Michael Sachweh, Meteorologe, "Ich sorge dafür, dass Robbie Williams nicht nass wird!" - podcast episode cover

Michael Sachweh, Meteorologe, "Ich sorge dafür, dass Robbie Williams nicht nass wird!"

Jul 15, 202542 min
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Summary

Meteorologe Dr. Michael Sachweh spricht über seinen Unruhestand nach 25 Jahren beim BR, seine Arbeit als Wetterberater für Großveranstaltungen und seine Rolle bei den Rosenheimer Hagelfliegern. Er teilt faszinierende Geschichten über seine Leidenschaft als „Stormchaser“ in den USA, seine preisgekrönte Fotografie und seine Gedanken zum Klimawandel sowie persönliche Erfahrungen, die sein Leben prägten.

Episode description

25 Jahre hat er den BR mit Wetterberichten beliefert. Jetzt im Unruhestand berät der leidenschaftliche Meteorologe immer noch Konzertveranstalter. Er schickt die Rosenheimer Hagelflieger los, um größere Schäden zu verhindern. Als "Stormchaser" jagt er Gewitter in den USA und fotografiert Naturphänomene.

Nach 25 Jahren im BR hat sich der Meteorologe Michael Sachweh Ende letzten Jahres aus dem Tagesgeschäft der Wetterberichte zurückgezogen. Kaum einer lebt und liebt sein Fachgebiet, so wie er. Die Begeisterung für das Wettergeschehen begann als kleiner Junge beim Segeln mit dem Vater, als er „den Launen der Natur“ fast ungeschützt ausgesetzt war. In seiner Freizeit ist Sachweh ein sogenannter „Stormchaser“, in den USA jagt er Tornados hinterher. Immer auch im Namen der Wissenschaft, um ihre Bahn besser voraussagen zu können. Über seine Leidenschaft für das Wetter kam er auch zum Fotografieren, preisgekrönt ist er inzwischen. Warum er in seinem Unruhestand weiterhin die Rosenheimer Hagelflieger berät und den „Wir in Bayern“-Zuschauern Wetterphänomene erklärt, erzählt er in dieser Episode.

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Transcript

Michael Sachwehs Wetterexpertise

Ein ganzes Berufsleben bestand oft darin zu sagen, teils sonnig, teils bewölkt, im Süden von Bayern örtliche Gewitter. Das ist gar nicht so schwer, das vorher zu sagen. Robbie Williams zu sagen, wenn du um 20 Uhr in München, wenn du da auftrittst, gibt es kein Gewitter.

Und auch um 21 Uhr nicht. Aber vielleicht um 22 Uhr, da müssen wir vorher noch mal reden. Das sind Punktterminprognosen, wie der Metrologer sagt. Also auf einen Punkt genau und zeitlich genau. Und das ist sozusagen die Königsdisziplin. Mehr gute Gespräche. Die blaue Couch. Ein Bayern 1 Premium Podcast in der ARD Audiothek. Und hier ist Dominik Knoll.

Karriereende Und Pseudoruhestand

Mein heutiger Gast war 25 Jahre Wetterexperte hier im BR. In den USA jagt er im Namen der Wissenschaft Tornados hinterher. Er ist außerdem preisgekrönter Fotograf, hat eine große Leidenschaft für sein Fachgebiet. Und ich freue mich sehr, dass er heute da ist. Der Meteorologe Dr. Michael Sachwe ist zu Gast. Herzlich Willkommen.

Danke, ich freue mich sehr, hier sein zu können und bin ganz gespannt, worüber wir reden. Ende letzten Jahres haben Sie Ihre Tätigkeit eingestellt. Wie hat sich das denn angefühlt nach so vielen Jahren für den Bayerischen Rundfunk? Sehr viele Wetter jeden Tag. rauszuhauen.

War da ein Loch? Ja, also ich muss sagen, der Dienst war ein bisschen crazy. Das waren 13 Stunden am Tag. Jeden Tag? Ja, wenn ich Dienst hatte. Schauen Sie, das wusste ich gar nicht. Ich hatte einen sehr guten Mitarbeiter und Kollegen. Wetter findet an 365 Tagen im Jahr statt. kann nicht ein Einzelner machen. Also ich hatte ein Team.

Im Nachhinein bin ich sehr dankbar, dass ich wirklich ein fähiges Team hatte und ein zuverlässiges und fachlich sehr gutes. Und morgens um 5 Uhr aufstehen und dann bis abends um 19 Uhr ungefähr 30 Wetterberichte schreiben für den BR auf verschiedenen Ebenen. online oder Hörfunk oder Fernsehen. Die Fernsehshows. Und ich habe mich schon immer gefreut.

Mal nicht, weil ich seit meiner Studentenzeit eigentlich Spätaufsteher bin. Und diesen Biorhythmus kann man auch ganz schön... Wann ging ihr dienstlos um? Um 5 Uhr morgens. 5 Uhr morgens, das heißt 4 Uhr aufstehen. Nein, ich habe Gott sei Dank mein eigenes Büro. Muss also nicht jeden Tag hin und her fahren zum BR und unnötig viel CO2 in die Luft blasen. So kann man es positiv ausdrücken. Also ich war sehr dankbar, dass der BR mir die Möglichkeit gegeben hat.

dass ich von meinem Büro alles erledigen kann. Und das wurde dann eben online zugeschickt, die ganzen Wetterberichte. Und sodass ich, lass mich nachzählen, ich glaube, ich hatte acht Schritte zwischen Bett und Büro. Katzenwäsche und ab an den Schreibtisch. Ja, genau. Sehr gut. Was haben Sie denn direkt danach gemacht? Also nach dem letzten Arbeitstag, weil man hört ja immer so die Geschichten.

Oh Gott, da war dann erstmal eine große Stille. Erstmal habe ich mich riesig gefreut und dann habe ich gemerkt, dieser Ruhestand oder Pseudoruhestand, weil ich ja immer noch einige Sachen jetzt pflege, der hatte mehr was von Friedhofsruhe.

Wetterberatung Und Hagelabwehr

Ruhestand und ich habe mir gesagt, so kann es nicht weitergehen und irgendwie kann ich doch noch was tun und dann aus dem Tagesdienst habe ich mich zwar verabschiedet beim BR, aber ich mache noch Open-Air-Festivals berate ich. Also ich hatte jetzt gerade am Wochenende Klassik am Odeonsplatz, die habe ich drei Tage lang beraten und das war manchmal ein bisschen knifflig, weil immer wieder Schauer der Gewitter München angepeilt haben.

Ja, also ich freue mich jedenfalls, dass ich da noch was machen kann. Und ich habe immer noch meine Piloten seit mehr als 20 Jahren. Das sind die Piloten der Hagelabwehr. Die Rosenheimer Hagelflieger. Genau, die berühmten Rosenheimer Hagelflieger. Und da dirigiere ich den Piloten zu der Gewitterzelle. die am ehesten das Potenzial hat, größere Nagel zu produzieren. Und was machen die dann mit den Gewitterwolken, diese Piloten? Die impfen sie mit Silberiodid. Das ist vom Umweltgedanken her...

Aber es ist schädlich für großen Hagel, denn es sorgt dafür, dass aus einzelnen großen Hagelstücken kleinere werden, die eben keinen Schaden anrichten. Und das ist der Sinn. Und ist das, wie muss man sich vorstellen, ist das wie eine Düse am Flugzeug oder wie wird das denn gemacht? Ja, das ist eine Düse am Flugzeug, wird dort auch produziert, wird hinausgeschossen in die Wolke. Man sagt auch impfen. Wir impfen jetzt die Wolke.

Und dann fliegen sie schnell wieder weg, weil es ist schon ein bisschen ein gefährlicher Job. Waren Sie da auch schon mal dabei in so einem Flugzeug? Ja, einmal war ich dabei, aber es ist wirklich eine kleine Cessna. Das ist eigentlich nur für einen. Und man fliegt da ja direkt ins Gewitter, kann man sagen, oder? Man fliegt da, wo der Bär tanzt sozusagen. Also wirklich da, wo am ehesten noch, wo der Auftrieb ist.

Da fliegen die Wolke an die Unterseite der Wolke. In der Wolke herrscht starker Auftrieb. Das heißt, sie impfen die Unterseite der Wolke und der natürliche Auftrieb sorgt dafür, dass sich dann diese Silberiodid über die ganze Wolke verteilt.

Und dann wird der Hagel geschreddert und kommt kleiner und eine andere macht weniger Schaden. Geschreddert, das finde ich gut. Ja, genau, genau so ist es. Und das wackelt ganz schön in dem Flugzeug wahrscheinlich, oder? Ja, ja. Oh Gott, das wäre nichts für mich.

Privatleben Und Leidenschaft

Sagen Sie, Sie haben ja eine Lebensgefährtin, eine Partnerin. Was hat die denn eigentlich gesagt, als es erst hieß, so jetzt ist das mal rum mit dem Wetter und den vielen Arbeiten? Und dann haben Sie ja nach nicht allzu langer Zeit beschlossen, dass Ihnen das alles zu still ist. Ja, das habe ich gesagt.

das machen, also irgendwie die Zeit füllen und da hat sie gesagt, lass mich in Ruhe, ich habe selber meinen Tagesplan, mein Programm und dann war ich wieder auf mich selbst zurückgeworfen sozusagen. Und natürlich hat sie sich gefreut. Wir können jetzt öfter kurze Urlaube machen oder Ausflüge, einfach um sich zu bewegen. Das ist ja einfach etwas ganz Wichtiges, die Bewegung, besonders wenn man älter ist.

dass man nicht, wer rastet, der rastet. Das ist ganz klar der Spruch. Professor Grönemeyer war mal bei uns, der Bruder vom Herbert. Der ist ja Rückenarzt und der hat diesen schönen Satz gesagt, Turne bis zur Urne. Fand ich auch ganz gut. Ich tone gerne, aber ohne im Hinterkopf die Urne zu haben. Finde ich auch besser. Lieber Herr Dr. Sachwe, wir schreiben jedem Gast einen Lebenslauf. Das haben wir auch für Sie gemacht. Ich darf Sie bitten, den jetzt mal vorzulesen.

Mein Name ist Michael Sachwe. So weit, so gut. Und Wetter ist mein Leben. Gepackt hat mich meine Leidenschaft als kleiner Junge auf dem Boot meines Vaters. Wo andere Angst entwickelt hätten, habe ich gestaunt und wollte mehr wissen und erfahren. Ich habe auf höchsten Bergen, auf dem Meer, auf allen Kontinenten Wetter beobachtet. und erforscht. In Bayern kenne ich jedes Wetterphänomen. Ich sage auch Robbie Williams voraus, ob er nass wird.

Das heißt, ich füge hinzu und ich sorge dafür, dass er nicht nass wird. Sehr gut. Und schicke die Hagelflieger los. Meine zweite Leidenschaft hat mit der ersten zu tun. Ich jage Stürmen hinterher. Genauer gesagt, Storm Chaser heißt... Eigentlich vom übersetzt Gewitterjäger, also ich jage Unwettern hinterher, die bergen Stürmer oder Hagel oder was auch immer. Dabei suche ich nicht die Gefahr, sondern die Erkenntnis und die besten Fotomotive.

Mein Wunsch für die Zukunft, gesund bleiben, damit ich noch mehr Stürme jagen und noch mehr und andere Motive fotografieren kann. Und ich füge hinzu, damit ich auch viel Zeit habe mit den Menschen.

die mir etwas bedeuten, zusammen zu sein. Sehr schön. Das finde ich gut, dass Sie das noch dran gepackt haben. Sie sagen, Robbie Williams, ob er nass wird, beziehungsweise sorgen dafür, dass er es nicht wird. Aber wenn da so ein großes Konzert geplant ist und Sie sagen, da kommt jetzt ein Riesengewitterfront, dann können die so...

Herausforderung Punktgenaue Wetterprognosen

Ja, da muss ich sofort den, natürlich kontaktiere ich nicht ihn, sondern den Veranstalter und sage, Achtung, da kommt Gewitterfront, da sind Sturmböen möglich, vielleicht sogar Hagel und dann muss er abbrechen oder eine Pause anlegen. Also auch bei so diesen großen Festivals, diese drei Tage Rock im Park.

und was es da gibt. Das ist wirklich, und das ist für Meteorologen auch schweißtreibend. Ein ganzes Berufsleben bestand oft darin zu sagen, teils sonnig, teils bewölkt, im Süden von Bayern örtliche Gewitter. Das ist gar nicht so schwer, das vorher zu sagen. Aber Robbie William zu sagen, wenn du um 20 Uhr in München, dort, wenn du da auftrittst, gibt es kein Gewitter.

Und auch um 21 Uhr nicht, aber vielleicht um 22 Uhr, da müssen wir vorher nochmal reden. Also das sind Punktterminprognosen, wie der Meteorologe sagt, also auf einen Punkt genau und zeitlich genau. Und das ist sozusagen die Königsdisziplin in der Meteorologie. Was braucht man denn da für einen Vorlauf, also dass man wirklich zuverlässig sagen kann, weil Gewitter sind ja sehr schwer zu berechnen, wann genau sie wo sind.

Dankbare Gewitter sind die, die in einer Front kommen. Das ist eine langgezogene Linie miteinander verketteter. Einzelne Gewitter und die kann man schön vorhersehen auf dem Radar. Dann ist sie in Baden-Württemberg um 15 Uhr, dann um 17 Uhr vielleicht westlich von München und das kann man ganz gut in den Griff kriegen. Wir haben aber auch wegen des Klimawandels.

Oder mehr und mehr diesen anderen Typ von Gewitter, die lokal sind, aber dafür umso heftiger und die ganz schwer vorherzusagen sind, weil sie ziehen nicht wie mit einem Lineal gezogen, sondern oft so wie ein Hase auf der Flucht schlagen sie Haken. Oder lösen sich plötzlich auf und ein Gewitter in der Nähe kriegt dann einen Schub und wird plötzlich sehr stark. Also man muss eigentlich ständig, man muss sich die neuesten Prognosen angucken.

Und fast noch wichtiger ist sich den Radarloop, das heißt die Animation der letzten zwei Stunden Regenradarbilder, sich anzuschauen, um ein Gefühl dafür zu kriegen, zieht das Gitter jetzt genau auf den Veranstaltungsort zu oder vorbei. Was für eine Verantwortung.

man da auf den Schultern trägt als Meteorologe, oder? Also sind Sie schon mal falsch gelegen? Haben Sie schon mal was abgeblasen und dann war nichts? Nein, das nicht. Wobei der Meteorologe neigt oft dazu, eher zu sagen, na, also ich würde lieber...

Absagen, um nicht dann nachher, das wäre fatal, wenn man sagt, ach zieht es durch, es kommt ja doch nicht und dann kommt es doch anders. Aber ich hatte mal eine Veranstaltung, das ist aber schon länger her, das ist Sommernachtstraum, das ist eine regelmäßig Veranstaltung. Und die hatte ich betreut. Und da zog ein Gewitter auf einer ganz ungewöhnlichen Bahn von Osten her.

Ganz in der Nähe vorbei. Und ich habe das kalkuliert und habe gesagt, boah, das kriegen wir noch, das schaffen wir noch. Das Gewitter ist zwei, drei Kilometer weg. Macht weiter mit der Veranstaltung. Aber das war so eine knappe Nummer, weil die Menschen, wenn das Gewitter zwei, drei Kilometer entweg ist, dann sieht man natürlich die Blitze zucken. Ja, klar.

Und der Veranstalter war schweißnaß und eigentlich war ich auch schweißnaß mit der Zeit und habe gesagt, doch, zieht es durch. Und ja, aber im Nachhinein haben wir gesagt, bei so einer knappen Nummer, dann tun wir sicherheitshalber Absagen.

Frühe Leidenschaft Für Wetter

Man braucht auch gute Nerven in Ihrem Job. Ja, unbedingt. Wow. Wetter ist mein Leben. Das haben wir gerade in Ihrem Lebenslauf gehört. Und diese Begeisterung ging ja schon früh los bei Ihnen mit Ihrem Vater auf einem kleinen Segelboot. Da sind Sie oft rausgefahren. Wie alt waren Sie denn da? Da war ich, als es losging, war ich sechs Jahre alt.

Und was für mich das Wetter dann später war als Hobby oder mehr als Hobby, als Leidenschaft, war für meinen Vater das Segeln. Und zum Segeln ist es ganz schlecht, wenn man ganz allein auf dem Boot ist. Man braucht schon ein Team.

Eine Crew, wie es im Segelsport heißt. Und dann hat er halt die Familie mitgenommen. Alle, also ihre Schwester, ihre Mutter? Genau, später auch die Schwester, die ist vier Jahre jünger. Also mit zwei Jahren, glaube ich, waren sie noch nicht an Bord. Aber später war sie auch mit dabei.

Und die Mutter und wir haben das dann alles so ertragen, weil mein Vater hat das alles so durchgezogen. Also wenn Starkwind war oder die letzten Graupelschauer im April beim Ansegeln, das ist das erste Segeln in der Segelsaison, hat er so durchgezogen. Und am Anfang habe ich es. Offen gesagt gehasst. Und dann, wie es manchmal so ist, wenn man sehr vertraut wird mit der Sache, dann kann es sein, dass es umschlägt.

Und bei mir war es eben das Wettererlebnis, dass einfach die Graubeschauer und dazwischen wieder Sonne, also dieses klassische Aprilwetter oder wenn ein Gewitter herankam. Und dann begann ich den Himmel zu lesen und habe überlegt, was kann man aus dem Himmel herauslesen, wie das Wetter wird in den nächsten Stunden. Denn das war Ende der 60er Jahre, da waren die Wetterberichte so schlecht, da konnte man fast aus dem Himmel mehr herauslesen, als aus dem Radiowetterbericht.

ja auch so ein kleines Boot, das war nicht so komfortabel. Das war eine Jolle, das war eine größere Jolle. Und das war, weiß Gott, nicht komfortabel. Das war schon heftig. Da ist man dem Wetter dann auch voll ausgesetzt, wenn es mal stimmt. Genau, wir waren dem Wetter voll ausgesetzt. Und ich habe auch erlebt, das Wetter ist eben wahnsinnig wichtig, weil mit dem Wetter segeln wir ja letztendlich. Der Wind.

Es gibt ja bei vielen Menschen, die so eine große Leidenschaft haben, immer so diesen Moment, wo es so Knall gemacht hat. Wo man weiß, das ist mein Ding, das will ich machen, das begeistert mich. Das ist fast schon wie so eine Liebe auf den ersten Blick. Hatten Sie auch so einen Moment in Ihrem Leben? Letztendlich war es diese Gewitter oder Unwetter, die Faszination der Blitze. Damals habe ich noch in Köln gewohnt und 1972 war der berühmte Niedersachsenorkan und das werde ich nicht vergessen.

Wir haben in der Innenstadt gewohnt und der Sturm war so laut, dass jedes Mal auf dem Höhepunkt einer Böe hat es dann irgendwo geklirrt, weil wieder mal Dachziegeln irgendwelche Fenster geflogen sind. Und das war so eine laute Nacht und eine aufregende Nacht. Also ich konnte nicht schlafen. Und ja, einer dieser Momente war zum Beispiel dieser 1972. Und da habe ich gesagt, wow, da möchte ich mich mehr damit beschäftigen.

Ihr Vater ist ja mittlerweile 90 Jahre alt und noch bei guter Gesundheit. Ja, also vorbildlich. Es kann fast sein, dass er mich überlebt, so gesund wie er lebt. Schippern Sie ihn denn manchmal noch auf dem Boot über ein See oder so? Nein, das machen wir nicht mehr. öfter im Mittelmeer gesegelt, als ich jung war. Meine Eltern haben dann ein halbes Jahr in Spanien gelebt, ein halbes Jahr hier. Und was ich nicht vergessen werde, dass ich mit meinem Vater

Und noch mit zwei Familienmitgliedern den Atlantik überquert habe wie Kolumbus. Wir haben genau drei Wochen gebraucht wie Kolumbus. Und das war... Für mich Wetter pur. Da ist man ganz nah dran. Da ist man ganz nah dran. Und ja, wir hatten Wachdienst. Wir haben vier Stunden. Mussten wir nachts auch Wache halten.

Das war dann toll und ich kann mich noch erinnern, da waren wir kurz vor der Karibik, wir hatten es fast geschaffen, es wurde immer wärmer und da gab es diese fliegenden Fische, es gab wirklich Fische, die flogen. Und ich saß da oder ich lag da im Cockpit, ganz gemütlich, ganz lockeren Schlafsack und plötzlich zappelte es in meinem Schlafsack und ich schaue nach und ich dachte, um Gottes Willen, was ist jetzt passiert? Und da ist ein Fisch in mir direkt in den Schlafsack geflogen.

Mir ist ein Fisch in den Schlafsack geflogen. Den Satz habe ich noch nie gehört in meinem ganzen Leben. Das ist ja großartig.

Familienhintergrund Und Musik

Ihre Mutter, die ist ja leider sehr früh verstorben, da waren sie gerade mal 16 Jahre alt. Und war das denn für Sie dann auch, auf diesem Boot zu sein, auf diesem Segelboot zu sein, in der Natur zu sein, war das für Sie auch ein wichtiger... Raum, um irgendwie Ruhe zu finden?

Trauern zu können, oft ist das ja so, dass man solche Bäume findet. Genau, wenn man es erst erfährt, ja, dann ist die Trauer, aber man hat natürlich schon, sie hatte Krebs und wir haben das alle mitgekriegt, dass es möglicherweise bald zu Ende geht. Erstmal verdrängt man es. Eigentlich, das Trauern hat nicht aufgehört. Es ist immer wieder, wenn es bestimmte Momente gibt im Leben, denkt man an sie. So ist es. Also es ist eigentlich ein immerwährendes Trauern.

Und ja, man muss damit leben. Ich fand immer ganz hilfreich den Satz, dass es einfach Liebe ist, diese Trauer. Und sie geht nicht weg und das ist irgendwie ein schöner Gedanke, finde ich. Genau, sie war auch uns, sie hatte von der pädagogischen Einstellung folgte sie Maria Montessori mit.

ihre sehr liberalen Einstellungen und dass man sehr darauf achtet, wie man die Kinder fördern kann. Und es war ein sehr warmherziger, liebevoller Mensch, der eigentlich unser primärer Ansprechpartner war in der Familie. Der Vater war in der Klinik tagsüber.

Und kam erst abends. Der war ja dann auch so ein bisschen das Gegenteil, oder? Weil er sehr streng war, oder? Ein bisschen ist jetzt untertrieben, sehr schmeichelhaft ausgedrückt. Er war eben streng, autoritär, ich würde sagen so Richtung Preußisch. Und die Mutter war absolut das Gegenteil.

So habe ich schon ganz früh erlebt, was für Kontraste es vom Temperament her und vom Wesen her geben kann. Das war vielleicht ganz hilfreich, später mit sehr unterschiedlichen Menschen auskommen zu können. Aber auch eine große Umstellung für Sie dann in der Pubertät, oder? Ja, gerade. In der Pubertät hätte ich sie eigentlich am meisten gebraucht, weil man da an sich selber ja knabbert in der Zeit oder flüchten will und was auch immer. Und ja, aber...

Ihr Vater preußisch, haben Sie gerade schon gesagt. Das heißt, das Klavierspielen, das hat auch er sich ausgedacht, dass Sie das machen müssen? Ja, ich glaube, er hat sich das auch ausgedacht, aber ich denke schon unterstützt von meiner Mutter. Ich musste Klavier spielen, ob ich die Klavierlehrerin mochte.

Oder hasste, das war völlig egal. Und ob ich das übe, das ist immer dieses leidige Üben. Man muss dann eben vorspielen. Und viermal im Monat oder zweimal im Monat hatte ich Klavierunterricht. Und das habe ich sieben Jahre lang durchziehen müssen. Und ich war so froh, als ich das dann nicht mehr spielen musste und habe dann viele Jahre später gemerkt, auch im Umgang mit anderen Menschen, wie die zur Musik stehen, dass ich durch diese musische Ausbildung, die ich auf jeden Fall bekam,

eine sehr innige Beziehung zur Musik bekommen habe, die mir später in vielen Momenten ein großes Glück gebracht hat. Sei es in glücklichen Momenten, wo es mich stimuliert hat, bestimmte Musik. Oder in unglücklichen Momenten, wo genau die Musik, sei es Bach oder sogar Mobi, bestimmte Stücke, die mir Trost gegeben haben. Also auch Popmusik. Popmusik haben Sie auch kennengelernt. Ja, es ist sehr unterschiedlich.

Es hängt sehr von der Stimmung ab. Manchmal höre ich eben Bach oder Beethoven, manchmal die Stones und ja. Da ist ja alles dabei bei Ihnen. Aber wissen Sie was, Sie haben es so gut, dass Sie das mal gelernt haben, Klavierspielen. Machen Sie das noch ab und zu? Nein.

Da brauche ich ja dieses Riesenteil. Ich bin ja schon zweimal gescheitert am Klavierlernen. Ich würde es so gerne lernen, aber dann hat es auch immer so Zeit und nicht geübt und dann frustriert über einen selbst und so. Aber ich finde es schon, machen Sie es doch wieder. Das ist bestimmt toll.

Storm Chasing In Den USA

Ja, stimmt. Frauen finden das super übrigens, wenn Männer Klavier spielen können. Frauen finden andere Sachen auch super, zum Beispiel Storm Chaser. Na gut, ja stimmt, da reden wir jetzt auch drüber. Ja, es ist so ein durchgeknalltes Hobby. Wir haben interessanterweise in Deutschland ganz wenige Frauen.

als Storm Chaser, als Wunnenwetterjäger. Ja, da wollte ich eh fragen. Gibt es da überhaupt Frauen? Weil ich habe mich da so ein bisschen beschäftigt. Ganz wenig. Aber wir hatten das Glück, wir sind immer im Team unterwegs. Wir machen das seit 2008 in den USA. Und wir haben immer wieder mal unsere Bianca mitgebracht.

dabei, die ist noch in den 30ern, also man muss sagen, das ist Storm Chasing, also die Unwetterjagd, ist so eine Leidenschaft, die schweißt Menschen zusammen aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen und unterschiedlichen Alten. Also sie ist noch ziemlich jung, sie ist eine Krankenschwester und sie lässt sich aber derart begeistern. Also legendär sind ihre Lustschreie bei jedem Blitz. Auch ein Satz, den ich so noch nicht gehört habe. Aber jetzt müssen wir uns das mal erklären. Also es gibt...

In den USA eine Saison für diese Stürme, oder? Ja, das ist April bis Juni. Und das heißt, Sie sind da jedes Jahr im April, fliegen Sie dahin mit mehreren Menschen? Seit 2008 jedes Jahr mit zwei schmerzhaften Corona-Jahrausfällen. Und da fahren Sie jedes Jahr hin als Team auch? Ja, das ist ganz wichtig, weil es ist wirklich Jagd. Einer muss auf die Navigation schauen, der andere auf die meteorologische Navigation. Das heißt, wo ist die Tarchet-Area, wo ist unser Zielgebiet?

Da fährt man manchmal Strecken von München bis nach Hamburg, um rechtzeitig abends noch dort zu sein, wo dann die Gewitter entstehen. Das ist wichtig. Ja, also zu zweit mindestens ideal ist, wenn man zu dritt ist. Und warum jagt man überhaupt Stürme? Ist das ein wissenschaftlicher Ehrgeiz, eine Leidenschaft? Was ist das? Ja, Jagen ist nicht so, wie man... Die Stürme haben keine Angst vor uns und flüchten vor uns nicht. Man sagt einfach Sturmjäger, wir...

fahren denen hinterher, die ziehen ja auch selbst und manchmal ziemlich unberechenbar. Und wir müssen schauen, das ist eben unser meteorologischer Ehrgeiz als das Meteorologe, dass wir dann doch ein gutes Gespür dafür haben, wo sie hinziehen. Und dass wir ihnen zuvor kommen, dass wir uns schön an einem Hügel aufstellen können mit unseren Kameras und Stativen.

Und dann kommt das Gewitter und dann haben wir einfach Freude daran, einmal das Gewitter zu erleben, aber auch zu dokumentieren. Blitze zum Beispiel, mich interessieren Blitze besonders, weil jeder Blitz ist ein Unikat der Natur. Der kommt in der Form nicht wieder.

Das ist einfach toll und wir haben manchmal auch Hagelstürme bis zum Orkan. Also alles, was wir hier an Gewitter und Unwetter erleben, ist da drüben noch ein Kaliber mehr. Aber stehen Sie dann da mittendrin in diesem Sturm oder sind Sie...

Hinter dem Sturm oder vor dem Sturm? Wie ist das? Wie fühlt sich das an? Werden Sie da entweht von Hagel und Wind? Wir sind zerrissen. Ein Teil von uns möchte das Gewitter erleben, also mittendrin sein. Der andere möchte es aber schön dokumentieren mit der Kamera. Und wenn man mitten im Regensturm steht,

kann man nicht wenig dokumentieren. Und draußen, wenn man dicht vor dem Gewitter ist, also sozusagen den Platz in der ersten Reihe hat. Das wollen wir alle, den Platz in der ersten Reihe haben als Fotografen. Und dann diese riesige, zum Teil runde Wolkenwand. Die Mothercloud oder Mothership, wie es im Experten ist. Mutterwolke. Ja, genau. Die wollen wir dokumentieren im Weitwinkelformat und da braucht man ein bisschen Abstand zum Gewitter.

Und das andere Problem ist, wir haben ja Mietwagen. Es kommt ganz schlecht, wenn wir jedes Mal, wenn wir unser Auto zurückgeben, es mit Hageldellen zurückgeben, weil das gilt dann dort als Totalschaden. Es gibt nichts Schöneres, als den Hagel aufzulesen im Gras und alle suchen, wer den größten Hagelstein hat. Das ist wie Ostereier suchen.

Aber bitte nicht selbst erleben, sondern dahin fahren, wo er dann gerade gefallen ist. Wie groß war denn der größte Hagelstein, den Sie je in der Hand hielten? Das war 10 Zentimeter im vergangenen Jahr. Aber das ist doch dann auch gefährlich, wenn man wo steht, wo solche Teile runterkommen. Ja, genau. Deswegen versuchen wir eigentlich nicht da zu stehen oder zu fahren, wo die runterkommen.

Also Sie haben es danach entdeckt sozusagen. Sondern direkt danach, genau. Waren Sie da auch schon mal in einer gefährlichen Situation bei dem Stormchasing? Ja, es gab mal eine Situation, wo ein Tornado nur 800 Meter weiter weg war. Das war früher, als wir noch nicht so gute Internet- und Reise.

Das Radar zeigt uns sofort, wie weit wir vom Tornado entfernt sind. Aber das war vor vielen Jahren und da war ein Tornado nur 800 Meter von uns weg. Wir haben ihn nicht gesehen, weil zwischen dem Tornado und uns der Regenvorhang war. Und wir sind weiter darauf zugefahren. Und dann haben wir im Regen gerade noch erkannt und sind dann blitzschnell vom Jagdmodus in den Fluchtmodus gewechselt. Das war schon eindrucksvoll. Dann gab es mal eine andere unangenehme Situation.

Ganz anderer Art. Beim Gewitterjagen ist man manchmal eher zu schnell als zu langsam. Und da hatte uns ein Polizist, die können auch jemanden von vorne lasern. Die machen das oft mobil mit ihrem Auto und der hat uns dann angehalten.

Und da muss man ja echt Hände ansteuern bei den USA. Also angehalten, weil ihr zu schnell unterwegs wart. Ja, wir waren 15 Meilen zu schnell. Das sind mehr als 20 kmh. Da haben wir gedacht, oh Gott. Und das war dann wie im Film. Jetzt haben wir zwei Probleme. Wir müssen ordentlich was zahlen. dem verpassen wir das Gewitter, hinter dem wir waren. Und ich weiß noch, wie der Mann wirklich sehr ernst und was wir hier machen. Und dann schaut er in den Führerschein und sagt, ah, Deutsche.

Und da haben wir gemerkt, dass wir so einen German Bonus hatten. Ich glaube, es ist jetzt immer noch, dass man als Deutscher eigentlich schon angesehen ist oder jedenfalls ein bisschen Respekt gespürt und dann war nicht mehr so streng. Und dann hat er uns gefragt, was wir eigentlich in dieser Gegend machen, dass doch keine Touristengegend hier, wo sich Fuchs und Haas Gute Nacht sagen.

Was machen wir denn da? Das war im Westen von Texas, wenn ich mich recht entsinne. Und da haben wir gesagt, wir sind Storm Chaser. Und spätestens dann hat sich seine Mine völlig aufgehellt und sagte, wow, bei drüben ist es fast ein Volkssport und ziemlich gut angesehen, weil die Stormchaser melden, was sie erleben an Tornados, geben das an den Wetterdienst weiter und der kann dann seine kurzfristigen Prognosen verbessern.

Die sind also recht angesehen da drüben und dann hält es sich seine Mine auf. Und dann hat er die ganze Strafe vergessen und hat gesagt, aber bitte beim nächsten Mal nicht so schnell fahren. Das war das Einzige, was wir am Ticket bekamen. Und dann war noch dieses tolle Erlebnis, das war damals noch 2009, 2010, da hatten wir noch.

kein Internet während der Fahrt, also kein Radar. Aber die Polizeiautos hatten das. Und er hat gesagt, kommen Sie doch mit zu meinem Wagen, da kann ich Ihnen zeigen, wo das Gewitter gerade ist, weil wir Radar haben. Wie gut, dass ihr zu schnell gefahren seid. Ja, im Nachhinein. Einfach im Leben für besondere Erinnerungsmarken oder für Glücksmomente muss man auch zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. Das habe ich auch gelernt.

Fotografie Als Zweite Leidenschaft

In den USA ist das Volkssport, haben Sie gerade gesagt. Ist es dann so, dass man immer auf der Jahre, wenn man da immer wieder hinfährt, ist das wie so eine Community, dass man sich dann kennt? Sind da auch Freundschaften entstanden? Man kennt sich. Also ich habe dann auch viele amerikanische Teams kennengelernt.

Und wir hatten mal sogar einen Sponsor, das war der Weather Channel. Der hat uns Geld gegeben, dass wir ihm unsere Filmclips und Fotos geben. Und jedes Mal, wenn das Wetter schlecht ist in unserem Sinne, also wenn die Sonne scheint und wir haben nichts zu jagen, dann sagt man so, jetzt wird es Zeit. dass man sich mal trifft.

Und dann treffen wir uns irgendwo und erzählen, was wir erlebt haben, zeigen unsere Bilder. Meine schönsten Stürme. Ja, genau, meine größten Hagelkörner, meine schönsten Stürme. Und da gibt es viel zu zeigen. Und das ist immer ein schönes Erlebnis. Und ich hatte auch da jemanden kennengelernt, den man dann später, ich habe einen größeren,

Buch geschrieben über Storm Chasing und der mir dann auch Bilder von meinem Buch gegeben hat. Ja, es ist eine tolle Community. Und dieses Fotografieren dieser Stirne oder Naturereignisse? Das ist der Hauptgrund, warum man das macht. Das Erleben und das Fotografieren und Dokumentieren. Erleben, Filmen und Fotografieren, genau. Und dieses Fotografieren, das haben Sie dann ja zu Ihrer zweiten Leidenschaft neben der Meteorologie gemacht, kann man sagen, oder? Also das ging los.

mit Stürmen, Blitzen, Donner, Hagel. Wie ging denn Ihre fotografische Reise dann weiter? Das ging einfach weiter. Erst habe ich Wetter fotografiert, dann später auch Landschaften. Das ist auch, wenn man in den USA ist. Dann habe ich das Glück gehabt, für längere Zeit eine Freundin zu haben.

die genauso gerne reist wie ich. Und auch diese Art zu reisen mochte sie. Manche können ja nicht reisen, ohne dass sie nicht alles schon bis ins Kleinste vorgeplant haben und gebucht haben. Nein, wir konnten drauf losreisen. Wir haben ja auch beide Geografie studiert. Wir kannten die Landschaft.

wussten, wo wir hinwollten, aber haben gesagt, wir reisen so, dass wenn es uns an einem Ort länger gefällt, dann bleiben wir einfach dort. Und so haben wir das gemacht. Und auf die Art haben wir Island, Argentinien, Chile, Namibia. Einfach wunderschöne Orte kennengelernt. Man möchte ja das, was man sieht und erlebt, auch festhalten für sich und das geht mithilfe der Fotos, also erstmal dokumentarische Fotos. Dann kam ich hier, als ich nach Eding kam.

Wurde ich Mitglied im Fotoclub Erding und habe dann auch die künstlerische Fotografie kennengelernt und mein Portfolio sehr erweitert und hatte dann den Ehrgeiz bekommen, auch einen internationalen Titel zu erlangen und dafür musste man auf...

internationalen Wettbewerben sehr erfolgreich sein. Und so habe ich das sehr intensiv verfolgt. Und ich habe es im letzten Jahr geschafft und in diesem Jahr wird mir dieser Titel dann die Urkunde überreicht in Dresden bei einer feierlichen Veranstaltung. Und für welches Bild? Nicht für ein einzelnes Bild, sondern für mehr als 100 Bildern, die international Erfolg hatten.

Und momentan bin ich ein bisschen ab von der Naturfotografie und mache mehr Porträtfotografie und Modelshooting. Das hat irgendwie was ganz Besonderes. Es ist einfach, wenn man einen Berg oder ein schönes Gewitter wunderbar ablichtet. dann sagt es nicht Danke, aber wenn man, also wissen Sie, das Zwischenmenschliche, wenn man mit einem anderen Menschen Fotos anfertigt und das Mädel ist dann wirklich begeistert und sagt, wow, so habe ich mich noch nie gesehen, vielen Dank.

Schön. Tut auch mal gut, oder? Ja, das tut gut. Da bin ich ja sehr gespannt. Wir machen auch noch ein Foto auf der blauen Couch nachher. Hoffentlich entspricht das dann ihren Ansprüchen, dass wir da daneben liegen.

Klimawandel Und Hitzewellen

Dieser Juni, den wir jetzt gerade hinter uns haben, war ja der heißeste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, 37,8 Grad. Das war der bundesweite Jahreshöchstwert in Kitzingen in Unterfranken. Das war am 1. Juli dann dieser extrem heiße Tag und da hört man ja immer wieder.

Ja, Mai, wir hatten früher auch heiße Sommer, bleibt mal ruhig und so weiter. Es wird schon mehr, oder? Nein, es wird schon mehr und es ist sogar das Extremwetter, nämlich die Hitzewellen und die zunehmende Wärme, die als am gesichersten gilt. Die anderen Nebenfolgen, vielleicht mehr Unwetter oder mehr Hagel oder mehr Winterstürme, das ist noch sehr umstritten. Aber das mit der Hitze.

finde ich, ist ein ganz wichtiger Punkt. Und leider geht das in den Medien total unter, weil besonders Fernsehen und Online, die leben ja von Bildern. Und da liefert natürlich ein Hochwasser, wo sich irgendeiner an den letzten Ast klammert oder ein Hagelunwetter oder ein Sturm, ein Orkan, liefert natürlich viel mehr Bilder.

als die Hitzewellen, wo aber nachträglich die meisten Menschen sterben. Das war im letzten Sommer wieder mehr als 3000 Menschen in Deutschland. Aber das ist ein stilles Sterben im eigenen Kämmerlein oder im Seniorenwohnheim. Das bringt keine Bilder. vielleicht eine Fußnote in der Zeitung. Da versuche ich gerade dazu beizutragen, dass da ein Umdenken stattfindet und jetzt hat mich der Stadtrat auch in Erding eingeladen zu einem Vortrag im Herbst.

wo es auch über gesundheitlichen Folgen des Klimawandels geht. Also wir merken das hier natürlich schon auch. Ich kann mich erinnern, als ich angefangen habe zu moderieren, so Ende der 90er war das, da haben wir immer so Sommerwochenenden, wo es nicht geregnet hat und es schön heiß war, gefeiert. Und hey, Sommer, toll.

regnet gar nicht, super. Das hat sich komplett verändert einfach. Wir feiern jetzt den Regen. Und ich verstehe die jungen Leute, wenn sie sagen, das hatten wir früher auch, weil die sind ja bereits im Klimawandel, in der Klimaänderung groß geworden. Und zu meiner Zeit, als ich studiert hatte,

weiß ich noch, es war nicht selten, dass Anfang Mai, als das Semester begann, noch die letzten Schneeschauer kamen. Und wir hatten bei weitem nicht solche Hitzewellen. Aber dazu muss man, um das zu begreifen oder zu verinnerlichen, diesen Klimawandel, muss man schon älter sein. Ich würde sagen, mindestens 50 Jahre alt, um das selbst erlebt zu haben, diesen Wandel.

Und wir sind ja in Deutschland auch nicht besonders gut vorbereitet auf Hitze. Also ich stelle es immer wieder fest, meine Tochter, die sitzt in der Schule da, Südseite, die schwitzen, da gibt es keine Klimaanlage, keine Verdunklungsmöglichkeiten. Das ist wirklich krass und ganz zu schweigen. von Menschen, die in der Dönerbude oder der Hähnchenbraterei, Straßenarbeiter, das ist ja alles heftig, oder?

Da muss man sich doch mal umstellen, da muss viel passieren. Das ist wirklich ein Problem. Ich meine, natürlich kann man Prävention betreiben, Vorsorge. Der Straßenarbeiter weiß ich nicht, ob er mit einem großen Sonnenschirm Arbeitszeiten, aber zumindest die Dachgeschosswohnungen sollte.

auf jeden Fall klimatisiert sein. Wir sind da in Deutschland absolut, das sagt jeder Experte, ein Entwicklungsland, was die Klimatisierung betrifft. Auch im Europa-Vergleich. Frankreich ist es ähnlich. Südeuropa, die sind zum Teil akklimatisiert.

Klimaschutz Und Prävention

so oft in den USA und kommt zurück und sagt, mein Gott, das muss wirklich nicht sein, dass hier Menschen sterben, wegen der Hitze. Haben Sie denn auch eine positive Vision, ein positives Narrativ? Weil ich finde immer... Ist es ganz problematisch, wenn man über Klimawandel spricht, dann werden immer Horrorszenarien an die Wand gemalt.

Die Entwicklung ist alarmierend. Klar wissen wir alle. Nur ich glaube, wenn wir das Narrativ ändern würden, dass wir sagen, wenn wir das und das und das verändern an unserem Leben, an unserem Verhalten, dann könnte das Leben... so und so und so aussehen in 20 Jahren und eben keine schlechte Aussicht sein. Das ist sehr schwer. Ich würde fast sagen, sogar ohne Ironie, ich freue mich über die Folgen des Klimawandels, was die Biergarten...

Abende betrifft. Wir können länger im Biergarten sitzen. Also das ist verpönt heutzutage, die Vorteile des Klimawandels hervorzuheben. Deswegen nur ein anderes Beispiel. Wenn wir viele Arbeitslose im Winter haben, dann oft in strengen Wintern. Das heißt weniger Arbeitslose. Ich habe mal gelesen, dass die Stadt München für einen richtigen Wintertag mit Wintereinbruch, mit Schneeräumung, Salzen und so weiter mehr als eine Million Euro ausgibt für einen Tag.

Es gibt also auch Vorteile, aber natürlich überwiegen die Nachteile und wie gesagt, das ist nach meiner Auffassung sind das nicht die Stürme, Hochwasser und so weiter, sondern es ist die menschliche Gesundheit. Die Menschen und die Demografie ist ja so der demografische.

Wandel bedeutet ja, dass wir immer mehr ältere Menschen haben und um die muss man sich kümmern. Man muss auch wirklich die richtigen Tipps geben und nicht sagen, abends nochmal ordentlich lüften, denn die Tiefstemperaturen, die wir Metrologen für die Nacht vorher sagen, die treten immer ungefähr eine Stunde vor Sonnenaufgang ein. Abends ist es viel wärmer. Und da zu lüften, bedeutet die 27 oder 28 Grad abends reinzulassen ins Schlafzimmer.

Also eigentlich Wecker auf drei Uhr morgens stellen und dann aufmachen. Das wäre sinnvoll. Ja, oder zumindest um Sonnenaufgang herum ordentlich durchlüften und dann hat man die ganze kühle Luft. Und danach, ganz wichtig, verdunkeln. Weil die Wohnungen erhitzen sie ja durch den Glashauseffekt. Die Sonne scheint durch das Fenster hindurch, dadurch entsteht Wärme, aber die Wärme kann nicht wieder raus. Dadurch heizen sich die Zimmer auf der Sonnenseite.

Aber trotzdem, wenn man jetzt mal eine Vision wagt in der Zukunft, wenn wir städtebaulich ganz anders denken würden, wenn wir grünere Städte hätten, die Autos mal ein bisschen rauskriegen könnten. Das ist richtig. Es gibt zwei Arten von Klimaschutz.

verstehen unter Klimaschutz, dass wir unbedingt versuchen, diese CO2-Emissionen in den Griff zu kriegen. Das gehört zu den Pessimisten. Ich sage eher, steckt lieber das Geld in die andere Art von Klimaschutz, nämlich in die Prävention ein. Zieht die Dämme höher. Hochwasser klimatisiert die Räume, die besonders anfällig sind für Aufheizung. Also je höher im Haus, desto eher ist das der Fall.

Ja, in die Klimatisierung. Begrünt die Städte, weil wir haben den doppelten Effekt. Einmal die ganzen Pflanzen sorgen dafür, dass nicht so viel Sonne auf den Beton kommt. Auf die Hauswand fällt und zum anderen sorgen sie durch die Verdunstung für Kühle. Das heißt, ein Teil der Sonnenwärme wird dann in die Verdunstung umgesetzt und kann nicht mit Wärme umgesetzt werden.

Da kommt mir mein Wissen aus der Klimaforschung zugute. Ich war ja sieben Jahre, bevor ich diesen Medienwetterdienst aufgebracht hatte in der Klimaforschung an der Uni und da habe ich eben viel gelernt, wie sowas funktioniert.

Reisen Und Kulturelle Begegnungen

Sie waren ja schon auf der ganzen Welt unterwegs, haben sich Wetterphänomene angeschaut, haben fotografiert, einfach nur gereist auch mal. Gab es das auch mal eigentlich einfach nur mal Urlaub machen? Oder ist es immer verbunden mit irgendwas? Ja, das ist ein bisschen gefährlich. Bei Kurzurlauben sagt meine Freundin, also okay, mache ich mit, aber lass den Futter bereits zu Hause.

Aber Handy ist ja trotzdem immer dabei, ne? Ja, das Handy ist Gott sei Dank auch ein immer besser werdender Fotoapparat. Können Sie eigentlich sagen, welcher Ort oder welches Land Sie am allermeisten fasziniert hat auf Ihren vielen Reisen? Kann man das sagen? Das ist ganz schwer. Ich habe China zu einer Zeit kennengelernt, 1981.

Als China noch eigentlich Entwicklungsland war. Haben Sie ein Praktikum gemacht? Da habe ich ein Praktikum gemacht. Da gibt es auch Anekdoten dazu. Ich weiß nicht, ob ich die erzählen soll. Aber es war für mich sehr... Ach, die Schönste wollen wir jetzt schon noch hören, wenn Sie uns schon hier so anteasern.

Eine China-Anekdote. Das hatte ich beabsichtigt, dass sich das noch los wäre. Das ist aber schon sehr strange. Ich hatte das Glück, einen Professor zu haben, der Gott und die Welt kannte, international. Und der konnte mich zu einer Zeit, als China eigentlich erst begann,

dem Westen zu öffnen, konnte mich dorthin vermitteln, nach Shanghai. Und ich war sechs Wochen dort beim Wetterdienst in Shanghai und habe sehr viel dazugelernt. Und als ich dort ankam, als junger, da war ich noch Student, bekam ich einen. Chauffeur mit einem großen Wagen. Man muss sagen, damals fand zu 90 Prozent die Fortbewegung auf Fahrrädern statt. Ich hatte wie ein Staatsgast, habe ich mich gefühlt. Ein Chauffeur mit einem großen Wagen.

Und ich hatte einen eigenen Dolmetscher. Ich hatte zwei Professoren, die nur für mich da waren, mir jeden Tag Unterricht gegeben haben. Und ich hatte zwei Leute von der Stadt, da wusste ich ja, die haben ein bisschen aufgepasst, dass ich nicht in die falschen Viertel laufe. Kulturprogramm zusammengestellt. Es war rührend. Sie wussten eigentlich nicht so genau, wie Sie jetzt einen Gast behandeln. Also mein Chauffeur hatte weiße Handschuhe.

damit er sich um Gottes Willen nicht mit den Fingern direkt an das Steuerrad kommt, saß aber im Bauarbeiterunterhemd. Und diese Kombi, die werde ich nicht vergessen. Aber ich wusste, es war gut gemeint. Und ich habe noch nie so eine tolle Gastfreundschaft erlebt wie in Shanghai. Die andere Anekdote ist, sie haben jedes Wochenende so ein Kulturprogramm für mich zusammengestellt. Und an einem Wochenende hatte ich die Wahl zwischen zwei Veranstaltungen.

Und mein Dolmetscher übersetzte und sagte, ja, eine Veranstaltung ist im Stadion und die andere ist im Musikkonservatorium. Und dann habe ich gesagt, ah, Stadion, was findet da statt? Und dann hat er gesagt, eine öffentliche Hinrichtung. Und da stockte mir der Atom und ich sagte, nein, ins Musikkonservatorium. Danke, danke, aber gerne ins Musikkonservatorium. Dann kamen wir dort an.

Und was haben die gebracht? Im Nachhinein habe ich es verstanden. Aber ich habe mich natürlich auf Bach, Beethoven, Mozart gefreut. Und stattdessen gab es von Stockhausen zwölf Tonmusik. Das ist so ziemlich das... Total abgedreht. Also man kann es nicht genießen eigentlich. Nicht harmonisch, genau. Und nach einer halben Stunde in der Pause fragte ich, ob wir nicht doch noch ins Stadion gehen könnten.

Also für mich, für meine musisch geschulten Ohren war es eine Hinrichtung sozusagen, Stockhausen zu hören.

Produktivität Und Lebensweisheit

Sie leben ja jetzt in Erding bei München. Gibt es denn so etwas wie Müßiggang in Ihrem Leben, dass Sie einfach mal in der Welt rumschauen und nichts tun? Gibt es das? Ja, gibt es, aber dann merke ich schnell, dass ich... unruhig werde. Komisch, hätte ich jetzt nie gedacht. Ich bin wirklich für dieses Interview dankbar, denn zum ersten Mal bin ich in mich selbst gegangen. in der Vorbereitung und habe überlegt, was war mir wichtig im Legen. Und eins, was mir wichtig war immer,

war immer produktiv zu sein. Also ich habe ja auch etliche Bücher zum Wetter geschrieben. Dann die Fotografie ist auch etwas Produktives. Und wenn man so will, ist das Wetterbericht schreiben oder die Wetterbetreuung war auch etwas Produktives. Und das ist jetzt plötzlich weggebrochen. Und insofern suche ich eher momentan nach weiteren neuen Aufgaben. Und ich merke, wenn ich irgendetwas Produktives tue, dann fühle ich mich wohl. Und wie ist es mit der Geduld?

So, mit den Jahren hat die sich verbessert, weil ich glaube, die Tierfotografie war ja deswegen nicht so ihr Ding, weil man da so geduldig sein muss. Ja, die warten nicht, was machen wir, wenn sie die beste Einstellung haben. Das war, wobei einmal ein Bild, was dann nachher die Bronzemedaille bekommen, beim Deutschen Pfad. da saß ich im Wasser bis zur Brust und wollte unbedingt einen Wasserläufer fotografieren auf Augenhöhe. Und da muss man natürlich ganz tief...

Und war bis zur Brust im Wasser und war alles okay. Und eins von diesen 200 Bildern war da tatsächlich, wow, das war genau das Bild. Und da habe ich gemerkt, wenn ich mich an eine Sache festbeiße, am Anfang war ich ungeduldig. So erratisch laufen und manchmal stehen sie still und dann in dem Moment, wo man scharf gestellt hat, laufen sie weg. Hatte ich den Eindruck, dass es genau dann war immer. Und dann habe ich gemerkt, ja, wenn ich mich einmal festbeiße an einer Sache.

Dann ziehe ich das auch durch. Dann habe ich anderthalb Stunden da gesessen und dann habe ich das tolle Foto machen können. Allerdings mit gewissen Nachwirkungen, weil das wusste ich gar nicht, es gibt Zerkarien, das sind so kleine Würmer im Teich.

Und die haben sich, während ich fokussiert und fotografiert habe, in die Haut gebohrt. Und ich hatte dann so große Schwellungen, so ähnlich Mückenstiche. Aber nach einer Woche habe ich gemerkt, mein Gott, wenn das Mückenstiche sind, dann muss das doch weggehen.

ging aber nicht weg. Das hat zwei bis drei Wochen gedauert. Das hat ganz schön gejuckt und wehgetan. Naja, das nächste Mal werde ich dann im Taucheranzug. Ein preisgekröntes Foto mit Folgen, kann man sagen. Jeder Gast bekommt von mir am Schluss dieselbe Frage gestellt.

Was würden Sie Ihrem 20-jährigen Ich aus heutiger Sicht gerne sagen? Ja, hör dir genau dieses Interview an, dann weißt du... Das gilt nicht. Das ist eine Zeitreise. So weit sind wir noch nicht. Gut, also meinem 20-jährigen Ich würde ich sagen...

Entdecke dich selbst. Versuche herauszubekommen, wo dein Talent liegt, was dir am meisten liegt. Und das kannst du nicht... tun, indem du immer dasselbe tust, versuche, ich habe durch meine Praktika eben die Welt entdeckt und entdeckt, was mich interessiert, gehe in die Welt hinaus, wenn ich Vater wäre, würde ich versuchen, meinem Sohn oder meiner Tochter die bestmögliche Ausbildung zu bieten.

Und auch viele Praktika und auch Auslandserfahrung. Das ist so wichtig, dass man mindestens eine andere Sprache fließend spricht. Man hat so viel mehr Möglichkeiten beruflich später. Also ich würde sagen, geh aus deinem Schneckenhaus heraus und versuch dich selbst zu entdecken und mach viele verschiedene Sachen. Versuch ein gutes Abi zu machen. Je besser das Abi ist, umso mehr Möglichkeiten hast du später.

Und wenn du das Gefühl hast, dass du was Falsches studierst, dann steh dazu und sag, okay, was interessiert mich wirklich und das studiere. Also damals war es so, in den 80er Jahren hat jeder gesagt, Hat überhaupt keinen Sinn zu studieren und auch Mythologie. Alle Stellen sind besetzt. Das war die Zeit der Massenarbeitslosigkeit. Und ich hatte mein Hobby zum Beruf machen wollen, unbedingt.

Und habe es trotzdem durchgezogen. Und das war eigentlich gut. Und das würde ich auch dem jungen Menschen sagen, studiere das oder mach den Beruf, wo dein Herz dabei ist. Sonst lebst du nur noch fürs Wochenende. Also ich glaube, Sie können mit Ihrem 20-Jährigen nicht ganz zufrieden sein, wenn ich mir Ihr Leben so anschaue. Danke. Vielen herzlichen Dank, dass Sie heute bei uns waren. Danke.

Hören Sie zum Beispiel auch unseren Nachhaltigkeits-Podcast Besser Leben. Wie Sie die Umwelt schützen und dabei bares Geld sparen. Bayern 1 gehört ins Leben.

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