Hallo und herzlich willkommen zu Camperstyle, deinem Camping-Podcast. Ich bin Nele. Und ich bin Sebastian. Und heute haben wir den zweiten Teil unserer Folge Camping mit Hund. Und unsere liebe Solveig, die ihr schon aus Folge 1 zu diesem Thema kennt. Unsere Podcast-Kollegin vom Podcast Hundegeflüster ist wieder bei uns. Hat sich heute extra noch mal richtig viel Zeit genommen, weil wir eine sehr, sehr lange Themenliste haben.
Ja, ganz herzlich willkommen nochmal, liebe Solveig, freut uns, dass du wieder dabei bist. Stell dich doch trotzdem nochmal ganz, ganz kurz vor für alle, die jetzt vielleicht die erste Folge noch nicht gehört haben. Das mache ich
sehr, sehr gerne. Erstmal liebe Nele und lieber Sebastian, vielen Dank, dass ich noch mal hier bei euch im Podcast zu Gast sein darf und über mein absolutes Herzensthema sprechen darf oder sogar zwei in Kombination miteinander, nämlich zum einen Hunde, denn ich bin Hundetrainerin und habe eine Hundeschule, die heißt Hundegeflüster. Und ich bin auch privat leidenschaftliche Camperin und auch mit meinen Hunden gerne und viel im Camper unterwegs. Und von daher denke ich, passt
das hier ganz gut. Und Für alle, die mehr von mir hören möchten, die mehr von mir sehen möchten, schaut gerne mal auf meiner Website vorbei oder hört gerne in meinen Podcast rein. Da bekommt ihr sonst auch noch mal einen ganz guten Überblick. Ja, und wir haben ja die letzte Episode mit dir ganz viel darüber gelernt und darüber gesprochen, wie man mit dem Hund, mit dem
Camper unterwegs sein kann. Also das ganze Thema Fahren und auch wie man Schwierigkeiten, die dabei kommen, also gerade Übelkeit beim Hund und so weiter lösen kann. Und heute wollen wir uns mal angucken, Wie es denn so auf dem Campingplatz aussieht. Nicht jeder Hund liegt ja einfach nur die ganze Zeit auf der Decke. Es sind ja auch nur Hunde und haben ganz unterschiedliche
Eigenschaften. Und dann lass uns da heute mal einsteigen und ein bisschen darüber sprechen, was du da vielleicht unseren Leser und Leser, ne, sind ja keine Leser, sind Hörer und Hörer an schlauen Tipps mitgeben kannst. Wir können ja erstmal so ein bisschen allgemein reinsteigen. Du hast ja auch gesagt, du bist selber als Camperin unterwegs. Was sind denn so grundlegende Sachen, die dafür sorgen können, dass dein Hund irgendwie entspannt und happy ist auf dem Campingplatz?
Ja, sehr gute Frage. Also zum einen, Da haben wir ja auch letzte Folge schon so ein bisschen drüber gesprochen. Wie kann ich den Hund zum Beispiel auch an den Camper, also das Campingfahrzeug, gewöhnen, sodass das am besten schon positiv verknüpft ist, mit positiven Gefühlen, wie Freude zum Beispiel einhergeht.
Und zum anderen aber auch so ganz kleine Dinge, die aber doch auch einen Unterschied machen können, nämlich zum Beispiel, dass man schaut, das muss jetzt nicht für immer so bleiben, keine Sorge, aber gerade am Anfang, dass man schaut, dass man so ein bisschen einen festen Tagesablauf, inklusive halt verschiedener Routinen, zum Beispiel was passiert nach dem Aufstehen, wann wird der Hund gefüttert, wie sieht die erste Gassirunde aus und so weiter, dass man
das einfach so ein bisschen etabliert und aufrechterhält, damit der Hund auch so Ankerpunkte hat, beziehungsweise eine gewisse Erwartungssicherheit hat, was auf ihn so zukommt. Das sorgt nämlich auch schon mal für Entspannung. Man kann auch immer schauen, dass man möglichst eine Balance zwischen Bewegung und Auslastung, aber auch Ruhephasen schafft. Also dass der Hund immer die Möglichkeit hat,
wenn viel passiert ist, sich auch zu regenerieren. Das sorgt nämlich auch dafür, dass es ihm einfach besser geht und dass er auch Eindrücke auch besser verarbeiten kann und auch vor allem ein eigener, vertrauter Safe Space oder Schlafplatz, wenn man es dann so übersetzen möchte, wo der Hund eben z.B. Eine ihm schon bekannte Decke hat, bekannte Gerüche hat, etwas, was er vielleicht auch von zu Hause aus schon mit Ruhe und Entspannung
verknüpft hat. Und wo er da eben weiß, wenn ich mich da zurückziehe oder hier liege, dann will keiner was von mir, dann passiert nichts Stimmes und ich kann mich da auch entspannen und zur Ruhe kommen. Also das wären zum Beispiel so grundlegende Dinge, die ich da empfehlen würde. Das bedeutet dann, also wenn du sagst, da muss der Hund wirklich wissen, dass da niemand was von ihm will, das ist ja im Grunde auch so ein bisschen, wie es
zu Hause sein sollte idealerweise. Dann ist aber natürlich in so einem engen Campingfahrzeug auch die Auswahl ein bisschen begrenzt. Also dann sollte der wahrscheinlich nicht gerade irgendwie im Gang liegen, wo ich dann ständig über den drüber steigen muss nach L'Oréal-Manier oder weiß ich nicht, direkt unterm Tisch, wo meine Beine sind, wo ich ständig gegen ihn stoße. Was würdest du da empfehlen? Wie habt ihr das gelöst? Also wir haben das so gelöst, wir hatten ja
das größte Glück, dass wir unseren Camper selbst ausgebaut haben. Das heißt, wir konnten von Anfang an schon so ein bisschen planen, wo die Hundeboxen sind. Die Bei uns etwas größere Hundebox ist zum Beispiel unterm Bett. Da hat ja keiner was verloren, da geht auch sonst keiner hin. Das ist ein ziemlich ruhiger Platz. Und die andere Box ist zum Beispiel bei uns unter der Sitzbank, also auch in Tischnähe. Wie du schon sagtest, so Ganz vermeiden lässt sich das nicht, dass da vielleicht doch
mal jemand ein bisschen enger dran vorbeiläuft. Aber wichtig ist auf jeden Fall, dass wir gucken, dass der Hund sich bequem hinlegen kann, also dass der Platz auch groß genug ist, sodass er sich auch wirklich gut ablegen kann, auch mal umdrehen kann Und vielleicht wirklich schauen, dass der Platz nicht direkt am Durchgang ist, sondern dass man da schon guckt, okay, wo ist denn das kleinstmögliche
Übel? Vielleicht geht es auch, wenn ihr zum Beispiel die Fahrerkampsel oder Fahrerkanzel nicht unbedingt benutzt, wenn ihr steht, dass der Hund dann seinen Platz zum Beispiel vorne irgendwie im Fußraum hat. So haben wir ja auch letztes Mal schon drüber gesprochen. Also das zum Beispiel nimmt mein einer Hund immer super gerne an, wenn ich ihm da die Decke dann stattdessen
hinlege, dass er sich dann einfach da zurückzieht. Und wo ich auch so ein bisschen schauen würde, ist, dass der Hundeplatz nicht direkt zum Beispiel an Klimaanlage oder wahlweise, falls es Winter ist, an der Heizung ist, weil das halt auch zu Unwohlsein fühlen kann. Beziehungsweise kann der Hund sich dann eben gerade im Sommer, wenn er direkt an der Klimaanlage ist, dann ja auch erkälten. Das wäre auch mein Tipp gewesen, gerade Beifahrersitz im Fußraum oder
auch Fahrersitz im Fußraum. Da ist eigentlich meistens Platz, wenn man nicht fährt. Und da hat mir auch immer das Kissen hingelegt und dann hat er da eigentlich immer drin gepennt. Musste ein bisschen gucken, vielleicht noch als Tipp, wer Wintercamping macht. Da kann es natürlich unten vorne dann schon je nach Fahrzeug auch ein bisschen kühler sein, wobei das meistens die Hunde auch checken. Und dann unser Chief ist dann einfach mal ins Bett gekommen, wenn es ihm da halt zu kalt
war. Aber da muss man dann einfach so ein glanzlämmerndes bisschen darauf achten, wie da die, die das Klima ist, wie du gerade schon gesagt hast. Aber wenn es jetzt keine große Kiste ist, wo der Hund dran gewöhnt ist und drin pennt und ein Kissen, dann geht das halt auch super, weil da vorne gerade bei einem, wir hatten einen Alkoven, wo die Sitze auch nicht drehbar waren, da vorne ist sowieso toter Raum. Und dann passt das natürlich perfekt, dann hat der Hund da
seine Ruhe, weil ihn da wirklich keiner nervt. Jetzt ist ja, wenn man den Hund quasi im Camper bei sich hat, Meistens die Lage ein bisschen entspannter, als wenn der draußen vor dem Fahrzeug liegt und ständig irgendwelche Leute vorbeilaufen, Fahrräder, Kinder, andere Tiere, andere Hunde. Also das ist bei uns so, die kommt drinnen hervorragend zur Ruhe. Aber draußen, ja, schwierig manchmal, je nach Belebtheit des Campingplatzes. Was sind da so die Maßnahmen, die ihr jetzt ergriffen habt oder
die du auch empfehlen würdest? Ich meine, wenn ich jetzt einen kernentspannten Hund habe, der sowieso immer nur mehr oder weniger komatös rumliegt, dann brauche ich das alles nicht machen. Aber ich beziehe mich jetzt natürlich auf Hunde, die etwas lebhafter sind und vielleicht auch
ein bisschen reaktiver. Ja, also was ich immer gerne empfehle, das machen wir bei unseren Hunden auch immer so, beziehungsweise wenn wir unterwegs sind, auch wenn es manchmal ein bisschen lästig ist, aber gerade auf Campingplätzen, wo mehr los ist, ist natürlich auch immer ein Unterschied, ob man jetzt irgendwo ganz alleine irgendwo auf einem Parkplatz steht, aber wenn da jetzt wirklich mehrere Leute sind, wir verbarrikadieren uns immer so ein bisschen und haben da auch so einen
Sichtschutz und ja, wie so einen Sichtschutz einfach, der dann unseren Platz so ein bisschen abschirmt, weil wir einfach auch vermeiden wollen, dass plötzlich jemand direkt vorm Camper steht, weil das natürlich auch dazu führen könnte, dass der Hund dann denkt, oh, sowas kann hier passieren. Jetzt muss ich in Zukunft aber noch wachsamer sein, damit sowas nicht
nochmal vorkommt. Und da vermeide ich das dann einfach, indem es einfach gar nicht möglich ist, dass Leute dann direkt vorm Camper stehen können. Grundsätzlich aber natürlich, dass man auch schaut, dass man die Regeln, die auf dem Campingplatz herrschen, bitte auch berücksichtigt. Das heißt, wenn da wirklich steht, dass euer Hund bitte auf dem Campingplatz an der Leine zu führen ist, macht das bitte. Denn das hat auch was mit Respekt vor anderen Leuten zu tun. Es
gibt nämlich überall vielleicht auch Menschen, die Angst vor Hunden haben. Und Das finde ich dann nicht gerade sehr respektvoll und ist uns auch schon häufiger mal passiert, gerade in so südlichen Ländern, da nehmen die das manchmal auch nicht so ganz eng. Ich habe zum Beispiel einen Hund, der ein großes Thema mit Leinenreaktivität hatte und wo
wir das inzwischen gut gemanagt bekommen. Aber es ist natürlich nicht schön, wenn dann auf einmal freilaufende Hunde auf einen zugeprescht kommen und man dann wieder in der Situation ist, dass dann der Hund dann doch wieder auslöst und man gefühlt mit dem Training wieder bei Null anfangen muss. Also es gibt so, so viele Gründe, warum das
einfach blöd laufen kann. Oder auch zum Beispiel Kinder oder irgendwelche Dinge, die vielleicht Geräusche machen, die der Hund nicht kennt und er reagiert dann plötzlich darauf. Also man kann ja einfach nie eine hundertprozentige Gewissheit geben Und deswegen alleine aus Selbstschutz, aus Schutz des eigenen Hundes, dass er sich auch nicht erschreckt und wegläuft oder sonst irgendwas. Aber auch vom Mitmenschen bitte beachtet
solche Regeln einfach. Und was ich auch immer mache, ich habe ja auch einen Hund, der auch ein bisschen mehr vokalisiert. Wenn wir Menschen haben, die vielleicht direkt neben uns stehen, die auch Kinder haben, auch das hatten wir schon häufiger, dass man da auch ins Gespräch geht und sagt, du, pass auf, ich hab einen Hund, es kann sein, wenn dein Kind hier spielt, dass der auch mal anfängt zu bellen. Wenn dich das stört, dann sag uns
das einfach so. Aber einfach, dass die Leute auch wissen, einem ist das nicht egal und man ist darauf auch bedacht, dass es ein gutes Miteinander gibt, kann man auch mit, gerade mit Campern, auch immer eigentlich ganz gut das Gespräch auch führen. Das machen wir auch so, weil ich meine, du weißt ja, unser Hund sieht ja auch aus wie ein Stofftier. Da ist die Versuchung immer groß von kleinen wie von großen Campern, dass man da einfach mal vorbeikommt und mal über den Hund drüber fasst und das
Köpfchen tätscheln möchte. Und das schätzt unser Hund halt leider gar nicht. Und von daher ja sprechen und auch vielleicht den Nachbarn so ein bisschen sagen, was mit dem eigenen Hund möglich ist und was vielleicht auch nicht. Also ja, Kinder können den auch mal streicheln, aber bitte nur, wenn ich dabei bin. Oder bitte latscht nicht über die Parzelle, wenn der Hund draußen alleine angeleint ist, weil sonst kann es passieren, dass
er euch zwischen die Füße fährt und euch Maß regelt oder so. Da haben wir eigentlich bisher auch mal sehr gute Erfahrungen gemacht. Und genau wie du sagst, einfach zu zeigen, es ist nicht egal. Ja, genau, dass man einfach auch die Thematik kennt, man beschäftigt sich damit. Die allermeisten von uns werden ja wahrscheinlich dann ja auch trotzdem irgendwie eingreifen und versuchen, das Ganze irgendwie umzulenken. Aber dass die einfach schon direkt wissen, okay, das
könnte eben passieren. Und man kann natürlich auch, das ist auch so eine Sache, die ich auch ganz gerne mache, wenn man jetzt einen größeren Campingplatz ansteuert, wo man ja vielleicht auch den Stellplatz selber wählen kann, dass man vorab vielleicht auch schreibt, ist es irgendwie möglich, dass wir einen Platz irgendwo bekommen, der vielleicht irgendwo in der Ecke ist, wo jetzt nicht zig Leute immer dran vorbeilaufen müssen, wo jetzt nicht unbedingt die Animations-Area direkt nebenan ist
oder das Kinderspiel-Paradies oder was auch immer, dass man da einfach auch mit den Campingplatzbetreibern da ins Gespräch geht und einfach fragt, ob man auch einen Platz bekommen kann, der so ein bisschen abseits vom Hauptgeschehen ist. Dann geht man ja auch schon ganz vielen Thematiken aus dem Weg. Und das ist auch völlig in Ordnung. Man muss da nicht den Anspruch haben, man muss da jetzt zwei Wochen durch, weil das wird im Zweifel einem
selbst den Urlaub dann auch vermiesen. Da kann man dann den Hund als Ausrede nehmen, wenn man selbst auch ein erhöhtes Ruhebedürfnis
hat. Genau, richtig. Was mir dazu noch einfällt, das machen wir eigentlich auch immer jetzt auch wieder auf dem Platz, wo wir aktuell stehen, dass wir von vornherein beim Einchecken auch immer sagen, wenn möglich in der Nähe eines Ausganges einen Platz zu bekommen, dass man auch einfach bei der Gassi-Runde schnell vom Platz runter ist und es möglichst eben auch nicht passiert, auch wenn man es
wegräumt, dass der Hund sich auf dem Platz löst. Also ich sage mal, wenn er mal irgendwo in der Ecke pinkelt, nicht auf eine fremde Parzelle, sondern irgendwo an einem Busch ist vielleicht noch erträglicher. Aber wenn jetzt da natürlich ständig lauter Hunde irgendwo am Weg entlang kacken und die Besitzer machen es dann hoffentlich auch weg, aber trotzdem ist es für die anderen Camper nicht schön. Und wenn ich halt nahe an einem Ausgang bin, viele Campingplätze haben
mittlerweile so Hintertürchen etabliert. Haben wir jetzt auch vor der Tür. 50 Meter, dann ist man vom Platz runter und belässt sich da auch niemand mit den Fäkalien des eigenen Hundes. Und ihr schafft euch einen Hund an, der so picky ist, was seine Stelle für sich lösen angeht, wie unser Hund, dann ist das auch überhaupt kein Problem. Dann muss man nämlich erst mal eine Stunde mit dem unterwegs sein, bis der richtige Grashalm in die
richtige Richtung wächst, wo das dann auch funktioniert. Ich habe auch so einen Kandidaten, bei dem muss gefühlt die Erdbahn und das Magnetfeld ausgerechnet werden und ich weiß nicht, was da alles für Faktoren mit einspielen, aber der ist da auch ganz picky, was seinen Platz angeht. Beim anderen ist es so, wenn der muss, dann muss der. Dann wird er auch mitten auf die Straße machen. Und ja, da schon ganz gut, was du sagst. Vielleicht auch zu schauen, dass
man auch schnell vom Platz einfach dann runter ist. Und vielleicht hier auch für alle Nichthundebesitzer, die uns jetzt vielleicht trotzdem zuhören, der Hinweis, Hunde nicht einfach streicheln. Wenn ihr Kinder dabei habt oder auch selber, fasst nicht einfach andere Hunde an. Ihr wisst nie, was das für ein Hund ist, welche Themen der vielleicht hat, was der mag, was der
nicht mag. Sprecht mit den Besitzern vorher, fragt, was ist in Ordnung, was ist nicht in Ordnung und dann, wenn das erlaubt ist, dann kann man auch mal so einen fremden Hund streicheln. Gilt übrigens auch für manche Hundebesitzer, die das dann nicht verstehen. Ich dachte, dass man die Hundebesitzer streicheln darf. Ja, das auch. Also Das mag ich auch ungern, wenn mir jemand über das Köpfchen streichelt. Aber es gibt auch Hundebesitzer, die einfach da
so sehr gedankenlos sind. Das ist nicht böse gemeint, im Gegenteil. Aber dass man vorher fragt, weil viele Hunde, das merke ich bei uns, sich natürlich auch, wenn man die draußen auf dem Spazierweg trifft, anders verhalten, als wenn die in ihrem Territorium, in ihrem Gefühlten sich aufhalten und dann vor so einem Camper liegen. Und dann kommt jemand und entweder mit seinem eigenen Hund, er darf ja mal Hallo sagen. Nein, das geht einfach nicht bei unserer.
Oder dass man eben streichelt, weil die verteidigt dann halt auch den Bereich den Camper herum. Das würde die auf dem Spaziergang, kannst du mit der alles machen, aber halt nicht, wenn die dann in ihrem Bereich liegt. Ja, richtig gut, dass du das nochmal sagst. Ich glaube, dazu habe ich sogar jeweils eine Podcast-Folge aufgenommen, und zwar zum Thema Hundestreicheln. Oder auch, die klären das unter sich oder die wollen nur Hallo sagen.
Einfach nein. Also, das muss auch, hier dürfen wir uns alle auch an unsere eigene Erwartungshaltung so ein bisschen erinnern, das muss der Hund auch nicht aushalten. Der Hund ist kein Kuscheltier für die Allgemeinheit. Er ist ein Individuum und er hat auch, ja zumindest teilweise, es ist ja ein bisschen schwierig, das komplett umzusetzen, aber auch teilweise das Recht auf körperliche Selbstbestimmung. Also er muss das nicht ertragen, von jedem gestreichelt oder
angefasst zu werden. Und wenn man als Halter oder Halterin da dann, obwohl man weiß, dass der Hund es nicht so gerne mag, ihn trotzdem immer in solche Situationen reinbringt, dann kann das auch was mit dem Vertrauensverhältnis machen. Also immer lieber für den eigenen Hund einstehen, es erklären, sagen, nein, mein Hund möchte das nicht. Und wenn die Leute das einfach gar nicht akzeptieren, im Zweifel sagen, mein Hund hat Parasiten oder eine ansteckende Krankheit, dann
finden sie das meistens dann nicht mehr so ganz so toll. Das ist auch unsere Strategie ganz häufig. Der ist krank, der ist ansteckend krank. Ja, richtig. Jadien sind immer der Oberabtörner, falls jemand noch eine Auslese braucht. Ich glaube, das muss ich für mich auch mal etablieren, weil ich habe wirklich, ich tue mich da manchmal echt schwer, weil wenn ich dann dreimal freundlich sage, nee, bitte nicht, wenn die an der Leine
sind. Wir sind sonst gerne, wenn man auf dem Feld ist, dass sie sich mal beschnuppern dürfen. Aber bitte nicht an der Leine. Im Restaurant unterm Tisch kommt jemand mit einem anderen Hund, der will nur mal Hallo sagen. Und der andere Hund hing schon wieder geifernd im Geschirr. Und Ich tue mich da aber manchmal so schwer, weil ich mir da manchmal so furchtbar deutsch vorkomme, weil ich das Gefühl habe, irgendwie in anderen Ländern funktioniert es besser.
Aber auch die Hunde sind anders. Also wenn wir zum Beispiel in Spanien unterwegs sind, auch am Hundestrand oder überhaupt am Strand, wo viele Hunde halt freilaufen, da ist ein anderes Sozialverhalten da als teilweise hier, wo die Hunde ja sehr viel an alleine sind. Ich weiß nicht, ist das nur meine Wahrnehmung oder kannst du das bestätigen? Nee, das ist absolut nicht nur deine Wahrnehmung. Das ist mir auch schon ganz häufig aufgefallen. Gerade z.B. Wir sind ja
auch gerne in Italien oder auch in Frankreich. Und man hat irgendwie das Gefühl, dass da vieles einfach viel lockerer und ganz anders wahrgenommen wird. Ich glaube tatsächlich, dass ein sehr großer Faktor hier ist, dass viele Hunde so gut wie gar nicht oder zum Teil auch gar nicht
überhaupt an der Leine geführt werden. Also die haben gar nicht unbedingt diese ganzen Begrenzungen, diese Frustrationen, die sie aushalten müssen und gehen da auch dann mit vielen Dingen ganz anders und entspannter Und auch die Menschen gehen viel gelassener auch mal mit Konfliktsituationen die dann einfach entstehen können. Ich glaube, dass da wirklich viel auch dieses deutsche Mindset ist, diese Regeln, das muss man befolgen und das darf man
nicht. Und natürlich aber auch immer die Angst, was ist, wenn mein Hund sich jetzt hier irgendwie doch mal so verhält, dass es ungünstig werden könnte. Hat man ja auch Angst davor, dass dem Hund dann auch irgendwelche Repressalien drohen. Davor möchte man den Hund ja auch einfach schützen. Aber ich glaube trotzdem, dass einfach viele Dinge vielleicht nicht ganz so toll sind, gerade was auch
so das Thema Hundetraining angeht. Aber so dieser allgemeine Umgang und die allgemeinen Freiheiten, die die Hunde da einfach haben, einen ganz anderen Alltag, den die da einfach auch haben, dass da viele Themen dadurch gar nicht so aufkommen. Ja, es ist halt teilweise irgendwie so ein bisschen natürlicher und intuitiver, habe ich den Eindruck. Und bei uns teilweise sehr verkopft. Man merkt es ja auch
an sich selber. Wir haben ja auch mehrfach über das Thema geschrieben, weil wir ja auch ein Hundetraining oder ein Coaching, besser gesagt, bei dir buchen wollen. Da haben wir uns ja schon intensiv ausgetauscht, dass man ja natürlich auch, weil so viel Wissenschaft in Deutschland mittlerweile auch hinter dem ganzen Hundethema steckt, sich selber manchmal auch total rein steigert. Und da fällt es mir manchmal einfach schwer, auch wenn wir unterwegs
sind, so das richtige Maß zu finden. Weil Zu Hause, da kennt man die Leute, da weiß man, welche Hunde sind okay, mit welchen Leuten möchte man auch gerne mal ein Stückchen gehen und mit welchen vielleicht dann eher nicht so. Und da kann man das irgendwie besser managen. Aber so unterwegs tue ich mich immer schwer, die Leute vor den Kopf zu stoßen. Aber warum? Du bestimmst doch die Grenzen. Du passt ja quasi auf den Hund auf, bist für den
verantwortlich. Und auch wenn das deutsch ist und in anderen Ländern entspannter ist, ist es ja trotzdem das, was du bestimmst. Und mit allen Konsequenzen, die du dann auch für dich quasi, oder mit denen du dann leben musst. Aber so ist es halt. Also es ist ja vielleicht in anderen Ländern wird man auch häufiger irgendwie geknuddelt oder es wird nach den Frauen auf den Hintern gehauen. Wir mögen das vielleicht nicht mehr so. Und auch da ist es ja wichtig, Nein zu sagen, statt irgendwie,
ja, könnte ich dem vor den Kopf stoßen. Also das ist jetzt vielleicht ein plakativer Vergleich, aber... Weißt du, woran das, glaube ich, bei mir so ein bisschen liegt? Also wenn man größere Hunde hat, dann sind die Leute eher immer froh, wenn man sagt, nee, lieber nicht, der ist vielleicht ein bisschen so. Und bei uns ist es so, ich glaube, wahrscheinlich steckt da unterbewusst so ein bisschen die Thematik drin, dieses Klischee des hysterischen
Fußhupenbesitzers. Also dass man quasi da irgendwie so es nicht übertreiben möchte mit diesem ja der Hund der soll jetzt aber nicht, da soll jetzt aber kein anderer rankommen und ich weiß nicht, also ich hab so das Gefühl, vielleicht steckt das etwas dahinter, dass man da zum People-Pleaser wird. Das kann aber auch ein bisschen damit zusammenhängen, dass dadurch, dass du einen kleineren Hund hast, auch vielleicht häufiger angesprochen wirst als Leute,
die einen größeren Hund haben. Denn das ist häufiger tatsächlich so, dass die kleineren Hunde da eher dann auch mal Opfer von physischen Übergriffen werden. Und es ist natürlich auch interessant, inwiefern Hast du diese Überzeugung, dass das von dir mit einspielt? Und inwiefern bestätigst du sie denn dann auch immer selber?
Also hast du dann am Ende dieses Gedankenkreislaufes dann wieder diesen Check und sagst, ja, genau, stimmt, ich bin ja hier der People-Pleaser oder ich bin hier die Fußhupen-Mami? Oder würdest du es z.B. Dann auch, wenn du dich jedes Mal daran erinnerst, auch schaffen, dass du sagst, nee, eigentlich übernehme ich gerade nur die Verantwortung für mich und meinen Hund und ich tue aktiv etwas für unsere Mensch-Hund-Bindung, weil dann würde das schon mal einen ganz anderen Rahmen einnehmen.
Ich schaff's immer besser. Sehr gut. Aber gestern war zum Beispiel wieder so eine Situation, da hab ich schon kommen sehen. Es ist dann nicht eingetreten, aber halt Sehenswürdigkeit hier. Hund an einer riesenlangen Schleppleine, hat alle Leute belästigt und wollte auch unseren Hund belästigen. Dann bin ich
da weg. Wir sind aber dann ungefähr denselben Weg gegangen. Dann hab ich mir unterwegs schon zurechtgelegt, was ich dieser Frau sagen werde, damit es nicht unhöflich wird und ich die nicht anpampe, sondern ihr dann halt wirklich auch zu erklären, guck mal, was würdest du denn jetzt sagen, wenn ich jetzt auf dich zu rennen und dich anrempeln würde als Mensch, so von Mensch zu Mensch? Fändest du das gut? Ja, weil die verstehen das ja dann oft auch nicht, warum man da sagt, nee, du,
das möchte ich jetzt nicht. Und ich denke dann manchmal vielleicht, wenn man so Menschenanalogien bringen würde, dass man es dann besser versteht, weil, also wer sagt denn, dass jeder Hund jedem anderen Hund guten Tag sagen muss? Ich sage ja auch nicht jedem Menschen guten Tag und erst recht nicht, wenn ich am Essen bin, zum Beispiel. Verstehe ich total gut. Mit solchen Analogien arbeite ich auch ganz
gerne, gewisse Zusammenhänge auch zu erklären. Und ich weiß auch, dass ich zum Beispiel in der Folge, wo es das Thema Hund streicheln ging, auch den Vergleich gezogen habe, dass ich ja den Besitzer auch nicht einfach ins Gesicht fassen würde, so wie wir es eben schon hatten. Oder wenn jetzt zum Beispiel eine Mutter mit einem Kinderwagen irgendwie kommt, dann greife ich ja auch nicht einfach in den Kinderwagen und sage, duzi duzi, ich hatte jetzt aber einfach Lust, mal irgendwie
dieses Baby zu streicheln. Letztendlich sind all das oder ja auch diese Bedürfnisse, ja jetzt habe ich schon gesagt, all diese Aktionen, dass man irgendwie ein anderes Lebewesen streicheln möchte oder dass man den eigenen Hund da unbedingt hinlassen möchte. Das sind letztendlich egoistische Bedürfnisse, die dabei von
anderen Leuten einfach hinterstecken. Und du hast absolut das Recht dazu sagen Nein, dann können die dieses Bedürfnis einfach gerade nicht erfüllen, weil es zum Beispiel gegen mein eigenes Sicherheitsbedürfnis geht, weil ich einfach nicht weiß, wie mein Hund zum Beispiel gerade reagiert. Und damit du da einfach nicht jedes Mal in diese Spirale kommst und dir jedes Mal bei jedem individuell überlegen musst, was sage ich denn der Person jetzt gerade? Überleg dir einfach
zwei, drei Antwortstrategien, die du einfach immer parat hast. Das wäre so ein Tipp. Und erinnere dich daran, dass es für diese Leute nicht essentiell ist, dass sie dieses Bedürfnis erfüllen, weil es einfach ein kurzzeitiges, egoistisches Bedürfnis ist, dem sie nachkommen wollen. Und dass du da jetzt nicht ihr komplettes Leben ruinierst, wenn du einfach sagst
Nein. Genau, bei aller Empathie anderen Menschen gegenüber. Aber es sollte, glaube ich, an der Stelle dir auch scheißegal sein, was die von dir denken, weil es ist sowieso eine halbe Stunde später völlig irrelevant, wahrscheinlich schon eine Viertelstunde später völlig irrelevant.
Und ich kenne das sehr gut. Also unser Chief ist nun wahrlich kein einfacher Hund gewesen, gerade an der Leine und ich und meine Frau sicherlich auch zum Teil auch häufig überfordert gewesen und ich kenne das sehr gut, diese Gedanken und guck mal, jetzt was denken die von dir und sowas, die haben mich am Anfang halt sehr viel begleitet und die haben alles glaube ich noch viel viel schlimmer gemacht Und ich durfte dann
wirklich lernen, dass das scheißegal ist. Vielleicht kannst du dich auch noch an diese Situation auf dem Caravan Salon erinnern, wo der Chief bei uns im Wohnmobil auf der Couch saß und die Menschen gegenüber sagen, was macht denn der Hund da auf der Couch? Ja, der sitzt da. Aber die haben halt gefragt, der darf da nicht auf die Couch. Wenn euer Hund nicht auf die Couch darf, alles schön, aber unser sitzt halt auf
der Couch und es ist völlig in Ordnung. Und das darf man glaube ich lernen, das macht es viel entspannter, auch diese Grenzen zu setzen und sich nicht dabei schlecht zu fühlen. Wir sollen nicht als Egoisten durch die Welt rennen, aber genau wie du es so schön sagst, das ist ein egoistisches Verhalten des anderen. Das muss ich nicht unbedingt tolerieren. Ich muss dem jetzt nicht mal an die Fresse hauen, es mal auf ganz deutsch zu sagen,
das wäre völlig überzogen. Aber ich kann halt sagen, ey, nein. Und wenn du dich schlecht darin fühlst, das war meine Übung sozusagen, dann habe ich halt geschwindelt und habe gesagt, so, der Hund ist ansteckend, der hat eine Krankheit. Und dann hat das geholfen, das zu üben, einfach Nein zu sagen. Ich bin da auch nicht perfekt drin, aber das hat mir tatsächlich geholfen, diese Grenze einfach zu setzen. Weil diese Menschen
wird es halt immer geben. Und die haben ja häufig auch Hunde, die halt überall hingehen und alles schön ist. Das ist ja alles wunderbar. Und wenn die sich aber auch nicht schaffen, in meine Welt reinzuversetzen, dass mein Hund vielleicht nicht so ist, dann muss ich mich auch nicht in deren Welt reinversetzen. Aber lass uns wieder über Hunde sprechen. Ja, absolut. Aber dazu möchte ich auf jeden Fall noch kurz zwei Dinge anmerken. Letztendlich total richtig, was du gesagt
hast. So auch das Beispiel mit dem Sofa. Meine Hunde dürfen auch aufs Sofa, sie dürfen auch aufs Bett. Und Ich weiß, dass es Leute gibt, die das nicht gut finden. Und sie können es mit ihren Hunden auch genauso machen. Worauf es unterm Strich dann ja ankommt, ist, es wird immer Menschen geben, die das, was du mit deinem Hund machst oder auch die Grenzen, die du setzt, nicht gut finden. Die wird es immer geben. Das ist der erste Punkt, an den wir uns da einfach immer
erinnern dürfen. Und der zweite ist, das ist jetzt mehr so ein Gedankenexperiment. Nele, vielleicht kannst du da ja noch mal drauf rumdenken und mir dann noch mal schreiben, was da bei raufgekommen ist. Es gibt so einen schönen Spruch, an dem sehr, sehr viel Wahres dran ist, und zwar, du bekommst immer den
Hund, den du brauchst. Und vielleicht hast du ausgerechnet diesen Hund und ausgerechnet diese Situation immer wieder, weil du genau das lernen darfst, nämlich dich zu positionieren, vielleicht auch mal negativ aufzufallen, indem du jemandem da auch eine Grenze setzt. Kenne ich selber auch ganz gut. Für mich ist es immer der schlimmste Albtraum gewesen, negativ aufzufallen. Und ich habe einen Hund bekommen, der komplett eskaliert ist, wo ich auf jedem Spaziergang
mindestens viermal richtig negativ aufgefallen bin. Und das ist auch eine Challenge, damit umzugehen, aber letztendlich steckt auch darin super viel persönliches Wachstum. Und ja, da bin ich mal gespannt, ob du da Gedanken zu hast. Aber würde mich auf jeden Fall freuen, wenn du mir das noch mal mitteilst. Ja, werde ich machen. Der Spruch ist mir bekannt
und ich habe den auch immer verinnerlicht, aber noch nicht in diesem Zusammenhang. Und das finde ich jetzt tatsächlich noch mal ganz spannend, weil ich ja in anderen Lebensbereichen gar nicht so bin. Also mit mir selber, egal. Aber gut, lasst uns bei den Hunden bleiben. Wir sind ja jetzt eigentlich schon voll im Thema, das wir als nächstes auf der Liste hatten, nämlich das Thema reaktive Hunde. Wir haben den Begriff jetzt schon öfter erwähnt und viele Leute werden wissen, was damit
gemeint ist. Aber könntest du vielleicht nochmal so kurz beschreiben, was unter diesem Begriff fällt?
Ja, das mache ich total gerne. Aber vorher, also ich werde deine Frage gleich beantworten versprochen, Vorher ist es mir aber einmal ganz wichtig zu sagen, egal welches Thema es jetzt hier gehen wird, ob es reaktive Hunde sind, territoriale Hunde, ganz egal, welche Thematik dahinter steckt, es ist immer, immer ganz individuell Und wir sollten uns immer auch den betreffenden Hund noch mal genauer angucken, damit man wirklich auch nachhaltig an der Wurzel
trainiert. Und hier gilt auch immer, dass man ein Training kleinschrittig aufbaut, dass man reizarm startet. Und das heißt, es ist sehr suboptimal, wenn man im Urlaub anfängt, an einem unerwünschten Verhalten rumzudoktern. Deshalb, egal welches Thema es ist, was dich als Hörer oder Hörerin beschäftigt mit deinem Hund, überleg dir bitte vorher, wo sind gegebenenfalls Baustellen? Wie kann ich ein Training schon
vorab aufbauen? Und was wären auch Managementmaßnahmen für den Urlaub selbst, damit man so gut wie möglich dann doch noch eine entspannte Zeit miteinander haben kann? Und immer bitte immer bewusst machen, dass wir hier keine Roboter haben, sondern individuelle Lebewesen, die meistens so reagieren, wie es sich für sie so gut wie möglich anfühlt. Gerade auch zum Beispiel in Bezug auf Stress, ist es ja hauptsächlich, sie wollen sich dann besser fühlen und reagieren, diesen Stress abzubauen.
Und sie versuchen, Unwohlsein meistens zu vermeiden. Hier werden wir zum Beispiel beim Territorialverhalten, sie wollen zum Beispiel einen Reiz einfach fernhalten. Das heißt, zeigt dein Hund ein unerwünschtes Verhalten, gibt es immer einen Grund dafür, nämlich dass er sich einfach gerade versucht, irgendwie besser zu fühlen. Und es ist unfassbar wichtig, individuell diesen Grund zu betrachten.
Deswegen alles, was wir hier sagen, immer so ein bisschen auch noch mal hinterfragen oder gegebenenfalls auch mit einem Profi noch mal darüber sprechen, damit man wirklich die Ursache herausfindet. Nun aber zurück zu deiner Frage. Reaktiv bezieht sich zuerst immer auf die Art und Weise, wie ein Lebewesen, also in dem Fall der Hund, auf Stressreize aus der Umwelt reagiert und wie er diese Reize verarbeitet. Das heißt, wir haben hier Stressreaktionen und auch der
Umgang mit Stressreaktionen. Und als reaktiv beschriebene Hunde, die handeln auch hier nicht ohne Grund, sondern es liegt an der Bewertung eines bestimmten Auslösers in der Umwelt, der eben eine Reaktion auslöst, die auch ganz unterschiedlich aussehen kann. Und diese Reaktionen auf Stress, die sind in einem hohen Anteil vorgeburtlich festgelegt. Zum Beispiel, wenn eine Mutterhündin sehr viel Stress hatte oder der Welpe auch unter schlechten Umständen groß
geworden ist. Das wären dann nachgeburtliche Faktoren. Aber da können wir gar nicht so furchtbar viel daran verändern. Das heißt, einen sehr reaktiven Hund, den werden wir nie zu einer ist mir alles völlig egal Schlaftablette bekommen. Also hier dürfen wir schon mal unsere Erwartungshaltung ein bisschen anpassen, weil einfach diese inneren Faktoren wie zum Beispiel genetische Komponenten
das Ganze auch einfach beeinflussen. Aber, und das ist die gute Nachricht, Lernerfahrungen vor allem zur Selbstregulation, also auch zum Umgang mit Stress, die können hier mit einspielen. Das heißt, was wir tun können, ist, so einem Hund immer auch
dabei zu helfen, mit diesem Stress umzugehen. Das heißt, wenn ich das jetzt ganz plump noch mal zusammenfasse, Wir haben es hier damit zu tun, wie reagiert ein Hund in stressigen Situationen und wie verarbeitet er das Ganze und unterliegt diese Stressschwelle einem individuellen Wert, so könnt ihr euch das vielleicht vorstellen, das ist bei jedem Hund dann eben anders, Dann kann der Hund sich noch selbst regulieren, kommt aber immer mehr
Stress hinzu, dann kommt es irgendwann zur Eskalation. Und Hunde, die sehr reizreaktiv sind, bei denen wird diese Schwelle eben früher überschritten. Das heißt, sie reagieren auf bestimmte Reize eben schneller als andere Hunde und können sich dann meistens nicht mehr oder nicht sehr schnell selbst regulieren. Das ist eben das Thema, was wir dann damit haben. Ja, und da fühle ich mich zum Teil ganz gut aufgehoben in diesem Themenbereich.
Wir haben einen Hund, der sehr auf Bewegungsreize reagiert, wahrscheinlich auch ein bisschen rassetypisch und der zumindest, was man so im Volksmund als rassetypisch bezeichnen würde, auch durchaus gerne seine Stimme einsetzt, es mal vorsichtig zu sagen. Ich würde sie jetzt nicht wirklich als Clefferin bezeichnen, aber es hängt doch sehr stark
von der Umgebung ab, wie sie auf bestimmte Dinge reagiert. Also wenn wir zum Beispiel ankommen an einem neuen Ort, das ist ganz egal, ob das eine neue Wohnung ist oder ein neuer Campingplatz, reagiert sie zum Beispiel auch in der ersten Nacht, manchmal auch noch in der zweiten, auf bestimmte Geräusche ganz anders, als wenn wir dann schon mal drei Tage da sind. Gleichzeitig findet sie halt Menschen, die zu nah an unserem Fahrzeug vorbeigehen, empfindet sie als
Eindringlinge und die werden dann auch gerne mal angeschnauzt. Und das ist natürlich unangenehm. Was du vorhin gesagt hattest, man möchte ja auch die Nachbarn, wenn man so eng zusammenleben muss, nicht belästigen. Und Da passiert es dann halt leider auch schon mal, dass man dann den Hund auch anmault und sagt, jetzt ist mal Schluss. Aber ich
weiß, dass das nicht der richtige Weg ist. Aber wir haben tatsächlich den richtigen Weg für sie noch nicht gefunden, weil wir mit allen möglichen Methoden schon versucht haben, das Ganze irgendwie umzulenken. Aber irgendwie so richtig langfristig hat es bisher noch nicht geklappt. Warum ich das so ein bisschen ausschweifender darlege, ist, weil ich aus zahlreichen Campinggruppen dieses Thema sehr präsent habe, weil sehr, sehr viele Leute sich darüber Gedanken machen. Was ist mein
Hund? Bellt Leute an. Mein Hund reagiert, wenn jemand vorbeiläuft. Mein Hund reagiert auf Fahrräder, rennende Kinder oder was auch immer. Und ich glaube, dass das eins der Hauptthemen ist, die wirklich die Leute haben, gerade wenn die die ersten Male mit ihrem Hund zum Campen gehen, worüber sie sich Sorgen machen. Und ja, ihr seid nicht alleine. Wir haben das auch. Und ich
glaube, wir alle drei haben dieses Thema. Und ja, Deswegen hoffen wir jetzt natürlich auf tolle Tipps von dir unter der Voraussetzung und unter der Maßgabe, die du ja einleitend gesagt hast, dass natürlich jeder Fall unterschiedlich ist und dass da auf jeden Fall auch immer ein Trainer drauf gucken muss. Aber Vielleicht kannst du uns ja trotzdem mal zumindest ein paar Basics mit
an die Hand geben. Ja, also wenn ich das jetzt richtig verstehe, geht es so ein bisschen darum, was kann ich denn machen, wenn mein Hund zum Beispiel sehr viel bellt oder wie es dann umgangssprachlich auch immer gesagt wird, wenn der klärt, was mache ich in solchen Situationen. Es ist immer, hast du ja schon gesagt, sehr sehr individuell, aber vielleicht ist es leichter, das mal
aufzudröseln, warum wählt ein Hund überhaupt. Hier können die Gründe natürlich auch sehr individuell sein, aber es gibt mehrere Komponenten, die damit einspielen. Und die kann man sich selber auch mal für seinen eigenen Hund so ein bisschen aufdröseln. Das wäre jetzt hier der konkrete Tipp. Der erste Faktor wäre, einmal zu gucken, was für ein Auslöser beziehungsweise was für eine Situation ist es denn, in denen das
passiert? Also den Grund quasi ausfindig zu machen. Und du hast ja zum Beispiel auch, was deinen Hund angeht, eben schon gesagt, es ist so nach drei Tagen wird es meistens besser. Am ersten Tag ist alles noch mal so ein bisschen schwieriger. Das kann zum Beispiel auch damit zusammenhängen, dass es Hunde gibt, die leichter mit veränderten Umgebungen klarkommen als andere. Und bei denen dann erst mal alles, was gerade irgendwie noch neu ist und ungewohnt, dann erst mal zu so
einem Auslöser auch werden könnte. Aber hier wirklich noch mal ganz genau schauen, was haben wir denn da für Auslöser? Sind es bestimmte Geräusche? Sind es bestimmte Situationen? Sind es andere Menschen? Und so weiter. Also Grund finden wäre die erste Maßnahme. Das zweite wäre einmal das Gefühl, was dahintersteckt. Denn wenn Hunde bellen, hängt das immer sehr auch mit dem Emotionszentrum zusammen. Also die steuern das jetzt nicht unbedingt bewusst, sondern da
spielen auch Emotionen eine ganz große Rolle. Und das kann zum Beispiel sein, so ist es zum Beispiel bei meinem Hund Hadi, dass bellen auch zum Abbau von Stress benutzt wird, also als Ventil eben dient. Das heißt, hier weiß ich dann aber auch, wenn er bellt, gibt es einen Grund, er fühlt sich gerade einfach sehr gestresst. Es kann aber auch genauso gut Unsicherheit sein. Es gibt Hunde, die bellen
aus Freude. Es gibt Hunde, die bellen aus Langeweile. Also schaut einfach mal, was steckt da auch bei eurem Hund für ein Gefühl hinter und was würdet ihr intuitiv sagen? Weil ihr kennt ja das Bellen eures Hundes. Also das kann man da immer schon auch intuitiv ganz gut so ein bisschen auch zuordnen. Dann auch das hast du schon gesagt, dass das bei deinem Hund so ist, liebe Nele, dass eine
persönliche Neigung da auch mit einspielt. Das heißt, es gibt ja durchaus Hunde beziehungsweise bestimmte Hunderassen, die allgemein auch eher als etwas bellfreudiger beschrieben werden. Das heißt, hier liegt es schon etwas mehr auch in der Natur des Hundes, dass er sich durch Lautäußerungen sich da eben bemerkbar macht, weil wir ihn auch genau daraufhin selektiert haben. Also viele Hunderassen wurden ja auch gezüchtet, damit sie in bestimmten Situationen auch laut geben. D.h. Wir haben
hier ja auch einen genetischen Faktor. Und wir haben erlernte Faktoren. Und auch hier hast du schon was ganz Schlaues zu gesagt, dass es das nicht unbedingt besser macht, wenn man in der Situation dann noch anfängt, zum Beispiel mit dem Hund zu schimpfen. Das ist natürlich generell immer eine unschöne Geschichte. Aber hier gibt es auch die bewusste bzw. Die
unbewusste Bestätigung. Das heißt, wenn mein Hund jetzt anfängt zu bellen, weil da etwas für ihn vielleicht Unsicheres ist, und er merkt jetzt, okay, Mein Mensch, der fängt jetzt auch noch an, irgendwie hier auf sich aufmerksam zu machen. Cool, der steigt da ja mit ein und dann pusht sich das Ganze quasi mit hoch. Oder der Hund hat zum Beispiel gelernt, jedes Mal, wenn ich
irgendwie belle, bekomme ich dafür Ärger. Und auch das ist Aufmerksamkeit, Also dass der Hund einfach Aufmerksamkeit haben wollte und die hat er dann bekommen, indem er gebellt hat. Auch negative Aufmerksamkeit ist Aufmerksamkeit. Das hat hier erstmal die größere Rolle, ob sie jetzt
negativ oder positiv ist, sei mal dahingestellt. Und daher kommt zum Beispiel auch dann dieser Tipp, den man häufig liest, wenn es soweit ist und der Hund dann schon bellt oder am Eskalieren ist, bitte nicht irgendwie noch mit einsteigen quasi, weil das das Ganze dann noch verschlimmern kann und das Ganze dann auch zu einem erlernten Faktor wird, der hier noch mit einspielen kann. Das heißt, ist es schon zu spät, dann auf jeden Fall bitte versuchen, ruhig zu bleiben, das Bellen,
auch wenn schwer fällt, dann zu ignorieren. Klar, der Hund sollte sich nicht stundenlang in Rage bellen, aber dann vielleicht mit einer Alternative zu kommen und nicht noch mit einzusteigen. Aber diese 4 Dinge wären in jedem Fall immer wichtig, sich das anzuschauen, sodass, wenn man zum Beispiel dann auch den Auslöser weiß oder sich denken kann, dass man dann auch frühzeitig
schon sagen kann, ist nicht. Oder dann vielleicht das Ganze auch für den Hund abcheckt, je nachdem, was da eben noch für Ursachen hinterstecken können. Aber bitte nicht mit einsteigen. Das ist hier die oberste Prämisse. Ja, wir versuchen ja alle schon immer sehr geduldig mit unseren Hunden zu sein. Aber manchmal denkst du dann so, jetzt reißt mir echt der Geduldsfaden. Ich meine, das ist auch menschlich. Das passiert mir selber auch. Da können wir uns alle nicht komplett
von frei machen. Mir ist es einfach nur wichtig, dass man auch versteht, was steckt dahinter und dass das das Ganze im Zweifel auch noch befeuern kann. Ja, Also es klingt jetzt auch so, als wäre unser Hund ein totaler Kleffer. Das ist die eigentlich nicht. Also die liegt die meiste Zeit friedlich
vorm Wohnwagen. Aber wenn dann halt jemand mit dem Fahrrad vorbei braust und dann knirschen die Reifen so auf den Kieselsteinen oder der klingelt dann auch noch oder so, dann ist sie halt so was von in Rage. Und das, was du vorhin gesagt hattest, und ich denke, dass es auch bei vielen unserer Hörerinnen und Hörer zutrifft, dass es ja auch ganz unterschiedliche Gemütszustände sein können
bei den Hunden. Also ich merke das ja bei ihr. Wir haben durch viel, viel Training das mittlerweile geschafft, dass in den meisten Fällen sie sich nach zweimal Wuffen oder so umdreht, uns anguckt und dann auch herkommt und so Nach dem Motto, ja, okay, jetzt hab ich mal Bescheid gegeben, aber jetzt ist auch gut. Dann gibt es ja dieses hysterische Bellen, wo du denkst,
dir platzt gleich die Lunge. Und dann gibt es aber auch, vielleicht vermenschlich ich das auch, aber ich hab manchmal auch das Gefühl, dass sie dann kläfft und dann ganz stolz ist, dass sie jetzt einem aber wirklich gezeigt hat, wer hier die Hosen anhat. Wie schätzt du das ein als Fachfrau? Ja, das ist natürlich wirklich sehr vermenschlicht gesagt, Aber auch hier kann zum Beispiel auch das Erlernte-Verhalten bzw. Der Erlernte-Faktor auch eine Rolle
spielen. Denn häufig, gerade wenn es auch so Geräusche geht oder auch Reize, die sich zum Beispiel auf dem Stellplatz dann irgendwie dran vorbei bewegen, und der Hund bellt dann, und der Reiz verschwindet. Also der Hund kann sich ja nicht erschließen, dass dieser Mensch oder Hund oder was auch immer oder das Geräusch, dass der sowieso vorbeigegangen wäre, sondern das ist, okay, hier taucht ein Reiz auf, ich reagiere da drauf, der Reiz
verschwindet. Ergo haben wir hier einen Erfolg, also das, was sich gut anfühlt. Und das, was zum Erfolg führt, das Verhalten zeige ich natürlich öfter, weil das ist ja super, hat sich ja gelohnt. Und auch das wird dann zu einem erlernten Verhalten. Das ist genau das Gleiche wie beim Postboteneffekt. Warum reagieren viele Hunde so extrem auf den Postboten? Ja, es ist jeden Tag das Gleiche. Der Typ kommt, der klingelt, der Hund rastet völlig aus und der Typ verschwindet
wieder. Und jeden Tag denkt der Hund sich, auch hier vermenschlich gedacht oder vermenschlich gesagt, bitte jetzt hier nicht so wortwörtlich so verstehen, aber es ist im Prinzip so, wie du es auch gerade beschrieben hast, so, jawoll, dem habe ich es jetzt aber gezeigt und habe ja alles richtig gemacht und jetzt ist hier wieder Ruhe im Paradies. Also ja, das ist dann quasi auch erlerntes Verhalten oder kann eben auch dann hier
daraus resultieren. Gibt es denn Techniken, wie ich so einen Hund, also es gilt wahrscheinlich dann für die anderen Bereiche, unsichere Hunde, ängstliche Hunde, territoriale Hunde ähnlich, Kann man irgendwelche Techniken empfehlen, wie ich den Hund auf diese Situation vorbereiten kann? Oder würdest du sagen, das muss ich mir auf jeden Fall mit einem Trainer angucken,
auch wenn das jetzt vielleicht kein Problemfall ist. Ich würde unsere gar nicht als Problemfall bezeichnen, aber sollte ich da mal mit dem Trainer drauf gucken? Ja, also das ist eigentlich die Frage. Also gibt's gibt's Trainingstechniken, wo du sagst, sie könnte man mal anwenden oder lieber Fachpersonen drauf gucken lassen und vor Ort eigentlich nur Management
machen, solange man noch nicht an der Wurzel trainieren kann. Also wenn es im Urlaub ist, auf jeden Fall, auch wenn man vorher noch nicht mit einem Trainer gearbeitet hat oder auch selbst da noch nicht ins Training gegangen ist, dann im Urlaub bitte nur Management betreiben, weil das wird da im Zweifel nicht helfen. Denn Urlaub ist einfach keine reizarme Umgebung, wo der Hund wirklich lernen kann. Weil Stress, wenn wir viele Reize haben, wird der Hund auch gestresst sein. Und Stress beeinflusst
immer das Lernen. Deshalb bitte immer zu Hause damit anfangen. Und auch hier, ich hab's ja jetzt schon gesagt, es tut mir auch leid, dass ich das hier nochmal wiederholen muss, Aber es kommt natürlich immer sehr auch auf die individuelle Intention des Hundes an. Also was steckt da wirklich als Ursache hinter? Habe ich einen Hund, der vielleicht bellt, weil er eine Erwartungshaltung hat und sich denkt, cool, gleich kommt jemand und ich mag das total gerne, wenn Besuch zum Beispiel kommt.
Oder habe ich einen Hund, der territorial veranlagt ist? Habe ich einen Hund, der sehr unsicher ist? Und dementsprechend sollte ich die Trainingstechniken dann schon anpassen. Das heißt, hier würde ich schon immer empfehlen, das mit einem Profi mal zu besprechen, damit man an der richtigen Ursache arbeitet. Was aber nie so eine ganz verkehrte Idee ist, wäre zum Beispiel einen Safe Space für den Hund
aufzubauen. Wie gesagt, das kann zum Beispiel eine Decke sein, die man zu Hause schon benutzt und die man dann für den Camper eben auch mitnimmt. Und dass man dann den Hund eben im besten Fall vor der Situation, ja, also hier ist es wichtig, dass wir vorab reagieren, bevor dieser Auslöser kommt, den Hund vorab dann zum Beispiel auf seinen Platz zu schicken, sodass er halt für die Zukunft irgendwann lernt, ja, wenn jetzt zum Beispiel hier
jemand vorbeikommt, dann kann ich einfach auf meinen Platz gehen. Hier müssten wir aber natürlich dann trotzdem immer so ein bisschen schauen, was braucht der Hund denn dann? Ist es wirklich dann, dass er dann Frust hat? Dann bräuchte er dann gezielte Maßnahmen, mit diesem Frust umgehen zu können, Stress auch abbauen zu können, entspannen zu können. Aber das sollte man sich dann immer noch mal individuell anschauen. Das kann ich gut machen, wenn ich von Weitem sehe, da
kommt jetzt jemand angelatscht. Genau. Wenn jetzt aber auf einmal ein Fahrradfahrer oder ein anderer Hund zum Beispiel hinter einer Hecke auftaucht, zwei Meter vor der Parzelle und der Hund ist dann schon am Kläffen. Ich sag's jetzt einfach mal, Kläffen. Habe ich dann noch eine Chance, das irgendwie so zu unterbinden, dass es auch sinnvoll ist oder muss ich es dann einfach laufen lassen? Na ja, dann ist, wie man so schön sagt, der Drops gelutscht. Dann ist
das Ganze schon zu spät. Dann sollten wir uns auch vorab, auch das am besten vorm Urlaub machen und wenn man sich nicht sicher ist, auch gerne noch mal mit einem Profi zusammen, ich mach so was z.B. Immer total gerne, dass man sich dann überlegt, okay, was sind meine Managementmaßnahmen? Wie verhindere ich, dass der Hund im besten Fall gar nicht erst auslöst? Was für Trainings mache ich schon zu Hause, damit ich mich stückweit auch an Alltagssituationen
irgendwann annähern kann. Und was wären Notfallmaßnahmen? Und das wäre ja so eine Situation, die du jetzt beschreibst. Da haben wir eine Notfallmaßnahme. Das heißt, wir schauen, dass Halter oder Halterinnen und Hund dann möglichst schnell auch aus der Situation wieder rauskommen. Wäre zum Beispiel, auch wenn es total nervig ist, eine Managementmaßnahme wäre zum Beispiel, dass der Hund angeleint auch bleibt, damit der gar
nicht den Erfolg hat, überhaupt zu dem Reiz komplett hinzukönnen. Und das Gute ist, wenn du den Hund schon an der Leine hast, dann könntest du für die Akutsituation sagen, okay, auch wenn es total nervig ist, ich nehme jetzt meinen Hund, wenn er schon angefangen hat, auszulösen, und versuche mit ihm vom Reiz wegzugehen. Sodass wir dann uns von diesem Reiz erst mal entfernen und schauen, was gibt es für Möglichkeiten, die meinem Hund helfen, diesen Stress wieder abzubauen.
Damit dieser Stress möglichst gar nicht so lange im Körper bleibt und sich das nicht Ewigkeiten weiter aufschaukelt. Was man zum Beispiel auch gut machen kann, das wäre jetzt aber eher auf trainingstechnischer Ebene, dass man zum Beispiel auch ein Markerwort einführt. So habe ich das mit meinen Hunden auch gerne auf dem Campingplatz gemacht, dass ich dann zum Beispiel, wenn Reize noch weit entfernt waren und meine Hunde sind ruhig geblieben, hab ich das gemarkert,
dann haben sie dafür eine Belohnung bekommen. Und dann war es irgendwann auch möglich, dass ich immer noch einen kurzen Zeitslot hatte, bevor der Reiz komplett da war und der Hund noch ruhig war, mein Markerwort zu setzen, den Hund für das ruhige Verhalten zu belohnen und ihn dann überhaupt für mich ansprechbar zu haben, ihn dann umzulenken. Das wäre z.B. Auch was, wie man ein Training dann aufbauen könnte. Aber auch hier je nachdem, was die Intention des Hundes dahinter
ist. Was hältst du in der Akutsituation, also wenn schon gebellt wird, von körperlicher Nähe zur Beruhigung? Das kommt natürlich auch wieder sehr auf den Hund an. Es gibt Hunde, denen hilft das total, dass sie dann da einfach zur Beruhigung den Kontakt zum Menschen haben. Es gibt aber auch Hunde, die das dann eher als Strafe werten, weil sie in Stresssituationen
Nähe nicht so gut aushalten können. Hier ist auch ganz oft der Fehler, wenn Menschen zum Beispiel sagen, ich will meinen Hund gar nicht irgendwie, ich will gar nicht mit Leckerchen arbeiten, sondern nur über zum Beispiel Streicheleinheiten als Lob. Ja, wenn der Hund es aber nicht als Belohnung
empfindet, dann ist das Ganze halt nicht so zielführend. Hier aber auch darauf achten, dass du, wenn der Hund es gerne mag, ja also wenn dein Hund jetzt jemand ist, der sagt, ja okay, körperliche Nähe, das hilft mir total, mich zu beruhigen, würde ich trotzdem erstmal vom Reiz weggehen und dann meinen Hund dadurch als, sage ich mal, Stressabbau-Ritual, ihn dann versuchen
dadurch zu beruhigen, den Stress abzubauen. Weil wenn du dann natürlich diese körperliche Nähe gibst und es für deinen Hund eine Belohnung ist, kannst du natürlich auch dann gegebenenfalls das Verhalten wieder versehentlich belohnen, was du ja eigentlich nicht haben möchtest. Also hier ist es wirklich immer wichtig, genau zu überlegen, was ist für deinen Hund eine Belohnung und das, was er unmittelbar zeigt und du es dann belohnst, das ist dann
auch immer das, was du auch belohnst. Das bringt dann nicht ganz so viel, wenn du ja eigentlich nicht möchtest, dass dein Hund überhaupt bellt. D.h. Hier würde ich erst mal weggehen vom Reiz. Und dann, wenn der Reiz auch nicht mehr sichtbar ist, dann versuchen den Hund quasi dann dadurch ein bisschen zu beruhigen und das eher als Stressabbau zu nutzen. Das muss man sich wahrscheinlich in den einzelnen Situationen auch noch mal genauer angucken, weil in unserem spezifischen Fall
ist es so, dass unser Hund sehr, sehr viel körperliche Nähe sucht. Eigentlich mehr oder weniger den ganzen Tag. Also für den ist es anscheinend was sehr angenehmes. Aber ich weiß auch genau, wenn ich mit ihr zum Beispiel, wenn die Futterbeutel sucht und die bringt mir ihren Futterbeutel, dann hasst sie das, wenn man ihr über den Kopf streichelt oder sonst irgendwie, sondern dann will die ihre Belohnung haben, also ihre Futterbelohnung und nicht irgendwie jetzt die Hand von der Mutti.
Und ich glaube, in so einer Situation, also wenn der Hund hysterisch ist, also da, wo man halt beruhigen würde, richtig, da würde dies wahrscheinlich nicht so gut aushalten. Aber ja, das muss jeder so für sich dann wahrscheinlich beobachten und entscheiden. Aber Es wäre eine Möglichkeit. Genau, es wäre eine Möglichkeit. Es wäre aber zum Beispiel auch eine Möglichkeit, wie man erstmal in solche Situationen reingehen kann, je nachdem wie weit der Reiz zum Beispiel auch weg
ist. Wenn das jetzt was ist, was der Hund gerne mag und womit man ihn auch umlenken könnte, dass man zum Beispiel so eine körperliche Nähe zum Beispiel auch auf Signal setzt und dem Hund dann diese Nähe gibt, damit er dann nicht auslöst. Aber das kommt natürlich auch immer sehr auf den Hund an. Genauso wie du sagtest, man muss sich immer genau die Situation angucken. In
welcher Situation empfindet mein Hund was wie? Bei eurem Hund oder bei deinem Hund ist es ja zum Beispiel so, mit dem Futterbeutel, ja, dann ist der Hund im Arbeitsmodus. Dann will der nicht betätchelt werden, das braucht er dann einfach gerade nicht. Und da ist es dann wieder sehr situations-, aber auch sehr hundespezifisch. Und würdest du sagen, dass die Tipps, die du jetzt bisher gegeben hast, auch für das Thema Territorialität oder Unsicherheit Angst gilt?
Oder wären das dann wieder andere Mechanismen? Ja, mitunter. Wie gesagt, es ist immer wichtig, dass wir uns anschauen, was steckt eigentlich dahinter, bei einem unsicheren Hund zum Beispiel auch zu schauen, wo bestehen überhaupt die Unsicherheiten? Ist das auch ein Ding, wo ich zum Beispiel, das ist mir ja immer besonders wichtig, auch an der Bindung nochmal arbeiten darf, dass ich meinem
Hund dann natürlich auch diese Sicherheit biete, die er braucht. Zum Beispiel in Situationen, über die wir eben besprochen haben, dass keine fremden Leute oder Hunde an ihn drankommen und er die Erfahrung macht, mein Mensch kümmert sich darum und ich kann das Ganze ja auch ertragen, weil ich weiß, ich muss es nicht selber lösen, aber dass ich da zum Beispiel auch dann wiederum, was den Bindungsbau angeht, auch schaue, dass ich mit meinem Hund auch gezielt
daran arbeite, dass er in manchen Situationen mehr Selbstvertrauen bekommt. Das wären Dinge, die da notwendig wären. Und beim Territorialverhalten müssen wir auch da schauen, was ist für den Hund eigentlich das Territorium? Und was für eine Hundeart
habe ich da zum Beispiel? Hier gibt es auch so ein paar Kandidaten, die dann, wenn der Mensch sie beschützen würde, also sich da vorstellen würde, dann erst recht denken würden, oh, da ist irgendwas, da sollte ich vielleicht noch wachsamer werden und das Ganze dann komplett kontraproduktiv wird. Also wie du vielleicht schon merkst, so ganz pauschal kann man es nicht sagen. Was ich für alle prinzipiell immer sagen kann, ist, Bindung ist absolut wichtig.
Also eine stabile Mensch-Hund-Bindung, auf der man aufbauen kann, weil sich dadurch, ich habe es ja schon gesagt, Sicherheit zum Beispiel ist ein großer Aspekt. Vielleicht auch schon viele Themen nach und nach dann, ja, ich will jetzt nicht sagen komplett auflösen, aber zumindest die Basis da einfach viel besser wird, überhaupt auch trainingstechnisch darauf aufbauen zu können. Und auch Entspannung
zum Beispiel. Entspannung wäre auch was, was für reaktive Hunde unfassbar wichtig ist, für unsichere Hunde aber auch, damit sie auch diese ganzen Reize und all die Erfahrungen, die sie gemacht haben, überhaupt verarbeiten können. Aber auch für territoriale Hunde wäre das super wichtig, dass sie auch lernen, in bestimmten Situationen dann eben auch zur Ruhe kommen zu können. Also Bindung first, Entspannung second wäre auf jeden Fall was, was ich
allen mitgeben kann. Aber auch ein Markerwort zu etablieren ist immer gut, weil man dadurch eben zielgenau auch genau das Verhalten belohnen kann, was man haben möchte und alles andere würde ich mir
immer individuell anschauen. Wenn ich jetzt den Podcast höre und mein Urlaub liegt noch ein Stück in der Zukunft, Was würdest du denn sagen, so klar ist es auch wieder individuell, wie die Hunde dann auch ansprechbar sind, mitmachen und was so das konkrete Thema ist, aber wie lange sollte ich denn mindestens vor dem ersten Urlaub anfangen mit dem Training, wenn ich das Gefühl habe, mein Hund hat Themen? Das lässt sich ganz schwer individuell, also pauschal, nicht individuell,
pauschal auf eine Zahl runterbrechen. Ich würde mir und vor allem auch meinem Hund genügend Zeit einräumen. Also nicht unbedingt den Anspruch zu haben, ja okay, ein, zwei Wochen vorher, das wird schon noch irgendwie reichen. Nee, nicht unbedingt. Und es kommt auch hier sehr stark darauf an, wie schnell lernt mein Hund überhaupt? Wie ansprechbar ist er auch für das Training. Also ein paar Monate würde ich mir auf jeden Fall, wenn es jetzt auch größere Themen sind, auf jeden Fall einplanen.
Also quasi jetzt schon anfangen für den nächsten Sommerurlaub. Das wäre der Idealfall. Man sagt ja auch so schön, Vielleicht kennt ihr das auch, ich weiß nicht, wie es bei euren Hunden ist, aber es gibt auch viele Hunde, die zum Beispiel ein Thema mit Silvester haben. Ja, Nachsilvester ist auch wieder Vorsilvester und im Idealfall fängt man am 1.1. Als Neujahrsvorsatz damit an, an dem Thema dann zu arbeiten,
damit man auf der sicheren Seite ist. Es kommt immer sehr auf das Lerntempo des Hundes an, aber das ist eben sehr unterschiedlich. Ich bin da eher ein Fan von kleineren Schritten und einem größeren Puffer, damit man da auch entspannt herangehen kann. Ein, zwei Wochen, denke ich, wären da jetzt eher nicht so die ideale Wahl. Wenn du jetzt sagst, es gibt Bindung first und Entspannung second, gibt es da denn Übungen und Techniken, wo du sagen würdest, die kann man
mit jedem Hund machen? Also da kann man eigentlich nichts verkehrt machen. Das ist auf jeden Fall immer eine schöne Sache für Hund und Herrchen, Frauchen. Fördert ja so den Zusammenhalt, fördert die Bindung. Genauso auch beim Thema Entspannung. Ja, also Bindung, die kann man, wenn man so möchte, in noch mal so drei Untersäulen unterteilen. Die erste Säule, habe ich ja gerade schon gesagt, das wäre die Sicherheit. Also, ja, hier zu schauen, ist ein Hund wirklich unsicher oder braucht er ein
bisschen mehr Selbstvertrauen? Generell, was man immer gut machen kann, auch ich sag jetzt mal zum Beispiel, auch das Selbstvertrauen da auch zu fördern, das geht übrigens auch bei Hunden, von denen man jetzt sagt, okay, die sind sehr, ja, eigensinnig und die machen ja schon total viel, was sie eigentlich wollen, ja, dann ist es aber auch gut, dass sie dieses Bedürfnis auch in einem bestimmten
Rahmen ausleben können. Also das wäre jetzt wirklich ein Tipp, der für alle gilt. Etwas, was ihr zum Beispiel schon macht, so was wie zum Beispiel Futterbeutel, ja, wo der Hund auch zwar irgendwo mit uns zusammen, aber trotzdem alleine Aufgaben lösen kann. Aber auch solche Sachen wie, das wäre zum Beispiel auch für den Urlaub eine ganz schöne Sache, mit uns zusammen zum Beispiel auch verschiedene Untergründe
zu erkunden. Also mal sowas wie Erdesand, Hindernisse überwinden, wie so ein Miniparcours, den man da gemeinsam auch erleben kann, wo man auf dem Spaziergang auch mal gemeinsam irgendwie dann über den Baumstamm irgendwie klettert oder solche Geschichten. Ja, also das ist ja dann so ein bisschen Vertrauen, ein bisschen Mut, ein bisschen die Erfahrung, wenn mein Mensch das macht, dann ist es okay, dann kann ich auch mitmachen und cool, ich kann auch Sachen selber auch lösen.
Das wären solche Dinge. Die zweite Säule wäre, ja, wären Strukturen und Rituale. Auch da habe ich schon was zu gesagt, auch das kann jeder machen, genau zu überlegen, okay, haben wir schon bestimmte Rituale in unserem Alltag, die vielleicht für uns beide förderlich sind, einen bestimmten Ablauf, den wir morgens machen, haben wir zum Beispiel sowas wie ein Abschiedsritual, ein Begrüßungsritual oder wie ist zum Beispiel auch die Struktur vor dem Spaziergang, weil wenn ich merke, mein Hund
ist zum Beispiel total aufgedreht vor jedem Spaziergang, wäre es sinnvoll, genau dieses Ritual oder diese Struktur mal neu aufzulegen und zu durchbrechen. Weil auch hier kann ich davon ausgehen, wenn mein Hund jetzt hier schon super aufgeregt vor dem Rausgehen ist, wird das im Camper oder im Van bevor die Tür aufgeht genauso laufen oder vielleicht sogar noch extremer. Das heißt, das wären Dinge, die kann ich mir angucken. Habe ich gute Strukturen und Rituale in
meinem Alltag, die ich so mit meinem Hund aufrechterhalten möchte? Und gibt es vielleicht Dinge, wo eine Dynamik drin ist, die ich mir so nicht wünsche? Das wäre ein Tipp, der immer gilt, den jeder machen kann. Und die letzte Säule wäre die Zuneigung. Die Zuneigung, Auch da ist das Bedürfnis bei jedem Hund ein bisschen unterschiedlich. Du hast es ja schon gesagt, bei deinem Hund hilft viel Körperkontakt. Auch das gerne aufrechterhalten. Ja, hier braucht man nicht mit irgendwelchen Mythen
die Ecke kommen, mit, Nee, der Hund darf das aber nie einfordern oder so. Wenn es sich für dich gut anfühlt, für deinen Hund gut anfühlt, go for it. Also das ist völlig fein. Aber es muss auch nicht dieses direkte Kuscheln sein. Manche Hunde mögen es auch einfach nur in der Nähe des Halters zu liegen. Das kann man auch ja so aufrechterhalten und dem Hund das auch im
Urlaub ja so ermöglichen und was wirklich auch immer hilft. Dafür mögen mich jetzt manche belächeln, weil es albern klingt, aber es macht tatsächlich einen Unterschied, wirklich, wenn man sich auch über den Hund mal wirklich freut, den auch einfach mal anzulächeln aus vollem Herzen, weil auch das merken die Und auch das ist ein Zeichen zum Beispiel von Zuneigung. Also das wären so diese Bindungssäulen, auf denen unser Fundament, unser gemeinsames Fundament, ganz individuell auch aufbaut.
Oder was eben das Fundament bildet. Und darauf können wir dann eben Training aufbauen. Okay, und zum Beispiel bei Entspannung second, da hattest du ja auch gefragt, gibt es da was, was ich dazu sagen kann. Ja, habe ich auch schon hier angedeutet, ultimativer Tipp. Eigentlich auch ganz selbstverständlich, Jeder Hund sollte bitte seinen Safe Space haben, wo er von niemandem gestört wird, von niemandem aus dem
Haushalt. Und der auch immer positiv aufgeladen werden kann, indem da auch einfach mal ganz überraschenderweise ganz lustige Dinge passieren, die der Hund dann eben auch toll findet. Wie zum Beispiel auf einmal ist da ein kleines Paket mit Leckerchen drin, was er zerschreddern kann, und er denkt sich, wo kommt das denn her? Aber das ist ja hier passiert, deswegen ist dieser Platz ultimativ
toll. Also hier erst mal das positive Gefühl zu etablieren. Und bei Entspannung, ja, das ist ja jetzt im Prinzip nicht Entspannung, aber einfach, dass dieser Platz positiv belegt wird. Entspannung wäre dann sowas wie, es gibt zum Beispiel die konditionierte Entspannung, also dass ich auch das Gefühl der Entspannung auf ein Signal setzen kann. Das dauert aber auch einige Zeit, also hierfür wirklich mehrere Monate einplanen.
Und was ihr aber machen könnt, ist wirklich immer darauf zu achten, wenn ihr jetzt auch auf dem Spaziergang seid, dass ihr auch da vielleicht einfach mal Ruhe mit einbaut, euch einfach mal auch auf eine Bank setzt für fünf bis zehn Minuten, sodass der Hund auch lernt, draußen zum Beispiel auch mal runterzufahren und damit auch klarzukommen und diese Erfahrung zu machen, dass
das auch Entspannung sein kann. Es gibt Hunde, die brauchen hier am Anfang noch ein bisschen Unterstützung, indem sie zum Beispiel was bekommen, was sie kauen können oder was sie schlecken können, einfach Stress abzubauen und diese Entspannung zu fördern. Aber auch das kann man mit der Zeit zum Beispiel abbauen und dann haben sie wirklich die Erfahrung, okay auch
draußen kann ich zum Beispiel entspannen. Also immer diese Balance zu finden zwischen es passiert was, wir sind im Thema Auslastung, aber wir haben auch immer diesen Entspannungspunkt mit drin. Ja, machen wir so viel gar nicht falsch. Ja, das war super. Ja, also gerade so das gemeinsame verschiedene Dinge tun. Also ich merke zum Beispiel, dass es Tage gibt, da ist sie nur am Schnüffeln und Markieren. Da braucht die
irgendwie so für sich Zeit. Und dann gibt es aber Tage, wo halt Action dann auch angesagt ist und Klettern und dies, das. Und ich glaube, das kann man ja gerade im Campingurlaub so schön wie in kaum einem anderen Urlaub mit einbauen, weil man ja in der
Natur sehr viel ist. Und wenn man dann noch das Glück hat, so wie wir jetzt hier, dass man eben auf einem sehr hundefreundlichen Platz ist, die wir uns natürlich auch immer etwas aussuchen, mit einem See, wo die Hunde rein dürfen, mit einem Hundespielplatz direkt vor der Tür, wo wirklich ein schöner kleiner Parcours aufgebaut ist und mit tollen Spazierwegen, dann lässt sich das natürlich super umsetzen.
Absolut und hier ist ja auch so ein bisschen das schon angedeutet, was wir ja ich glaube letztes Mal auch schon so ein bisschen besprochen haben, als es das Thema Urlaubsplanung generell ging, nicht unbedingt Vollgas planen, also wirklich den ganzen Tag irgendwie zuknallen, sondern alles einfach auch mal ein bisschen runterschrauben, die Zeit genießen und das tun, was uns gut tut, aber was eben
auch dem Hund gut tut. Und dass man gemeinsame Aktivitäten auch zusammen unternimmt und man aber auch die Bedürfnisse des Hundes ja dann auch mit befriedigt. So wie du es ja auch schon gesagt hast, dass der Hund vielleicht mal schwimmen kann, vielleicht mal über was drüber springen kann, mal ein bisschen was klettern kann, was auch immer eben der Hund auch gerne macht und was für ihn auch wichtig ist, auch mal Zeit zu geben, dass er schnüffeln kann.
Auch das ist ja leider so ein Mythos, der Hund darf nie schnüffeln. Ja doch, natürlich. Also unsere erste Gassi-Runde des Tages ist immer so, dass die Hunde da erst mal auch ihre Bedürfnisse befriedigen dürfen, dann schnüffeln die halt. Ja, ob ich dann jetzt unterm Strich 100 Meter mehr oder weniger gegangen bin, ist für den Hund nicht so wichtig, wie dass er da vielleicht dann diese Bedürfnisse befriedigen konnte. Also da wirklich auch mit dem
Hund zu gehen. Und es ist da auch völlig in Ordnung, Situationen auch erstmal aus dem Weg zu gehen, wo man weiß, da ist eben viel Stress und hier können Themen eben zu Tage kommen. Da sich auch einfach diesen Freifeit scheinen zu gönnen und zu sagen, Ich muss nicht durch alle Situationen durch und ich darf auch mal aus dem Weg gehen. Das wäre jetzt mein abschließender Punkt im Hinblick auf die Zeit, die wir für die zweite Folge eingeplant hatten.
Im Urlaub ist es natürlich auch so, dass man familiäre Aktivitäten plant. Und die Leute, die mit Hund unterwegs sind, planen es ja meistens auch so ein bisschen den Hund herum. Ich weiß es ja von uns auch. Dann geht man halt nicht ins Museum in Leipzig, sondern latscht halt durch die Straßen. Aber nichts ist so weniger, kommt ja der Hund an solchen Tagen nicht zur Ruhe, wenn man mal ehrlich ist. Die ist ja immer dabei. Bei
den meisten anderen Leuten, die im Campingurlaub mit Hund sind, ist es auch so. Das weiß ich, weil viele Leute kein gutes Gefühl haben, den Hund allein im Camper zu lassen, wie wir letztes Mal besprochen haben. Das heißt, der Hund kommt mit. Und eigentlich sollte ein Hund ja sehr viel ruhen, was dann auch wieder zum Thema Entspannung beiträgt. Ist es denn ratsam, dann immer mal wieder auch wirklich komplette Ruhetage
einzubinden? Also wir haben heute jetzt zum Beispiel nur einen kleinen Spaziergang gemacht und haben die sonst in Ruhe gelassen. Oder würdest du sagen, der Hund braucht eigentlich jeden Tag ein gewisses Maß an Aktivität und ja, dann ist halt mal ein Tag mehr, aber so ein bestimmtes
Level sollte man jetzt nicht unterschreiten. Also generell ist es natürlich am ratsamsten, wenn sich diese Balance jeden Tag wiederfindet, Aber so wie du es auch schon gesagt hast, das ist einfach sowohl im Alltag als auch im Urlaub nicht immer unbedingt so umsetzbar. Und wenn dann solche Tage wirklich mal sind, ich kann es selber auch total gut nachvollziehen, Darüber haben wir auch letztes Mal schon gesprochen. Ich lasse meine
Hunde auch nicht gerne im Camper alleine, auch wenn ich weiß, da entspannen sie. Also meine Hunde können wirklich gut im Camper entspannen, aber ich mag dieses Gefühl einfach nicht zu weit vom Camper weg zu sein und gar keine Kontrolle mehr zu haben. Über die möglichen Szenarien haben wir ja letztes Mal schon gesprochen. Aber wenn dann wirklich mal so ein Tag ist und da wirklich viel passiert ist, der Hund nicht seinen Ruhepensum bekommen hat, dann gibt es da zwei Dinge,
die ich für mich einfach wissen sollte. Zum einen, dass es eben sein kann, dass mein Hund dann eben, weil er, ich mach das hier mal in Gänsefüßchen, könnt ihr nicht sehen, aber in Gänsefüßchen drüber ist. Also, kennt man ja auch von Kindern, nach müde kommen doof. Und so ähnlich ist es beim Hund dann auch. Also es kann passieren, dass wenn der einfach drüber ist, er dann auch auf einmal auf Dinge reagiert, wo wir uns dann denken, was ist denn jetzt auf einmal
los? Das kann ja wohl nicht wahr sein. Also bitte habt das im Hinterkopf, dass das einfach passieren kann. Ihr wisst dann, woher es kommt. Der Hund ist dann einfach fertig mit der Welt.
Und das Zweite, was dann schon ratsam ist, auch deine Frage zu beantworten, ja, Also wenn es möglich ist, deswegen meine ich ja im Urlaub bitte nicht unbedingt Vollgas planen und ihr wirklich einen Tag hattet, wo viel gewesen ist, dann schadet es auf keinen Fall am nächsten Tag vielleicht ein bisschen auf die Bremse zu treten und da einfach dann zu schauen, okay, dann passiert einfach auch mal weniger, dann ist
gar nicht so viel los. Und das ist übrigens auch immer ein ganz gutes Learning für unsere Hunde, denn wir neigen ja meist dazu, generell viel zu viel zu machen, sodass viele Hunde es auch gar nicht unbedingt aushalten können, dass mal nicht so viel passiert. Von daher ja immer gut, wenn man das auch immer mal wieder so ein, ja was heißt
einfordert, aber auch somit einplant. Denn es kann ja auch immer sein, dass wir mal krank werden oder ja, dass generell irgendwas ist, wo wir dieses Pensum gar nicht mehr so jeden Tag erfüllen können. Und dann ist es gut, wenn unsere Hunde auch die Erfahrung machen, dass sie damit umgehen können, dass an solchen Tagen nicht viel passiert und sie da dann aber
auch entspannen können. Und vielleicht auch schon, wenn man noch keinen Hund hat und sich für das Thema interessiert, Da schon bei der Auswahl des neuen Mitbewohners ein bisschen Auge drauf zu haben und zu wissen, auch worauf man sich einlässt, wenn man sich einen Terrier holt oder wenn man sich einen Herdenschutzhund holt oder wenn man halt so auch bestimmte rassetypische Eigenschaften zu erwarten hat, ob man dem dann auch gerecht werden kann. Ich geb's zu, wir haben
uns sehr mit der Rasse auseinandergesetzt. Wir wussten, was auf uns zukommt. Aber es gibt schon Tage, wo man dann denkt, so eine Schlaftablette wär jetzt auch mal cool für ein paar Tage. Ja, das kann ich total gut nachvollziehen. Hier ist es ja auch immer nochmal ganz wichtig, gerade wenn man sich zum Beispiel für einen Rassehund interessiert, dass man dann auch so ein bisschen schaut, okay, ist das jetzt zum Beispiel eine Arbeitslinie oder ist es eine Showlinie, die jetzt zum Beispiel von einem
bestimmten Züchter dann veräußert werden. Denn gerade zum Beispiel Arbeitslinien, wie der Name schon sagt, die brauchen dann meist auch etwas mehr Beschäftigung und Auslastung als zum Beispiel Schullinien. Also ein dicker Labi. Genau, zum Beispiel beim Labrador oder auch beim Golden Retriever denkt man ja, okay, das sind ja so die Familienhunde schlechthin. Aber auch hier gibt es natürlich auch nochmal Unterschiede, ob ich mir jetzt einen Golden Retriever aus einer Arbeitslinie
hole oder einen aus einer Showlinie. Also das auf jeden Fall immer beachten und auch im Hinterkopf behalten. Eine hundertprozentige Garantie gibt es einfach nie. Also wir haben tatsächlich auch gerade in dieser sozial sensiblen Phase, also wenn wir den Hund zu uns holen, meistens sind es ja dann so acht Wochen, dass die Hunde so acht Wochen alt sind, haben wir ja auch die sozial sensible Phase. Das heißt, wir haben auch noch Möglichkeiten,
da unserem Hund direkt zu zeigen, Ruhe ist bei uns wichtig. Also das empfehle ich wirklich. Das ist wirklich ein pauschaler Tipp an alle Welpenbesitzer. Bitte hasselt euch nicht, dass ihr schnellstmöglich diese ganzen To-dos abarbeitet, von wegen Sitzplatz, Leine, dies, das, irgendwas. Das Allerwichtigste und das werdet ihr sonst nämlich
bereuen, wenn ihr das nicht tut. Das Allerwichtigste sollte sein, dass ein Hund lernt entspannen zu können, Ruhe auszuhalten, sowohl draußen als irgendwann, ja als drinnen, aber irgendwann auch draußen so rum, war's richtig. Das ist wirklich das Wichtigste. Und der Fokus oder dieses Wissen, das fehlt halt ganz oft. Man ist da übermotiviert, überengagiert, was ja auch total toll
ist. Aber das führt eben auch ganz oft dazu, dass diese Vapen dann, da sind wir wieder da, wo sich der Kreis schließt, beim Thema müde macht blöd und dann sind die dann irgendwann auch drüber und können gar nicht richtig entspannen. Also ja, da gibt es auf jeden Fall auch noch einige Dinge zu beachten. Da gibt es nie nur hundertprozentige Sicherheit bei Rassebeschreibungen oder je nachdem, was für einen Hund man sich eben aussucht. Aber man kann es im Hinterkopf behalten.
Ja, das vergessen viele Menschen auch, dass Hunde ja nicht wie wir irgendwie acht Stunden schlafen, sondern dass die eigentlich so 20 Stunden mehr oder weniger ruhen, zumindest tagsüber. Und das haben wir bei Chief auch tatsächlich am Anfang gemacht, dass wir dachten, der ist groß und der muss sich bewegen und wir müssen ihn auslassen und sind irgendwie, keine Ahnung, sechsmal am Tag Riesenrunden mit ihm gegangen. Und unser erster Hundetrainer hat dann auch
gesagt, wann schläft der denn? Schläft der überhaupt? Und da haben wir dann auch gelernt, dass das ein wichtiges Thema ist und achten seitdem auch drauf. Und auch Inge, die dann später gekommen ist, die hat zum Beispiel auch als Welpe am Anfang überhaupt nicht hingekriegt, irgendwie ruhig zu sein. Die hat irgendwie Stunden gebraucht, runterzukommen. Und das
stresst ja dann alle noch viel mehr. Und bei Hunden ist es ja auch so, wenn die dann gestresst sind, die Stresshormone brauchen ja auch ewig, bis sie abgebaut sind. Sie sind dann stellenweise je nach Hund noch tagelang gestresst. Von einem Ereignis, das hat man gar nicht so richtig auf dem Schirm. Ich habe das auch, ich weiß gar nicht, ich glaube das war sogar bei dir im Podcast, Sol, weil, meine ich, dass ich das irgendwo gehört habe, dass es so lange
dauert, bis sich das abbaut. Das kann man sich gar nicht vorstellen. Ja, und drei Tage später, weil du ein Pudding fallen lassen hast, völlig durch. Ja, und du und du hast keine Ahnung, was da jetzt los ist. So, ja, ja, da sind wir natürlich wieder sehr beim Thema. Auch wie reagiert ein Hund auf Stress? Da gibt es auch noch mal so ein paar Unterschiede. Bei manchen Hunden ist es eher das Adrenalinsystem, was dann aktiviert wird, wenn sie auf Stressoren treffen. Adrenalin, das kennt ihr
ja auch. Das ist ein Stresshormon, was relativ schnell auftritt, aber was dann auch relativ schnell wieder abgebaut wird. Im Gegenteil zu Hunden, die eher dazu neigen, auf Stress mit einem Cortisol-System zu reagieren. Cortisol ist ja dieses Stresshormon, wie ihr schon sagtet, was auch länger im
Körper bleibt, weil es einfach länger dauert, bis es abgebaut wird. Und je nachdem, wie viele Stressoren dann eben hinzukommen, wächst natürlich diese Kortisolachse auch immer weiter und kann dann auch wieder dazu führen, dass unser Hund dann ein Verhalten zeigt, was wir
eben nicht so unbedingt haben wollen. Das heißt, hier ist es vielleicht auch nochmal ein ganz guter Tipp für Hunde, die dann auch eher dazu neigen, dass sie auch mal gestresst sind und die vielleicht auch gar nicht so gut zur Ruhe kommen können, zu schauen, wenn die jetzt zum Beispiel draußen, wenn man vorm Camper sitzt, das machen wir zum Beispiel super gerne, dass wir einfach auch vor dem Camper ein bisschen sitzen am Tisch und die da aber
einfach gar nicht runter kommen, weil sie immer auf Habachtstellung irgendwie sind, zu schauen, okay, haben sie drinnen denn in ihrem Safe Space, kommen sie da eher zur Ruhe, weil sie dann da das Gefühl haben, okay, dann brauche ich mich draußen gar nicht, diese Sachen zu kümmern. Wäre es dann eine Option, in solchen Situationen den Hund dann auch mal reinzuschicken, damit er überhaupt zur Ruhe kommt. Ich weiß, da blutet dann unser Hundehalter oder Halterinnenherz, weil man sich ja wünscht, dass
der Hund irgendwie auch die ganze Zeit an einem teilnimmt. Aber wenn ich wirklich einen Hund habe, der Schwierigkeiten hat, sich auch draußen zu entspannen erst mal, ja, auch das kann man ja üben mit der Zeit, aber erst mal dann auch zu sagen, Okay, wenn dir das jetzt gerade zu viel ist, dann ist es auch in Ordnung, insofern du drinnen zur Ruhe kommst, dass du
dann noch einfach mal eine Zeit lang drinnen bleibst. Also, was wir für uns entdeckt haben, Jetzt nicht am Campingplatz bisher, war jetzt ein, zwei Mal, aber in anderen Situationen. Also wenn wir irgendwo sind, wo es Kinder gibt zum Beispiel, was unseren Hund ziemlich stresst nach einiger Zeit oder wo insgesamt sehr viel los ist, dass wir einfach die vertraute Box, die sie aus dem Auto kennt, mitnehmen. Und da ist wirklich erstaunlich. Also ich weiß, dass viele Leute emotional irgendwie sich
so gegen Boxen wehren, weil die irgendwie denken, der Hund wird da weggesperrt. Aber da haben wir wirklich festgestellt, wir machen die Tür zu und der Hund liegt. Also je nachdem, wie man es aufbaut. Aber das kann auch eine Möglichkeit sein, dass man vielleicht sich eine Box anschafft, die auch mit draußen stehen kann, wenn es zum Beispiel im Camper zu heiß ist oder ähnliches, die man da vor dem Fahrzeug aufbauen kann, irgendwo im Schatten und dass der Hund da vielleicht dann
reingehen kann. Ja, absolut. Auch als Tipp für große Hunde gibt es die auch faltbar. Die halten dann natürlich jetzt keine richtigen Transportboxen, aber sowas hatten wir auch für Chief, so einen Kennel, der dann halt auch für richtig große Hunde geeignet ist, dass die da draußen ihren Safe Space haben. Den kann man einfach ganz oder relativ flach zusammenfalten, irgendwo mit in eine Ecke oder an irgendeine Wand
stellen. Das funktioniert also auch für große Hunde durchaus ganz gut, weil für so einen 50 Kilo Rüden eine Plastik- oder gar eine Metallbox mitzunehmen. Du kannst ja direkt mit dem Anhänger losfahren. Da musst du schon Platz haben. Ja, jetzt haben wir ja noch ein paar Themen, die durchaus auch noch spannend wären. Also ich habe hier noch auf der Liste Ausrüstung, allgemeine Vorbereitung, Sicherheit und Gesundheit. Die lagen dir ja auch am Herzen soll. Ich frage euch
jetzt einfach mal beide. Sollen wir die jetzt noch in die aktuelle Folge reinpacken oder machen wir noch eine etwas kürzere, wo wir uns dann nochmal auf gerade auch auf die Sicherheits- und Gesundheitsthemen fokussieren? Für mich ist beides voll. Ja, ich würde tatsächlich sagen, wir sind jetzt schon bei weit über einer Stunde. Und ich würde tatsächlich sagen, dass wir dann noch eine dritte Episode draus machen, wo wir dann nur auf die Themen
eingehen. Ich glaube, das ist auf jeden Fall ganz sinnvoll, damit wir jetzt hier nicht irgendwie die zwei Stunden noch sprengen. Vielleicht schaffen wir die dann mal in unter einer Stunde. Ja, super, dann bedanke ich mich vorläufig schon mal erneut bei dir, liebe Solveig. War sehr, sehr spannend wieder. Und ich mache es jetzt mit der Verabschiedung ein bisschen kürzer, weil wir jetzt gleich im Anschluss die nächste Folge aufzeichnen
werden. Euch da draußen hoffe ich, dass es auch gefallen hat, dass ihr ganz viel für euch mitnehmen konntet. Wenn ihr Fragen oder Anregungen auch zu diesem Thema, aber auch gerne zu anderen Themen habt, dann schreibt uns entweder an podcast.camperstyle.de oder schickt uns eine WhatsApp-Nachricht. Da findet ihr den Link zu unserem Kanal in den Shownotes. Und natürlich bitte abonnieren, bewerten, teilen, anderen Leuten davon erzählen. Und wir hören
uns dann nächste Woche wieder. Und Solveig, dich sehen und hören wir gleich in ein paar Minuten. Vielen lieben Dank nochmal. Ich übergebe an Sebastian. Ja, auch von mir ein kurzes, knappes Tschüss bis zur nächsten Episode. Nele hat schon alles gesagt und das letzte Wort hat Solveig. Ja, Ich bedanke mich auch diesmal, dass ich hier über dieses tolle Thema mit euch sprechen durfte. Und würde einfach so abschließen, wie ich's letztes Mal auch gemacht
habe, weil das auch bei diesen Themen wieder sehr gut passt. Auch wenn ihr mit eurem Hund in den Campingurlaub paart und er ist reaktiv, vielleicht unsicher oder neigt auch zu territorialen Verhalten. Denkt daran, bleibt der Buddha für euch und euren Hund. Und ich freue mich schon auf die nächste Folge. Bis dann. SWR 2021
