Für den britischen Premiermanistag. hier Stama wird es eng, denn am Donnerstag ist ein Politiker ins Parlament eingezogen der ihn das Amt streitig machen will und auch noch gute Chancen hat dass das klappt. Wer Stamas Rivales ist und was sein Wahlsieg für Großbritannien bedeutet darum geht es in dieser Folge von auf dem Punkt. ich spreche dazu gleich mit Martin Wittmann einem unserer Korrespondenten in London. Sie hören den SZ Nachrichten Podcast mit mir.
Anmar Den Holt Der Wahlkreis Makerfield im Norden von England, der besteht aus etwa seventy-sechtausend Wahlberechtigten. Und das ist nicht viel! Das sind etwa so viele Menschen wie in Bambergleben oder in Wilhelmshafen. aber trotzdem hatte genau dieser kleine Wahlkrei am Donnerstag das Schicksal von ganz Großbritannien in der Hand. Die Menschen dort haben nämlich darüber entschieden wer sie künftig im britischen Unterhaus vertreten wird. eine kleine Wahl mit großer Wirkung.
und dass alles nur wegen ihm hier dem Walsieger Andy Burnham. Jeder weiß, dass die Politik nicht läuft und das Land nicht da ist wo es sein sollte sagt Andy Burnham hier kurz nachdem das Wahlergebnis verkündet wurde. Und er sagt, dass das ein Wendepunkt sein könnte Also kein Wendepunkt für das kleine Maker-Field, sondern einer für ganz Großbritannien.
Burnham wird nämlich schon als potentieller neuer Premierminister gehandelt – viele Labour-Politiker wollen ihn an der Parteispitze haben und damit würde er automatisch auch Premierminister werden! Und Burnham hat schon angekündigt dass es genau sein Plan ist…. Er will Stama ablösen … Als Labourchef und damit eben auch als Premier. Und genau diesen Machtkampf haben die Menschen in Makerfield jetzt ermöglicht, als sie ihn am Donnerstag ins Unterhaus gewählt haben.
Ich spreche darüber jetzt mit meinem Kollegen Martin Wittmann in London. Martin ist es übertrieben zu sagen dass Kirsten damals Tage als Premierminister gezählt sind? Nein das ist nicht übertriebene. also der ist schon seit Wochen am Straucheln und sind ein paar Minister zurückgetreten. er ist einer der unbeliebtesten Premierminister in der Geschichte Und die Partei wendet sich mehr und mehr gegen ihn, also er hat mittlerweile ziemlich viele Feinde auch innerhalb der Labour-Partei.
Der größte Herausforderer war schon seit Monaten eigentlich Andy Burnham. und dass der jetzt so fulminant gewonnen hat und auch mehr Stimmen bekommen hat als die beiden rechten Parteien zusammen Das, glaube ich ist jetzt so auch für Stama selbst der Moment wo er erkennen muss dass er vielleicht Platz machen muss weil der Druck wird jetzt immer größer nach dem Sieg.
Aber es klingt schon noch ein bisschen absurd für mich das du die Wahl von einem Politiker ins Unterhaus jetzt plötzlich das Ende von Stama einleitet? Ja das liegt ein bisschen an dem speziellen System hier wer den Premierminister herausfordern möchte aus der eigenen Partei. Der muss im Parlament sitzen. Und der Vorteil von Bernheim war, dass er nicht Teil der Regierung war sondern oben im Norden des Landes ein Manchester Bürgermeister war.
Das hat ihn zu jemandem gemacht, der glaubwürdig sagen kann Er ist nicht Teil einer Regierung und damit Bernheim überhaupt Starmer herausfahren konnte musste er vorher irgendwie ins Parlament einziehen können. Deswegen hat ein Parteikollege von ihm seinen Sitz aufgegeben und damit eine Nachwahl initiiert, zu der Burnham angetreten ist.
Und am Ende war es dann so dass er so erfolgreich war das dieser Sieg nicht nur dafür steht also jetzt im Parlament ist sondern auch ein Zeichen dass die Rechten im Land von Labour noch besiegt werden können und zwar von ihm dem König des Nordens wie er genannt wird. Lass uns doch mal beim König des Nordens bleiben, das hast du gerade schon gesagt. Die Leute nehmen ihn wahr als jemanden der nicht zum Establishment gehört? Was kannst du noch über Andy Burnham erzählen?
und was ist der für ein Typ? Der wird ganz locker, kommt gut an bei den Leuten. Er ist neunzehntundhundertsieb geboren in einem Vorort von Liverpool. Der kommt gar nicht aus dem elitären Haushalt hat es dann aber dann doch geschafft in Cambridge zu studieren Und hat dann schnell Karriere gemacht in London, was ihm auch Kritiker vorwerfen. Also die sagen der inszeniert sich so ein bisschen als ein Working-Class Hero.
Im Endeffekt war er aber lange und auch sehr schnell Teil des Establishments in London. Er wurde Gesundheitsminister Er hat zwei Mal verloren bei der Wahl zum Parteivorsitzenden. Und in den zweiten Niederlage ist er dann zurück nach Manchester gegangen, dort wurde er Bürgermeister und die Stadt hat. seitdem unterstreiten sich die Beobachter ob das sein Verdienst ist oder ob man nur Glück hatte. auf jeden Fall ist Manchester sehr erfolgreich geworden in letzten Jahren.
Das hat ihm natürlich auch eine gewisse Glaubwürdigkeit verschafft dass er ein zupackender Politiker ist, der das auch durchsetzt, was er ankündigt. Was sonst noch bekannt ist, er ist Musikfan und hat einen Manchester-Liam Gallagher von Oasis mal dazu gebracht die Trambanndurchsagen zu machen.
Er hat mal gesagt, für ihn das Wichtigste nach der Familie ist für ihn der FC Everton Dann kommt die Leberpartei und dann die katholische Kirche und grundsätzlich wird er eher zum pragmatischen Linkenflügel der Partei gezählt. Und hat er jetzt gewonnen, weil Ihnen die Leute in Makerfield so toll finden oder weil sie Kistama unbedingt loswerden wollen? Die ganze Kampagne in Makerfeld – ich war ja vor Ort letzte Woche – lief komplett auf seine Person raus.
Ich habe mich mit Abgeordneten unterhalten, die vor Ort waren um Wahlhilfe zu leisten und dir mich darauf hingewiesen, dass auf den Plakaten nur sein Name steht und nicht die Partei. Das heißt, dass er jetzt so klar gewonnen hat, zeigt schon wie beliebt er ist und das ihm die Leute schon auch zutrauen. Zumindest in der Partei was anders zu machen als die jetzt so unbeliebten ja richtig verhassten Regierungsmitglieder.". Wie geht es denn jetzt weiter?
Also wir haben ja schon gesagt, Burnham hat schon angekündigt, dass Erkistar mal herausfordern wird. Wann könnte das denn so sein? Das ist noch offen. Es hieß erst, dass Inhalt von Stunden würde Burnham Anspruch auf das Amt erheben. Bis jetzt ist es noch nicht so. Weil man darf nicht vergessen, das ist kein Automatismus. Sondern zum einen ist Dharma bis jetzt auch noch sehr kämpferisch und sagt, gibt es nicht kampflos auf sein Amt? Und zum zweiten gibt's auch andere Bewerber.
Also am prominentesten ist da West Streeting. Das ist der Gesundheitsminister, wer kürzlich zurückgetreten ist. Der will auch Premierminister werden ganz klar zu sagen, wie der Fahrplan jetzt ist. Das kann man eigentlich nicht. was man sagen kann es dass die Wahrscheinlichkeit das es bald passiert ist größer geworden durch die Wucht des Sieges. Wie wahrscheinlich hältst du's denn? Dass da mal das Hula doch nochmal herumreißt hat ja noch ein bisschen zeitkräftig Werbung für sich zu machen.
Dass da einmal wirklich durchhält bis zum Jahr zwanzig bis zur nächsten Wahl würde ich mir sagen die Chance ist null. Er hätte vielleicht noch Chancen gehabt, wenn die rechten Parteien zusammengenommen zum Beispiel in Make-A-Field gewonnen hätten oder auch bei einem Sieg von Burnham mehr Stimmen zusammengerechnet gehabt hätten. Aber jetzt ist der Sieg so fulminant dass der Starmer eigentlich keine Argumente mehr hat das noch abzuwenden. seine Regierung kriselt vor sich hin und seit Monaten eher.
Und seine loyalen Minister sind denkbar unpopulär, und ihm gegenüber kann man so richtigen Hass feststellen im Land. Das heißt dass er keine Zukunft hat und vor allem nicht mehr das Vertrauen des Volkes und mittlerweile auch nicht mehr der eigenen Leute. Das glaube ich ist jetzt manifestiert worden und es wird auch sicher so sein, dass in den nächsten Tagen ein ehemals loyaler Stammerfreund nach dem anderen ins Team Burnham wechseln wird.
Und wäre das dann nach deiner Einschätzung eine gute oder schlechte Nachricht für Großbritannien? Auf der einen Seite ist natürlich so ein ständiger Austausch vom Premierministern. Das sorgt für ganz viel Unruhe, aber wenn alle eh unzufrieden mit Stammer sind, ist es vielleicht auch ganz gut, wenn da jemand anderes an der Spitze sitzt.
Also ich denke die Partei, die Regierung und vielleicht auch das ganze Land brauchen jetzt wirklich mal sowas ganz Neues weil... Ich erlebe das hier seit Monaten eine schlechte Und die Stimmung ist einfach so schlecht. Lebenshaltungskosten sind so hoch, die Debatte um die Migration bestimmt den Alltag... Die Regierung hat nicht gewichtige Antworten drauf. Ich denke es wäre vielleicht fürs Land das Beste wenn jetzt neuer Schwung reinkommt.
Die Rechten natürlich sind jetzt gerade wahnsinnig enttäuscht und müssen ihre komplette Strategie neu überdenken weil sie gemerkt haben dass sie jetzt doch nicht völlig ungehindert an die Macht streben können und das wird sicher auch interessant sein Wie die sich entwickeln, auf jeden Fall ist es so dass die Regierung wird davon profitieren wenn sie einen neuen Premierminister stellt. Martin vielen Dank für deine Einschätzung und wir schauen natürlich weiter drauf was in Großbritannien passiert.
Ich danke. Kurz nachdem die USA und Iran ihr Abkommen unterschrieben haben, scheint es so als ob sich auch Israel und die Hezbollah auf eine Waffenruhe geeinigt haben. Zumindest hat das ein Regierungsvertreter aus den USA verkündet. Die Waffen ruhe soll am Freitag um fünfzehn Uhr in Kraft getreten sein – ausgearbeitet hätten sie Vermittler aus den US und Qatar mit Unterstützung von Iran! Das haben bis zum Redaktionsschluss dieser Folge weder Israel noch die Hezkbollah bestätigt.
Gerade wird viel über das Thema Arbeitszeit diskutiert, die Regierungskoalition aus Union und SPD wünscht sich da nämlich flexiblere Regeln. Und die Arbeitsministerin Werbel Bass von der SPD hat einen Entwurf geschrieben wie ein Gesetz dazu aussehen könnte dass eher eine behutsame Lockerung von den bestehenden Gesetzen. Bass will Abweichungen vom acht-Stunden-Tag an Tarifverträge knüpfen.
Da stünde dann zum Beispiel eine Obergrenze drin, wie viele Wochen pro Tag gearbeitet werden darf aber Arbeitnehmer können sich etwas freier über die Woche aufteilen. Kritik daran gibt es vom Koalitionspartner CDU, aber auch von Wirtschaftsvertretern die sagen dass der Entwurf nicht zu der Arbeitswirklichkeit in den Betrieben passt. Zum Beispiel deswegen weil es in vielen Betrieben in Deutschland gar keine Tarifverträge gibt.
Wenn ich Ihnen jetzt sage, dass es draußen heiß ist, dann erzähle ich Ihnen vermutlich nichts Neues. Deutschland erlebt gerade eine Hitzewelle und das hat vermutlich auch jeder mitbekommen! Der Deutsche Wetterdienst hat seine Hitzewarnung an diesem Freitag auf alle Bundesländer ausgeweihtet – teilweise soll es bis zu thirty-eight Grad werden. An manchen Orten gibt es außerdem auch eine Warnung vor Hitzegewittern.
Was diese extreme Hitze für die psychische Gesundheit bedeutet, dazu verlinke ich Ihnen in den Show Notes einen Text. Am Samstag ist das nächste WM-Spiel der Fußballnationale Mannschaft der Herren. Das werden vermutlich auch einige von ihnen gucken, vielleicht irgendwo draußen? Es soll ja heiß werden, auch wenn es ganze erst ums Zweiundzwanzig Uhr losgeht. und apropos Weltmeisterschaft!
Wir haben auch ein Podcast dazu, der heißt nun zu WM und meine Kollegen berichten da aus den USA, aus Mexiko, aus Kanada Und es gibt neue Folgen unter anderem vor und nach den deutschen Spielen, d.h., wenn sie sich noch ein wenig vorbereiten möchten auf das Spiel gegen die Elfenbeinküste am Samstag Schauen Sie doch mal in die Shownotes. Da finden sie den Link zum Podcast. Redaktionsschluss für auf dem Punkt war, sechzehn Uhr.
Vielen Dank an Julius Zimmer fürs Produziere dieser Folge und auch vielen Dank an Sie weil Sie zugehört haben! Machen Sie es gut und bis morgen.
