Folge - Schlagsaite - Bondage und offene Ehe Transcript bearbeitet von Lexxi (Podcastintro) BDSM, die Kunst der Unvernunft, hallo und herzlich willkommen zur zwölften Folge. Mein Name ist Sebastian und ich habe Schlagsaite eingeladen. Nein, eigentlich hat seine Frau ihn in die Sache reingeritten und ihn vor mein Mikrofon geschickt. Heute sind wir etwas tiefgründiger dabei und sprechen über BDSM in einer offenen Ehe.
Schlagsaite und seine Partnerin leben BDSM gemeinsam, aber auch getrennt voneinander, außer Haus aus. Bondage ist auch ein großes Thema und wir erfahren, was das mit Pfadfinderzeit und Schöpferstolz zu tun hat. Wie es dazu gekommen ist, wie man Menschen zum Spielen für eine Nacht findet und was AltaVista war, erfahrt ihr in dieser Folge. Bevor es losgeht noch etwas zu einem Projekt. Mit dem werde ich euch noch in den nächsten Folgen etwas auf die Nerven gehen.
Ich möchte nämlich eine kleine Aufnahmereise machen und ein paar Tage lang durch die Republik fahren und Gesprächspartner besuchen und neue Folgen mitbringen. Inzwischen habe ich auch schon eine schöne Liste, aber alle werde ich wohl nicht auf einmal schaffen. Aber Menschen aus Halle, Leipzig, Karlsruhe, Mainz, Köln, Flensburg und sogar Luxemburg und irgendwo aus der Schweiz stehen drauf. Wie es aussieht, werde ich ordentlich rum kommen.
Damit ich das tun kann, wünsche ich mir natürlich eure Unterstützung auf dem Podcast-Reisekonto. Auf kunstderunvernunft.de gibt es den Unterstützen-Button und wer kann und möchte, der darf hier gerne helfen. Ich überlege die Reise selbst bei Instagram und Co. zu dokumentieren. Da würde mich interessieren, was ihr davon haltet. Noch ganz fix ein Dankeschön an Jana. Sie hat nämlich über Steady eine Dauerspende an den Podcast eingerichtet. Vielen Dank dafür.
Und dann gibt es noch eine Spende direkt aufs Konto mit dem Betreff Reisekasse und Kaffee. Aber das steht auch dabei, ich soll das nicht erwähnen. Danke euch beiden auf jeden Fall. Das hilft mir hier wirklich weiter und ich bin schon fleißig am Plan. Jetzt geht's aber los. (Podcastintro) Ich sitze hier zusammen bei mir mit Schlagsaite. Hallo. Hi. Du bist circa 40, soll ich sagen. Rund, ja. Und irgendwie hast du was mit BDSM zu tun.
Ja, ich habe irgendwann die Buchstaben gelernt, fand das albern, hat nichts mit mir zu tun und irgendwann dann doch. Ha, wurdest du überredet. Nein, ich habe gemerkt, dass der Deckel doch auf den Topf passt. Ich fand die Überschrift nur zu albern früher. Hab wie die Bild-Zeitungsleser "Sado Maso" gesagt und darüber gelacht. Aber BDSM ist ja nur ein Fachbegriff und kein... Ja gut, das ist aber auch wieder so mit Abkürzung immer so ne Sache. Aber sie sind halt gut googelbar.
Ja, wenn man es richtig macht. So, das sollte die zwölfte Folge sein. Mal sehen, ob ich da nicht irgendwas tausche. Und du bist jetzt eher weniger Sub. Ja, so ungefähr gar nicht. Sagt ja auch der Name schon ein bisschen, ne? Schlagsaite. Ja gut, das könnte auch der passive Teilnehmer. Die Seite, auf die geschlagen wird. Auch gerade mit "AI" werden die Seiten ja geschlagen. Das stimmt schon. Wie immer fangen wir natürlich ganz vorne an. Wie ging es denn los mit dem perversen Zeug?
Wenn man das so genau wüsste. Es gibt so das ein oder andere Kindheitserlebnis, das ich rückwirkend einordnen könnte, wenn ich wollte. Ah, die Kindheit. Ja, oder Einschätzungen. Ich habe irgendwann abends, als ich schon schlafen sollte, bei den Eltern im Fernsehen ne Szene gesehen. Gar nichts Brutales, gar nichts Gefährliches. Da haben bloß zwei weibliche Polizistinnen einen Verdächtigen festgenommen und er hat sich gewehrt. Und ich dachte nur, das ist da verkehrt rum. (beide lachen)
Falsche Richtung. Das wäre cool, aber es ist irgendwie falsch gerade. Okay, dann wissen wir schon mal, was du magst. Ja, gleichwohl habe ich lange die Gedanken, jemand anderes wehzutun, abgelehnt oder habe meine diesbezüglichen Fantasien immer angereichert um eine Rechtfertigungskomponente.
Ja. Also ich hatte mir vorgestellt, die blöde kleine Schlampe könnte man jetzt da über den Zaun legen, Hände und Füße zusammenbinden und sie richtig durchnehmen, dass sie schreit und weint, weil sie mir vorher die Vorfahrt genommen hat. Ja gut, das heißt ja nur, dass du eine vernünftige Erziehung genossen hast. Ja, vielleicht zu vernünftig. Also den Grundsatz der Einvernehmlichkeit, den haben meine Eltern sehr früh mitgegeben. Ihr könnt alles machen, wenn ihr erst beide wollt. Waren so Hippies.
"Ich liebe euch!", aber echt. Das hat aber zu einer Bremse geführt, als ich eben diese ganze geheime Sprache, diese ganze Spielereien erst lernen musste. Weil das Reh, das erlegt wird, das muss einfach nur hübsch sein, da sein, lässt sich erschießen und dann wird es halt gegessen. Aber der Jäger, der muss unglaublich viel lernen, bis er dazu kommt, überhaupt den Schuss zu landen.
Das fand ich ziemlich frustrierend am Anfang, weil es doch klar ist eigentlich, ne boy-meets-girl kann so schwer nicht sein wir wollen das doch beide warum jetzt dieser ganze Zirkus drumherum? Na Moment, du hast ja erst mal mit Sex angefangen vermute ich. Ja aber auch da was es ja schon anstrengend, also dieses ganze drumherum dieser Zirkus, diese Balz das fand ich eigentlich immer recht überflüssig so wie wir auch sonst viel drumherum reden im Alltag überflüssig finde.
Ja, und jetzt machen wir genau zwei Stunden das. Na wir kommen nicht die ganze Zeit auf den Punk, wir können auch ein bisschen drumrum reden, aber wir müssen ja nicht ein Ziel umtanzen. Wir können ja auch Themen direkt ansprechen, durchaus. Okay, fangen wir mal an. Erstmal SM, dass es das gibt, schon vor der ersten Beziehung, vor dem ersten Reh definiert, kennengelernt oder hat sich das erst später entwickelt?
Ja, wir kannten natürlich die RTL-Werbung: "RUF MICH AN!" Das heißt, dieser ganze Sadomaso-Kram hatte irgendwas mit Frauen in billigen Lackklamotten zu tun, die fette Kerle anherrschen. Dann gab es natürlich Pulp Fiction zu meiner Zeit, während des Pubertierens, das waren auch ganz lustig, oh ja, Lederfesseln, haha, Knebel, Knebel, huhu. Das war alles nur lustig. Und jemand, der damit zu tun hatte, der war halt irgendwie albern oder vielleicht sogar krank.
Das hatte nichts mit uns zu tun oder mit mir. In der Praxis war es durchaus mal ein bisschen ruppiger. Hätte es damals so ein Wort wie Metakonsens gegeben, wäre das großartig gewesen, wäre was zum Anfassen gehabt. Aber das war trotzdem einfach nur ein bisschen leidenschaftlicherer Sex. Das wäre nichts, was ich irgendwie in Richtung einer solchen Neigung verortet hätte. Aber irgendwann kam ja dann doch der Punkt, wo du gesagt hast, so hier ist ein Mädel und dem haue ich jetzt mal auf den Arsch.
Und zwar mit voller Absicht und nicht nur einmal. Ja da waren wir auch schon mehrere Jahre verheiratet als ich auf die Idee kam. Moment, sie oder du? Das ist ja auch immer fließend ist ein Geben und Nehmen und damals haben wir nicht explizit darüber gesprochen sondern meistens habe ich was ausprobiert und dann geguckt ob es gut ist oder nicht. Ja. Das was wir heute machen darüber reden, verhandeln, Tabus klären das kannte ich ja so nicht. Wer über Sex redet, der hat keinen mehr.
Das war damals so. Man konnte alles entzaubern. Entweder das passt oder das passt nicht. In einem der Pornos aus der Zeit gab es so eine tolle Szene, als der junge Held bei der Mutter seiner Nachbarin sich das beibringen lässt, wie man richtig Fotzen leckt. Und als er dann später an die Tochter darf, fragt sie:"Wo hast du das gelernt?" Und er sagt: "Das kann man oder man kann es nicht." Na ja, das Schwein hat gelogen. Aber drüber reden bedeutete ganz oft entzaubern.
Und so haben wir manches probiert und in dieser Richtung kam das mal gut an. Manches hat sie überrascht, fand sie nicht gut. Und ich glaube richtig mit dem Thema und der Szene beschäftigt haben wir uns, als ich dann etwas, das sie langweilig fand, mal spontan, unabgesprochen, heimlich, mehr oder weniger, mit jemand anders ausprobiert hat, der dafür offener schien. Das war sehr, sehr aufregend für alle Beteiligten. Das glaube ich, ja.
Gerade wenn der Ehemann, der auch später davon erfahren hat, nochmal 60 Kilo mehr wiegt, aber gut verteilt. Das war nicht gut. Das war von allen nicht gut. Aber es hat immer dazu geführt, dass wir richtig sprechen lernen. Ihr habt ausprobiert und hinterher drüber geredet oder hinterher so, es gibt dieses, man macht dann was im Bett miteinander und dann geht man auseinander und so, "Ach Gott, das war ja fürchterlich" und ist völlig begeistert und geht erstmal ins Bad.
"Das machen wir aber nie wieder!" Ja, ne Woche später macht man es natürlich wieder, aber hinterher ist es erstmal so, der Konsens: "Machen wir nie wieder und darüber reden wir auch nicht!" Nö, darüber reden war sowieso ganz schwierig. Und haben wir auch meistens nicht gemacht. Ne, ich habe ja dann das Gefühl gehabt zu merken, ob es gut ist oder nicht. Und wenn es gut war, habe ich es irgendwann nochmal gemacht.
Und wenn es nicht gut war, früher auch, wenn sie "Aua" gesagt hat, aber dann halt nicht. Dann passt es eben nicht. Meistens war es auch okay, was nicht passt, ist nicht schlimm. Es gibt da noch so viel anderes, was man probieren kann. Ausnahme war dann das Fesseln, das brauchte ich dann einfach. Das Internet gab es ja nun mal schon. Habt ihr es nicht genutzt? <Oder, ich mein das wäre ja eine super Informationsquelle. Wofür denn? Wir sind die Geilsten, wir wissen alles, wir können alles.
Also ja, irgendwann habe ich auch sehr, sehr viel, wie hießen sie damals? AltaVista und Yahoo und... Erinnerst du dich noch? Ja, natürlich. Also das war ja auch, Google war ja auch der Feind und AltaVista war total super und Yahoo war eh immer nicht aktuell. Die Frage ist, was gibt man da ein? Sucht man da eher nach Pornos oder sucht man eher nach Wissen? Beides hat seine Zeit. Also das ist ja das Tolle am Internet, dass es alles kann.
Oder zumindest, dass es zu allem, was ich suche, eine Unmenge an Möglichkeiten auswirft. Die zu filtern ist dann nochmal ein eigenes kleines Projekt, ganz oft. Oder auch damals gab es schon Überangebot. Aber es gab auch schon viele Foren, in denen ganz viel erklärt wurde. Was ist eigentlich ein Dom? Was macht einen guten Dom aus? Was habe ich da erlebt? Viele Erlebnisberichte, viele Selbstdarstellungen.
Jetzt ist ja die Frage, als ihr das dann zu Hause probiert habt, dieses Wissen war dann schon da bei dir? Also ich mag so ein bisschen wissen, ob ihr das in vollem Bewusstsein gemacht habt, Nein. also informiert pervers oder versehentlich? Die ersten Jahre versehentlich. Das Thema BDSM als solches ernst zu nehmen und auf mich anzuwenden oder auf uns anzuwenden, das kam eigentlich erst nach dem Unfall. Oder dem... Dem Ereignis, der Tat. Nein, nein, nicht so feige bin ich nicht. Nach dem Scheiß.
Okay. Ja gut, Scheiße bauen, ich glaube, die meisten, die das hier hören, werden sich irgendwo auch ein bisschen an diese eigene Nase fassen können, weil irgendeinen Mist baut man immer. Ja. Im Zweifel mit Jungs, Mädels oder der Steuererklärung. Das wäre so schön. Wenn ich jetzt sage, nein. Also wenn du möchtest, komm erzähl, wie kam denn das dazu? Ich meine, wenn man das gar nicht groß in der Szene macht, dann muss man ja auch erstmal jemanden finden für den Scheiß.
Das stimmt. Ich glaube, ein sehr großer Einfluss waren die Fesselzeit-Videos. Die waren also überhaupt nicht pornös. Das sind Lehrvideos mit Seilen, Knoten. Ähnlichem hatte ich immer schon viel zu tun, auch als junger Pfadfinder, wobei ich da nie Leute gefesselt habe. Aber das, was andere mit Spackschrauben machen, das habe ich auch oft schon mit Schnüren und Seilen gemacht. Ich mache Dinge mit Spackschrauben.
Ja, kommt drauf an, wenn ich nur zwei Wochen irgendwo im Zeltlager bin, dann muss ich nicht alles verschrauben. Wenn es nur zwei Wochen halten muss, kann ich es auch verschnüren und es danach wieder abnehmen, kein Problem. Das heißt, da waren Basics da. Und Menschen zu verschnüren, erstmal, dass es schön aussieht und, dass ich dann mit denen machen kann, was ich will, das hatte nen wahnsinnigen Reiz.
und da zu sehen, wie es geht. Nicht einfach irgendwas zu machen und vielleicht irgendwie in die Beine oder Hände absterben zu lassen, sondern so kannst du das machen, aber mach trotzdem nicht alleine, geh zum Workshop, sagen die immer. Das war ne eigene Liga und da kam noch irgendwann die Idee, okay, vielleicht ist das doch nicht einfach nur Sex, sondern es darf ruhig einen Namen haben. Und dann hat Google ja auch gesagt, dass es zwei oder drei BDSM-Stammtische Hannover gab damals.
Wann war das so, magst du es grob verorten, vom Jahr her? Das waren die letzten Monate des Ballsaals. Oh, der Ballsaal, das ist gar nicht so lange her, das müsste so 2010, 2011 gewesen sein. Vielleicht auch 2013 oder 2014. Ich glaube, 2010 kommt schon ganz gut hin. Also wir gehen mal davon aus, das sind jetzt circa acht bis zehn Jahre ist es jetzt her. Kommt auf jeden Fall hin, um es grob einzuordnen, ja. Ja, wir schneiden das hier ein bisschen, weil den Ballsaal kennt ja wieder keiner.
Den Schattenpalast der Verdammnis. Oh, das war wunderbar. Das war wirklich ne eigene kleine Zauberwelt. Wir erklären es mal kurz. Das war ein Stammtisch und der fand nun mal jetzt gerade zufälligerweise in so einem Gothic-Club statt, den wir dann da für uns hatten und man konnte dort eben spielen. So bis 23 Uhr war das auch frei von den üblichen Gästen, die Musik hören wollen. und da konnte man wirklich wilde Sachen machen und der Betreiber hat uns da auch wirklich allen Scheiß machen lassen.
Okay, du bist also dahin gekommen und dann wurde geseilt. Nee, das noch nicht, da war ich alleine da. Auch nur als Zuschauer. Da kam dann gleich ne nette junge Dame im Schwesternkostüm auf mich zu und fragte: "Und was bist du so?" Und ich so, ja, Und ja, ich mag gerne Leute zu fesseln und ich mag ihnen auch wehtun. Also Rigger, Sadist, das kann man doch so nicht sagen. Ja, okay, doch. Auch wenn ich das Wort heute nicht mag.
Das war ganz aufregend. "Sag doch mal, was du bist." So aus Freundlichkeit, aus Neugier. Und da stand ich dann erstmal. Ja, man ist dann gleich so überfahren, ne? Man kommt da hin, will erstmal nur gucken und plötzlich wird man gefragt. Ganz nett. Es gab dann noch einen Namensvetter von dir. Oder zwei sogar. Ja, wir haben da so viele davon. Das ist unfassbar. Ich wurde dann schon sehr freundlich empfangen. Und kurz, in diesem Kontext immer doof "eingeführt" zu sagen. Also du wurdest vereinnahmt.
Ja, genau. In die Hand genommen. Hier, das und das ist es. Das sind die Mädels. Das sind die Jungs. Viel Spaß. Schönen Abend. Ums Spielen ging es da gar nicht. Einfach nur, hier habt keine Angst. Alles nicht so schlimm, wie es aussieht. Das ist hier alles echt. Und wir sind hier unter uns. Die Richtung. Ich glaube, ich habe auch euch schon gesehen, was ich damals ziemlich krass, aber wunderschön fand. Danke. Ich überlege gerade, was das gewesen sein kann, aber ja, wir haben da auch einen
möglichen Mist gemacht. Ist ja klar. Wenn man kann, also wenn so ein Stammtisch zu einer kleinen Party ausartet, dann ist das eh schon mal großartig. Ich vermisse das auch ehrlich gesagt im Moment so ein bisschen. Dafür sind wir eben jetzt im Moment sehr vernünftig auf den Stammtischen und reden sehr viel. Ja, ich bin selten da. Fast jedes Mal, wenn ich auftauche, kommt jemand, den ich noch nie gesehen habe und freut sich endlich einen Neuen begrüßen zu dürfen und mich an die Hand zu nehmen.
Also nee, ich war jetzt bloß ein Jahr nicht hier, aber du musst mir nichts erzählen, ich freue mich trotzdem nicht kennenzulernen. Das war nett. Ja, das ist ja auch mal ganz schwierig. Man möchte ja niemanden da im Regen stehen lassen. Nichts ist schlimmer, als man geht auf den Stammtisch und dann redet keiner mit einem und nach drei Stunden geht man wieder frustriert und hat vielleicht ein Bierchen getrunken und sagt, da gehe ich nicht wieder hin, die sind ja alle totale Snobs.
Erstaunlicherweise habe ich sofort am ersten Abend noch jemanden getroffen, den ich aus einem anderen Verein kenne das war dann ganz lustig, "Oh, was machst du denn hier?" - "Ja, was wohl?!" das war also auch nicht peinlich, das war eher lustig und sogar angenehm weil es dann nicht nur Unbekannte waren, die irgendwie aufregend pervers waren und schon alle drei Schulterklappen hatten und super erfahrene Experten waren und ich der Neuling, der keine Ahnung hat,
sondern doch alles Menschen und einen kannte ich sogar ganz gut. Danke Hannover! Okay, aber jetzt kommen wir doch nochmal zu der Seilgeschichte. Du hast dann jemanden getroffen und dann habt ihr rumgetüddelt. Du hast rumprobiert oder hattest du da schon einen Plan? Da hatte ich die ersten drei, vier Fesselzeit-Videos auswendig gelernt. Mal zu Hause probiert, mal am Schreibtischstuhl, während der Überstunden, wenn die Kunden nicht auflegen wollen, nebenbei Knoten geübt.
Ich ruf nie wieder eine Hotline an. So hot ist unsere Line auch nicht und ist auch nicht meine Zielgruppe. Ja, aber wer weiß, was die da machen. Warum ich immer so lange in der Warteschleife bin, weil die sich erst wieder ausfesseln müssen. Da bekommt die Warteschleife gleich ganz neue Bedeutung. Nein, im Großraumbüro hätte ich das sicherlich nicht gemacht. Okay, also du hast geübt, du hast schon mal eine Choreografie quasi im Kopf gehabt.
Und jetzt liegt da das Reh, oder steht und sagt; "Mach mal." Na, zuerst habe ich es zu Hause probiert und dann gemerkt, okay, kommt nicht an. Dann dachte ich, okay, muss ich mich halt selber irgendwie mit beschäftigen. Ja, dann gab es diesen Abend, der eigentlich gar nichts damit zu tun hatte. Auf einer Reise im Hotel. Und dann, dachte ich, ja, die hat irgendein Interesse. Dieses typische klassische Fremdgehen, das wollen wir mal nicht machen, das ist ja furchtbar.
Aber vielleicht hat die darauf ja Lust. Hatte sie auch, war aber auch nicht ganz sicher, ob das gut war oder nicht. Hattest du den Equipment dabei? Ja, ich hatte seitdem immer Seile im Rucksack. Habe ich jetzt auch. Hast du jetzt auch? Ja. Ist das unser Ding der Woche? Das hätte eins meiner schönen, selbst gebrochenen, geflammten, geschnittenen, geölten Seile sein sollen, tatsächlich. Das hört sich verdammt gut an.
Da habe ich mal eine 100 Meter Rolle bestellt und die richtig schön in Ruhe fertig gemacht. Und das sind auch die Seile, die nur an meine Partnerin kommen. Das sind also "unsere" Seile. Und wenn man auf Partys sie verschnürt siehst, dann sind das die. Also seelengebunden, sage ich ja mal so schön. Ja. Also wenn ich jemand anders fessle, dann nicht damit. Ja, das finde ich aber auch ganz schön dann zu sagen, okay, da ist eine Trennung einfach an der Stelle.
Genau, die alten Baumwollseile von früher, die gehen oder einfach ein paar, darf man gar nicht laut sagen, ein paar Polyfaserseile, die äußerlich Hanf ähneln, auch wenn sie viel leichter sind. Und, Für das, was man an einem Abend so machen kann, mit ner Person, die man nicht gut kennt und auch nicht wieder trifft, ist das durchaus hinreichend. So, ich werde dich nie wiedersehen. Jetzt nehmen wir mal die Schrottseile. Sehr schön. Mehr bist du gerade nicht wert. Ende.
Da könnte man tatsächlich schön mit spielen. Also mich interessiert jetzt tatsächlich erst mal dieser Moment, wo du sagst, okay, ich habe jetzt, klar, du hast es zu Hause mal probiert, Aber jetzt hast du das erste Mal jemanden, der darauf positiv reagiert. Das bewirkt ja irgendwas in dir. Ja, es war schon ein gewisser Schöpferstolz. So ähnlich wie ein Gedicht schreiben. Weil das Machen sich gut anfühlt. Weil es am Ende ungefähr so aussah, wie ich wollte. Ja. Und auch noch gut ankam.
Nicht gesagt, was soll der Quatsch, lass mich in Ruhe, du Arschloch. Sondern voll abgegangen auch nicht aber es war halt okay so ne das ist ja für den Anfang schon mal viel wert, Na nicht schade wenn man das dann wieder auswickeln muss? Ja es ist ein bisschen schade, machen selbst geht ja auch nicht und die müssen auch richtig wieder zusammengelegt werden am Ende. Okay, da legst du Wert drauf.
Ja ja ich habe auf dem Stammtisch mal kurz ein Seil verliehen weil einer einer dieser 50-jährigen mit einer 19-jährigen Fotos machen wollte ganz spontan. Das hast du jetzt sehr schön wertfrei gesagt. Ja, und der hat mir das Seil auch so als Bündel wiedergegeben, statt es zusammenzulegen. Schade. Das Problem bei der Untat war dann, dass ich tatsächlich bedauerte, sie gleich auspacken zu müssen. Und deswegen habe ich zwei, drei Fotos gemacht.
Und die habe ich nicht aus dem Windows-Desktop-Mülleimer gelöscht. Ah. Genau, sonst hätte ich es wahrscheinlich längst vergessen wieder, weil danach viel, viel schönere, viel bessere Sachen kamen. Aber dadurch, dass ich es unvergesslich gemacht habe, ploppt es halt auch alle paar Jahre mal wieder auf.
Ich mag nochmal so ein bisschen wirklich darauf eingehen, dieses, also wenn ich meine Partnerin fessele, dann gibt sie mir Hinweise, wie ich das ein bisschen schöner machen könnte und dass ich vielleicht eine etwas andere Technik anwenden könnte und im Zweifel macht sie es auch noch selbst. Ich erinnere mich da an ein, zwei Gespräche, ja. Das ist, ja, ich wiederhole mich da auch immer sehr schön. Das ist für mich recht schwer zu fassen.
Also diesen Stolz darauf, den kann ich mir vorstellen, aber es ist für mich selbst nicht ästhetisch gut genug, als dass ich da auf mein Werk, als ob ich diesen Stolz empfinden würde. Das funktioniert bei mir nicht. Das ist ja die Frage, wenn du jetzt fesselst, wir gehen mal ganz allgemein ins Bondage jetzt rein und halten uns nicht bei diesem ersten Mal fest. Das gibt ja so zwei Arten. Einmal Richtung Optik und einmal Richtung Funktion.
Oder dann nochmal auch nochmal Richtung, wobei das ist schon wieder eine Funktion, Richtung Schmerz. Ich habe mich vor einigen Monaten mit einer Joy-Club-Bekanntschaft getroffen, die dienstlich in Hannover war. Und Kannst du hier grüßen. Ich gebe zu, ich habe den Namen schon vergessen. Es lief auch nichts an dem Abend. Wir haben den Stammtisch besucht, waren essen und haben aber gemerkt, da ist kein Funkenflug, keine Spannung.
Trotzdem waren die Gespräche sehr interessant, weil sie als Rope Bunny drauf steht, mit dem Seil bekämpft zu werden. Das heißt, sie möchte tatsächlich beim möglichst rauen Seil, mit möglichst rauen Seil gefesselt und niedergekämpft werden und besiegt werden. Oh, das finde ich toll. Ich fand die Idee auch ganz faszinierend, aber. Also sie wehrt sich dann und tritt und faucht und.
Bis sie so weit verschnürt ist, dass sie nicht mehr kann. Genau, das ist aber nichts, was ich so mache, was ich schon mal gemacht hätte oder was mich jetzt auch als nächstes dringendes Projekt reizen würde. Also ich finde es interessant, finde es spannend, aber ich würde es nicht sagen, das brauche ich jetzt sofort, das muss ich jetzt auch mal haben, sondern würde ich vielleicht gerne mal ansehen. Und wenn es sich ergibt, würde ich mich bestimmt nicht wehren, aber es ist...
Also du magst eher das Meditative, Überlegte. Was heißt Überlegte, es ist beides, es ist ein Fluss, es ist ähnlich wie ein gutes Kompliment. Das ist maßgeschneidert, das gibt es nur einmal für diese eine Person in diesem Moment. Genau wie meine Fesselungen jetzt eben nicht mehr Standard japanische Klassiker sind, ich kann mir den Namen eh nicht merken. Und ich finde es auch, es würde nicht zu mir passen, einfach ne klassische Technik einfach nachzufesseln.
Sondern ich habe die Grundlagen, ich habe mittlerweile eine gesunde Basis an medizinischem Grundwissen, um nichts kaputt zu machen und dann zauber ich aus den Seilen und der Person, die vor mir steht und der Verbindung, die ich zu ihr habe, etwas, was ich entweder grob vor Augen habe oder was sich während des Fessels auch erst ergibt. Also das gibt es dann auch nicht nochmal. Das nächste Mal, wenn ich sie fessle oder jemand anders fessle, wird das was ganz anderes.
Also das ist jetzt nicht so ein, es gibt ja Leute, die haben dann so eine Standardfesselung, die haben sie gelernt und dann wenden die die auch immer wieder an. Sieht man ja auch manchmal. Das sieht dann auch total toll aus, weil das ist recht perfekt an der Stelle, sofern die Frau nicht das eine oder andere Kilo zu- oder abnimmt, weil dann verschiebt sich das schon wieder und dann ist das Seil plötzlich 20 Zentimeter zu kurz am Ende.
Also im Bereich Suspension, Hängebondage finde ich das auch sehr sinnvoll, wenn man da jeden einzelnen Schritt ganz genau kennt und plant, weil es ja da auch um Sicherheit geht. Bei der Kunstfesselung oder kreativen Fesseln, das ist eher nichts, wo ich dann im drittes Schritt noch sagen würde, so und jetzt kommt sie noch an der Decke.
Sondern das ist dann, da kann sie rumlaufen, kann die Fesselung spazieren führen, dass auch alle die sehen und sich daran wohlfühlen und ist dann trotzdem hinreichend handlungsunfähig, dass ich spielen kann. Ich habe das tatsächlich gesehen. Das ist tatsächlich, ich finde das bei dir recht kompakt, das Ergebnis. Also das sitzt ordentlich. Da labbert keine Schlaufe irgendwo rum am Bein oder so. Da hat alles seinen Platz tatsächlich. Das ist wirklich, ich würde sagen,
sehr strukturiert, was dabei rauskommt. Und ... Ist vor allen Dingen sehr symmetrisch, wie ich finde. Aber es dauert ja immer seine Zeit. Also ich weiß nicht, das letzte Mal, ich habe euch mal gesehen, da habt ihr da irgendwie gemacht und getan und das hat bestimmt ne halbe Stunde gedauert. Kann sein, ich habe da kein Zeitgefühl. Ich bin dann genau in dem Moment in der Sache und das darf auch echt dauern. Ich habe auch Videos von den großen Meistern, wie sie sich alle, ich kann die Namen nicht.
Ich habe sogar irgendwo eine DVD für 30 Euro mal gekauft vor vielen Jahren. da wirft einer tatsächlich in Sekundenschnelle die Knoten um die kleinen Japanerinnen und zwirbelt darum. Das sieht auf einer Bühne auch bestimmt total großartig aus und ist auch faszinierend. Aber das bin nicht ich. Ich hab den Kontakt. Ich fass auch zwischendurch meine Partnerin an. Manchmal küssen wir uns sogar zwischendurch und dann fessel ich erst weiter. Also das ist eine ganz andere Herangehensweise.
Ihr kommuniziert auch dabei. Aber ihr redet jetzt nicht über Gott und die Welt und das Wetter. Das kommt auch vor. Oder über die Arbeit. Mensch, ich habe heute zwei Überstunden gemacht und jetzt machen wir da die Beine breit, damit das Seil rumpasst. Das stelle ich mir sehr amüsant vor. Wir haben in Hildesheim im Keller sogar schon mal gelacht. Oh!
Ganz furchtbar! (Ironie) Ich glaube, es hatte irgendwas damit zu tun, wie: "Das erzähle ich deiner Mutter!" Oder ähnlich, ich bin nicht mehr ganz sicher. Ich habe hier so ein schönes Glas Rotwein stehen und ich werde jetzt nicht mehr davon trinken, während du redest, weil ich bin immer versucht, versucht das irgendwie auszuspucken, weil ich irgendwie lachen muss. Das ist gemein. Oha! Also bitte keine Witze mehr, wenn ich da das Glas am Mund habe. Es war keine böse Absicht.
Ja, ja, hat trotzdem gut funktioniert. Damit kann ich leben. Also ja, normalerweise reden wir eher sachbezogen. Ich rede nicht viel beim Fesseln, außer tatsächlich kurze Anweisungen oder Bitten, je nach Stimmung. Und sie sagt dann auch, auch wenn was nicht passt oder zu eng ist. Sie hat er einige medizinische Bedingungen, die du kennst. Müssen wir nicht weiter ausführen, aber da muss ich eben auch aufpassen, die muss ich kennen, die muss ich berücksichtigen.
Und manchmal nervt mich dann natürlich die Art, wie sie dir antwortet. Piesackt sie dich dann oder fordert sie dich ein bisschen heraus? Nö, sie ist, kann ne Menge ab, aber sie ist kein klassisches Devotes-Subbie, sondern man kann ihr wehtun, ich kann sie fesseln. Ist schon sachlich neutral, aber es ist mir für den Moment oft zu sehr auf Augenhöhe. Auch wenn das eigentlich mein Problem ist und nicht ihrs.
Denn es ist bekannt, sie switcht, ich nicht. Und die passiven Anteile, die sind eben zu 80% passend. Und diese 20%, die, ja, die wusste ich nicht, da muss ich ihr manchmal mal aufpassen, dass ich das nicht persönlich nehme. Aber sie lässt dich trotzdem dann gewähren, ja? Oder hat sie da gewisse Ansprüche? Also ist das eher so ein Anfeuern von ihr? Also wie soll ich das sagen? So ein liebevolles Unterstützen?
Das am ehesten noch, ja. Also vor allem geht es dann meistens um Sicherheit oder ja, im Großen und Ganzen um Sicherheit. Wenn was nicht passt oder weh tut oder in dem Moment nicht passt aus irgendeinem Grund. Ja gut, das ist doch super. Das wäre mir jetzt lieber, als wenn ich da jemand habe, der sagt, nee, ist alles gut, alles gut. Und dann am Ende merke ich dann so, warum, okay, der Arm bewegt sich schon nicht mehr. Der puckert, alles andere puckert so komisch. Das wird schon gut sein.
Das wäre furchtbar. Ich brauche auch Klarheit, Direktheit. Und ich habe auch lieber einen Stopp als einen, hätte ich mal was gesagt. Das ist ganz klar. Aber ich hätte das auch ganz gerne mit Augenaufschlag von unten und ganz lieber Stimme. Also die andere Art von Fesselung, die schnell, praktisch, effizient ist, die brauche ich auf Partys nicht. Die gibt es dann eher zu Hause.
Wenn ich schnell bewegungsunfähig machen, vielleicht auch ein bisschen wehtun und dann, Kontrolle übernehmen und dann das machen, was ich möchte. Aber wenn ich die Stimmung einer Party habe, den Hintergrund genieße, die ganzen Geräusche um mich rum, die ganze, Atmosphäre, dann will ich mich da auch richtig drin baden und, auch was richtig Schönes jetzt zaubern. Also es geht dann auch ein bisschen um die Präsentation dann auch.
Also mein Engelchen auf der Schulter will jetzt sagen, nein, nein, es hat gar nichts damit zu tun mit angeben oder so. Dass die Leute, dass manche Leute sich positiv darüber äußern, das geht mir auch total vorbei, das interessiert mich gar nicht. Das ist auch schön, aber es ist auch ein Geben und Nehmen. Ich fessele nicht schön und bin nicht glücklich und mache sie auch nicht glücklich, wenn es drumherum nicht passt.
wir waren mal auf einer recht teuren Party einer Veranstaltungsreihe, die eigentlich einen tollen Namen hatte. Ist egal, brauchst du gar nicht sagen. Ne, tu ich auch nicht. Ich hatte auch Hausverbot bei den Veranstaltern später. Aber Aha, ich notiere das mal auf meinem Spickzettel. Ja, das war auch mehr lustig als schlimm und ist auch schon ein paar Jahre her. Ja, da kommen wir ja vielleicht nochmal zu Hausverbot.
Jedenfalls war da die Stimmung, obwohl viele bekannte Gesichter da waren und sich auch alle viel Mühe gegeben haben, nicht so, dass sie sich voll in meine Hände geben konnte, dass sie loslassen konnte. Ich habe ja eigentlich als Aktiver den Anspruch, dass die Person, die ich mit mir führe, sich bei mir sicher fühlt, ganz egal, was passiert. Und dass deswegen, wenn ich jetzt aus deinem Profil zitiere: "Ich sage, du tust." einfach funktioniert.
Ja. Aber wenn das Umfeld das überschreibt, wenn die Stimmung auf der Party schlechter ist als meine Sicherheit, die ich ausstrahle, dann wird es eben trotzdem nicht schön. Egal, wie gut das Buffet ist. Das gab es auch schon. Ist es für dich eher interessant, dass du Zuschauer hast dabei oder dass da auch andere irgendwas am Machen sind und du gehst da drin so ein bisschen unter? Letzteres. Ich glaube, das war eine der Unart-Partys, die wirklich schön waren, in Laatzen.
Da gab es so eine Art Sprossenwand, an der ich sie gefesselt hatte und ganz furchtbare Sachen mit ihr gemacht habe. Hinter uns gab es so einen kleinen Schultisch, an dem ein Schulmädchen mit kariertem im Rock Matheaufgaben lösen musste und sie immer falsch gelöst hat, deswegen immer mehr Schläge einstecken musste. Natürlich. Kurz daneben gab es einen Flaschenzug, an dem auch irgendwer hing. Und noch weiter hörte man immer irgendwie die nasse Möse klatschen, die gerade bearbeitet wurde.
Aber das passte alles in so ein Gesamtbild rein, da habe ich mich wohl gefühlt. Ich habe keine Details mitbekommen, brauche ich auch nicht, aber es war insgesamt dieses Baden in der Stimmung, in der Atmosphäre. Hier sind wir jetzt "wir". Hier können wir uns einfach mal treiben lassen. Es passt jetzt alles gut zusammen. Und mein Anteil daran ist eben das, was ich mit ihr mache. Wenn das mal nicht so ist, ist das eher ein Grund dann abzubrechen oder hast du da eine Strategie?
Ja, irgendwas geht ja immer. Irgendwas muss ja auch immer gehen. Wir haben auch das Problem mit den Gelegenheiten. Heute zum Beispiel. Ja, du bist hier, aber alleine tatsächlich. Das war so nicht geplant. Genau, unser Babysitter ist erkrankt. Und den brauchen wir immer. Ja, das Problem haben ja alle Eltern irgendwie. Das ist halt schon Mist einfach.
Deshalb, man will natürlich dann auch den Moment nutzen, wenn man schon mal Zeit hat und wenn man schon mal weggeht und wenn man schon mal das Hotel hat und die PartyPass-Tickets, dann soll das auch gefälligst geil sein. Genau. Ich glaube aber, das tötet jegliche Stimmung. Das alleine nicht. Also dass die Erwartungshaltung da ist, ist erstmal kein Problem, denn meistens gibt es auch genug Gelegenheiten, sie zu erfüllen.
Auf der Party eben, zu der ich jetzt nicht mehr darf, da hatten wir auch ein Hotelzimmer und sind da einfach früher gegangen, wie viele, die von auswärts kamen und hatten dann unsere kleine Absteige und da haben wir dann zu zweit fortgesetzt. Das war soweit okay, weil wir ja genug Stimmung getankt hatten, genug aufgeladen waren und auch alleine waren. Die Chance, dass da jemand gleich an die Tür klopft und sagt: "Mama, ich hab gekotzt."
Ja, das macht einen riesen Unterschied. Das kenne ich aber auch, dass man dann die Party zwar mal kurz besucht, aber irgendwie ja dieses Hotelzimmer auf den Kopf stellt. Wir hatten mal selber das Glück, da haben wir dann irgendwie aus irgendwelchen komischen Gründen, waren so Zimmer nicht bezugsbereit und irgendwas war nicht in Ordnung. Dann haben wir so einen riesen Business-Loft bekommen.
Und wir waren dann, ich glaube, anderthalb Stunden auf der Party und das war auch ganz schön, das war auch ganz toll, aber im Prinzip sind wir wieder zurück und haben dann da nochmal bestimmt drei, vier Stunden die Sau raus gelassen. Das war einfach grandios. Das Bessere ist der Feind des Guten. Ja, definitiv. Komm, jetzt mit dem Hausverbot. Wir wollen mal nicht erwähnen, was das für eine Party ist. Ich weiß es auch nicht und wir wollen ja auch niemandem schlecht reden.
Aber wie kriegst du denn Hausverbot? Eigentlich ganz albern, wie immer. Also auf der Party selbst Stimmung eingefangen, geguckt. Also im JC und in der SZ gab es furchtbare Bewertungen für den Abend. Die waren zum Teil so krass, dass ich das auch unangemessen fand. Und ich fühlte mich dann bemüßigt, einen konstruktiv kritischen, aber insgesamt eher neutralen Beitrag hinzuzufügen. Das sind die Schlimmsten, das weißt du?!
Finde ich nicht, aber für manche schon. Ist wahrscheinlich zielgruppenorientiert, ich kannte die Zielgruppe nicht so gut. Schrieb also, ja, das und das ist tatsächlich gewesen, das habe ich aber anders wahrgenommen und insgesamt war das okay und eine zweite Chance würde ich der auf jeden Fall geben. Sicher kann man was besser machen, aber das werden die ja bestimmt auch. Aber alle Scheiße war es nicht und Abzocke hätte ich jetzt auch nicht gesagt, denn so teuer war es dann doch nicht.
Und dafür kriegt man Hausverbot? Ja, irgendwie. Bei der Folgeveranstaltung wollte ich mich dann wieder einbuchen, und dann "geht nicht", Ah. Dann habe ich mal den Veranstalter angeschrieben, was ist denn da los? Ich bin da irgendwie auf eurer Blacklist gelandet, was habt ihr denn? "Ja, überleg mal, was du da geschrieben hast." Ja, das ist natürlich immer so eine schwierige Sache, wenn man jetzt ne Party veranstaltet.
Man kann Kritik als Ansporn sehen und sagen, okay, schwierig, probieren wir was dran zu ändern. Schwieriger ist natürlich Kritik in der Form, die man nicht verändern kann. Wenn man da nichts dran machen kann, dann, ja, aber jemand gleich da auszuschließen, kommentarlos, mag ich jetzt nicht werten, aber gut, du hast es geschafft und das Hausverbot gilt wahrscheinlich bis heute. Weiß ich nicht. Oder gibt es die Party-Reihe gar nicht mehr?
Die Partyreihe nicht, aber die Veranstalter sind auch sehr aktiv und machen auch sehr schöne Sachen zum Teil. Also das Schlimme für mich war eben, dass es die absolut negativen Bashing-Beiträge gab und dann beim Versuch es auszugleichen die Freunde der Veranstalter gesagt haben, oh es war alles super, alles war perfekt. Das stimmt ja auch nicht.
Ja, das wirkt vor allem immer so verdächtig. Es gibt bei Amazon immer diese Fünf-Sterne-Bewertungen, die unfassbar boshaft sind, die dann erklären, dass man diesen Artikel für etwas völlig anderes, völlig Abstruses, total super verwenden könnte. Ich finde sowas großartig. Ich bin auch gerne gemein, aber nicht da, wo es keinem nützt.
Ich habe als Wehrdienstleistender ein, zwei Vorgesetzten zu tun gehabt, die aus den Schulterklappen nicht viel hatten aber diese Macht die sie da während der Dienstzeit ausgeübten haben nicht gut verwaltet haben und dann blieb mir nur mich so über sie lustig zu machen dass ich nicht angreifbar war, trotzdem klar war dass ich ein riesen Arschloch sein kann das habe ich sehr gerne getan.
Muss man jetzt fragen Wehrdienst und Co, Ein bisschen Scheiße fressen muss man ja doch, ein bisschen Masochismus ausbaden. Und du läufst ja auch Marathons, darf ich das sagen? Ja, ich sag das einfach. Das ist ja dann doch die masochistische Seite. Ich habe jetzt schon mehrfach hier erklärt, dass ich Stinos versuche das so zu erklären, wie das ist. Ist das jetzt deine Subbie-Seite? Nein, also, ja, ein gewisser Masochismus wird dabei sein. Ich habe ja auch, ne, habe ich nicht hier, das war vorher.
Ich sage auch ganz gern, dass ich es manchmal cool finde, Schmerzen auszuhalten, wobei ich das nicht erotisiere. Also, ich werde nicht geil dabei. Ich finde es auf eine andere Weise cool. Das gefällt mir. Hinterher vielleicht? Zum Teil auch dabei. Okay. Das fing an, als ich mit 14 mein Taschengeld verdienen musste. Ich habe dann geputzt.
Und wenn ich das Wischwasser vorbereitet habe und die Lappen ausgetauscht habe, habe ich schon geguckt, wie lange halten denn, wie lange kann ich meine Hände in dem 60 Grad heißen Wasser halten, bis ich nicht mehr aushalte. Das ist jetzt nicht schwer gefährlich, ist nicht tödlich. Es ist halt nur eine Schmerzwahrnehmung. Ich würde sagen, zum Glück musst du nicht irgendwas an der Fritteuse machen. Ich glaube, da ist mein Selbsterhaltungstrieb doch cooler als mein Stolz oder meine Neugier.
Ist das ein Genuss in dem Moment? Oder dann Sekunden zählen und dann gucken und heute war es eine Sekunde mehr als sonst? Also Challenge? Ja, genau. Also da ist dann tatsächlich auch "Scheiße, tut das weh!" Aber ich weiß, es ist nicht gefährlich. Und es ist ja gleich vorbei. Und wenn ich es geschafft habe, bin ich halt ein total cooler Typ.
Und das kann man durchaus mit nem Marathon vergleichen. Es gibt da von Ultrarunnern, also Leute, die länger als Marathon laufen, so eine tolle Weisheit, die man eigentlich auch beim Marathon schon mal nutzen kann. Wenn dir was weh tut, mach dir keine Sorgen, gleich tut was anderes weh. Ich werde mir diesen Satz aufschreiben. Nur zu. Und bevor diese Folge irgendwie online gehen wird, werde ich diesen Satz verwenden. Das wird großartig, Tschuldigung, aber jetzt muss ich an der Stelle mal klauen.
Habe ich mir auch nicht ausgedacht. Ich zitiere nur sehr gerne. Wird einer der großen Laufpäpste geäußert haben, schätze ich. Wie die alle heißen, weiß ich nicht. Und das ist aber auch so. Beim ersten Marathon habe ich dann Leute überholt, die angefangen haben zu gehen, obwohl es dann nur noch drei Kilometer waren.
Drei Kilometer an sich ist jetzt erstmal nicht ganz wenig, aber wenn man schon, jetzt war ich in Mathe nicht so gut, aber fast 40 hinter sich hat, dann zieht man die auch noch irgendwie durch. Und wenn ich denen das gesagt habe, haben die gelacht und haben wieder angefangen zu laufen tatsächlich.
Okay. Und bei meinem, genau bei diesem Marathon hatte ich auch, kurze Zeit später dann aber, weiß nicht, den letzten anderthalb Kilometer, da waren meine Beine weg und irgendwer hatte mir da Betonpfeiler dran geschraubt stattdessen. So wie mit diesen Autos, wo die Reifen fehlen, da stehen so Ziegelsteine drunter. Da waren auch keine Beine mehr da, sondern nur noch schwere Klötze. Und plötzlich traf ich einen Kumpel, der einen Halbmarathon gelaufen war. Wir trafen uns dann da.
Da fragte er: "Mensch, was machst du denn hier?" Sag ich , "Ja, guck mal." "Oh, du läufst den ganzen, das wusste ich gar nicht." Wir haben uns kurz unterhalten und dann plötzlich tat nichts mehr weh. Ich habe mich gefreut den zu sehen. Alter Freund. Und dann haben wir nochmal Gas gegeben auf den letzten Kilometer und sind noch ins Ziel gerauscht. Das ist alles Kopfsache. Das ist das Wunderbare. Denn der Körper hat die Energien. Der hält das durch.
Ich konnte auch am nächsten Tag normal arbeiten gehen. Ich hatte nur mehr Hunger als sonst. Ich war ein bisschen müde. Und hab´n Aufzug genommen. Gut ganz ehrlich, nen Tag nach nem Marathon kannst du auch mal einen Aufzug nehmen. Genau. Das war schon technisch nicht möglich, da normal Treppen zu steigen oder runterzugehen. Aber was gibt dir das? Also ich versuche jetzt rauszufinden, ob ich immer noch diesen Vergleich mit dem Marathon anstellen darf, um BDSM zu erklären. Ja, unbedingt!
Oder ob ich völlig falsch liege. Also es gibt vielleicht drei Faktoren. Es gibt einmal die Selbstüberwindung, die an sich, oder Challenge, wie du gesagt hast, die ist ja auch schon mal viel wert. Ich kann vielleicht mehr, als ich mir bis jetzt noch zutraue. Dann ist es das Runner's High auf der einen Seite oder der Subspace.
Als Äquivalent, ich bin jetzt gerade voll in dem Film drin, ich gucke jetzt, dass ich noch einen Schritt mache und dann noch einen Schritt und dann noch einen Schritt und dann noch einen Schritt. Ich muss auch nicht zählen, manche müssen ja ihre Peitschenschläge mitzählen. Ähm, dass "En français s'il vous plaît." Das ist rückwärts und auf Französisch von 100, das ist herrlich. Obwohl ich das später, als ich Selbstausbilder war bei der Bundeswehr, auch ganz gern mochte.
Bei zehn Liegestützen einfach eins, zwei, drei, vier, vier, vier, vier. *Sebastian lacht* Ich hab's geliebt. Darf man nicht zu ernst nehmen. Wenn ich das in wirklich böser Absicht übertrieben hätte, dann wäre ich auch irgendwann mit nem Sandsack überm Kopf in der Ecke aufgewacht. Aber ne, mal geht's so was. Das Bild Marathon. Ich habe drei Punkte erwähnt und was war denn der dritte? Genau, das Freuen, wenn es fertig ist. Ich habe es wirklich geschafft.
Ich habe es wirklich durchgezogen. Ich habe jetzt diese scheiß Finisher-Medaille da mir verdient. Auch wenn ich der 1024. Platz bin von 5000 oder so. Egal, bist angekommen. Ich bin angekommen und hier das Gleiche. Sie hat die Schläge für den Top, für den Dom ausgehalten. Es ist wirklich vergleichbar. Wobei, weil das muss ich ja natürlich fragen, ob du überhaupt weißt, wovon du redest. *Schlagsaite lacht* So ein bisschen geswitcht oder schon mal die Subbie-Seite ausprobiert?
Das hätte ich natürlich vor einer halben Stunde schon fragen sollen. Hättest du. Als ich das Thema strukturierter angegangen bin zu Hause, habe ich ihr tatsächlich auch eine meiner selbst gebastelten Schlaginstrumente in die Hand gedrückt und sagte: "Hier, ich weiß, dass das komisch ist, Selbstüberwindung und Selbstbild und alles, weiß ich, aber hier, trau dich mal, hau mal zu!" Und gut, das hat mich auch nicht angemacht, wie eben schon. Es tat weh.
Für mich war das große Erlebnis, dass sie sich überwunden hat und geguckt hat, wie es ihr gefällt. Hätte es sie richtig angemacht oder mich Dich zu hauen, das müssen wir noch mal ganz klar erwähnen. Das finde ich, finde ich gerade, du bist stolz auf sie, dass sie sich überwunden hat, dir weh zu tun. Genau. Auch wenn es dann nichts war, was für uns die Sache ist. Ich wusste das ja auch noch nicht bis dahin, ob mich das anmacht.
Gut, aber bei so einer Konstellation, da kriegt man ja nicht raus, ob man möglicherweise doch ganz gerne unten ist. Inwiefern? Also jetzt nehmen wir mal an, dir begegnet so jemand wie aus einer der letzten Folgen. Nehmen wir mal Mina zum Beispiel. Ich sag jetzt mal, das wäre doch mal ein Versuch wert. Weil sie macht das ja dann nicht, weil das jetzt einmal angebracht ist oder weil du sagst, überwind dich mal, sondern die würde das ja aus Begeisterung tun.
und das würde sich ja vielleicht auf dich auch übertragen. Ich glaube nicht also ich habe zumindest keine keine Fantasien in der Richtung und wenn ich mir Geschichten anhöre zum Thema oder lese oder Filmchen angucke dass das löst nicht das gleiche aus. Okay. Wäre natürlich spannender, wenn man viel flexibler zu sein, hätte man vielleicht auch viel mehr Möglichkeiten.
Ja, das ist immer die Frage, das heißt immer, ja, der Dom soll auch mal alles ausprobiert haben und man ist nur gut als Top, wenn man auch mal die andere Seite ausprobiert hat und wo ich dann immer denke, ja, nee Nee. Also ich kann nach dem Motto was weiß ich, ich kann gutes Essen essen, und das kann ich aber nur, wenn ich auch mal als Koch aktiv gewesen bin.
Nee, das hilft mir höchstens beim Wertschätzen, dass das nämlich ein scheiß Aufwand ist, aber im Grunde macht es mich nicht zu einem besseren Gourmet an der Stelle. Das eine hat mit dem anderen, ja, da werden mir..., doch das könnte an der Stelle was, das ist ein schlechtes Beispiel! Na ja. Ich fand's eigentlich ganz gut, ich vergleiche Sex gerne mit Essen. Oder Sex im weiteren Sinne. Essen ist das Sex des Alters, ne?
Da haben wir schon drüber gesprochen, dass ich ungefähr 40 bin, also das ist jetzt. Ja, es fängt früh an. Das ist nicht früh. Nein, also ich glaube, es ist gut, sein Handwerkszeug zu beherrschen und vielleicht auch zu wissen, dass heiß was anderes ist, als kalt ist und ein Lederriemen was anderes als so ein Pferdeschweif, als ein Flogger. Ja, die Rosshaarpeitschen. Ja, genau.
Wunderbare Erfindung. Ja, Unterschiede zu kennen finde ich glaube ich ganz gut, aber ich glaube nicht, dass ich simulieren kann, wie sich meine Partnerin oder meine Partnerin für den Abend an diesem Abend und diese Uhrzeit in dieser Umgebung fühlen wird, wenn ich sie damit schlage. es sind ja so viele Faktoren, die da zusammenkommen, wie soll ich das an mir selber ausprobieren können?
Ja, das stimmt. Ich glaube ja auch tatsächlich, dass jeder, mit dem man spielt, dass das immer alles völlig anders empfunden wird. Und weshalb ja auch dieses, immer wenn ich jemand Neues kennengelernt habe, mit dem ich vorher nicht gespielt habe, das war immer so, ich fange jetzt bei Null an.
Also ich kann jetzt nicht sagen, ja ich kann jetzt besonders gut mit dem Rohrstock und ich kann das ganz gut und damit bin ich auch so weit und dann machen wir, dann mache ich mein Programm und dann gucken wir mal, dass das passt und wenn es nicht passt, dann warst du halt schlecht Mädel und dann kannst du gehen. Nee, man fängt ja wirklich bei Null an und fängt wieder an, okay, wir gucken mal, wie das ist und jenes und ah, okay, da reagiert sie positiv für dieses Rangetaste.
Ich glaube, ich kann da nachvollziehen, dass es dann schwer ist, zu sagen, ich simuliere die Empfindung, die sie haben würde, indem ich jetzt mal die andere Rolle einnehme. Du hast Recht, ich glaube, das würde zu kurz greifen. Genau, und selbst wir, die hauptsächlich oder ausschließlich mit einer Partnerin spielen, erleben ja nicht jeden Samstagabend das Gleiche. Nee, wir erleben nie das Gleiche und wenn wir versuchen, das Gleiche nochmal zu erleben, klappt es ja doch nicht.
Genau, es ist was völlig anderes jedes Mal. Ein guter Dom sollte mit seiner Sub harmonieren. Ja, es kann ja auch was für den einen krasses, für den anderen total harmlos sein. Also ich habe mal eine, die offensichtlich erregt war, von der wollte ich hören, wie sie gerade empfindet. Sagt die, "Ja, ich bin feucht." Ja, sag mal deutlicher. "Ja, meine Muschi ist feucht." Sag doch, meine Fotze ist nass. Und die ist rot geworden, konnte das nicht sagen. Erst beim dritten Anlauf.
Ja. Und da habe ich aus Spaß irgendwann später nochmal verlangt zu hören und mit nem Schulterzucken hat sie gesagt, "Ja, meine Fotze ist nass, na und?" Einfach, weil es ein ganz anderes Setting war, eine andere Person. Ganz, ganz süß. Also das Recycling geht eigentlich eben fast nie. Genau wie mit Komplimenten, ja. So, wir machen jetzt mal hier den totalen Bruch. Das liegt einerseits daran, dass wir jetzt hier eine Pause gemacht haben und ich inzwischen ein Glas Rotwein weiter bin.
Mal sehen, ob man das hört. Wir haben das ganz ausufernde Thema, das wollte ich eigentlich in der Mitte so schön platzieren, "Offene Ehe". Du hast das ja schon ein bisschen angedeutet und jetzt reden wir mal explizit darüber. Ja. Wie kommt man denn zu so einem Agreement? Mann kommt dazu, im Idealfall dazu, wenn man schon immer wusste, dass man das kann oder möchte und dann spätere Partner gleich damit, wenn man sich kennenlernt, konfrontiert.
Das war bei uns nicht so. Ich kenne Paare oder Beziehungsmodelle, in denen das so war. Polys, offene Beziehungen, alles, die von Anfang an einvernehmlich gegenseitig so unterwegs waren. Wir haben das sehr spät entdeckt. Ihr habt also ausgehandelt? Ja, wir hatten ja, wie ich vorhin erwähnt hatte, eine Zeit lang einen sehr intensiven Gesprächsbedarf. Da hatten wir auch schon Kinder. Wir hatten auch schon das Haus.
Also ein intensives gemeinsames Leben. Und dann haben wir geguckt, wie gehen wir damit um, dass da Interessen sind. Dass sie vielleicht einen Freund von früher interessant findet, dass ich gerne Gelegenheiten wahrnehme. Dass ich, wenn ich bei bestimmten Personen, wenn ich sie sehe, daran denke, wie würde die gefesselt aussehen? Oder dieses schöne Gesicht würde tränenüberströmt noch viel, viel hübscher sein.
Und wir haben lange gesprochen, haben auch überlegt, ob es nicht einfacher wäre, uns zu trennen und jeder seinen Lifestyle einzeln weiterzuführen und die Kinder am Wochenende zu tauschen. Da hat man immer ein freies Wochenende im Monat oder zwei. Klingt ja auch ganz gut. Aber wir waren ja nicht einfach nur eine Zweckgemeinschaft, Hausverwaltung und Kindererziehung, sondern tatsächlich eine Beziehung für sich, eine ordentlich funktionierende Ehe, in der wir eigentlich glücklich waren.
Nur damit eben nicht oder da nicht kompatibel an der Stelle. Nicht vollständig, genau. Also bei allem, was wir tun, sind wir die Basis. Wenn auf welcher Seite auch immer jemand dazukommt, ist das halt ein Extra. Aber nichts, was die eigentliche Beziehung betrifft. Das geht ja über BDSM hinaus. Dieses Thema beginnt ja schon viel früher in der Beziehung, ob es BDSM enthält oder nicht. Dieses: Was ist eigentlich richtig? Wie regelt man das, wer wie viel verliert?
Man kann ja nur verlieren, wenn man das nach dem klassischen gelernten monogamen oder monogamistischen Muster durchziehen will. Wer muss auf was verzichten, damit der andere nicht zu unglücklich wird. Ja, das ist eine Maxime. Dafür habe ich schon zu oft, zu lange daran gearbeitet, Fakten über mein Bauchgefühl zu stellen. Also Emotionen sind was ganz Tolles, die habe ich auch, auch wenn ich sie nicht immer zeigen muss. Und die sind bei Entscheidungen eines von vielen Kriterien.
Ich finde das furchtbar, wenn Menschen nur nach spontanem Gefühl entscheiden und denen scheißegal ist, ob die Ampel gerade rot ist oder ob da nur eine andere Zahl auf dem Steuerbescheid steht. Also ich muss da nochmal mehr bohren an der Stelle.
Wie kommt man denn da drauf, dass man beschließt, okay, ich möchte gern das und das und das kann ich mir vorstellen und der andere sagt, ja ich kann mir das und das und das vorstellen und dann kommt man drauf, die Schnittmenge ist sehr klein, dann müssen wir da eben externe Human Ressources mit einbinden.
Ach so, das ist gar nicht der Anlass. Anlass war, dass wir uns mal eine Paarberatung gegeben haben und da ganz viele aufregende Sachen gelernt haben, wie zum Beispiel: "Wie meinst du das?" Das ist so der Kern, das was ich mitgenommen habe aus den weiß nicht wie vielen Sitzungen. Nicht von mir auf andere schließen. Sondern die Bedürfnisse und das, was der Partner ausdrücken will, für sich verstehen und nicht in meine Sprache übersetzen.
Also wenn ich A mache, bedeutet das B. Wenn sie A macht, kann das aber C bedeuten. Ich darf nicht voraussetzen, dass es B bedeutet. Da haben wir eben viel gesprochen. Und dass ich andere Frauen hübsch finde, dass ich manchmal den super heißen Aschen hinterher gucke, hat gar nichts mit ihr zu tun. Nicht, weil mir was fehlt. Wir sind glücklich miteinander. Das ist eine ganz eigene Sache, die parallel stattfindet.
Also mir fehlt also nichts, es ist kein Mangel an ihr, sie ist nicht in irgendeiner Beziehung unvollkommen, sondern ich ticke einfach so, dass ich die anderen trotzdem bemerke. Ganz egal, wie gut es bei uns gerade läuft, ganz egal, ob wir gerade das ganze Wochenende uns wund gevögelt haben. Ich würde jetzt auch sagen, das ist eine ganz normale Betrachtungsweise als Kerl. Ja, sehen die Mädels das anders?
Ich glaube nicht dass das am biologischen Geschlecht hängt sondern Typfrage ist manche können das eben manche sind so manche sind nicht so ich habe mir das ja nicht ausgesucht auch nicht dass ich wenn ich das Gefühl habe diese andere Person zeigt auch ein Interesse dass ich dann, zumindest den Wunsch verspüre, was daraus zu machen. Zu gucken, wie tief geht denn das Interesse? Wer sagt als erster "Nein"? Oder muss überhaupt jemand "Nein" sagen? Ja.
Genau, "Was geht da?" Das ist eigentlich so die Frage. Die finde ich spannend. Das habe ich ihr lange Zeit nicht begreiflich machen können, weil es bei ihr eben gar nicht so ist. Wir wollen jetzt ihr mal nicht was in den Mund legen, weil das ist immer schwer. Wenn du jetzt beschreiben würdest, wie sie das sieht, dann kriege ich hier morgen einen Anruf und sage: "Lösch das!" Das kann sein. Das wollen wir gar nicht versuchen.
Wir können es abstrakter machen. Das ist vielleicht sogar viel aussagekräftiger. Wir haben also das, was wir uns außerhalb unserer Beziehung wünschen, definiert, Tabus ausgeschlossen und das, was verbleibt, dann mit Berechtigungsstufen versehen. Also sie hat ein Berechtigungs-Set A, Sachen, die sie sich wünscht oder braucht, und mit denen ich auch zurechtkomme. Das sind aber völlig andere Dinge als die, die ich mir wünsche oder die ich brauche und die sie genehmigt hat.
Okay, ihr habt also euch gegenseitig, ich sag mal, einen Wunschzettel ausgestellt. Der andere hat jeweils abgezeichnet, wo ist ein Haken dran und wo ist ein Kreuz. Richtig. Und das ist dann auch umsetzbar. Nee, nee, der Sinn der Sache war nicht, den anderen zu ärgern, sondern zu gucken, wie können wir zusammenbleiben und uns immer noch gut fühlen. Also ihr seid da wirklich konstruktiv beide ran gegangen. Ja, es ging nicht darum, was kaputt zu machen. Das ist schön.
Kaputt machen wäre einfach gewesen. Hätte einfach jemand "Nein" gesagt und oft genug laut "Nein" gesagt, dann wären wir wahrscheinlich irgendwo ganz woanders gelandet. Nicht mehr bei der Beratung, sondern beim Anwalt oder ich weiß es nicht. Keine Ahnung. Also ich glaube nicht, dass ich langfristig das gefressen hätte, wenn es nicht funktioniert hätte. Einfach weil mir zu viel gefehlt hätte. Dann fragen wir doch mal, wie dein Berechtigungsset aussieht.
Was geht und was geht nicht, mal so exemplarisch, damit man so ne gewisse Orientierung hat. Ich kann auch abfragen. Einfaches Abschleppen, einfaches Stinosex zum Beispiel, ist Quatsch. Das willst du auch gar nicht, stand nicht auf dem Wunschzettel. Genau, also es würde mich nicht stören, wenn es auch okay wäre, würde ich mitnehmen, aber es ist nichts, wofür ich kämpfen würde. Ja. Wir küssen niemanden, das mag Leute irritieren. Gilt für beide, ja.
Genau, das gilt für beide. Aber ansonsten ist da eigentlich gar nicht viel. Ich würde da jetzt zum Beispiel eine Unterscheidung machen zwischen Dauerspielpartner und eben so, du sagst ja immer Gelegenheiten. Also kurze Gelegenheiten, ich sag mal ein, zwei, dreimal treffen und dann ist eben gut. Oder eben so eine Parallelbeziehung, das ist ja auch ganz schnell da. Ja, genau das wäre eher ihr Ding, womit ich auch keine Schmerzen habe.
Ich könnte es mir grundsätzlich vorstellen, stelle es mir aber sehr anstrengend vor, sehr aufwendig. Ich möchte eigentlich gar nicht viel Aufwand betreiben. Und das möchte sie auch nicht gern sehen, weil sie nach Lektüre aller Subbie-Foren und Fachliteratur und persönlichen Erfahrungen und Gesprächen überzeugt ist, dass jedes Subbie, den eigenen Dom auch irgendwann komplett vereinnahmen möchte. Und ich finde das eher süß und eher lustig und glaube das nicht.
Oder wenn das jemand versucht, soll es doch versuchen, dann ist er eben weg. Das sind die Ängste deiner Frau und die musst du ja auch ernst nehmen. Ja, das tue ich. Deswegen habe ich mich darauf eingelassen. Also ich glaube nicht, dass da was dran ist oder dass das, was da dran ist, dass mich das betreffen würde. Ich glaube, damit könnte ich gut umgehen. Also lassen wir es halt nicht darauf ankommen und das wäre eh den Aufwand nicht wert.
Also das heißt, eine Spielbeziehung mit dir ist eher von kurzer Dauer. Ja. Wie kurz? Es gibt sehr wenige Personen, die ich ein zweites Mal getroffen habe zum Spielen. Wir haben gegenseitig ein nicht zu begründendes Vetorecht. Ja. Wenn aus irgendeinem Grund die Nase des Typen nicht passt, sage ich "Nein" und dann fährt sie eben nicht. Wenn sie sagt, an der stimmt irgendwas nicht oder da habe ich ein schlechtes Gefühl dabei, dann eben nicht.
Das heißt aber, es geht nicht spontan. Du kannst jetzt nicht sagen, oh, die sehe ich heute Abend und mit der möchte ich jetzt. Das funktioniert nicht. Das gab es auch schon. dann wird kurz gesprochen, aber das ergibt sich auch selten. Was vorkommt, ist, dass ich jemanden treffe und interessant finde und vielleicht Daten austausche und dann vor dem richtigen Treffen, bei dem es zur Sache geht, alles kläre.
Also ich möchte auch, dass meine Wochenendpartnerin weiß, dass ich nicht betrüge, dass das alles offen ist, dass sie weiß, dass ich verheiratet bin. Ich tue also nicht so, als wäre ich jetzt der Single, der gerade alles kann und ich verspreche auch nichts. Ich verspreche auch nicht mehr als den Abend. Also Offenheit ist mir wichtig ich, das ist auch für viele schon nichts, "Ach so, nee, das reizt mich eigentlich nicht so." oder "Das ist mir zu kompliziert."
oder "Offene Ehe behaupten ja alle und betrügen am Ende halt doch nur, nee, das will ich nicht." Aber es gibt ganz, ganz viele Fehlversuche oder ganz viele Fehlstarts. Macht dich das eher attraktiv, dass du quasi ein Mann für eine Nacht bist und dann ist gut, dann ist die Sache erledigt und du machst quasi keine Probleme mehr danach, indem du deine Mädels hinterher stellst, Monate und Jahre lang?
Oder ist das eher abschreckend, weil wenn man sich erstmal auf dich einlässt und das alles toll findet und ich meine, als Sub dir gegenüber, da soll ja auch eine gewisse Bindung zumindest für den Abend bestehen. Es gibt beides. Es gibt dann, wie gesagt, die Personen, die dann sagen, "Nee, darauf habe ich keinen Bock." oder "Dafür bin ich mir zu schade, ich geb mich doch nicht für nen Abend her."
Das ist mir zu billig. Es gibt aber auch Leute, die trotz der Absprache versuchen, "Hey ich bin wieder in deiner Stadt, wollen wir uns nicht nochmal treffen?" Das ist dann vorbei. Ja gut, das geht dann an der Stelle nicht. Nee. Fällt aber manchmal, bestimmt. ist so die Versuchung so ein bisschen da, aber es steht ja auch ein bisschen was auf dem Spiel. Ja, aber ich finde klare Absprachen sehr wichtig. Es gibt ja auch Spiele, wo ich, also Stino-Sex einfach so gibt es nicht.
Es kann sich aber im Spiel Sex ergeben. Muss aber nicht. Das ist in dem Fall, wäre es okay. Es gibt aber auch Treffen, wo abgesprochen ist, da läuft nichts. Und dann packe ich ihn auch nicht aus. Dann bleibt die Hose zu. Ganz egal, wie sie bettelt. Und sagt, "Ich weiß, wir haben, aber können wir nicht trotzdem irgendwas." Und das ist für mich wichtig. Erstmal ist es geil, weil normalerweise sagt die Frau immer, "Nein, ich will nicht, irgendwo draußen." Jetzt sagst du mal, ja.
Dann sage ich, nee. Oder auch, "Kann ich dann nicht deine Telefonnummer haben?" Dann kann ich einmal im Kreis grinsen und ganz freundlich "Nein" sagen. Das macht schon Spaß. Das hat aber bestimmt nochmal einen ganz eigenen Reiz. Ja. Du kommunizierst aber schon, okay, ich bin verheiratet und ich muss erstmal mit meiner Frau darüber sprechen, ob du jetzt geeignet bist. Ja.
Jetzt bist du ja dominant. Jetzt könnte man ja sagen, Moment, der Dom muss erst mal zu Hause seine Frau fragen, dann ist er ja gar nicht mehr so dominant. Er ist zumindest verlässlich. Zumindest ist es ein Zeichen, dass ich mich an Vereinbarungen halte, deswegen auch die Vereinbarung für den Abend bewahre und auch die verabredeten Grenzen nicht überschreite.
Und falls es ein Safeword oder den Ampelcode gibt, ist es zumindest ein Indiz dafür, dass der vielleicht auch drauf hört und das nicht im Rausch einfach überschreibt. Oh, das ist verdammt gut verkauft. Drei Jahre Vertrieb. Nein. Da müsste man jetzt mal Mädels hier sitzen haben und einfach mal sagen, wie seht ihr das denn? Oder man müsste jetzt mal eine Reihe der, wie nennen wir das denn jetzt? Haben wir dafür einen Begriff? Ja, ich sage jetzt einfach mal pauschal Spielpartner.
Die müsste man jetzt fragen. Ich weiß nicht, hast du von denen die Telefonnummern? Kannst du mir ein paar geben? Eher nicht. Verdammt. Aber jetzt ist es ja nochmal so, du kommst ja auch irgendwann wieder nach Hause. Und dann sitzt sie schon in der Küche mit dem bösen Blick und der zweite Stuhl steht schon da und die nächsten vier Stunden hast du Rede und Antwort zu stehen. Das wäre ja furchtbar, wobei es ein bisschen vielleicht so ist tatsächlich.
Es soll ja auch Pärchen geben, die macht das dann gegenseitig geil, wenn sie sich von ihren Abenteuern erzählen. Genau, das wäre andersrum. Also ich bin da durchaus neugierig, interessiere mich auch für Details und finde das spannend bis anregend. Also es stört mich nicht, es macht mich nicht fertig, sondern ich finde das ganz interessant. Also gerade wenn sie auswärts spielt, ist sie als Switcher auf jeden Fall dominant unterwegs.
Die passive Seite macht sie nur zu Hause. Und von daher ist es vielleicht technisch interessant oder als Fachsimpelei quasi, was kann man mit Subbies so anstellen unabhängig vom Geschlecht. Das sind auch tolle kreative Ideen manchmal, das finde ich schon beeindruckend. und andersrum habe ich den Abend auch noch gar nicht sortiert. Also wenn ich direkt nach dem Erlebnis nach Hause komme, dann ist noch alles, noch nicht an seinem Platz.
Dann gibt es so zwei, drei Highlights vielleicht, die ich schon im Kopf habe, aber andere Dinge, die ihr wichtig wären, die habe ich jetzt erstmal vergessen. Die kommen am nächsten Morgen, wenn ich alles, wenn sich alles gesetzt hat erst.
Oh ja, das kenne ich aber tatsächlich auch, wenn ich dann irgendwo bei einer Veranstaltung bin, wo sie nicht ist, also auch im ganz normalen Stino-Umfeld und dann "Erzähle mal alle Details!" und dann erzähle ich mal tausend Sachen Und am nächsten Tag blubber ich aber nochmal mehr hinterher und dann heißt es, "Ach, die entscheidenden Sachen konntest du mir gestern nicht sagen." Nein, die waren nicht in meinem Kopf in dem Moment. Also ich kann das nachvollziehen.
Ich fühle mich gerade verstanden. Ja, genau. Das ist also auch keine böse Absicht und keine Heimlichtuerei, sondern einfach eine Abarbeitung, ein Verarbeiten. Seid ihr am selben Abend außer Haus? Also dafür würden wir keinen Babysitter bezahlen. Das ist einzeln und meistens auch individuelle Treffen. Also wir treffen nicht andere Leute auf Partys. Keine Ahnung, kann ich mal vorschlagen. Haben wir noch nicht drüber gesprochen. Und wo geht man da so hin?
Es gibt Stundenzimmer, ja, in jeder Qualitätsstufe. Dass das eine 15 und das andere 50 kostet, das hat seinen Grund pro Stunde. Das ist nachvollziehbar, Preis-Leistung ist jeweils angemessen. Und ansonsten gibt es ja auch Singles, die sich gut eingerichtet haben in ihrer Wohnung. Wenn ich die besuche, da schon alles da ist. Oder das klassische Hotel, wenn es eine Reise ist unterwegs irgendwo. Oder auch einfach ihr Auto im Wald.
Ja gut, das geht, das weiß ich, das funktioniert, das kann sehr lustig sein. Du kommst nach Hause und dann unterhaltet ihr euch da so ein bisschen und am nächsten Tag auch nochmal so ein bisschen drüber. Jetzt ist ja die Frage, ob das euch beide zu Hause dann nochmal zusammenbringt. Also quasi er kommt von einer anderen Frau, jetzt falle ich nochmal extra über ihn her. Gibt es diesen Impuls? Habe ich bewusst noch nicht wahrgenommen. Wobei ich sie das bei mir mal vermutet hatte tatsächlich.
Dass sie also nach Hause kam, aus einer anderen Stadt. Und ich habe mich gefreut, sie zu sehen. Und habe ihr das auch sehr deutlich gezeigt. Und dann meinte sie, ist das jetzt die Besitznahme, die Reviermarkierung? Und ich, nö, vielleicht auch, aber eigentlich hatten wir einfach mal jetzt schon den ganzen Tag keinen Sex. Also weiß nicht, das reicht doch eigentlich schon. Und umgekehrt glaube ich nicht. Eher vorher nochmal. Also er vorher nochmal. Ach so, damit du dann nach ihr nochmal riechst.
Ja klar, damit das Revier. Da kann dann die Spielpartnerin dann im wahrsten Sinne des Wortes angepisst sein. Jetzt findest du ja Spielpartner. Und es gibt ja Menschen in der Szene, die tun sich sehr schwer, jemanden zu finden. Die haben dann die dollsten Absichten und suchen was Langfristiges und geben sich total viel Mühe und alles. Und du nimmst das ja so, ich schnippe mal, einfach mal so mit. Das freut mich, dass das so wirkt. Ja, das ist doch super. Also ich kann ...
So ein bisschen sagen, dass ich deine Situation aus grauer, grauer Fortsetzung etwas nachvollziehen kann. In anderer, egal. Auf jeden Fall habe ich immer gesagt, je weniger Verpflichtung man mit mir eingeht, also je mehr ich das ausstrahle, dass ich für keinerlei Verpflichtung stehe, desto einfacher lässt sich jemand auf mich ein. Ja, das ist auch eine Typfrage. Aber ich glaube schon, ja. Wenn es dann eben passt, wenn es auf Gegenseitigkeit beruht.
Also die, die dann sich leichtfertig geben, aber eigentlich doch die Beziehung suchen und schon einen halbfertigen Plan im Hinterkopf haben, wie kriege ich die Frau da weg? Ich weiß nicht, ob die wirklich passen. Das fragen wir doch einfach mal nach Quantität. Wie oft kommt das denn vor? Ist das fast ein-, zweimal im Jahr? Jedes Wochenende? Ich habe dieses Jahr zwar noch niemanden getroffen. Wir haben Mitte März.
Genau. Es gab so ein, zwei Anläufe. Aber manchmal hört das eben auch schon auf bei ich bin verheiratet. Da wollen manche schon gar nicht mehr zuhören. Wir haben auch mit Tinder ausprobiert. Oder, ich habe das ausprobiert. Ich habe es dann auch, ja, ich suche zwar auch nichts ernstes, aber einfach nur so treffen, das möchte ich dann auch nicht. Ja.
Also es gibt viel Arbeit. Ich habe auf ner Party im Winter zwei hübsche Mädels kennengelernt, an dem Abend aber keine Zeit gehabt, aber sie wollten demnächst zu einem anderen Anlass nach Hannover. Da habe ich mit meiner Frau viel gesprochen, viel mit den beiden hin und her geschrieben und am Ende sind die aber nicht aus dem Quark gekommen.
Haben sich dann doch nicht getraut. Also viel Laber um nichts, hab auch tolle Fotos bekommen und viele lustige Andeutungen, aber dann nicht, dann nichts geliefert. Und das war halt viel Arbeit für die Tonne. Es ist natürlich anstrengend. Legst du es dann darauf an, sagst du, ich müsste jetzt mal wieder, ich suche jetzt mal gezielt oder bist du da entspannt und das kann irgendwann kommen?
Ich glaube, wenn man gezielt sucht, das ist so wie damals, wenn man aus der Baggi kam mit dem riesengroßen F auf der Stirn nachts um zwei. Die Baggi ist eine Disco in Hannover? Ja, okay, das, was ich beschreiben wollte, war im Rainbow noch viel schlimmer. Zehn Jahre früher. Oh Gott. Das war der einzige Laden, wo man mit 16 schon in die Disco konnte. Genau und wo man auch nie alleine rausgehen musste eigentlich.
Aber wenn du halt übrig geblieben bist, klar war, dass du nur was zum Vögeln gesucht hast, gerade dann ging´s du halt doch alleine. Wenn es zu offensichtlich war, dass du nur untervögelt bist und deswegen das F auf der Stirn leuchtet, dann riechen die das, dann sehen die das. Ich glaube ähnlich ist es hier auch, wenn ich zu sehr suche, zu suchend wirke, zu verzweifelt wirke, kann mir schon vorstellen, dass das auf den einen oder anderen abschreckend wirkt.
Bist du da, was Praktiken angeht, hast du da schon was, wo du sagst, oh, ich habe aber heute, habe ich jetzt Bock da und da drauf und dann muss das passieren oder stellst du dich dann total darauf ein? Letzteres, also ich lasse mich auf die Situation ein und gucke, was passen könnte, nach dem klar ist, was nicht geht. Manchmal ist auch klar, im Joyclub zum Beispiel habe ich halt Bilder von so Fingerübungen mit Seilen, so kleine Knoten für unterwegs in der Straßenbahn.
Und darüber kam dann auch dieser eine Kontakt mit, ja, was kann man denn mit Fesseln machen in Hannover? Ich bin nämlich neu in eurer Stadt, was gibt es denn da? Das heißt, da wäre schon mal ne grobe Richtung, zumindest als Vorschlag da gewesen. Und ob sie dann auch noch Schmerzen spüren möchte oder unterdrückt werden möchte, das wird sich halt auch aus Atmosphäre ergeben. Das klingt jetzt alles sehr gut abgesprochen, sehr vernünftig durchgeführt, sehr schön.
Das gibt doch bestimmt auch mal Krach. Ja, sicher. Kommunikation ist ja leider auch ganz viel das, was man nicht sagt. Das ist also auch viel Arbeit, auch zu gucken, auch immer wieder Überzeugungsarbeit zu leisten. Ich habe nicht Lust auf Person B, weil mir hier zu Hause was fehlt, sondern weil ich darüber hinaus einfach Lust auf Person B habe. Eine Person, die das nicht selbst so empfindet, immer wieder zu dolmetschen, das ist eben Arbeit, die ich da reinstecken muss. Das ist halt der Preis.
Das ist der Preis, okay, aber es kommt ja bestimmt trotzdem mal zu einer Verstimmung. Das ist so dieses typische Szenario, du hast den Müll wieder nicht runter gebracht, wo dann aus einer Mücke ein Elefant wird und du dann da stehst und sagst, verdammte Axt, das gibt's doch gar nicht. Ja. Also hängt der Haussegen da öfter schief deswegen oder ist das eigentlich, empfindest du das als ganz normale Häufung oder eher weniger sogar?
Ich glaube irgendeine Beziehung mit mehr als einem Menschen, der beteiligt ist, ist nie reibungsfrei. Weil selbst mit den Kollegen, die eigentlich ganz harmlos sind und denen ich überwiegend auf fachlicher Ebene begegne, gibt es ab und zu mal irgendwas, was mich stört oder was denen an mir missfällt. Und warum sollte das der Person, mit der ich das Leben gemeinsam aufgebaut habe, anders sein? Wir haben nur den intensivsten Kontakt, den man sich unter Menschen so vorstellen kann.
Es hat einen gewissen Preis, es erfordert einen gewissen Aufwand, es ist quasi ein zeitintensives Hobby offensichtlich. Ja, das geht. Es gehört zu den Dingen, die ich gerne nebenbei mache. Also nicht als zumindest das Anbauen. Das wird jede Frau freuen, die du da rumkriegen willst, wenn du jetzt erzählst, das mach ich so nebenbei, wenn ich in der Bahn sitze oder bei der Arbeit oder wenn ich gerade irgendwas esse. Dann wird da die Fanpost nebenbei abgearbeitet.
Fanpost ist super, das muss ich zu Hause sagen. Dann werde ich zwei, drei Tage auf dem Sofa schlafen, aber das finde ich gut. Ich habe das Gefühl, es bringt euch wirklich nahe zusammen. Und jetzt möchte ich mal die Abgrenzung zu den ganzen Polymenschen haben, denn als polyamor oder polyamorös in dem Fall sehe ich dich ja jetzt nicht. Nein, richtig. Das würde ich mir zwar grundsätzlich emotional zutrauen, aber praktisch nicht.
Also ich habe so schon ganz viel zu jonglieren, meine Tage sind oft stundengenau getaktet, es ist ein Riesenpuzzle aus ganz vielen Anforderungen, das zusammenpasst. Und es macht auch Spaß, das zu organisieren, alles unter den Hut zu kriegen. Aber dazu gehört eben auch, dass ich wenn ich zu Hause mit meinen Kindern bin, dass ich dann nicht mit potenziellen Spielpartnerinnen da dann chatte. Die Zeit darf denen nicht weggenommen werden.
Ja, diesen Zeitfaktor, das wird ja immer gesagt, Polyamorie, da ist der einzig begrenzende Faktor ist Zeit und alles andere ist verhandelbar. Das heißt, wenn dein Leben also weniger oder euer Leben weniger stressig ist, also im Rentenalter, dann wäre ja dann die Zeit dafür. Da gehört ja noch mehr dazu. Ich glaube nicht, dass es für sie das Richtige wäre.
Ich traue mir zu, wenn ich bei einer Person oder einer Spielpartnerin mehr empfinden würde, als ins Abgesprochene passt, dass ich damit umgehen kann, indem ich einfach warte, bis es vorbei ist und den Kontakt abbreche. Das heißt, ich würde mich nicht auf dieses Gefühl einlassen. Also es ist klar, dass es recht oberflächlich bleibt, dass das keine tiefe Verbindung ist und auch wenn es in dem Moment ja ein riesen Vertrauen ist, dass wir einander dann schenken, auf beiden Seiten.
Also komprimiert man dann mehr in so einen Abend rein? Nö, nicht zwangsläufig. Also eigentlich gar nicht. Es ist gar nicht schlimm, wenn es seicht bleibt, weil es ja ein erster Abend ist, auch wenn es gleichzeitig der letzte ist. Aber ich muss nicht alles ausprobiert haben in diesen anderthalb oder vier Stunden, wie auch immer das dann ist. Lass mich auf die Situation ein, auf den Moment. Und was in den Rahmen reinpasst, ist gut. Und was nicht, wäre vielleicht gut geworden. Ist egal.
Ja gut, aber was man nicht haben kann, ist ja immer das, was man verpasst hat oder was man hätte haben können. Das ist eh immer im Kopf das Beste und Tollste. Nicht unbedingt. Das ist halt spannend. Da wäre noch ganz viel möglich gewesen. Aber das macht es ja vielleicht auch ein bisschen aus. Erstmal auch ihr das mitzugeben. Vielleicht macht sie ja was draus mit irgendwelchen anderen Menschen, die sie später trifft. oder auch mit sich selber zu Hause, weiß ich nicht.
Das erfährst du dann aber gar nicht. Also auch hinterher keinen SMS-Kontakt oder irgendwas mehr? Nein. Pass auf den gibst du jetzt in Zukunft die Karte von dem Podcast, bitte. Dann haben sie wenigstens etwas. Die sollen sich bei mir melden. Ich habe da Fragen. Ich gebe dir ein paar mit und dann ... Das können wir machen. Ich habe es jetzt geschafft, dir ca. ne halbe Stunde zu dem Thema unglaublich unstrukturiert Fragen zu stellen.
Also das ging ja jetzt wild durcheinander. Ich habe mir das so schön hier aufgeschrieben. Das wäre so schön gewesen. Aber das hat überhaupt nicht geklappt. Deine Notizen? Sind alle durch da steht noch eine einzige ordentliche Notiz. Ich habe hier noch das Ding der Woche stehen. Das haben wir sträflichst vernachlässigt. Oh ja. Während du das suchst, kann ich mal sagen, ganz vielen lieben Dank an die nette Sprechwissenschaftlerin, die mich gestern angerufen hat.
Die hat mir ein bisschen erklärt, wie ich denn zu sprechen habe und ich stelle jetzt fest, dass ich nichts davon umgesetzt habe und jetzt sehe ich schon was. Und uiuiuiui... So, ich nehme es mal in die Hand. Es ist rosa-weiß. Es ist zwei Meter lang. Alles in einem kommt das hin, ja. Ja, das ist eine, ist das noch eine Singletail? Nein. In der Anleitung stand Bullwhip. In der Anleitung stand Bullwhip. Okay, es ist also eine Bullwhip.
Ich war bei der Länge jetzt nicht sicher. Eine selbstgebaute Bullwhip. Ja, vielen Dank für das Geschenk. Du kannst gehen. Sie ist noch nicht fertig. Sie glitzert und leuchtet im Dunkeln. Nein? Doch! Oh, pass auf, mein Kabel ist kürzer. Da ist der eine Lichtschalter. Und warte, ich fuchtel mich mal kurz weg hier und dann sitzen wir gleich im Dunkeln. Nee, die musst du wohl noch ein bisschen aufladen, das müssen wir später wiederholen.
Kopfhörer wieder auf, das Experiment hat nicht geklappt, es hat nichts geglitzert und geleuchtet. Ich fühle mich, hier fürchterlich betrogen, aber wir laden sie auf. Aber die ist ja toll, die hat einen unglaublich schweren Griff, der ist bestimmt 40 Zentimeter lang und die baust du gerade nach Anleitung. Ich habe vor einigen Jahren einige davon gebaut, in verschiedenen Größen. Im Profil meiner Frau ist auch eine, die ganz große zu sehen, die länger ist, als ich groß bin.
Die ist noch nicht fertig. Ich habe mir irgendwann, vor ein paar Jahren im Sommer, die Hand halbwegs schwer verletzt und kriege das jetzt nicht mehr so gut hin. Das heißt, hier die Zierstellen im Übergang und den Knauf, die habe ich noch nicht gemacht. Also das Mängelexemplar, das würde ich jetzt auch so nehmen. Ne Das Mängelexemplar ist ja nicht, das ist bloß nicht fertiggestellt. Ja, das ist ein Mängelexemplar, das kannst du einfach hier liegen lassen.
Ich mache jetzt mal ein Foto davon, das sieht nämlich echt mal, also sie fühlt sich schwer an, das ist alles selbst geflochten. Ja. Das ist wirklich schön, das Ding, also wirklich, weil der Griff, das Ding wiegt bestimmt, wiegt das anderthalb Kilo, das ganze Paket hier? Da ist ein Stahlstab im Griff und es sind Bleikugeln in den ersten 20, 30 Zentimetern mit drin. Und dann sind da drei Lagen geflochten drüber.
Also ich habe tatsächlich mit einer Bullwhip selber, ich haue mit den Dingern nicht, weil ich da einfach die Technik nicht beherrsche, ganz einfach. Und da habe ich immer das Gefühl, das geht ins Auge. Ich würde das also tatsächlich vielleicht erstmal mit Schutzbrille ausprobieren wollen. Ja, das ist gut. Als erstes lernen wir auch das Knallen, wie man damit laute Geräusche macht, das Knallen in der Luft und dann irgendwann Gegenstände und später Personen schlagen.
Ist er Raum hier groß genug damit es mal knallt. Eher nicht ne. Da hätt ich doch die ganz kleine mitbringen müssen das Ende ist aber auch schon ziemlich ausgenudelt hinten. Müssen wir mal in den Flur gehen. Ja der Crack ist schon ein bisschen durch. Ist also schon lange unvollständig bei uns irgendwo ich habe sie nie weggeschlossen weil ich sie mal fertig stellen will ich brauche aber ein Anlass dafür. Wenn du jemanden hast, dem genau das Ding steht, dann kann man vielleicht mal gucken.
Dem das Ding steht? Ja. Also ich werde sie jetzt hier nicht verlosen oder so. Also ihr könnt so viele Mails schreiben, wie ihr wollt. Ne ganz, einfach so verschenken würde ich sie glaube ich auch nicht. Da stecken ja schon viele Stunden Arbeit drin. Müsste man mal gucken. Das ist auch wirklich, dass sind ja ganz, ooha. Das ist ja Wahnsinn. Also die Geduld hätte ich ja wirklich nicht. Aber so ein Ding zu kaufen ist dann auch wieder unbezahlbar, weil es eben so viel Handarbeit ist.
Wobei das hier auch, das hier zugegeben kein Leder ist, das ist noch eine andere Klasse. Da habe ich auch ein schönes Buch drüber, aber nicht das Material. Das ist jetzt hier Fallschirmschnur, Paracord. Ja, das macht das auch nochmal so steif, ne? Mh, da wo sie es sein soll, ja genau. Genau. Da wo du gerade den Bogen drin hast, da ist noch ein entkerntes Stück Schnur drin, in das Bleikugeln reingepresst sind. Aber weit vorne, wo der eigentliche Schlag ausgeführt wird, da hast du dann alles
nur noch Schnur. Du könntest auch den Crack hier durch ein Stück Lederschnur ersetzen. Der Crack ist jetzt das Ende, das leichte Bämsel am Ende. Genau, das ist das, was das eigentliche Geräusch macht, wenn es Überschallgeschwindigkeit erreicht. Ja. Ich spiele das einfach aus irgendeinem Sample ein, dann können wir so tun, als hätten wir das hier gemacht. Ach du. Ja, YouTube ist voll davon. Warum bringst du mir die jetzt hier mit? Ich mag es, Dinge selber herzustellen, die ich benutze.
Ich habe vorhin das Seil erwähnt. Da steckt eben auch viel drin. Das ist nicht einfach fertig aus dem Laden gekauft und dann zum Fesseln benutzt, sondern das hat auch viele Stunden Vorbereitung, liebevoller Fleißarbeit zu Hause erlebt. Und mit den Peitschen ist das ähnlich. Ähnlich. Also die, die auf unseren Partys in der Bar im Keller funktionieren, die sind deutlich kürzer.
Ja, da muss man auch einen Platz haben. Also da wüsste ich jetzt auch kein Stundenhotel und auch kein Hotelzimmer, wo man da nach Herzenslust loslegen kann. Ja, in Hildesheim habe ich Leute gesehen, die so was bedienen konnten. Und im ersten Raum oben, die Treppe hoch geht links, da hing mal einer irgendwie mit den Armen an der Decke, die mit etwas von der Größe vergleichbar verwöhnt wurde.
Okay, ja, ich hätte jetzt eher Freigelände, so was im Wald oder so kann man das bestimmt gut benutzen da ist Platz. Das wäre noch besser. Wenn man Glück hat, erwischt man noch irgendeinen Vogel, der gerade am Vorbeifliegen ist. Letztes Mal Outdoor, das war eher, "hoffentlich sehen wir uns nicht zu viele". Wir halten uns mal flach am Boden, war also ganz viel mehr Seilarbeit. Die dann auch geschützt. Wollen ja keine Gassigeher erschrecken oder gar Kinder.
Ach, die ganzen Gassigeher, ganz ehrlich, die laufen ja eh mit irgendeinem Lebewesen rum, was sie an der Leine halten. Also da erwartet man doch ein kleines, ich glaube, das streiche ich raus. Vor allem, wenn die Gassigeher erst zwölf sind. Also ne das ist Ja, genau, da ist nämlich genau das Problem. Wenn das eigentlich erwachsenen Menschen sind, okay, aber da gibt es dann die Grenze. So, aber jetzt sind ja zwei, drei Minuten rum.
Jetzt würde ich gerne den Leucht-Glitzer-Nacht-Effekt nochmal sehen. Magst du nochmal, du hast wie gesagt das lange Kabel und den Griff zum Lichtschalter. Ja, tun wir das. Oh ja, so ein bisschen. Oh, die Augen gewöhnen sich jetzt langsam an die Dunkelheit. Das ist ja geil. Also jetzt ist das Problem, ne Bullwhip würde ich jetzt ja nicht im ganz dunklen Raum benutzen wollen. Weil dann sehe ich ja mein Ziel nicht mehr. Dann ist das ja möglicherweise gefährlich.
Du und ich würden auch keine rosane Glitzer-Bullwhip benutzen. Ach, also da kann ich tatsächlich sehr pragmatisch sein. Nur ich kann eben keine Bullwhip bedienen, wie du schon sagtest. das weiß ich nicht also ich bin ja das müsste ich wahrscheinlich erst mal mit nem Kissen üben und wenn das Kissen kaputt ist und die Couch drumherum immer noch heile ist dann dann darf ich vielleicht auch mal Subbie ausprobieren.
Ja. Das erste Mal an Seilen aufhängen macht ich ja auch nicht ohne Vorbereitung ohne Musik. Das mache ich ja wieder auch nicht das ist ja eins. Eins nach dem anderen. Ich fand das spannend wir waren letztes Jahr noch mit einer Freundin gemeinsam beim Fesselstammtisch und da hat jemand auch aus seiner Japan-Reise was ganz Tolles mitgebracht, was ich nicht aussprechen kann.
Und ich war ziemlich erstaunt, dass ich das nicht nach fesseln konnte sofort, dass ich da Hilfe brauchte, zu verstehen, was er da gerade vorgemacht hat. Auf der einen Seite fand ich es schön, dass das noch geht. So schlecht erklärt hat das ja nicht, wo hänge ich gerade, was ist mein Problem. Habe dann auch gemerkt, dass es mir auch gar nicht so sehr liegt, etwas zu kopieren.
Weil das Fesseln sehr der nahe am Menschen ist. Hier bei einem Gegenstand fiel mir das viel leichter, eine Anleitung zu befolgen. Okay. Ihr Lieben da draußen, nein, liebe Hörer, ihr merkt, wir schwimmen jetzt so ein bisschen rum außerhalb jeglichen Zettels und ich glaube, wir sollten langsam zum Ende kommen. Dann mache ich jetzt den üblichen Werbeschmunzes jetzt hier einmal kurz und dann können wir uns verabschieden.
Nämlich, haha, jetzt kann ich den Zettel wieder nehmen. Es gibt ein FetLife-Profil des Podcasts, das heißt Kunstunvernunft und die Webseite kunstderunvernunft.de und wenn ihr mit Schlagsaite irgendwie sprechen möchtet, mit ihm schreiben möchtet, dann könnt ihr mir in diesem Fall eine Nachricht schicken. Das geht auch an Sebastian@kunstderunvernunft.de und dann leite ich das natürlich gerne weiter.
Ich fand das jetzt heute ganz besonders spannend, weil das ja nun mal wirklich auch Interner aus eurer Ehe sind und deine Frau möge mir dann verzeihen, dass ich dich hier auch mal so ein bisschen durchgedrückt habe und von A nach B gehetzt habe. Ich glaube, das ist natürlich alles immer noch mal viel komplizierter. Durchaus, ja. Zum einen sagt sie sich, ja, der bohrt aber immer so. Ich bin doch kein Zahnarzt. Der stellt dann immer solche Fragen. Ja, sie wäre eigentlich auch mitgekommen.
Also richtig Angst vor dir haben wir ja nicht. Ja, die nächste Folge, da kann sie ja dann einfach kommen. Und dann gucken wir uns die andere Seite mal an. Ich werde sie einfach mal fragen. Fände ich spannend. Aber nicht, dass du dann eifersüchtig bist. Dann an dieser Stelle machen wir dann den nötigen Cut auch einfach. Euch, liebe Hörer, vielen Dank, dass ihr zugehört habt, bis zum Ende durchgehalten habt. Ich weiß, das schaffen nicht alle. Bis zum nächsten Mal. Vielen Dank.
Tschüss. (Podcastintro)
