Wie wird man Weltmeisterin im Boxen, Cheyenne Hanson? - podcast episode cover

Wie wird man Weltmeisterin im Boxen, Cheyenne Hanson?

Jun 05, 202550 min
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Episode description

Mit gebrochener Schlaghand boxte sie sich zum Weltmeistertitel: die Augsburgerin Cheyenne Hanson. Gegen die Thailänderin Phannaluk Kongsang holte sie sich in der rumänischen Hauptstadt Bukarest den WM-Gürtel der WBF im Bantamgewicht. Im Interview-Podcast „Augsburg, meine Stadt“ spricht sie mit Felix Gnoyke über ihren bisher größten Erfolg, ihre Ambitionen und Durchhaltevermögen. „Im Boxen kannst du dich auf nichts vorbereiten“, sagt sie, und beschreibt, wie sie und ihr Trainer den Gameplan anpassen mussten, um mit der Verletzung umzugehen. Sie gibt Einblicke in ihre intensive Trainingsroutine und hebt die immense Bedeutung von mentaler Stärke und Disziplin im Boxsport hervor: „Eine richtig gute Boxerin macht so ein bisschen das Gesamtpaket aus.“ Nach dem Auskurieren ihrer Verletzung widmet sie sich nun der Vorbereitung auf ihren nächsten Kampf – mit der Hoffnung, irgendwann um einen Titel der vier großen Verbände (WBO, WBA, WBC, IBF) zu boxen. Zudem thematisiert Hanson die aktuelle Situation des Frauenboxens in Deutschland und betont die Notwendigkeit, dem Sport mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung zu schenken, um zukünftige Talente nachhaltig zu fördern. Sie spricht über ihre persönlichen Ziele und erläutert, wie sie ihre Boxkarriere mit ihrem Teilzeitjob und Studium der Fitnesswissenschaften und Ökonomie verbindet. Außerdem verrät sie ihre Pläne für die Zeit nach der Sportkarriere und welche Orte sie in Augsburg am liebsten mag.

Transcript

Hallo und herzlich willkommen zu Augsburg, meine Stadt. Mein Name ist Felix Gneuke und ich spreche hier mit Menschen aus Augsburg, die etwas zu erzählen haben. Das können Prominente sein, aber auch Personen mit besonderen Berufen oder Lebenswegen. Wir wollen ihre Geschichten hören und erfahren, was sie bewegt. Mein heutiger Gast ist Cheyenne Hansen. Sie ist Boxerin und war im Amateurbereich schwäbische und bayerische Meisterin.

Und im Profibereich ist sie immer noch internationale deutsche Meisterin. Und im November 2024 hat sie sich dann auch noch den WBF-Weltmeistertitel im Bantam-Gewicht sichern können. Schön, dass du da bist. Ja, ich freue mich hier sein zu dürfen. Du musstest es wahrscheinlich schon oft erklären in allen möglichen Interviewformaten, sei es Radio oder Fernsehen. Aber ich glaube, um alle Hörerinnen und Hörer abzuholen, ist es nochmal ganz

gut, um darauf einzugehen. Du bist jetzt Weltmeisterin, also du hast diesen Titel. Aber es ist ja im Boxen nicht so wie im Fußball. Da wird man einmal Weltmeister, ist es vier Jahre und dann das nächste Land und so weiter. Wie ist es denn im Boxen? Genau, im Boxen ist es so, da gibt es verschiedene Verbände. Dementsprechend auch meistens verschiedene Weltmeister, außer du holst dir halt alle Gürtel.

Ja, es hat seine Vor- und Nachteile, würde ich mal sagen. Aber am Ende hat man dadurch auch immer noch mal so eine neue Challenge, finde ich. Also man hat nicht die WM und dann war es das, sondern man hat immer noch was vor sich. Und das finde ich eigentlich auch irgendwo ganz schön. Andererseits ist es natürlich schwierig, weil viele sagen halt, ja, es gibt zu viele Verbände. Und ja, dementsprechend sorgt es auch öfter mal für Verwirrung. Ja, das glaube ich.

Musst du dir dann sagen, ich will in diesem Verband den Weltmeistertitel holen oder ich will in diesem Verband irgendwie weiterkommen? Oder wie läuft das so ab? Man muss sich ja erstmal für so einen Titelkampf qualifizieren. Es gibt auch so eine allgemeine Liste, also Boxwreck heißt es, da werden alle Kämpfe gelistet und das ist dann nochmal so eine Weltrangliste ohne Verbände.

Also das bezieht sich nicht nur auf die einzelnen Verbände, weil die einzelnen Verbände haben auch immer einzelne Listen und ja, das ist super kompliziert, aber da wird halt einfach alles aufgelistet und ja, das vereinfacht das alles so ein bisschen. Okay. Aber dann lass uns doch erstmal über den Titel sprechen, den du geholt hast. Das war ja ein ziemlich spektakulärer Kampf. Du hast immerhin dir in der ersten Runde schon die Hand gebrochen, hast dann weiter geboxt und auch noch gewonnen.

Wie war das denn so für dich? Wie kann man das durchziehen, mit gebrochener Hand zu boxen? Ja, also auf jeden Fall schon ein Hindernis, sagen wir mal so. Ja, also ich sage immer, im Boxen kannst du dich auf nichts vorbereiten. Also klar, man kann ins Training gehen, man kann seine Kombinationen üben und alles. Aber ja, es ist wie im echten Leben. Es kann immer irgendwas dazwischen kommen. Und das lässt sich halt nicht alles vorhersehen. Aber ja, es war auf jeden Fall ein richtig cooler Kampf.

Es war eine neue Herausforderung für mich. Ich selber habe mir auch noch nie die Hand gebrochen, schon gleich gar nicht im Kampf. Und ja, man musste sich halt dann neu einstellen. Und ja, mit meinem Trainer haben wir das ganz gut gemacht. Also wir haben den Gameplan dann natürlich ein bisschen geändert, mussten sehr viel mit der Führhand schlagen. Aber am Ende haben wir das ganz gut hinbekommen. Das heißt, du hast ja auch deine sozusagen starke Hand gebrochen, oder? Genau, ja.

Also ich bin Rechtshänderin, das ist dann meine Schlaghand. Und ja, es war schon ein großes Pech dann direkt in der ersten Runde, aber wir haben es so angenommen und das Beste draus gemacht. Aber es ist auf jeden Fall schon ziemlich krass. Das Drumherum war ja auch so ein bisschen anders als sonst. Also ich habe unter anderem bei BoxRec, du hast es vorhin erwähnt, auf der Webseite mal geschaut. Sonst haben deine Kämpfe meistens auch hier in der Umgebung stattgefunden.

Das war jetzt in Bukarest. Ja. Ist ja auch schon so ein bisschen so ein anderes Event. Ja. Spürt man das auch, wenn man da ist? Ja, auf jeden Fall. Also es haben auch ziemlich bekannte Kämpfer dann, also rumänische Kämpfer dort gekämpft und es war schön aufgezogen, es war eine schöne Location und ja, es ist halt einfach häufig so, dass Kämpfer fast nur bei sich zu Hause, wenn nicht nur zu Hause boxen und ich möchte eigentlich überall boxen.

Ich habe auch kein Problem damit, im Ausland zu boxen und ich finde das eigentlich schön und das ist eben auch nochmal so eine andere Herausforderung, wie gesagt, also einfach rausgehen und alles ist neu und neue Umgebung und ja, danach kann man auch immer so ein paar Tage hinhängen und das Land noch so ein bisschen anschauen. Schön Urlaub machen. Genau, ja. Cool. Und vor Ort, wie muss ich mir das vorstellen, ist das wie bei den Kämpfen, die man so aus dem Fernsehen kennt?

Du hast so, nenn ich jetzt mal Bademantel an. Er ist schon drüber und dann irgendwie Einlaufmusik, der extra ausgewählt? Ja, doch, doch. Also man muss kein Bademantel anziehen, wenn man nicht möchte. Ich selber habe jetzt kein Boxmantel angehabt. Viele laufen einfach mit T-Shirts rein oder so. Das hat den Grund, dass man oft einfach seine Sponsoren da drauf drucken kann und die eben eine Werbefläche bekommen kann.

In dem Fall hatte ich zum Beispiel ein T-Shirt an. Ich bin auch am überlegen, ob ich mir eine Badematte zulege. Aber ja, grundsätzlich ist es schon sehr ähnlich wie in den Filmen, muss ich sagen. Also am Tag vorher geht man hin, hat die Waage, muss sein Gewicht bringen. Also das ist schon mal so der erste Kampf. Ich muss sagen, das Gewicht im Band haben, das ist ja gerade mal ein bisschen über 53 Kilo. Das ist für mich schon sehr hart runterzugehen auf das Gewicht.

Das ist dann schon mit Weightcut und allem drum und dran schon verbunden und Wasser raus, alles raus auf die Waage und dann wieder auffüllen. Das ist für mich eigentlich immer so ziemlich das Härteste, muss ich sagen. Also wenig Essen auf die Diät achten und zusätzlich halt das harte Training, das ist halt schon hart. Dann ist man ganz froh, wenn man das hinter sich hat und dann in Anführungsstrichen nur noch kämpfen muss.

Ja, aber so ist das eigentlich schon ziemlich ähnlich wie in diesen Filmen, wie du gesagt hast. Also klar, manche Dinge sind vielleicht da ein bisschen übertrieben oder werden da ein bisschen ausgelassen. Aber grundsätzlich, sage ich jetzt mal so im Ganzen, ist es ja schon daran angelehnt, an den echten Boxkämpfen. Bei den ganz großen Boxkämpfen gibt es oft auch so ein bisschen Trash-Talk vor dem Kampf. Ist das bei euch auch so?

Also grundsätzlich gibt es das natürlich auch und man hört es ja auch immer von großen Boxern immer wieder, dass sowas passiert. Das ist ja dann meistens auch so voll groß in den News. Aber ja, es kommt natürlich immer auf den Gegner an, es kommt immer auf die Situation an. Das ist immer ein bisschen unterschiedlich. Viele machen das ja auch wirklich, um den Fall zu promoten.

Also das ist immer völlig unterschiedlich. Mit meiner Gegnerin in dem Fall jetzt habe ich mich eigentlich ganz gut verstanden. Was heißt ganz gut verstanden? Ich bin halt mal so, mal so und in dem Fall war da nicht viel. Also wir sind auf die Waage gegangen, man hat Respekt voreinander und am nächsten Tag wird halt dann gekämpft. Gut, so einfach kann es sein. Du hast gerade schon erwähnt, die Vorbereitung. Du musstest krass dein Gewicht reduzieren bzw.

Darauf achten auf jeden Fall. Du hast auch sehr, sehr hart trainiert. Das hast du auch schon mal in einem Interview erzählt, dass du auch auf viel verzichtet hast. Ist die Vorbereitung für so einen WM-Kampf dann nochmal anders als dein normales Training? Auf jeden Fall. Also WM musst du ja auch zehn Runden durchboxen, also wenn es über die volle Distanz geht. Und ja, dementsprechend macht man mehr Sparring, längere Sparring.

Man möchte auf diese zehn Runden halt vorbereitet sein, dass man mit einem sicheren Gefühl da reingeht. Und der ganze Trainingsumfang ist dementsprechend auch ein bisschen angepasst an diese zehn Runden. Und ja, deswegen würde ich sagen, dass es auf jeden Fall nochmal ein bisschen härter ist. Ich meine, ich bereite mich auf jeden Kampf hart vor und auch auf einen Sechsrundenkampf solltest du topfütt reingehen. aber.

Ja, das ist doch nochmal so eine Steigerung und ich finde, diese Steigerung hat man auch gemerkt und dann spätestens im Ring merkt man dann die Steigerung auch nochmal, ja. Man fühlt wahrscheinlich auch die Mehrenergie, die man dann wahrscheinlich hat. Na klar, alles.

Und ja, man möchte halt einfach, ich bin jemand, ich will in den Ring gehen und ich möchte, wie wahrscheinlich jeder in irgendeiner Situation, wo man geprüft wird im Leben, reingehen und mit der größtmöglichen Sicherheit da reingehen. Wie gesagt, man kann nie 100 Prozent sich irgendwo drauf vorbereiten, aber in dem Fall gebe ich halt immer im Training wirklich gut Gas, damit ich mir da keine Vorwürfe machen muss. Dann nimm uns doch gerne mal mit, wie sieht denn deine normale Trainingsroutine

so aus? Also was trainierst du denn so alles? Ja, ganz unterschiedlich. Also es kommt natürlich auch immer auf den Zeitpunkt drauf an, ob man unmittelbar vor dem Wettkampf ist oder ob es noch ein bisschen Zeit bis dahin ist. Grundsätzlich muss ich sagen, bin ich eigentlich immer fit, weil es kann auch jederzeit theoretisch sein, dass du ein Kampfangebot von auswärts bekommst. Und dementsprechend schaue ich auch echt immer, dass ich so eine Grundfitness

halte. Also ich trainiere normalerweise auch ohne Wettkampfdatum, sage ich jetzt mal, so gut wie jeden Tag. Und ja, wenn ich dann eben ein Datum habe und das immer näher kommt, dann schaue ich halt, dass ich mein Trainingspensum immer erhöhe. Also da ist es dann meistens so, dass ich zweimal am Tag trainiere. Da muss man dann immer gucken, wie man trainiert. Man will ja auch nicht im Übertraining landen und dementsprechend schaue ich dann immer, dass es ja sehr unterschiedlich ist.

Also ich gehe zum Beispiel morgens, gehe ich dann laufen, abends gehe ich dann ins Boxtraining, dann Krafttraining kommt dazu und Techniktraining, das wechselt sich immer so ein bisschen ab, damit man halt nicht immer die gleichen Muskelgruppen gleich beansprucht und ja, da genug Zeit zur Regeneration hat. Was macht denn eine gute Boxerin aus? Also ist es die Kraft oder ist es eher so die Ausdauer? Und ja, ist es irgendwie auch mehr als, das sage ich jetzt sehr extra provokativ,

als dumpfes Draufhauen? Ja, auf jeden Fall. Also ich finde, eine richtig gute Boxerin macht so ein bisschen das Gesamtpaket aus, aber ich bin und bleibe, denke ich, immer der Meinung, dass das Wichtigste einfach so eine Art Kämpferherz ist. Also das ist, glaube ich, etwas, das hat man oder das hat man nicht. Also das ist ja auch gar kein Problem, wenn man es nicht hat, aber dann ist halt das Boxen jetzt nicht für die Person gerade der richtige Weg.

Aber ja, dass man auch mal mit Rückschlägen umgehen kann und dass man halt einfach dieses Beißerische hat, nenne ich es jetzt mal. Also ja, im Ring, da hilft dir halt keiner, da bist du auf dich allein gestellt und ja, das geht halt auch stark auf die Psyche, so eine Vorbereitung, weil du weißt, du gehst da rein und es kann theoretisch alles passieren, wie man halt jetzt auch an der Hand gesehen hat, also du.

Du riskierst ja irgendwo auch deine Gesundheit und klar, man kann sagen, in jedem Sport, gerade Leistungssport ist das so, aber man geht halt rein mit der Intention, den anderen zu schlagen. Man muss ja auch sehr auf den Tag da sein, so stelle ich es mir jedenfalls vor. Hat man morgens schon so ein Gefühl, wenn man aufwacht, okay, heute wird es gut oder ich muss irgendwie nochmal schauen, dass ich alles mögliche drehe, dass ich irgendwie richtig reinkomme?

Oh, ich weiß nicht. Also dadurch, dass ich, wie gesagt, mich immer schon wirklich gut vorbereite auf die Kämpfe, muss ich sagen, ich habe dann auch immer so das Maß an Selbstvertrauen, dass es dann in dem Moment, wenn es soweit ist, dann voll da bin. Also damit habe ich eigentlich nicht mein Problem. Ich bin dann immer so in dem Modus, ja, jetzt ist es soweit und es ist, wie es ist.

Also ich gehe rein und ich denke gar nicht an sowas. Ich gehe da rein, ich will mein Ding machen und der Rest ist mir egal. Apropos dein Ding machen, wie würdest du deinen Boxstil denn beschreiben? Passt das zu deinem Boxerspitznamen Pepper?

Ja, auf jeden Fall. Also ich gehe viel vorwärts, viel aggressiv nach vorne und ja, trotzdem schaue ich, dass ich nicht allzu viel getroffen werde, weil ich da auch schon negative Erfahrungen in der Vergangenheit gemacht habe, auch mit Kopfstößen und so weiter, aber ich meine, man lernt draus, wenn man es richtig macht, dann lernt man draus und Und ja. Nach dem Kampf ist vor dem Kampf. Ah, sehr schön. Da musst du jetzt eigentlich was ins Phrasenschwein werfen.

Gut, dass wir keins haben. Wie ist denn das? Unterscheiden sich die Kämpfe in den Gewichtskategorien eigentlich? Weil bei Männern gilt ja immer noch so das Schwergewicht als Königsdisziplin. Wie ist das bei den Frauen? Ich würde sagen, ich habe das große Glück, dass ich so in der beliebtesten Klasse bin. Also ich kämpfe ja zwischen Bantam und Superfeder. Und ich möchte da auch immer so ein bisschen rumswitchen, wie es mir gerade liegt und wo gute Angebote kommen, gute Chancen.

Ich will mich da nicht so festmachen auf eine Klasse. Wie gesagt, Bantam ist schon relativ hart. Tiefer geht, glaube ich, nicht mehr mit dem Runtergehen. Das ist dann schon echt gut viel, wo ich da abnehme. Und ja, ich glaube, in dieser Range, sage ich jetzt mal, sind so die beliebtesten Kämpfe zwischen 53 Kilo und 60 Kilo, sag ich jetzt einfach mal. Und da sind auch die so ziemlich die bekanntesten Kämpferinnen in diesen Gewichtsklassen.

Also super Chancen, auch in den USA, in England und ja, dementsprechend bin ich eigentlich ganz froh. Ich würde sagen, das liegt einfach daran, dass ich so Standardgröße und Figur von einer Standardfrau, sag ich jetzt mal, habe. Ich meine, gerade so, Und wenn ich jetzt rausgehe und auch Frauen, die jetzt nicht professionell Sport machen, mir anschaue, dann ist das immer ungefähr so um den Dreh, würde ich sagen, so zwischen, keine Ahnung, 53, 60 Kilo, das ist schon so Standard, glaube ich.

Und dementsprechend sind da halt auch recht viele, also ist die Konkurrenz sehr groß, aber es hat seine Vor- und Nachteile. Also es ist dementsprechend halt schwieriger, da an die Titel zu kommen, aber es ist halt auch irgendwie cool, weil die Konkurrenz halt so groß ist und weil man dann halt geile Plattformen kriegt, wo man dann boxen kann.

Genau und ja, gibt zwar auch zum Beispiel ein paar schwerere, die auch relativ bekannt sind wie Clarissa Shields, aber da ist es halt dann auch wieder so, dass ich dann finde, sie ist halt so eine super krasse und da sieht man halt dann nicht so die Konkurrenz dazwischen. Also ich glaube, sie würde jeden in der Gewichtsklasse besiegen, denke ich.

Also man weiß nie, klar kann immer jemand Krasses kommen, da gibt es auch ein paar Krasse, aber da ist die Konkurrenz halt einfach nicht so groß und das ist schade, weil man kann ja nicht gegen jeden zehnmal boxen. Dann ist halt auch irgendwann nicht mehr so spannend für die Zuschauer. Ja, genau. Jetzt ist es ja nicht nur die Gewichtsklasse, die Leute anzieht, sondern auch wie krass jemand kämpft und sehr ausschlaggebend ist er auch und das ist sehr passend das K.O.-Kriterium.

Das erfüllst du auf jeden Fall. Elf deiner 17 Kämpfe hast du durch K.O.s gewonnen. Woher kommt das? Kann man das irgendwie trainieren? Ich glaube, ein bisschen ist vielleicht auch so angeboren, sage ich jetzt mal. Also manchmal sagt man das doch auch so, dass es so Kämpfer gibt, die einfach einen guten Schlag haben. Und egal, mit wem ich dann Pratzentraining mache, im Training sagen sie immer, die Trainer eigentlich, dass ich wirklich hart zuschlage, gerade für eine Frau.

Und ich glaube, das liegt auch teilweise daran, dass ich Kampfsport mache, seit ich fünf Jahre alt bin. Ich meine, dieses kontinuierliche Training und ich mache auch immer viel mit, ja, viel mit Gewichten und so und ich glaube, das hat damit auch viel zu tun, dass ich das eben über so viele Jahre, ich meine, das sind jetzt über 20 Jahre, wo ich Kampfsport mache. Ja, ich glaube, das kann keiner in drei, vier, fünf Jahren irgendwie aufholen, wenn man das so lange Zeit gemacht hat vorher. her.

Bist du selber schon mal K.O. gegangen? Nein, ich war Gott sei Dank noch nicht mal am Boden. Ich habe noch nicht mal Sterne gesehen. Das ist stark. Kommen wir noch einmal ganz kurz zu dem Titelgewinn zurück, weil das ist ja auch schon eigentlich so der größte Erfolg, den du bisher in deiner Profikarriere hast. Wie war denn so dein Gefühl danach? Ist es so Unbesiegbarkeit?

Ich habe gerade einfach mit einer gebrochenen Schlaghand gewonnen oder war es auch so, scheiße, das tut richtig weh, das wird lange dauern? Ich muss sagen, in dem Moment, ich wusste ja nicht, dass es gebrochen ist. Also ich bin zwar in der ersten Runde in die Ecke und habe zu meinem Coach gesagt, ey, da ist was mit meiner Hand.

Aber ich bin auch immer jemand, ich möchte nicht irgendwie sowas, so Selbstdiagnosen stellen, weil sonst heißt es, die hat gesagt, die ist gebrochen, aber die ist gar nicht gebrochen. Oh mei, nee, aber ich habe natürlich sofort, ich habe beim Schlag gemerkt, dass da irgendwas ist, was nicht normal ist und ich habe mir natürlich schon gedacht, okay, gut, die kann durch sein.

Und dementsprechend bin ich eben in der ersten Runde, nach der ersten Runde dann in die Ecke und dann haben wir das alles so ein bisschen, so den Gameplan geändert, sage ich jetzt mal.

Und danach war es dann einfach nur so, boah, geil, weil es halt einfach so der nächste Step war, den ich erreicht habe und ich habe es mir vorgenommen, ich habe dieses Ziel erreicht, und ja, das meinte ich vorhin damit, mit diesem, man hat einen Titel mehr, man will noch einen, noch einen, noch einen und das ist halt so geil, weil man dann halt nicht sagt, okay, jetzt habe ich alles erreicht, sondern es gibt noch so viel mehr, das ich erreichen kann und.

Ich habe da gar nicht so krass an die Hand gedacht, das war eher so dieses befreiende Gefühl, so es hat sich gelohnt, die ganze Vorbereitung und dann, obwohl mir nochmal im Kampf so Steine in den Weg gelegt worden sind mit dieser Hand eben, hat es trotzdem geklappt und ja da habe ich in dem Moment jetzt eigentlich gar nicht so sehr daran gedacht, wir haben dann auch nach dem Kampf eben die Bandage aufgeschnitten und die Hand war übelst fett und dann,

dachte ich mir schon so, ne Mann das muss was durch sein und von meinem Coach der Bruder, also wir haben ihm dann Bilder geschickt und er ist auch Physiotherapeut und kennt sich auch ganz gut aus mit so Sachen, Verletzungen, Sportverletzungen und er hat auch gleich gesagt, er ist Mittelhand durch wahrscheinlich. Und so war es dann auch. Wie lange musstest du jetzt pausieren? Oh, zwei Monate. Also eigentlich über zwei Monate.

Ich hatte zwei Monate eine Gipschiene dran und ja, Ja, dann war das nächste Problem, also ist sicher, das geht voll auf die Psyche. Also du kannst ja nicht mal deine Beine richtig trainieren, wenn du deine Hantestange nicht halten kannst.

Und ich konnte halt dann nur so, am Anfang habe ich halt wirklich gesagt, okay, ich mache Pause, weil die Ärzte auch gesagt haben, das ist auch besser, wenn du jetzt nicht so wahrscheinlich damit der Körper sich vielleicht auch ein bisschen auf die Heilung konzentrieren kann. Und ja, dann habe ich irgendwann so angefangen mit so Sachen wie Beinpresse oder so, was halt noch geht. Habe halt dann irgendwie gefehlt, was jeden Tag Beine irgendwie drin hier.

Aber ich muss sagen, meine Beine sind dementsprechend richtig stark geworden

in der Zwischenzeit. Ja. Und dann war aber das größte Problem durch diese Schiene, weil deine Hand halt die ganze Zeit in der Schiene so drinnen ist, dann versteifen irgendwann die Sehnen und die Gelenke und, das war dann nochmal so, ich habe die Schiene wegbekommen und ich konnte es so machen mit der Hand und, dann dachte ich mir echt so, hoffentlich wird das wieder, weil wenn das solche Schmerzen sind, allein so zu machen, dann denkst du dir, wie soll ich denn da wieder eine Faust rauskriegen,

und ja, dann war ich aber wirklich fleißig und habe die Übungen gemacht, wie ich sollte und bin dann halt auch in den Schmerz habe ich reingedehnt und so und dann ging das relativ schnell wieder, also am Anfang konnte ich zwei Kilo Bizeps Curls machen Ja. Aber muss ich mir echt vorstellen, dass du sozusagen versucht hast, deine Finger immer näher ran und jetzt endlich, ich will wieder die Faust haben.

Ja, also einfach, ja, man musste halt einfach immer wieder diese Dehnübungen machen, aber das waren solche wahnsinnigen Schmerzen.

Also es war wirklich, wie wenn du versuchst, keine Ahnung, wie wenn man dich runterdrückt in den Spagat, also wie wenn du versuchst, einen Spagat zu machen, dann kommt jemand und drückt dich halt so runter und das sind übelst die Schmerzen gewesen und das kennt man halt so nicht, weil für jeden ist das normal, die Faust zu schließen, und zu öffnen und das war dann wirklich so, boah, ich kann ja gar nichts mit der Hand machen, ich kann ja nicht mein Glas halten und auch die Zeit vorher,

da ist mir dann erst aufgefallen, boah, ich kann ja nicht mal meine Schuhe binden alleine, weil die Gipshand. Die kann ich ja nicht benutzen, ich kann meine Zähne nicht richtig putzen, ich muss Zahnpasta in den Mund machen und dann die Zahnbürste rein. Das sind so lauter Kleinigkeiten, über die macht man sich gar keine Gedanken, man denkt sich halt, ja, mei, so eine gebrochene Hand, aber Also ja, es waren dann doch mehr Hindernisse als gedacht.

Aber für alle, die es im Video gerade anschauen, die haben schon gesehen, du kannst die Faust wieder machen. Das sieht gut aus soweit. Wie ist denn sonst dein Training? Bereitest du dich gerade auf einen Kampf vor? Ja, also ich bin auf jeden Fall immer im Training, wie gesagt. Aber ja, ich möchte in nächster Zeit, es gibt jetzt noch kein Datum oder so, aber ich möchte in nächster Zeit wieder kämpfen.

Und ich möchte eigentlich auch wieder um Titel kämpfen. Also ob es jetzt Titelverteidigung ist oder ob vielleicht sogar ein neuer noch dazu kommt, das ist alles noch nicht sicher. Aber ich bin im Training und ich möchte in den nächsten zwei, drei Monaten auf jeden Fall wieder boxen. Also in den Artikeln, die ich bei uns gelesen habe, da stand noch so im Raum, dass du gerne den EM-Titel holen würdest im Federgewicht.

Ist das noch der Plan? Also das war letztes Jahr so, oder? War das letztes Jahr? Ich glaube ja. Ich glaube Anfang des Jahres, oder? Wenn ich mich nicht irre. Das war so, dass ich eine Anfrage bekommen habe aus England und ich wollte boxen und dann wurde das immer verschoben. Und mir wurde dann nicht richtig Bescheid gegeben und irgendwann hat sich das dann so verlaufen und ich weiß eigentlich gar nicht wieso. Ich finde es eigentlich total schade.

Am Ende wurde dann auch gar nicht um den Titel geboxt. Also meine eigentliche Gegnerin hat nicht um den Titel geboxt. Ich glaube, sie hatte sich auch an der Hand verletzt oder so, was ich mitbekommen habe. Aber ich finde halt schade, dass es doch so ein bisschen sich so verlaufen hat.

Ich meine, ich hatte mich sehr lange vorbereitet und es war sehr ärgerlich, aber dementsprechend froh war ich dann, dass es dann mit der WBF-WM geklappt hat und es war dann auf jeden Fall, ja, nochmal besser nochmal. Also ich meine, es ist natürlich immer schade, wenn sowas passiert. Ich meine, du trainierst wirklich viel und du wirst halt dann immer so hingehalten, nenne ich es jetzt mal.

Gerade im Boxen ist es öfter mal so, dass irgendwas nicht klappt oder dass dann, ja ich meine, es ist halt anders wie beim Fußball oder so, wo eine ganze Mannschaft ist und wenn einer krank ist, dann wird halt ein anderer Spieler aufs Feld gestellt. Aber im Boxen ist es halt so, wenn der Gegner krank ist, dann kann sie halt nicht kämpfen und dann ist es halt öfter mal so, verhältnismäßig öfter mal so, dass man sich vorbereitet und am Ende kommt halt nichts bei rum, sage ich jetzt mal. Aber...

Ich sage immer, kein Training ist umsonst und am Ende des Jahres habe ich ja dann trotzdem geboxt und ja, dementsprechend war ich trotzdem zufrieden, wie es ja gelaufen ist. Der Kampf wäre ja von einem der vier großen Verbände gewesen, wenn ich das richtig gelesen habe. Nein, nein, also das war ein Europameisterschaftskampf, also der wäre EBU gewesen. Aber es gibt diese vier großen Verbände, das ist richtig. Wie schwierig ist es denn, da an so einen Kampf zu kommen?

Das ist relativ schwierig, aber ich muss sagen, ich bin jetzt bei dieser Liste, wo ich eben erwähnt hatte. Wo verbandsübergreifend ist, bin ich Nummer 14, wenn ich mich nicht täusche und ja, dementsprechend kann es eigentlich gar nicht mehr so lange dauern. Ich meine, ich hatte schon Anfragen in der Vergangenheit, aber da konnte ich dann zum Beispiel nicht wegen Operationen oder weil ich verletzt war.

Und ja, jetzt hoffe ich halt einfach, dass in geraumer Zeit halt dann sich eben die Chancen ergeben, dass ich mich dann zumindest hocharbeiten kann, indem ich als erstes vielleicht irgendeinen Titel von den großen vier, lass es ein Internationaltitel, Interimtitel oder irgendwas sein, weil du darfst natürlich nicht direkt um die WM boxen. Du musst dich ja erst qualifizieren und in diesen Verbandslisten gerankt sein.

Und ja, bei mir sind natürlich die ganzen großen Titel sind in diesen Gewichtsklassen natürlich vergeben. Und das haben auch sehr, sehr starke Kämpferinnen. Also es sind auch sehr bekannte Boxerinnen, die diese Titel tragen. Aber ja, es wäre halt geil, wenn ich dann da boxen könnte. Und von mir aus kann ich auch auswärts boxen. Ich habe kein Problem damit. Ich muss nicht immer in Deutschland zu Hause boxen, sondern dann geht man halt

das Risiko ein und geht raus. Aber die Plattform ist halt riesig. Plattform ist ein gutes Stichwort. Boxen allgemein findet jetzt in deutschen Medien kaum statt. Also zumindest seit den Klitschko-Brüdern ist so das Gefühl von dem, was ich noch mitbekommen habe, würde ich mal sagen. Und das, obwohl zum Beispiel, wir haben hier in Augsburg auch ein super Beispiel mit Tina Huprecht, die ist unfassbar erfolgreich. Sie ist die erste Person im deutschen Profiboxen, die alle vier großen WM-Titel hält.

Und dispute, sagt man dann, glaube ich. Und das war natürlich auch schon hier im Podcast zu Gast. Den Link findet ihr in den Shownotes. Das ist ultra krass, muss man einfach, glaube ich, so sagen. Da nehme ich jetzt auch diese Formulierung. Und trotzdem ist da die Aufmerksamkeit nicht so, wie sie teilweise auch schon war. Also es wurden ja schon Kämpfe in ARD und ZDF übertragen. Ich glaube, der letzte Finalkampf von Tina Ruprecht, der lief im MDR.

Wünschst du dir da irgendwie mehr Aufmerksamkeit? Auf jeden Fall. Also ich finde es schon krass, dass man da so wenig Aufmerksamkeit bekommt. Ich bin der Meinung, dass es langsam schon besser wird, gerade im Frauenboxen allgemein. Also ja, man muss sich halt ein Vorbild nehmen an den anderen Ländern wie England oder in den USA, wo dann eben, wie ich gesagt habe, diese, Gerade so Konkurrentinnen von mir, nenne ich sie jetzt mal in den Gewichtsklassen, die sind da wirklich Superstars teilweise.

Also so eine Alicia Baumgartner zum Beispiel, Amanda Serrano, die hat gegen Katie Taylor, jetzt kämpft sie glaube ich demnächst, also ist nicht mehr lang, das dritte Mal gegen Katie Taylor und das ist halt dann der Hauptkampf im Madison Square Garden, ist ausverkauft und wird weltweit gestreamt.

Und ich glaube, der Sohn hat sogar so eine Liste veröffentlicht von den Boxkämpfen und da waren die, glaube ich, Nummer drei oder Nummer vier, obwohl ja wirklich große Boxkämpfe in dem Jahr stattgefunden haben von den Einschaltquoten her. Also ich meine, die Leute wollen das sehen und Frauenboxen nimmt einen immer wichtigeren Platz ein und das ist auf jeden Fall alles schon mal auf dem richtigen Weg.

Aber hier in Deutschland ist es, glaube ich, grundsätzlich so, dass es, das liegt nicht so stark jetzt am Frauenboxen, sondern am Boxen allgemein, dass es halt immer meiner Meinung nach so eine Sportart ist, die braucht ein Zugpferd. Und woran es liegt, ist immer unterschiedlich.

Also ich meine, das ist wie in den ich kann es nur, ich kann nur nach England und nach Amerika gucken, da sind es halt dann irgendwelche, Sportler, die irgendwie durch den Boxstil, durch ihre Art, sei es Tyson Fury, also der war auch schon vorher super bekannt, bevor er Klitschko besiegt, hat einfach durch seine lustige Art, ich meine, das sind halt dann einfach Zuschauermagneten und.

Ja, ich glaube, sowas braucht es halt auch in Deutschland Ich vergleiche das immer so ein bisschen mit dem Tennis, das früher Boris Becker, Steffi Graf, da sieht man auch Mann und Frau, also beide super berühmt und dann hat man ewig gar nichts mehr vom Tennis gehört, bis halt Alexander Zverev kam und ja, ich glaube, das ist auch so eine Sportart, die ist halt einfach nicht so wie Fußball, wo immer läuft, sondern da braucht

es halt immer so ein paar Zugpferde und wenn es läuft, dann läuft es und also das ist schon auch in Deutschland so, es wird nicht ganz so gut supportet momentan. würde ich sagen. Schade. Absolut. Aufmerksamkeit hast du einmal schon richtig groß erfahren. Da bist du mal ein wenig viral gegangen, würde ich jetzt sagen. Wahrscheinlich nicht für das, was du dir erhofft hast, aber man muss es mitnehmen oder vielleicht auch nicht, das kannst du gleich noch sagen.

Das war bei deinem Kampf gegen Alina Zeitzewa. Der musste vom Ringarzt abgebrochen werden, weil sie mehrere Kopfstöße an dich verteilt hat, so nenne ich es jetzt mal. Dein linkes Auge war extrem angeschwollen Und es sah jetzt mal so aus einer Warte schon richtig übel aus. Und das war dann wirklich überall. Also auch wenn man jetzt heute noch den Namen googelt, kommt das ja teilweise noch. Das war irgendwie bei Bild und irgendwelchen ausländischen Medien.

Auf YouTube gibt es irgendwelche ausländischen Boxmedien, die darüber berichtet haben und so. Was war das für ein Gefühl? Ja, das war crazy. Also es war schon so, ich bin halt in der Früh aufgewacht und auf einmal so überall Sportsbible und was weiß ich. Und ich dachte mir so, Alter, crazy. Weil gut, das war schon echt heftig. Aber damit habe ich natürlich nicht gerechnet. Also ich habe da, glaube ich, da sogar so ein Selfie gepostet, weil ich es ganz witzig fand,

wie es aussah. Es sah aus wie so ein Hammerheil. Ja, aber ich habe mir nicht viel dabei gedacht. Ja, und dann ist es halt so explodiert. Aber ja, man nimmt so, wie es ist. Aber hast du persönlich dann viele Reaktionen abbekommen? Also weil das ja auch sehr, sehr viele Leute dann plötzlich mitbekommen haben, die dich vielleicht vorher nicht kannten oder die vielleicht auch Boxen in dem Sinne gar nicht so sehr verfolgt haben. Wie meinst du?

Also wenn das plötzlich bei der Bild steht, dann sehen das ja auch alle mäßigen Leute. Kam da dann auch was für dich zurück? Hast du irgendwie gemerkt, okay, meine Follower auf Instagram werden mehr? Ja, auf jeden Fall. Allein deswegen? Alles, also so überhaupt. Also es haben auch so super viele mitgekriegt. Das haben mich so viele darauf angesprochen, weil es halt schon heftig ist.

Das sieht man halt nicht oft. Also ich glaube bei zum Beispiel einer UFC-Kämpferin hat man sowas ähnliches mal gesehen und so, aber grundsätzlich kommt sowas ja nicht allzu oft vor. Gott sei Dank ist nichts passiert und es war nur eine Schwellung und die ist auch zurückgegangen nach ein paar Tagen. Ja, ich bin ganz froh, dass ich mich einfach nicht verletzt habe und ja, alles andere war eher so beiläufig.

Aber hast du dich gefreut über die Aufmerksamkeit oder dir gedacht, naja, berichte doch lieber über meinen Kampf. Ja, keine Ahnung. Also ich fand es schon krass. Ich war halt so ein bisschen überrascht, weil ich das so, ja, ich habe halt nicht damit gerechnet, aber ja, Ich nehme alles, wie es ist. Wenn es mir irgendwie hilft, dann ist es am Ende des Tages ja egal.

Also wenn es die Leute aufmerksam auf das Boxen macht und auch was man alles riskieren muss, dann ist es vielleicht auch irgendwo ein bisschen gut. Allerdings würde ich mir natürlich wünschen, dass man grundsätzlich über das Boxen einfach mehr berichten würde und nicht nur über solche negativen Dinge, die passieren können zum Beispiel.

Weil ich weiß nicht, ob das jetzt auch für Leute, die jetzt wirklich gar keinen Bezug zum Boxen haben, ob das dann nicht eher so ein bisschen Negativwerbung ist, wenn man so danach ausschaut. Und dann heißt es halt so, ja, Boxen halt, Prügelei, dies, das. Du versuchst jetzt auch Aufmerksamkeit zu generieren über Instagram, würde ich jetzt einfach mal behaupten.

Also du bist schon sehr aktiv, es wirkt so, als hättest du auch so eine Mini-Influencer-Karriere nebenbei, wobei das wahrscheinlich alles schon mit dem Boxen zusammenhängt, da kommen wir später nochmal drauf zu sprechen. Aber ist es schon auch aktiv von dir, dass du möchtest, dass du neben dem Reihenboxen auch noch präsent bist? Weil das machen ja auch nicht alle Sportler. Manche machen in Anführungszeichen nur ihren Sport und lassen alles mit Social Media sein.

Doch, ich würde sagen, auf jeden Fall. Also ich bin der Meinung, heutzutage musst du fast, gerade in so kleineren Sportarten, wenn du nicht Fußballer bist und da gut von leben kannst, sage ich jetzt mal. Da musst du fast sowas auch neben zu machen, so ein bisschen. Und ich meine, es ist ja irgendwo auch so ein bisschen deine Marke, die du da präsentierst, dein Name, deine Marke, gerade in einem Sport wie Boxen, wo man eben keine Teamsportart betreibt.

Ja, dementsprechend schaue ich da schon immer, dass ich da auch so ein bisschen was mache. Ich meine, ich bin jetzt nicht die super krasse Influencerin und nicht super krass aktiv. Ich schaue halt immer wieder, dass ich da halt ein bisschen was reinposte und so und weil sich die Leute halt tatsächlich wirklich viel dafür interessieren.

Also ich sehe es ja selber, wie mir wirklich oft Leute von, keine Ahnung, Brasilien, Südamerika, teilweise aus Asien, kommt manchmal Fanpost sogar an, da habe ich auch schon Post sogar bekommen, also wirklich Briefpost, was heutzutage ja super selten ist, aus allen möglichen Ländern.

Ja und deswegen möchte ich da halt auch so ein bisschen immer aktiv sein, dass auch Leute in anderen Ländern was davon mitbekommen, wie es gerade ausschaut und gerade eben auch in diesen Ländern, wo das Boxen halt super groß ist und wo das super gefeiert wird. Und dementsprechend, glaube ich, können sich theoretisch durch Instagram auch immer irgendwelche Chancen ergeben oder Leute werden auf dich aufmerksam. Und ja, so wie ihr vielleicht auch. Ja, eben.

Du hast das Thema Marke angesprochen. Ich glaube, das ist heutzutage einfach riesig. Also sau viele Sportler machen aus sich eine Marke. Irgendwie Cristiano Ronaldo CR7 ist weltbekannt und so. Jetzt frage ich einfach mal ganz direkt, gehören deine pinken Haare zu deiner Marke oder ist das einfach dein Style? Nein, das gehört schon auch zu der Marke. Also ich muss sagen, ich hatte die vorher schon mal, also früher, als ich jung war. Ich bin immer noch jung.

Aber als ich vielleicht so, lass mich nicht lügen, 18 war. Und dann, ja, so vor zwei, drei Jahren habe ich es dann mal wieder gemacht und fand es eigentlich ganz geil und habe dann aber auch andere Sachen, ich habe dann mal rot gehabt und alles mögliche eigentlich schon, gefühlt. Und ja, ich habe dann einfach gemerkt, ja, das Pink, das steht mir am besten, das gefällt mir auch.

Also es ist nicht nur rein Marke, also es ist jetzt nicht so, dass ich sage, hey, ich habe eigentlich gar keinen Bock drauf, aber ich mache das jetzt nur wegen der Marke. Ja, ich habe halt dann gemerkt, dass das so passt und sicher, es gibt manchmal Tage, wo ich mir so denke, ja, das Blond war schon auch cool, vor allem jemand wie ich, wo die dann eben so häufig gewechselt hat. Aber ja, es gehört auch zu der Marke dazu. Ich finde das eigentlich ganz cool und es ist so eine ausdrucksstarke Farbe.

Ich mag Pink einfach. Pink ist einer meiner Lieblingsfarben, wenn nicht sogar meine Lieblingsfarbe und dementsprechend, ja, dachte ich, das passt echt ganz gut. Jetzt ist es ja aber ein bisschen was, was man nicht so mit der Klischee-Boxerin verbinden würde. Aber ich würde behaupten, wenn man über Klischee spricht, da gibt es eh bei dir so ein paar Sachen, die nicht komplett passen. Weil Klischee ist es auch nicht, dass man als Mädchen irgendwie mit vier,

fünf Jahren anfängt, Kampfsport zu machen. Das waren, glaube ich, die allerwenigsten. Wie kam es denn bei dir dazu? Also bei mir war es so, dass meine ganze Familie eigentlich Kampfsport gemacht hat. Gerade meine Mama hat sehr lange Taekwondo gemacht und meine Schwestern. Ich habe zwei ältere Schwestern, die da auch und Taekwondo hat mir jetzt nicht ganz so gefallen.

Ich war auch erst, glaube ich, vier Jahre alt, vier, fünf Jahre alt und irgendwann haben die dann zum Kickboxen gewechselt und da habe ich es dann auch mal probiert und da war ich dann gleich Feuer und Flamme mit.

Also das war, das hat mir von Anfang an gefallen und da bin ich dann immer dabei gewesen, also wirklich von klein auf fast in jedem Training dabei gewesen und ja, da habe ich ja dann eben meine Anfänge mit den Kämpfen auch gehabt, also ich habe ja früher Amateur-Kickboxen gemacht, irgendwann dann auch ein paar Profi-Kämpfe und ja, so hat das alles so seinen Lauf genommen. Du warst da ja auch wirklich sehr erfolgreich zu der Zeit, als du es gemacht

hast. Warum hast du dir irgendwann gesagt, okay, ich wechsle den Sport? Das war eigentlich so ganz viel, wie es so im Leben halt ist, so ganz viele Zufälle und ja, ich glaube, das liegt auch so ein bisschen dran, wenn du halt so einen Sport wirklich seit du vier, fünf Jahre alt bist, machst. Dann kann es passieren, dass es irgendwann halt, ja, du, das ist ein bisschen, ich will es nicht langweilig nennen, weil langweilig ist nicht das richtige

Wort, aber ja, du bist halt dran gewohnt. Es gibt kaum mehr neue Sachen. Und ja, dann kamen ganz viele Zufälle zusammen. Ein Trainer hat Kickboxen angeboten, aber eben auch Boxtraining, eher sogar Boxtraining. Und dann habe ich da auch immer im Boxtraining mitgemacht, also neben Kickboxen.

Und ja, dann wollte halt, dass ich auch so auf Amateur-Turnieren mal mitmache, beim reinen Boxen, beim olympischen Boxen, und ja, da habe ich dann auch so ein paar Kämpfe gemacht, habe die gewonnen und ja, dann, das hat mir halt total getaugt einfach, weil man denkt, das ist nur so, ja, so ein bisschen Beine weglassen, die Kicks weglassen, aber das war gar nicht so, also da stehst du ganz anders dran, das ist eine ganz andere Distanz,

es ist ganz anders von den Körperbewegungen, Ausweichbewegungen, Ich meine, beim Kickboxen siehst du kaum einen, der irgendwie einen Haken runterrollt, also zum Beispiel oder ja, so mit dem Maidbewegung ein bisschen, aber jetzt nicht so krass wie beim Boxen. Da ist ja auch die Gefahr ganz anders, dass dann ein Kick kommt oder so oder ein Knie kommt.

Ich habe ja K1 gemacht und ja, das war dann alles nochmal so ein bisschen neu für mich und ich habe auch noch zusätzlich gemerkt, dass Boxen doch eine größere Aufmerksamkeit bekommt als das Kickboxen. Also das war ja eigentlich schon immer so, was bestimmt auch daran liegt, dass es eben olympisch ist. Und ja, dann bin ich da dabei geblieben und habe dann relativ bald auch meinen ersten Profikampf gemacht und habe dann einfach gemerkt, boah, ich fand das so cool.

Und da kann man auch teilweise bei richtig großen Events mitkämpfen, was beim Kickboxen nicht immer der Fall ist. Und ja, so war das. Aber es hat dann nicht nur sportliche Gründe. Also du hast dann auch schon so ein bisschen daran gedacht, okay, wird das vielleicht mal meine Karriere, wenn, dann wäre Boxen vielleicht der lukrativere Weg, um es mal so zu sagen. Auf jeden Fall auch, klar. Also Boxen, ja, kannst du auf jeden Fall auch, ja, dein Geld irgendwann vielleicht schon verdienen.

Ich bin immer, wie ich sage, also ganz ehrlich, du musst diesen Sport lieben, gerade eben, wie wir gesagt haben, hier in Deutschland, wo es halt eben nicht so ist, dass es jetzt ein Riesensport hier ist, weil sonst kommst du gar nicht weit. Und ich meine, bei mir war das so... Mir ging das nie darum. Also klar war ein Traum davon, irgendwann davon leben zu können und das total professionell machen zu können, die Zeit zu haben, dass ich da so viel trainiere.

Aber bei mir war das wirklich Herzblut. Und das ist eben das, was ich auch vorhin gemeint habe. auch mit dem, das fließt auch darin ein, dass du eine gute Boxerin, dass du ein guter Boxer bist, finde ich. Weil, wenn du, das ist wie bei allem im Leben, wenn du das nicht mit Herzblut machst und nicht, weil du es gerne machst, sondern einfach nur irgendwie guckst, weil du denkst, da kannst du irgendwie Geld verdienen. Ich glaube, das ist nie der richtige Weg.

Ich glaube, der richtige Weg ist immer in erster Linie, weil du etwas machst, weil du es machen möchtest und weil es dich erfüllt. Und wenn du dann auch noch schaffst, damit Geld zu verdienen, ja dann Jackpot. Und ja, bei mir war das halt so, ich habe am Anfang habe ich gearbeitet, also ich habe gekellnert, damit ich mir meine Boxkämpfe leisten kann, finanzieren kann. Ich hatte niemanden, der mich irgendwie groß finanziell unterstützt hat.

Ich hatte immer wieder ein paar kleinere Sponsoren, aber das hat das lange nicht abgedeckt. Und manche von meinen Sponsoren habe ich bis heute. Das sind gute Freunde und das sind wirklich Leute. Ich bin jemand, ich schaue immer, wo ich herkomme. Und das ist dann etwas, ich werde das halt nie vergessen, die Leute, die von Anfang an da waren. Also die sind teilweise sogar schon beim Kickboxen für mich da gewesen und haben mich unterstützt.

Und ich meine, Boxen ist auch ein Sport, der wirklich sehr kostspielig ist und das wissen die meisten nicht und gerade eben halt im Profiboxen, im Amateur ist das noch in Ordnung. Ich glaube dann, ich weiß es gar nicht mehr genau, ich glaube, da tust du deine Startgebühr zahlen und dann boxt du da halt.

Ja, und beim Profiboxen ist es halt doch sehr kostspielig und, Das wissen halt die wenigsten und bis du da mal irgendwie dir das leisten kannst, weil ich meine, du musst ja deine Gegnerin zahlen, du musst alles eigentlich so drum rum zahlen, sage ich jetzt mal. Ja, da kommt schon eine gute Summe bei rum. Das heißt aber jetzt so nach deinen Ausführungen, du kannst aktuell nicht rein vom Boxen leben, oder? Nicht, ja, ja, ich tue Teilzeit noch nebenbei arbeiten. Okay,

okay. Aber ich kann mich nicht beschweren. Das ist auch schon mal gut. Ja, das ist wirklich, also, das sind wirklich Sachen, ich bin eigentlich jeden Tag dankbar darüber, weil ich weiß, was das, also wenn du wirklich einen harten Weg hinter dir hast, egal in welcher Branche, dann weißt du es einfach viel mehr zu schätzen am Ende, wenn dann irgendwas, also bei rauskommt, wenn du Erfolge hast, egal, ob es jetzt eben ein Titel ist oder ob es Menschen sind, die dich unterstützen oder gute Zeiten.

Ich meine, es Es hat wirklich so lange gedauert. Deswegen sage ich jetzt keinem, hey, ich werde Profiboxer und wow, keine Ahnung, Floyd Mayweather. Es ist wirklich sehr, sehr harte Arbeit, die du reinstecken musst, bis du Erfolge siehst. Jetzt boxt du also, arbeitest noch in Teilzeit und du studierst. Auch in Teilzeit. Auch in Teilzeit, okay. Du studierst Fitnesswissenschaften und Ökonomie.

Planst du da schon so ein bisschen für die Zeit nach der Profikarriere oder machst du das einfach aus Interesse und vielleicht auch, weil du dafür jetzt schon irgendwas mitnehmen kannst? Ich muss sagen, eigentlich so ein bisschen alles. Ich kann auf jeden Fall momentan schon sehr viel mitnehmen. Also ich interessiere mich natürlich total für das Thema, ganz klar. Und manchmal schaue ich dann, dass ich mein Training auch wirklich ein bisschen ändere, weil ich da wieder irgendwas gelernt habe.

Und ja, da kommt man halt doch oft wieder so ein bisschen auf den neuesten Stand, weil ich meine sowas wie Sport und Fitnesswissenschaften, das ändert sich ja so schnell und dann findet man wieder irgendwas Neues raus. Oder dann ist vielleicht eine Übung doch nicht so gut für den Rücken oder keine Ahnung. Ich meine, so genau kannst du eh nie danach gehen. Ich glaube, das perfekte Maß muss jeder für sich selber finden.

Aber es ist doch interessant, dass man da immer wieder sowas lernt und Ernährung ist auch mit drinnen und ich nehme da schon viel mit. Und mein Ziel ist es, irgendwann eine eigene Sportschule zu haben. Also das ist so mein Traum, sage ich jetzt mal, neben der sportlichen Karriere, also aktiven sportlichen Karriere. Und ja, ich glaube, da ist es nicht schlecht, wenn du dann wirklich sagen kannst, hey, ich habe das sogar studiert und erzähle da keinen Quatsch oder so.

Und würde die Sportschule auch hier in Augsburg sein? Ja, hoffentlich. Okay, cool. Ja, dann warten wir einfach ein paar Jahre ab. Dann kommen wir mal zu der Kategorie, in der du noch Sätze vervollständigen darfst. Music. Mein Lieblings-Boxfilm ist? Ja, wahrscheinlich Million Dollar Baby. Okay, wegen der weiblichen Hauptrolle oder weil ihr das sonst auch so gefühlt? Nee, weil ich gar nicht so viele Boxfilme gucke. Ja, aber gut, kann ich verstehen. Wenn ich nie wieder boxen dürfte, würde ich?

Boah, dann wäre ich auf jeden Fall sehr, sehr traurig. Aber was ich beruflich machen würde? Boah, da wäre ich bestimmt irgendein verrückter Wissenschaftler oder so. Okay, cool. Ja, ganz andere Richtung. Warum nicht? Beim Training höre ich. Ja, viel Hip-Hop. Okay. Ist dann auch dein Einlaufsong ein Hip-Hop-Song? Immer unterschiedlich. Okay. Was war dein letzter? Weißt du es noch? Mein letzter? Ich glaube Cypress Hill. How I Could Just Kill a Man.

Sehr passend Nach einem anstrengenden Training koche ich Auch immer unterschiedlich, aber sehr viel Chicken Okay, ja, klassisches Sportleressen. Aber auch, weil ich es super gern mag Ich muss sagen, es ist nicht nur so, weil es halt eines der besten Fleischsorten ist, sondern mir schmeckt es auch wirklich fast am besten, dem Steak Aber kochst du auch jedes Mal oder manchmal auch die Fertigsachen?

Meistens, also ich esse schon sehr viel frisch, wirklich. Also ich, wenn dann vielleicht für mich selber ein bisschen was vorkochen, das mache ich öfter mal, dass ich eine größere Portion koche und dass ich dann nicht abends nochmal kochen muss, sondern einfach nur die Mikrowelle oder so. Ja, muss man machen. Wenn ich mich nicht gerade mit Boxen beschäftige, dann?

Boah, ich tue super, super gerne einfach, also wenn ich jetzt wirklich nicht irgendwie Boxe arbeite, studiere, also lerne oder so, dann ist sehr viel Zeit mit meinem Hund. Also ich gehe gerne mit meinem Hund raus. Den habe ich auf Instagram gesehen, der sah sehr flauschig aus. Was für eine Rasse ist das denn? Ciao, ciao. Die ist chinesisch, genau. Und wenn ich das nicht mache, also ich bin jemand, ich bin eigentlich super gerne auch faul.

Also ich chill total gerne einfach nur rum und mache einen Ruhigen und klar, mit Freunden rausgehen oder so ist auch mal richtig cool, aber ich muss sagen, das ist wahrscheinlich auch ein Training geschuldet und so. Ich bin dann einfach mal froh, wenn ich mal wirklich einen Tag so gar nichts machen muss. gar nichts. Wirklich nur rumliegen, essen, gar nichts machen. Oder so Therme oder so, das ist auch cool. Oh ja, das ist auch sehr entspannt. An Augsburg nervt mich.

Eigentlich gar nicht so viel. Also mir fällt jetzt spontan eigentlich gar nichts ein. Okay, das ist doch schon mal gut. Wir nehmen auch gerade bei gutem Wetter auf, das muss man dazu sagen, weil gerade wenn ich diese Frage so Richtung Herbst, Winter stelle, dann oft der Nebel über Augsburg wird dann genannt. Ja, vielleicht, dass wir relativ häufig Baustellen haben. Sehr schön, ja. Mein Lieblingsort in Augsburg ist? Oh, ähm, boah, da gibt es so viele.

Also das kann ich wirklich, das ist wieder so das andere. Was mich nervt, habe ich wirklich wenig Sachen. Aber was ich schön finde, da gibt es wirklich viele Sachen, zum Beispiel Kuhseegebiet oder Siebentischwald. Also viel so Natursachen, das finde ich eigentlich ganz schön an Augsburg, dass wir da wirklich viel Auswahl haben. Aber auch die Stadtmitte finde ich eigentlich auch ganz cool, so zum Kaffee trinken oder so bei einem schönen Tag in der Maxstraße, ist auch cool.

Aber man merkt an deiner Auswahl schon, dass du auf jeden Fall auch laufen gehst und einen Hund hast und so. Ja, auf jeden Fall. Die Tour natürlich sehr schön. Jetzt eine Sache, die ist kein Satz, aber die wollte ich auch unbedingt wissen. Und zwar ist mir das aufgefallen, als ich nochmal die Highlights von deinem Titelkampf angeschaut habe. Da wurde der Name eingeblendet und daneben eine USA-Flagge. Du kämpfst aber schon unter deutscher Flagge, oder? Ja, also ich kämpfe eigentlich

unter deutscher Flagge. Die haben das, ich weiß nicht, warum ich das jetzt so gemacht habe. Also ich habe jetzt zum Beispiel auch eine Fahne dabei gehabt, die ist ja zum Beispiel halb-halb. Also die nehme ich oft mit. Ich bin ja auch halb-Armee, aber grundsätzlich kämpfe ich für Deutschland eigentlich. Von welcher Seite aus bist du Halb-Ami? Von väterlicher Seite. Und merkst du das irgendwie in deinem Alltag oder hat es dich irgendwie geprägt?

Gut, deine Wurzeln prägen dich wahrscheinlich eigentlich immer. Also ich habe auch wirklich einen großen Teil meiner Familie, der noch in den USA lebt. Ach cool. So Tanten, Onkel und so weiter. Ja, dementsprechend schon. Aber sonst, gut, ich bin hier halt geboren und aufgewachsen in Augsburg. Und ich habe eigentlich auch nicht vor, hier irgendwann wegzuziehen, weil ich finde die Stadt halt einfach so geil irgendwie. Ich finde, die ist so nicht zu klein, nicht zu groß.

Leute sind eigentlich ganz cool. Ja, und mir gefällt das halt einfach. Also du gehst raus und es ist immer noch groß genug, dass es nicht so ist, dass du gefühlt jedes Mal, wenn du rausgehst, irgendjemanden triffst, auch wenn du keinen Bock drauf hast. Aber sie ist immerhin nicht so riesig wie jetzt in München oder so. Das finde ich dann wieder so ein bisschen unpersönlich. Und da brauchst du ewig, um von A nach B zu kommen. Also ich finde das eigentlich

ganz cool. Ausbildung ist schon eine schöne Stadt. Das wäre jetzt ein wunderschönes Fazit. Hätte ich da nicht noch einen Satz, den du vervollständigen musst? Okay. In Zukunft möchte ich. In Zukunft möchte ich weiterhin Erfolg im Boxen haben. Ja, das ist eigentlich mein größter Wunsch. Wünsch Gesundheit, Glück auch an alle anderen. Ja. Okay, dann wünsche ich dir viel Erfolg dabei, auch bei den nächsten Kämpfen. Und kann nur sagen, vielen Dank, dass du hier warst. Dankeschön, hat mich gefreit.

Das war Augsburg, meine Stadt. Die Folge hat euch gefallen. Dann teilt sie gerne mit euren Freundinnen und Freunden und abonniert unseren Podcast bei Spotify, Apple Podcast oder einer anderen Plattform eurer Wahl. Bei Fragen, Themenvorschlägen oder Kritik freuen wir uns über eure Mail an podcast at augsburger-allgemeine.de. Vielen Dank fürs Zuhören. Music.

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