Camping generell besteht, wird uns das sicherlich auch noch begleiten. Was aus meiner Sicht in dem Zusammenhang auch eine weiter wachsende Tendenz ist. Ich weiß nicht, ob es nur mit dem angespannten Gebrauchtfahrzeugmarkt zu tun hat oder ob einfach die Leute generell halt mehr auf alltagstaugliche Fahrzeuge setzen, ist die Geschichte mit dem

Eigenausbau über modulare Möbel oder Campingboxen. Das heißt, ich kaufe mir ein leeres Fahrzeug und schiebe da eine Campingbox oder Modulmöbel rein und kann die dann eben auch immer wieder bei Bedarf mit relativ geringem Aufwand ausbauen, um dann wieder normales Alltagsfahrzeug oder Transportfahrzeug für Personen zu haben. Zum Thema Campingboxen und Modulausbauten denke ich, werden wir auch noch mal eine eigene Folge machen. Da sammeln wir aber gerade,

weil sich da auch wieder so wahnsinnig viel getan hat in den letzten ein, zwei Jahren. Aber das ist auf jeden Fall ein Thema, was wir auch bei uns auf der Plattform bei Camperstyle als großen Trend identifizieren können, weil wir einfach sehen, wie oft die Artikel gelesen werden dazu. Und ich finde es auch selber sehr praktisch, weil eben viele Leute auch entweder keinen Platz haben oder auch schlichtweg nicht das Budget haben, sich mehrere Fahrzeuge vor die Tür zu stellen,

also ein Campingfahrzeug und ein Fahrzeug für den Alltag. Und da kann das halt eine sehr, sehr gute Lösung sein. Wobei ich auch sagen muss, dass auch in diesem Bereich die Preise ordentlich angezogen haben. Also das ist jetzt nicht so, dass man da jetzt für lau quasi sich ein Campingfahrzeug ausbauen kann, sondern die haben auch ihren Preis, zumindest wenn es

hochwertigere Geschichten sind. Aber aus meiner Sicht lohnt sich das auf jeden Fall, da mal einen Blick drauf zu werfen, wenn man eben einen Transporter oder auch einen Geländewagen oder einen Minicamper hat. Es gibt mittlerweile ganz viele Module und Campingboxen für ganz verschiedene Fahrzeugtypen. Und wie gesagt, da ist halt mit relativ wenig Aufwand dann auch ein schönes Campingerlebnis möglich. Ja, und jetzt haben wir schon wieder so viel erzählt,

dass wir schon wieder eine dreiviertel Stunde gut am Erzählen sind. Und wir haben noch eine ganze Menge Trends und Themen auf unserer Liste, die wir euch zeigen, vorstellen, erzählen wollen. Und deswegen würde ich jetzt sagen, machen wir an der Stelle einfach einen Cut für heute und beenden die Folge und machen einfach nächste Woche weiter. Denn wir haben noch einiges im Fahrzeugbereich, was wir ganz spannend finden, was aus unserer Sicht ein Trend ist. Und auch

noch im Zubehörbereich eine ganze Menge für euch. Also wenn ihr die Folge nicht verpassen wollt, dann abonniert einfach so einen Podcast. Das könnt ihr kostenlos auf allen Plattformen machen, wo ihr uns hören könnt oder hört. Und auch auf camperstyle.de slash Podcast findet ihr immer die letzte Folge, die von uns erschienen ist. Ich hoffe, es war was Spannendes für euch dabei. Wenn ihr an irgendeiner Stelle Fragen habt, das völlig anders seht oder auch einen Trend seht, den wir bis jetzt

noch nicht angesprochen haben, schickt uns doch einfach eine Mail an podcast.camperstyle.de. Und ich verabschiede mich schon mal. Bis zum nächsten Mal. Tschüss. Tschüss. Untertitel im Auftrag des ZDF für funk, 2017

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