Camping mit Kindern - Teil 2 - podcast episode cover

Camping mit Kindern - Teil 2

Oct 21, 202359 minEp. 191
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Episode description

In Teil 1 zum Thema “Camping mit Kind” ging es letzte Woche unter anderem um die Vorzüge des Campings als Urlaubsform für Familien, die Sicherheit auf Campingplätzen, das Zusammenleben mit den Nachbarn und kinderfreundliche Reiseländer.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele und heute noch einmal mit Inke und Eva vom Campingkinder-Podcast im Studio, denn wir haben uns, wie ihr wahrscheinlich gehört habt, letztes Mal ein bisschen verquatscht wie immer und jetzt haben wir gesagt, wir schieben ein paar wichtige Themen noch in eine neue Folge.

Wenn ihr die letzte Episode nicht gehört habt, dann hört da vielleicht mal rein, da stellen wir die beiden auch ausführlich vor und wir haben gesagt, wir steigen heute direkt in die Themen ein. Nicht, dass wir es wieder nicht schaffen. Wir wollen über Campingplätze, familienfreundliche Campingplätze in Deutschland und Europa sprechen.

Wir wollen uns anschauen, welche Reiseziele sich für die verschiedenen Jahreszeiten für die Familien besonders gut eignen, dann erstellen wir euch auch so eine kleine Basic-Packliste gemeinsam und schauen uns an, wie wir die Kids unterwegs beschäftigt kriegen. Und jetzt noch mal ganz herzlich willkommen, Inke und Eva, hi, schön, dass ihr noch mal dabei seid. Hallo. Ja, hallo, schön, dass wir wieder da sein dürfen. Ja, wollen wir direkt mit den Campingplätzen einsteigen.

Wir haben ja letztes Mal so ein bisschen von euch erfahren, was ihr für die Auswahl empfehlt, also worauf ihr da guckt und wie man solche Plätze findet. Und ihr habt aber doch sicher auch Lieblingsplätze. Ja, genau, also ich würde mal anfangen, wir haben ja letztes Mal schon erzählt, Eva und ich haben vielleicht etwas unterschiedliche Kriterien. Ich habe es gern etwas ruhiger, Eva ist mehr so Typ Remmidemmi und einen Platz haben wir der aber uns beiden ganz gut gefällt.

Bei mir ist es so, dass ich den in der Nachsaison ganz gerne mag, wenn da wenig los ist und Eva war im Sommer dort und absolut begeistert. Und das ist das Istra Premium Camping Resort in Kroatien in der Nähe der Stadt Poric. Ist das richtig gesagt, Poric? Ich weiß immer nicht, wie diese ganzen Orte ausgesprochen werden. Aber genau, das ist so eins, was uns beiden gut gefällt. Ansonsten bin ich ein großer Fan von Camp Soča, ist eher ein kleinerer Campingplatz in Slowenien, direkt an der Soča.

Und ja, es gibt halt einen Spielplatz und ansonsten nicht viel mehr. Aber dadurch, dass viele andere Familien da sind, ist es mit Kindern echt super. Und die Kinder können halt einfach laufen. Der Zugang zur Soča ist durch ein Tor gesichert und ja, es ist irgendwie einfach Freiheit für die Kinder. Dann mag ich noch den Platz Wilsumer Berge, ist hier bei uns in Norddeutschland oder ja, kurz an der Grenze zu den Niederlanden quasi und einen Platz, der recht viel im Umbruch ist momentan.

Auch viele, viele, viele Möglichkeiten für Kinder, Spielplätze, um die man direkt herumstehen kann, Bademöglichkeiten, mehrere und so super schön weitläufig angelegt. Das finde ich auch toll. Ja, das wären eigentlich so meine Favoriten. Ah genau, und dann noch der Campingpark Südheide in der Lüneburger Heide, den finde ich auch echt richtig schön.

Die haben zwar eine Form von Kinderanimation, aber nicht so mit bunt und verkleideten Leuten und Remi Demi mäßig, sondern da wird dann irgendwie unter Anleitung mal ein Stockbrot gebacken oder irgendwie, ja, dann wird geschnitzt oder solche Sachen werden dort gemacht. Es gibt dort einen Fluss, da kann man auch so Kanutouren noch extern buchen und es gibt für die Eltern einen mega tollen Wellnessbereich. Das finde ich halt auch schön, wenn für alle was geboten wird.

Wenn die Kinder dann mit dem Kanu verschifft werden, können die Eltern sich dann entspannen. Genau, ja, das haben wir dann zusammen gemacht mit dem Kanu und uns dann allein entspannt. Aber ja, das sind so meine Highlights, die mir jetzt im Vorfeld hier so eingefallen werden. Es gibt natürlich noch viele, viele mehr. Aber Eva, erzähl du doch mal, was sind deine? Dürfte ich mal kurz dazwischen. Wir packen natürlich diese ganzen Links und Empfehlungen auch noch mal in die Shownotes.

Ihr müsst jetzt, liebe Hörerinnen und Hörer, nicht alles mitschreiben. Ihr kennt es ja von uns. Die Infos findet ihr dann alle noch mal in der Folgenbeschreibung. Und vielleicht könntet ihr Inke und Eva die Links uns noch mal schicken im Nachgang zur Aufzeichnung. Und wenn euch dann noch weitere Plätze einfallen, die ihr jetzt vielleicht vergessen habt oder die auch empfehlenswert sind, gerne die auch noch mitschicken.

Genau, ansonsten natürlich auch auf jeden Fall die Einladung, auf unseren Kanälen noch mal vorbeizuschauen. Und wenn euch das Thema Familiencamping total interessiert, könnt ihr auch noch mal in unseren Podcast reinhören. Da haben wir die Campingplätze recht ausführlich vorgestellt. Und auf unseren Kanälen berichten wir natürlich auch auf Instagram und Co. immer, wie die Campingurlaube dort so waren. Ja, da gibt es neben den Sachen auf die Ohren noch ein bisschen was zu gucken.

Da packen wir auch alle Links noch mal rein, weil wir machen das ja auch, weil wir eure Kanäle speziell für Familien empfehlen möchten, damit die Leute euch dann auch finden und die ganzen Campingplatzvorstellungen, die ihr auch im Podcast macht, die sind sicher sehr hilfreich, dass man sich das alles noch mal in Ruhe anhören kann. Jetzt aber, Eva, deine Highlights. Ja, Inke stellt mich so da, als ob Natur gar nicht meins ist.

Aber nein, die Party, Eva. Genau, nur Halligalli und blinkende Lichter, nein. Aber es gibt natürlich eine Kombination aus beidem. Und das ist tatsächlich bei meinem Lieblingscampingplatz der Fall. Wir versuchen eigentlich, Plätze nicht mehrfach zu bereisen. Es gibt so viele tolle, deshalb lohnt es sich, verschiedene anzugucken. Aber ja, meine Liebe hat ganz klar einen Platz in der Niederlande verdient, und zwar Berzebülten.

Wunderwunderwunderschön, mitten in der Natur gelegen, nicht parzelliert mit dem Geodreieck gezogen, sondern man ist manchmal ein bisschen höher, manchmal ein bisschen niedriger in so einem Waldgebiet mit einem Fluss dran. Aber zusätzlich ein schönes Schwimmbad, ein super Indoor-Spielplatz. Man kann um Spielplätze drumherum stehen. Es gibt einen abgefahrenen Wasserspielplatz. Wirklich so etwas habe ich noch nirgendwo gesehen. Und halt das Rundum-Programm, aber in der Natur.

Und diese Kombination finde ich halt mega, mega schön. Und auch sonst, wir waren an den verschiedensten Plätzen, die von allem etwas geboten haben. Es gibt natürlich immer diese Standard-Bastel-Angebote, aber was Inke schon sagt, sowas wie Stockbrot, ein Laternenlauf oder sowas alles. Wir waren mal auf einem Platz, da haben die so kleine Holzpferdchen gebastelt mit den Kindern, die dann bemalt werden konnten. Also es gibt verschiedene Möglichkeiten.

Wenn man meine Kinder fragt, dann sind die ganz klar Landal-Park-Fans. Landal hat ja auch verschiedene Campingplätze in ganz Europa. Auch Ferienhäuser oder Ferienparks, aber mittlerweile halt auch immer mehr Campingplätze. Da ist Bolo Bär, absoluter Liebling meiner Kinder. Das ist das Maskottchen der Landal-Kette. Auf jedem der Campingplätze von denen, auf denen wir waren, war es wirklich schön. Also absolute Herzensempfehlung, mag ich sehr. Und wir waren diesen Sommer auf einem Platz.

Da habe ich schon super viel von gehört und wollte es unbedingt ausprobieren. Wir standen in der ersten Reihe am Strand in Bensasil. Das war ein Traum. Also du machst die Türe auf und die Kinder verbringen den ganzen Tag am Strand. Dadurch, dass es Nordsee ist, deutsche Nordsee, gab es halt nur dieses Watt. Das heißt, die Kinder können nicht tief ins Wasser und meine Kleinsten fanden es tatsächlich auch ein bisschen eklig mit dem Schlamm. Das war für mich super.

Wenn man schwimmen möchte, muss man sich vielleicht was anderes suchen. Aber es war ein Traum. Die Abende da, ein Wahnsinnssonnenuntergang. Ich war schon an ganz vielen Orten auf der Welt, aber das habe ich noch nie gesehen. Du sitzt da am Strand, hast diesen unglaublich farbenfrohen Sonnenuntergang. Um dich drumherum spielen die Kinder. Überall holt man seine Campingstühle raus und setzt sich direkt zusammen. War ein Traum. Also so stelle ich mir eigentlich perfekte Campingabende vor.

Jetzt sind ja durchaus auch ein paar Plätze dabei, die in Deutschland liegen. Obwohl Deutschland jetzt nicht unbedingt innerhalb Europas den Ruf hat, das kinderfreundlichste Land zu sein. Wie schätzt ihr das denn ein? Jetzt speziell auf das Campingthema bezogen. Also ich will jetzt nicht mit dem Politikthema anfangen. Das würde den Rahmen sicherlich sprengen. Aber jetzt rein auf Reisen, Camping bezogen. Was habt ihr da für Erfahrungen gemacht? Wo sind Kinder wirklich sehr willkommen?

In welchen Ländern oder vielleicht auch in welchen speziellen Regionen? Wo können die sich auch frei entfalten? Vielleicht außerhalb der Campingplätze in Restaurants oder am Strand oder was auch immer man da vielleicht noch an Ausflügen machen möchte. Also für mich ist Deutschland ganz klar ein Campingland. Nicht zwingend ein Familiencampingland, muss ich wirklich sagen. Da muss man sehr gut suchen. Es gibt tolle Familienplätze. Aber rar gesät.

Also dass da mal ein Spielplatz ist auf einem Platz, ist wirklich eine Ausnahme. Ja und ich bin ja so ein Grenzkind. Ich wohne direkt an der niederländischen Grenze. Für mich bin ich auch schneller in den Niederlanden als in irgendeiner großen deutschen Stadt. Und wenn man Familiencamping machen möchte, kommt man da nicht drumherum. Also die Plätze sind genau dafür ausgelegt. Das Land hat da einfach ein Händchen für. Die machen das über Generationen.

Ich glaube, die leben und lieben dieses Konzept mit Kindercampen auch. Die meisten, die da sind, sind selber schon als Kinder auf Campingplätzen unterwegs gewesen. Es gibt viele tolle Länder zum Campen. Aber wenn man wirklich Familiencamping high class, und zwar in jeder Art und Weise, also ob Natur oder blinkende Lichter erleben möchte, kommt man um das Land nicht drumherum. Mein absolutes Lieblingscampingland in Europa.

Und grundsätzlich ist es finde ich auch so, dass in den Niederlanden Kinder einfach selbstverständlicher dabei sind. Hier ist es häufig so, dann gibt es einen Extrabereich, da können dann die Kinder spielen, während die Eltern im Restaurant sitzen. Und dort ist es so, die Kinder gehören einfach mit dazu. Das ist so ein Grundsatz in der Mentalität, der sich natürlich auch auf den Urlaub auswirkt und das deutlich angenehmer macht. Ich wohne ja halt in Deutschland, das wird euch überraschen.

Darum habe ich jetzt auch Plätze ausgesucht, die in Deutschland schön sind. Aber ansonsten würde ich mich Eva anschließen, dass man da doch etwas länger suchen muss, um dann auch wirklich dieses Flair zu haben. Und was die Großplätze angeht, gibt es noch einen ganz großen Punkt. Da ist es häufig auf den deutschen Plätzen so, dass halt alles extra kostet, während in den Niederlanden alles inklusive ist. Und das macht natürlich, gerade wenn man mit vielen Kindern unterwegs ist, super viel aus.

Muss ich immer noch für das Schwimmbad extra bezahlen und alles Mögliche. Das heißt also, da wirbt dann Platz damit, dass es Kinderanimation, Schwimmbad und Indoor-Spielplatz und so weiter gibt. Und ich muss dann extra dafür pro Kind, oder wie muss ich mir das vorstellen, bezahlen? Pro Kind und pro Zeit, genau. Also dann hat man ein Schwimmbad, da darf man dann zwei Stunden drin sein. Zahlt pro Person für diese zwei Stunden.

Und ich weiß, du hast keine Kinder, aber stell dir vor, neben dir, mit deinen nassen Sachen, wo du dich rauspelzt und dich dann wieder unter Stress in deine Klamotten reinpelzt, das mal fünf. Und zwar nicht mal fünf, die alle kooperativ sind, sondern auf Druck sind Kinder nicht kooperativ. Das macht halt puren Stress. Das wird vorher auch gesagt. Also es ist nicht so, dass man auf diese Plätze kommt und sich denkt, oh Überraschung, das kostet Geld.

Aber für mich ist es halt ganz klar ein Punkt, wir sind so Wochenend-Camper, auch ganz, ganz viel. Und wenn ich mit meinen fünf Personen, die wir sind, auf einen Campingplatz in den Niederlanden fahre, dann habe ich da, sagen wir mal, auf so einem High-End-Campingplatz, zahle ich für das Wochenende, Strom inklusive, Schwimmbad inklusive, Indoor-Spielplatz inklusive, Wasserabwasser auch inklusive, 150 bis 200 Euro. Da ist dann alles drin.

Wenn ich mit meinen fünf Leuten einmal in den Indoor-Spielplatz gehe, in Deutschland, und wir sind zu Hause geblieben, zahle ich pro Person 10 Euro. Gehe ich in den Schwimmbad, zahle ich pro Person 12 Euro. Und dann sind wir aber nur für eine begrenzte Zeit da, haben da nicht übernachtet, hatten keinen Spielplatz vor Ort. Zu Hause hat trotzdem der Rasenmäher auf mich gewartet. Und deshalb ist es für mich halt ganz, ganz klar so eine Sache, ich bin dann raus. Ich bin dann raus aus dem Alltag.

Ich bin komplett in der Entspannung. Die Kinder können, ohne dass ich darüber nachdenke, dass wir nochmal zwei Stunden ins Schwimmbad gehen und dann nochmal das Geld für bezahlen. Schwimmen gehen so oft sie wollen, Indoor-Spielplatz machen so oft sie wollen, Animationen teilnehmen, Kinderdisco. Ich zu Hause biete meinen Kindern zumindest nicht jeden Abend hier, wir tanzen jetzt eine halbe Stunde zu irgendwie Kindermusik. Die stehen da aber sehr drauf. Für mich ist das eine Option.

Und dass ich nicht dafür extra bezahlen muss, sondern ganz klar weiß, auf welchen Preis ich mich einlasse, macht für mich diese Planung viel, viel angenehmer. Ja, dem kann ich mich anschließen. Das finde ich auch wirklich einen Punkt, das würde ich mir sehr wünschen, dass deutsche Plätze da vielleicht ihr Konzept auch mal überdenken und das eventuell auch so anbieten. Also ein klassisches Beispiel dafür ist zum Beispiel das Südseekampf, wo das Schwimmbad ja auch extra kostet.

Und das wäre doch schön, wenn es das irgendwie nach diesem niederländischen Modell gäbe. Und das ist ein tolles Schwimmbad. Wir waren auch da. Die haben einen tollen, niegelnagelneuen Indoor-Spielplatz. Die haben einen Wahnsinns-Schwimmbad. Das heißt nicht, dass diese Sachen schlecht sind. Nur ich bin, sagen wir es vielleicht so, ich bin verwöhnt von den Niederlanden durch diese All-Inclusive-Sache, dass dann auch so ein bisschen die Sparmaus rauskommt. Und ich sage, boah, nee.

Also dann da noch extra und hier noch extra. Es gibt auch Plätze in Deutschland, wo Dinge inklusive sind. Aber ich habe so das Gefühl, in Deutschland ist man mehr dazu übergegangen zu sagen, nee, ich biete hier extra an, also musst du auch extra bezahlen. Vielleicht sind da auch so Leute wie wir ein bisschen schuld, die dann sagen, ja, dann müssen wir ja für Sachen bezahlen, die wir gar nicht nutzen. Das kann natürlich auch sein. Also wir sagen das jetzt nicht zu den Campingplatz-Betreibern.

Aber es kann ja durchaus auch sein, dass die vielleicht oft gehört haben, nee, ich nutze ja euer Schwimmbad gar nicht. Dann komme ich jetzt nicht mehr, weil es mir alles zu teuer ist, wenn ich das alles mitbezahlen soll. Keine Ahnung. Aber ich wusste das nicht. Ich finde das irgendwie total merkwürdig, weil die Sachen sind ja da. Und klar, die müssen unterhalten werden.

Aber wäre ja irgendwie viel einfacher, das dann in so eine Pauschale mit einzupreisen, damit die Leute halt irgendwie auch eine klare Sicht darauf haben, was der Urlaub dann am Ende kosten wird. Und dann auch nicht immer den Stress mit den Kindern zu haben. Stell dir mal vor, wenn das Kind gerade mitten am Spielen ist und dann sind die zwei Stunden vorbei, dann musst du das da rausziehen wie so eine kleine Bisamratte. Das ist ja furchtbar. Ja, genau. Das ist halt der Fall.

Und ja, ich verstehe diesen Gedanken, dass manche Leute da auch hingehen und die Angebote nicht nutzen. Aber dann muss ich mir überlegen, wer meine Zielgruppe ist. Entweder fasse ich das so weit auf, dass ich sage, okay, du kannst hier einen All-Inclusive-Pass buchen und dann kannst du das nutzen. Oder du buchst das halt nicht und zahlst das extra.

Ich würde mich für mich persönlich und für meinen Seelenfrieden und für keine Diskussion über irgendwas immer auf dieses All-Inclusive-Paket einlassen. Aber ich würde das halt auch nutzen. Das ist auch eine gute Idee, dass man es optional macht. Dass die Leute, die es halt nutzen wollen, dann wirklich so ein Paket buchen können zum Preis X. Und die, die es nicht nutzen wollen, die bezahlen halt einfach nur ihren Stellplatz und ihre Personenzahl und die anderen Services.

Ihr habt jetzt über Niederlande ganz viel gesprochen. Habt ihr auch Erfahrung in südlichen Ländern, also Spanien, Italien mit dem Thema Kinderfreundlichkeit? Weil da habe ich so das Gefühl immer, wenn wir auf Plätzen sind, dass da wirklich Familiencamping gelebt wird. Und da heißt Familiencamping nicht Papa, Mama oder Mama, Mama, Papa, Papa und zwei Kinder. Sondern da ist dann noch die Oma dabei und der Opa und der Cousin von den Kindern.

Und da hast du dann halt irgendwie auch schon mal gerne zehn Leute auf so einer Parzelle. Ja, also wir waren in Kroatien auf dem Campingplatz Mont Perrin. Ein super schöner Platz, den ich echt sehr empfehlen kann. Leider für Kinder, finde ich, erfüllt er meine Kriterien nicht so. Weil wenn man dort steht, wo es so richtig, richtig schön ist, ist der Spielplatz recht weit weg. Das heißt, dieses Freilaufenlassen ist mit kleineren Kindern eher schwierig.

Aber da waren viele Menschen aus anderen Ländern auch in unserer Umgebung und zum Beispiel auch viele slowenische Familien, die wirklich mit ihrer gesamten Großfamilie da waren. Das war wirklich toll. Und ja, ich glaube, das ist generell einfach so ein Mentalitätsding. Die Deutschen sind ja doch eher so, dass die in ihrer Kleinfamilie bleiben und viele andere Kulturen eher mit Kind und Kegel reisen. Und das spiegelt sich natürlich dann auch auf den Campingplätzen wieder, gerade in Italien.

Das habe ich selber noch nicht miterlebt. Aber wenn es da um diesen Ferragosto geht im August, wo irgendwie dieser Feiertag ist, dann sind ja ganz viele mit ganz vielen Tante, Onkel und Verwandten unterwegs. Und ja, das ist natürlich dann eine ganz andere Selbstverständlichkeit von Familienzusammengehörigkeit auch. Wobei ich finde, dass dieses Thema Großfamilie, ich bin komplett bei dir, Inke, wir leben alle in unserem kleinen Familienkonstrukt, ohne Opa, Onkel, wen auch immer noch mit dabei.

Aber ich habe das Gefühl, dass die Campingplätze sich auch immer mehr auf diese Situation ausrüsten. Also sagen wir mal, Ferienhäuser werden mittlerweile auch größer, dass du da auch mit zehn Leuten rein kannst oder so. Und dann auch so mit zehn Leuten, dass Kinder bei diesen zehn Leuten mit eingezählt wurden. Also dass es spezielle Kinderzimmer oder sowas gibt. Und auch sonst finde ich, wenn man in den Süden fährt, ich glaube, das macht die ganze Mentalität.

Ich glaube, dass es gar nicht so viel mit Kindern zu tun hat, sondern mit der Grundmentalität. Ich war Ewigkeiten in Portugal als Familienurlaub und wir waren jetzt auch auf Elternzeit mit meinem ersten Kind in Portugal. Das war einfach ein Traum. Also da runter Algarve und so. Die Leute lieben Kinder, habe ich das Gefühl. Es ist alles so danach ausgerichtet. Es gibt auch überall die Spielplätze.

Aufgrund der Wettersituation ist es so, dass abends ja diese ganzen Spielplätze proppevoll sind, weil die ja zur Mittagszeit in der krassen Sonne nicht spielen können. Finde ich super angenehm. In Italien ist auch ganz viel darauf ausgelegt. Die Kroaten, wo wir waren, fand ich auch mega herzlich mit den Kindern. Also ich habe ein bisschen das Gefühl, wenn man Richtung Süden geht, werden die Leute offener. Ich glaube aber, die werden grundsätzlich offener.

Ich glaube nicht, dass das kinderfreundlicher in dem Sinne ist, sondern einfach menschenoffener. Ja und auch mehr Leben draußen. Also in Deutschland fokussiert sich ja sehr viel Leben, kann man ja bei sich selbst beobachten, auf die Kernfamilie, auf den Kernfreundeskreis. Man macht viel zu Hause. Und in den Ländern, die natürlich auch klimatisch anders aufgestellt sind, spielt sich ja auch viel mehr an Leben draußen ab.

Da siehst du die Leute vor der Tür sitzen, da sind die Menschen einfach miteinander. Da ist auch, egal wie arm oder reich eine Gesellschaft ist, hat auch auswärts essen einen ganz anderen Stellenwert, was wir ja sehr selten machen in Deutschland eigentlich. Und da sind dann natürlich immer die Kinder und auch Freunde und Verwandte mit dabei. Aber habt ihr mal beobachtet, wie sich das Campingleben, egal wo man ist, verändert, wenn es regnet oder wenn das Wetter gut ist?

Ja. Also wir hatten ja jetzt diesen verregneten Sommer da in Slowenien und wir waren mit Freunden zusammen unterwegs, mit einer befreundeten Familie und haben dann noch Gäste dazu bekommen. Also wir hatten wahrscheinlich schon fast so ein italienisches Modell, was unsere Reisegruppe angeht. Aber wir haben halt kaum andere Leute gesehen, weil es immer geregnet hat zu der Zeit und dann bleibt jeder irgendwie in seinem Zelt oder Vorzelt.

Später, als das Wetter gut wurde, waren die Kinder nur draußen unterwegs, haben direkt Freunde gefunden. Kommen die raus wie die Ameisen alle. Es ist wirklich ein völlig anderes Leben, je nach Wetter. Und dann haben wir jetzt hier in Deutschland einfach vielleicht mehr verregnete Tage, als das dann irgendwie im Süden ist. Dadurch mag sich das auch noch mal auswirken, könnte ich mir vorstellen. Das Wetter hat ganz viel Einfluss auf die Kultur.

Ich habe da schon ganz oft mit Halil drüber gesprochen auch, in welchen Lebensbereichen sich das Wetter überall niederschlägt, ohne dass man das bemerkt. Aber das wird jetzt ja auch zu weit führen. Gucken wir noch mal beim Thema Wetter vielleicht auf schöne Reiseziele für verschiedene Jahreszeiten. Also jetzt ist ja schon das Jahr ein bisschen am Ausklingen. Wir hatten jetzt doch noch Glück mit dem Wetter. Aber was würdet ihr denn z.B. für den Herbst empfehlen und für den Winter?

Also ich würde sagen, dass gerade mit Familien das Wetter und die Saison noch eine etwas größere Rolle spielt, weil schlechtes Wetter bedeutet, wir färchen uns auf unseren kleinen Wohnwagen inklusive Vorzelt zusammen. Und es ist zwar schön, ich verbringe auch gerne Zeit mit meiner Familie, aber nach zwei Wochen auf, was haben wir da, 25 Quadratmeter vielleicht, ist es halt ein bisschen anstrengend.

Deshalb würde ich sagen, bei schönem Wetter kann man freier sein in seiner Campingplatzwahl, wenn man als Familie unterwegs ist, weil man eh viel draußen ist und weil man eh viel unterwegs ist und das Angebot da wahrnimmt. Sobald das Wetter schlechter wird, sollte man mehr Angebot vor Ort haben, also überdachtes Angebot, sind wir wieder bei Spielplatz, Schwimmbad etc. mit Indoor-Spielplatz und sowas. Finde ich angenehmer, weil die Kinder durchaus einen Bewegungsdrang haben.

Ich könnte mich auch zwei Wochen irgendwie im Wohnwagen verziehen und ein Buch nach dem anderen lesen, fände ich schön. Ich habe schon lange nicht mehr so ausgiebig gelesen, das macht die Situation mit Kindern so, aber das würde mich nicht stören, wenn es dann dann regnen würde. Mit den Kindern geht das nicht. Ich muss denen diesen Bewegungsfreiraum bieten und dementsprechend buchen wir auch ganz, ganz klar bei unterschiedlicher Saison unterschiedliche Plätze.

Je schlechter das Wetter, desto mehr überdachtes Angebot. Das ist meine Herangehensweise. Und was ist bei euch so mit Dingen, die sich außerhalb der Plätze abspielen? Also jetzt zum Beispiel Geschichten wie Museen, Thermalbäder, die vielleicht im Ort oder im Nachbarort angeboten werden, wo man ja, wenn man einen Wohnwagen hat, auch schnell mit dem Zugfahrzeug mal vom Platz kommt. Oder auch anderes Kulturprogramm für Kinder, irgendwelche Geschichten, die sich angucken können.

Spielt das für euch auch eine Rolle oder ist das eher wirklich bei euch so, oder im Winter Skifahren zum Beispiel, spielt sich bei euch das Leben tatsächlich dann hauptsächlich auf den Campingplätzen ab? Nein, also es ist so, dass das Angebot drumherum für mich nicht saisonabhängig ist. Also klar, wenn man Ski fährt, sollte man natürlich zu einem Zeitpunkt und auch zu einem Ort gehen, wo das möglich ist.

Aber so prinzipiell Ausflüge kann ich machen bei strahlendem Sonnenschein, aber auch bei richtig schlechtem Nieselregen oder was weiß ich. Der Platz ist da für mich relevant. Was die Ausflugsziele angeht, ist für mich die Dauer des Urlaubs relevant. Also für ein Wochenende bleiben wir tatsächlich auf dem Platz. Das macht für uns alle das Ganze entspannter. Bei einem langen Wochenende sitzt ein Ausflug drin. Ab einer Woche sitzen mehrere Ausflüge drin. So als persönliche Planung in dem Sinne.

Und da ist es aber, natürlich sind die Ziele wetterrelevant, aber sonst der Ausflug an sich und die Häufigkeit der Ausflüge hat für mich nichts mit Saison zu tun. Bei uns ist es ein bisschen anders. Wir machen es so in den großen Urlauben, also in den großen Ferien, Ostern, Sommer, Herbst, schauen wir eigentlich, dass wir so jeden zweiten Tag einen Ausflug machen und dann immer das, was die Region so bietet.

Jetzt hatten wir zum Beispiel einen Urlaub auf Rügen, über den ich schon sehr oft erzählt habe. Da war ich sehr froh, dass es viele Möglichkeiten gab, was man dort bei schlechtem Wetter auch machen konnte, weil wir einfach auf unserem Platz wenig Möglichkeiten gehabt hätten. Und das ist natürlich super ärgerlich.

Jetzt in Slowenien, als es im Sommer so viel geregnet hat, da gab es echt einfach kaum etwas, das man machen konnte bei Regen, weil das alles so Outdoor-Aktivitäten sind, die dort angeboten werden. Und so eine Wanderung bei Regen macht einfach nicht so viel Spaß für Erwachsene schon. Und wenn man dann noch schlecht gelaunte Kinder dabei hat, ist es echt schwierig. Dann hatte ich tatsächlich für die Therme Kärnten ein Ticket gebucht.

Und das war ausgerechnet dann der einzige Tag, wo die Sonne schien. Das haben wir dann verfallen lassen. Jetzt haben wir einen Gutschein, den müssen wir jetzt demnächst nochmal einlösen. Aber das spielt natürlich eine Rolle. Ich suche mir mein Ziel nicht nach der Saison aus, aber meinen Ausflug in dem Moment passe ich natürlich ganz klar dem Wetter an. Wie Inke sagt, jetzt ist ein Tag schön, jetzt habe ich unbeständiges Wetter.

Dann mache ich natürlich den Ausflug, der für schönes Wetter geeignet ist, dann. Und bin dann auch so flexibel. Als Familie muss man sowieso... Ich sage, ich habe gerne einen Plan und dann improvisiere ich. Läuft in allen Lebensbereichen. Überall einsetzen, diese Herangehensweise. Wenn ich euch jetzt frage, welche Ziele... Ihr müsst jetzt sofort euch für etwas entscheiden. Jetzt noch für den Herbst, dann für den Winter, dann für das Frühjahr und dann für den Hochsommer.

Was wären da so eure Wunschregionen? Wir sind ja gerade selbst am Überlegen und Planen schon für nächstes Jahr. Aber im Herbst auf jeden Fall irgendwo, wo es warm ist, um mir den Sommer zu verlängern. Da kommt im Prinzip Kroatien, Italien, Frankreich in Frage, weil es für uns in Fahrreichweite ist. Im Sommer darf es gerne auch was anderes sein, wenn das Wetter gut ist, was ich dann bestellen würde. Da würde für mich die deutsche Ostsee gehen, Niederlande oder Dänemark.

Und für Ostern hatte ich letztes Jahr so schön gedacht, man könnte das so ähnlich machen wie im Herbst und nach Kroatien fahren oder so. Da aber dort so wenige Schlechtwetteroptionen sind, ist für mich der Ostercampingland eigentlich eher die Niederlande, weil es dort überall Indoor-Möglichkeiten gibt. Und hat sie Winter schon gesagt? Im Winter bin ich nicht im Zelt, sondern in meinem Haus. Okay, verstehe ich.

Ich könnte euch jetzt spontan, auch wenn es heute stürmt und ein bisschen regnet, für den Herbst noch die Kamarg empfehlen. Da sind wir nämlich gerade. Da soll es nächste Woche wieder richtig tolles Wetter werden, falls ihr sehr spontan unterwegs sein möchtet. Für mich geht es nächste Woche nach Frankreich. Also schauen wir mal. Genau, erzähl doch mal deine Optionen.

Also wir sind ganzjährig unterwegs und sind in den Schlechtwetterzeiten tatsächlich Richtung Niederlande unterwegs, weil du kannst natürlich Glück haben, wenn du in den Sommer oder in den Süden in den erhofften Sommer fährst, im Herbst oder im Frühjahr. Wenn du aber Pech hast, dann sitzt du da und dann regnet es die ganze Zeit und das ist eine wunderschöne Sache, wenn schönes Wetter ist. Wenn da aber die ganze Zeit Niesel und 10 Grad ist, dann bist du aufgeschmissen.

Also das Angebot ist da einfach nicht für da. Und dann nehme ich lieber das schlechte Wetter in Kauf mit, es könnte ja besser werden, habe dafür aber Angebote, die Schlechtwetter geeignet sind und suche dafür Richtung Sommer dann andere Sachen. Wir hatten jetzt alle, fast egal wo in Europa, einen interessanten Wettersommer, würde ich mal sagen. Aber alles möglich, egal wo man war und zwar in den Extremen, das heißt man kann sich da natürlich nicht drauf verlassen.

Trotzdem gehe ich davon aus, dass Richtung Sommer die Temperaturen natürlich ein bisschen angenehmer sind. Ich bin kein Sommer in Kroatien, Italien etc. Fan, bei 34 Grad sind einfach echt eine harte Nummer und ich möchte dann gerne irgendwie am Pool liegen und einen Cocktail trinken, sitze mit den Kindern aber nicht drin, die wollen die ganze Zeit Action und da bin ich zu 34 Grad einfach nicht in der Stimmung.

Wir werden gucken, dass wir unsere Sommerreisen Richtung näheres deutsches Umland machen. Ostsee Polen hätte ich Lust, Österreich hätte ich Lust, Atlantikküste Frankreich hätte ich Lust, also sowas wo es schön sein kann, Skandinavien auch, aber nicht 34 Grad, wenn es schön ist, sondern 30 Grad irgendwie einen Deckel drauf und 30 Grad vielleicht

auch nicht so oft. Ich habe auch kein Problem damit mir ein Jäckchen drüber zu ziehen, wenn es nicht nass ist und die Kinder nicht ständig umgezogen werden müssen, bin ich mit der Wettersituation total fein. Winter, ich bin ja so ein Mensch, ich würde sehr, sehr gerne im Schnee campen, mein Mann ist da gar kein Freund von. Wir überreden, oder ich überrede ihn seit Jahren und wir kommen der ganzen Sache näher, wir waren früher Saisoncamper, das sind wir nicht mehr, das habe ich schon geschafft.

Jetzt geht es immer ein bisschen mehr Richtung Skigebiete. Mal gucken, in wie vielen Jahren ich ihn dazu habe, dass wir dann tatsächlich im Schnee stehen können. Wenn es dann noch Schnee gibt in den Skigebieten. Ja, habe ich auch gerade gedacht. Das heißt, ich muss jetzt schneller mein Tempo anziehen, damit da noch was wird. Du solltest deinen Mann schneller überzeugen, weil ich fürchte, dass sich da viel tun

wird. Wir haben ja auch so halb scherzhaft und halb im Ernst immer gesagt, wir wissen gar nicht, wo wir jetzt im Herbst hinsollen, weil entweder es brennt oder es ist überschwemmt in den Gebieten, in die wir fahren wollten. Stichwort Griechenland, Italien, auch Österreich war ja betroffen teilweise. Das war wirklich sehr, sehr heikel dieses Jahr und ich fürchte, das wird wahrscheinlich die nächsten Jahre nicht besser werden.

Diese Reisezielempfehlungen, die wir jetzt gehört haben, die sind natürlich nicht mehr so verlässlich, wie nur vor 20 Jahren, wo man so ziemlich davon ausgehen konnte. Sommer da und da hat so und so viel Grad und im Herbst regnet es so ungefähr. Ja, absolut bin ich ganz bei dir. Es wird alles immer unbeständiger. Deshalb muss man sich natürlich die Möglichkeiten aussuchen.

Ich hoffe aber trotzdem, dass so der Grundplan noch funktioniert und die Sachen, die da Richtung Gardasee waren, mit den Hagelkörnern, die Tennisball groß waren, dass sowas eine Sache ist, die vielleicht in den nächsten 10, 20 Jahren nicht mehr wiederkommt. Ich glaube nicht dran, aber ich hoffe es schon sehr, dass das eine einmalige Sache war. Ich bin da nicht so sicher, aber wechseln wir das Thema. Auch das würde jetzt hier zu weit führen.

Mich würde jetzt nochmal interessieren, was ich so einplanen muss an Budget für einen familienfreundlichen Campingplatz von bis, also mir ist natürlich klar, jeder Platz unabhängig von der Personenzahl. Du hattest vorhin schon mal eine Zahl genannt für so einen High-End-Platz in den Niederlanden. Bei Inke wird es wahrscheinlich ein bisschen günstiger sein, weil so wie ich verstanden habe, suchst du ja eher die etwas naturnäheren

Plätze auf. Aber könnt ihr mal sagen, ungefähr in verschiedenen Ländern, die ihr bereist habt, was man da im Schnitt mindestens rechnen muss für so eine Konstellation, wie ihr die habt, also mit mehreren Kindern? Also ich habe letztens gerade ausgerechnet, was unser Slowenien-Urlaub gekostet hat. Ich bin mit Zahlen nicht so gut, darum weiß ich jetzt leider nicht mehr die einzelnen Campingplätze, was sie gekostet haben.

Aber wir haben für sechs Personen, heißt zwei Erwachsene, zwei sehr hungrige Teenager und zwei normalessende Kinder inklusive Lebensmittel, die Campingstellplätze, Ausflüge, wir haben noch so ein Rafting gemacht, waren auch mal im Restaurant zwischendurch und haben da für zwölf Tage waren wir, glaube ich, insgesamt unterwegs 2600 Euro bezahlt für alles. Das ist, glaube ich, für einen Urlaub mit so vielen Leuten, gerade im Vergleich zu anderen Reiseformen, recht günstig.

Wir haben aber gerade zum Beispiel auch für die nächsten Sommerferien

geschaut. Ich habe ja eben schon gesagt, mir gefällt der Campingplatz Montperin, gefällt mir persönlich für mich selber eigentlich so am besten, weil man da auch in der ersten Reihe am Meer stehen kann und da wären wir jetzt aktuell bei 200 Euro pro Nacht, die wir dort übernachten würden, also die wir dann zahlen würden und es ist wirklich sehr schön da, aber dafür, dass man halt irgendwie keinen Spielplatz direkt vor Ort hat und die Kinder die ganze Zeit an uns kleben werden, die beiden kleinen

sind wir uns gerade noch nicht so einig, ob wir das machen. 200 Euro ist schon echt ein krasser Preis, finde ich. Aber ja klar, mit so vielen Leuten. Aber da muss ich halt dazu sagen, es gibt ja auch deutlich günstigere Stellplätze. Das ist halt mein Spiel, dass ich ja immer in der ersten Reihe direkt am Meer sein will, ohne Zaun, mit direktem Strandzugang. Da gibt es eh schon sehr wenige Optionen. Wer noch eine Option kennt, ich wäre gerne bereit, die zu wissen.

Aber ja, das ist so ein bisschen problematisch immer. Also es geht auch günstiger. Wir haben tatsächlich mal eine Challenge gemacht mit MyCabin. Das ist so ein Anbieter, der so Privat Stellplätze anbietet. Mit fünf Personen ohne Essen. Ich wollte eigentlich mit essen, aber meine Community hat gesagt, Essen muss man auch zu Hause, das darf nicht in den Preis rein, um das realistisch zu halten.

Waren wir für ein Wochenende für 100 Euro unterwegs, inklusive Sprit, inklusive zwei Übernachtungen, inklusive Ausflüge. Und wir sind aus der Nummer rausgegangen mit 85 Euro, die wir bezahlt haben. Für fünf Leute wohlgemerkt. Das geht auch. Und wir hatten es wunderschön. Wir standen auch an einem Spielplatz. Wir haben Ausflüge gemacht. Dann halt eher so mit Fahrrad und Richtung Baggersee und so, aber funktioniert

alles. Ich würde sagen, bei der Kategorie, die ich ganz gerne habe, liege ich für eine Nacht mit fünf Leuten. Strom inklusive, Wasser inklusive, Abwasser inklusive. Das ist so das, was ich ganz gerne habe. Ich habe das gerne alles direkt am Platz. Das macht für mich die ganze Nummer einfacher. Bei so zwischen 50 und 80 Euro. Je nach Saison. Je nach Platz. Je nach Angebot. Aber das ist so der Standard. Den teuersten Platz, den wir gebucht haben, war Kroatien. Auf dem Istra Premium Camping. Zweite

Reihe mehr. Hochsaison. Sommerferien. Mit einem Angebot, was seinesgleichen sucht. Also da sind wir auf Robinson-Club Niveau, was da alles das Angebot ist, waren 180 Euro. Pro Nacht. War es wert. Muss ich sagen, war es wert. Bin ich aber zukünftig eigentlich nicht bereit zu zahlen. Aber ich wollte das einmal gemacht haben und ich wollte das einmal erleben. Auch da auf dem Platz gibt es sehr viel günstigere Plätze. Sehr viel kleinere Stellplätze. Sehr viel

weiter weg vom Meer. Also auch da kann man sich natürlich die verschiedenen Möglichkeiten aussuchen. Und das ganze tolle Angebot, was sie haben, kann man ja trotzdem nutzen. Aber so ein bisschen Glamping finde ich halt auch nicht so verkehrt und mag ich schon ganz gerne. Hat man vielleicht noch gar nicht gemerkt. Und man muss halt für manches Geld

ausgeben. Und wenn ich überlege, hatte ich ja vorhin schon, ich gehe in den Indoor-Spielplatz und in das Schwimmbad am Wochenende, bin ich halt mit fünf Leuten auch echt viel Geld los. Und wenn ich da die 50 Euro habe, in denen ich übernachte und das ganze Angebot habe, das habe ich auch locker, wenn ich in den Indoor-Spielplatz gegangen bin. Und da habe ich nirgendwo übernachtet und keinen drumherum gehabt. Ich glaube, man kann zusammenfassend ganz gut sagen, dass es halt, man kann schon

für jedes Budget was finden. Und natürlich ist es so wie überall im Leben, wenn ich die absolute Premium-Luxus- Kategorie haben möchte, dann zahle ich halt auch entsprechend dafür. Also diese erste Reihe am Meer, das wollen halt alle. Und ich kann die Platzbetreiber verstehen, dass die sich das auch entsprechend bezahlen lassen, solange sich jemand findet. Und das ist immer so ein bisschen, oh ja, das ist so unverschämt teuer. Ja, ist es auf der

einen Seite. Andererseits glaube ich, wenn es dein Campingplatz wäre, würdest du es nicht anders machen. Ja, und man muss ja ehrlicherweise sagen, dass gerade Kroatien, die ja jetzt einen irren Preissprung hatten in den letzten Jahren, aber die haben natürlich auch sehr viel investiert in ihre Plätze, anders als in anderen Ländern, weil das ja auch in Kroatien regierungsseitig gewünscht ist, den Campingtourismus weiter

auszubauen und zu fördern. Und die haben natürlich auch dann durchaus Geld in die Hand genommen. Und wenn ich jetzt höre, was es da für Angebote gibt, ich meine, das ist für uns jetzt nicht relevant, aber das ist natürlich schon ein Niveau, was man jetzt nicht unbedingt überall findet. Und ja, das wird Geld kosten und es gibt immer noch genug Leute, die bereit sind, auch das Geld dafür hinzulegen.

Und spätestens, wenn die Gäste wegbleiben, dann werden die sich mit den Preisen halt was überlegen müssen, denke ich mal. Was mich jetzt noch interessieren würde, ach so, du wolltest dazu noch was sagen, Eva? Ja, wir vergleichen ja hier Campingreisen. Die Alternative ist, dass wir andere Arten von Urlaub

machen. Und ich meine nur, dass auf diesem Platz in Kroatien, wo wir waren, hätten wir uns da für unsere Familie für genau den selben Zeitraum so ein Bungalow genommen oder sowas, die es da auch gab, hätten wir an das Fünf-, Sechsfache von der Nummer gezahlt. Also muss man auch nicht tun, aber

ist halt die Alternative. Und wir haben mal gegengerechnet, in unseren ersten zwei Jahren, die wir unseren neuen Wohnwagen, wir campen schon lange, aber in unserem neuen Wohnwagen, den wir neu gekauft haben, haben wir den refinanziert, so mehr

oder weniger. Ich habe gegengerechnet, wenn wir exakt denselben Urlaub gemacht hätten, diese gesamten Plätze, auf denen wir waren, in der Kategorie ohne Camper, einen Safari-Zelt, einen Bungalow, ein Mobilheim, was auch immer angeboten wäre, dann hätten wir so viel gezahlt oder so viel mehr gezahlt, dass sich dieser Wohnwagen schon ausfinanziert hätte. Und wir hätten nicht so viel Urlaub gemacht ohne Wohnwagen. Auch das sage ich ganz klar. Aber wir haben

ihn gemacht. Wir haben diese Erfahrung gesammelt. Wir haben diese Zeit gehabt. Also kann ich das für mein Gewissen ganz gut gegenrechnen. Und für uns ist jetzt jeder Urlaub, den wir zukünftig mit dem Wohnwagen machen, ein Gewinngeschäft, weil wenn wir das stattdessen in einem Bungalow machen würden, würden wir halt mehr zahlen. Das ist eine schöne Rechnung

eigentlich. Das sollten viel mehr Leute machen, die so lange hadern mit sich, ob sie sich jetzt ein eigenes Fahrzeug kaufen sollen oder nicht. Finde ich echt gut, ja. Wobei man da natürlich auch ehrlich dazu sagen muss, man muss das Geld halt auch erstmal haben. Also jetzt sind wir alle in der komfortablen Lage in dieser Situation zu sein, dass wir das machen können. Aber es gibt natürlich auch Menschen, die das nicht einfach so können.

Es ist nicht immer alles möglich, nur weil es für uns möglich ist, nicht für alle möglich. Das muss man ja ehrlich dazu sagen. Da haben wir eine schöne Folge für Low Budget Camping für Familien aufgenommen. Welche Möglichkeiten haben wir uns auszustatten? Auch das ist natürlich relevant, bevor man überhaupt losgeht. Welche Ziele gibt es? Worauf achte ich gegebenenfalls bei Strecke, bei Sprit etc.?

Wer also da gegebenenfalls darüber stolpert, hätte da eine Möglichkeit, sich vielleicht ein paar Tipps mitzunehmen, weil wir haben jetzt, was haben wir gehört? Jede fünfte, jede sechste Familie kann sich keinen Urlaub leisten, was ich ganz, ganz tragisch finde. Es gibt Möglichkeiten auch für sehr viel günstiger unterwegs zu sein. Es sollte niemand drauf verzichten müssen. Ja, kostet alles Geld, aber es gibt auch Möglichkeiten, dass man nicht für 180 Euro die Nacht irgendwo steht.

Das ist definitiv kein Muss. Also ich sage mal so, wir selber jetzt ohne Kinder, aber wir stehen jetzt auch nicht auf Plätzen, auf denen man das hinlegen müsste. Da gibt es dann halt weniger für Kinder. Aber das ist auch was, wo ich jetzt gleich noch zum nächsten Thema einmal springen würde. Es gibt ja trotzdem immer sehr viele Beschäftigungsmöglichkeiten, die man auf dem Platz und drumherum

hat. Und da würde mich mal interessieren, da ist ja jetzt schon mehrfach durchgeklungen, dass das bei euch so ein bisschen unterschiedlich gelagert ist. Deswegen will ich jetzt mal Inke zuerst ansprechen, weil ich glaube, dass ihr sehr viel so Outdoor-Aktivitäten und solche Geschichten macht, also Natur- Erlebnisse sozusagen. Kannst du da ein bisschen was drüber erzählen? Also das wächst so ein bisschen mit dem Alter der Kinder. Ich bin ja begeisterte Radfahrerin. Traurige Hörer und Follower

wissen das. Ich fahre super gerne Fahrrad und wir versuchen auch mit den Kindern verschiedene Radtouren zu machen, was halt dann natürlich mit einem Vierjährigen manchmal nicht ganz so viel Spaß macht, wie mit dem Zwölf- und Dreizehnjährigen, mit denen man irgendwelche Mountainbike-Touren machen kann. Wir haben jetzt in Slowenien mehrere Wanderungen gemacht. Das funktioniert immer besser, auch mit dem Kleinen. Und wir haben eine Rafting-Tour gebucht. Die war recht teuer, alles andere

ist halt kostenlos. Also da kannst du einfach kostenlos losziehen und die Sachen machen. Wir haben eine Rafting-Tour gemacht und die war wirklich super. Und für mich sind das so, ja das klingt so komisch, das sind für mich so echte Erlebnisse, an die du dich halt ewig zurückerinnerst und das ist das, wovon meine Kinder irgendwie auch hinterher zu Hause erzählen. Wir hatten auf Texel zum Beispiel auch eine Krabbenkutterfahrt gebucht, die super teuer war.

Und ich dachte halt auch so, oh voll toll und das bleibt uns ewig in Erinnerung. Das interessiert außer mich und meinem Mann keine Sau mehr hier. Das war halt so ein vorserviertes Programm, wo man dann irgendwie daran teilnimmt und ja nett. Und wenn du die jetzt fragst, weißt du noch, dass wir damals mit dem Schiff gefahren sind, also die beiden Kleinen wissen es gar nicht mehr und der Große sagt, ah ja, das war doch das, wo wir hinterher diese nervigen Krabben noch poolen mussten.

Also das ist für die überhaupt gar nicht so sehr im Kopf geblieben, wie jetzt zum Beispiel die Wanderung in Slowenien, wo der Große irgendwie, weil der am sichersten klettern kann und wir hatten uns auch so ein bisschen verirrt und dann musste er uns da irgendwie runterhelfen, so eine Schlucht runter zu klettern und so. Und das sind halt so die Erlebnisse, die in Erinnerung bleiben und

auch sehr zusammenschweißen. Das finde ich halt einen Punkt, den wir jetzt noch gar nicht besprochen haben, dass man ja einfach auch, also dieses Gemeinschaftsgefühl bei so einem Camping Urlaub, je nachdem wie man den gestaltet, aber auch sehr sehr stärken kann. Das finde ich auch sehr wichtig und schön. Und bevor ich zu dir komme, Eva, noch ganz kurz bei dem Wetter. Also da hattest du vorhin schon gesagt, ja, Ausflugsziele und so weiter ins Auge fassen. Aber gibt es auch irgendwas, was ihr

dann drinnen miteinander macht? Spiele? Fernsehen? Keine Ahnung? Genau, also ich bin eigentlich so ein Fernsehnazi, könnte man fast sagen. Ich hasse das, wenn die Kinder fernsehen. Aber inzwischen bin ich so ein bisschen über meinen

Schatten gesprungen. Wir haben ein Tablet dabei, sowohl für die langen Fahrten, auf die wir ja gleich nochmal zu sprechen kommen, als auch zum Beispiel, wenn es morgens überall noch ruhig ist und meine eigenen Kinder sind um 6 Uhr wach, dann dürfen die wohl mal eine Folge Was ist was? oder irgendwie sowas gucken oder hören, weil es dann einfach doch irgendwie entspannter für alle Beteiligten ist, auch für die anderen Gäste. Ansonsten haben wir so ein paar Gesellschaftsspiele

dabei. Uno ist so eine Sache, die immer geht. Das Spiel Mogelmottel kann ich auch sehr empfehlen, wenn man ältere Kinder hat. Das ist für alle sehr sehr lustig, weil man sich da irgendwie gegenseitig beschummeln muss und nicht nur einer der Doofe ist, der geschummelt hat. Das sind so Sachen, die wir dann auch gerne im Zelt machen. Meine Tochter malt total gerne oder mag diese Stickerhefte, wo man so zum Beispiel Pferde auf eine Pferdeweide kleben muss oder solche Dinge. Also das sind so unsere

Stillbeschäftigungen. Aber ich hoffe ganz klar immer auf gutes Wetter, weil das ist immer alles nur die Notlösung bei schlechtem Wetter dann. Ja, also wir Kinder mögen viel Programm, aber vom Campingplatz geboten. Was unsere Beschäftigungen und Ausflüge und so angeht, sind wir dann nicht so scharf auf volle Dröhnung, weil das haben wir ja schon. Das ist ja damit schon geboten. Meine Kinder rätseln total gerne. Wir haben immer Rätselhefte dabei. Das

funktioniert auch sehr gut morgens früh. Da muss man nämlich nur Licht anmachen und die füllen da ihre Rätselhefte aus. Das macht auch der Dreijährige schon. Dann hast du hier welches Puzzlestück gehört wohin. Das geht ja auch schon hin. Funktioniert sehr, sehr gut. Doppel ist ein Spiel. Ich glaube jede Campingfamilie hat Doppel mit drin. Das ist so so eine Art Kartenspiel, wo ganz viele Zeichen drauf sind und man muss immer das Zeichen rufen, was auf beiden Karten

vorhanden ist. Geht auch ab ganz jungem Alter. Geht aber auch erwachsen noch gut. Und man sollte sich gar nicht so sicher sein, dass da ein älteres Alter einen besser spielen lässt. Boah, ich kann das gar nicht. Boah, ne, die Kinder sind echt superschlecht. Aber auch sonst, wir haben ein Schnitzmesser dabei. Finde ich auch eine schöne Sache. Macht der Große. Muss man natürlich dabei sein. Das ist keine Veranstaltung, die alleine so mehr oder minder läuft. Geocaching ist ganz toll mit

Kindern. Auch da gibt es Angebote, die gezielt auf Kinder geeicht sind. Also wir haben hier um die Ecke in den Niederlanden so ein Kirmespfad, so mehr oder weniger so ein Trail, wo dann die unterschiedlichen Caches so ein bisschen bildungsmäßig gestaltet sind. Also dann bewegt sich da was und dann dreht sich da ein kleines Karussell hinter dem Baum. Und das sind schon coole Sachen und man kann da ganz, ganz viel machen. Fahrräder sind für uns ein absolutes Pflichtprogramm beim Camping.

Macht für die Kinder Spaß, macht aber auch die langen Wege auf dem Campingplatz für alle definitiv entspannter. Sowohl meine Tochter als auch mein kleinster Sohn haben auf dem Campingplatz Fahrradfahren gelernt, weil da die Gegebenheiten so sind. Unsere Zeit war mehr. Die können da einfach fahren. Ich finde das Camping macht grundsätzlich so viel. Und schlechtes Wetter, ja man sagt es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Jein! Kann ich auch gar nicht bestätigen, ehrlich gesagt.

Wir nehmen passende Kleidung mit und sobald es da nicht doll regnet, können die da in Pfützen springen und ähnliches. Ich empfehle übrigens so Schuhtrockner mitzunehmen. Gibt es ganz, ganz günstig im Discounter beim großen Onlinehandel etc. Weil wenn Kinder in Pfützen springen, landet auch ganz schnell mal Wasser in den Stiefeln. Aber auch da gibt es natürlich

Möglichkeiten. Ich genieße aber ganz, ganz klar, wenn es nicht regnet und wenn das Wetter mitspielt, weil es dann für alle entspannter ist und ich dieses Draußensein beim Camping einfach auch so schön finde. Das ist halt das, was das Gefühl ausmacht. Dann haben wir jetzt schon den ersten Punkt für unsere Packliste. Einen Schuhtrockner auf jeden Fall mit einpacken. Was würdet ihr sagen, gehört sonst noch so an absoluten Basics für euch mit ins Gepäck?

Also ausführlicher beschreibt ihr das ja auch in einer Podcast-Folge bei euch. Da, liebe Hörerinnen und Hörer, wenn ihr euch näher mit dem Thema beschäftigen möchtet, dann gerne da mal reinhören. Aber wir wollen jetzt zumindest mal so das absolute Nonplusultra euch mit auf den Weg geben. Ja, also ich finde die Kuscheltiere der Kinder sehr wichtig. Wir haben die Kuscheltiere von Ikea und die haben wir doppelt, weil die immer in unserer Camping-Ausrüstung haben und nicht vergessen können.

Das ist ganz praktisch. Ja, dann natürlich wetterfeste Kleidung, was Eva gerade schon sagte. Für meine Kinder, wir haben nicht immer Fahrräder dabei, aber wir nehmen, wenn wir keine Fahrräder mit haben, diese kleinen City-Roller. Die hast du bestimmt auch schon mal auf den Campingplätzen gesehen, womit die Kinder unterwegs sein können mit. Da haben wir die vom Decathlon. Die kann ich echt sehr empfehlen, weil die auch eine Handbremse haben und nicht nur die Fußbremse.

Finde ich super. Sind wir auch im Stadtverkehr damit unterwegs. Ja, ansonsten natürlich so diese gesamte Camping-Ausstattung von Schlafsäcken und so weiter, die wir noch dabei haben. Das ist sowieso klar. Und bei Spielsachen mag ich immer, wenn das Spieldinge sind, die möglichst vielseitig einsetzbar sind. Also wir haben zum Beispiel so Magnetbausteine. Da kann man natürlich ein Haus

draus bauen. Da spielen meine Kinder aber auch irgendwie immer Küche mit und bauen daraus so Tortenstücke und dann werden die mir serviert. Und manchmal ist in der Torte eine Überraschung. Dann wurde da irgendwie ein Schleichpferd drin eingemauert oder so. Also das ist einfach so. Ich mag das, wenn Spielsachen so sehr zum kreativen Spiel anregen und nicht nur eine Sache ist, die jetzt irgendwie für genau diesen Zweck ist, sondern halt einfach so ein bisschen vielseitig

eingesetzt werden kann. Dann gibt's noch so ein Styroporflugzeug, das irgendwie fast jede Familie hat, stellen wir immer wieder fest. In unserer Community schon so ein bisschen der Gaming-Gag, dieses Styroporflugzeug, was jede Familie hat. Aber es kommt auch einfach gut an. Da kann man für kleines Geld den Kindern eine Freude damit machen. Was man ansonsten noch so braucht, ist natürlich Geschirr.

Wenn die Kinder mal irgendwie mit abspülen, dann sollte man, und man so wie wir zerbrechliche Teller hat, lieber noch zwei, drei mehr einpacken. Das ist auch immer ganz gut, wenn man da irgendwie was hat. Und wenn man Kinder hat, die jetzt vielleicht gerade mit dem Camping anfangen wollen oder immer so vertraute Sachen von zu Hause, die so ein bisschen einen Übergang schaffen, finde ich immer ganz schön.

Und wenn es die Sofadecke ist oder vielleicht das Gute-Nacht-Buch, was zu Hause immer gelesen wird, nochmal mit einpacken, das finde ich auch ganz gut. Nachtlicht kann auch so ein Punkt sein, der wichtig ist, wenn es zu Hause irgendwie ein bestimmtes Nachtlicht gibt, dann würde ich sehr dazu raten, das vielleicht auch noch mit einzupacken, Ja, für uns ist eigentlich der absolute Trick, dass wir den Wohnwagen so gepackt haben, dass wir los können.

Also von Anfang an, ich packe da nur noch Anziehsachen und Essen rein und dann können wir los, weil der Rest ist in doppelter Ausstattung vorhanden. Die Kinder haben ihre Betten so gestaltet, dass es Themenbereiche gibt, die die schön finden, bei dem großen Pokémon, bei dem kleinen Dino, was auch immer. Spiele, haben wir feste Spiele im Wohnwagen, die bleiben

auch da drin. Da ist so ein Lego-Koffer dabei, da sind diese Rätselhefte dabei, da sind verschiedene Sachen an Tierchen, mit denen man spielen kann, dabei. Das finde ich ganz schön, dass die ihr festes Spielzeug haben. Zusätzlich dürfen die sich immer zwei Sachen von zu Hause jeweils noch mitnehmen, damit sie das Gefühl haben, sie haben auch was eingepackt. Das ist nämlich ein großes Thema, wenn dann alles da ist.

Ich darf gar nichts mitnehmen, der ganze Wohnwagen ist voll mit Zeug, aber diese zwei Sachen, die halten sie dann auch im Auto schon auf dem Schoß und können da auch schon was mit spielen, das geht ganz gut. Und was ich halt schön finde, sind Spielsachen, die zum Miteinander anregen, das heißt zum Anlocken anderer Kinder, so mehr oder weniger. Wir haben schon dieses Styroporflugzeug genannt.

Funktioniert immer, stehen drei, vier Kinder drumherum, alle mit einem Flugzeug oder alle mit diesem einen. Seifenblasen sind so ein Ding. Das wollte ich gerade sagen, egal welches Alter und selbst ich mache da mit, mit 44. Das ist halt so Dinge, die Spaß machen, freudig anregen. Ein Ball, Fußball, läuft immer. Die Nummer läuft immer. Du findest immer jemanden auf dem Fußballplatz.

Du gehst da hin mit deinem Ball und spätestens nach zehn Minuten steht das nächste Kind da und du kannst da zusammenspielen. Sowas finde ich halt ganz schön. Ja und fürs Praktische mit den Kindern, ich sagte das mit dem Schuhtrockner ist ganz klar ein Ding. Man sollte natürlich gucken, dass man möglichst Wechselwäsche nicht total abgezählt hat. Bei mir ist es so, dass die Kinder, die kommen da an und schwupp ist irgendwie eine Hose nass,

dreckig, was auch immer. Die müssen nicht alle ausgehen wie geleckt auf dem Campingplatz. Aber wenn die komplett in der Motsche gelandet sind, dann muss diese Hose nicht nochmal angezogen werden. Das macht Sinn. Verschiedene Wettersituationen. Ich habe im Prinzip einmal die Lage in kurz, einmal die Lage in lang, weil man dann da steht und dumm aus der Wäsche guckt, wenn man es nicht hat und so Zwiebellook funktioniert für Erwachsene genauso gut wie die Kinder.

Also so gehen wir ein bisschen an die Sache ran. Für mich ist noch das mit dem Essen ein Punkt. Inke sagte mal so schön und dann snackt man sich zwischen Frühstück und Abendessen durch den Tag. Das ist so eine Sache, die mit Kindern tatsächlich so ist. Auf dem Campingplatz frühstücken wir zusammen und essen Abend zusammen. Aber wir haben jetzt keinen festen Termin, wo wir uns hinsetzen und Mittagessen. Die haben aber trotzdem Hunger.

Das heißt, ich habe auch noch so eine Anzahl an Snacks jeglicher Art von süß bis gesund. Alles dabei. Je nachdem, wie die Stimmung ist, braucht es auch mal ein Gummibärchen. Kennen wir ja alle. Aber das sollte nicht da sein, um die Kinder satt zu kriegen. Und wenn man so ausgestattet ist, dann hat man eigentlich alles dabei und kann dann entspannt in den Campingurlaub fahren.

Und letzte Frage. Als Kind und durchaus auch Erwachsene, die gerne mal zur Selbstverstümmelung zeigen, Schnitte, Prellungen, Platzwunden, Schürfwunden ist alles bei uns da gewesen, bis hin zu Gehirnerschütterungen und Gehirnprellungen. Was habt ihr so an Reiseapotheke dabei für das, was halt im Alltag passiert, wenn Kinder auch miteinander spielen oder mal ein bisschen vielleicht heftiger rangeln oder

Sonstiges? Genau. Also ganz ausführlich haben wir dazu auch eine Folge, die so um sämtliche Notfälle geht quasi. Aber ich habe immer dabei Pflaster. Einmal sinnvolle Pflaster und dann welche mit bunten Figuren drauf. Die kleben ja in der Regel nicht. Dann Wunddesinfektion. Finde ich sehr wichtig, dass man irgendwie, wenn man sich da im Matscheloch irgendwie das Knie aufgeschlagen hat, ist es immer ganz gut, wenn man irgendwie sowas desinfizieren kann auch. Eine Jodsalbe.

Da habe ich diese Beta-Isodona-Creme. Die ist auch ganz gut für irgendwelche Verletzungen. Dann natürlich Ibuprofen-Saft brauchst du immer bei Kindern, weil irgendwer hat immer Fieber oder Schmerzen oder kriegt Zähne oder sowas. Ansonsten haben wir es tatsächlich so, dass wir gar nicht so viel mithaben, sondern wenn dann irgendwie eine schlimme Krankheit vor Ort auftritt, dass wir auch nochmal zum Arzt gehen.

Achso, Hustenstille haben wir noch dabei, weil unsere Kinder immer sehr zu Husten neigen und so einen Cortison-Saft das hilft ja gegen alles quasi. Also Cortison-Saft kann man immer ganz gut gebrauchen. Aber gegen Gehirnerschütterungen könnte ich dir jetzt auch nur einen Fahrradhelm anbieten und den im Alltag den ganzen Tag zu tragen ist auch unpraktisch. Bettruhe, Augen zu und nicht mehr bewegen. Das ist das Einzige, was hilft.

Bei der Reiseapotheke natürlich nicht nur an die Kinder, sondern auch an die Erwachsenen denken. Also auch wir kriegen mal Kopfschmerzen und ähnliches oder wir haben mal Schmerzen. Ich hatte eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter im Urlaub. Ich habe gedacht, mir fällt der Arm ab. Dafür geht man dann natürlich zum Arzt. Aber wenn man dann so ein Schmerzmittel dabei hat, schadet es nicht. Und bei uns der Seelentröster mehr oder weniger ist das Kühlkissen.

Egal was ist, egal wie leicht, doll, was auch immer. Manchmal braucht man ja auch so ein Pflaster nur für die Seele und dann wird eben das Kühlkissen rausgeholt. Schön aufs Knie, schön auf den Arm und dann zwei Sekunden später geht es schon wieder. Das ist bei uns ganz gut für die Psyche der verletzten Kinder, dass man eben rauskommt. Ja, sehr schön. Ich glaube, wir haben jetzt wirklich ja sehr ausführlich über unsere ganzen Themen gesprochen.

Gibt es noch irgendwas, was euch noch besonders wichtig ist rund um das Thema Camping mit Familie. Habt ihr noch irgendwie was, was ihr mitgeben wollt unseren Hörerinnen und Hörern? Mein absoluter Lieblingstipp und er wird es auch sein, wenn man mit Familie unterwegs ist, entspannt bleiben. Wenn du entspannt bist, bleiben die anderen auch in ihren Arten und Weisen so entspannt, wie es einfach möglich ist. Man kann alles irgendwie regeln. Camper sind sehr, sehr

hilfsbereit. Wenn man irgendwas braucht, irgendwas nicht so läuft, wie es ist, kann man immer miteinander reden. Die Leute helfen gerne und unterstützen gerne und ich glaube auch, nehme das Thema mit, da ist jemand laut oder nicht laut. Auch sowas kriegt man regelt, wenn man miteinander redet.

Wenn ihr entspannt bleibt und nicht irgendwas in euch reinfresst, sondern ganz relaxed an die Situation rangeht, ob mit Kindern oder ohne, ich glaube, das macht für alle den Campingurlaub sehr viel schöner. Und es muss auch nicht alles perfekt sein. Also Eva und ich zeigen natürlich auch nicht die Phasen, wo unser Wohnwagen, unser Zelt aussieht, als wäre gerade eine Bombe explodiert, sich zwei Kinder prügeln und das dritte irgendwie noch einen Osaf verschüttet hat.

Auch das gehört dazu, das Leben mit Kindern ist einfach bunt und turbulent und macht euch keinen Stress, dass ihr es irgendwie, wer weiß, wie perfekt haben müsst. Nein,

es muss einfach echt sein. Genießt die Zeit gemeinsam, schafft gemeinsame Erinnerungen und wenn dann irgendwie eine Katastrophe passiert, ist das das, worüber ihr hinterher dann einfach auch besonders gerne redet und was die Erinnerungen macht, wo ihr vielleicht noch auf der Hochzeitsrede eure Kinder drüber erzählen werdet, wie sie damals im Urlaub keine Ahnung was gemacht haben. Das Nachbarkind geköpft haben. Nein, um Gottes Willen.

Ja, das ist ja im Grunde auch immer das, was wir allen Leuten sagen, unabhängig jetzt vom Kinderthema, einfach akzeptieren, dass beim Camping immer improvisiert werden muss und auch davon ausgehen, dass auch unser Campingleben und gerade unser Campingleben nicht Instagram-tauglich ist über weite Teile und dass man eben sich nicht an den schönen Bildern orientiert und daran, dass bei anderen immer alles super toll läuft und dass sie die perfekten Eltern sind, bei denen immer alles schön ist

zu Hause und unterwegs, sondern dass es halt das echte Leben ist und gerade auf dem Campingplatz darf man das ja zum Glück auch leben. Definitiv. Es ist nicht so wie auf den Fotos und in der Trotzphase meiner Kinder halte ich da selbstverständlich nicht die Kamera drauf. Das heißt nicht, dass sie nicht stattfinden. Sehr schön. Vielen Dank auch für die schönen Schlussworte, die sich gerne alle zu Herzen nehmen

dürfen. Ich hoffe, wir hören uns irgendwann mal wieder mit euch beiden, vielleicht dann zu einem etwas spezielleren Thema. Bis dahin, wenn ihr Inke und Eva noch weiter hören möchtet, dann schaut einfach rüber zum Campingkinder-Podcast. Ich denke auch überall, wo es Podcasts gibt, zumindest sehe ich euch da auch immer auf den Kanälen. Ansonsten abonniert uns auch gerne, abonniert auf jeden Fall den Campingkinder-Podcast und wir hören

uns nächste Woche. Vielen Dank euch beiden, vielen Dank euch da draußen und ein schönes Wochenende. Tschüss. Tschüss. Danke, dass wir dabei sein durften.

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