Siderius + Phi - BDSM für Beginner - podcast episode cover

Siderius + Phi - BDSM für Beginner

Mar 01, 20191 hr 39 minEp. 9
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Episode description

Über viele Erste Male, erste Erfahrungen und Erwartungen

Ich habe Siderius und **Phi **getroffen und wir haben geredet.

Mein erster Dreier im Podcast. Yeah!

Die beiden kennen sich erst einige Monate und entdecken BDSM gerade noch. Trotzdem - oder gerade deswegen haben sich die beiden vor das Mikro getraut.

Wir haben über viele Erste Male gesprochen, über einen Workshop, eine Partyerfahrung, Spielzimmer und welche Erwartungen die beiden haben und ob es ganz anders kommen wird.

Aufgenommen haben wir in einer Partylocation umgeben von Spielgeräten. - Das Ding der Woche passte auch gleich dazu.

Dies ist ein Zweiteiler, denn wir möchten uns in einem Jahr wieder treffen und herausfinden, ob Erwartungen, Tabus und Vorlieben noch die Gleichen sind.

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Transcript

Folge 8 - Siderius + Phi - BDSM für Beginner Transcript bearbeitet von Johanna *Intro-Musik* Die Kunst der Unvernunft, der Podcast mit Gesprächen über BDSM. Mein Name ist Sebastian, herzlich willkommen zur achten Folge. Ich habe Siderius und Phi getroffen und wir haben geredet. Die beiden sind erst seit ein paar Monaten dabei, BDSM zu entdecken und erzählen über ihre ersten Erfahrungen miteinander.

Sie waren fleißig und haben einen Einsteiger-Workshop besucht, die erste Party überstanden und sind immer noch dabei, die ganzen Details zu entdecken und miteinander zu verhandeln. Geplant ist, dass wir uns in einem Jahr nochmal sprechen und dann schauen wir, welche Erwartungen sich erfüllt haben und was doch ganz anders gekommen ist. Ein Dankeschön geht an den Dark Secrets e. V. in Hildesheim, der hat uns nämlich seine Party-Location zum Aufnehmen bereitgestellt.

Wir haben also zusammengesessen, umzingelt von Spielgeräten und so hat die Aufnahme gleich noch ein bisschen mehr Spaß gemacht. Gleich geht's los. Aber zuerst noch ein bisschen Eigenwerbung. Ich suche hier nämlich immer nach Menschen, die etwas zu erzählen haben. Vielleicht hast du ein Projekt, über das du sprechen magst, erfindest dich und deinen BDSM gerade neu oder magst über ein Erlebnis sprechen. Auf kunstderunvernunft.de gibt es inzwischen alle Infos zum Mitmachen.

Und noch etwas. Mich hat wieder eine monatliche Spende erreicht. Vielen Dank an die diesmal anonymen Unterstützer. Dank euch ist das erste Ziel erreicht und die monatlichen Technikkosten sind auf jeden Fall schon mal gedeckt. Auf der Webseite hat sich auch noch etwas getan. Im Bereich Unterstützen gibt es nun zwei Partnerlinks. Und wenn ihr wenig Spielzeug einkauft und vorher so einen Link anklickt, dann hat der Podcast davon auch den ein oder anderen Euro.

Nun geht es aber los. Auf ins Kaminzimmer. *Intro-Musik* Ich sitze hier mit Siderius und Phi. Hallo. Hallo. Und wir sind heute nicht bei euch, sondern ausnahmsweise mal an einem ganz neutralen Ort. Wir sitzen nämlich in Hildesheim im Dark Secrets e. V. und haben die Party-Location für uns ganz alleine. Sitzen im Kaminzimmer und um uns herum sind ganz viele schöne Spielsachen. *bestätigendes* Mhm. Fühlt ihr euch wohl? Ein bisschen was nervös. Ein kleines bisschen. Das kriegen wir hin.

Denke ich auch. Ein paar Schläge haben da bisher immer geholfen. *lacht* Treiben wir die Nervosität mal aus. Ich darf verraten, ihr seid beide 33. Richtig. Und habt euch auf den Aufruf gemeldet, als ich nach Anfängern gesucht habe. Genau. Jetzt seid ihr gar keine Anfänger mehr. Hmmm, weiß ich nicht, ob wir keine Anfänger mehr sind. Wo ist denn der Wechsel zwischen Anfänger und Erfahrener und Profi?

Ich würde uns eigentlich immer noch in dem Bereich als Anfänger noch so sehen, weil wir uns immer noch regelmäßig neu entdecken. Von daher und auch immer noch in der Findungs- und Erfindungsphase sind. Gut, dann bin ich auch noch Anfänger. Sehr gut. Dann passt das. Dann ist das sehr sympathisch. Fangen wir mal so ein bisschen an, wie ihr euch getroffen habt. Ich habe natürlich den Spickzettel wieder. Sehe ich ja aus wie so ein Märchenonkel im Ohrensessel. *lacht* Ein sehr moderner Märchenonkel.

Ja, oder? *lachen* Ihr seid seit sechs Monaten zusammen. Ja, ein bisschen was mehr mittlerweile drüber, aber ja, das haut so ungefähr hin. Genau, und wir haben uns ganz romantisch am Bahnhof das erste Mal gesehen. Also auf das schiefe Gleis gekommen. Nee, auf das richtige Gleis, nicht auf das schiefe. *lacht* Da wussten wir ja noch nicht, dass wir beide pervers sind. Da wussten wir nicht, was wir überhaupt sind, von daher.

Okay. Genau, ich kam von dem Meeting, du von der Konferenz und sind wir so am Bahnhof um uns rum getigert und irgendwann meinte sie, sich im Zug unbedingt neben mich setzen zu müssen. Da war zufällig der einzige Platz frei. Mit Steckdose. Genau. Und da hattet ihr mit BDSM gar nichts am Hut? Noch null. Also ich habe schon für mich selber das Thema länger entdeckt, aber nie ausgelebt. Aber da war zwischen uns selber die Dynamik noch gar nicht da.

Das war wirklich das ganz normale Standard-kennenlernen, was da stattfand. Und dass das Ganze für uns interessant war, war glaube ich so relativ schnell klar, als du das erste Mal bei mir warst. Ja, da war an der Wand so ein Ring und an der Decke so ein Flaschenzug. Und ich dachte so, könnte doch ganz spannend sein. Wir haben uns erstmal kennengelernt, dann haben wir elf Tage wild hin und her geschrieben, dann gab es das erste offizielle Date.

Und dann wenige Tage später, dann auch, ich glaube es waren acht Tage später, anderthalb Wochen später. Uiuiui, keine Ahnung. Das erste Wochenende bei mir und ich war nett und habe vorher sämtliches Spielzeug mal so auf Seite geräumt, um sie dann nicht so ganz zu überfordern. Ja, außer das Festinstallierte. *lacht* Außer das Festinstallierte in der Wand. Das rauszuräumen ist ein bisschen was schwer. Ja, da kann man ja Blumen dranhängen.

Ja, da hing dann ein Kuschelhase drüber. *Sebastian lacht* Aber an den Deckenhaken irgendwas dran zu hängen, was jetzt nicht auffällig ist, eher schwer. Und du hast ihn dann gleich gefragt, was ist denn das? Oder wie hat das dir verraten? Ich glaube von dem Ring an der Wand hast du mir tatsächlich vorher mal ein Bild geschickt. Ja, das war zumindest mal zu sehen und wir haben über das Thema Art und Weisen der sexuellen Vorlieben im Vorfeld schon mal geschrieben gehabt.

Und dass man halt nicht auf den 0815-Normalsex steht, das war vorher schon definiert eigentlich oder zumindest mal abgeklärt. Ja zumindest, dass Fesselspiele und dergleichen auf jeden Fall schon mal sehr spannend sind. Mhm. Ich erinnere mich noch an die Aussage: Schlagen brauchst du mich aber nicht. *lachen* Nee, schlagen geht gar nicht. Geht gar nicht, null. Und so was wie Paddel und Gerten und so weiter sind ja, das geht gar nicht. Hab ich mal gesagt, ja.

Mhm. Und das auch im Rahmen dieser Beziehung zwischen uns beiden hast du das auch mal gesagt. Und dann hat das Ganze halt im Laufe der Zeit irgendwie so eine gewisse Eigendynamik entwickelt, dass dann halt mal schon ein Klaps dabei war oder zwei oder mehr oder … Dann halt Fesselung in die Bewegungslosigkeit mit dabei war. Vielleicht müssen wir erstmal verraten, wer haut wen. Ich hau sie. Eigentlich relativ klar geregelt.

Wir haben uns mal am Anfang eingebildet, dass wir beide eher so Richtung Switcher seien. Was dann aber tatsächlich recht schnell sich erledigt hat. Oder? Ja. *lacht* Nein, ich würde mich schon als Top, Dom ansehen. Ja, also wenn ich ihn haue, dann ist das definitiv topping from the bottom. *lacht* Also im Auftrag dann. Genau. Auftragsschmerz. *lacht* Genau. Das ist schon so in der Richtung.

Jetzt ist das ja ein bisschen fies. Jetzt hat er ja ein bisschen Vorsprung gehabt, Informationsvorsprung und auch, ich sag mal, Kopfkino-Vorsprung. Jetzt kommt der da an und steht da, jetzt frage ich tatsächlich dich, jetzt steht der da vor dir mit irgendeinem Zeug und sagt: Hier, ich mach jetzt mal mit dir. Das ist ja erstmal gruselig und aufregend.

Ja, vor allem aufregend. Ja, das Problem war bei mir, ich hatte mal, als ich ungefähr 16 war, tatsächlich schon mal Kontakt mit der Szene, wie man so schön sagt. Aber einen eher negativ geprägten. Das war so in den Anfängen des Internetchats jemanden kennengelernt und dann per Telefon, also schreiben und telefonieren, sozusagen so Fantasiespiele. Der gute Herr war nach eigener Aussage deutlich älter als ich und hat da von Dingen gesprochen, die definitiv nicht in mein Weltbild gepasst haben.

Also weder damals noch heute. Auch heute wären das Sachen, wo ich sage, nee, ganz klares No-Go für mich. Dann war das für mich so, okay, also mag ich das alles offensichtlich nicht. Mhm. Und dann hat man aber halt im Laufe seines Sexuallebens festgestellt, so verschiedene Sachen sind dann doch ganz spannend. Zum Beispiel? Fesselspiele, da lassen sich ja viele mittlerweile vor allem auch drauf ein.

Dass es jetzt nicht unbedingt gemein ist, jemanden mal ans Bett zu ketten, zumindest nur die Hände festzuschnallen oder so Geschichten. Aber alles andere war für mich gedanklich immer so, nee, möchte ich nicht, kann ich mir nicht vorstellen, hat nichts mehr mit Gleichberechtigung zu tun, keine Ahnung. Und jetzt geht es ja recht schnell, jetzt geht es ja Schlag auf Schlag. *lachen* Ganz genau. Im wahrsten Sinne des Wortes, ja. Ja, ich habe ihm ziemlich schnell grundlegend vertraut.

In allen Belangen. Und dann war das für mich überhaupt kein Thema, kein Problem zu sagen, ja, lass uns mal ausprobieren. Womit habt ihr jetzt tatsächlich, habt ihr jetzt auch schon mal so was gemacht, wie wir planen jetzt eine Session, wo wir sagen, wir möchten das und das ausprobieren, wo du sagst, das finde ich jetzt interessant, das muss ich jetzt mal machen? Also wer bringt welche Fantasien mit ein, ist so meine Frage?

Wir reden tatsächlich im Alltag sehr viel über das, was wir machen, das, was wir uns wünschen und das, was wir uns vorstellen. Aber eine Sessionplanung an sich selber haben wir gar nicht. Man merkt halt von wegen entweder, dass sie drum bettelt, im wahrsten Sinne des Wortes, dass ich jetzt irgendwas mit ihr anstelle. Sie grinst gerade über beide Ohren. *lachen* Oder im anderen Fall, dass ich gerade Lust habe, etwas mit ihr anzustellen und sie sich dem Ganzen fügt.

Und dann entwickelt sich der Rest sehr dynamisch innerhalb des Spiels. Es ist natürlich auch mal so Ideen, wo man mal sagen könnte, man könnte eine Session wirklich mal planen, indem man mal sagt, das würden wir jetzt gerne mal testen, aber da sind wir bisher so noch gar nicht. Das ist alles sehr eigendynamisch. Ja, es gibt ja Dinge, die man halt ein bisschen vorbereiten muss.

Also ich kenne das, dass man dann Fantasien, dass beide haben dann Fantasien und dann spricht man ja ganz viel miteinander und schaut, sind die kompatibel zueinander oder sind sie es eben genau nicht. Habt ihr da Dinge, wo ihr sagt, oh, da seid ihr zufällig genau auf der gleichen Wellenlänge oder eben da seid ihr völlig weit weg voneinander? Also ich würde sagen, bisher sind wir da ziemlich auf einer Wellenlänge. Ich schreibe tatsächlich immer quasi so kleine Session-Geschichten.

Das sind nicht Sessions, die wir dann durchführen, sondern eher so. Ja, ich sitze in der Arbeit und denke mir so, ach, das wäre doch jetzt schön, wenn es heute Abend folgendermaßen weitergehen würde. *lacht* Und schicke die ihm dann. Während ich beim Kunden sitze. *lacht* Aber so eine Einladung ist doch wunderschön. Ist es auch. Genau, für uns tatsächlich aktuell in der Alltagsplanung sehr schwierig, dadurch, dass wir noch nicht zusammen wohnen.

Das heißt, da ist jetzt nicht dieser Standardalltag mit wer kommt wann nach Hause und dass man das dann auch so durchziehen könnte. Ihr habt also noch Dates.

Sehr regelmäßige Dates. *lacht* Aber ja, das ist auch so ein Punkt, was es uns sehr schwer macht, das SM, den BDSM-Bereich bei uns im Alltag wirklich einfließen zu lassen, weil wir gefühlt sehr wenig Zeit miteinander haben und dann immer noch das Thema halt mit Planung bezüglich Familie und so weiter ansteht, was es halt manchmal sehr schwer macht, das Ganze. Tatsächlich zu implementieren auch irgendwo.

Aber wie ist denn das, wenn ihr euch seht, gibt es da so ein grundlegendes Machtgefälle, was einfach immer da ist? Oder ist das eher was, was sich dann im Laufe des Abends entwickelt? Also ein minimales Machtgefälle haben wir schon. Wir würden uns tatsächlich beide wünschen, dass es stärker da ist. Da fehlt uns aber zum Teil der Raum manchmal für. Sowohl zeitlich als auch im Kopf momentan. Aber es ist tatsächlich schon irgendwo ein gewünschtes und ein ausgelebtes Machtgefälle irgendwo da.

Siehst du das auch so? Ja, also definitiv aktuell nicht auf dem Level, wie wir das gerne haben möchten. Einfach weil, wenn ich dann Feierabend mache, dann noch zu ihm fahre, das dauert eine ganze Zeit und dann ist man erstmal einfach nur froh, naja, zu Hause zu sein, wobei man eben nicht zu Hause ist. Das ist gerade auch so ein bisschen das Problem, dass wir zwei Haushalte haben, aber eigentlich effektiv kein Zuhause, in dem wir das so integriert haben.

Gut, das ist nach einem halben Jahr ja auch, glaube ich, ganz normal, dass man da noch nicht alles zusammengeschmissen hat. Wir werden es aber bald tun. Von daher, wir werden bald uns diese Wohlfühloase einfach schaffen, wo wir sagen, dass wir einfach beide zu Hause sind, und mit der Möglichkeit auch den spielerischen Part unserer Beziehung wirklich ausleben zu können, indem wir uns auch sagen, wir werden uns wahrscheinlich da, wo wir dann wohnen, ein in Anführungsstrichen Spielzimmer gönnen.

In unserem Haus halt dann dementsprechend. Ja, sehr schön. Habt ihr denn schon einen Grundriss? *lacht* Schon einen Plan? Der Plan entsteht gerade tatsächlich auch für dieses Spielzimmer. Also ihr seht ja jetzt hier auch ein paar Möbel. Was würdet ihr denn mitnehmen wollen? Andreaskreuz. *lacht* Okay, die zeigen beide drauf. Ich glaube, wir müssen gleich in der Pause das nochmal, mal, das gebe ich dann zwar zum Ausprobieren frei.

*lacht* Ja, Andreaskreuz will ich auf jeden Fall drin haben. Ich finde solch einen Strafbock an sich auch sehr nett. So ein schöner Deckenhaken. Der Deckenhaken kommt auf jeden Fall, weil ich dich da auch tatsächlich dran aufhängen will. Und dann muss man mal schauen, wo sich dann die ganzen Gelüste der nächsten Zeit noch hin entwickeln. Ja, wir probieren ja immer noch aus, wie gesagt. Ich meine, ich hoffe doch, dass niemand aufhört, auszuprobieren.

Ich glaube, es wird, egal wie lange man da auch im SM-Bereich tätig ist, es wird immer irgendwas geben, was man vielleicht noch nicht ausprobiert hat. Glaube ich zumindest mal. Es gibt so viel Fetische und so viel Perversitäten auf der Welt, wo man dann denken könnte, das habe ich noch nicht getestet. Okay, das muss ich vielleicht auch nicht testen. Es gibt immer wieder irgendwas, wo ich erstaunt bin drüber, dass es das doch dann doch gibt.

Ja, es gibt auch, merke ich immer wieder, dass im Laufe der Zeit und im Laufe der Erfahrung verändern sich auch die Sichtweise auf bestimmte Dinge. Also ich mache inzwischen auch Sachen, wo ich früher gesagt hätte, ja, ist ja langweilig, die aber dann doch ihren ganz bestimmten Reiz bekommen haben.

*zustimmendes* Mhm. Ich weiß nicht, das sind so, das sind gerade diese Alltagskleinigkeiten und ja, so blöd das klingt, ich kann es unfassbar erotisieren und genießen, wenn Subbie schlicht und einfach mal, ja einfach mal nackig durch die Wohnung laufen muss. Das ist jetzt gar nichts Wildes oder so, aber das hätte mir früher nichts gegeben, inzwischen ist es einfach so ein, nö ich habe die Macht, das zu beschließen und weil ich die Macht habe, passiert das und deshalb finde ich es geil.

Ja, das sind halt genau diese Alltagskleinigkeiten, die das Ganze so richtig schön machen. Das ist das, wo wir ja auch langfristig hinwollen, dass wir mehr diese Alltagskleinigkeiten haben. Das, was ich mir auch wünsche, dass wir mehr diese Alltagskleinigkeiten haben. Ihr beide wünscht euch das? Ja. Ich suche ja immer noch die kleinen Konflikte *Siderius lacht*, wo ihr euch uneinig seid.

Wenn wir irgendwann nochmal zusammen sitzen, dann wird es natürlich dann spannend zu hören, aha, wie habt ihr euch geeinigt oder wohin hat es sich entwickelt? Die Frage ist, ob es nicht dann endlich mal Uneinigkeiten gibt. Weil sowohl als Spielart als auch was irgendwie Limits für uns angeht, sind wir doch sehr, sehr, sehr harmonisch. Limits ist ein schönes Wort. Da mag ich mal fragen, also ihr habt ja die,

es gibt ja diese Standardregeln, zum Beispiel wir definieren ein Safeword. Habt ihr so was? Nein. Auch Verweigerer, was das angeht, okay. Es gibt halt einfach keinen praktischen Anwendungsfall dafür. Weil wenn man es braucht, kann man es sowieso nicht sagen. Musstest du das verkaufen, dass man keins braucht oder ist das so okay? Wir haben es am Anfang mal tatsächlich mal probiert und dann für uns eigentlich festgestellt, dass es eigentlich auch Nonsens ist.

Und seitdem, wir waren auch mal tatsächlich auf einem BDSM-Einsteiger-Workshop, um einfach ein bisschen was Sicherheit zu kriegen, was auch so Schlagtechniken angeht. Und da wurde das Thema auch heiß diskutiert und eigentlich auch einhellig, ja, einstimmig bestimmt, dass es eigentlich tatsächlich Nonsens ist. Und auch dieses Ampelschema, ob jetzt grün, gelb oder rot, finde ich auch irgendwie, weil ich kenne dich ja, ich weiß ja, wie du reagierst.

Und ich will ja auch quasi meine Augen und ganz bei dir sein in der Situation, auch wenn ich dir gerade Schmerzen zubereite, ich bin ja ganz bei dir. Und dann brauche ich weder ein Safeword noch eine Ampel, wenn ich als dein Partner merke einfach, wenn es dir nicht gut geht und ob es jetzt Schmerzen sind oder Lust ist. Dann brauche ich auch kein Safeword. Hättest du nicht doch manchmal gern eins? Bisher nicht. Heißt, ich bin zu nett. *lachen* Vielleicht.

Manchmal. Also tatsächlich gab es bisher keine Situation, wo ich sage, da hätte ich das irgendwie gebraucht. Und ich persönlich stelle es mir wirklich auch schwierig vor, wenn ich in der Situation dann bin, das auch sagen zu können. Ja, das glaube ich tatsächlich auch und das ist ja auch ganz häufig so, wenn wirklich der Fall eingetreten ist, aus irgendeiner Motivation heraus, kommt es halt nicht.

Ja, oder es kommt aus den falschen Beweggründen. Weil ich vielleicht jemanden über eine gewisse Schwelle setzen möchte, die die Person noch gar nicht kennt und sich selber gar nicht zutraut. Und dadurch, dass ich ein Safeword einführe und darauf ja dann quasi reagieren muss, gebe ich meinem Sub die Chance zu bestimmen, wann ich als Dom aufhöre und ich gebe dem Sub die Chance zu definieren, was ist jetzt wirklich genug.

Und dieses manchmal traut man sich ja wesentlich weniger zu, als man eigentlich kann und das ist ja das, womit ich als Dom ja ein bisschen was spiele, über die Grenzen ein bisschen was hinaus zu gehen. Ja, also auch eine Entwicklung anzustoßen. Richtig. Und wenn ich bei dem ersten Erdbeersahne-Schnitten-Wort quasi sofort abbreche, *lachen* ist es ja dann, dann nehme ich mir ja diese Chance, der Person unter mir, neben mir, vor mir, mit mir gemeinsam diese Schwelle zu durchbrechen.

Und deswegen mag ich es eigentlich nicht, ne. Gibt es ein Beispiel für eine Entwicklung tatsächlich? Schlagspiele. Genau, also bei den Schlagspielen war, wie gesagt, am Anfang meine Aussage, schlagen nein, weil ich bin ja auch so erzogen worden, dass ich mich weder als Frau noch als Mensch an sich schlagen lassen sollte. Ja. Dass es da keinen Grund dazu gibt.

Und dann war so, naja, aber man hat ja gelesen und gesehen, so dieses Spanking, wie man das so schön nennt, mit der Hand schlagen, scheint ja doch Spaß zu machen für beide Seiten. Kann man doch mal ausprobieren. Aber Gerte geht ja gar nicht. Okay, ich habe sie dann in den Schrank gelegt. *lachen* Was gibt dir das denn, wenn er jetzt dir auf den Popo haut? Sofern er das tut. *lacht* Grinst. Ja, er tut es auf jeden Fall. *lacht* O ja.

Zum einen mag ich den Schmerz, vor allem wenn er dann langsam wieder abebbt. Den Schmerz an sich nicht, aber so diesen Hormoncocktail, der freigesetzt wird. Ich merke ja auch, dass es ihm Spaß macht, mir Schmerzen zuzufügen. Das spielt für mich natürlich auch eine immens große Rolle, ganz klar. Ja, warum macht mir das eigentlich so einen Spaß? Ich weiß es nicht. *lacht* Weil es dich kickt. Ja. Also vor allem mit der Zeit einfach so ein Rauschzustand entsteht, der durchaus gefährlich ist.

Okay, warum ist der gefährlich? Wir hatten das bei dem Workshop zum Beispiel, da haben wir ja die Schlagtechniken aneinander ausprobiert. Kurz als Hintergrund, man hatte die Auswahl, das waren irgendwie acht Teilnehmer und sie haben ein Testobjekt *lacht* zur Verfügung gestellt, an dem man sich konnte ausleben lassen.

Und wir beide haben aber als einzige gesagt, dass wir das doch bitte aneinander ausprobieren wollen, weil es mir auch mal wichtig war, dass sie erfährt, was das für ein Gefühl ist, jemand anderen zu schlagen beziehungsweise ich auch mal wirklich das Gefühl kriege, was das eigentlich heißt, auch mal mit dem Flogger geschlagen zu werden oder mit der Gerte. Und dann waren wir am Ende dieser Schlagsession, da wir sofort hinter einander gewechselt haben, beide in so einer Art Rauschzustand.

Genau, und dann sollte ich etwas tun, was ich normalerweise, was ich dann auch getan habe, hätte ich normalerweise niemals getan. Wer hat denn gesagt, dass du das tun sollst? Die Kursleiterin. Okay. Nebenberuflich Domina. Ja. Mhm. Und hat mich dann gebeten, quasi das Übungsobjekt zu schlagen. Mit dem Rohrstock. Das lebende Übungsobjekt, das sie mitgebracht hat dann? Mhm. Mit dem Rohrstock und zwar bis er in die Knie geht. Oh. Und zwar wirklich mit aller Vehemenz.

Und das hat nur, also das habe ich tatsächlich, in diesem Rauschzustand war das so, ja, mache ich und habe es auch gemacht. Ist er in die Knie gegangen? Ja. Und ich habe dabei zugesehen. Oh. Das war auch wirklich ein krasser Moment für uns ... Mhm. ... weil ich wirklich erst danach das erste Mal zu ihm geschaut habe. Es war so, das Übungsobjekt war quasi vor ihr auf den Knien, hat sie quasi an den Beinen umarmt, um wieder runter zu zu kommen und dann ist der Blick zu uns gekommen.

Okay, was habt ihr da gedacht in dem Moment? Ich würde am liebsten gerade die Domina erschießen. Und ich dachte, ach du Scheiße, vorhin habe ich noch gesagt, dass ich niemand anderen schlagen werde außer ihn. Also mich jetzt in dem Fall. Also Siderius hat mir gesagt, dass ich niemand anderen schlagen darf, außer ihn. Oh, also auch noch so ein schlechtes Gewissen, ein bisschen emotional so Eifersucht,

dann auch noch diese Situation, was Neues kennengelernt. Ui. Und dann maßlos überfordert, weil das eigentlich nicht deine Sache ist, jemanden so in die Knie zu prügeln. Das muss ich jetzt wirklich mal so sagen, das war wirklich in die Knie prügeln. Und dann hat man halt gemerkt, wie sie binnen von fünf Minuten immer mehr gebrochen ist und immer mehr realisiert hat, was da eigentlich passiert ist.

Und der eigentliche Hintergrund, warum die gute Dame das da gemacht hat, ist, weil sie der Meinung war wohl, Phi aus dieser Subrolle ein bisschen was rauszuholen. Und meinte, dass jeder in jeder Sub auch irgendwie ein bisschen was Dommiges steckt, sagen wir es mal so. Das wollte sie so ein bisschen was rauskitzeln.

Meiner Meinung nach hat sie damit eigentlich genau das Gegenteil bewirkt, dass wir uns seit diesem Tag absolut sicher sind, dass wir beide nicht mehr am Switchen sind, sondern dass die Rollenverhältnisse eigentlich sehr, sehr klar sind. Also ich würde jetzt daraus tatsächlich noch mitnehmen, dass eben auch der Absturz oder auch diese Überforderung mit der Situation, das kann ja auch dem Dom passieren.

Das vergessen immer viele, weil der Dom hat es ja leicht, der steht da, haut ein bisschen drauf rum und der macht das schon. Nee, der kann eben auch mal emotional irgendwie völlig wegklappen, sage ich mal. Aber gut, das ist jetzt natürlich trotzdem eine scheiß Situation. Wie seid ihr da rausgekommen? Der Kurs war 20 Minuten später zu Ende. Wir saßen beide quasi weinend im Auto, als wir wieder nach Hause fahren wollten, weil es uns das beide total mitgenommen hat.

Und wir haben, glaube ich, auf dem Parkplatz noch mindestens eine halben Stunde über diese Szenerie geredet und sind dann erst mal wieder einigermaßen normal in der Lage gewesen, überhaupt wieder am öffentlichen Straßenverkehr teilzunehmen. Ja, und dann hat halt, also vor allem Siderius mich aufgefangen, hat halt gesagt, okay, das war jetzt scheiße.

Wir fanden es beide im Endeffekt erstmal scheiße. Ja, dann einfach drüber geredet, wie sich jeder dabei in den verschiedenen Phasen auch gefühlt hat, wie das überhaupt so weit kommen konnte. Und ich glaube, seitdem ist für uns auch wirklich dieser Rauschzustand und die Möglichkeit des Abstürzens wesentlich prägnanter. Das kannten wir einfach vorher, oder ich kannte das halt gar nicht. Ich habe so einen Zustand in dem Sinne noch

nie erlebt in dem Zusammenhang. Seitdem weiß ich noch mehr, dass man da einfach wirklich, vernünftig auch, bei aller Unvernunft, an die Sache rangehen sollte. Seitdem vorsichtiger vielleicht? Wir sind, also ich bin aus meiner Warte eigentlich eher sicherer, muss ich ehrlich sagen, weil ich weiß, was ich machen kann und ich weiß, was ich machen will und ich weiß, dass ich es nur mit meinem Phi machen will, weil ich kann am Zucken ihres Hintern ablesen, ob es jetzt geil oder scheiße ist.

Und das will ich nicht mit irgendjemand anderem teilen. Und das gibt mir in der Beziehung zwischen uns einfach eine unglaubliche Festigkeit und unglaubliche Sicherheit. Und da hat auch kein Test-Dummy, irgendwas in der Mitte zu suchen. Den Kurs habt ihr besucht. Wer hat den denn gefunden? Wer wollte den denn überhaupt besuchen? Den habe ich mal gefunden durch eine Google-Suche, weil mir das Thema halt auch der Schlagtechniken recht wichtig ist.

Wie wende ich eine Peitsche, Gerte, Paddel richtig an? Was sind vielleicht einfach ein paar Hintergrundinfos dazu, die mal ganz interessant wären, um einfach für sich ein bisschen was Sicherheit zu kriegen. Also ich war da glaube ich schon der initiierende Part mit dabei. Hat das denn geklappt, dass du da was gelernt hast?

Ja, allein wie zu achten, wie kriege ich eine Peitsche dahin, dass sie da hinkommt, wo sie hin soll und halt eben nicht auf die Nieren schlägt oder um die Hüfte drum herum schlägt und solche Geschichten. Mit sicherer Standposition und so was. Das kann man ganz mathematisch auffassen, aber für mich hat es tatsächlich viel Sicherheit gebracht. Auch wie wende ich zum Beispiel eine Gerte richtig an.

Ja, ich habe da aber auch lang gebraucht, bis ich mit einer Peitsche, auch wenn ich eine neue Peitsche habe, bis das so funktioniert. Ich habe da so eine ganz schwere und das hat wirklich lang gedauert und gerade am Rücken muss ich immer sehr genau treffen und ja, da kriege ich manchmal aber auch noch sehr böse Blicke und das ist Subbie auch wirklich böse, wenn ich da, zwei, dreimal nicht ganz präzise bin.

Keiner ist perfekt, ein Schlag kann immer daneben gehen, aber das merke ich bei meinem Phi einfach sofort, wenn irgendwas daneben geht, weil die Zuckung einfach eine andere ist und die Reaktion einfach eine deutlich andere ist. Und dann gehe ich auch meistens sofort hin und lege die Hand auf die Stelle auf und sehe zu, dass ich dann in dem Moment, wo es nicht okay war, wirklich körperliche Nähe suche. Das ist mir dann auch sehr, sehr wichtig.

Und das hat mir halt aber dadurch, durch diesen Workshop an sich in Summe sehr viel Sicherheit gegeben. Der Workshop war auch wirklich aufs Schlagen ausgelegt oder so ein BDSM-Allgemeingrundkurs? Genau, also es ging allgemein erstmal damit los, was ist BDSM überhaupt, was zählt da alles dazu. Auch so eine grobe Übersicht, was alles da dazu zählt, im Detail da könnte man wahrscheinlich wochenlang drüber sprechen. Und dann auch, wie das Ganze ablaufen sollte.

Also klar, einvernehmlich, dass man da einfach auch von beiden Seiten wissen muss, was geht, was geht nicht und dergleichen. Und dann ging es zum Beispiel auch um so einen Sessionaufbau. Das war jetzt für uns auch mal ganz interessant. Wie kann ich das durchplanen? Worauf müsste ich dann gegebenenfalls achten? Ja. Auch so ein bisschen Spielzeug, was man dann auch mal in die Hand nehmen konnte, das ist auch so ein Punkt, der wirklich toll war an dem Kurs, dass man Sachen mal ausprobieren konnte,

ohne dass man sie gleich kaufen muss. *lacht* Diverse Arten von Klemmen, von Knebeln, diverse Arten der Peitschen, die dabei waren, von einer ganz leichten quasi zum Aufwärmen über einen Striemer über so eine Schwergewichtspeitsche schon fast, so einen richtig dicken Leder-Oschi dabei. Seitdem haben wir zum Beispiel auch einen Knebel überhaupt erst da, weil wir den tatsächlich da mal quasi kurz ausprobieren konnten und sagen von wegen, ist das was? Und dann habe ich gesagt, ja, das ist was.

*lacht* Ach, du hast das gesagt. Sie ja wohl nicht, sie konnte ja nicht reden. *lachen* Richtig. Genau. Und das war halt auch schön, einfach zu sagen, man durfte die Klemmen auch an den Übungsobjekten mal austesten und anbringen und wieder da runterreißen. Die taten mir dann irgendwann leid, weil sie das Ganze halt irgendwie mal 14 Mal, mal drei bei drei verschiedenen Klemmen ausprobieren mussten. Also die hatten dann schon ein sehr hohes Schmerzpotenzial, die beiden, die dann da waren.

Aber es war halt mal schön, das einfach mal alles zu testen. Und wie legt man auch so eine Klemme richtig an? Manchmal bei den verschiedenen Klemmtypen, das ist manchmal, wenn man halt neu in dem BDSM-Bereich drin ist, ist es halt viel. Es ist halt wahnsinnig viel. Es ist auch eine Informationsflut, die man sich verschaffen kann, wenn man es denn möchte.

Und da einfach mal so einen geführten Grundkurs über Möglichkeiten und so grundlegenden Techniken mal mitzunehmen, so in Summe sehe ich diesen Kurs immer noch als sehr wertvoll an. Trotz des Absturzes. Auch wegen des Absturzes. Auch wegen des Absturzes. Ja, ich bin da mit mir selbst noch nicht ganz im Reinen, was ich von diesen Kursen halte. Ich habe halt noch keinen besucht, keinen mitgemacht. Vielleicht muss ich auch da jemanden mal befragen, der so was macht.

Mhm. Manchmal wünsche ich mir, dass ich früher so ein bisschen da so eine Ausprobiermöglichkeit gehabt hätte. Auf der anderen Seite war aber auch dieses einfach mal machen auch nicht schlecht. Also ich habe den Vergleich natürlich nicht. Deshalb bin ich natürlich extra neugierig. *lacht* Außer Kursen, habt ihr da auch schon andere Sachen besucht? Ich sag mal Stammtische zum Beispiel. Ich zweimal in München damals.

Das war aber auch nur so eine kurze Geschichte, weil ich dann regional wieder weggegangen bin von da unten und das war, es ist halt ein riesen Stammtisch. Da ist beim Stammtisch, da sind bei einem großen mal eben so 120, 130 Leute da und das ist dann halt, wenn man da nicht schon die Hälfte der Belegschaft kennt, wird es zum Teil gefühlt ein bisschen was unpersönlich.

Aber es ist halt, dafür gibt es halt auch noch kleinere Spezial-Stammtische, aber das war dann halt nicht in dem Moment mein Interesse, mich da noch weiter rein zu begeben. Weil halt regional das dann auch irgendwann definitiv nicht mehr tragbar war. Aber ansonsten darüber hinaus gab es bei mir keinen Stammtisch. Ich war auf noch gar keinen. Noch gar keinen.

Wir haben letzte Woche einen vergessen. *lacht* Wir hatten uns für einen angemeldet und den dann leider aufgrund von Arbeit so und so vergessen. Aber der nächste steht schon im Terminkalender drin. Ja. Phi, was erhoffst du dir denn von einem Stammtisch? Was erwartest du denn dort zu finden oder zu treffen? Ja, einfach Menschen, mit denen man ungeniert über dieses Thema sprechen kann.

Weil das sieht man ja den Leuten jetzt nicht so an der Nasenspitze an, wer sich für das Thema interessiert, das vielleicht auch ausprobiert. Ich habe jetzt ehrlich gesagt auch noch nie so drauf geachtet, ob da jemand so einen bestimmten Ring trägt oder Halsband oder dergleichen. Wusste auch nicht, dass ... dass da überhaupt solche Sachen existieren. Meinst du jetzt Stammtisch oder Ringe und ... Alles. Okay. Das hat Siderius mir dann irgendwann mal erzählt.

Ich dachte halt, ja klar, von den Partys hat man mal gehört, dass es solche Dinge gibt. Ich war auch schon in einem Club, in dem durchaus Partys stattfinden, bei denen so was mit integriert wird. Aber ich war noch nie auf einer Party, bei der so was stattgefunden hat. Und von daher habe ich da jetzt auch nicht so die riesen Erwartung, aber eben so die Hoffnung, dass man da einfach Menschen findet, mit denen man sich über das Thema auch grundsätzlich mal unterhalten und austauschen kann.

Da bin ich sehr gespannt. Wie gesagt, vielleicht doch mal einmal für die Hörer die Info. Wir versuchen möglichst, dass wir in einem Jahr nochmal sprechen und dann einfach nochmal schauen, was ist anders, was hat sich verändert. Deshalb mag ich natürlich gerade bei Dingen, die ihr noch nicht erlebt habt, immer nach den Erwartungen fragen, damit ich dann nächstes Jahr hier mit dem Zettel sitzen kann und sagen kann: Da habt ihr aber das gesagt, warum ist das jetzt anders?

Mhm. *lacht* Vielleicht klappt das, vielleicht klappt das nicht, weil ich einfach weiß, dass bei mir haben sich gerade im ersten Jahr unglaublich viele Dinge, Einstellungen, Erwartungen ganz krass verändert. Zum Beispiel auch Tabus.

Da habe ich am Anfang eine lange Liste gehabt und gesagt, das mache ich nicht, das mache ich nicht und irgendwie eine Ohrfeige geben, das geht überhaupt gar nicht, das macht man nicht und um Gottes Willen, ja, das wurde mir recht schnell beigebracht, dass ich das mal zu tun hätte und dass ... *lacht* ... das doch sehr schön sei und dann habe ich da so ganz vorsichtig rumgetätschelt und festgestellt, oh, die geht ja ab.

Also ich bin gerade auch noch beim Tätscheln, von daher, ich kenne das. *lacht* Ja, ist schwierig, ne [Dialekt]? Ja, äußerst schwierig, finde ich. Also was so Tabus angeht, wir haben auch so noch zwei ganz große gegenseitige Tabus eigentlich in dem letzten Vierteljahr komplett aufgehoben. Das ist zum einen halt tatsächlich die Ohrfeige, die gerade so ein bisschen was Einzug hält, wenn ich merke, dass sie mir gerade ein bisschen was zu weit abdriftet.

Was ganz interessant ist, das ist die Atemkontrolle. Hattet ihr mir nicht gesagt vorher, das sei, da denkt ihr gar nicht drüber nach? Das war mal tatsächlich ein absolutes Hard Limit. Das war auch für mich auf der aktiven Seite auch ein richtig, richtig, richtig, richtig hartes Limit. Und das ist jetzt halt mal eben so dezent gefallen eigentlich. Wer ist schuld? Ich. *lacht* Okay, was hast du gesagt? So, hier, mach mal. Nee. Ich hab seinen Hals gepackt. Ach so. *lachen*

Also in dem Sinne wieder ganz anders. Und ja, es hat ihm gefallen, würde ich sagen. Ja, das ist halt dieses from the bottom. Aber das hat bei mir im Kopf eine Grenze gelöst eigentlich. Weil es tatsächlich bei mir historisch gesehen eine Sache ist, die ich niemals in meinem Leben drin haben wollte. Aber durch dieses grundlegende Vertrauen, was wir beide haben, das hat sich im Spiel tatsächlich gelöst. Jetzt muss ich mal fragen, was hat er dir denn angetan, dass du ihm an den Hals gegangen bist?

Ach, wir hatten eigentlich einfach nur geilen Sex. Richtig, eigentlich ja. *lachen* Okay. Und ... keine Ahnung ... Das hat sich halt dann so ergeben, wenn man so den Hals ein bisschen was überstreckt. Und ich habe schon am Anfang immer mal tatsächlich irgendwie immer mehr Richtung Kopf tendiert mit den Händen oder sonst irgendwas. Ab und zu mal. Aber wirklich an den Hals gegangen bin ich selber nie so wirklich. Aber das hält jetzt tatsächlich gerade Einzug so. Ja.

Das hat sich so eingeschlichen. So ganz hinterrücks eingeschlichen, so ein bisschen was. Und das ist was Stimulierendes oder geht es euch da ums, ich sag mal, Ausknocken? Also ohnmächtig soll er bitte nicht werden. Bitte. Aber ich weiß nicht, ob es der physikalische oder der psychologische Faktor ist, der dafür sorgt, dass er da schon sehr schnell in einen Rausch kommt, der den Kopf abschaltet. Mhm.

Richtig, das ist dieses gezwungene Fallen lassen. Das ist noch nicht mal das Körperliche, weil so doll hältst du mich nicht fest, dass ich wirklich da eine riesengroße Einschränkung in meiner Atemtechnik habe. Aber da spielt mein Kopf halt sehr schnell durch. Andersrum bei dir merke ich halt, dass du relativ auch schnell wegdriftest, aber nicht wegen dem Kopf. Bei dir ist es mehr eine körperliche Sache. Möglich? *lacht* Ja, es ist so.

Ich bin ja da nicht mehr ganz da, deswegen kann ich das nicht beurteilen. Deswegen erzähle ich dir gerade. *lachen* Und somit ist es jetzt auch nicht so, dass das bei jedem Spiel mit dabei ist, sondern das ist halt wirklich so der noch mit besondere Kick so ein bisschen was. Also es ist nochmal so ein, ich sag mal, so ein Gefühlsverstärker. Ja. Okay, das sind die zwei Tabus, die gefallen sind. *bestätigendes* Mhm. Welche sind denn noch da? Oder war es das jetzt?

Nee. Ich bin immer noch der Meinung, das, was im Körper drin ist, gehört entweder in die Schüssel oder soll da bleiben, wo es ist. Das ist für mich eine Sache, alles, was für mich persönlich mit Kaviar und Sektspielchen, das brauche ich persönlich null. Oder dieses Erbrechen. Ja, griechisch ist das, glaube ich, ne [Dialekt]? Keine Ahnung, aber das brauche ich auch nicht. Also das gehört auch zu Körperflüssigkeiten mit dabei für mich.

Aber Sperma gehört auch zu Körperflüssigkeiten. Das kannst du jetzt nicht ausschließen. Also ich meine, es ist okay, wenn ihr das so abgemacht habt. Ja, aber Blut brauche ich nicht. Ich brauche kein Urin. Kein Kot, kein Erbrochenes. Ja. Und was für mich auch nicht geht, das sind halt persönlich die Adult Games. Also solche Sachen von wegen mit Doll, Babydoll oder so was. Das sind halt so Sachen, die kicken mich einfach nicht. Das ist einfach immer so eine Art und Weise, die ich nicht ...

Ihr seid ja im Grunde auch noch als Paar in der Kennenlernphase. Und das ist so die Überlegung, also Rollenspiele gibt es oder ist das was, wo ihr erstmal auf euren ganz klaren persönlichen Charakter erstmal abspielt? Ich würde sagen, Rollenspiele können wir uns vorstellen, spielen aber aktuell keine Rolle. Außer ich spiele mich und du spielst dich derzeit ganz gut. Das ist momentan noch genug. Das ist in der Fantasie auch erweiterbar.

Wie sieht es denn mit so, ich sag mal, bösen Praktiken aus wie Strom? Hab ich. Hast du? Hab ich. Finde ich total geil. Stehe ich voll drauf. Also Strom finde ich was toll. Moment, also passiv oder aktiv? Sowohl als auch. Du gibst deiner Sub das Knöpfchen, was dir dann wehtut? Ja. Ich würde das nie tun. Niemals. Es ist eine andere Art der Stimulation. Finde ich. Es ist natürlich dieses, sie weiß ganz genau, sie sollte nicht zu weit drehen. Ach so. *lacht* Ja, das hat Konsequenzen.

Es soll mir noch Spaß machen und mir nicht unbedingt Schmerzen bereiten. Schmerz ist bei ihr dann. Okay. *lacht* Ich liebe dieses Grinsen. Ja, das ist gerade total schade, dass man das nicht hier transportieren kann. Nein, aber ich habe vor zwei Jahren auf der BoundCon, glaube ich, den Strombereich für mich wirklich entdeckt. Ich baue jetzt keine Domorgel, also sobald eine Autobatterie dahinter steht, habe ich Angst.

Ja. Das hat für mich nichts mehr mit Menschen, menschliches zu tun, aber so ein 9-Volt-Block kann ganz schöne Schmerzen zubereiten. Gab es da ein Erlebnis oder hast du es nur gesehen? Ich habe den Besitzer des Standes kennengelernt damals da und der hat einfach so ein paar Sachen an mir ausgetestet und das fand ich einfach so: Ja! Der mit den Schmerzstäben, mit den bunten und dem Funkzeug. Radio, was auch immer, Radio, Toys, keine Ahnung wie er heißt.

Jaja, ich habe von ihm auch Zubehör zu Hause und das ist sehr ... ja, das ist böse, das Zeug. Richtig. Das kann nett sein. Gerade dieser 3G-Sensor, wo man sich halt nicht mehr bewegen darf und der halt einfach aufkummuliert, wie viel man sich gerade bewegt hat, bevor der Stromschlag kommt, ist was sehr Feines. *lacht* Ja, Phi. Ja, ich habe den Strom tatsächlich noch gar nicht so viel abgekommen. Nee, hast du auch noch nicht. Ich war bisher brav.

Ja gut, also brav heißt ja nicht, dass das was nützt. *lacht* Nee, das ist so, aktiv bei uns haben wir das noch nicht drin. Weil dazu bisher noch der Raum irgendwo fehlte. Also bei uns, zwischen uns irgendwo. Aber wir beide wollen das eigentlich mal austesten, sag ich jetzt mal so. Ja. Also ich hab das selber nicht ausprobiert, weil wie gesagt, ich und Strom, wir sind, nee, geht gar nicht.

Aber es soll wohl ganz stimulierend sein, eine Elektrode kriegt der eine auf dem Hintern, die andere der andere und dann kann man miteinander schön vögeln und ... *lacht* ... naja, dann leitet es halt. *lacht* Ich musste auch so schmunzeln, als ich das jetzt mit dem Viehtreiber gehört habe. Das fand ich auch sehr schön. Ja, es ist ein tolles Gerät. Ja, ne [Dialekt] *lacht* Ich habe auch E-Mails bekommen, mehrere, wo ich dann gebeten wurde, den Amazon-Link mal zur Verfügung zu stellen.

Ich habe es getestet, man muss nur Viehtreiber da eingeben, dann findet man das, was man braucht. Genau. Ich glaube, dritte Position ist es. Ja, also ich kann verraten, in der Kategorie, was war denn das jetzt? Ich habe es ja gerade gesehen, in der Kategorie Zubehör für Ziegenzucht, Ziegenhaltung, das ist Bestseller Nummer 1. *lachen* Okay, dann habe ich da gedacht, ah, Ziegen, naja gut, das ist natürlich auch … Hm.

Aber der ganze Strombereich ist ein mega interessanter Bereich, weil er nochmal … ganz andere Möglichkeiten gibt, weil es auch nicht unbedingt nur mit Schmerz zu tun hat. Es hat halt auch was mit Stimulation zu tun, wenn man das halt im Niedrigenergiebereich verwendet. Natürlich kann man damit auch wunderbar bestrafen. Und wunderbar maßregeln.

Da freut sich jemand wirklich. Ich glaube, wenn wir hier eine Pause machen zwischendurch, dann müssen wir hier mal dich umpositionieren, dieses in sich Reingegrinse, das ist ... *lacht* Ach, schön. Ich genieße das gerade tatsächlich einfach zu sehen, wie du bei fast allem so eine Vorfreude einfach hast. So ein Leuchten in den Augen, dieses, o ja, ich kann es kaum erwarten, ich habe ein bisschen Schiss davor, aber ja, toll. Ja, auf jeden Fall. Funktioniert aber tatsächlich auch nur mit ihm.

Also wenn jemand anders mir solche Sachen erzählt, denke ich mir so, was, warum, nee, ist doch doof. Also ich kann euch jetzt hier keine Praktiken verkaufen. Also sagen wir mal, was haben wir denn noch? Nadeln. Ja. Ich kann mir nicht vorstellen, was es mir geben sollte. Ja. Ich kann mir das optisch tatsächlich echt schön vorstellen, weil man das auch optisch sehr schön anwenden kann. Ich weiß jetzt nicht, was es dir gibt. Habe ich keine Erfahrung mit, weiß ich nicht.

Ja, ihr werdet es ja irgendwann ausprobieren. Ich bin mir sicher. Ja, aber Nadeln jetzt im Sinne von Zugängen oder von Nähnadeln? Nee, bitte so Unterhaut oder so was, so was in der ersten Hautschicht drin, das kann ich mir noch vorstellen, aber wirklich solche Arztspiele damit, bitte nein. Ganz entschiedenes Nein.

Nein, also mit Nadeln ist auch tatsächlich das gemeint, dass man hier mit den feinen Kanülen, dass man die so ein bisschen unter die Haut steckt, dass man vielleicht, wenn man sich so einen Splitter einfängt, sieht man den ja auch durch die Haut noch und auch dabei, es wird halt, es sticht halt rein, dann spürt man, wie es unter der Haut sich lang schiebt, dann kommt sie wieder raus, das piekst auch nochmal.

Und ja, das ist halt, ich weiß nicht, nicht angenehm vielleicht, aber es hat halt seinen ganz eigenen Reiz. Das könnte ich mir tatsächlich für mich selber sehr, sehr gut vorstellen, weil ich ein totaler Nadelfetischist bin. Ich mag es total gerne irgendwie, wenn Nadeln bei mir irgendwo reinkommen. Gut zu wissen. *lacht* Also in ner Stunde kommt der erste Mensch, der Zubehör im Auto hat und dann können wir das gerne probieren.

Doch, das ist halt tatsächlich, ich gehe auch wahnsinnig gerne zum Blutspenden und ich gucke immer total faszinierend zu, wie so die richtig dicke fette Nadel bei mir in den Arm reinkommt und ich finde es immer total geil. Das ist so. Ich mag Nadeln eigentlich sehr gern. Naja, ich habe das ja gelernt mit den Zugängen legen, ne [Dialekt]? Können wir schon machen. Mhm. Ja, könnt ihr ... *lacht* Das nimmt gerade ungeahnte Wendungen hier an.

Ja, ich merk das schon. Sehr gut. Also zu Weihnachten wünschst du dir also ein Päckchen mit Nadeln, Desinfektionszeug, Skalpell und was man nicht alles braucht. Haben wir tatsächlich mal, also ich und meine Freundin, wir haben das tatsächlich mal bekommen, wirklich zu Weihnachten so ein schönes Paket und da war dann wirklich alles drin, was man braucht. Das Desinfektionsmittel, die Nadeln, die Einmal-Skalpelle, um damit alle möglichen Dinge zu tun.

Ja, das war schon interessant, wirklich einmal von medizinischem Fachpersonal das Zeug zusammengepackt zu kriegen. Auch diese ganzen Pflasterchen und Binden, die man da braucht. So ein Starter-Set. Und das war schön. Und ganz ehrlich, mit den Skalpellen habe ich jetzt nichts gemacht groß. Das hat sie selber an sich gemacht. Das war beeindruckend. Ich finde es interessant, also es ist ein interessanter Bereich, aber aktuell ... reden wir in einem Jahr nochmal drüber. Genau.

*lacht* Nadeln ist was, ne [Dialekt]? Ja, da müsste man sich aber wirklich erstmal noch tiefergehend informieren. Ja, würde ich erstmal mir selber ausprobieren. Mach. Mhm. *lacht* Was haben wir noch an Bereichen, die wir jetzt gerade noch nicht so … Dieses ganze Thema Rollenspiel würde ich auch erstmal in die ferne Zukunft schieben erstmal, weil wir da noch zu sehr mit uns selbst beschäftigt sind.

Gynstuhl ist auch so ein schönes Thema. Habe ich mir immer gedacht, was haben die nur alle mit diesem Gynstuhl, ist doch total lästig. Da muss ich mich draufsetzen, wenn ich zum Frauenarzt gehe und bin froh, wenn ich von dem Ding wieder runter bin. Kurz: zusammen wurde getestet und als gut befunden. *lacht* Also wir können den auch hier schnell reinrollen und dann weitermachen. *lacht* Ja, oder?

Ja, auf jeden Fall. Aber das ist halt auch wieder das, was wir festgestellt haben, was so für die, wir sind ja trotzdem BDSM-Neueinsteiger, sagen wir es mal so ... Das behauptet ihr nur. ... schwierig ist auszuprobieren. Also auch zum Beispiel mit den Schlaginstrumenten. Was gefällt mir, was gefällt mir nicht, stelle ich ja erst fest, wenn ich es wirklich ausprobiere. Sowohl auf seiner Seite, als auch auf meiner Seite. Naja, dann kann man natürlich die günstigen Sachen kaufen.

Das wäre, das kommt jetzt in eine Richtung von was die Tüte da verspricht auch gerade. Das ist ja dann nicht immer unbedingt geeignetes Material. Wenn man aber geeignetes Material kaufen möchte, dann ist das doch sehr kostenintensiv manchmal. Ja, also ich gebe ganz ehrlich zu, man lässt sich ja inspirieren. Gerade auf so Messen oder man sieht eben auf einer Party andere spielen. Und man fragt auch einfach mal ganz dreist, oh, was ist das für Ding,

kannst du mir das mal zeigen, wo ist denn das her? Weil man da einfach sieht, dass jemand was Gutes gefunden hat. Dass das immer teuer sein muss, so mag ich nicht bestätigen, aber billig ist es eigentlich nie. Aber es ist bisher zumindest unser Bild bisher, weil wir ja zusammen noch nicht auf einer Messe waren und auf einer Einsteigerparty waren, wo jetzt auch nicht so viele waren, die mit diversen Spielzeugen gespielt haben.

Von daher sind wir da noch sehr stark auf die einschlägigen Bezugsquellen angewiesen gewesen oder sind es immer noch und wir waren jetzt echt froh, dass, leider Gottes, ein guter Laden zugemacht hat und alles zur Hälfte rausgeschmissen hat. Alles zu 50 Prozent. Da haben wir uns erstmal quasi mit gescheitem Spielzeug eingedeckt. Was habt ihr denn eingekauft?

Zwei, drei Peitschen, ein schönes Paddel haben wir eingekauft, ein paar gescheite Seile auch mit dabei, ein paar böse Geschichten, ein paar SZs, den Knebel, hab ich noch was vergessen? Diverse Kleidungsgeschichten. Ja. Okay, also das volle Paket. Ja, quasi. Wir haben vorher schon Equipment gehabt. Allerdings ist das tatsächlich halt, auch dann halt festgestellt von absolut minderer Qualität gewesen. Das merkt man halt auch bei der Anwendung.

Dann dementsprechend. Das macht dann halt A unsicher, B kann es einem auch den Spaß irgendwo verderben, finde ich. Gerade so das Thema Paddel ist halt so eine Sache, wo wir einfach mal ein günstiges bestellt hatten, das ein paar Mal verwendet haben, das aber dann so dermaßen ... ... wehgetan hat ... Das wäre schon tatsächlich too much gewesen für ein Paddel an sich.

Da haben wir jetzt halt eine andere Alternative, die wir uns halt genau da geholt haben, die dann auch, die kann wehtun, die soll auch wehtun, also das Paddel hat eine sanfte Seite, hat aber auch eine harte Seite, die aber nicht so wehtun wird, wie dieses Billig-Ding. Auf eine andere Art und Weise. Ja, ich glaube, da geht es aber gerade bei Schlagwerkzeugen ganz viel ums Ausprobieren und auch auf die Anwendung.

Früher habe ich auch tatsächlich das Zeug recht schnell kaputt gehauen, das ist einfach gebrochen, weil ich, so blöd es klingen mag, einfach nicht genau wusste, wie soll ich damit umgehen. Inzwischen hält ein Rohrstock wesentlich länger als einmal. Aber gut, man muss ihn dann trotzdem wegtun, weil er dann irgendwie Farbe bekommt irgendwann.

*lacht* Aber es ging zum Beispiel bei dem Paddel darum, das Paddel hat in der Mitte A einen Carbonstab drin gehabt oder so einen Fieberglasstab, was das ganze Ding sehr unbewegt gemacht hat. Und war von außen auch noch mit Latex beschichtet, dass das Ganze quasi auf dem Hintern noch festgeklebt hat. Das war halt dann die suboptimale Komponente, die das Ganze dann irgendwann nicht mehr tragbar gemacht hat.

Wie weit ist das denn? Es gibt Zubehör, wo ich sage, da muss man wirklich aufpassen, gerade wenn ich den Haken an der Decke habe, dass da alles, was da reingeklinkt wird, das muss wirklich krasseste Qualität haben. Klar, die Armfesseln, an denen man im Zweifel sogar hängt, wenn da was Billiges ist, ganz ehrlich, wenn Subbie abschmiert, nee, geht gar nicht. Eher uncool. Aber ist das bei euch eher eine Materialschlacht, wenn ihr da interagiert oder es kommt jetzt eher, ja.

Ich würde nicht sagen Materialschlacht. Also ich glaube, wir haben schon viele verschiedene Sachen, aber es ist nicht so, dass alles angewendet wird auf einmal. Also das ist dann eher zum Beispiel entweder die Seile oder das Schlagwerkzeug bisher. Nö, Seile und Schlagwerkzeug. Ja, mein Erinnerungsvermögen lässt mich ab und zu im Stich. *lacht* Aber auch ganz ohne Zubehör spielen? Ja. Okay. Ja, natürlich. Tatsächlich aktuell ... viel ... eher der Normalfall, dass wir ohne Zubehör spielen.

Ja, momentan viel ohne, weil es einfach noch für uns eine andere körperliche Nähe zueinander gibt, die wir momentan einfach haben wollen. Ich muss mal fragen, ihr seid ja momentan im Kurzurlaub. Habt ihr denn eine ganze Spielzeug-Tasche mit ins Hotel geschleppt? Die Hälfte liegt gerade neben uns. Okay, da liegt das Ding der Woche schon. Das passt bei dem Thema gerade ganz gut dabei. Ja, komm, dann ist das doch der Moment, wo ich neugierig bin.

Wir waren tatsächlich echt überlegen, was nehmen wir als Ding der Woche? Und wir haben uns tatsächlich für das gerade besprochene Paddel ... Ach. ... entschieden, beziehungsweise ich hab mich dafür entschieden, weil es halt genau das ist, was momentan so eines meiner Lieblingsspielzeuge ist. Ja, gib doch mal her. Ohh. Es ist ein schönes, kleines, süßes Paddel. Mit der einen Seite einem Kissen drauf, auf der anderen Seite Glattleder. Glattleder kann *Schlaggeräusche* schön wehtun.

Ja, ich mach mal wieder die Geräusche. *lacht* Die weiche Seite kann schön aufwärmen. Aber damit fühle ich mich sicher. Und das ist schön und das fühlt sich auch für mich in der Hand gut an. Ne, das ist ein tolles Teil. Also ich beschreibe es mal, es ist schwarz, auf der einen Seite komplett schwarz, das ist hier so ein, was ist das für ein Material? Kunstleder, Kunststoff, also so ein durchgängiges Ding.

Und auf der anderen Seite ist dann wirklich dieses Kissen eingearbeitet, wie so eine Couchlehne von der Ledercouch, so vom Material her. Kann man ein bisschen eindrücken. Damit kann man A schön aufwärmen und mit der anderen Seite schön den nächsten Schritt nach dem Aufwärmen gehen. Und das finde ich halt ganz schön. Das gibt mir eine Sicherheit und eine ... Aua.

*lacht* Jetzt hat er die Aufhängöse gerade getestet. *lacht* Genau, das Bändchen auf der Rückseite, das ist immer so die Geheimwaffe, wenn nix mehr geht, das geht immer. Guter Tipp. Und seitlich ... au *lacht* Und das ist halt was Hochwertiges, damit fühle ich mich sicher, damit können wir beide Spaß haben und das ist tatsächlich auch so für mich persönlich ein Appell, auch tatsächlich zu sagen, ein Spielzeug was 3,99 kostet, man sollte mal überlegen, was das kann.

Weil es muss hergestellt, gelagert, vertrieben, versendet werden. Dann überlege ich dreimal über die Sinnhaftigkeit eines Spielzeuges. Ja, Moment, ich muss einmal kurz auf dem Tisch probieren. *leises, dumpfes Schlaggeräusch* Ach, das klingt ja nach nix. *lauteres dumpfes Schlaggeräusch* Oh. Wir müssen ja einen Eindruck hinterlassen. Natürlich könnt ihr euch auch jetzt gegenseitig damit verhauen. Kein Problem. Ne, ne, ne. Wenn, dann ich.

Ganz kurz, wir müssen das erklären. Phi hat mir gerade die Hände hingestreckt. Nur zum Testen. Mhm. Du darfst jetzt sogar aussuchen: links oder rechts? Ich schaue einfach mal zu. Sie streckt ihre Hand ein bisschen aus, die Finger schön gerade. Lächelt noch. Ein bisschen streicheln. *Schlaggeräusch* Das war jetzt die harmlose Variante. *3 Schlaggeräusche* Du darfst auch Au sagen. *lacht* Au. Ja, die glatte Seite tut schon ... Die ist auch für Schmerzen da. ... die zwiebelt schon ganz gut.

Ja. Jetzt war das Lächeln kurz verschwunden bei dir. *lachen* So, wie ist dann das, wenn man jetzt hier vor tausenden von Hörern verhauen wird? Ich sehe die ja nicht. Dann macht das nichts. Ja gut. Verantwortung hat ja auch Siderius. Du bist ja gar nicht verantwortlich. Genau. Richtig. Du hast es ja einfach. Einfach ist es deswegen nicht. Nein. Aber schön. Und dieses Lächeln zu sehen ist auch genau das, warum ich das mit dir mache. Weil es einfach schön ist.

Ich möchte jetzt so eine Rosamunde-Pilcher-Titelmusik einspielen. Nein. Gott hab sie selig. *lacht* Nein, ich will das ja gar nicht ins Lächerliche ziehen. Nein, es ist wirklich schön. Es ist einfach schön zu sehen, wie ihr wirklich noch in diesem Ausprobiermodus seid. Und ich kann mir auch schon vorstellen, dass das dann auch irgendwann mal in Ernst umschlägt. Und dann einfach ein bisschen böse ist. Ja, weil für mich halt auch das Aktivsein schon fast was Meditatives.

Man geht ja selber als Top selber in so einen Trance-Zustand rein. Durch diese Rhythmik manchmal dabei, durch die Nähe, durch den Wechsel durch, das hat für mich schon was sehr Meditatives, wo ich mich auch selber sehr schnell drin verlieren kann.

Das finde ich für mich als aktiven Part sehr, sehr angenehm, dass ich auch nicht nur da stehe und wie blöd drauf loshaue oder was auch immer, sondern wirklich mich durch den Fokus nicht auf das Schlagen, sondern auf meine Partnerin und wirklich da in eine Trance verliere. Dass es quasi den passiven Zustand widerspiegelt. Vielleicht nicht das gleiche, aber das spiegelt sich schon ganz gut wider. Und das habe ich so vorher auch nicht erwartet gehabt. Ich mag jetzt mal so zwei Schritte gehen.

Der eine ist, läuft denn eine Session auf Sex hinaus oder ist das mit eingebaut oder kommt das überhaupt vor? Bei uns ist es entweder mit eingebaut oder läuft definitiv drauf hinaus. Das gehört zwischen uns beiden eigentlich schon dazu. Also ihr habt ein fulminantes Vorspiel vor dem kleinen Akt. Das haut tatsächlich so hin. O ja, der kann manchmal sehr, sehr zügig danach sein. *lacht* *lacht* Aber schön im beidseitigen Einvernehmen auch.

Ja. Dass es tatsächlich so ist, dass wir den Schmerzbereich tatsächlich als Vorspiel nehmen und auch, dass wenn sie eingebunden, gefesselt vor mir liegt, ich das tatsächlich höchstgradig erotisch finde und dann auch das für uns beide als Finale sehe. Ja, da wird dann quasi der Sex ins Auswickeln zum Beispiel mit eingebunden, dann wird immer ein bisschen was frei gebunden, bisschen gevögelt, bisschen frei gebunden, bisschen gevögelt.

Man hat ja dann wieder neue Möglichkeiten, wenn ein Stück wieder frei ist. Ja. Das muss man ja nutzen. Du kommst hier nicht raus, wenn ... *lacht* Ja. Das wird sowohl im Aufbau manchmal eingebaut, als auch als Finale. Das heißt aber so ganz ohne Sex, das ist jetzt nichts, was ihr jetzt ... freiwillig jetzt machen wollen würdet? Dafür ist der Sex einfach zu gut. *lachen* Nee, es ist, es ist ein Bestandteil des Ganzen für uns.

Jetzt komme ich gerade drauf. Wie ist denn das Spiel mit der Lust und dem Hinhalten? Also wenn du jetzt sagst, Phi soll jetzt bitte heute Abend mal für deine Lust da sein und selber, naja gut, ist ja heute mal nicht dran. Gibt es so was? Habt ihr da einen Reiz? Ich glaube, das wäre gefährlich. *lacht* Okay, Orgasmuskontrolle und Phi, da hat das eine Auge gezwinkert. *lacht* Tatsächlich schwierig.

Beidseitig schwierig. Also das ist so, und dafür kennen wir uns, glaube ich, noch zeitlich gesehen zu wenig, dass man das aktiv einbauen kann. Wir sind da einfach noch momentan zu ... Ich will dich jetzt und hier und sofort und das in zwei Stunden ist mir einfach zu spät.

Ja, ich hätte jetzt diesen Service-Gedanken an der Stelle auch gehabt, dass du halt sagst, okay, sie ist ja die Sub und sie steht mir jetzt zur Verfügung und ihre Bedürfnisse, die können auch mal wohlüberlegt, an der Stelle, ein bisschen zurückgefahren werden. Ich hab's ein paar Mal probiert, ja. *lacht* Das klappt noch nicht so ganz. Dafür finde ich sie oder finde ich ihren Orgasmus einfach zu schön. Das ist, dass man damit schon, noch spielt, ist momentan noch nicht so ganz.

Ich hab's mir manchmal so ein, zwei Mal vorgenommen und bin dann allerdings an meiner eigenen Nichtkontrollierbarkeit gescheitert. Ja gut, man muss es ja auch nicht lassen. Es verzögern zum Beispiel oder ich sag mal: verdien's dir. Also bisher noch nicht so in der Form umgesetzt worden. Kann man in der Zukunft bestimmt mal ausprobieren. Mhm. Wenn man sich besser unter Kontrolle hat. *lacht* Mhm. Ich setz euch Flausen in den Kopf, das ist schön.

Sehr schöne Flausen. *lacht* Also ist noch kein Bestandteil, ist eine für mich durchaus denkbare Variante, auf jeden Fall. Die aber für mich auch viel Selbstdisziplin beinhaltet, die ich in dem Zusammenhang einfach noch nicht habe. Wir sind ja hier in einer Party-Location. *bestätigendes* Mhm. Und ihr habt auch schon eine Party besucht. Richtig. Und was wir schon verraten, wir haben jetzt eben eine kleine Pause gemacht und sind mal durch das ganze Haus hier durchgegangen. Mhm.

Ach, wo fangen wir an? Okay, erste Party, wie war es? Was war es? Es war ein sogenanntes Candlelight-Dinner, sprich ausgelegt für Einsteiger Wiedereinsteiger, Paare, wo vielleicht nicht das Spielen im reinsten Fokus steht, sondern einfach auch ein schönes Essen, eine schöne Atmosphäre. Sie haben uns beim Eingelass auch gesagt, dass normalerweise der Aufbau ein bisschen was anderes ist, sondern da, wo jetzt gegessen wird, normalerweise hauptsächlich gespielt wird.

Dass normalerweise ein Essen mit Vor-, Haupt- und Nachspeise nicht in dem Plan mit da drin steht. Okay, Candlelight, das heißt, ihr seid da hingegangen, habt gegessen, habt euch verabschiedet und war ein schöner Abend. Genau, total schön. Nein, also mit der, naja, mit der Grunderwartung sind wir erstmal hin, würde ich sagen. Genau, die Grunderwartung war quasi hingehen, essen, Leute angucken, eventuell, und dann wieder gehen. Das war so die Grunderwartung. Okay, und wirklich?

Hingehen, Führung, Glas Wein trinken, essen, spielen, Sex, glücklich mit einem breiten Grinsen rausgehen und sagen: das machen wir wieder. Und zuschauen. Und zuschauen. Ja, so ein bisschen. Ja, wie ist denn das mit anderen Leuten, wenn man da plötzlich andere Leute spielen sieht? Erstmal überhaupt nicht spannend, obwohl ich eigentlich gedacht hätte, dass es für mich spannend ist, da zuzuschauen, war das tatsächlich irgendwie einfach, weiß nicht, an dem Abend mit den Leuten nicht so.

Ich denke mal, das war ein bisschen auch die Räumlichkeiten, weil die Spielräume sehr, sehr abgekapselt vom eigentlichen Essensraum waren, in Anführungsstrichen. Sondern mehr in der Richtung Separees es schon ging. Da hat man das Gefühl, wenn man da jetzt wirklich zuschauen müsste, wollen würde, müsste man da jetzt quasi wirklich stören, da rein zu gehen. Das hat so ein bisschen was gehindert, da auch wirklich als Zuschauer tätig zu sein, fand ich jetzt.

Und ich fande es jetzt auch gar nicht so schlimm. Man hat beim Essen schon so die ersten Schreie aus dem Hintergrund gehört. *lacht* Das fand ich schon sehr, sehr interessant, sagen wir es mal so. Ja. Und irgendwann haben wir uns dann halt in den allerletzten Raum ganz hinten um die Ecke verzogen, der auch mit einer Gittertür abschließbar war, wo wir dann ein bisschen was ... Ruhe für uns hatten oder quasi so ein Separee für uns hatten.

Dass wir dann aber Stück für Stück immer weiter nach vorne gewandert sind, ist auch schön gewesen. Was habt ihr denn gemacht in dem Separee? Er hat mir den Popo verhauen. Dann sind wir wieder nach vorne. Mhm. Dann sind wir nochmal rein. Da war dann der Gynstuhl. *lacht* Dann haben wir den bisschen was ausgetestet. Genau. Mit Klammern und das war nur Klammern, oder? Das war größtenteils eine Klammer-Session. Das ist ja schon eine ganze Menge, ne [Dialekt]? Mhm. Für einen Abend.

Dann kam noch das zum Abschluss quasi, dass Andreaskreuz, was mitten im Raum stand, was ich auch so am Anfang nicht gedacht hatte, dass wir erstmal, dass wir auch, wenn andere Leute an den Tischen um mich drumherum sitzen, und noch beim Essen sind, quasi uns das Andreaskreuz schnappen und daran spielen. Jetzt weil ich sie daran festmache und auf diversen Stellen auspeitsche und ... Phi, warst du da nackig? Ja. Hat dich das gestört?

Nö. Okay, das war völlig in Ordnung, dass die da alle gucken können? Ja, wobei, also da war schon nochmal so eine Trennwand mit so einem, das waren so Tarnnetze, glaube ich. Ja, aber links und rechts waren tatsächlich Tisch und Stühle daneben, wo die dich direkt beobachtet haben und konnten. Ja, aber die kamen ja erst später. Da warst du schon weg. Da war ja schon der Nebel da. Mhm. Genau. Nee, also mit der Nacktheit habe ich gar kein Problem.

Okay, ich hätte jetzt unterstellt, dass das, wenn er sagt, so ziehe dich mal aus, dass das erst mal ein Schock sein kann. Aber bei dir ist das nicht so? Nee, gar nicht. Also ich bin ... wunderschön. Auch. *lacht* In der ehemaligen DDR geboren und aufgewachsen und mit FKK und allem, also da schon von früher Kindheit an die Erfahrung gehabt, Nacktheit ist nichts Verwerfliches oder dergleichen. Also deswegen. Ja, das ist ja für viele halt doch auch so ein Ding, oh, wenn ich mich da jetzt

ausziehen muss, um Gottes willen, das möchte ich doch gar nicht. Das gibt es eben auch. Nee, ich hatte eher das Problem mit, o Gott, was soll ich nur anziehen? *lachen* Wir waren auch definitiv die zu overdressedesten Leute da drin oder zu bestangezogenen Leuten da drin. Ich wirklich im Anzug und Weste und für mich schon rausgeputzt bis hinten gegen und für dich haben wir das kleine Schwarze rausgesucht, im ersten Moment auch wirklich hochgeschlossen.

Das hat aber dann auch nicht lange gehalten. Das hat das Essen überlebt, sagen wir es so. Was heißt denn overdressed, was habt ihr bei den anderen gesehen, wo ihr gesagt habt, oh. Also die Unterbrustkorsagen und ansonsten obenrum frei, zum Beispiel am Tisch. Oder das auf den ersten Blick lange Kleid, was hochgeschlossen wirkt, aber hinten dann halt nur von Schnüren zusammengehalten wird und darunter ist halt einfach nur nackte Haut.

Oder halt auch reine Latex oder Leder, glaube ich weniger, Lack-Latex-Kombinationen, die dann halt da mit dabei waren. In was davon wird man euch denn bei der nächsten Party sehen? Ich habe mir einen schwarzen Lederkilt rausgesucht. Ich werde mich niemals in Lack oder Latex sehen, weil da sehe ich mich einfach nicht drin oder könnte ich mich nicht drin wohlfühlen. Ich finde so einen rein schwarzen Lederkilt total toll. Ich habe da auch nichts dagegen.

Nichts dagegen. Entscheidet er, was du anziehst? Ja. Und das sucht er auch gut aus, ja? Also meistens ist es so, dass ich wirklich drei, vier Alternativen rausgelegt bekomme quasi gerade und dann entscheide ich, was da kommt. Ja, da musst du aufpassen. Ich bin da immer in die Falle gelaufen, dass ich dann gefragt wurde: Das oder das? Dann sage ich: ja das. - Nicht doch das andere? -

Nee, nimm das, was ich jetzt ausgesucht habe. Und dann ist es so dieses, ich hätte doch lieber die andere Wahl getroffen. Also ich werde zwar vor die Wahl gestellt, aber nicht wirklich. Habe aber dann auch gelernt, ich kann der Frau da wirklich sehr vertrauen. Und die macht das schon. Wenn in den vier Optionen oder zwei Optionen nicht das passende bei ist, sage ich das auch. Was kann denn da die falsche Option sein? Du hast ja nebendran immer Option Nummer 5, liegt ja immer rechts daneben.

Nichts. Nichts, genau. Genau. Und ... Das ist immer die schönste Option. Nein, nicht, wenn wir bei minus 5 Grad hinfahren. Ja, beim Hinfahren darf man ja auch noch was anhaben. Wie war denn das, als ihr da, kanntet ihr schon jemand, der dort war? Niemanden. Wir haben auch tatsächlich keine Bekannten, irgendwie großartig momentan noch aus der BDSM-Szene, weil das auch unser erster Vorstoß in diese BDSM-Szene war.

Und das war auch da, würde ich jetzt auch nicht mit rausgehen, dass wir da irgendjemanden großartig, nachhaltig kennengelernt haben, weil das halt schon aufgrund dieses Candlelight-Thematik sehr geschlossene Gruppen waren. Also es waren auch vielleicht in der Location 20, 25 Mann da. Im Normalfall sagen sie, es sind knapp 100 da, von daher hat sich das Ganze ganz gut verteilt. Wirklich zum Kennenlernen war das jetzt gefühlt nicht da.

Wir haben zwar gegessen mit einem Paar am Tisch, die waren aber sehr stark mit dem Spielen beschäftigt an sich selber. Ja gut, wenn das alle dann wieder rum sind, dann geht das ja auch wieder, aber ja, da so reinzukommen ist immer ein bisschen schwierig. Ja, finde ich allgemein recht schwierig. In Gänze.

Ja, das ist, unverhofft, kommt oft, habe ich immer so das Gefühl, dass man dann, wenn man denkt, ach, da ist eh alles und lernst eh keinen kennen und so, dann plötzlich, findet man, reicht ja ein Mensch oder zwei, die man da sieht und dann ist der ganze Abend gerettet. Ja, auch wenn wir da jetzt niemanden kennengelernt haben, es war ein toller, erotischer, erregender Abend, Nacht, wie auch immer. Also ich bereue da nicht eine Sekunde von. Nö.

Ich stelle jetzt mal die unmöglichste Frage für eine SM-Party. Wie war denn das Essen? Sehr gut. Echt gut. Die haben da anscheinend einen Caterer, der das echt gut gemacht hat. *lacht* Sehr schön. Ja, mit sehr guten Salaten dabei, echt gutem Fleisch. *schnalzt* Leckerem Dessert. Ja, der Nachtisch war auch gut, aber mein Dessert war besser. *lacht* *lacht* Ja, von daher, also das war tatsächlich eine sehr, sehr gute erste Party, um da reinzukommen.

Also ich hab, wir haben drüber diskutiert, ob wir eher so eine kleine Party zum Einstieg nehmen, die auch extra, sagen wir mal, für Einsteiger mit ausgezeichnet ist im Joy Club oder wo auch immer. Oder halt die großen bekannten Partys nehmen, die man halt so kennt. Mhm. Die Frage ist halt, ob man dann den kleinen privaten Rahmen mag oder die große Anonymität, wo eventuell nicht so viel gespielt wird. Und da bin ich mir sicher, dass die Wahl, die wir getroffen haben, die richtige war.

Glaubst du denn, dass auf großen Partys weniger gespielt wird? Nein. Das kann ich mir nicht vorstellen. Also auf den Partys, die großen Münchner Partys, die ich kenne, wird mir immer gesagt, da wird sowieso kaum mehr gespielt, weil das mehr ein Showlaufen ist von Fetischisten. Ach so. Also ich rede jetzt Partys mit drei-, vierhundert Leuten. Ja, da kann ich mal erzählen, das war die von der BoundCon-Party, wie heißt die denn noch? Sub Rosa Dictum.

Genau, da waren wir vor zwei Jahren. Tatsächlich Schaulaufen ganz viel. Wir waren ein bisschen underdressed, weil wir eben nicht im Standard-Abend- Outfit quasi da waren. Nein, das war schon okay. Ich fand das sehr spannend, weil das eine Party war, wo sehr viel Anonymität geherrscht hat, weil eben viele, da war wirklich, waren nur noch die Augen und der Mund zu sehen, der Rest war eingepackt in Latex etc. Das fand ich sehr spannend, weil das die Menschen wirklich sehr gleich gemacht

hat, aber den Spielbereich, den fand ich großartig. Also das waren ja wirklich dann diese Vorhänge, diese durchsichtigen weißen Vorhänge und da haben wir auch unseren Spaß gehabt. Wir haben zwar keinen Separee abbekommen, haben das da irgendwie im Gang gemacht. Das war sehr, sehr schön und ich fand die Stimmung da einfach sehr spannend.

Und als dann die Party langsam zum Ende zuging, da wurde dann eben auch in dieser großen Haupthalle, fingen die Leute dann auch wieder an, ein bisschen mehr zu spielen. Dass die dann das Kreuz, was da zur Deko stand, quasi dann auch benutzt haben. Ich glaube aber zum Einstieg, wenn man wirklich das als allererste Party nehmen würde, könnte das einen, glaube ich, arg überfahren. Es ist halt eher eine Tanzveranstaltung mit geilem Outfit und Spielmöglichkeit.

Oh, das, da kriege ich jetzt wirklich Ärger für, weil das beschreibt die Sub Rosa Dictum ja nicht. Die ist ja viel, die ist ja ganz anders, aber ich würde sie von der Masse her doch wirklich auch erstmal als Tanzveranstaltung erstmal einordnen. Ich kann mir da jetzt auch kein realistisches Bild von schaffen, weil es sich bisher nur auf Erzählungen basiert. Von daher ist es eine Sache, die man sich bestimmt mal angucken kann.

Solch eine große Party, ich denke mal für unseren persönlichen Einstieg haben wir es mit so einer kleinen Party tatsächlich echt gut getroffen. Weil auch die beiden Inhaber, die uns dann da noch rumgeführt haben und die uns auch im Vorfeld jede Frage mindestens zweimal beantwortet haben, *lacht* wenn wir sie dreimal gestellt haben, die haben sich auch halt wirklich um uns gekümmert. Und die haben auch gefragt von wegen, ob das unsere erste Party ist bei denen oder allgemein.

Und die haben uns halt so ein bisschen was in ihre schützenden Hände noch mit reingenommen. Das fand ich echt lieb und echt schön. Von daher finde ich das von der ersten Veranstaltung her echt schön gewesen. Die nächste schon geplant? Geplant momentan noch nicht, nee. BDSM-Party, ne. Ich muss erst mal fragen, wie lange ist denn das überhaupt her? Das habe ich ja eben gar nicht. Zwei Wochen. Oh, noch ganz frisch. Also ihr seid dann abends wieder nach Hause gefahren? Richtig. Leider Gottes.

Ja, aber was wäre die Option gewesen? Gut, jetzt ist ja, also ich habe das am Anfang ganz viel gehabt, dass man dann wirklich tagelang nur noch darüber redet, was hat man da erlebt, wie war das, was hat der eine gesehen, was hat der andere gesehen? Ist das Gesprächsthema bei euch? Also wir haben natürlich drüber gesprochen, auch so, was hat dir gefallen, was hat mir gefallen, was war am besten.

Ich fand die Gefühlswelt war, da haben wir lange und viel drüber geredet, wie man sich dann wo gefühlt hat, wie es auch für sie war, sich dann irgendwie dann da in dem Raum zu präsentieren und zu spielen miteinander, das war halt schon für mich sehr interessant, wie sie sich bei welchen Sachen gefühlt hat. Und das war auch öfters schon Thema.

Aber jetzt nicht so, dass wir sagen, wir haben jetzt tagelang nur noch darüber gesprochen, weil da hat uns leider die Realität viel zu schnell mit reingeholt. Wir sind ja eben hier einmal durch das Haus durchmarschiert, vom Keller bis zum Dachboden. Ich habe euch ein bisschen dabei beobachtet, wie ihr also alle möglichen, jeden Haken und jedes Spiel gierig angeschaut habt. Ja. Und mit: "Oh, das will ich mal ausprobieren" bis hin zu "Das muss ich mir zu Hause einbauen".

*lacht* Ja. Irgendwas Überraschendes, wo ihr sagt, das kenne ich noch nicht? Ja, wie auch immer es heißt. Also ich würde jetzt sagen, das ist ein Cock and Ball Trainer mit Stativ. Keine Ahnung, ob das Ding einen Namen hat. Das brauchen wir aber nicht nachbauen. Nee. Danke. Ich gebe es euch mit. Nein, danke. Ja, ich glaube, weil dieses Cock and Ball, gut, du sagst so nett, Training, meistens ja eher als Torture bezeichnet, gibt mir persönlich nichts und weil es ihm auch nichts gibt.

Gibt es mir erst recht nichts. Mhm. Nein. Also ich will in unserem Spielzimmer definitiv Andreaskreuz drin haben. Ich will Haken an der Decke haben, um dich daran zu hängen, um dich daran zu fesseln, um dich auf- und abfahren zu lassen oder dich in Bondage-Formationen da drin zu fixieren. Ja, du siehst, deine Zukunft, wurde dir gerade erklärt. Ja, ich freue mich drauf. *lachen* Ah, ja. Ich fand auch oben den, was ist das mit dem, nicht Galgen, Kopf- Arme-Fixierung? Ja, das ist so ein Galgen.

Galgen, Strafgalgen. So eine Art Schandgeige, nur halt im Gestell, ne [Dialekt]. Genau. Das finde ich ganz schön. Schön mit dem Spiegel auf der Seite. Das finde ich ganz nett. Und halt die Balkenformation finde ich immer ganz schön, weil ich finde, Balken haben immer etwas Schönes. So ein richtig schöner Querbalken hat immer was Schönes und sollte an jeder Decke sein. Ja, man kann dann auch was Schönes dranhängen. Mhm. Deko. Genau, wunderbar. Blumentöpfe. Frauen. *lachen*

Oh, da kann ich mir ein schönes Suchbild vorstellen. Da hängt dann hier was, da was, da was, irgendwelche Blumen, Tannenbaum, keine Ahnung was oder die ganzen Töpfe und zwischendurch halt auch Subbie. Ja, wo ist Phi? Man gibt doch diese Wimmelbilder, wo ist Waldo? Genau. *lacht* Wo ist Phi? *lachen* Ja, es gibt so ein, zwei Ecken, ein, zwei, drei, vier, fünf, sechs Ecken hier, die, wo man sagt, das wäre ganz interessant, die, wo man sagt, ganz schlimm.

Du bist zu lange in Franken. *lachen* Das ist auch so, die Spielwiese oben mit den Spiegeln drumherum, das ist was Schönes, wo man auch noch, weil es höher gestellt ist, so einen kleinen Käfig drunter machen könnte. Ich muss jetzt ein bisschen aufpassen, dass das hier nicht nach einer Verkaufsveranstaltung klingt. Aber mich interessiert natürlich schon, wen fixt was an? Also die vielen Spiegel finde ich schon mal echt toll.

Weil ich schon ihm auch gern dabei zuschaue, was er denn mit mir, an mir so macht. Und was ich für eine Reaktion drauf habe. Deswegen sind Spiegel für mich auch wichtig, auch wenn sie vor mir gebeugt ist oder so was, finde ich einen Spiegel ganz toll, weil ich sie dann von beiden Seiten betrachten kann. Wenn ihr ja da beide gern zuschaut, ich meine, lasst ihr auch mal eine Kamera mitlaufen, wenn ihr was macht?

Bisher noch gar nicht. In den Gedanken schon. Wir haben uns da schon vorgestellt zu sagen, mein aktuelles Schlafzimmer einfach mit Kamera zuzupflastern. Da mein aktuelles Schlafzimmer allerdings dafür meiner Meinung nach nicht groß genug ist und das einfach, würden wir das glaube ich in in näherer Zukunft mal umsetzen. Oder wir finden jemanden Bekannten, der sich das antun möchte, uns dabei zu filmen. *lacht* Ich habe ja immer noch so ein, ja, so manchmal denke ich mir einfach Szenarien

aus. Und ich mag das hier mal verraten. Irgendwann werde ich noch mal Subbie mit einer, nein, mich mit einer Kamera bestücken. Also wir haben ein Stirnband, irgendwas, halt Ego-Perspektive und Subbie bekommt eine Videobrille aufgesetzt. Und dann kann sie mir dabei zusehen, dann kann sie sich selber sehen. Aus meiner Perspektive, während ich mit ihr da agiere. *lacht* Ich finde das super spannend.

Wenn die Angst schon durch das Wühlen in der Spielkiste geschürt wird, was holt ihr denn jetzt bitte raus? Ja, auch einfach diese Verknüpfung. Ich sehe quasi etwas, stell dir vor, du guckst im Fernsehen einen Film und wenn da jemandem wehgetan wird, dann spürst du den Schmerz. *begeistertes* Mhm. Ja, stimmt. Stimmt, also Phi schaut ein bisschen entgeistert, unglücklich, kritisch. Ich will ja Siderius sehen und nicht mich.

Also ich sehe noch die Steigerung, dass man so ein leichtes Delay von ein, zwei Sekunden einbaut. Das heißt, man sieht, wie man selbst geschlagen wird und der Schmerz kommt aber erst zwei, drei Sekunden später in einer Zeit, wo auf dem Bild nichts davon zu sehen ist. Ich kann mir solche Sachen immer wunderbar vorstellen. Ich weiß nicht, ob die in der Praxis funktionieren, aber ...

Ich bin bei solchen Bildern bin ich noch gar nicht. Das ist halt genau, wo du merkst, dass wir noch ganz früh am Anfang bei uns beiden stehen, dass solche Szenarien gefühlt irgendwie noch gar nicht so prägnant sind. Ich fand's auch, das Szenario, was der ... das Orakel genannt hat, mit den beiden Halsbändern, der beiden Sub, und er hat den dritten Auslöser in der Hand und stichelt die beiden quasi gegeneinander an. Das ist eine grandiose Idee. Ja, wie ist das denn mit einer zweiten Sub?

Momentan nein. Ganz klar nein. Momentan nein, sagst du. Ich kann ja nicht sagen, was in fünf Jahren ist. Ich wäre ja unseriös zu sagen, ich weiß, wie ich mich in fünf Jahren oder ich weiß, wie wir uns in fünf Jahren fühlen. Aber ich kann nur für den jetzigen Zustand sprechen und da ganz klar nein. Und Phi? Du sollst keine Sub neben mir haben. *lacht* *lachen* Nein, also ... Kann ja auch ein Spielzeug für dich sein, an dem du dich ausprobieren kannst.

Ich glaube, das Problem ist, dass wir, also wir können uns aktuell zum Beispiel gar nicht vorstellen, eine reine Spielbeziehung zu führen. Das wäre für uns aber, glaube ich, zumindest nach aktuellem Stand, der Fall mit einer zweiten Sub. Das ist ja auch so, dass was uns in dem Workshop da passiert ist, das hat uns beide ja im Vertrauen und Kennen des anderen sehr stark zusammengeschweißt und das müsste erstmal quasi aus meiner Warte heraus Sub 2 quasi erstmal erfüllen können.

Und deswegen ist es bei mir momentan aktuell nicht mit drin. Und ich will mich einfach ganz in Ruhe auf eine Person fokussieren, nämlich die, die in meinem Hauptfokus in dem Moment ist. Und damit bin ich schon gut ausgelastet. Ich habe hier gar nicht mehr so viel auf dem Spickzettel, aber doch noch so ein paar Sachen. *lacht* Ich werfe euch mal was hin: Outing. *lacht* Meine Schwester. Du kannst sie hier grüßen. Schöne Grüße.

Ich schicke dann mal den Link. Mein Stiefpapa, ich weiß nicht, ob er's meiner Mama verraten hat. Ich wollte gerade sagen, die könnte es auf jeden Fall auch wissen. War dir das wichtig oder hat sich das ergeben? Also mit meinem Stiefpapa, das hat sich ergeben, weil wir bei denen nach dem Workshop übernachtet haben. Also das war halt in einer anderen Stadt und dann hat sich das angeboten. Dann haben sie halt gefragt, was macht ihr denn jetzt dieses Wochenende? Ja, wir sind auf einem Workshop.

Ja, was denn? Ja, dann kam mal das Thema Bondage gerade ganz praktisch. Wir sind auf einem Bondage-Workshop. Und dann hat halt ihr Stiefpapa gefragt, kannst du mir mal den Link dazu schicken? *lachen* Ja, okay. Antwort war, ja, die kenne ich. Okay, dann war klar: wir sind nicht die einzigen Perversen in der Familie. *lachen* Das entspannt doch dann auch schon mal, wenn man dann merkt, es weiß jemand aus der Familie, aber das ist gar nicht dramatisch.

Ja, meine Schwester, weil meine Schwester eigentlich alles weiß. Wie ist das so im Freundeskreis, sage ich mal? Bei mir wissen es zwei gute Freunde. Ja, eigentlich schon meine engeren Freunde wissen das eigentlich schon. Guter Arbeitskollege von mir war letztens bei mir und hat die SZ rumliegen sehen. Da war für ihn auch klar, in welche Richtung ... Also die Schlagzeilen, ne [Dialekt]?

Genau. In welche Richtung das rumläuft. Fand er auch ganz interessant und hat erstmal durchgeblättert und gelesen, was denn da alles drin stand. Und ja, also ich hab jetzt nicht das Bedürfnis, das jedem sofort ins Gesicht zu sagen, wenn er mich noch nicht mals danach fragt. Also ich bin jetzt kein Missionar in dem Sinne, aber wenn man auf das Thema kommt, habe ich auch keine Hemmungen, darüber offen zu reden. Und das ist eine schöne, entspannte Haltung, finde ich.

Ja. Also sehe ich auch so, dass man da, man muss es nicht den Leuten auf die Nase binden, aber mein Gott. Wenn jemand es wissen will und irgendwas davon mitbekommt und Fragen hat, kann man sich gerne melden, drüber unterhalten, aber der Rest ist, es ja zwischen uns eigentlich. Die erste Frage meiner Schwester war dann auch: Habt ihr dann auch ein Spielzimmer im Haus? *lachen* Wenn ihr so entspannt damit umgeht, wie sieht es denn mit so kleinen Erkennungszeichen aus?

Suchen wir noch. Haben wir noch nicht. Ich finde diesen Standardring fast zu fad. Ich finde, der steht mir besser als jede Variante, die da verschnörkelter ist. Ja, aber ich suche noch für mich das Besondere. Vielleicht schmückst du erstmal deine Frau jetzt? Meine ich ja. Ich suche für sie das Besondere, was mir gefällt an ihr. Und was nicht der Standardring ist. Wir reden jetzt von einem Ring für den Finger?

Ring für den Finger, Halskette, Halsband, irgendwie, wo ich meinen Stempel drauf drücke. Das Problem wäre bei mir tatsächlich, dass ich nicht von zu Hause aus arbeite und neben den Kollegen im Büro auch diverse Kontakte mit anderen Geschäftsführern habe und dergleichen und da würde ich mit solchen Sachen schon durchaus auch aufpassen. Das ist halt auch sowohl für sie, als auch für mich genauso.

Ich bin auch regelmäßig in irgendwelchen Kunden-, Lieferanten-, was auch immer, Kontakt, wo ich damit einfach aufpassen muss. Und dementsprechend suche ich was Schönes als Erkennungszeichen, was aber primär als Erkennungszeichen zwischen uns steht. Also eher als ich sag jetzt mal markieren des Phi. Genau. Und ich finde das Erkennungszeichen, wo die Richtung lang geht, da reicht die Körpersprache zwischen uns im Normalfall vollkommen aus.

Also ich muss ja gestehen, dass meine Partnerin einen Halsreif trägt. Der sieht jetzt nicht direkt pervers aus, aber es ist schon ein Stück Stahl. Und ich genieße einfach jeden Tag, dass ich das sehe, dass sie dieses Ding trägt und ich finde das einfach toll. Das würde so in unserer Konstellation definitiv nicht funktionieren.

Da sind wir halt noch auf der Suche. Ich habe da die Augen und Ohren offen und bin auf der Suche, was einfach auch perfekt zu uns passt, auch designtechnisch gut zu uns passt. Aber du suchst da eher, oder sucht ihr beide gemeinsam? Also es ist ja auch meine Aufgabe. Ich will ja quasi meine Markierung draufdrücken. Ich könnte auch so ein Brandeisen nehmen, ist auch was Schönes. Nein. *lacht* Nein. Nein, danke.

Muss man schauen. Da mache ich mir aber auch keinen Druck, weil ich will jetzt nicht mit Gedeih und Verderb sofort das Erstbeste, was mir in den Sinn kommt, tatsächlich sofort nehmen, sondern ich will dann eher mir Zeit lassen, um das Perfekte zu finden. Du möchtest ja sie markieren. Und Phi, wie ist das denn für dich, wenn du jetzt etwas an dir trägst, was ausdrückt, ich gehöre ihm und gehorche ihm auch noch? Sehr schön. Also der Gedanke ist tatsächlich sehr schön, das in Zukunft so zu haben.

Deswegen freue ich mich auch schon, wenn er dann mal was gefunden hat. *lacht* Ja, aber wie gesagt, es ist halt für mich wichtig, dass es einfach für uns dieses Signal hat. Aber jetzt nicht gerade, dass es sehr nach außen trägst. Ich habe es beim letzten Mal so schön gesprochen: Du musst es dir auch erst noch verdienen. Ja, das auch noch. Hast du nicht gesagt, ich hätte es mir schon verdient? Nein. Nein, habe ich nicht. Wie verdient man sich das denn?

Das ist glaube ich, eine emotionale Sache. Ich habe noch keinen festen Plan, was sie machen muss. Ich habe jetzt keine Checkliste, was sie erfüllen muss, dass sie das kriegt. Es ist, glaube ich, einfach so eine A, ich muss es erstmal finden, und B, ist das glaube ich tatsächlich eine Situationsfrage, weil ich finde es persönlich blöd zu sagen von wegen: so, da

hast du es hier, trag es. Das passt nicht dazu, das muss in der Situation passen, wo du sagst von wegen jetzt ist genau der richtige Moment, dass du den Stempel drauf gedrückt bekommst. Nein, dass du das dann wirklich verdient hast und dass du das bekommst. Das schaffe ich. Ich weiß. Stets bemüht. Gehen wir doch mal so ein bisschen in die Zukunft. Mhm. Ich glaube, ihr habt noch keinen Sommer miteinander erlebt, ne [Dialekt]? Einen halben.

Das heißt, ihr habt schon draußen, nein, habt ihr auch noch nicht, draußen spielen? Gespielt? Nein. Gespielt nicht, Sex, ja. Aber gespielt selber noch nicht, nein. Ich schätze euch jetzt einfach mal so ein, dass das was für euch sein könnte. Steht zumindest auf der To-Do-Liste. Richtig. Ihr habt ja eine To-Do-Liste? Naja, halt so ... Wishlist, was man mal testen will, was man mal testen kann. Und da ist tatsächlich auch Outdoor-Spielen für mich auf jeden Fall mit ganz hoch dabei.

Ich mag die Natur, es ist so schön da. Ja, und da gibt es auch viele Mücken und Matsch und Dreck und Matsch. Und Dreck kann was richtig Tolles sein. Und Matsch und Dreck hilft gegen Mücken. *lachen* Okay. Ihr seid euch da offensichtlich einig. Wir sind uns in relativ wenigen Punkten uneinig. Das ist echt schon ein bisschen widerlich, ne [Dialekt]? Es ist für mich total frustrierend, weil ich versuche jetzt natürlich ein bisschen Dramatik zu haben. *lacht* Wir sind voll langweilig, ich weiß.

Der eine sagt nein, auf gar keinen Fall und der andere: ja doch, unbedingt. Aber das kann ja noch werden. Natürlich kann das noch werden, aber es ist natürlich auch gerade für uns beide sehr angenehm, dass wir da so eine hohe Harmonie drin haben. Ja, weil da sind auch natürlich Punkte bei entwickelt gewesen, wo man vor einem halben Jahr gesagt hat, nee, das geht gar nicht. Ich konnte es mir vielleicht vorstellen, das ist halt zum Beispiel mit den Schlagspielen.

Da habe ich vor einem halben Jahr gesagt, ja, ich würde es gerne testen. Du warst damals noch so weit von wegen, dass du gesagt hast, nee, geht gar nicht. Und da hat man sich dann halt irgendwo angeglichen, beziehungsweise sie hat sich mir angeglichen. Ja, das ist halt auch momentan eine Entwicklung. Vielleicht gibt es auch Punkte, wo wir beide sagen jetzt derzeit halt, nein, geht halt nicht oder wollen wir

beide halt nicht. Und im halben Jahr oder im Jahr sag ich oder du von wegen: ich würd's zumindest gerne mal testen. Und das ist auch so die Grundhaltung zwischen uns beiden, wo wir sagen, wir sind eigentlich fast offen für alles und testen zumindest alles mal und können dann auch immer noch sagen, nö, ist scheiße. Das geht immer noch. Aber dieses "nö, ist kacke" ist bisher relativ selten gekommen. Wobei denn? Muss ich jetzt echt mal überlegen.

Wir hatten einmal, da ging's es dir vom Kreislauf beim Bondage nicht ganz so gut, weil ich dich habe zu lange stehen lassen. Da war dann, das war so eine Situation in der Gesamtheit, wo dann, das war jetzt irgendwie von der Kombination her nicht ganz so toll. Ja, aber es hat uns ja nicht davon abgehalten. Nee. Das nochmal zu machen. Momentan funktioniert es einfach ganz gut. Fällt dir irgendwas ein?

Ich würde mal behaupten, dass wir bisher auch nur die klassischen BDSM-Sachen ausprobiert haben. *lacht* Was mir eingefallen ist, definierst du mal bitte die klassischen BDSM-Sachen? Bitte nicht. *lacht* Es wäre immer ganz interessant, was für dich die klassischen BDSM-Sachen sind. Na, wenn du Leuten davon erzählst, wo eigentlich jeder gleich ein Verständnis davon hat. Schlagspiele, Bondage, Klammern. Und selbst beim Bondage sind wir ja noch im absoluten Anfangsbereich.

Wir nähern uns langsam dem Ende und reden ein bisschen über die Zukunft. Ich weiß, ihr wollt zusammenziehen. Richtig. Ja. Schon bald. *lacht* Ganz bald. In 51 Tagen. Stand heute. Wow. Und Phi, du hast Nachwuchs. Ja. Dreieinhalb Jahre alt. Genau. Das Thema BDSM fand bisher immer dann statt, wenn deine Tochter gar nicht im Haus war, nicht da war. Richtig. Das wird ja anders, wenn ihr zusammenzieht. Ja, möglicherweise. Werden wir sehen.

Also es wird immer noch die Zeiten geben, wo sie nicht da ist, die wir dann natürlich zum Spielen verwenden können. Na so einen gewissen Teil des BDSM, gerade der Bereich D/s, kann man auch tatsächlich dann ausleben, auch wenn sie da ist, in gewissen Grenzen. Die Frage ist, in welchen Grenzen? *lacht* Ja, das sieht man dann.

Ja, also da bin ich tatsächlich gespannt, wie sich das verändert, wenn wir auch dann wirklich versuchen, uns nächstes Jahr nochmal zusammenzusetzen, wie ihr Lösungen gefunden habt, dass das auch nicht im Alltag untergeht und wie sich alles, was wir heute besprochen haben, sich das weiterentwickelt hat und wo ihr dann steht. Wird ein spannendes Jahr, würde ich sagen. *lacht* Ihr habt Hauptaufgaben, ne [Dialekt]. *lachen* Mehr wie das. Juhuu.

Ganz viel Spaß, ganz viel zu tun. Ganz viel zu entdecken. Ja, wenn ihr mir da nichts mehr erzählen wollt, dann kommen wir doch mal zur Verabschiedung. Erstmal, wie man euch erreichen kann, das ist nämlich total einfach: über mich. Das könnt ihr machen per Mail an sebastian@kunstderunvernunft.de oder auch über das Fetlife-Profil des Podcasts, das kann ich hier nochmal schön bewerben.

Da sucht ihr einfach nach Kunst der Vernunft und mit dem Account dürft ihr euch, auch wenn ihr mich überhaupt nicht kennt, direkt anfreunden oder folgen und anschreiben, das ist völlig in Ordnung. Einen Aufruf habe ich noch. Ich suche nämlich Menschen für diesen Podcast, die entweder BDSM nicht mehr praktizieren, die also aus irgendeinem Grund gesagt haben, ich mache das nicht mehr. Vielleicht, weil der neue Partner damit nicht kompatibel ist oder, ja,

aus welchem Grund auch immer. Oder alternativ, oder ach Quatsch, alternativ, gehen wir an die Vollen: beides. Würde ich gerne mit jemandem sprechen, der einen Partner hat, der BDSM praktiziert, aber selber eben nicht damit bei ist, der damit selber vielleicht nichts anfangen kann oder der das einfach nicht teilen kann an der Stelle.

Da würde mich wirklich mal die Sichtweise interessieren, wie ist denn das, wenn der Partner an der Stelle nochmal so ein ganz eigenartiges Hobby hat und da ständig aus dem Haus ist. Wer sich da angesprochen fühlt, auch da einfach eine kurze Mail schreiben und dann gucken wir mal, ob wir da zusammenkommen, ob das interessant ist und ob wir da was draus machen können. Also an der Stelle an euch beide, Siderius, Phi, ist total toll, dass das geklappt hat, dass wir hier zusammensitzen.

Mein erster Dreier ist offensichtlich jetzt auch gelungen. Unser erster Dreier ist auch hinter uns. *lachen* Und liebe Hörer, euch danke ich fürs Zuhören. Bis zum nächsten Mal Tschüss. Tschüss. Tschüss. *Outro-Musik*

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