Willkommen zu "Besserleben", der Standard-Podcast zum Glücklichwerden. Es ist die letzte Folge unserer Sommerpause, die letzte Replay-Folge und heute geht es noch einmal ums Kochen. Der Sommer ist noch lang, man kann noch viel köstlicher Sachen kochen. Und vor ungefähr einem Jahr hatten wir ein Interview mit Petalena, Suche im Tieren, der uns damals erklärt hat, wie man eigentlich mit relativ wenig Aufwand und Fähigkeiten besser, origineller und, öfters auch, gesünnlicher
Kochen. Ja, hoffentlich kann man was lernen. Viel Spaß und wir hören uns dann nächste Woche mit einer neuen Folge. Willkommen zu "Besserleben", der Standard-Podcast zum Glücklichwerden. Ich bin Martin Schauhuber. Ich bin Selina Thaler. Und wir lernen heute das Kochen. Also konkret habe ich es schon gelernt von unserem Studio-Gast. Zu Gast ist bei uns heute Petalena. Er ist Suche im vegetarischen und auch auf Anfrage veganen Sterne lokalitieren. Er ist der besten vegetarischen
lokaliter Welt, das mitten in Wien ist. Und er leitet dort auch die Kochschule, für die ich einen Gutschen geschenkt bekommen habe von Freunden. Und dann war ich bei Peter und deswegen ist das auch jemanden, den ich heute außenweise tutze, weil wir haben uns im Kochkurs vier Stunden lang getutzt. Und dann habe ich mir gedacht, eigentlich wird es, glaube ich, unseren Hörerinnen und Hörern auch nicht schaden, wenn er ihnen mal ein bisschen so die Basics und auch die fortgeschrittenen
Schmäß des Kochen erklärt. Peter, vielen Dank fürs Kommen. Vielen herzlichen Dank für die Einladung. Wenn es mal darum geht, überhaupt mal Kochen anzufangen oder besser zu kochen, überhaupt zu kochen, wenn man irgendwie nur Spiegelei und Nudeln im Repertoire hat, wie macht man das? Das ist eine gute Frage. Also prinzipiell, wenn man anfangen möchte zu kochen, dann muss einem das schon Spaß machen. Also gerade wenn man über Pasta und Spiegelei hinausgehen möchte, dann gehört
schon eine gewisse Interesse zu der Materie. Also was will ich zu Hause überhaupt essen? Oder was gefällt mir? Welche Richtung interessiert mich vor allem? Und dann kann ich mich da immer weiter in diese Materie hineinfuchsen und dann schaue ich, okay, was mag ich, was gefällt mir, was geht in meinem Zeitplan einfach gut auf? Welche Produkte habe ich verfügbar? Und dann entwickelt sich das eigentlich mit der Zeit. Also es hat keiner mit Philly Wellington angefangen,
sage ich jetzt einmal, sondern das hat sich alle step by step entwickelt, auch bei mir. Und je mehr man kocht und je mehr Aufmerksamkeit man in diese Materie hineinfließen lässt, desto besser wird das Ganze dann auch zu Hause natürlich. Also vor allem zu Hause. Meine Anfänge des Kochens waren so, dass ich die vier, fünf Speisen, die ich halt können habe, die ich eben mein erstes Studentenjahr gefühlt dann jeden Tag essen habe, dass ich einfach anfangen habe, die ein bisschen besser zu
machen, ein bisschen zu verfeinern. Das war nach der Zeit vor, also ich habe mich ja wenig damals noch aus dem Internet gelernt, das war dann schon mehr auch einmal die Mama anrufen zu, wie schmecken denn die Bradeerdepfel ein bisschen weniger Fahrt. Und natürlich ist die Antwort meistens brutter, aber bei mir war das halt so, ich habe dann im Endeffekt wirklich dann fünf Speisen halt dann wirklich auch schon relativ gut gemacht. Ist das gescheit oder sollt man lieber gleich eher ein
breites Reparator entwickeln und lieber neue Sachen probieren? Grundsätzlich finde ich das schon gut, wenn man so ein gewisses Basisreparator angerichten hat, weil man die auch jederzeit bis zu einem gewissen Grad abändern kann oder je nachdem nach eigenen persönlichen Präferenzen
dann immer wieder abwandeln kann. So haben wir es ja auch in der Kochschule gemacht, also wenn man da jetzt so ein Standard, sag ich mal Tomatensalatrezept hernimmt und man sagt, man liebt jetzt Tomatensalat, vor allem im Sommer, dann passen da verschiedene Beeren, verschiedene Früchte,
ich gebe ein anderes Olivenöl, ich koste mich da immer durch. Und so habe ich eigentlich schon eingerichtet, dass ich besonders gern habe, dass ich besonders gut koche in verschiedenen Varianten abgeändert oder wenn man zum Beispiel Tomatenpasta hernimmt, nämlich frische Tomaten, nämlich San Marziano Tomaten, nämlich Dosen Tomaten, gebe ich da getrocknete Tomaten dazu, probiere ich
mich mit dem Basilikum durch, gebe ich Bienenkerne oder Walnüsse, ähnliches dazu. Das ist ja prinzipiell schon ein Gericht, oder sag ich mal in meinem Gerichtreparator etabliert, wo ich sage, das habe ich sehr gern, aber ich kann das immer noch so ein bisschen adaptieren und mich da weiter
heran lassen. Also ich finde das schon ganz gut, wenn man seine Lieblingsrezepte hat und die auch aus dem FF einfach easy nachkochen kann, aber wenn man da noch so ein bisschen Kreativität reinsteckt oder sich ein bisschen mit den Zutaten spielt, dann ist das schon super, also da spricht überhaupt nichts dagegen. Man muss ja nicht alles neu erfinden. Wenn ich jetzt eben noch auf dem Niveau Pesto bin, irgendwas reinhauen ist dann auch schwierig und hoffen, dass die Speise dann besser
wird. Wie finde ich denn so die anderen Sachen, die du jetzt gesagt hast, die man ein bisschen anders machen kann, dann vielleicht auch ein bisschen besser? Wo soll ich mir da die Inspiration hernehmen, wenn sie jetzt aus mir raus nicht kommt? Das ist eine gute Frage. Ich finde tatsächlich,
dass auf YouTube, also es gibt schon einige Köche, bzw. die als Hobbyköcher das angefangen haben und sie da einfach so gut Videos machen mit ihren Lieblingsgerichten, da kann man sich ein bisschen inspirieren lassen und sonst ist es einfach ganz praktisch, wenn man mal kurz auf den Markt schaut.
Das klingt immer sehr romantisch in Wirklichkeit, dass man da einfach durchschaut und mal schaut, was gefällt einem und sich durchkostet, weil in Wirklichkeit man weiß ja von Anfang an, also man hat das ultimative Gespür für so Sachen, weiß man ja nicht, was passt, wozu, wie schmeckt was. Es ist immer ganz wichtig, dass man Produkte roh probiert, also mal wie schmeckt das Produkt, wie schmeckt eine Karotte, wie schmeckt ein Basilikum roh, ohne dass ich das irgendwie
verändert habe und dann ergibt sich das im Laufe der Zeit. Also kochen ist glaube ich nichts, was man von 0 auf 100 in einer Woche wirklich perfektionieren kann, weil einfach sehr viel Gespür, sehr viel Erfahrung und vor allem sehr viel Sensore mit dabei hängt. Also ich muss
erst einmal wissen, was wie schmeckt ja, damit ich das irgendwie weiterverarbeiten kann. Bei Basilikum Pesto jetzt, zum Beispiel wenn wir jetzt schon mal Pesto sind, das hat sich irgendwann noch mal etabliert, weil es halt viel Basilikum gegeben hat, nämlich auch noch, weil ich nicht was, ja wir haben jetzt einen Schafgabenpesto gemacht, das heißt das ist so ein typisches Wiesenkraut, das man eigentlich überall findet, das ist mehr so ein Unkraut oder es nimmt kaum einer wahr,
weil das halt wirklich so einen Herben, sehr intensiven Geschmack und wenn man das dann ein bisschen zu dem Basilikum dazugibt, hat man auch schon wieder ein ganz anderes Gericht, aber das sind einfach so Dinge, da muss man rausgehen und die muss man probieren. Also da glaube ich gibt es kein Erfolgsrezept dafür, dass man jetzt sagt okay, ich würde jetzt gern mein Basilikum Pesto oder mein Pesto im Allgemeinen aufs Next Level heben und dann fliegen mir per Zufall
irgendwelche Dinge zu, sondern da muss ich mich schon mit beschäftigen. Und das vorher auch die YouTube-Videos angesprochen, würdest du dann auch raten, sich bei Kochbüchern, TikTok Reels, YouTube irgendwie Inspirationen zu holen? Ja, auf jeden Fall, also ich finde das persönlich schlecht. Man hat ja die Möglichkeit, dass man einfach viel im Internet nachschaut oder sich viel zeigen lässt. Für mich persönlich ist es zum Beispiel auch einfacher, wenn ich Dinge sehe
oder Dinge vorgezeigt bekomme, als wenn ich es lese. Ich kann zum Beispiel nichts auswändig lernen, also ich kann schon Dinge auswändig lernen, aber ich kann jetzt nicht so, ich brauche immer ein Bild dazu oder irgendjemanden, der mir sowas zeigt. Ich glaube, da tun sich auch viele einfacher, weil dann sieht man okay, da schneidet das jetzt so, dann macht das jetzt so und im Endeffekt schaut das dann
so aus und ich sehe genau den Herstellungsweg, wie ich zu meinem Endprodukt komme. Das finde ich beim einigen Kochbüchern recht schwierig, weil du hast halt deine Zutatenliste, du hast deinen vier Seiten Text, da steht "Mach dies und jenes" und im Endeffekt schaut das so weit weg von dem aus, was auf dem Bild drauf ist. Das kann man auch mit YouTube noch schaffen. Und oft wollen die Köchinnen und Köche dann ihr geheimen Ding gar nicht verraten in den Rezepten, habe ich auf das
Gefühl. Ja, tatsächlich ist es oft beim Kochen so, also da geht es nicht so um eine Geheimzutat oder um ein Geheimding oder um einen Schnitt, den ich besonders gut kann, sondern einfach um die Qualität der Produkte. Also das hört man ja oft und immer, dass die Qualität einfach ausschlaggebend ist, aber das ist auch, also das ist tatsächlich so. Ich kann aus schlechten Produkten kein gutes Hessen machen, zum Beispiel. Ich finde generell Kochen ist ja auf Prinzip Kochenlernen ist ganz
nett, weil man dann schon sehr geschmackige Erfolgserlebnisse hat. Aber was würdest du vielleicht von Anfang an empfehlen für die ganzen Nackerten, dass man eben auch einmal dann relativ schnell, ohne dass jetzt fünfmal alles verbrennt oder zusammenfällt oder was auch immer, auch einmal
Erfolgserlebnisse hat? Also wirklich Pesto ist für mich eines der einfachsten Dinge, weil es im Endeffekt ja ist wirklich so, weil ich kann alle Zutaten in den Mixer werfen, ja und lasse ich halt ein paar Pinienkerne nicht im Mixer, sondern Röste, die noch separat angibt, die dann drüber, also das sind wirklich einfache Dinge. Ich glaube auch so einfache Soßen wie jetzt Tomatensauce oder sei es eine leichte Käsesauce oder eine Kräutersauce und so. Das sind schon ganz gute
Anfangsdinge. Ich sage einmal, wenn man jetzt Pasta oder Spätzle oder Jocke macht oder selbst wenn man sie kauft, es gibt ja auch gute Fertigprodukte gerade im Pasta Sektor, also so ist es da nicht. Und wenn man sich da an ein, zwei Soßen nochmal herantraut, sei es jetzt eine Carbonara oder Katschwebe Pepe oder so, das sind ja prinzipiell recht einfache von der Zutatenliste, weil ich brauche, bei Carbonara brauche ich viel Zutaten, das kriege ich schneller mal zusammen, dann schaue
ich mir mal an gut, wie funktioniert das wirklich? Das ist ja jenseits von Kochschinken und Schlagermas unterwegs. Und ich glaube, wenn man das einmal das erste Mal gekocht hat, was ein sehr simples Gericht ist und auch sehr schnell zu erlernen, das Gericht ist, dann hat man da schon ein gewisses Erfolgsrezept, weil man sich denkt, ok, ich kenne das vom Italiener bei mir an der Ecke, da ist das aber weit weg um ein Originalrezept und ich habe das jetzt einmal so nachgekocht, wie es
jetzt klassisch gekocht wird. Und das ist schon einmal was ganz Gutes. Eine gute Carbonara ist schon sehr geil. Vielleicht hätte ich vor der Aufnahme was essen sollen, weil das könnte es noch kritisch werden. Ich höre dann Magen noch nicht nur noch. Eine Frage, die sich jetzt gerade stellt, wenn die Temperaturen so hoch sind, ist ja auch, dass man nicht so lange in der Küche stehen will und vielleicht auch gar nicht so appetit hat auf etwas Schweres. Was geht denn schnell und ist
trotzdem gesund? Ich mag Salate sehr, sehr gerne, weil das wirklich sehr einfach ist. Also vor allem Tomatensalat, das sind ja jetzt gerade in der Tomatenhochssaison. Und das ist eigentlich auch Eingericht oder Salate im Allgemeinen, die man sehr schnell zubereiten kann. Da kann man sich jetzt ein paar Pilze dazu beraten oder ein Stück Fleisch oder ein Käse oder was auch immer. Aber bei mir ist
es dann auch so, ich habe immer ein paar verschiedene Dressings zuhause. Das heißt jetzt ein Standard Essig Öl Dressing. Da kann man jetzt Joghurt, Senf und so, also je nach Lust und Laune dazu geben und ein Tomatensalat Dressing. Und dann hast du sie schon fertig, Dressing durchschütteln, Salat marinieren, vielleicht noch ein paar Pilze oder ein Halloum dazu beraten. Getostet der Nüssen, den Schabata und dann ist es eigentlich gut und das dauert keine fünf Minuten in Wirklichkeit.
Also natürlich das Dressing macht man sich einmal vor, dann reicht es für ein, zwei Wochen von mir ist. Und wenn man so ein gutes Standard Dressing hat, das kann man ja dann in diversen Sachen abwenden und man jetzt, wie gesagt, Joghurt, Sauerrahmen dazu gibt. Im Nachhinein oder das mit
ein bisschen Balsamico oder ein paar Kräutern verfeinert, Nüssen, Nuss, Ölen. Lauter so Geschichten, aber wenn man da schon so ein Standard Dressing oder irgendwas recht flottes zuhause hat, was man gut abwenden kann, dann ist das eigentlich eines der einfachsten Dinge und auch eines der leckersten. Würde ich auch sagen. Dressings sind ein Thema, wo viele Menschen, die wirklich gut kochen, keinen Cent ihrer Aufmerksamkeit jemals investiert haben. Da schließe ich mich ein. Mein Dressing
ist in 99 Prozent der Fälle. Er schüttet ein bisschen Olivenöl und irgendein Essig drüber. Aber das habe ich schon öfters erlebt. Und dann geben wir eben wirklich mal gut Essen und ist einen Salat, der auf einmal total viel kann, obwohl wir dieselben Zutaten drehen, sind wir bei mir zuhause. Aber das ist schon was so. Ein paar Wochen mit Dressing beschäftigen, wäre vielleicht ein Projekt für den nächsten Sommer. Vielleicht nicht in Wien, wo alles gezuckert wird, wenn es so traditionell
gemacht wird. Ein vierter Kilo Zucker. Aber wenn wir schon bei den Gewürzen auch sind oder Zutaten, was sind denn so, ich sage jetzt mal Hausnummer 5 Zutaten, auf die du in deinen Gerichten niemals verzichten würdest? Zutaten per se eigentlich gibt es da keine, wo ich sage, okay, das muss ich mir dabei sein. Ich persönlich mag immer gerne, wenn irgendwo Butter dabei ist, aber das ist jetzt generell Salz oder hab es ich gerne, wenn es bei meinen Gerichten dabei ist, wenn ein bisschen
Säure dabei ist, also jetzt Citrusäure. Ich persönlich mag Citrusäure einfach sehr, sehr gerne. Also auf das würde ich schon mal gar nicht verzichten. Salz natürlich, frische Kräuter auf jeden Fall. Also ich finde, frische Kräuter evaluieren einfach Gerichte auf einen ganz neuen Level, finde ich. Vor allem du kannst dich da einfach spielen, also jetzt zum Beispiel Minze oder Basilikum, also wirklich intensive Sachen. Ich mag auch sehr gerne gute Öle und leichte Schärfe.
Wenn etwas scharf, also ganz leicht scharf, weil ich vertrag's einfach nicht so scharf, aber so eine aufregende Schärfe sehe ich jetzt, eine angenehme Säure oder so eine lebendige Säure. Salz sehe gleich fettig, also das sind eigentlich sage ich mal meine wichtigsten Eckdaten, also ohne da jetzt auf Zutaten einzugehen, weil so per se 5 essentielle Zutaten hätte ich nicht. Generell, dass die Masseure ist ja auch was, vielleicht auch was in der österreichischen
Küche traditionell eher auf der Seite liegt, als im Gericht integriert ist. Aber das ist auch was, glaube ich, dass viele Leute gar nicht so wahrnehmen und wenn man einfach sagt, man haut überall einen Spritz der Zitrone rein, weil eh ist das in Wahrheit viel raffinierter und es gibt vielmehr verschiedene Richtungen und es gibt nicht nur eine Zitrusfrucht, die man verwenden kann dafür, aber in Wahrheit, wenn man mal anfängt in diverse Speisen, die ein bisschen fahrt schmecken,
auch mal ein bisschen Zitronensaft rein zu hauen, wird es wahrscheinlich eines von 10 Gerichten komplett ruinieren, aber oft ist dann schon einfach so als Anfänger Trigger, mal so habe ich halt auch angefangen. Merkt man schon, okay, eigentlich wird es besser, eigentlich wird es besser, eigentlich wird es besser und dann kriegt man es vielleicht auch ein bisschen mehr mit,
dass dann irgendwann noch ein bisschen mehr geht als nur der Zitronensaft. Gibt es Zutaten, wo du sagst, das sind Sachen, die eigentlich in jedem Kochhaushalt gehören sollten, aber die in Wahrheit Menschen, die nicht wirklich gut kochen, nicht einmal anschauen? Du sagst, sollt man sich zumindest einmal den Schrank tun und dann werden wir es immer wieder hernehmen?
Naja, so, ich finde, man sollte mal ein gutes Olivenöl zuhause haben, ein sehr gutes Neutralisöl, da geht es auch nicht ums Baden, sondern einfach für Dressings, für wenigrechts so zum Abschmecken.
Ein gutes Salz ist auch super zuhause, weil ich finde Salz ist nicht Salz, also gerade bei jodierten Salz, ich persönlich mag es nicht, ich meine, ja, das ist doch ein Mineralstoff, den man zu sich nehmen sollte auch am Tag, aber ich finde jodierte Salz hat immer so einen leichten Waschmittelgeschmack, also das mag ich zum Beispiel gar nicht, auch da in diesem Sektor kann man sich einfach da gut rösten, weil das sind einfach so Standard-Dinge, die man immer
verwendet, auch Pfeffer, ich mag Piment Despelette zum Beispiel sehr gerne, das ist so ein galizischer eigentlich Chili, so eine getrocknete Chili, hat aber eine mildere, fruchtigere Schärfe, finde ich immer ganz gut, also wenn ich jetzt runterbrechen würde, gute Butter, gutes Olivenöl, sehr gutes Salz, eins zum Würzen und eins zum Finischen, so ein gröberes oder so ein leichteres Salz, mag einen sehr guten Pfeffer auch, also Kampottpfeffer zum Beispiel,
das teuerste Pfeffer eigentlich, den du auf der Welt bekommen kannst, der Kampottschianische, aber wenn man mit den Zutaten kocht, da kann ich gar nichts, da kann man schiefgehen. Und was ist mit so Fertigprodukten oder so Gewürzmischungen, die vielleicht auch mal einen Geschwachsverstärker drin haben oder irgendwelchen fertigen Soßen, die man zum Gemüse dazu gibt, was hält so davon? Es kommt immer darauf an, wie man persönlich kocht oder
wie viel Zeit man in diese Thematik reininvestieren will. Per se, Fertigprodukt ist nicht Fertigprodukt, wie gesagt, getrocknete Pasta ist ja auch Fertig. Wenn man jetzt auf Soßen und Suppen, ich persönlich mag es nicht, meine ich kenn's von meiner Oma, sie hat ab und zu mal so einen Suppenwürfel dazu gehaut, okay, da finde ich jetzt, ist jetzt nicht so dramatisch, wenn man zuhause mal eine Rindsuppen kocht und man möchte halt dann nicht die 3 Kilo Fleisch und 10 Kilo Knochen
irgendwo zuhause rumliegen haben, kann man's schon nehmen. Und gerade auch wenn man so gerne asiatisch kocht oder da in diese Richtung geht, mein Sojasauce, diese Fischsoßen, Äußersoßen und so, das kann man schon zuhause haben. Also ich hab's auch zuhause, ich verwende das auch sehr gerne, spricht überhaupt nichts dagegen. Ich würde mir keine fertige Kabonare oder Holle und E so,
dass solche Dinge kaufen. Also man muss das dann auch so ein bisschen variieren, aber per se sage ich mal, ich glaub beim Kochen geht's darum, dass einem persönlich schmeckt, wenn's dir schmeckt und ich kann das noch mit verschiedenen Kräutern und Gewürzen ein bisschen verfeinern, dann warum nicht. Hast irgendwelche No-Gos, wo du auch sagen würdest, auch aus Kochlernperspektive quasi, das sollt man sich gar nicht erst anfangen, jetzt abgesehen von der fertigen Kabonare.
Abgesehen von der fertigen Kabonare, ich find also so tatsächlich in No-Gos hätte ich jetzt per se nicht, was immer ganz schwierig ist, was ist jetzt falsch und was ist richtig, ob ich jetzt dem einen schmeckt, ein gekochtes Stück Fleisch besser, der andere mag's gebraten lieber, das ist jetzt nichts, was per se falsch ist, ich würde immer es nicht als No-Gos sehen, aber ich würde sagen, beschäftigt's euch lieber mal mit dem Produkt selbst, also kostet's das mal durch, probiert
euch dadurch und versucht, eine gute Qualität zu finden, also sich da ein bisschen zu informieren, okay was ist überhaupt eine gute Qualität, ist es jetzt beim Händel, wenn das jetzt Freilaufentrum liegt, den ganzen Tag draußen ist, weiß ich, kann er fristen und alles mögliche, dann ist das schon einmal ein besseres Produkt und ich finde, man sollte gerade am Anfang beim Kochen immer darauf wertlegen, dass man gute Produkte einkauft und dass man frische Sachen
einkauft, ja. Und wenn man sich das schon angewöhnt hat und gar nicht erst schaut okay, ich nehme jetzt das Käfig holen und das ist möglichst billig und das ganze Händel, wenn das 3 Euro kostet, dann ist das schon super, aber das ist eigentlich so ein Augenmerk auf dem man gerade am Anfang, also generell immer achten sollte, aber wenn man sich das am Anfang schon aneignet und dann denkt okay, ich zahle jetzt fürs Bio holen, das auf der Weide war und so, von mir aus 3, 4 Euro mehr
oder sind's 10 Euro und für gute Produkte hab's dann aber nicht einmal die Woche, sondern einfach nur einmal alle 3 Wochen zum Beispiel, dann ist das schon einmal ein besserer Anfang, als wenn man dann immer noch sagt okay, ich muss jetzt heute Fleisch essen oder ich muss jetzt heute besonders viel essen und kaufen mir dann die günstigsten Sachen zusammen, also gerade am Anfang würde ich euch da empfehlen, schaut einfach auf die Qualität und auf die frische Zutaten, dann kann's ja gar nicht
so schlecht werden. Abgesehen vom Fleisch, jetzt woran erkenne ich ein gutes Produkt, was sind da so
Indikatoren? Die Sinzore spielt da eine große Rolle, gerade bei guten Produkten, bei frischen Produkten, also man sagt ja immer, bevor man es nicht gekostet hat, ist es schwer zu sagen, okay, ist das jetzt eine Top-Erdbärer oder eine gute Erdbärer, natürlich sind so optische erst Eindrücke immer ganz ausschlaggebend, schaut das Produkt noch gut aus, hat das noch eine gute Struktur, das darf natürlich nicht Schimmeln oder Magic sein, also da reden wir gar nicht von, ist die
Gurke jetzt nicht die 2,5 cm Durchmesser und Krümung von weiß ich nicht was, sondern das sind eigentlich so Anfangsdinge, man kann ja auf die Produkte schon ansehen, also man sieht das ja, kann das so ein bisschen durchschauen, ja nicht vielleicht die Erdbeere ganz unten rauswühlen oder so, aber grundsätzlich wenn der optische Erdbeerdruck passt und das riecht eigentlich noch vernünftig, also das riecht jetzt nicht irgendwie muffig, abgestanden oder irgendwie
leicht schimmelig oder modrig, dann ist das schon mal was Vernünftiges, aber wie gesagt man merkt es dann erst, weil man es tatsächlich gegessen hatte. Ich wollte gerade sagen, Das Supermarkt Obst und Gemüse ist ja auf Trickywell das schönste Obst auch auf das geschmacklose Steh ist.
Das schönste ist natürlich, wenn man ein bisschen schon das Auge entwickelt hat, ist das dann wirkt das vielleicht auch nicht immer so schön, aber sagen wir mal das perfekte Steh, das Gänzehste, das schierste Apfel ist meistens der geschmackigste Gefühl. Aber gut, das muss man dann wahrscheinlich auch einfach durchtesten.
Ja, das muss man auch ein bisschen durchtesten, weil gerade in den Supermarkt, ich meine, es hat sich eh schon ein bisschen zum besseren Entwickler setzt, nicht da die nur genormte Gurken und Tomaten und Äpfel.
Drinnen legen, aber du hast schon recht, gerade im Supermarkt oder gerade in größeren Ketten, das ist ein bisschen schwieriger, das zu sehen, weil wenn du jetzt schon beim Apfel bist, mein Onkel hat auch einen Apfelbaum im Garten, das sind die schärfsten Äpfel, die du irgendwo finden kannst. Aber die schmecken sensationell.
Du hast das vorher schon angesprochen, vielleicht eben auch, dass man, wenn man Biofleisch kauft, ein bisschen weniger Fleisch kocht oder seltener Fleisch kochen könnte, ihr seid ja auch Spezialisten für alles, was vegetarisch ist und ich weiß noch was in meiner eigenen Kochbeginn-Erfahrung mit Fleisch ein gutes Essen machen, ist mir halt von Anfang an, wir haben das auch schon kurz besprochen, mein Kochkurs, ist mir sehr leicht gefallen am Anfang, im Vergleich zu
vegetarisch was Gutes kochen und ich glaube schon langsam ist diese Generation dann auch vorbei, die davon ausgeht grundsätzlich, es ist nur ein Essen mit Fleisch was Gutes, aber trotzdem, was für vegetarische Gerichte würdest du vielleicht Leuten ans Herz legen, die sich jetzt einmal mit ohne Fleisch kochen an Freunden halten?
Also, wenn es ganz generell ohne Fleisch ist, wenn man da mal so erste Versuche starten möchte, so geschmorte Melanzane sind immer sehr gut, da kann man sich gut ran tasten, ich meine die einfachsten vegetarischen Gerichte sind Pasta mit Tomatensauce, aber wenn es wirklich mehr in die gemüsegere Richtung gehen soll, gegrillte Saladherzen, gebraterne Saladherzen, die entwickeln dann eben so einen schönen, saftigen, intensiven Geschmack, Pilze
mag ich sehr gerne, Tomaten, also mit diesen Gemüsen experimentieren oder vor allem Melanzane im Ofen langsam schmoren, dann mit so einer Glasur aus Miso, bisschen Haselnüsse oder Kichererbsen drauf, Koriander, Junglauch, das sind alles sehr, sehr gute vegetarische Gerichte, da weil man ein bisschen mehr macht, dass man so einen ganzen Kaffee holt, einfach mal kurz vorkocht, damit ein bisschen Olivenöl und bisschen Curry oder Gewürzen einstreicht
und den im Ofen ganz langsam bret, damit er wirklich schön dunkel wird und schön karamellisiert.
Das sind eigentlich ganz gute Anfangsgerichte, weil man mal weg von Pasta mit Tomatensauce möchte oder Pesto, man kann auch aus verschiedenen Kräutern oder da eine Marinade machen, die meisten von uns haben einen Standmixer zuhause, da einfach die Kräuter reingeben mit ein bisschen Olivenöl und da macht es ja quasi so ein flüssigeres Pesto, sei ich jetzt mal und dann habt ihr schon ein gutes Dressing oder eine gute Sauce für verschiedene Sachen
und dann ist es eigentlich auch spannend, wenn man einfach verschiedene Gemüse durchprobiert, sei ich jetzt mal und dann kann man sich da schon gut ran tasten. Es gibt ja auch viele Menschen, die sich so einen Essensplan für die ganze Woche machen, ist das sinnvoll? Ja, wenn man ein sehr strukturierter Mensch ist und gerne eine gewisse Vorlaufzeit hat, dann ist das auf jeden Fall empfehlenswert, das macht das Ganze auch viel einfacher.
Ich denke aber mal, dass die Menschen, die sich einen Essensplan machen, dann weniger auf der kreativen Seite unterwegs sind als andere, was sie dann sagen, okay, am Dienstag esse ich meine Karspressknödel und am Mittwoch gibt es die Gemüsesuppe und so, persönlich ist das nicht vielleicht, das muss jeder für sich selbst entscheiden, ich finde das grundsätzlich ist das schon super, weil dann kann man noch eine gewisse Vorarbeitungszeit
oder Vorplanungszeit mit einarbeiten, wenn man sagt, okay, ich koche am Wochenende.
Jetzt weiß ich nicht meine Tomatensauce und ich habe die Woche drauf drei Gerichte, wo ich meine Tomatensauce mit drin habe, ich mache mir jetzt eine Lasagne und gebe noch Faschiertes zum Beispiel rein oder ich mache mir jetzt Niochi mit Mozzarella, also ist schon nicht schlecht, wenn man das hat, ich habe es nie, aber ich setze mich da auch nie hin, also ich denke auch gar nicht dran, aber prinzipiell ist das schon sehr gut, wenn man dann sagen
kann, okay, ich arbeite das bis zu einem gewissen Grad vor und dann habe ich dann an dem Tag, wo ich Gericht X essen möchte, schon weniger Vorbereitungszeit oder dann allgemeine Zubereitungszeit am Abend, schon nicht schlecht. Oder vielleicht auch weniger Restl, weniger Restl, wenn man dann am Sonntag Restl-Auflauf im Plan steht. So lange der Restl-Auflauf vom letzten Sonntag nicht da auch noch drin ist.
Was sind denn typische Anfängerfehler, wo du sagst, sie sind so verbreitet, dass man die Leute eigentlich da verwahnen muss, ich habe zum Beispiel am Anfang immer alles wirklich ins Nirwana gebraten und habe dann durchreden mit meinen gleichaltrigen Dommels, bin ich darauf gekommen, dass die meisten so machen, weil sie total Angst haben, dass irgendetwas nicht durch ist.
Und ich habe ehrlicherweise wieder jetzt im Kochkurs wieder auch ein bisschen gedacht, okay, das ist eigentlich jetzt noch ungefähr halb so lange, wie ich die Sachen in der Pfanne lasse. Gibt es da noch Sachen, wo du sagst, vielleicht jetzt mal zur Sicherheit davor warnen, dass man das jetzt nicht über oder untertreiben sollte?
Ja, generell alles tot kochen, tot braten, beim Gemüse ist es nicht so dramatisch, wie bei einigen Fleischgerichten, jetzt top meine Karotte noch in der Mitte roh ist oder nicht, ist mir lieber, als wenn das Händl roh ist.
Aber grundsätzlich, weil wir ja schon beim Braten sind, ich finde beim Pilzebraten machen sehr viele, sehr viel falsch, weil Pilze, wir sind ja jetzt da in der Pilzsaison mehr gespür brauchen und meine Oma hat das Ruhi, die hat eine super Pilzsoße gemacht, aber ich mochte die Pilze dann da drin nicht, weil die einfach so tot gekocht und so labreg und so schwammig war, also gerade bei Pilzen kann man schon eine kürzere Garzeit beachten
und man muss dann auch separieren, okay brate ich Pilze heißer oder brate ich sie bei weniger Hitze an, es kommt immer auf den Pilz drauf an, jetzt zum Beispiel Champignons oder Eierschwammel, die tendenziell ein bisschen feuchter sind und ein bisschen mehr Wasser lassen, kann ich heißer braten, weil einfach dann die Flüssigkeit, die aus dem Pilze austritt, die Pfannentemperatur natürlich drastisch runterkühlt und wird dann wieder in Richtung 100 Grad, also Wasser-Koch-Temperatur
kommen und dann findet da kein Braten statt, das heißt da kann ich schon mal heißer gehen, wichtig ist es, dass ich nicht zu viele Pilze dann auf einmal in die Pfanne gebe, sonst kondensiert mir der Wasserdampf an den Pilzen, die da rüber liegen und tropft wieder runter und ich habe da so einen Flüssigkeitszyklus in der Pfanne und komme nicht zum Braten und dadurch wird das dann so labreg, andererseits wenn ich zum Beispiel trockernere Pilze wie
Kräuterseitlinge oder Steinpilze, also vor allem Steinpilze, einer der delicatesten Speisepilze überhaupt erreicht schon, wenn ich den bei mittlerer Hitze anbrate und wirklich langsam brate es dauert dann 10-15 Minuten, also es dauert schon länger, aber das Endergebnis ist einfach viel, viel besser und das ist gerade eines der Dinge, die ich am Anfang oder auch in den
Kochkursen höre. Nein, ich habe immer gehört, ich muss die Pilze möglichst heiß anbraten und dann Butter dazu und irgendwie ablöschen und möglichst lange hin und her schmuggeln, dass die durchwerden oder wie auch immer, also das finde ich ist eines der weitverbreitensten Fehler beim Gemüse zubereiten oder beim Pilz zubereiten. Und Pilze mit oder ohne Öl anbraten, das ist auch so eine Frage, die oft kommt. Mit. Okay. Gibt es irgendwas, wo du sagst, das kann man eigentlich,
sollt man ohne Öl in die Pfanne haben? Nüsse vielleicht, oder? Ja. Die haben das Öl ja in sich. Generell war eine Erfahrung vom Kochkurs auch bei mir, überall ein bisschen Nüsse drüber tun ist meistens eine gute Idee. Ich meine jetzt auch zu Hause jetzt, ich jetzt nicht so oft gemacht habe, wenn es nicht eine ganz konkrete Speise war, wo ich es so gelernt habe. Aber so generell Nüsse beim Kochen zu integrieren ist auch so, finde ich, ein kleiner Schmäh, der dann schon alles einmal
zehn Prozent besser und oft auch attraktiver macht. Und es wirkt dann halt auch Fänze, wenn ich ihn eingladen habe. Das ist schon so was, das glaube ich viele Leute gar nicht machen. Ja, ich verstehe auch gar nicht, warum. Also ich finde Nüsse sensationell von Gerösteten,
Allnüsse, Haselnüsse, alles Mögliche. Das macht schon besser. Es ergänzt sich nicht nur mit der Textur, weil du hast daneben was knuspriges, jetzt nicht was hartes oder was zu knuspriges, wie jetzt geradeaus, sondern einfach etwas, wo du ein schönes Mundgefühl hast, dass sich part mit so dieser cremigen Fettigkeit von den Nüssen und das ergänzt dich einfach ganz so, weil ich gebe gerne überall Nüsse drüber, gerade über den Salat. Oder so Kerne zum Nachfahren.
Das ist ja auch etwas, was gerade die Spitzenküche, aber auch generell einfach gute Köche, stark berücksichtigen, diese Mischung von Texturen und Konsistenzen und so was. Gibt es da noch Sachen, wo man schnell mal ein bisschen ein Crunch reinkriegt, wenn man das eben eher amateurhafter angeht und halt schon aber an das vielleicht ein bisschen denken möchte? Nüsse, man kann sich kleine Gratos einfach machen, also Gratos, das hält sich ja jeweils Weißbrot oder so,
noch übrig hat, ist einfach ein bisschen Butterbraten. Also gerade was Texturen angeht, oder gerade was Crunch angeht, gibt es da schon sehr, sehr viel. Oder gepuftes Getreide, sei es jetzt Buchweizen oder Kinoa oder einfach nur Sonnenblumenkerne, alles leicht frittiert, das Wildreis. Zu Hause frittieren ist immer so eine andere Thematik, weil es machen die
wenigsten gerne. Aber gerade bei so gepuftem Getreide, dann stelle ich mich einmal hin und mache mir so ein glasel gepuftes Getreide mit und gebe das dann drüber und das hilft schon sehr viel. Gepuftes Getreide kommt aus der Fritzhöse. Also wird frittiert? Ja, das wird frittiert, genau das
wird frittiert. Das ist ein ähnliches Prinzip wie beim Popcorn, wo ja beim Popcorn die Restfeuchtigkeit verdanft und dann explosionsartig sich mit der Stärke verbindet und so aufpoppt, ja nur das Popcorn einfach nicht knusprig ist in den meisten Fällen, aber bei gepuftem Getreide ist es ein ähnliches Prinzip oder das gleiche Prinzip, wo du das Getreide einfach relativ weich kochst, dann leicht antrocknest im Ofen oder so einem Dehydrator und dann wirklich im heißen Fett
heraus frittierst und dann pufft das so aus und hat so Kellocks, diese kleinen, ja oder das Mekt wie die heißen, so von der Konsistenz her und das ist eigentlich ganz cool und das kann man sich mit verschiedenen Gewürzen noch anmachen, Gumin oder ein bisschen Curry, ein bisschen Schärfe
dazu. Dann hat man auf der einen Seite einen super knusprigen Snack für Sofa, das man sich so reingeben kann und auf der anderen Seite, wenn man Gerichte hat, jetzt nehmen wir zum Beispiel die Melanzane her, die im Ofen geschmord ist und dann leicht glasiert und da wirklich so eine Schicht von diesem gepuftem Getreide oder von diesem knusprigen Kanon nach drüber und dann ist es cremiger, knuspriger, leicht speißiger, schon ganz cool. Mir fällt ein Otto Lenghi hat gefühlt eine Zeit
lang überall so Butterbrösel drüber getan. Marellenknödel ohne Butterbrösel. Eine Frage, die man sich ja auch oft stellt, wenn man jetzt zum Beispiel alleine wohnt oder für sich alleine kocht, ist irgendwie die Zutaten, also wenn man sich so Rezepte anschaut, sind meistens für vier Personen oder so. Wie kriegt man das hin, dass es trotzdem irgendwie jetzt nicht überbordend viel ist oder sollte man das gleich immer einfrieren oder was sind so deine Tipps fürs Alleinekochen?
Es kommt immer darauf an, aber ich gerade bei Soßen oder Suppen, man kocht gewisse Mengen nicht für sich alleine, wenn ich jetzt eine gute Tomatensauce mache oder eine Suppe, dann kocht man sich halt mehr und dann friert man sich das weg. Das ist schon einfach und dann gibt es halt Dinge,
die man sich portionsweise zubereiten kann. Pasta und Jocke, ich kann mir eine Eierspeis für mich zubereiten, ich kann mir einen schinken Käsetos, für mich zubereiten, ich kann mir ein Sandwich, oder so ein gegrilltes Sandwich auch für mich zubereiten, aber ich finde, es sollte einem dann auch gar nicht um Kochen abhalten oder irgendwie so abschrecken, dass man dann immer ein bisschen mehr hat oder wenn man ein bisschen mehr hat, dann kann man am nächsten Tag auch noch was davon essen
oder am übernächsten Tag und das kann man dann ja einfach nochmal verfeinern oder nochmal irgendwelche frischen Sachen oder andere Dinge dazugeben und dann passt das eigentlich ganz
gut. Also da meine Freunde nicht bei mir wohnt, ja, koche ich auch meistens für mich alleine und dann sind es halt Dinge, die ich wirklich gut für mich vorkochen kann, aber wenn es jetzt so ist, ich mache mir einen Kulusch oder ich mache mir eine Sauce oder eine Suppe, dann weiß ich schon, da wird was überbleiben, wenn ich das so einkalkulieren, das nehme ich dann einfach für spätere
Tage oder für andere Gerichte her. Viele Sachen sind ja aufgewärmt nicht ganz so gut. Kulusch sagt mir, das ist aufgewärmt noch besser, kann man generell sagen, paar schalen Eintöpfe sind eher Sachen, die halt eben gut sind, wenn man weiß, man macht jetzt eben schon zwei Portionen oder für sich selbst halt zwei Portionen und wird das aufwärmen oder ist das schon ein bisschen
spezifischer? Nein, ich finde das also gerade bei Eintöpfen ist das ganz gut, ich mache jetzt keinen Eintöpfen, also gerade bei Gemüse eintöpfen oder so mag ich es nicht, wenn das zu lange drinnen ist, sondern dann mache ich mir einfach diese Grundsauce oder diesen Grundansatz, von dem, den ich mehr wegfrieren oder haltbar machen kann, wie auch immer, und dann gebe ich da frisches
Gemüse noch dazu, reingebraten und mitgeschmort, dann kann man das schon machen. Also das ist schon super, aber so einen ganzen fertigen Eintopf, gerade auf Gemüsebasis, weil das wird ja dann immer weicher und ist das ein bisschen zacher. Jetzt hast du schon von dir selber gesprochen und Spitzen, Köchinnen und Köche entwickeln ja auf super elaborierte Gerichte, die super schmecken und für Laien aufgefüllt 100 Komponenten haben. Was kochst du eigentlich zu Hause, wenn du von der
Arbeit heimkommst oder wenn es mal schnell gehen muss? Ja, wenn es schnell gehen muss, man hat den Vorteil als Koch, dass man immer was zu Hause hat. Also gerade was Dressingsoßen und so angeht, wenn es wirklich schnell gehen muss. Ich habe zum Beispiel immer, wenn es jetzt Tomatenzeit ist, habe ich immer Tomaten zu Hause und die einfach nur grob schneiden, ein bisschen Salzpfeffer und Olivenöl drüber und eine Scheibe Brot, das reicht mir oft und durch die Arbeitszeiten ist es schon
ein bisschen schwieriger, sich am Abend was zu kochen. Also nicht weil es dann nicht möglich ist, sondern weil es einfach spät ist. Aber so auch Schinken, Käse, Toast geht schnell, ein Omelette geht schnell, das auf einer guten Scheibe, Schwarzbrot, das sind alles so Dinge, die man innerhalb von fünf Minuten machen kann, weil ich keinen großen Aufwand dahinter sehe und da jetzt meine Gewürzmischung drübergebt und da bin ich auch schon happy. Wenn du ein bisschen mehr Zeit hast,
dann, wenn du frei hast, was gibt es dann? Am Wochenende, dann plane ich das immer ein bisschen anders, aber da rechne ich schon mit so einer Stunde, zwei Stunden einfach Kochzeit, aber dann nehme ich mir auch Zeit. Da ist dann nicht so, da muss nicht schnell gehen, ich habe keinen Stress,
ich habe kein Ding. Manchmal ist es so, wenn ich mir einen Schmarrgericht oder irgendetwas länger köchle, dann setze ich mir das in der Früh gleich nach dem Aufstehen an oder bei mir ist es so, ich komme, wenn ich am Abend heim gehe und ich weiß, ich mache am nächsten Tag irgendeinen Eintopf, dann schneide ich mir das am Abend schon zusammen und da muss ich es in der Früh nur noch ansetzen,
stelle es in den Ofen und die Geschichte ist fertig. Also es ist immer unterschiedlich. In letzter Zeit mache ich sehr viel Pizza. Zu Hause habe ich mir einen Pizzaofen gekauft, aber da ist die Einplanungszeit nicht so kompliziert, weil dann mache ich, zwei Tage davor mache ich den Vortag, dann rühre ich den Teig zusammen und dann ist die Geschichte erledigt. Du hast das vorher eben Schinken-Kesetost gesagt,
wie schaut denn bei dir ein Schinken-Kesetost aus? Machst du da was anderes als wir? Ich brate den in viel Butter raus. Also ich habe früher den Fehler gemacht, dass ich den in den Ofen geschoben habe, aber das ist lange nicht so effizient. Ich spart es nicht am Käse. Und du machst grundsätzlich in der Pfanne? Ich mache grundsätzlich in der Pfanne. Ich habe auch keinen Klapp-Toster, deswegen nimmt sich da die Möglichkeit schon, aber in der Pfanne geht das easy. Und ich mache das
meistens, während ich duschen bin, weil der Brett eh langsam, da passiert nichts. Dann lege ich mir den in die Pfanne und dann komme ich retortiert in einmal um und die Geschichte. Eine Sache, die jetzt für mich auch so ein bisschen rausgekommen ist, ist, das Timing ist eigentlich sehr wichtig
beim Kochen, oder? Ja. Also Timing ist eines der essenziellsten Dinge, weil es viel auf gar gerade ankommt und auf Temperaturen, also jetzt gerade bei uns im Restaurant, wenn am Abend im Abendservice kommt schon sehr viel auf Timing drauf an, weil man bedenkt, wir haben pro Abend zwischen 40 und 45 Gästen und wenn da was mit dem Timing nicht stimmt, jetzt beim ersten Tisch zum Beispiel, und der verzögert sich um eine Minute, dann ist das zwar eine Minute bei einem Tisch, aber wenn fünf
andere Tische noch warten sind, sind das sechs Minuten beim anderen Tisch und so. Summiert sich das Ganze, also da ist es schon wichtig, dass man koordiniert und mit Timings arbeitet, dass alles einfach in den Wartezeiten, wo es vorgesehen ist, rausgeht und zubereitet wird und vorbereitet
wird. Viele Sachen verlieren ja auch dann die Textur und werden dann magic oder lassen zum Beispiel Flüssigkeit, wenn sie liegen, der Crunch verliert sich, je länger da steht, die Kräuter fallen zusammen und all diese frischen Dinge oder wenn wir frische Sachen in Wenigrechts reinschneiden oder so, je länger da steht, desto mehr bearbeitet, desto die Säure bei Kräutern, desto labriger wird und das Ganze, also das ist schon sehr wichtig. Zuhause, das ist dann geht's. Außer man kocht
irgendwie den Eintopf fünf Stunden. Wie weiß ich denn, wenn ich jetzt wohin essen gehe und nicht schon von informierten Menschen das versprochen kriegt, dass dort gut und frisch gekocht wird? Was sind so Merkmal, die an denen ich das erkennen? Gerade wenn es jetzt wirklich vielleicht auch in niederpreisigen Bereichen ist, wo es schon auch passieren kann, dass da halt ein bisschen pfuscht wird. Das ist ganz schwierig, finde ich, man kann immer auf die Nachbartische ein bisschen schauen,
okay, wie schaut das da aus? Eine fertige Hollande ist zum Beispiel, die erkennt man sofort oder auch gewisse Dinge. Aber per se, wenn man das Restaurant gar nicht kennt und du kennst keinen, der dort war und gehst einfach blind in irgendwas rein, dann glaube ich, kannst du das am Anfang ohne, dass du es gegessen hast, gar nicht wirklich sehen. Du siehst es bei vielen, wenn es dort ausschaut, wie unterm Sofa, dann ist es nicht unbedingt empfehlenswert, obwohl auch da gibt es gewisse
Ausnahmen. Aber sowas auf den ersten Blick zu merken oder zu sehen oder irgendwie nachzulesen, das ist ganz schwierig, ob das frisch gekocht wird. Es kommt da dann auch immer auf die Zutaten an. Meistens ist es so einer der Indikatoren, dass man sagt, okay, ich weiß, da wird mal frischer gekocht,
als woanders je kleiner die Karte ist. Weil wenn ich zum Beispiel in irgendeinem Restaurant gehe und da sind 200 Gerichte oben, dann kann ich mir schon denken, okay, wenn das jetzt ein Allercard-Restaurant ist, wie oft geht Gericht X im Vergleich zum Wienerschnitzel jetzt zum Beispiel her? Und dann kann man sich denken, okay, das wird schon mal zwei, drei Tage irgendwo rumgestanden haben oder
umgelegen werden, weil es einfach nicht verkauft wird. Das heißt, wenn man was Kleines geht und was ist nett und dann kriegt man so eine Karte, das sind zwei Vorspeisen, drei Hauptgerichte, zwei Dissers und von mir ist noch irgendwelche zwei, drei Specials oben, dann kann man schon gehen, okay, das wird sich über den Tag schon mal verkaufen oder das kommt gut weg, weil wenn das Restaurant dann noch halbwegs gut besucht ist oder so, das wird ja dann immer
gut einkalkuliert und das ist eigentlich schon ein so ein Faktor, wo man sagen kann, okay, da ist die Wahrscheinlichkeit eigentlich hoch, dass dort frische Produkte verwendet werden und dass das jeden Tag oder so gut wie möglich einen zweiten Tag frisch zubereitet wird. Ich glaube, dann kochen wir jetzt alle wieder ein bisschen besser. Peter, danke schon für's
da sein. Vielen herzlichen Dank. Dankeschön. Wenn ihr uns auch nächste Woche hören wollt, dann abonnieren uns doch bitte auf Spotify, auf Apple Podcasts, auf allen anderen Plattformen, gebt uns gerne fünf Sterne-Bewertungen. Geht's vielleicht zum Peter Essen? Oder Besuch in die Kochschule? Schreibt uns auch gerne eure Anfängerinnen und Anfängergerichte oder Fragen oder sonstige Themenvorschläge an besserleben@derstandard.at. Das war "Besserleben" und der
Standard-Podcast zum Glücklichen. Ich bin Selina Thaler. Ich bin Martin Scheruber. Und diese Folge wurde produziert von Christoph Neuwirt. Baba. Bis nächste Woche.
