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Wie viel Geld brauchen Studierende?

Jun 03, 202617 minEp. 2247
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Episode description

Die Schwarz-Rote Bundesregierung wollte das BAföG eigentlich reformieren, an die teuren Zeiten anpassen. So steht es auch im Koalitionsvertrag: Ab dem Wintersemester, also ab Herbst, sollen die BAföG-Sätze schrittweise steigen.

Die Studiumsförderung gilt für alle Studierenden, deren Eltern unter einer bestimmten Einkommensgrenze liegen und wird als zur Hälfte als Förderung, zur Hälfte als zinsfreies Darlehn ausgezahlt. Doch die Sätze haben sich in jüngster Zeit kaum verändert, die Lebenshaltungskosten dagegen sind stark gestiegen, besonders in den Universitäts-Städten.

Bundesforschungsministerin Dorothee Bär zweifelt jedoch daran, dass die Reform umzusetzen ist. Sie sagte gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe, dass „die Reform von den Regierungsfraktionen nicht mehr unterstützt“ würde. Zudem bringe es nichts, „Forderungen ins Parlament einzubringen, von denen man weiß, dass sie keine Mehrheit finden“.

Katharina Rummenhöller ist da anderer Meinung. Sie ist Studentin und Vorstand im fzs, dem “freien Zusammenschluss der Student*innenschaften”. Der Dachverband vertritt rund eine Million Studierende in Deutschland. Im Podcast schildert sie, warum eine Erhöhung des BAföGs für Studierende essentiell sei.

Weitere Nachrichten: Ukrainischer Angriff auf St. Petersburg; Kämpfe in Nahost; Wal Timmy wird obduziert.

**Zum Weiterlesen: **

Über Angela Merkels Seitenhiebe gegen die Regierung Merz lesen Sie hier.

Alles zum Koalitionsstreit rund ums BAföG finden Sie hier.

Moderation, Redaktion: Timo Nicolas

Redaktion: Ann-Marlen Hoolt, Luis Münch

Produktion: Laura Sagebiel

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Transcript

Ein WG-Zimmer in München kostet aktuell im Schnitt achthundert Euro. Der BAföG Höchstsatz liegt bei neunhundert zwanzig Euro, für Studierende bleibt daneben dem Wohnen also kaum noch Geld übrig zum Leben wenn sie überhaupt den vollen Betrag bekommen. Wie fatal es ist dass das BAfög jetzt möglicherweise doch nicht erhöht wird erzählt uns gleich eine Studentin hier im Sz Nachrichten Podcast auf den Punkt. ich bin Timo Nikolas. Ein Studium heißt historisch gesehen Freiheit.

Freiheit der Lehre, Freiheit der Forschung aber eben auch Freiheit des Geistes. raus aus den engen Banden der Schule rein in ein Leben voller Experimente. Das war zumindest mal ein Ideal. Der Alltag sieht oft anders aus. Es wird geschwitzt, gebüffelt gekämpft und gejobbt Denn ein Studium ist teuer. Deshalb ist es so gut dass es das BAföG gibt diese Studiumsförderung vom Staat. Sie soll Studierenden finanziell den Rücken frei halten, damit sie sich aufs Studieren konzentrieren können.

Die schwarz-rote Bundesregierung wollte das BAföG eigentlich reformieren heißt erhöhen an die teuren Zeiten anpassen. so steht es auch im Koalitionsvertrag. ab dem Wintersemester also ab Herbst sollen die BAföGsätze schrittweise steigen. Sie frage ist nur Können wir uns diese Reform noch leisten? Also wir Steuerzahler? Bundesforschungsministerin Dorothea Baer, die fürs BAföG zuständig ist, zweifelt daran. Zu teuer, sagt sie.

Die Bundesregierung versucht gerade eher weniger als mehr Geld auszugeben. Katharina Rummenhöller ist da andere Meinung – Sie ist Studentin und Vorstand im FZS dem freien Zusammenschluss der Studentinnenschaften. Der Dachverband vertritt rund eine Million Studierende in Deutschland. Sie ist gerade auf Exkursion in Brüssel und dort erreiche ich sie am Telefon. Hallo Frau Rummenhöller!

Hallo, guten Tag. Ja und so müssen es auch die meisten anderen Studierenden gut zwei Drittel der Studierende arbeiten neben dem Studium. Also grundsätzlich ist Studieren ein Vollzeitjob. das heißt wenn man nebenbei arbeiten muss führt es in den meisten Fällen dazu dass man das Studium verlängern muss. viele werden ja auch zum Beispiel noch anders unterstützt, zum Beispiel durch BAföG. Zum Beispiel durch ihre Familie.

Irgendwie muss man sich finanzieren und viele sind eben deshalb auch darauf angewiesen, nebenbei zu arbeiten. Und so habe ich das auch in meinem Studium gemacht.". Wenn ich mich an meine Uni Zeit zurück erinnere... Ich hab vierhundertfünfzig Euro für ein WG-Zimmer gezahlt in München – das war vor etwas mehr als zehn Jahren! Das war damals schon sehr viel Geld. Was für eine Hürde sind die Mietpreise heute für Studierende?

Das Problem ist seitdem nicht besser geworden, im Gegenteil es ist sogar schlechter geworden. Wir sprechen gerade von aktuellen Preisen von fünfhundert zwölf Euro durchschnittlich bundesweit wenn man anfängt zum Sommersemester zu studieren und ein WG-Zimmer sucht. große Unistätte sind aber noch weit darüber. das heißt wenn man sich das anschaut da sind dann Preise von acht hundert Euro in München sechshundert Euro ungefähr in Berlin und Köln weiter drüber.

ich zahle gerade fünfhundfünfzig Euro für mein WG Zimmer. das heisst dass wäre zum Beispiel auch weit Entfernt von der Wohnkostenpauschale im BAföG, das sind aktuell dreihundertdachzig Euro. Und auch mit der Erhöhung der Bundesregierung, die jetzt im Koalitionsvertrag festgelegt ist auf vierhundertvierzig Euro sind wir sehr weit davon entfernt.". Ist die Miete der größte Posten für Studierende? Ja absolut.

Studierende geben im Durchschnitt mehr als die Hälfte ihres Einkommens für Mieter aus, das ist mehr als im Rest der Bevölkerung. Das heißt Wohnen sind auf jeden Fall die größte Kostenbelastungen. aber es kommen natürlich auch andere Sachen auf Studierenden zu und auch den Rest der Lebenserhaltungskosten, dass sie sich nicht besser aus. Aber Wohnen ist schon die größtekriegste mit der Studierender zu kämpfen haben finanziell. Sind Studiernde armen? Studierene sind häufig armen.

Wenn man sich die Zahlen anschaut, dann ist das so, dass gut ein Drittel der Studierenden Armuts gefährdet ist. Wenn man an sich schaut, Studierende, die nicht bei ihren Eltern wohnen alleine oder in WGs sind es sogar fast drei Viertel. Das heißt, dass in sehr besorgniserregende Zahlen die meisten Studierendern leben also unter der Armutsgrenze. Das bedeutet nicht zwingend, dass sie arm sind.

natürlich haben viele auch Rückhalt von ihrer Familie und könnten im Zweifelsfall auch darauf zurückgreifen. aber eben nicht alle. Und das muss man sich bewusst machen, dass dieses Bild vom reichen Studie der den ganzen Tag nichts anderes irgendwie tut als mal hin und wieder zur Vorlesung zu gehen. Gar nicht realitätsnah ist.

denn die meisten Studierenden arbeiten ja auch parallel zwei Drittel der Studierende und eben nicht weil sie es sich ausgesucht haben um Arbeitserfahrungen zu sammeln sondern in den meisten Fällen weil sie darauf angewiesen sind um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Das sagt ja auch Bundesforschungsministerin Dorothee Baer, es sei kein Drama wenn Studierende nebenher jobben um sich den Lebensunterhalt zu leisten das Studium leisten zu können. Damit hat sie also recht!

Ich würde sagen nein die meisten Studierenden arbeiten schon parallel und studieren ist eigentlich ein Vollzeitjob. Wenn man sich anschaut, dass das ja häufig auch das Studium verlängert und zum Beispiel auch das BAföG an die Regelstudienzeit gekoppelt ist für das Häufig dazu, dass Studierende in so einem Teufelskreis landen. Sie müssen parallel arbeiten weil das BAFÖG ähnlich ausreicht. Häufige müssen sie darauf warten, dass es überhaupt kommt. Das Studium verlängernt sich.

Irgendwann ist man über der Regelstudien Zeit, fliegt dann aus dem BAFöG raus und muss sich dann überlegen wie kann ich eigentlich mein Leben weiter finanzieren? Natürlich nutzen Studierende auch die Möglichkeit parallel zu arbeiten, um Erfahrungen zu sammeln. Die ihr dem zukünftigen Job irgendwie guttun und auf den Lebenslauf. Aber das ist nicht die Realität von den meisten Verlierenden. Viele Studierender arbeiten ja in Bereichen, die nichts mit ihrem Studienfeld zu tun haben.

Und die meisten tun es eben weil sie auf das Geld angewiesen sind. Aber ist jeder Studiengang ein Vollzeitjob? Also hängt das nicht vielleicht vom Studiengang ab wie gut man nebenher arbeiten kann? Ja, natürlich. Es gibt Studiengänger die sind ein bisschen mehr verschuld als andere und da lässt sich vielleicht einen Nebenjob einfacher anbauen. aber ich würde sagen das ist kein Kriterium.

um danach zu urteilen muss es etwas geben wie das BAföG oder wir würden sagen grundsätzlich ja und Studiengänge sind sehr individuell Und die Arbeitsbelastung dazu vergleichen, ist einfach sehr unterschiedlich. Das wäre nicht der Ansatz den ich da wählen würde weil ich sagen würde es sind einfach so unterschiedliche Studiengänge und auch die Art wie man arbeitet und sich darauf vorbereitet.

nur wenn man vielleicht weniger Vorlesungen hat oder in seinen Tag freier Plan kann heißt das ja nicht dass man nicht lernen muss oder sein Studium anders gestaltet. und deshalb ist jetzt die Frage danach Kann man das irgendwie machen oder nicht? Sollte auch nicht die Frage sein, weil dann landen wir wieder bei so einer Frage von Bildung als soziale Frage. Denn dann ist es ja die Frage, wie kann man überhaupt diesen Studiengang wählen? Weil man dann irgendwie nebenbei noch arbeiten kann.

Weil man sich nicht leisten kann einen Studiengang zu wählen, wo das eben nicht möglich ist. Das BAföG soll ja nicht abgeschafft werden. Es geht nur um die Erhöhung, die in Frage gestellt wird von der Union In Zeiten knapper Kassen. Es ist dann nicht verständlich. Jedes Ressort muss sparen, auch das Bildungsressort! Wir sind gar nicht dafür, soziale Gruppen da gegeneinander auszuspielen.

Wir betrachten genauso mit Sorge dass in anderen sozialen Bereichen Leistungen gekürzt werden oder eben auch nicht erhöht. Bei BAföG ist die Erhöhung besonders dringend weil Studierende akut darauf angewiesen sind das sie jetzt schon zum Wintersemester kommt.

Denn die Mieten oder die Durchschnittsmieten von denen ich gerade auch besprochen habe mit fünfhundert zwölf Euro Das wird alles vom Wintersemestern nicht besser werden und eher schlechter Und dreihundert-achtzig Euro im Wohnen, um das nur als Beispiel zu nehmen in der Wohnkostenpauschale. Wenn jetzt vierhundertvierzig Euro kommen dann ist das zwar nicht genug und auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

aber Studierende sind akut darauf angewiesen dass es kommt und auch andere Veränderungen, die jetzt in Aussicht gestellt wurden. Zum Beispiel auch eben die Bedarfssätze, die allgemein angepasst werden sollen, erhöht werden sollen. Weil das ist etwas, worauf Studierende angewiesen sind und auch Studienbewerberinnen, die sich jetzt Gedanken machen darum ob das BAföG überhaupt zum Leben ausreicht eine große Angst da, zum Beispiel sich auch zu Beginn des Studiums zu verschulden.

Denn wenn man weiß das BAföG reicht nicht zum Leben aus und man hat noch einen Demenzjob zusätzlich zum BAFÖG kommt aber trotzdem nicht über die Runden dann ist es ein Skandal und deshalb ist es wichtig dass die Novelle schon zum Wintersemester kommt wie die Bundesregierung es eigentlich versprochen hat. Das heißt er tickt aus ihrer Sicht die Uhr Auf jeden Fall. Was? Wenn die BAFöG-Erhöhung nicht kommt? was wäre denn die dramatische Konsequenz Aus Ihrer Sicht?

Die dramatische Konsequenz ist, dass Studierende ihr Studium abbrechen. Und das ist auch jetzt schon der Fall nicht nur weil die Erhöhungen nicht kommen sondern weil die Bedingungen unter denen man BAföG aktuell bezieht einfach so katastrophal sind. Die Wartezeiten sind viel zu langen und die Bearbeitungsdauern in den BAföGMtern. In Thüringen.

es ist zum Beispiel so, dass Studenten im Durchschnitt sechs Monate darauf warten wenn sie einen Antrag vollständig eingereicht haben bis er überhaupt bewilligt wird. In dieser Zeit haben Sie zum Beispiel keine andere Einnahmequelle und müssen dann parallel arbeiten und ihr Studiums aussetzen. Und es gibt auch viele Studierende, die uns berichten, dass sie eben ihr Studium abbrechen oder Überlegen abzubrechen.

Weil sie zum Beispiel über der Regelstudienzeit sind, weil sie Parallel gearbeitet haben und das BAföG nicht gekommen ist. Wirklich existenzielle Fragen von, kann ich mir mein Studium leisten? Muss sich irgendwie parallel arbeiten. Und das macht es zu einer großen sozialen Frage von Bildungsgerechtigkeit. also wer kann sich studieren überhaupt in Deutschland leisten? bewegen ist der Zugang überhaupt nicht wirklich und das sind dann eben vor allem Kinder aus Akademiker-Innenfamilien.

so ist auch jetzt schon. dass sind vor allem die die jetzt studieren und so sollte es nicht sein. Studieren sollte keine Frage der sozialen Herkunft sein und deshalb ist im BAföG, was den Namen Ausbildungsförderung auch verdient. Und noch mehr Studien zugänglich ist essentiell. Jetzt ist es aber ja schon so dass in Deutschland werden keine Studiengebühren mehr erhoben. die meisten Unis, die besten Unis sind staatlich finanziert nahezu umsonst anders als in vielen anderen Ländern.

Ist Deutschland damit nicht schon automatisch ein günstiges und daher faires Studienland? Studiengebüren gibt's nicht. Trotzdem ist Deutschland ein Land, was generell wenn man sich den Bildungsbereich anschaut nicht sozial durchwässig ist. Studierende tun vor allem Kinder aus AkademikerInnenfamilien. Immer noch ist es eine Frage, eine soziale Frage und eine finanzielle Frage von kann ich mir das Studium überhaupt leisten?

Und nur weil's keine Studiengebühren gibt heißt es nicht dass Studierende keine Kosten haben. Gerade wenn man sich anschaut wo Studierenden auch studieren. das sind ja häufig auch Universitätsstandorte wo die Lebenshaltungskosten besonders hoch sind und deshalb sind Studierender auch darauf angewiesen dass es zum Beispiel des BAföG gibt Und auch wenn es gerade jetzt nur etwa elf Prozent der Studierenden überhaupt bekommen.

Für diese elf Prozent, die sind darauf angewiesen und viele von denen könnten auch nicht studieren, wenn es das BAföG überhaupt nicht gebe.". Jetzt ist aber so dass Studieren weiterhin attraktiv bleibt – also in Deutschland studieren mehr Menschen als noch vor zehn Jahren, obwohl die Lebenshaltungskosten ebenso stark gestiegen sind. wie erklären sie sich das?

Naja, also das ist natürlich so dass mehr Studierende oder dass es überhaupt mehr Studieren in Deutschland gibt aber es sollte keine soziale Frage sein. Also es sollte nie eine Frage sein von ich wähle jetzt den Weg Studium weil ich es mir leisten kann oder ich gehe jetzt einen anderen Weg Weil ich es nicht leisten kann sondern es sollte eine frage sein von was möchte man mit seinem Leben machen als junger Mensch? und dafür setzen wir uns eben ein. Würden Sie heute noch ein Studium empfehlen?

Grundsätzlich, ja natürlich wenn man gerne studieren möchte dann würde ich auch empfehlen diesen Weg zu gehen. Trotzdem ist es leider so dass man sich bewusst machen soll gerade wenn man keine Unterstützung hat von der Familie keine finanzielle Unterstützung hat das nicht einfach ist und sehr kompliziert und auch nicht für alle zugänglich. also Ich würde nicht sagen, ich kann das empfehlen oder ich kann es nicht empfehle.

Sondern ich würde einfach sagen, Studium ist leider nicht allen Menschen in unserer Gesellschaft aktuell zugänglich und daran muss die Bundesregierung anknüpfen. und einen Weg ist es eben, das BAföG zu novellieren und zumindest das umzusetzen was jetzt im Koalitionsvertrag steht aber sich auch an strukturelle Veränderungen heranzubagen sodass das BAFöG grundsätzlich allen Menschen, die gerne studieren würden, zugänglig ausbauen.". Mehr BAföG für Studierende.

Das steht auf dem Spiel, das wurde versprochen aber die Bundesregierung will bisher keine Zusage geben ob die Erhöhung jetzt kommt oder nicht. Das verärgert nicht nur BAföGB-Empfänger sondern auch den Koalitionspartner der Union Die SPD. ein Text dazu habe ich Ihnen in den Schornots verlinkt. In Sankt Petersburg hat an diesem Mittwoch das russische Wirtschaftsforum begonnen. Kremische Vladimir Putin nutzt diese Tagung um zu zeigen dass Russland trotz des Kriegs ökonomisch gut dasteht.

Es kommen Vertreter aus einhundert dreißig Ländern, darunter auch Mitglieder der deutschen AfD. Kurz vor Beginn des Treffens hat die Ukraine allerdings für Unruhe gesorgt und einen Ö-Terminen in Petersburg und eine Militäranlage im benachbarten Kronstadt mit Drohen beschossen – nach eigenen Angaben erfolgreich! Eigentlich gibt es zwischen den USA und Iran seit April eine Waffenruhe. Aber gegenseitigem Beschuss gibt es in der Golfregion trotzdem immer wieder….

Am Dienstag hat das US-Militär nach eigenen Angaben einen iranischen Öltanker beschossen. Er soll trotz der US-Plokate versucht haben, einen irranischen Hafen anzulaufen. In der Nacht auf Mittwoch hat Iran dann zurückgeschlagen. Nach eigenem Angaben haben die Truppen des Regimes Raketen und Drohnen auf Kuwait unbereingefeuert. In beiden Ländern befinden sich wichtige US Militärbasen. Wenig später haben die USA eine iranische Militäreinrichtung in der Straße von Hormus angegriffen.

Die vielleicht berühmteste Leiche Deutschlands liegt aktuell an der Küste Dänemarks. Der Buckelwahl, die erst in der Ostsee gestrandet war, dann zurück ins Meer gebracht wurde und dann dort gestorben ist. Jetzt wurde der tote Wahl an Land gezogen und soll am Donnerstag obtuziert werden – mit dabei mein Kollege Martin Zips. Hier liegt noch immer dieser Riesenkadaver des Buckelvalls. Timmy am Strand.

morgen soll er aufgeschlitzt und entsorgt werden Und ein bisschen spottet man hier freilich schon über die Deutschen, welche sich für Timmy so eingesetzt haben. Sich um seine Überreste nun aber kaum noch scheren.". Die Obduktion wird nichts für schwache Nerven – werden tote Wale an Land aufgeschlitzt gehört das offenbar zu den grässlichsten Gerüchen in der Natur. Dass dieser Kadar war auch lange in der Sonne lag macht den Geruch bestimmt nicht besser!

Vor vierzig Jahren ist der Reaktorblock IV des Atomkraftwerks von Chernobyl explodiert. Als Reaktion auf diese Katastrophe hat die damalige Bundesregierung unter CDU-Kanzler Helmut Kohl ein neues Ministerium gegründet für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Am Dienstag war der Festakt zum vierzigsten Bestehen des Ministeriums mit einer überraschen selbstkritischen ehemaligen Umweltministerin Angela Merkel.

Sie hat in ihrer Rede darüber gesprochen, ob sie mehr für den Klimaschutz hätte tun können. Aber es gab auch den einen oder anderen Seitenhieb Richtung Regierung. Nachlesen können Sie das mit einem SZ-Plus-Abo – dem passenden Artikel habe ich Ihnen in den Schaunorts verlinkt. Redaktionsschluss für auf den Punkt war die Uhr. Mitgearbeitet an dieser Folge hat Louis Mütz, produziert hat sie Laura Sagebier. Ich bin Timo Nikolas. Vielen Dank fürs Zuhören.

Da am Donnerstag in Bayern ein Feiertag ist, erscheint die nächste reguläre Folge auf den Punkt erst am Freitag. Bis dahin, ciao!

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