Ich liebe, wir von einlegen gleich zur Botox kommen. Meinem Vorratskass ist einmal eine Flasche mit Knoblauchöl explodiert, das du zu gerne gefangen hast. Und dann musst es du leider umziehen. Wir kommen zu besser Leben der Standard Podcast zum Glücklichwerden. Ich bin Antonia Raut.
Ich bin Franziska Zoidl und wir reden diese Woche über das einlegen und einkochen und zwar nicht nur, weil das im Spätsommer all die Glücklichen, die einen Garten haben oder zumindest einen Balkon beschäftigt, sondern noch aus einem anderen Grund. Genau, es gab in Italien zuletzt einige Todesfälle, weil beim Einlegen und Einkochen oft mal
nicht ganz sauber gearbeitet wurde. Was da passiert ist und wie man sich das ganze Jahr über über eingelegtes oder fermentiertes Gemüse freuen kann und keine Angst haben muss, darüber reden wir mit Pia Kruppenhauser. Sie leitet das Gesundheitsressort beim Standard und sie ist obendrein auch noch begeisterter Einlegerin und Fermentiererin und alles andere auch noch. Herzlich willkommen, liebe Pia. Hallo Franziska, hallo Antonia.
Ja, Pia, kommen wir mal zum tragischen. Es reden ja derzeit hauptsächlich die Leute über das einlegen, wenn es um Botolismus geht. Da gab es ja, wie schon erwähnt, in Italien einige Fälle. Was ist das überhaupt und was ist da passiert? Also es gab konkret drei Todesfälle in Italien, zwei in Südizahlen, ich glaube in Kalabrien und einen auf Sardinien und ich weiß von über 20 Personen, die aufgrund von Botolismus
ins Krankenhaus mussten. Das ist eine Vergiftung, zwar eine ziemlich unangenehme, potentiell tödliche, die wird durch das Bakterium Clostridium Botulinum ausgelöst. Dieses Bakterium kommt wirklich überall auf der Welt vor, im Boden, im Wasser, auf Gemüse, also es kann überall sein und das ist ein sporenbildendes anaerobes Bakterium, das heißt es wächst ohne Sauerstoff und deshalb kann es sich im Vakuum oder in Luftdicht der Verpackung vor allem besonders gut vermehren.
Das heißt, das wird dann eben ein Thema, wenn man Dinge einlegt, Luftdicht verschlossen stehen lässt, da kann sich das dann zu einer Gefahr entwickeln. Genau, das klassische Einmachen konservieren, wie das aber seit Jahrtausenden eingesetzt wird und die Menschheit ist noch nicht ausgestorben, also ich gebe hier mal ein bisschen Entwarnung.
Aber ich erkläre noch kurz, wie es zu diesem Botulismus kommt, weil dieses Bakterium eben Clostridium Botulinum bildet eines der stärksten bekannten Gifte überhaupt, das sogenannte Botulinumtoxin. Und falls ihr euch es fragt, dass irgendetwas mit Botox zu tun hat, ja, das ist das gleiche. Wobei man natürlich sagen muss, dass Botox ein Markenname ist und dass das künstlich hergestellt wird und das ist auch ganz, ganz stark verdünnt und es wird
vor allem nicht in die Nerven gespritzt, sondern in die Muskeln. Es lebt den Muskeln und dadurch kann sich der nicht mehr so gut bewegen und kann auch keine Falten mehr bilden. Und es gibt dabei Botox natürlich Nebenwirkungen, es kann auch zu vorübergehenden Lähmungen kommen, selbst als sehr seltener Fall, aber insgesamt ist es wissenschaftlich medizinisch wirklich gut erforscht und wird ja auch medizinisch eingesetzt beim Migräne etwa. Und da muss
man sich jetzt mal keine Sorgen machen, kann man andere Fragen stellen. Aber wegen der Sicherheit ist es jetzt nicht das Problem. Ich liebe ihr von einlegen gleich zu Botox kommen. Ich finde, mir gefällt der Gesprächsverlauf extrem. Ich hätte jetzt zwar auch gleich viele Fragen, aber bleiben wir vielleicht bei der Marmelade. Vielleicht mal eine Fortsetzungsfolge dann. Botox und Hürleronvillern machen wir mal eigene Folgen. Unbedingt, dass das Interesse
ist ja groß. Von uns selber konservieren wieder zurück zum Obstkonservieren. Wie riskant ist es denn jetzt wirklich, Marmelade einzukochen, Gemüse einzulegen, Chiliöl herzustellen? Ja, also ich führe trotzdem noch kurz diesen Botolismus zu Ende. Wir verhättern uns ein bisschen oder verzättern uns, aber naja. Das soll öfter vorkommen. Wenn man eben dieses Nervengift ist in Konserven eben, da reichen dann schon etwa 10 Nanogramm. Es ist wirklich
der Bruchteil eines Millionselgramms für einen tödlichen Ausgang. Also es ist wirklich sehr, sehr, sehr giftig. Da muss nicht viel drinnen sein. Das Gift blockiert die Signalübertragung zwischen den Nerven und den Muskeln und erstes Symptome treten dann meist so nach 12 bis 36 Stunden auf, manchmal sogar schon früher. Kommt drauf an, wie viel davon man verzehrt hat und dann kommt es zuerst zu sehr unspezifischen Beschwerden. Das sind Übelkeit, Erbrechen,
Durchfall, Bauchschmerzen, also klassische Lebensmittelvergiftungssymptome. Und dann kommen aber neurologische Anzeichen. Das sind so typisches verschwommenes oder doppelte Szenen, Schluckstörungen, undeutliche Sprache und auch eine veränderte oder heißere Stimme und weitere Anzeichen sind Mundtrockenheit, herabhängende Augenlieder und weite so lichtstarre Pupillen. Ich habe schon sieben von zehn Symptomen jetzt als Alte Hippochone. Also ich kann das
nicht bestätigen, nur sitzt mir gegenüber, ich sehe nichts davon. Das ist herabhängende Augenlieder. Also früher war das vor allem als Wurstvergiftung bekannt. Botulus ist nämlich lateinisch für Wurst und im 19. Jahrhundert hat es einige Vergiftungen aufgrund von Blut- und Leberwürsten gegeben, vor allem in Süddeutschland. Da gab es regelrechte Vergiftungswellen,
weil in diesen luftdichten Umhüllungen sich das Bakterium ideal vermehren konnte. Inzwischen ist das Bewusstseer unüblich, es wird ja auch professionell verarbeitet, aber man kennt die Vergiftung eher aus Konservendosen, die unsachgemäß eingemacht worden sind. In Italien war es ja so, weil ich weiß, der Stengelkohl an die Rapper schmeckt hervorragend. Und ich ist oft auch vegan, ich bin ein großer Fan, richtig.
Hervorragend, der Tobi Müller, der ja auf der Standardartee einen Blog, also viele Rezepte schreibt, der hat ein hervorragendes Rezept auf der Standardartee. Ich habe das zufällig gefunden, weil mir dieser Stengelkohl, den ich nicht kannte, begegnet ist. Schmeckt sensationell. Werden wir natürlich verlinken. Gesunde Bittersstoffe. Perfekt. Jetzt hast du es ja eh schon anklingen lassen. Es ist relativ unwahrscheinlich, dass einem
von eingelegten was passiert. Wie macht man es denn ganz richtig? Wichtig ist Hitze. Also dieses Bakterium ist nicht hitzebeständig. Es bildet zwar Spuren aus, die ein bisschen hartnäckiger sind, aber auch die kann man zerstören. Und bei 80 Grad, wenn man es auf 80 Grad erhitzt, ist es gut, dann braucht es ein paar Minuten bis es sicher ist. Bei 85 Grad ist es schon innerhalb einer Minute. Und wer wirklich auf Nummer
sicher gehen will, kocht. Und zum Beispiel bei der Marmelade, die muss man ja kochen, die muss man sogar mehrere Minuten sprudeln kochen, da ist wirklich alles tot, was irgendwie drinnen sein kann. Außerdem desinfiziert man ja die Gläser vorher, das heißt, man fühlt die Kochen teils ein,
man fühlt sie sehr hoch an, man schraubt es zu, damit der Wahnsinn drinnen geht. Also das von einer Marmelade, das in einer Marmelade Brutulismus entsteht, das ist quasi auszuschließen und das habe ich auch wirklich noch gar nie gehört. Ungekehrt, weil wir jetzt gesagt haben, erhitzen, man friert ja auch gerne Dinge, um sie haltbar
zu machen. Einfrieren tötet sie nicht ab. Also die Spuren können beim Einfrieren weiterleben und wenn man es dann rausholt, dann können sie sich wieder entwickeln und Gifte bilden. Deshalb ist es auch wichtig, dass man alles was geöffnet ist, im Kühlschrank lagert und nicht zu lange aufhebt, weil sonst sich da eben, wenn Spuren drinnen sind, sich die entwickeln können.
Also wir haben schon gesagt, Hitze zerstört, Säure mögen die Bakterien nicht, also alles was sauer eingelegt ist mit genügend Säure, da kann man sich auch sehr sicher sein, Zucker ist übers Rauchen. Eine Säure, also das hilft auch und bei Marmelade wir kennen das ja gibt man oft einen Spritzer
Zitrone dazu, das ist auch gut, oder Zitronensäure, diese körnige Zitronensäure. Salz mag es auch nicht, also beim Fermentieren arbeitet man ja mit Salz, da ist ausreichend Salz auch kein Problem und das einzige was ein bisschen ist, es kann Öl sein, weil da ist zu wenig Säure drin, da muss man halt darauf achten, dass man wirklich, wirklich genau säubert, also dass man wirklich gut säubert ist die Sachen davor.
Das heißt, ich habe jetzt so ein bisschen Notizen gemacht im Kopf, wenn man auf Nummer sicher gehen will, Marmeladen sind total safe, alles was länger gekocht wird genauso, Zucker, Essig, das saure Gemüse aus dem Garten, super, eben so das Chiliöl oder sowas, wer wenn das Kritischte. Was sind da denn dann oder generell auch so die häufigsten Fehler bei allem, was das Einwecken einlegen, fermentieren oder einkochen betrifft?
Also ich möchte es jetzt nur einmal hier vor Safety and Law Reasons sagen, ich bin keine Mikrobiologin, ich bin keine Ernährungswissenschaftlerin, ich bin Gesundheitsjournalistin, ich recherchere sehr viel, ich habe natürlich über all diese Themen auch schon geschrieben und ich koche gerne selbst ein, also ich koche vor allem Marmeladen ein und ich fermentiere Gemüse einlegen durch eher nicht, da ist meine Erfahrung begrenzt, aber das möchte ich nur hier anmerken, meine Erfahrung.
Alles gut, wir dürfen hier ein Hobby-Podcast halten. Trotzdem, just to make sure, you know. Also Bia, erzähl mal, welche Fehler hast denn du schon gemacht? Ja, fermentieren, das war ganz spannend, also bei Marmelade kann man eigentlich nicht viele Fehler machen, außer dass sie nicht chilliert, weil das man im Chili-Mittel nicht ordentlich hinhaut, aber das ist ein anderes Thema, dann ist sie halt flüssig.
Eigentlich der schlimmste Fehler ist, dass man nicht sauber arbeitet, das ist ja generell bei Lebensmitteln öfter der Fall, auch bei Salmonellen oder anderen Lebensmitteln Vergiftungen, dass immer nicht genug säubert, also deshalb immer frische Bretter verwenden, am besten als Plastik.
Ja, wir wissen, viele lieben die Holzbretter, aber die kann man halt nicht so gut in den Geschirrspüler geben, außerdem sind sie sehr rau, da können sich in den Ritzen Bakterien sehr gut halten, also diese Plastikregelungen im Profibereich hat durchaus Sinn. Messer, immer gut abspülen, mit Spülmittel waschen und sehr heiß waschen, die gibt mir ja eher nicht in den Geschirrspüler, weil sie sonst stumpf werden, ich höre meine Mann im Hintergrund, der einem versteht und sie wieder schleift.
Also Sauberkeit ist das alleroberste Prinzip und dann, wenn man sie in den absolut sicheren Stereo ist, dann kann man eine sekundäre Sterilisierung machen, und zwar gibt man dann all die Gläser mit dem eingemachten Gut in eine Wanne mit Wasser gefüllt, stellt man rein in den Ofen und erhitzt auf, was ich jetzt nicht habe, 200 Grad oder so, so, dass es so ein bisschen zum Köcheln anfängt und lässt es so lange drinnen, bis sich das
gesamte, bis in den Gläsen, in den Konserven kleine Bläschen aufsteigen, weil dann wird es kochter nicht, aber es ist so erhitzt, dass alles was da noch einmal drin ist, wirklich abgetötet wird. Wie lange sollte man das dann so lassen? Du meinst erhitzen?
Genau. Bis Bläschen aufsteigen und dann würde ich nur 2, 3, 4, 5 Minuten dran hängen, aber prinzipiell da hat es dann so 85, 90 Grad, 85 Grad, eine Minute reicht, das ist eher umaufnehmend sicher zu gehen, das ein bisschen länger zu lassen. Kann man das auch mit einer Marmelade machen, die man geschenkt bekommen hat, wo man sich vielleicht nicht zu 1000 Prozent sicher ist? Kann man, aber bei einer Marmelade glaube ich, ist es wirklich nicht so sehr das Thema.
Ich habe wirklich noch nie gehört, dass es in einem Marmelade-Botulismus ist, aber wenn du dir nicht sicher bist, ob die Geschenkte Marmelade so safe ist, dann würde sie vielleicht entsorgen. Okay, weil wer hat dir diese Marmelade geschenkt, Antonia? Ich muss ganz ehrlich sagen, ich esse wenig Marmelade und habe so eine ganze Schublade mit Marmeladengläsern, wo ich oft schon nicht mehr kann, zwar heißt es, wie die den Weg in meine Wohnung gefunden haben.
Also ich esse auch sehr wenige Marmelade, aber ich koche sie leidenschaftlich ein und die in meinem Kassel sind auch geliefert, die schon sehr alt sind, weil rund um mich gibt's Menschen, die sie sehr lieben, aber man verschenkt sie halt auch nicht immer alles vor allem. Es gibt Jahre, da ist meine Einkochwut sehr groß. Wenn wir jetzt bei dem Geschenkten gut sind, dass wir alle kennen und herumstehen haben, was sind denn da Hinweise, dass womöglich was nicht in Ordnung ist?
Gibt's wenige leider, also man sieht es nicht und man riecht es nicht, das ist ja das Hinterhältige. Also am Botulismus jetzt speziell? Botulismus, genau.
Also beim Botulismus den riecht man nicht und den sieht man nicht, aber es gibt manchmal Anzeichen, die ganz generell, das könnte Botulismus sein, aber auch was anderes, wenn sich eine Dose oder ein Deckel beim Glas so aufbläht, wenn beim öffnen Zischgeräusche zu hören sind oder wenn das Zeug, das da drinnen ist, so ein bisschen ungewöhnlich verfärbt ist, das könnte ein Hinweis sein und das sollte man dann auf keinen Fall essen.
Mit ein bisschen Hausverstand muss man ganz ehrlich sagen, ist es eh recht klar, wenn das nicht gut aussieht und irgendwie so ein bisschen dann denke ich mir, okay, vielleicht lieber nicht. Und ich rede jetzt nicht von der Erdbeermarmelade, die die Farbe verliert, das wissen wir, das es selbst gibt. Manche Marmeladen, die sich verfärben, oder auch Fleisch, also Fleischkonserven, die dann mit Zauerstoffkontakt die Farbe verändern. Aber wenn das beim öffnen, irgendwie schon so komisch ist.
Gibt es eine Altersgrenze, weil jetzt die Antonia gesagt hat, bei ihr stehen solche Sachen schon seit ein paar Jahren in der Lade, kann man irgendwie sagen, nach drei, vier Jahren sollte man sowieso entsorgen oder kann man das nicht so über den Kampf stehren. Wie gesagt, ich bin auch keine Lebensmitteltechnikerin. In der EU gibt es das Gesetz, dass alle sein Ablaufdatum haben. es ist der Grund, warum sogar Salz ablaufen hat. Ich habe es mit jemandem gesprochen, der imkert
und gesagt, Honig darf nur zwei Jahre haltbar sein. Wir wissen aber, dass Honig 30 Jahre hält, wenn es ist. Also, wenn das gut und ordentlich eingemacht ist, dann kann es ewig halten oder sehr lange. Und Erzählungen, aber das ist nur hier sein und das sind die Erzählungen. Es gibt immer wieder Leute, die sagen, hey, ich habe ein altes Glas gefunden. Die schauen halt mal, ob es noch gut ist. Das ist dann eine unbekannte Anzahl von Jahren irgendwo ganz hinten im Regal
gestanden und sie haben es aufgemacht. Tra-Ra, es war noch gut. Sie haben es gegessen und sie sind nicht gestorben. Sie leben glücklich und zufrieden bis zu einer Ende. Aber ob es gut war, wissen wir nicht. Aber sie sind nicht im Portulismus gestorben. Also, man kann da, das ist ein bisschen hinschauen, ein bisschen das natürliche Ekelgefühl, das wir haben befragen. Und wenn das sagt, hey, alles safe, ist gut. So im Sinne von, wenn es klare Anzeichen gibt, dass was nicht
passt, dann hören wir da natürlich drauf. Oder wenn die Herkunft sehr fragwürdig ist. Aber grundsätzlich, wenn gerade eben bei der Marmelade, das Glas Zwetschgenmarmelade von vor 4 Jahren noch gut ausschaut, gut riecht und bei der kleinen Kostprobe auch noch gut schmeckt, dann ist es wahrscheinlich noch gut. Ja, ziemlich sicher. Es gibt eine Sache und da soll man wirklich keine Kompromisse machen. Das ist Schimmel. In meinem Schimmel sieht man sofort, insofern ist das eh keine
Frage. Aber wir kennen alles noch so diese Ratschläge. Ja, dann ist das so großzügig weg und damit kann man den Rest noch essen. Nein, das sollte man nicht tun. Weil das, was man oben sieht, sind nur der Schimmelpilz. Die Sporen sind schon überall und die Flüssige etwas ist. Oder je poröser wird zum Beispiel Bro, die ist ja so luftig, da ist der Schimmel überall drinnen und der kann einfach keine akuten, aber chronische Vergiftungserscheinungen auslösen. Und gerade für Menschen,
die immun geschwächt sind, so kann das wirklich problematisch sein. Also bei Schimmel und auch wenn es nur ganz wenig ist und wenn es einen wirklich leid tut, bitte entsorgen. Aber das heißt, das Schimmel bei irgendwas eingelegten oder eingekochten ist der ultimative Hinweis drauf, da wurde nicht sauber gearbeitet. Ja, der entsteht ja meistens erst. Also wenn er schon drinnen ist,
wenn man es aufmacht, dann definitiv. Und wenn er entsteht, wenn man es aufmacht, ja, viele, wir kennen das, die Marmelade, dann fahre ich nach einem Puttermesser rein oder mit einem abgeschlägten Löffel oder so, das sollte man besser nicht tun. Und wenn er dann einmal da ist, bitte entsorgen. So, dann kommen wir wieder zum Selber-Einkochen. Was ist denn, wenn wir jetzt so in unsere Gelben schauen, zum Einkochen einlegen, vielleicht auch für Anfänger besonders
geeignet? Prinzipiell kann man alles einmachen, konservieren oder auch fermentieren. Man muss da einfach ein bisschen herum experimentieren. Also Obst haben wir schon gesprochen, quasi alles. Gemüse eigentlich auch. Beim Gemüse einlegen, habe ich schon gesagt, bin ich nicht die Expertin, aber saure eingelegtes Gemüse, das wird irgendwie übergossen und gekocht und das ist auch alles
recht easy. Wo man ein bisschen aufpassen sollte, sind Gemüsesorten, die per se keine Säure enthalten, wohnen zum Beispiel oder Spargel, weil die eben, da muss man auf jeden Fall Säure zugeben, sonst könnte das irgendwie ein bisschen problematisch sein und ansonsten ausprobieren, ausprobieren, ausprobieren. Hast du ein Lieblingsfermentier oder Einlegprodukt Franziska, das du
du gerne machst? Also ich bin nicht so gut aufgestellt persönlich, ich habe Salz-Zitronen angefertigt und ich gehe davon aus, dass die safe sind, weil Salz haben wir jetzt gehört und ich bin glückliche Empfängerin von allerlei fermentierten, was mein Papa so herum experimentiert, also vom Kürbis, also eigentlich alles, was im Garten findet, wird bei uns fermentiert und ich liebe es wirklich sehr. Ja, ich bin beim Fermentieren eher so bei den Basics noch, weil unser erstes
Fermentiergurt in Corona. Natürlich. Klassiker. Wobei ich dazu sagen muss, ich habe meine Mutter schon zugeschaut, wie sie Sauerkraut fermentiert hat, also ich kenne das schon lange, aber ja, in Corona hat mein Liebster die glorreiche Idee gehabt, er fermentiert jetzt Spargel und Knoblauch.
Spannendes, ja. Ich kann das irgendwie schon riechen. Und da Salz-Zitronen fermentiert, die okay waren, aber mit dem irgendwie trotzdem es ist nicht so mein Geschmack, aber auf jeden Fall Spargel und Knoblauch, das ist dann zuerst sehr lange unberührt herumgestanden, der Knoblauch ist so zu grün geworden, also das dürfte an sich kein Problem sein, habe ich recherchiert, aber das schaut halt nicht schön aus und irgendwann haben wir dann in eine Gemüsepfanne hineingegeben,
damit es quasi safe ist, weil es eher hitzt ist. Es war sehr grauslich. Ein maliger Versuch. Man muss was restieren im Leben. Genau. Und den Spargel haben wir dann rausgeholt und dann angeschaut, der war so ladrig und sagt, danke nein. Wir gehen essen. Aber Antonia, ich weiß, du liebst Essig Gurkel, oder? Ich liebe Essig Gurkel und was ich selber zwar noch nicht einlegen oder fermentieren kann,
was aber ein Freund von mir immer macht und wo ich zum Geburtstag dann immer Gläser bekomme. Sie zu eingelegte rote Zwiebel, die man zum Beispiel auch manchmal, wenn man Tacos essen geht, raufgeben kann. Und das ist anscheinend ziemlich einfach, die so einzulegen. Man soll sie halt nicht zu lange stehen lassen. Bin ich ein großer Fan. Wenn ich jetzt was ausprobieren würde, würde ich mich
daran wagen. Falls der wer Tipps hat, gerne an uns schicken, ich bin da noch ganz am Anfang. Aber das heißt so, dass Zwiebelklasse in meinem Kühlschrank, das ich geschenkt bekommen habe, endlich konsumieren. Weil das ist sicher safe, das weiß ich. Die Herstellerin arbeitet ordentlich, aber steht schon ein Weile drinnen. Schmeckt extrem gut, auch wenn es so heiß ist, eben das zum Beispiel so auf den Salat, ein bisschen Väter oder so drauf geben, kann ich ihn fegen. Kling, super. Und
wer mir schon total inspiriert ist von unseren Ausführungen. Pia, welche Grundausstattung braucht es denn eigentlich, dass man einen Kochen einlegen, einen machen kann? Also eigentlich wirklich wenig. Ich habe mir dann also meine Einweckkarrierefahrt aufgenommen hat, mit Metallrichter in unterschiedlichen Ausführungen zugelegt. Also schmal, breit, groß, klein. Weil die Plastiktrichter, die verfärben
sich, die werden dann irgendwann so rau. Man weiß nicht, was da rauskommt. Also Metallrichter gibt's wirklich günstig in allen Größen. Eine gute Investition. Und vor allem sind sie wirklich gut zu reinigen. Ein Lebensmittelthermometer, schadet nicht. Also das sind die Thermometer, die man dann reinstecken kann. Und dann weiß man, wie viel Grad es hat, zum Beispiel mit Gewürzöl machen, ein fein maschiges Sieb. Weil manchen muss man etwas ab sein. Habe ich auch schon Erfahrungen dazu
gemacht. Und weil ich jetzt schon dreimal, glaube ich, oder viermal selbst Sauerkraut gemacht habe, haben wir uns so einen speziellen Ton-Topf im Lagerhaus gekauft. Der hat fünf Liter Fastungsvermögen. Das ist ein Ton-Topf, der so schmal und hoch ist. Und das oben so Rille, wo man den Deckel rauf setzt, dann kann man runter um Wasser geben. Und dadurch kommt nichts rein. Und da sind da noch zwei Tonsteine drinnen, die das beschweren, das Sauerkraut, damit das unten
drinnen bleibt und nicht an die Luft kommt. Aber abgesehen davon braucht man nicht viel. Hände. Was die kreativeren Zugänge angeht, hast du jetzt ja mit Knoblauch und Spargel schon nicht so die tollen Erfahrungen gemacht. Aber was war denn vielleicht so das überraschendste Rezept, das funktioniert hat, dass du weiter empfehlen wirst? Ich kann euch sagen, was ich so konserviere. Beim Fermentieren setze ich auf Graut und rüben, da kann man nicht viel falsch machen. Vielleicht
einmal Karotten und Kimchi habe ich noch nicht gemacht, aber schauen wir mal Kürbis. Da kann man eigentlich nicht viel falsch machen. Man gibt einfach so viel Salz dazu, dass es salzig schmeckt, aber nicht fair salzen. Und dann knetet man so lange, bis genug Wasser rausgekommen ist, dass das bedeckt ist und dann gibt man es wo rein. Und da muss man halt einfach ein bisschen warten. Je nachdem, rüben zum Beispiel, fermentieren sehr schnell, das sind in fünf, sechs Tagen
fertig, Sauerkraut kann bis zu sechs Wochen dauern. Das schmeckt aber hervorragend. Man muss einfach ein bisschen rum experimentieren und wie ich auch schon gesagt, wir keine Scheu haben, etwas wegzuwerfen. Und wichtiger Tipp vielleicht beim Fermentieren, da kannst du so genannten Kammhefe kommen. Das ist so ein weisslicher Belag, der auf den ersten Blick ein bisschen
ausschaut wie Schimmel und man denkt, oh Gott, fuck jetzt, ganze Arbeit umsonst. Wenn man dann genauer hinschaut, das Schimmel hat ja so ein bisschen pälzige Puröse, irgendwie Oberfläche und diese Kammhefe ist sehr durchgehend. Das ist einfach ein Hefepilz, der völlig harmlos ist, der halt vielleicht nicht so schön ausschaut, aber der wirklich nichts tut und der verändert nicht
einmal wirklich im Geschmack. Beim Fermentierten, das sind ja Milchsäurebakterien. Also da ist das Hefe auch dabei und das kann man einfach, da muss man halt ein bisschen schauen, wie ist das eh kein Schimmel und dann. Ich habe es jetzt gerade noch ge-googelt und das schaut eher ein bisschen aus, als hätte man Staubzucker über was drüber gehaut, finde ich. Also ich habe die Kammhefe schon gehabt, bei uns war es immer so ein bisschen kompakter als der Schimmel. Also
man muss das so ein bisschen, man sieht dann recht schnell ganz klar, es ist kein Schimmel. Aber wie gesagt, das erste Blick war also super. Ganz im Höhe umsonst. Und ansonsten eben kann ich euch noch erzählen, was ich so einmache. Übers Fermentieren haben wir eh schon geredet. Ich habe Kräuteröl gemacht, das sollte man erhitzen. Nicht nur wegen den Bakterien, die da drinnen sein können,
weil es sondern auch, weil es sonst zu Schimmeln anfangen kann. Weil im Chili, im Knoblauch, wo auch immer, es ist ja Flüssigkeit drinnen und nur weil es in Öl eingelegt ist, heißt das nicht, dass es nicht schimmeln kann. Außerdem beginnt es zu gären, womöglich und in meinem Kasten, in meinem Vorratskasten ist immer eine Flasche mit Knoblauchöl explodiert, das zu gern begonnen hat. Und dann musstest du leider umziehen. Nicht ganz, aber ich habe sehr lange geputzt und das
war am 26. Dezember um eins in der Früh, nachdem die Familie malte abgezogen war und ich noch
ein bisschen in Ruhe gesessen bin. Mein Mann hat schon geschlafen und ich bin dann so ein bisschen gesessen und war ein bisschen runtergekommen und dann macht es peng und ich war auch so "Oh Gott, was ist jetzt?" Das sind auch noch die Raunechte, also die alte, abergläubische, Antonia würde da schon wieder sagen, na na na, da ist einfach der gegorene Knoblauch, weil mir niemand gesagt hat, dass man das mir einfach den Knoblauch einlegen und dann funktioniert das, was man nicht dazu
gesagt hat, ist, dass man das erhitzen sollte so auf 60 Grad, dafür braucht man das Lebensmitteltermometer. Ich mache auch regelmäßig Eierlecker, das funktioniert super gut, aber man braucht ein Sieb, ein sehr feinmaschiges. Wenn man sagt, man haucht zu viel erhitzt, was schnell passiert, dann entstehen so ein bisschen Bröckl drinnen und wenn man es länger zu viel erhitzt, dann hat man hochprozentige
Eierspeißen nicht so gut. Auch schon passiert. Aber das funktioniert sehr gut und was auch super funktioniert und ich sage das jetzt noch einmal, meine Erfahrung, ohne Gewehr, nachmachen auf eigene Gefahr. Ich tu Fleischsuger einmachen, und zwar ich bin ja im Gegensatz zu dir Franziska, Fleischesserin. Antonia, du ist auch... Ich nenne gerne ein Glas, wenn nicht die Frage ist. Jetzt kommt
sicher nicht in die Lage, sondern man melde. Das ist ein Kühlschrank, aber das ist auch super, man macht einfach das Zuge und dann fühlt man es kochend heiß in die Gläser, dreht die zu, dann hört bei jedem dieses typische Klacken, wenn es wach kommt, reingeht, genau. Und dann gibt man es in den Kühlschrank und irgendwann einmal habe ich ein Glas vergessen und zwei Jahre später rausgeholt und eben, es war gut. Das einzige, was man nicht tun darf, ist die Original-Bolognese,
ist ja mit Milch oder mit Schlagobas, gibt man da dazu. Das sollte man nicht tun oder auch wenn man Suppen einmacht, dass sie machen Suppen ein und so in Konservengläsern, ist super praktisch, weil Aufträgen erhitzen, fertig, aber keine Milchprodukte hinzugeben, weil das kann sauer werden. Trotz Kühlung und trotz, also das kann passieren und das ist mir auch schon passiert und dann ist es zwar nicht schlechter, aber schmeckt ja grauslich. Okay, ich habe jetzt eine lange Liste im Kopf mit
Dingen, die ich ausprobieren will. Ich weiß nicht, wie es bei dir ist, Franziska. Es ist fast so schlimm wie damals bei Corona. Ich werde auch wieder anfangen, dass ich wie wild Sachen einlegt, die ich dann eventuell esse und eventuell nicht. D.h. Zitronen stehen schon länger. Ich esse
nicht mal wirklich viel Marmelade. Ich bin aber heuer im Juni um 18 Uhr, ich bin kein Morgensmensch, um 18 Uhr früh ins Erdballant gefahren, weil es hat nämlich ungefähr 35 Grad im Schattenkopf um 11 Uhr und habe im Schweiß in meines Angesichts und in meinem nicht sehr stabilen Kreislauf bei der Hitze 7 Kilo Erdbeeren pflügt, so irre bin ich. Und verschenkt es dann. Wie viele Gläsermarmelade sind das worden? 13. Aber durchaus große. Nicht schlecht. Antonia und ich sind auf jeden Fall
inspiriert. Liebe Pia, vielen Dank für deinen Besuch bei uns im Studio. Danke euch. Danke euch fürs Zuhören. Sechste Mal reden wir über Botox. Unbedingt, wir freuen uns auf die große Botox nicht-Botolismus-Folge. Alle, die dazu fragen haben, können uns natürlich auch gerne schreiben an Besserleben@derStandard.at oder natürlich auch noch eure liebsten Einweg-Rezepte. Wir freuen uns auch über andere Themenvorschläge, über Feedback und Kritik und auch über
fünf Sterne-Bewertungen auf allen gängigen Podcast-Plotformen. Produziert worden ist diese Folge von Christoph Neuwirtz. Ciao. Bye bye. Ciao.
